https://rapidshare.com/files/247088208/elb_at.txt Das erste Buch Mose (Genesis). Die Schoepfung: Sechstagewerk. \1\ 1.1 Im Anfang schuf Gott die Himmel und die Erde. 1.2 Und die Erde war wuest und leer, und Finsternis war ueber der Tiefe; und der Geist Gottes schwebte ueber den Wassern. 1.3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht. 1.4 Und Gott sah das Licht, dass es gut war; und Gott schied das Licht von der Finsternis. 1.5 Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein Tag. 1.6 Und Gott sprach: Es werde eine Woelbung mitten in den Wassern, und es sei eine Scheidung zwischen den Wassern und den Wassern! 1.7 Und Gott machte die Woelbung und schied die Wasser, die unterhalb der Woelbung von den Wassern, die oberhalb der Woelbung waren. Und es geschah so. 1.8 Und Gott nannte die Woelbung Himmel. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein zweiter Tag. 1.9 Und Gott sprach: Es sollen sich die Wasser unterhalb des Himmels an einen Ort sammeln, und es werde das Trockene sichtbar! Und es geschah so. 1.10 Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Ansammlung der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war. 1.11 Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Kraut, das Samen hervorbringt, Fruchtbaeume, die auf der Erde Fruechte tragen nach ihrer Art, in denen ihr Same ist! Und es geschah so. 1.12 Und die Erde brachte Gras hervor, Kraut, das Samen hervorbringt nach seiner Art, und Baeume, die Fruechte tragen, in denen ihr Same ist nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. 1.13 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein dritter Tag. 1.14 Und Gott sprach: Es sollen Lichter an der Woelbung des Himmels werden, um zu scheiden zwischen Tag und Nacht, und sie sollen dienen als Zeichen und [zur Bestimmung von] Zeiten und Tagen und Jahren; 1.15 und sie sollen als Lichter an der Woelbung des Himmels dienen, um auf die Erde zu leuchten! Und es geschah so. 1.16 Und Gott machte die beiden grossen Lichter: das groessere Licht zur Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht und die Sterne. 1.17 Und Gott setzte sie an die Woelbung des Himmels, ueber die Erde zu leuchten 1.18 und zu herrschen ueber den Tag und ueber die Nacht und zwischen dem Licht und der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, dass es gut war. 19 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein vierter Tag. 1.20 Und Gott sprach: Es sollen die Wasser vom Gewimmel lebender Wesen wimmeln, und Voegel sollen ueber der Erde fliegen unter der Woelbung des Himmels! 1.21 Und Gott schuf die grossen Seeungeheuer und alle sich regenden lebenden Wesen, von denen die Wasser wimmeln, nach ihrer Art, und alle gefluegelten Voegel nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. 1.22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und fuellt das Wasser in den Meeren, und die Voegel sollen sich vermehren auf der Erde! 1.23 Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: ein fuenfter Tag. 1.24 Und Gott sprach: Die Erde bringe lebende Wesen hervor nach ihrer Art: Vieh und kriechende Tiere und [wilde] Tiere der Erde nach ihrer Art! Und es geschah so. 1.25 Und Gott machte die [wilden] Tiere der Erde nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere auf dem Erdboden nach ihrer Art. Und Gott sah, dass es gut war. 1.26 Und Gott sprach: Lasst uns Menschen machen in unserm Bild, uns aehnlich! Sie sollen herrschen ueber die Fische des Meeres und ueber die Voegel des Himmels und ueber das Vieh und ueber die ganze Erde und ueber alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen! 1.27 Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bild, nach dem Bild Gottes schuf er ihn; als Mann und Frau schuf er sie. 1.28 Und Gott segnete sie, und Gott sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und vermehrt euch, und fuellt die Erde, und macht sie [euch] untertan; und herrscht ueber die Fische des Meeres und ueber die Voegel des Himmels und ueber alle Tiere, die sich auf der Erde regen! 1.29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles samentragende Kraut gegeben, das auf der Flaeche der ganzen Erde ist, und jeden Baum, an dem samentragende Baumfrucht ist: es soll euch zur Nahrung dienen; 1.30 aber allen Tieren der Erde und allen Voegeln des Himmels und allem, was sich auf der Erde regt, in dem eine lebende Seele ist, [habe ich] alles gruene Kraut zur Speise [gegeben]. 1.31 Und es geschah so. Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend, und es wurde Morgen: der sechste Tag. Die Schoepfung: Ruhetag. \2\ 2.1 So wurden der Himmel und die Erde und all ihr Heer vollendet. 2.2 Und Gott vollendete am siebten Tag sein Werk, das er gemacht hatte; und er ruhte am siebten Tag von all seinem Werk, das er gemacht hatte. 2.3 Und Gott segnete den siebten Tag und heiligte ihn; denn an ihm ruhte er von all seinem Werk, das Gott geschaffen hatte, indem er es machte. 2.4 Dies ist die Entstehungsgeschichte der Himmel und der Erde, als sie geschaffen wurden. Adam im Garten Eden. An dem Tag, als Gott, der HERR, Erde und Himmel machte, 2.5 - noch war all das Gestraeuch des Feldes nicht auf der Erde, [und] noch war all das Kraut des Feldes nicht gesprosst, denn Gott, der HERR, hatte es [noch] nicht auf die Erde regnen lassen, und [noch] gab es keinen Menschen, den Erdboden zu bebauen; 2.6 ein Dunst aber stieg von der Erde auf und bewaesserte die ganze Oberflaeche des Erdbodens, 2.7 - da bildete Gott, der HERR, den Menschen, [aus] Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele. 2.8 Und Gott, der HERR, pflanzte einen Garten in Eden im Osten, und er setzte dorthin den Menschen, den er gebildet hatte. 2.9 Und Gott, der HERR, liess aus dem Erdboden allerlei Baeume wachsen, begehrenswert anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens in der Mitte des Gartens, und den Baum der Erkenntnis des Guten und Boesen. 2.10 Und ein Strom geht von Eden aus, den Garten zu bewaessern; und von dort aus teilt er sich und wird zu vier Armen. 2.11 Der Name des ersten ist Pischon; der fliesst um das ganze Land Hawila, wo das Gold ist; 2.12 und das Gold dieses Landes ist gut; dort [gibt es] Bedolach-Harz und den Schoham-Stein. 2.13 Und der Name des zweiten Flusses ist Gihon; der fliesst um das ganze Land Kusch. 2.14 Und der Name des dritten Flusses ist Hiddekel; der fliesst gegenueber von Assur. Und der vierte Fluss, das ist der Euphrat. 2.15 Und Gott, der HERR, nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, ihn zu bebauen und ihn zu bewahren. 2.16 Und Gott, der HERR, gebot dem Menschen und sprach: Von jedem Baum des Gartens darfst du essen; 2.17 aber vom Baum der Erkenntnis des Guten und Boesen, davon darfst du nicht essen; denn an dem Tag, da du davon isst, musst du sterben! Erschaffung Evas. 2.18 Und Gott, der HERR, sprach: Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei; ich will ihm eine Hilfe machen, die ihm entspricht. 2.19 Und Gott, der HERR, bildete aus dem Erdboden alle Tiere des Feldes und alle Voegel des Himmels, und er brachte sie zu dem Menschen, um zu sehen, wie er sie nennen wuerde; und genau so wie der Mensch sie, die lebenden Wesen, nennen wuerde, [so] sollte ihr Name sein. 2.20 Und der Mensch gab Namen allem Vieh und den Voegeln des Himmels und allen Tieren des Feldes. Aber fuer Adam fand er keine Hilfe, ihm entsprechend. 2.21 Da liess Gott, der HERR, einen tiefen Schlaf auf den Menschen fallen, so dass er einschlief. Und er nahm eine von seinen Rippen und verschloss ihre Stelle mit Fleisch; 2.22 und Gott, der HERR, baute die Rippe, die er von dem Menschen genommen hatte, zu einer Frau, und er brachte sie zum Menschen. 2.23 Da sagte der Mensch: Diese endlich ist Gebein von meinem Gebein und Fleisch von meinem Fleisch; diese soll Maennin heissen, denn vom Mann ist sie genommen. 2.24 Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und seiner Frau anhangen, und sie werden zu einem Fleisch werden. 2.25 Und sie waren beiden nackt, der Mensch und seine Frau, und sie schaemten sich nicht. Der Suendenfall und dessen Folgen. \3\ 3.1 Und die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott, der HERR, gemacht hatte; und sie sprach zu der Frau: Hat Gott wirklich gesagt: Von allen Baeumen des Gartens duerft ihr nicht essen? 3.2 Da sagte die Frau zur Schlange: Von den Fruechten der Baeume des Gartens essen wir; 3.3 aber von den Fruechten des Baumes, der in der Mitte des Gartens [steht], hat Gott gesagt: Ihr sollt nicht davon essen und sollt sie nicht beruehren, damit ihr nicht sterbt! 3.4 Da sagte die Schlange zur Frau: Keineswegs werdet ihr sterben! 3.5 Sondern Gott weiss, dass an dem Tag, da ihr davon esst, eure Augen aufgetan werden und ihr sein werdet wie Gott, erkennend Gutes und Boeses. 3.6 Und die Frau sah, dass der Baum gut zur Speise und dass er eine Lust fuer die Augen und dass der Baum begehrenswert war, Einsicht zu geben; und sie nahm von seiner Frucht und ass, und sie gab auch ihrem Mann bei ihr, und er ass. 3.7 Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie erkannten, dass sie nackt waren; und sie hefteten Feigenblaetter zusammen und machten sich Schurze. 3.8 Und sie hoerten die Stimme Gottes, des HERRN, der im Garten wandelte bei der Kuehle des Tages. Da versteckten sich der Mensch und seine Frau vor dem Angesicht Gottes, des HERRN, mitten zwischen den Baeumen des Gartens. 3.9 Und Gott, der HERR, rief den Menschen und sprach zu ihm: Wo bist du? 3.10 Da sagte er: Ich hoerte deine Stimme im Garten, und ich fuerchtete mich, weil ich nackt bin, und ich versteckte mich. 3.11 Und er sprach: Wer hat dir erzaehlt, dass du nackt bist? Hast du etwa von dem Baum gegessen, von dem ich dir geboten habe, du solltest nicht davon essen? 3.12 Da sagte der Mensch: Die Frau, die du mir zur Seite gegeben hast, sie gab mir von dem Baum, und ich ass. 3.13 Und Gott, der HERR, sprach zur Frau: Was hast du da getan! Und die Frau sagte: Die Schlange hat mich getaeuscht, da ass ich. 3.14 Und Gott, der HERR, sprach zur Schlange: Weil du das getan hast, sollst du verflucht sein unter allem Vieh und unter allen Tieren des Feldes! Auf deinem Bauch sollst du kriechen, und Staub sollst du fressen alle Tage deines Lebens! 3.15 Und ich werde Feindschaft setzen zwischen dir und der Frau, zwischen deinem Samen und ihrem Samen; er wird dir den Kopf zermalmen, und du, du wirst ihm die Ferse zermalmen. 3.16 Zu der Frau sprach er: Ich werde sehr vermehren die Muehsal deiner Schwangerschaft, mit Schmerzen sollst du Kinder gebaeren! Nach deinem Mann wird dein Verlangen sein, er aber wird ueber dich herrschen! 3.17 Und zu Adam sprach er: Weil du auf die Stimme deiner Frau gehoert und gegessen hast von dem Baum, von dem ich dir geboten habe: Du sollst davon nicht essen! - so sei der Erdboden verflucht um deinetwillen: mit Muehsal sollst du davon essen alle Tage deines Lebens; 3.18 und Dornen und Disteln wird er dir sprossen lassen, und du wirst das Kraut des Feldes essen! 3.19 Im Schweisse deines Angesichts wirst du [dein] Brot essen, bis du zurueckkehrst zum Erdboden, denn von ihm bist du genommen. Denn Staub bist du, und zum Staub wirst du zurueckkehren! 3.20 Und der Mensch gab seiner Frau den Namen Eva, denn sie wurde die Mutter aller Lebenden. 3.21 Und Gott, der HERR, machte Adam und seiner Frau Leibroecke aus Fell und bekleidete sie. 3.22 Und Gott, der HERR, sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie einer von uns, zu erkennen Gutes und Boeses. Und nun, dass er nicht etwa seine Hand ausstrecke und auch [noch] von dem Baum des Lebens nehme und esse und ewig lebe! 3.23 Und Gott, der HERR, schickte ihn aus dem Garten Eden hinaus, den Erdboden zu bebauen, von dem er genommen war. 3.24 Und er trieb den Menschen aus und liess oestlich vom Garten Eden die Cherubim sich lagern und die Flamme des zuckenden Schwertes, den Weg zum Baum des Lebens zu bewachen. Kain und Abel. \4\ 4.1 Und der Mensch erkannte seine Frau Eva, und sie wurde schwanger und gebar Kain; und sie sagte: Ich habe einen Mann hervorgebracht mit dem HERRN. 4.2 Und sie gebar noch einmal, [und zwar] seinen Bruder, den Abel. Und Abel wurde ein Schafhirt, und Kain wurde ein Ackerbauer. 4.3 Und es geschah nach einiger Zeit, da brachte Kain von den Fruechten des Ackerbodens dem HERRN eine Opfergabe. 4.4 Und Abel, auch er brachte von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem Fett. Und der HERR blickte auf Abel und auf seine Opfergabe; 4.5 aber auf Kain und auf seine Opfergabe blickte er nicht. Da wurde Kain sehr zornig, und sein Gesicht senkte sich. 4.6 Und der HERR sprach zu Kain: Warum bist du zornig, und warum hat sich dein Gesicht gesenkt? 4.7 Ist es nicht [so], wenn du recht tust, erhebt es sich? Wenn du aber nicht recht tust, lagert die Suende vor der Tuer. Und nach dir wird ihr Verlangen sein, du aber sollst ueber sie herrschen. 4.8 Und Kain sprach zu seinem Bruder Abel. Und es geschah, als sie auf dem Feld waren, da erhob sich Kain gegen seinen Bruder Abel und erschlug ihn. 4.9 Und der HERR sprach zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Und er sagte: Ich weiss nicht. Bin ich meines Bruders Hueter? 4.10 Und er sprach: Was hast du getan! Horch! Das Blut deines Bruders schreit zu mir vom Ackerboden her. 4.11 Und nun, verflucht seist du von dem Ackerboden hinweg, der seinen Mund aufgerissen hat, das Blut deines Bruders von deiner Hand zu empfangen! 4.12 Wenn du den Ackerboden bebaust, soll er dir nicht laenger seine Kraft geben; unstet und fluechtig sollst du sein auf der Erde! 4.13 Da sagte Kain zu dem HERRN: Zu gross ist meine Strafe, als dass ich sie tragen koennte. 4.14 Siehe, du hast mich heute von der Flaeche des Ackerbodens vertrieben, und vor deinem Angesicht muss ich mich verbergen und werde unstet und fluechtig sein auf der Erde; und es wird geschehen: jeder, der mich findet, wird mich erschlagen. 4.15 Der HERR aber sprach zu ihm: Nicht so, jeder, der Kain erschlaegt - siebenfach soll er geraecht werden! Und der HERR machte an Kain ein Zeichen, damit ihn nicht jeder erschluege, der ihn faende. 4.16 So ging Kain weg vom Angesicht des HERRN und wohnte im Land Nod, oestlich von Eden. Nachkommenschaft Kains - Sets Geburt und Nachkomme. 4.17 Und Kain erkannte seine Frau, und sie wurde schwanger und gebar Henoch. Und er wurde der Erbauer einer Stadt und benannte die Stadt nach dem Namen seines Sohnes Henoch. 4.18 Dem Henoch aber wurde Irad geboren; und Irad zeugte Mehujael, und Mehujael zeugte Metuschael, und Metuschael zeugte Lamech. 4.19 Lamech aber nahm sich zwei Frauen; der Name der einen war Ada und der Name der andern Zilla. 4.20 Und Ada gebar Jabal; dieser wurde der Vater derer, die in Zelten und unter Herden wohnen. 4.21 Und der Name seines Bruders war Jubal; dieser wurde der Vater all derer, die mit der Zither und der Floete umgehen. 4.22 Und Zilla, auch sie gebar, [und zwar] den Tubal-Kain, den Vater all derer, die Kupfer und Eisen schmieden. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama. 4.23 Und Lamech sprach zu seinen Frauen: Ada und Zilla, hoert meine Stimme! Frauen Lamechs, horcht auf meine Rede! Fuerwahr, einen Mann erschlug ich fuer meine Wunde und einen Knaben fuer meine Strieme. 4.24 Wenn Kain siebenfach geraecht wird, so Lamech siebenundsiebzigfach. 4.25 Und Adam erkannte noch einmal seine Frau, und sie gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Set: Denn Gott hat mir einen anderen Nachkommen gesetzt an Stelle Abels, weil Kain ihn erschlagen hat. 4.26 Und dem Set, auch ihm wurde ein Sohn geboren, und er gab ihm den Namen Enosch. Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen. Stammbaum von Adam bis Noah. V. 3-32: 1Chr 1,1-4; Lk 3,36-38. \5\ 5.1 Dies ist das Buch der Geschlechterfolge Adams. An dem Tag, als Gott Adam schuf, machte er ihn Gott aehnlich. 5.2 Als Mann und Frau schuf er sie, und er segnete sie und gab ihnen den Namen Mensch, an dem Tag, als sie geschaffen wurden. - 5.3 Und Adam lebte 130 Jahre und zeugte [einen Sohn] ihm aehnlich, nach seinem Bild, und gab ihm den Namen Set. 5.4 Und die Tage Adams, nachdem er Set gezeugt hatte, betrugen 800 Jahre, und er zeugte Soehne und Toechter. 5.5 Und alle Tage Adams, die er lebte, betrugen 930 Jahre, dann starb er. - 5.6 Und Set lebte 105 Jahre und zeugte Enosch. 5.7 Und Set lebte, nachdem er Enosch gezeugt hatte, 807 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.8 Und alle Tage Sets betrugen 912 Jahre, dann starb er. - 5.9 Und Enosch lebte 90 Jahre und zeugte Kenan. 5.10 Und Enosch lebte, nachdem er Kenan gezeugt hatte, 815 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.11 Und alle Tage von Enosch betrugen 905 Jahre, dann starb er. - 5.12 Und Kenan lebte 70 Jahre und zeugte Mahalalel. 5.13 Und Kenan lebte, nachdem er Mahalalel gezeugt hatte, 840 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.14 Und alle Tage Kenans betrugen 910 Jahre, dann starb er. - 5.15 Und Mahalalel lebte 65 Jahre und zeugte Jered. 5.16 Und Mahalalel lebte, nachdem er Jered gezeugt hatte, 830 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.17 Und alle Tage Mahalalels betrugen 895 Jahre, dann starb er. - 5.18 Und Jered lebte 162 Jahre und zeugte Henoch. 5.19 Und Jered lebte, nachdem er Henoch gezeugt hatte, 800 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.20 Und alle Tage Jereds betrugen 962 Jahre, dann starb er. - 5.21 Und Henoch lebte 65 Jahre und zeugte Metuschelach. 5.22 Und Henoch wandelte mit Gott, nachdem er Metuschelach gezeugt hatte, 300 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.23 Und alle Tage Henochs betrugen 365 Jahre. 5.24 Und Henoch wandelte mit Gott; und er war nicht mehr da, denn Gott nahm ihn hinweg. - 5.25 Und Metuschelach lebte 187 Jahre und zeugte Lamech. 5.26 Und Metuschelach lebte, nachdem er Lamech gezeugt hatte, 782 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.27 Und alle Tage Metuschelachs betrugen 969 Jahre, dann starb er. - 5.28 Und Lamech lebte 182 Jahre und zeugte einen Sohn. 5.29 Und er gab ihm den Namen Noah, indem er sagte: Dieser wird uns troesten ueber unserer Arbeit und ueber der Muehsal unserer Haende von dem Erdboden, den der HERR verflucht hat. 5.30 Und Lamech lebte, nachdem er Noah gezeugt hatte, 595 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. 5.31 Und alle Tage Lamechs betrugen 777 Jahre, dann starb er. - 5.32 Und Noah war 500 Jahre alt; und Noah zeugte Sem, Ham und Jafet. Die Verderbtheit der Menschen. \6\ 6.1 Und es geschah, als die Menschen begannen, sich zu vermehren auf der Flaeche des Erdbodens, und ihnen Toechter geboren wurden, 6.2 da sahen die Soehne Gottes die Toechter der Menschen, wie schoen sie waren, und sie nahmen sich von ihnen allen zu Frauen, welche sie wollten. 6.3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll nicht ewig im Menschen bleiben, da er ja auch Fleisch ist. eine Tage sollen 120 Jahre betragen. 6.4 In jenen Tagen waren die Riesen auf der Erde, und auch danach, als die Soehne Gottes zu den Toechtern der Menschen eingingen und sie ihnen [Kinder] gebaren. Das sind die Helden, die in der Vorzeit waren, die beruehmten Maenner. 6.5 Und der HERR sah, dass die Bosheit des Menschen auf der Erde gross war und alles Sinnen der Gedanken seines Herzens nur boese den ganzen Tag. 6.6 Und es reute den HERRN, dass er den Menschen auf der Erde gemacht hatte, und es bekuemmerte ihn in sein Herz hinein. 6.7 Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich geschaffen habe, von der Flaeche des Erdbodens ausloeschen, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Voegeln des Himmels; denn es reut mich, dass ich sie gemacht habe. 6.8 Noah aber fand Gunst in den Augen des HERRN. Ankuendigung der Sintflut - Bau der Arche. 6.9 Dies ist die Geschlechterfolge Noahs: Noah war ein gerechter Mann, untadelig war er unter seinen Zeitgenossen; Noah lebte mit Gott. 6.10 Und Noah zeugte drei Soehne: Sem, Ham und Jafet. 6.11 Die Erde aber war verdorben vor Gott, und die Erde war erfuellt mit Gewalttat. 6.12 Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verdorben; denn alles Fleisch hatte seinen Weg verdorben auf Erden. 6.13 Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist vor mich gekommen; denn die Erde ist durch sie erfuellt von Gewalttat; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde. 6.14 Mache dir eine Arche aus Goferholz; mit Zellen sollst du die Arche machen und sie von innen und von aussen mit Pech verpichen! 6.15 Und so sollst du sie machen: Dreihundert Ellen [sei] die Laenge der Arche, fuenfzig Ellen ihre Breite und dreissig Ellen ihre Hoehe. 6.16 Ein Dach sollst du der Arche machen, und zwar nach der Elle sollst du sie [von unten nach] oben fertigstellen; und die Tuer der Arche sollst du in ihrer Seite anbringen; mit einem unteren, einem zweiten und dritten [Stockwerk] sollst du sie machen! 6.17 Denn ich, siehe, ich bringe die Wasserflut ueber die Erde, um alles Fleisch unter dem Himmel, in dem Lebensodem ist, zu vernichten; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen. 6.18 Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in die Arche gehen, du und deine Soehne und deine Frau und die Frauen deiner Soehne mit dir. 6.19 Und von allem Lebendigen, von allem Fleisch, sollst du [je] zwei von allen in die Arche bringen, um sie mit dir am Leben zu erhalten; ein Maennliches und ein Weibliches sollen sie sein! 6.20 Von den Voegeln nach ihrer Art und von dem Vieh nach seiner Art, von allen kriechenden Tieren des Erdbodens nach ihrer Art: [je] zwei von allen sollen zu dir hineingehen, um am Leben zu bleiben! 6.21 Und du, nimm dir von aller Speise, die man isst, und sammle sie bei dir, dass sie dir und ihnen zur Nahrung diene! 6.22 Und Noah tat es; nach allem, was Gott ihm geboten hatte, so tat er. Noah und seine Familie gehen in die Arche. \7\ 7.1 Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus; denn dich habe ich gerecht vor mir erfunden in dieser Generation. 7.2 Von allem reinen Vieh sollst du je sieben zu dir nehmen, ein Maennchen und sein Weibchen; und von dem Vieh, das nicht rein ist, [je] zwei, ein Maennchen und sein Weibchen; 7.3 auch von den Voegeln des Himmels je sieben, ein Maennliches und ein Weibliches: um Nachwuchs am Leben zu erhalten auf der Flaeche der ganzen Erde! 7.4 Denn noch sieben Tage, dann lasse ich auf die Erde regnen vierzig Tage und vierzig Naechte lang und loesche von der Flaeche des Erdbodens alles Bestehende aus, das ich gemacht habe. - 7.5 Und Noah tat nach allem, was der HERR ihm geboten hatte. 7.6 Und Noah war 600 Jahre alt, als die Flut kam, Wasser ueber die Erde. 7.7 Und Noah und seine Soehne und seine Frau und die Frauen seiner Soehne mit ihm gingen vor den Wassern der Flut in die Arche. 7.8 Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein ist, und von den Voegeln und von allem, was auf dem Erdboden kriecht, 7.9 kamen je zwei zu Noah in die Arche, ein Maennliches und ein Weibliches, wie Gott dem Noah geboten hatte. Ueberschwemmung der Erde. 7.10 Und es geschah nach sieben Tagen, da kamen die Wasser der Flut ueber die Erde. 7.11 Im 600. Lebensjahr Noahs, im zweiten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, an diesem Tag brachen alle Quellen der grossen Tiefe auf, und die Fenster des Himmels oeffneten sich. 7.12 Und der Regen fiel auf die Erde vierzig Tage und vierzig Naechte lang. 7.13 An eben diesem Tag gingen Noah und Sem und Ham und Jafet, die Soehne Noahs, und die Frau Noahs und die drei Frauen seiner Soehne mit ihnen in die Arche, 7.14 sie und alle Tiere nach ihrer Art und alles Vieh nach seiner Art und alle kriechenden Tiere, die auf der Erde kriechen, nach ihrer Art und alle Voegel nach ihrer Art, jeder Vogel jeglichen Gefieders. 7.15 Und sie gingen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei von allem Fleisch, in dem Lebensodem war. 7.16 Und die, die hineingingen, waren [je] ein Maennliches und ein Weibliches von allem Fleisch, wie Gott ihm geboten hatte. Und der HERR schloss hinter ihm zu. 7.17 Und die Flut kam vierzig Tage lang ueber die Erde. Und die Wasser wuchsen und hoben die Arche empor, so dass sie sich ueber die Erde erhob. 7.18 Und die Wasser schwollen an und wuchsen gewaltig auf der Erde; und die Arche fuhr auf der Flaeche der Wasser. 7.19 Und die Wasser schwollen sehr, sehr an auf der Erde, so dass alle hohen Berge, die unter dem ganzen Himmel sind, bedeckt wurden. 7.20 Fuenfzehn Ellen darueber hinaus schwollen die Wasser an; so wurden die Berge bedeckt. 7.21 Da kam alles Fleisch um, das sich auf der Erde regte, [alles] an Voegeln und an Vieh und an Tieren und an allem Gewimmel, das auf der Erde wimmelte, und alle Menschen; 7.22 alles starb, in dessen Nase ein Hauch von Lebensodem war, von allem, was auf dem trockenen Land [lebte]. 7.23 So loeschte er alles Bestehende aus, das auf der Flaeche des Erdbodens war, vom Menschen bis zum Vieh, bis zu den kriechenden Tieren und bis zu den Voegeln des Himmels; und sie wurden von der Erde ausgeloescht. Nur Noah blieb uebrig und das, was mit ihm in der Arche war. 7.24 Und die Wasser schwollen an auf der Erde 150 Tage lang. Versiegen des Wassers. \8\ 8.1 Und Gott gedachte des Noah und aller Tiere und alles Viehs, das mit ihm in der Arche war; und Gott liess einen Wind ueber die Erde fahren, da sanken die Wasser. 8.2 Und es schlossen sich die Quellen der Tiefe und die Fenster des Himmels, und der Regen vom Himmel her wurde zurueckgehalten. 8.3 Und die Wasser verliefen sich von der Erde, allmaehlich zurueckgehend; und die Wasser nahmen ab nach Verlauf von 150 Tagen. 8.4 Und im siebten Monat, am siebzehnten Tag des Monats, liess sich die Arche auf dem Gebirge Ararat nieder. 8.5 Und die Wasser nahmen immer weiter ab bis zum zehnten Monat; im zehnten [Monat], am ersten des Monats, wurden die Spitzen der Berge sichtbar. 8.6 Und es geschah am Ende von vierzig Tagen, da oeffnete Noah das Fenster der Arche, das er gemacht hatte, und liess den Raben hinaus; 8.7 und der flog aus, hin und her, bis das Wasser von der Erde vertrocknet war. 8.8 Und er liess die Taube von sich hinaus, um zu sehen, ob die Wasser weniger geworden seien auf der Flaeche des Erdbodens; 8.9 aber die Taube fand keinen Ruheplatz fuer ihren Fuss und kehrte zu ihm in die Arche zurueck; denn [noch] war Wasser auf der Flaeche der ganzen Erde; da streckte er seine Hand aus, nahm sie und holte sie zu sich in die Arche. 8.10 Und er wartete noch sieben weitere Tage, dann liess er die Taube noch einmal aus der Arche; 8.11 und die Taube kam um die Abendzeit zu ihm [zurueck], und siehe, ein frisches Olivenblatt war in ihrem Schnabel. Da erkannte Noah, dass die Wasser auf der Erde weniger geworden waren. 8.12 Und er wartete noch weitere sieben Tage und liess die Taube hinaus; da kehrte sie nicht mehr wieder zu ihm zurueck. 8.13 Und es geschah im 601. Jahr, im ersten [Monat], am ersten des Monats, da waren die Wasser von der Erde weggetrocknet. Und Noah entfernte das Dach von der Arche und sah: und siehe, die Flaeche des Erdbodens war trocken. 8.14 Im zweiten Monat, am 27. Tag des Monats, war die Erde trocken. Noahs Opfer - Gottes Verheissung. 8.15 Und Gott redete zu Noah und sprach: 8.16 Geh aus der Arche heraus, du und deine Frau und deine Soehne und die Frauen deiner Soehne mit dir! 8.17 Alle Tiere, die bei dir sind, von allem Fleisch, an Voegeln und an Vieh und an allen kriechenden Tieren, die auf der Erde kriechen, lass mit dir hinausgehen, dass sie wimmeln auf Erden und fruchtbar seien und sich mehren auf Erden! 8.18 Da ging Noah hinaus, [er] und seine Soehne und seine Frau und die Frauen seiner Soehne mit ihm. 8.19 Alle Tiere, alle kriechenden Tiere und alle Voegel, alles was kriecht auf der Erde nach ihren Arten, gingen aus der Arche. 8.20 Und Noah baute dem HERRN einen Altar; und er nahm von allem reinen Vieh und von allen reinen Voegeln und opferte Brandopfer auf dem Altar. 8.21 Und der HERR roch den wohlgefaelligen Geruch, und der HERR sprach in seinem Herzen: Nicht noch einmal will ich den Erdboden verfluchen um des Menschen willen; denn das Sinnen des menschlichen Herzens ist boese von seiner Jugend an; und nicht noch einmal will ich alles Lebendige schlagen, wie ich getan habe. 8.22 Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhoeren Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht. Gottes Bund mit Noah. \9\ 9.1 Und Gott segnete Noah und seine Soehne und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar, und vermehrt euch, und fuellt die Erde! 9.2 Und Furcht und Schrecken vor euch sei auf allen Tieren der Erde und auf allen Voegeln des Himmels! Mit allem, was sich auf dem Erdboden regt, mit allen Fischen des Meeres sind sie in eure Haende gegeben. 9.3 Alles, was sich regt, was da lebt, soll euch zur Speise sein; wie das gruene Kraut gebe ich es euch alles. 9.4 Nur Fleisch mit seiner Seele, seinem Blut, sollt ihr nicht essen! 9.5 Jedoch euer eigenes Blut werde ich einfordern; von jedem Tiere werde ich es einfordern, und von der Hand des Menschen, von der Hand eines jeden, [naemlich] seines Bruders, werde ich die Seele des Menschen einfordern. 9.6 Wer Menschenblut vergiesst, dessen Blut soll durch Menschen vergossen werden; denn nach dem Bilde Gottes hat er den Menschen gemacht. 9.7 Ihr nun, seid fruchtbar, und vermehrt euch, wimmelt auf der Erde, und vermehrt euch auf ihr! 9.8 Und Gott sprach zu Noah und zu seinen Soehnen mit ihm: 9.9 Und ich, siehe, ich richte meinen Bund mit euch auf und mit euren Nachkommen nach euch 9.10 und mit jedem lebenden Wesen, das bei euch ist, an Voegeln, an Vieh und an allen Tieren der Erde bei euch, von allem, was aus der Arche gegangen ist, von allen Tieren der Erde. 9.11 Ich richte meinen Bund mit euch auf, dass nie mehr alles Fleisch ausgerottet werden soll durch die Wasser der Flut, und nie mehr soll es eine Flut geben, die Erde zu vernichten. 9.12 Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und jedem lebenden Wesen, das bei euch ist, auf ewige Generationen hin: 9.13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken, und er sei das Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde. 9.14 Und es wird geschehen, wenn ich Wolken ueber die Erde aufwoelke, und der Bogen in den Wolken erscheint, 9.15 dann werde ich an meinen Bund denken, der zwischen mir und euch und jedem lebenden Wesen unter allem Fleisch [besteht]; und nie mehr sollen die Wasser zu einer Flut werden, alles Fleisch zu vernichten. 9.16 Wenn der Bogen in den Wolken steht, werde ich ihn ansehen, um an den ewigen Bund zu denken zwischen Gott und jedem lebenden Wesen unter allem Fleisch, das auf Erden ist. 9.17 Und Gott sprach zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch, das auf Erden ist. Noah und seine Soehne. 9.18 Und die Soehne Noahs, die aus der Arche gingen, waren Sem und Ham und Jafet. Und Ham, das ist der Vater Kanaans. 9.19 Diese drei sind die Soehne Noahs, und von ihnen ist die ganze Erde bevoelkert worden. 9.20 Und Noah, ein Landmann, begann auch, Weinberge zu pflanzen. 9.21 Und er trank von dem Wein und wurde betrunken und lag entbloesst im Innern seines Zeltes. 9.22 Und Ham, der Vater Kanaans, sah die Bloesse seines Vaters und berichtete es seinen beiden Bruedern draussen. 9.23 Da nahmen Sem und Jafet das Obergewand und legten es beide auf ihre Schultern und gingen [damit] rueckwaerts und bedeckten so die Bloesse ihres Vaters; ihre Gesichter aber [hielten sie] so rueckwaerts [gewandt], dass sie die Bloesse ihres Vaters nicht sahen. 9.24 Und Noah erwachte von seinem Wein[-Rausch] und erkannte, was sein juengster Sohn ihm angetan hatte. 9.25 Und er sprach: Verflucht sei Kanaan! ein Knecht der Knechte sei er seinen Bruedern! 9.26 Und er sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Sems; und Kanaan sei sein Knecht! 9.27 Weiten Raum schaffe Gott dem Jafet, und er wohne in den Zelten Sems; und Kanaan sei sein Knecht! 9.28 Und Noah lebte nach der Flut [noch] 350 Jahre; 9.29 und alle Tage Noahs betrugen 950 Jahre, dann starb er. Noahs Fluch und Segen ueber seine Nachkommen. V. 1-5: 1Chr 1,4-7 \10\ 10.1 Und dies ist die Geschlechterfolge der Soehne Noahs: Sem, Ham und Jafet - ihnen wurden Soehne geboren nach der Flut. 10.2 Die Soehne Jafets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und Meschech und Tiras. 10.3 Und die Soehne Gomers: Aschkenas und Rifat und Togarma. 10.4 Und die Soehne Jawans: Elischa und Tarsis, die Kittaeer und die Rodaniter. 10.5 Von diesen verzweigten sich die Inseln der Nationen. [Das sind die Soehne Jafets] in ihren Laendern, je nach ihrer Sprache, nach ihren Sippen, in ihren Nationen. V. 6-18: 1Chr 1,8-16. 10.6 Und die Soehne Hams: Kusch und Mizrajim und Put und Kanaan. 10.7 Und die Soehne Kuschs: Seba und Hawila und Sabta und Ragma und Sabtecha. Und die Soehne Ragmas: Saba und Dedan. 10.8 Und Kusch zeugte Nimrod; der war der erste Gewaltige auf der Erde. 10.9 Er war ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN; darum sagt man: Wie Nimrod, ein gewaltiger Jaeger vor dem HERRN! 10.10 Und der Anfang seines Koenigreiches war Babel und Erech und Akkad und Kalne im Land Schinar. 10.11 Von diesem Land zog er aus nach Assur und baute Ninive und Rehobot-Ir und Kelach 10.12 und Resen zwischen Ninive und Kelach: das ist die grosse Stadt. - 10.13 Und Mizrajim zeugte die Luditer und die Anamiter und die Lehabiter und die Naftuhiter 10.14 und die Patrusiter und die Kasluhiter, von denen die Philister ausgegangen sind, und die Kaftoriter. - 10.15 Und Kanaan zeugte Sidon, seinen Erstgeborenen, und Het 10.16 und den Jebusiter und den Amoriter und den Girgaschiter 10.17 und den Hewiter und den Arkiter und den Siniter 10.18 und den Arwaditer und den Zemariter und den Hamatiter. Spaeter haben sich die Sippen der Kanaaniter zerstreut. 10.19 Und das Gebiet der Kanaaniter erstreckte sich von Sidon nach Gerar hin, bis nach Gaza, nach Sodom und Gomorra und Adma und Zebojim hin, bis nach Lescha. - 10.201 Das sind die Soehne Hams nach ihren Sippen, nach ihren Sprachen, in ihren Laendern, in ihren Nationen. V. 21-25: Kap. 11,10-16; V. 21-29: 1Chr 1,17-23. 10.21 Und dem Sem, dem Vater aller Soehne Ebers, dem aelteren Bruder Jafets, auch ihm wurden [Soehne] geboren. 10.22 Die Soehne Sems: Elam und Assur und Arpachschad und Lud und Aram. 10.23 Und die Soehne Arams: Uz und Hul und Geter und Masch. 10.24 Und Arpachschad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Eber. 10.25 Und dem Eber wurden zwei Soehne geboren: der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt; und der Name seines Bruders war Joktan. 10.26 Und Joktan zeugte Almodad und Schelef und Hazarmawet und Jerach 10.27 und Hadoram und Usal und Dikla 10.28 und Obal und Abimael und Saba 10.29 und Ofir und Hawila und Jobab; diese alle waren Soehne Joktans. 10.30 Und ihre Wohnsitze sind von Mescha bis nach Sefar hin, [bis an] das Gebirge des Ostens. - 10.31 Das sind die Soehne Sems nach ihren Sippen, nach ihren Sprachen, in ihren Laendern, nach ihren Nationen. 10.32 Das sind die Sippen der Soehne Noahs nach ihrer Geschlechterfolge, in ihren Nationen; und von diesen aus haben sich nach der Flut die Nationen auf der Erde verzweigt. Der Turmbau zu Babel. \11\ 11.1 Und die ganze Erde hatte ein und dieselbe Sprache und ein und dieselben Woerter. 11.2 Und es geschah, als sie von Osten aufbrachen, da fanden sie eine Ebene im Land Schinar und liessen sich dort nieder. 11.3 Und sie sagten einer zum anderen: Wohlan, lasst uns Ziegel streichen und hart brennen! Und der Ziegel diente ihnen als Stein, und der Asphalt diente ihnen als Moertel. 11.4 Und sie sprachen: Wohlan, wir wollen uns eine Stadt und einen Turm bauen, und seine Spitze bis an den Himmel! So wollen wir uns einen Namen machen, damit wir uns nicht ueber die ganze Flaeche der Erde zerstreuen! 11.5 Und der HERR fuhr herab, um die Stadt und den Turm anzusehen, die die Menschenkinder bauten. 11.6 Und der HERR sprach: Siehe, ein Volk sind sie, und eine Sprache haben sie alle, und dies ist [erst] der Anfang ihres Tuns. Jetzt wird ihnen nichts unmoeglich sein, was sie zu tun ersinnen. 11.7 Wohlan, lasst uns herabfahren und dort ihre Sprache verwirren, dass sie einer des anderen Sprache nicht [mehr] verstehen! 11.8 Und der HERR zerstreute sie von dort ueber die ganze Erde; und sie hoerten auf, die Stadt zu bauen. 11.9 Darum gab man ihr den Namen Babel; denn dort verwirrte der HERR die Sprache der ganzen Erde, und von dort zerstreute sie der HERR ueber die ganze Erde. Stammbaum von Sem bis Abraham. V. 10-16: Kap. 10,21-25; V. 10-26: 1Chr 1,17-27; Lk 3,34-36 11.10 Das ist die Geschlechterfolge Sems: Sem war 100 Jahre alt und zeugte Arpachschad, zwei Jahre nach der Flut. 11.11 Und Sem lebte, nachdem er Arpachschad gezeugt hatte, 500 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.12 Und Arpachschad lebte 35 Jahre und zeugte Schelach. 11.13 Und Arpachschad lebte, nachdem er Schelach gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.14 Und Schelach lebte 30 Jahre und zeugte Eber. 11.15 Und Schelach lebte, nachdem er Eber gezeugt hatte, 403 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.16 Und Eber lebte 34 Jahre und zeugte Peleg. 11.17 Und Eber lebte, nachdem er Peleg gezeugt hatte, 430 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.18 Und Peleg lebte 30 Jahre und zeugte Regu. 11.19 Und Peleg lebte, nachdem er Regu gezeugt hatte, 209 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.20 Und Regu lebte 32 Jahre und zeugte Serug. 11.21 Und Regu lebte, nachdem er Serug gezeugt hatte, 207 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.22 Und Serug lebte 30 Jahre und zeugte Nahor. 11.23 Und Serug lebte, nachdem er Nahor gezeugt hatte, 200 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.24 Und Nahor lebte 29 Jahre und zeugte Terach. 11.25 Und Nahor lebte, nachdem er Terach gezeugt hatte, 119 Jahre und zeugte Soehne und Toechter. - 11.26 Und Terach lebte 70 Jahre und zeugte Abram, Nahor und Haran. 11.27 Und das ist die Geschlechterfolge Terachs: Terach zeugte Abram, Nahor und Haran; und Haran zeugte Lot. 11.28 Haran aber starb zu Lebzeiten seines Vaters Terach im Land seiner Verwandtschaft, in Ur[, der Stadt] der Chaldaeer. 11.29 Und Abram und Nahor nahmen sich Frauen; der Name von Abrams Frau war Sarai, und der Name von Nahors Frau war Milka, [die] Tochter Harans, des Vaters der Milka und des Vaters der Jiska. 11.30 Sarai aber war unfruchtbar, sie hatte kein Kind. 11.31 Und Terach nahm seinen Sohn Abram und Lot, den Sohn Harans, seines Sohnes Sohn, und Sarai, seine Schwiegertochter, die Frau seines Sohnes Abram; und sie zogen miteinander aus Ur[, der Stadt] der Chaldaeer, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen nach Haran und wohnten dort. 11.32 Und die Tage Terachs betrugen 205 Jahre, und Terach starb in Haran. Abrams Berufung und Auszug aus Ur nach Kanaan. \12\ 12.1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus deinem Land und aus deiner Verwandtschaft und aus dem Haus deines Vaters in das Land, das ich dir zeigen werde! 12.2 Und ich will dich zu einer grossen Nation machen und will dich segnen, und ich will deinen Namen gross machen, und du sollst ein Segen sein! 12.3 Und ich will segnen, die dich segnen, und wer dir flucht, den werde ich verfluchen; und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde! 12.4 Und Abram ging hin, wie der HERR zu ihm geredet hatte, und Lot ging mit ihm. Abram aber war 75 Jahre alt, als er aus Haran zog. 12.5 Und Abram nahm seine Frau Sarai und Lot, den Sohn seines Bruders, und all ihre Habe, die sie erworben, und die Leute, die sie in Haran gewonnen hatten, und sie zogen aus, um in das Land Kanaan zu gehen; und sie kamen in das Land Kanaan. 12.6 Und Abram durchzog das Land bis zur Staette von Sichem, bis zur Terebinthe More. Damals waren die Kanaaniter im Land. 12.7 Und der HERR erschien dem Abram und sprach: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben. Und er baute dort dem HERRN, der ihm erschienen war, einen Altar. 12.8 Und er brach von dort auf zu dem Gebirge oestlich von Bethel und schlug sein Zelt auf, Bethel im Westen und Ai im Osten; und er baute dort dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN an. 12.9 Dann brach Abram auf und zog immer weiter nach Sueden. Abram in Aegypten. 12.10 Es entstand aber eine Hungersnot im Land; da zog Abram nach Aegypten hinab, um dort als Fremder zu leben, denn die Hungersnot lag schwer auf dem Land. 12.11 Und es geschah, als er nahe daran war, nach Aegypten hineinzukommen, sagte er zu seiner Frau Sarai: Siehe doch, ich weiss, dass du eine Frau von schoenem Aussehen bist; 12.12 und es wird geschehen, wenn die Aegypter dich sehen, werden sie sagen: Sie ist seine Frau. Dann werden sie mich erschlagen und dich leben lassen. 12.13 Sage doch, du seist meine Schwester, damit es mir gut geht um deinetwillen und meine Seele deinetwegen am Leben bleibt! 12.14 Und es geschah, als Abram nach Aegypten kam, da sahen die Aegypter, dass die Frau sehr schoen war. 12.15 Und die Hofbeamten des Pharao sahen sie und ruehmten sie vor dem Pharao; und die Frau wurde in das Haus des Pharao geholt. 12.16 Und er tat Abram Gutes um ihretwillen; und er bekam Schafe und Rinder und Esel, Knechte und Maegde, Eselinnen und Kamele. 12.17 Der HERR aber schlug den Pharao und sein Haus mit grossen Plagen um Sarais willen, der Frau Abrams. 12.18 Da liess der Pharao Abram rufen und sagte: Was hast du mir da angetan! Warum hast du mir nicht mitgeteilt, dass sie deine Frau ist? 12.19 Warum hast du gesagt: Sie ist meine Schwester, so dass ich sie mir zur Frau nahm? Und nun siehe, da ist deine Frau, nimm sie und geh! 12.20 Und der Pharao entbot seinetwegen Maenner, die geleiteten ihn und seine Frau und alles, was er hatte. Abrams Trennung von Lot. \13\ 13.1 Und Abram zog aus Aegypten herauf, er und seine Frau und alles, was er hatte, und Lot mit ihm, nach dem Sueden. 13.2 Und Abram war sehr reich an Vieh, an Silber und an Gold. 13.3 Und er ging auf seinen Tagemaerschen vom Sueden bis nach Bethel, bis zu der Staette, wo im Anfang sein Zelt gewesen war, zwischen Bethel und Ai, 13.4 zu der Staette des Altars, den er vorher dort gemacht hatte. Und Abram rief dort den Namen des HERRN an. 13.5 Und auch Lot, der mit Abram zog, hatte Schafe und Rinder und Zelte. 13.6 Und das Land ertrug es nicht, dass sie zusammen wohnten; denn ihre Habe war gross, und sie konnten nicht zusammen wohnen. 13.7 So gab es Streit zwischen den Hirten von Abrams Vieh und den Hirten von Lots Vieh. Und die Kanaaniter und die Perisiter wohnten damals im Land. 13.8 Da sprach Abram zu Lot: Lass doch keinen Streit sein zwischen mir und dir und zwischen meinen Hirten und deinen Hirten; wir sind doch Brueder! 13.9 Ist nicht das ganze Land vor dir? Trenne dich doch von mir! Willst du nach links, dann gehe ich nach rechts, und willst du nach rechts, dann gehe ich nach links. 13.10 Da erhob Lot seine Augen und sah die ganze Ebene des Jordan, dass sie ganz bewaessert war - bevor der HERR Sodom und Gomorra zerstoert hatte - wie der Garten des HERRN, wie das Land Aegypten, bis nach Zoar hin. 13.11 Da waehlte sich Lot die ganze Ebene des Jordan, und Lot brach auf nach Osten; so trennten sie sich voneinander. 13.12 Abram wohnte im Land Kanaan, und Lot wohnte in den Staedten der Ebene [des Jordan] und schlug [seine] Zelte auf bis nach Sodom. 13.13 Die Leute von Sodom aber waren sehr boese und suendig vor dem HERRN. 13.14 Und der HERR sprach zu Abram, nachdem Lot sich von ihm getrennt hatte: Hebe doch deine Augen auf, und schaue von dem Ort, wo du bist, nach Norden und nach Sueden, nach Osten und nach Westen! 13.15 Denn das ganze Land, das du siehst, dir will ich es geben und deinen Nachkommen fuer ewig. 13.16 Und ich will deine Nachkommen machen wie den Staub der Erde, so dass, wenn jemand den Staub der Erde zaehlen kann, auch deine Nachkommen gezaehlt werden. 13.17 Mache dich auf, und durchwandere das Land seiner Laenge nach und seiner Breite nach! Denn dir will ich es geben. 13.18 Und Abram schlug [seine] Zelte auf und ging hin und liess sich nieder unter den Terebinthen von Mamre, die bei Hebron sind; und er baute dort dem HERRN einen Altar. Abrams Einsatz zur Rettung Lots. \14\ 14.1 Und es geschah in den Tagen Amrafels, des Koenigs von Schinar, Arjochs, des Koenigs von Ellasar, Kedor-Laomers, des Koenigs von Elam, und Tidals, des Koenigs von Gojim, 14.2 dass sie Krieg fuehrten mit Bera, dem Koenig von Sodom, und mit Birscha, dem Koenig von Gomorra, Schinab, dem Koenig von Adma, und Schemeber, dem Koenig von Zebojim, und mit dem Koenig von Bela, das ist Zoar. 14.3 Alle diese verbuendeten sich [und kamen] in das Tal Siddim, das ist das Salzmeer. 14.4 Zwoelf Jahre hatten sie Kedor-Laomer gedient, im dreizehnten Jahr aber empoerten sie sich. 14.5 Und im vierzehnten Jahr kamen Kedor-Laomer und die Koenige, die mit ihm waren, und schlugen die Refaiter bei Aschterot-Karnajim und die Susiter bei Ham und die Emiter in der Ebene von Kirjatajim 14.6 und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis El-Paran, das an der Wueste liegt. 14.7 Dann wandten sie sich und kamen nach En-Mischpat, das ist Kadesch; und sie schlugen das ganze Gebiet der Amalekiter und auch die Amoriter, die zu Hazezon-Tamar wohnten. 14.8 Und es zogen aus der Koenig von Sodom und der Koenig von Gomorra und der Koenig von Adma und der Koenig von Zebojim und der Koenig von Bela, das ist Zoar; und sie ordneten sich zur Schlacht gegen sie im Tal Siddim: 14.9 gegen Kedor-Laomer, den Koenig von Elam, und Tidal, den Koenig von Gojim, und Amrafel, den Koenig von Schinar, und Arjoch, den Koenig von Ellasar, vier Koenige gegen die fuenf. 14.10 Im Tal Siddim aber war Asphaltgrube neben Asphaltgrube; und die Koenige von Sodom und Gomorra flohen und fielen dort hinein, die uebrigen aber flohen ins Gebirge. 14.11 Da nahmen sie alle Habe von Sodom und Gomorra und all ihre Nahrungsmittel und zogen davon. 14.12 Und sie nahmen Lot mit, den Sohn von Abrams Bruder, und seine Habe und zogen davon; denn er wohnte in Sodom. 14.13 Und es kam ein Entkommener und berichtete es Abram, dem Hebraeer; er wohnte aber unter den Terebinthen Mamres, des Amoriters, des Bruders von Eschkol und des Bruders von Aner; die waren Abrams Bundesgenossen. 14.14 Und als Abram hoerte, dass sein Bruder gefangen weggefuehrt war, liess er seine bewaehrten [Maenner], seine Hausgeborenen, ausruecken, 318 [Mann], und jagte [ihnen] nach bis nach Dan. 14.15 Und nachts teilte er sich [und fiel] ueber sie her, er und seine Knechte, und schlug sie und jagte ihnen nach bis nach Hoba, das links von Damaskus [liegt]. 14.16 Und er brachte die ganze Habe zurueck; und auch Lot, seinen Neffen, und dessen Habe brachte er zurueck und auch die Frauen und das Volk. 14.17 Und als er zurueckkehrte, nachdem er Kedor-Laomer und die Koenige, die mit ihm gewesen, geschlagen hatte, zog der Koenig von Sodom aus, ihm entgegen, in das Tal Schawe, das ist das Koenigstal. 14.18 Und Melchisedek, Koenig von Salem, brachte Brot und Wein heraus; und er war Priester Gottes, des Hoechsten. 14.19 Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram von Gott, dem Hoechsten, der Himmel und Erde geschaffen hat! 14.20 Und gesegnet sei Gott, der Hoechste, der deine Bedraenger in deine Hand ausgeliefert hat! - Und Abram gab ihm den Zehnten von allem. 14.21 Und der Koenig von Sodom sagte zu Abram: Gib mir die Seelen, die Habe aber nimm fuer dich! 14.22 Da sagte Abram zum Koenig von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu dem HERRN, [zu] Gott, dem Hoechsten, der Himmel und Erde geschaffen hat: 14.23 Wenn [ich] vom Faden bis zum Schuhriemen, ja, wenn ich irgend etwas nehme von dem, was dein ist . . .! Damit du [spaeter] nicht sagst: Ich habe Abram reich gemacht. 14.24 Nichts fuer mich! Nur was die Knechte verzehrt haben, und der Anteil der Maenner, die mit mir gezogen sind: Aner, Eschkol und Mamre, die sollen ihren Anteil nehmen! Gottes Bund mit Abram. \15\ 15.1 Nach diesen Dingen geschah das Wort des HERRN zu Abram in einem Gesicht so: Fuerchte dich nicht, Abram; ich bin dir ein Schild, [ich werde] deinen Lohn sehr gross [machen]. 15.2 Da sagte Abram: Herr, HERR, was willst du mir geben? Ich gehe ja doch kinderlos dahin, und Erbe meines Hauses, das wird Elieser von Damaskus. 15.3 Und Abram sagte: Siehe, mir hast du keinen Nachkommen gegeben, und siehe, der Sohn meines Hauses wird mich beerben. 15.4 Und siehe, das Wort des HERRN [geschah] zu ihm: Nicht dieser wird dich beerben, sondern der aus deinem Leibe hervorgeht, der wird dich beerben. 15.5 Und er fuehrte ihn hinaus und sprach: Blicke doch auf zum Himmel, und zaehle die Sterne, wenn du sie zaehlen kannst! Und er sprach zu ihm: So [zahlreich] wird deine Nachkommenschaft sein! 15.6 Und er glaubte dem HERRN; und er rechnete es ihm als Gerechtigkeit an. 15.7 Und er sprach zu ihm: Ich bin der HERR, der ich dich herausgefuehrt habe aus Ur[, der Stadt] der Chaldaeer, um dir dieses Land zu geben, es in Besitz zu nehmen. 15.8 Und er sagte: Herr, HERR, woran soll ich erkennen, dass ich es in Besitz nehmen werde? 15.9 Da sprach er zu ihm: Bring mir eine dreijaehrige Jungkuh, eine dreijaehrige Ziege und einen dreijaehrigen Widder, eine Turteltaube und eine junge Taube. 15.10 Und er brachte ihm alle diese. Und er zerteilte sie in der Mitte und legte je einen Teil dem anderen gegenueber. Die Voegel aber zerteilte er nicht. 15.11 Da stiessen die Raubvoegel auf die toten Tiere herab; aber Abram verscheuchte sie. 15.12 Und es geschah, als die Sonne am Untergehen war, da fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken, dichte Finsternis ueberfiel ihn. 15.13 Und er sprach zu Abram: Ganz gewiss sollst du wissen, dass deine Nachkommenschaft Fremdling sein wird in einem Land, das ihnen nicht gehoert; und sie werden ihnen dienen, und man wird sie unterdruecken vierhundert Jahre lang. 15.14 Aber ich werde die Nation auch richten, der sie dienen; und danach werden sie ausziehen mit grosser Habe. 15.15 Du aber, du wirst in Frieden zu deinen Vaetern eingehen, wirst in gutem Alter begraben werden. 15.16 Und in der vierten Generation werden sie hierher zurueckkehren; denn [das Mass der] Schuld des Amoriters ist bis jetzt [noch] nicht voll. 15.17 Und es geschah, als die Sonne untergegangen und Finsternis eingetreten war, siehe da, ein rauchender Ofen und eine Feuerfackel, die zwischen diesen Stuecken hindurchfuhr. 15.18 An jenem Tag schloss der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinen Nachkommen habe ich dieses Land gegeben, vom Strom Aegyptens an bis zum grossen Strom, dem Euphratstrom: 15.19 die Keniter und die Kenasiter und die Kadmoniter 15.20 und die Hetiter und die Perisiter und die Refaiter 15.21 und die Amoriter und die Kanaaniter und die Girgaschiter und die Jebusiter. Hagar und Ismael. \16\ 16.1 Und Sarai, Abrams Frau, gebar ihm keine [Kinder]. Sie hatte aber eine aegyptische Magd, deren Name war Hagar. 16.2 Und Sarai sagte zu Abram: Siehe doch, der HERR hat mich verschlossen, dass ich nicht gebaere. Geh doch zu meiner Magd ein! Vielleicht werde ich aus ihr erbaut werden. Und Abram hoerte auf Sarais Stimme. 16.3 Da nahm Sarai, Abrams Frau, ihre Magd, die Aegypterin Hagar, nachdem Abram zehn Jahre im Land Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, ihrem Mann, ihm zur Frau. 16.4 Und er ging zu Hagar ein, und sie wurde schwanger. Als sie aber sah, dass sie schwanger war, da wurde ihre Herrin gering in ihren Augen. 16.5 Und Sarai sagte zu Abram: Das Unrecht an mir [liegt] auf dir! Ich selbst habe meine Magd in deinen Schoss gegeben; und [nun,] da sie sieht, dass sie schwanger ist, bin ich gering in ihren Augen. Der HERR richte zwischen mir und dir! 16.6 Und Abram sagte zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner Hand. Mache mit ihr, was gut ist in deinen Augen! Als Sarai sie aber demuetigte, da floh sie vor ihr. 16.7 Und der Engel des HERRN fand sie an einer Wasserquelle in der Wueste, an der Quelle auf dem Weg nach Schur. 16.8 Und er sprach: Hagar, Magd Sarais, woher kommst du, und wohin gehst du? Und sie sagte: Vor Sarai, meiner Herrin, bin ich auf der Flucht. 16.9 Da sprach der Engel des HERRN zu ihr: Kehre zu deiner Herrin zurueck, und demuetige dich unter ihre Haende! 16.10 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Ich will deine Nachkommen so sehr mehren, dass man sie nicht zaehlen kann vor Menge. 16.11 Und der Engel des HERRN sprach [weiter] zu ihr: Siehe, du bist schwanger und wirst einen Sohn gebaeren; dem sollst du den Namen Ismael geben, denn der HERR hat auf dein Elend gehoert. 16.12 Und er, er wird ein Mensch [wie] ein Wildesel sein; seine Hand gegen alle und die Hand aller gegen ihn, und allen seinen Bruedern setzt er sich vors Gesicht. 16.13 Da nannte sie den Namen des HERRN, der zu ihr geredet hatte: Du bist ein Gott, der mich sieht! Denn sie sagte: Habe ich nicht auch hier hinter dem hergesehen, der mich angesehen hat? 16.14 Darum nennt man den Brunnen: Beer-Lachai-Roi; siehe, er ist zwischen Kadesch und Bered. 16.15 Und Hagar gebar dem Abram einen Sohn; und Abram gab seinem Sohn, den Hagar geboren hatte, den Namen Ismael. 16.16 Und Abram war 86 Jahre alt, als Hagar dem Abram Ismael gebar. Namensaenderung - Beschneidung - Verheissung. \17\ 17.1 Und Abram war 99 Jahre alt, da erschien der HERR dem Abram und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmaechtige. Lebe vor meinem Angesicht, und sei untadelig! 17.2 Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir setzen und will dich sehr, sehr mehren. 17.3 Da fiel Abram auf sein Gesicht, und Gott redete mit ihm und sprach: 17.4 Ich, siehe, [das ist] mein Bund mit dir: Du wirst zum Vater einer Menge von Nationen werden. 17.5 Und nicht mehr soll dein Name Abram heissen, sondern Abraham soll dein Name sein! Denn zum Vater einer Menge von Nationen habe ich dich gemacht. 17.6 Und ich werde dich sehr, sehr fruchtbar machen, und ich werde dich zu Nationen machen, und Koenige werden aus dir hervorgehen. 17.7 Und ich werde meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und deinen Nachkommen nach dir durch [alle] ihre Generationen zu einem ewigen Bund, um dir Gott zu sein und deinen Nachkommen nach dir. 17.8 Und ich werde dir und deinen Nachkommen nach dir das Land deiner Fremdlingschaft geben, das ganze Land Kanaan, zum ewigen Besitz, und ich werde ihnen Gott sein. 17.9 Und Gott sprach zu Abraham: Und du, du sollst meinen Bund halten, du und deine Nachkommen nach dir, durch ihre Generationen! 17.10 Dies ist mein Bund, den ihr halten sollt, zwischen mir und euch und deinen Nachkommen nach dir: alles, was maennlich ist, soll bei euch beschnitten werden; 17.11 und zwar sollt ihr am Fleisch eurer Vorhaut beschnitten werden! Das wird das Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch. 17.12 Im Alter von acht Tagen soll alles, was maennlich ist, bei euch beschnitten werden, durch eure Generationen, der im Haus geborene und der von irgendeinem Fremden fuer Geld gekaufte [Sklave], der nicht von deiner Nachkommenschaft ist; 17.13 beschnitten werden muss, der in deinem Haus geborene und der fuer dein Geld gekaufte [Sklave]! Und mein Bund an eurem Fleisch soll ein ewiger Bund sein. 17.14 Ein unbeschnittener Maennlicher aber, der am Fleisch seiner Vorhaut nicht beschnitten ist, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihrem Volk; meinen Bund hat er ungueltig gemacht! 17.15 Und Gott sprach zu Abraham: Deine Frau Sarai sollst du nicht [mehr] Sarai nennen, sondern Sara soll ihr Name sein! 17.16 Und ich werde sie segnen, und auch von ihr gebe ich dir einen Sohn; und ich werde sie segnen, und sie wird zu Nationen werden; Koenige von Voelkern sollen von ihr kommen. 17.17 Da fiel Abraham auf sein Gesicht und lachte und sprach in seinem Herzen: Sollte einem Hundertjaehrigen [ein Kind] geboren werden, und sollte Sara, eine Neunzigjaehrige, etwa gebaeren? 17.18 Und Abraham sagte zu Gott: Moechte doch Ismael vor dir leben! 17.19 Und Gott sprach: Nein, [sondern] Sara, deine Frau, wird dir einen Sohn gebaeren. Und du sollst ihm den Namen Isaak geben! Und ich werde meinen Bund mit ihm aufrichten zu einem ewigen Bund fuer seine Nachkommen nach ihm. 17.20 Aber [auch] fuer Ismael habe ich dich erhoert: Siehe, ich werde ihn segnen und werde ihn fruchtbar machen und ihn sehr, sehr mehren. Zwoelf Fuersten wird er zeugen, und ich werde ihn zu einer grossen Nation machen. 17.21 Aber meinen Bund werde ich mit Isaak aufrichten, den Sara dir im naechsten Jahr um diese Zeit gebaeren wird. - 17.22 Und er hoerte auf, mit ihm zu reden; und Gott fuhr auf von Abraham. 17.23 Und Abraham nahm seinen Sohn Ismael und alle in seinem Haus geborenen und alle mit seinem Geld gekauften [Sklaven], alles, was unter den Leuten des Hauses Abraham maennlich war, und beschnitt das Fleisch ihrer Vorhaut an eben diesem Tag, wie Gott zu ihm geredet hatte. 17.24 Abraham war 99 Jahre alt, als er am Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde. 17.25 Und sein Sohn Ismael war dreizehn Jahre alt, als er am Fleisch seiner Vorhaut beschnitten wurde. 17.26 So wurden an eben diesem Tag Abraham und sein Sohn Ismael beschnitten 17.27 und alle Maenner seines Hauses, der im Haus geborene und der von einem Fremden fuer Geld gekaufte [Sklave] wurden mit ihm beschnitten. Gottes Besuch bei Abraham. \18\ 18.1 Und der HERR erschien ihm bei den Terebinthen von Mamre, als er bei der Hitze des Tages am Eingang des Zeltes sass. 18.2 Und er hob seine Augen auf und sah: und siehe, drei Maenner standen vor ihm; sobald er sie sah, lief er ihnen vom Eingang des Zeltes entgegen und verneigte sich zur Erde 18.3 und sagte: Herr, wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so geh doch nicht an deinem Knecht vorueber! 18.4 Man hole doch ein wenig Wasser, dann wascht eure Fuesse, und ruht euch aus unter dem Baum! 18.5 Ich will indessen einen Bissen Brot holen, dass ihr euer Herz staerkt; danach moegt ihr weitergehen; wozu waeret ihr sonst bei eurem Knecht vorbeigekommen? Und sie sprachen: Tu so, wie du geredet hast! 18.6 Da eilte Abraham ins Zelt zu Sara und sagte: Nimm schnell drei Mass Mehl, Weizengriess, knete und mache Kuchen! 18.7 Und Abraham lief zu den Rindern und nahm ein Kalb, zart und gut, und gab es dem Knecht; und der beeilte sich, es zuzubereiten. 18.8 Und er holte Rahm und Milch und das Kalb, das er zubereitet hatte, und setzte es ihnen vor; und er stand vor ihnen unter dem Baum, und sie assen. 18.9 Und sie sagten zu ihm: Wo ist deine Frau Sara? Und er sagte: Dort im Zelt. 18.10 Da sprach er: Wahrlich, uebers Jahr um diese Zeit komme ich wieder zu dir, siehe, dann hat Sara, deine Frau, einen Sohn. Und Sara horchte am Eingang des Zeltes, der hinter ihm war. 18.11 Abraham und Sara aber waren alt, hochbetagt; es erging Sara nicht mehr nach der Frauen Weise. 18.12 Und Seran lachte in ihrem Innern und sagte: Nachdem ich alt geworden bin, sollte ich [noch] Liebeslust haben? Und [auch] mein Herr ist ja alt! 18.13 Da sprach der HERR zu Abraham: Warum hat Sara denn gelacht und gesagt: Sollte ich wirklich noch gebaeren, da ich doch alt bin? 18.14 Sollte fuer den HERRN eine Sache zu wunderbar sein? Zur bestimmten Zeit komme ich wieder zu dir, uebers Jahr um diese Zeit, dann hat Sara einen Sohn. 18.15 Doch Sara leugnete und sagte: Ich habe nicht gelacht! Denn sie fuerchtete sich. Er aber sprach: Nein, du hast doch gelacht! Abrahams Bitte fuer Sodom. 18.16 Und die Maenner erhoben sich von dort und blickten auf die Flaeche von Sodom hinab; und Abraham ging mit ihnen, sie zu begleiten. 18.17 Der HERR aber sprach [bei sich]: Sollte ich vor Abraham verbergen, was ich tun will? 18.18 Abraham soll doch zu einer grossen und maechtigen Nation werden, und in ihm sollen gesegnet werden alle Nationen der Erde! 18.19 Denn ich habe ihn erkannt, damit er seinen Soehnen und seinem Haus nach ihm befehle, dass sie den Weg des HERRN bewahren, Gerechtigkeit und Recht zu ueben, damit der HERR auf Abraham kommen lasse, was er ueber ihn geredet hat. 18.20 Und der HERR sprach: Das Klagegeschrei ueber Sodom und Gomorra, wahrlich, es ist gross, und ihre Suende, wahrlich, sie ist sehr schwer. 18.21 Ich will doch hinabgehen und sehen, ob sie ganz nach ihrem Geschrei, das vor mich gekommen ist, getan haben; und wenn nicht, so will ich es wissen. 18.22 Und die Maenner wandten sich von dort und gingen nach Sodom; Abraham aber blieb noch vor dem HERRN stehen. 18.23 Und Abraham trat hinzu und sagte: Willst du wirklich den Gerechten mit dem Ungerechten wegraffen? 18.24 Vielleicht gibt es fuenfzig Gerechte innerhalb der Stadt. Willst du sie denn wegraffen und dem Ort nicht vergeben um der fuenfzig Gerechten willen, die darin sind? 18.25 Fern sei es von dir, so etwas zu tun, den Gerechten mit dem Ungerechten zu toeten, so dass der Ungerechte waere wie der Gerechte; fern sei es von dir! Sollte der Richter der ganzen Erde nicht Recht ueben? 18.26 Da sprach der HERR: Wenn ich in Sodom fuenfzig Gerechte in der Stadt finde, so will ich um ihretwillen dem ganzen Ort vergeben. 18.27 Und Abraham antwortete und sagte: Siehe doch, ich habe mich erdreistet, zu dem Herrn zu reden, obwohl ich Staub und Asche bin. 18.28 Vielleicht fehlen an den fuenfzig Gerechten [nur] fuenf. Willst du wegen der fuenf die ganze Stadt vernichten? Da sprach er: Ich will [sie] nicht vernichten, wenn ich dort 45 finde. 18.29 Und er fuhr fort, weiter zu ihm zu reden, und sagte: Vielleicht werden dort vierzig gefunden. Und er sprach: Ich will es nicht tun um der Vierzig willen. 18.30 Und er sagte: Der Herr moege doch nicht zuernen, dass ich [noch einmal] rede! Vielleicht werden dort dreissig gefunden. Und er sprach: 18.31 Ich will es nicht tun, wenn ich dort dreissig finde. Da sagte er: Siehe doch, ich habe mich erdreistet, zu dem Herrn zu reden; vielleicht werden dort zwanzig gefunden. Und er sprach: Ich will nicht vernichten um der Zwanzig willen. 18.32 Da sagte er: Der Herr moege doch nicht zuernen, ich will nur [noch] dieses Mal reden. Vielleicht werden dort zehn gefunden. Und er sprach: Ich will nicht vernichten um der Zehn willen. 18.33 Und der HERR ging weg, als er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham kehrte zurueck an seinen Ort. Das Gericht ueber Sodom und Gomorra - Rettung Lots. \19\ 19.1 Und die beiden Engel kamen am Abend nach Sodom, als Lot [gerade] im Tor von Sodom sass. Und als Lot sie sah, stand er auf, [ging] ihnen entgegen und verneigte sich mit dem Gesicht zur Erde; 19.2 und er sprach: Ach siehe, meine Herren! Kehrt doch ein in das Haus eures Knechtes, und uebernachtet, und wascht eure Fuesse; morgen frueh moegt ihr [dann] eures Weges ziehen! Aber sie sagten: Nein, sondern wir wollen auf dem Platz uebernachten. 19.3 Als er jedoch sehr in sie drang, kehrten sie bei ihm ein und kamen in sein Haus. Und er machte ihnen ein Mahl, backte ungesaeuertes Brot, und sie assen. 19.4 Noch hatten sie sich nicht niedergelegt, da umringten die Maenner der Stadt, die Maenner von Sodom, das Haus, vom Knaben bis zum Greis, das ganze Volk von allen Enden [der Stadt]. 19.5 Und sie riefen nach Lot und sagten zu ihm: Wo sind die Maenner, die diese Nacht zu dir gekommen sind? Fuehre sie zu uns heraus, dass wir sie erkennen! 19.6 Da trat Lot zu ihnen hinaus an den Eingang und schloss die Tuer hinter sich zu; 19.7 und er sagte: Tut doch nichts Boeses, meine Brueder! 19.8 Seht doch, ich habe zwei Toechter, die keinen Mann erkannt haben; die will ich zu euch herausbringen. Tut ihnen, wie es gut ist in euren Augen! Nur diesen Maennern tut nichts, da sie nun einmal unter den Schatten meines Daches gekommen sind! 19.9 Aber sie sagten: Zurueck da! Und sie sagten: Da ist einer allein gekommen, sich als Fremder [hier] aufzuhalten, und will sich [schon] als Richter aufspielen! Nun, wir wollen dir Schlimmeres antun als jenen. Und sie drangen hart ein auf den Mann, auf Lot, und machten sich daran, die Tuer aufzubrechen. 19.10 Da streckten die Maenner ihre Hand aus und brachten Lot zu sich herein ins Haus; und die Tuer verschlossen sie. 19.11 Die Maenner aber, die am Eingang des Hauses waren, schlugen sie mit Blindheit, vom kleinsten bis zum groessten, so dass sie sich vergeblich muehten, den Eingang zu finden. 19.12 Und die Maenner sagten zu Lot: Hast du hier noch jemanden? Einen Schwiegersohn, und deine Soehne und deine Toechter oder einen, der sonst [noch] in der Stadt zu dir gehoert? Fuehre [sie] hinaus aus diesem Ort! 19.13 Denn wir werden diesen Ort vernichten, weil das Geschrei ueber sie gross geworden ist vor dem HERRN; und der HERR hat uns gesandt, die Stadt zu vernichten. 19.14 Da ging Lot hinaus und redete zu seinen Schwiegersoehnen, die seine Toechter nehmen sollten, und sagte: Macht euch auf, geht aus diesem Ort! Denn der HERR wird die Stadt vernichten. Aber er war in den Augen seiner Schwiegersoehne wie einer, der Scherz treibt. 19.15 Und sobald die Morgenroete aufging, draengten die Engel Lot zur Eile und sagten: Mache dich auf, nimm deine Frau und deine beiden Toechter, die hier sind, damit du nicht weggerafft wirst durch die Schuld der Stadt! 19.16 Als er aber zoegerte, ergriffen die Maenner seine Hand und die Hand seiner Frau und die Hand seiner beiden Toechter, weil der HERR ihn verschonen wollte, und fuehrten ihn hinaus und liessen ihn ausserhalb der Stadt. 19.17 Und es geschah, als sie sie ins Freie hinausgefuehrt hatten, da sprach er: Rette dich, [es geht] um dein Leben! Sieh nicht hinter dich, und bleib nicht stehen in der ganzen Ebene [des Jordan]; rette dich auf das Gebirge, damit du nicht weggerafft wirst! 19.18 Da sagte Lot zu ihnen: Ach, nein, Herr! 19.19 Siehe doch, dein Knecht hat Gunst gefunden in deinen Augen, und du hast deine Gnade, die du an mir erwiesen hast, gross gemacht, meine Seele am Leben zu erhalten. Aber ich kann mich nicht auf das Gebirge retten, es koennte das Unheil mich ereilen, dass ich sterbe. 19.20 Siehe doch, diese Stadt da ist nahe, dahin zu fliehen, sie ist ja [nur] klein; ich koennte mich doch dahin retten - ist sie nicht klein? -, damit meine Seele am Leben bleibt. 19.21 Da sprach er zu ihm: Siehe, auch darin habe ich Ruecksicht auf dich genommen, dass ich die Stadt nicht umkehre, von der du geredet hast. 19.22 Schnell, rette dich dorthin! Denn ich kann nichts tun, bis du dorthin gekommen bist. Daher nennt man die Stadt Zoar. 19.23 Die Sonne ging ueber der Erde auf, als Lot nach Zoar kam. 19.24 Da liess der HERR auf Sodom und auf Gomorra Schwefel und Feuer regnen von dem HERRN aus dem Himmel 19.25 und kehrte diese Staedte um und die ganze Ebene [des Jordan] und alle Bewohner der Staedte und das Gewaechs des Erdbodens. 19.26 Aber seine Frau sah sich hinter ihm um; da wurde sie zu einer Salzsaeule. 19.27 Und Abraham machte sich frueh am Morgen auf an den Ort, wo er vor dem HERRN gestanden hatte. 19.28 Und er blickte hinab auf die Flaeche von Sodom und Gormorra und auf die ganze Flaeche des Landes [in] der Ebene [des Jordan], und er sah: und siehe, Rauch stieg vom Land auf, wie der Rauch eines Schmelzofens. 19.29 Und es geschah, als Gott die Staedte der Ebene [des Jordan] vernichtete, da dachte Gott an Abraham und geleitete Lot mitten aus der Umkehrung, als er die Staedte umkehrte, in denen Lot gewohnt hatte. Lot und seine Toechter. 19.30 Lot aber zog von Zoar hinauf und wohnte im Gebirge, [er] und seine beiden Toechter mit ihm; denn er fuerchtete sich in Zoar zu wohnen. Und er wohnte in einer Hoehle, er und seine beiden Toechter. 19.31 Und die Erstgeborene sprach zu der Juengeren: Unser Vater ist alt, und es gibt keinen Mann im Land, der zu uns eingehen koennte nach der Weise aller Welt. 19.32 Komm, lass uns unserem Vater Wein zu trinken geben und bei ihm liegen, damit wir von unserem Vater Nachkommenschaft am Leben erhalten! 19.33 Und sie gaben ihrem Vater in jener Nacht Wein zu trinken, und die Erstgeborene ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; er aber merkte weder [etwas] von ihrem Niederlegen noch von ihrem Aufstehen. 19.34 Und es geschah am Morgen, da sprach die Erstgeborene zu der Juengeren: Siehe, ich habe mich gestern abend zu meinem Vater gelegt. Lass uns ihm auch diese Nacht Wein zu trinken geben, dann geh hinein, liege bei ihm, damit wir von unserem Vater Nachkommenschaft am Leben erhalten! 19.35 Da gaben sie auch in dieser Nacht ihrem Vater Wein zu trinken, und die Juengere stand auf und lag bei ihm; und er merkte weder [etwas] von ihrem Niederlegen noch von ihrem Aufstehen. 19.36 Und die beiden Toechter Lots wurden von ihrem Vater schwanger. 19.37 Und die Erstgeborene gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Moab; der ist der Vater der Moabiter bis auf diesen Tag. 19.38 Und die Juengere, auch sie gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Ben-Ammi. Der ist der Vater der Soehne Ammon bis auf diesen Tag. Abraham und Sara bei Abimelech. \20\ 20.1 Und Abraham brach von dort auf ins Land des Suedens und wohnte zwischen Kadesch und Schur. Als er sich in Gerar als Fremder aufhielt, 20.2 sagte Abraham von seiner Frau Sara: Sie ist meine Schwester. Da sandte Abimelech, der Koenig von Gerar, hin und liess Sara holen. 20.3 Und Gott kam zu Abimelech im Traum der Nacht und sprach zu ihm: Siehe, du bist des Todes wegen der Frau, die du genommen hast; denn sie ist eine verheiratete Frau. 20.4 Abimelech aber hatte sich ihr nicht genaht; und er sprach: Herr, willst du denn eine gerechte Nation erschlagen? 20.5 Hat er nicht selbst zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und sie, auch sie selbst hat gesagt: Er ist mein Bruder. In Lauterkeit meines Herzens und in Unschuld meiner Haende habe ich das getan. 20.6 Da sprach Gott im Traum zu ihm: Auch ich weiss, dass du in Lauterkeit deines Herzens dies getan hast, und so habe ich selbst dich auch davon abgehalten, gegen mich zu suendigen; darum habe ich dir nicht gestattet, sie zu beruehren. 20.7 Und nun, gib die Frau des Mannes zurueck! Denn er ist ein Prophet und wird fuer dich bitten, dass du am Leben bleibst! Wenn du sie aber nicht zurueckgibst, so wisse, dass du sterben musst, du und alles, was [zu] dir gehoert. 20.8 Und Abimelech stand frueh am Morgen auf und rief alle seine Knechte und redete alle diese Worte vor ihren Ohren; da fuerchteten sich die Maenner sehr. 20.9 Und Abimelech rief Abraham und sagte zu ihm: Was hast du uns angetan! Und was habe ich an dir gesuendigt, dass du ueber mich und ueber mein Koenigreich eine [so] grosse Suende gebracht hast? Dinge, die nicht getan werden duerfen, hast du mir angetan. 20.10 Und Abimelech sagte zu Abraham: Was hast du [damit] beabsichtigt, dass du dies getan hast? 20.11 Und Abraham sprach: Weil ich [mir] sagte: Gewiss gibt es keine Gottesfurcht an diesem Ort, und sie werden mich erschlagen um meiner Frau willen. 20.12 Und sie ist auch wirklich meine Schwester; die Tochter meines Vaters ist sie, nur nicht die Tochter meiner Mutter; so ist sie meine Frau geworden. 20.13 Und es geschah, als Gott mich aus meines Vaters Haus [ziehen und] umherirren liess, da sagte ich zu ihr: Das sei deine Gefaelligkeit, die du mir erweisen moegest: An jedem Ort, wohin wir kommen, sage von mir: Er ist mein Bruder! 20.14 Da nahm Abimelech Schafe und Rinder und Knechte und Maegde und gab sie dem Abraham; und [auch] Sara, seine Frau, gab er ihm zurueck. 20.15 Und Abimelech sagte: Siehe, mein Land [liegt] vor dir; wohne, wo es gut ist in deinen Augen! 20.16 Und zu Sara sagte er: Siehe, ich habe deinem Bruder tausend Silber[-Schekel] gegeben; siehe, das sei zu deinen Gunsten eine Augendecke fuer alle, die bei dir sind, und du bist in allem gerechtfertigt. 20.17 Und Abraham betete zu Gott; und Gott heilte Abimelech und seine Frau und seine Maegde, so dass sie [wieder Kinder] gebaren. 20.18 Denn der HERR hatte jeden Mutterleib dem Haus Abimelech vollstaendig verschlossen um Saras willen, der Frau Abrahams. Die Geburt Isaaks. \21\ 21.1 Und der HERR suchte Sara heim, wie er gesagt hatte, und der HERR tat an Sara, wie er geredet hatte. 21.2 Und Sara wurde schwanger und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem Alter, zu der bestimmten Zeit, die Gott ihm gesagt hatte. 21.3 Und Abraham gab seinem Sohn, der ihm geboren worden war, den Sara ihm geboren hatte, den Namen Isaak. 21.4 Und Abraham beschnitt seinen Sohn Isaak, als er acht Tage alt war, wie Gott ihm geboten hatte. 21.5 Abraham aber war hundert Jahre alt, als ihm sein Sohn Isaak geboren wurde. 21.6 Und Sara sagte: Gott hat mir ein Lachen bereitet; jeder, der es hoert, wird mir zulachen. 21.7 Und sie sagte: Wer haette [je] dem Abraham verkuendet: Sara stillt einen Sohn!Denn ich habe [ihm] in seinem Alter einen Sohn geboren. Ausweisung Hagars mit Ismael. 21.8 Und das Kind wuchs und wurde entwoehnt; und an dem Tag, als Isaak entwoehnt wurde, bereitete Abraham ein grosses Mahl. 21.9 Und Sara sah den Sohn der Aegypterin Hagar, den diese dem Abraham geboren hatte, scherzen. 21.10 Da sagte sie zu Abraham: Vertreibe diese Magd und ihren Sohn, denn der Sohn dieser Magd soll nicht mit meinem Sohn Erbe werden, mit Isaak! 21.11 Und dieses Wort war sehr uebel in Abrahams Augen um seines Sohnes willen. 21.12 Aber Gott sprach zu Abraham: Lass es nicht uebel sein in deinen Augen wegen des Jungen und wegen deiner Magd; in allem, was Sara zu dir sagt, hoere auf ihre Stimme! Denn nach Isaak soll dir [die] Nachkommenschaft genannt werden. 21.13 Doch auch den Sohn der Magd werde ich zu einer Nation machen, weil er dein Nachkomme ist. 21.14 Und Abraham machte sich frueh am Morgen auf, und er nahm Brot und einen Schlauch Wasser und gab es der Hagar, legte es auf ihre Schulter und [gab ihr] das Kind und schickte sie fort. Da ging sie hin und irrte in der Wueste von Beerscheba umher. 21.15 Als aber das Wasser im Schlauch zu Ende war, warf sie das Kind unter einen der Straeucher; 21.16 und sie ging und setzte sich gegenueber hin, einen Bogenschuss weit entfernt, denn sie sagte [sich]: Ich kann das Sterben des Kindes nicht ansehen. So setzte sie sich gegenueber hin, erhob ihre Stimme und weinte. 21.17 Gott aber hoerte die Stimme des Jungen. Da rief der Engel Gottes der Hagar vom Himmel zu und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Fuerchte dich nicht! Denn Gott hat auf die Stimme des Jungen gehoert, dort wo er ist. 21.18 Steh auf, nimm den Jungen, und fasse ihn mit deiner Hand! Denn ich will ihn zu einer grossen Nation machen. 21.19 Und Gott oeffnete ihre Augen, und sie sah einen Wasserbrunnen; da ging sie hin und fuellte den Schlauch mit Wasser und gab dem Jungen zu trinken. 21.20 Gott aber war mit dem Jungen, und er wurde gross und wohnte in der Wueste; und er wurde ein Bogenschuetze. 21.21 Und er wohnte in der Wueste Paran, und seine Mutter nahm ihm eine Frau aus dem Land Aegypten. Abrahams Vertrag mit Abimelech. 21.22 Und es geschah zu dieser Zeit, da sagten Abimelech und Pichol, sein Heeroberster, zu Abraham: Gott ist mit dir in allem, was du tust. 21.23 So schwoere mir nun hier bei Gott, dass du weder an mir noch an meinem Spross noch an meinen Nachkommen betruegerisch handeln wirst! Nach der Gnade, die ich dir erwiesen habe, sollst du an mir tun und an dem Land, in dem du dich als Fremder aufhaeltst. 21.24 Da sprach Abraham: Ich will schwoeren. 21.25 Abraham aber stellte Abimelech zur Rede wegen eines Wasserbrunnens, den Abimelechs Knechte [mit Gewalt] weggenommen hatten. 21.26 Da sagte Abimelech: Ich weiss nicht, wer das getan hat; weder hast du es mir berichtet, noch habe ich [davon] gehoert, ausser heute. 21.27 Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech, und die beiden schlossen einen Bund. 21.28 Und Abraham stellte sieben Schaflaemmer der Herde beiseite. 21.29 Da sagte Abimelech zu Abraham: Was sollen diese sieben Schaflaemmer, die du beiseite gestellt hast? 21.30 Und er sagte: Die sieben Schaflaemmer sollst du von meiner Hand annehmen, damit mir [das] zum Zeugnis sei, dass ich diesen Brunnen gegraben habe. 21.31 Daher nennt man diesen Ort Beerscheba, weil sie beide dort geschworen hatten. 21.32 So schlossen sie einen Bund in Beerscheba. Dann machten Abimelech und sein Heeroberster Pichol sich auf und kehrten in das Land der Philister zurueck. 21.33 Und Abraham pflanzte eine Tamariske in Beerscheba und rief dort den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an. 21.34 Und Abraham hielt sich [noch] lange Zeit als Fremder im Land der Philister auf. Abrahams Opfergang nach Morija. \22\ 22.1 Und es geschah nach diesen Dingen, da pruefte Gott den Abraham. Und er sprach zu ihm: Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 22.2 Und er sprach: Nimm deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebhast, den Isaak, und ziehe hin in das Land Morija, und opfere ihn dort als Brandopfer auf einem der Berge, den ich dir nennen werde! 22.3 Da machte sich Abraham frueh am Morgen auf, sattelte seinen Esel und nahm seine beiden Knechte mit sich und seinen Sohn Isaak. Er spaltete Holz zum Brandopfer und machte sich auf und ging an den Ort, den Gott ihm genannt hatte. 22.4 Am dritten Tag erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von ferne. 22.5 Da sagte Abraham zu seinen Knechten: Bleibt ihr mit dem Esel hier! Ich aber und der Junge wollen dorthin gehen und anbeten und zu euch zurueckkehren. 22.6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn Isaak, und in seine Hand nahm er das Feuer und das Messer. Und sie gingen beide miteinander. 22.7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham und sagte: Mein Vater! Und er sprach: Hier bin ich, mein Sohn. Und er sagte: Siehe, das Feuer und das Holz! Wo aber ist das Schaf zum Brandopfer? 22.8 Da sagte Abraham: Gott wird sich das Schaf zum Brandopfer ersehen, mein Sohn. Und sie gingen beide miteinander. 22.9 Und sie kamen an den Ort, den Gott ihm genannt hatte. Und Abraham baute dort den Altar und schichtete das Holz auf. Dann band er seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar oben auf das Holz. 22.10 Und Abraham streckte seine Hand aus und nahm das Messer, um seinen Sohn zu schlachten. 22.11 Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel her zu und sprach: Abraham, Abraham! Und er sagte: Hier bin ich! 22.12 Und er sprach: Strecke deine Hand nicht aus nach dem Jungen, und tu ihm nichts! Denn nun habe ich erkannt, dass du Gott fuerchtest, da du deinen Sohn, deinen einzigen, mir nicht vorenthalten hast. 22.13 Und Abraham erhob seine Augen und sah, und siehe, da war ein Widder hinten im Gestruepp an seinen Hoernern festgehalten. Da ging Abraham hin, nahm den Widder und opferte ihn anstelle seines Sohnes als Brandopfer. 22.14 Und Abraham gab diesem Ort den Namen `der HERR wird ersehen', von dem man heute [noch] sagt: Auf dem Berg des HERRN wird ersehen. 22.15 Und der Engel des HERRN rief Abraham ein zweites Mal vom Himmel her zu 22.16 und sprach: Ich schwoere bei mir selbst, spricht der HERR, deshalb, weil du das getan und deinen Sohn, deinen einzigen, [mir] nicht vorenthalten hast, 22.17 darum werde ich dich reichlich segnen und deine Nachkommen ueberaus zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist; und deine Nachkommenschaft wird das Tor ihrer Feinde in Besitz nehmen. 22.18 Und in deinem Samen werden sich segnen alle Nationen der Erde dafuer, dass du meiner Stimme gehorcht hast. 22.19 Dann kehrte Abraham zu seinen Knechten zurueck, und sie machten sich auf und zogen miteinander nach Beerscheba; und Abraham liess sich in Beerseba nieder. Nachkommen Nahors. 22.20 Und es geschah nach diesen Dingen, da wurde dem Abraham berichtet: Siehe, Milka, auch sie hat deinem Bruder Nahor Soehne geboren: 22.21 Uz, seinen Erstgeborenen, und dessen Bruder Bus und Kemuel, den Vater Arams, 22.22 und Kesed und Haso und Pildasch und Jidlaf und Betuel. 22.23 Betuel aber zeugte Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, Abrahams Bruder. 22.24 Und seine Nebenfrau, namens Rehuma, auch sie gebar [,naemlich] Tebach und Gaham und Tahasch und Maacha. Saras Tod und Begraebnis. \23\ 23.1 Und die Lebenszeit Saras betrug 127 Jahre; [das waren] die Lebensjahre Saras. 23.2 Und Sara starb zu Kirjat-Arba, das ist Hebron, im Land Kanaan. Und Abraham ging hin, um ueber Sara zu klagen und sie zu beweinen. 23.3 Dann stand Abraham auf [und ging] weg von seiner Toten und redete zu den Soehnen Het: 23.4 Ein Fremder und Beisasse bin ich bei euch. Gebt mir ein Erbbegraebnis bei euch, dass ich meine Tote von meinem Angesicht hinweg[bringe und] begrabe! 23.5 Da antworteten die Soehne Het dem Abraham und sagten zu ihm: 23.6 Hoere uns an, mein Herr! Du bist ein Fuerst Gottes unter uns, begrabe deine Tote in dem auserlesensten unserer Graeber! Keiner von uns wird dir sein Grab verweigern, deine Tote zu begraben. 23.7 Da erhob sich Abraham und verneigte sich vor dem Volk des Landes, vor den Soehnen Het. 23.8 Und er redete zu ihnen und sagte: Wenn es euer Wille ist, dass ich meine Tote begrabe von meinem Angesicht hinweg, so hoert mich an, und legt Fuersprache fuer mich ein bei Efron, dem Sohn Zohars, 23.9 dass er mir die Hoehle Machpela gebe, die ihm gehoert, die am Ende seines Feldes [liegt]; zum vollen Kaufpreis gebe er sie mir zu einem Erbbegraebnis in eurer Mitte! 23.10 Efron aber sass mitten unter den Soehnen Het. Und Efron, der Hetiter, antwortete dem Abraham vor den Ohren der Soehne Het, vor allen, die ins Tor seiner Stadt gekommen waren, und sagte: 23.11 Nein, mein Herr, hoere mir zu! Das Feld schenke ich dir; und die Hoehle, die darauf ist, dir schenke ich sie; vor den Augen der Kinder meines Volkes schenke ich sie dir. Begrabe deine Tote! 23.12 Da verneigte sich Abraham vor dem Volk des Landes; 23.13 und er redete zu Efron vor den Ohren des Volkes des Landes und sagte: Ach, wenn du doch auf mich hoeren wolltest! Ich gebe [dir] den Kaufpreis des Feldes. Nimm ihn von mir an, dass ich meine Tote dort begraben kann! 23.14 Da antwortete Efron dem Abraham und sagte zu ihm: 23.15 Mein Herr, hoere mich an! Ein Land von vierhundert Schekel Silber, was ist das zwischen mir und dir? So begrabe deine Tote! 23.16 Und Abraham hoerte auf Efron; und Abraham wog dem Efron das Geld dar, von dem er vor den Ohren der Soehne Het geredet hatte, vierhundert Schekel Silber, wie es beim Haendler gaengig ist. 23.17 So fiel das Feld Efrons, das bei Machpela gegenueber von Mamre [liegt], das Feld und die Hoehle, die darauf war, und alle Baeume auf dem Feld innerhalb seiner ganzen Grenze ringsum 23.18 als Besitz an Abraham vor den Augen der Soehne Het, vor allen, die ins Tor seiner Stadt gekommen waren. 23.19 Und danach begrub Abraham seine Frau Sara in der Hoehle des Feldes von Machpela, gegenueber von Mamre, das ist Hebron, im Land Kanaan. 23.20 So fiel das Feld und die Hoehle, die darauf war, von den Soehnen Het an Abraham als Erbbegraebnis. Werbung um Rebekka als Frau fuer Isaak. \24\ 24.1 Und Abraham war alt, hochbetagt, und der HERR hatte Abraham in allem gesegnet. 24.2 Da sagte Abraham zu seinem Knecht, dem Aeltesten seines Hauses, der alles verwaltete, was er hatte: Lege doch deine Hand unter meine Huefte! 24.3 Ich will dich schwoeren lassen bei dem HERRN, dem Gott des Himmels und dem Gott der Erde, dass du meinem Sohn nicht eine Frau von den Toechtern der Kanaaniter nimmst, in deren Mitte ich wohne. 24.4 Sondern du sollst in mein Land und zu meiner Verwandtschaft gehen und [dort] eine Frau fuer meinen Sohn, fuer Isaak, nehmen! 24.5 Der Knecht aber sagte zu ihm: Vielleicht wird die Frau mir nicht in dieses Land folgen wollen. Soll ich dann deinen Sohn in das Land zurueckbringen, aus dem du ausgezogen bist? 24.6 Da sagte Abraham zu ihm: Huete dich wohl, meinen Sohn dorthin zurueckzubringen! 24.7 Der HERR, der Gott des Himmels, der mich aus dem Haus meines Vaters und aus dem Land meiner Verwandtschaft genommen und der zu mir geredet und der mir dies geschworen hat: Deinen Nachkommen will ich dieses Land geben, der wird seinen Engel vor dir hersenden, dass du eine Frau fuer meinen Sohn von dort holen kannst. 24.8 Wenn aber die Frau dir nicht folgen will, so bist du frei von diesem Schwur. Nur sollst du meinen Sohn nicht dorthin zurueckbringen! 24.9 Und der Knecht legte seine Hand unter die Huefte Abrahams, seines Herrn, und schwor ihm [in Hinsicht] auf dieses Wort. 24.10 Dann nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog hin und [nahm] allerlei Gut seines Herrn mit sich. Und er machte sich auf und zog nach Aram-Naharaim, zu der Stadt Nahors. 24.11 Und er liess die Kamele niederknieen draussen vor der Stadt am Wasserbrunnen um die Abendzeit, zur Zeit, da die Schoepferinnen herauskommen. 24.12 Und er sagte: HERR, Gott meines Herrn Abraham, lass es mir doch heute begegnen, und erweise Gnade an meinem Herrn Abraham! 24.13 Siehe, ich stehe an der Wasserquelle, und die Toechter der Leute der Stadt kommen heraus, um Wasser zu schoepfen. 24.14 Moege es nun geschehen: Das Maedchen, zu dem ich sagen werde: `Neige doch deinen Krug, dass ich trinke!' und das [dann] sagt: `Trinke! Und auch deine Kamele will ich traenken', das [soll es sein, das] du fuer deinen Knecht Isaak bestimmt hast! Und daran werde ich erkennen, dass du an meinem Herrn Gnade erwiesen hast. 24.15 Und es geschah - er hatte noch nicht ausgeredet - und siehe, da kam Rebekka heraus, die dem Betuel geboren war, dem Sohn der Milka, der Frau Nahors, des Bruders Abrahams; [sie trug] ihren Krug auf ihrer Schulter. 24.16 Und das Maedchen war sehr schoen von Aussehen, eine Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt. Sie stieg zur Quelle hinab, fuellte ihren Krug und stieg [wieder] herauf. 24.17 Da lief ihr der Knecht entgegen und sagte: Lass mich doch ein wenig Wasser aus deinem Krug schluerfen! 24.18 Und sie sagte: Trinke, mein Herr! Und eilends liess sie ihren Krug auf ihre Hand herunter und gab ihm zu trinken. 24.19 Und als sie ihm genug zu trinken gegeben hatte, sagte sie: Auch fuer deine Kamele will ich schoepfen, bis sie genug getrunken haben. 24.20 Und sie eilte und goss ihren Krug aus in die Traenkrinne, lief noch einmal zum Brunnen, um zu schoepfen, und schoepfte so fuer alle seine Kamele. 24.21 Der Mann aber sah ihr zu, schweigend, um zu erkennen, ob der HERR seine Reise wuerde gelingen lassen oder nicht. 24.22 Und es geschah, als die Kamele genug getrunken hatten, da nahm der Mann einen goldenen Ring, ein halber Schekel sein Gewicht, und zwei Spangen fuer ihre Handgelenke, zehn [Schekel] Gold ihr Gewicht; 24.23 und er sagte: Wessen Tochter bist du? Sage es mir doch! Gibt es im Haus deines Vaters Platz fuer uns zu uebernachten? 24.24 Da sagte sie zu ihm: Ich bin die Tochter Betuels, des Sohnes der Milka, den sie dem Nahor geboren hat. 24.25 Und sie sagte [weiter] zu ihm: Sowohl Stroh als auch Futter ist bei uns in Menge, auch Platz zum Uebernachten. 24.26 Da verneigte sich der Mann und warf sich nieder vor dem HERRN 24.27 und sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, der seine Gnade und Treue gegenueber meinem Herrn nicht hat aufhoeren lassen! Mich hat der HERR den Weg zum Haus der Brueder meines Herrn gefuehrt. 24.28 Das Maedchen aber lief und berichtete diese Dinge dem Haus ihrer Mutter. 24.29 Nun hatte Rebekka einen Bruder, der hiess Laban. Und Laban lief zu dem Mann hinaus an die Quelle. 24.30 Und es geschah, als er den Ring sah und die Spangen an den Handgelenken seiner Schwester und als er die Worte seiner Schwester Rebekka hoerte, die sagte: `So hat der Mann zu mir geredet', da kam er zu dem Mann; und siehe, er stand [noch] bei den Kamelen an der Quelle. 24.31 Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN! Warum stehst du draussen? Habe ich doch schon das Haus aufgeraeumt, und [auch] fuer die Kamele ist Platz da. 24.32 Da kam der Mann ins Haus; und man sattelte die Kamele ab und gab den Kamelen Stroh und Futter, [ihm] aber Wasser, um seine Fuesse zu waschen und die Fuesse der Maenner, die bei ihm waren. 24.33 Dann wurde ihm zu essen vorgesetzt. Er aber sagte: Ich will nicht essen, bis ich meine Worte geredet habe. Und er sagte: Rede! 24.34 Da sagte er: Ich bin Abrahams Knecht. 24.35 Der HERR hat meinen Herrn sehr gesegnet, so dass er gross geworden ist. Er hat ihm Schafe und Rinder gegeben, Silber und Gold, dazu Knechte und Maegde, Kamele und Esel. 24.36 Und Sara, die Frau meines Herrn, hat meinem Herrn einen Sohn geboren, nachdem sie schon alt geworden war; dem hat er alles, was er hat, uebergeben. 24.37 Mein Herr aber hat mich schwoeren lassen und gesagt: Du sollst fuer meinen Sohn nicht eine Frau von den Toechtern der Kanaaniter nehmen, in deren Land ich wohne; 24.38 sondern zu dem Haus meines Vaters und zu meiner Sippe sollst du gehen und [dort] fuer meinen Sohn eine Frau nehmen! 24.39 Und ich sagte zu meinem Herrn: Vielleicht will die Frau mir nicht folgen. 24.40 Da sagte er zu mir: Der HERR, vor dessen Angesicht ich gelebt habe, wird seinen Engel mit dir senden und wird deine Reise gelingen lassen, dass du fuer meinen Sohn eine Frau aus meiner Sippe und aus dem Haus meines Vaters nimmst. 24.41 Dann bist du frei von dem Schwur: Wenn du zu meiner Sippe kommst und wenn sie sie dir nicht geben, dann bist du entlastet von dem Schwur. 24.42 So kam ich heute zu der Quelle und sprach: HERR, Gott meines Herrn Abraham, wenn du doch Gelingen geben wolltest zu meinem Weg, auf dem ich gehe! 24.43 Siehe, ich stehe bei der Wasserquelle. Moege es nun geschehen, dass das Maedchen, das herauskommt, um zu schoepfen, und zu dem ich sage: `Gib mir doch ein wenig Wasser aus deinem Krug zu trinken!' 24.44 und das [dann] zu mir sagt: `Trinke du, und auch fuer deine Kamele will ich schoepfen', [dass dies] die Frau sei, die der HERR fuer den Sohn meines Herrn bestimmt hat! 24.45 Ich hatte in meinem Herzen noch nicht ausgeredet, siehe, da kam Rebekka heraus mit ihrem Krug auf ihrer Schulter; und sie stieg zur Quelle hinab und schoepfte. Da sagte ich zu ihr: Gib mir doch zu trinken! 24.46 Und eilends liess sie ihren Krug von ihrer Schulter herunter und sagte: Trinke, und auch deine Kamele will ich traenken. Da trank ich, und sie traenkte auch die Kamele. 24.47 Und ich fragte sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Und sie sagte: Die Tochter Betuels, des Sohnes Nahors, den Milka ihm geboren hat. Und ich legte den Ring an ihre Nase und die Spangen an ihre Handgelenke. 24.48 Dann verneigte ich mich und warf mich vor dem HERRN nieder und dankte dem HERRN, dem Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gefuehrt hatte, die Tochter des Bruders meines Herrn fuer seinen Sohn zu nehmen. 24.49 Und nun, wenn ihr Gnade und Treue an meinem Herrn erweisen wollt, so teilt es mir mit; und wenn nicht, so teilt es mir [auch] mit! Und ich werde mich zur Rechten oder zur Linken wenden. 24.50 Da antworteten Laban und Betuel und sagten: Vom HERRN ist die Sache ausgegangen; wir koennen dir nichts sagen, weder Boeses noch Gutes. 24.51 Siehe, Rebekka ist vor dir: Nimm sie und geh hin, dass sie die Frau des Sohnes deines Herrn werde, wie der HERR geredet hat! 24.52 Und es geschah, als Abrahams Knecht ihre Worte hoerte, da warf er sich zur Erde nieder vor dem HERRN. 24.53 Und der Knecht holte silbernes Geschmeide und goldenes Geschmeide und Kleider hervor und gab sie der Rebekka; und Kostbarkeiten gab er ihrem Bruder und ihrer Mutter. 24.54 Dann assen und tranken sie, er und die Maenner, die bei ihm waren, und uebernachteten. Aber am Morgen standen sie auf, und er sagte: Entlasst mich zu meinem Herrn! 24.55 Da sagten ihr Bruder und ihre Mutter: Lass das Maedchen [noch einige] Tage oder zehn bei uns bleiben, danach magst du gehen. 24.56 Er aber sagte zu ihnen: Haltet mich nicht auf, da der HERR meine Reise hat gelingen lassen; entlasst mich, dass ich zu meinem Herrn ziehe! 24.57 Da sagten sie: Lasst uns das Maedchen rufen und ihren Mund befragen. 24.58 Und sie riefen Rebekka und sagten zu ihr: Willst du mit diesem Mann gehen? Sie sagte: Ich will gehen. 24.59 So entliessen sie ihre Schwester Rebekka mit ihrer Amme und den Knecht Abrahams und seine Maenner. 24.60 Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du, unsere Schwester, werde zu tausendmal Zehntausenden, und deine Nachkommen moegen das Tor ihrer Hasser in Besitz nehmen! 24.61 Und Rebekka machte sich mit ihren Maedchen auf, und sie bestiegen die Kamele und folgten dem Mann. Und der Knecht nahm Rebekka und zog hin. 24.62 Isaak aber war von einem Gang zum Brunnen Lachai-Roi gekommen; er wohnte naemlich im Land des Suedens. 24.63 Und Isaak aber war hinausgegangen, um auf dem Feld zu sinnen beim Anbruch des Abends. Und er erhob seine Augen und sah, und siehe, Kamele kamen. 24.64 Und [auch] Rebekka erhob ihre Augen und sah Isaak. Da glitt sie vom Kamel 24.65 und sagte zu dem Knecht: Wer ist dieser Mann, der uns da auf dem Feld entgegenkommt? Und der Knecht sagte: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Schleier und verhuellte sich. 24.66 Der Knecht aber erzaehlte Isaak all die Dinge, die er ausgerichtet hatte. 24.67 Dann fuehrte Isaak sie in das Zelt seiner Mutter Sara; und er nahm Rebekka, und sie wurde seine Frau, und er gewann sie lieb. Und Isaak troestete sich nach [dem Tod] seiner Mutter. Abrahams neue Ehe, Tod und Begraebnis. V. 1-4: 1Chr 1,32.33. \25\ 25.1 Und Abraham nahm wieder eine Frau, die hiess Ketura. 25.2 Und sie gebar ihm Simran und Jokschan, Medan und Midian, Jischbak und Schuach. 25.3 Jokschan aber zeugte Saba und Dedan; und die Soehne Dedans waren die Aschuriter und Letuschiter und Leummiter. 25.4 Und die Soehne Midians: Efa und Efer, Henoch, Abida und Eldaa. Diese alle sind Soehne der Ketura. - 25.5 Und Abraham gab dem Isaak alles, was er hatte. 25.6 Und den Soehnen der Nebenfrauen, die Abraham hatte, gab Abraham Geschenke; und er schickte sie, waehrend er noch lebte, von seinem Sohn Isaak weg, nach Osten in das Land des Ostens. - 25.7 Und dies sind die Tage der Lebensjahre Abrahams, die er lebte: 175 Jahre. 25.8 Und Abraham verschied und starb in gutem Alter, alt und [der Tage] satt, und wurde versammelt zu seinen Voelkern. 25.9 Und seine Soehne Isaak und Ismael begruben ihn in der Hoehle Machpela, auf dem Feld des Hetiters Efron, des Sohnes Zohars, das gegenueber Mamre [liegt], 25.10 [auf] dem Feld, das Abraham von den Soehnen Het gekauft hatte; dort wurden Abraham und seine Frau Sara begraben. 25.11 Und es geschah nach dem Tode Abrahams, da segnete Gott Isaak, seinen Sohn; und Isaak wohnte bei dem Brunnen Lachai-Roi. Nachkommen Ismaels. V. 12-16: 1Chr 1,29-31 25.12 Das ist die Geschlechterfolge Ismaels, des Sohnes Abrahams, den die Aegypterin Hagar, die Magd Saras, dem Abraham geboren hat; 25.13 und dies sind die Namen der Soehne Ismaels mit ihren Namen, nach ihrer Geschlechterfolge: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajot, dann Kedar und Adbeel und Mibsam 25.14 und Mischma und Duma und Massa, 25.15 Hadad und Tema, Jetur, Nafisch und Kedma. 25.16 Das sind die Soehne Ismaels, und das sind ihre Namen in ihren Gehoeften und in ihren Zeltlagern; zwoelf Fuersten nach ihren Voelkerschaften. 25.17 Und dies sind die Lebensjahre Ismaels: 137 Jahre; und er verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Voelkern. 25.18 Und sie wohnten von Hawila an bis nach Schur, das vor Aegypten liegt, nach Assur hin. So setzte er sich allen seinen Bruedern vors Gesicht. Nachkommen Isaaks: Esau und Jakob. 25.19 Das ist die Geschlechterfolge Isaaks, des Sohnes Abrahams: Abraham zeugte Isaak. 25.20 Und Isaak war vierzig Jahre alt, als er sich Rebekka zur Frau nahm, die Tochter des Aramaeers Betuel aus Paddan-Aram, die Schwester des Aramaeers Laban. 25.21 Und Isaak bat den HERRN fuer seine Frau, denn sie war unfruchtbar; da liess der HERR sich von ihm erbitten, und Rebekka, seine Frau, wurde schwanger. 25.22 Und die Kinder stiessen sich in ihrem Leib. Da sagte sie: Wenn es so steht, warum [trifft] mich dies? Und sie ging hin, den HERRN zu befragen. 25.23 Der HERR aber sprach zu ihr: Zwei Nationen sind in deinem Leib, und zwei Volksstaemme scheiden sich aus deinem Innern; und ein Volksstamm wird staerker sein als der andere, und der Aeltere wird dem Juengeren dienen. 25.24 Und als ihre Tage erfuellt waren, dass sie gebaeren sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leib. 25.25 Und der erste kam heraus, roetlich, ganz [und gar] wie ein haariger Mantel; und man gab ihm den Namen Esau. 25.26 Und danach kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse Esaus. Da gab man ihm den Namen Jakob. Und Isaak war sechzig Jahre alt, als sie geboren wurden. 25.27 Und die Jungen wuchsen heran. Esau wurde ein jagdkundiger Mann, ein Mann des [freien] Feldes; Jakob aber war ein gesitteter Mann, der bei den Zelten blieb. 25.28 Und Isaak hatte Esau lieb, denn Wildbret war nach seinem Mund; Rebekka aber hatte Jakob lieb. Esau verkauft sein Erstgeburtsrecht. 25.29 Einst kochte Jakob ein Gericht. Da kam Esau vom Feld, und er war erschoepft. 25.30 Und Esau sagte zu Jakob: Lass mich doch schnell essen von dem Roten, dem Roten da, denn ich bin erschoepft! Darum gab man ihm den Namen Edom. 25.31 Da sagte Jakob: Verkaufe mir heute dein Erstgeburtsrecht! 25.32 Esau sagte: Siehe, ich gehe [ja doch] dem Sterben entgegen. Was soll mir da das Erstgeburtsrecht? 25.33 Jakob aber sagte: Schwoere mir heute! Da schwor er ihm und verkaufte sein Erstgeburtsrecht an Jakob. 25.34 Und Jakob gab Esau Brot und ein Gericht Linsen; und er ass und trank und stand auf und ging davon. So verachtete Esau das Erstgeburtsrecht. Isaak und Abimelech. \26\ 26.1 Und es entstand eine Hungersnot im Lande, nach der vorigen Hungersnot, die in den Tagen Abrahams gewesen war. Da ging Isaak zu Abimelech, dem Koenig der Philister, nach Gerar. 26.2 Und der HERR erschien ihm und sprach: Zieh nicht hinab nach Aegypten; bleibe in dem Land, das ich dir sage! 26.3 Halte dich als Fremder auf in diesem Land! Und ich werde mit dir sein und dich segnen; denn dir und deinen Nachkommen werde ich alle diese Laender geben, und ich werde den Schwur aufrecht erhalten, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe. 26.4 Und ich werde deine Nachkommen zahlreich machen wie die Sterne des Himmels und deinen Nachkommen alle diese Laender geben; und mit deinen Nachkommen werden sich segnen alle Nationen der Erde 26.5 dafuer, dass Abraham meiner Stimme gehorcht und meine Vorschriften gehalten hat, meine Gebote, meine Ordnungen und meine Gesetze. 26.6 So blieb Isaak in Gerar. 26.7 Als nun die Maenner des Ortes sich nach seiner Frau erkundigten, da sagte er: Sie ist meine Schwester. Denn er fuerchtete sich zu sagen: meine Frau. [Er dachte naemlich:] Die Maenner des Ortes koennten mich sonst wegen Rebekka erschlagen; denn sie ist schoen von Aussehen. 26.8 Und es geschah, als er laengere Zeit dort war, da blickte Abimelech, der Koenig der Philister, durchs Fenster herab und er sah, und siehe, Isaak koste mit Rebekka, seiner Frau. 26.9 Da rief Abimelech den Isaak und sagte: Siehe, sie ist ja deine Frau! Wie konntest du sagen: Sie ist meine Schwester? Da sagte Isaak zu ihm: Weil ich [mir] sagte: Ich koennte sonst ihretwegen sterben. 26.10 Und Abimelech sprach: Was hast du uns da angetan! Wie leicht haette einer aus dem Volk bei deiner Frau liegen koennen, und du haettest Schuld ueber uns gebracht. 26.11 Und Abimelech befahl allem Volk: Wer diesen Mann und seine Frau antastet, muss getoetet werden. 26.12 Und Isaak saete in diesem Land und gewann in jenem Jahr das Hundertfache; so segnete ihn der HERR. 26.13 Und der Mann wurde reich und wurde immer reicher, bis er sehr reich war. 26.14 Und er hatte Schafherden und Rinderherden und viel Gesinde. Da beneideten ihn die Philister. 26.15 Und alle Brunnen, die die Knechte seines Vaters in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben hatten, die verstopften die Philister und fuellten sie mit Erde. 26.16 Und Abimelech sagte zu Isaak: Zieh weg von uns, denn du bist uns viel zu maechtig geworden! 26.17 Da zog Isaak von dort [weg] und schlug sein Lager im Tal Gerar auf und blieb dort. 26.18 Und Isaak grub die Wasserbrunnen wieder auf, die sie in den Tagen seines Vaters Abraham gegraben und die die Philister nach Abrahams Tod verstopft hatten; und er gab ihnen [dieselben] Namen wie die Namen, die ihnen sein Vater gegeben hatte. 26.19 Und die Knechte Isaaks gruben im Tal und fanden dort einen Brunnen mit lebendigem Wasser. 26.20 Da stritten sich die Hirten von Gerar mit den Hirten Isaaks und sagten: Uns gehoert das Wasser! Da gab er dem Brunnen den Namen Esek, weil sie mit ihm gezankt hatten. 26.21 Dann gruben sie einen anderen Brunnen, aber auch um den stritten sie sich. Da gab er ihm den Namen Sitna. 26.22 Und er brach von dort auf und grub [noch] einen anderen Brunnen, und um den stritten sie sich nicht. Da gab er ihm den Namen Rechobot und sagte: Denn jetzt hat der HERR uns weiten Raum geschafft, und wir werden fruchtbar sein im Land. 26.23 Dann zog er von dort hinauf nach Beerscheba. 26.24 Und der HERR erschien ihm in jener Nacht und sprach: Ich bin der Gott deines Vaters Abraham. Fuerchte dich nicht! Denn ich bin mit dir, und ich werde dich segnen und deine Nachkommen vermehren um meines Knechtes Abraham willen. 26.25 Und der baute dort einen Altar und rief den Namen des HERRN an und schlug dort sein Zelt auf. Und die Knechte Isaaks gruben dort einen Brunnen. 26.26 Und Abimelech kam zu ihm aus Gerar mit seinem Freund Ahusat und seinem Heerobersten Pichol. 26.27 Da sagte Isaak zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich doch hasst und mich von euch weggeschickt habt? 26.28 Sie aber sagten: Wir haben deutlich gesehen, dass der HERR mit dir ist; und wir haben [uns] gesagt: Es soll ein Schwur zwischen uns sein, zwischen uns und dir; wir wollen einen Bund mit dir schliessen, 26.29 dass du uns nichts Boeses antust, so wie wir dich nicht angetastet haben und wie wir dir nur Gutes erwiesen und dich haben in Frieden ziehen lassen. Du bist nun einmal ein Gesegneter des HERRN. 26.30 Da machte er ihnen ein Mahl, und sie assen und tranken. 26.31 Und sie standen frueh am Morgen auf und schworen einer dem andern. Dann entliess Isaak sie, und sie gingen in Frieden von ihm fort. - 26.32 Und es geschah an jenem Tag, da kamen Isaaks Knechte und berichteten ihm von dem Brunnen, den sie gegraben hatten, und sagten zu ihm: Wir haben Wasser gefunden. 26.33 Da nannte er ihn Sibea; daher [lautet] der Name der Stadt Beerscheba bis auf diesen Tag. Esaus erste Heirat. 26.34 Und Esau war vierzig Jahre alt, da nahm er Jehudit, die Tochter des Hetiters Beeri, zur Frau und Basemat, die Tochter des Hetiters Elon. 26.35 Und sie waren ein Herzeleid fuer Isaak und Rebekka. Jakobs Betrug - Isaaks Segen. \27\ 27.1 Und es geschah, als Isaak alt geworden und seine Augen truebe waren, so dass er nicht mehr sehen konnte, da rief er seinen aelteren Sohn Esau und sagte zu ihm: Mein Sohn! Und er sagte zu ihm: Hier bin ich! 27.2 Und er sagte: Siehe doch, ich bin alt geworden, ich kenne nicht den Tag meines Todes. 27.3 Und nun nimm doch dein [Jagd-]Geraet, deinen Koecher und deinen Bogen, und gehe hinaus aufs Feld und erjage mir ein Wildbret; 27.4 und bereite mir einen Leckerbissen, wie ich ihn liebe, und bring ihn mir her, dass ich esse, damit meine Seele dich segnet, bevor ich sterbe! 27.5 Rebekka aber hatte gehoert, wie Isaak zu seinem Sohn Esau redete. Und Esau ging aufs Feld, um ein Wildbret zu erjagen, um es [heim]zubringen. 27.6 Da sagte Rebekka zu ihrem Sohn Jakob: Siehe, ich habe deinen Vater zu deinem Bruder Esau so reden hoeren: 27.7 Bring mir ein Wildbret und bereite mir einen Leckerbissen, dass ich esse und dass ich dich vor dem HERRN segne, bevor ich sterbe! 27.8 Und nun, mein Sohn, hoere auf meine Stimme in dem, was ich dir auftrage! 27.9 Geh doch zur Herde, und hole mir von dort zwei gute Ziegenboeckchen! Und ich will sie zu einem Leckerbissen fuer deinen Vater zubereiten, wie er es liebt. 27.10 Dann sollst du es deinem Vater bringen, dass er isst, damit er dich vor seinem Tod segnet. 27.11 Da sagte Jakob zu Rebekka, seiner Mutter: Siehe, mein Bruder Esau ist ein behaarter Mann, und ich bin ein glatter Mann. 27.12 Vielleicht betastet mich mein Vater; dann waere ich in seinen Augen wie einer, der Spott [mit ihm] treibt, und wuerde Fluch auf mich bringen und nicht Segen. 27.13 Seine Mutter aber sagte zu ihm: Dein Fluch [komme] auf mich, mein Sohn! Hoere nur auf meine Stimme, und geh, hole mir! 27.14 Und er ging und holte und brachte [sie] seiner Mutter. Und seine Mutter bereitete einen Leckerbissen, wie sein Vater es gern hatte. 27.15 Dann nahm Rebekka die guten Kleider ihres aelteren Sohnes Esau, die bei ihr im Haus waren, und zog sie ihrem juengeren Sohn Jakob an. 27.16 Die Felle der Ziegenboeckchen aber zog sie ueber seine Haende und ueber die Glaette seines Halses, 27.17 und sie gab den Leckerbissen und das Brot, das sie bereitet hatte, in die Hand ihres Sohnes Jakob. 27.18 So ging er zu seinem Vater hinein und sagte: Mein Vater! Und er sagte: Hier bin ich. Wer bist du, mein Sohn? 27.19 Da sagte Jakob zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener; ich habe getan, wie du zu mir geredet hast. Richte dich doch auf, setze dich, und iss von meinem Wildbret, damit deine Seele mich segnet! 27.20 Isaak aber sagte zu seinem Sohn: Wie hast du es denn so schnell gefunden, mein Sohn? Er sagte: Weil der HERR, dein Gott, es mir begegnen liess. 27.21 Da sagte Isaak zu Jakob: Tritt doch heran, dass ich dich betaste, mein Sohn, ob du wirklich mein Sohn Esau bist oder nicht! 27.22 Und Jakob trat zu seinem Vater Isaak heran; und er betastete ihn und sagte: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Haende sind Esaus Haende. 27.23 Und er erkannte ihn nicht, weil seine Haende behaart waren wie die Haende seines Bruders Esau. Da segnete er ihn. 27.24 Und er sagte: Bist du wirklich mein Sohn Esau? Er aber sagte: Ich bin's. 27.25 Da sagte er: Reiche es mir her! Ich will von dem Wildbret meines Sohnes essen, damit meine Seele dich segnet. Und er reichte es ihm hin, so dass er ass. Auch brachte er ihm Wein, und er trank. 27.26 Dann sagte sein Vater Isaak zu ihm: Tritt doch heran und kuess mich, mein Sohn! Da trat er heran und kuesste ihn. 27.27 Und als er den Geruch seiner Kleider roch, da segnete er ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie der Geruch eines Feldes, das der HERR gesegnet hat. 27.28 So gebe dir Gott vom Tau des Himmels und vom Fett der Erde und von Korn und Most die Fuelle! 27.29 Voelker sollen dir dienen und Voelkerschaften sich vor dir niederbeugen! Sei Herr ueber deine Brueder, und vor dir sollen sich niederbeugen die Soehne deiner Mutter! Die dir fluchen, seien verflucht, und die dich segnen, seien gesegnet! 27.30 Und es geschah, sobald Isaak geendet hatte, Jakob zu segnen, ja, es geschah, als Jakob gerade eben von seinem Vater Isaak hinausgegangen war, da kam sein Bruder Esau von seiner Jagd. 27.31 Und auch er bereitete einen Leckerbissen, brachte ihn zu seinem Vater und sagte zu seinem Vater: Mein Vater richte sich auf und esse von dem Wildbret seines Sohnes, damit deine Seele mich segne! 27.32 Da sagte sein Vater Isaak zu ihm: Wer bist du? Er sagte: Ich bin dein erstgeborener Sohn Esau. 27.33 Da erschrak Isaak mit grossem Schrecken ueber alle Massen und sagte: Wer war denn der, der ein Wildbret erjagt und mir gebracht hat, dass ich von allem gegessen habe, bevor du kamst, und ich ihn gesegnet habe? Er wird auch gesegnet bleiben. 27.34 Als Esau die Worte seines Vaters hoerte, da schrie er mit lautem und erbittertem Geschrei ueber alle Massen und sagte zu seinem Vater: Segne mich, auch mich, mein Vater! 27.35 Er aber sagte: Dein Bruder ist mit Betrug gekommen und hat deinen Segen weggenommen. 27.36 Da sagte er: Heisst er darum Jakob, weil er mich nun [schon] zweimal betrogen hat? Mein Erstgeburtsrecht hat er genommen, und siehe, jetzt hat er [auch] meinen Segen genommen! Und er sagte: Hast du mir keinen Segen aufbehalten? 27.37 Da antwortete Isaak und sagte zu Esau: Siehe, ich habe ihn zum Herrn ueber dich gesetzt und alle seine Brueder ihm zu Knechten gegeben, und mit Korn und Most habe ich ihn versehen, und nun, was kann ich [da noch] fuer dich tun, mein Sohn? 27.38 Da sagte Esau zu seinem Vater: Hast du [nur diesen] einen Segen, mein Vater? Segne mich, auch mich, mein Vater! Und Esau erhob seine Stimme und weinte. 27.39 Da antwortete sein Vater Isaak und sagte zu ihm: Siehe, fern vom Fett der Erde wird dein Wohnsitz sein und fern vom Tau des Himmels oben. 27.40 Von deinem Schwert wirst du leben, und deinem Bruder wirst du dienen. Doch wird es geschehen, wenn du dich losmachst, wirst du sein Joch von deinem Hals wegreissen. Esaus Rachegedanken. 27.41 Und Esau war dem Jakob Feind wegen des Segens, mit dem sein Vater ihn gesegnet hatte; und Esau sagte in seinem Herzen: Es nahen die Tage der Trauer um meinen Vater, dann werde ich meinen Bruder Jakob erschlagen. 27.42 Als nun der Rebekka die Worte ihres aelteren Sohnes Esau berichtet wurden, da sandte sie hin, rief ihren juengeren Sohn Jakob und sagte zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau will an dir Rache nehmen [und] dich erschlagen. 27.43 Und nun, mein Sohn, hoere auf meine Stimme, und mache dich auf, flieh zu meinem Bruder Laban, nach Haran; 27.44 und bleib einige Tage bei ihm, bis der Grimm deines Bruders sich wendet, 27.45 bis der Zorn deines Bruders sich von dir abwendet und er vergisst, was du ihm angetan hast! Dann will ich hinsenden und dich von dort holen lassen. Warum sollte ich euch beide an einem Tag verlieren? 27.46 Und Rebekka sagte zu Isaak: Ich bin des Lebens ueberdruessig wegen der Toechter Hets. Wenn Jakob [auch] eine Frau wie diese nimmt, von den Toechtern Hets, von den Toechtern des Landes, was sollte mir [dann noch] das Leben? Jakobs Flucht nach Haran. \28\ 28.1 Da rief Isaak den Jakob und segnete ihn. Und er befahl ihm und sagte zu ihm: Nimm dir nicht eine Frau von den Toechtern Kanaans! 28.2 Mache dich auf, geh nach Paddan-Aram zum Haus Betuels, des Vaters deiner Mutter, und nimm dir von dort eine Frau von den Toechtern Labans, des Bruders deiner Mutter! 28.3 Gott, der Allmaechtige, segne dich und mache dich fruchtbar und vermehre dich, dass du zu einer Schar von Voelkern werdest; 28.4 und er gebe dir den Segen Abrahams, dir und deiner Nachkommenschaft mit dir, damit du das Land deiner Fremdlingschaft, das Gott dem Abraham gegeben hat, in Besitz nehmest! 28.5 So entliess Isaak den Jakob, und er ging nach Paddan-Aram zu Laban, dem Sohn des Aramaeers Betuel, dem Bruder Rebekkas, der Mutter Jakobs und Esaus. Esaus andere Frau. 28.6 Und als Esau sah, dass Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach Paddan-Aram entlassen hatte, sich von dort eine Frau zu nehmen, indem er ihn segnete und ihm gebot: Nimm ja nicht eine Frau von den Toechtern Kanaans! 28.7 und dass Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach Paddan-Aram ging, 28.8 da sah Esau, dass die Toechter Kanaans uebel waren in den Augen seines Vaters Isaak, 28.9 und Esau ging zu Ismael und nahm sich Mahalat zur Frau, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester Nebajots, zu seinen [anderen] Frauen hinzu. Jakobs Traum und Geluebde. 28.10 Und Jakob zog aus von Beerscheba und ging nach Haran. 28.11 Und er gelangte an eine Staette und uebernachtete dort; denn die Sonne war [schon] untergegangen. Und er nahm [einen] von den Steinen der Staette und legte ihn an sein Kopfende und legte sich nieder an jener Staette. 28.12 Und er traeumte: und siehe, eine Leiter war auf die Erde gestellt, und ihre Spitze beruehrte den Himmel; und siehe, Engel Gottes stiegen darauf auf und nieder. 28.13 Und siehe, der HERR stand ueber ihr und sprach: Ich bin der HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks; das Land, auf dem du liegst, dir will ich es geben und deiner Nachkommenschaft. 28.14 Und deine Nachkommenschaft soll wie der Staub der Erde werden, und du wirst dich ausbreiten nach Westen und nach Osten und nach Norden und nach Sueden hin; und in dir und in deiner Nachkommenschaft sollen gesegnet werden alle Geschlechter der Erde. 28.15 Und siehe, ich bin mit dir, und ich will dich behueten ueberall, wohin du gehst, und dich in dieses Land zurueckbringen; denn ich werde dich nicht verlassen, bis ich getan, was ich zu dir geredet habe. 28.16 Da erwachte Jakob aus seinem Schlaf und sagte: Fuerwahr, der HERR ist an dieser Staette, und ich habe es nicht erkannt! 28.17 Und er fuerchtete sich und sagte: Wie furchtbar ist diese Staette! Dies ist nichts anderes als das Haus Gottes, und dies die Pforte des Himmels. 28.18 Und Jakob stand frueh am Morgen auf und nahm den Stein, den er an sein Kopfende gelegt hatte, und stellte ihn auf als Gedenkstein und goss Oel auf seine Spitze. 28.19 Und er gab dieser Staette den Namen Bethel. Im Anfang jedoch war Lus der Name der Stadt. 28.20 Und Jakob legte ein Geluebde ab und sagte: Wenn Gott mit mir ist und mich behuetet auf diesem Weg, den ich gehe, und mir Brot zu essen und Kleidung anzuziehen gibt 28.21 und ich in Frieden zurueckkehre zum Haus meines Vaters, dann soll der HERR mein Gott sein. 28.22 Und dieser Stein, den ich als Gedenkstein aufgestellt habe, soll ein Haus Gottes werden; und alles, was du mir geben wirst, werde ich dir treu verzehnten. Jakobs Ankunft und Dienst bei Laban. \29\ 29.1 Und Jakob machte sich auf und ging in das Land der Soehne des Ostens. 29.2 Und er sah, und siehe, [da war] ein Brunnen auf dem Feld; und siehe, drei Schafherden lagerten dort an ihm, denn aus diesem Brunnen traenkte man die Herden; und der Stein auf der Oeffnung des Brunnens war gross. 29.3 Und waren alle Herden dort versammelt, dann waelzte man den Stein von der Oeffnung des Brunnens und traenkte die Schafe; dann brachte man den Stein wieder auf die Oeffnung des Brunnens an seine Stelle. 29.4 Und Jakob sagte zu ihnen: Meine Brueder, woher seid ihr? Und Sie sagten: Wir sind von Haran. 29.5 Da sagte er zu ihnen: Kennt ihr Laban, den Sohn Nahors? Sie sagten: Wir kennen ihn. 29.6 Und er sagte zu ihnen: Geht es ihm gut? sie sagten: [Es geht ihm] gut; doch siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen. 29.7 Da sagte er: Siehe, es ist noch hoch am Tag, es ist nicht Zeit, das Vieh zu sammeln. Traenkt die Schafe, und geht hin, weidet [sie]! 29.8 Sie aber sagten: Wir koennen nicht, bis alle Herden sich versammelt haben; dann waelzt man den Stein von der Oeffnung des Brunnens und wir traenken die Schafe. 29.9 Noch redete er mit ihnen, da kam Rahel mit den Schafen, die ihrem Vater gehoerten; denn sie war eine Hirtin. 29.10 Und es geschah, als Jakob die Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner Mutter, und die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter, da trat Jakob hinzu und waelzte den Stein von der Oeffnung des Brunnens und traenkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter. 29.11 Und Jakob kuesste Rahel und erhob seine Stimme und weinte. 29.12 Und Jakob berichtete Rahel, dass er ein Neffe ihres Vaters und dass er der Sohn Rebekkas sei. Da lief sie und berichtete es ihrem Vater. 29.13 Und es geschah, als Laban die Nachricht von Jakob, dem Sohn seiner Schwester, hoerte, da lief er ihm entgegen und umarmte ihn und kuesste ihn und fuehrte ihn in sein Haus. Und er erzaehlte dem Laban alle diese Dinge. 29.14 Und Laban sagte zu ihm: Fuerwahr, du bist mein Bein und mein Fleisch. Und er blieb bei ihm einen Monat lang. 29.15 Und Laban sagte zu Jakob: Solltest du, weil du mein Neffe bist, mir umsonst dienen? Sag mir, was soll dein Lohn sein? 29.16 Laban aber hatte zwei Toechter; der Name der aelteren war Lea und der Name der juengeren Rahel. 29.17 Leas Augen waren matt; Rahel aber war schoen von Gestalt und schoen von Aussehen. 29.18 Und Jakob liebte Rahel; so sagte er: Ich will dir sieben Jahre fuer deine juengere Tochter Rahel dienen. 29.19 Da sagte Laban: Besser, ich gebe sie dir, als dass ich sie einem andern Mann gebe. Bleibe bei mir! 29.20 So diente Jakob fuer Rahel sieben Jahre; und sie waren in seinen Augen wie einige [wenige] Tage, weil er sie liebte. Jakobs Heirat. 29.21 Und Jakob sagte zu Laban: Gib [mir nun] meine Frau! Denn meine Tage sind erfuellt, dass ich zu ihr eingehe. 29.22 Da versammelte Laban alle Maenner des Ortes und veranstaltete ein Mahl. 29.23 Und es geschah am Abend, da nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm; und er ging zu ihr ein. 29.24 Und Laban gab ihr, seiner Tochter Lea, seine Magd Silpa als Magd. 29.25 Und es geschah am Morgen, siehe, da war es Lea. Da sagte er zu Laban: Was hast du mir da angetan? Habe ich nicht fuer Rahel bei dir gedient? Warum hast du mich betrogen? 29.26 Laban aber sagte: Das tut man an unserm Ort nicht, die Juengere vor der Erstgeborenen zu geben. 29.27 Vollende die [Hochzeits-]Woche [mit] dieser! Dann wollen wir dir auch jene geben, fuer den Dienst, den du bei mir noch weitere sieben Jahre dienen sollst. 29.28 Und Jakob tat so und vollendete die [Hochzeits-]Woche [mit] dieser. Dann gab er ihm seine Tochter Rahel zur Frau. 29.29 Und Laban gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha als ihre Magd. 29.30 Da ging er auch zu Rahel ein. Und er liebte auch Rahel, mehr als Lea. Und er diente bei ihm noch weitere sieben Jahre. Jakobs Kinder. 29.31 Und als der HERR sah, dass Lea zurueckgesetzt war, da oeffnete er ihren Mutterleib; Rahel aber war unfruchtbar. 29.32 Und Lea wurde schwanger und gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Ruben, denn sie sagte: Ja, der HERR hat mein Elend angesehen. Denn jetzt wird mein Mann mich lieben. 29.33 Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn; und sie sagte: Ja, der HERR hat gehoert, dass ich zurueckgesetzt bin, so hat er mir auch den gegeben. Und sie gab ihm den Namen Simeon. 29.34 Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn; da sagte sie: Diesmal endlich wird sich mein Mann an mich anschliessen, denn ich habe ihm drei Soehne geboren. Darum gab man ihm den Namen Levi. 29.35 Dann wurde sie noch einmal schwanger und gebar einen Sohn; und sie sagte: Diesmal will ich den HERRN preisen! Darum gab sie ihm den Namen Juda. Und sie hoerte auf zu gebaeren. \30\ 30.1 Und als Rahel sah, dass sie dem Jakob nicht gebar, da war Rahel auf ihre Schwester eifersuechtig und sagte zu Jakob: Gib mir Kinder! Und wenn nicht, dann sterbe ich. 30.2 Da entbrannte Jakobs Zorn gegen Rahel, und er sagte: Bin ich an Gottes Stelle, der dir Leibesfrucht vorenthalten hat? 30.3 Sie sagte: Siehe, [da ist] meine Magd Bilha. Geh zu ihr ein, dass sie auf meinen Knien gebaere und auch ich aus ihr erbaut werde! 30.4 Und sie gab ihm ihre Magd Bilha zur Frau; und Jakob ging zu ihr ein. 30.5 Da wurde Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn. 30.6 Rahel aber sagte: Gott hat mir Recht verschafft und auch auf meine Stimme gehoert und mir einen Sohn gegeben. Darum gab sie ihm den Namen Dan. 30.7 Und Rahels Magd Bilha wurde noch einmal schwanger und gebar dem Jakob einen zweiten Sohn. 30.8 Da sprach Rahel: Kaempfe Gottes habe ich mit meiner Schwester gekaempft, habe auch gesiegt. Und sie gab ihm den Namen Naftali. 30.9 Und als Lea sah, dass sie aufhoerte zu gebaeren, da nahm sie ihre Magd Silpa und gab sie Jakob zur Frau. 30.10 Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen Sohn. 30.11 Da sagte Lea: Zum Glueck! Und sie gab ihm den Namen Gad. 30.12 Und Silpa, die Magd Leas, gebar dem Jakob einen zweiten Sohn. 30.13 Da sprach Lea: Zu meiner Glueckseligkeit! Denn glueckselig preisen mich die Toechter. Und sie gab ihm den Namen Asser. 30.14 Und Ruben ging aus in den Tagen der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Feld; und er brachte sie seiner Mutter Lea. Da sagte Rahel zu Lea: Gib mir doch von den Dudaim deines Sohnes! 30.15 Sie aber sagte zu ihr: Ist es dir zu wenig, meinen Mann zu nehmen, dass du auch die Dudaim meines Sohnes nehmen willst? Da sagte Rahel: So mag er denn diese Nacht bei dir liegen [als Entgelt] fuer die Dudaim deines Sohnes. 30.16 Und als Jakob am Abend vom Feld kam, da ging Lea hinaus, ihm entgegen, und sagte: Zu mir sollst du eingehen, denn gekauft habe ich dich, gekauft mit den Dudaim meines Sohnes. Da lag er in dieser Nacht bei ihr. 30.17 Und Gott hoerte auf Lea, so dass sie schwanger wurde und dem Jakob einen fuenften Sohn gebar. 30.18 Da sagte Lea: Gott hat [mir] meinen Lohn gegeben dafuer, dass ich meinem Mann meine Magd gegeben habe. Und sie gab ihm den Namen Issaschar. 30.19 Und Lea wurde noch einmal schwanger und gebar dem Jakob einen sechsten Sohn. 30.20 Da sagte Lea: Mir hat Gott ein schoenes Geschenk geschenkt; diesmal wird mein Mann mich erheben, denn ich habe ihm sechs Soehne geboren. Und sie gab ihm den Namen Sebulon. 30.21 Und danach gebar sie eine Tochter und gab ihr den Namen Dina. 30.22 Und Gott dachte an Rahel, und Gott hoerte auf sie und oeffnete ihren Mutterleib. 30.23 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn. Da sagte sie: Gott hat meine Schmach weggenommen. 30.24 Und sie gab ihm den Namen Joseph und sagte: Der HERR fuege mir einen anderen Sohn hinzu! Jakobs listiger Vermoegenserwerb. 30.25 Und es geschah, als Rahel den Joseph geboren hatte, da sagte Jakob zu Laban: Entlass mich, dass ich an meinen Ort und in mein Land ziehe! 30.26 Gib mir meine Frauen und meine Kinder, fuer die ich dir gedient habe, damit ich [weg] ziehe! Du selbst kennst ja meinen Dienst, mit dem ich dir gedient habe. 30.27 Laban aber sagte zu ihm: Wenn ich doch Gunst gefunden habe in deinen Augen - ich habe durch Wahrsagung erfahren, dass der HERR mich um deinetwillen gesegnet hat. 30.28 Und er sagte: Bestimme mir deinen Lohn, so will ich ihn [dir] geben! 30.29 Da sagte er zu ihm: Du weisst ja selbst, wie ich dir gedient habe und was aus deinem Vieh bei mir geworden ist. 30.30 Denn wenig war, was du vor mir hattest, und es hat sich zu einer Menge ausgebreitet, und der HERR hat dich gesegnet auf jedem meiner Tritte. Nun aber, wann soll ich auch fuer mein Haus schaffen? 30.31 Da sagte er: Was soll ich dir geben? Und Jakob sagte: Du sollst mir gar nichts geben; wenn du mir diese [eine] Sache zugestehst, dann will ich wieder deine Schafe weiden [und] hueten. 30.32 Ich will heute durch deine ganze Herde gehen und daraus aussondern jedes gesprenkelte und gefleckte Tier und jedes dunkelfarbige Tier unter den Schafen und das Gefleckte und Gesprenkelte unter den Ziegen: Das sei mein Lohn! 30.33 Und meine Gerechtigkeit soll an einem kuenftigen Tag fuer mich zeugen, wenn du herkommst wegen meines Lohnes vor dir: Alles, was nicht gesprenkelt und gefleckt ist unter den Ziegen und dunkelfarbig unter den Schafen, das gelte als gestohlen bei mir. 30.34 Da sagte Laban: Siehe, es geschehe nach deinem Wort! 30.35 So sonderte er an jenem Tag die gestreiften und gefleckten Boecke aus und alle gesprenkelten und gefleckten Ziegen, alles, woran [etwas] Weisses war, und alles Dunkelfarbige unter den Schafen, und gab sie in die Hand seiner Soehne. 30.36 Und er legte einen Weg von drei Tagereisen zwischen sich und Jakob; und Jakob weidete die uebrige Herde Labans. 30.37 Und Jakob nahm sich frische Staebe von Storaxbaum, Mandelbaum und Platane und schaelte an ihnen weisse Streifen heraus, indem er das Weisse, das an den Staeben war, blosslegte. 30.38 Und er legte die Staebe, die er geschaelt hatte, in die Traenkrinnen, in die Wassertraenken, wohin die Tiere zum Trinken kamen, vor die Tiere hin; und sie waren bruenstig, wenn sie zum Trinken kamen. 30.39 So waren die Tiere vor den Staeben bruenstig, und die Tiere warfen gestreifte, gesprenkelte und gefleckte [Laemmer]. 30.40 Und Jakob sonderte die Laemmer aus, und er richtete das Gesicht der Tiere auf das Gestreifte und alles Dunkelfarbige unter den Tieren Labans; und so legte er eigene Herden an fuer sich besonders und tat sie nicht zu den Tieren Labans. 30.41 Und es geschah, sooft die kraeftigen Tiere bruenstig waren, legte Jakob die Staebe vor die Augen der Tiere in die Traenkrinnen, damit sie bei den Staeben bruenstig wuerden; 30.42 wenn aber die Tiere schwaechlich waren, legte er sie nicht hin. So wurden die schwaechlichen dem Laban [zuteil] und die kraeftigen dem Jakob. 30.43 Und der Mann breitete sich mehr [und] mehr aus, und er bekam viele Tiere, Maegde und Knechte, Kamele und Esel. Jakobs Flucht aus Haran - Uebereinkunft mit Laban. \31\ 31.1 Und er hoerte die Reden der Soehne Labans, die sagten: Jakob hat alles an sich genommen, was unserem Vater gehoerte; und von dem, was unserem Vater gehoert, hat er sich all diesen Reichtum verschafft. 31.2 Und Jakob sah das Gesicht Labans, und siehe, es war ihm gegenueber nicht wie frueher. 31.3 Und der HERR sprach zu Jakob: Kehre zurueck in das Land deiner Vaeter und zu deiner Verwandtschaft! Ich werde mit dir sein. 31.4 Da sandte Jakob hin und rief Rahel und Lea aufs Feld zu seinen Tieren. 31.5 Und er sagte zu ihnen: Ich sehe das Gesicht eures Vaters, dass es zu mir nicht wie frueher ist; aber der Gott meines Vaters ist mit mir gewesen. 31.6 Ihr selbst wisst ja, dass ich mit all meiner Kraft eurem Vater gedient habe. 31.7 Und euer Vater hat mich betrogen und hat meinen Lohn zehnmal veraendert; aber Gott hat ihm nicht gestattet, mir Boeses zu tun. 31.8 Wenn er so sagte: Die Gesprenkelten sollen dein Lohn sein, dann gebaren alle Tiere Gesprenkelte; und wenn er so sagte: Die Gestreiften sollen dein Lohn sei, dann gebaren alle Tiere Gestreifte. 31.9 Und Gott hat eurem Vater das Vieh entzogen und mir gegeben. 31.10 Und es geschah zur Brunstzeit der Tiere, da hob ich meine Augen und sah im Traum: und siehe, die Boecke, die die Tiere besprangen, waren gestreift, gesprenkelt und scheckig. 31.11 Und der Engel Gottes sprach im Traum zu mir: Jakob! Und ich sagte: Hier bin ich! 31.12 Und er sprach: Hebe doch deine Augen auf und sieh: alle Boecke, die die Tiere bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und scheckig; denn ich habe alles gesehen, was Laban dir antut. 31.13 Ich bin der Gott von Bethel, wo du einen Gedenkstein gesalbt, wo du mir ein Geluebde abgelegt hast. Mache dich jetzt auf, zieh aus diesem Land und kehre zurueck in das Land deiner Verwandtschaft! 31.14 Da antworteten Rahel und Lea und sagten zu ihm: Haben wir noch einen Anteil und ein Erbe im Haus unseres Vaters? 31.15 Haben wir ihm nicht als Fremde gegolten? Denn er hat uns verkauft und hat sogar unseren [Kauf]-Preis voellig verzehrt. 31.16 Denn aller Reichtum, den Gott unserem Vater entzogen hat, uns gehoert er und unseren Kindern. So tu nun alles, was Gott zu dir gesagt hat! 31.17 Da machte Jakob sich auf und hob seine Kinder und seine Frauen auf die Kamele 31.18 und trieb all sein Vieh weg und all seine Habe, die er erworben, das Vieh seines Eigentums, das er in Paddan-Aram erworben hatte, um zu seinem Vater Isaak in das Land Kanaan zu kommen. 31.19 Laban aber war gegangen, um seine Schafe zu scheren; da stahl Rahel den Teraphim, der ihrem Vater gehoerte. 31.20 Und Jakob taeuschte Laban, den Aramaeer, weil er ihm nicht mitteilte, dass er fliehen wollte. 31.21 Und er floh, er und alles, was er hatte; und er machte sich auf und setzte ueber den Strom und richtete sein Gesicht auf das Gebirge Gilead. 31.22 Am dritten Tag aber wurde dem Laban berichtet, dass Jakob geflohen sei. 31.23 Da nahm er seine Brueder mit sich und jagte ihm sieben Tagereisen weit nach und holte ihn auf dem Gebirge Gilead ein. 31.24 Gott aber kam zu Laban, dem Aramaeer, in einem Traum der Nacht und sprach zu ihm: Huete dich [davor], dass du mit Jakob Gutes oder Boeses redest! 31.25 Und Laban erreichte Jakob, als Jakob sein Zelt auf dem Gebirge aufgeschlagen hatte; und [auch] Laban schlug es mit seinen Bruedern auf dem Gebirge Gilead auf. 31.26 Und Laban sagte zu Jakob: Was hast du getan, dass du mich getaeuscht und meine Toechter wie Kriegsgefangene weggefuehrt hast? 31.27 Warum bist du heimlich geflohen und hast mich getaeuscht und hast es mir nicht mitgeteilt? Ich haette dich ja begleitet mit Freude und mit Gesaengen, mit Tamburin und Zither! 31.28 Und du hast mich nicht [einmal] meine Soehne und meine Toechter kuessen lassen! Nun, du hast toericht gehandelt. 31.29 Es stuende in der Macht meiner Hand, uebel mit euch zu verfahren. Aber der Gott eures Vaters hat gestern nacht zu mir geredet und gesagt: Huete dich, mit Jakob Gutes oder Boeses zu reden! 31.30 Nun denn - du bist nun einmal weggegangen, weil du dich so sehr nach dem Haus deines Vaters sehntest. Warum [aber] hast du meinen Gott gestohlen? 31.31 Da antwortete Jakob und sagte zu Laban: Ja, ich fuerchtete mich; denn ich sagte [mir], du wuerdest deine Toechter von mir reissen. 31.32 [Doch] bei wem du deinen Gott findest, der soll nicht am Leben bleiben. Untersuche [hier] vor unseren Bruedern, was bei mir ist, und nimm es dir! Jakob aber wusste nicht, dass Rahel ihn gestohlen hatte. 31.33 Da ging Laban in das Zelt Jakobs und in das Zelt Leas und in das Zelt der beiden Maegde und fand nichts; und er kam aus Leas Zelt und ging in das Zelt Rahels. 31.34 Rahel aber hatte den Teraphim genommen und ihn in den Kamelsattel gelegt und sich darauf gesetzt. Und Laban tastete das ganze Zelt ab und fand nichts. 31.35 Da sagte sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zuerne nicht, dass ich nicht vor dir aufstehen kann; denn es [geht] mir nach der Weise der Frauen. Und er durchsuchte [alles] und fand den Teraphim nicht. 31.36 Da wurde Jakob zornig und stritt mit Laban. Und Jakob antwortete und sprach zu Laban: Was ist mein Verbrechen, was meine Suende, dass du so hitzig hinter mir her bist? 31.37 Da du all meine Sachen durchtastet hast, was hast du gefunden von allen Sachen deines Hauses? Lege es hierher vor meine Brueder und deine Brueder, sie sollen zwischen uns beiden entscheiden! 31.38 Zwanzig Jahre bin ich nun bei dir gewesen; deine Mutterschafe und deine Ziegen haben nicht fehlgeboren, und die Widder deiner Herde habe ich nicht gegessen. 31.39 Das Zerrissene habe ich nicht zu dir gebracht, ich habe es ersetzen muessen; von meiner Hand hast du es gefordert, mochte es gestohlen sein bei Tag, mochte es gestohlen sein bei Nacht. 31.40 [So] erging es mir: Am Tag verzehrte mich die Hitze und der Frost in der Nacht, und mein Schlaf floh von meinen Augen. 31.41 Zwanzig Jahre bin ich nun in deinem Haus gewesen; vierzehn Jahre habe ich dir fuer deine beiden Toechter gedient und sechs Jahre fuer deine Herde, und du hast meinen Lohn zehnmal veraendert. 31.42 Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams, und der Schrecken Isaaks fuer mich gewesen waere, gewiss, du haettest mich jetzt mit leeren Haenden entlassen. Mein Elend und die Arbeit meiner Haende hat Gott angesehen und hat gestern nacht entschieden. 31.43 Da antwortete Laban und sagte zu Jakob: Die Toechter sind meine Toechter, und die Soehne sind meine Soehne, und die Tiere sind meine Tiere, und alles, was du [hier] siehst, mir gehoert es! Aber meinen Toechtern [gegenueber], was koennte ich ihnen heute tun, oder ihren Soehnen, die sie geboren haben? 31.44 Und nun komm, lass uns einen Bund schliessen, ich und du, der sei zum Zeugnis zwischen mir und dir! 31.5 Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn als Gedenkstein auf. 31.46 Und Jakob sagte zu seinen Bruedern: Sammelt Steine! Da nahmen sie Steine und machten [daraus] einen Haufen und assen dort auf dem Haufen. 31.47 Und Laban nannte ihn Jegar-Sahaduta, und Jakob nannte ihn Gal-Ed. 31.48 Und Laban sagte: Dieser Haufen sei heute Zeuge zwischen mir und dir! Darum gab man ihm den Namen Gal-Ed 31.49 und Mizpa, weil er sagte: Der HERR halte Wache zwischen mir und dir, wenn wir uns nicht mehr sehen! 31.50 Wenn du meine Toechter unterdruecken und wenn du [noch andere] Frauen zu meinen Toechtern hinzunehmen solltest, - kein Mensch ist bei uns, siehe, Gott ist Zeuge zwischen mir und dir. 31.51 Und Laban sagte zu Jakob: Siehe, dieser Haufen, und siehe, der Gedenkstein, den ich errichtet habe zwischen mir und dir, 31.52 dieser Haufen sei Zeuge und der Gedenkstein ein Zeugnis, dass ich nicht ueber diesen Haufen zu dir hinausgehe und dass du ueber diesen Haufen und diesen Gedenkstein nicht zu mir hinausgehst zum Boesen. 31.53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors soll zwischen uns richten, der Gott ihres Vaters! Da schwor Jakob bei dem Schrecken seines Vaters Isaak. 31.54 Und Jakob opferte ein Schlachtopfer auf dem Berg und lud seine Brueder ein zu essen; und sie assen und uebernachteten auf dem Berg. \32\ 32.1 Und Laban stand frueh am Morgen auf, kuesste seine Soehne und seine Toechter und segnete sie; und Laban ging und kehrte an seinen Ort zurueck. Jakobs Begegnung mit Engeln. 32.2 Und Jakob zog seiner Wege. Da begegneten ihm Engel Gottes. 32.3 Und Jakob sagte, als er sie sah: Das ist das Heerlager Gottes. Und er gab dieser Staette den Namen Mahanajim. Jakobs Furcht vor Esau. 32.4 Und Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau in das Land Seir, das Gebiet Edom. 32.5 Und er befahl ihnen: So sollt ihr zu meinem Herrn, zu Esau, sagen: So spricht dein Knecht Jakob: Bei Laban habe ich mich als Fremder aufgehalten und bin bis jetzt geblieben; 32.6 und ich habe Rinder und Esel, Schafe und Knechte und Maegde; und ich sende [Boten], es meinem Herrn mitzuteilen, um Gunst zu finden in deinen Augen. 32.7 Und die Boten kehrten zu Jakob zurueck und sagten: Wir sind zu deinem Bruder, zu Esau, gekommen, und er zieht dir auch [schon] entgegen und vierhundert Mann mit ihm. 32.8 Da fuerchtete sich Jakob sehr, und ihm wurde angst; und er teilte das Volk, das bei ihm war, die Schafe, die Rinder und die Kamele in zwei Lager. 32.9 Er sagte [sich] naemlich: Wenn Esau ueber das eine Lager kommt und es schlaegt, dann wird das uebriggebliebene Lager entkommen koennen. Jakobs Gebet und Vorbereitungen zur Begegnung mit Esau. 32.10 Und Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters Isaak, HERR, der du zu mir geredet hast: `Kehre zurueck in dein Land und zu deiner Verwandtschaft, und ich will dir Gutes tun!' 32.11 Ich bin zu gering fuer alle Gnadenerweise und all die Treue, die du deinem Knecht erwiesen hast; denn mit meinem Stab bin ich ueber diesen Jordan gegangen, und nun bin ich zu zwei Lagern geworden. 32.12 Rette mich doch vor der Hand meines Bruders, vor der Hand Esaus - denn ich fuerchte ihn -, dass er nicht etwa komme und mich schlage, die Mutter samt den Kindern! 32.13 Du hast doch selbst gesagt: Gutes, ja Gutes will ich dir tun und deine Nachkommenschaft [zahlreich] machen wie den Sand des Meeres vor Menge, den man vor Menge nicht zaehlen kann. 32.14 Und er uebernachtete dort in jener Nacht; und er nahm von dem, was in seine Hand gekommen war, ein Geschenk fuer seinen Bruder Esau: 32.15 Zweihundert Ziegen und zwanzig Boecke, zweihundert Mutterschafe und zwanzig Widder, 32.16 dreissig saeugende Kamele mit ihren Fohlen, vierzig Kuehe und zehn Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Eselhengste. 32.17 Und er gab sie in die Hand seiner Knechte, Herde [fuer] Herde besonders, und sagte zu seinen Knechten: Zieht vor mir her, und lasst einen Abstand zwischen Herde und Herde! 32.18 Und er befahl dem ersten und sagte: Wenn mein Bruder Esau dir begegnet und dich fragt: `Wem gehoerst du an, und wohin gehst du, und wem gehoeren diese da vor dir?' 32.19 dann sollst du sagen: `Deinem Knecht Jakob; es ist ein Geschenk, gesandt an meinen Herrn, an Esau; und siehe, er selbst ist hinter uns. 32.20 Und auch dem zweiten, auch dem dritten, auch allen, die hinter den Herden hergingen, befahl er: Nach diesem Wort sollt ihr zu Esau reden, wenn ihr ihn trefft, 32.21 und sollt sagen: `Siehe, dein Knecht Jakob ist selbst hinter uns.' Denn er sagte [sich]: Ich will ihn versoehnen durch das Geschenk, das vor mir hergeht, danach erst will ich sein Gesicht sehen; vielleicht wird er mich annehmen. 32.22 So zog das Geschenk vor ihm her, er aber uebernachtete in jener Nacht im Lager. Jakobs Ringen mit Gott - Neuer Name. 32.23 Und er stand in jener Nacht auf, nahm seine beiden Frauen, seine beiden Maegde und seine elf Soehne und zog ueber die Furt des Jabbok; 32.24 und er nahm sie und fuehrte sie ueber den Fluss und fuehrte hinueber, was er hatte. 32.25 Und Jakob blieb allein zurueck. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenroete heraufkam. 32.26 Und als er sah, dass er ihn nicht ueberwaeltigen konnte, beruehrte er sein Hueftgelenk; und das Hueftgelenk Jakobs wurde verrenkt, waehrend er mit ihm rang. 32.27 Da sagte er: Lass mich los, denn die Morgenroete ist aufgegangen! Er aber sagte: Ich lasse dich nicht los, es sei denn, du hast mich [vorher] gesegnet. 32.28 Da sprach er zu ihm: Was ist dein Name? Er sagte: Jakob. 32.29 Da sprach er: Nicht mehr Jakob soll dein Name heissen, sondern Israel; denn du hast mit Gott und mit Menschen gekaempft und hast ueberwaeltigt. 32.30 Und Jakob fragte und sagte: Teile [mir] doch deinen Namen mit! Er aber sagte: Warum fragst du denn nach meinem Namen? Und er segnete ihn dort. 32.31 Und Jakob gab der Staette den Namen Pnuel: denn ich habe Gott von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden! 32.32 Und die Sonne ging ihm auf, als er an Pnuel vorueberkam; und er hinkte an seiner Huefte. 32.33 Darum essen die Soehne Israel bis zum heutigen Tag nicht den Hueftmuskel, der ueber dem Hueftgelenk ist, weil er das Hueftgelenk Jakobs, den Hueftmuskel, beruehrt hat. Jakobs Versoehnung mit Esau. \33\ 33.1 Und Jakob erhob seine Augen und sah: und siehe, Esau kam und mit ihm vierhundert Mann. Da verteilte er die Kinder auf Lea und auf Rahel und auf die beiden Maegde; 33.2 und er stellte die Maegde und ihre Kinder vornan und Lea und ihre Kinder dahinter und Rahel und Joseph zuletzt. 33.3 Er selbst aber ging vor ihnen her und warf sich siebenmal zur Erde nieder, bis er nahe an seinen Bruder herangekommen war. 33.4 Esau aber lief ihm entgegen, umarmte ihn und fiel ihm um den Hals und kuesste ihn; und sie weinten. 33.5 Und er erhob seine Augen und sah die Frauen und die Kinder und sagte: Wer sind diese [bei] dir? Er sagte: Die Kinder, die Gott deinem Knecht aus Gnaden geschenkt hat. 33.6 Da traten die Maegde heran, sie und ihre Kinder, und verneigten sich. 33.7 Und auch Lea trat heran und ihre Kinder, und sie verneigten sich. Und danach traten Joseph und Rahel heran und verneigten sich. 33.8 Und er sagte: Was willst du mit diesem ganzen Lager, dem ich begegnet bin? Er sagte: Um Gunst zu finden in den Augen meines Herrn. 33.9 Da sagte Esau: Ich habe genug, mein Bruder; es sei dein, was du hast. 33.10 Jakob aber sagte: Nicht doch; wenn ich ueberhaupt Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann nimm mein Geschenk aus meiner Hand! Denn ich habe ja doch dein Angesicht gesehen, wie man das Angesicht Gottes sieht, und du hast Gefallen an mir gehabt. 33.11 Nimm doch mein Geschenk, das dir ueberbracht worden ist! Denn Gott hat es mir aus Gnaden geschenkt, und ich habe alles. Und als er in ihn drang, da nahm er es. 33.12 Und Esau sagte: Lass uns aufbrechen und weiterziehen, und ich will vor dir herziehen. 33.13 Er aber sagte zu ihm: Mein Herr weiss, dass die Kinder zart sind und dass saeugende Schafe und Kuehe bei mir sind; wenn man sie nur einen Tag zu schnell triebe, so wuerde die ganze Herde sterben. 33.14 Mein Herr ziehe doch vor seinem Knecht hin! Ich aber, ich will einherziehen nach meiner Gemaechlichkeit, nach dem Schritt des Viehs, das vor mir ist, und nach dem Schritt der Kinder, bis ich zu meinem Herrn nach Seir komme. 33.15 Da sagte Esau: Ich will doch von dem Volk, das bei mir ist, [einige] bei dir zuruecklassen. Er aber sagte: Wozu das? Moechte ich [nur] Gunst finden in den Augen meines Herrn! 33.16 So kehrte Esau an diesem Tag auf seinem Weg nach Seir zurueck. Jakob in Sichem. 33.17 Und Jakob brach auf nach Sukkot und baute sich ein Haus, und seinem Vieh machte er Huetten; darum gab er dem Ort den Namen Sukkot. 33.18 Und Jakob kam wohlbehalten zur Stadt Sichem, die im Land Kanaan ist, als er aus Paddan-Aram kam, und lagerte vor der Stadt. 33.19 Und er kaufte das Stueck Feld, wo er sein Zelt aufgeschlagen hatte, von der Hand der Soehne Hamors, des Vaters Sichems, fuer hundert Kesita. 33.20 Und er richtete dort einen Altar auf und nannte ihn: Gott, der Gott Israels. Dina und Sichem - Betrug und Rache durch Jakobs Soehne. \34\ 34.1 Und Dina, die Tochter Leas, die sie dem Jakob geboren hatte, ging aus, die Toechter des Landes zu sehen. 34.2 Da sah Sichem sie, der Sohn des Hewiters Hamor, des Fuersten des Landes; und er nahm sie und legte sich zu ihr und tat ihr Gewalt an. 34.3 Und seine Seele hing an Dina, der Tochter Jakobs, und er liebte das Maedchen und redete zum Herzen des Maedchens. 34.4 Und Sichem sagte zu seinem Vater Hamor: Nimm mir dieses Maedchen zur Frau! 34.5 Und Jakob hatte gehoert, dass er seine Tochter Dina entehrt hatte, seine Soehne aber waren mit seinem Vieh auf dem Feld; so schwieg Jakob, bis sie kamen. 34.6 Und Hamor, der Vater Sichems, kam heraus zu Jakob, um mit ihm zu reden. 34.7 Und die Soehne Jakobs kamen vom Feld. Als sie [aber davon] hoerten, fuehlten sich die Maenner gekraenkt und wurden sehr zornig, weil er eine Schandtat in Israel veruebt hatte, bei der Tochter Jakobs zu liegen. Denn so [etwas] haette nicht geschehen duerfen. 34.8 Und Hamor redete mit ihnen und sagte: Mein Sohn Sichem - seine Seele haengt an eurer Tochter. Gebt sie ihm doch zur Frau, 34.9 und verschwaegert euch mit uns: gebt uns eure Toechter, und nehmt euch unsere Toechter; 34.10 und bleibt bei uns wohnen, und das Land soll [offen] vor euch liegen! Bleibt, verkehrt darin, und macht euch darin ansaessig! 34.11 Und Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren Bruedern: Lasst mich Gunst finden in euren Augen! Was ihr mir sagt, will ich geben. 34.121 Legt mir sehr viel auf als Heiratsgeld und als Geschenk, ich will es geben, so wie ihr [es] mir sagt; nur gebt mir das Maedchen zur Frau! 34.132 Da antworteten die Soehne Jakobs dem Sichem und seinem Vater Hamor mit Hinterlist und redeten, weil er ihre Schwester Dina entehrt hatte; 34.143 und sie sagten zu ihnen: Wir koennen das nicht tun, unsere Schwester einem unbeschnittenen Mann geben, denn das waere eine Schande fuer uns. 34.154 Nur unter der [Bedingung] wollen wir euch zu Willen sein, wenn ihr werdet wie wir, indem sich alles Maennliche bei euch beschneiden laesst; 34.165 dann wollen wir euch unsere Toechter geben und uns eure Toechter nehmen, und wir wollen bei euch wohnen bleiben und zu einem Volk werden. 34.176 Wenn ihr aber nicht auf uns hoert, euch beschneiden zu lassen, dann nehmen wir unsere Tochter und ziehen weg. 34.18 Und ihre Worte waren gut in den Augen Hamors und in den Augen Sichems, des Sohnes Hamors. 34.19 Und der junge Mann zoegerte nicht, dies zu tun, denn er hatte Gefallen an der Tochter Jakobs. Und er genoss mehr Ansehen als alle im Haus seines Vaters. 34.20 Und Hamor und sein Sohn Sichem kamen in das Tor ihrer Stadt, und sie redeten zu den Maennern ihrer Stadt und sagten: 34.21 Diese Maenner sind friedlich gegen uns [gesinnt], so moegen sie im Land wohnen bleiben und darin verkehren; und das Land, siehe, nach beiden Seiten ausgedehnt [liegt es] vor ihnen. Wir wollen uns ihre Toechter als Frauen nehmen und ihnen unsere Toechter geben. 34.22 Nur unter der [Bedingung] wollen die Maenner uns zu Willen sein, bei uns zu wohnen [und] ein Volk [mit uns] zu werden, dass sich bei uns alles Maennliche beschneiden laesst, so wie sie beschnitten sind. 34.23 Ihre Herden und ihr Besitz und all ihr Vieh, werden die nicht uns gehoeren? Nur lasst uns ihnen zu Willen sein, und sie werden bei uns wohnen. 34.24 Da hoerten auf Hamor und auf seinen Sohn Sichem alle, die zum Tor seiner Stadt [ein- und] ausgingen. So liess sich alles Maennliche beschneiden, alle die zum Tor seiner Stadt [ein- und] ausgingen. 34.25 Und es geschah am dritten Tag, als sie in Schmerzen waren, da nahmen die beiden Soehne Jakobs, Simeon und Levi, die Brueder Dinas, jeder sein Schwert und kamen ungehindert gegen die Stadt und erschlugen alles Maennliche. 34.26 Auch Hamor und seinen Sohn Sichem erschlugen sie mit der Schaerfe des Schwertes und nahmen Dina aus dem Haus Sichems und gingen davon. 34.27 Die Soehne Jakobs kamen ueber die Erschlagenen und pluenderten die Stadt, weil sie ihre Schwester entehrt hatten. 34.28 Ihre Schafe und ihre Rinder und ihre Esel und [alles], was in der Stadt und was auf dem Feld war, nahmen sie; 34.29 und all ihr Vermoegen und alle ihre Kinder und ihre Frauen fuehrten sie weg und pluenderten auch alles, was in den Haeusern war. 34.30 Da sagte Jakob zu Simeon und Levi: Ihr habt mich ins Unglueck gebracht, indem ihr mich stinkend macht bei den Bewohnern des Landes, bei den Kanaanitern und bei den Perisitern. Ich aber bin ein geringes Haeuflein. Wenn sie sich gegen mich versammeln, werden sie mich schlagen, und ich werde vernichtet, ich und mein Haus. 34.31 Sie aber sagten: Durfte er unsere Schwester wie eine Hure behandeln? Jakob in Bethel. \35\ 35.1 Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, zieh hinauf nach Bethel und wohne dort, und mache dort einen Altar dem Gott, der dir erschienen ist, als du vor deinem Bruder Esau flohest! 35.2 Da sagte Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: Schafft die fremden Goetter weg, die in eurer Mitte sind, reinigt euch, und wechselt eure Kleider! 35.3 Dann wollen wir uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, dort werde ich dem Gott einen Altar machen, der mir am Tag meiner Not geantwortet hat und der mit mir gewesen ist auf dem Weg, den ich gegangen bin. 35.4 Und sie gaben Jakob alle fremden Goetter, die in ihrer Hand waren, und die Ringe, die an ihren Ohren [hingen], und Jakob vergrub sie unter der Terebinthe, die bei Sichem ist. 35.5 Und sie brachen auf. Und der Schrecken Gottes kam ueber die Staedte, die rings um sie her waren, so dass sie den Soehnen Jakobs nicht nachjagten. 35.6 So kam Jakob nach Lus, das im Land Kanaan [liegt], das ist Bethel, er und alles Volk, das bei ihm war. 35.7 Und er baute dort einen Altar und nannte den Ort El-Bethel; denn dort hatte Gott sich ihm geoffenbart, als er vor seinem Bruder floh. 35.8 Und Debora, die Amme Rebekkas, starb, und sie wurde unterhalb von Bethel begraben unter der Eiche; und er gab ihr den Namen Allon Bachut. 35.9 Und Gott erschien dem Jakob noch einmal, als er aus Paddan-Aram kam, und segnete ihn. 35.10 Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob. Dein Name soll nicht mehr Jakob heissen, sondern Israel soll dein Name sein! So gab er ihm den Namen Israel. 35.11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmaechtige, sei fruchtbar und mehre dich; eine Nation und eine Schar von Nationen soll aus dir entstehen, und Koenige sollen aus deinen Lenden hervorkommen! 35.12 Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, dir will ich es geben, und deinen Nachkommen nach dir will ich das Land geben. 35.13 Und Gott fuhr von ihm auf an dem Ort, an dem er mit ihn geredet hatte. 35.14 Und Jakob richtete einen Gedenkstein auf an dem Ort, an dem er mit ihm geredet hatte, ein Denkmal aus Stein, und spendete darauf ein Trankopfer und goss Oel darauf. 35.15 Und Jakob gab dem Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, den Namen Bethel. Rahels Tod bei der Geburt Benjamins. 35.16 Und sie brachen von Bethel auf. Und es war noch eine Strecke Landes, um nach Efrata zu kommen, da gebar Rahel; und sie hatte es schwer mit ihrem Gebaeren. 35.17 Und es geschah, als sie es schwer hatte mit ihrem Gebaeren, da sagte die Hebamme zu ihr: Fuerchte dich nicht, denn auch der wird dir ein Sohn! 35.18 Und es geschah, als ihre Seele ausging - denn sie musste sterben -, da gab sie ihm den Namen Ben-Oni; sein Vater aber nannte ihn Ben-Jamin. 35.19 Und Rahel starb und wurde begraben am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem. 35.20 Und Jakob richtete ueber ihrem Grab einen Gedenkstein auf, das ist das Grabmal Rahels bis auf diesen Tag. Jakobs Soehne. 35.21 Und Israel brach auf und schlug sein Zelt auf jenseits von Migdal-Eder. 35.22 Und es geschah, als Israel in jenem Land wohnte, ging Ruben hin und lag bei Bilha, der Nebenfrau seines Vaters. Und Israel hoerte es. V. 23-26: Kap. 46,8-24; 49,3-27; 2Mo 2,1-5; 4Mo 1,5-15.20-42; 2,3-29; 7,12-78; 10,14-27; 13,4-15; 26,5-57; 34,19-28; 5Mo 27,12-14; 33,6-24; Jos 13-19; Ri 5,14-18; 1Chr 2,1.2; 4-7; 12,25-38; 27,16-22; Hes 48,31-34; Offb 7,4-8. Die Soehne Jakobs waren zwoelf: 35.23 Die Soehne Leas: Ruben, der Erstgeborene Jakobs, und Simeon, Levi, Juda, Issaschar und Sebulon. 35.24 Die Soehne Rahels: Joseph und Benjamin. 35.25 Die Soehne Bilhas, der Magd Rahels: Dan und Naftali. 35.26 Und die Soehne Silpas, der Magd Leas: Gad und Asser. Das sind die Soehne Jakobs, die ihm in Paddan-Aram geboren wurden. Isaaks Tod. 35.27 Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak nach Mamre, nach Kirjat-Arba, das ist Hebron, wo Abraham und Isaak sich als Fremde aufgehalten hatten. 35.28 Und die Tage Isaaks waren 180 Jahre. 35.29 Und Isaak verschied und starb und wurde versammelt zu seinen Voelkern, alt und der Tage satt. Und seine Soehne Esau und Jakob begruben ihn. Esaus Nachkommen. \36\ 36.1 Und dies ist die Geschlechterfolge Esaus, das ist Edom. 36.2 Esau hatte sich seine Frauen von den Toechtern Kanaans genommen: Ada, die Tochter des Hetiters Elon, und Oholibama, die Tochter Anas, der Tochter Zibons, des Horiters, 36.3 und Basemat, die Tochter Ismaels, die Schwester Nebajots. V. 4-14: 1Chr 1,35-37. 36.4 Und Ada gebar dem Esau Elifas, und Basemat gebar Reguel. 36.5 Oholibama aber gebar Jeusch, Jalam und Korach. Das sind die Soehne Esaus, die ihm im Land Kanaan geboren wurden. 36.6 Und Esau nahm seine Frauen, seine Soehne und seine Toechter und alle Seelen seines Hauses und seine Herden und all sein Vieh und all sein Besitztum, das er im Land Kanaan erworben hatte, und zog in ein Land, von seinem Bruder Jakob hinweg. 36.7 Denn ihre Habe war zu gross, um beieinander zu wohnen, und das Land ihrer Fremdlingschaft konnte sie wegen [der Menge] ihrer Herden nicht tragen. 36.8 So liess sich Esau auf dem Gebirge Seir nieder. Esau, das ist Edom. 36.9 Dies ist die Geschlechterfolge Esaus, des Vaters von Edom, auf dem Gebirge Seir. 36.10 Dies sind die Namen der Soehne Esaus: Elifas, der Sohn Adas, der Frau Esaus; Reguel, der Sohn Basemats, der Frau Esaus. 36.11 Und die Soehne des Elifas waren: Teman, Omar, Zefo und Gatam und Kenas. 36.12 Und Timna war eine Nebenfrau von Elifas, des Sohnes Esaus, die gebar dem Elifas Amalek. Das sind die Soehne Adas, der Frau Esaus. 36.13 Und dies sind die Soehne Reguels: Nahat und Serach, Schamma und Misa. Das waren die Soehne von Basemat, der Frau Esaus. 36.14 Und dies waren die Soehne von Oholibama, der Tochter Anas, der Tochter Zibons, der Frau Esaus: sie gebar dem Esau Jeusch, Jalam und Korach. 36.15 Dies sind die Fuersten der Soehne Esaus: Die Soehne des Elifas, des Erstgeborenen Esaus: der Fuerst Teman, der Fuerst Omar, der Fuerst Zefo, der Fuerst Kenas, 36.16 der Fuerst Korach, der Fuerst Gatam, der Fuerst Amalek. Das sind die Fuersten des Elifas im Land Edom; es sind die Soehne Adas. 36.17 Und dies sind die Soehne Reguels, des Sohnes Esaus: der Fuerst Nahat, der Fuerst Serach, der Fuerst Schamma, der Fuerst Misa. Das sind die Fuersten des Reguel im Land Edom; es sind die Soehne der Basemat, der Frau Esaus. 36.18 Und dies sind die Soehne Oholibamas, der Frau Esaus: der Fuerst Jeusch, der Fuerst Jalam, der Fuerst Korach. Das sind die Fuersten Oholibamas, der Tochter Anas, der Frau Esaus. 36.19 Das sind die Soehne Esaus und das ihre Fuersten; das ist Edom. V. 20-43: 1Chr 1,38-54. 36.20 Dies sind die Soehne des Horiters Seir, die Bewohner des Landes: Lotan, Schobal, Zibon und Ana, 36.21 Dischon und Ezer und Dischan. Das sind die Fuersten der Horiter, Soehne Seirs, im Land Edom. 36.22 Und die Soehne Lotans waren: Hori und Hemam, Lotans Schwester aber war Timna. 36.23 Und dies sind die Soehne Schobals: Alwan, Manahat und Ebal, Schefo und Onam. 36.24 Und dies sind die Soehne Zibons: Ajja und Ana. Das ist der Ana, der die warmen Quellen in der Wueste fand, als er die Esel seines Vaters Zibon weidete. 36.25 Und dies sind die Soehne des Ana: Dischon und Oholibama, die Tochter des Ana. 36.26 Und dies sind die Soehne Dischons: Hemdan, Eschban, Jitran und Keran. 36.27 Dies sind die Soehne Ezers: Bilhan, Saawan und Akan. 36.28 Dies sind die Soehne Dischans: Uz und Aran. 36.29 Dies sind die Fuersten der Horiter: der Fuerst Lotan, der Fuerst Schobal, der Fuerst Zibon, der Fuerst Ana, 36.30 der Fuerst Dischon, der Fuerst Ezer, der Fuerst Dischan. Das sind die Fuersten der Horiter, nach ihren Fuersten, im Land Seir. 36.31 Und dies sind die Koenige, die im Land Edom herrschten, bevor ein Koenig ueber die Soehne Israel regierte: 36.32 Koenig in Edom war Bela, der Sohn Beors; und der Name seiner Stadt war Dinhaba. 36.33 Und Bela starb, und Koenig wurde an seiner Stelle Jobab, der Sohn Serachs, aus Bozra. 36.34 Und Jobab starb, und Koenig wurde an seiner Stelle Huscham, aus dem Land der Temaniter. 36.35 Und Huscham starb, und Koenig wurde an seiner Stelle Hadad, der Sohn Bedads, der Midian schlug im Gebiet Moabs; und der Name seiner Stadt war Awit. 36.36 Und Hadad starb, und Koenig wurde an seiner Stelle Samla aus Masreka. 36.37 Und Samla starb, und Koenig wurde an seiner Stelle Schaul aus Rehobot am Strom. 36.38 Und Saul starb, und Koenig wurde an seiner Stelle Baal-Hanan, der Sohn Achbors. 36.39 Und Baal-Hanan, der Sohn Achbors, starb, und Koenig wurde an seiner Stelle Hadar; und der Name seiner Stadt war Pagu und der Name seiner Frau Mehetabel, die Tochter Matreds, der Tochter des Me-Sahab. 36.40 Und dies sind die Namen der Fuersten Esaus, nach ihren Sippen, nach ihren Ortschaften, mit ihren Namen: der Fuerst Timna, der Fuerst Alwa, der Fuerst Jetet, 36.41 der Fuerst Oholibama, der Fuerst Ela, der Fuerst Pinon, 36.42 der Fuerst Kenas, der Fuerst Teman, der Fuerst Mibzar, 36.43 der Fuerst Magdiel, der Fuerst Iram. Das sind die Fuersten von Edom nach ihren Wohnsitzen, im Land ihres Eigentums. Das ist Esau, der Vater Edoms. Josephs Traeume - Neid seiner Brueder. \37\ 37.1 Und Jakob wohnte im Land der Fremdlingsschaft seines Vaters, im Land Kanaan. 37.2 Dies ist die Geschichte Jakobs: Joseph, siebzehn Jahre alt, war als Hirte mit seinen Bruedern bei den Schafen - als er [noch] ein Junge war -, mit den Soehnen Bilhas und mit den Soehnen Silpas, der Frauen seines Vaters. Und Joseph hinterbrachte ihrem Vater die ueble Nachrede ueber sie. 37.3 Und Israel liebte Joseph mehr als all seine Soehne, weil er der Sohn seines Alters war; und er machte ihm einen bunten Leibrock. 37.4 Als aber seine Brueder sahen, dass ihr Vater ihn mehr liebte als alle seine Brueder, da hassten sie ihn und konnten ihn nicht [mehr] gruessen. 37.5 Und Joseph hatte einen Traum, den erzaehlte er seinen Bruedern; da hassten sie ihn noch mehr. 37.6 Und er sagte zu ihnen: Hoert doch diesen Traum, den ich gehabt habe: 37.7 Siehe, wir banden Garben mitten auf dem Feld, und siehe, meine Garbe richtete sich auf und blieb auch aufrecht stehen; und siehe, eure Garben stellten sich ringsum auf und verneigten sich vor meiner Garbe. 37.8 Da sagten seine Brueder zu ihm: Willst du etwa Koenig ueber uns werden, willst du gar ueber uns herrschen? Und sie hassten ihn noch mehr wegen seiner Traeume und wegen seiner Reden. 37.9 Und er hatte noch einen anderen Traum, auch den erzaehlte er seinen Bruedern und sagte: Siehe, noch einen Traum hatte ich, und siehe, die Sonne und der Mond und elf Sterne beugten sich vor mir nieder. 37.10 Und er erzaehlte es seinem Vater und seinen Bruedern. Da schalt ihn sein Vater und sagte zu ihm: Was ist das fuer ein Traum, den du gehabt hast? Sollen wir etwa kommen, ich und deine Mutter und deine Brueder, um uns vor dir zur Erde niederzubeugen? 37.11 Und seine Brueder waren eifersuechtig auf ihn; aber sein Vater bewahrte das Wort. Josephs Verkauf nach Aegypten - Jakobs Trauer. 37.12 Und seine Brueder gingen fort, um die Schafe ihres Vaters bei Sichem zu weiden. 37.13 Da sagte Israel zu Joseph: Weiden nicht deine Brueder bei Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden! Er aber sagte zu ihm: Hier bin ich. 37.14 Da sagte er zu ihm: Geh doch hin, sieh nach dem Wohlergehen deiner Brueder und nach dem Wohlergehen der Schafe, und bring mir Antwort. So sandte er ihn aus dem Tal von Hebron, und er kam nach Sichem. 37.15 Da fand ihn ein Mann, und siehe, er irrte auf dem Feld umher; und der Mann fragte ihn: Was suchst du? 37.16 Und er sagte: Ich suche meine Brueder. Teile mir doch mit, wo sie weiden! 37.17 Da sagte der Mann: Sie sind von hier aufgebrochen, denn ich hoerte sie sagen: `Lasst uns nach Dotan gehen!' Da ging Joseph seinen Bruedern nach und fand sie bei Dotan. 37.18 Als sie ihn von ferne sahen und bevor er sich ihnen genaehert hatte, da ersannen sie gegen ihn den Anschlag, ihn zu toeten. 37.19 Und sie sagten einer zum andern: Siehe, da kommt dieser Traeumer! 37.20 So kommt nun und lasst uns ihn erschlagen und ihn in eine der Zisternen werfen, und wir wollen sagen: Ein boeses Tier hat ihn gefressen! Dann werden wir sehen, was aus seinen Traeumen wird. 37.21 Als Ruben [das] hoerte, wollte er ihn aus ihrer Hand retten und sagte: Lasst uns [ihn] nicht totschlagen! 37.22 Und Ruben sagte zu ihnen: Vergiesst nicht Blut, werft ihn in diese Zisterne, die in der Wueste ist, aber legt nicht Hand an ihn! [Das sagte er], damit er ihn aus ihrer Hand errettete, um ihn zu seinem Vater zurueckzubringen. 37.23 Und es geschah, als Joseph zu seinen Bruedern kam, da zogen sie Joseph seinen Leibrock aus, den bunten Leibrock, den er anhatte. 37.24 Und sie nahmen ihn und warfen ihn in die Zisterne; die Zisterne aber war leer, es war kein Wasser darin. 37.25 Dann setzten sie sich, um zu essen. Und sie erhoben ihre Augen und sahen: und siehe, eine Karawane von Ismaelitern kam von Gilead her; und ihre Kamele trugen Tragakant und Balsamharz und Ladanum; sie zogen hin, um es nach Aegypten hinabzubringen. 37.26 Da sagte Juda zu seinen Bruedern: Was fuer ein Gewinn ist es, dass wir unseren Bruder erschlagen und sein Blut zudecken? 37.27 Kommt, lasst uns ihn an die Ismaeliter verkaufen; aber unsere Hand sei nicht an ihm, denn unser Bruder, unser Fleisch ist er! Und seine Brueder hoerten [darauf]. 37.28 Da kamen midianitische Maenner vorueber, Haendler, und sie zogen [ihn] heraus und holten Joseph aus der Zisterne herauf. Und sie verkauften Joseph an die Ismaeliter fuer zwanzig Silber[-Schekel]. Und sie brachten Joseph nach Aegypten. 37.29 Als nun Ruben zur Zisterne zurueckkam, und siehe, Joseph war nicht in der Zisterne, da zerriss er seine Kleider. 37.30 Und er kehrte zu seinen Bruedern zurueck und sagte: Der Junge ist nicht [mehr] da! Ich aber, wohin soll ich [jetzt] gehen? 37.31 Da nahmen sie den Leibrock Josephs und schlachteten einen Ziegenbock und tauchten den Leibrock in das Blut. 37.32 Dann schickten sie den bunten Leibrock hin und liessen ihn ihrem Vater bringen und sagen: Das haben wir gefunden. Untersuche doch, ob es der Leibrock deines Sohnes ist oder nicht! 37.33 Da untersuchte er ihn und sagte: Der Leibrock meines Sohnes! Ein boeses Tier hat ihn gefressen; zerrissen, zerrissen ist Joseph! 37.34 Und Jakob zerriss seine Kleider und legte Sacktuch um seine Hueften, und er trauerte um seinen Sohn viele Tage. 37.35 Und alle seine Soehne und alle seine Toechter machten sich auf, um ihn zu troesten; er aber weigerte sich, sich troesten zu lassen, und sagte: [Nein], sondern in Trauer werde ich zu meinem Sohn in den Scheol hinabfahren. So beweinte ihn sein Vater. 37.36 Und die Midianiter verkauften ihn nach Aegypten, an Potifar, einen Kaemmerer des Pharao, den Obersten der Leibwaechter. Juda und seine Schwiegertochter Tamar. \38\ 38.1 Und es geschah in jener Zeit, dass Juda von seinen Bruedern hinabzog und zu einem Mann von Adullam einkehrte, dessen Name war Hira. 38.2 Dort sah Juda die Tochter eines kanaanitischen Mannes, mit Namen Schua; und er nahm sie [zur Frau] und ging zu ihr ein. 38.3 Und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn, dem gab er den Namen Er. 38.4 Und sie wurde wieder schwanger und gebar einen Sohn, dem gab sie den Namen Onan. 38.5 Und noch einmal gebar sie einen Sohn, dem gab sie den Namen Schela; Juda war aber zu Kesib, als sie ihn gebar. 38.6 Und Juda nahm fuer seinen Erstgeborenen Er eine Frau, deren Name war Tamar. 38.7 Aber Er, der Erstgeborene Judas, war boese in den Augen des HERRN, so liess der HERR ihn sterben. 38.8 Da sagte Juda zu Onan: Geh zu der Frau deines Bruders ein, und geh mit ihr die Schwagerehe ein, und lass deinem Bruder Nachkommen erstehen! 38.9 Da aber Onan wusste, dass die Nachkommen nicht ihm gehoeren wuerden, geschah es, wenn er zu der Frau seines Bruders einging, dass er [den Samen] auf die Erde [fallen und] verderben liess, um seinem Bruder keine Nachkommen zu geben. 38.10 Und es war boese in den Augen des HERRN, was er tat; so liess er auch ihn sterben. 38.11 Da sagte Juda zu seiner Schwiegertochter Tamar: Bleibe Witwe im Haus deines Vaters, bis mein Sohn Schela gross sein wird! Denn er sagte [sich]: Dass nicht auch er sterbe wie seine Brueder! So ging Tamar hin und blieb im Haus ihres Vaters. 38.12 Als nun viele Tage vergangen waren, da starb die Tochter Schuas, Judas Frau. Und als Juda getroestet war, ging er zu seinen Schafscherern hinauf nach Timna, er und sein Freund Hira, der Adullamiter. 38.13 Und es wurde der Tamar berichtet: Siehe, dein Schwiegervater geht nach Timna hinauf, um seine Schafe zu scheren. 38.14 Da legte sie die Kleider ihrer Witwenschaft von sich ab, bedeckte sich mit einem Schleier und verhuellte sich. Dann setzte sie sich an den Eingang von Enajim, das am Weg nach Timna [liegt]; denn sie hatte gesehen, dass Schela gross geworden war und sie ihm [doch] nicht zur Frau gegeben wurde. 38.15 Und Juda sah sie und hielt sie fuer eine Hure, denn sie hatte ihr Gesicht bedeckt. 38.16 Und er bog zu ihr ab an den Weg und sagte: Wohlan, lass mich zu dir eingehen! Denn er erkannte nicht, dass sie seine Schwiegertochter war. Sie aber sagte: Was gibst du mir, wenn du zu mir eingehst? 38.17 Da sagte er: Ich will dir ein Ziegenboeckchen von der Herde senden. Sie sagte: Wenn du ein Pfand gibst, bis du es sendest! 38.18 Da sagte er: Was fuer ein Pfand soll ich dir geben? Sie sagte: Deinen Siegelring und deine Schnur und deinen Stab, der in deiner Hand ist. Da gab er es ihr und ging zu ihr ein, und sie wurde schwanger von ihm. 38.19 Dann stand sie auf und ging hin, sie legte ihren Schleier von sich ab und zog die Kleider ihrer Witwenschaft [wieder] an. 38.20 Juda aber sandte das Ziegenboeckchen durch die Hand seines Freundes, des Adullamiters, um das Pfand aus der Hand der Frau zu holen; aber er fand sie nicht. 38.21 Da fragte er die Leute ihres Ortes: Wo ist jene Geweihte, die zu Enajim am Weg war? Sie aber sagten: Hier ist keine Geweihte gewesen. 38.22 Da kehrte er zu Juda zurueck und sagte: Ich habe sie nicht gefunden, auch sagten die Leute des Ortes: `Hier ist keine Geweihte gewesen.' 38.23 Da sagte Juda: Sie soll es bei sich behalten, damit wir nicht zum Gespoett werden; siehe, ich habe ja dieses Boeckchen gesandt, und du hast sie nicht gefunden. 38.24 Und es geschah nach etwa drei Monaten, da wurde dem Juda berichtet: Deine Schwiegertochter Tamar hat Hurerei getrieben, und siehe, sie ist sogar schwanger von Hurerei. Da sagte Juda: Fuehrt sie hinaus, sie soll verbrannt werden! 38.25 Als sie nun hinausgefuehrt wurde, da sandte sie zu ihrem Schwiegervater und liess [ihm] sagen: Von einem Mann, dem dies gehoert, bin ich schwanger. Und sie sagte: Untersuche doch, wem dieser Siegelring und diese Schnur und dieser Stab gehoert! 38.26 Da untersuchte es Juda und sagte: Sie ist gerechter als ich, deswegen weil ich sie meinem Sohn Schela nicht gegeben habe. Und er erkannte sie kuenftig nicht mehr. 38.27 Und es geschah zur Zeit, als sie gebaeren sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem Leib. 38.28 Und es geschah, waehrend sie gebar, da streckte [einer] die Hand heraus, und die Hebamme nahm sie und band eine rote Schnur um seine Hand und sagte: Der ist zuerst herausgekommen. 38.29 Und es geschah, als er seine Hand zurueckzog, siehe, da kam sein Bruder heraus; und sie sagte: Was fuer einen Riss hast du um deinetwillen gerissen! Und man gab ihm den Namen Perez. 38.30 Und danach kam sein Bruder heraus, um dessen Hand die rote Schnur war. Dem gab man den Namen Serach. Joseph im Haus des Potifar. \39\ 39.1 Und Joseph war nach Aegypten hinabgefuehrt worden. Und Potifar, ein Kaemmerer des Pharao, der Oberste der Leibwaechter, ein Aegypter, kaufte ihn aus der Hand der Ismaeliter, die ihn dorthin hinabgefuehrt hatten. 39.2 Der HERR aber war mit Joseph, und er war ein Mann, dem alles gelang; und er blieb im Haus seines aegyptischen Herrn. 39.3 Als nun sein Herr sah, dass der HERR mit ihm war und dass der HERR alles, was er tat, in seiner Hand gelingen liess, 39.4 da fand Joseph Gunst in seinen Augen, und er bediente ihn [persoenlich]. Und er bestellte ihn ueber sein Haus, und alles, was er besass, gab er in seine Hand. 39.5 Und es geschah, seitdem er ihn ueber sein Haus bestellt hatte und ueber alles, was er besass, da segnete der HERR das Haus des Aegypters um Josephs willen; und der Segen des HERRN war auf allem, was er hatte, im Haus und auf dem Feld. 39.6 Und er ueberliess alles, was er hatte, der Hand Josephs und kuemmerte sich bei ihm um gar nichts, ausser um das Brot, das er ass. Joseph aber war schoen von Gestalt und schoen von Aussehen. 39.7 Und es geschah nach diesen Dingen, da warf die Frau seines Herrn ihre Augen auf Joseph und sagte: Liege bei mir! 39.8 Er aber weigerte sich und sagte zu der Frau seines Herrn: Siehe, mein Herr kuemmert sich um nichts bei mir im Haus; und alles, was er besitzt, hat er in meine Hand gegeben. 39.9 Er [selbst] ist in diesem Haus nicht groesser als ich, und er hat mir gar nichts vorenthalten als nur dich, weil du seine Frau bist. Wie sollte ich dieses grosse Unrecht tun und gegen Gott suendigen? 39.10 Und es geschah, obwohl sie Tag fuer Tag auf Joseph einredete, hoerte er nicht auf sie, bei ihr zu liegen, mit ihr [zusammen] zu sein. 39.11 Da geschah es an einem solchen Tag, dass er ins Haus kam, um sein Geschaeft zu besorgen, als [gerade] kein Mensch von den Leuten des Hauses dort im Haus war, 39.12 da ergriff sie ihn bei seinem Kleid und sagte: Liege bei mir! Er aber liess sein Kleid in ihrer Hand, floh und lief hinaus. 39.13 Und es geschah, als sie sah, dass er sein Kleid in ihrer Hand gelassen hatte und hinausgeflohen war, 39.14 da rief sie die Leute ihres Hauses und sagte zu ihnen: Seht, er hat uns einen hebraeischen Mann hergebracht, Mutwillen mit uns zu treiben. Er ist zu mir gekommen, um bei mir zu liegen, aber ich habe mit lauter Stimme gerufen. 39.15 Und es geschah, als er hoerte, dass ich meine Stimme erhob und rief, da liess er sein Kleid neben mir und floh und lief hinaus. 39.16 Und sie liess sein Kleid neben sich liegen, bis sein Herr nach Hause kam. 39.17 Da redete sie zu ihm mit denselben Worten: Der hebraeische Sklave, den du uns hergebracht hast, ist zu mir gekommen, um Mutwillen mit mir zu treiben; 39.18 und es geschah, als ich meine Stimme erhob und rief, da liess er sein Kleid neben mir und floh hinaus. Joseph im Gefaengnis - Traeume der beiden Kaemmerer. 39.19 Und es geschah, als sein Herr die Worte seiner Frau hoerte, die sie zu ihm redete, indem sie sagte: Nach diesen Worten hat mir dein Sklave getan, da entbrannte sein Zorn. 39.20 Und Josephs Herr nahm ihn und legte ihn ins Gefaengnis, an den Ort, wo die Gefangenen des Koenigs gefangen lagen; und er war dort im Gefaengnis. 39.21 Der HERR aber war mit Joseph und wandte sich ihm [in] Treue zu und gab ihm Gunst in den Augen des Obersten des Gefaengnisses. 39.22 Und der Oberste des Gefaengnisses uebergab alle Gefangenen, die im Gefaengnis waren, der Hand Josephs; und alles, was man dort tat, das veranlasste er. 39.23 Der Oberste des Gefaengnisses sah nicht nach dem Geringsten, das unter seiner Hand war, weil der HERR mit ihm war; und was er tat, liess der HERR gelingen. \40\ 40.1 Und es geschah nach diesen Dingen, da versuendigten sich der Mundschenk des Koenigs von Aegypten und der Baecker gegen ihren Herrn, den Koenig von Aegypten. 40.2 Und der Pharao wurde zornig ueber seine beiden Kaemmerer, ueber den Obersten der Mundschenke und ueber den Obersten der Baecker; 40.3 und er gab sie in Gewahrsam, in das Haus des Obersten der Leibwaechter, ins Gefaengnis, an den Ort, wo Joseph gefangen lag. 40.4 Und der Oberste der Leibwaechter gab ihnen Joseph bei, und er bediente sie; und sie waren eine Zeitlang in Gewahrsam. 40.5 Und sie hatten beide einen Traum, jeder seinen Traum in einer Nacht, jeder mit einer [besonderen] Deutung seines Traumes, der Mundschenk und der Baecker des Koenigs von Aegypten, die im Gefaengnis gefangen lagen. 40.6 Als Joseph am Morgen zu ihnen kam und sie sah, siehe, da waren sie traurig. 40.7 Und er fragte die Kaemmerer des Pharao, die mit ihm im Haus seines Herrn in Gewahrsam waren: Warum sind eure Gesichter heute so traurig? 40.8 Da sagten sie zu ihm: Wir haben einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der ihn deute. Da sagte Joseph zu ihnen: Sind die Deutungen nicht Gottes [Sache]? Erzaehlt mir doch! 40.9 Da erzaehlte der Oberste der Mundschenke dem Joseph seinen Traum und sagte zu ihm: In meinem Traum, siehe, da war ein Weinstock vor mir 40.10 und an dem Weinstock drei Ranken; und sowie er [Knospen] trieb, kam sein Bluetenstand hervor [und] seine Traubenkaemme reiften zu Trauben. 40.11 Und der Becher des Pharao war in meiner Hand, und ich nahm die Trauben und presste sie in den Becher des Pharao aus und gab den Becher in die Hand des Pharao. 40.12 Da sagte Joseph zu ihm: Das ist seine Deutung: Die drei Ranken, sie [bedeuten] drei Tage. 40.13 Noch drei Tage, dann wird der Pharao dein Haupt erheben und dich wieder in deine Stellung einsetzen, und du wirst den Becher des Pharao in seine Hand geben nach der frueheren Weise, als du sein Mundschenk warst. 40.14 Aber denke an mich bei dir, wenn es dir gut geht, und erweise doch Treue an mir, und erwaehne mich beim Pharao, und bring mich aus diesem Haus heraus! 40.15 Denn gestohlen bin ich aus dem Land der Hebraeer, und auch hier habe ich gar nichts getan, dass sie mich in den Kerker gesetzt haben. 40.16 Als nun der Oberste der Baecker sah, dass er gut gedeutet hatte, sagte er zu Joseph: Auch ich [sah] in meinem Traum, und siehe, drei Koerbe mit Weissbrot waren auf meinem Kopf 40.17 und im obersten Korb allerlei Esswaren des Pharao, Backwerk, und die Voegel frassen sie aus dem Korb auf meinem Kopf weg. 40.18 Da antwortete Joseph und sagte: Das ist seine Deutung: Die drei Koerbe, sie [bedeuten] drei Tage. 40.19 Noch drei Tage, dann wird der Pharao dein Haupt erheben und dich an ein Holz haengen, und die Voegel werden dein Fleisch von dir wegfressen. 40.20 Und es geschah am dritten Tag, dem Geburtstag des Pharao, da machte er fuer all seine Knechte ein Mahl; und er erhob das Haupt des Obersten der Mundschenke und das Haupt des Obersten der Baecker unter seinen Knechten. 40.21 Und er setzte den Obersten der Mundschenke wieder in sein Schenkamt ein, dass er den Becher in die Hand des Pharao gab. 40.22 Den Obersten der Baecker aber liess er haengen, so wie es ihnen Joseph gedeutet hatte. 40.23 Aber der Oberste der Mundschenke dachte nicht [mehr] an Joseph und vergass ihn. Traeume des Pharao - Deutung durch Joseph. \41\ 41.1 Es geschah aber am Ende von zwei vollen Jahren, da traeumte der Pharao: und siehe, er stand am Strom. 41.2 Und siehe, aus dem Strom stiegen sieben Kuehe herauf, schoen von Aussehen und fett an Fleisch, und sie weideten im Riedgras. 41.3 Und siehe, sieben anderen Kuehe stiegen nach ihnen aus dem Strom herauf, haesslich von Aussehen und mager an Fleisch, und sie stellten sich neben die Kuehe ans Ufer des Stromes. 41.4 Und die Kuehe, die haesslich von Aussehen und mager an Fleisch waren, frassen die sieben Kuehe, die schoen von Aussehen und fett waren. Da erwachte der Pharao. 41.5 Und er schlief [wieder] ein und traeumte zum zweiten Mal: und siehe, sieben Aehren wuchsen auf an einem Halm, fett und schoen. 41.6 Und siehe, sieben Aehren, mager und vom Ostwind versengt, sprossten nach ihnen auf. 41.7 Und die mageren Aehren verschlangen die sieben fetten und vollen Aehren. Da erwachte der Pharao, und siehe, es war ein Traum. 41.8 Und es geschah am Morgen, da war sein Geist voller Unruhe, und er sandte hin und liess alle Wahrsagepriester Aegyptens und alle seine Weisen rufen; und der Pharao erzaehlte ihnen seine Traeume, aber da war keiner, der sie dem Pharao deutete. 41.9 Da redete der Oberste der Mundschenke den Pharao an: Ich bringe heute meine Suende in Erinnerung. 41.10 Der Pharao war [einst] sehr zornig ueber seine Knechte und gab mich in Gewahrsam in das Haus des Obersten der Leibwaechter, mich und den Obersten der Baecker. 41.11 Da hatten wir einen Traum in einer Nacht, ich und er; wir traeumten jeder mit einer [besonderen] Deutung seines Traumes. 41.12 Aber dort bei uns war ein junger Hebraeer, ein Sklave des Obersten der Leibwaechter, und wir erzaehlten ihm [die Traeume]. Da deutete er uns unsere Traeume, jeden deutete er nach seinem Traum. 41.13 Und es geschah, wie er uns deutete, also ist es geschehen: mich hat man wieder in meine Stellung eingesetzt, und ihn hat man gehaengt. 41.14 Da sandte der Pharao hin und liess Joseph rufen; da liessen sie ihn schnell aus dem Kerker holen. Und er schor sich, wechselte seine Kleider und kam zum Pharao. 41.15 Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, aber es gibt keinen, der ihn deute; ich habe nun von dir sagen hoeren, du verstehst es, einen Traum zu deuten. 41.16 Da antwortete Joseph dem Pharao: Das steht nicht bei mir; Gott wird antworten, was dem Pharao zum Heil ist. 41.17 Da redete der Pharao zu Joseph: In meinem Traum, siehe, da stand ich am Ufer des Stromes. 41.18 Und siehe, aus dem Strom stiegen sieben Kuehe herauf, fett an Fleisch und schoen von Gestalt, und sie weideten im Riedgras. 41.19 Und siehe, sieben andere Kuehe stiegen nach ihnen herauf, duerr und sehr haesslich von Gestalt und mager an Fleisch; ich habe im ganzen Land Aegypten nie so haessliche gesehen wie diese. 41.20 Und die mageren und haesslichen Kuehe frassen die sieben ersten fetten Kuehe. 41.21 Und als sie in ihren Bauch gekommen waren, da merkte man nichts [davon], dass sie in ihren Bauch gekommen waren, sondern ihr Aussehen war haesslich wie im Anfang. Und ich erwachte. 41.22 Dann sah ich in meinem [zweiten] Traum, und siehe, sieben Aehren wuchsen auf an einem Halm, voll und schoen. 41.23 Und siehe, sieben Aehren, duerr, mager [und] vom Ostwind versengt, sprossten nach ihnen auf; 41.24 und die mageren Aehren verschlangen die sieben schoenen Aehren. Und ich habe es den Wahrsagepriestern gesagt; aber es gibt keinen, der es mir erklaert. 41.25 Da sprach Joseph zum Pharao: Der Traum des Pharao ist einer. Gott hat dem Pharao mitgeteilt, was er tun will. 41.26 Die sieben schoenen Kuehe sind sieben Jahre, und die sieben schoenen Aehren sind sieben Jahre; nur ein Traum ist es. 41.27 Und die sieben mageren und haesslichen Kuehe, die nach ihnen heraufstiegen, [auch] sie sind sieben Jahre, so auch die sieben leeren, vom Ostwind versengten Aehren: es werden sieben Jahre der Hungersnot sein. 41.28 Das ist das Wort, das ich zu dem Pharao geredet habe: Gott hat den Pharao sehen lassen, was er tun will. 41.29 Siehe, sieben Jahre kommen, grosser Ueberfluss [wird herrschen] im ganzen Land Aegypten. 41.30 Nach ihnen aber werden sieben Jahre der Hungersnot aufkommen, und aller Ueberfluss wird im Land Aegypten vergessen sein, und die Hungersnot wird das Land erschoepfen. 41.31 Und man wird nichts mehr von dem Ueberfluss im Land erkennen angesichts dieser Hungersnot danach, denn sie wird sehr schwer sein. 41.32 Und dass der Traum sich fuer den Pharao zweimal wiederholte, [bedeutet], dass die Sache bei Gott fest beschlossen ist und dass Gott eilt, sie zu tun. 41.33 Und nun sehe der Pharao nach einem verstaendigen und weisen Mann und setze ihn ueber das Land Aegypten. 41.34 [Dies] tue der Pharao, dass er Aufseher ueber das Land bestelle und den Fuenften vom Land Aegypten erhebe in den sieben Jahren des Ueberflusses. 41.35 Und sie sollen alle Nahrungsmittel dieser kommenden guten Jahre einsammeln und unter der Obhut des Pharao Getreide aufspeichern als Nahrungsmittel in den Staedten und [es dort] aufbewahren. 41.36 So soll die [eingesammelte] Nahrung zum Vorrat fuer das Land dienen fuer die sieben Jahre der Hungersnot, die im Land Aegypten sein werden, damit das Land durch die Hungersnot nicht zugrunde geht. Josephs hohe Stellung und Heirat - Massnahmen gegen die Hungersnot. 41.37 Und das Wort war gut in den Augen des Pharao und in den Augen aller seiner Diener. 41.38 Und der Pharao sagte zu seinen Dienern: Werden wir einen finden wie diesen, einen Mann, in dem der Geist Gottes ist? 41.39 Und zu Joseph sagte der Pharao: Nachdem dich Gott dies alles hat erkennen lassen, ist keiner so verstaendig und weise wie du. 41.40 Du sollst ueber mein Haus sein, und deinem Mund soll mein ganzes Volk sich fuegen; nur um den Thron will ich groesser sein als du. 41.41 Und der Pharao sagte zu Joseph: Siehe, ich habe dich ueber das ganze Land Aegypten gesetzt. 41.42 Und der Pharao nahm seinen Siegelring von seiner Hand und steckte ihn an Josephs Hand, und er kleidete ihn in Kleider aus Byssus und legte die goldene Kette um seinen Hals. 41.43 Und er liess ihn auf dem zweiten Wagen fahren, den er hatte, und man rief vor ihm her: Werft euch nieder! So setzte er ihn ueber das ganze Land Aegypten. 41.44 Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, aber ohne dich soll kein Mensch im ganzen Land Aegypten seine Hand oder seinen Fuss erheben! 41.45 Und der Pharao gab Joseph den Namen: Zafenat-Paneach, und gab ihm Asenat, die Tochter Potiferas, des Priesters von On, zur Frau. Dann zog Joseph aus ueber das [ganze] Land Aegypten. 41.46 Und Joseph war dreissig Jahre alt, als er vor dem Pharao, dem Koenig von Aegypten, stand. Und Joseph ging vom Pharao weg und zog durch das ganze Land Aegypten. 41.47 Und das Land trug in den sieben Jahren des Ueberflusses haufenweise. 41.48 Und er sammelte alle Nahrungsmittel der sieben Jahre, in denen im Land Aegypten Ueberfluss war, und brachte die Nahrungsmittel in die Staedte; die Nahrungsmittel der Felder, die im Umkreis der Stadt [lagen], brachte er in sie hinein. 41.49 Und Joseph speicherte Getreide auf wie Sand des Meeres, ueber die Massen viel, bis man aufhoerte zu zaehlen, denn es war ohne Zahl. 41.50 Und dem Joseph wurden zwei Soehne geboren, ehe das Jahr der Hungersnot kam, die Asenat ihm gebar, die Tochter Potiferas, des Priesters von On. 41.51 Und Joseph gab dem Erstgeborenen den Namen Manasse: Denn Gott hat mich vergessen lassen all meine Muehe und das ganze Haus meines Vaters. 41.52 Und dem zweiten gab er den Namen Ephraim: Denn Gott hat mich fruchtbar gemacht im Land meines Elends. 41.53 Und die sieben Jahre des Ueberflusses, der im Land Aegypten gewesen war, gingen zu Ende, 41.54 und die sieben Jahre der Hungersnot begannen zu kommen, so wie es Joseph gesagt hatte. Und in allen Laendern war Hungersnot, aber im ganzen Land Aegypten war Brot. 41.55 Als nun das ganze Land Aegypten hungerte und das Volk zum Pharao um Brot schrie, da sagte der Pharao zu allen Aegyptern: Geht zu Joseph; tut, was er euch sagt! 41.56 Und die Hungersnot war auf der ganzen Erde; und Joseph oeffnete alles, worin [Getreide] war, und verkaufte den Aegyptern Getreide; und die Hungersnot war stark im Land Aegypten. 41.57 Und alle Welt kam nach Aegypten zu Joseph, um Getreide zu kaufen; denn die Hungersnot war stark auf der ganzen Erde. Erste Reise der Brueder Josephs nach Aegypten ohne Benjamin. \42\ 42.1 Als Jakob sah, dass Getreide in Aegypten war, da sagte Jakob zu seinen Soehnen: Was seht ihr einander an? 42.2 Und er sagte: Siehe, ich habe gehoert, dass es in Aegypten Getreide gibt. Zieht hinab und kauft uns von da Getreide, damit wir am Leben bleiben und nicht sterben! 42.3 Da zogen die zehn Brueder Josephs hinab, um Getreide aus Aegypten zu kaufen. 42.4 Aber Benjamin, Josephs Bruder, sandte Jakob nicht mit seinen Bruedern; denn er sagte: Dass ihm nicht etwa ein Unfall begegne! 42.5 Und so kamen die Soehne Israels unter den Ankommenden, um Getreide zu kaufen; denn die Hungersnot war [auch] im Land Kanaan. 42.6 Und Joseph, er war der Machthaber ueber das Land, er war es, der allem Volk des Landes Getreide verkaufte. Als nun die Brueder Josephs kamen, beugten sie sich vor ihm nieder, mit dem Gesicht zur Erde. 42.7 Als Joseph seine Brueder sah, da erkannte er sie; aber er stellte sich fremd gegen sie und redete hart mit ihnen und sagte zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sagten: Aus dem Land Kanaan, um Nahrungsmittel zu kaufen. 42.8 Und Joseph hatte seine Brueder erkannt, sie aber erkannten ihn nicht. 42.9 Da dachte Joseph an die Traeume, die er von ihnen gehabt hatte, und er sagte zu ihnen: Ihr seid Kundschafter; die Bloesse des Landes auszuspaehen, seid ihr gekommen. 42.10 Sie aber sagten zu ihm: Nein, mein Herr; sondern deine Knechte sind gekommen, um Nahrungsmittel zu kaufen. 42.11 Wir alle - Soehne eines Mannes sind wir! Redliche [Maenner] sind wir! Deine Knechte sind keine Kundschafter. 42.12 Er aber sagte zu ihnen: Nein, sondern die Bloesse des Landes zu erspaehen, seid ihr gekommen. 42.13 Da sagten sie: Zwoelf [an der Zahl] sind deine Knechte, Brueder sind wir, Soehne eines Mannes im Land Kanaan; und siehe, der juengste ist heute bei unserm Vater [geblieben], und der eine - er ist nicht mehr. 42.14 Joseph aber sagte zu ihnen: Das ist es, was ich zu euch gesagt habe: Kundschafter seid ihr! 42.15 Daran sollt ihr geprueft werden: [So wahr] der Pharao lebt! Ihr werdet von hier nicht weggehen, es sei denn, dass euer juengster Bruder hierher kommt! 42.16 Sendet einen von euch hin, dass er euren Bruder hole! Ihr aber bleibt gefangen, und eure Worte sollen geprueft werden, ob Wahrheit bei euch ist; und wenn nicht, - [so wahr] der Pharao lebt! - dann seid ihr Kundschafter. 42.17 Und er setzte sie zusammen drei Tage in Gewahrsam. 42.18 Am dritten Tag aber sagte Joseph zu ihnen: Tut folgendes! Dann sollt ihr leben; ich fuerchte Gott: 42.19 Wenn ihr redlich seid, so bleibe einer eurer Brueder gefangen im Haus eures Gewahrsams; ihr aber, zieht hin, bringt Getreide fuer den Hunger eurer Haeuser! 42.20 Euren juengsten Bruder aber sollt ihr zu mir bringen, dass eure Worte sich als zuverlaessig erweisen und ihr nicht sterbt! Und sie taten so. 42.21 Da sagten sie einer zum anderen: Fuerwahr, wir sind schuldbeladen wegen unseres Bruders, dessen Seelenangst wir sahen, als er uns um Gnade anflehte, wir aber nicht hoerten. Darum ist diese Not ueber uns gekommen. 42.22 Und Ruben antwortete ihnen: Habe ich nicht zu euch gesagt: Versuendigt euch nicht an dem Jungen? Aber ihr habt nicht gehoert; doch siehe, sein Blut wird gefordert! 42.23 Sie aber erkannten nicht, dass Joseph es verstand, denn der Dolmetscher war zwischen ihnen. 42.24 Und er wandte sich von ihnen ab und weinte. Dann kehrte er zu ihnen zurueck und redete zu ihnen; und er nahm von ihnen Simeon und band ihn vor ihren Augen. 42.25 Und Joseph befahl, dass man ihre Gefaesse mit Getreide fuelle und ihr Geld jedem in seinen Sack zuruecklege und ihnen Wegzehrung auf den Weg mitgebe. Und man tat ihnen so. 42.26 Dann luden sie ihr Getreide auf ihre Esel und zogen davon. 42.27 Als nun einer seinen Sack oeffnete, um seinem Esel in der Herberge Futter zu geben, da sah er sein Geld, und siehe, es war oben in seinem Sack. 42.28 Und er sagte zu seinen Bruedern: Mein Geld ist zurueckgegeben worden, siehe, da ist es in meinem Sack. Da entfiel ihnen das Herz, und sie sahen einander erschrocken an und sagten: Was hat Gott uns da angetan! 42.29 Und sie kamen in das Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob und berichteten ihm alles, was ihnen widerfahren war, und sagten: 42.30 Der Mann, der Herr des Landes, redete hart mit uns und behandelte uns wie Kundschafter des Landes. 42.31 Wir sagten zwar zu ihm: Redliche [Maenner] sind wir, wir sind keine Kundschafter; 42.32 zwoelf Brueder sind wir, Soehne unseres Vaters; der eine ist nicht mehr, und der juengste ist heute bei unserem Vater im Land Kanaan [geblieben]. 42.33 Aber der Mann, der Herr des Landes, sagte zu uns: `Daran werde ich erkennen, dass ihr redlich seid: Einen eurer Brueder lasst bei mir, nehmt [das Getreide fuer] den Hunger eurer Haeuser, und zieht hin; 42.34 aber bringt euren juengsten Bruder zu mir, so werde ich erkennen, dass ihr nicht Kundschafter, sondern redliche [Maenner] seid! Dann werde ich euch euren Bruder [wieder]geben, und ihr koennt das Land durchziehen.' 42.35 Und es geschah, als sie ihre Saecke leerten, siehe, da hatte jeder sein Geldbuendel in seinem Sack; und sie sahen ihre Geldbuendel, sie und ihr Vater, und sie fuerchteten sich. 42.36 Ihr Vater Jakob aber sagte zu ihnen: Ihr habt mich der Kinder beraubt: Joseph ist nicht mehr, und Simeon ist nicht mehr; und Benjamin wollt ihr wegnehmen! Das alles kommt ueber mich! 42.37 Da sagte Ruben zu seinem Vater: Meine beiden Soehne darfst du toeten, wenn ich ihn dir nicht [wieder]bringe. Gib ihn in meine Hand, und ich werde ihn zur dir zurueckbringen. 42.38 Er aber sagte: Mein Sohn zieht nicht mit euch hinab; denn sein Bruder ist tot, und er allein ist uebriggeblieben. Begegnete ihm ein Unfall auf dem Weg, auf dem ihr zieht, so wuerdet ihr mein graues Haar mit Kummer in den Scheol hinabbringen. Juda als Buerge fuer Benjamin. \43\ 43.1 Die Hungersnot aber war schwer im Land. 43.2 Und es geschah, als sie das Getreide voellig aufgezehrt hatten, das sie aus Aegypten gebracht hatten, da sagte ihr Vater zu ihnen: Geht zurueck, kauft uns ein wenig Nahrung! 43.3 Da sagte Juda zu ihm: Der Mann hat uns nachdruecklich gewarnt und gesagt: Ihr sollt mein Gesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder bei euch. 43.4 Wenn du unseren Bruder mit uns senden willst, dann wollen wir hinabziehen und dir Nahrung kaufen; 43.5 wenn du ihn aber nicht sendest, ziehen wir nicht hinab; denn der Mann hat zu uns gesagt: Ihr sollt mein Gesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder bei euch. 43.6 Da sagte Israel: Warum habt ihr mir das Leid angetan, dem Mann zu berichten, dass ihr noch einen Bruder habt? 43.7 Sie aber sagten: Der Mann erkundigte sich genau nach uns und unserer Verwandtschaft und sagte: Lebt euer Vater noch? Habt ihr [noch] einen Bruder? Da berichteten wir ihm, wie es sich verhaelt. Konnten wir denn wissen, dass er sagen wuerde: Bringt euren Bruder herab? 43.8 Da sagte Juda zu seinem Vater Israel: Schicke den Jungen mit mir, so wollen wir uns aufmachen und hinziehen, dass wir leben und nicht sterben, sowohl wir als du als auch unsere Kinder. 43.9 Ich will Buerge fuer ihn sein, von meiner Hand sollst du ihn fordern; wenn ich ihn nicht zu dir bringe und ihn vor dein Gesicht stelle, will ich alle Tage vor dir schuldig sein. 43.10 Denn haetten wir nicht gezoegert, gewiss, wir waeren jetzt schon zweimal zurueckgekehrt. 43.11 Da sagte ihr Vater Israel zu ihnen: Wenn es denn so ist, dann tut folgendes: Nehmt vom besten Ertrag des Landes in eure Gefaesse, und bringt dem Mann ein Geschenk hinab: ein wenig Balsamharz und ein wenig Traubenhonig, Tragakant und Ladanum, Pistazien und Mandeln! 43.12 Und nehmt doppeltes Geld in eure Hand, und bringt das Geld, das oben in eure Saecke zurueckgegeben worden ist, in eurer Hand zurueck! Vielleicht war es ein Irrtum. 43.13 Und nehmt euren Bruder und macht euch auf, kehrt zu dem Mann zurueck! 43.14 Und Gott, der Allmaechtige, gebe euch Barmherzigkeit vor dem Mann, dass er euch euren andern Bruder und Benjamin [wieder mit zurueck]schicke. Und ich, wie ich die Kinder verlieren soll, muss ich die Kinder verlieren! Zweite Reise der Brueder Josephs nach Aegypten mit Benjamin. 43.15 Da nahmen die Maenner dieses Geschenk und nahmen doppeltes Geld in ihre Hand und Benjamin, und machten sich auf und zogen nach Aegypten hinab. Und sie traten vor Joseph. 43.16 Als Joseph den Benjamin bei ihnen sah, sagte er zu dem, der ueber sein Haus war: Fuehre die Maenner ins Haus, und schlachte Schlachtvieh und richte zu! Denn die Maenner sollen mit mir zu Mittag essen. 43.175 Und der Mann tat, wie Joseph gesagt hatte; und der Mann fuehrte die Maenner in Josephs Haus. 43.18 Da fuerchteten sich die Maenner, dass sie in Josephs Haus gefuehrt wurden, und sagten: Um des Geldes willen, das im Anfang wieder in unsere Saecke gekommen ist, werden wir hineingebracht; man will ueber uns herstuerzen und ueber uns herfallen und uns als Sklaven nehmen, samt unseren Eseln. 43.19 Und sie traten zu dem Mann, der ueber Josephs Haus war, und redeten zu ihm am Eingang des Hauses; 43.20 und sie sagten: Bitte, mein Herr! Wir sind im Anfang wirklich [nur] herabgezogen, um Nahrung zu kaufen. 43.21 Es geschah aber, als wir in die Herberge kamen und unsere Saecke oeffneten, siehe, da war das Geld eines jeden oben in seinem Sack, unser Geld nach seinem Gewicht. Das haben wir in unserer Hand zurueckgebracht. 43.22 Auch anderes Geld haben wir in unserer Hand herabgebracht, um Nahrungsmittel zu kaufen. Wir wissen nicht, wer unser Geld in unsere Saecke gelegt hat. 43.23 Und er sprach: Friede euch! Fuerchtet euch nicht! Euer Gott und der Gott eures Vaters hat euch einen Schatz in eure Saecke gegeben; euer Geld ist mir zugekommen. Und er fuehrte Simeon zu ihnen heraus. 43.24 Und der Mann fuehrte die Maenner in Josephs Haus und gab [ihnen] Wasser, und sie wuschen ihre Fuesse; und er gab ihren Eseln Futter. 43.25 Und sie bereiteten das Geschenk zu, bis Joseph am Mittag kaeme; denn sie hatten gehoert, dass sie dort essen sollten. 43.26 Als Joseph nach Hause kam, da brachten sie ihm das Geschenk, das in ihrer Hand war, ins Haus und warfen sich vor ihm zur Erde nieder. 43.27 Er aber fragte nach ihrem Wohlergehen und sagte: Geht es eurem alten Vater wohl, von dem ihr spracht? Lebt er noch? 43.28 Sie sagten: Es geht deinem Knecht, unserem Vater, wohl; er lebt noch. Und sie verneigten sich und warfen sich nieder. 43.29 Und er erhob seine Augen und sah seinen Bruder Benjamin, den Sohn seiner Mutter, und sagte: Ist das euer juengster Bruder, von dem ihr zu mir gesprochen habt? Und er sprach: Gott sei dir gnaedig, mein Sohn! 43.30 Und Joseph eilte [hinaus], denn sein Innerstes wurde erregt ueber seinen Bruder, und er suchte [einen Ort], zu weinen. Und er ging in das innere Gemach und weinte dort. 43.31 Dann wusch er sein Gesicht und kam heraus, bezwang sich und sagte: Tragt das Essen auf! 43.32 Da trug man fuer ihn besonders auf und fuer sie besonders und fuer die Aegypter, die mit ihm assen, besonders; denn die Aegypter koennen nicht mit den Hebraeern essen, denn ein Greuel ist das fuer Aegypter. 43.33 Und sie sassen vor ihm, der Erstgeborene nach seiner Erstgeburt und der Juengste nach seiner Jugend. Da sahen die Maenner einander staunend an. 43.34 Und er liess ihnen von den Ehrengerichten vor ihm auftragen. Das Ehrengericht Benjamins aber war fuenfmal groesser als die Ehrengerichte von ihnen allen. Und sie tranken mit ihm und berauschten sich. Josephs harte Behandlung seiner Brueder. \44\ 44.1 Dann befahl er dem, der ueber sein Haus war: Fuelle die Saecke der Maenner mit Nahrungsmitteln, soviel sie tragen koennen, und lege das Geld eines jeden oben in seinen Sack! 44.2 Meinen Kelch aber, den silbernen Kelch, sollst du oben in den Sack des Juengsten legen mit dem Geld fuer sein Getreide! Und er tat nach Josephs Wort, das er geredet hatte. 44.3 Der Morgen wurde hell, da entliess man die Maenner, sie und ihre Esel. 44.4 Sie waren eben zur Stadt hinausgegangen [und noch] nicht weit gekommen, da sagte Joseph zu dem, der ueber sein Haus war: Mache dich auf, jage den Maennern nach, und hast du sie erreicht, so sage zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Boesem vergolten? 44.5 Ist es nicht der, aus dem mein Herr trinkt und aus dem er zu wahrsagen pflegt? Ihr habt schlecht [daran] getan, dass ihr [so] gehandelt habt! 44.6 Und er erreichte sie und redete diese Worte zu ihnen. 44.7 Da sagten sie zu ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Fern sei es von deinen Knechten, eine solche Sache zu tun! 44.8 Siehe, das Geld, das wir oben in unseren Saecken fanden, haben wir dir aus dem Land Kanaan zurueckgebracht! Und wie sollten wir aus dem Haus deines Herrn Silber oder Gold stehlen? 44.9 Derjenige von deinen Knechten, bei dem er gefunden wird, der soll sterben; und dazu wollen wir meinem Herrn zu Knechten werden. 44.10 Da sagte er: Nun gut, nach euren Worten, so sei es: Bei wem er gefunden wird, der sei mein Knecht, ihr aber sollt schuldlos sein. 44.11 Darauf hoben sie schnell jeder seinen Sack auf die Erde herab und oeffneten jeder seinen Sack. 44.12 Und er durchsuchte: beim Aeltesten fing er an, und beim Juengsten hoerte er auf. Und der Kelch fand sich im Sack Benjamins. 44.13 Da zerrissen sie ihre Kleider, jeder belud seinen Esel, und sie kehrten in die Stadt zurueck. 44.4 Und Juda und seine Brueder kamen in das Haus Josephs; und er war noch dort. Und sie fielen vor ihm nieder zur Erde. 44.15 Joseph sagte zu ihnen: Was ist das fuer eine Tat, die ihr getan habt! Wusstet ihr nicht, dass ein Mann wie ich wahrsagen kann? 44.16 Da sagte Juda: Was sollen wir meinem Herrn sagen? Was sollen wir reden und wie uns rechtfertigen? Gott hat die Schuld deiner Knechte gefunden; siehe, wir sind die Knechte meines Herrn, sowohl wir als auch der, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist. 44.17 Er aber sagte: Fern sei es von mir, so etwas zu tun! Der Mann, in dessen Hand der Kelch gefunden worden ist, der soll mein Knecht sein. Ihr aber zieht in Frieden hinauf zu eurem Vater. 44.18 Da trat Juda zu ihm und sagte: Bitte, mein Herr, lass doch deinen Knecht ein Wort reden zu den Ohren meines Herrn, und es entbrenne nicht dein Zorn gegen deinen Knecht, denn du bist dem Pharao gleich. 44.19 Mein Herr fragte seine Knechte: `Habt ihr [noch] einen Vater oder einen Bruder?' 44.20 Und wir sagten zu meinem Herrn: `Wir haben einen alten Vater und einen kleinen Jungen, [der ihm] im Alter [geboren wurde]; dessen Bruder aber ist tot. So ist er allein von seiner Mutter uebriggeblieben, und sein Vater liebt ihn. 44.21 Da sagtest du zu deinen Knechten: `Bringt ihn zu mir herab, dass ich mein Auge auf ihn richte!' 44.22 Wir aber sagten zu meinem Herrn: `Der Junge kann seinen Vater nicht verlassen; verliesse er seinen Vater, so wuerde der sterben.' 44.23 Da sprachst du zu deinen Knechten: `Wenn euer juengster Bruder nicht mit euch herabkommt, dann sollt ihr mein Gesicht nicht mehr sehen.' 44.24 Und es geschah, als wir hinaufgezogen waren zu deinem Knecht, meinem Vater, da berichteten wir ihm die Worte meines Herrn. 44.25 Als nun unser Vater sagte: `Kehrt zurueck, kauft uns ein wenig Nahrung'! 44.26 da sagten wir: `Wir koennen nicht hinabziehen. Wenn unser juengster Bruder bei uns ist, dann ziehen wir hinab. Denn wir koennen das Gesicht des Mannes nicht sehen, ohne dass unser juengster Bruder bei uns ist.' 44.27 Da sagte dein Knecht, mein Vater, zu uns: `Ihr wisst, dass meine Frau mir zwei geboren hat. Der 44.28 eine ist von mir weggegangen, und ich sagte: Fuerwahr, er ist wirklich zerrissen worden; und ich habe ihn bis jetzt nicht [mehr wieder]gesehen. 44.29 Und nehmt ihr auch den von mir weg und es begegnet ihm ein Unfall, dann bringt ihr mein graues Haar mit Unglueck in den Scheol hinab.' 44.30 Und nun, wenn ich zu deinem Knecht, meinem Vater, kaeme und der Junge waere nicht bei uns - haengt doch seine Seele an dessen Seele -, 44.31 dann wuerde es geschehen, dass er stirbt, wenn er saehe, dass der Junge nicht da ist. Dann haetten deine Knechte das graue Haar deines Knechtes, unseres Vaters, mit Kummer in den Scheol hinabgebracht. 44.32 Denn dein Knecht ist fuer den Jungen Buerge geworden bei meinem Vater und hat gesagt: `Wenn ich ihn nicht zu dir bringe, will ich alle Tage vor meinem Vater schuldig sein.' 44.33 Und nun, lass doch deinen Knecht anstelle des Jungen [hier] bleiben als Knecht meines Herrn, der Junge aber ziehe hinauf mit seinen Bruedern! 44.34 Denn wie koennte ich zu meinem Vater hinaufziehen, ohne dass der Junge bei mir ist? - Dass ich nicht das Unglueck [mit] ansehen muss, das meinen Vater [dann] trifft. Joseph gibt sich seinen Bruedern zu erkennen. \45\ 45.1 Da konnte Joseph sich nicht [mehr] bezwingen vor all denen, die um ihn her standen, und er rief: Lasst jedermann von mir hinausgehen! So stand niemand bei ihm, als Joseph sich seinen Bruedern zu erkennen gab. 45.2 Und er erhob seine Stimme mit Weinen, dass die Aegypter es hoerten, und [auch] das Haus des Pharao hoerte es. 45.3 Und Joseph sagte zu seinen Bruedern: Ich bin Joseph. Lebt mein Vater noch? Seine Brueder aber konnten ihm nicht antworten, denn sie waren bestuerzt vor ihm. 45.4 Da sagte Joseph zu seinen Bruedern: Tretet doch zu mir heran! Und sie traten heran. Und er sagte: Ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr nach Aegypten verkauft habt. 45.5 Und nun seid nicht bekuemmert, und werdet nicht zornig [auf euch selbst], dass ihr mich hierher verkauft habt! Denn zur Erhaltung des Lebens hat Gott mich vor euch hergesandt. 45.6 Denn schon zwei Jahre ist die Hungersnot im Land, und [es dauert] noch fuenf Jahre, dass es kein Pfluegen und Ernten gibt. 45.7 Doch Gott hat mich vor euch hergesandt, um euch einen Ueberrest zu setzen auf Erden und euch am Leben zu erhalten fuer eine grosse Errettung. 45.8 Und nun, nicht ihr habt mich hierhergesandt, sondern Gott; und er hat mich zum Vater des Pharao gemacht und zum Herrn seines ganzen Hauses und zum Herrscher ueber das ganze Land Aegypten. 45.9 Eilt und zieht hinauf zu meinem Vater, und sagt zu ihm: `So spricht dein Sohn Joseph: Gott hat mich zum Herrn von ganz Aegypten gemacht. Komm zu mir herab, zoegere nicht! 45.10 Du sollst im Land Goschen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine Soehne und die Soehne deiner Soehne, deine Schafe und deine Rinder und alles, was du hast. 45.11 Und ich will dich dort versorgen - denn noch fuenf Jahre [dauert die] Hungersnot -, dass du nicht verarmst, du und dein Haus und alles, was du hast.' 45.12 Und siehe, eure Augen und die Augen meines Bruders Benjamin sehen es, dass mein Mund es ist, der zu euch redet. 45.13 Und berichtet meinem Vater alle meine Herrlichkeit in Aegypten und alles, was ihr gesehen habt; und eilt und bringt meinen Vater hierher herab! 45.14 Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte; und Benjamin weinte an seinem Hals. 45.15 Und herzlich kuesste er alle seine Brueder und weinte an ihnen. Danach redeten seine Brueder mit ihm. 45.16 Und das Geruecht wurde im Haus des Pharao gehoert, dass man sagte: Josephs Brueder sind gekommen. Und es war gut in den Augen des Pharao und in den Augen seiner Diener. 45.17 Und der Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Bruedern: `Tut dies: Beladet eure Tiere, und zieht hin, geht ins Land Kanaan, 45.18 und nehmt euren Vater und eure Familien, und kommt zu mir! Ich will euch das Beste des Landes Aegypten geben, und ihr sollt das Fett des Landes essen.' 45.19 Du aber hast den Befehl [zu sagen]: `Tut dies: Nehmt euch aus dem Land Aegypten Wagen fuer eure Kinder und fuer eure Frauen, und holt euren Vater und kommt! 45.20 Und seid nicht betruebt wegen eures Hausrates, denn das Beste des ganzen Landes Aegypten soll euch gehoeren.' 45.21 Da taten die Soehne Israels so. Und Joseph gab ihnen auf den Befehl des Pharao Wagen und gab ihnen Wegzehrung mit auf den Weg. 45.22 Er gab ihnen allen, einem jeden, Wechselkleider, aber Benjamin gab er dreihundert Silber[-Schekel] und fuenf Wechselkleider. 45.23 Ebenso sandte er seinem Vater zehn Esel, beladen mit dem Besten Aegyptens, und zehn Eselinnen, beladen mit Getreide und Brot und Nahrung fuer seinen Vater auf den Weg. 45.24 Und er entliess seine Brueder, und sie zogen hin, und er sagte zu ihnen: Ereifert euch nicht auf dem Weg! 45.25 So zogen sie aus Aegypten hinauf, und kamen ins Land Kanaan zu ihrem Vater Jakob. 45.26 Und sie berichteten ihm: Joseph lebt noch, ja, er ist Herrscher ueber das ganze Land Aegypten. Aber sein Herz blieb kalt, denn er glaubte ihnen nicht. 45.27 Da redeten sie zu ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen geredet hatte. Und als er die Wagen sah, die Joseph gesandt hatte, um ihn zu holen, da lebte der Geist ihres Vaters Jakob auf. 45.28 Und Israel sprach: Genug! Mein Sohn Joseph lebt noch! Ich will hinziehen und ihn sehen, bevor ich sterbe. Jakobs Ausreise nach Aegypten. \46\ 46.1 Und Israel brach auf und alles, was er hatte, und kam nach Beerscheba; und er opferte dem Gott seines Vaters Isaak Schlachtopfer. 46.2 Und Gott sprach zu Israel in Nachtgesichten und sagte: Jakob! Jakob! Und er sagte: Hier bin ich. 46.3 Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters. Fuerchte dich nicht, nach Aegypten hinabzuziehen, denn zu einer grossen Nation will ich dich dort machen! 46.4 Ich selbst ziehe mit dir nach Aegypten hinab, und ich, ich fuehre dich auch wieder herauf. Und Joseph wird seine Hand auf deine Augen legen. 46.5 Da machte sich Jakob von Beerscheba auf, und die Soehne Israels hoben ihren Vater Jakob und ihre Kinder und ihre Frauen auf die Wagen, die der Pharao gesandt hatte, um ihn zu holen. 46.6 Und sie nahmen ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Land Kanaan erworben hatten, und kamen nach Aegypten, Jakob und all seine Nachkommenschaft mit ihm: 46.7 seine Soehne und die Soehne seiner Soehne mit ihm, seine Toechter und die Toechter seiner Soehne, und seine ganze Nachkommenschaft brachte er mit sich nach Aegypten. Jakobs Nachkommen. V. 8-25: Kap. 35,23-26. 46.8 Und dies sind die Namen der Soehne Israels, die nach Aegypten kamen, Jakob und seine Soehne: der Erstgeborene Jakobs: Ruben. 46.9 Und die Soehne Rubens: Henoch und Pallu und Hezron und Karmi. 46.10 Und die Soehne Simeons: Jemuel und Jamin und Ohad und Jachin und Zohar und Schaul, der Sohn der Kanaaniterin. 46.11 Und die Soehne Levis: Gerschon, Kehat und Merari. 46.12 Und die Soehne Judas: Er und Onan und Schela und Perez und Serach; Er und Onan aber starben im Land Kanaan. Und die Soehne des Perez waren Hezron und Hamul. 46.13 Und die Soehne Issaschars: Tola und Puwa und Job und Schimron. 46.14 Und die Soehne Sebulons: Sered und Elon und Jachleel. 46.15 Das sind die Soehne der Lea, die sie dem Jakob in Paddan-Aram geboren hatte, und seine Tochter Dina. [Die Zahl] aller Seelen seiner Soehne und seiner Toechter [betrug] 33. - 46.16 Und die Soehne Gads: Zifjon und Haggi, Schuni und Ezbon, Eri und Arod und Areli. 46.17 Und die Soehne Assers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beri und ihre Schwester Serach. Und die Soehne Berias: Heber und Malkiel. 46.18 Das sind die Soehne der Silpa, die Laban seiner Tochter Lea gegeben hatte; und sie gebar diese dem Jakob, sechzehn Seelen. - 46.19 Die Soehne der Rahel, der Frau Jakobs: Joseph und Benjamin. 46.20 Und dem Joseph wurden im Land Aegypten Manasse und Ephraim geboren, die ihm Asenat gebar, die Tochter Potiferas, des Priesters von On. 46.21 Und die Soehne Benjamins: Bela und Becher und Aschbel, Gera und Naaman, Ehi und Rosch, Muppim und Huppim und Ard. 46.22 Das sind die Soehne der Rahel, die Jakob geboren wurden, zusammen vierzehn Seelen. - 46.23 Und die Soehne Dans: Schuham. 46.24 Und die Soehne Naftalis: Jachzeel und Guni und Jezer und Schillem. 46.25 Das sind die Soehne der Bilha, die Laban seiner Tochter Rahel gegeben hatte; und sie gebar diese dem Jakob, insgesamt sieben Seelen. - 46.26 Alle dem Jakob [angehoerigen] Seelen, die nach Aegypten kamen, die aus seinen Lenden hervorgegangen waren, ausgenommen die Frauen der Soehne Jakobs, alle Seelen waren 66. 46.27 Und die Soehne Josephs, die ihm in Aegypten geboren wurden, waren zwei Seelen. Alle Seelen des Hauses Jakob, die nach Aegypten kamen, waren siebzig. Jakobs Wiedersehen mit Joseph. 46.28 Und er sandte Juda vor sich her zu Joseph, dass er vor ihm her Weisung gebe nach Goschen. Und sie kamen in das Land Goschen. 46.29 Da spannte Joseph seinen Wagen an und zog hinauf, seinem Vater Israel entgegen nach Goschen; und als er seiner ansichtig wurde, fiel er ihm um den Hals und weinte lange an seinem Hals. 46.30 Und Israel sagte zu Joseph: Nun kann ich sterben, nachdem ich dein Gesicht gesehen habe, dass du noch lebst! 46.31 Und Joseph sagte zu seinen Bruedern und zum Haus seines Vaters: Ich will hinaufziehen und dem Pharao berichten und zu ihm sagen: `Meine Brueder und das Haus meines Vaters, die im Land Kanaan waren, sind zu mir gekommen. 46.32 Und die Maenner sind Schafhirten - denn sie haben Viehzucht getrieben -, und sie haben ihre Schafe und ihre Rinder und alles, was sie haben, mitgebracht.' 46.33 Und geschieht es, dass der Pharao euch ruft und spricht: `Was ist eure Taetigkeit?' 46.34 dann sagt: `Deine Knechte haben Viehzucht getrieben von unserer Jugend an bis jetzt, sowohl wir als auch unsere Vaeter', damit ihr im Land Goschen bleiben koennt; denn alle Schafhirten sind den Aegyptern ein Greuel. Jakob und seine Soehne vor Pharao. \47\ 47.1 Und Joseph kam und berichtete dem Pharao und sagte: Mein Vater und meine Brueder, ihre Schafe und ihre Rinder und alles, was sie haben, sind aus dem Land Kanaan gekommen; und siehe, sie sind im Land Goschen. 47.2 Und er nahm aus der Gesamtheit seiner Brueder fuenf Maenner und stellte sie vor den Pharao. 47.3 Und der Pharao sprach zu seinen Bruedern: Was ist eure Taetigkeit? Und sie sagten zum Pharao: Deine Knechte sind Schafhirten, sowohl wir als auch unsere Vaeter. 47.4 Und sie sagten zum Pharao: Wir sind gekommen, um uns im Land als Fremde aufzuhalten; denn es gibt keine Weide fuer die Schafe, die deine Knechte haben, denn die Hungersnot ist schwer im Land Kanaan. Und nun lass doch deine Knechte im Land Goschen wohnen! 47.5 Da sagte der Pharao zu Joseph: Dein Vater und deine Brueder sind zu dir gekommen. 47.6 Das Land Aegypten ist vor dir: Lass deinen Vater und deine Brueder im besten Teil des Landes wohnen; sie sollen im Land Goschen wohnen. Und wenn du erkennst, dass tuechtige Maenner unter ihnen sind, setze sie als Oberhirten ein ueber das, was ich habe! 47.7 Und Joseph brachte seinen Vater Jakob und liess ihn vor den Pharao treten. Und Jakob segnete den Pharao. 47.8 Und der Pharao sprach zu Jakob: Wie viele sind die Tage deiner Lebensjahre? 47.9 Und Jakob sprach zum Pharao: Die Tage der Jahre meiner Fremdlingschaft sind 130 Jahre; wenig und boese waren die Tage meiner Lebensjahre, und sie erreichen nicht die Tage der Lebensjahre meiner Vaeter in den Tagen ihrer Fremdlingschaft. 47.10 Und Jakob segnete den Pharao und ging von dem Pharao hinaus. 47.11 Joseph aber wies seinem Vater und seinen Bruedern Wohnsitze an und gab ihnen Grundbesitz im Land Aegypten, im besten Teil des Landes, im Land Ramses, wie der Pharao befohlen hatte. 47.12 Und Joseph versorgte seinen Vater und seine Brueder und das ganze Haus seines Vaters mit Brot nach der Zahl der Kinder. Josephs Verwaltung des Landes Aegypten. 47.13 Und es gab kein Brot im ganzen Land, denn die Hungersnot war sehr schwer; und das Land Aegypten und das Land Kanaan verschmachteten vor Hunger. 47.14 Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das sich im Land Aegypten und im Land Kanaan vorfand, fuer das Getreide, das man kaufte. Und Joseph brachte das Geld in das Haus des Pharao. 47.15 Und als das Geld im Land Aegypten und im Land Kanaan ausging, da kamen alle Aegypter zu Joseph und sagten: Bring uns Brot her! Warum sollen wir denn vor dir sterben? Denn das Geld ist zu Ende. 47.16 Da sagte Joseph: Bringt euer Vieh her! Dann gebe ich euch [Brot] fuer euer Vieh, wenn das Geld zu Ende ist. 47.17 Da brachten sie ihr Vieh zu Joseph, und Joseph gab ihnen Brot fuer die Pferde und fuer die Schafherden und fuer die Rinderherden und fuer die Esel; und so versorgte er sie mit Brot fuer all ihr Vieh in jenem Jahr. 47.18 Als jenes Jahr zu Ende war, da kamen sie im zweiten Jahr zu ihm und sagten zu ihm: Wir wollen es meinem Herrn nicht verschweigen, dass das Geld ausgegangen ist, und die Viehherden sind bei meinem Herrn. Nichts ist vor meinem Herrn uebriggeblieben als nur unser Leib und unser Land. 47.19 Warum sollen wir vor deinen Augen sterben, sowohl wir als auch unser Land? Kaufe uns und unser Land fuer Brot, dann wollen wir und unser Land dem Pharao fronpflichtig sein; und gib Samen, dass wir leben und nicht sterben und das Land nicht veroedet daliegt! 47.20 Da kaufte Joseph das ganze Land Aegypten fuer den Pharao; denn die Aegypter verkauften jeder sein Feld, weil die Hungersnot schwer auf ihnen lag. Und so kam das Land an den Pharao. 47.21 Und das Volk, das versetzte er in die verschiedenen Staedte, von einem Ende der Grenze Aegyptens bis zu ihrem anderen Ende. 47.22 Nur das Land der Priester kaufte er nicht, denn die Priester hatten ein festgesetztes Einkommen vom Pharao, und sie lebten von ihrem festgesetzten Einkommen, das der Pharao ihnen gab; deshalb verkauften sie ihr Land nicht. 47.23 Und Joseph sagte zum Volk: Siehe, ich habe euch und euer Land heute fuer den Pharao gekauft. Da habt ihr Samen! Besaet nun das Land! 47.24 Und es soll beim Ernten geschehen, dass ihr den Fuenften dem Pharao gebt; die vier Teile aber sollen fuer euch sein zum Besaeen des Feldes und zur Nahrung fuer euch und fuer die, die in euren Haeusern sind, und zu Nahrung fuer eure Kinder. 47.25 Da sagten sie: Du hast uns am Leben erhalten; finden wir Gunst in den Augen meines Herrn, dann wollen wir Knechte des Pharao sein. 47.26 Und Joseph legte es dem Land Aegypten bis zu diesem Tag als Ordnung auf, dass dem Pharao der Fuenfte gehoere. Nur das Land der Priester allein kam nicht an den Pharao. Jakobs Anweisung fuer sein Begraebnis. 47.27 Und Israel wohnte im Land Aegypten, im Land Goschen; und sie machten sich darin ansaessig und waren fruchtbar und vermehrten sich sehr. 47.28 Und Jakob lebte im Lande Aegypten siebzehn Jahre; und die Tage Jakobs, die Jahre seines Lebens, betrugen 147 Jahre. 47.29 Und als die Tage Israels nahten, dass er sterben sollte, rief er seinen Sohn Joseph und sprach zu ihm: Wenn ich nun Gunst gefunden habe in deinen Augen, dann lege doch deine Hand unter meine Huefte, und erweise Gnade und Treue an mir: Begrabe mich doch nicht in Aegypten! 47.30 Wenn ich mich zu meinen Vaetern gelegt habe, dann fuehre mich aus Aegypten, und begrabe mich in ihrem Grab! Und er sprach: Ich werde tun nach deinem Wort. 47.31 Er aber sagte: Schwoere mir! Da schwor er ihm. Und Israel neigte sich [anbetend] nieder am Kopfende des Bettes. Jakobs Segen ueber seine Enkel Ephraim und Manasse. \48\ 48.1 Und es geschah nach diesen Dingen, dass man dem Joseph sagte: Siehe, dein Vater ist krank. Da nahm er seine beiden Soehne, Manasse und Ephraim, mit sich. 48.2 Und man berichtete dem Jakob und sagte: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Da machte Israel sich stark und setzte sich im Bett auf. 48.3 Und Jakob sagte zu Joseph: Gott, der Allmaechtige, erschien mir in Lus im Land Kanaan, und er segnete mich 48.4 und sprach zu mir: `Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich vermehren, und ich will dich zu einer Schar von Voelkern machen und dieses Land deiner Nachkommenschaft nach dir zum ewigen Besitz geben.' 48.5 Und nun, deine beiden Soehne, die dir im Land Aegypten geboren wurden, bevor ich zu dir nach Aegypten kam, sollen mir gehoeren; Ephraim und Manasse sollen mir gehoeren wie Ruben und Simeon. 48.6 Aber deine Kinder, die du nach ihnen gezeugt hast, sollen dir gehoeren. Nach dem Namen ihrer Brueder sollen sie genannt werden in ihrem Erbteil. 48.7 Denn ich - als ich aus Paddan kam, starb Rahel bei mir im Land Kanaan, auf dem Weg, als es noch eine Strecke Landes war, um nach Efrata zu kommen; und ich begrub sie dort am Weg nach Efrata, das ist Bethlehem. 48.8 Als Israel die Soehne Josephs sah, sagte er: Wer sind diese? 48.9 Und Joseph sagte zu seinem Vater: Das sind meine Soehne, die Gott mir hier gegeben hat. Da sagte er: Bring sie doch zu mir her, dass ich sie segne! 48.10 Die Augen Israels aber waren schwer vor Alter, er konnte nicht sehen. Und als er sie zu ihm gebracht hatte, kuesste er sie und umarmte sie. 48.11 Und Israel sprach zu Joseph: Ich hatte nicht gedacht, dein Gesicht [noch einmal] zu sehen, und siehe, Gott hat mich sogar deine Nachkommen sehen lassen! 48.12 Und Joseph nahm sie von seinen Knien weg und beugte sich auf sein Gesicht zur Erde nieder. 48.13 Und Joseph nahm sie beide, Ephraim mit seiner Rechten zur Linken Israels und Manasse mit seiner Linken zur Rechten Israels, und brachte sie zu ihm. 48.14 Da streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf Ephraims Kopf - obwohl er der Juengere war - und seine Linke auf Manasses Kopf; er legte seine Haende ueber Kreuz. Denn Manasse war der Erstgeborene. 48.15 Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht meine Vaeter, Abraham und Isaak, gelebt haben, der Gott, der mich geweidet hat, seitdem ich bin, bis zu diesem Tag, 48.16 der Engel, der mich von allem Uebel erloest hat, segne die Knaben; und in ihnen werde mein Name genannt und der Name meiner Vaeter, Abraham und Isaak, und sie sollen sich vermehren zu einer Menge mitten im Land! 48.17 Und als Joseph sah, dass sein Vater seine rechte Hand auf Ephraims Kopf legte, war es schlecht in seinen Augen; und er fasste die Hand seines Vaters, um sie von Ephraims Kopf wegzuwenden auf Manasses Kopf. 48.18 Und Joseph sagte zu seinem Vater: Nicht so, mein Vater! Denn dieser ist der Erstgeborene. Lege deine Rechte auf seinen Kopf! 48.19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: ich weiss es, mein Sohn, ich weiss es. Auch er wird zu einem Volk werden, und auch er wird gross sein. Jedoch wird sein juengerer Bruder groesser sein als er, und seine Nachkommenschaft wird eine Fuelle von Nationen werden. 48.20 Und er segnete sie an jenem Tag und sprach: Mit dir wird Israel segnen und sagen: Gott mache dich wie Ephraim und wie Manasse! So setzte er Ephraim vor Manasse. 48.21 Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; aber Gott wird mit euch sein und euch in das Land eurer Vaeter zurueckbringen. 48.22 Und ich gebe dir einen Bergruecken ueber deine Brueder hinaus, den ich aus der Hand der Amoriter mit meinem Schwert und mit meinem Bogen genommen habe. Jakobs Segen ueber seine Soehne - Sein Tod. \49\ 49.1 Und Jakob rief seine Soehne und sprach: Versammelt euch, und ich will euch verkuenden, was euch begegnen wird in kuenftigen Tagen. 49.2 Kommt zusammen und hoert, ihr Soehne Jakobs, und hoert auf Israel, euren Vater! V. 3-27: Kap. 35,23-26; vgl. 5Mo 33,6-25. 49.3 Ruben, mein Erstgeborener bist du, meine Staerke und der Erstling meiner Kraft! Vorrang an Hoheit und Vorrang an Macht! 49.4 Du bist uebergewallt wie die Wasser, du sollst keinen Vorrang haben, denn du hast das Lager deines Vaters bestiegen; da hast du es entweiht. Mein Bett hat er bestiegen! 49.5 Die Brueder Simeon und Levi, Werkzeuge der Gewalttat sind ihre Waffen. 49.6 Meine Seele komme nicht in ihren geheimen Rat, meine Ehre vereinige sich nicht mit ihrer Versammlung! Denn in ihrem Zorn erschlugen sie den Mann, in ihrem Mutwillen laehmten sie den Stier. 49.7 Verflucht sei ihr Zorn, weil er so gewalttaetig, und ihr Grimm, weil er so grausam ist! Ich werde sie verteilen in Jakob und sie zerstreuen in Israel. 49.8 Juda, du, dich werden deine Brueder preisen! Deine Hand wird auf dem Nacken deiner Feinde sein. Vor dir werden sich niederbeugen die Soehne deines Vaters. 49.9 Juda ist ein junger Loewe; vom Raub, mein Sohn, bist du hochgekommen. Er kauert, er lagert sich wie ein Loewe und wie eine Loewin. Wer will ihn aufreizen? 49.10 Nicht weicht das Zepter von Juda, noch der Herrscherstab zwischen seinen Fuessen weg, bis dass der Schilo kommt, dem gehoert der Gehorsam der Voelker. 49.11 An den Weinstock bindet er sein Eselsfuellen, an die Edelrebe das Junge seiner Eselin; er waescht im Wein sein Kleid und im Blut der Trauben sein Gewand; 49.12 die Augen sind dunkel von Wein und weiss die Zaehne von Milch. 49.13 Sebulon wohnt an der Kueste der Meere, und an der Kueste der Schiffe [liegt] er, seine Seite nach Sidon hin. 49.14 Issaschar ist ein knochiger Esel, der sich lagert zwischen den Huerden. 49.15 Und als er sah, dass die Ruhe gut und dass das Land lieblich war, da beugte er seine Schulter zum Lasttragen und wurde zum fronpflichtigen Knecht. 49.16 Dan richtet sein Volk wie einer der Staemme Israels. 49.17 Dan ist eine Schlange am Weg, eine Hornotter am Pfad, die in die Fersen des Pferdes beisst, und ruecklings faellt sein Reiter. 49.18 Auf deine Rettung, HERR, harre ich! 49.19 Gad, Raeuberscharen bedraengen ihn, und er, er draengt [ihnen nach auf der] Ferse. 49.20 Von Asser: Fettes ist sein Brot; und er, koenigliche Leckerbissen gibt er. 49.21 Naftali ist eine fluechtige Hirschkuh; er gibt schoene Worte. 49.22 Ein junger Fruchtbaum ist Joseph, ein junger Fruchtbaum an der Quelle; seine Zweige ranken ueber die Mauer. 49.23 Und es reizen ihn die Bogenschuetzen und schiessen und feinden ihn an; 49.24 aber sein Bogen bleibt fest, und gelenkig sind die Arme seiner Haende, durch die Haende des Maechtigen Jakobs, von dort, dem Hirten, dem Stein Israels, 49.25 von dem Gott deines Vaters - der helfe dir - und [von] Gott, dem Allmaechtigen - der segne dich mit Segnungen des Himmels droben, mit Segnungen der Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen der Brueste und des Mutterleibes. 49.26 Die Segnungen deines Vaters ueberragen die Segnungen der uralten Berge, das begehrenswerte [Gut] der ewigen Huegel. Sie seien auf dem Haupt Josephs und auf dem Scheitel des Abgesonderten unter seinen Bruedern. 49.27 Benjamin ist ein Wolf, der zerreisst; am Morgen verzehrt er Raub, und am Abend verteilt er Beute. 49.28 Alle diese sind die zwoelf Staemme Israels, und das ist es, was ihr Vater zu ihnen redete. Und er segnete sie, jeden nach seinem Segen, mit dem er sie segnete. 49.29 Und er befahl ihnen und sagte zu ihnen: Bin ich versammelt zu meinem Volk, dann begrabt mich bei meinen Vaetern in der Hoehle, die auf dem Feld des Hetiters Efron [liegt]; 49.30 in der Hoehle, die auf dem Feld Machpela gegenueber von Mamre ist, im Land Kanaan, [auf] dem Feld, das Abraham von dem Hetiter Efron zum Erbbegraebnis gekauft hat. 49.31 Dort haben sie Abraham begraben und seine Frau Sara; dort haben sie Isaak begraben und seine Frau Rebekka; und dort habe ich Lea begraben. 49.32 Das Feld und die Hoehle, die darauf ist, sind Besitz, [gekauft] von den Soehnen Het. 49.33 Und als Jakob damit geendet hatte, seinen Soehnen Befehle zu geben, zog er seine Fuesse aufs Bett herauf und verschied und wurde zu seinen Voelkern versammelt. Jakobs Begraebnis in Hebron. \50\ 50.1 Da fiel Joseph auf das Angesicht seines Vaters und weinte ueber ihm und kuesste ihn. 50.2 Und Joseph befahl seinen Dienern, den Aerzten, seinen Vater einzubalsamieren. Und die Aerzte balsamierten Israel ein. 50.3 Darueber wurden vierzig Tage fuer ihn voll, denn so lange waehrt die Zeit des Einbalsamierens. Und die Aegypter beweinten ihn siebzig Tage. 50.4 Und als die Tage, da man ihn beweinte, vorueber waren, redete Joseph zum Haus des Pharao und sagte: Wenn ich doch Gunst gefunden habe in euren Augen, so redet doch vor den Ohren des Pharao und sagt: 50.5 Mein Vater hat mich schwoeren lassen und gesagt: Siehe, ich sterbe. In meinem Grab, das ich mir im Land Kanaan gegraben habe, dort begrabe mich! Und nun, lass mich doch hinaufziehen, dass ich meinen Vater begrabe und zurueckkomme! 50.6 Da sagte der Pharao: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie er dich hat schwoeren lassen! 50.7 So zog Joseph hinauf, um seinen Vater zu begraben; und mit ihm zogen hinauf alle Diener des Pharao, die Aeltesten seines Hauses und alle Aeltesten des Landes Aegypten 50.8 und das ganze Haus Josephs und seine Brueder und das Haus seines Vaters. Nur ihre Kinder und ihre Schafe und ihre Rinder liessen sie im Land Goschen zurueck. 50.9 Sogar Wagen und Reiter zogen mit ihm hinauf, und es wurde ein ganz gewaltiges Heerlager. 50.10 Und sie kamen nach Goren-Atad, das jenseits des Jordan liegt. Dort hielten sie eine sehr grosse und schwere Totenklage; und er veranstaltete fuer seinen Vater eine Trauerfeier von sieben Tagen. 50.11 Als aber die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, die Trauerfeier bei Gosen-Atad sahen, sagten sie: Eine schwere Trauerfeier ist das fuer Aegypten; daher gab man ihr den Namen Abel-Mizrajim, sie [liegt] jenseits des Jordan. 50.12 Und seine Soehne taten mit ihm so, wie er ihnen befohlen hatte; 50.13 und seine Soehne brachten ihn in das Land Kanaan und begruben ihn in der Hoehle des Feldes Machpela, des Feldes, das Abraham zum Erbbegraebnis gekauft hatte von dem Hetiter Efron, angesichts von Mamre. 50.14 Dann kehrte Joseph nach Aegypten zurueck, nachdem er seinen Vater begraben hatte, er und seine Brueder und alle, die mit ihm hinaufgezogen waren, um seinen Vater zu begraben. Josephs bruederliche Haltung - Sein Tod. 50.15 Und als Josephs Brueder sahen, dass ihr Vater gestorben war, sagten sie: Wenn nun Joseph uns anfeindet und uns gar all das Boese vergilt, das wir ihm angetan haben! 50.16 So entboten sie dem Joseph und liessen sagen: Dein Vater hat vor seinem Tod befohlen und gesagt: 50.17 `So sollt ihr zu Joseph sagen: Ach, vergib doch das Verbrechen deiner Brueder und ihre Suende, dass sie dir Boeses angetan haben!' Und nun vergib doch das Verbrechen der Knechte des Gottes deines Vaters! Da weinte Joseph, als sie zu ihm redeten. 50.18 Und auch seine Brueder gingen und fielen vor ihm nieder und sagten: Siehe, da hast du uns als Knechte. 50.19 Joseph aber sagte zu ihnen: Fuerchtet euch nicht! Bin ich etwa an Gottes Stelle? 50.20 Ihr zwar, ihr hattet Boeses gegen mich beabsichtigt; Gott [aber] hatte beabsichtigt, es zum Guten [zu wenden], damit er tue, wie es an diesem Tag ist, ein grosses Volk am Leben zu erhalten. 50.21 Und nun, fuerchtet euch nicht! Ich werde euch und eure Kinder versorgen. So troestete er sie und redete zu ihrem Herzen. 50.22 Und Joseph blieb in Aegypten, er und das Haus seines Vaters; und Joseph lebte 110 Jahre. 50.23 Und Joseph sah von Ephraim Soehne der dritten [Generation]; auch die Soehne Machirs, des Sohnes Manasses, wurden auf die Knie Josephs geboren. 50.24 Und Joseph sagte zu seinen Bruedern: Ich sterbe nun; Gott aber wird euch heimsuchen und euch aus diesem Land hinauffuehren in das Land, das er Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen hat. 50.25 Und Joseph liess die Soehne Israels schwoeren und sprach: Hat Gott euch dann heimgesucht, dann fuehrt meine Gebeine von hier hinauf! 50.26 Und Joseph starb, 110 Jahre alt; und sie balsamierten ihn ein, und man legte ihn in einen Sarg in Aegypten. Das zweite Buch Mose (Exodus). Vermehrung und Knechtschaft der Soehne Israel in Aegypten. \1\ 1.1 Und dies sind die Namen der Soehne Israels, die nach Aegypten kamen - mit Jakob kamen sie, jeder mit seinem Haus: 1.2 Ruben, Simeon, Levi und Juda; 1.3 Issaschar, Sebulon und Benjamin; 1.4 Dan und Naftali, Gad und Asser. 1.5 Und [die Zahl] aller Seelen, die von Jakob abstammten, betrug siebzig Seelen. Joseph aber war [schon] in Aegypten. 1.6 Und Joseph starb und alle seine Brueder und jene ganze Generation. 1.7 Die Soehne Israel aber waren fruchtbar und wimmelten und mehrten sich und wurden sehr, sehr stark, und das Land wurde voll von ihnen. 1.8 Da trat ein neuer Koenig [die Herrschaft] ueber Aegypten an, der Joseph nicht [mehr] kannte. 1.9 Der sagte zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Soehne Israel ist zahlreicher und staerker als wir. 1.10 Auf, lasst uns klug gegen es vorgehen, damit es sich nicht noch weiter vermehrt! Sonst koennte es geschehen, wenn Krieg ausbricht, dass es sich auch [noch] zu unseren Feinden schlaegt und gegen uns kaempft und [dann] aus dem Land hinaufzieht. 1.11 Daher setzten sie Arbeitsaufseher ueber es, um es mit ihren Lastarbeiten zu druecken. Und es baute fuer den Pharao Vorratsstaedte: Pitom und Ramses. 1.12 Aber je mehr sie es bedrueckten, desto mehr nahm es zu; und so breitete es sich aus, so dass sie ein Grauen erfasste vor den Soehnen Israel. 1.13 Da zwangen die Aegypter die Soehne Israel mit Gewalt zur Arbeit 1.14 und machten ihnen das Leben bitter durch harte Arbeit an Lehm und an Ziegeln, und durch allerlei Arbeit auf dem Feld, mit all ihrer Arbeit, zu der sie sie mit Gewalt zwangen. 1.15 Und der Koenig von Aegypten sprach zu den hebraeischen Hebammen, von denen die eine Schifra und die andere Pua hiess, 1.16 und sagte: Wenn ihr den Hebraeerinnen bei der Geburt helft und bei der Entbindung seht, dass es ein Sohn ist, dann toetet ihn, wenn es aber eine Tochter ist, dann mag sie am Leben bleiben. 1.17 Aber weil die Hebammen Gott fuerchteten, taten sie nicht, wie ihnen der Koenig von Aegypten gesagt hatte, sondern liessen die Jungen am Leben. 1.18 Da rief der Koenig von Aegypten die Hebammen [zu sich] und sagte zu ihnen: Warum habt ihr das getan, dass ihr die Jungen am Leben gelassen habt? 1.19 Die Hebammen antworteten dem Pharao: Ja, die hebraeischen Frauen sind nicht wie die aegyptischen, denn sie sind kraeftig; ehe die Hebamme zu ihnen kommt, haben sie [schon] geboren. 1.20 Und Gott tat den Hebammen Gutes, und das Volk vermehrte sich und wurde sehr stark. 1.21 Und weil die Hebammen Gott fuerchteten, geschah es, dass er ihnen Nachkommen schenkte. 1.22 Da gebot der Pharao seinem ganzen Volk: Jeden Sohn, der geboren wird, sollt ihr in den Nil werfen, jede Tochter aber sollt ihr am Leben lassen! Moses Geburt, Bewahrung und Erziehung. V. 1-25: Apg 7,20-30. \2\ 2.1 Und ein Mann vom Haus Levi ging hin und nahm eine Tochter Levi [zur Frau]. 2.2 Und die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Als sie sah, dass er schoen war, verbarg sie ihn drei Monate [lang]. 2.3 Und als sie ihn nicht laenger verbergen konnte, nahm sie fuer ihn ein Kaestchen aus Schilfrohr und verklebte es mit Asphalt und Pech, legte das Kind hinein und setzte es in das Schilf am Ufer des Nil. 2.4 Seine Schwester aber stellte sich in [einiger] Entfernung hin, um zu erfahren, was mit ihm geschehen wuerde. 2.5 Und die Tochter des Pharao ging hinab, um am Nil zu baden, waehrend ihre Dienerinnen am Ufer des Nil hin und her gingen. Und sie sah das Kaestchen mitten im Schilf und sandte ihre Magd hin und liess es holen. 2.6 Und als sie es geoeffnet hatte, sah sie das Kind, und siehe, ein weinender Junge [lag darin]. Da hatte sie Mitleid mit ihm und sagte: Das ist [eins] von den Kindern der Hebraeer. 2.7 Und seine Schwester sagte zur Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und dir eine stillende Frau von den Hebraeerinnen herbeirufen, damit sie das Kind fuer dich stillt? 2.8 Die Tochter des Pharao antwortete ihr: Geh hin! Da ging das Maedchen hin und rief die Mutter des Kindes herbei. 2.9 Und die Tochter des Pharao sagte zu ihr: Nimm dieses Kind mit und stille es fuer mich, dann werde ich [dir] deinen Lohn geben! Da nahm die Frau das Kind und stillte es. 2.10 Als aber das Kind gross geworden war, brachte sie es der Tochter des Pharao, und es wurde ihr zum Sohn. Und sie gab ihm den Namen Mose, indem sie sagte: Ich habe ihn ja aus dem Wasser gezogen. Moses Uebereifer fuer sein Volk - Flucht und Heirat in Midian. 2.11 Und es geschah in jenen Tagen, als Mose gross geworden war, da ging er zu seinen Bruedern hinaus und sah bei ihren Lastarbeiten zu. Da sah er, wie ein aegyptischer Mann einen hebraeischen Mann, [einen] von seinen Bruedern, schlug. 2.12 Und er wandte sich hierhin und dorthin, und als er sah, dass niemand [in der Naehe] war, erschlug er den Aegypter und verscharrte ihn im Sand. 2.13 Als er aber am Tag darauf wieder hinausging, siehe, da rauften sich zwei hebraeische Maenner, und er sagte zu dem Schuldigen: Warum schlaegst du deinen Naechsten? 2.14 Der aber antwortete: Wer hat dich zum Aufseher und Richter ueber uns gesetzt? Gedenkst du etwa, mich umzubringen, wie du den Aegypter umgebracht hast? Da fuerchtete sich Mose und sagte sich: Also ist die Sache doch bekannt geworden! 2.15 Und der Pharao hoerte diese Sache und suchte, Mose umzubringen. Mose aber floh vor dem Pharao und hielt sich im Land Midian auf. Und er setzte sich an einen Brunnen. 2.16 Nun hatte der Priester von Midian sieben Toechter; die kamen, schoepften [Wasser] und fuellten die Traenkrinnen, um die Herde ihres Vaters zu traenken. 2.17 Aber die Hirten kamen und trieben sie weg. Da stand Mose auf, half ihnen und traenkte ihre Herde. 2.18 Als sie nun zu ihrem Vater Reguel kamen, sagte er: Warum seid ihr heute so frueh gekommen? 2.19 Sie antworteten: Ein aegyptischer Mann hat uns aus der Gewalt der Hirten befreit, und er hat sogar eifrig fuer uns geschoepft und die Herde getraenkt. 2.20 Da sagte er zu seinen Toechtern: Und wo ist er? Warum habt ihr denn den Mann draussen gelassen? Ladet ihn doch ein, damit er Brot [mit uns] isst! 2.21 Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben. Und er gab Mose seine Tochter Zippora [zur Frau]. 2.22 Die gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Gerschom, indem er sagte: Ein Fremder bin ich in einem fremden Land geworden. 2.23 Und es geschah waehrend jener vielen Tage, da starb der Koenig von Aegypten. Und die Soehne Israel seufzten wegen [ihrer] Arbeit und schrieen um Hilfe. Und ihr Geschrei wegen der Arbeit stieg auf zu Gott. 2.24 Da hoerte Gott ihr Aechzen, und Gott dachte an seinen Bund mit Abraham, Isaak und Jakob. 2.25 Und Gott sah nach den Soehnen Israel, und Gott kuemmerte sich um sie. Moses Berufung und Auftrag. \3\ 3.1 Mose aber weidete die Herde Jetros, seines Schwiegervaters, des Priesters von Midian. Und er trieb die Herde ueber die Wueste hinaus und kam an den Berg Gottes, den Horeb. 3.2 Da erschien ihm der Engel des HERRN in einer Feuerflamme mitten aus einem Dornbusch. Und er sah [hin], und siehe, der Dornbusch brannte im Feuer, und der Dornbusch wurde nicht verzehrt. 3.3 Und Mose sagte [sich]: Ich will doch hinzutreten und dieses grosse Gesicht sehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt. 3.4 Als aber der HERR sah, dass er herzutrat, um zu sehen, da rief ihm Gott mitten aus dem Dornbusch zu und sprach: Mose! Mose! Er antwortete: Hier bin ich. 3.5 Und er sprach: Tritt nicht naeher heran! Zieh deine Sandalen von deinen Fuessen, denn die Staette, auf der du stehst, ist heiliger Boden! 3.6 Dann sprach er: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Da verhuellte Mose sein Gesicht, denn er fuerchtete sich, Gott anzuschauen. 3.7 Der HERR aber sprach: Gesehen habe ich das Elend meines Volkes in Aegypten, und sein Geschrei wegen seiner Antreiber habe ich gehoert; ja, ich kenne seine Schmerzen. 3.8 Darum bin ich herabgekommen, um es aus der Gewalt der Aegypter zu erretten und es aus diesem Land hinaufzufuehren in ein gutes und geraeumiges Land, in ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter. 3.9 Und nun siehe, das Geschrei der Soehne Israel ist vor mich gekommen; und ich habe auch die Bedraengnis gesehen, mit der die Aegypter sie quaelen. 3.10 Nun aber geh hin, denn ich will dich zum Pharao senden, damit du mein Volk, die Soehne Israel, aus Aegypten herausfuehrst! 3.11 Mose aber antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Soehne Israel aus Aegypten herausfuehren sollte? 3.12 Da sprach er: Ich werde ja mit dir sein. Und dies sei dir das Zeichen, dass ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus Aegypten herausgefuehrt hast, werdet ihr an diesem Berg Gott dienen. 3.13 Mose aber antwortete Gott: Siehe, wenn ich zu den Soehnen Israel komme und ihnen sage: Der Gott eurer Vaeter hat mich zu euch gesandt, und sie mich fragen: Was ist sein Name?, was soll ich dann zu ihnen sagen? 3.14 Da sprach Gott zu Mose: Ich bin, der ich bin. Dann sprach er: So sollst du zu den Soehnen Israel sagen: [Der] `Ich bin' hat mich zu euch gesandt. 3.15 Und Gott sprach weiter zu Mose: So sollst du zu den Soehnen Israel sagen: Jahwe, der Gott eurer Vaeter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name in Ewigkeit, und das ist meine Benennung von Generation zu Generation. 3.16 Geh hin, versammle die Aeltesten Israels und sprich zu ihnen: Jahwe, der Gott eurer Vaeter, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs, und hat gesagt: Ich habe genau achtgehabt auf euch und auf das, was euch in Aegypten angetan worden ist, 3.17 und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elend Aegyptens hinauffuehren in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter, in ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst. 3.18 Und sie werden auf deine Stimme hoeren. Und du sollst zum Koenig von Aegypten hineingehen, du und die Aeltesten Israels, und ihr sollt zu ihm sagen: Jahwe, der Gott der Hebraeer, ist uns begegnet. So lass uns nun drei Tagereisen weit in die Wueste ziehen, damit wir Jahwe, unserm Gott, opfern! 3.19 Aber ich weiss wohl, dass der Koenig von Aegypten euch nicht ziehen lassen wird, auch nicht durch eine starke Hand [gezwungen]. 3.20 Deshalb werde ich meine Hand ausstrecken und Aegypten schlagen mit all meinen Wundern, die ich in seiner Mitte tun werde. Danach erst wird er euch ziehen lassen. 3.21 Und ich werde diesem Volk Gunst geben in den Augen der Aegypter, und es wird geschehen, wenn ihr [aus]zieht, sollt ihr nicht mit leeren Haenden [aus]ziehen: 3.22 [Jede] Frau soll von ihrer Nachbarin und von ihrer Hausgenossin silberne Schmuckstuecke und goldene Schmuckstuecke und Kleidung fordern. Die sollt ihr euren Soehnen und Toechtern anlegen und so die Aegypter auspluendern! Moses Beglaubigung durch Zeichen - Beistand durch Aaron. \4\ 4.1 Und Mose antwortete und sagte: Aber siehe, sie werden mir nicht glauben und nicht auf meine Stimme hoeren; denn sie werden sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen. 4.2 Da sprach der HERR zu ihm: Was hast du da in deiner Hand? Er antwortete: Einen Stab. 4.3 Und er sprach: Wirf ihn auf die Erde! Da warf er ihn auf die Erde, und er wurde zu einer Schlange, und Mose floh vor ihr. 4.4 Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus und fasse sie beim Schwanz! Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie, und sie wurde in seiner Hand zum Stab: 4.5 Damit sie glauben, dass dir der HERR erschienen ist, der Gott ihrer Vaeter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. 4.6 Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke doch deine Hand in deinen Gewandbausch! Da steckte er seine Hand in seinen Gewandbausch. Und als er sie herauszog, siehe, da war seine Hand [weiss] von Aussatz, wie Schnee. 4.7 Und er sprach: Tu deine Hand wieder in deinen Gewandbausch! Da tat er seine Hand wieder in seinen Gewandbausch. Und als er sie aus seinem Gewandbausch herauszog, da war sie wieder wie sein [uebriges] Fleisch. 4.8 Und es wird geschehen, wenn sie dir nicht glauben und nicht auf die Stimme des ersten Zeichens hoeren, dann werden sie [doch wegen] der Stimme des zweiten Zeichens glauben. 4.9 Und es wird geschehen, wenn sie selbst diesen beiden Zeichen nicht glauben und nicht auf deine Stimme hoeren, dann nimm vom Wasser des Nil und giesse es auf das trockene Land! Dann wird das Wasser, das du aus dem Nil nehmen wirst, auf dem trockenen Land zu Blut werden. 4.10 Mose aber antwortete dem HERRN: Ach, Herr! Ich bin kein redegewandter Mann, weder seit gestern noch seit vorgestern, noch seitdem du zu deinem Knecht redest; denn unbeholfen ist mein Mund und unbeholfen meine Zunge. 4.11 Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund gemacht? Oder wer macht stumm oder taub, sehend oder blind? Nicht ich, der HERR? 4.12 Und nun geh hin! Ich will mit deinem Mund sein und dich unterweisen, was du reden sollst. 4.13 Er aber erwiderte: Ach, Herr! Sende doch, durch wen du senden willst! 4.14 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Mose, und er sprach: Ist nicht dein Bruder Aaron [da], der Levit? Ich weiss, dass er reden kann. Und siehe, er geht auch [schon] aus, dir entgegen. Und wenn er dich sieht, wird er sich freuen in seinem Herzen. 4.15 Dann sollst du zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen, und ich will mit deinem Mund und mit seinem Mund sein und will euch unterweisen, was ihr tun sollt. 4.16 Er aber soll fuer dich zum Volk reden. Und es wird geschehen, er wird fuer dich zum Mund sein, und du wirst fuer ihn zum Gott sein. 4.17 Und diesen Stab sollst du in deine Hand nehmen; damit sollst du die Zeichen tun. Moses Rueckkehr nach Aegypten. 4.18 Darauf ging Mose hin und kehrte zu seinem Schwiegervater Jitro zurueck und sagte zu ihm: Ich moechte gern gehen und zu meinen Bruedern zurueckkehren, die in Aegypten sind, um zu sehen, ob sie noch am Leben sind. Und Jetro sagte zu Mose: Geh hin in Frieden! 4.19 Und der HERR sprach zu Mose in Midian: Geh hin, kehre nach Aegypten zurueck! Denn alle Maenner sind gestorben, die dir nach dem Leben trachteten. 4.20 Da nahm Mose seine Frau und seine Soehne [mit sich], liess sie auf dem Esel reiten und kehrte in das Land Aegypten zurueck. Und Mose nahm den Stab Gottes in seine Hand. 4.21 Und der HERR sprach zu Mose: Wenn du hinziehst, um nach Aegypten zurueckzukehren, sieh zu, dass du all die Wunder, die ich in deine Hand gelegt habe, vor dem Pharao tust! Und ich, ich will sein Herz verstocken, so dass er das Volk nicht ziehen lassen wird. 4.22 Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: Mein erstgeborener Sohn ist Israel, - 4.23 und ich sage dir: Lass meinen Sohn ziehen, damit er mir dient! Wenn du dich aber weigerst, ihn ziehen zu lassen, siehe, dann werde ich deinen erstgeborenen Sohn umbringen. 4.24 Und es geschah auf dem Weg, in der Herberge, da trat der HERR ihm entgegen und wollte ihn toeten. 4.25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein, schnitt ihrem Sohn die Vorhaut ab, beruehrte [damit] seine Fuesse und sagte: Wahrhaftig, du bist mir ein Blutbraeutigam! 4.26 Da liess er von ihm ab. Damals sagte sie `Blutbraeutigam' wegen der Beschneidung. 4.27 Und der HERR sprach zu Aaron: Geh Mose entgegen in die Wueste! Da ging er hin und traf ihn am Berg Gottes und kuesste ihn. 4.28 Und Mose teilte Aaron alle Worte des HERRN mit, der ihn gesandt, und all die Zeichen, die er ihm aufgetragen hatte. 4.29 Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle Aeltesten der Soehne Israel. 4.30 Und Aaron redete [zu ihnen] alle Worte, die der HERR zu Mose geredet hatte, und tat die Zeichen vor den Augen des Volkes. 4.31 Und das Volk glaubte. Und als sie hoerten, dass der HERR die Soehne Israel heimgesucht und ihr Elend gesehen habe, da warfen sie sich nieder und beteten an. Mose und Aaron vor Pharao. \5\ 5.1 Danach gingen Mose und Aaron hinein und sagten zum Pharao: So spricht der HERR, der Gott Israels: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wueste ein Fest feiern! 5.2 Der Pharao aber antwortete [ihnen]: Wer ist der HERR, dass ich auf seine Stimme hoeren sollte, Israel ziehen zu lassen? Ich kenne den HERRN nicht und werde Israel auch nicht ziehen lassen. 5.3 Und sie sagten: Der Gott der Hebraeer ist uns begegnet. Lass uns doch drei Tagereisen weit in die Wueste ziehen und dem HERRN, unserm Gott, opfern, damit er uns nicht mit der Pest oder dem Schwert schlaegt! 5.4 Der Koenig von Aegypten antwortete ihnen: Wozu, Mose und Aaron, wollt ihr das Volk von seinen Arbeiten abhalten? Geht an eure Lastarbeiten! 5.5 Weiter sagte der Pharao: Siehe, das Volk des Landes ist jetzt [schon] zahlreich, und ihr wollt sie mit ihren Lastarbeiten aufhoeren lassen! Israels noch haertere Bedrueckung. 5.6 Und der Pharao befahl am gleichen Tag den Antreibern des Volkes und seinen Aufsehern: 5.7 Ihr sollt dem Volk nicht mehr wie bisher Haecksel zur Anfertigung der Ziegel liefern! Sie sollen selbst hingehen und sich Haecksel sammeln! 5.8 Aber ihr sollt ihnen die[selbe] Anzahl Ziegel auferlegen, die sie bisher angefertigt haben; ihr sollt nichts daran kuerzen! Denn sie sind faul; darum schreien sie: Wir wollen hinziehen, wir wollen unserm Gott opfern! 5.9 Die Arbeit soll schwer auf den Maennern lasten, damit sie daran zu schaffen haben und nicht auf truegerische Reden achten. 5.10 Da gingen die Antreiber des Volkes und seine Aufseher hinaus, redeten zum Volk und sagten: So spricht der Pharao: Ich gebe euch kein Haecksel [mehr]. 5.11 Geht selbst hin, holt euch Haecksel, wo ihr es findet; doch von eurer Arbeit wird nichts gekuerzt. 5.12 Darauf zerstreute sich das Volk im ganzen Land Aegypten, um Strohstoppeln fuer Haecksel zu sammeln. 5.13 Und die Antreiber draengten sie und sagten: Vollendet eure Arbeiten, die Tagesleistung an ihrem Tag wie [frueher], als [noch] Haecksel da war! 5.14 Dazu wurden die Aufseher der Soehne Israel, die die Antreiber des Pharao ueber sie gesetzt hatten, geschlagen, indem man sagte: Warum habt ihr weder gestern noch heute euer Mass an Ziegeln erfuellt wie bisher? 5.15 Da gingen die Aufseher der Soehne Israel hinein und schrieen zum Pharao: Warum verfaehrst du so mit deinen Knechten? 5.16 Haecksel wird deinen Knechten nicht gegeben, und [doch] sagt man zu uns: Stellt Ziegel her! Und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein Volk wird schuldig. 5.17 Er antwortete: Faulenzer seid ihr, Faulenzer! Darum sagt ihr: Wir wollen hinziehen, wir wollen dem HERRN opfern. 5.18 Und jetzt geht, arbeitet! Haecksel wird euch nicht gegeben, aber die bestimmte Anzahl Ziegel sollt ihr abliefern! 5.19 Da sahen sich die Aufseher der Soehne Israel in einer ueblen Lage, weil man sagte: Ihr sollt nichts an euren Ziegeln kuerzen: die Tagesleistung an ihrem Tag! 5.20 Als sie nun vom Pharao herauskamen, trafen sie Mose und Aaron; die traten ihnen entgegen. 5.21 Und sie sagten zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und halte Gericht darueber, dass ihr unseren Geruch beim Pharao und bei seinen Hofbeamten stinkend gemacht habt, indem ihr ihnen das Schwert in die Hand gegeben habt, uns umzubringen. 5.22 Da wandte sich Mose an den HERRN und sagte: Herr, warum hast du [so] uebel an diesem Volk gehandelt? Wozu hast du mich denn gesandt? 5.23 Seitdem ich naemlich zum Pharao hineingegangen bin, um in deinem Namen zu reden, hat er an diesem Volk uebel gehandelt, aber errettet hast du dein Volk keineswegs. \6\ 6.1 Der HERR jedoch sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao antun werde. Denn durch eine starke Hand [gezwungen,] wird er sie ziehen lassen, ja, durch eine starke Hand [gezwungen,] wird er sie aus seinem Land hinausjagen. Moses erneute Berufung und weiterer Auftrag. 6.2 Und Gott redete zu Mose und sprach zu ihm: Ich bin Jahwe. 6.3 Ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als Gott, der Allmaechtige; aber mit meinem Namen Jahwe habe ich mich ihnen nicht zu erkennen gegeben. 6.4 Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, ihnen das Land Kanaan zu geben, das Land ihrer Fremdlingschaft, in dem sie sich als Fremdlinge aufgehalten haben. 6.5 Und ich habe auch das Aechzen der Soehne Israel gehoert, die die Aegypter zur Arbeit zwingen, und ich habe an meinen Bund gedacht. 6.6 Darum sage zu den Soehnen Israel: Ich bin der HERR; ich werde euch herausfuehren unter den Lastarbeiten der Aegypter hinweg, euch aus ihrer Arbeit erretten und euch erloesen mit ausgestrecktem Arm und durch grosse Gerichte. 6.7 Und ich will euch mir zum Volk annehmen und will euer Gott sein. Und ihr sollt erkennen, dass ich der HERR, euer Gott, bin, der euch herausfuehrt unter den Lastarbeiten der Aegypter hinweg. 6.8 Dann werde ich euch in das Land bringen, um dessentwillen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, dass ich es Abraham, Isaak und Jakob geben will, und ich werde es euch zum Besitz geben, ich, der HERR. 6.9 Mose nun redete so zu den Soehnen Israel. Aber aus Verzagtheit und wegen [ihrer] schweren Arbeit hoerten sie nicht auf Mose. 6.10 Da redete der HERR zu Mose und sprach: 6.11 Geh hinein, sage dem Pharao, dem Koenig von Aegypten, er soll die Soehne Israel aus seinem Land ziehen lassen! 6.12 Mose aber redete vor dem HERRN und sagte: Siehe, die Soehne Israel haben nicht auf mich gehoert, wie sollte da der Pharao mich anhoeren, zumal ich unbeschnittene Lippen habe! 6.13 Aber der HERR redete zu Mose und zu Aaron und beauftragte sie [als Gesandte] an die Soehne Israel und an den Pharao, den Koenig von Aegypten, die Soehne Israel aus dem Land Aegypten hinauszufuehren. Stammbaum Moses und Aarons. 6.14 Dies sind die Haeupter ihrer Vaterhaeuser: Die Soehne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch, Pallu, Hezron und Karmi; das sind die Sippen Rubens. 6.15 Und die Soehne Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Schaul, der Sohn der Kanaaniterin; das sind die Sippen Simeons. V. 16-25: 1Chr 5,27-30; 6,1-15. 6.16 Und dies sind die Namen der Soehne Levis nach ihrer Geschlechterfolge: Gerschon, Kehat und Merari; und die Lebensjahre Levis [betrugen] 137 Jahre. 6.17 Die Soehne Gerschons waren: Libni und Schimi nach ihren Sippen. 6.18 Und die Soehne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel; und die Lebensjahre Kehats [betrugen] 133 Jahre. 6.19 Und die Soehne Meraris: Machli und Muschi; das sind die Sippen Levis nach ihrer Geschlechterfolge. 6.20 Und Amram nahm sich Jochebed, die Schwester seines Vaters, zur Frau; die gebar ihm Aaron und Mose; und die Lebensjahre Amrams [betrugen] 137 Jahre. 6.21 Die Soehne Jizhars aber waren Korach, Nefeg und Sichri, 6.22 und die Soehne Usiels Mischael, Elizafan und Sitri. 6.23 Aaron aber nahm sich Elischeba, die Tochter Amminadabs, die Schwester Nachschons, zur Frau; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar. 6.24 Und die Soehne Korachs waren Assir, Elkana und Abiasaf; das sind die Sippen der Korachiter. 6.25 Eleasar aber, der Sohn Aarons, nahm sich eine von den Toechtern Putiels zur Frau; die gebar ihm Pinhas; dies sind die Familienhaeupter der Leviten nach ihren Sippen. 6.26 Dieser Aaron und dieser Mose sind es, zu denen der HERR gesprochen hat: Fuehrt die Soehne Israel aus dem Land Aegypten hinaus nach ihren Heerscharen [geordnet]! 6.27 Diese sind es, die zum Pharao, dem Koenig von Aegypten, redeten, um die Soehne Israel aus Aegypten hinauszufuehren: das sind Mose und Aaron. Beglaubigungszeichen vor Pharao. 6.28 Und es geschah an dem Tag, an dem der HERR zu Mose im Land Aegypten redete, 6.29 dass der HERR zu Mose redete und sprach: Ich bin der HERR. Rede zum Pharao, dem Koenig von Aegypten, alles, was ich zu dir rede! 6.30 Mose aber sagte vor dem HERRN: Siehe, ich habe unbeschnittene Lippen, wie sollte der Pharao auf mich hoeren? \7\ 7.1 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich fuer den Pharao zum Gott eingesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein. 7.2 Du sollst alles reden, was ich dir befehlen werde, und dein Bruder Aaron soll zum Pharao reden, dass er die Soehne Israel aus seinem Land ziehen lassen soll. 7.3 Ich aber will das Herz des Pharao verhaerten und meine Zeichen und Wunder im Land Aegypten zahlreich machen. 7.4 Und der Pharao wird nicht auf euch hoeren. Dann werde ich meine Hand an Aegypten legen und meine Heerscharen, mein Volk, die Soehne Israel, durch grosse Gerichte aus dem Land Aegypten herausfuehren. 7.5 Und die Aegypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich meine Hand ueber Aegypten ausstrecke und die Soehne Israel aus ihrer Mitte herausfuehre. 7.6 Da handelten Mose und Aaron, wie ihnen der HERR befohlen hatte, so handelten sie. 7.7 Mose aber war 80 Jahre alt und Aaron 83 Jahre, als sie zum Pharao redeten. 7.8 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: 7.9 Wenn der Pharao zu euch reden und sagen wird: Weist euch durch ein Wunder aus! - dann sollst du zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor dem Pharao hin! - er wird zu einer Schlange werden. 7.10 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und machten es so, wie der HERR geboten hatte: Aaron warf seinen Stab vor dem Pharao und vor seinen Hofbeamten hin, und er wurde zur Schlange. 7.11 Da rief auch der Pharao die Weisen und Zauberer; und auch sie, die Wahrsagepriester Aegyptens, machten es ebenso mit ihren Zauberkuensten, 7.12 sie warfen jeder seinen Stab hin, und es wurden Schlangen daraus. Aber Aarons Stab verschlang ihre Staebe. 7.13 Doch das Herz des Pharao wurde verstockt, und er hoerte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte. Erste Plage: Wasser wird zu Blut. 7.14 Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist verstockt. Er weigert sich, das Volk ziehen zu lassen. 7.15 Geh morgen frueh zum Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen -, tritt ihm entgegen am Ufer des Nil, nimm den Stab, der sich in eine Schlange verwandelt hat, in deine Hand 7.16 und sage zu ihm: Der HERR, der Gott der Hebraeer, hat mich zu dir gesandt und gesagt: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir in der Wueste dienen! Aber siehe, du hast bisher nicht gehoert. 7.17 [Darum,] so spricht der HERR: Daran sollst du erkennen, dass ich der HERR bin: Siehe, ich will mit dem Stab, der in meiner Hand ist, auf das Wasser im Nil schlagen, und es wird sich in Blut verwandeln. 7.18 Dann werden die Fische im Nil sterben, und der Nil wird stinken, so dass es die Aegypter ekeln wird, Wasser aus dem Nil zu trinken. 7.19 Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und strecke deine Hand aus ueber die Gewaesser Aegyptens, ueber seine Fluesse, Nilarme, Suempfe und all seine Wasserstellen, so dass sie zu Blut werden! Und im ganzen Land Aegypten wird Blut sein, selbst in [Gefaessen aus] Holz und Stein. 7.20 Da taten Mose und Aaron, wie der HERR geboten hatte; und er erhob den Stab und schlug vor den Augen des Pharao und vor den Augen seiner Hofbeamten [auf] das Wasser im Nil. Da wurde alles Wasser, das im Nil war, in Blut verwandelt. 7.21 Die Fische im Nil starben, und der Nil wurde stinkend, und die Aegypter konnten das Wasser aus dem Nil nicht trinken; und das Blut war im ganzen Land Aegypten. 7.22 Aber die Wahrsagepriester Aegyptens machten es ebenso mit ihren Zauberkuensten. Da blieb das Herz des Pharao verstockt, und er hoerte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte. 7.23 Da wandte sich der Pharao um, ging in sein Haus und nahm auch dies nicht zu Herzen. 7.24 Alle Aegypter aber gruben in der Umgebung des Nil nach Wasser zum Trinken, denn vom Wasser des Nil konnten sie nicht trinken. 7.25 Und es wurden sieben Tage erfuellt, nachdem der HERR den Nil geschlagen hatte. Zweite Plage: Froesche. 7.26 Darauf sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und sage zu ihm: So spricht der HERR: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! 7.27 Wenn du dich aber weigerst, es ziehen zu lassen, siehe, so will ich dein ganzes Gebiet mit Froeschen schlagen. 7.28 Und der Nil wird von Froeschen wimmeln, und sie werden heraufsteigen und in dein Haus kommen, in dein Schlafzimmer und auf dein Bett, in die Haeuser deiner Hofbeamten und unter dein Volk, in deine Backoefen und in deine Backtroege. 7.29 Und die Froesche werden heraufkommen ueber dich, ueber dein Volk und ueber all deine Hofbeamten. \8\ 8.1 Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deine Hand mit deinem Stab aus ueber die Fluesse, die Nilarme und die Suempfe, und lass die Froesche ueber das Land Aegypten heraufkommen! 8.2 Da streckte Aaron seine Hand aus ueber die Gewaesser in Aegypten, und die Froesche kamen herauf und bedeckten das Land Aegypten. 8.3 Aber die Wahrsagepriester machten es ebenso mit ihren Zauberkuensten und liessen die Froesche ueber das Land Aegypten heraufkommen. 8.4 Da rief der Pharao Mose und Aaron [zu sich] und sagte: Betet zum HERRN, dass er die Froesche von mir und meinem Volk wegschafft! Dann will ich das Volk ziehen lassen, und sie moegen dem HERRN opfern. 8.5 Und Mose sagte zum Pharao: Verfuege ueber mich, auf wann ich fuer dich, fuer deine Hofbeamten und fuer dein Volk beten soll zur Ausrottung der Froesche von dir und aus deinen Haeusern, [so dass] sie nur im Nil uebrigbleiben! 8.6 Er antwortete: Auf morgen. Da sagte er: Nach deinem Wort [soll es geschehen], damit du erkennst, dass niemand ist wie der HERR, unser Gott. 8.7 Und die Froesche werden von dir, aus deinen Haeusern, von deinen Hofbeamten und von deinem Volk weichen; nur im Nil sollen sie uebrigbleiben. 8.8 Nachdem nun Mose und Aaron vom Pharao hinausgegangen waren, schrie Mose zum HERRN wegen der Froesche, die er ueber den Pharao gebracht hatte. 8.9 Und der HERR tat nach dem Wort des Mose, und die Froesche starben weg aus den Haeusern, aus den Gehoeften und von den Feldern. 8.10 Und man schuettete sie haufenweise zusammen, so dass das Land [davon] stank. 8.11 Als aber der Pharao sah, dass die [versprochene] Erleichterung eingetreten war, da verstockte er sein Herz, und er hoerte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte. Dritte Plage: Muecken. 8.12 Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab aus und schlage den Staub [auf] der Erde! Dann wird er im ganzen Land Aegypten zu Muecken werden. 8.13 Sie machten es so: Aaron streckte seine Hand mit seinem Stab aus und schlug den Staub [auf] der Erde. Da kamen die Muecken ueber die Menschen und ueber das Vieh; aller Staub der Erde wurde zu Muecken im ganzen Land Aegypten. 8.14 Die Wahrsagepriester aber machten es ebenso mit ihren Zauberkuensten, um die Muecken hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Muecken kamen ueber die Menschen und ueber das Vieh. 8.15 Da sagten die Wahrsagepriester zum Pharao: Das ist der Finger Gottes! Aber das Herz des Pharao blieb verstockt, und er hoerte nicht auf sie, wie der HERR geredet hatte. Vierte Plage: Stechfliegen. 8.16 Und der HERR sprach zu Mose: Mach dich morgen frueh auf, tritt vor den Pharao - siehe, er wird ans Wasser hinausgehen - und sage zu ihm: So spricht der HERR: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! 8.17 Denn wenn du mein Volk nicht ziehen laesst, siehe, so werde ich die Stechfliegen ziehen lassen ueber dich, deine Hofbeamten, dein Volk und deine Haeuser. Und die Haeuser der Aegypter werden voll von Stechfliegen sein, ja sogar der Erdboden, auf dem sie [stehen]. 8.18 Ich werde aber an jenem Tag das Land Goschen, in dem sich mein Volk aufhaelt, besonders behandeln, so dass dort keine Stechfliegen sein werden, damit du erkennst, dass ich, der HERR, mitten im Land bin. 8.19 Und ich werde einen Unterschied setzen zwischen meinem Volk und deinem Volk; morgen wird dieses Zeichen geschehen. 8.20 Und der HERR machte es so: Es kamen Stechfliegen in Menge in das Haus des Pharao und in die Haeuser seiner Hofbeamten und ins ganze Land Aegypten. [So] wurde das Land von den Stechfliegen verheert. 8.21 Da rief der Pharao Mose und Aaron und sagte: Geht hin und opfert eurem Gott [hier] im Land! 8.22 Mose erwiderte: Es ist nicht statthaft, es zu tun; denn wir wuerden dem HERRN, unserem Gott, opfern, was den Aegyptern ein Greuel ist. Siehe, wenn wir vor den Augen der Aegypter opferten, was ihnen ein Greuel ist, wuerden sie uns dann nicht steinigen? 8.23 Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wueste ziehen und dem HERRN, unserem Gott, opfern, wie er uns befiehlt. 8.24 Da sagte der Pharao: Ich will euch ziehen lassen, damit ihr dem HERRN, eurem Gott, in der Wueste opfert. Nur entfernt euch nicht zu weit! Betet fuer mich! 8.25 Mose antwortete: Siehe, wenn ich von dir hinausgegangen bin, will ich zum HERRN beten, und morgen werden die Stechfliegen vom Pharao, von seinen Hofbeamten und von seinem Volk weichen. Nur moege der Pharao [uns] nicht noch einmal taeuschen, so dass er das Volk nicht ziehen laesst, damit es dem HERRN opfert! 8.26 Darauf ging Mose vom Pharao hinaus und betete zum HERRN. 8.27 Und der HERR tat nach dem Wort des Mose und schaffte die Stechfliegen weg vom Pharao, von seinen Hofbeamten und von seinem Volk. Nicht eine blieb uebrig. 8.28 Aber der Pharao verstockte sein Herz auch diesmal und liess das Volk nicht ziehen. Fuenfte Plage: Viehpest. \9\ 9.1 Da sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein und sage zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebraeer: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! 9.2 Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen, und sie noch [laenger] festhaeltst, 9.3 siehe, [dann] wird die Hand des HERRN ueber dein Vieh kommen, das auf dem Feld ist, ueber die Pferde, ueber die Esel, ueber die Kamele, ueber die Rinder und ueber die Schafe - eine sehr schwere Pest. 9.4 Aber der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh Israels und dem Vieh der Aegypter, so dass von allem, was den Soehnen Israel gehoert, nicht ein Stueck sterben wird. 9.5 Auch setzte der HERR eine bestimmte Zeit fest, indem er sprach: Morgen wird der HERR dies im Lande tun. 9.6 Und der HERR tat es am Tag darauf, da starb alles Vieh der Aegypter, aber von dem Vieh der Soehne Israel starb kein einziges [Stueck]. 9.7 Und der Pharao sandte hin, und siehe, von dem Vieh Israels war auch nicht ein [Stueck] gestorben. Aber das Herz des Pharao blieb verstockt, und er liess das Volk nicht ziehen. Sechste Plage: Geschwuere. 9.8 Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmt euch beide Haende voll Ofenruss, und Mose soll ihn vor den Augen des Pharao gegen den Himmel streuen. 9.9 Dann wird er ueber dem ganzen Land Aegypten zu Staub werden, und es werden daraus an den Menschen und am Vieh im ganzen Land Aegypten Geschwuere entstehen, die in Blasen aufbrechen. 9.10 Und sie nahmen den Ofenruss und traten vor den Pharao, und Mose streute ihn gegen den Himmel; so wurde er zu Geschwueren von Blasen, die an den Menschen und am Vieh aufbrachen. 9.11 Die Wahrsagepriester aber konnten wegen der Geschwuere nicht vor Mose treten; denn die Geschwuere waren an den Wahrsagepriestern wie an allen Aegyptern. 9.12 Doch der HERR verstockte das Herz des Pharao, und er hoerte nicht auf sie, wie der HERR zu Mose geredet hatte. Siebte Plage: Hagel. 9.13 Da sprach der HERR zu Mose: Mach dich frueh am Morgen auf, tritt vor den Pharao und sage zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebraeer: Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! 9.14 Denn diesmal will ich all meine Plagen in dein Herz, unter deine Hofbeamten und unter dein Volk senden, damit du erkennst, dass niemand auf der ganzen Erde mir gleich ist. 9.15 Denn [schon] jetzt haette ich meine Hand ausstrecken und dich und dein Volk mit der Pest schlagen koennen, so dass du von der Erde ausgetilgt worden waerst. 9.16 Aber eben deshalb habe ich dich bestehen lassen, um dir meine Macht zu zeigen, und damit man auf der ganzen Erde meinen Namen verkuendigt. 9.17 [Doch] du verhaeltst dich noch immer hochmuetig gegen mein Volk, dass du sie nicht ziehen laesst. 9.18 Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel regnen lassen, wie es in Aegypten noch keinen gegeben hat vom Tag seiner Gruendung an bis jetzt. 9.19 Und nun sende hin und bring dein Vieh in Sicherheit und alles, was du auf dem Feld hast! Alle Menschen und Tiere, die sich auf dem Feld befinden und nicht ins Haus gebracht werden, auf die wird der Hagel fallen, und sie werden sterben. 9.20 Wer [nun] unter den Dienern des Pharao das Wort des HERRN fuerchtete, der liess seine Knechte und sein Vieh in die Haeuser fluechten. 9.21 Wer aber das Wort des HERRN nicht zu Herzen nahm, der liess seine Knechte und sein Vieh auf dem Feld. 9.22 Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gegen den Himmel aus, dann wird im ganzen Land Aegypten Hagel fallen auf die Menschen und auf die Tiere und auf alles Gewaechs des Feldes im Land Aegypten! 9.23 Da streckte Mose seinen Stab gegen den Himmel aus, und der HERR sandte Donner und Hagel; und Feuer fuhr zur Erde nieder. So liess der HERR Hagel auf das Land Aegypten regnen. 9.24 Und mit dem Hagel kam Feuer, das mitten im Hagel hin und her zuckte; [und der Hagel] war sehr schwer, wie es im ganzen Land Aegypten [noch] keinen gegeben hat, seitdem [dieses Land] eine Nation geworden ist. 9.25 Und der Hagel schlug im ganzen Land Aegypten alles, was auf dem Feld war, vom Menschen bis zum Vieh; auch alles Gewaechs des Feldes zerschlug der Hagel, und alle Baeume des Feldes zerbrach er. 9.26 Nur im Land Goschen, wo die Soehne Israel waren, fiel kein Hagel. 9.27 Da sandte der Pharao hin, liess Mose und Aaron rufen und sagte zu ihnen: Diesmal habe ich gesuendigt. Der HERR ist der Gerechte, ich aber und mein Volk sind die Schuldigen. 9.28 Betet zum HERRN, dass es [nun] genug sei mit dem Donner Gottes und dem Hagel! Dann will ich euch ziehen lassen, und ihr braucht nicht laenger zu bleiben. 9.29 Da sagte Mose zu ihm: Sobald ich zur Stadt hinausgehe, will ich meine Haende zum HERRN ausbreiten: der Donner wird aufhoeren, und der Hagel wird nicht mehr fallen, damit du erkennst, dass die Erde dem HERRN gehoert. 9.30 Du aber und deine Hofbeamten - [das] habe ich erkannt, dass ihr euch [immer] noch nicht vor Gott, dem HERRN fuerchtet. 9.31 Der Flachs und die Gerste zwar waren zerschlagen; denn die Gerste [stand in] Aehren und der Flachs in Bluete. 9.32 Aber der Weizen und das Korn waren nicht zerschlagen, weil sie spaeter reif werden. 9.33 So ging nun Mose vom Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Haende zum HERRN aus; da hoerte der Donner und der Hagel auf, und der Regen ergoss sich nicht mehr auf die Erde. 9.34 Als aber der Pharao sah, dass der Regen, der Hagel und der Donner aufgehoert hatten, da suendigte er weiter und verstockte sein Herz, er und seine Hofbeamten. 9.35 So blieb das Herz des Pharao verstockt, und er liess die Soehne Israel nicht ziehen, wie der HERR durch Mose geredet hatte. Achte Plage: Heuschrecken. \10\ 10.1Danach sprach der HERR zu Mose: Geh zum Pharao hinein, denn ich habe sein Herz und das Herz seiner Hofbeamten verstockt, um diese meine Zeichen mitten unter ihnen zu tun, 10.2 und damit du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder erzaehlst, wie ich den Aegyptern mitgespielt habe, und meine Zeichen, die ich unter ihnen getan habe. So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR bin. 10.3 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao hinein und sagten zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebraeer: Bis wann willst du dich [noch] weigern, dich vor mir zu demuetigen? Lass mein Volk ziehen, damit sie mir dienen! 10.4 Denn wenn du dich weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, dann will ich morgen Heuschrecken in dein Gebiet bringen. 10.5 Die werden den Boden des Landes bedecken, so dass man das Land nicht mehr sehen kann. Und sie werden den Rest fressen, was gerettet [und] euch vom Hagel uebriggelassen worden ist; auch werden sie alle Baeume fressen, die euch auf dem Feld wachsen. 10.6 Und sie werden deine Haeuser fuellen und die Haeuser all deiner Hofbeamten und die Haeuser aller Aegypter, wie es deine Vaeter und die Vaeter deiner Vaeter nicht gesehen haben seit dem Tag, an dem sie auf dem Land [sesshaft] wurden, bis auf den heutigen Tag. Darauf wandte er sich um und ging vom Pharao hinaus. 10.7 Da sagten die Hofbeamten des Pharao zu ihm: Wie lange [noch] soll uns dieser [Mann] zur Falle sein? Lass die Leute ziehen, damit sie dem HERRN, ihrem Gott, dienen! Erkennst du [denn] noch nicht, dass Aegypten verloren ist? 10.8 Darauf wurden Mose und Aaron wieder zum Pharao gebracht, und er sagte zu ihnen: Zieht hin, dient dem HERRN, eurem Gott! Wer alles soll denn mitgehen? 10.9 Mose antwortete: Mit unsern Jungen und mit unsern Alten wollen wir gehen, mit unsern Soehnen und mit unsern Toechtern, mit unsern Schafen und mit unsern Rindern wollen wir gehen; denn wir haben ein Fest des HERRN [zu feiern]. 10.10 Er aber sagte zu ihnen: So [gewiss] moege der HERR mit euch sein, wie ich euch mit euren Kindern ziehen lasse! Seht [doch selbst], dass ihr Boeses vorhabt! 10.11 So nicht! Zieht doch hin, ihr Maenner, und dient dem HERRN! Denn das ist es, was ihr begehrt. Und man jagte sie vom Pharao hinaus. 10.12 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus ueber das Land Aegypten wegen der Heuschrecken, damit sie ueber das Land Aegypten heraufkommen und alles Gewaechs des Landes fressen, alles, was der Hagel uebriggelassen hat! 10.13 Und Mose streckte seinen Stab ueber das Land Aegypten aus; da trieb der HERR jenen ganzen Tag und die ganze Nacht einen Ostwind ins Land; [und] als es Morgen geworden war, hatte der Ostwind die Heuschrecken herbeigetragen. 10.14 So kamen die Heuschrecken ueber das ganze Land Aegypten herauf und liessen sich im ganzen Gebiet Aegyptens in gewaltiger Menge nieder. Vor ihnen hat es keinen solchen Heuschreck[enschwarm] wie diesen gegeben, und nach ihnen wird es keinen solchen mehr geben. 10.15 Und sie bedeckten die Oberflaeche des ganzen Landes, so dass es finster im Land wurde; und sie frassen alles Gewaechs des Landes und alle Fruechte der Baeume, die der Hagel uebriggelassen hatte. So blieb im ganzen Land Aegypten an den Baeumen und Gewaechsen des Feldes nichts Gruenes uebrig. 10.16 Da rief der Pharao schnell Mose und Aaron herbei und sagte: Ich habe gesuendigt gegen den HERRN, euren Gott, und gegen euch! 10.17 Und nun vergib doch meine Suende nur [noch] diesmal und betet zum HERRN, eurem Gott, dass er nur diesen Tod von mir wegnimmt! 10.18 Darauf ging er von dem Pharao hinaus und betete zum HERRN. 10.19 Und der HERR verwandelte [den Ostwind in] einen sehr starken Westwind; der hob die Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer. Es blieb nicht eine Heuschrecke uebrig in dem ganzen Gebiet Aegyptens. 10.20 Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, und er liess die Soehne Israel nicht ziehen. Neunte Plage: Finsternis. 10.21 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand gegen den Himmel aus! Dann wird eine [solche] Finsternis ueber das Land Aegypten kommen, dass man die Finsternis greifen kann. 10.22 Und Mose streckte seine Hand gegen den Himmel aus: Da entstand im ganzen Land Aegypten eine dichte Finsternis drei Tage [lang]. 10.23 Man konnte einander nicht sehen, und niemand stand von seinem Platz auf drei Tage lang; aber alle Soehne Israel hatten Licht in ihren Wohnsitzen. - 10.24 Da rief der Pharao Mose herbei und sagte: Zieht hin, dient dem HERRN! Nur eure Schafe und Rinder sollen zurueckbleiben; auch eure Kinder moegen mit euch ziehen! 10.25 Mose aber sagte: Gaebest du selber in unsere Haende Schlachtopfer und Brandopfer, damit wir [sie] dem HERRN, unserem Gott, zubereiten - 10.26 unser Vieh zieht dennoch mit uns, nicht eine Klaue darf zurueckbleiben; denn davon werden wir nehmen, um dem HERRN, unserm Gott, zu dienen. Wir wissen ja nicht, womit wir dem HERRN dienen sollen, bis wir dorthin kommen. 10.27 Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, so dass er nicht bereit war, sie ziehen zu lassen. 10.28 Und der Pharao sagte zu ihm: Geh weg von mir! Huete dich, mir nochmals unter die Augen zu treten! Denn an dem Tag, an dem du mir [wieder] unter die Augen trittst, musst du sterben. 10.29 Darauf sagte Mose: Du hast recht geredet, ich werde dir nicht mehr unter die Augen treten. Androhung der zehnten Plage. V. 1-8: Kap. 12,29-39. \11\ 11.1 Und der HERR sprach zu Mose: Noch eine Plage will ich ueber den Pharao und ueber Aegypten bringen; danach wird er euch von hier wegziehen lassen. Wenn er euch endgueltig ziehen laesst, wird er euch sogar voellig von hier fortjagen. 11.2 Rede doch zu den Ohren des Volkes: Jeder soll sich von seinem Nachbarn und jede von ihrer Nachbarin silberne Schmuckstuecke und goldene Schmuckstuecke erbitten. 11.3 Und der HERR gab dem Volk Gunst in den Augen der Aegypter. Der Mann Mose war sogar sehr angesehen im Land Aegypten, in den Augen der Hofbeamten des Pharao und in den Augen des Volkes. 11.4 Mose nun sagte [zum Pharao]: So spricht der HERR: Um Mitternacht will ich ausgehen [und] mitten durch Aegypten [schreiten]. 11.5 Dann wird alle Erstgeburt im Land Aegypten sterben, von dem Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron sitzt, bis zum Erstgeborenen der Sklavin hinter der Handmuehle, sowie alle Erstgeburt des Viehs. 11.6 Da wird es ein grosses Jammergeschrei im ganzen Land Aegypten geben, wie es [noch] keines gegeben hat und es [auch] keines mehr geben wird. 11.7 Aber gegen keinen von den Soehnen Israel wird [auch nur] ein Hund seine Zunge spitzen, vom Menschen bis zum Vieh, damit ihr erkennt, dass der HERR einen Unterschied macht zwischen den Aegyptern und den Israeliten. 11.8 Dann werden diese deine Hofbeamten alle zu mir herabkommen, sich vor mir niederbeugen und sagen: Zieh aus, du und das ganze Volk, das in deinem Gefolge ist! Und danach werde ich ausziehen. - Und er ging in gluehendem Zorn vom Pharao hinaus. 11.9 Der HERR hatte naemlich zu Mose gesagt: Der Pharao wird nicht auf euch hoeren, damit meine Wunder im Land Aegypten zahlreich werden. 11.10 Und Mose und Aaron haben alle diese Wunder vor dem Pharao getan. Aber der HERR hatte das Herz des Pharao verstockt, so dass er die Soehne Israel nicht aus seinem Land ziehen liess. Passah und Fest der ungesaeuerten Brote. \12\ 12.1 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron im Land Aegypten: 12.2 Dieser Monat soll fuer euch der Anfangsmonat sein, er sei euch der erste von den Monaten des Jahres! 12.3 Redet zur ganzen Gemeinde Israel und sagt: Am zehnten dieses Monats, da nehmt euch ein jeder ein Lamm fuer ein Vaterhaus, [je] ein Lamm fuer das Haus! 12.4 Wenn aber das Haus fuer ein Lamm nicht zahlreich genug ist, dann nehme er es mit seinem Nachbarn, der seinem Haus am naechsten [wohnt], nach der Zahl der Seelen; nach dem Mass dessen, was jeder isst, sollt ihr ihn auf das Lamm anrechnen. 12.5 Ein Lamm ohne Fehler, ein maennliches, einjaehriges, soll es fuer euch sein; von den Schafen oder von den Ziegen sollt ihr es nehmen. 12.6 Und ihr sollt es bis zum vierzehnten Tag dieses Monats aufbewahren. Dann soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel zwischen den zwei Abenden schlachten. 12.7 Und sie sollen von dem Blut nehmen und es an die beiden Tuerpfosten und die Oberschwelle streichen an den Haeusern, in denen sie es essen. 12.8 Das Fleisch aber sollen sie [noch] in derselben Nacht essen, am Feuer gebraten, und [dazu] ungesaeuertes Brot; mit bitteren Kraeutern sollen sie es essen. 12.9 Ihr duerft nichts davon roh oder etwa im Wasser gekocht essen, sondern am Feuer gebraten [sollt ihr es essen]: seinen Kopf samt seinen Unterschenkeln und Eingeweiden. 12.10 Und ihr duerft nichts davon bis zum Morgen uebriglassen! Was aber davon bis zum Morgen uebrigbleibt, sollt ihr mit Feuer verbrennen. 12.11 So aber sollt ihr es essen: eure Lenden geguertet, eure Schuhe an euren Fuessen und euren Stab in eurer Hand; und ihr sollt es essen in Eile. Ein Passah fuer den HERRN ist es. 12.12 Und ich werde in dieser Nacht durch das Land Aegypten gehen und alle Erstgeburt im Land Aegypten erschlagen vom Menschen bis zum Vieh. Auch an allen Goettern Aegyptens werde ich ein Strafgericht vollstrecken, ich, der HERR. 12.13 Aber das Blut soll fuer euch zum Zeichen an den Haeusern werden, in denen ihr seid. Und wenn ich das Blut sehe, dann werde ich an euch voruebergehen: so wird keine Plage, die Verderben bringt, unter euch sein, wenn ich das Land Aegypten schlage. 12.14 Und dieser Tag soll euch eine Erinnerung sein, und ihr sollt ihn feiern als Fest fuer den HERRN. Als ewige Satzung fuer [all] eure Generationen sollt ihr ihn feiern. V. 15-20: Kap. 13,3-10; 23,15; 34,18; 3Mo 23,6-8; 4Mo 28,17-25; 5Mo 16,3.4.8. 12.15 Sieben Tage sollt ihr ungesaeuertes Brot essen; ja, [gleich] am ersten Tag sollt ihr den Sauerteig aus euren Haeusern wegtun; denn jeder, der Gesaeuertes isst, diese Seele soll aus Israel ausgerottet werden - [das gilt] vom ersten Tag bis zum siebten Tag. 12.16 Und am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten und [ebenso] am siebten Tag eine heilige Versammlung. An diesen [Tagen] darf keinerlei Arbeit getan werden; nur was von jeder Seele gegessen wird, das allein darf von euch zubereitet werden. 12.17 So haltet denn [das Fest] der ungesaeuerten Brote! Denn an eben diesem Tag habe ich eure Heerscharen aus dem Land Aegypten herausgefuehrt. Darum sollt ihr diesen Tag halten als ewige Ordnung fuer all eure Generationen. 12.18 Im ersten [Monat], am 14. Tag des Monats, am Abend, sollt ihr ungesaeuertes Brot essen bis zum 21. Tag des Monats, am Abend. 12.19 Sieben Tage darf kein Sauerteig in euren Haeusern gefunden werden; denn jeder, der Gesaeuertes isst, diese Seele soll aus der Gemeinde Israel ausgerottet werden, er sei ein Fremder oder Einheimischer des Landes. 12.20 Nichts Gesaeuertes duerft ihr essen; in all euren Wohnsitzen sollt ihr ungesaeuertes Brot essen! 12.21 Und Mose berief alle Aeltesten Israels und sagte zu ihnen: Macht euch daran und nehmt euch nach [der Groesse] eurer Sippen Schafe und schlachtet das Passah. 12.22 Dann nehmt ein Bueschel Ysop und taucht es in das Blut im Becken und streicht [etwas] von dem Blut, das in dem Becken ist, an die Oberschwelle und an die beiden Tuerpfosten. Ihr aber - von euch darf bis zum Morgen keiner zur Tuer seines Hauses hinausgehen. 12.23 Und der HERR wird durch [das Land] gehen, um die Aegypter zu schlagen. Sieht er [dann] das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Tuerpfosten, wird der HERR an der Tuer voruebergehen und wird dem Verderber nicht erlauben, in eure Haeuser zu kommen, [euch] zu schlagen. 12.24 Darum sollt ihr dieses Wort ewig halten als Ordnung fuer dich und deine Kinder. 12.25 Und es soll geschehen, wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, wie er geredet hat, dann sollt ihr diesen Dienst ausueben. 12.26 Und es soll geschehen, wenn euch eure Kinder fragen: Was bedeutet dieser Dienst fuer euch?, 12.27 dann sollt ihr sagen: Es ist ein Passahopfer fuer den HERRN, der an den Haeusern der Soehne Israel in Aegypten vorueberging, als er die Aegypter schlug, unsere Haeuser aber rettete. Da warf sich das Volk nieder und betete an. 12.28 Und die Soehne Israel gingen hin und machten es, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, so machten sie es. Zehnte Plage: Tod der Erstgeburt. V. 29-39: Kap. 11,1-8. 12.29 Und es geschah um Mitternacht, da erschlug der HERR alle Erstgeburt im Land Aegypten vom Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Thron sass, bis zum Erstgeborenen des Gefangenen im Kerker, auch alle Erstgeburt des Viehs. 12.30 Da stand der Pharao nachts auf, er und alle seine Hofbeamten und alle Aegypter, und es entstand ein grosses Jammergeschrei in Aegypten, denn es gab kein Haus, in dem nicht ein Toter war. 12.31 Und er rief Mose und Aaron nachts herbei und sagte: Macht euch auf, zieht weg aus der Mitte meines Volkes, sowohl ihr als auch die Soehne Israel, und geht hin, dient dem HERRN, wie ihr gesagt habt! 12.32 Auch eure Schafe und Rinder nehmt mit, wie ihr gesagt habt, und geht hin und segnet auch mich! 12.33 Und die Aegypter bedraengten das Volk, um sie [moeglichst] schnell aus dem Land schicken zu koennen, denn sie sagten [sich]: Wir alle sind [sonst] des Todes! Israels Auszug aus Aegypten - Ordnung des Passah. 12.34 Das Volk nun hob seinen Teig auf, ehe er gesaeuert war; ihre Backschuesseln [trugen sie], in ihre Kleidung gewickelt, auf ihren Schultern. 12.35 Und die Soehne Israel hatten nach dem Wort des Mose getan und sich von den Aegyptern silberne Schmuckstuecke und goldene Schmuckstuecke und Kleidung erbeten. 12.36 Dazu hatte der HERR dem Volk in den Augen der Aegypter Gunst gegeben, so dass sie auf ihre Bitte eingegangen waren. So pluenderten sie die Aegypter aus. 12.37 Nun brachen die Soehne Israel auf [und zogen] von Ramses nach Sukkot, etwa 600 000 Mann zu Fuss, die Maenner ohne die Kinder. 12.38 Es zog aber auch viel Mischvolk mit ihnen hinauf, dazu Schafe und Rinder, sehr viel Vieh. 12.39 Und sie backten den Teig, den sie aus Aegypten gebracht hatten, zu ungesaeuerten Brotfladen; denn er war nicht gesaeuert, weil sie aus Aegypten weggetrieben worden waren und nicht [laenger] hatten warten koennen; so hatten sie sich auch keine Wegzehrung bereitet. 12.40 Die Zeit des Aufenthaltes der Soehne Israel aber, die sie in Aegypten zugebracht hatten, betrug 430 Jahre. 12.41 Und es geschah am Ende der 430 Jahre, ja, es geschah an eben diesem Tag, dass alle Heerscharen des HERRN aus dem Land Aegypten auszogen. 12.42 Eine Nacht des Wachens war dies fuer den HERRN, damit er sie aus dem Land Aegypten herausfuehren konnte; das ist diese dem HERRN [geweihte] Nacht, ein Wachen fuer alle Soehne Israel in all ihren Generationen. 12.43 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des Passah: Kein Fremder soll davon essen. 12.44 Jeder um Geld gekaufte Sklave eines Mannes aber - wenn du ihn beschneidest, dann darf er davon essen. 12.45 Ein Beisasse oder Lohnarbeiter darf nicht davon essen. 12.46 In einem Haus soll es gegessen werden; du sollst nichts von dem Fleisch aus dem Haus hinausbringen, und ihr sollt kein Bein an ihm zerbrechen. 12.47 Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern. 12.48 Wenn sich aber ein Fremdling bei dir aufhaelt und dem HERRN das Passah feiern will, so soll [bei] ihm alles Maennliche beschnitten werden, und dann komme er herbei, um es zu feiern; und er soll wie ein Einheimischer des Landes gelten. Es darf jedoch kein Unbeschnittener davon essen. 12.49 Ein Gesetz soll gelten fuer den Einheimischen und fuer den Fremdling, der sich mitten unter euch aufhaelt. 12.50 Darauf machten es alle Soehne Israel, wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte; so machten sie es. 12.51 Und es geschah an eben diesem Tag, da fuehrte der HERR die Soehne Israel, nach ihren Heerscharen [geordnet], aus dem Land Aegypten heraus. Fest der ungesaeuerten Brote - Heiligung der Erstgeburt. \13\ 13.1 Danach redete der HERR zu Mose und sprach: 13.2 Heilige mir alle Erstgeburt! Alles bei den Soehnen Israel, was zuerst den Mutterschoss durchbricht unter den Menschen und unter dem Vieh, mir gehoert es. V. 3-10: Kap. 12,15-20. 13.3 Und Mose sagte zum Volk: Gedenkt dieses Tages, an dem ihr aus Aegypten gezogen seid, aus dem Sklavenhaus! Denn mit starker Hand hat euch der HERR von dort herausgefuehrt. Darum soll kein gesaeuertes [Brot] gegessen werden. 13.4 Heute zieht ihr aus im Monat Abib. 13.5 Und es soll geschehen, wenn der HERR dich in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Hewiter und Jebusiter bringt, das dir zu geben er deinen Vaetern geschworen hat, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst, dann sollst du diesen Dienst in diesem Monat ausueben. 13.6 Sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, und am siebten Tag ist ein Fest fuer den HERRN. 13.7 Waehrend der sieben Tage soll man ungesaeuertes Brot essen, und kein gesaeuertes [Brot] soll bei dir gesehen werden, noch soll Sauerteig in all deinen Grenzen bei dir gesehen werden. 13.8 Und du sollst [dies] deinem Sohn an jenem Tag so erklaeren: Es geschieht um deswillen, was der HERR fuer mich getan hat, als ich aus Aegypten zog. 13.9 Und es sei dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Gedenkzeichen zwischen deinen Augen, damit das Gesetz des HERRN in deinem Mund sei; denn mit starker Hand hat dich der HERR aus Aegypten herausgefuehrt. 13.10 So sollst du denn diese Ordnung zu ihrer bestimmten Zeit von Jahr zu Jahr halten. 13.11 Und es soll geschehen, wenn dich der HERR in das Land der Kanaaniter bringt, wie er dir und deinen Vaetern geschworen hat, und es dir gibt, 13.12 dann sollst du dem HERRN alles darbringen, was zuerst den Mutterschoss durchbricht. Auch jeder erste Wurf des Viehs, der dir zuteil wird, gehoert, soweit er maennlich ist, dem HERRN. 13.13 Jede Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Lamm ausloesen! Wenn du sie jedoch nicht ausloesen willst, dann brich ihr das Genick! Auch alle menschliche Erstgeburt unter deinen Soehnen sollst du ausloesen. 13.14 Und es soll geschehen, wenn dich kuenftig dein Sohn fragt: Was [bedeutet] das?, dann sollst du zu ihm sagen: Mit starker Hand hat uns der HERR aus Aegypten herausgefuehrt, aus dem Sklavenhaus. 13.15 Denn es geschah, als der Pharao sich hartnaeckig weigerte, uns ziehen zu lassen, da brachte der HERR alle Erstgeburt im Land Aegypten um, vom Erstgeborenen des Menschen bis zum Erstgeborenen des Viehs. Darum opfere ich dem HERRN alles, was zuerst den Mutterschoss durchbricht, soweit es maennlich ist; aber jeden Erstgeborenen meiner Soehne loese ich aus. 13.16 Das sei dir ein Zeichen auf deiner Hand und ein Merkzeichen zwischen deinen Augen, denn mit starker Hand hat uns der HERR aus Aegypten herausgefuehrt. Israels Zug zum Schilfmeer - Wolken- und Feuersaeule. 13.17 Und es geschah, als der Pharao das Volk ziehen liess, fuehrte Gott sie nicht den Weg durch das Land der Philister, obwohl er der naechste war. Denn Gott sagte: Damit es das Volk nicht gereut, wenn sie Kampf [vor sich] sehen, und sie nicht nach Aegypten zurueckkehren. 13.18 Daher liess Gott das Volk einen Umweg machen, den Wuestenweg zum Schilfmeer. Und die Soehne Israel zogen kampfgeruestet aus dem Land Aegypten herauf. 13.19 Mose aber nahm die Gebeine Josephs mit sich. Denn dieser hatte die Soehne Israel ausdruecklich schwoeren lassen: Gott wird euch gewiss heimsuchen. Fuehrt dann meine Gebeine mit euch von hier hinauf! 13.20 Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten sich in Etam, am Rande der Wueste. 13.21 Der HERR aber zog vor ihnen her, bei Tag in einer Wolkensaeule, um sie auf dem Weg zu fuehren, und bei Nacht in einer Feuersaeule, um ihnen zu leuchten, damit sie Tag und Nacht wandern koennten. 13.22 Weder wich die Wolkensaeule vor dem Volk bei Tag noch die Feuersaeule bei Nacht. Israels Zug durch das Schilfmeer - Untergang der Aegypter. \14\ 14.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 14.2 Befiehl den Soehnen Israel, sich zu wenden und vor Pi-Hachirot zu lagern, zwischen Migdol und dem Meer. Vor Baal-Zefon, diesem gegenueber, sollt ihr euch am Meer lagern! 14.3 Der Pharao aber wird von den Soehnen Israel denken: Sie irren ziellos im Land umher, die Wueste hat sie eingeschlossen. 14.4 Dann will ich das Herz des Pharao verstocken, so dass er ihnen nachjagt. Darauf will ich mich am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht verherrlichen, und die Aegypter sollen erkennen, dass ich der HERR bin. Und sie machten es so. 14.5 Als nun dem Koenig von Aegypten berichtet wurde, dass das Volk geflohen sei, wandte sich das Herz des Pharao und seiner Hofbeamten gegen das Volk, und sie sagten: Was haben wir da getan, dass wir Israel aus unserem Dienst haben ziehen lassen! 14.6 So liess er denn seine Streitwagen anspannen und nahm sein Kriegsvolk mit sich. 14.7 Er nahm sechshundert auserlesene Streitwagen und alle [uebrigen] Streitwagen Aegyptens und Wagenkaempfer auf ihnen allen. 14.8 Und der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Koenigs von Aegypten, so dass er den Soehnen Israel nachjagte, waehrend die Soehne Israel mit erhobener Hand auszogen. 14.9 So jagten ihnen denn die Aegypter nach, alle Pferde und Streitwagen des Pharao, auch seine Reiter und seine Heeresmacht, und erreichten sie, als sie sich am Meer gelagert hatten, bei Pi-Hachirot, vor Baal-Zefon. 14.10 Als nun der Pharao sich naeherte, erhoben die Soehne Israel ihre Augen, und siehe, die Aegypter zogen hinter ihnen her. Da fuerchteten sich die Soehne Israel sehr und schrieen zum HERRN. 14.11 Und sie sagten zu Mose: Hast du uns etwa deshalb weggefuehrt, damit wir in der Wueste sterben, weil es in Aegypten keine Graeber gab? Warum hast du uns das angetan, dass du uns aus Aegypten herausgefuehrt hast? 14.12 Ist dies nicht das Wort, das wir [schon] in Aegypten zu dir geredet haben: Lass ab von uns, wir wollen den Aegyptern dienen! Es waere naemlich besser fuer uns, den Aegyptern zu dienen, als in der Wueste zu sterben. 14.13 Mose aber antwortete dem Volk: Fuerchtet euch nicht! Steht und seht die Rettung des HERRN, die er euch heute bringen wird! Denn die Aegypter, die ihr heute seht, die werdet ihr weiterhin in Ewigkeit nicht mehr sehen. 14.14 Der HERR wird fuer euch kaempfen, ihr aber werdet still sein. 14.15 Und der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Befiehl den Soehnen Israel, dass sie aufbrechen! 14.16 Du aber erhebe deinen Stab und strecke deine Hand ueber das Meer aus und spalte es, damit die Soehne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hineingehen! 14.17 Ich jedoch, siehe, ich will das Herz der Aegypter verstocken, so dass sie hinter ihnen herkommen. Und ich will mich verherrlichen am Pharao und an seiner ganzen Heeresmacht, an seinen Streitwagen und Reitern. 14.18 Dann sollen die Aegypter erkennen, dass ich der HERR bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Wagen und Maennern verherrlicht habe. 14.19 Und der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensaeule vor ihnen brach auf und stellte sich hinter sie. 14.20 So kam sie zwischen das Heer der Aegypter und das Heer Israels, und sie wurde [dort] Gewoelk und Finsternis und erleuchtete [hier] die Nacht, so kam jenes [Heer] diesem die ganze Nacht nicht naeher. 14.21 Und Mose streckte seine Hand ueber das Meer aus, und der HERR liess das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind zurueckweichen und machte [so] das Meer zum trockenen Land, und die Wasser teilten sich. 14.22 Dann gingen die Soehne Israel auf trockenem Land mitten in das Meer hinein, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. 14.23 Die Aegypter aber jagten ihnen nach und kamen hinter ihnen her, alle Pferde des Pharao, seine Streitwagen und Reiter, mitten ins Meer hinein. 14.24 Und es geschah: In [der Zeit] der Morgenwache, da schaute der HERR in der Feuer- und Wolkensaeule auf das Heer der Aegypter herab und brachte das Heer der Aegypter in Verwirrung. 14.25 Dann stiess er die Raeder von ihren Wagen ab und liess sie nur muehsam vorankommen. Da sagten die Aegypter: Lasst uns vor Israel fliehen, denn der HERR kaempft fuer sie gegen die Aegypter! 14.26 Der HERR aber sprach zu Mose: Strecke deine Hand ueber das Meer aus, damit die Wasser auf die Aegypter, auf ihre Wagen und ueber ihre Reiter zurueckkehren! 14.27 Da streckte Mose seine Hand ueber das Meer aus, und das Meer kehrte beim Anbruch des Morgens zu seiner Stroemung zurueck. Und die Aegypter flohen ihm entgegen. Der HERR aber trieb die Aegypter mitten ins Meer. 14.28 So kehrten die Wasser zurueck und bedeckten die Wagen und Reiter der ganzen Heeresmacht des Pharao, die ihnen ins Meer nachgekommen waren; es blieb auch nicht einer von ihnen uebrig. 14.29 Die Soehne Israel aber waren auf trockenem Land mitten durch das Meer gegangen, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken gewesen. 14.30 So rettete der HERR an jenem Tag Israel aus der Hand der Aegypter, und Israel sah die Aegypter tot am Ufer des Meeres [liegen]. 14.31 Als nun Israel die grosse Macht sah, die der HERR an den Aegyptern ausgeuebt hatte, da fuerchtete das Volk den HERRN, und sie glaubten an den HERRN und an seinen Knecht Mose. Moses und Israels Lied der Rettung. \15\ 15.1 Damals sangen Mose und die Soehne Israel dem HERRN dieses Lied. Sie sagten: Singen will ich dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Ross und Reiter warf er ins Meer. 15.2 Meine Staerke und mein Loblied ist Jah, denn er ist mir zur Rettung geworden. Er ist mein Gott, und ich will ihn preisen, der Gott meines Vaters, und ich will ihn erheben. 15.3 Der HERR ist ein Kriegsheld, Jahwe sein Name. 15.4 Die Wagen des Pharao und seine Streitmacht warf er ins Meer, die Auslese seiner Wagenkaempfer versank im Schilfmeer. 15.5 Die Fluten bedeckten sie, sie fuhren in [die] Tiefen wie ein Stein. 15.6 Deine Rechte, o HERR, ist herrlich in Kraft; deine Rechte, o HERR, zerschmettert den Feind. 15.7 Und in der Fuelle deiner Hoheit wirfst du nieder, die sich gegen dich erheben. Du laesst los deine Zornesglut: sie verzehrt sie wie Strohstoppeln. 15.8 Beim Schnauben deiner Nase tuermten sich die Wasser, die Stroemungen standen wie ein Damm, die Fluten gerannen im Herzen des Meeres. 15.9 Es sprach der Feind: Ich jage nach, ich hole ein, verteile Beute; es saettige sich an ihnen meine Gier, ich zuecke mein Schwert, meine Hand tilgt sie aus. 15.10 Du bliesest mit deinem Atem - das Meer bedeckte sie; sie versanken wie Blei in gewaltigen Wassern. 15.11 Wer ist dir gleich unter den Goettern, o HERR! Wer ist dir gleich, [so] herrlich in Heiligkeit, furchtbar an Ruhmestaten, Wunder tuend! 15.12 Du strecktest aus deine Rechte - die Erde verschlang sie. 15.13 In deiner Gnade hast du geleitet das Volk, das du erloest, hast es durch deine Staerke gefuehrt zu deiner heiligen Wohnung. 15.14 Es hoerten's die Voelker, sie bebten; Angst ergriff Philistaeas Bewohner. 15.15 Da wurden bestuerzt die Fuersten Edoms; die Gewaltigen Moabs, Zittern ergriff sie; es verzagten alle Bewohner Kanaans. 15.16 Es ueberfiel sie Schrecken und Furcht; vor der Groesse deines Arms wurden sie stumm wie ein Stein, waehrend hindurchzog dein Volk, o HERR, waehrend hindurchzog das Volk, das du erworben. 15.17 Du wirst sie bringen und pflanzen auf den Berg deines Erbteils, die Staette, die du, o HERR, zu deiner Wohnung gemacht hast, das Heiligtum, Herr, das deine Haende bereitet haben. 15.18 Der HERR ist Koenig auf immer und ewig! 15.19 Denn als die Pferde des Pharao mit seinen Wagen und mit seinen Reitern ins Meer gezogen waren, hat der HERR die Wasser des Meeres ueber sie zurueckkehren lassen; aber die Soehne Israel sind auf trockenem Land mitten durchs Meer gegangen. 15.20 Und die Prophetin Mirjam, Aarons Schwester, nahm das Tamburin in ihre Hand, und alle Frauen zogen aus, hinter ihr her, mit Tamburinen und in Reigentaenzen. 15.1 Und Mirjam sang ihnen zu: 15.21 Singt dem HERRN, denn hoch erhaben ist er; Ross und seinen Wagen warf er ins Meer! Israel in Mara und Elim. 15.22 Und Mose liess Israel vom Schilfmeer aufbrechen, und sie zogen hinaus in die Wueste Schur und wanderten drei Tage in der Wueste und fanden kein Wasser. 15.23 Da kamen sie nach Mara, aber sie konnten das Wasser von Mara nicht trinken, denn es war bitter. Darum gab man [dem Ort] den Namen Mara. 15.24 Und das Volk murrte gegen Mose: Was sollen wir trinken? 15.25 Da schrie er zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Stueck Holz; das warf er ins Wasser, und das Wasser wurde suess. Dort legte er Ordnung und Recht fuer es fest, und dort pruefte er es, 15.26 und er sprach: Wenn du willig auf die Stimme des HERRN, deines Gottes, hoerst und tust, was in seinen Augen recht ist, seinen Geboten gehorchst und all seine Ordnungen haeltst, dann werde ich dir keine der Krankheiten auferlegen, die ich den Aegyptern auferlegt habe; denn ich bin der HERR, der dich heilt. 27 Dann kamen sie nach Elim, und dort waren zwoelf Wasserquellen und siebzig Palmbaeume; und sie lagerten sich dort am Wasser. Wachteln und Manna. \16\ 16.1 Und sie brachen von Elim auf, und die ganze Gemeinde der Soehne Israel kam in die Wueste Sin, die zwischen Elim und Sinai [liegt], am fuenfzehnten Tag des zweiten Monats nach ihrem Auszug aus dem Land Aegypten. 16.2 Da murrte die ganze Gemeinde der Soehne Israel gegen Mose und Aaron in der Wueste. 16.3 Und die Soehne Israel sagten zu ihnen: Waeren wir doch durch die Hand des HERRN im Land Aegypten gestorben, als wir bei den Fleischtoepfen sassen, als wir Brot assen bis zur Saettigung! Denn ihr habt uns in diese Wueste herausgefuehrt, um diese ganze Versammlung an Hunger sterben zu lassen. 16.4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen lassen. Dann soll das Volk hinausgehen und den Tagesbedarf taeglich sammeln, damit ich es pruefe, ob es nach meinem Gesetz leben will oder nicht. 16.5 Am sechsten Tag aber, wenn sie zubereiten, was sie einbringen, wird es geschehen, dass es das Doppelte von dem sein wird, was sie tagtaeglich sammeln. 16.6 Und Mose und Aaron sagten zu allen Soehnen Israel: Am Abend werdet ihr erkennen, dass euch der HERR aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hat, 16.7 und am Morgen werdet ihr die Herrlichkeit des HERRN sehen, der euer Murren gegen den HERRN gehoert hat. Denn was sind wir, dass ihr gegen uns murrt? 16.8 Und Mose sagte: Dadurch [werdet ihr es erkennen], dass euch der HERR am Abend Fleisch zu essen geben wird und am Morgen Brot bis zur Saettigung, weil der HERR euer Murren gehoert hat, mit dem ihr gegen ihn murrt. Denn was sind wir? Nicht gegen uns [richtet sich] euer Murren, sondern gegen den HERRN. 16.9 Und Mose sagte zu Aaron: Befiehl der ganzen Gemeinde der Soehne Israel: Tretet vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehoert! 16.10 Da geschah es, als Aaron zur ganzen Gemeinde der Soehne Israel redete und sie sich zur Wueste hinwandten, siehe, da erschien die Herrlichkeit des HERRN in der Wolke. 16.11 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 16.12 Ich habe das Murren der Soehne Israel gehoert. Rede zu ihnen und sprich: Zwischen den zwei Abenden werdet ihr Fleisch essen, und am Morgen werdet ihr von Brot satt werden! So werdet ihr erkennen, dass ich der HERR, euer Gott bin. 16.13 Und es geschah am Abend, da kamen Wachteln herauf und bedeckten das Lager. Und am Morgen war eine Schicht von Tau rings um das Lager. 16.14 Und als die Tauschicht aufgestiegen war, siehe, [da lag] auf der Flaeche der Wueste etwas Feines, Koerniges, fein, wie der Reif auf der Erde. 16.15 Das sahen die Soehne Israel, und sie sagten einer zum andern: Was ist das? Denn sie wussten nicht, was es war. Mose aber sagte zu ihnen: Dies ist das Brot, das euch der HERR zur Nahrung gegeben hat. 16.16 Dies ist das Wort, das der HERR geboten hat: Sammelt davon, jeder nach dem Mass seines Essens! Einen Gomer je Kopf sollt ihr nehmen, nach der Zahl eurer Seelen, jeder fuer die, die in seinem Zelt sind! 16.17 Und die Soehne Israel machten es so und sammelten, der [eine] viel, der [andere] wenig. 16.18 Als sie aber mit dem Gomer massen, da hatte der, der viel gesammelt hatte, keinen Ueberschuss, und wer wenig gesammelt hatte, der hatte keinen Mangel. Jeder hatte gesammelt nach dem Mass seines Essens. 16.19 Und Mose sagte zu ihnen: Niemand lasse [etwas] davon uebrig bis zum Morgen! 16.20 Aber sie hoerten nicht auf Mose, sondern einige liessen [etwas] davon bis zum Morgen uebrig; da verfaulte es [durch] Wuermer und stank. Da wurde Mose zornig ueber sie. 16.21 Und sie sammelten es Morgen fuer Morgen, jeder nach dem Mass seines Essens. Wenn aber die Sonne heiss wurde, dann zerschmolz es. 16.22 Und es geschah am sechsten Tag, da sammelten sie das Doppelte an Brot, zwei Gomer fuer jeden einzelnen. Da kamen alle Fuersten der Gemeinde und berichteten es Mose. V. 23-30: Kap. 20,8-11. 16.23 Er sagte nun zu ihnen: Dies ist es, was der HERR geredet hat: Morgen ist eine Sabbatfeier, ein heiliger Sabbat fuer den HERRN. Was ihr backen wollt, backt, und was ihr kochen wollt, kocht! Alles aber, was uebrigbleibt, legt fuer euch zurueck zur Aufbewahrung bis zum [naechsten] Morgen! 16.24 Da legten sie es zurueck bis zum [naechsten] Morgen, wie Mose geboten hatte, und es wurde nicht stinkend, und es kam kein Wurm hinein. 16.25 Mose sagte: Esst es heute, denn heute ist ein Sabbat fuer den HERRN! Heute werdet ihr auf dem Feld nichts finden. 16.26 Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebten Tag ist Sabbat, da gibt es nichts. 16.27 Aber am siebten Tag geschah es, dass [dennoch] einige vom Volk hinausgingen, um zu sammeln, doch sie fanden nichts. 16.28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange habt ihr euch [nun schon] geweigert, meine Gebote und Gesetze zu halten! 16.29 Seht, weil euch der HERR den Sabbat gegeben hat, darum gibt er euch am sechsten Tag Brot fuer zwei Tage. So bleibe [nun] jeder von euch daheim, niemand verlasse am siebten Tag seinen [Lager]platz! 16.30 So ruhte denn das Volk am siebten Tag. 16.31 Und das Haus Israel gab ihm den Namen Man, und es war weiss wie Koriandersamen und sein Geschmack wie Kuchen mit Honig. 16.32 Mose nun sagte: Das ist es, was der HERR geboten hat: Ein Gomer voll davon sei zur Aufbewahrung fuer eure [kuenftigen] Generationen, damit sie das Brot sehen, das ich euch in der Wueste zu essen gegeben habe, als ich euch aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hatte. 16.33 Und Mose sagte zu Aaron: Nimm einen Behaelter und tu Man hinein, einen Gomer voll, und stelle ihn hin vor den HERRN zur Aufbewahrung fuer eure [kuenftigen] Generationen! 16.34 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so stellte ihn Aaron vor das Zeugnis zur Aufbewahrung. - 16.35 Und die Soehne Israel assen das Man vierzig Jahre, bis sie in bewohntes Land kamen; sie assen das Man, bis sie an die Grenze des Landes Kanaan kamen. 16.36 Der Gomer aber ist ein Zehntel vom Efa. Wasser aus dem Felsen. \17\ 17.1 Und die ganze Gemeinde der Soehne Israel brach nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wueste Sin auf nach dem Befehl des HERRN, und sie lagerten sich in Refidim. Aber da war kein Wasser zum Trinken fuer das Volk. 17.2 Da geriet das Volk mit Mose in Streit, und sie sagten: Gib uns Wasser, damit wir [zu] trinken [haben]! Mose aber erwiderte ihnen: Was streitet ihr mit mir? Was prueft ihr den HERRN? 17.3 Als nun das Volk dort nach Wasser duerstete, murrte das Volk gegen Mose und sagte: Wozu hast du uns ueberhaupt aus Aegypten heraufgefuehrt? Um mich und meine Kinder und mein Vieh vor Durst sterben zu lassen? 17.4 Da schrie Mose zum HERRN und sagte: Was soll ich mit diesem Volk tun? Noch ein wenig, so steinigen sie mich. 17.5 Und der HERR antwortete Mose: Geh dem Volk voran und nimm einige von den Aeltesten Israels mit dir. Auch deinen Stab, mit dem du [auf] den Nil geschlagen hast, nimm in deine Hand und geh hin! 17.7 Siehe, ich will dort vor dich auf den Felsen am Horeb treten. Dann sollst du auf den Felsen schlagen, und es wird Wasser aus ihm hervorstroemen, so dass das Volk [zu] trinken [hat]. Und Mose machte es so vor den Augen der Aeltesten Israels. 17.7 Und er gab dem Ort den Namen Massa und Meriba wegen des Streitens der Soehne Israel, und weil sie den HERRN geprueft hatten, indem sie sagten: Ist der HERR in unserer Mitte oder nicht? Kampf gegen Amalek. 17.8 Danach kam Amalek und kaempfte in Refidim gegen Israel. 17.9 Und Mose sagte zu Josua: Waehle uns Maenner aus und zieh aus, kaempfe gegen Amalek! Morgen will ich mich auf den Gipfel des Huegels stellen mit dem Stab Gottes in meiner Hand. 17.10 Da tat Josua, wie Mose ihm gesagt hatte, um gegen Amalek zu kaempfen. Und Mose, Aaron und Hur stiegen auf den Gipfel des Huegels. 17.11 Und es geschah, wenn Mose seine Hand erhob, dann hatte Israel die Oberhand, wenn er aber seine Hand sinken liess, dann hatte Amalek die Oberhand. 17.12 Da jedoch Moses Haende schwer wurden, nahmen sie einen Stein und legten den unter ihn, und er setzte sich darauf. Dann stuetzten Aaron und Hur seine Haende, der eine auf dieser, der andere auf jener [Seite]. So blieben seine Haende fest, bis die Sonne unterging. 17.13 Und Josua besiegte Amalek und sein [Kriegs]volk mit der Schaerfe des Schwertes. 17.14 Danach sprach der HERR zu Mose: Schreib dies zum Gedaechtnis in ein Buch und lege in die Ohren Josuas, dass ich die Erinnerung an Amalek vollstaendig unter dem Himmel ausloeschen werde! 17.15 Und Mose baute einen Altar und gab ihm den Namen: `Der HERR ist mein Feldzeichen_, 17.16 indem er sagte: Fuerwahr, die Hand ist am Thron Jahs: Krieg hat der HERR mit Amalek von Generation zu Generation! Jitros Besuch bei Mose. \18\ 18.1 Jitro aber, der Priester von Midian, der Schwiegervater des Mose, hatte alles gehoert, was Gott an Mose und an seinem Volk Israel getan hatte, dass der HERR Israel aus Aegypten herausgefuehrt hatte. 18.2 Da nahm Jitro, der Schwiegervater des Mose, Zippora, die Frau des Mose [mit sich], nachdem dieser sie zurueckgeschickt hatte, 18.3 mit ihren beiden Soehnen. Der eine von ihnen hiess Gerschom, weil er gesagt hatte: Ein Fremder bin ich geworden im fremden Land. 18.4 Der andere aber hiess Elieser, denn [er hatte gesagt]: Der Gott meines Vaters ist meine Hilfe gewesen und hat mich vom Schwert des Pharao errettet. 18.5 So kam Jitro, der Schwiegervater des Mose, mit dessen Soehnen und dessen Frau zu Mose in die Wueste, wo er am Berg Gottes lagerte. 18.6 Und er liess dem Mose sagen: Ich, dein Schwiegervater Jitro, komme zu dir, und deine Frau und ihre beiden Soehne mit ihr. 18.7 Da ging Mose hinaus, seinem Schwiegervater entgegen, verneigte sich und kuesste ihn, und sie fragten einer den andern nach ihrem Wohlergehen und gingen ins Zelt. 18.8 Und Mose erzaehlte seinem Schwiegervater alles, was der HERR am Pharao und an den Aegyptern um Israels willen getan hatte, all die Muehsal, die ihnen auf dem Weg begegnet war, und dass der HERR sie errettet hatte. 18.9 Da freute sich Jitro ueber all das Gute, das der HERR an Israel getan hatte, dass er es aus der Hand der Aegypter errettet hatte. 18.10 Und Jitro sagte: Gepriesen sei der HERR, der euch errettet hat aus der Hand der Aegypter und aus der Hand des Pharao, der das Volk errettet hat unter der Hand der Aegypter hinweg! 18.11 Nun habe ich erkannt, dass der HERR groesser ist als alle Goetter; denn worin sie vermessen handelten, [das kam] ueber sie. 18.12 Darauf nahm Jitro, der Schwiegervater des Mose, ein Brandopfer und Schlachtopfer fuer Gott. Und Aaron und alle Aeltesten Israels kamen, um mit Moses Schwiegervater vor Gott ein Mahl zu halten. Einsetzung von Richtern. 18.13 Und es geschah am Tag darauf, da setzte Mose sich nieder, um dem Volk Recht zu sprechen. Und das Volk stand bei Mose vom Morgen bis zum Abend. 18.14 Als aber der Schwiegervater des Mose alles sah, was er mit dem Volk tat, sagte er: Was ist das, das du mit dem Volk tust? Warum sitzt du allein da, waehrend alles Volk vom Morgen bis zum Abend bei dir steht? 18.15 Mose antwortete seinem Schwiegervater: Weil das Volk zu mir kommt, um Gott zu befragen. 18.16 Wenn sie eine [Rechts]sache haben, dann kommt es zu mir, und ich richte zwischen dem einen und dem andern und gebe [ihnen] die Ordnungen Gottes und seine Weisungen bekannt. 18.17 Da sagte Moses Schwiegervater zu ihm: Die Sache ist nicht gut, die du tust. 18.18 Du reibst dich auf, sowohl du als auch dieses Volk, das bei dir ist. Die Aufgabe ist zu schwer fuer dich, du kannst sie nicht allein bewaeltigen. 18.19 Hoere nun auf meine Stimme, ich will dir raten, und Gott wird mit dir sein: Vertritt du das Volk vor Gott, und bringe du die Sachen vor Gott. 18.20 Belehre sie ueber die Ordnungen und Weisungen und zeige ihnen den Weg, den sie gehen, und das Werk, das sie tun sollen. 18.21 Du aber suche [dir] aus dem ganzen Volk tuechtige, gottesfuerchtige Maenner aus, zuverlaessige Maenner, die ungerechten Gewinn hassen, und setze sie ueber sie: Oberste von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fuenfzig und Oberste von Zehn, 18.22 damit sie dem Volk jederzeit Recht sprechen! Und es soll geschehen, dass sie jede grosse Sache vor dich bringen, jede kleine Sache aber selbst richten. [Auf diese Weise] entlaste dich, und sie moegen [es] mit dir tragen! 18.23 Wenn du dies tust und Gott es dir gebietet, dann wirst du bestehen koennen, und auch dieses ganze Volk wird in Frieden an seinen Ort kommen. 18.24 Und Mose hoerte auf die Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was er gesagt hatte. 18.25 So waehlte Mose denn aus ganz Israel tuechtige Maenner aus und machte sie zu Oberhaeuptern ueber das Volk: Oberste von Tausend, Oberste von Hundert, Oberste von Fuenfzig und Oberste von Zehn. 18.26 Diese sprachen dem Volk jederzeit Recht: [jede] schwierige Sache brachten sie vor Mose, jede kleine Sache aber richteten sie selbst. 18.27 Darauf liess Mose seinen Schwiegervater ziehen, und [dieser] ging [wieder] in sein Land. Israel am Sinai - Vorbereitung auf die Gesetzgebung. \19\ 19.1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Soehne Israel aus dem Land Aegypten, an eben diesem Tag kamen sie in die Wueste Sinai. 19.2 Sie brachen auf von Refidim und kamen in die Wueste Sinai und lagerten sich in der Wueste; und Israel lagerte sich dort dem Berg gegenueber. 19.3 Mose aber stieg hinauf zu Gott. Und der HERR rief ihm vom Berg aus zu: So sollst du zum Haus Jakob sagen und den Soehnen Israel mitteilen: 19.4 Ihr habt gesehen, was ich den Aegyptern angetan und [wie] ich euch auf Adlerfluegeln getragen und euch zu mir gebracht habe. 19.5 Und nun, wenn ihr willig auf meine Stimme hoeren und meinen Bund halten werdet, dann sollt ihr aus allen Voelkern mein Eigentum sein; denn mir gehoert die ganze Erde. 19.6 Und ihr sollt mir ein Koenigreich von Priestern und eine heilige Nation sein. Das sind die Worte, die du zu den Soehnen Israel reden sollst. 19.7 Darauf ging Mose hin, rief die Aeltesten des Volkes [zusammen] und legte ihnen all diese Worte vor, die ihm der HERR geboten hatte. 19.8 Da antwortete das ganze Volk gemeinsam und sagte: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun! Und Mose brachte dem HERRN die Worte des Volkes zurueck. 19.9 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich werde im Dunkel des Gewoelks zu dir kommen, damit es das Volk hoert, wenn ich mit dir rede, und auch dir ewig glaubt. Und Mose teilte dem HERRN die Worte des Volkes mit. 19.10 Und der HERR sprach zu Mose: Geh zum Volk und heilige sie heute und morgen! Und sie sollen ihre Kleider waschen, 19.11 damit sie fuer den dritten Tag bereit sind; denn am dritten Tag wird der HERR vor den Augen des ganzen Volkes auf den Berg Sinai herabsteigen. 19.12 Darum zieh eine Grenze rings um das Volk und sage: Huetet euch, auf den Berg zu steigen oder [auch nur] sein Ende zu beruehren! Jeder, der den Berg beruehrt, muss getoetet werden. 19.13 Keine Hand darf ihn beruehren, denn [sonst] muss er gesteinigt oder erschossen werden; ob Tier oder Mensch, er darf nicht am Leben bleiben. [Erst] wenn das Widderhorn anhaltend ertoent, sollen sie zum Berg hinaufsteigen. 19.14 Darauf stieg Mose vom Berg zu dem Volk hinab; und er heiligte das Volk, und sie wuschen ihre Kleider. 19.15 Dann sagte er zum Volk: Haltet euch fuer den dritten Tag bereit! Naehert euch keiner Frau! 19.16 Und es geschah am dritten Tag, als es Morgen wurde, da brachen Donner und Blitze los, und eine schwere Wolke [lagerte] auf dem Berg, und ein sehr starker Hoernerschall [ertoente], so dass das ganze Volk, das im Lager war, bebte. 19.17 Mose aber fuehrte das Volk aus dem Lager hinaus, Gott entgegen, und sie stellten sich am Fuss des Berges auf. 19.18 Und der ganze Berg Sinai rauchte, weil der HERR im Feuer auf ihn herabkam. Und sein Rauch stieg auf wie der Rauch eines Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte heftig. 19.19 Und der Hoernerschall wurde immer staerker. Mose redete, und Gott antwortete ihm mit einer [lauten] Stimme. 19.20 Und der HERR stieg auf den Berg Sinai herab, auf den Gipfel des Berges, und der HERR rief Mose auf den Gipfel des Berges, und Mose stieg hinauf. 19.21 Und der HERR sprach zu Mose: Steig hinab, warne das Volk, dass sie nicht zum HERRN durchbrechen, um zu schauen; sonst muessten viele von ihnen fallen. 19.22 Ja, auch die Priester, die zum HERRN herantreten, sollen sich heiligen, damit der HERR nicht in sie einbricht. 19.23 Mose aber sagte zum HERRN: Das Volk wird den Berg Sinai nicht ersteigen koennen, denn du hast uns ja gewarnt und gesagt: Zieh eine Grenze um den Berg und erklaere ihn fuer heilig! 19.24 Da sprach der HERR zu ihm: Geh, steig hinab, und komm [dann wieder] herauf, du und Aaron mit dir! Aber die Priester und das Volk sollen nicht durchbrechen, um zum HERRN hinaufzusteigen, damit er nicht in sie einbricht. 19.25 Da stieg Mose zum Volk hinab und sagte es ihnen. Die zehn Gebote. V. 1-17: 5Mo 5,4-21 \20\ 20.1 Und Gott redete alle diese Worte und sprach: 20.2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Aegypten, aus dem Sklavenhaus herausgefuehrt habe. 20.3 Du sollst keine andern Goetter haben neben mir. - 20.4 Du sollst dir kein Goetterbild machen, auch keinerlei Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. 20.5 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersuechtiger Gott, der die Schuld der Vaeter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation] von denen, die mich hassen, 20.6 der aber Gnade erweist an Tausenden [von Generationen] von denen, die mich lieben und meine Gebote halten. - 20.7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen, denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. V. 8-11: Kap. 16,23-30; 31,12-17; 35,1-3; 3Mo 23,3; Jer 17,21.22; Hes 20,20. 20.8 Denke an den Sabbattag, um ihn heilig zu halten. 20.9 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun, 20.10 aber der siebte Tag ist Sabbat fuer den HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter, dein Knecht und deine Magd und dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt]. 20.11 Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, das Meer und alles, was in ihnen ist, und er ruhte am siebten Tag; darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn. V. 12-17: Mt 19,18.19; Roem 13,9. 20.12 Ehre deinen Vater und deine Mutter, damit deine Tage lange waehren in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. - 20.13 Du sollst nicht toeten. - 20.14 Du sollst nicht ehebrechen. - 20.15 Du sollst nicht stehlen. - 20.16 Du sollst gegen deinen Naechsten nicht als falscher Zeuge aussagen. - 20.17 Du sollst nicht das Haus deines Naechsten begehren. Du sollst nicht begehren die Frau deines Naechsten, noch seinen Knecht, noch seine Magd, weder sein Rind noch seinen Esel, noch irgend etwas, was deinem Naechsten [gehoert]. 20.18 Und das ganze Volk nahm den Donner wahr, die Flammen, den Hoernerschall und den rauchenden Berg. Als nun das Volk [das] wahrnahm, zitterten sie, blieben von ferne stehen 20.19 und sagten zu Mose: Rede du mit uns, dann wollen wir hoeren! Aber Gott soll nicht mit uns reden, damit wir nicht sterben. 20.20 Da sagte Mose zum Volk: Fuerchtet euch nicht! Denn [nur] um euch zu pruefen, ist Gott gekommen, und damit die Furcht vor ihm euch vor Augen sei, damit ihr nicht suendigt. 20.21 So blieb denn das Volk von ferne stehen. Mose aber naeherte sich dem Dunkel, wo Gott war. Vorschrift fuer den Altar. 20.22 Da sprach der HERR zu Mose: So sollst du zu den Soehnen Israel sprechen: Ihr habt selbst gesehen, dass ich vom Himmel her mit euch geredet habe. 20.23 Ihr sollt neben mir keine Goetter aus Silber machen, auch Goetter aus Gold sollt ihr euch nicht machen. 20.24 Einen Altar aus Erde sollst du mir machen und darauf deine Brandopfer und Heilsopfer, deine Schafe und deine Rinder darbringen. An jedem Ort, wo ich meines Namens werde gedenken lassen, werde ich zu dir kommen und dich segnen. 20.25 Wenn du mir aber einen Altar aus Steinen machst, dann darfst du sie nicht als behauene [Steine] aufbauen, denn du haettest deinen Meissel darueber geschwungen und ihn entweiht. 20.26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar hinaufsteigen, damit nicht deine Bloesse an ihm aufgedeckt wird. Verordnungen zum Schutz der Sklaven. 5Mo 15,12-18. \21\ 21.1 Und dies sind die Rechtsbestimmungen, die du ihnen vorlegen sollst: 21.2 Wenn du einen hebraeischen Sklaven kaufst, soll er sechs Jahre dienen, im siebten aber soll er umsonst frei ausziehen. 21.3 Falls er allein gekommen ist, soll er [auch] allein ausziehen. Falls er Ehemann einer Frau war, soll seine Frau mit ihm ausziehen. 21.4 Falls ihm sein Herr eine Frau gegeben und sie ihm Soehne oder Toechter geboren hat, sollen die Frau und ihre Kinder ihrem Herrn gehoeren, und er soll allein ausziehen. 21.5 Falls aber der Sklave sagt: Ich liebe meinen Herrn, meine Frau und meine Kinder, ich will nicht als Freier ausziehen!, 21.6 so soll ihn sein Herr vor Gott bringen und ihn an die Tuer oder an den Tuerpfosten stellen, und sein Herr soll ihm das Ohr mit einem Pfriem durchbohren; dann soll er ihm fuer ewig dienen. 21.7 Wenn jedoch jemand seine Tochter als Sklavin verkauft, soll sie nicht ausziehen, wie die Sklaven ausziehen. 21.8 Falls sie ihrem Herrn missfaellt, der sie fuer sich vorgesehen hatte, lasse er sie loskaufen: er soll nicht Macht haben, sie an einen Auslaender zu verkaufen, indem er sie treulos entlaesst. 21.9 Und falls er sie seinem Sohn bestimmt, soll er nach dem Toechterrecht an ihr handeln. 21.101 Falls er sich [noch] eine andere nimmt, soll er ihre Nahrung, ihre Kleidung und den ehelichen Verkehr mit ihr nicht verkuerzen. 21.11 Falls er aber diese drei Dinge nicht an ihr tut, soll sie umsonst ausziehen, ohne Geld. Verordnungen zum Schutz von Leib und Leben. 21.12 Wer einen Menschen [so] schlaegt, dass er stirbt, muss getoetet werden. 21.13 Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern Gott hat es seiner Hand widerfahren lassen, dann werde ich dir einen Ort bestimmen, wohin er fliehen soll. 21.14 Doch wenn jemand an seinem Naechsten vermessen handelt, indem er ihn hinterlistig umbringt - von meinem Altar sollst du ihn wegnehmen, damit er stirbt. 21.15 Wer seinen Vater oder seine Mutter schlaegt, muss getoetet werden. 21.16 Wer einen Menschen raubt, sei es, dass er ihn verkauft, sei es, dass er in seiner Gewalt gefunden wird, [der] muss getoetet werden. 21.17 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss getoetet werden. 21.18 Wenn Maenner [miteinander] streiten und einer den andern mit einem Stein oder mit einer Hacke schlaegt, so dass er [zwar] nicht stirbt, aber bettlaegerig wird: 21.19 falls er aufsteht und draussen an seinem Stab umhergeht, soll der Schlaeger straffrei bleiben. Nur muss er ihn fuer [die Zeit] seines Daheimsitzens entschaedigen und fuer seine voellige Heilung sorgen. 21.20 Wenn jemand seinen Sklaven oder seine Sklavin mit dem Stock schlaegt, so dass er ihm unter der Hand stirbt, muss er geraecht werden. 21.21 Nur falls er einen Tag oder zwei Tage [am Leben] bleibt, soll er nicht geraecht werden, denn er ist sein Geld. 21.22 Wenn Maenner sich raufen und [dabei] eine schwangere Frau stossen, so dass ihr die Leibesfrucht abgeht, aber kein [weiterer] Schaden entsteht, so muss dem Schuldigen eine Geldbusse auferlegt werden, je nachdem, [wieviel] ihm der Eheherr der Frau auferlegt, und er soll nach dem Ermessen von Schiedsrichtern geben. 21.23 Falls aber ein [weiterer] Schaden entsteht, so sollst du geben Leben um Leben, 21.24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss, 21.25 Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Strieme um Strieme. 21.26 Wenn jemand in das Auge seines Sklaven oder in das Auge seiner Sklavin schlaegt und es zerstoert, soll er ihn [zur Entschaedigung] fuer sein Auge als Freien entlassen. 21.27 Auch falls er den Zahn seines Sklaven oder den Zahn seiner Sklavin ausschlaegt, soll er ihn [zur Entschaedigung] fuer seinen Zahn als Freien entlassen. 21.28 Wenn ein Rind einen Mann oder eine Frau stoesst, so dass sie sterben, dann muss das Rind gesteinigt werden, und sein Fleisch darf nicht gegessen werden; aber der Besitzer des Rindes soll straffrei bleiben. 21.29 Falls jedoch das Rind schon vorher stoessig war, und sein Besitzer ist gewarnt worden, hat es aber nicht verwahrt: falls es [dann] einen Mann oder eine Frau toetet, soll das Rind gesteinigt und auch sein Besitzer getoetet werden. 21.30 Falls ihm aber ein Suehngeld auferlegt wird, so soll er als Loesegeld fuer sein Leben alles geben, was ihm auferlegt wird. 21.31 [Auch] falls es einen Sohn oder eine Tochter stoesst, soll mit ihm nach dieser Rechtsordnung verfahren werden. 21.32 Falls das Rind einen Sklaven oder eine Sklavin stoesst, soll sein Besitzer ihrem Herrn dreissig Schekel Silber geben, das Rind aber soll gesteinigt werden. Verordnungen ueber Ersatzleistungen nach Schaedigung anderer. 21.33 Wenn jemand eine Zisterne oeffnet oder wenn jemand eine Zisterne graebt und sie nicht zudeckt, und es faellt ein Rind oder ein Esel hinein, 21.34 dann soll es der Besitzer der Zisterne erstatten: Geld soll er seinem Besitzer zahlen, aber das tote [Tier] soll ihm gehoeren. 21.35 Wenn jemandes Rind das Rind seines Naechsten stoesst, so dass es stirbt, dann sollen sie das lebende Rind verkaufen und den Erloes teilen, und auch das tote sollen sie teilen. 21.36 War es aber bekannt, dass das Rind [schon] vorher stoessig war, und sein Besitzer hat es nicht verwahrt, so muss er ein Rind fuer das [andere] Rind erstatten, das tote aber soll ihm gehoeren. 21.37 Wenn jemand ein Rind oder ein Schaf stiehlt und es schlachtet oder verkauft, soll er fuenf Rinder erstatten fuer das [eine] Rind und vier Schafe fuer das [eine] Schaf. \22\ 22.1 - Falls der Dieb beim Einbruch ertappt und geschlagen wird, so dass er stirbt, so ist es ihm keine Blutschuld. 22.2 Falls aber die Sonne ueber ihm aufgegangen ist, ist es ihm Blutschuld. Er muss zurueckerstatten. Falls er nichts hat, soll er fuer den [Wert des] von ihm Gestohlenen verkauft werden. 22.3 Falls das Gestohlene lebend in seiner Hand gefunden wird, es sei ein Rind oder ein Esel oder ein Schaf, so soll er das Doppelte erstatten. 22.4 Wenn jemand ein Feld oder einen Weinberg abweiden laesst und seinem Vieh [dabei] freien Lauf laesst, so dass es auf dem Feld eines anderen weidet, dann soll er vom Besten seines Feldes und vom Besten seines Weinbergs erstatten. 22.5 Wenn Feuer ausbricht und Dorngestruepp erreicht, so dass ein Garbenhaufen oder das stehende Getreide oder das Feld verzehrt wird, so muss der zurueckerstatten, der den Brand angezuendet hat. V. 6-14: 3Mo 5,20-24. 22.6 Wenn jemand seinem Naechsten Geld oder Gegenstaende in Verwahrung gibt und es wird aus dem Haus dieses Mannes gestohlen - falls der Dieb gefunden wird, soll er das Doppelte erstatten. 22.7 Falls jedoch der Dieb nicht gefunden wird, so soll der Besitzer des Hauses vor Gott treten, [damit man erfaehrt], ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Naechsten ausgestreckt hat. 22.8 Bei jedem Fall von Veruntreuung an Rind, Esel, Schaf oder Kleidung, bei allem Verlorenen, von dem er sagt: Das ist es!, soll die Sache der beiden vor Gott kommen. Wen Gott schuldig erklaert, der soll seinem Naechsten das Doppelte erstatten. 22.9 Wenn jemand seinem Naechsten einen Esel oder ein Rind oder ein Schaf oder irgend ein Tier in Verwahrung gibt und es stirbt oder bricht sich [einen Knochen] oder wird weggefuehrt [und] niemand sieht es, 22.10 dann soll ein Schwur beim HERRN zwischen ihnen beiden sein, ob er nicht seine Hand nach der Habe seines Naechsten ausgestreckt hat. Dann soll sein Besitzer es annehmen, und jener braucht nichts zu erstatten. 22.11 Falls es ihm jedoch wirklich gestohlen worden ist, soll er es seinem Besitzer erstatten. 22.12 Falls es [aber] zerrissen worden ist, soll er es als Beweis herbeibringen; er braucht das Zerrissene nicht zu erstatten. 22.13 Wenn jemand von seinem Naechsten [ein Stueck Vieh] leiht und es bricht sich [einen Knochen] oder stirbt - falls sein Besitzer nicht dabei war, muss er es erstatten; 22.14 falls sein Besitzer dabei war, braucht er es nicht zu erstatten. Falls es gemietet war, geht es auf den Mietpreis. 22.15 Wenn jemand eine Jungfrau betoert, die nicht verlobt ist, und liegt bei ihr, muss er sie sich gegen das Heiratsgeld zur Frau erwerben. 22.16 Falls sich ihr Vater hartnaeckig weigert, sie ihm zu geben, soll er Geld abwiegen nach dem Heiratsgeld fuer Jungfrauen. Todeswuerdige Vergehen. 22.17 Eine Zauberin sollst du nicht am Leben lassen. - 22.18 Jeder, der bei einem Tier liegt, muss getoetet werden. - 22.19 Wer den Goettern opfert, ausser dem HERRN allein, soll mit dem Bann belegt werden. Aufforderung zum Schutz der Schwachen. 22.20 Den Fremden sollst du weder unterdruecken noch bedraengen, denn Fremde seid ihr im Land Aegypten gewesen. 22.21 Keine Witwe oder Waise duerft ihr bedruecken. 22.22 Falls du sie in irgendeiner Weise bedrueckst, dann werde ich, wenn sie wirklich zu mir schreien [muss], ihr Geschrei gewiss erhoeren, 22.23 und mein Zorn wird entbrennen, und ich werde euch mit dem Schwert umbringen, so dass eure Frauen Witwen und eure Kinder Waisen werden. - 22.24 Falls du [einem aus] meinem Volk, dem Elenden bei dir, Geld leihst, dann sei gegen ihn nicht wie ein Glaeubiger; ihr sollt ihm keinen Zins auferlegen. - 22.25 Falls du wirklich den Mantel deines Naechsten zum Pfand nimmst, sollst du ihm diesen zurueckgeben, ehe die Sonne untergeht; 22.26 denn er ist seine einzige Decke, seine Umhuellung fuer seine Haut. Worin soll er [sonst] liegen? Wenn er dann zu mir schreit, wird es geschehen, dass ich ihn erhoeren werde, denn ich bin gnaedig. - Pflichten gegen Gott. 22.27 Gott sollst du nicht laestern, und einem Fuersten in deinem Volk sollst du nicht fluchen. 22.28 Mit der Fuelle deines Getreides und dem Ausfluss deiner Kelter sollst du nicht zoegern. - Den Erstgeborenen unter deinen Soehnen sollst du mir geben. 22.29 Ebenso sollst du es mit deinem Rind [und] deinen Schafen halten; sieben Tage mag es bei seiner Mutter bleiben, am achten Tag sollst du es mir geben. - 22.30 Heilige Menschen sollt ihr mir sein: so duerft ihr Fleisch, das auf dem Feld zerrissen worden ist, nicht essen; den Hunden sollt ihr es vorwerfen. Aufforderung zum gerechten Verhalten und zur Naechstenliebe. \23\ 23.1 Du sollst kein falsches Geruecht aufnehmen. Du sollst deine Hand nicht dem Schuldigen reichen, um als falscher Zeuge aufzutreten. 23.2 Du sollst der Menge nicht folgen zum Boesen. Und du sollst bei einem Rechtsstreit nicht antworten, indem du dich nach der Mehrheit richtest und so [das Recht] beugst. 23.3 Auch den Geringen sollst du in seinem Rechtsstreit nicht beguenstigen. - 23.4 Wenn du das Rind deines Feindes oder seinen Esel umherirrend antriffst, sollst du sie ihm auf jeden Fall zurueckbringen. 23.5 Wenn du den Esel deines Hassers unter seiner Last zusammengebrochen siehst, dann lass ihn nicht ohne Beistand; du sollst ihn mit ihm zusammen aufrichten. - 23.6 Du sollst das Recht eines Armen deines Volkes in seinem Rechtsstreit nicht beugen. 23.7 Von einer betruegerischen Angelegenheit halte dich fern. Und den Unschuldigen und Gerechten sollst du nicht umbringen, denn ich werde dem Schuldigen nicht recht geben. 23.8 Ein Bestechungsgeschenk nimm nicht an; denn das Bestechungsgeschenk macht Sehende blind und verdreht die Sache der Gerechten. 23.9 Und den Fremden sollst du nicht bedruecken. Ihr wisst ja selbst, wie es dem Fremden zumute ist, denn Fremde seid ihr im Land Aegypten gewesen. Bestimmungen fuer Sabbatjahre, Sabbat und Opfer an den Jahresfesten. 23.10 Sechs Jahre sollst du dein Land besaeen und seinen Ertrag einsammeln. 23.11 Aber im siebten sollst du es brachliegen lassen und nicht bestellen, damit die Armen deines Volkes davon essen. Und was sie uebriglassen, moegen die Tiere des Feldes fressen. Ebenso sollst du es mit deinem Weinberg [und] mit deinem Oelbaum[garten] halten. 23.12 Sechs Tage sollst du deine Arbeiten verrichten. Aber am siebten Tag sollst du ruhen, damit dein Rind und dein Esel ausruhen und der Sohn deiner Magd und der Fremde Atem schoepfen. 23.13 Habt acht auf euch in allem, was ich euch gesagt habe! Den Namen anderer Goetter aber duerft ihr nicht bekennen; er soll in deinem Mund nicht gehoert werden. V. 14-19: Kap. 34,18-26; 5Mo 16,1-17. 23.14 Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern. 23.15 Das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten: sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur festgesetzten Zeit im Monat Abib, denn in diesem bist du aus Aegypten gezogen. Und man soll nicht mit leeren Haenden vor meinem Angesicht erscheinen. 23.16 Ferner das Fest der Ernte, der Erstlinge [vom Ertrag] deiner Arbeit, dessen, was du auf dem Feld saeen wirst; und das Fest des Einsammelns am Ende des Jahres, wenn du deinen Arbeitsertrag vom Feld einsammelst. 23.17 Dreimal im Jahr soll alles unter euch, was maennlich ist, vor dem Angesicht des Herrn HERRN erscheinen. 23.18 Du darfst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesaeuertem darbringen; und das Fett meines Festopfers soll nicht ueber Nacht bleiben bis zum naechsten Morgen. 23.19 Das Erste von den Erstlingen deines Ackers sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Boeckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen. Gebot zur Ausrottung der Kanaaniter - Verheissungen fuer Gehorsam. 23.20 Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, damit er dich auf dem Weg bewahrt und dich an den Ort bringt, den ich [fuer dich] bereitet habe. 23.21 Huete dich vor ihm, hoere auf seine Stimme und widersetze dich ihm nicht! Denn er wird euer Vergehen nicht vergeben, denn mein Name ist in ihm. 23.22 Doch wenn du willig auf seine Stimme hoerst und alles tust, was ich sage, dann werde ich Feind deiner Feinde sein und deine Bedraenger bedraengen. 23.23 Denn mein Engel wird vor dir hergehen und wird dich bringen zu den Amoritern, Hetitern, Perisitern, Kanaanitern, Hewitern und Jebusitern; und ich werde sie austilgen. 23.24 Du sollst dich vor ihren Goettern nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen, und du sollst nicht nach ihren Taten tun, sondern du sollst sie ganz und gar niederreissen und ihre Gedenksteine voellig zertruemmern. 23.25 Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen: so wird er dein Brot und dein Wasser segnen, und ich werde [alle] Krankheit aus deiner Mitte entfernen. 23.26 Keine [Frau] in deinem Land wird eine Fehlgeburt haben oder unfruchtbar sein; die Zahl deiner Tage werde ich erfuellen. 23.27 Meinen Schrecken werde ich vor dir hersenden und alle Voelker, zu denen du kommst, in Verwirrung bringen, und ich werde dir den Ruecken all deiner Feinde zukehren. 23.28 Auch werde ich Angst vor dir hersenden, damit sie die Hewiter, Kanaaniter und Hetiter vor dir vertreibt. 23.29 Nicht in einem Jahr werde ich sie vor dir vertreiben, damit das Land nicht eine Oede wird und die wilden Tiere zu deinem Schaden ueberhandnehmen. 23.30 Nach und nach werde ich sie vor dir vertreiben, bis du so fruchtbar geworden bist, dass du das Land in Besitz nehmen kannst. 23.31 Und ich werde deine Grenze festsetzen: [sie soll reichen] vom Schilfmeer bis an das Meer der Philister und von der Wueste bis an den Strom, denn ich werde die Bewohner des Landes in deine Hand geben, so dass du sie vor dir vertreiben wirst. 23.32 Du sollst mit ihnen und mit ihren Goettern keinen Bund schliessen. 23.33 Sie sollen nicht in deinem Land wohnen bleiben, damit sie dich nicht zur Suende gegen mich verfuehren; denn [dann] wuerdest du ihren Goettern dienen, und es wuerde dir zu einer Falle sein. Bundesschliessung am Sinai. \24\ 24.1 Und [der HERR] sprach zu Mose: Steig zum HERRN herauf, du und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels, und betet an von ferne! 24.2 Aber Mose allein soll zum HERRN herantreten, sie aber duerfen nicht herantreten, und das Volk soll nicht mit ihm heraufsteigen. 24.3 Darauf kam Mose und erzaehlte dem Volk alle Worte des HERRN und alle Rechtsbestimmungen. Und das ganze Volk antwortete mit einer Stimme und sagte: Alle Worte, die der HERR geredet hat, wollen wir tun. 24.4 Da schrieb Mose alle Worte des HERRN auf. Am [naechsten] Morgen aber machte er sich frueh auf und errichtete einen Altar unten am Berg und zwoelf Denksteine nach den zwoelf Staemmen Israels. 24.5 Dann sandte er junge Maenner aus den Soehnen Israel hin; die brachten Brandopfer dar und schlachteten Jungstiere als Heilsopfer fuer den HERRN. 24.6 Und Mose nahm die Haelfte des Blutes und tat es in Schalen, die [andere] Haelfte des Blutes aber sprengte er an den Altar. 24.7 Und er nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volkes. Und sie sagten: Alles, was der HERR geredet hat, wollen wir tun und gehorchen. 24.8 Darauf nahm Mose das Blut, besprengte damit das Volk und sagte: Siehe, das Blut des Bundes, den der HERR auf all diese Worte mit euch geschlossen hat! Priester und Aelteste auf dem Sinai vor Gott. 24.9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den Aeltesten Israels hinauf, 24.10 und sie sahen den Gott Israels. Und unter seinen Fuessen war es wie Arbeit in Saphirplatten und wie der Himmel selbst an Klarheit. 24.11 Gegen die Edlen der Soehne Israel aber streckte er seine Hand nicht aus, sondern sie schauten Gott und assen und tranken. Mose auf dem Berg zum Empfang der Gesetzestafeln. 24.12 Und der HERR sprach zu Mose: Steig zu mir herauf auf den Berg und sei dort, damit ich dir die steinernen Tafeln, das Gesetz und das Gebot gebe, das ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen! 24.13 Da machte Mose sich mit seinem Diener Josua auf, und Mose stieg auf den Berg Gottes. 24.14 Zu den Aeltesten aber sagte er: Wartet hier auf uns, bis wir zu euch zurueckkehren! Siehe, Aaron und Hur sind ja bei euch: wer eine Rechtssache hat, trete zu ihnen! 24.15 Als nun Mose auf den Berg stieg, bedeckte die Wolke den Berg. 24.16 Und die Herrlichkeit des HERRN liess sich auf den Berg Sinai nieder, und die Wolke bedeckte ihn sechs Tage; und am siebten Tag rief er Mose aus der Mitte der Wolke [zu sich]. 24.17 Das Aussehen der Herrlichkeit des HERRN aber war vor den Augen der Soehne Israel wie ein verzehrendes Feuer auf dem Gipfel des Berges. 24.18 Mose jedoch ging mitten in die Wolke hinein und stieg auf den Berg; und Mose war vierzig Tage und vierzig Naechte auf dem Berg. Heiligtum: Freiwillige Gaben. Kap. 35,4-29. \25\ 25.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 25.2 Rede zu den Soehnen Israel [und sage ihnen], sie sollen ein Hebopfer fuer mich nehmen! Von jedem, dessen Herz ihn antreibt, sollt ihr mein Hebopfer nehmen. 25.3 Dies aber ist das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, Silber und Bronze, 25.4 violetter und roter Purpur, Karmesinstoff, Byssus und Ziegenhaar, 25.5 rotgefaerbte Widderfelle, Haeute von Delphinen und Akazienholz; 25.6 Oel fuer den Leuchter, Balsamoele fuer das Salboel und fuer das wohlriechende Raeucherwerk; 25.7 Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Einsetzen fuer das Ephod und die Brusttasche. 25.8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, damit ich in ihrer Mitte wohne. 25.9 Nach allem, was ich dir zeige, [naemlich] dem Urbild der Wohnung und dem Urbild all ihrer Geraete, danach sollt ihr es machen. Heiligtum: Bundeslade mit Deckplatte. Kap. 37,1-9. 25.10 So sollen sie nun eine Lade aus Akazienholz machen: zweieinhalb Ellen sei ihre Laenge, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Hoehe. 25.11 Die sollst du mit reinem Gold ueberziehen - von innen und aussen sollst du sie ueberziehen - und auf ihr ringsum eine goldene Kante anbringen. 25.12 Giesse fuer sie auch vier goldene Ringe und befestige sie an ihren vier Fuessen, und zwar zwei Ringe an ihrer einen Laengsseite und zwei Ringe an ihrer anderen Laengsseite! 25.13 Und du sollst Stangen aus Akazienholz anfertigen und sie mit Gold ueberziehen. 25.14 Diese Stangen stecke in die Ringe an den Seiten der Lade, damit man die Lade mit ihnen tragen kann! 25.15 Die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben, sie duerfen nicht von ihr entfernt werden. 25.16 In die Lade aber lege das Zeugnis, das ich dir geben werde. 25.17 Dann sollst du eine Deckplatte aus reinem Gold herstellen: zweieinhalb Ellen sei ihre Laenge und anderthalb Ellen ihre Breite. 25.18 Und mache zwei goldene Cherubim; in getriebener Arbeit sollst du sie machen an den beiden Enden der Deckplatte, 25.19 und zwar sollst du einen Cherub am Ende hier und einen Cherub am Ende dort machen. Aus [einem Stueck mit] der Deckplatte sollt ihr die Cherubim machen an ihren beiden Enden. 25.20 Und die Cherubim sollen die Fluegel nach oben ausbreiten, die Deckplatte mit ihren Fluegeln ueberdeckend, waehrend ihre Gesichter einander zugewandt sind. Der Deckplatte sollen die Gesichter der Cherubim zu[gewandt] sein. 25.21 Lege die Deckplatte oben auf die Lade! In die Lade aber sollst du das Zeugnis legen, das ich dir geben werde. 25.22 Und dort werde ich mich dir zu erkennen geben und von der Deckplatte herab, zwischen den beiden Cherubim hervor, die auf der Lade des Zeugnisses sind, alles zu dir reden, was ich dir fuer die Soehne Israel auftragen werde. Heiligtum: Schaubrottisch. Kap. 37,10-16. 25.23 Und du sollst einen Tisch aus Akazienholz machen: zwei Ellen sei seine Laenge, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Hoehe. 25.24 Den ueberzieh mit reinem Gold und bringe an ihm ringsum eine goldene Kante an! 25.25 Mache [an] ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und bringe an seiner Leiste ringsum eine goldene Kante an! 25.26 Mache fuer ihn auch vier goldene Ringe und befestige die Ringe an den vier Seiten seiner vier Fuesse! 25.27 Dicht an der Leiste sollen die Ringe sein als Oesen fuer die Stangen, damit man den Tisch tragen kann. 25.28 Die Stangen aber sollst du aus Akazienholz machen und sie mit Gold ueberziehen, und der Tisch soll daran getragen werden. 25.29 Fertige auch seine Schuesseln, seine Schalen, seine Kannen und seine Opferschalen an, mit denen man [Trankopfer] ausgiesst! Aus reinem Gold sollst du sie herstellen. 25.30 Auf den Tisch aber sollst du bestaendig vor mein Angesicht Schaubrote legen. Heiligtum: Leuchter. Kap. 37,17-24; 4Mo 8,1-4. 25.31 Und du sollst einen Leuchter aus reinem Gold machen. In getriebener Arbeit soll der Leuchter gemacht werden, sein Fussgestell und seine Schaftroehre. Seine Kelche, Knaeufe und Blueten sollen aus [einem Stueck mit] ihm sein. 25.32 Sechs Arme sollen von seinen [beiden] Seiten ausgehen: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner andern Seite. 25.33 Drei Kelche in der Form von Mandelblueten seien an dem einen Arm, [aus] Knauf und Bluete [bestehend], und drei Kelche in der Form von Mandelblueten am naechsten Arm, [aus] Knauf und Bluete [bestehend]; so sei es an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen. 25.34 Am Leuchter aber sollen vier Kelche sein in der Form von Mandelblueten, [aus] seinen Knaeufen und Blueten [bestehend]; 25.35 und zwar ein Knauf unter den [ersten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen, ein Knauf unter den [naechsten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen und [wieder] ein Knauf unter den [dritten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen; [so sei es] an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgehen. 25.36 Ihre Knaeufe und Arme sollen aus [einem Stueck mit] ihm sein. Der ganze [Leuchter] sei eine getriebene Arbeit, aus reinem Gold. 25.37 Und fertige seine sieben Lampen an, und man soll seine Lampen daraufsetzen, so dass [jede] auf die ihm gegenueberliegende Seite leuchtet. 25.38 Auch ihre Dochtscheren und Feuerbecken [sollst] du aus reinem Gold [herstellen]. 25.39 Aus einem Talent reinen Goldes soll man ihn machen mit all diesen Geraeten. 25.40 Und sieh zu, dass du [alles] nach ihrem Urbild machst, das dir auf dem Berg gezeigt worden ist! Heiligtum: Zeltdecken zur Wohnung. V. 1-30: Kap. 36,8-34. \26\ 26.1 Die Wohnung aber sollst du aus zehn Zeltdecken machen. Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff sollst du sie machen, mit Cherubim, als Kunststickerarbeit. 26.2 Die Laenge einer Zeltdecke sei 28 Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Mass fuer alle Zeltdecken. 26.3 Fuenf Zeltdecken sollen miteinander verbunden sein und [auch die uebrigen] fuenf Zeltdecken sollen miteinander verbunden sein. 26.4 Am Saum der einen Zeltdecke, am Ende der [einen] Verbindungsstelle, bringe Schleifen aus violettem Purpur an! Und ebenso sollst du es machen an dem Saum der aeussersten Zeltdecke an der andern Verbindungsstelle: 26.5 fuenfzig Schleifen sollst du an der einen Zeltdecke anbringen, und fuenfzig Schleifen sollst du am Ende der Zeltdecke anbringen, die sich an der andern Verbindungsstelle befindet; die Schleifen [sollen] einander gegenueber[stehen]. 26.6 Stelle fuenfzig goldene Haken her und verbinde die Zeltdecken durch die Haken miteinander, so dass die Wohnung ein [Ganzes] wird! 26.7 Und du sollst Zeltdecken aus Ziegenhaar machen als Zeltdach ueber der Wohnung; elf solcher Zeltdecken sollst du machen. 26.8 Die Laenge einer Zeltdecke sei dreissig Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Mass fuer die elf Zeltdecken. 26.9 Verbinde fuenf Zeltdecken fuer sich und [ebenso] die [uebrigen] sechs Zeltdecken fuer sich, und die sechste Zeltdecke an der Vorderseite des Zeltes lege doppelt! 26.10 Bringe auch fuenfzig Schleifen am Saum der einen Zeltdecke an, der aeussersten, an der [einen] Verbindungsstelle, und fuenfzig Schleifen am Saum der [aeussersten] Zeltdecke der anderen Verbindungsstelle! 26.11 Dann stelle fuenfzig bronzene Haken her, fuehre die Haken in die Schleifen ein und fuege das Zeltdach zusammen, so dass es ein [Ganzes] wird! 26.12 Das Ueberhaengende aber, das an den Decken des Zeltes uebrig ist, die halbe Zeltdecke, die uebrig ist, soll ueber der Rueckseite der Wohnung haengen. 26.13 Und von dem, was an der Laenge der Decken des Zeltes uebrig ist, sollen die Ellen auf der einen und die Ellen auf der anderen [Seite] an beiden Seiten der Wohnung ueberhaengen, um sie zu bedecken. 26.14 Und fertige fuer das Zelt eine Decke aus rotgefaerbten Widderfellen an und oben darueber eine Decke aus Haeuten von Delphinen! Heiligtum: Bretter und Riegel. 26.15 Die Bretter fuer die Wohnung sollst du aus Akazienholz herstellen - aufrechtstehend; 26.16 zehn Ellen sei die Laenge eines Brettes und anderthalb Ellen die Breite eines Brettes; 26.17 ein Brett soll zwei Zapfen haben, einer dem andern gegenueber eingefuegt: so sollst du es an allen Brettern der Wohnung machen. 26.18 Und zwar sollst du an Brettern fuer die Wohnung zwanzig Bretter fuer die Suedseite machen, nach Sueden zu, 26.19 und unter den zwanzig Brettern vierzig silberne Fussgestelle anbringen: zwei Fussgestelle unter einem Brett fuer seine zwei Zapfen und [wieder] zwei Fussgestelle unter einem Brett fuer seine zwei Zapfen. 26.20 Auch fuer die andere Laengsseite der Wohnung, fuer die Nordseite, [sollst du] zwanzig Bretter 26.21 und ihre vierzig silbernen Fussgestelle [anfertigen]: zwei Fussgestelle unter einem Brett und [wieder] zwei Fussgestelle unter einem Brett. 26.22 Fuer die Rueckseite der Wohnung aber, nach Westen zu, sollst du sechs Bretter machen. 26.23 Stelle auch zwei Bretter fuer die Ecken der Wohnung an der Rueckseite her! 26.24 Sie sollen von unten herauf doppelt und an ihrem Oberteil ganz beieinander sein [bis] zu einem Ring; so soll es mit ihnen beiden sein, fuer die beiden Ecken sollen sie sein. 26.25 Es sollen also acht Bretter sein und ihre silbernen Fussgestelle, sechzehn Fussgestelle: zwei Fussgestelle [seien] unter einem Brett und [wieder] zwei Fussgestelle unter einem Brett. 26.26 Und fertige Riegel aus Akazienholz an: fuenf fuer die Bretter der einen Laengsseite der Wohnung, 26.27 fuenf Riegel fuer die Bretter der anderen Laengsseite der Wohnung und fuenf Riegel fuer die Bretter der Seite der Wohnung, [die] die Rueckseite [bildet], nach Westen zu! 26.28 Und der mittlere Riegel in der Mitte der Bretter soll von einem Ende zum andern durchlaufen. 26.29 Die Bretter aber sollst du mit Gold ueberziehen. Und ihre Ringe, die Oesen fuer die Riegel, sollst du aus Gold machen, auch die Riegel ueberziehe mit Gold! 26.30 So errichte denn die Wohnung nach ihrem Bauplan, wie er dir auf dem Berg gezeigt worden ist! Heiligtum: Vorhaenge. Kap. 36,35-38. 26.31 Und du sollst einen Vorhang anfertigen aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff und gezwirntem Byssus; in Kunststickerarbeit soll man ihn machen, mit Cherubim. 26.32 Den haenge an vier Saeulen aus Akazienholz auf, die mit Gold ueberzogen sind - [auch] ihre Naegel [sollen] aus Gold [sein] - [und die] auf vier silbernen Fussgestellen [stehen]. 26.33 Und zwar sollst du den Vorhang unter den Haken anbringen. Und bringe dorthin, auf die Innenseite [hinter] dem Vorhang, die Lade des Zeugnisses! So soll der Vorhang fuer euch das Heilige und das Allerheiligste [voneinander] scheiden. 26.34 Und die Deckplatte sollst du auf die Lade des Zeugnisses im Allerheiligsten legen. 26.35 Den Tisch aber stelle ausserhalb des Vorhangs und den Leuchter dem Tisch gegenueber an die Seite der Wohnung, [die] nach Sueden zu [liegt]; und den Tisch sollst du an die Nordseite stellen. 26.36 Dann mache fuer den Eingang des Zeltes einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus in Buntwirkerarbeit. 26.37 Fuer diesen Vorhang stelle fuenf Saeulen aus Akazienholz her und ueberzieh sie mit Gold - [auch] ihre Naegel sollen aus Gold sein - und giesse fuer sie fuenf bronzene Fussgestelle! Heiligtum: Brandopferaltar. Kap. 38,1-7. \27\ 27.1 Den Altar sollst du aus Akazienholz machen, fuenf Ellen lang und fuenf Ellen breit - viereckig soll der Altar sein - und drei Ellen hoch. 27.2 Seine Hoerner mache an seinen vier Ecken - seine Hoerner sollen aus [einem Stueck mit] ihm sein - und ueberziehe ihn mit Bronze! 27.3 Fertige auch seine Toepfe an, [die man braucht], um ihn von der Fettasche zu reinigen, und seine Schaufeln, seine Sprengschalen, seine Fleischgabeln und seine Feuerbecken! Fuer all seine Geraete sollst du Bronze verwenden. 27.4 Und mache fuer ihn ein bronzenes Gitter wie ein Netz, befestige an dem Netz[gitter] vier bronzene Ringe an seinen vier Ecken 27.5 und setze es unter die Einfassung des Altars, von unten her, dass das Netz bis zur halben Hoehe des Altars reicht! 27.6 Mache auch Stangen fuer den Altar, Stangen aus Akazienholz, und ueberzieh sie mit Bronze! 27.7 Diese seine Stangen sollen in die Ringe gesteckt werden, so dass die Stangen an beiden Seiten des Altars sind, wenn man ihn traegt. 27.8 Aus Brettern sollst du ihn anfertigen - [innen] hohl. Wie es dir auf dem Berg gezeigt worden ist, so soll man ihn machen. Heiligtum: Vorhof. Kap. 38,9-20. 27.9 Und du sollst den Vorhof der Wohnung machen: an der Suedseite, nach Sueden zu, fuer den Vorhof Behaenge aus gezwirntem Byssus, auf der einen Seite hundert Ellen lang. 27.10 Seine zwanzig Saeulen und ihre zwanzig Fussgestelle [mache] aus Bronze, die Naegel der Saeulen und ihre Bindestaebe aus Silber! 27.11 Und ebenso sollen an der Nordseite der Laenge nach Behaenge sein, hundert [Ellen] lang; seine zwanzig Saeulen und ihre zwanzig Fussgestelle aus Bronze, die Naegel der Saeulen und ihre Bindestaebe aus Silber. 27.12 Und die Breite des Vorhofs an der Westseite [soll] an Behaengen fuenfzig Ellen [betragen], mit ihren zehn Saeulen und ihren zehn Fussgestellen. 27.13 Auch die Breite des Vorhofs an der oestlichen, dem Sonnenaufgang zugekehrten Seite, [soll] fuenfzig Ellen [betragen]: 27.14 fuenfzehn Ellen Behaenge seien auf der einen Seite mit ihren drei Saeulen und ihren drei Fussgestellen, 27.15 und [auch] auf der anderen Seite fuenfzehn [Ellen] Behaenge, ihre drei Saeulen und ihre drei Fuesse. 27.16 Das Tor des Vorhofs aber soll einen Vorhang von zwanzig Ellen haben, aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit, ihre vier Saeulen und ihre vier Fuesse. 27.17 Alle Saeulen des Vorhofs ringsum [sollen] mit silbernen Bindestaeben versehen [sein], ihre Naegel [seien aus] Silber und ihre Fussgestelle [aus] Bronze. 27.18 Die Laenge des Vorhofs [betrage] hundert Ellen, die Breite fuenfzig gegen fuenfzig und die Hoehe fuenf Ellen: [alle Behaenge seien aus] gezwirntem Byssus, ihre Fussgestelle aber [aus] Bronze. 27.19 Alle Geraete der Wohnung fuer den ganzen Dienst in ihr, auch all ihre Pfloecke und alle Pfloecke des Vorhofs sollen [aus] Bronze sein. Heiligtum: Oel fuer den Leuchter. 3Mo 24,2-4. 27.20 Du nun gebiete den Soehnen Israel, dass sie dir reines Oel aus zerstossenen Oliven fuer den Leuchter bringen, damit man bestaendig eine Lampe daraufsetzen kann! 27.21 Im Zelt der Begegnung, ausserhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis ist, sollen Aaron und seine Soehne sie herrichten, [damit sie] vom Abend bis zum Morgen vor dem HERRN [brennt]. [Das ist] bei den Soehnen Israel eine ewige Ordnung fuer [all] ihre Generationen. Heiligtum: Aaron und seine Soehne - Ihre Kleidung. V. 1-4: 3Mo 8,1-13. \28\ 28.1 Du aber lass deinen Bruder Aaron und seine Soehne mit ihm aus der Mitte der Soehne Israel zu dir herantreten, damit er mir den Priesterdienst ausuebt, Aaron [und mit ihm] Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar, die Soehne Aarons. 28.2 Und fertige heilige Kleider fuer deinen Bruder Aaron an, [ihm] zur Ehre und zum Schmuck! 28.3 Du sollst zu allen reden, die ein verstaendiges Herz haben, das ich mit dem Geist der Weisheit erfuellt habe, [und ihnen sagen,] dass sie die Kleider Aarons machen sollen, um ihn zu heiligen, damit er mir den Priesterdienst ausuebt. 28.4 Dies aber sind die Kleider, die sie anfertigen sollen: eine Brusttasche und ein Ephod und ein Oberkleid, einen Leibrock aus gewirktem [Stoff], einen Kopfbund und einen Guertel. Diese heiligen Kleider sollen sie fuer deinen Bruder Aaron und fuer seine Soehne anfertigen, damit er mir den Priesterdienst ausuebt. V. 5-14: Kap. 39,1-7. 28.5 Und [dazu] sollen sie das Gold, den violetten und roten Purpur, den Karmesinstoff und den Byssus nehmen. 28.6 So sollen sie nun das Ephod aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Kunststickerarbeit machen. 28.7 Es soll an seinen beiden Raendern zwei zusammenfuegbare Schulterstuecke haben, und man fuege es [mit ihnen] zusammen. 28.8 Und der Gurt, mit dem es angelegt wird, der [sich] oben [befindet], soll von gleicher Arbeit [und] aus [einem Stueck] mit ihm sein: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus. 28.9 Und du sollst zwei Onyxsteine nehmen und die Namen der Soehne Israel darauf eingravieren: 28.10 sechs ihrer Namen auf dem einen Stein und die sechs uebrigen Namen auf dem andern Stein nach der Reihenfolge ihrer Geburt. 28.11 In Steinschneidearbeit, als Siegelgravur sollst du die beiden Steine stechen nach den Namen der Soehne Israel. Mit goldenen Einfassungen umgeben sollst du sie anfertigen. 28.12 Dann setze die beiden Steine [oben] auf die Schulterstuecke des Ephods, als Steine des Gedenkens fuer die Soehne Israel! Und Aaron soll ihre Namen auf seinen beiden Schultern tragen vor dem HERRN zum Gedenken. 28.13 Weiter stelle goldene Einfassungen 28.14 und zwei Ketten aus reinem Gold her! Als Schnuere sollst du sie herstellen, in Seilerarbeit, und die seil[foermigen] Ketten an den Einfassungen befestigen. V. 15-30: Kap. 39,8-21. 28.15 Und mache die Brusttasche fuer den Rechtsspruch in Kunststickerarbeit! Wie die Arbeit des Ephods sollst du sie anfertigen: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus sollst du sie machen. 28.16 Viereckig soll sie sein, doppelt gelegt, eine Spanne ihre Laenge und eine Spanne ihre Breite. 28.17 Und besetze sie mit eingesetzten Steinen, vier Reihen von Steinen: eine Reihe Karneol, Topas und Smaragd, die erste Reihe; 28.18 die zweite Reihe: Rubin, Saphir und Jaspis; 28.19 und die dritte Reihe: Hyazinth, Achat und Amethyst; 28.20 und die vierte Reihe: Tuerkis und Onyx und Nephrit! Mit Gold sollen sie eingefasst sein in ihren Einsetzungen. 28.21 Die Steine sollen also den Namen der Soehne Israel entsprechen, zwoelf [an der Zahl], entsprechend ihren Namen; in Siegelgravur sollen sie [hergestellt] werden, jeder seinem Namen entsprechend fuer die zwoelf Staemme. 28.22 Mache an der Brusttasche gedrehte Ketten in Seilerarbeit, aus reinem Gold; 28.23 und zwar sollst du an der Brusttasche zwei goldene Ringe anbringen, indem du die beiden Ringe an den beiden [oberen] Enden der Brusttasche befestigst 28.24 und die zwei goldenen Schnuere an den beiden Ringen an den Enden der Brusttasche befestigst. 28.25 Die beiden [anderen] Enden der zwei Schnuere aber sollst du an den beiden Einfassungen befestigen und sie [so] an den Schulterstuecken des Ephods befestigen, an seiner Vorderseite. 28.26 Und stelle zwei [andere] goldene Ringe her und befestige sie an den beiden [unteren] Enden der Brusttasche, an ihrem Rand, der dem Ephod zugekehrt ist, auf der Innenseite! 28.27 Dann mache [noch] zwei goldene Ringe und befestige sie unten an den beiden Schulterstuecken des Ephods, an seiner Vorderseite, dicht an seiner Zusammenfuegung [mit den Schulterstuecken] oberhalb des Gurtes vom Ephod. 28.28 Und man soll die Brusttasche von ihren Ringen aus mit einer Schnur von violettem Purpur an den Ringen des Ephods festbinden, damit sie ueber dem Gurt des Ephods sitzt und die Brusttasche sich nicht von [der Stelle] ueber dem Ephod verschiebt. 28.29 So soll Aaron an der Brusttasche fuer den Rechtsspruch die Namen der Soehne Israel auf seinem Herzen tragen, wenn er ins Heiligtum hineingeht, um sie bestaendig vor dem HERRN in Erinnerung zu bringen. 28.30 In die Brusttasche fuer den Rechtsspruch aber lege die Urim und die Tummim, damit sie auf dem Herzen Aarons sind, wenn er vor den HERRN hineingeht! So soll Aaron den Rechtsspruch fuer die Soehne Israel bestaendig vor dem HERRN auf seinem Herzen tragen. V. 31-35: Kap. 39,22-26. 28.31 Mache das Oberkleid des Ephods ganz aus violettem Purpur! 28.32 Seine Kopfoeffnung soll in seiner Mitte sein, [und] einen Rand in Weberarbeit soll es ringsum an seiner Oeffnung haben. Wie die Oeffnung eines Lederpanzers soll sie fuer ihn sein, damit es nicht einreisst. 28.33 An seinem [unteren] Saum sollst du Granataepfel aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff anbringen, ringsum an seinem Saum, und zwischen ihnen ringsum goldene Gloeckchen: 28.34 [erst] ein goldenes Gloeckchen, dann einen Granatapfel [und wieder] ein goldenes Gloeckchen und einen Granatapfel ringsum an dem Saum des Oberkleides. 28.35 Und Aaron soll es anhaben, um [darin] den Dienst zu verrichten, und der Klang soll gehoert werden, wenn er ins Heiligtum hineingeht vor den HERRN, und wenn er herausgeht, damit er nicht stirbt. V. 36-43: Kap. 39,27-31; 1Chr 23,13. 28.36 Und stelle aus reinem Gold ein [blumenfoermiges] Stirnblatt her und graviere darauf mit Siegelgravur ein: Heiligkeit dem HERRN! 28.37 Das haenge an eine Schnur aus violettem Purpur, so dass es sich am Kopfbund befindet! An der Vorderseite des Kopfbundes soll es sein. 28.38 So sei es auf der Stirn Aarons, damit Aaron die Schuld der heiligen Dinge trage, die die Soehne Israel heiligen werden, bei allen Gaben ihrer heiligen Dinge. Und es soll bestaendig an seiner Stirn sein zum Gefallen fuer sie vor dem HERRN. 28.39 Den Leibrock aber webe aus Byssus, gemustert, und mache einen Kopfbund aus Byssus! Dazu sollst du einen Guertel in Buntwirkerarbeit anfertigen. 28.40 Auch den Soehnen Aarons sollst du Leibroecke machen und Guertel fuer sie anfertigen, und hohe Turbane sollst du ihnen machen zur Ehre und zum Schmuck. 28.41 Und du sollst deinen Bruder Aaron damit bekleiden und seine Soehne mit ihm. Dann sollst du sie salben und ihnen die Haende fuellen und sie heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausueben. 28.42 Ferner mache ihnen leinene Beinkleider, um das Fleisch der Bloesse zu bedecken! Von den Hueften bis zu den Oberschenkeln sollen sie reichen. 28.43 Und Aaron und seine Soehne sollen sie anhaben, wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen oder wenn sie an den Altar herantreten, um den Dienst im Heiligtum zu verrichten, damit sie nicht eine Schuld auf sich laden und sterben. [Das ist] eine ewige Ordnung fuer ihn und fuer seine Nachkommenschaft nach ihm. Heiligtum: Weihe Aarons und seiner Soehne und des Altars. 3Mo 8. \29\ 29.1 Und dies ist es, was du mit ihnen tun sollst, sie zu heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausueben: Nimm einen Jungstier, ein Rind und zwei Widder ohne Fehler, 29.2 dazu ungesaeuertes Brot und ungesaeuerte, mit Oel gemengte Kuchen sowie ungesaeuerte, mit Oel bestrichene Fladen; aus Weizengriess sollst du sie machen. 29.3 Dann lege sie in einen Korb und bringe sie in dem Korb dar, und den Jungstier und die zwei Widder! 29.4 Aaron und seine Soehne aber sollst du an den Eingang des Zeltes der Begegnung herantreten lassen und sie mit Wasser waschen. 29.5 Darauf sollst du die Kleider nehmen und Aaron bekleiden mit dem Leibrock, dem Oberkleid des Ephods, dem Ephod und der Brusttasche und ihm den Gurt des Ephods umbinden. 29.6 Dann setze ihm den Kopfbund auf sein Haupt und befestige das heilige Diadem am Kopfbund, 29.7 nimm das Salboel, giesse es auf sein Haupt und salbe ihn! 29.8 Auch seine Soehne sollst du herantreten lassen und sie mit Leibroecken bekleiden. 29.9 Dann umguerte sie mit dem Guertel, Aaron und seine Soehne, und binde ihnen die hohen Turbane um! So soll ihnen das Priesteramt zu einer ewigen Ordnung sein. Und du sollst Aaron und seinen Soehnen die Haende fuellen. 29.10 Auch sollst du den Jungstier vor das Zelt der Begegnung heranfuehren, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf den Kopf des Jungstiers legen. 29.11 Dann schlachte den Jungstier vor dem HERRN, am Eingang des Zeltes der Begegnung, 29.12 nimm von dem Blut des Jungstiers und tu es mit deinem Finger an die Hoerner des Altars, und alles [uebrige] Blut sollst du an den Fuss des Altars giessen! 29.13 Und nimm alles Fett, das die Eingeweide bedeckt, dazu den Lappen ueber der Leber und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, und lass [dies alles] auf dem Altar als Rauch aufsteigen! 29.14 Das Fleisch des Jungstiers aber samt seiner Haut und dem Inhalt seines Magens sollst du ausserhalb des Lagers verbrennen: ein Suendopfer ist es. 29.15 [Danach] nimm den einen Widder, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf den Kopf des Widders legen, 29.16 dann sollst du den Widder schlachten und sein Blut nehmen und es ringsum an den Altar sprengen. 29.17 Und du sollst den Widder in seine Stuecke zerlegen, seine Eingeweide und seine Unterschenkel waschen und sie auf seine Stuecke und auf seinen Kopf legen. 29.18 Den ganzen Widder aber sollst du auf dem Altar als Rauch aufsteigen lassen: ein Brandopfer fuer den HERRN ist es, ein wohlgefaelliger Geruch. Ein Feueropfer ist es fuer den HERRN. 29.19 Und nimm den zweiten Widder, und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende auf den Kopf des Widders legen! 29.20 Dann sollst du den Widder schlachten und von seinem Blut [etwas] nehmen und es auf das rechte Ohrlaeppchen Aarons und auf das rechte Ohrlaeppchen seiner Soehne tun, auch auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses. Das [uebrige] Blut aber sollst du ringsum an den Altar sprengen. 29.21 Und nimm von dem Blut, das auf dem Altar ist, und von dem Salboel und sprenge es auf Aaron und auf seine Kleider, und auf seine Soehne und auf die Kleider seiner Soehne mit ihm! So werden er und seine Kleider und seine Soehne und die Kleider seiner Soehne mit ihm geheiligt. 29.22 Dann nimm von dem Widder das Fett, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, dazu den Leberlappen, die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen ist, sowie die rechte Keule - denn ein Widder der Einsetzung ist es -, 29.23 ferner ein [fladenfoermiges] Rundbrot, einen Oelbrotkuchen und einen Fladen aus dem Korb der ungesaeuerten Brote, der vor dem HERRN [steht], 29.24 und lege das alles auf die Haende Aarons und auf die Haende seiner Soehne und schwinge es als Schwingopfer vor dem HERRN! 29.25 Dann nimm es von ihren Haenden und lass es auf dem Altar ueber dem Brandopfer als Rauch aufsteigen zum wohlgefaelligen Geruch vor dem HERRN! Ein Feueropfer ist es fuer den HERRN. 29.26 Und nimm die Brust von dem Einsetzungswidder, der fuer Aaron ist, und schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN! Sie soll dein Anteil sein. 29.27 Und heilige die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers, die geschwungen und die abgehoben worden ist, von dem Einsetzungswidder, von dem, was fuer Aaron, und von dem, was fuer seine Soehne ist! 29.28 Und es soll Aaron und seinen Soehnen zukommen als eine ewige Ordnung bei den Soehnen Israel, denn es ist ein Hebopfer, und ein Hebopfer soll es sein bei den Soehnen Israel, ihr Hebopfer von ihren Heilsopfern: fuer den HERRN. 29.29 Die heiligen Kleider Aarons sollen nach ihm seinen Soehnen zuteil werden, damit man sie darin salbe und darin weihe. 29.30 Sieben Tage soll sie anziehen, wer von seinen Soehnen an seiner Statt Priester wird, wer in das Zelt der Begegnung hineingeht, um im Heiligtum zu dienen. 29.31 Du sollst den Einsetzungswidder nehmen und sein Fleisch an heiliger Staette kochen. 29.32 Dann sollen Aaron und seine Soehne das Fleisch des Widders und das Brot, das im Korb ist, am Eingang des Zeltes der Begegnung essen. 29.33 Sie sollen die [Stuecke] essen, mit denen die Suehnung vollzogen wurde, um ihnen die Haende zu fuellen, um sie dadurch zu heiligen. Ein Fremder darf aber nicht davon essen, denn sie sind heilig. 29.34 Wenn aber von dem Fleisch des Einsetzungsopfers und von dem Brot etwas bis zum [naechsten] Morgen uebrigbleibt, dann sollst du das Uebriggebliebene mit Feuer verbrennen; es darf nicht gegessen werden, denn es ist heilig. 29.35 So sollst du mit Aaron und seinen Soehnen verfahren, nach allem, was ich dir geboten habe. Sieben Tage sollst du sie weihen. 29.36 Auch sollst du taeglich einen Jungstier zur Suehnung als Suendopfer darbringen und den Altar entsuendigen, indem du Suehnung an ihm vollziehst, und du sollst ihn salben, um ihn zu heiligen. 29.37 Sieben Tage sollst du Suehnung am Altar vollziehen und ihn [dadurch] heiligen. So wird der Altar hochheilig sein: alles, was den Altar beruehrt, ist geheiligt. Heiligtum: Taegliche Opfer. V. 38-42: 4Mo 28,3-8. 29.38 Und dies ist es, was du auf dem Altar darbringen sollst: taeglich zwei einjaehrige Laemmer als regelmaessiges [Brandopfer]. 29.39 Das eine Lamm sollst du am Morgen darbringen, und das zweite Lamm sollst du zwischen den zwei Abenden darbringen, 29.40 dazu ein Zehntel mit einem viertel Hin Oel aus zerstossenen [Oliven] gemengt, und als Trankopfer ein viertel Hin Wein zu dem einen Lamm. 29.41 Das andere Lamm aber sollst du zwischen den zwei Abenden darbringen - wie bei dem Morgen-Speisopfer und bei seinem Trankopfer sollst du es dabei halten - zum wohlgefaelligen Geruch, ein Feueropfer fuer den HERRN, 29.42 als ein regelmaessiges Brandopfer fuer [all] eure Generationen am Eingang des Zeltes der Begegnung vor dem HERRN, wo ich euch begegnen werde, um dort zu dir zu reden. 29.43 Und ich werde dort den Soehnen Israel begegnen, und es wird durch meine Herrlichkeit geheiligt werden. 29.44 So werde ich das Zelt der Begegnung und den Altar heiligen. Und Aaron und seine Soehne werde ich heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausueben. 29.45 Und ich werde mitten unter den Soehnen Israel wohnen und ihr Gott sein. 29.46 Und sie werden erkennen, dass ich, der HERR, ihr Gott bin, der ich sie aus dem Land Aegypten herausgefuehrt habe, um mitten unter ihnen zu wohnen, ich, der HERR, ihr Gott. Heiligtum: Raeucheraltar. Kap. 37,25-28. \30\ 30.1 Ferner sollst du einen Altar anfertigen zum Raeuchern des Raeucherwerks, aus Akazienholz sollst du ihn machen: 30.2 eine Elle seine Laenge und eine Elle seine Breite - viereckig soll er sein - und zwei Ellen seine Hoehe; seine Hoerner sollen aus [einem Stueck mit] ihm sein. 30.3 Und ueberzieh ihn mit reinem Gold, seine Platte und seine Waende ringsum sowie seine Hoerner, und bringe an ihm ringsum eine goldene Kante an! 30.4 Und bringe an ihm unter seiner Kante zwei goldene Ringe an! An seine beiden Seiten sollst du sie anbringen, an seine beiden Waende. Die sollen als Behaelter fuer die Stangen dienen, damit man ihn daran tragen kann. 30.5 Und stelle die Stangen aus Akazienholz her und ueberzieh sie mit Gold! 30.6 Und stelle ihn vor dem Vorhang auf, der an der Lade des Zeugnisses ist, vor der Deckplatte, die ueber dem Zeugnis [liegt], wo ich dir begegnen werde. 30.7 Und Aaron soll wohlriechendes Raeucherwerk als Rauch aufsteigen lassen. Morgen fuer Morgen, wenn er die Lampen zurichtet, soll er es als Rauch aufsteigen lassen. 30.8 [Auch] wenn Aaron die Lampen zwischen den zwei Abenden aufsetzt, soll er es als Rauch aufsteigen lassen. [Dies sei] ein regelmaessiges Raeucheropfer vor dem HERRN fuer [all] eure Generationen. 30.9 Ihr duerft kein fremdes Raeucherwerk auf ihm darbringen, auch kein Brandopfer oder Speisopfer; auch Trankopfer duerft ihr nicht auf ihm ausgiessen. 30.10 Und Aaron soll einmal im Jahr an seinen Hoernern Suehnung vollziehen mit dem Blut des Suendopfers der Versoehnung; einmal im Jahr soll er Suehnung an ihm vollziehen, fuer [all] eure Generationen: Hochheilig ist er dem HERRN. Heiligtum: Abgabe bei der Musterung. 30.11 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 30.12 Wenn du die Gesamtzahl der Soehne Israel aufnimmst nach ihren Gemusterten, dann sollen sie bei ihrer Musterung ein jeder dem HERRN ein Loesegeld fuer sein Leben geben, damit bei ihrer Musterung keine Plage ueber sie kommt. 30.13 Dies sollen sie geben: jeder, der zu den Gemusterten hinuebergeht, einen halben Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums, zwanzig Gera der Schekel, einen halben Schekel als Hebopfer fuer den HERRN. 30.414 Jeder, der zu den Gemusterten hinuebergeht, von zwanzig Jahren an und darueber, soll das Hebopfer fuer den HERRN geben. 30.15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Geringe nicht weniger als einen halben Schekel, wenn ihr das Hebopfer des HERRN gebt, um fuer euer Leben Suehnung zu erwirken. 30.16 Und du sollst das Suehngeld von seiten der Soehne Israel nehmen und es fuer die Arbeit des Zeltes der Begegnung geben. So soll es den Soehnen Israel zur Erinnerung vor dem HERRN dienen, um Suehnung fuer euer Leben zu erwirken. Heiligtum: Waschbecken. Kap. 38,8. 30.17 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 30.18 Stelle ein bronzenes Becken und sein bronzenes Gestell her zum Waschen! Das stelle zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar, tu Wasser hinein, 30.19 und Aaron und seine Soehne sollen ihre Haende und ihre Fuesse darin waschen! 30.20 Wenn sie in das Zelt der Begegnung hineingehen, sollen sie sich mit Wasser waschen, damit sie nicht sterben. Oder wenn sie an den Altar herantreten zum Dienst, um fuer den HERRN ein Feueropfer als Rauch aufsteigen zu lassen, 30.21 dann sollen sie ihre Haende und ihre Fuesse waschen, damit sie nicht sterben. Und das soll fuer sie eine ewige Ordnung sein, fuer ihn und seine Nachkommen, fuer [all] ihre Generationen. Heiligtum: Salboel und Raeucherwerk. Kap. 37,29. 30.22 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 30.23 Du nun, nimm dir Balsamoele bester [Art], 500 [Schekel] von selbst ausgeflossene Myrrhe und die Haelfte davon, 250 [Schekel], wohlriechenden Zimt, ferner 250 [Schekel] Wuerzrohr 30.24 und 500 [Schekel] Zimtblueten, nach dem Schekel des Heiligtums, dazu ein Hin Olivenoel 30.25 und mache daraus ein Oel der heiligen Salbung, eine Mischung von Gewuerzsalbe, ein Werk des Salbenmischers; es soll ein Oel fuer die heilige Salbung sein. 30.26 Und du sollst damit das Zelt der Begegnung und die Lade des Zeugnisses salben, 30.27 auch den Tisch und all seine Geraete, den Leuchter und seine Geraete und den Raeucheraltar, 30.28 sowie den Brandopferaltar samt all seinen Geraeten, das Becken und sein Gestell. 30.29 So sollst du diese [Dinge] heiligen, und sie sollen hochheilig sein: alles, was sie beruehrt, ist geheiligt. 30.30 Auch Aaron und seine Soehne sollst du salben und sie [dadurch] heiligen, damit sie mir den Priesterdienst ausueben. 30.31 Zu den Soehnen Israel sollst du so reden: Ein Oel der heiligen Salbung soll dies fuer mich sein, fuer [all] eure Generationen. 30.32 Auf den Leib eines Menschen darf man es nicht giessen, und ihr duerft nichts herstellen, was ihm in seiner Zusammensetzung gleich ist: heilig ist es, heilig soll es euch sein. 30.33 Wer [sonst] eine Mischung wie diese herstellt oder [etwas] davon auf einen Fremden streicht, der soll aus seinen Voelkern ausgerottet werden. 30.34 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir wohlriechende Stoffe: Staktetropfen, Raeucherklaue, wohlriechendes Galbanum und reinen Weihrauch - zu gleichen Teilen soll es sein - 30.35 und mache Raeucherwerk daraus, eine wuerzige Mischung, ein Werk des Salbenmischers, gesalzen, rein, heilig. 30.36 Dann zerstosse [etwas] davon zu Pulver und lege [etwas] davon vor das Zeugnis in das Zelt der Begegnung, wo ich dir begegnen werde; als Hochheiliges soll es euch gelten. 30.37 [Was] aber das Raeucherwerk, das du machen sollst, [angeht] - in seiner Zusammensetzung duerft ihr keins fuer euch herstellen; als etwas Heiliges fuer den HERRN soll es dir gelten. 30.38 Wer [etwas] derartiges macht, um daran zu riechen, der soll aus seinen Voelkern ausgerottet werden. Heiligtum: Berufung der Werkmeister Bezalel und Oholiab. Kap. 35,10-19.30-35. \31\ 31.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 31.2 Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezalel, den Sohn des Uri, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, 31.3 und habe ihn mit dem Geist Gottes erfuellt, mit Weisheit, Verstand und Koennen und fuer jedes Kunsthandwerk, 31.4 Plaene zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. 31.5 Auch mit [der Fertigkeit zum] Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei [habe ich ihn begabt], damit er in jedem [Hand]werk arbeiten kann. 31.6 Und ich, siehe, ich habe ihm Oholiab, den Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan, [als Mitarbeiter] gegeben. Dazu habe ich jedem, der ein weises Herz hat, Weisheit ins Herz gelegt, damit sie alles machen, was ich dir geboten habe: V. 7-11: Kap. 39,32-43; 40,3-30. 31.7 das Zelt der Begegnung, die Lade des Zeugnisses, die Deckplatte darauf und alle Geraete des Zeltes; 31.8 dazu den Tisch und all seine Geraete, den Leuchter aus reinem [Gold] und all seine Geraete und den Raeucheraltar; 31.9 den Brandopferaltar und all seine Geraete, das Becken und sein Gestell; 31.10 auch die gewirkten Kleider und die heiligen Kleider fuer den Priester Aaron und die Kleider seiner Soehne zur Ausuebung des Priesterdienstes 31.11 und das Salboel und das wohlriechende Raeucherwerk fuer das Heiligtum. Nach allem, was ich dir geboten habe, sollen sie es machen. Sabbatgebot und Gesetzestafeln. V. 12-17: Kap. 20,8-11. 31.12 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 31.13 Du aber, rede zu den Soehnen Israel und sage [ihnen]: Haltet nur ja meine Sabbate! Denn sie sind ein Zeichen zwischen mir und euch fuer [all] eure Generationen, damit man erkenne, dass ich, der HERR, es bin, der euch heiligt. 31.14 Haltet also den Sabbat, denn heilig ist er euch. Wer ihn entweiht, muss getoetet werden, ja, jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, eine solche Seele soll aus der Mitte seiner Voelker ausgerottet werden. 31.15 Sechs Tage soll man [seine] Arbeit verrichten, aber am siebten Tag ist Sabbat, [ein Tag] voelliger Ruhe, heilig dem HERRN. Jeder, der am Tag des Sabbats eine Arbeit verrichtet, muss getoetet werden. 31.16 So sollen denn die Soehne Israel den Sabbat halten, um den Sabbat in [all] ihren Generationen zu feiern, als ewigen Bund. 31.17 Er ist ein Zeichen zwischen mir und den Soehnen Israel fuer ewig. Denn in sechs Tagen hat der HERR den Himmel und die Erde gemacht, am siebten Tag aber hat er geruht und Atem geschoepft. 31.18 Und als er auf dem Berg Sinai mit Mose zu Ende geredet hatte, gab er ihm die zwei Tafeln des Zeugnisses, steinerne Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes. Goldenes Kalb - Moses Fuerbitte - Bestrafung des Volkes. 5Mo 9. \32\ 32.1 Als nun das Volk sah, dass Mose saeumte, vom Berg herabzukommen, versammelte sich das Volk zu Aaron, und sie sagten zu ihm: Auf! Mache uns Goetter, die vor uns herziehen! Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt hat, - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist. 32.2 Und Aaron sagte zu ihnen: Reisst die goldenen Ringe ab, die an den Ohren eurer Frauen, eurer Soehne und eurer Toechter sind und bringt sie zu mir! 32.3 So riss sich denn das ganze Volk die goldenen Ringe ab, die an ihren Ohren [hingen], und sie brachten sie zu Aaron. 32.4 Der nahm [alles] aus ihrer Hand, formte es mit einem Meissel und machte ein gegossenes Kalb daraus. Und sie sagten: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt haben. 32.5 Als Aaron [das] sah, baute er einen Altar vor ihm, und Aaron rief aus und sagte: Ein Fest fuer den HERRN ist morgen! 32.6 So standen sie am folgenden Tag frueh auf, opferten Brandopfer und brachten Heilsopfer dar. Und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken. Dann standen sie auf, um sich zu belustigen. 32.7 Da sprach der HERR zu Mose: Geh, steig hinab! Denn dein Volk, das du aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt hast, hat schaendlich gehandelt. 32.8 Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe. Sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht, sind vor ihm niedergefallen, haben ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Goetter, Israel, die dich aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt haben! 32.9 Weiter sagte der HERR zu Mose: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, es ist ein halsstarriges Volk. 32.10 Und nun lass mich, damit mein Zorn gegen sie entbrenne und ich sie vernichte, dich aber will ich zu einer grossen Nation machen. 32.11 Mose jedoch flehte den HERRN, seinen Gott, an und sagte: Wozu, o HERR, entbrennt dein Zorn gegen dein Volk, das du mit grosser Kraft und starker Hand aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hast? 32.12 Wozu sollen die Aegypter sagen: In boeser Absicht hat er sie herausgefuehrt, um sie im Gebirge umzubringen und sie von der Flaeche des Erdbodens zu vertilgen? Lass ab von der Glut deines Zornes und lass dich das Unheil gereuen, [das du] ueber dein Volk [bringen willst]! 32.13 Denke an deine Knechte Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir selbst geschworen und denen du gesagt hast: Ich will eure Nachkommen [so] zahlreich machen wie die Sterne des Himmels, und dieses ganze Land, von dem ich gesagt habe: `ich werde [es] euren Nachkommen geben', das werden sie fuer ewig in Besitz nehmen. 32.14 Da gereute den HERRN das Unheil, von dem er gesagt hatte, er werde es seinem Volk antun. 32.15 Und Mose wandte sich um und stieg vom Berg hinab, die beiden Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand, Tafeln, beschrieben auf ihren beiden Seiten; vorn und hinten waren sie beschrieben. 32.16 Diese Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift, sie war Gottes Schrift, auf den Tafeln eingegraben. 32.17 Als nun Josua die Stimme des Volkes bei seinem Laermen hoerte, sagte er zu Mose: Kriegslaerm ist im Lager! 32.18 Der aber antwortete: Es ist kein Schall von Siegesgeschrei und kein Schall vom Geschrei bei einer Niederlage; den Schall von Gesang hoere ich. 32.19 Und es geschah, als Mose sich dem Lager naeherte und das Kalb und die Reigentaenze sah, da entbrannte der Zorn Moses, und er warf die Tafeln aus seinen Haenden und zerschmetterte sie unten am Berg. 32.20 Dann nahm er das Kalb, das sie gemacht hatten, verbrannte es im Feuer und zermalmte es, bis [es] feiner [Staub] war, streute es auf die Oberflaeche des Wassers und gab es den Soehnen Israel zu trinken. 32.21 Und Mose sagte zu Aaron: Was hat dir dieses Volk getan, dass du eine [so] grosse Suende ueber es gebracht hast? 32.22 Aaron aber sagte: Der Zorn meines Herrn entbrenne nicht. Du selbst kennst das Volk, dass es boese ist. 32.23 Sie haben naemlich zu mir gesagt: Mach uns Goetter, die vor uns hergehen! Denn dieser Mose, der Mann, der uns aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt hat - wir wissen nicht, was ihm geschehen ist. 32.24 Da fragte ich sie: Wer hat Gold? Sie rissen es sich ab und gaben es mir, und ich warf es ins Feuer, und dieses Kalb ist [daraus] hervorgegangen. 32.25 Als nun Mose sah, dass das Volk zuchtlos war, denn Aaron hatte es zuchtlos werden lassen zur Schadenfreude ihrer Gegner, 32.26 da trat Mose in das Tor des Lagers und rief: Her zu mir, wer fuer den HERRN ist! Daraufhin versammelten sich bei ihm alle Soehne Levis. 32.27 Und er sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ein jeder lege sein Schwert an die Huefte! Geht im Lager hin und zurueck, von Tor zu Tor, und erschlagt jeder seinen Bruder und seinen Freund und seinen Verwandten! 32.28 Die Soehne Levis nun handelten nach dem Wort des Mose; und es fielen vom Volk an jenem Tage etwa dreitausend Mann. 32.29 Darauf sagte Mose: Weiht euch heute fuer den HERRN - denn jeder [von euch ist] gegen seinen Sohn und gegen seinen Bruder [gewesen] - um heute Segen auf euch zu bringen! 32.30 Und es geschah am folgenden Tag, da sagte Mose zum Volk: Ihr habt eine grosse Suende begangen. Doch jetzt will ich zum HERRN hinaufsteigen, vielleicht kann ich Suehnung fuer eure Suende erwirken. 32.31 Darauf kehrte Mose zum HERRN zurueck und sagte: Ach, dieses Volk hat eine grosse Suende begangen: sie haben sich einen Gott aus Gold gemacht. 32.32 Und nun, wenn du doch ihre Suende vergeben wolltest! Wenn aber nicht, so loesche mich denn aus deinem Buch, das du geschrieben hast, aus. 32.33 Der HERR aber sprach zu Mose: Wer gegen mich gesuendigt hat, den loesche ich aus meinem Buch aus. 32.34 Und nun gehe hin, fuehre das Volk an [den Ort], den ich dir genannt habe! Siehe, mein Engel wird vor dir hergehen. Am Tag meiner Heimsuchung, da werde ich ihre Suende an ihnen heimsuchen. 32.35 Und der HERR schlug das Volk [mit Unheil] dafuer, dass sie das Kalb gemacht hatten, das Aaron gemacht hatte. Trauer des Volkes - Zelt ausserhalb des Lagers - Moses Verhandlung mit Gott und sein Begehren, die Herrlichkeit Gottes zu sehen. \33\ 33.1 Und der HERR redete zu Mose: Geh, ziehe von hier hinauf, du und das Volk, das du aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt hast, in das Land, von dem ich Abraham, Isaak und Jakob geschworen habe: Deinen Nachkommen will ich es geben! 33.2 - Und ich werde einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, Amoriter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben -, 33.3 in ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst. Denn ich werde nicht in deiner Mitte hinaufziehen - du bist naemlich ein halsstarriges Volk -, damit ich dich nicht auf dem Wege vernichte. 33.4 Als das Volk diese boese Rede hoerte, trauerten sie, und keiner legte seinen Schmuck an. 33.5 Denn der HERR hatte zu Mose gesagt: Sprich zu den Soehnen Israel: Ihr seid ein halsstarriges Volk. Zoege ich nur einen Augenblick in deiner Mitte hinauf, so wuerde ich dich vernichten. Und nun lege deinen Schmuck von dir ab, und ich werde wissen, was ich dir tun soll. 33.6 Da entledigten sich die Soehne Israel ihres Schmuckes, vom Berg Horeb an. 33.7 Mose nun nahm [jeweils] das Zelt und schlug es sich ausserhalb des Lagers auf, fern vom Lager fuer sich, und nannte es: Zelt der Begegnung. Und es geschah, jeder, der den HERRN suchte, ging zum Zelt der Begegnung ausserhalb des Lagers hinaus. 33.8 Es geschah auch, sooft Mose zum Zelt hinausging, dann standen alle Leute auf, und sie traten jeder an den Eingang seines Zeltes und sahen Mose nach, bis er in das Zelt hineinkam. 33.9 Und es geschah [jedesmal], wenn Mose in das Zelt kam, dann stieg die Wolkensaeule herab und blieb am Eingang des Zeltes stehen; und [der HERR] redete mit Mose. 33.10 Und das ganze Volk sah die Wolkensaeule am Eingang des Zeltes stehen. Und das ganze Volk erhob sich, und sie warfen sich nieder, jeder am Eingang seines Zeltes. 33.11 Und der HERR redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freund redet; dann kehrte er ins Lager zurueck. Sein Diener Josua aber, der Sohn des Nun, ein junger Mann, wich nicht aus dem Innern des Zeltes. 33.12 Mose nun sagte zum HERRN: Siehe, du sagst zu mir: Fuehre dieses Volk hinauf! aber du hast mich nicht erkennen lassen, wen du mit mir senden willst, wo du [doch selbst] gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, ja, du hast Gunst gefunden in meinen Augen. 33.13 Und nun, wenn ich also Gunst gefunden habe in deinen Augen, [dann] lass mich doch deine Wege erkennen, so dass ich dich erkenne, damit ich Gunst finde in deinen Augen, und bedenke, dass diese Nation dein Volk ist! 33.14 Er antwortete: Mein Angesicht wird [mit]gehen und dich zur Ruhe bringen. 33.15 Er aber sagte zu ihm: Wenn dein Angesicht nicht [mit]geht, dann fuehre uns nicht von hier hinauf! 33.16 Woran soll man denn sonst erkennen, dass ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, dass du mit uns gehst und wir, ich und dein Volk, [dadurch] vor jedem Volk auf dem Erdboden ausgezeichnet werden? 33.17 Der HERR antwortete Mose: Auch diesen Wunsch, den du [jetzt] ausgesprochen hast, werde ich erfuellen; denn du hast Gunst gefunden in meinen Augen, und ich kenne dich mit Namen. 33.18 Er aber sagte: Lass mich doch deine Herrlichkeit sehen! 33.19 Er antwortete: Ich werde all meine Guete an deinem Angesicht voruebergehen lassen und den Namen HERR vor dir ausrufen: Ich werde gnaedig sein, wem ich gnaedig bin, und mich erbarmen, ueber wen ich mich erbarme. 33.20 Dann sprach er: Du kannst [es] nicht [ertragen], mein Angesicht zu sehen, denn kein Mensch kann mich sehen und am Leben bleiben. 33.21 Weiter sagte der HERR: Siehe, [hier] ist ein Platz bei mir, da sollst du dich auf den Felsen stellen. 33.22 Und es wird geschehen, wenn meine Herrlichkeit vorueberzieht, dann werde ich dich in die Felsenhoehle stellen und meine Hand schuetzend ueber dich halten, bis ich voruebergegangen bin. 33.23 Dann werde ich meine Hand wegnehmen, und du wirst mich von hinten sehen; aber mein Angesicht darf nicht gesehen werden. Neue Gesetzestafeln - Gotteserscheinung - Erneuerung des Bundes - Moses glaenzendes Gesicht. \34\ 34.1 Darauf sprach der HERR zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln wie die ersten zurecht! Dann werde ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln standen, die du zerschmettert hast. 34.2 Und halte dich fuer den Morgen bereit und steige am Morgen auf den Berg Sinai und stehe dort vor mir auf dem Gipfel des Berges! 34.3 Es soll aber niemand mit dir hinaufsteigen, und es darf ueberhaupt niemand auf dem ganzen Berg gesehen werden; sogar Schafe und Rinder duerfen nicht in Richtung auf diesen Berg hin weiden. 34.4 So hieb er denn zwei steinerne Tafeln wie die ersten zurecht. Und Mose stand frueh am Morgen auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand. 34.5 Da stieg der HERR in der Wolke herab, und er trat dort neben ihn und rief den Namen des HERRN aus. 34.6 Und der HERR ging vor seinem Angesicht vorueber und rief: Der HERR, der HERR, Gott, barmherzig und gnaedig, langsam zum Zorn und reich an Gnade und Treue, 34.7 der Gnade bewahrt an Tausenden [von Generationen], der Schuld, Vergehen und Suende vergibt, aber keineswegs ungestraft laesst, [sondern] die Schuld der Vaeter heimsucht an den Kindern und Kindeskindern, an der dritten und vierten [Generation]. 34.8 Da warf sich Mose eilends zur Erde nieder, betete an 34.9 und sagte: Wenn ich doch Gunst gefunden habe in deinen Augen, Herr, so moege doch der Herr in unserer Mitte [mitgehen]! Wenn es auch ein halsstarriges Volk ist, vergib uns aber [dennoch] unsere Schuld und Suende und nimm uns als Erbe an! 34.10 Er antwortete: Siehe, ich schliesse einen Bund: Vor deinem ganzen Volk will ich Wunder tun, wie sie [bisher] nicht vollbracht worden sind auf der ganzen Erde und unter allen Nationen. Und das ganze Volk, in dessen Mitte du [lebst], soll das Tun des HERRN sehen; denn furchtbar ist, was ich mit dir tun werde. 34.11 Beobachte genau, was ich dir heute gebiete! Siehe, ich will vor dir die Amoriter, Kanaaniter, Hetiter, Perisiter, Hewiter und Jebusiter vertreiben. 34.12 Huete dich, mit den Bewohnern des Landes, in das du kommen wirst, einen Bund zu schliessen, damit sie nicht zur Falle werden in deiner Mitte! 34.13 Vielmehr sollt ihr ihre Altaere niederreissen, ihre Gedenksteine zertruemmern und ihre Ascherim ausrotten. 34.14 Denn du darfst dich vor keinem andern Gott anbetend niederwerfen; denn der HERR, dessen Name `Eifersuechtig' ist, ist ein eifersuechtiger Gott. 34.15 Dass du [ja] keinen Bund mit den Bewohnern des Landes schliesst! [Denn] dann koennte man dich einladen, und du koenntest, wenn sie ihren Goettern nachhuren und ihren Goettern opfern, von ihren Schlachtopfern essen. 34.16 Und du koenntest von ihren Toechtern fuer deine Soehne [Frauen] nehmen, und [wenn dann] ihre Toechter ihren Goettern nachhuren, koennten sie deine Soehne dazu verfuehren, ihren Goettern nachzuhuren. 34.17 Gegossene Goetter sollst du dir nicht machen. V. 18-26: Kap. 23,14-19. 34.18 Das Fest der ungesaeuerten Brote sollst du halten; sieben Tage sollst du ungesaeuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, zur festgesetzten Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus Aegypten ausgezogen. - 34.19 Alles, was zuerst den Mutterschoss durchbricht, gehoert mir; auch all dein maennliches Vieh, die Erstgeburt von Rind und Schaf. 34.20 Die Erstgeburt vom Esel aber sollst du mit einem Schaf ausloesen. Wenn du sie jedoch nicht ausloesen willst, dann brich ihr das Genick! Alle Erstgeburt deiner Soehne sollst du ausloesen. Und man soll nicht mit leeren Haenden vor meinem Angesicht erscheinen. 34.21 Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag sollst du ruhen; [auch] in der Zeit des Pfluegens und in der Ernte sollst du ruhen. 34.22 Auch das Wochenfest [, das Fest] der Erstlinge der Weizenernte, sollst du feiern, ferner das Fest des Einsammelns und die Wende des Jahres. 34.23 Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was maennlich ist, vor dem Angesicht des Herrn HERRN, des Gottes Israels, erscheinen. 34.24 Denn ich werde die Nationen vor dir austreiben und deine Grenze erweitern. Und niemand wird dein Land begehren, wenn du dreimal im Jahr hinaufziehst, um vor dem Angesicht des HERRN, deines Gottes, zu erscheinen. 34.25 Du sollst das Blut meines Schlachtopfers nicht zusammen mit Gesaeuertem darbringen, und das Schlachtopfer des Passahfestes darf nicht ueber Nacht bleiben bis zum [naechsten] Morgen. 34.26 Das Erste der Erstlinge deines Landes sollst du in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst ein Boeckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen. 34.27 Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe dir diese Worte auf! Denn nach diesen Worten schliesse ich mit dir und mit Israel einen Bund. 34.28 Und Mose blieb vierzig Tage und vierzig Naechte dort beim HERRN. Brot ass er nicht, und Wasser trank er nicht. Und er schrieb auf die Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte. 34.29 Es geschah aber, als Mose vom Berg Sinai herabstieg - und die beiden Tafeln des Zeugnisses waren in Moses Hand, als er vom Berg herabstieg -, da wusste Mose nicht, dass die Haut seines Gesichtes strahlend geworden war, als er mit ihm geredet hatte. 34.30 Und Aaron und alle Soehne Israel sahen Mose an, und siehe, die Haut seines Gesichtes strahlte; und sie fuerchteten sich, zu ihm heranzutreten. 34.31 Mose jedoch rief ihnen zu, und Aaron und alle Fuersten in der Gemeinde wandten sich ihm zu, und Mose redete zu ihnen. 34.32 Danach aber traten alle Soehne Israel heran, und er gebot ihnen alles, was der HERR auf dem Berg Sinai zu ihm geredet hatte. 34.33 Als nun Mose aufgehoert hatte, mit ihnen zu reden, legte er eine Decke auf sein Gesicht. 34.34 Sooft aber Mose vor den HERRN hineinging, um mit ihm zu reden, legte er die Decke ab, bis er hinausging. Dann ging er hinaus, um zu den Soehnen Israel zu reden, was ihm aufgetragen war. 34.35 Da sahen die Soehne Israel Moses Gesicht, dass die Haut von Moses Gesicht strahlte. Dann legte Mose die Decke wieder auf sein Gesicht, bis er hineinging, um mit ihm zu reden. Sabbatgebot. Kap. 20,8-11. \35\ 35.1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Soehne Israel und sagte zu ihnen: Dies sind die Worte, die der HERR zu tun geboten hat: 35.2 Sechs Tage soll man [seine] Arbeit verrichten, aber den siebten Tag sollt ihr heilig halten, [er sei euch] ein ganz feierlicher Sabbat fuer den HERRN. Jeder, der an ihm eine Arbeit verrichtet, muss getoetet werden. 35.3 Ihr duerft am Sabbattag in all euren Wohnsitzen kein Feuer anzuenden. Heiligtum: Freiwillige Gaben. V. 4-29: Kap. 25,1-9; V. 10-19: Kap. 31,6-11; 39,32-43; 40,3-30. 35.4 Weiter sagte Mose zur ganzen Gemeinde der Soehne Israel: Dies ist es, was der HERR geboten hat: 35.5 Nehmt aus eurem Besitz ein Hebopfer fuer den HERRN! Jeder, dessen Herz willig ist, soll es herbeibringen, das Hebopfer fuer den HERRN: Gold, Silber und Bronze, 35.6 violetten und roten Purpur, Karmesinstoff, Byssus und Ziegenhaar, 35.7 rotgefaerbte Widderfelle, Haeute von Delphinen und Akazienholz; 35.8 Oel fuer den Leuchter, Balsamoele fuer das Salboel und fuer das wohlriechende Raeucherwerk; 35.9 und Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Besatz fuer das Ephod und die Brusttasche. 35.10 Und alle, die ein weises Herz haben unter euch, sollen kommen und alles machen, was der HERR geboten hat: 35.11 die Wohnung, ihr Zeltdach und ihre Decke, ihre Haken, Bretter, Riegel, Saeulen und Fussgestelle; 35.12 die Lade und ihre Spangen, die Deckplatte und den verhuellenden Vorhang; 35.13 den Tisch mit seinen Stangen und all seinen Geraeten und die Schaubrote; 35.14 ferner den Leuchter zur Beleuchtung mit seinen Geraeten und Lampen, dazu das Oel fuer die Beleuchtung; 35.15 auch den Raeucheraltar mit seinen Stangen, das Salboel und das wohlriechende Raeucherwerk; und den Eingangs-Vorhang fuer den Eingang der Wohnung; 35.16 den Brandopferaltar und das bronzene Gitter an ihm, seine Stangen und all seine Geraete; das Becken und sein Gestell; 35.17 die Behaenge des Vorhofs, seine Saeulen und Fussgestelle und den Vorhang fuer das Tor des Vorhofs; 35.18 die Pfloecke der Wohnung und die Pfloecke des Vorhofs mit ihren Seilen; 35.19 die gewirkten Kleider fuer den Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider fuer den Priester Aaron und die Kleider seiner Soehne zur Ausuebung des Priesterdienstes. 35.20 Darauf ging die ganze Gemeinde der Soehne Israel von Mose fort. 35.21 Dann kamen sie, jeder, den sein Herz willig machte. Und jeder, dessen Geist ihn antrieb, brachte das Hebopfer des HERRN zur Arbeit am Zelt der Begegnung und fuer den ganzen Dienst darin und fuer die heiligen Kleider. 35.22 So kamen die Maenner mit den Frauen: jeder, dessen Herz willig war, brachte Spangen, Ohrringe, Siegelringe und Halsketten, allerlei goldene [Schmuck]sachen; ja, jeder, der dem HERRN ein Schwingopfer an Gold darbrachte. 35.23 Und jeder, bei dem sich violetter und roter Purpur vorfand, auch etwa Karmesinstoff oder Byssus, Ziegenhaar, rotgefaerbte Widderfelle oder Haeute von Delphinen, brachte es herbei. 35.24 Jeder, der ein Hebopfer an Silber oder Bronze entrichten wollte, brachte das Hebopfer des HERRN herbei; und jeder, bei dem sich Akazienholz fuer irgendeine Arbeit am Bau [des Heiligtums] vorfand, brachte es. 35.25 Ferner spann jede Frau, die ein weises Herz hatte, mit ihren Haenden und brachte das Gesponnene: den violetten und roten Purpur, den Karmesinstoff und den Byssus. 35.26 Alle Frauen, die ihr Herz mit Weisheit dazu trieb, spannen das Ziegenhaar. 35.27 Die Fuersten aber brachten Onyxsteine und [andere] Edelsteine zum Einsetzen fuer das Ephod und fuer die Brusttasche, 35.28 ferner das Balsamoel und das Oel fuer den Leuchter, fuer das Salboel und fuer das wohlriechende Raeucherwerk. 35.29 Die Soehne Israel, alle Maenner und Frauen, deren Herz sie antrieb, zu dem ganzen Werk beizutragen, das zu tun der HERR durch Mose geboten hatte, brachten dem HERRN eine freiwillige Gabe. Heiligtum: Einfuehrung der Werkmeister Bezalel und Oholiab. Kap. 31,1-6. 35.30 Darauf sagte Mose zu den Soehnen Israel: Seht, der HERR hat Bezalel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, mit Namen berufen 35.31 und ihn mit dem Geist Gottes erfuellt, mit Kunstfertigkeit, Verstand und Koennen und fuer jedes Kunsthandwerk, 35.32 und zwar Plaene zu entwerfen, um in Gold, Silber und Bronze zu arbeiten. 35.33 Auch im Schneiden von Steinen zum Einsetzen und mit der Holzschnitzerei [hat er ihn begabt], damit er in jedem kuenstlerischen Werk arbeiten kann. 35.34 Dazu hat er ihm [die Gabe] zu unterweisen ins Herz gelegt, ihm und Oholiab, dem Sohn des Ahisamach, vom Stamm Dan. 35.35 Er hat sie mit Weisheit des Herzens erfuellt, damit sie jeden Plan eines Kunsthandwerkers oder Kunststickers oder Buntwirkers ausfuehren koennen, mit violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und Byssus, und [die] des Webers; [die Arbeit] derer, die allerlei Arbeiten ausfuehren und Plaene ersinnen. Heiligtum: Freigebigkeit des Volkes. \36\ 36.1 Und Bezalel und Oholiab und alle Maenner mit einem weisen Herzen, denen der HERR Weisheit und Verstand eingegeben hatte, damit sie die ganze Arbeit zum Bau des Heiligtums ausfuehren koennten, machten es ganz so, wie der HERR geboten hatte. 36.2 So rief Mose Bezalel und Oholiab und jeden Mann mit einem weisen Herzen herbei, dem Gott Weisheit ins Herz gelegt hatte, jeden, den sein Herz willig machte, ans Werk zu gehen, um es auszufuehren. 36.3 Und sie nahmen von Mose das ganze Hebopfer entgegen, das die Soehne Israel fuer die Arbeit am Bau des Heiligtums gebracht hatten, um ihn auszufuehren. Diese aber brachten ihm immer noch freiwillige Gaben, Morgen fuer Morgen. 36.4 Da kamen alle weisen Maenner, die alle Arbeit des Heiligtums ausfuehrten, Mann fuer Mann von ihrer Arbeit, 36.5 und sagten zu Mose: Das Volk bringt viel, mehr als genug zur Verwendung fuer die Arbeit, deren Ausfuehrung der HERR geboten hat. 36.6 Da gab Mose Befehl, und man liess im Lager den Ruf ergehen: Niemand soll mehr eine Arbeit fuer das Hebopfer des Heiligtums anfertigen, und so hoerte das Volk auf, [noch mehr] zu bringen. 36.7 Und alle Spenden reichten ihnen aus, um die Arbeit zu tun, so dass [noch etwas] uebrigblieb. Heiligtum: Bau des Heiligtums. Kap. 26,1-30. 36.8 Und alle, die ein weises Herz hatten unter denen, die die Arbeit ausfuehrten, machten die Wohnung aus zehn Zeltdecken. Aus gezwirntem Byssus, violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff, machte er sie, mit Cherubim, als Kunststickerarbeit. 36.9 Die Laenge einer Zeltdecke betrug 28 Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Mass fuer alle Zeltdecken. 36.10 Er verband fuenf Zeltdecken miteinander, und [auch die uebrigen] fuenf Zeltdecken verband er miteinander. 36.11 Am Saum der einen Zeltdecke am Ende der [einen] Verbindungsstelle brachte er Schleifen aus violettem Purpur an. Ebenso machte er es am Saum der aeussersten Zeltdecke an der andern Verbindungsstelle: 36.12 fuenfzig Schleifen brachte er an der einen Zeltdecke an, und fuenfzig Schleifen brachte er am Ende der Zeltdecke an, die sich an der andern Verbindungsstelle befand, [so dass] die Schleifen einander gegenueber[standen]. 36.13 Dann stellte er fuenfzig goldene Haken her und verband die Zeltdecken durch die Haken miteinander, so dass die Wohnung ein [Ganzes] wurde. 36.14 Und er machte Zeltdecken aus Ziegenhaar als ein Zeltdach ueber der Wohnung; elf solcher Zeltdecken machte er. 36.15 Die Laenge einer Zeltdecke [betrug] dreissig Ellen und vier Ellen die Breite einer Zeltdecke: ein Mass fuer die elf Zeltdecken. 36.16 Dann verband er fuenf Zeltdecken fuer sich und [ebenso] die [uebrigen] sechs Zeltdecken fuer sich. 36.17 Und er brachte fuenfzig Schleifen am Saum der aeussersten Zeltdecke an, an der [einen] Verbindungsstelle, und [ebenso] brachte er fuenfzig Schleifen am Saum der [aeussersten] Zeltdecke der anderen Verbindungsstelle an. 36.18 Dann stellte er fuenfzig bronzene Haken her, um das Zeltdach zusammenzufuegen, damit es ein [Ganzes] wurde. 36.19 Er fertigte fuer das Zelt eine Decke aus rotgefaerbten Widderfellen an und oben darueber eine Decke aus Delphinhaeuten. 36.20 Die Bretter fuer die Wohnung stellte er aus Akazienholz her, aufrechtstehend: 36.21 zehn Ellen war die Laenge eines Brettes und anderthalb Ellen die Breite eines Brettes. 36.22 Ein Brett hatte zwei Zapfen, einer dem andern gegenueber eingefuegt: so machte er es an allen Brettern der Wohnung. 36.23 Und zwar machte er an Brettern fuer die Wohnung zwanzig Bretter fuer die Suedseite, nach Sueden zu, 36.24 und brachte unter den zwanzig Brettern vierzig silberne Fussgestelle an: zwei Fussgestelle unter einem Brett fuer seine zwei Zapfen, und [wieder] zwei Fussgestelle unter einem Brett fuer seine zwei Zapfen. 36.25 Auch fuer die andere Laengsseite der Wohnung, fuer die Nordseite, machte er zwanzig Bretter 36.26 und ihre vierzig silbernen Fussgestelle: zwei Fussgestelle unter einem Brett und [wieder] zwei Fussgestelle unter einem Brett. 36.27 Fuer die Rueckseite der Wohnung aber, nach Westen zu, machte er sechs Bretter. 36.28 Und zwei Bretter stellte er fuer die Ecken der Wohnung an der Rueckseite her; 36.29 die waren von unten herauf doppelt und an ihrem Oberteil ganz beieinander [bis] zu einem Ring. So machte er es mit ihnen beiden fuer die beiden Winkel. 36.30 Es waren acht Bretter und ihre silbernen Fussgestelle: sechzehn Fussgestelle, je zwei Fussgestelle unter einem Brett. 36.31 Und er fertigte Riegel aus Akazienholz an: fuenf fuer die Bretter der einen Laengsseite der Wohnung 36.32 und fuenf Riegel fuer die Bretter der anderen Laengsseite der Wohnung und fuenf Riegel fuer die Bretter der Wohnung an der Rueckseite nach Westen zu. 36.33 Und er machte den mittleren Riegel in der Mitte der Bretter so, dass er von einem Ende zum andern durchlief. 36.34 Die Bretter aber ueberzog er mit Gold. Und ihre Ringe, die Oesen fuer die Riegel, machte er aus Gold, auch die Riegel ueberzog er mit Gold. V. 35-38: Kap. 26,31-37. 36.35 Und er fertigte den Vorhang an aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus. In Kunststickerarbeit machte er ihn, mit Cherubim. 36.36 Dann machte er fuer ihn vier Saeulen aus Akazienholz und ueberzog sie mit Gold - [auch] ihre Naegel waren aus Gold - und er goss fuer sie vier silberne Fussgestelle. 36.37 Und er machte fuer den Eingang des Zeltes einen Vorhang aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, in Buntwirkerarbeit 36.38 und seine fuenf Saeulen und ihre Naegel. Dann ueberzog er ihre Koepfe und ihre Bindestaebe mit Gold; ihre fuenf Fussgestelle aber waren aus Bronze. Heiligtum: Geraete des Heiligtums. V. 1-9: Kap. 25,10-22. \37\ 37.1 Und Bezalel machte die Lade aus Akazienholz: zweieinhalb Ellen war ihre Laenge, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Hoehe. 37.2 Dann ueberzog er sie von innen und aussen mit reinem Gold und brachte an ihr ringsum eine goldene Kante an. 37.3 Und er goss fuer sie vier goldene Ringe [und befestigte sie] an ihren vier Fuessen, zwei Ringe an ihrer einen Laengsseite und zwei Ringe an ihrer andern Laengsseite. 37.4 Er fertigte Stangen aus Akazienholz an und ueberzog sie mit Gold. 37.5 Diese Stangen steckte er in die Ringe an den Seiten der Lade, damit man die Lade tragen konnte. 37.6 Dann stellte er eine Deckplatte aus reinem Gold her: zweieinhalb Ellen war ihre Laenge und anderthalb Ellen ihre Breite. 37.7 Und er machte zwei goldene Cherubim; in getriebener Arbeit machte er sie, an beiden Enden der Deckplatte, 37.8 den einen Cherub am Ende hier und einen Cherub am Ende drueben; aus [einem Stueck mit] der Deckplatte machte er die Cherubim an ihren beiden Enden. 37.9 Und die Cherubim breiteten die Fluegel nach oben aus, die Deckplatte mit ihren Fluegeln ueberdeckend, und ihre Gesichter waren einander zugewandt. V. 10-16: Kap. 25,23-30. 37.10 Und er machte den Tisch aus Akazienholz: zwei Ellen war seine Laenge, eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Hoehe. 37.11 Den ueberzog er mit reinem Gold, und er brachte an ihm ringsum eine goldene Kante an: 37.12 er machte [an] ihm ringsum eine Leiste von einer Handbreit und brachte an seiner Leiste ringsum eine goldene Kante an. 37.13 Er machte fuer ihn auch vier goldene Ringe und befestigte die Ringe an den vier Seiten seiner vier Beine. 37.14 Dicht an der Leiste waren die Ringe als Oesen fuer die Stangen, damit man den Tisch tragen konnte. 37.15 Die Stangen aber machte er aus Akazienholz und ueberzog sie mit Gold, damit man den Tisch tragen konnte. 37.16 Dann fertigte er die Geraete an, die auf dem Tisch [stehen sollten]: seine Schuesseln, Schalen und Opferschalen und die Kannen, mit denen man [Trankopfer] ausgiesst - [alles] aus reinem Gold. V. 17-24: Kap. 25,31-40. 37.17 Und er machte den Leuchter aus reinem Gold. In getriebener Arbeit machte er den Leuchter, sein Fussgestell und seine Schaftroehre; seine Kelche, Knaeufe und Blueten waren aus [einem Stueck mit] ihm. 37.18 Sechs Arme gingen von seinen [beiden] Seiten aus: drei Arme des Leuchters aus seiner einen Seite und drei Arme des Leuchters aus seiner andern Seite. 37.19 Drei Kelche in der Form von Mandelblueten waren an dem einen Arm, [aus] Knauf und Bluete [bestehend], und drei Kelche in der Form von Mandelblueten an dem naechsten Arm, [aus] Knauf und Bluete [bestehend]; so war es an den sechs Armen, die vom Leuchter ausgingen. 37.20 Am Leuchter aber waren vier Kelche in der Form von Mandelblueten, [aus] seinen Knaeufen und Blueten [bestehend], 37.21 und zwar ein Knauf unter den ersten zwei von ihm [ausgehenden] Armen, ein Knauf unter den [naechsten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen und [wieder] ein Knauf unter den [dritten] zwei von ihm [ausgehenden] Armen; [so war es] an den sechs Armen, die von ihm ausgingen. 37.22 Ihre Knaeufe und Arme waren aus [einem Stueck mit] ihm. Der ganze [Leuchter] war eine getriebene Arbeit aus reinem Gold. 37.23 Auch seine sieben Lampen, seine Dochtscheren und Feuerbecken stellte er aus reinem Gold her. 37.24 Aus einem Talent reinen Goldes machte er ihn und all seine Geraete. V. 25-29: Kap. 30,1-10.22-38. 37.25 Weiter machte er den Raeucheraltar aus Akazienholz: eine Elle seine Laenge und eine Elle seine Breite, viereckig, und zwei Ellen seine Hoehe; seine Hoerner waren aus [einem Stueck mit] ihm. 37.26 Dann ueberzog er ihn mit reinem Gold, seine Platte und seine Waende ringsum sowie seine Hoerner, und er brachte an ihm ringsum eine goldene Kante an. 37.27 Und er brachte an ihm unter seiner Kante zwei goldene Ringe an, an seinen beiden Seiten, an seinen beiden Waenden als Oesen fuer die Stangen, damit man ihn daran tragen konnte. 37.28 Auch die Stangen machte er aus Akazienholz und ueberzog sie mit Gold. 37.29 Ausserdem machte er das heilige Salboel und das reine, wohlriechende Raeucherwerk, [beides] ein Werk des Salbenmischers. Heiligtum: Vorhof und Geraete. Kap. 27,1-8; 30,17-21. \38\ 38.1 Und er machte den Brandopferaltar aus Akazienholz: fuenf Ellen seine Laenge und fuenf Ellen seine Breite, viereckig, und drei Ellen seine Hoehe. 38.2 Und er machte seine Hoerner an seinen vier Ecken - seine Hoerner waren aus [einem Stueck mit] ihm - und er ueberzog ihn mit Bronze. 38.3 Und er fertigte alle Geraete des Altars an: die Toepfe, Schaufeln und Sprengschalen, die Fleischgabeln und Feuerbecken; all seine Geraete machte er aus Bronze. 38.4 Und er machte fuer den Altar ein bronzenes Gitter wie ein Netz unter seiner Einfassung, von unten her, bis zu seiner halben Hoehe. 38.5 Und er goss vier Ringe [und befestigte sie] an den vier Ecken des bronzenen Gitters als Oesen fuer die Stangen. 38.6 Dann machte er die Stangen aus Akazienholz, ueberzog sie mit Bronze 38.7 und steckte die Stangen in die Ringe an die Seiten des Altars, damit man ihn daran tragen konnte; aus Brettern fertigte er ihn an, [innen] hohl. 38.8 Ausserdem machte er das Becken aus Bronze und [ebenso] sein Gestell aus Bronze, aus den Spiegeln der diensttuenden Frauen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten. V. 9-20: Kap. 27,9-19. 38.9 Und er machte den Vorhof: an der Suedseite, nach Sueden zu, die Behaenge des Vorhofs aus gezwirntem Byssus, hundert Ellen [lang]. 38.10 Ihre zwanzig Saeulen und ihre zwanzig Fussgestelle [machte er] aus Bronze, die Naegel der Saeulen und ihre Bindestaebe aus Silber. 38.11 Auch an der Nordseite [brachte er] hundert Ellen [Behaenge an]; ihre zwanzig Saeulen und ihre zwanzig Fussgestelle aus Bronze, die Naegel der Saeulen und ihre Bindestaebe aus Silber. 38.12 An der Westseite aber [machte er] fuenfzig Ellen Behaenge; ihre zehn Saeulen und ihre zehn Fussgestelle, die Naegel der Saeulen und ihre Bindestaebe aus Silber. 38.13 Und an der oestlichen, dem Sonnenaufgang zugekehrten Seite fuenfzig Ellen: 38.14 fuenfzehn Ellen Behaenge auf der einen Seite, ihre drei Saeulen und ihre drei Fussgestelle, 38.15 und auf der andern Seite - diesseits und jenseits vom Tor des Vorhofs - fuenfzehn Ellen Behaenge, ihre drei Saeulen und ihre drei Fussgestelle. 38.16 Alle Behaenge des Vorhofs ringsum waren aus gezwirntem Byssus, 38.17 die Fussgestelle der Saeulen aus Bronze, die Naegel der Saeulen und ihre Bindestaebe aus Silber und der Ueberzug ihrer Koepfe aus Silber. Und die Saeulen des Vorhofs waren alle mit silbernen Bindestaeben versehen. 38.18 Den Vorhang fuer das Tor des Vorhofs aber [machte er] in Buntwirkerarbeit, aus violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus, und zwar zwanzig Ellen lang und fuenf Ellen hoch, entsprechend der Breite [einer Stoffbahn] gerade wie die Behaenge des Vorhofs. 38.19 Ihre vier Saeulen und ihre vier Fussgestelle waren aus Bronze, ihre Naegel aus Silber und der Ueberzug ihrer Koepfe und ihre Bindestaebe aus Silber. 38.20 Aber alle Pfloecke fuer die Wohnung und den Vorhof ringsum waren aus Bronze. Heiligtum: Berechnung des Goldes, Silbers und der Bronze des Heiligtums. 38.21 Dies ist die Kostenberechnung fuer die Wohnung, die Wohnung des Zeugnisses, die auf Moses Befehl als Dienst der Leviten unter der Leitung Itamars, des Sohnes des Priesters Aaron, vorgenommen wurde - 38.22 Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamm Juda, machte alles, was der HERR dem Mose geboten hatte, 38.23 und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan, ein Kunsthandwerker und Kunststicker und Buntwirker in violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und Byssus -: 38.24 Alles Gold, das zur Arbeit am ganzen Bau des Heiligtums verwendet wurde, das Gold des Schwingopfers, betrug 29 Talente und 730 Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums. 38.25 Und das Silber von den Gemusterten der Gemeinde betrug 100 Talente und 1 775 Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums: 38.26 ein Beka je Kopf, ein halber Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums, von jedem, der zu den Gemusterten hinueberging, von zwanzig Jahren an und darueber, von 603 550 [Mann]. 38.27 Die 100 Talente Silber waren zum Giessen der Fussgestelle des Heiligtums und der Fussgestelle des Vorhangs: 100 Fussgestelle auf 100 Talente, ein Talent auf ein Fussgestell. 38.28 Aus den 1 775 [Schekeln] aber machte er Naegel fuer die Saeulen, ueberzog ihre Koepfe und verband sie [mit Staeben). 38.29 Die Bronze des Schwingopfers betrug 70 Talente und 2 400 Schekel. 38.30 Und er machte daraus die Fussgestelle vom Eingang des Zeltes der Begegnung, den bronzenen Altar und sein bronzenes Gitter und alle Geraete des Altars, 38.31 die Fussgestelle des Vorhofs ringsum und die Fussgestelle am Tor des Vorhofs sowie alle Pfloecke der Wohnung und alle Pfloecke des Vorhofs ringsum. Heiligtum: Kleidung der Priester. V. 1-7: Kap. 28,5-14. \39\ 39.1 Aus dem violetten und dem roten Purpur aber und [aus] dem Karmesinstoff machten sie die gewirkten Kleider fuer den Dienst im Heiligtum, und sie machten die heiligen Kleider fuer Aaron, wie der HERR dem Mose geboten hatte. 39.2 Und zwar machte man das Ephod aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus: 39.3 sie haemmerten die Goldbleche zurecht, und man zerschnitt sie zu Faeden, um [sie] in den violetten und roten Purpur, in den Karmesinstoff und den Byssus hineinzuarbeiten, in Kunststickerarbeit. 39.4 Sie machten zusammenfuegbare Schulterstuecke daran: an seinen beiden Raendern wurde es [mit ihnen] zusammengefuegt. 39.5 Und der Gurt, mit dem es angelegt wurde, der sich oben darueber befand, war von gleicher Arbeit aus [einem Stueck mit] ihm: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 39.6 Und sie machten die Onyxsteine, umgeben mit goldenen Einfassungen, graviert in Siegelgravur, entsprechend den Namen der Soehne Israels. 39.7 Dann setzte man sie [oben] auf die Schulterstuecke des Ephods, als Steine des Gedenkens fuer die Soehne Israel - wie der HERR dem Mose geboten hatte. V. 8-21: Kap. 28,15-30. 39.8 Man machte die Brusttasche in Kunststickerarbeit wie die Arbeit des Ephods: aus Gold, violettem und rotem Purpur, Karmesinstoff und gezwirntem Byssus. 39.9 Sie war viereckig; doppelt gelegt machten sie die Brusttasche, eine Spanne ihre Laenge und eine Spanne ihre Breite, doppelt gelegt. 39.10 Dann besetzten sie sie mit vier Reihen von Steinen: eine Reihe mit Karneol, Topas und Smaragd, die erste Reihe; 39.11 die zweite Reihe: Rubin, Saphir und Jaspis; 39.12 und die dritte Reihe: Hyazinth, Achat und Amethyst; 39.13 und die vierte Reihe: Tuerkis, Onyx und Nephrit; [sie waren] mit goldenen Einfassungen umgeben in ihren Einsetzungen. 39.14 Die Steine waren entsprechend den Namen der Soehne Israels - zwoelf [an der Zahl], entsprechend ihren Namen; in Siegelgravur [waren sie hergestellt], jeder nach seinem Namen fuer die zwoelf Staemme. 39.15 Und sie machten an die Brusttasche gedrehte Ketten in Seilerarbeit aus reinem Gold; 39.16 und zwar fertigten sie zwei goldene Einfassungen und zwei goldene Ringe an und befestigten die beiden Ringe an den beiden [oberen] Enden der Brusttasche; 39.17 und die zwei goldenen Schnuere befestigten sie an den beiden Ringen an den Enden der Brusttasche. 39.18 Die beiden [anderen] Enden der zwei Schnuere aber befestigten sie an den beiden Einfassungen und befestigten sie [so] an den Schulterstuecken des Ephods, an seiner Vorderseite. 39.19 Und sie stellten zwei [andere] goldene Ringe her und befestigten sie an den beiden [unteren] Enden der Brusttasche, an ihrem Rand, der dem Ephod zugekehrt war, auf der Innenseite. 39.20 Dann machten sie noch zwei goldene Ringe und befestigten sie unten an den beiden Schulterstuecken des Ephods, an seiner Vorderseite, dicht an seiner Zusammenfuegung [mit den Schulterstuecken] oberhalb des Gurtes des Ephods. 39.21 Und sie banden die Brusttasche von ihren Ringen mit einer Schnur aus violettem Purpur an den Ringen des Ephods fest, damit es ueber dem Gurt des Ephods sass und sich die Brusttasche nicht von [der Stelle] ueber dem Ephod verschob - wie der HERR dem Mose geboten hatte. V. 22-26: Kap. 28,31-35. 39.22 Und man machte das Oberkleid des Ephods in Weberarbeit, ganz aus violettem Purpur. 39.23 Und die Oeffnung des Oberkleides war in seiner Mitte wie die Oeffnung eines Lederpanzers. Ringsum an seiner Oeffnung hatte es einen Rand, damit es nicht einriss. 39.24 Am [unteren] Saum des Oberkleides aber brachten sie Granataepfel aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff an, gezwirnt. 39.25 Dann machten sie Gloeckchen aus reinem Gold und setzten die Gloeckchen zwischen die Granataepfel ringsum an den Saum des Oberkleides zwischen die Granataepfel: 39.26 [erst] ein Gloeckchen, dann einen Granatapfel [und wieder] ein Gloeckchen und einen Granatapfel, ringsum an den Saum des Oberkleides, um [darin] den Dienst zu verrichten - wie der HERR dem Mose geboten hatte. V. 27-31: Kap. 28,36-43. 39.27 Weiter machten sie die Leibroecke fuer Aaron und fuer seine Soehne aus Byssus, in Weberarbeit, 39.28 und den Kopfbund aus Byssus und die turbanartigen Kopfbedeckungen aus Byssus, und die leinenen Beinkleider aus gezwirntem Byssus 39.29 und den Guertel aus gezwirntem Byssus, aus violettem und rotem Purpur und Karmesinstoff, in Buntwirkerarbeit - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 39.30 Schliesslich machten sie das [blumenfoermige] Stirnblatt, das heilige Diadem, aus reinem Gold und schrieben darauf mit Siegelgravurschrift: Heiligkeit dem HERRN! 39.31 Und sie befestigten daran eine Schnur aus violettem Purpur, um sie von oben ueber den Kopfbund zu legen - wie der HERR dem Mose geboten hatte. Heiligtum: Fertigstellung des Heiligtums. Kap. 31,7-11; 35,10-19; 40,3-30; V. 33-36: Kap. 25,10-30. 39.32 So wurde die ganze Arbeit der Wohnung des Zeltes der Begegnung vollendet: die Soehne Israel machten es ganz so, wie der HERR dem Mose geboten hatte, so machten sie es. 39.33 Und sie brachten die Wohnung zu Mose: das Zelt und all seine Geraete, seine Haken, Bretter, Riegel, Saeulen und Fussgestelle; 39.34 dazu die Decke aus rotgefaerbten Widderfellen, die Decke aus Delphinhaeuten und den verhuellenden Vorhang; 39.35 die Lade des Zeugnisses und ihre Stangen und die Deckplatte; 39.36 den Tisch mit all seinen Geraeten und die Schaubrote; 39.37 den Leuchter aus reinem [Gold] mit seinen Lampen, die Lampenreihe, und all seine Geraete sowie das Oel fuer die Beleuchtung; 39.38 und den goldenen Altar, das Salboel und das wohlriechende Raeucherwerk; ferner den Vorhang fuer den Eingang des Zeltes; 39.39 den bronzenen Altar, sein bronzenes Gitter, seine Stangen und all seine Geraete; das Becken und sein Gestell; 39.40 die Behaenge des Vorhofs, seine Saeulen und Fussgestelle; dazu den Vorhang fuer das Tor des Vorhofs, seine Seile und seine Pfloecke; und alle Geraete fuer den Dienst an der Wohnung, dem Zelt der Begegnung; 39.41 die gewirkten Kleider fuer den Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider fuer den Priester Aaron, und die Kleider seiner Soehne zur Ausuebung des Priesterdienstes. 39.42 Genau wie der HERR dem Mose geboten hatte, so hatten die Soehne Israel die ganze Arbeit gemacht. 39.43 Und Mose sah [sich] das ganze Werk [an] - und siehe, sie hatten es ausgefuehrt; wie der HERR geboten hatte, so hatten sie es ausgefuehrt. Da segnete Mose sie. Heiligtum: Aufrichtung und Einweihung des Heiligtums. V. 1-33: Kap. 31,7-11; 35,10-19; 39,32-43; V. 1-16: V. 17-33. \40\ 40.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 40.2 Am Tag des ersten Monats, am ersten des Monats, sollst du die Wohnung des Zeltes der Begegnung aufrichten. 40.3 Und du sollst die Lade des Zeugnisses hineinstellen und die Lade mit dem Vorhang verdecken. 40.4 Dann bringe den Tisch hinein und richte zu, was auf ihm zuzurichten ist! Auch den Leuchter bringe hinein und setze seine Lampen auf! 40.5 Ferner stelle den goldenen Altar fuer [das] Raeucherwerk vor die Lade des Zeugnisses, und haenge den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf! 40.6 Den Brandopferaltar aber stelle vor den Eingang der Wohnung des Zeltes der Begegnung! 40.7 Dann stelle das Becken zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar und tu Wasser hinein! 40.8 Richte ringsum den Vorhof auf! Auch den Vorhang des Tors zum Vorhof haenge auf! 40.9 Darauf nimm das Salboel und salbe die Wohnung und alles, was darin ist, und heilige [dadurch] sie und all ihre Geraete, damit sie heilig wird! 40.10 Salbe auch den Brandopferaltar und all seine Geraete und heilige [dadurch] den Altar, damit der Altar hochheilig wird! 40.11 Salbe das Becken und sein Gestell und heilige es [dadurch]! 40.12 Dann lass Aaron und seine Soehne an den Eingang des Zeltes der Begegnung herantreten und wasche sie mit Wasser! 40.13 Und bekleide Aaron mit den heiligen Kleidern, salbe ihn und heilige ihn [dadurch], damit er mir den Priesterdienst ausuebt! 40.14 Auch seine Soehne sollst du herantreten lassen und sie mit [den] Leibroecken bekleiden. 40.15 Und du sollst sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, damit sie mir den Priesterdienst ausueben. Das soll geschehen, damit ihnen ihre Salbung zu einem ewigen Priesteramt sei, in [all] ihren Generationen. 40.16 Und Mose handelte ganz, wie ihm der HERR geboten hatte; so handelte er. V. 17-33: V. 1-16. 40.17 Und es geschah im ersten Monat im zweiten Jahr, am ersten des Monats, da wurde die Wohnung aufgerichtet: 40.18 Mose richtete die Wohnung auf, indem er ihre Fussgestelle setzte, ihre Bretter hinstellte, ihre Riegel einsetzte und ihre Saeulen aufrichtete. 40.19 Auch spannte er das Zelt[dach] ueber der Wohnung und legte die Decke des Zeltes oben darueber - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 40.20 Dann nahm er das Zeugnis und legte es in die Lade, brachte die Stangen an der Lade an und legte die Deckplatte oben auf die Lade. 40.21 Und er brachte die Lade in die Wohnung, haengte den verhuellenden Vorhang auf und verdeckte so die Lade des Zeugnisses - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 40.22 Weiter setzte er den Tisch in das Zelt der Begegnung an die Nordseite der Wohnung, ausserhalb des [inneren] Vorhangs, 40.23 und schichtete darauf die Brote uebereinander vor dem HERRN - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 40.24 Dann stellte er den Leuchter in das Zelt der Begegnung dem Tisch gegenueber, an die Suedseite der Wohnung, 40.25 und setzte vor dem HERRN die Lampen auf - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 40.26 Er stellte den goldenen Altar in das Zelt der Begegnung, vor den [inneren] Vorhang, 40.27 und liess darauf wohlriechendes Raeucherwerk als Rauch aufsteigen - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 40.28 Und er haengte den Vorhang des Eingangs zur Wohnung auf, 40.29 und den Brandopferaltar stellte er an den Eingang der Wohnung des Zeltes der Begegnung, und er opferte darauf das Brandopfer und das Speisopfer - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 40.30 Dann stellte er das Becken zwischen das Zelt der Begegnung und den Altar und tat Wasser zum Waschen hinein, 40.31 damit sich Mose und Aaron und dessen Soehne darin ihre Haende und ihre Fuesse wuschen. 40.32 Sooft sie in das Zelt der Begegnung hineingingen, und sooft sie an den Altar herantraten, wuschen sie sich - wie der HERR dem Mose geboten hatte. 40.33 Und er richtete den Vorhof auf, rings um die Wohnung und um den Altar, und haengte den Vorhang des Tores zum Vorhof auf. So vollendete Mose das Werk. 40.34 Da bedeckte die Wolke das Zelt der Begegnung, und die Herrlichkeit des HERRN erfuellte die Wohnung. 40.35 Und Mose konnte nicht in das Zelt der Begegnung hineingehen; denn die Wolke hatte sich darauf niedergelassen, und die Herrlichkeit des HERRN erfuellte die Wohnung. 40.36 Sooft sich die Wolke von der Wohnung erhob, brachen die Soehne Israel auf, auf all ihren Wanderungen. 40.37 Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, dann brachen sie nicht auf bis zu dem Tag, an dem sie sich erhob. 40.38 Denn die Wolke des HERRN war bei Tag auf der Wohnung, und bei Nacht war ein Feuer in der Wolke vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie auf der Wanderung waren. Das dritte Buch Mose (Levitikus). Brandopfer. \1\ 1.1 Und der HERR rief Mose, und er redete zu ihm aus dem Zelt der Begegnung: 1.2 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ein Mensch von euch dem HERRN eine Opfergabe darbringen will, sollt ihr vom Vieh, von den Rindern und Schafen, eure Opfergabe darbringen. 1.3 Wenn seine Opfergabe ein Brandopfer von den Rindern ist, soll er sie darbringen, ein maennliches [Tier] ohne Fehler. Am Eingang des Zeltes der Begegnung soll er sie darbringen, zum Wohlgefallen fuer ihn vor dem HERRN. 1.4 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers legen, und es wird als wohlgefaellig angenommen werden fuer ihn, um Suehnung fuer ihn zu erwirken. 1.5 Und er soll das junge Rind schlachten vor dem HERRN. Und die Soehne Aarons, die Priester, sollen das Blut herzubringen und das Blut ringsherum an den Altar sprengen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht]. 1.6 Und er soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in seine Stuecke zerlegen. 1.7 Und die Soehne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf den Altar legen und Holz auf dem Feuer zurichten. 1.8 Und die Soehne Aarons, die Priester, sollen die Stuecke, den Kopf und das Fett auf dem Holz zurichten, ueber dem Feuer, das auf dem Altar ist. 1.9 Und seine Eingeweide und seine Unterschenkel soll er mit Wasser waschen. Und der Priester soll das Ganze auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: ein Brandopfer [ist es], ein Feueropfer als wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. 1.10 Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, von den Schafen oder von den Ziegen, als Brandopfer, soll er sie darbringen als ein maennliches [Tier] ohne Fehler. 1.11 Und er soll es schlachten an der Nordseite des Altars, vor dem HERRN; und die Soehne Aarons, die Priester, sollen sein Blut ringsherum an den Altar sprengen. 1.12 Und er soll es in seine Stuecke zerlegen mit seinem Kopf und seinem Fett. Und der Priester soll sie auf dem Holz zurichten, ueber dem Feuer, das auf dem Altar ist. 1.13 Und die Eingeweide und die Unterschenkel soll er mit Wasser waschen; und der Priester soll das Ganze darbringen und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer als wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. 1.14 Und wenn seine Opfergabe fuer den HERRN ein Brandopfer von den Voegeln ist, dann soll er von den Turteltauben oder von den jungen Tauben seine Opfergabe darbringen. 1.15 Und der Priester bringe sie zum Altar und kneife ihr den Kopf ab und lasse sie auf dem Altar in Rauch aufgehen, und ihr Blut soll an die Wand des Altars ausgedrueckt werden. 1.16 Und er trenne ihren Kropf mit seinem Inhalt ab und werfe ihn neben den Altar nach Osten, an den Ort der Fettasche. 1.17 Und er soll sie an den Fluegeln einreissen, er soll sie nicht zertrennen. Und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Holz, das ueber dem Feuer ist: ein Brandopfer ist es, ein Feueropfer als wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. Speisopfer. \2\ 2.1 Und wenn jemand die Opfergabe eines Speisopfers dem HERRN darbringen will, soll seine Opfergabe Weizengriess sein; und er soll Oel darauf giessen und Weihrauch darauf legen. 2.2 Und er soll es zu den Soehnen Aarons, den Priestern, bringen. Er nehme davon seine Hand voll, von seinem Weizengriess und von seinem Oel samt all seinem Weihrauch, und der Priester lasse die Askara davon auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Feueropfer ist es als wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. 2.3 Aber das uebrige vom Speisopfer soll fuer Aaron und fuer seine Soehne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN. 2.4 Und wenn du als Opfergabe eines Speisopfers ein Ofengebaeck darbringen willst, soll es Weizengriess sein, ungesaeuerte Kuchen, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel gesalbt. 2.5 Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer in der Pfanne ist, soll es Weizengriess sein, mit Oel gemengt, ungesaeuert. 2.6 Du sollst es in Stuecke zerbrechen und Oel darauf giessen: ein Speisopfer ist es. 2.7 Und wenn deine Opfergabe ein Speisopfer im Topf ist, soll es von Weizengriess mit Oel gemacht werden. 2.8 Und du sollst das Speisopfer, das von diesen Dingen gemacht wird, dem HERRN bringen. Man soll es dem Priester ueberreichen, und er soll es an den Altar tragen. 2.9 Und der Priester hebe vom Speisopfer dessen Askara ab und lasse es auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Feueropfer [ist es] als wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. 2.10 Das uebrige vom Speisopfer aber soll fuer Aaron und fuer seine Soehne sein: ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN. 2.11 Alles Speisopfer, das ihr dem HERRN darbringt, darf nicht aus Gesaeuertem gemacht werden; denn von allem Sauerteig und allem Honig sollt ihr fuer den HERRN nichts als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen. 2.12 Was die Opfergabe der Erstlinge betrifft, sollt ihr sie dem HERRN darbringen; aber auf den Altar sollen sie nicht kommen als wohlgefaelliger Geruch. 2.13 Alle Opfergaben deines Speisopfers sollst du mit Salz salzen und sollst das Salz des Bundes deines Gottes auf deinem Speisopfer nicht fehlen lassen; bei allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen. 2.14 Und wenn du dem HERRN ein Speisopfer von den ersten Fruechten darbringen willst, sollst du Aehren, am Feuer geroestet, Graupen von Jungkorn, darbringen als Speisopfer von deinen ersten Fruechten. 2.15 Und du sollst Oel darauf tun und Weihrauch darauf legen: ein Speisopfer ist es. 2.16 Und der Priester soll die Askara davon in Rauch aufgehen lassen, von seinen Graupen und von seinem Oel, mit all seinem Weihrauch: ein Feueropfer [ist es] fuer den HERRN. Heilsopfer. \3\ 3.1 Und wenn seine Opfergabe ein Heilsopfer ist: wenn er sie von den Rindern darbringt, es sei ein maennliches oder ein weibliches [Tier], soll er sie ohne Fehler vor dem HERRN darbringen. 3.2 Und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es am Eingang des Zeltes der Begegnung schlachten; und die Soehne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsherum an den Altar sprengen. 3.3 Und von dem Heilsopfer soll er dem HERRN ein Feueropfer darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, 3.4 die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen ueber der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen. 3.5 Und die Soehne Aarons sollen es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf dem Brandopfer, das auf dem Holz ueber dem Feuer ist: ein Feueropfer [ist es] als wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. 3.6 Und wenn seine Opfergabe vom Kleinvieh ist, fuer den HERRN als Heilsopfer, ein maennliches oder ein weibliches [Tier], soll er sie ohne Fehler darbringen. 3.7 Wenn er ein Schaf darbringt als seine Opfergabe, dann soll er es vor den HERRN herbeibringen; 3.8 und er soll seine Hand auf den Kopf seines Opfers legen und es vor dem Zelt der Begegnung schlachten; und die Soehne Aarons sollen sein Blut ringsherum an den Altar sprengen. 3.9 Und vom Heilsopfer soll er sein Fett als Feueropfer dem HERRN darbringen: den ganzen Fettschwanz - dicht beim Schwanzwirbel soll er ihn abtrennen - und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, 3.10 die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen ueber der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen. 3.11 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: eine Speise des Feueropfers fuer den HERRN [ist es]. - 3.12 Und wenn seine Opfergabe eine Ziege ist, dann soll er sie vor den HERRN herbeibringen; 3.13 und er soll seine Hand auf ihren Kopf legen und sie vor dem Zelt der Begegnung schlachten; und die Soehne Aarons sollen ihr Blut ringsherum an den Altar sprengen. 3.14 Und er soll davon seine Opfergabe als Feueropfer dem HERRN darbringen: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, 3.15 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen ueber der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen. 3.16 Und der Priester soll sie auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: eine Speise des Feueropfers [ist es] als wohlgefaelliger Geruch. Alles Fett gehoert dem HERRN. 3.17 Eine ewige Ordnung bei euren Generationen in allen euren Wohnsitzen: Keinerlei Fett und keinerlei Blut duerft ihr essen! Suendopfer fuer unwissend begangene Suenden. \4\ 4.1 Und der HERR redete zu Mose: 4.2 Rede zu den Soehnen Israel und sage: Wenn jemand aus Versehen suendigt gegen [irgend etwas], was der HERR zu tun verboten hat, und irgendeines von ihnen tut, - 4.3 wenn der gesalbte Priester suendigt zur Schuld des Volkes, dann soll er fuer seine Suende, die er begangen hat, dem HERRN einen Jungstier ohne Fehler als Suendopfer darbringen! 4.4 Und er soll den Stier an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN bringen und seine Hand auf den Kopf des Stieres legen und den Stier vor dem HERRN schlachten. 4.5 Und der gesalbte Priester nehme von dem Blut des Stieres und bringe es in das Zelt der Begegnung; 4.6 und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge von dem Blut siebenmal vor den HERRN gegen den Vorhang des Heiligtums hin. 4.7 Und der Priester tue [etwas] von dem Blut an die Hoerner des Altars des wohlriechenden Raeucherwerks, der im Zelt der Begegnung vor dem HERRN [steht]. Alles Blut des Stieres aber soll er an den Fuss des Brandopferaltars giessen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht]. 4.8 Und alles Fett vom Stier des Suendopfers soll er von ihm abheben: das Fett, das die Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, 4.9 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen [und] das an den Lenden ist, und den Lappen ueber der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen, 4.10 ebenso wie es vom Stier des Heilsopfers abgehoben wird; und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar in Rauch aufgehen lassen. 4.11 Aber die Haut des Stieres und all sein Fleisch samt seinem Kopf und seinen Unterschenkeln und seinen Eingeweiden und seinem Mageninhalt: 4.12 den ganzen Stier soll er hinausbringen, nach draussen vor das Lager, an einen reinen Ort, an den Schutthaufen der Fettasche und soll ihn auf Holzscheiten mit Feuer verbrennen. Auf dem Schutthaufen der Fettasche soll er verbrannt werden. 4.13 Und wenn die ganze Gemeinde Israel aus Versehen suendigt, und die Sache ist verborgen vor den Augen der Versammlung, und sie tun irgend etwas von alledem, was der HERR zu tun verboten hat, und werden schuldig, 4.14 wird dann die Suende erkannt, mit der sie sich dagegen versuendigt haben, dann soll die Versammlung einen Jungstier als Suendopfer darbringen, und sie sollen ihn vor das Zelt der Begegnung bringen. 4.15 Und die Aeltesten der Gemeinde sollen vor dem HERRN ihre Haende auf den Kopf des Stieres legen, und man soll den Stier vor dem HERRN schlachten. 4.16 Und der gesalbte Priester bringe [etwas] von dem Blut des Stieres in das Zelt der Begegnung, 4.17 und der Priester tauche seinen Finger in das Blut und sprenge vor dem HERRN siebenmal gegen den Vorhang hin. 4.18 Und von dem Blut tue er [etwas] an die Hoerner des Altars, der vor dem HERRN, also im Zelt der Begegnung, [steht]. Alles Blut soll er an den Fuss des Brandopferaltars giessen, der am Eingang des Zeltes der Begegnung [steht]. 4.19 All sein Fett aber soll er von ihm abheben und auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. 4.20 Und er soll mit dem Stier tun, wie er mit dem Stier des Suendopfers getan hat; ebenso soll er damit tun. Und so erwirke der Priester Suehnung fuer sie, und es wird ihnen vergeben werden. 4.21 Und er soll den Stier hinausbringen, nach draussen vor das Lager, und ihn verbrennen, ebenso wie er den ersten Stier verbrannt hat: ein Suendopfer der Versammlung ist es. 4.22 Wenn ein Fuerst suendigt und tut aus Versehen [irgend etwas] von alledem, was der HERR, sein Gott, zu tun verboten hat, und wird schuldig, 4.23 und seine Suende, mit der er gesuendigt hat, wird ihm zu Bewusstsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, einen Ziegenbock, ein Maennchen ohne Fehler. 4.24 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Ziegenbockes legen und ihn schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer vor dem HERRN schlachtet: ein Suendopfer ist es. 4.25 Und der Priester nehme mit seinen Fingern [etwas] von dem Blut des Suendopfers und tue es an die Hoerner des Brandopferaltars; und sein Blut soll er an den Fuss des Brandopferaltars giessen. 4.26 All sein Fett aber soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, wie das Fett des Heilsopfers. Und so erwirke der Priester Suehnung fuer ihn wegen seiner Suende, und es wird ihm vergeben werden. 4.27 Und wenn jemand vom Volk des Landes aus Versehen suendigt, indem er eines von dem tut, was der HERR zu tun verboten hat, und schuldig wird, 4.28 und seine Suende, die er begangen hat, wird ihm zu Bewusstsein gebracht, dann soll er seine Opfergabe bringen, eine weibliche Ziege ohne Fehler, fuer seine Suende, die er begangen hat. 4.29 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Suendopfers legen und das Suendopfer am Ort des Brandopfers schlachten. 4.30 Und der Priester nehme mit seinem Finger [etwas] von seinem Blut und tue es an die Hoerner des Brandopferaltars. All sein Blut aber soll er an den Fuss des Altars giessen. 4.31 Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett vom Heilsopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als wohlgefaelligen Geruch fuer den HERRN. So erwirke der Priester Suehnung fuer ihn, und es wird ihm vergeben werden. - 4.32 Und wenn er ein Schaf bringt als seine Opfergabe zum Suendopfer, dann bringe er ein weibliches [Tier] ohne Fehler. 4.33 Und er soll seine Hand auf den Kopf des Suendopfers legen und es als Suendopfer schlachten an dem Ort, wo man das Brandopfer schlachtet. 4.34 Und der Priester nehme mit seinem Finger [etwas] vom Blut des Suendopfers und tue es an die Hoerner des Brandopferaltars. All sein Blut aber soll er an den Fuss des Altars giessen. 4.35 Und all sein Fett soll er abtrennen, ebenso wie das Fett des Schafes vom Heilsopfer abgetrennt wird; und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, auf den Feueropfern des HERRN. So erwirke der Priester Suehnung fuer ihn wegen seiner Suende, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden. Gesetze vom Suendopfer. \5\ 5.1 Und wenn jemand suendigt, dass er die Stimme der Verfluchung hoert, und er war Zeuge, sei es, dass er es gesehen oder gekannt hat, - wenn er es nicht meldet, dann soll er seine Schuld tragen; 5.2 oder wenn jemand irgend etwas Unreines anruehrt, sei es das Aas eines unreinen wilden Tieres oder das Aas eines unreinen Viehs oder das Aas eines unreinen kriechenden Tieres, - ist es ihm auch verborgen, dann ist er [doch] unrein und schuldig. 5.3 Oder wenn er die Unreinheit eines Menschen anruehrt, was seine Unreinheit auch sei, durch die er unrein wird, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, dann ist er schuldig. 5.4 Oder wenn jemand schwoert, indem er unbesonnen mit den Lippen redet, Boeses oder Gutes zu tun, nach allem was ein Mensch mit einem Schwur unbesonnen reden mag, und es ist ihm verborgen, - erkennt er es, dann ist er schuldig in einem von diesen. 5.5 Und es soll geschehen, wenn er in einem von diesen [Dingen] schuldig wird, dann bekenne er, worin er gesuendigt hat; 5.6 und er bringe dem HERRN sein Schuldopfer fuer seine Suende, die er begangen hat: ein weibliches [Tier] vom Kleinvieh, ein Schaf oder eine Ziege, zum Suendopfer. So soll der Priester wegen seiner Suende Suehnung fuer ihn erwirken. 5.7 Und wenn seine Hand das [zum Kauf] eines Schafes Ausreichende nicht aufbringen kann, so bringe er fuer das, worin er gesuendigt hat, dem HERRN sein Schuldopfer: zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben: eine zum Suendopfer und eine zum Brandopfer. 5.8 Und er soll sie zum Priester bringen; und dieser bringe die zum Suendopfer zuerst dar und kneife ihr den Kopf dicht beim Genick ab. Er soll ihn aber nicht [voellig] abtrennen. 5.9 Und er sprenge [etwas] von dem Blut des Suendopfers an die Wand des Altars, das uebrige von dem Blut aber soll an den Fuss des Altars ausgedrueckt werden: ein Suendopfer ist es. 5.10 Und die andere soll er als Brandopfer opfern, nach der Vorschrift. So erwirke der Priester Suehnung fuer ihn wegen seiner Suende, die er begangen hat, und es wird ihm vergeben werden. 5.11 Wenn aber seine Hand zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nicht aufbringen kann, dann bringe er, der gesuendigt hat, als seine Opfergabe ein zehntel Efa Weizengriess zum Suendopfer. Er soll kein Oel darauf tun und keinen Weihrauch darauf legen, denn ein Suendopfer ist es. 5.12 Und er soll es zum Priester bringen; und der Priester nehme davon seine Hand voll, die Askara davon, und lasse es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf den Feueropfern des HERRN: ein Suendopfer ist es. 5.13 So erwirke der Priester Suehnung fuer ihn wegen seiner Suende, die er begangen hat in einem von diesen [Dingen], und es wird ihm vergeben werden. Das Suendopfer aber soll dem Priester gehoeren wie das Speisopfer. Schuldopfer. 5.14 Und der HERR redete zu Mose: 5.15 Wenn jemand Untreue begeht und aus Versehen an den heiligen Dingen des HERRN suendigt, dann soll er dem HERRN sein Schuldopfer bringen: einen Widder ohne Fehler vom Kleinvieh, nach deiner Schaetzung an Schekeln Silber, nach dem Schekel des Heiligtums, zum Schuldopfer. 5.16 Und worin er an dem Heiligen gesuendigt hat, soll er erstatten und ein Fuenftel davon noch hinzufuegen und es dem Priester geben. Und der Priester soll Suehnung fuer ihn erwirken mit dem Widder des Schuldopfers, und es wird ihm vergeben werden. 5.17 Und wenn jemand suendigt und irgend etwas von all dem tut, was der HERR zu tun verboten hat, - hat er es auch nicht erkannt, dann ist er [doch] schuldig und soll seine Schuld tragen. 5.18 Er soll nach deiner Schaetzung einen Widder ohne Fehler, vom Kleinvieh, zum Priester bringen fuer das Schuldopfer. Und der Priester soll fuer ihn Suehnung erwirken wegen seines Versehens, das er begangen hat, ohne es zu erkennen; und es wird ihm vergeben werden. 5.19 Ein Schuldopfer ist es; er ist auf jeden Fall am HERRN schuldig geworden. V. 20-24: 2Mo 22,6-14. 5.20 Und der HERR redete zu Mose: 5.21 Wenn jemand suendigt und Untreue gegen den HERRN begeht, dass er seinem Naechsten ein anvertrautes Gut ableugnet oder ein Darlehn oder etwas Geraubtes, oder er hat von seinem Naechsten etwas erpresst, 5.22 oder er hat Verlorenes gefunden und leugnet es ab, und er schwoert falsch oder irgend etwas von allem, was ein Mensch tun mag, sich darin zu versuendigen: 5.23 dann soll es geschehen, wenn er gesuendigt hat und schuldig geworden ist, dass er zurueckerstatte das Geraubte, das er geraubt, oder das Erpresste, das er erpresst hat, oder das Anvertraute, das ihm anvertraut worden ist, oder das Verlorene, das er gefunden hat, 5.24 oder [etwas] von all dem, worueber er falsch geschworen hat; und er soll es erstatten nach seiner [vollen] Summe und ein Fuenftel davon noch hinzufuegen. Wem es gehoert, dem soll er es geben am Tag seines Schuldopfers. 5.25 Und dem HERRN soll er sein Schuldopfer bringen: einen Widder ohne Fehler vom Kleinvieh, nach deiner Schaetzung, als Schuldopfer zum Priester. 5.26 Und der Priester soll Suehnung fuer ihn erwirken vor dem HERRN, und es wird ihm vergeben werden wegen irgend etwas von allem, was er getan hat, darin schuldig zu werden. Gesetz vom Brandopfer und Speisopfer. \6\ 6.1 Und der HERR redete zu Mose: 6.2 Befiehl Aaron und seinen Soehnen und sage: Dies ist das Gesetz des Brandopfers. Dieses, das Brandopfer, soll auf seiner Feuerstelle sein, auf dem Altar, die ganze Nacht bis zum Morgen; und das Feuer des Altars soll auf ihm in Brand gehalten werden. 6.3 Und der Priester soll sein leinenes Gewand anziehen und soll seine leinenen Beinkleider anziehen ueber sein Fleisch; und er soll die Fettasche abheben, zu der das Feuer das Brandopfer auf dem Altar verzehrt hat, und soll sie neben den Altar schuetten. 6.4 Und er soll seine Kleider ausziehen und andere Kleider anlegen und die Fettasche hinaustragen nach draussen vor das Lager an einen reinen Ort. 6.5 Und das Feuer auf dem Altar soll auf ihm in Brand gehalten werden, es soll nicht erloeschen; und der Priester soll Holz auf ihm anzuenden, Morgen fuer Morgen, und das Brandopfer auf ihm zurichten und die Fettstuecke der Heilsopfer auf ihm in Rauch aufgehen lassen. 6.6 Ein bestaendiges Feuer soll auf dem Altar in Brand gehalten werden, es soll nicht erloeschen. 6.7 Und dies ist das Gesetz des Speisopfers: Die Soehne Aarons sollen es vor dem HERRN darbringen, am Altar. 6.8 Und er soll davon seine Hand voll nehmen, vom Weizengriess des Speisopfers und von seinem Oel, und allen Weihrauch, der auf dem Speisopfer ist, und es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen: [Es ist] ein wohlgefaelliger Geruch, seine Askara fuer den HERRN. 6.9 Das uebrige davon aber sollen Aaron und seine Soehne essen. Ungesaeuert soll es gegessen werden an heiliger Staette. Im Vorhof des Zeltes der Begegnung sollen sie es essen. 6.10 Es soll nicht gesaeuert gebacken werden; als ihren Anteil habe ich es ihnen gegeben von meinen Feueropfern: hochheilig ist es, wie das Suendopfer und wie das Schuldopfer. 6.11 Alles Maennliche unter den Soehnen Aarons soll es essen: Eine ewige Ordnung von den Feueropfern des HERRN fuer eure Generationen [ist es]. Alles, was sie anruehrt, wird geheiligt sein. Einweihungsopfer der Priester. 6.12 Und der HERR redete zu Mose: 6.13 Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Soehne, die sie dem HERRN darbringen sollen an dem Tag, an dem er gesalbt wird: Ein zehntel Efa Weizengriess als regelmaessiges Speisopfer, die Haelfte davon am Morgen und die Haelfte davon am Abend. 6.14 Es soll in der Pfanne mit Oel bereitet werden, [mit Oel] eingeruehrt, sollst du es bringen. Gebaeck als Speisopferbrocken sollst du darbringen als einen wohlgefaelligen Geruch fuer den HERRN. 6.15 Und der Priester, der unter seinen Soehnen an seiner Statt gesalbt wird, soll es opfern: Eine ewige Ordnung: es soll fuer den HERRN ganz in Rauch aufgehen. 6.16 Und jedes Speisopfer des Priesters soll ein Ganzopfer sein; es darf nicht gegessen werden. Gesetz des Suendopfers. 6.17 Und der Herr redete zu Mose: 6.18 Rede zu Aaron und zu seinen Soehnen: Dies ist das Gesetz des Suendopfers. An dem Ort, wo das Brandopfer geschlachtet wird, soll das Suendopfer vor dem HERRN geschlachtet werden: hochheilig ist es. 6.19 Der Priester, der es als Suendopfer opfert, soll es essen. An heiliger Staette soll es gegessen werden, im Vorhof des Zeltes der Begegnung. 6.20 Alles, was sein Fleisch anruehrt, wird geheiligt sein. Wenn von seinem Blut [etwas] auf ein Kleid spritzt - das, worauf es spritzt, sollst du waschen an heiliger Staette. 6.21 Das irdene Gefaess aber, in dem es gekocht wird, soll zerbrochen werden, und wenn es in einem bronzenen Gefaess gekocht wird, dann soll dieses gescheuert und mit Wasser gespuelt werden. 6.22 Alles Maennliche unter den Priestern soll es essen: hochheilig ist es. 6.23 Aber alles Suendopfer, von dessen Blut [etwas] in das Zelt der Begegnung gebracht wird, um im Heiligtum Suehnung zu erwirken, soll nicht gegessen werden. Es soll mit Feuer verbrannt werden. Naehere Bestimmungen ueber das Schuldopfer. \7\ 7.1 Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers; hochheilig ist es. 7.2 An dem Ort, wo man das Brandopfer schlachtet, soll man das Schuldopfer schlachten. Der Priester soll sein Blut ringsherum an den Altar sprengen. 7.3 Und all sein Fett davon soll er darbringen, den Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, 7.4 und die beiden Nieren und das Fett, das an ihnen und das an den Lenden ist, und den Lappen ueber der Leber: bei den Nieren soll er es abtrennen. 7.5 Und der Priester soll es auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen als ein Feueropfer fuer den HERRN: ein Schuldopfer ist es. 7.6 Alles Maennliche unter den Priestern soll es essen; an heiliger Staette soll es gegessen werden: hochheilig ist es. 7.7 Wie das Suendopfer, so das Schuldopfer: ein Gesetz soll fuer sie sein. Der Priester, der damit Suehnung erwirkt, ihm soll es gehoeren. - 7.8 Und der Priester, der jemandes Brandopfer darbringt: ihm, dem Priester, soll die Haut des Brandopfers gehoeren, das er dargebracht hat. 7.9 Und alles Speisopfer, das im Ofen gebacken, und alles, was im Topf oder in der Pfanne bereitet wird: dem Priester, der es darbringt, ihm soll es gehoeren. 7.10 Und alles Speisopfer, das mit Oel gemengt oder trocken ist, soll allen Soehnen Aarons gehoeren, dem einen wie dem anderen. Gesetz des Heilsopfers. 7.11 Und dies ist das Gesetz des Heilsopfers, das man dem HERRN darbringt: 7.12 Wenn man es zum Dank darbringt, so bringe man zu dem Dankopfer hinzu ungesaeuerte Kuchen dar, mit Oel gemengt, und ungesaeuerte Fladen, mit Oel gesalbt, und Weizengriess, [mit Oel] eingeruehrt, Kuchen, gemengt mit Oel. 7.13 Ausser den Kuchen soll man gesaeuertes [Brot] als seine Gabe darbringen zu seinem Dank-Heilsopfer. 7.14 Und man soll [je] eines davon, von der ganzen Gabe, dem HERRN als Hebopfer darbringen; dem Priester, der das Blut des Heilsopfers sprengt, ihm soll es gehoeren. 7.15 Und das Fleisch seines Dank-Heilsopfers soll am Tag seiner Darbringung gegessen werden; er soll nichts davon liegen lassen bis zum Morgen. 7.16 Und wenn das Schlachtopfer seiner Opfergabe ein Geluebde oder eine freiwillige Gabe ist, soll es an dem Tag, an dem er sein Schlachtopfer darbringt, gegessen werden; und am naechsten Tag soll dann gegessen werden, was davon uebrigbleibt. 7.17 Was aber vom Fleisch des Schlachtopfers am dritten Tag uebrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden. 7.18 Und wenn vom Fleisch seines Heilsopfers am dritten Tag noch irgend etwas gegessen wird, dann wird es nicht [mehr] als wohlgefaellig betrachtet werden; wer es dargebracht hat, dem wird es nicht angerechnet werden: Unreines wird es sein; und die Person, die davon isst, wird ihre Suendenschuld tragen. 7.19 Und das Fleisch, das mit irgend etwas Unreinem in Beruehrung kommt, soll nicht gegessen werden; mit Feuer soll es verbrannt werden. Und [was] das Fleisch [betrifft], jeder Reine darf das Fleisch essen; 7.20 aber die Person, die Fleisch von dem Heilsopfer isst, das dem HERRN gehoert, und ihre Unreinheit ist an ihr, diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden. 7.21 Und wenn eine Person irgend etwas Unreines anruehrt, die Unreinheit eines Menschen oder ein unreines Vieh oder irgend etwas unreines Abscheuliches, und sie isst vom Fleisch des Heilsopfers, das dem HERRN gehoert: diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden. Verbot des Essens von Fett und Blut. 7.22 Und der HERR redete zu Mose: 7.23 Rede zu den Soehnen Israel: Alles Fett von Stier und Schaf und Ziege duerft ihr nicht essen. 7.24 Und das Fett von Aas und das Fett von Zerrissenem kann verwendet werden zu allerlei Werk; aber ihr duerft es auf keinen Fall essen. 7.25 Denn jeder, der Fett vom Vieh isst, von dem man dem HERRN ein Feueropfer darbringt, - die Person, die es isst, soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden. 7.26 Ihr sollt kein Blut essen in allen euren Wohnsitzen, es sei von den Voegeln oder vom Vieh. 7.27 Jede Person, die irgendwelches Blut isst, diese Person soll aus ihren Volksgenossen ausgerottet werden. Priesteranteil am Opfer. 7.28 Und der HERR redete zu Mose: 7.29 Rede zu den Soehnen Israel und sage: Wer dem HERRN sein Heilsopfer darbringt, soll von seinem Heilsopfer seine Opfergabe dem HERRN bringen. 7.30 Seine Haende sollen die Feueropfer des HERRN bringen; das Fett, zusammen mit der Brust soll er es bringen: die Brust, um sie als Schwingopfer vor dem HERRN zu schwingen. 7.31 Und der Priester soll das Fett auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen, und die Brust soll Aaron und seinen Soehnen gehoeren. 7.32 Die rechte Keule sollt ihr als Hebopfer von euren Heilsopfern dem Priester geben. 7.33 Wer von den Soehnen Aarons das Blut des Heilsopfers und das Fett darbringt, dem soll die rechte Keule zum Anteil werden. 7.34 Denn die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers habe ich von den Soehnen Israel genommen, von ihren Heilsopfern, und habe sie dem Priester Aaron und seinen Soehnen gegeben als eine ewige Ordnung von seiten der Soehne Israel. - 7.35 Das ist das Salbungsteil Aarons und das Salbungsteil seiner Soehne von den Feueropfern des HERRN, an dem Tag, als man sie herantreten liess, fuer den HERRN den Priesterdienst auszuueben, 7.36 das der HERR geboten hat, ihnen von seiten der Soehne Israel zu geben, an dem Tag, als man sie salbte: eine ewige Ordnung bei ihren Generationen. 7.37 Das ist das Gesetz fuer das Brandopfer, das Speisopfer und das Suendopfer und das Schuldopfer und das Einweihungsopfer und das Heilsopfer, 7.38 das der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai geboten hat, an dem Tag, als er den Soehnen Israel gebot, ihre Opfergaben dem HERRN darzubringen, in der Wueste Sinai. Weihe Aarons und seiner Soehne. V. 1-13: 2Mo 28,1-4; V. 1-36: 2Mo 29. \8\ 8.1 Und der HERR redete zu Mose: 8.2 Nimm Aaron und seine Soehne mit ihm und die Kleider und das Salboel und den Jungstier des Suendopfers und die zwei Widder und den Korb der ungesaeuerten Brote 8.3 und versammle die ganze Gemeinde am Eingang des Zeltes der Begegnung. 8.4 Und Mose tat, wie der HERR ihm geboten hatte. Und die Gemeinde versammelte sich am Eingang des Zeltes der Begegnung. 8.5 Und Mose sprach zu der Gemeinde: Dies ist es, was der HERR zu tun geboten hat. 8.6 Und Mose liess Aaron und seine Soehne herantreten und wusch sie mit Wasser. 8.7 Und er legte ihm den Leibrock an und umguertete ihn mit dem Guertel; und er bekleidete ihn mit dem Oberkleid und legte ihm das Ephod an und umguertete ihn mit dem Gurt des Ephods und band es ihm damit fest. 8.8 Und er legte ihm die Brusttasche an und legte in die Brusttasche die Urim und die Tummim; 8.9 und er setzte den Kopfbund auf sein Haupt und setzte an den Kopfbund, an seine Vorderseite, das [blumenfoermige] Stirnblatt aus Gold, das heilige Diadem: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. 8.10 Und Mose nahm das Salboel und salbte die Wohnung und alles, was darin war, und heiligte sie. 8.11 Und er sprengte davon siebenmal auf den Altar, und er salbte den Altar und alle seine Geraete und das Becken und sein Gestell, um sie zu heiligen. 8.12 Und er goss von dem Salboel auf den Kopf Aarons und salbte ihn, um ihn zu heiligen. 8.13 Und Mose liess die Soehne Aarons herantreten und bekleidete sie mit den Leibroecken und umguertete sie mit einem Guertel und band ihnen die Turbane um: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. 8.14 Und er brachte den Jungstier des Suendopfers herzu; und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf den Kopf des jungen Suendopferstiers. 8.15 Und er schlachtete ihn, und Mose nahm das Blut und tat [etwas davon] mit seinem Finger ringsherum an die Hoerner des Altars und entsuendigte [so] den Altar. Und das Blut goss er an den Fuss des Altars und heiligte ihn, indem er Suehnung fuer ihn erwirkte. 8.16 Und er nahm das ganze Fett, das an den Eingeweiden ist, und den Lappen der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett, und Mose liess es auf dem Altar in Rauch aufgehen. 8.17 Und den Jungstier und seine Haut und sein Fleisch und seinen Mageninhalt verbrannte er mit Feuer ausserhalb des Lagers: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. - 8.18 Und er brachte den Widder des Brandopfers herbei; und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf den Kopf des Widders. 8.19 Und er schlachtete ihn, und Mose sprengte das [uebrige] Blut ringsherum an den Altar. 8.20 Den Widder aber zerlegte er in seine Stuecke. Und Mose liess den Kopf und die Stuecke und das Fett in Rauch aufgehen. 8.21 Die Eingeweide und die Unterschenkel aber wusch er mit Wasser. Und Mose liess den ganzen Widder auf dem Altar in Rauch aufgehen: ein Brandopfer war es zum wohlgefaelligen Geruch, ein Feueropfer fuer den HERRN war es: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. - 8.22 Und er brachte den zweiten Widder, den Widder der Einweihung, herbei; und Aaron und seine Soehne legten ihre Haende auf den Kopf des Widders. 8.23 Und er schlachtete ihn, und Mose nahm [etwas] von seinem Blut und tat es auf das rechte Ohrlaeppchen Aarons und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses. 8.24 Und er liess die Soehne Aarons herantreten, und Mose tat [etwas] von dem Blut auf ihr rechtes Ohrlaeppchen und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die grosse Zehe ihres rechten Fusses; und Mose sprengte das [uebrige] Blut ringsherum an den Altar. 8.25 Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett, das an den Eingeweiden ist, und den Lappen der Leber und die beiden Nieren und ihr Fett und die rechte Keule; 8.26 und er nahm aus dem Korb der ungesaeuerten Brote, der vor dem HERRN war, einen ungesaeuerten Kuchen und einen Kuchen mit Oel bestrichenen Brotes und einen Fladen und legte es auf die Fettstuecke und auf die rechte Keule; 8.27 und er legte das alles auf die Haende Aarons und auf die Haende seiner Soehne und schwang es als Schwingopfer vor dem HERRN. 8.28 Und Mose nahm es von ihren Haenden weg und liess es auf dem Altar in Rauch aufgehen, auf dem Brandopfer: ein Einweihungsopfer zum wohlgefaelligen Geruch, ein Feueropfer war es fuer den HERRN. 8.29 Und Mose nahm die Brust und schwang sie als Schwingopfer vor dem HERRN; von dem Einweihungswidder wurde sie fuer Mose zum Anteil: ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. 8.30 Und Mose nahm von dem Salboel und von dem Blut, das auf dem Altar war, und sprengte es auf Aaron, auf seine Kleider sowie auf seine Soehne und auf die Kleider seiner Soehne mit ihm; und er heiligte Aaron, seine Kleider und seine Soehne und die Kleider seiner Soehne mit ihm. 8.31 Und Mose sagte zu Aaron und zu seinen Soehnen: Kocht das Fleisch am Eingang des Zeltes der Begegnung! Ihr sollt es dort essen und das Brot, das im Korb des Einweihungsopfers ist, ganz wie ich geboten habe: Aaron und seine Soehne sollen es essen. 8.32 Und den Rest von dem Fleisch und von dem Brot sollt ihr mit Feuer verbrennen. 8.33 Und vom Eingang des Zeltes der Begegnung sollt ihr sieben Tage lang nicht weggehen bis zu dem Tag, an dem die Tage eures Einweihungsopfers erfuellt sind; denn sieben Tage sollen euch die Haende gefuellt werden. 8.34 So wie man an diesem Tag tat, hat der HERR zu tun geboten, um Suehnung fuer euch zu erwirken. 8.35 Sieben Tage lang sollt ihr Tag und Nacht am Eingang des Zeltes der Begegnung bleiben und sollt fuer den Dienst des HERRN sorgen, damit ihr nicht sterbt; denn so ist mir geboten worden. 8.36 Und Aaron und seine Soehne taten alles, was der HERR durch Mose geboten hatte. Diensteinfuehrung Aarons und seiner Soehne. \9\ 9.1 Und es geschah am achten Tag, da rief Mose Aaron und seine Soehne und die Aeltesten Israels, 9.2 und er sagte zu Aaron: Nimm dir ein junges Kalb zum Suendopfer und einen Widder zum Brandopfer, ohne Fehler und bringe [sie] dar vor dem HERRN! 9.3 Und zu den Soehnen Israel sollst du reden: Nehmt einen Ziegenbock fuer das Suendopfer und ein Kalb und ein Lamm, einjaehrige, ohne Fehler, fuer das Brandopfer, 9.4 und einen Stier und einen Widder fuer das Heilsopfer, um sie vor dem HERRN zu opfern, und ein Speisopfer, mit Oel gemengt, denn heute wird der HERR euch erscheinen. 9.5 Und sie brachten das, was Mose geboten hatte, vor das Zelt der Begegnung, und die ganze Gemeinde trat heran und stand vor dem HERRN. 9.6 Und Mose sagte: Dies ist es, was der HERR geboten hat, dass ihr es tun sollt; und die Herrlichkeit des HERRN wird euch erscheinen. 9.7 Und Mose sagte zu Aaron: Tritt an den Altar und opfere dein Suendopfer und dein Brandopfer und erwirke Suehnung fuer dich und fuer das Volk! Opfere die Opfergabe des Volkes und tue Suehnung fuer sie, ganz wie der HERR geboten hat! 9.8 Und Aaron trat an den Altar und schlachtete das Kalb des Suendopfers, das fuer ihn war. 9.9 Und die Soehne Aarons brachten ihm das Blut, und er tauchte seinen Finger in das Blut und gab [etwas] davon an die Hoerner des Altars, und er goss das Blut an den Fuss des Altars. 9.10 Und das Fett und die Nieren und den Lappen der Leber vom Suendopfer liess er auf dem Altar in Rauch aufgehen, ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. 9.11 Und das Fleisch und die Haut verbrannte er mit Feuer ausserhalb des Lagers. 9.12 Und er schlachtete das Brandopfer; und die Soehne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es ringsherum an den Altar. 9.13 Und das Brandopfer reichten sie ihm in seinen Stuecken und den Kopf, und er liess es auf dem Altar in Rauch aufgehen. 9.14 Und er wusch die Eingeweide und die Unterschenkel und liess sie auf dem Brandopfer auf dem Altar in Rauch aufgehen. 9.15 Dann brachte er herzu die Opfergabe des Volkes, nahm den Ziegenbock des Suendopfers, der fuer das Volk war, und schlachtete ihn und opferte ihn als Suendopfer wie das erste Mal. 9.16 Und er brachte das Brandopfer herzu und opferte es nach der Vorschrift. 9.17 Und er brachte das Speisopfer herzu und fuellte seine Hand davon und liess es auf dem Altar in Rauch aufgehen ausser dem Morgen-Brandopfer. 9.18 Und er schlachtete den Stier und den Widder, das Heilsopfer, das fuer das Volk war. Und die Soehne Aarons reichten ihm das Blut, und er sprengte es an den Altar ringsherum, - 9.19 und die Fettstuecke von dem Stier und von dem Widder den Fettschwanz und was [die Eingeweide] bedeckt und die Nieren und den Lappen der Leber. 9.20 Und sie legten die Fettstuecke auf die Bruststuecke, und er liess die Fettstuecke auf dem Altar in Rauch aufgehen. 9.21 Und die Bruststuecke und die rechte Keule schwang Aaron als Schwingopfer vor dem HERRN, ganz wie Mose geboten hatte. 9.22 Und Aaron erhob seine Haende zum Volk hin und segnete sie. Und er stieg herab nach der Opferung des Suendopfers und des Brandopfers und des Heilsopfers. 9.23 Und Mose und Aaron gingen hinein in das Zelt der Begegnung. Und als sie herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN dem ganzen Volk. 9.24 Und Feuer ging vom HERRN aus und verzehrte auf dem Altar das Brandopfer und die Fettstuecke. Als das ganze Volk es sah, da jauchzten sie und fielen auf ihr Gesicht. Nadabs und Abihus eigenmaechtiges Opfer und Tod - Gebote fuer die Priester. \10\ 10.1 Und die Soehne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen jeder seine Raeucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Raeucherwerk darauf und brachten fremdes Feuer vor dem HERRN dar, das er ihnen nicht geboten hatte. 10.2 Da ging Feuer vom HERRN aus und verzehrte sie. Und sie starben vor dem HERRN. 10.3 Und Mose sagte zu Aaron: Dies ist es, was der HERR geredet hat: Bei denen, die mir nahen, will ich geheiligt, und vor dem ganzen Volk will ich verherrlicht werden. Und Aaron schwieg. 10.4 Und Mose rief Mischael und Elizafan, die Soehne von Aarons Onkel Usiel, und sagte zu ihnen: Tretet herbei, tragt eure Brueder weg vom Heiligtum hinaus vor das Lager! 10.5 Und sie traten herbei und trugen sie in ihren Leibroecken hinaus vor das Lager, ganz wie Mose geredet hatte. - 10.6 Und Mose sagte zu Aaron und zu seinen Soehnen Eleasar und Itamar: Euer Haupthaar sollt ihr nicht frei haengen lassen und eure Kleider nicht zerreissen, damit ihr nicht sterbt und er nicht ueber die ganze Gemeinde zornig wird. Aber eure Brueder, das ganze Haus Israel, sollen diesen Brand beweinen, den der HERR angerichtet hat. 10.7 Vom Eingang des Zeltes der Begegnung sollt ihr nicht weggehen, damit ihr nicht sterbt; denn das Oel der Salbung des HERRN ist auf euch. Und sie taten nach dem Wort des Mose. 10.8 Und der HERR redete zu Aaron: 10.9 Wein und berauschendes Getraenk sollst du nicht trinken, du und deine Soehne mit dir, wenn ihr in das Zelt der Begegnung hineingeht, damit ihr nicht sterbt - eine ewige Ordnung fuer eure Generationen - 10.10 und damit ihr unterscheidet zwischen dem Heiligen und dem Unheiligen und zwischen dem Reinen und dem Unreinen 10.11 und damit ihr die Soehne Israel all die Ordnungen, die der HERR durch Mose zu euch geredet hat, lehrt. 10.12 Und Mose redete zu Aaron und zu seinen uebriggebliebenen Soehnen Eleasar und zu Itamar: Nehmt das Speisopfer, das von den Feueropfern des HERRN uebrigbleibt, und esst es ungesaeuert neben dem Altar; denn hochheilig ist es. 10.13 Und ihr sollt es an heiliger Staette essen, denn es ist deine Gebuehr und die Gebuehr deiner Soehne von den Feueropfern des HERRN; denn so ist mir geboten worden. 10.14 Und die Brust des Schwingopfers und die Keule des Hebopfers sollt ihr an reiner Staette essen, du und deine Soehne und deine Toechter mit dir; denn als deine Gebuehr und die Gebuehr deiner Soehne sind sie gegeben von den Heilsopfern der Soehne Israel. 10.15 Die Keule des Hebopfers und die Brust des Schwingopfers sollen sie mit den Feueropfern der Fettstuecke bringen, um sie als Schwingopfer vor dem HERRN zu schwingen. Und das soll dir und deinen Soehnen mit dir zu einer ewigen Gebuehr sein, ganz wie der HERR geboten hat. 10.16 Und Mose suchte eifrig den Ziegenbock des Suendopfers, und siehe, er war verbrannt. Da wurde er zornig ueber die uebriggebliebenen Soehne Aarons Eleasar und Itamar und sagte: 10.17 Warum habt ihr das Suendopfer nicht an heiliger Staette gegessen? Es ist doch hochheilig! Und er hat es euch gegeben, die Schuld der Gemeinde zu tragen, um vor dem HERRN Suehnung fuer sie zu erwirken. 10.18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Innere des Heiligtums gebracht worden; ihr haettet es auf jeden Fall im Heiligtum essen sollen, ganz wie ich geboten habe. 10.19 Und Aaron redete zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Suendopfer und ihr Brandopfer vor dem HERRN dargebracht, und solches ist mir begegnet! Haette ich heute das Suendopfer gegessen, waere es in den Augen des HERRN gut gewesen? 10.20 Und Mose hoerte es, und es war gut in seinen Augen. Reine und unreine Tiere 5Mo 14,4-19 \11\ 11.1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach zu ihnen: 11.2 Redet zu den Soehnen Israel: Dies sind die Tiere, die ihr von allen Tieren, die auf der Erde sind, essen duerft! 11.3 Alles, was gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, [und was] wiederkaeut [unter den Tieren], das duerft ihr essen. 11.4 Nur diese von den wiederkaeuenden und von denen, die gespaltene Hufe haben, duerft ihr nicht essen: das Kamel, denn es kaeut wieder, aber gespaltene Hufe hat es nicht: unrein soll es euch sein; 11.5 den Klippdachs, denn er kaeut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein; 11.6 den Hasen, denn er kaeut wieder, aber er hat keine gespaltenen Hufe: unrein soll er euch sein; 11.7 das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, aber es kaeut nicht wieder: unrein soll es euch sein. 11.8 Von ihrem Fleisch duerft ihr nicht essen und ihr Aas nicht beruehren; unrein sollen sie euch sein. 11.9 Dieses duerft ihr essen von allem, was im Wasser ist: alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, in den Meeren und in den Fluessen, das duerft ihr essen. 11.10 Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat in den Meeren und in den Fluessen von allem Gewimmel des Wassers und von jedem Lebewesen, das im Wasser ist, sie sollen euch etwas Abscheuliches sein. 11.11 Ja, etwas Abscheuliches sollen sie euch sein: von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, und ihr Aas sollt ihr verabscheuen. 11.12 Alles im Wasser, was nicht Flossen und Schuppen hat, soll euch etwas Abscheuliches sein. 11.13 Und diese von den Voegeln sollt ihr verabscheuen: - sie sollen nicht gegessen werden, etwas Abscheuliches sind sie: den Adler und den Laemmergeier und den Moenchsgeier 11.14 und die Gabelweihe und die Koenigsweihe nach ihrer Art, 11.15 alle Raben nach ihrer Art 11.16 und die Strausshenne und den Falken und die Seemoewe und den Habicht nach seiner Art 11.17 und den Steinkauz und die Fischeule und den Ibis 11.18 und die Schleiereule und den Wuestenkauz und den Aasgeier 11.19 und den Storch und den Fischreiher nach seiner Art und den Wiedehopf und die Fledermaus. 11.20 Alles gefluegelte Kleingetier, das auf Vieren geht, soll euch etwas Abscheuliches sein. 11.21 Nur dieses duerft ihr essen von allem gefluegelten Kleingetier, das auf Vieren geht: was Unterschenkel hat oberhalb seiner Fuesse, um damit auf der Erde zu huepfen. 11.22 Diese duerft ihr von ihnen essen: den Arbe nach seiner Art und den Solam nach seiner Art und den Hargol nach seiner Art und den Hagab nach seiner Art. 11.23 Aber alles gefluegelte Kleingetier, das vier Fuesse hat, soll euch etwas Abscheuliches sein. 11.24 Und durch diese werdet ihr euch unrein machen. Jeder, der ihr Aas beruehrt, wird unrein sein bis zum Abend, 11.25 und jeder, der von ihrem Aas [etwas] traegt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein. 11.26 Fuer jedes Tier, das gespaltene Hufe, aber nicht wirklich aufgespaltene Hufe hat und nicht wiederkaeut [gilt]: Unrein sollen sie euch sein; jeder, der sie beruehrt, wird unrein sein. 11.27 Und alles, was auf seinen Tatzen geht unter allem Getier, das auf Vieren geht, sie sollen euch unrein sein; jeder, der ihr Aas beruehrt, wird unrein sein bis zum Abend. 11.28 Und wer ihr Aas traegt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein. Unrein sollen sie euch sein. 11.29 Und diese sollen euch unrein sein unter dem Gewimmel, das auf der Erde wimmelt: der Maulwurf und die Springmaus und die Eidechse nach ihrer Art 11.30 und die Anaka und der Koach und die Letaah und der Chomet und das Chamaeleon. 11.31 Diese sollen euch unrein sein unter allem Kleingetier. Jeder, der sie beruehrt, wenn sie tot sind, wird bis zum Abend unrein sein. 11.32 Und alles, worauf eines von ihnen faellt, wenn sie tot sind, wird unrein sein: jedes Holzgeraet oder ein Kleid oder Fell oder Sack, jedes Geraet, womit eine Arbeit verrichtet wird, es soll ins Wasser getan werden und wird bis zum Abend unrein sein; dann wird es rein sein. 11.33 Und jedes irdene Gefaess, in das eines von ihnen hineinfaellt: alles, was darin ist, wird unrein sein, und das Gefaess sollt ihr zerbrechen. 11.34 Von aller Speise, die gegessen wird, auf die [solches] Wasser kommt, [gilt]: Sie wird unrein sein. Und alles Getraenk, das getrunken wird, wird unrein sein in jedem [solchen] Gefaess. 11.35 Und alles, worauf [etwas] von ihrem Aas faellt, wird unrein sein. Ofen und Herd sollen niedergerissen werden, unrein sind sie, unrein sollen sie euch sein. 11.36 Doch Quelle und Zisterne, Wasserbehaelter werden rein sein. Wer aber das Aas darin beruehrt, wird unrein sein. 11.37 Und wenn von ihrem Aas [etwas] auf irgendwelche Saat faellt, die gesaet wird, ist sie rein. 11.38 Wenn aber Wasser auf den Samen getan wurde, und es faellt von ihrem Aas [etwas] auf ihn, soll er euch unrein sein. 11.39 Und wenn eins von dem Vieh stirbt, das euch zur Nahrung dient: wer sein Aas beruehrt, wird bis zum Abend unrein sein. 11.40 Und wer von seinem Aas isst, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein. Und wer dessen Aas traegt, soll seine Kleider waschen und wird bis zum Abend unrein sein. 11.41 Und alles Kleingetier, das auf der Erde wimmelt, ist etwas Abscheuliches, es soll nicht gegessen werden. 11.42 Alles, was auf dem Bauch kriecht, und alles, was auf Vieren geht, bis zu allem Vielfuessigen von allem Kleingetier, das auf der Erde wimmelt: ihr sollt sie nicht essen; denn etwas Abscheuliches sind sie. 11.43 Macht euch selbst nicht zu etwas Abscheulichem durch all das wimmelnde Kleingetier und macht euch nicht unrein durch sie, so dass ihr dadurch unrein wuerdet! 11.44 Denn ich bin der HERR, euer Gott. So heiligt euch und seid heilig, denn ich bin heilig! Und ihr sollt euch selbst nicht unrein machen durch all das Kleingetier, das sich auf der Erde regt. 11.45 Denn ich bin der HERR, der euch aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt hat, um euer Gott zu sein: so sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig! 11.46 Das ist das Gesetz [betreffs] des Viehs und der Voegel und [betreffs] jedes Lebewesens, das sich im Wasser regt, und von jedem Wesen, das auf der Erde wimmelt; 11.47 um zu unterscheiden zwischen dem Unreinen und dem Reinen und zwischen dem Getier, das gegessen wird, und dem Getier, das nicht gegessen werden soll. Verordnungen fuer Woechnerinnen. \12\ 12.1 Und der HERR redete zu Mose: 12.2 Rede zu den Soehnen Israel: Wenn eine Frau empfaengt und ein maennliches Kind gebiert, so wird sie sieben Tage [lang] unrein sein; wie in den Tagen der Unreinheit ihres Unwohlseins wird sie unrein sein. 12.3 Und am achten Tag soll das Fleisch seiner Vorhaut beschnitten werden. 12.4 Und sie soll 33 Tage im Blut der Reinigung [daheim] bleiben. Nichts Heiliges soll sie anruehren, und zum Heiligtum soll sie nicht kommen, bis die Tage ihrer Reinigung erfuellt sind. 12.5 Und wenn sie ein weibliches Kind gebiert, so wird sie zwei Wochen unrein sein wie bei ihrer Unreinheit. Und 66 Tage soll sie wegen des Blutes der Reinigung daheimbleiben. 12.6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung fuer einen Sohn oder eine Tochter erfuellt sind, soll sie ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer bringen und eine junge Taube oder eine Turteltaube zum Suendopfer, zum Priester an den Eingang des Zeltes der Begegnung. 12.7 Und er soll es vor dem HERRN darbringen und Suehnung fuer sie erwirken, und sie wird rein sein vom Fluss ihres Blutes. Das ist das Gesetz der Gebaerenden bei einem maennlichen oder bei einem weiblichen Kind. 12.8 Und wenn ihre Hand das zu einem Schaf Ausreichende nicht findet, soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen, eine zum Brandopfer und eine zum Suendopfer. Und der Priester soll Suehnung fuer sie erwirken, und sie wird rein sein. Gesetz vom Aussatz an Menschen. \13\ 13.1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron: 13.2 Wenn ein Mensch in der Haut seines Fleisches eine Erhoehung oder einen Schorf oder einen Flecken bekommt, und es wird in der Haut seines Fleisches zu einem Aussatzmal, dann soll er zum Priester Aaron gebracht werden oder zu einem von seinen Soehnen, den Priestern. 13.3 Und besieht der Priester das Mal in der Haut des Fleisches, und das Haar in dem Mal hat sich in weiss verwandelt, und das Mal erscheint tiefer als die Haut seines Fleisches, [dann] ist es das Mal des Aussatzes. Und sieht es der Priester, dann soll er ihn fuer unrein erklaeren. 13.4 Und wenn der Flecken in der Haut seines Fleisches weiss ist und er nicht tiefer erscheint als die Haut, und sein Haar hat sich nicht in weiss verwandelt, dann soll der Priester [den, der] das Mal [hat], [fuer] sieben Tage einschliessen. 13.5 Und besieht es der Priester am siebten Tag, und siehe, das Mal ist in seinen Augen stehengeblieben, das Mal hat in der Haut nicht um sich gegriffen, dann soll der Priester ihn zum zweiten Mal [fuer] sieben Tage einschliessen. 13.6 Und besieht es der Priester am siebten Tag zum zweiten Mal, und siehe, das Mal ist blass geworden, und das Mal hat nicht um sich gegriffen in der Haut, dann soll der Priester ihn fuer rein erklaeren: es ist Schorf. Er soll seine Kleider waschen und ist rein. 13.7 Wenn aber der Schorf in der Haut weiter um sich greift, nachdem er sich dem Priester zu seiner Reinigung gezeigt hat, dann soll er sich dem Priester zum zweiten Mal zeigen. 13.8 Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, der Schorf hat in der Haut um sich gegriffen, dann soll der Priester ihn fuer unrein erklaeren: Aussatz ist es. 13.9 Wenn ein Aussatzmal an einem Menschen entsteht, dann soll er zum Priester gebracht werden. 13.10 Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, es ist eine weisse Erhoehung in der Haut, und sie hat das Haar in weiss verwandelt, und eine Bildung von [wildem] Fleisch ist in der Erhoehung, 13.11 [dann] ist es ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches, und der Priester soll ihn fuer unrein erklaeren; er soll ihn nicht einschliessen, denn er ist unrein. 13.12 Wenn aber der Aussatz in der Haut kraeftig ausbricht und der Aussatz die ganze Haut dessen, der das Mal hat, bedeckt, von seinem Kopf bis zu seinen Fuessen, wohin auch die Augen des Priesters sehen, 13.13 und der Priester besieht [ihn], und siehe, der Aussatz hat sein ganzes Fleisch bedeckt, dann soll er [den, der] das Mal [hat], fuer rein erklaeren; hat es sich ganz in weiss verwandelt, ist er rein. 13.14 An dem Tag aber, da [wildes] Fleisch an ihm gesehen wird, wird er unrein sein. 13.15 Und sieht der Priester das [wilde] Fleisch, dann soll er ihn fuer unrein erklaeren; das rohe Fleisch ist unrein: Aussatz ist es. 13.16 Wenn aber das [wilde] Fleisch wieder zurueckgeht und in weiss verwandelt wird, dann soll er zum Priester kommen. 13.17 Und besieht ihn der Priester, und siehe, das Mal ist in weiss verwandelt, dann soll der Priester [den, der] das Mal [hat], fuer rein erklaeren: rein ist er. 13.18 Und wenn [im] Fleisch, in dessen Haut, ein Geschwuer entsteht und [wieder] heilt, 13.19 und es entsteht an der Stelle des Geschwuers eine weisse Erhoehung oder ein weiss-roetlicher Fleck, dann soll er sich dem Priester zeigen. 13.20 Und besieht [ihn] der Priester, und siehe, der Fleck erscheint niedriger als die Haut, und sein Haar hat sich in weiss verwandelt, dann soll der Priester ihn fuer unrein erklaeren: das Mal des Aussatzes ist es. Er ist in dem Geschwuer ausgebrochen. 13.21 Wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weisses Haar darin, und der Fleck ist nicht niedriger als die Haut und ist blass, dann soll der Priester ihn [fuer] sieben Tage einschliessen. 13.22 Wenn er aber in der Haut weiter um sich greift, dann soll der Priester ihn fuer unrein erklaeren: ein Mal ist es. 13.23 Und wenn der Fleck an seiner Stelle stehenbleibt, [wenn er] nicht um sich gegriffen hat, dann ist es die Narbe des Geschwuers. Der Priester soll ihn fuer rein erklaeren. 13.24 Oder wenn [im] Fleisch, in dessen Haut, eine [Brand]wunde entsteht, und die Bildung der Wunde wird ein weiss-roetlicher oder weisser Fleck, 13.25 und der Priester besieht ihn, und siehe, das Haar im Fleck ist in weiss verwandelt, und er erscheint tiefer als die Haut, [dann] ist es Aussatz; er ist in der [Brand]wunde ausgebrochen. Der Priester soll ihn fuer unrein erklaeren: das Mal des Aussatzes ist es. 13.26 Und wenn der Priester ihn besieht, und siehe, es ist kein weisses Haar in dem Fleck, und er ist nicht niedriger als die Haut und ist blass, dann soll der Priester ihn [fuer] sieben Tage einschliessen. 13.27 Und der Priester soll ihn am siebten Tag besehen. Wenn er in der Haut weiter um sich greift, dann soll der Priester ihn fuer unrein erklaeren: das Mal des Aussatzes ist es. 13.28 Und wenn der Fleck an seiner Stelle stehenbleibt, [wenn er] in der Haut nicht um sich gegriffen hat und blass ist, ist es die Erhoehung der [Brand]wunde. Der Priester soll ihn fuer rein erklaeren, denn es ist die Narbe der [Brand]wunde. 13.29 Und wenn ein Mann oder eine Frau ein Mal am Kopf oder am Bart bekommt, 13.30 und der Priester besieht das Mal, und siehe, sie erscheint tiefer als die Haut, und goldglaenzendes, duennes Haar ist darin, dann soll der Priester ihn fuer unrein erklaeren: Kraetze ist es, Aussatz des Kopfes oder des Bartes. 13.31 Und wenn der Priester das Mal der Kraetze besieht, und siehe, es erscheint nicht tiefer als die Haut, und es ist kein schwarzes Haar darin, dann soll der Priester [den, der] das Mal der Kraetze [hat], [fuer] sieben Tage einschliessen. 13.32 Und besieht der Priester das Mal am siebten Tag, und siehe, die Kraetze hat nicht um sich gegriffen, und es ist kein goldglaenzendes Haar darin, und die Kraetze erscheint nicht tiefer als die Haut, 13.33 dann soll er sich scheren; aber den Schorf soll er nicht scheren. Und der Priester schliesse [den, der] die Kraetze [hat], zum zweiten Mal [fuer] sieben Tage ein. 13.34 Und besieht der Priester die Kraetze am siebten Tag, und siehe, die Kraetze hat in der Haut nicht um sich gegriffen, und sie erscheint nicht tiefer als die Haut, dann soll der Priester ihn fuer rein erklaeren. Er soll seine Kleider waschen, und er ist rein. 13.35 Wenn aber nach seiner Reinigung die Kraetze in der Haut weiter um sich greift, 13.36 und der Priester besieht ihn, und siehe, die Kraetze hat in der Haut um sich gegriffen, dann soll der Priester nicht nach dem goldglaenzenden Haar forschen: unrein ist er. 13.37 Wenn aber in seinen Augen die Kraetze stehengeblieben ist, und es ist schwarzes Haar darin gewachsen, dann ist die Kraetze geheilt: rein ist er. Der Priester soll ihn fuer rein erklaeren. 13.38 Und wenn ein Mann oder eine Frau in der Haut ihres Fleisches Flecken bekommt, weisse Flecken, 13.39 und der Priester besieht sie, und siehe, in der Haut ihres Fleisches sind blasse, weisse Flecken, dann ist es ein [gutartiger] Ausschlag, der in der Haut ausgebrochen ist: rein ist er. 13.40 Und wenn bei jemandem sein Kopf kahl wird, ist er ein Glatzkopf: rein ist er. 13.41 Und wenn sein Kopf an seiner Vorderseite kahl wird, ist er stirnglatzig: rein ist er. 13.42 Und wenn an der kahlen Stelle [hinten] oder an der Stirnglatze ein weiss-roetliches Mal ist, dann ist es Aussatz, der an seiner kahlen Stelle [hinten] oder an seiner Stirnglatze ausgebrochen ist. 13.43 Und besieht ihn der Priester, und siehe, die Erhoehung des Mals ist weiss-roetlich an seiner kahlen Stelle [hinten] oder an seiner Stirnglatze gleich dem Aussehen des Aussatzes in der Haut des Fleisches, 13.44 [dann] ist er ein aussaetziger Mann: unrein ist er. Der Priester soll ihn fuer ganz und gar unrein erklaeren; sein Mal ist an seinem Kopf. 13.45 Und der Aussaetzige, an dem das Mal ist, - seine Kleider sollen zerrissen und sein Kopfhaar soll frei haengen gelassen werden, und er soll seinen Bart verhuellen und ausrufen: Unrein, unrein! 13.46 All die Tage, die das Mal an ihm ist, soll er unrein sein; unrein ist er: allein soll er wohnen, ausserhalb des Lagers soll seine Wohnung sein. Gesetz vom Aussatz an Kleidern. 13.47 Und wenn an einem Kleid ein Aussatzmal entsteht, an einem Kleid aus Wolle oder an einem Kleid aus Leinen 13.48 oder an einem Gewebe oder an Gewirktem aus Leinen oder aus Wolle oder an einem Fell oder an irgend einem Fellwerk, 13.49 und das Mal ist gruenlich oder roetlich am Kleid oder am Fell oder am Gewebe oder am Gewirkten oder an irgendeinem Geraet aus Fell, [dann] ist es das Mal des Aussatzes. Man soll es den Priester besehen lassen. 13.50 Und der Priester besehe das Mal und schliesse [das, woran] das Mal [ist, fuer] sieben Tage ein. 13.51 Und sieht er das Mal am siebten Tag, dass das Mal um sich gegriffen hat am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten oder am Fell, nach allem, wozu das Fell verarbeitet wird, [dann] ist das Mal ein boesartiger Aussatz: unrein ist es. 13.52 Und man soll das Kleid oder das Gewebe oder das Gewirkte aus Wolle oder aus Leinen oder jedes Geraet aus Fell, woran das Mal ist, verbrennen; denn ein boesartiger Aussatz ist es: mit Feuer soll es verbrannt werden. 13.53 Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Mal hat nicht um sich gegriffen am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten oder an irgendeinem Geraet aus Fell, 13.54 dann soll der Priester gebieten, dass man das waescht, woran das Mal ist; und er soll es zum zweiten Mal [fuer] sieben Tage einschliessen. 13.55 Und besieht der Priester das Mal nach dem Waschen, und siehe, das Mal hat sein Aussehen nicht geaendert, und das Mal hat nicht um sich gegriffen, [dann] ist es unrein. Mit Feuer sollst du es verbrennen: es ist eine Vertiefung auf seiner kahlen Stelle [hinten] oder auf der kahlen Stelle [vorne]. 13.56 Und wenn der Priester es besieht, und siehe, das Mal ist blass geworden nach dem Waschen, dann soll er es abreissen vom Kleid oder vom Fell oder vom Gewebe oder vom Gewirkten. 13.57 Und wenn es sich noch zeigen wird am Kleid oder am Gewebe oder am Gewirkten, oder an irgendeinem Geraet aus Fell, [dann] ist es ein ausbrechender [Aussatz]: mit Feuer sollst du verbrennen, woran das Mal ist. 13.58 Und das Kleid oder das Gewebe oder das Gewirkte oder irgendein Geraet aus Fell, das du waeschst, so dass das Mal daraus weicht: es soll zum zweiten Mal gewaschen werden. Dann ist es rein. 13.59 Das ist das Gesetz [betreffs] des Aussatzmals an einem Kleid aus Wolle oder aus Leinen, oder an einem Gewebe oder an einem Gewirkten oder an irgendeinem Geraet aus Fell, es fuer rein oder fuer unrein zu erklaeren. Reinigungsopfer und Gebraeuche fuer Aussaetzige. \14\ 14.1 Und der HERR redete zu Mose: 14.2 Dies soll das Gesetz des Aussaetzigen sein am Tag seiner Reinigung: Er soll zum Priester gebracht werden, 14.3 und der Priester soll nach draussen vor das Lager gehen. Und besieht ihn der Priester, und siehe, das Mal des Aussatzes ist an dem Aussaetzigen geheilt, 14.4 dann soll der Priester gebieten, dass man fuer den, der zu reinigen ist, zwei lebende, reine Voegel nehme und Zedernholz, Karmesin und Ysop. 14.5 Und der Priester soll gebieten, dass man den einen Vogel ueber lebendigem Wasser in ein irdenes Gefaess hinein schlachte. 14.6 Den lebenden Vogel soll er nehmen, ihn und das Zedernholz, den Karmesin und den Ysop, und dieses und den lebenden Vogel in das Blut des Vogels tauchen, der ueber dem lebendigen Wasser geschlachtet worden ist. 14.7 Und er soll [davon etwas] auf den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal sprengen und ihn fuer rein erklaeren. Und den lebenden Vogel soll er ins freie Feld fliegen lassen. 14.8 Und der zu reinigen ist, soll seine Kleider waschen und all sein Haar scheren und sich im Wasser baden. Dann ist er rein. Und danach darf er ins Lager kommen, aber er soll sieben Tage ausserhalb seines Zeltes bleiben. 14.9 Und es soll geschehen, am siebten Tag soll er all sein Haar scheren, sein Haupt und seinen Bart und seine Augenbrauen; ja, all sein Haar soll er scheren und seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden: dann ist er rein. 14.10 Und am achten Tag soll er zwei Schaflaemmer ohne Fehler nehmen und ein weibliches Schaflamm, einjaehrig, ohne Fehler, drei Zehntel Weizengriess, mit Oel gemengt, zum Speisopfer, und ein Log Oel. 14.11 Und der reinigende Priester soll den Mann, der zu reinigen ist, zusammen mit diesen Dingen an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN stellen. 14.12 Und der Priester nehme das eine Lamm und bringe es als Schuldopfer dar mit dem Log Oel und schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN. 14.13 Und er schlachte das Lamm an der Stelle, wo man das Suendopfer und das Brandopfer schlachtet, an heiliger Staette; denn wie das Suendopfer so gehoert das Schuldopfer dem Priester: hochheilig ist es. 14.14 Und der Priester nehme [etwas] von dem Blut des Schuldopfers, und der Priester tue es auf das rechte Ohrlaeppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses. 14.15 Und der Priester nehme [etwas] von dem Log Oel und giesse es in seine linke Hand. 14.16 Und der Priester tauche seinen rechten Finger in das Oel, das in seiner linken Hand ist, und versprenge [etwas] von dem Oel mit seinem Finger siebenmal vor dem HERRN. 14.17 Und vom Rest des Oeles, das in seiner Hand ist, soll der Priester [etwas] auf das rechte Ohrlaeppchen dessen tun, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, auf das Blut des Schuldopfers. 14.18 Und das restliche Oel, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf den Kopf dessen tun, der zu reinigen ist. Und der Priester soll Suehnung fuer ihn erwirken vor dem HERRN. 14.19 Und der Priester soll das Suendopfer opfern und fuer den Suehnung erwirken, der von seiner Unreinheit zu reinigen ist. Danach soll er das Brandopfer schlachten. 14.20 Und der Priester soll das Brandopfer und das Speisopfer auf dem Altar opfern. Und so erwirke der Priester Suehnung fuer ihn: dann ist er rein. 14.21 Wenn er aber gering ist und seine Hand es nicht aufbringen kann, dann soll er ein Lamm als Schuldopfer nehmen fuer das Schwingopfer, um Suehnung fuer ihn zu erwirken, und fuer das Speisopfer ein Zehntel Weizengriess, mit Oel gemengt, und ein Log Oel 14.22 und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, die seine Hand aufbringen kann: eine soll ein Suendopfer und die andere ein Brandopfer sein. 14.23 Und er soll sie am achten Tag seiner Reinigung zum Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN. 14.24 Und der Priester nehme das Lamm des Schuldopfers und das Log Oel, und der Priester schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN. 14.25 Und er schlachte das Lamm des Schuldopfers! Und der Priester nehme [etwas] von dem Blut des Schuldopfers und tue es auf das rechte Ohrlaeppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses. 14.26 Und der Priester giesse [etwas] von dem Oel in seine linke Hand; 14.27 und der Priester sprenge vor dem HERRN siebenmal mit seinem rechten Finger [etwas] von dem Oel, das in seiner linken Hand ist. 14.28 Und der Priester tue [etwas] von dem Oel, das in seiner Hand ist, auf das rechte Ohrlaeppchen dessen, der zu reinigen ist, und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die grosse Zehe seines rechten Fusses, auf die Stelle des Blutes des Schuldopfers. 14.29 Und das uebrige Oel, das in der Hand des Priesters ist, soll er auf den Kopf dessen tun, der zu reinigen ist, um Suehnung fuer ihn zu erwirken vor dem HERRN. 14.30 Und er soll die eine von den Turteltauben oder von den jungen Tauben opfern, von dem, was seine Hand aufbringen kann, - 14.31 das, was seine Hand aufbringen kann: die eine als Suendopfer und die andere als Brandopfer, mit dem Speisopfer. So erwirke der Priester Suehnung vor dem HERRN fuer den, der zu reinigen ist. 14.32 Das ist das Gesetz fuer den, an dem das Mal des Aussatzes ist, dessen Hand bei seiner Reinigung nicht aufbringen kann[, was vorgeschrieben ist]. Reinigung vom Aussatz an Haeusern. 14.33 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron: 14.34 Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zum Eigentum gebe, und ich im Land eures Eigentums ein Aussatzmal an ein Haus setze, 14.35 dann soll der, dem das Haus gehoert, kommen und es dem Priester melden und sagen: Es sieht mir aus wie ein Mal am Haus. 14.36 Und der Priester soll gebieten, dass man das Haus ausraeumt, ehe der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, damit nicht alles, was im Haus ist, unrein wird. Danach soll der Priester hineingehen, das Haus zu besehen. 14.37 Und besieht er das Mal, und siehe, das Mal ist an den Waenden des Hauses, gruenliche oder roetliche Vertiefungen, und sie erscheinen tiefer als die Wand, 14.38 dann soll der Priester aus dem Haus hinaus an den Eingang des Hauses gehen und das Haus [fuer] sieben Tage verschliessen. 14.39 Und der Priester soll am siebten Tag wiederkommen. Und besieht er es, und siehe, das Mal hat an den Waenden des Hauses um sich gegriffen, 14.40 dann soll der Priester gebieten, dass man die Steine, an denen das Mal ist, herausreisst und sie hinauswirft nach draussen vor die Stadt an einen unreinen Ort. 14.41 Das Haus aber soll man inwendig ringsum abkratzen und den Lehm, den man abgekratzt hat, hinausschuetten nach draussen vor die Stadt an einen unreinen Ort. 14.42 Und man soll andere Steine nehmen und sie an die Stelle der [herausgerissenen] Steine bringen, und man soll anderen Lehm nehmen und das Haus [damit] verputzen. 14.43 Wenn aber nach dem Ausreissen der Steine, nach dem Abkratzen des Hauses und nach dem Verputzen das Mal zurueckkehrt und am Haus ausbricht, 14.44 dann soll der Priester kommen. Und besieht er es, und siehe, das Mal hat am Haus um sich gegriffen, [dann] ist es ein boesartiger Aussatz am Haus: unrein ist es. 14.45 Man soll das Haus niederreissen, seine Steine und sein Holz und allen Lehm des Hauses, und es hinausbringen nach draussen vor die Stadt an einen unreinen Ort. 14.46 Und wer in das Haus, solange es verschlossen ist, hineingeht, wird bis zum Abend unrein sein. 14.47 Wer in dem Haus schlaeft, soll seine Kleider waschen, und wer in dem Haus isst, soll seine Kleider waschen. 14.48 Wenn aber der Priester wieder hineingeht und es besieht, und siehe, das Mal hat nach dem Verputzen des Hauses nicht um sich gegriffen am Haus, dann soll der Priester das Haus fuer rein erklaeren; denn das Mal ist geheilt. 14.49 Und er soll, um das Haus zu entsuendigen, zwei Voegel nehmen und Zedernholz und Karmesin und Ysop; 14.50 und er schlachte den einen Vogel ueber lebendigem Wasser in ein irdenes Gefaess hinein. 14.51 Und er nehme das Zedernholz und den Ysop und den Karmesin und den lebenden Vogel und tauche sie in das Blut des geschlachteten Vogels und in das lebendige Wasser und besprenge [damit] das Haus siebenmal. 14.52 Und er entsuendige das Haus mit dem Blut des Vogels, mit dem lebendigen Wasser und mit dem lebenden Vogel, mit dem Zedernholz, mit dem Ysop und mit dem Karmesin. 14.53 Den lebenden Vogel aber soll er nach draussen vor die Stadt ins freie Feld fliegen lassen. So erwirke er Suehnung fuer das Haus: dann wird es rein sein. 14.54 Das ist das Gesetz fuer das ganze Mal des Aussatzes und fuer die Kraetze 14.55 und fuer den Aussatz des Kleides und des Hauses 14.56 und fuer die Erhoehung und fuer den Schorf und fuer den Fleck, 14.57 um zu belehren, wann fuer unrein und wann fuer rein zu erklaeren ist: das ist das Gesetz des Aussatzes. Gesetz ueber die Unreinigkeit bei Maennern und Frauen. \15\ 15.1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron: 15.2 Redet zu den Soehnen Israel und sagt zu ihnen: Wenn irgend ein Mann an seinem Fleisch an Fluss leidet, ist er unrein durch seinen Schleimfluss. 15.3 Und dies wird seine Unreinheit bei seinem Schleimfluss sein: Laesst sein Fleisch seinen Schleimfluss triefen oder haelt sein Fleisch seinen Schleimfluss zurueck, ist das seine Unreinheit. 15.4 Jedes Lager, worauf der an Ausfluss Leidende liegt, wird unrein sein, und jedes Geraet, worauf er sitzt, wird unrein sein. 15.5 Und wer sein Lager beruehrt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.6 Und wer sich auf das Geraet setzt, worauf der an Ausfluss Leidende zu sitzen pflegt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.7 Und wer das Fleisch des an Ausfluss Leidenden beruehrt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.8 Und wenn der an Ausfluss Leidende auf einen Reinen speit, dann soll dieser seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.9 Jeder Sattelsitz, auf dem der an Ausfluss Leidende reitet, wird unrein sein. 15.10 Und jeder, der irgend etwas beruehrt, was er unter sich hat, wird bis zum Abend unrein sein. Und wer es traegt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.11 Und jeder, den der an Ausfluss Leidende beruehrt, - er hat aber seine Haende nicht im Wasser abgespuelt -, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.12 Und das irdene Gefaess, das der an Ausfluss Leidende beruehrt, soll zerbrochen werden; jedes hoelzerne Gefaess aber soll im Wasser gespuelt werden. 15.13 Und wenn der an Ausfluss Leidende von seinem Schleimfluss rein wird, dann soll er fuer seine Reinigung sieben Tage fuer sich zaehlen. Und er soll seine Kleider waschen und sein Fleisch in lebendigem Wasser baden, dann wird er rein sein. 15.14 Und am achten Tag soll er sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN kommen und sie dem Priester geben. 15.15 Und der Priester soll sie opfern, eine als Suendopfer und die andere als Brandopfer. So erwirke der Priester vor dem HERRN Suehnung fuer ihn wegen seines Schleimflusses. 15.16 Und wenn einem Mann der Samenerguss entgeht, dann soll er sein ganzes Fleisch im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.17 Und jedes Kleid und jedes Fell, worauf der Samenerguss kommt, soll im Wasser gewaschen werden, und es wird bis zum Abend unrein sein. 15.18 Und eine Frau, bei der ein Mann liegt mit Samenerguss, - sie sollen sich im Wasser baden und werden bis zum Abend unrein sein. 15.19 Und wenn eine Frau an Fluss leidet [und] ihr Fluss an ihrem Fleisch Blut ist, soll sie sieben Tage in ihrer Absonderung sein. Und jeder, der sie anruehrt, wird bis zum Abend unrein sein. 15.20 Alles, worauf sie in ihrer Absonderung liegt, wird unrein sein, und alles, worauf sie sitzt, wird unrein sein. 15.21 Und jeder, der ihr Lager beruehrt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.22 Und jeder, der irgendein Geraet beruehrt, worauf sie zu sitzen pflegt, soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.23 Und wenn etwas auf dem Lager oder auf dem Geraet ist, worauf sie zu sitzen pflegt, - wenn er es beruehrt, wird er bis zum Abend unrein sein. 15.24 Und wenn etwa ein Mann neben ihr liegt, und ihre Unreinheit kommt auf ihn, dann wird er sieben Tage unrein sein. Jedes Lager, worauf er liegt, wird unrein sein. 15.25 Und wenn eine Frau ihren Blutfluss viele Tage ausser der Zeit ihrer Absonderung hat oder wenn sie den Fluss ueber ihre Absonderung hinaus hat, soll sie all die Tage des Flusses ihrer Unreinheit sein wie in den Tagen ihrer Absonderung: unrein ist sie. 15.26 Jedes Lager, worauf sie alle Tage ihres Flusses liegt, soll ihr sein wie das Lager ihrer Absonderung, und jedes Geraet, worauf sie sitzt, wird unrein sein nach der Unreinheit ihrer Absonderung. 15.27 Und jeder, der es beruehrt, wird unrein sein, und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein. 15.28 Und wenn sie rein geworden ist von ihrem Fluss, dann soll sie sich sieben Tage zaehlen, danach wird sie rein sein. 15.29 Und am achten Tag soll sie sich zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung zum Priester bringen. 15.30 Und der Priester soll die eine als Suendopfer und die andere als Brandopfer opfern. So erwirke der Priester Suehnung fuer sie vor dem HERRN wegen des Flusses ihrer Unreinheit. 15.31 Und ihr sollt die Soehne Israel warnen vor ihrer Unreinheit, damit sie nicht in ihrer Unreinheit sterben, indem sie meine Wohnung, die in ihrer Mitte ist, unrein machen. 15.32 Das ist das Gesetz [betreffs] dessen, der an Ausfluss leidet, und dessen, dem der Samenerguss entgeht, so dass er durch ihn unrein wird, 15.33 und [betreffs der], die krank ist in ihrer Absonderung, und dessen, der seinen Schleimfluss hat, es sei Mann oder Frau, und fuer den Mann, der neben einer Unreinen liegt. Der Versoehnungstag. \16\ 16.1 Und der HERR redete zu Mose nach dem Tod der beiden Soehne Aarons, als sie vor den HERRN traten und starben. 16.2 Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu deinem Bruder Aaron, dass er nicht zu jeder Zeit in das Heiligtum hineingeht innerhalb des Vorhangs, vor die Deckplatte, die auf der Lade ist, damit er nicht stirbt. Denn ich erscheine in der Wolke ueber der Deckplatte. 16.3 Auf diese Weise soll Aaron in das Heiligtum hineingehen: mit einem Jungstier fuer das Suendopfer und einem Widder fuer das Brandopfer. 16.4 Er soll einen heiligen Leibrock aus Leinen anziehen, und leinene Beinkleider sollen auf seinem Fleisch sein, und mit einem leinenen Guertel soll er sich umguerten und einen Kopfbund aus Leinen sich umbinden: das sind heilige Kleider. Er soll sein Fleisch im Wasser baden und sie [dann] anziehen. 16.5 Und von der Gemeinde der Soehne Israel soll er zwei Ziegenboecke nehmen fuer das Suendopfer und einen Widder fuer das Brandopfer. 16.6 Und Aaron soll den Jungstier des Suendopfers, der fuer ihn ist, herbeibringen und Suehnung erwirken fuer sich und fuer sein Haus. 16.7 Und er soll die zwei Ziegenboecke nehmen und sie an den Eingang des Zeltes der Begegnung vor den HERRN stellen. 16.8 Und Aaron soll Lose werfen ueber die zwei Ziegenboecke, ein Los fuer den HERRN und ein Los fuer Asasel. 16.9 Und Aaron soll den Ziegenbock herzubringen, auf den das Los fuer den HERRN gefallen ist, und ihn als Suendopfer opfern. 16.10 Und der Ziegenbock, auf den das Los fuer Asasel gefallen ist, soll lebendig vor den HERRN gestellt werden, um fuer ihn Suehnung zu erwirken, um ihn fuer Asasel in die Wueste fortzuschicken. 16.11 Und Aaron bringe den Jungstier des Suendopfers, der fuer ihn ist, herbei und tue Suehnung fuer sich und fuer sein Haus und schlachte den Jungstier des Suendopfers, der fuer ihn ist. 16.12 Und er nehme eine Pfanne voll Feuerkohlen von dem Altar vor dem HERRN und seine beiden Haende voll von wohlriechendem, kleingestossenem Raeucherwerk und bringe es [in den Raum] innerhalb des Vorhangs. 16.13 Und er lege das Raeucherwerk auf das Feuer vor den HERRN, damit die Wolke des Raeucherwerks die Deckplatte, die auf dem Zeugnis ist, bedeckt und er nicht stirbt. 16.14 Und er nehme [etwas] von dem Blut des Jungstiers und sprenge [es] mit seinem Finger auf die Vorderseite der Deckplatte nach Osten zu, und vor die Deckplatte soll er siebenmal [etwas] von dem Blut mit seinem Finger sprengen. 16.15 Und er schlachte den Ziegenbock des Suendopfers, der fuer das Volk ist, und bringe sein Blut [in den Raum] innerhalb des Vorhangs und tue mit seinem Blut ebenso, wie er mit dem Blut des Jungstiers getan hat, und sprenge es auf die Deckplatte und vor die Deckplatte. 16.16 Und er erwirke Suehnung fuer das Heiligtum wegen der Unreinheiten der Soehne Israel und wegen ihrer Vergehen, nach allen ihren Suenden. Und ebenso soll er fuer das Zelt der Begegnung tun, das sich bei ihnen befindet mitten in ihren Unreinheiten. 16.17 Und kein Mensch soll in dem Zelt der Begegnung sein, wenn er hineingeht, um Suehnung im Heiligtum zu erwirken, bis er herauskommt. So erwirke er Suehnung fuer sich und fuer sein Haus und fuer die ganze Versammlung Israels. 16.18 Und er soll hinausgehen zu dem Altar, der vor dem HERRN ist, und fuer ihn Suehnung erwirken. Und er nehme [etwas] von dem Blut des Jungstiers und von dem Blut des Ziegenbocks und tue es ringsherum an die Hoerner des Altars. 16.19 Und er sprenge [etwas] von dem Blut siebenmal mit seinem Finger an ihn und reinige ihn und heilige ihn von den Unreinheiten der Soehne Israel. 16.20 Und hat er die Suehnung des Heiligtums und des Zeltes der Begegnung und des Altars vollendet, dann soll er den lebenden Ziegenbock herbeibringen. 16.21 Und Aaron lege seine beiden Haende auf den Kopf des lebenden Ziegenbocks und bekenne auf ihn alle Schuld der Soehne Israel und all ihre Vergehen nach allen ihren Suenden. Und er lege sie auf den Kopf des Ziegenbocks und schicke ihn durch einen bereitstehenden Mann fort in die Wueste, 16.22 damit der Ziegenbock all ihre Schuld auf sich traegt in ein oedes Land; und er schicke den Ziegenbock in die Wueste. 16.23 Und Aaron soll in das Zelt der Begegnung hineingehen und die Kleider aus Leinen ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum hineinging, und soll sie dort niederlegen. 16.24 Und er soll an heiliger Staette sein Fleisch im Wasser baden und seine Kleider anziehen. Und er soll herauskommen und sein Brandopfer und das Brandopfer des Volkes opfern und [so] fuer sich und fuer das Volk Suehnung erwirken. 16.25 Und das Fett des Suendopfers soll er auf dem Altar in Rauch aufgehen lassen. 16.26 Und wer den Ziegenbock fuer Asasel fortschickt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden. Danach darf er ins Lager kommen. 16.27 Und den Jungstier des Suendopfers und den Ziegenbock des Suendopfers, deren Blut hineingebracht worden ist, um im Heiligtum Suehnung zu erwirken, soll man hinausbringen nach draussen vor das Lager und ihre Haeute und ihr Fleisch und ihren Mageninhalt mit Feuer verbrennen. 16.28 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden; danach darf er ins Lager kommen. 16.29 Und dies soll euch zu einer ewigen Ordnung sein: Im siebten Monat, am Zehnten des Monats, sollt ihr euch selbst demuetigen und keinerlei Arbeit tun, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt. 16.30 Denn an diesem Tag wird man fuer euch Suehnung erwirken, um euch zu reinigen: von all euren Suenden werdet ihr rein sein vor dem HERRN. 16.31 Ein Sabbat voelliger Ruhe soll er euch sein, und ihr sollt euch selbst demuetigen - eine ewige Ordnung. 16.32 Und der Priester soll Suehnung erwirken, den man salben wird und dem man die Hand fuellt, damit er den Priesterdienst an seines Vaters Statt ausuebt. Er soll die Kleider aus Leinen anziehen, die heiligen Kleider, 16.33 und er soll Suehnung erwirken fuer das heilige Heiligtum und fuer das Zelt der Begegnung. Und fuer den Altar soll er Suehnung erwirken, und fuer die Priester und fuer das ganze Volk der Gemeinde soll er Suehnung erwirken. 16.34 Das soll euch zu einer ewigen Ordnung sein, fuer die Soehne Israel einmal im Jahr Suehnung zu tun wegen all ihrer Suenden. Und er tat [es], ganz wie der HERR dem Mose geboten hatte. Ort zum Opfern - Verbot des Essens von Blut und Aas. \17\ 17.1 Und der HERR redete zu Mose: 17.2 Rede zu Aaron und zu seinen Soehnen und zu allen Soehnen Israel und sage zu ihnen: Dies ist die Sache, die der HERR geboten hat: 17.3 Jedermann aus dem Haus Israel, der einen Stier oder ein Schaf oder eine Ziege im Lager schlachtet oder der ausserhalb des Lagers schlachtet 17.4 und es nicht an den Eingang des Zeltes der Begegnung gebracht hat, um [es] dem HERRN als Opfergabe darzubringen vor der Wohnung des HERRN, diesem Mann soll [es] als Blut zugerechnet werden: Blut hat er vergossen; und dieser Mann soll aus der Mitte seines Volkes ausgerottet werden. 17.5 [Dies wird angeordnet], damit die Soehne Israel ihre Schlachtopfer hineinbringen, die sie jetzt auf freiem Feld schlachten, und zwar sie hineinbringen fuer den HERRN an den Eingang des Zeltes der Begegnung zum Priester und sie als Heilsopfer dem HERRN schlachten. 17.6 Und der Priester soll das Blut an den Altar des HERRN vor dem Eingang des Zeltes der Begegnung sprengen und das Fett in Rauch aufgehen lassen als wohlgefaelligen Geruch fuer den HERRN. 17.7 Und sie sollen nicht mehr ihre Schlachtopfer den Bocksdaemonen schlachten, denen sie nachhuren. Das soll ihnen eine ewige Ordnung sein fuer ihre Generationen. 17.8 Und du sollst zu ihnen sagen: Jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der ein Brandopfer oder Schlachtopfer opfert 17.9 und es nicht an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringt, um es dem HERRN zu opfern, dieser Mann soll aus seinen Voelkern ausgerottet werden. 17.10 Und jedermann aus dem Haus Israel und von den Fremden, die in ihrer Mitte als Fremde wohnen, der irgendwelches Blut isst, - gegen die Seele, die das Blut isst, werde ich mein Angesicht richten und sie aus der Mitte ihres Volkes ausrotten. 17.11 Denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich selbst habe es euch auf den Altar gegeben, Suehnung fuer eure Seelen zu erwirken. Denn das Blut ist es, das Suehnung tut durch die Seele [in ihm]. 17.12 Darum habe ich zu den Soehnen Israel gesagt: Keine Seele von euch soll Blut essen; auch der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt, soll nicht Blut essen. 17.13 Und jedermann von den Soehnen Israel und von den Fremden, die in eurer Mitte als Fremde wohnen, der ein Wild oder einen Vogel erjagt, die gegessen werden duerfen, soll ihr Blut ausfliessen lassen und es mit Erde bedecken. 17.14 Denn [was] die Seele alles Fleisches [betrifft]: sein Blut, das ist seine Seele, - und ich habe zu den Soehnen Israel gesagt: Das Blut irgendwelches Fleisches sollt ihr nicht essen, denn die Seele alles Fleisches ist sein Blut; jeder, der es isst, soll ausgerottet werden. - 17.15 Jeder, der ein Aas oder Zerrissenes isst, er sei Einheimischer oder Fremder, der soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und er wird bis zum Abend unrein sein; dann wird er rein sein. 17.16 Und wenn er sie nicht waescht und sein Fleisch nicht badet, so wird er seine Schuld tragen. Verordnungen fuer Ehe und Keuschheit. \18\ 18.1 Und der HERR redete zu Mose: 18.2 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Ich bin der HERR, euer Gott. 18.3 Nach der Weise des Landes Aegypten, in dem ihr gewohnt habt, sollt ihr nicht tun; und nach der Weise des Landes Kanaan, wohin ich euch bringe, sollt ihr nicht tun; und in ihren Ordnungen sollt ihr nicht leben. 18.4 Meine Rechtsbestimmungen sollt ihr tun, und meine Ordnungen sollt ihr halten, um in ihnen zu leben. Ich bin der HERR, euer Gott. 18.5 Und meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen sollt ihr halten. Durch sie wird der Mensch, der sie tut, Leben haben. Ich bin der HERR. V. 6-30: Kap. 20,11-23. 18.6 Niemand von euch soll sich irgendeinem seiner Blutsverwandten naehern, um die Bloesse aufzudecken. Ich bin der HERR. 18.7 Die Bloesse deines Vaters und die Bloesse deiner Mutter sollst du nicht aufdecken; sie ist deine Mutter, du sollst ihre Bloesse nicht aufdecken. 18.8 Die Bloesse der Frau deines Vaters sollst du nicht aufdecken; es ist die Bloesse deines Vaters. 18.9 Die Bloesse deiner Schwester, der Tochter deines Vaters oder der Tochter deiner Mutter, im Haus geboren oder draussen geboren - ihre Bloesse sollst du nicht aufdecken. 18.10 Die Bloesse der Tochter deines Sohnes oder der Tochter deiner Tochter - ihre Bloesse sollst du nicht aufdecken, denn es ist deine Bloesse. 18.11 Die Bloesse der Tochter der Frau deines Vaters, von deinem Vater gezeugt - sie ist deine Schwester, ihre Bloesse sollst du nicht aufdecken. 18.12 Die Bloesse der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; sie ist die Blutsverwandte deines Vaters. 18.13 Die Bloesse der Schwester deiner Mutter sollst du nicht aufdecken, denn sie ist die Blutsverwandte deiner Mutter. 18.14 Die Bloesse des Bruders deines Vaters sollst du nicht aufdecken: seiner Frau sollst du dich nicht naehern, sie ist deine Tante. 18.15 Die Bloesse deiner Schwiegertochter sollst du nicht aufdecken; sie ist die Frau deines Sohnes, ihre Bloesse sollst du nicht aufdecken. 18.16 Die Bloesse der Frau deines Bruders sollst du nicht aufdecken; es ist die Bloesse deines Bruders. 18.17 Die Bloesse einer Frau und ihrer Tochter sollst du nicht aufdecken; die Tochter ihres Sohnes und die Tochter ihrer Tochter sollst du nicht nehmen, um ihre Bloesse aufzudecken; sie sind deine Blutsverwandten: es ist eine Schandtat. 18.18 Und du sollst nicht eine Frau zu ihrer Schwester nehmen, [sie] eifersuechtig zu machen, indem du ihre Bloesse neben ihr aufdeckst bei ihrem Leben. - 18.19 Und einer Frau in der Absonderung ihrer Unreinheit sollst du nicht nahen, um ihre Bloesse aufzudecken. 18.20 Und bei der Frau deines Naechsten sollst du nicht zur Begattung liegen, dass du durch sie unrein wirst. - 18.21 Und von deinen Nachkommen sollst du nicht [einen] hingeben, um sie dem Moloch durch [das Feuer] gehen zu lassen. Und du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht entweihen. Ich bin der HERR. - 18.22 Und bei einem Mann sollst du nicht liegen, wie man bei einer Frau liegt: ein Greuel ist es. 18.23 Und bei keinem Vieh sollst du liegen, so dass du dich an ihm unrein machst. Und eine Frau soll sich nicht vor ein Vieh hinstellen, damit es sie begattet: es ist eine schaendliche Befleckung. 18.24 Macht euch nicht unrein durch all dieses! Denn durch all dieses haben die Nationen sich unrein gemacht, die ich vor euch vertreibe. 18.25 Und das Land wurde unrein gemacht, und ich suchte seine Schuld an ihm heim, und das Land spie seine Bewohner aus. 18.26 Ihr aber, ihr sollt meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen halten, und ihr sollt nichts tun von all diesen Greueln, der Einheimische und der Fremde, der in eurer Mitte als Fremder wohnt - 18.27 denn all diese Greuel haben die Menschen des Landes getan, die vor euch [da] waren, und das Land ist unrein gemacht worden -, 18.28 damit das Land euch nicht ausspeit, wenn ihr es unrein macht, ebenso wie es die Nation ausgespieen hat, die vor euch [da] war: 18.29 denn jeder, der etwas von all diesen Greueln tut, - die Seelen, die es tun, sollen ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes. 18.30 Und ihr sollt meine Vorschriften halten, damit ihr keine der greulichen Braeuche uebt, die vor euch geuebt worden sind. Ihr sollt euch nicht durch sie unrein machen. Ich bin der HERR, euer Gott. Vom Umgang mit Gott und dem Naechsten. \19\ 19.1 Und der HERR redete zu Mose: 19.2 Rede zu der ganzen Gemeinde der Soehne Israel und sage zu ihnen: Ihr sollt heilig sein; denn ich, der HERR, euer Gott, bin heilig. 19.3 Ihr sollt jeder seine Mutter und seinen Vater fuerchten; und meine Sabbate sollt ihr halten. Ich bin der HERR, euer Gott. - 19.4 Ihr sollt euch nicht zu den Goetzen wenden, und gegossene Goetter sollt ihr euch nicht machen. Ich bin der HERR, euer Gott. 19.5 Und wenn ihr ein Heilsopfer dem HERRN opfert, sollt ihr es zum Wohlgefallen fuer euch opfern. 19.6 An dem Tag, an dem ihr es opfert, und am naechsten Tag soll es gegessen werden. Was aber bis zum dritten Tag uebrigbleibt, soll mit Feuer verbrannt werden. 19.7 Und wenn es irgend am dritten Tag gegessen wird, ist es Unreines; es wird nicht als wohlgefaellig betrachtet werden. 19.8 Wer es isst, wird seine Schuld tragen, denn das Heilige des HERRN hat er entweiht; und diese Person soll ausgerottet werden aus ihren Voelkern. 19.9 Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, darfst du den Rand deines Feldes nicht vollstaendig abernten und darfst keine Nachlese deiner Ernte halten. 19.10 Und in deinem Weinberg sollst du nicht nachlesen, und die abgefallenen Beeren deines Weinbergs sollst du nicht auflesen; fuer den Elenden und fuer den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer Gott. 19.11 Ihr sollt nicht stehlen; und ihr sollt nicht luegen und nicht betruegerisch handeln einer gegen den anderen. 19.12 Und ihr sollt bei meinem Namen nicht falsch schwoeren, dass du den Namen deines Gottes entweihen wuerdest. Ich bin der HERR. - 19.13 Du sollst deinen Naechsten nicht unterdruecken und sollst [ihn] nicht berauben; der Lohn des Tageloehners darf ueber Nacht bis zum Morgen nicht bei dir bleiben. 19.14 Du sollst einem Tauben nicht fluchen und vor einen Blinden kein Hindernis legen, und du sollst dich fuerchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR. - 19.15 Ihr sollt im Gericht nicht Unrecht tun; du sollst die Person des Geringen nicht bevorzugen und die Person des Grossen nicht ehren; in Gerechtigkeit sollst du deinen Naechsten richten. 19.16 Du sollst nicht als ein Verleumder unter deinen Volksgenossen umhergehen. Du sollst nicht gegen das Blut deines Naechsten auftreten. Ich bin der HERR. - 19.17 Du sollst deinen Bruder in deinem Herzen nicht hassen. Du sollst deinen Naechsten ernstlich zurechtweisen, damit du nicht seinetwegen Schuld traegst. 19.18 Du sollst dich nicht raechen und den Kindern deines Volkes nichts nachtragen und sollst deinen Naechsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR. 19.19 Meine Ordnungen sollt ihr halten. Dein Vieh von zweierlei [Art] sollst du sich nicht begatten lassen; dein Feld sollst du nicht mit zweierlei [Samen] besaeen, und ein Kleid, aus zweierlei Stoff gewebt, soll nicht auf dich kommen. 19.20 Und wenn ein Mann bei einer Frau zur Begattung liegt, und sie ist eine Sklavin, einem Mann verlobt, und sie ist keineswegs losgekauft, noch ist ihr die Freiheit geschenkt, dann besteht Schadenersatzpflicht. Sie sollen nicht getoetet werden, denn sie ist nicht frei gewesen. 19.21 Und er soll dem HERRN sein Schuldopfer an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen, einen Widder als Schuldopfer. 19.22 Und der Priester soll fuer ihn mit dem Widder des Schuldopfers vor dem HERRN Suehnung erwirken fuer seine Suende, die er begangen hat; und in bezug auf seine Suende, die er begangen hat, wird ihm vergeben werden. 19.23 Und wenn ihr in das Land kommt und allerlei Baeume zur Speise pflanzt, dann sollt ihr ihre Fruechte als ihre Vorhaut unbeschnitten lassen. Drei Jahre sollen sie euch als unbeschnitten gelten, sie duerfen nicht gegessen werden. 19.24 Im vierten Jahr sollen all ihre Fruechte dem HERRN eine heilige Festgabe sein. 19.25 Und im fuenften Jahr sollt ihr ihre Fruechte essen, damit ihr Ertrag euch [den Gewinn] vermehrt. Ich bin der HERR, euer Gott. 19.26 Ihr sollt [Fleisch] nicht [zusammen] mit Blut essen. Ihr sollt nicht Wahrsagerei noch Zauberei treiben. 19.27 Ihr sollt nicht den Rand eures Haupthaares rund scheren, und den Rand deines Bartes sollst du nicht verderben. 19.28 Und einen Einschnitt wegen eines Toten sollt ihr an eurem Fleisch nicht machen; und geaetzte Schrift sollt ihr an euch nicht machen. Ich bin der HERR. 19.29 Du sollst deine Tochter nicht entweihen, sie zur Hurerei anzuhalten, dass das Land nicht Hurerei treibt und das Land voll Schandtaten wird. 19.30 Meine Sabbate sollt ihr halten, und mein Heiligtum sollt ihr fuerchten. Ich bin der HERR. 19.31 Ihr sollt euch nicht zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern wenden; ihr sollt sie nicht aufsuchen, euch an ihnen unrein zu machen. Ich bin der HERR, euer Gott. 19.32 Vor grauem Haar sollst du aufstehen und die Person eines Greises ehren, und du sollst dich fuerchten vor deinem Gott. Ich bin der HERR. 19.33 Und wenn ein Fremder bei dir - in eurem Land - als Fremder wohnt, sollt ihr ihn nicht unterdruecken. 19.34 Wie ein Einheimischer unter euch soll euch der Fremde sein, der bei euch als Fremder wohnt; du sollst ihn lieben wie dich selbst. Denn Fremde seid ihr im Land Aegypten gewesen. Ich bin der HERR, euer Gott. 19.35 Ihr sollt nicht Unrecht tun im Gericht, im Laengenmass, im Gewicht und im Hohlmass. 19.36 Gerechte Waage, gerechte Gewichtsteine, gerechtes Efa und gerechtes Hin sollt ihr haben. Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Aegypten herausgefuehrt habe. 19.37 Und so sollt ihr all meine Ordnungen und all meine Rechtsbestimmungen halten und sie tun. Ich bin der HERR. Gegen Goetzendienst und Unzucht. \20\ 20.1 Und der HERR redete zu Mose: 20.2 Du sollst zu den Soehnen Israel sagen: Jedermann von den Soehnen Israel und von den Fremden, die in Israel als Fremde wohnen, der [eins] von seinen Kindern dem Moloch gibt, muss getoetet werden; das Volk des Landes soll ihn steinigen. 20.3 Und ich werde mein Angesicht gegen diesen Mann richten und ihn aus der Mitte seines Volkes ausrotten, weil er [eins] von seinen Kindern dem Moloch gegeben hat, mein Heiligtum unrein zu machen und meinen heiligen Namen zu entweihen. 20.4 Und wenn das Volk des Landes seine Augen irgend verhuellt vor diesem Mann, wenn er von seinen Kindern [eins] dem Moloch gibt, so dass es ihn nicht toetet, 20.5 so werde ich mein Angesicht gegen diesen Mann richten und gegen seine Sippe und werde ihn und alle, die ihm nachhuren, um dem Moloch nachzuhuren, ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. 20.6 Und die Person, die sich zu den Totengeistern und zu den Wahrsagern wendet, um ihnen nachzuhuren, gegen diese Person werde ich mein Angesicht richten und sie ausrotten aus der Mitte ihres Volkes. - 20.7 So sollt ihr euch heiligen und sollt heilig sein, denn ich bin der HERR, euer Gott, 20.8 und sollt meine Ordnungen einhalten und sie tun. Ich bin der HERR, der euch heiligt. 20.9 Wenn irgend jemand seinem Vater oder seiner Mutter flucht, muss er getoetet werden; er hat seinem Vater oder seiner Mutter geflucht, ihr Blut ist auf ihm. 20.10 Wenn ein Mann mit einer Frau Ehebruch treibt, wenn ein Mann Ehebruch treibt mit der Frau seines Naechsten, muessen der Ehebrecher und die Ehebrecherin getoetet werden. V. 11-23: Kap. 18,6-30. 20.11 Und wenn ein Mann bei der Frau seines Vaters liegt: er hat die Bloesse seines Vaters aufgedeckt, beide muessen getoetet werden, ihr Blut ist auf ihnen. 20.212 Und wenn ein Mann bei seiner Schwiegertochter liegt, muessen beide getoetet werden. Sie haben eine schaendliche Befleckung veruebt, ihr Blut ist auf ihnen. 20.13 Und wenn ein Mann bei einem Mann liegt, wie man bei einer Frau liegt, [dann] haben beide einen Greuel veruebt. Sie muessen getoetet werden, ihr Blut ist auf ihnen. 20.14 Und wenn ein Mann eine Frau nimmt und ihre Mutter, das ist eine Schandtat; man soll ihn und sie mit Feuer verbrennen, damit keine Schandtat in eurer Mitte sei. 20.15 Und wenn ein Mann bei einem Vieh liegt, soll er unbedingt getoetet werden, und das Vieh sollt ihr umbringen. 20.16 Und wenn eine Frau sich irgendeinem Vieh naehert, damit es sie begatte, dann sollst du die Frau und das Vieh umbringen. Sie muessen getoetet werden, ihr Blut ist auf ihnen. 20.17 Und wenn ein Mann seine Schwester nimmt, die Tochter seines Vaters oder die Tochter seiner Mutter, und er sieht ihre Bloesse, und sie sieht seine Bloesse: das ist eine Schande, und sie sollen ausgerottet werden vor den Augen der Kinder ihres Volkes. Er hat die Bloesse seiner Schwester aufgedeckt, er soll seine Schuld tragen. 20.18 Und wenn ein Mann bei einer kranken Frau liegt und ihre Bloesse aufdeckt, so hat er ihre Quelle enthuellt, und sie hat die Quelle ihres Blutes aufgedeckt. Sie sollen beide ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes. 20.19 Und die Bloesse der Schwester deiner Mutter und der Schwester deines Vaters sollst du nicht aufdecken; denn wer das tut, hat seine Blutsverwandte entbloesst: sie sollen ihre Schuld tragen. 20.20 Und wenn ein Mann bei der Frau seines Onkels liegt, hat er die Bloesse seines Onkels aufgedeckt. Sie sollen ihre Suende tragen, kinderlos sollen sie sterben. 20.21 Und wenn ein Mann die Frau seines Bruders nimmt: das ist eine Befleckung. Er hat die Bloesse seines Bruders aufgedeckt, sie sollen kinderlos sein. 20.22 Und ihr sollt all meine Ordnungen und all meine Rechtsbestimmungen halten und sie tun, damit euch das Land nicht ausspeit, in das ich euch bringe, darin zu wohnen. 20.23 Und ihr sollt nicht in den Ordnungen der Nation leben, die ich vor euch vertreibe; denn alle diese Dinge haben sie getan, und sie sind mir zum Ekel geworden. 20.24 Und ich habe zu euch gesagt: Ihr sollt ihr Land besitzen, und ich werde es euch zum Besitz geben, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst. Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch von den Voelkern ausgesondert habe. 20.25 Und ihr sollt unterscheiden zwischen dem reinen Vieh und dem unreinen, zwischen den unreinen Voegeln und den reinen, und sollt euch selbst nicht zu etwas Abscheulichem machen durch das Vieh und durch die Voegel und durch alles, was sich auf dem Erdboden regt, das ich euch als unrein ausgesondert habe. 20.26 Und ihr sollt mir heilig sein, denn ich bin heilig, ich, der HERR. Und ich habe euch von den Voelkern ausgesondert, um mein zu sein. 20.27 Und wenn in einem Mann oder einer Frau ein Totengeist oder Wahrsagergeist ist, sie muessen getoetet werden. Man soll sie steinigen; ihr Blut ist auf ihnen. Anforderungen an die Priester. \21\ 21.1 Und der HERR sprach zu Mose: Rede zu den Priestern, den Soehnen Aarons, und sage zu ihnen: Keiner von ihnen darf sich an einer Leiche unrein machen unter seinen Volksgenossen: 21.2 ausser an seiner Blutsverwandtschaft, die ihm nahesteht: an seiner Mutter und an seinem Vater, seinem Sohn, seiner Tochter und seinem Bruder 21.3 und an seiner Schwester, der Jungfrau, die ihm nahesteht, die noch keinem Mann [zu eigen] geworden ist: wegen dieser darf er sich unrein machen. 21.4 Er darf sich nicht unrein machen als Herr unter seinen Volksgenossen, sich zu entweihen. 21.5 Sie sollen keine Glatze auf ihrem Kopf scheren, und den Rand ihres Bartes sollen sie nicht abscheren, und an ihrem Fleische sollen sie keine Einschnitte machen. 21.6 Sie sollen ihrem Gott heilig sein, und den Namen ihres Gottes sollen sie nicht entweihen, denn die Feueropfer des HERRN, das Brot ihres Gottes, bringen sie dar; und sie sollen heilig sein. 21.7 Eine Hure und eine Entehrte sollen sie nicht [zur Frau] nehmen, und eine von ihrem Mann verstossene Frau sollen sie nicht nehmen; denn heilig ist er seinem Gott. 21.8 Und du sollst ihn fuer heilig achten, denn das Brot deines Gottes bringt er dar. Er soll dir heilig sein; denn heilig bin ich, der HERR, der euch heiligt. 21.9 Und wenn die Tochter eines Priesters sich durch Hurerei entweiht, so entweiht sie ihren Vater: sie soll mit Feuer verbrannt werden. - 21.10 Und der Hohepriester unter seinen Bruedern, auf dessen Kopf das Salboel gegossen worden und der geweiht ist, um die [heiligen] Kleider anzulegen, soll seinen Kopf nicht ungepflegt lassen und soll seine Kleider nicht zerreissen. 21.11 Und er soll zu keiner Leiche kommen; um seines Vaters und um seiner Mutter willen soll er sich nicht unrein machen. 21.12 Und aus dem Heiligtum soll er nicht hinausgehen und nicht [so] das Heiligtum seines Gottes entweihen; denn die Weihe des Salboels seines Gottes ist auf ihm. Ich bin der HERR. 21.13 Und er soll eine Frau in ihrer Jungfrauschaft nehmen. 21.14 Eine Witwe und eine Verstossene und eine Entehrte, eine Hure, diese soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinen Volksgenossen soll er zur Frau nehmen. 21.15 Und er soll seinen Samen nicht entweihen unter seinen Volksgenossen; denn ich bin der HERR, der ihn heiligt. 21.16 Und der HERR redete zu Mose: 21.17 Rede zu Aaron: Jemand von deinen Nachkommen bei ihren Generationen, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, um das Brot seines Gottes darzubringen; 21.18 denn jedermann, an dem ein Makel ist, darf nicht herannahen, [sei es] ein blinder Mann oder ein lahmer oder einer mit gespaltener Nase oder der ein Glied zu lang hat, 21.19 oder ein Mann, der einen Bruch am Fuss oder einen Bruch an der Hand hat, 21.20 oder ein Buckliger oder ein Zwerg oder der einen [weissen] Flecken in seinem Auge hat oder der die Kraetze oder Flechte oder der zerdrueckte Hoden hat. 21.21 Jedermann von den Nachkommen des Priesters Aaron, der einen Makel hat, soll nicht herantreten, die Feueropfer des HERRN darzubringen. Ein Makel ist an ihm, er soll nicht herzutreten, das Brot seines Gottes darzubringen. 21.22 Das Brot seines Gottes von dem Hochheiligen und von dem Heiligen mag er essen. 21.23 Nur zum Vorhang soll er nicht kommen, und an den Altar soll er nicht herantreten, denn ein Makel ist an ihm, dass er nicht meine Heiligtuemer entweiht; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. 21.24 Und so redete Mose zu Aaron und zu seinen Soehnen und zu allen Soehnen Israel. Verordnungen ueber das Essen der Opfer. \22\ 22.1 Und der HERR redete zu Mose: 22.2 Rede zu Aaron und zu seinen Soehnen, dass sie sich enthalten von den heiligen Dingen der Soehne Israel, die sie mir heiligen, und meinen heiligen Namen nicht entweihen. Ich bin der HERR. 22.3 Sage zu ihnen: Wer irgend von all euren Nachkommen, bei euren Generationen, sich den heiligen Dingen naehert, die die Soehne Israel dem HERRN heiligen, und seine Unreinheit ist an ihm, diese Person soll ausgerottet werden vor meinem Angesicht hinweg. Ich bin der HERR. 22.4 Jedermann von den Nachkommen Aarons, der aussaetzig ist oder an Schleimfluss leidet, soll nicht von den heiligen Dingen essen, bis er rein ist. Und wer irgendeinen beruehrt, der durch eine Leiche unrein gemacht ist, oder jemanden, dem der Samenerguss entgeht, 22.5 oder wer irgend ein kriechendes Tier beruehrt, das fuer ihn unrein ist, oder einen Menschen, der fuer ihn unrein ist, durch jegliche Unreinheit, die er hat: 22.6 einer, der solches beruehrt, der wird bis zum Abend unrein sein. Er darf nicht von den heiligen Dingen essen, sondern soll sein Fleisch im Wasser baden; 22.7 und ist die Sonne untergegangen, dann ist er rein. Danach darf er von den heiligen Dingen essen, denn es ist sein Brot. 22.8 Aas und Zerrissenes darf er nicht essen, dass er sich dadurch unrein macht. Ich bin der HERR. 22.9 Und sie sollen meine Vorschriften beachten, damit sie nicht deswegen Suende auf sich laden und dadurch sterben, weil sie es entweihen. Ich bin der HERR, der sie heiligt. 22.10 Und kein Fremder darf Heiliges essen. Der Beisasse und der Tageloehner eines Priesters duerfen nicht Heiliges essen. 22.11 Wenn aber ein Priester eine Person mit seinem Geld als Eigentum erwirbt, [dann] darf diese davon essen; und seine Hausgeborenen, [auch] sie duerfen von seinem Brot essen. 22.12 Und wenn die Tochter eines Priesters [die Frau] eines fremden Mannes wird, darf sie nicht von dem Hebopfer der heiligen Dinge essen. 22.13 Wenn aber die Tochter eines Priesters Witwe oder verstossen wird und keine Kinder hat und in das Haus ihres Vaters zurueckkehrt wie in ihrer Jugend, [dann] darf sie vom Brot ihres Vaters essen. Aber kein Fremder darf davon essen. 22.14 Und wenn jemand aus Versehen Heiliges isst, dann soll er ein Fuenftel davon hinzufuegen und dem Priester das Heilige erstatten. 22.15 Und man darf die heiligen Dinge der Soehne Israel nicht entweihen, die sie dem HERRN abheben, 22.16 und ihnen so die Suende einer Schuld aufladen, wenn sie ihre heiligen Dinge essen; denn ich bin der HERR, der sie heiligt. 22.17 Und der HERR redete zu Mose: 22.18 Rede zu Aaron und zu seinen Soehnen und zu allen Soehnen Israel und sage zu ihnen: Jedermann vom Haus Israel und von den Fremden in Israel, der seine Opfergabe darbringt, nach all ihren Geluebden und nach all ihren freiwilligen Gaben, die sie dem HERRN als Brandopfer darbringen, - 22.19 zum Wohlgefallen fuer euch soll es sein, ohne Fehler, maennlich, von den Rindern, von den Schafen oder von den Ziegen. 22.20 Alles, woran ein Makel ist, duerft ihr nicht darbringen, denn es wird nicht zum Wohlgefallen fuer euch sein. 22.21 Und wenn jemand dem HERRN ein Heilsopfer darbringt, um ein Geluebde zu erfuellen oder als freiwillige Gabe, vom Rind- oder vom Kleinvieh: ohne Fehler soll es sein, zum Wohlgefallen; keinerlei Makel darf an ihm sein. 22.22 Ein blindes oder verletztes oder verstuemmeltes Tier oder [eines], das eine Warze oder die Kraetze oder die Flechte hat, diese duerft ihr dem HERRN nicht darbringen, und [ihr] sollt dem HERRN keine Feueropfer davon auf den Altar geben. 22.23 Und einen Stier oder ein Schaf mit einem zu langen Glied oder abgehauenen Schwanz, das magst du als freiwillige Gabe opfern; aber zu einem Geluebde wird es nicht als wohlgefaellig betrachtet werden. 22.24 Und dem die Hoden zerquetscht oder zerstossen oder ausgerissen oder ausgeschnitten sind, duerft ihr dem HERRN nicht darbringen; und in eurem Land sollt ihr [so etwas] nicht tun. 22.25 Und aus der Hand eines Auslaenders duerft ihr nichts von diesen [Tieren kaufen und davon] die Speise eures Gottes darbringen; denn ihr Schaden ist an ihnen, ein Makel ist an ihnen. Sie werden nicht als wohlgefaellig fuer euch betrachtet werden. 22.26 Und der HERR redete zu Mose: 22.27 Wenn ein Stier oder ein Schaf oder eine Ziege geboren wird, dann soll es sieben Tage unter seiner Mutter sein. Und vom achten Tag an und weiterhin wird es als wohlgefaellig betrachtet werden zur Opfergabe eines Feueropfers fuer den HERRN. - 22.28 Und ein Rind oder ein Schaf, es selbst und sein Junges duerft ihr nicht an einem Tag schlachten. - 22.29 Und wenn ihr dem HERRN ein Dankopfer schlachtet, sollt ihr es zum Wohlgefallen fuer euch schlachten: 22.30 An demselben Tag soll es gegessen werden. Ihr sollt nichts davon bis zum [naechsten] Morgen uebriglassen. Ich bin der HERR. 22.31 Und ihr sollt meine Gebote halten und sie tun. Ich bin der HERR. 22.32 Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entweihen, damit ich geheiligt werde in der Mitte der Soehne Israel. Ich bin der HERR, der euch heiligt, 22.33 der euch aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hat, um euer Gott zu sein. Ich bin der HERR. Feste des HERRN. \23\ 23.1Und der HERR redete zu Mose: 23.2 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Die Feste des HERRN, die ihr als heilige Versammlungen ausrufen sollt, meine Feste sind diese: 23.3 Sechs Tage soll man Arbeit tun; aber am siebten Tag ist ein ganz feierlicher Sabbat, eine heilige Versammlung. Keinerlei Arbeit duerft ihr tun; es ist ein Sabbat fuer den HERRN in all euren Wohnsitzen. 23.4 Dies sind die Feste des HERRN, heilige Versammlungen, die ihr ausrufen sollt zu ihrer bestimmten Zeit: 23.5 Im ersten Monat, am Vierzehnten des Monats, zwischen den zwei Abenden, ist Passah dem HERRN. 23.6 Am fuenfzehnten Tag dieses Monats ist das Fest der ungesaeuerten Brote dem HERRN; sieben Tage sollt ihr ungesaeuertes Brot essen. 23.7 Am ersten Tag soll fuer euch eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit duerft ihr tun. 23.8 Und ihr sollt dem HERRN sieben Tage [lang] ein Feueropfer darbringen. Am siebten Tag ist eine heilige Versammlung, keinerlei Dienstarbeit duerft ihr tun. 23.9 Und der HERR redete zu Mose: 23.10 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch gebe, und ihr seine Ernte erntet, dann sollt ihr eine Garbe der Erstlinge eurer Ernte zum Priester bringen. 23.11 Und er soll die Garbe vor dem HERRN schwingen zum Wohlgefallen fuer euch; am andern Tag nach dem Sabbat soll der Priester sie schwingen. 23.12 Und ihr sollt an dem Tag, an dem ihr die Garbe schwingt, ein einjaehriges Lamm ohne Fehler zum Brandopfer fuer den HERRN opfern; 23.13 und sein Speisopfer: zwei Zehntel Weizengriess, mit Oel gemengt, ein Feueropfer fuer den HERRN, ein wohlgefaelliger Geruch; und sein Trankopfer: ein viertel Hin Wein. 23.14 Und Brot und geroestete Koerner und Jungkorn duerft ihr nicht essen bis zu eben diesem Tag, bis ihr die Opfergabe eures Gottes gebracht habt: eine ewige Ordnung fuer eure Generationen in all euren Wohnsitzen. 23.15 Und ihr sollt fuer euch zaehlen von dem Tag nach dem Sabbat, von dem Tag, an dem ihr die Garbe fuers Schwingopfer gebracht habt: es sollen sieben volle Wochen sein. 23.16 Bis zum andern Tag nach dem siebten Sabbat sollt ihr fuenfzig Tage zaehlen. Dann sollt ihr dem HERRN ein neues Speisopfer darbringen. 23.17 Aus euren Wohnungen sollt ihr Brot fuers Schwingopfer bringen, zwei von zwei Zehnteln Weizengriess sollen es sein, gesaeuert sollen sie gebacken werden, als Erstlinge fuer den HERRN. 23.18 Und ihr sollt zu dem Brot hinzu sieben einjaehrige Laemmer ohne Fehler darbringen und einen Jungstier und zwei Widder, sie sollen ein Brandopfer fuer den HERRN sein, dazu ihr Speisopfer und ihre Trankopfer: ein Feueropfer als wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. 23.19 Und ihr sollt einen Ziegenbock zum Suendopfer opfern und zwei einjaehrige Laemmer zum Heilsopfer. 23.20 Und der Priester soll sie schwingen mit dem Erstlingsbrot als Schwingopfer vor dem HERRN, mit den zwei Laemmern; sie sollen dem HERRN heilig sein fuer den Priester. 23.21 Und ihr sollt an eben diesem Tag einen Ruf ergehen lassen - eine heilige Versammlung soll euch sein. Keinerlei Dienstarbeit duerft ihr tun: eine ewige Ordnung in all euren Wohnsitzen fuer eure Generationen. - 23.22 Und wenn ihr die Ernte eures Landes erntet, darfst du den Rand deines Feldes nicht vollstaendig abernten, und du sollst keine Nachlese deiner Ernte halten; fuer den Elenden und fuer den Fremden sollst du sie lassen. Ich bin der HERR, euer Gott. V. 23-25: 4Mo 29,1-6. 23.23 Und der HERR redete zu Mose: 23.24 Rede zu den Soehnen Israel: Im siebten Monat, am Ersten des Monats, soll euch Ruhe sein, eine Erinnerung durch Laerm[blasen], eine heilige Versammlung. 23.25 Keinerlei Dienstarbeit duerft ihr tun, und ihr sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen. V. 26-32: 4Mo 29,7-11. 23.26 Und der HERR redete zu Mose: 23.27 Doch am Zehnten dieses siebten Monats, da ist der Versoehnungstag. Eine heilige Versammlung soll [er] fuer euch sein, und ihr sollt euch selbst demuetigen und sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen. 23.28 Und keinerlei Arbeit duerft ihr tun an eben diesem Tag; denn es ist der Versoehnungstag, um Suehnung fuer euch zu erwirken vor dem HERRN, eurem Gott. 23.29 Denn jede Person, die sich nicht demuetigt an eben diesem Tag, die soll ausgerottet werden aus ihren Voelkern. 23.30 Und jede Person, die irgendeine Arbeit tut an eben diesem Tag, eben diese Person werde ich umkommen lassen aus der Mitte ihres Volkes. 23.31 Keinerlei Arbeit duerft ihr tun: eine ewige Ordnung fuer eure Generationen in all euren Wohnsitzen. 23.32 Ein ganz feierlicher Sabbat soll er fuer euch sein, und ihr sollt euch selbst demuetigen. Am Neunten des Monats, am Abend, vom Abend bis zum Abend, sollt ihr euren Sabbat feiern. V. 33-43: 4Mo 29,12-38. 23.33 Und der HERR redete zu Mose: 23.34 Rede zu den Soehnen Israel: Am fuenfzehnten Tag dieses siebten Monats ist das Fest der Laubhuetten sieben Tage fuer den HERRN. 23.35 Am ersten Tag soll eine heilige Versammlung sein, keinerlei Dienstarbeit duerft ihr tun. 23.36 Sieben Tage sollt ihr dem HERRN ein Feueropfer darbringen. Am achten Tag soll fuer euch eine heilige Versammlung sein, und ihr sollt dem HERRN ein Feueropfer darbringen: es ist eine Festversammlung, keinerlei Dienstarbeit duerft ihr tun. 23.37 Das sind die Feste des HERRN, die ihr ausrufen sollt als heilige Versammlungen, um dem HERRN Feueropfer darzubringen: Brandopfer und Speisopfer, Schlachtopfer und Trankopfer, die Gebuehr des Tages an seinem Tag: 23.38 ausser den Sabbaten des HERRN und ausser euren Gaben und ausser all euren Geluebden und ausser all euren freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebt. 23.39 Doch am fuenfzehnten Tag des siebten Monats, wenn ihr den Ertrag des Landes eingesammelt habt, sollt ihr sieben Tage das Fest des HERRN feiern. Am ersten Tag soll Ruhe sein, und am achten Tag soll Ruhe sein. 23.40 Und ihr sollt euch am ersten Tag praechtige Baumfruechte nehmen, Palmwedel und Zweige von dichtbelaubten Baeumen und von Bachpappeln und sollt euch vor dem HERRN, eurem Gott, sieben Tage freuen. 23.41 Und ihr sollt es sieben Tage im Jahr als Fest fuer den HERRN feiern: eine ewige Ordnung fuer eure Generationen; im siebten Monat sollt ihr es feiern. 23.42 In Laubhuetten sollt ihr wohnen sieben Tage. Alle Einheimischen in Israel sollen in Laubhuetten wohnen, 23.43 damit eure Generationen wissen, dass ich die Soehne Israel in Laubhuetten habe wohnen lassen, als ich sie aus dem Land Aegypten herausfuehrte. Ich bin der HERR, euer Gott. - 23.44 Und Mose sagte den Soehnen Israel die Feste des HERRN. \24\ 24.1 Verordnungen ueber die Leuchter und Schaubrote. Und der HERR redete zu Mose: 24.2 Befiehl den Soehnen Israel, dass sie dir reines Oel aus zerstossenen Oliven bringen fuer die Leuchter, damit man bestaendig eine Lampe darauf setzen kann. 24.3 Ausserhalb des Vorhangs des Zeugnisses, im Zelt der Begegnung, soll Aaron sie bestaendig herrichten, vom Abend bis zum Morgen, vor dem HERRN: eine ewige Ordnung fuer eure Generationen. 24.4 Auf dem reinen Lampenstaender soll er die Lampen bestaendig vor dem HERRN zurichten. 24.5 Und du sollst Weizengriess nehmen und daraus zwoelf Kuchen backen: von zwei zehntel [Efa] soll ein Kuchen sein. 24.6 Und du sollst sie in zwei Schichten legen, sechs in jede Schicht, auf den reinen Tisch vor dem HERRN. 24.7 Und du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, und er soll dem Brot als Askara dienen, ein Feueropfer dem HERRN. 24.8 Sabbattag fuer Sabbattag soll er es regelmaessig vor dem HERRN zurichten: ein ewiger Bund bei den Soehnen Israel. 24.9 Und es soll Aaron und seinen Soehnen gehoeren, und sie sollen es an heiliger Staette essen; denn als ein Hochheiliges von den Feueropfern des HERRN soll es ihm gehoeren: eine ewige Ordnung. 24.10 Gesetz ueber Gotteslaesterung, Totschlag und Koerperverletzung. Und der Sohn einer israelitischen Frau - er war aber der Sohn eines aegyptischen Mannes - ging unter die Soehne Israel aus. Und der Sohn der Israelitin und ein israelitischer Mann rauften sich im Lager. 24.11 Und der Sohn der israelitischen Frau laesterte den Namen [des HERRN] und verfluchte [ihn]. Da brachten sie ihn zu Mose. Der Name seiner Mutter aber war Schelomit, die Tochter des Dibri, vom Stamm Dan. 24.12 Und sie legten ihn in Gewahrsam, damit ihnen nach dem Mund des HERRN Bescheid gegeben wuerde. 24.13 Und der HERR redete zu Mose: 24.14 Fuehre den Flucher nach draussen vor das Lager! Und alle, die es gehoert haben, sollen ihre Haende auf seinen Kopf legen, und die ganze Gemeinde soll ihn steinigen. 24.15 Und zu den Soehnen Israel sollst du reden: Wenn irgend jemand seinen Gott verflucht, dann soll er seine Suende tragen. 24.16 Und wer den Namen des HERRN laestert, muss getoetet werden, die ganze Gemeinde muss ihn steinigen; wie der Fremde, so der Einheimische: wenn er den Namen laestert, soll er getoetet werden. 24.17 Wenn jemand irgendeinen Menschen totschlaegt, muss er getoetet werden. 24.18 Wer ein [Stueck] Vieh totschlaegt, soll er es erstatten: Leben um Leben. 24.19 Wenn jemand seinem Naechsten einen Schaden zufuegt: wie er getan hat, so soll ihm getan werden: 24.20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er einem Menschen einen Schaden zufuegt, so soll ihm zugefuegt werden. 24.21 Wer ein [Stueck] Vieh totschlaegt, soll es erstatten; wer aber einen Menschen totschlaegt, soll getoetet werden. 24.22 Ein Recht sollt ihr haben: wie der Fremde, so soll der Einheimische sein; denn ich bin der HERR, euer Gott. - 24.23 Und Mose redete zu den Soehnen Israel, und sie fuehrten den Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn; und die Soehne Israel taten, wie der HERR dem Mose befohlen hatte. Sabbat- und Jobeljahr. \25\ 25.1 Und der HERR redete auf dem Berg Sinai zu Mose: 25.2 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch geben werde, dann soll das Land dem HERRN einen Sabbat feiern. 25.3 Sechs Jahre sollst du dein Feld besaeen und sechs Jahre deinen Weinberg beschneiden und den Ertrag des Landes einsammeln. 25.4 Aber im siebten Jahr soll ein ganz feierlicher Sabbat fuer das Land sein; ein Sabbat dem HERRN. Dein Feld sollst du nicht besaeen und deinen Weinberg nicht beschneiden, 25.5 den Nachwuchs deiner Ernte sollst du nicht einernten, und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du nicht abschneiden. Ein Jahr der Sabbatfeier soll es fuer das Land sein. 25.6 Und der Sabbat[ertrag] des Landes soll euch zur Speise dienen, dir und deinem Knecht und deiner Magd und deinem Tageloehner und deinem Beisassen, die sich bei dir aufhalten. 25.7 Auch deinem Vieh und den wilden Tieren, die in deinem Land sind, soll all sein Ertrag zur Speise dienen. 25.8 Und du sollst dir sieben Sabbatjahre zaehlen, siebenmal sieben Jahre, so dass die Tage von sieben Sabbatjahren dir 49 Jahre ausmachen. 25.9 Und du sollst im siebten Monat, am Zehnten des Monats, ein Laermhorn erschallen lassen; an dem Versoehnungstag sollt ihr ein Horn durch euer ganzes Land erschallen lassen. 25.10 Und ihr sollt das Jahr des fuenfzigsten Jahres heiligen und sollt im Land Freilassung fuer all seine Bewohner ausrufen. Ein Jobel[jahr] soll es euch sein, und ihr werdet jeder wieder zu seinem Eigentum kommen und jeder zu seiner Sippe zurueckkehren. 25.11 Ein Jobel[jahr] soll dieses, das Jahr des fuenfzigsten Jahres, fuer euch sein. Ihr duerft nicht saeen und seinen Nachwuchs nicht ernten und seine unbeschnittenen Weinstoecke nicht abernten; 25.12 denn ein Jobel[jahr] ist es: es soll euch heilig sein. Vom Feld weg sollt ihr seinen Ertrag essen. 25.13 In diesem Jahr des Jobels sollt ihr jeder wieder zu seinem Eigentum kommen. 25.14 Und wenn ihr etwas verkauft - [sei es] ein Verkauf an deinen Naechsten oder ein Kaufen aus der Hand deines Naechsten -, dann sollt ihr euch gegenseitig nicht uebervorteilen. 25.15 Nach der Zahl der Jahre seit dem Jobel[jahr] sollst du von deinem Naechsten kaufen, nach der Zahl der Erntejahre soll er dir verkaufen. 25.16 Nach dem Verhaeltnis der groesseren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis vergroessern, und nach dem Verhaeltnis der geringeren Zahl von Jahren sollst du ihm den Kaufpreis verringern; denn eine Zahl von Ernten verkauft er dir. 25.17 Und so soll keiner von euch seinen Naechsten uebervorteilen. Und du sollst dich fuerchten vor deinem Gott; denn ich bin der HERR, euer Gott. 25.18 So fuehrt meine Ordnungen aus und haltet meine Rechtsbestimmungen und tut sie, dann werdet ihr in eurem Land sicher wohnen! 25.19 Und das Land wird seine Frucht geben, und ihr werdet essen bis zur Saettigung und sicher in ihm wohnen. 25.20 Und wenn ihr sagt: Was sollen wir im siebten Jahr essen? - siehe, wir saeen nicht, und unsern Ertrag sammeln wir nicht ein -: 25.21 Ich werde im sechsten Jahr meinen Segen fuer euch aufbieten, dass es den Ertrag fuer drei Jahre bringt. 25.22 Und wenn ihr im achten Jahr saet, werdet ihr [noch] vom Ertrag [des sechsten Jahres] essen. Bis ins neunte Jahr, bis sein Ertrag einkommt, werdet ihr altes [Getreide] essen. 25.23 Und das Land soll nicht endgueltig verkauft werden, denn mir gehoert das Land; denn Fremde und Beisassen seid ihr bei mir. 25.24 Und im ganzen Land eures Eigentums sollt ihr fuer das Land Loskauf gestatten. 25.25 Wenn dein Bruder verarmt und [etwas] von seinem Eigentum verkauft, dann soll als sein Loeser sein naechster Verwandter kommen und das Verkaufte seines Bruders einloesen. 25.26 Wenn aber jemand keinen Loeser hat, und seine Hand bringt auf und findet, was zu seinem Loskauf ausreicht, 25.27 dann soll er die Jahre seines Verkaufs berechnen und das, was darueber hinausgeht, dem Mann zurueckzahlen, an den er verkauft hat, und so wieder zu seinem Eigentum kommen. 25.28 Und wenn seine Hand das Ausreichende nicht gefunden hat, um ihm zurueckzuzahlen, dann soll das von ihm Verkaufte in der Hand dessen, der es kauft, bleiben bis zum Jobeljahr; und im Jobel[jahr] soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seinem Eigentum kommen. 25.29 Und wenn jemand ein Wohnhaus in einer ummauerten Stadt verkauft, soll sein Loesungsrecht bestehen bis zum Ende des Jahres seines Verkaufs; eine bestimmte Zeit soll sein Loesungsrecht bestehen. 25.30 Wenn es aber nicht geloest wird, bis ihm ein ganzes Jahr voll ist, dann soll das Haus, das in der ummauerten Stadt ist, endgueltig dem, der es kaufte, verbleiben fuer seine Generationen; es soll im Jobel[jahr] nicht frei ausgehen. 25.31 Aber die Haeuser der Doerfer, die keine Mauer ringsum haben, sollen zum Feld des Landes gerechnet werden. Es soll Loesungsrecht fuer ein solches [Haus] bestehen, und im Jobel[jahr] wird es frei ausgehen. 25.32 Und was die Staedte der Leviten, die Haeuser der Staedte ihres Eigentums betrifft, so soll es ein ewiges Loesungsrecht fuer die Leviten geben, 25.33 und zwar so: [Einer] von den Leviten mag es einloesen, oder das vom Haus und der Stadt seines Besitzers Verkaufte mag im Jobel[jahr] frei ausgehen. Denn die Haeuser der Levitenstaedte sind ihr Eigentum unter den Soehnen Israel. 25.34 Aber das Feld des Weideplatzes ihrer Staedte darf nicht verkauft werden, denn es gehoert ihnen als ewiges Eigentum. 25.35 Und wenn dein Bruder verarmt und seine Hand neben dir wankend wird, dann sollst du ihn unterstuetzen [wie] den Fremden und Beisassen, damit er neben dir leben kann. 25.36 Du sollst nicht Zins und Aufschlag von ihm nehmen und sollst dich fuerchten vor deinem Gott, damit dein Bruder neben dir lebt. 25.37 Dein Geld sollst du ihm nicht gegen Zins geben, und deine Nahrungsmittel sollst du nicht gegen Aufschlag geben. 25.38 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Aegypten herausgefuehrt habe, um euch das Land Kanaan zu geben, um euer Gott zu sein. 25.39 Und wenn dein Bruder bei dir verarmt und sich dir verkauft, sollst du ihn nicht Sklavendienst tun lassen. 25.40 Wie ein Tageloehner, wie ein Beisasse soll er bei dir sein; bis zum Jobeljahr soll er bei dir dienen. 25.41 Dann soll er frei von dir ausgehen, er und seine Kinder mit ihm, und zu seiner Sippe zurueckkehren und wieder zum Eigentum seiner Vaeter kommen. 25.42 Denn sie sind meine Knechte, die ich aus dem Land Aegypten herausgefuehrt habe. Sie sollen nicht verkauft werden, wie man Sklaven verkauft. 25.43 Du sollst nicht mit Gewalt ueber ihn herrschen und sollst dich fuerchten vor deinem Gott. 25.44 Was aber deinen Knecht und deine Magd betrifft, die du haben wirst: von den Nationen, die rings um euch her [leben], von ihnen moegt ihr Knecht und Magd kaufen. 25.45 Und auch von den Kindern der Beisassen, die als Fremde bei euch wohnen, von ihnen moegt ihr kaufen und von ihrer Sippe, die bei euch ist, die sie in eurem Land gezeugt haben; und sie moegen euch zum Eigentum sein, 25.46 und ihr moegt sie euren Soehnen nach euch vererben, um sie als Eigentum zu besitzen. Diese moegt ihr fuer ewig dienen lassen. Aber ueber eure Brueder, die Soehne Israel, sollt ihr nicht einer ueber den andern mit Gewalt herrschen. 25.47 Wenn aber die Hand eines Fremden oder eines Beisassen neben dir etwas erreicht und [wenn] dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremden verkauft, dem Beisassen neben dir oder einem Abkoemmling aus der Sippe des Fremden, 25.48 dann soll, nachdem er sich verkauft hat, Loesungsrecht fuer ihn bestehen. Einer von seinen Bruedern soll ihn einloesen. 25.49 Entweder sein Onkel oder der Sohn seines Onkels soll ihn einloesen, oder einer von seinen naechsten Blutsverwandten aus seiner Sippe soll ihn einloesen; oder kann seine Hand [es wieder] aufbringen, dann soll er sich selbst einloesen. 25.50 Und er soll mit seinem Kaeufer von dem Jahr an rechnen, in dem er sich ihm verkauft hat, bis zum Jobeljahr. Und der Preis, um den er sich verkauft hat, soll der Zahl der Jahre entsprechen; nach den Tagen eines Tageloehners soll er bei ihm sein. 25.51 Wenn es noch viele Jahre sind, soll er nach ihrem Verhaeltnis seinen Loskauf von seinem Kaufgeld zurueckzahlen. 25.52 Und wenn wenig uebrig ist an den Jahren bis zum Jobeljahr, dann soll er es ihm berechnen: nach dem Verhaeltnis seiner Jahre soll er seinen Loskauf zurueckzahlen. 25.53 Wie ein Tageloehner soll er Jahr fuer Jahr bei ihm sein. Er darf vor deinen Augen nicht mit Gewalt ueber ihn herrschen. 25.54 Und wenn er nicht in dieser Weise eingeloest wird, dann soll er im Jobeljahr frei ausgehen, er und seine Kinder mit ihm. 25.55 Denn mir gehoeren die Soehne Israel als Knechte. Meine Knechte sind sie, die ich aus dem Land Aegypten herausgefuehrt habe. Ich bin der HERR, euer Gott. Segen und Fluch. \26\ 26.1 Ihr sollt euch keine Goetzen machen, und ein Goetterbild und einen Gedenkstein sollt ihr euch nicht aufrichten, und keinen Stein mit Bildwerk sollt ihr in eurem Land hinstellen, um euch davor anbetend niederzuwerfen; denn ich bin der HERR, euer Gott. 26.2 Meine Sabbate sollt ihr halten, und mein Heiligtum sollt ihr fuerchten. Ich bin der HERR. V. 3-13: 5Mo 28,1-14. 26.3 Wenn ihr in meinen Ordnungen lebt und meine Gebote haltet und sie tut, 26.4 dann werde ich euch die Regen[guesse] geben zu ihrer Zeit, und das Land wird seinen Ertrag geben, und die Baeume des Feldes werden ihre Frucht geben. 26.5 Und die Dreschzeit wird bei euch bis zur Weinlese reichen, und die Weinlese wird bis zur Saatzeit reichen. Und ihr werdet euer Brot essen bis zur Saettigung und werdet sicher in eurem Land wohnen. 26.6 Und ich werde Frieden im Land geben, dass ihr euch niederlegt und es niemand gibt, der [euch] aufschreckt. Und ich werde die boesen Tiere aus dem Land austilgen, und das Schwert wird nicht durch euer Land gehen. 26.7 Und ihr werdet euren Feinden nachjagen, und sie werden vor euch durchs Schwert fallen. 26.8 Fuenf von euch werden hundert nachjagen, und hundert von euch werden zehntausend nachjagen, und eure Feinde werden vor euch durchs Schwert fallen. 26.9 Und ich werde mich zu euch wenden und euch fruchtbar machen und euch mehren und meinen Bund mit euch aufrechterhalten. 26.10 Und ihr werdet das altgewordene alte [Getreide noch zu] essen [haben] und das alte vor dem neuen wegraeumen muessen. 26.11 Und ich werde meine Wohnung in eure Mitte setzen, und meine Seele wird euch nicht verabscheuen. 26.12 Und ich werde in eurer Mitte leben und werde euer Gott sein, und ihr werdet mein Volk sein. 26.13 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Aegypten herausgefuehrt habe, damit ihr nicht ihre Knechte sein solltet. Und ich habe die Stangen eures Joches zerbrochen und euch aufrecht gehen lassen. V. 14-39: 5Mo 28,15-68. 26.14 Wenn ihr mir aber nicht gehorcht und nicht all diese Gebote tut 26.15 und wenn ihr meine Ordnungen verwerft und eure Seele meine Rechtsbestimmungen verabscheut, so dass ihr nicht alle meine Gebote tut und dass ihr meinen Bund brecht, 26.16 dann werde ich meinerseits euch dieses tun: Ich werde Entsetzen ueber euch verhaengen, Schwindsucht und Fieberglut, die die Augen erloeschen und die Seele verschmachten lassen. Und ihr werdet vergeblich euren Samen saeen, denn eure Feinde werden ihn verzehren. 26.17 Und ich werde mein Angesicht gegen euch richten, dass ihr vor euren Feinden geschlagen werdet. Und eure Hasser werden ueber euch herrschen, und ihr werdet fliehen, obwohl niemand euch nachjagt. 26.18 Und wenn ihr mir daraufhin nicht gehorcht, dann werde ich fortfahren, euch zu zuechtigen, [und zwar] siebenmal wegen eurer Suenden. 26.19 Und ich werde euren starken Hochmut brechen und werde euren Himmel wie Eisen machen und eure Erde wie Bronze. 26.20 Und eure Kraft wird sich umsonst verbrauchen, und euer Land wird seinen Ertrag nicht geben, und die Baeume des Landes werden ihre Frucht nicht geben. 26.21 Wenn ihr euch aber mir entgegenstellt und mir nicht gehorchen wollt, dann werde ich euch weiter schlagen, [und zwar] siebenfach nach euren Suenden. 26.22 Und ich werde die Tiere des Feldes unter euch senden, dass sie euch kinderlos machen und euer Vieh ausrotten und euch [an Zahl] verringern, und eure Wege sollen oede werden. 26.23 Und wenn ihr euch dadurch nicht von mir zurechtweisen lasst und euch mir entgegenstellt, 26.24 dann werde ich meinerseits mich euch entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch schlagen, [und zwar] siebenfach wegen eurer Suenden. 26.25 Und ich werde das Schwert ueber euch bringen, das die Rache des Bundes vollzieht. Und zieht ihr euch in eure Staedte zurueck, dann werde ich die Pest in eure Mitte senden, und ihr werdet in die Hand des Feindes gegeben werden. 26.26 Wenn ich euch den Stab des Brotes zerbreche, werden zehn Frauen euer Brot in einem Ofen backen, und sie werden euch das Brot zurueckgeben nach dem Gewicht; und ihr werdet essen und nicht satt werden. 26.27 Und wenn ihr bei alldem mir nicht gehorcht und euch mir entgegenstellt, 26.28 dann werde ich mich euch im Grimm entgegenstellen, und ich meinerseits werde euch zuechtigen wegen eurer Suenden, [und zwar] siebenfach. 26.29 Und ihr werdet das Fleisch eurer Soehne essen, und das Fleisch eurer Toechter werdet ihr essen. 26.30 Und ich werde eure Hoehen austilgen und eure Raeucheraltaere ausrotten, und ich werde eure Leichen auf die Leichen eurer Goetzen werfen, und meine Seele wird euch verabscheuen. 26.31 Und ich werde eure Staedte zur Truemmerstaette machen und eure Heiligtuemer oede machen, und ich werde euren wohlgefaelligen Geruch nicht riechen. 26.32 Und ich werde das Land oede machen, dass eure Feinde, die darin wohnen, sich darueber entsetzen sollen. 26.33 Euch aber werde ich unter die Nationen zerstreuen, und ich werde das Schwert hinter euch herziehen. Euer Land wird eine Oede und eure Staedte werden eine Truemmerstaette sein. 26.34 Dann endlich wird das Land seine Sabbate ersetzt bekommen, all die Tage seiner Veroedung, waehrend ihr im Land eurer Feinde seid. Dann endlich wird das Land ruhen und seine Sabbate ersetzt bekommen. 26.35 All die Tage seiner Veroedung wird es ruhen, was es nicht an euren Sabbaten geruht hat, als ihr darin wohntet. 26.36 Und die Uebriggebliebenen von euch - in ihr Herz werde ich Verzagtheit bringen in den Laendern ihrer Feinde: und das Rauschen eines verwehten Blattes wird sie verfolgen, und sie werden fliehen, wie man vor dem Schwert flieht, und fallen, obwohl niemand sie verfolgt. 26.37 Und sie werden einer ueber den andern hinstuerzen wie vor dem Schwert, obwohl niemand sie verfolgt; und ihr werdet vor euren Feinden nicht standhalten koennen. 26.38 Ihr werdet umkommen unter den Nationen, und das Land eurer Feinde wird euch fressen. 26.39 Und die Uebriggebliebenen von euch werden in den Laendern eurer Feinde vergehen in ihrer Schuld und auch in der Schuld ihrer Vaeter mit ihnen vergehen. 26.40 Und sie werden ihre Schuld bekennen und die Schuld ihrer Vaeter, die in ihrer Untreue [liegt], mit der sie an mir treulos gehandelt haben, und besonders darin, dass sie sich mir entgegengestellt haben. 26.41 Ich meinerseits werde mich ihnen entgegenstellen und sie in das Land ihrer Feinde bringen, ob sich endlich ihr unbeschnittenes Herz demuetigt und sie endlich ihre Schuld bezahlen. 26.42 Dann werde ich an meinen Bund mit Jakob denken. Und auch an meinen Bund mit Isaak und auch an meinen Bund mit Abraham werde ich denken, und an das Land werde ich denken. 26.43 Denn das Land muss von ihnen verlassen sein, damit es in seiner Veroedung ohne sie seine Sabbate ersetzt bekommt, und sie selbst werden ihre Schuld bezahlen, darum, ja deshalb, weil sie meine Rechtsbestimmungen verworfen haben und ihre Seele meine Ordnungen verabscheut hat. 26.44 Aber selbst auch dann, wenn sie in dem Land ihrer Feinde sind, werde ich sie nicht verwerfen und sie nicht verabscheuen, ein Ende mit ihnen zu machen, meinen Bund mit ihnen ungueltig zu machen; denn ich bin der HERR, ihr Gott. 26.45 Und ich werde [zum Guten] fuer sie an meinen Bund mit den Vorfahren denken, die ich aus dem Land Aegypten vor den Augen der Nationen herausgefuehrt habe, um ihr Gott zu sein. Ich bin der HERR. 26.46 Das sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen und die Gesetze, die der HERR zwischen sich und den Soehnen Israel auf dem Berg Sinai durch Mose gegeben hat. Gesetz ueber Geluebde und Zehnten. \27\ 27.1 Und der HERR redete zu Mose: 27.2 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn jemand ein [besonderes] Geluebde leistet, dann sollen die Personen fuer den HERRN nach [folgender] Schaetzung [berechnet werden]: 27.3 Wenn deine Schaetzung einen Mann von zwanzig Jahren bis zu sechzig Jahren betrifft, dann sei deine Schaetzung fuenfzig Schekel Silber, nach dem Schekel des Heiligtums. 27.4 Und wenn es eine Frau ist, dann sei die Schaetzung dreissig Schekel. 27.5 Und wenn es von fuenf Jahren bis zu zwanzig Jahren ist, dann sei deine Schaetzung einer maennlichen [Person] zwanzig Schekel und einer weiblichen zehn Schekel. 27.6 Und wenn es von einem Monat bis zu fuenf Jahren ist, dann sei die Schaetzung einer maennlichen [Person] fuenf Schekel Silber und die Schaetzung einer weiblichen drei Schekel Silber. 27.7 Und wenn es von sechzig Jahren und darueber ist, dann sei die Schaetzung, wenn es eine maennliche [Person] ist, fuenfzehn Schekel und fuer eine weibliche zehn Schekel. 27.8 Und wenn der, der das Geluebde getan hat, zu arm ist fuer die Schaetzung, dann soll man ihn vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schaetzen; nach dem Verhaeltnis dessen, was die Hand des Gelobenden aufbringen kann, soll der Priester ihn schaetzen. 27.9 Und wenn es Vieh ist, von dem man dem HERRN eine Opfergabe darbringt, dann soll alles, was man dem HERRN davon gibt, heilig sein. 27.10 Man soll es nicht auswechseln und nicht vertauschen, ein gutes gegen ein schlechtes oder ein schlechtes gegen ein gutes. Und wenn man dennoch Vieh gegen Vieh vertauscht, dann soll es selbst [heilig] bleiben, das eingetauschte aber wird heilig werden. 27.11 Wenn es aber irgendein unreines Vieh ist, von dem man dem HERRN keine Opfergabe darbringt, dann soll man das Vieh vor den Priester stellen, 27.12 und der Priester soll es schaetzen, ob es gut oder schlecht ist; nach der Schaetzung des Priesters, so soll es sein. 27.13 Wenn man es aber unbedingt [wieder] einloesen will, dann soll man zu der Schaetzung ein Fuenftel hinzufuegen. 27.14 Und wenn jemand sein Haus als etwas Heiliges fuer den HERRN heiligt, dann soll es der Priester schaetzen, ob es gut oder schlecht ist. Wie der Priester es schaetzt, so soll es feststehen. 27.15 Und wenn der Heiligende sein Haus einloesen will, dann soll er das Fuenftel des Geldes der Schaetzung darueber hinaus hinzufuegen, und es soll ihm gehoeren. 27.16 Und wenn jemand vom Feld seines Eigentums dem HERRN [etwas] heiligt, dann soll die Schaetzung nach dem Verhaeltnis seiner Aussaat sein: ein Homer Gerste Aussaat fuer fuenfzig Schekel Silber. 27.17 Wenn er vom Jobeljahr an sein Feld heiligt, soll es gemaess der Schaetzung feststehen. 27.18 Wenn er aber nach dem Jobel[jahr] sein Feld heiligt, dann soll der Priester ihm das Geld berechnen nach dem Verhaeltnis der Jahre, die bis zum Jobeljahr uebrig sind; das soll [dann] von der Schaetzung abgezogen werden. 27.19 Wenn aber der Heiligende das Feld unbedingt [wieder] einloesen will, dann soll er das Fuenftel des Geldes deiner Schaetzung darueber hinaus hinzufuegen, und es soll ihm verbleiben. 27.20 Wenn er aber das Feld [bis zum Jobeljahr] nicht einloest oder wenn er das Feld an einen andern Mann verkauft, kann es nicht wieder eingeloest werden. 27.21 Und das Feld soll, wenn es im Jobeljahr frei ausgeht, fuer den HERRN heilig sein wie ein gebanntes Feld. Es soll dem Priester als Eigentum gehoeren. 27.22 Und wenn er ein von ihm gekauftes Feld, das nicht zum Feld seines Eigentums gehoert, dem HERRN heiligt, 27.23 dann soll ihm der Priester den Betrag der Schaetzung berechnen bis zum Jobeljahr. Er soll die Schaetzung am gleichen Tag als etwas fuer den HERRN Heiliges entrichten. 27.24 Im Jobeljahr soll das Feld wieder an den kommen, von dem er es gekauft hatte, an den, dem das Land als sein Eigentum gehoerte. 27.25 Und alle Schaetzung soll nach dem Schekel des Heiligtums geschehen; zwanzig Gera soll der Schekel sein. 27.26 Nur das Erstgeborene unter dem Vieh, das als Erstgeburt dem HERRN gehoert, das soll kein Mensch heiligen; sei es ein Rind oder ein Schaf, es gehoert dem HERRN. 27.27 Wenn es aber vom unreinen Vieh ist, dann soll man es ausloesen nach der Schaetzung und sein Fuenftel darueber hinzufuegen. Und wenn es nicht ausgeloest wird, dann soll es verkauft werden nach der Schaetzung. - 27.28 Jedoch alles Gebannte, das jemand fuer den HERRN mit dem Bann belegt, von allem, was ihm gehoert, von Mensch oder Vieh oder vom Feld seines Eigentums, [das] darf nicht verkauft und nicht eingeloest werden. Alles Gebannte ist dem HERRN hochheilig. 27.29 Alles Gebannte, das an Menschen mit dem Bann belegt wird, darf nicht ausgeloest werden: es muss getoetet werden. 27.30 Und der ganze Zehnte des Landes, vom Samen des Landes, von der Frucht der Baeume, gehoert dem HERRN; es ist dem HERRN heilig. 27.31 Wenn aber jemand von seinem Zehnten [irgend etwas] einloesen will, dann soll er sein Fuenftel hinzufuegen. 27.32 Und der ganze Zehnte von Rindern und Schafen, von allem, was unter dem Stab vorueberzieht, das Zehnte soll fuer den HERRN heilig sein. 27.33 Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht ist, und darf es nicht vertauschen. Wenn man es dennoch irgend vertauscht, wird es selbst [heilig] bleiben, das Eingetauschte aber wird heilig werden; es darf nicht eingeloest werden. 27.34 Das sind die Gebote, die der HERR dem Mose auf dem Berg Sinai an die Soehne Israel aufgetragen hat. Das vierte Buch Mose (Numeri). Zaehlung der kampffaehigen Maenner. \1\ 1.1 Und der HERR redete zu Mose in der Wueste Sinai im Zelt der Begegnung am ersten [Tag] des zweiten Monats, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Aegypten, und sprach: 1.2 Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Soehne Israel auf nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, alles Maennliche nach ihren Koepfen! 1.3 Von zwanzig Jahren an und darueber, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel, die sollt ihr mustern nach ihren Heere[sverbaende]n, du und Aaron! 1.4 Und je ein Mann fuer [jeden] Stamm soll bei euch sein, ein Mann, der das Haupt von seinem Vaterhaus ist. V. 5-15: Kap. 2,3-29; 7,12-78; 10,14-27; 1Mo 35,23-26; 1Chr 27,16-22. 1.5 Und dies sind die Namen der Maenner, die euch beistehen sollen: fuer Ruben: Elizur, der Sohn Schedeurs; 1.6 fuer Simeon: Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; 1.7 fuer Juda: Nachschon, der Sohn Amminadabs; 1.8 fuer Issaschar: Netanel, der Sohn Zuars; 1.9 fuer Sebulon: Eliab, der Sohn Helons; 1.10 fuer die Soehne Josephs: fuer Ephraim: Elischama, der Sohn Ammihuds; fuer Manasse: Gamliel, der Sohn Pedazurs; 1.11 fuer Benjamin: Abidan, der Sohn des Gidoni; 1.12 fuer Dan: Ahieser, der Sohn Ammischaddais; 1.13 fuer Asser: Pagiel, der Sohn Ochrans; 1.14 fuer Gad: Eljasaf, der Sohn Deguels; 1.15 fuer Naftali: Ahira, der Sohn Enans. 1.16 Das sind die Berufenen der Gemeinde, die Fuersten der Staemme ihrer Vaeter; sie waren die Haeupter der Tausendschaften Israels. 1.17 Und Mose und Aaron nahmen diese mit Namen bezeichneten Maenner, 1.18 und sie versammelten die ganze Gemeinde am ersten [Tag] des zweiten Monats. Und sie liessen sich in die Geburtsverzeichnisse eintragen nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, nach ihrer Kopfzahl, 1.19 wie der HERR dem Mose geboten hatte. Und so musterte er sie in der Wueste Sinai. V. 20-42: Kap. 26,5-57; 1Mo 35,23-26. 1.20 Da waren die Soehne Rubens, des Erstgeborenen Israels: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Maennliche von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.21 ihre Gemusterten vom Stamm Ruben waren 46 500. 1.22 Von den Soehnen Simeons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, seine Gemusterten nach der Zahl der Namen, nach ihrer Kopfzahl, alles Maennliche von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.23 ihre 1.24 Gemusterten vom Stamm Simeon waren 59 300. Von den Soehnen Gads: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.25 ihre Gemusterten vom Stamm Gad waren 45 650. 1.26 Von den Soehnen Judas: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.27 ihre Gemusterten vom Stamm Juda waren 74 600. 1.28 Von den Soehnen Issaschars: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.29 ihre Gemusterten vom Stamm Issaschar waren 54 400. 1.30 Von den Soehnen Sebulons: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.31 ihre Gemusterten vom Stamm Sebulon waren 57 400. 1.32 Von den Soehnen Josephs: Von den Soehnen Ephraims: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.33 ihre Gemusterten vom Stamm Ephraim waren 40 500. 1.34 Von den Soehnen Manasses: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.35 ihre Gemusterten vom Stamm Manasse waren 32 200. 1.36 Von den Soehnen Benjamins: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.37 ihre Gemusterten vom Stamm Benjamin waren 35 400. 1.38 Von den Soehnen Dans: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.39 ihre Gemusterten vom Stamm Dan waren 62 700. 1.40 Von den Soehnen Assers: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.41 ihre Gemusterten vom Stamm Asser waren 41 500. 1.42 Die Soehne Naftalis: ihre Geschlechterfolge nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, nach der Zahl der Namen, von zwanzig Jahren an und darueber, jeder, der mit dem Heer auszog; 1.43 ihre Gemusterten vom Stamm Naftali waren 53 400. 1.44 Das sind die Gemusterten, die Mose musterte [zusammen mit] Aaron und den Fuersten Israels, den zwoelf Maennern, je ein Mann fuer sein Vaterhaus. 1.45 Und es waren alle Gemusterten der Soehne Israel nach ihren Vaterhaeusern von zwanzig Jahren an und darueber - jeder, der mit dem Heer auszog in Israel -, 1.46 es waren all die Gemusterten 603 550. 1.47 Die aber Leviten waren nach dem Stamm ihrer Vaeter, wurden nicht unter ihnen gemustert. Aussonderung der Leviten. 1.48 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 1.49 Nur den Stamm Levi sollst du nicht mustern und ihre Summe nicht aufnehmen unter den Soehnen Israel, 1.50 sondern setze du die Leviten [als Aufseher] ein ueber die Wohnung des Zeugnisses und ueber all ihr Geraet und ueber alles, was zu ihr gehoert! Sie sollen die Wohnung und all ihr Geraet tragen, und sie sollen sie bedienen und sich rings um die Wohnung herum lagern. 1.51 Und wenn die Wohnung aufbricht, sollen die Leviten sie abbauen; und wenn die Wohnung sich lagert, sollen die Leviten sie aufrichten. Der Fremde aber, der sich [ihr] naehert, soll getoetet werden. 1.52 Und die Soehne Israel sollen sich lagern - jeder an seinem Lager[platz] und jeder bei seinem Feldzeichen - nach ihren Heere[sverbaende]n. 1.53 Die Leviten aber sollen rings um die Wohnung des Zeugnisses herum lagern, damit nicht ein Zorn ueber die Gemeinde der Soehne Israel komme; und die Leviten sollen den Dienst an der Wohnung des Zeugnisses versehen. 1.54 Und die Soehne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte; so taten sie [es]. Lagerordnung. \2\ 2.1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 2.2 Die Soehne Israel sollen [so] lagern: jeder bei seiner Abteilung, bei den Zeichen ihrer Vaterhaeuser; rings um das Zelt der Begegnung her, [jeweils] gegenueber sollen sie lagern. V. 3-29: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26. 2.3 Und zwar die nach Osten, nach [Sonnen]aufgang hin Lagernden, [das ist] die Abteilung des Lagers Juda, nach ihren Heeresverbaenden [geordnet]: und der Fuerst der Soehne Judas, Nachschon, der Sohn Amminadabs, 2.4 und sein Heer und ihre Gemusterten, 74 600. 2.5 Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Issaschar und der Fuerst der Soehne Issaschars, Netanel, der Sohn Zuars, 2.6 und sein Heer und dessen Gemusterte, 54 400. 2.7 Der Stamm Sebulon und der Fuerst der Soehne Sebulons, Eliab, der Sohn Helons, 2.8 und sein Heer und dessen Gemusterte, 57 400. 2.9 Alle Gemusterten vom Lager Juda: 186 400, nach ihren Heeresverbaenden [geordnet]; sie sollen zuerst aufbrechen. 2.10 Die Abteilung des Lagers Ruben gegen Sueden hin, nach ihren Heeresverbaenden [geordnet]; und der Fuerst der Soehne Rubens, Elizur, der Sohn Schedeurs, 2.11 und sein Heer und dessen Gemusterte, 46 500. 2.12 Und die neben ihm Lagernden, [das ist] der Stamm Simeon und der Fuerst der Soehne Simeons, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais, 2.13 und sein Heer und ihre Gemusterten, 59 300. 2.14 Und der Stamm Gad und der Fuerst der Soehne Gads, Eljasaf, der Sohn Deguels, 2.15 und sein Heer und ihre Gemusterten, 45 650. 2.16 Alle Gemusterten vom Lager Ruben: 151 450, nach ihren Heeresverbaenden [geordnet]; und sie sollen als zweite aufbrechen. 2.17 Und dann soll das Zelt der Begegnung aufbrechen, das Lager der Leviten in der Mitte der [andern] Lager; wie sie lagern, so sollen sie aufbrechen, jeder an seiner Stelle, nach ihren Abteilungen. 2.18 Die Abteilung des Lagers Ephraim, nach ihren Heeresverbaenden [geordnet], nach Westen hin; und der Fuerst der Soehne Ephraims, Elischama, der Sohn Ammihuds, 2.19 und sein Heer und ihre Gemusterten, 40 500. 2.20 Und neben ihm der Stamm Manasse und der Fuerst der Soehne Manasses, Gamliel, der Sohn Pedazurs, 2.21 und sein Heer und ihre Gemusterten, 32 200. 2.22 Und der Stamm Benjamin und der Fuerst der Soehne Benjamins, Abidan, der Sohn des Gidoni, 2.23 und sein Heer und ihre Gemusterten, 35 400. 2.24 Alle Gemusterten vom Lager Ephraim: 108 100, nach ihren Heeresverbaenden [geordnet]; und sie sollen als dritte aufbrechen. 2.25 Die Abteilung des Lagers Dan nach Norden hin, nach ihren Heeresverbaenden [geordnet]: und der Fuerst der Soehne Dans, Ahieser, der Sohn Ammischaddais, 2.26 und sein Heer und ihre Gemusterten, 62 700. 2.27 Und die neben ihm Lagernden: der Stamm Asser und der Fuerst der Soehne Assers, Pagiel, der Sohn Ochrans, 2.28 und sein Heer und ihre Gemusterten, 41 500. 2.29 Und der Stamm Naftali und der Fuerst der Soehne Naftalis, Ahira, der Sohn Enans, 2.30 und sein Heer und ihre Gemusterten, 53 400. 2.31 Alle Gemusterten vom Lager Dan: 157 600; sie sollen zuletzt aufbrechen nach ihren Abteilungen. 2.32 Das sind die Gemusterten der Soehne Israel nach ihren Vaterhaeusern. Alle Gemusterten der Lager, nach ihren Heeresverbaenden, waren 603 550. 2.33 Aber die Leviten wurden nicht unter den Soehnen Israel gemustert, ganz wie der HERR dem Mose befohlen hatte. 2.34 Und die Soehne Israel taten nach allem, was der HERR dem Mose geboten hatte: so lagerten sie sich nach ihren Abteilungen, und so brachen sie auf, jeder nach seinen Sippen, bei seinem Vaterhaus. Zaehlung der Leviten. \3\ 3.1 Und das ist die Geschlechterfolge Aarons und Moses an dem Tag, da der HERR auf dem Berg Sinai mit Mose redete. 3.2 Und das sind die Namen der Soehne Aarons: der Erstgeborene Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. 3.3 Das sind die Namen der Soehne Aarons, der gesalbten Priester, die geweiht worden waren, um den Priesterdienst auszuueben. 3.4 Und Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, als sie in der Wueste Sinai fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten; und sie hatten keine Soehne. Und Eleasar und Itamar uebten den Priesterdienst vor ihrem Vater Aaron aus. 3.5 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 3.6 Lass den Stamm Levi herannahen und stelle ihn vor den Priester Aaron, dass sie ihm dienen! 3.7 Und sie sollen den Dienst fuer ihn und den Dienst fuer die ganze Gemeinde versehen vor dem Zelt der Begegnung, um die Arbeit [an] der Wohnung zu verrichten; 3.8 und sie sollen alle Geraete des Zeltes der Begegnung in Ordnung halten und den Dienst der Soehne Israel [versehen], um die Arbeit an der Wohnung zu verrichten. 3.9 Und du sollst die Leviten dem Aaron und seinen Soehnen geben; zu eigen sind sie ihm gegeben von den Soehnen Israel. 3.10 Und Aaron und seine Soehne sollst du beauftragen, dass sie ihr Priesteramt versehen. Der Fremde aber, der sich [ihr] naehert, soll getoetet werden. 3.11 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 3.12 Und ich, siehe, ich habe die Leviten mitten aus den Soehnen Israel genommen anstelle aller Erstgeburt, die zuerst den Mutterschoss durchbricht unter den Soehnen Israel; und die Leviten sollen mir gehoeren. 3.13 Denn mein ist alle Erstgeburt: an dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Aegypten schlug, habe ich alle Erstgeburt in Israel fuer mich geheiligt vom Menschen bis zum Vieh. Mir sollen sie gehoeren, mir, dem HERRN. V. 14-39: vgl. 1Chr 6,1-48. 3.14 Und der HERR redete zu Mose in der Wueste Sinai und sprach: 3.15 Mustere die Soehne Levis nach ihren Vaterhaeusern, nach ihren Sippen; alles Maennliche von einem Monat an und darueber sollst du mustern! 3.16 Und Mose musterte sie nach dem Befehl des HERRN, wie ihm geboten worden war. V. 17-39: Kap. 26,57-62. 3.17 Und dies waren die Soehne Levis nach ihren Namen: Gerschon und Kehat und Merari. 3.18 Und dies sind die Namen der Soehne Gerschons nach ihren Sippen: Libni und Schimi. 3.19 Und die Soehne Kehats nach ihren Sippen: Amram und Jizhar, Hebron und Usiel. 3.20 Und die Soehne Meraris nach ihren Sippen: Machli und Muschi. Das sind die Sippen Levis nach ihren Vaterhaeusern. 3.21 Von Gerschon: die Sippe der Libniter und die Sippe der Schimiter; das sind die Sippen der Gerschoniter. 3.22 Ihre Gemusterten nach der Zahl aller Maennlichen von einem Monat an und darueber, ihre Gemusterten: 7 500. 3.23 Die Sippen der Gerschoniter lagerten hinter der Wohnung nach Westen hin. 3.24 Und der Fuerst des Vaterhauses der Gerschoniter war Eljasaf, der Sohn Laels. 3.25 Und der Dienst der Soehne Gerschons am Zelt der Begegnung war: die Wohnung und das Zelt, seine Decke und der Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung 3.26 und die Behaenge des Vorhofs und der Vorhang vom Eingang des Vorhofs, der rings um die Wohnung her und um den Altar her ist, und seine Seile fuer alle Arbeit daran. 3.27 Und von Kehat: die Sippe der Amramiter und die Sippe der Jizhariter und die Sippe der Hebroniter und die Sippe der Usieliter; das sind die Sippen der Kehatiter. 3.28 Nach der Zahl aller Maennlichen von einem Monat an und darueber, 8 600, die den Dienst am Heiligtum versahen. 3.29 Die Sippen der Soehne Kehats lagerten an der Seite der Wohnung nach Sueden hin. 3.30 Und der Fuerst des Vaterhauses der Sippen der Kehatiter war Elizafan, der Sohn Usiels. 3.31 Und ihr Dienst war: die Lade und der Tisch und der Leuchter und die Altaere und die Geraete des Heiligtums, mit denen man den Dienst verrichtet, und der Vorhang und alle [dazugehoerige] Arbeit. 3.32 Und der oberste der Fuersten Levis war der Priester Eleasar, der Sohn Aarons; er war Aufseher ueber die, den Dienst am Heiligtum versahen. 3.33 Von Merari: die Sippe der Machliter und die Sippe der Muschiter; das sind die Sippen Meraris. 3.34 Und ihre Gemusterten nach der Zahl aller Maennlichen von einem Monat an und darueber: 6 200. 3.35 Und der Fuerst des Vaterhauses der Sippen Meraris war Zuriel, der Sohn Abihajils. Sie lagerten an der Seite der Wohnung nach Norden hin. 3.36 Und der Dienst der Soehne Meraris war: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Saeulen und ihre Fussgestelle und all ihre Geraete und alle Arbeit daran 3.37 und die Saeulen des Vorhofs ringsum und deren Fussgestelle und ihre Pfloecke und ihre Seile. 3.38 Und die vor der Wohnung nach Osten hin vor dem Zelt der Begegnung gegen [Sonnen-]aufgang zu Lagernden waren Mose und Aaron und seine Soehne, die den Dienst am Heiligtum versahen, [alles], was den Soehnen Israel aufgetragen war. - Der Fremde aber, der sich [ihr] naehert, soll getoetet werden. 3.39 Alle gemusterten Leviten, die Mose und Aaron nach dem Befehl des HERRN nach ihren Sippen musterten, alles Maennliche von einem Monat an und darueber, war 22 000. 3.40 Und der HERR sprach zu Mose: Mustere alle maennlichen Erstgeborenen der Soehne Israel von einem Monat an und darueber, und nimm die Zahl ihrer Namen auf! 3.41 Und du sollst die Leviten fuer mich, den HERRN, nehmen anstelle aller Erstgeborenen unter den Soehnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle alles Erstgeborenen unter dem Vieh der Soehne Israel. 3.42 Und Mose musterte, wie der HERR es ihm geboten hatte, alle Erstgeborenen unter den Soehnen Israel. 3.43 Und alle maennlichen Erstgeborenen nach der Zahl der Namen, von einem Monat an und darueber, nach ihren Gemusterten, waren 22 273. 3.44 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 3.45 Nimm die Leviten anstelle aller Erstgeborenen unter den Soehnen Israel und das Vieh der Leviten anstelle ihres Viehes; und die Leviten sollen mir gehoeren, mir, dem HERRN! 3.46 Und was den Loskauf der 273 betrifft: die von den Erstgeborenen der Soehne Israel ueberzaehlig sind ueber die [Zahl der] Leviten [hinaus], 3.47 da sollst du je fuenf Schekel fuer den Kopf nehmen; nach dem Schekel des Heiligtums sollst du sie nehmen, den Schekel zu zwanzig Gera. 3.48 Und das Geld sollst du als Loskauf der Ueberzaehligen unter ihnen an Aaron und seine Soehne geben. 3.49 Und Mose nahm das Geld des Loskaufs von denen, die ueberzaehlig waren ueber die durch die Leviten Losgekauften [hinaus]; 3.50 von den Erstgeborenen der Soehne Israel nahm er das Geld, 1 365 [Schekel] nach dem Schekel des Heiligtums. 3.51 Und Mose gab das Geld des Loskaufs Aaron und seinen Soehnen nach dem Befehl des HERRN, wie der HERR dem Mose geboten hatte. Dienst der Leviten beim Aufbruch des Lagers. \4\ 4.1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 4.2 Nimm die Summe der Soehne Kehats aus der Mitte der Soehne Levis auf, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, 4.3 von dreissig Jahren an und darueber bis zu fuenfzig Jahren, alle,4 die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten! 4.4 Das ist der Dienst der Soehne Kehats am Zelt der Begegnung: das Hochheilige. 4.5 Und Aaron und seine Soehne sollen beim Aufbruch des Lagers hineingehen und den verhuellenden Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses damit bedecken; 4.6 und sie sollen eine Decke aus Delphinhaut darueber legen und ein Tuch ganz aus violettem Purpur oben darueber breiten und ihre Stangen daran anbringen. 4.7 Und ueber den Tisch der Schaubrote sollen sie ein Tuch aus violettem Purpur breiten und darauf die Schuesseln und Schalen und Opferschalen stellen und die Kannen zum Trankopfer; und das staendige Brot soll auf ihm sein; 4.8 und darueber sollen sie ein Tuch aus Karmesin breiten und es mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken; und sie sollen seine Stangen daran anbringen. 4.9 Und sie sollen ein Tuch aus violettem Purpur nehmen und den Leuchter des Lichts bedecken und seine Lampen und seine Dochtscheren und seine Feuerbecken und alle seine Oelgefaesse, womit man den Dienst an ihm verrichtet; 4.10 und sie sollen ihn und alle seine Geraete in eine Decke aus Delphinhaut tun und [alles] auf die Trage legen. 4.11 Und ueber den goldenen Altar sollen sie ein Tuch aus violettem Purpur breiten und ihn mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken und seine Stangen daran anbringen. 4.12 Und sie sollen alle Geraete des Dienstes nehmen, womit man den Dienst im Heiligtum verrichtet, und sie in ein Tuch aus violettem Purpur legen und sie mit einer Decke aus Delphinhaut bedecken und auf die Trage legen. 4.13 Und sie sollen den Altar von der Fettasche reinigen und ein Tuch aus rotem Purpur ueber ihn breiten 4.14 und auf ihn alle seine Geraete legen, mit denen man den Dienst auf ihm verrichtet: die Feuerbecken und die Fleischgabeln und die Schaufeln und die Sprengschalen, alle Geraete des Altars; und sie sollen eine Decke aus Delphinhaut darueber breiten und seine Stangen daran anbringen. 4.15 Und wenn Aaron und seine Soehne beim Aufbruch des Lagers das Zudecken des Heiligtums und aller Geraete des Heiligtums beendet haben, dann sollen danach die Soehne Kehats kommen, um es zu tragen, damit sie das Heilige nicht beruehren und sterben. Das ist es, was die Soehne Kehats vom Zelt der Begegnung zu tragen haben. 4.16 Und der Priester Eleasar, der Sohn Aarons, hat die Aufsicht ueber das Oel fuer das Licht und [ueber] das wohlriechende Raeucherwerk und das staendige Speisopfer und das Salboel, die Aufsicht ueber die ganze Wohnung und alles, was darin ist, ueber das Heiligtum und ueber seine Geraete. 4.17 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 4.18 Ihr sollt den Stamm der Sippen der Kehatiter nicht umkommen lassen aus der Mitte der Leviten; 4.19 sondern das sollt ihr mit ihnen tun, damit sie leben und nicht sterben, wenn sie dem Allerheiligsten nahen: Aaron und seine Soehne sollen hineingehen und sie, jeden einzeln, an seine Arbeit und an seine Traglast stellen; 4.20 aber sie sollen nicht hineingehen, dass sie [auch nur] einen Augenblick das Heilige sehen und sterben. 4.21 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 4.22 Nimm auch die Summe der Soehne Gerschon auf, nach ihren Vaterhaeusern, nach ihren Sippen! 4.23 Von dreissig Jahren an und darueber bis zu fuenfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten. 4.24 Dies ist die Arbeit der Sippen der Gerschoniter beim Arbeiten und beim Tragen: 4.25 Sie sollen tragen die Zeltdecken der Wohnung und das Zelt der Begegnung, seine Decke und die Decke aus Delphinhaut, die oben darueber ist, und den Vorhang vom Eingang des Zeltes der Begegnung 4.26 und die Vorhaenge des Vorhofs und den Vorhang vom Eingang des Tores des Vorhofs, der rings um die Wohnung und um den Altar herum ist, und ihre Seile und alle Geraete, [die zu] ihrer Arbeit [gehoeren]; und alles, was an ihnen zu tun ist, sollen sie ausfuehren. 4.27 Nach dem Befehl Aarons und seiner Soehne soll alle Arbeit der Soehne der Gerschoniter geschehen hinsichtlich all ihrer Traglast und all ihrer Arbeit; und ihr sollt ihnen den Dienst fuer alles das uebertragen, was sie zu tragen haben. 4.28 Das ist die Arbeit der Sippen der Soehne der Gerschoniter am Zelt der Begegnung; und ihr Dienst soll geschehen unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons. 4.29 Die Soehne Meraris: nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern sollst du sie mustern; 4.30 von dreissig Jahren an und darueber bis zu fuenfzig Jahren sollst du sie mustern, alle, die in den Dienst treten, um die Arbeit am Zelt der Begegnung zu verrichten. 4.31 Und das ist der Dienst, den sie beim Tragen zu tun haben bei all ihrer Arbeit am Zelt der Begegnung: die Bretter der Wohnung und ihre Riegel und ihre Saeulen und ihre Fussgestelle 4.32 und die Saeulen des Vorhofs ringsum und ihre Fussgestelle und ihre Pfloecke und ihre Seile mit allen ihren Geraeten und mit all der Arbeit daran. Und mit Namen sollt ihr [ihnen] die Geraete zuweisen fuer den Dienst, den sie beim Tragen zu tun haben. 4.33 Das ist die Arbeit der Sippen der Soehne Meraris nach all ihrer Arbeit am Zelt der Begegnung unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons. 4.34 Und Mose und Aaron und die Fuersten der Gemeinde musterten die Soehne der Kehatiter nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhaeusern, 4.35 von dreissig Jahren an und darueber bis zu fuenfzig Jahren, alle, die in den Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung. 4.36 Und ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, waren 2 750. 4.37 Das sind die Gemusterten der Sippen der Kehatiter, alle, die am Zelt der Begegnung dienten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN [,den er] durch Mose [gegeben hatte]. 4.38 Und die Gemusterten der Soehne Gerschons, nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhaeusern, 4.39 von dreissig Jahren an und darueber bis zu fuenfzig Jahren, alle, die in den Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung: 4.40 ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, waren 2 630. 4.41 Das sind die Gemusterten der Sippen der Soehne Gerschons, alle, die am Zelt der Begegnung arbeiteten, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN. 4.42 Und die Gemusterten der Sippen der Soehne Meraris, nach ihren Sippen, nach ihren Vaterhaeusern, 4.43 von dreissig Jahren an und darueber bis zu fuenfzig Jahren, alle, die in den Dienst traten zur Arbeit am Zelt der Begegnung: 4.44 ihre Gemusterten, nach ihren Sippen, waren 3 200. 4.45 Das sind die Gemusterten der Sippen der Soehne Meraris, die Mose und Aaron musterten nach dem Befehl des HERRN, [den er] durch Mose [gegeben hatte]. 4.46 Alle Gemusterten, die Mose und Aaron und die Fuersten Israels musterten, die Leviten, nach ihren Sippen und nach ihren Vaterhaeusern, 4.47 von dreissig Jahren an und darueber bis zu fuenfzig Jahren, alle, die antraten, um die Arbeit der Betreuung und die Arbeit des Tragens am Zelt der Begegnung zu verrichten: 4.48 ihre Gemusterten waren 8 580. 4.49 Nach dem Befehl des HERRN musterte man sie durch Mose, jeden einzelnen zu seiner Arbeit und zu seiner Traglast; und sie wurden von ihm gemustert, wie der HERR dem Mose befohlen hatte. Verfahren bei Unreinheit, Veruntreuung und bei Verdacht auf Ehebruch. \5\ 5.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 5.2 Befiehl den Soehnen Israel, dass sie alle Aussaetzigen und alle, die an einem Ausfluss leiden, und alle durch eine Leiche Verunreinigten aus dem Lager hinausschicken! 5.3 Sowohl Mann als auch Frau sollt ihr hinausschicken, vor das Lager sollt ihr sie hinausschicken, damit sie nicht ihr Lager unrein machen, in deren Mitte ich wohne. 5.4 Und die Soehne Israel taten so und schickten sie vor das Lager hinaus; wie der HERR zu Mose geredet hatte, so taten die Soehne Israel. 5.5 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 5.6 Rede zu den Soehnen Israel: Wenn ein Mann oder eine Frau irgendeine von all den Suenden der Menschen tun, so dass sie eine Untreue gegen den HERRN begehen, und dieser Mensch schuldig wird, 5.7 dann sollen sie ihre Suende bekennen, die sie getan haben; und der Schuldige soll seine Schuld erstatten nach ihrer vollen Summe und soll [noch] ein Fuenftel davon hinzufuegen und es dem geben, an dem er schuldig geworden ist. 5.8 Und wenn der [andere] Mann keinen Loeser hat, dem die Schuld erstattet werden kann, dann gehoert der erstattete Schuldbetrag dem HERRN zugunsten des Priesters, ebenso wie der Widder der Versoehnung, womit der Priester Suehnung fuer ihn erwirkt. - 5.9 Und jedes Hebopfer von allen heiligen Gaben der Soehne Israel, die sie dem Priester darbringen, soll ihm gehoeren. 5.10 Ihm sollen eines jeden heilige Gaben gehoeren; was jemand dem Priester gibt, soll diesem gehoeren. 5.11 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 5.12 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn die Frau irgendeines Mannes auf Abwege geraet und Untreue gegen ihn begeht, 5.13 und ein [anderer] Mann liegt bei ihr zur Begattung, und es bleibt verborgen vor den Augen ihres Mannes, und sie hat sich im Verborgenen unrein gemacht, und es ist kein Zeuge gegen sie da, und sie ist nicht ertappt worden; 5.14 und der Geist der Eifersucht kommt ueber ihn, und er wird eifersuechtig auf seine Frau, und sie hat sich [wirklich] unrein gemacht; oder [aber] der Geist der Eifersucht kommt ueber ihn, und er wird eifersuechtig auf seine Frau, und sie hat sich nicht unrein gemacht: 5.15 dann soll der Mann seine Frau zum Priester bringen und [als] ihre Opfergabe ihretwegen ein zehntel Efa Gerstenmehl darbringen; er soll kein Oel darauf giessen und keinen Weihrauch darauf legen; denn es ist ein Speisopfer der Eifersucht, ein Speisopfer des Schuldbekenntnisses, das Schuld in Erinnerung bringt. 5.16 Und der Priester soll sie herantreten lassen und sie vor den HERRN stellen. 5.17 Und der Priester nehme heiliges Wasser in einem Tongefaess; und der Priester nehme von dem Staub, der auf dem Fussboden der Wohnung ist und tue ihn in das Wasser. 5.18 Und der Priester stelle die Frau vor den HERRN und lasse das Haupthaar der Frau herabhaengen und lege auf ihre Haende das Speisopfer des Schuldbekenntnisses; es ist ein Speisopfer der Eifersucht; und das fluchbringende Wasser der Bitterkeit soll in der Hand des Priesters sein. 5.19 Und der Priester soll sie beschwoeren und zu der Frau sprechen: Wenn kein Mann bei dir gelegen hat und wenn du, die du unter deinem Mann bist, nicht auf Abwege geraten bist in Unreinigkeit, dann bleibe unversehrt von diesem fluchbringenden Wasser der Bitterkeit! 5.20 Wenn du aber, die du unter deinem Mann bist, auf Abwege geraten bist und dich unrein gemacht hast und ein Mann bei dir gelegen hat ausser deinem [eigenen] Mann - 5.21 und [so] soll der Priester die Frau beschwoeren mit dem Schwur der Verfluchung; und der Priester soll zu der Frau sprechen -: dann mache der HERR dich zur Verfluchung und zum Schwur inmitten deines Volkes, indem der HERR deine Huefte schwinden und deinen Bauch anschwellen laesst, 5.22 und es komme dieses fluchbringende Wasser in deine Eingeweide, um den Bauch anschwellen und die Huefte schwinden zu lassen! Und die Frau soll sagen: Amen, Amen! 5.23 Und der Priester soll diese Verfluchungen in ein Buch schreiben und sie in das Wasser der Bitterkeit [hinein] abwischen; 5.24 und er soll die Frau das fluchbringende Wasser der Bitterkeit trinken lassen, damit das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie komme. 5.25 Und der Priester nehme aus der Hand der Frau das Speisopfer der Eifersucht und schwinge das Speisopfer vor dem HERRN und bringe es zum Altar; 5.26 und der Priester nehme eine Handvoll von dem Speisopfer als dessen Askara und raeuchere es auf dem Altar; und danach soll er die Frau das Wasser trinken lassen. 5.27 Und wenn er sie das Wasser hat trinken lassen, dann wird es geschehen, wenn sie sich unrein gemacht und Untreue begangen hat gegen ihren Mann, dass das fluchbringende Wasser zur Bitterkeit in sie kommen wird, und ihr Bauch wird anschwellen und ihre Huefte schwinden; und die Frau wird zum Fluch werden inmitten ihres Volkes. 5.28 Wenn aber die Frau sich nicht unrein gemacht hat und rein ist, dann wird sie unversehrt bleiben und Samen empfangen. 5.29 Das ist das Gesetz der Eifersucht: Wenn eine Frau, die unter ihrem Mann ist, auf Abwege geraet und sich unrein macht 5.30 oder wenn ueber einen Mann der Geist der Eifersucht kommt und er eifersuechtig wird auf seine Frau, dann soll er die Frau vor den HERRN stellen, und der Priester soll [mit] ihr tun nach diesem ganzen Gesetz. 5.31 Und der Mann wird frei sein von Schuld; eine solche Frau aber soll ihre Schuld tragen. Gesetz des Abgesonderten. \6\ 6.1 Und der HERR redete zu Mose: 6.2 Rede zu den Soehnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn [jemand,] ein Mann oder eine Frau, etwas Besonderes tut, indem er das Geluebde eines Nasiraeers gelobt, um fuer den HERRN geweiht zu sein, 6.3 dann soll er sich des Weins und des Rauschtranks enthalten: Essig von Wein und Essig von Rauschtrank soll er nicht trinken; und keinerlei Traubensaft soll er trinken, und [auch] Trauben, frische oder getrocknete, soll er nicht essen. 6.4 Alle Tage seiner Weihe soll er von allem, was vom Weinstock bereitet wird, von den Kernen bis zu den Schalen, nicht essen. 6.5 Alle Tage des Geluebdes seiner Weihe soll kein Schermesser ueber sein Haupt kommen. Bis die Tage erfuellt sind, die er sich fuer den HERRN geweiht hat, soll er heilig sein; er soll das Haar seines Hauptes frei wachsen lassen. 6.6 Alle Tage, die er sich fuer den HERRN geweiht hat, soll er sich keiner Leiche naehern. 6.7 Wegen seines Vaters und wegen seiner Mutter, wegen seines Bruders und wegen seiner Schwester, [auch] ihretwegen soll er sich nicht unrein machen, wenn sie sterben; denn die Weihe seines Gottes ist auf seinem Haupt. 6.8 Alle Tage seiner Weihe ist er dem HERRN heilig. 6.9 Und wenn jemand unversehens [und] ploetzlich neben ihm stirbt und er das Haupt seiner Weihe unrein macht, dann soll er sein Haupt an dem Tag seiner Reinigung scheren; am siebten Tag soll er es scheren. 6.10 Und am achten Tag soll er zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben zum Priester bringen an den Eingang des Zeltes der Begegnung. 6.11 Und der Priester soll die eine als Suendopfer und die andere als Brandopfer opfern und Suehnung fuer ihn erwirken, weil er sich an einer Leiche versuendigt hat; und [der Priester] soll sein Haupt an diesem Tag [wieder] heiligen. 6.12 Und er soll die Tage seiner Weihe [nochmals] fuer den HERRN weihen und ein einjaehriges Lamm als Schuldopfer darbringen; die vorigen Tage aber sind verfallen, weil seine Weihe unrein gemacht worden ist. 6.13 Und dies ist das Gesetz des Nasiraeers: An dem Tag, an dem die Tage seiner Weihe erfuellt sind, soll man ihn an den Eingang des Zeltes der Begegnung bringen. 6.14 Und er soll dem HERRN seine Gabe darbringen: ein einjaehriges Lamm ohne Fehler als Brandopfer und ein einjaehriges weibliches Lamm ohne Fehler als Suendopfer und einen Widder ohne Fehler als Heilsopfer 6.15 und einen Korb mit ungesaeuerten Broten: Weizengriess-Kuchen, gemengt mit Oel, und ungesaeuerte Fladen, bestrichen mit Oel, und das dazugehoerende Speisopfer und die dazugehoerenden Trankopfer. 6.16 Und der Priester soll sie vor dem HERRN darbringen und sein Suendopfer und sein Brandopfer opfern. 6.17 Und den Widder soll er als Heilsopfer dem HERRN opfern samt dem Korb mit ungesaeuerten Broten; und der Priester soll sein Speisopfer und sein Trankopfer opfern. 6.18 Und der Nasiraeer soll an dem Eingang des Zeltes der Begegnung sein geweihtes Haupt scheren und das Haar seines geweihten Hauptes nehmen und es auf das Feuer legen, das unter dem Heilsopfer ist. 6.19 Und der Priester nehme die gekochte Vorderkeule von dem Widder und einen ungesaeuerten Kuchen und einen ungesaeuerten Fladen aus dem Korb und lege sie auf die Haende des Nasiraeers, nachdem er [das Zeichen] seiner Weihe abgeschoren hat. 6.20 Und der Priester schwinge sie als Schwingopfer vor dem HERRN; es ist dem Priester heilig samt der Brust des Schwingopfers und samt dem Schenkel des Hebopfers. Und danach kann der Nasiraeer Wein trinken. 6.21 Das ist das Gesetz des Nasiraeers, der aufgrund seiner Weihe dem HERRN seine Gabe gelobt, abgesehen von dem, was seine Hand [sonst noch] aufbringen kann. Gemaess seinem Geluebde, das er abgelegt hat, soll er tun, nach dem Gesetz seiner Weihe. Der priesterliche Segen. 6.22 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 6.23 Rede zu Aaron und zu seinen Soehnen und sprich: So sollt ihr die Soehne Israel segnen! Sprecht zu ihnen: 6.24 Der HERR segne dich und behuete dich! 6.25 Der HERR lasse sein Angesicht ueber dir leuchten und sei dir gnaedig! 6.26 Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden! 6.27 Und so sollen sie meinen Namen auf die Soehne Israel legen, und ich werde sie segnen. Gaben der Stammesfuersten fuer das Heiligtum. \7\ 7.1 Und es geschah an dem Tag, da Mose das Aufrichten der Wohnung vollendet und sie gesalbt und mit allen ihren Geraeten geheiligt hatte sowie den Altar und alle seine Geraete und er sie gesalbt und geheiligt hatte, 7.2 brachten die Fuersten Israels, die Haeupter ihrer Vaterhaeuser, sie, die Fuersten der Staemme, die Fuehrer der Gemusterten, 7.3 sie brachten ihre Gabe vor den HERRN: sechs Planwagen und zwoelf Rinder, einen Wagen fuer zwei Fuersten und ein Rind fuer einen; und sie brachten sie vor die Wohnung. 7.4 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 7.5 Nimm sie von ihnen an, und sie sollen zur Verwendung bei der Arbeit an dem Zelt der Begegnung sein, und gib sie den Leviten, jedem entsprechend seiner Arbeit! 7.6 Und Mose nahm die Wagen und die Rinder und gab sie den Leviten. 7.7 Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Soehnen Gerschon, entsprechend ihrer Arbeit; 7.8 und vier Wagen und acht Rinder gab er den Soehnen Meraris, entsprechend ihrer Arbeit unter der Hand des Priesters Itamar, des Sohnes Aarons. 7.9 Aber den Soehnen Kehats gab er nichts; denn ihnen oblag die Arbeit am Heiligtum: auf der Schulter trugen sie [es]. 7.10 Und die Fuersten brachten die Einweihungsgabe des Altars an dem Tag, da er gesalbt wurde; und die Fuersten brachten ihre Gabe vor den Altar. 7.11 Und der HERR sprach zu Mose: Sie sollen taeglich - jeweils ein Fuerst - ihre Gabe zur Einweihung des Altars bringen. V. 12-78: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26. 7.12 Und es geschah, der, der am ersten Tag seine Gabe brachte, war Nachschon, der Sohn Amminadabs, vom Stamm Juda. 7.13 Und seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.14 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.15 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.16 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.17 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Nachschons, des Sohnes Amminadabs. 7.18 Am zweiten Tag brachte Netanel, der Sohn Zuars, der Fuerst von Issaschar, [seine Gabe]; 7.19 er brachte seine Gabe: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.20 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.21 einen Jungstier, einen Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.22 einen Ziegenbock zum Suendopfer; 7.23 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Netanels, des Sohnes Zuars. 7.24 Am dritten Tag der Fuerst der Soehne Sebulon, Eliab, der Sohn Helons. 7.25 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.26 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.27 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.28 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.29 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Eliabs, des Sohnes Helons. 7.30 Am vierten Tag der Fuerst der Soehne Ruben, Elizur, der Sohn Schedeurs. 7.31 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.32 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.33 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.34 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.35 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Opfergabe Elizurs, des Sohnes Schedeurs. 7.36 Am fuenften Tag der Fuerst der Soehne Simeon, Schelumiel, der Sohn Zurischaddais. 7.37 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.38 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.39 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.40 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.41 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Schelumiels, des Sohnes Zurischaddais. 7.42 Am sechsten Tag der Fuerst der Soehne Gad, Eljasaf, der Sohn Deguels. 7.43 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.44 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.45 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.46 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.47 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Eljasafs, des Sohnes Deguels. 7.48 Am siebten Tag der Fuerst der Soehne Ephraim, Elischama, der Sohn Ammihuds. 7.49 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.50 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.51 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.52 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.53 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Elischamas, des Sohnes Ammihuds. 7.54 Am achten Tag der Fuerst der Soehne Manasse, Gamliel, der Sohn Pedazurs. 7.55 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.56 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.57 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.58 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.59 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Gamliels, des Sohnes Pedazurs. 7.60 Am neunten Tag der Fuerst der Soehne Benjamin, Abidan, der Sohn des Gidoni. 7.61 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.62 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.63 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.64 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.65 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Abidans, des Sohnes des Gidoni. 7.66 Am zehnten Tag der Fuerst der Soehne Dan, Ahieser, der Sohn Ammischaddais. 7.67 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.68 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.69 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.70 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.71 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Ahiesers, des Sohnes Ammischaddais. 7.72 Am elften Tag der Fuerst der Soehne Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans. 7.73 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.74 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.75 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.76 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.77 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Pagiels, des Sohnes Ochrans. 7.78 Am zwoelften Tag der Fuerst der Soehne Naftali, Ahira, der Sohn Enans. 7.79 Seine Gabe war: eine silberne Schuessel, 130 [Schekel] ihr Gewicht, eine silberne Sprengschale, siebzig Schekel nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums, beide voller Weizengriess, gemengt mit Oel, zum Speisopfer; 7.80 eine Schale, zehn [Schekel] Gold, voller Raeucherwerk; 7.81 ein Jungstier, ein Widder, ein einjaehriges Lamm zum Brandopfer; 7.82 ein Ziegenbock zum Suendopfer; 7.83 und zum Heilsopfer zwei Rinder, fuenf Widder, fuenf Boecke, fuenf einjaehrige Laemmer. Das war die Gabe Ahiras, des Sohnes Enans. 7.84 Das war die Einweihungsgabe des Altars von den Fuersten Israels an dem Tag, da er gesalbt wurde: zwoelf silberne Schuesseln, zwoelf silberne Sprengschalen, zwoelf goldene Schalen; 7.85 130 [Schekel wog] eine silberne Schuessel und siebzig eine Sprengschale, alles Silber der Gefaesse war 2 400 [Schekel] nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums; 7.86 zwoelf goldene Schalen voller Raeucherwerk, je zehn [Schekel] eine Schale nach dem Schekel[gewicht] des Heiligtums: alles Gold der Schalen war 120 [Schekel]. 7.87 Alle Rinder zum Brandopfer waren [zusammen] zwoelf Stiere; [dazu] zwoelf Widder, zwoelf einjaehrige Laemmer, samt ihrem Speisopfer; und zwoelf Ziegenboecke zum Suendopfer. 7.88 Und alle Rinder zum Heilsopfer waren [zusammen] 24 Stiere; [dazu] sechzig Widder, sechzig Boecke, sechzig einjaehrige Laemmer. Das war die Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden war. 7.89 Und wenn Mose in das Zelt der Begegnung hineinging, um mit ihm zu reden, dann hoerte er die Stimme zu ihm reden von der Deckplatte herab, die auf der Lade des Zeugnisses war, zwischen den beiden Cherubim hervor; und er redete zu ihm. Gesetz ueber den Leuchter im Heiligtum und ueber die Weihe der Leviten. V. 1-4: 2Mo 25,31-40. \8\ 8.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 8.2 Rede zu Aaron und sage zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzt, dann sollen die sieben Lampen [den Raum] vor dem Leuchter erhellen. 8.3 Und Aaron machte es so: er setzte dessen Lampen auf, [so dass sie] [den Raum] vor dem Leuchter [erhellten], wie der HERR dem Mose befohlen hatte. 8.4 Und das war die Machart des Leuchters: getriebene Arbeit in Gold; von seinem Fuss bis zu seinen Blueten, alles war getriebene Arbeit; nach der Gestalt, die der HERR dem Mose gezeigt, so hatte man den Leuchter gemacht. 8.5 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 8.6 Nimm die Leviten aus der Mitte der Soehne Israel und reinige sie! 8.7 Und so sollst du mit ihnen tun, um sie zu reinigen: sprenge Entsuendigungswasser auf sie, und sie sollen das Schermesser ueber ihren ganzen Koerper gehen lassen und ihre Kleider waschen und sich reinigen. 8.8 Und sie sollen einen jungen Stier nehmen und das dazugehoerige Speisopfer: Weizengriess, gemengt mit Oel; und einen andern Jungstier sollst du zum Suendopfer nehmen. 8.9 Und du sollst die Leviten vor das Zelt der Begegnung hinzutreten lassen und die ganze Gemeinde der Soehne Israel versammeln. 8.10 Und du sollst die Leviten vor den HERRN hintreten lassen, und die Soehne Israel sollen ihre Haende auf die Leviten legen. 8.11 Und Aaron soll die Leviten als Schwingopfer von den Soehnen Israel vor dem HERRN darbringen, damit sie zum Verrichten des Dienstes fuer den HERRN da sind. 8.12 Und die Leviten sollen ihre Haende auf den Kopf der Stiere legen; und den einen sollst du als Suendopfer und den anderen als Brandopfer dem HERRN opfern, um fuer die Leviten Suehnung zu erwirken. 8.13 Und so sollst du die Leviten vor Aaron und vor seine Soehne stellen und sie dem HERRN als Schwingopfer darbringen. 8.14 Und du sollst die Leviten aus der Mitte der Soehne Israel aussondern, damit die Leviten mir gehoeren. 8.15 Und danach sollen die Leviten kommen, um das Zelt der Begegnung zu bedienen. So sollst du sie reinigen und sie als Schwingopfer darbringen. 8.16 Denn sie sind mir ganz zu eigen gegeben aus der Mitte der Soehne Israel, als Ersatz fuer alles, was den Mutterschoss durchbricht, [fuer] jeden Erstgeborenen aus den Soehnen Israel habe ich sie fuer mich genommen. 8.17 Denn mir [gehoert] alles Erstgeborene unter den Soehnen Israel an Menschen und an Vieh. An dem Tag, da ich alle Erstgeburt im Land Aegypten schlug, habe ich sie fuer mich geheiligt. 8.18 Und ich habe die Leviten genommen als Ersatz fuer alle Erstgeborenen unter den Soehnen Israel; 8.19 und ich habe die Leviten dem Aaron und seinen Soehnen als Gabe aus der Mitte der Soehne Israel gegeben, den Dienst der Soehne Israel am Zelt der Begegnung auszuueben und fuer die Soehne Israel Suehnung zu erwirken, damit unter den Soehnen Israel keine Plage dadurch entsteht, dass die Soehne Israel sich dem Heiligtum naehern. 8.20 Und Mose und Aaron und die ganze Gemeinde der Soehne Israel machten es so mit den Leviten; nach allem, was der HERR dem Mose wegen der Leviten geboten hatte, so machten es die Soehne Israel mit ihnen. 8.21 Und die Leviten entsuendigten sich und wuschen ihre Kleider; und Aaron brachte sie als Schwingopfer vor dem HERRN dar; und Aaron erwirkte Suehnung fuer sie zu ihrer Reinigung. 8.22 Danach kamen die Leviten, um ihren Dienst am Zelt der Begegnung auszuueben vor Aaron und vor seinen Soehnen. Ganz wie der HERR dem Mose hinsichtlich der Leviten geboten hatte, so machten sie es mit ihnen. 8.23 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 8.24 Das ist es, was fuer die Leviten [gilt]: Von 25 Jahren an und darueber soll er eintreten, um die Arbeit zu tun im Dienst am Zelt der Begegnung. 8.25 Aber von fuenfzig Jahren an soll er aus der Arbeit des Dienstes austreten und nicht laenger dienen; 8.26 er mag seinen Bruedern bei der Wahrnehmung der Aufgaben am Zelt der Begegnung helfen, aber Arbeit soll er nicht [mehr] tun. So sollst du es mit den Leviten in ihren Aufgaben machen. Passah und Nachpassah. \9\ 9.1 Und der HERR redete zu Mose in der Wueste Sinai, im zweiten Jahr nach ihrem Auszug aus dem Land Aegypten, im ersten Monat, und sprach: 9.2 Die Soehne Israel sollen das Passah feiern zu seiner festgesetzten Zeit; 9.3 am vierzehnten Tag in diesem Monat, zwischen den zwei Abenden, sollt ihr es feiern zu seiner festgesetzten Zeit; nach allen seinen Ordnungen und nach allen seinen Vorschriften sollt ihr es feiern. 9.4 Und Mose redete zu den Soehnen Israel, dass sie das Passah feiern sollten. 9.5 Und sie feierten das Passah im ersten [Monat] am vierzehnten Tag des Monats, zwischen den zwei Abenden, in der Wueste Sinai; nach allem, was der HERR dem Mose befohlen hatte, so machten es die Soehne Israel. 9.6 Aber es waren Maenner da, die unrein waren wegen der Leiche eines Menschen und an jenem Tag das Passah nicht feiern konnten; und sie traten an jenem Tag vor Mose und vor Aaron. 9.7 Und diese Maenner sagten zu ihm: Wir sind unrein wegen der Leiche eines Menschen. Warum soll es uns verwehrt sein, die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit inmitten der Soehne Israel darzubringen? 9.8 Und Mose sagte zu ihnen: Bleibt stehen, und ich will hoeren, was der HERR euretwegen gebietet. - 9.9 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 9.10 Rede zu den Soehnen Israel: Wenn irgend jemand bei euch oder bei euren [kuenftigen] Generationen unrein ist wegen einer Leiche, oder er ist auf einer weiten Reise und will [trotzdem] dem HERRN Passah feiern: 9.11 im zweiten Monat, am vierzehnten Tag, zwischen den zwei Abenden, sollen sie es feiern; mit ungesaeuertem Brot und bitteren Kraeutern sollen sie es essen; 9.12 sie sollen nichts davon uebriglassen bis zum Morgen und sollen kein Bein an ihm zerbrechen; nach allen Ordnungen des Passah sollen sie es feiern. 9.13 Der Mann aber, der rein ist und nicht auf einer Reise und es unterlaesst, das Passah zu feiern, diese Seele soll ausgerottet werden aus ihren Voelkern; denn er hat die Opfergabe des HERRN nicht zur festgesetzten Zeit dargebracht; dieser Mann soll seine Suende tragen. 9.14 Und wenn ein Fremder bei euch wohnt und dem HERRN Passah feiern will, soll er es feiern nach der Ordnung des Passah und nach seiner Vorschrift. Ein [und dieselbe] Ordnung soll fuer euch sein, sowohl fuer den Fremden als auch fuer den Einheimischen des Landes. Wolken- und Feuersaeule. 9.15 Und an dem Tag, als die Wohnung aufgestellt wurde, bedeckte die Wolke die Wohnung des Zeltes des Zeugnisses; und am Abend war sie ueber der Wohnung wie das Aussehen eines Feuers bis zum Morgen. 9.16 So war es staendig: die Wolke bedeckte sie, und des Nachts [war es wie] das Aussehen eines Feuers. 9.17 Und sooft die Wolke sich von dem Zelt erhob, brachen danach die Soehne Israel auf; und an dem Ort, wo die Wolke sich niederliess, dort lagerten die Soehne Israel. 9.18 Nach dem Befehl des HERRN brachen die Soehne Israel auf, und nach dem Befehl des HERRN lagerten sie; alle Tage, waehrend die Wolke auf der Wohnung ruhte, lagerten sie. 9.19 Und wenn die Wolke viele Tage auf der Wohnung stehen blieb, verrichteten die Soehne Israel den Dienst des HERRN und brachen nicht auf. 9.20 Und es kam vor, dass die Wolke [nur] wenige Tage auf der Wohnung war - nach dem Befehl des HERRN lagerten sie sich, und nach dem Befehl des HERRN brachen sie [auch] auf. 9.21 Und es kam vor, dass die Wolke [nur] vom Abend bis zum [naechsten] Morgen da war und die Wolke sich am Morgen erhob, dann brachen sie auf. Oder einen Tag und eine Nacht - erhob sich die Wolke, so brachen sie auf. 9.22 Oder [dauerte es] zwei Tage oder einen Monat oder eine laengere Zeit - wenn die Wolke auf der Wohnung verweilte, indem sie darauf ruhte, dann lagerten die Soehne Israel und brachen nicht auf; und wenn sie sich [dann] erhob, brachen sie auf. 9.23 Nach dem Befehl des HERRN lagerten sie, und nach dem Befehl des HERRN brachen sie auf; sie verrichteten den Dienst des HERRN nach dem Befehl des HERRN durch Mose. Silberne Trompeten. \10\ 10.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 10.2 Mache dir zwei Trompeten aus Silber! In getriebener Arbeit sollst du sie machen; und sie sollen dir zur Berufung der Gemeinde und zum Aufbruch der Lager dienen. 10.3 Blaest man sie [beide], dann soll sich die ganze Gemeinde zu dir versammeln am Eingang des Zeltes der Begegnung. 10.4 Und wenn man [nur] eine blaest, dann sollen sich die Fuersten zu dir versammeln, die Haeupter der Tausendschaften Israels. 10.5 Und blast ihr das Laermsignal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Osten hin lagern; 10.6 und blast ihr das Laermsignal zum zweiten Mal, dann sollen die Lager aufbrechen, die nach Sueden hin lagern: zu ihrem Aufbruch sollen sie das Laermsignal blasen. 10.7 Aber um die Versammlung zu versammeln, sollt ihr [nur] blasen, aber kein Laermsignal geben. 10.8 Die Soehne Aarons, die Priester, sollen in die Hoerner stossen. Das soll fuer euch zur ewigen Ordnung sein bei euren Generationen. 10.9 Und wenn ihr in eurem Land in den Kampf zieht gegen den Bedraenger, der euch bedraengt, dann sollt ihr mit den Trompeten das Laermsignal geben; und es wird an euch gedacht werden vor dem HERRN, eurem Gott, und ihr werdet gerettet werden vor euren Feinden. 10.10 Und an euren Freudentagen und an euren Festen und an euren Neumonden sollt ihr in die Trompeten blasen bei euren Brandopfern und bei euren Heilsopfern; und sie sollen euch bei eurem Gott in Erinnerung bringen. Ich bin der HERR, euer Gott. Aufbruch vom Sinai. 10.11 Und es geschah im zweiten Jahr, im zweiten Monat, am zwanzigsten [Tag] des Monats, da erhob sich die Wolke von der Wohnung des Zeugnisses. 10.12 Und die Soehne Israel brachen auf nach ihrer Aufbruchsordnung aus der Wueste Sinai; und die Wolke liess sich nieder in der Wueste Paran. 10.13 So brachen sie zum ersten Mal auf nach dem Befehl des HERRN durch Mose. V. 14-27: Kap. 1,5-15; 1Mo 35,23-26. 10.14 Und die Abteilung des Lagers der Soehne Juda brach zuerst auf nach ihren Heeresverbaenden; und ueber seinen Heeresverbaenden war Nachschon, der Sohn Amminadabs. 10.15 Und ueber dem Heeresverband des Stammes der Soehne Issaschar war Netanel, der Sohn Zuars; 10.16 und ueber dem Heeresverband des Stammes der Soehne Sebulon war Eliab, der Sohn Helons. 10.17 Und die Wohnung wurde abgebaut, und es brachen auf die Soehne Gerschon und die Soehne Merari, die die Wohnung trugen. 10.18 Und die Abteilung des Lagers Ruben brach auf nach seinen Heeresverbaenden; und ueber seinem Heeresverband war Elizur, der Sohn Schedeurs. 10.19 Und ueber dem Heeresverband des Stammes der Soehne Simeon war Schelumiel, der Sohn Zurischaddais; 10.20 und ueber dem Heeresverband des Stammes der Soehne Gad war Eljasaf, der Sohn Deguels. 10.21 Und die Kehatiter brachen auf, die das Heiligtum trugen; und man richtete die Wohnung auf, bis sie [an]kamen. 10.22 Und die Abteilung des Lagers der Soehne Ephraim brach auf nach ihren Heeresverbaenden; und ueber seinem Heeresverband war Elischama, der Sohn Ammihuds. 10.23 Und ueber dem Heeresverband des Stammes der Soehne Manasse war Gamliel, der Sohn Pedazurs; 10.24 und ueber den Heeresverbaenden des Stammes der Soehne Benjamin war Abidan, der Sohn des Gidoni. 10.25 Und die Abteilung des Lagers der Soehne Dan, das die Nachhut aller Lager bildete, brach auf nach ihren Heeresverbaenden; und ueber seinem Heeresverband war Ahieser, der Sohn Ammischaddais. 10.26 Und ueber dem Heeresverband des Stammes der Soehne Asser war Pagiel, der Sohn Ochrans; 10.27 und ueber dem Heeresverband des Stammes der Soehne Naftali war Ahira, der Sohn Enans. - 10.28 Das war die Aufbruchsordnung der Soehne Israel nach ihren Heeresverbaenden; und so brachen sie auf. 10.29 Und Mose sagte zu Hobab, dem Sohn Reguels, des Midianiters, des Schwiegervaters Moses: Wir brechen auf zu dem Ort, von dem der HERR gesagt hat: `Ich will ihn euch geben'. Komm mit uns! Dann werden wir dir Gutes tun; denn der HERR hat Gutes ueber Israel geredet. 10.30 Doch er sagte zu ihm: Ich will nicht mitkommen, sondern in mein Land und zu meiner Verwandtschaft will ich gehen. 10.31 Er aber sagte: Verlass uns doch nicht! Denn du weisst doch, wo wir in der Wueste lagern koennen; und du sollst unser Auge sein. 10.32 Und es soll geschehen, wenn du mit uns kommst und jenes Gute geschieht, das der HERR an uns tun will, dann werden wir dir auch Gutes tun. 10.33 Und sie brachen auf von dem Berg des HERRN, drei Tagereisen weit, und die Lade des Bundes des HERRN zog drei Tagereisen vor ihnen her, um ihnen einen Ruheplatz auszusuchen; 10.34 und die Wolke des HERRN war ueber ihnen am Tag, wenn sie aus dem Lager zogen. 10.35 Und es geschah, wenn die Lade aufbrach, sagte Mose: Steh auf, HERR, dass deine Feinde sich zerstreuen und deine Hasser vor dir fliehen! 10.36 Und wenn sie ruhte, sagte er: Kehre zurueck, HERR, zu der grossen Menge der Tausendschaften Israels! Murren und Bestrafung des Volkes - Siebzig Aelteste als Beistand fuer Mose - Fleisch fuer das luesterne Volk. \11\ 11.1 Und es geschah, als das Volk sich in Klagen erging, da war es boese in den Ohren des HERRN. Und als der HERR es hoerte, da ergluehte sein Zorn, und ein Feuer des HERRN brannte unter ihnen und frass am Rand des Lagers. 11.2 Und das Volk schrie zu Mose; und Mose betete zu dem HERRN, da legte sich das Feuer. 11.3 Und man gab diesem Ort den Namen Tabera, weil ein Feuer des HERRN unter ihnen gebrannt hatte. 11.4 Und das hergelaufene [Volk], das in ihrer Mitte war, gierte voller Begierde, und auch die Soehne Israel weinten wieder und sagten: Wer wird uns Fleisch zu essen geben? 11.5 Wir denken an die Fische, die wir in Aegypten umsonst assen, an die Gurken und an die Melonen und an den Lauch und an die Zwiebeln und an den Knoblauch; 11.6 und nun ist unsere Kehle vertrocknet; gar nichts ist da, nur auf das Manna [sehen] unsere Augen. 11.7 Das Manna aber war wie Koriandersamen und sein Aussehen wie das Aussehen des Bdelliumharzes. 11.8 Das Volk lief umher, und sie sammelten [es] und mahlten es mit Handmuehlen oder zerstiessen es in Moersern; und sie kochten es in Toepfen, auch machten sie Brotfladen daraus; und sein Geschmack war wie der Geschmack von Oelkuchen. 11.9 Und wenn nachts der Tau auf das Lager herabfiel, dann fiel [auch] das Manna darauf herab. 11.10 Und als Mose das Volk, alle seine Sippen, jeden am Eingang seines Zeltes, weinen hoerte und der Zorn des HERRN heftig entbrannte, da war es boese in den Augen des Mose. 11.11 Und Mose sagte zu dem HERRN: Warum hast du an deinem Knecht [so] schlecht gehandelt, und warum habe ich nicht in deinen Augen Gunst gefunden, dass du die Last dieses ganzen Volkes auf mich legst? 11.12 Bin ich etwa mit diesem ganzen Volk schwanger gewesen, oder habe etwa ich es geboren, dass du zu mir sagst: `Trage es an deiner Brust, wie der Waerter den Saeugling traegt', in das Land, das du ihren Vaetern zugeschworen hast? 11.13 Woher soll ich Fleisch haben, um es diesem ganzen Volk zu geben? Denn sie weinen vor mir und sagen: `Gib uns Fleisch, damit wir essen!' 11.14 Ich allein kann dieses ganze Volk nicht tragen, denn es ist mir zu schwer. 11.15 Und wenn du so mit mir tust, dann bringe mich doch um, wenn ich in deinen Augen Gunst gefunden habe, damit ich mein Unglueck nicht [mehr] ansehen [muss]! 11.16 Und der HERR sprach zu Mose: Versammle mir siebzig Maenner aus den Aeltesten Israels, von denen du erkannt hast, dass sie Aelteste des Volkes und seine Aufseher sind, und fuehre sie zu dem Zelt der Begegnung, dass sie sich dort mit dir [zusammen] aufstellen! 11.17 Und ich werde herabkommen und dort mit dir reden, und ich werde von dem Geist nehmen, der auf dir ist, und auf sie legen, damit sie mit dir an der Last des Volkes tragen und du sie nicht [mehr] allein tragen musst. 11.18 Und zu dem Volk sollst du sagen: Heiligt euch fuer morgen! Dann werdet ihr Fleisch essen; denn ihr habt vor den Ohren des HERRN geweint und gesagt: `Wer wird uns Fleisch zu essen geben? Denn in Aegypten ging es uns gut.' Der HERR wird euch Fleisch geben, und ihr werdet essen. 11.19 Nicht [nur] einen Tag sollt ihr essen, und nicht [nur] zwei Tage und nicht [nur] fuenf Tage und nicht [nur] zehn Tage und nicht [nur] zwanzig Tage, 11.020 sondern einen ganzen Monat, bis es euch zur Nase herauskommt und es euch zum Ekel wird, weil ihr den HERRN, der in eurer Mitte ist, verworfen und vor ihm geweint und gesagt habt: `Warum nur sind wir aus Aegypten ausgezogen?' 11.21 Und Mose sagte: 600 000 [Mann] Fussvolk [zaehlt] das Volk, in dessen Mitte ich bin, und da sagst du: `Fleisch will ich ihnen geben, dass sie einen ganzen Monat [davon] essen!' 11.22 Koennen [so viele] Schafe und Rinder fuer sie geschlachtet werden, dass es fuer sie ausreicht? Oder sollen alle Fische des Meeres fuer sie eingesammelt werden, dass es fuer sie ausreicht? 11.23 Und der HERR sprach zu Mose: Ist die Hand des HERRN [zu] kurz? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort fuer dich eintrifft oder nicht. 11.24 Da ging Mose hinaus und redete zum Volk die Worte des HERRN; und er versammelte siebzig Maenner aus den Aeltesten des Volkes und stellte sie rings um das Zelt auf. 11.25 Und der HERR kam in der Wolke herab und redete zu ihm und nahm von dem Geist, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig Maenner, die Aeltesten. Und es geschah, sobald der Geist auf sie kam, weissagten sie; [spaeter] aber nicht mehr. 11.26 Und zwei Maenner blieben im Lager zurueck, der Name des einen war Eldad und der Name des andern Medad; und auch auf sie kam der Geist - sie waren naemlich unter den Aufgeschriebenen, waren aber nicht zum Zelt hinausgegangen -, und sie weissagten im Lager. 11.27 Da lief ein junger Mann hin und berichtete es Mose und sagte: Eldad und Medad weissagen im Lager. 11.28 Und Josua, der Sohn des Nun, der [schon] von seiner Jugend an der Diener des Mose gewesen war, antwortete: Mein Herr, Mose, halte sie zurueck! 11.29 Aber Mose sagte zu ihm: Eiferst du fuer mich? Moegen doch alle im Volk des HERRN Propheten sein, dass der HERR seinen Geist auf sie lege! 11.30 Und Mose zog sich in das Lager zurueck, er und die Aeltesten Israels. 11.31 Und ein Wind ging von dem HERRN aus und trieb Wachteln vom Meer herbei und warf sie auf das Lager [herab], eine Tagereise weit in der einen Richtung und eine Tagereise weit in der andern Richtung, rings um das Lager und zwei Ellen hoch [lagen sie] auf dem Erdboden. 11.32 Und das Volk machte sich auf diesen ganzen Tag und die ganze Nacht und den ganzen folgenden Tag, und sie sammelten die Wachteln ein; wer wenig sammelte, hatte zehn Homer gesammelt; und sie breiteten sie sich [zum Doerren] aus rings um das Lager her. 11.33 Das Fleisch war noch zwischen ihren Zaehnen, es war noch nicht zerkaut, da entbrannte der Zorn des HERRN gegen das Volk, und der HERR schlug das Volk mit einer sehr grossen Plage. 11.34 Und man gab diesem Ort den Namen Kibrot-Hattaawa, weil man dort das Volk begrub, das gierig gewesen war. 11.35 Von Kibrot-Hattaawa brach das Volk auf nach Hazerot; und sie waren in Hazerot. Auflehnung Aarons und Mirjams gegen Mose. \12\ 12.1 Und Mirjam und Aaron redeten gegen Mose wegen der kuschitischen Frau, die er genommen hatte; denn er hatte eine kuschitische Frau genommen. 12.2 Und sie sagten: Hat der HERR nur etwa mit Mose geredet? Hat er nicht auch mit uns geredet? Und der HERR hoerte es. 12.3 Der Mann Mose aber war sehr demuetig, mehr als alle Menschen, die auf dem Erdboden waren. 12.4 Da sprach der HERR ploetzlich zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Geht hinaus, ihr drei, zum Zelt der Begegnung! Und sie gingen hinaus, die drei. 12.5 Und der HERR kam in einer Wolkensaeule herab und stand im Eingang des Zeltes; und er rief Aaron und Mirjam, und die beiden traten hinaus. 12.6 Und er sprach: Hoert doch meine Worte! Wenn ein Prophet des HERRN unter euch ist, dem will ich mich in einem Gesicht zu erkennen geben, im Traum will ich mit ihm reden. 12.7 So steht [es] nicht [mit] meinem Knecht Mose. Er ist treu in meinem ganzen Haus; 12.8 mit ihm rede ich von Mund zu Mund, im Sehen und nicht in Raetselworten, und die Gestalt des HERRN schaut er. Warum habt ihr euch nicht gefuerchtet, gegen meinen Knecht, gegen Mose, zu reden? 12.9 Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen sie, und er ging weg. 12.10 Und die Wolke wich vom Zelt, und siehe, Mirjam war aussaetzig wie Schnee; und Aaron wandte sich zu Mirjam um, und siehe, sie war aussaetzig. 12.11 Da sagte Aaron zu Mose: Ach, mein Herr, lege doch nicht die Suende auf uns, durch die wir toericht gehandelt und uns versuendigt haben! 12.12 Lass [Mirjam] doch nicht sein wie ein Totgeborenes, dessen Fleisch, wenn es aus seiner Mutter Leib hervorkommt, zur 1.Haelfte verwest ist! 12.13 Und Mose schrie zu dem HERRN und sagte: O Gott, ach, heile sie doch! 12.14 Und der HERR sprach zu Mose: Haette ihr Vater ihr ins Gesicht gespuckt, muesste sie sich nicht sieben Tage lang schaemen? Sie soll sieben Tage ausserhalb des Lagers eingeschlossen werden, danach soll sie wieder aufgenommen werden. 12.15 So wurde Mirjam sieben Tage ausserhalb des Lagers eingeschlossen; und das Volk brach nicht auf, bis Mirjam wieder aufgenommen worden war. 12.16 Danach aber brach das Volk von Hazerot auf; und sie lagerten in der Wueste Paran. Aussendung und Rueckkehr der Kundschafter. Kap. 13; 14: 5Mo 1,19-46. \13\ 13.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 13.2 Sende dir Maenner aus, dass sie das Land Kanaan auskundschaften, das ich den Soehnen Israel gebe! Je einen Mann fuer den Stamm seiner Vaeter sollt ihr aussenden, jeder ein Fuerst unter ihnen. 13.3 Und Mose sandte sie aus der Wueste Paran nach dem Befehl des HERRN, alle Maenner, die Haeupter der Soehne Israel waren. V. 4-15: Kap. 34,19-28; 1Mo 35,23-26. 13.4 Und das sind ihre Namen: fuer den Stamm Ruben: Schammua, der Sohn Sakkurs; 13.5 fuer den Stamm Simeon: Schafat, der Sohn Horis; 13.6 fuer den Stamm Juda: Kaleb, der Sohn Jefunnes; 13.7 fuer den Stamm Issaschar: Jigal, der Sohn Josephs; 13.8 fuer den Stamm Ephraim: Hoschea, der Sohn Nuns; 13.9 fuer den Stamm Benjamin: Palti, der Sohn Rafus; 13.10 fuer den Stamm Sebulon: Gaddiel, der Sohn Sodis; 13.11 fuer den Stamm Joseph, [und zwar] fuer den Stamm Manasse: Gaddi, der Sohn Susis; 13.12 fuer den Stamm Dan: Ammiel, der Sohn Gemallis; 13.13 fuer den Stamm Asser: Setur, der Sohn Michaels; 13.14 fuer den Stamm Naftali: Nachbi, der Sohn Wofsis; 13.15 fuer den Stamm Gad: Geuel, der Sohn Machis. 13.16 Das sind die Namen der Maenner, die Mose aussandte, um das Land auszukundschaften. Und Mose nannte Hoschea, den Sohn des Nun, Josua. 13.17 Und Mose sandte sie, das Land Kanaan auszukundschaften, und sagte zu ihnen: Zieht hier hinauf an der Suedseite, und steigt auf das Gebirge, 13.18 und seht das Land an, wie es [beschaffen] ist; und das Volk, das darin wohnt, ob es stark oder schwach, ob es gering oder zahlreich ist; 13.19 und wie das Land ist, in dem es wohnt, ob es gut oder schlecht ist; und wie die Staedte sind, in denen es wohnt, ob [es] in Lagern oder in Festungen [wohnt]; 13.20 und wie das Land ist, ob es fett oder mager ist, ob Baeume darin sind oder nicht. Und seid mutig und nehmt [etwas] von der Frucht des Landes! Die Tage aber waren die Tage der ersten Trauben. 13.21 Und sie zogen hinauf und kundschafteten das Land aus, von der Wueste Zin bis Rehob, [von wo] man nach Hamat geht. 13.22 Und sie zogen an der Suedseite hinauf und kamen bis Hebron, und dort waren Ahiman, Scheschai und Talmai, die Soehne Enaks. Hebron aber war sieben Jahre vor Zoan in Aegypten erbaut worden. 13.23 Und sie kamen bis in das Tal Eschkol und schnitten dort eine Weinranke mit [nur] einer Traube ab und trugen sie zu zweit an einer Stange, auch Granataepfel und Feigen. 13.24 Diesen Ort nannte man Tal Eschkol wegen der Traube, die die Soehne Israel dort abgeschnitten hatten. 13.25 Und sie kehrten am Ende von vierzig Tagen von der Erkundung des Landes zurueck. 13.26 Und sie gingen hin und kamen zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde der Soehne Israel in die Wueste Paran nach Kadesch; und sie erstatteten ihnen und der ganzen Gemeinde Bericht und zeigten ihnen die Frucht des Landes. 13.27 Und sie erzaehlten ihm und sagten: Wir sind in das Land gekommen, wohin du uns gesandt hast; und wirklich, es fliesst von Milch und Honig ueber, und das ist seine Frucht. 13.28 Allerdings ist das Volk stark, das in dem Land wohnt, und die Staedte [sind] befestigt [und] sehr gross; und auch die Soehne Enaks haben wir dort gesehen. 13.29 Amalek wohnt im Lande des Suedens, und die Hetiter und die Jebusiter und die Amoriter wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter wohnen am Meer und am Ufer des Jordan. 13.30 Und Kaleb beschwichtigte das Volk, [das] gegenueber Mose [murrte], und sagte: Lasst uns nur hinaufziehen und es in Besitz nehmen, denn wir werden es gewiss bezwingen! 13.31 Aber die Maenner, die mit ihm hinaufgezogen waren, sagten: Wir koennen nicht gegen das Volk hinaufziehen, denn es ist staerker als wir. 13.32 Und sie brachten unter den Soehnen Israel ein boeses Geruecht ueber das Land auf, das sie ausgekundschaftet hatten, und sagten: Das Land, das wir durchzogen haben, um es zu erkunden, ist ein Land, das seine Bewohner frisst; und alles Volk, das wir darin gesehen haben, sind Leute von hohem Wuchs; 13.33 auch haben wir dort die Riesen gesehen, die Soehne Enaks von den Riesen; und wir waren in unseren Augen wie Heuschrecken, und so waren wir auch in ihren Augen. Aufruhr und Strafe fuer das Volk. Kap. 13; 14: 5Mo 1,19-46. \14\ 14.1 Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk weinte in jener Nacht. 14.2 Und alle Soehne Israel murrten gegen Mose und gegen Aaron, und die ganze Gemeinde sagte zu ihnen: Waeren wir doch im Land Aegypten gestorben, oder waeren wir doch in dieser Wueste gestorben! 14.3 Wozu bringt uns der HERR in dieses Land? Damit wir durchs Schwert fallen und unsere Frauen und unsere kleinen Kinder zur Beute werden? Waere es nicht besser fuer uns, nach Aegypten zurueckzukehren? 14.4 Und sie sagten einer zum andern: Lasst uns ein Haupt [ueber uns] setzen und nach Aegypten zurueckkehren! 14.5 Da fielen Mose und Aaron auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung der Gemeinde der Soehne Israel. 14.6 Und Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, von denen, die das Land ausgekundschaftet hatten, zerrissen ihre Kleider 14.7 und sagten zu der ganzen Gemeinde der Soehne Israel: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, das Land ist sehr, sehr gut. 14.8 Wenn der HERR Gefallen an uns hat, so wird er uns in dieses Land bringen und es uns geben, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst. 14.9 Nur empoert euch nicht gegen den HERRN! Und fuerchtet doch nicht das Volk des Landes, denn unser Brot werden sie sein! Ihr Schutz ist von ihnen gewichen, und der HERR ist mit uns. Fuerchtet sie nicht! 14.10 Und die ganze Gemeinde sagte, dass man sie steinigen solle. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN an dem Zelt der Begegnung allen Soehnen Israel. 14.11 Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange will mich dieses Volk verachten, und wie lange wollen sie mir nicht glauben bei all den Zeichen, die ich in ihrer Mitte getan habe? 14.12 Ich will es mit der Pest schlagen und es austilgen; und ich will dich zu einer Nation machen, groesser und staerker als sie. 14.13 Und Mose sagte zu dem HERRN: Dann werden es die Aegypter hoeren. Denn durch deine Macht hast du dieses Volk aus ihrer Mitte heraufgefuehrt; 14.14 und man wird es den Bewohnern dieses Landes sagen. Sie haben gehoert, dass du, HERR, in der Mitte dieses Volkes bist, dass du, HERR, Auge in Auge dich sehen laesst und dass deine Wolke ueber ihnen steht und du in einer Wolkensaeule vor ihnen hergehst bei Tag und in einer Feuersaeule bei Nacht. 14.15 Und wenn du dieses Volk wie einen Mann toetest, werden die Nationen, die die Kunde von dir gehoert haben, sagen: 14.16 Weil der HERR dieses Volk nicht in das Land bringen konnte, das er ihnen zugeschworen hatte, darum hat er sie in der Wueste hingeschlachtet. 14.17 Und nun moege sich doch die Macht des Herrn gross erweisen, so wie du geredet hast, als du sprachst: 14.18 `Der HERR ist langsam zum Zorn und gross an Gnade, der Schuld und [Treu]bruch vergibt, aber keineswegs ungestraft laesst, der die Schuld der Vaeter heimsucht an den Kindern, an der dritten und vierten [Generation].' 14.19 Vergib doch die Schuld dieses Volkes nach der Groesse deiner Gnade und so, wie du diesem Volk vergeben hast von Aegypten an bis hierher! 14.20 Und der HERR sprach: Ich habe vergeben nach deinem Wort. 14.21 Jedoch, so wahr ich lebe und von der Herrlichkeit des HERRN die ganze Erde erfuellt werden wird: 14.22 alle die Maenner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen haben, die ich in Aegypten und in der Wueste getan habe, und mich nun zehnmal geprueft und nicht gehoert haben auf meine Stimme, 14.23 werden das Land nicht sehen, das ich ihren Vaetern zugeschworen habe! Alle, die mich verachtet haben, sollen es nicht sehen. 14.24 Aber meinen Knecht Kaleb - weil ein anderer Geist in ihm war und er mir voellig nachgefolgt ist -, ihn werde ich in das Land bringen, in das er hineingegangen ist; und seine Nachkommen sollen es besitzen. 14.25 Die Amalekiter aber und die Kanaaniter wohnen in der Ebene. Morgen wendet euch und brecht auf zur Wueste in der Richtung zum Schilfmeer! 14.26 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach: 14.27 Wie lange [soll es] mit dieser boesen Gemeinde [weitergehen], dass sie gegen mich murrt? Das Murren der Soehne Israel, womit sie gegen mich murren, habe ich gehoert. 14.28 Sage zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn ich es nicht so mit euch machen werde, wie ihr vor meinen Ohren geredet habt! 14.29 In dieser Wueste sollen eure Leichen fallen, ja, alle eure Gemusterten nach eurer ganzen Zahl, von zwanzig Jahren an und darueber, die ihr gegen mich gemurrt habt. 14.30 Niemals sollt ihr in das Land kommen, in dem euch wohnen zu lassen ich meine Hand [zum Schwur] erhoben habe, ausser Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun! 14.31 Und eure kleinen Kinder, von denen ihr gesagt habt, sie werden zur Beute werden, sie will ich hineinbringen, und sie sollen das Land kennenlernen, das ihr verworfen habt. 14.32 Ihr aber, eure Leichen sollen in dieser Wueste fallen! 14.33 Und eure Kinder sollen vierzig Jahre lang in der Wueste Hirten sein und eure Hurereien tragen, bis eure Leiber in der Wueste umkommen. 14.34 Nach der Zahl der Tage, die ihr das Land ausgekundschaftet habt, vierzig Tage, je einen Tag fuer ein Jahr, sollt ihr vierzig Jahre lang eure Suenden tragen, und ihr sollt erkennen, was es ist, wenn ich mich abwende! 14.35 Ich, der HERR, habe es geredet. Wenn ich das nicht tun werde an dieser ganzen boesen Gemeinde, die sich gegen mich zusammengerottet hat! In dieser Wueste sollen sie umkommen, und dort sollen sie sterben! 14.36 Und die Maenner, die Mose ausgesandt hatte, das Land auszukundschaften, und die zurueckkehrten und die ganze Gemeinde gegen ihn zum Murren verleitet hatten, indem sie ein boeses Gerede ueber das Land aufbrachten, 14.37 diese Maenner, die ein boeses Gerede ueber das Land aufgebracht hatten, starben durch eine Plage vor dem HERRN. 14.38 Aber Josua, der Sohn des Nun, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, blieben am Leben von jenen Maennern, die ausgezogen waren, um das Land auszukundschaften. 14.39 Und als Mose diese Worte zu allen Soehnen Israel redete, trauerte das Volk sehr. 14.40 Und sie machten sich am [naechsten] Morgen frueh auf, um auf die Hoehe des Gebirges hinaufzuziehen, und sagten: Hier sind wir und wollen an den Ort hinaufziehen, von dem der HERR geredet hat; denn wir haben gesuendigt. 14.41 Aber Mose sagte: Warum denn uebertretet ihr den Befehl des HERRN [schon wieder]? Es wird [euch] nicht gelingen. 14.42 Zieht nicht hinauf - denn der HERR ist nicht in eurer Mitte -, damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet! 14.43 Denn die Amalekiter und die Kanaaniter stehen euch dort gegenueber, und ihr werdet durchs Schwert fallen. Weil ihr euch von der Nachfolge des HERRN abgewandt habt, wird der HERR nicht mit euch sein. 14.44 Doch sie waren so vermessen, auf die Hoehe des Gebirges hinaufzuziehen; aber die Lade des Bundes des HERRN und Mose wichen nicht aus der Mitte des Lagers. 14.45 Da kamen die Amalekiter und die Kanaaniter, die auf jenem Gebirge wohnten, herab und schlugen und versprengten sie bis nach Horma. Verordnungen fuer Opfer im Land Kanaan. \15\ 15.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 15.2 Rede zu den Soehnen Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das Land eurer Wohnsitze kommt, das ich euch geben werde, 15.3 und ihr dem HERRN ein Feueropfer opfert, ein Brandopfer oder ein Schlachtopfer, um ein Geluebde zu erfuellen oder als freiwillige Gabe oder an euren Festen, um dem HERRN einen wohlgefaelligen Geruch zu bereiten von Rindern oder Schafen: 15.4 dann soll der, der dem HERRN seine Gabe darbringt, als Speisopfer darbringen ein Zehntel Weizengriess, gemengt mit einem viertel Hin Oel; 15.5 und als Trankopfer sollst du ein viertel Hin Wein opfern zu dem Brandopfer oder zu dem Schlachtopfer, bei jedem Schaf. 15.6 Oder bei einem Widder sollst du als Speisopfer zwei Zehntel Weizengriess opfern, gemengt mit einem drittel Hin Oel; 15.7 und als Trankopfer sollst du ein drittel Hin Wein darbringen: ein wohlgefaelliger Geruch fuer den HERRN. 15.8 Und wenn du ein junges Rind als Brandopfer oder als Schlachtopfer opferst, um ein Geluebde zu erfuellen, oder als Heilsopfer fuer den HERRN, 15.9 dann soll man zu dem jungen Rind als Speisopfer drei Zehntel Weizengriess darbringen, gemengt mit einem halben Hin Oel; 15.10 und als Trankopfer sollst du ein halbes Hin Wein darbringen: ein Feueropfer von wohlgefaelligem Geruch fuer den HERRN. 15.11 So soll es gemacht werden bei jedem Rind oder bei jedem Widder oder bei jedem Schaf oder bei jeder Ziege; 15.12 nach der Zahl, die ihr opfert, sollt ihr so bei einem jeden machen nach ihrer Zahl. 15.13 Jeder Einheimische soll das so tun, wenn er ein Feueropfer von wohlgefaelligem Geruch dem HERRN darbringt. 15.14 Und wenn ein Fremder bei euch wohnt oder wer in eurer Mitte ist bei euren [kuenftigen] Generationen und er opfert dem HERRN ein Feueropfer von wohlgefaelligem Geruch, dann soll er es ebenso tun, wie ihr es tut. 15.15 In der Versammlung soll ein [und dieselbe] Ordnung [gelten] fuer euch und fuer den Fremden, der [bei euch] wohnt, eine ewige Ordnung fuer eure Generationen: wie ihr, so soll der Fremde sein vor dem HERRN. 15.16 Ein [und dasselbe] Gesetz und ein [und dasselbe] Recht soll fuer euch [gelten] und fuer den Fremden, der bei euch wohnt. 15.17 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 15.18 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land kommt, in das ich euch bringen werde, 15.19 dann soll es geschehen, wenn ihr von dem Brot des Landes esst, dann sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer abheben: 15.20 als Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als Hebopfer abheben; wie das Hebopfer der Tenne, so sollt ihr dieses abheben. 15.21 Von dem Erstling eures Schrotmehls sollt ihr dem HERRN ein Hebopfer geben in [allen] euren [kuenftigen] Generationen. 15.22 Und wenn ihr aus Versehen suendigt und nicht alle diese Gebote tut, die der HERR zu Mose geredet hat, 15.23 alles, was der HERR fuer euch durch Mose aufgetragen hat von dem Tag an, als der HERR Gebote gab, und weiterhin fuer eure Generationen, 15.24 dann soll es geschehen, wenn es vor den Augen der Gemeinde verborgen, aus Versehen geschehen ist, dann soll die ganze Gemeinde einen Jungstier als Brandopfer opfern zum wohlgefaelligen Geruch dem HERRN, samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer, nach der Vorschrift, und einen Ziegenbock als Suendopfer. 15.25 Und der Priester soll Suehnung erwirken fuer die ganze Gemeinde der Soehne Israel, und es wird ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen, und sie haben ihre Opfergabe, ein Feueropfer fuer den HERRN, und ihr Suendopfer vor den HERRN gebracht wegen ihrer Suende aus Versehen. 15.26 Und es wird der ganzen Gemeinde der Soehne Israel vergeben werden und dem Fremden, der in ihrer Mitte wohnt; denn dem ganzen Volk [geschah es] aus Versehen. 15.27 Und wenn eine einzelne Person aus Versehen suendigt, dann soll sie eine einjaehrige Ziege als Suendopfer darbringen. 15.28 Und der Priester soll Suehnung erwirken fuer die Person, die sich versehentlich vergangen hat durch eine Suende aus Versehen vor dem HERRN, um Suehnung fuer sie zu erwirken; und es wird ihr vergeben werden. 15.29 Fuer den Einheimischen unter den Soehnen Israel und fuer den Fremden, der in ihrer Mitte wohnt, sollt ihr ein [und dasselbe] Gesetz haben fuer den, der aus Versehen etwas tut. 15.30 Aber die Person, die mit erhobener Hand handelt, von den Einheimischen und von den Fremden, die laestert den HERRN; und diese Person soll ausgerottet werden aus der Mitte ihres Volkes, 15.31 denn das Wort des HERRN hat sie verachtet und sein Gebot aufgehoben; diese Person soll unbedingt ausgerottet werden: ihre Schuld ist auf ihr. Strafe fuer Entweihung des Sabbats. 15.32 Und als die Soehne Israel in der Wueste waren, da fanden sie einen Mann, der am Sabbattag Holz auflas. 15.33 Und die ihn gefunden hatten, wie er Holz auflas, brachten ihn zu Mose und zu Aaron und zu der ganzen Gemeinde. 15.34 Und sie legten ihn in Gewahrsam, denn es war nicht genau bestimmt, was mit ihm getan werden sollte. 15.35 Da sprach der HERR zu Mose: Der Mann soll unbedingt getoetet werden; die ganze Gemeinde soll ihn ausserhalb des Lagers steinigen. 15.36 Da fuehrte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie steinigten ihn, dass er starb, so wie der HERR dem Mose geboten hatte. 15.37 Und der HERR sprach zu Mose: 15.38 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen, dass sie sich eine Quaste an den Zipfeln ihrer Oberkleider machen sollen fuer [alle] ihre [kuenftigen] Generationen und dass sie an die Quaste des Zipfels eine Schnur aus violettem Purpur setzen sollen. 15.39 Und das soll euch zur [Merk]quaste werden, und ihr sollt sie ansehen und dabei an alle Gebote des HERRN denken und sie tun, und ihr sollt nicht eurem Herzen und euren Augen nachfolgen, deren Geluesten ihr nachhurt, 15.40 damit ihr an alle meine Gebote denkt und sie tut und heilig seid eurem Gott. 15.41 Ich bin der HERR, euer Gott, der ich euch aus dem Land Aegypten herausgefuehrt habe, um euer Gott zu sein; ich bin der HERR, euer Gott. Aufruhr und Tod Korachs und seiner Anhaenger. \16\ 16.1 Und Korach, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, unternahm es und [mit ihm] Datan und Abiram, die Soehne Eliabs, und On, der Sohn Pelets, die Soehne Rubens, 16.2 und sie erhoben sich gegen Mose mit 250 Maennern von den Soehnen Israel, Fuersten der Gemeinde, Berufene der Zusammenkunft, namhafte Maenner. 16.3 Und sie versammelten sich gegen Mose und gegen Aaron und sagten zu ihnen: Genug mit euch! Denn die ganze Gemeinde, sie alle sind heilig, und der HERR ist in ihrer Mitte. Warum erhebt ihr euch ueber die Versammlung des HERRN? 16.4 Als Mose das hoerte, fiel er auf sein Angesicht. 16.5 Und er redete zu Korach und zu seiner ganzen Rotte und sagte: Morgen wird der HERR erkennen lassen, wer ihm gehoert, wer der Heilige ist, dass er ihn zu sich nahen lasse; und wen er erwaehlt, den wird er zu sich nahen lassen. 16.6 Tut dies: Nehmt euch Feuerbecken, Korach und seine ganze Rotte, 16.7 und tut morgen Feuer hinein und legt Raeucherwerk darauf vor dem HERRN! Und es soll geschehen, der Mann, den der HERR erwaehlen wird, der sei der Heilige. Genug mit euch, ihr Soehne Levis! 16.8 Und Mose sprach zu Korach: Hoert doch, ihr Soehne Levis! 16.9 Ist es euch zu wenig, dass der Gott Israels euch aus der Gemeinde Israel ausgesondert hat, um euch zu sich nahen zu lassen, damit ihr den Dienst [an] der Wohnung des HERRN ausuebt und vor der Gemeinde steht, um ihr zu dienen, 16.10 dass er dich und alle deine Brueder, die Soehne Levis, mit dir hat herzunahen lassen? Und ihr trachtet auch [noch] nach dem Priesteramt! 16.11 Darum seid ihr es, die sich zusammenrotten, du und deine ganze Rotte, gegen den HERRN! Denn Aaron, was ist er, dass ihr gegen ihn murrt? 16.12 Und Mose sandte hin, um Datan und Abiram, die Soehne Eliabs, zu rufen. Aber sie sagten: Wir kommen nicht hinauf! 16.13 Ist es zu wenig, dass du uns aus einem Land, das von Milch und Honig ueberfliesst, heraufgefuehrt hast, um uns in der Wueste sterben zu lassen? Willst du dich auch noch zum Herrscher ueber uns aufwerfen? 16.14 Du hast uns keineswegs in ein Land gebracht, das von Milch und Honig ueberfliesst, noch uns Aecker und Weinberge als Erbteil gegeben! Willst du diesen Leuten [etwa] die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf! 16.15 Da wurde Mose sehr zornig und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht zu ihrer Opfergabe! Nicht einen [einzigen] Esel habe ich von ihnen genommen und keinem einzigen unter ihnen ein Leid getan. 16.16 Und Mose sagte zu Korach: Du und deine ganze Rotte, ihr sollt morgen vor dem HERRN erscheinen, du und sie und Aaron! 16.17 Und nehmt jeder sein Feuerbecken und legt Raeucherwerk darauf, und bringt jeder sein Feuerbecken dar vor dem HERRN, 250 Feuerbecken, du und Aaron, jeder sein Feuerbecken! 16.18 Und sie nahmen jeder sein Feuerbecken und taten Feuer darauf und legten Raeucherwerk darauf; und sie traten hin an den Eingang des Zeltes der Begegnung, auch Mose und Aaron. 16.19 Und Korach versammelte gegen sie die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Begegnung. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen Gemeinde. 16.20 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 16.21 Sondert euch ab aus der Mitte dieser Gemeinde, ich will sie in einem Augenblick vernichten! 16.22 Und sie fielen auf ihr Angesicht und sagten: Gott, du Gott des Lebensgeistes allen Fleisches! Ein einziger Mann suendigt, und du willst der ganzen Gemeinde zuernen? 16.23 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 16.24 Rede zur Gemeinde und sprich: Entfernt euch ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams! 16.25 Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram, und ihm nach gingen die Aeltesten Israels. 16.26 Und er redete zu der Gemeinde und sprach: Weicht doch von den Zelten dieser gottlosen Maenner, und ruehrt nichts an, was ihnen gehoert, damit ihr nicht weggerafft werdet in allen ihren Suenden! 16.27 Und sie entfernten sich ringsum von der Wohnung Korachs, Datans und Abirams. Und Datan und Abiram traten heraus und standen am Eingang ihrer Zelte mit ihren Frauen und ihren Soehnen und ihren kleinen Kindern. 16.28 Und Mose sagte: Daran sollt ihr erkennen, dass der HERR mich gesandt hat, um alle diese Taten zu tun, dass ich [also] nicht aus meinem Herzen gehandelt habe: 16.29 Wenn diese sterben, wie alle Menschen sterben, und mit der Heimsuchung aller Menschen heimgesucht werden, dann hat der HERR mich nicht gesandt; 16.30 wenn aber der HERR ein Neues schafft und der Erdboden seinen Mund oeffnet und sie verschlingt mit allem, was ihnen angehoert, und sie lebendig in den Scheol hinabfahren, dann werdet ihr erkennen, dass diese Maenner den HERRN verachtet haben. - 16.31 Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da spaltete sich der Erdboden, der unter ihnen war, 16.32 und die Erde oeffnete ihren Mund und verschlang sie und ihre Familien und alle Menschen, die Korach angehoerten, und [ihren] ganzen Besitz. 16.33 Und sie fuhren, sie und alles, was ihnen gehoerte, lebendig in den Scheol hinab; und die Erde bedeckte sie, und sie wurden mitten aus der Versammlung weggerafft. 16.34 Und ganz Israel, das um sie herum war, floh bei ihrem Geschrei; denn sie sagten: Dass uns die Erde nicht verschlinge! 16.35 Und Feuer ging aus von dem HERRN und frass die 250 Maenner, die das Raeucherwerk dargebracht hatten. \17\ 17.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 17.2 Sage zu Eleasar, dem Sohn Aarons, dem Priester, dass er die Feuerbecken aus der Brandstaette heraushebe - und streue das Feuer hinweg -, denn sie sind heilig! 17.3 Die Feuerbecken dieser [Maenner], die durch ihre Suenden ihr Leben verloren haben, man mache daraus breitgehaemmerte Bleche zum Ueberzug fuer den Altar! Denn sie haben sie vor dem HERRN dargebracht, und so sind sie heilig; und sie sollen den Soehnen Israel zum Zeichen sein. 17.4 Und der Priester Eleasar nahm die bronzenen Feuerbecken, die die Verbrannten herbeigebracht hatten, und man haemmerte sie breit zum Ueberzug fuer den Altar 17.5 - als eine Erinnerung fuer die Soehne Israel, damit kein Fremder, der nicht von den Nachkommen Aarons ist, herzunaht, um Raeucherwerk vor dem HERRN in Rauch aufgehen zu lassen, und es ihm nicht ergeht wie Korach und seiner Rotte -, wie der HERR durch Mose zu ihm geredet hatte. 17.6 Und die ganze Gemeinde der Soehne Israel murrte am andern Morgen gegen Mose und gegen Aaron und sagte: Ihr habt das Volk des HERRN getoetet! 17.7 Und es geschah, als die Gemeinde sich gegen Mose und gegen Aaron versammelte, da wandten sie sich zum Zelt der Begegnung, und siehe, die Wolke bedeckte es, und die Herrlichkeit des HERRN erschien. 17.8 Da kamen Mose und Aaron vor das Zelt der Begegnung. 17.9 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 17.10 Entfernt euch aus der Mitte dieser Gemeinde, und ich will sie vernichten in einem Augenblick! Da fielen sie auf ihr Angesicht. 17.11 Und Mose sagte zu Aaron: Nimm das Feuerbecken und tu Feuer vom Altar darauf und lege Raeucherwerk auf, und bringe es schnell zur Gemeinde und erwirke Suehnung fuer sie! Denn der Zorn ist von dem HERRN ausgegangen, die Plage hat begonnen. 17.12 Und Aaron nahm [das Feuerbecken], wie Mose gesagt hatte, und lief mitten in die Versammlung hinein, und siehe, die Plage hatte unter dem Volk begonnen; und er legte das Raeucherwerk auf und erwirkte Suehnung fuer das Volk. 17.13 Und er stand zwischen den Toten und den Lebenden. Da wurde der Plage gewehrt. 17.14 Und [die Zahl] derer, die an der Plage starben, betrug 14 700 ausser denen, die Korachs wegen gestorben waren. 17.15 Und Aaron kam wieder zu Mose an den Eingang des Zeltes der Begegnung, als der Plage gewehrt war. Der Stab Aarons. 17.16 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 17.17 Rede zu den Soehnen Israel und nimm von ihnen je einen Stab fuer ein Vaterhaus von allen ihren Fuersten, nach ihren Vaterhaeusern, [zusammen] zwoelf Staebe! Du sollst den Namen eines jeden auf seinen Stab schreiben. 17.18 Und den Namen Aaron sollst du auf den Stab Levis schreiben; denn [nur je] ein Stab ist fuer jedes Haupt ihrer Vaterhaeuser da. 17.19 Und du sollst sie in das Zelt der Begegnung vor das Zeugnis niederlegen, wo ich euch begegne. 17.20 Und es wird geschehen: der Mann, den ich erwaehlen werde, dessen Stab wird sprossen; und so werde ich vor mir das Murren der Soehne Israel zum Schweigen bringen, mit dem sie gegen euch murren. 17.21 Und Mose redete zu den Soehnen Israel, und alle ihre Fuersten gaben ihm je einen Stab fuer einen Fuersten, nach ihren Vaterhaeusern, zwoelf Staebe; und der Stab Aarons war unter ihren Staeben. 17.22 Und Mose legte die Staebe vor dem HERRN nieder in das Zelt des Zeugnisses. 17.23 Und es geschah am anderen Morgen, als Mose in das Zelt des Zeugnisses hineinging, siehe, da hatte der Stab Aarons vom Haus Levi gesprosst: er hatte Knospen hervorgebracht und Blueten getrieben und Mandeln reifen lassen. 17.24 Und Mose brachte alle Staebe von [der Stelle] vor dem HERRN zu allen Soehnen Israel hinaus. Und sie sahen sie und nahmen jeder seinen Stab. 17.25 Und der HERR sprach zu Mose: Bring den Stab Aarons vor das Zeugnis zurueck, um ihn als ein Zeichen fuer die Widerspenstigen aufzubewahren, damit du ihrem Murren vor mir ein Ende machst und sie nicht sterben! 17.26 Und Mose tat das. Wie der HERR ihm geboten hatte, so tat er es. 17.27 Und die Soehne Israel sagten zu Mose: Siehe, wir vergehen, wir kommen um, wir alle kommen um. 17.28 Jeder, der irgend der Wohnung des HERRN naht, der stirbt. Sollen wir denn ganz und gar vergehen? Dienst und Unterhalt der Priester und Leviten. \18\ 18.1 Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Soehne und das Haus deines Vaters mit dir, ihr sollt die Schuld am Heiligtum tragen; und du und deine Soehne mit dir, ihr sollt die Schuld in eurem Priesteramt tragen. 18.2 Und auch deine Brueder, den Stamm Levi, den Stamm deines Vaters, lass mit dir herzunahen, dass sie sich dir anschliessen und dir dienen; du aber und deine Soehne mit dir, [ihr sollt] vor dem Zelt des Zeugnisses sein. 18.3 Und sie sollen deinen Dienst verrichten und den Dienst am ganzen Zelt; nur den Geraeten des Heiligtums und dem Altar sollen sie nicht nahen, damit sie nicht sterben, sowohl sie als auch ihr. 18.4 Und sie sollen sich dir anschliessen und den Dienst am Zelt der Begegnung verrichten nach aller Arbeit fuer das Zelt; aber kein Fremder soll euch nahen. 18.5 Und ihr sollt den Dienst am Heiligtum und den Dienst am Altar verrichten, damit kein Zorn mehr ueber die Soehne Israel kommt. 18.6 Und ich, siehe, ich habe eure Brueder, die Leviten, aus der Mitte der Soehne Israel herausgenommen; euch als Geschenk sind sie dem HERRN gegeben, die Arbeit fuer das Zelt der Begegnung zu verrichten. 18.7 Du aber und deine Soehne mit dir, ihr sollt euer Priesteramt versehen in allem, was den Altar betrifft, und innerhalb des Vorhangs und so die Arbeit tun; als eine geschenkte Aufgabe gebe ich euch das Priesteramt. Der Fremde aber, der sich naehert, soll getoetet werden. 18.8 Und der HERR redete zu Aaron: Und ich, siehe, ich habe dir den Dienst meiner Hebopfer gegeben. Von allen heiligen Gaben der Soehne Israel habe ich sie dir und deinen Soehnen gegeben als Anteil, als eine ewige Ordnung. 18.9 Dies soll dir gehoeren von dem Hochheiligen, [alles,] was nicht verbrannt wird: alle ihre Gaben an allen ihren Speisopfern und an allen ihren Suendopfern und an allen ihren Schuldopfern, die sie mir darbringen, als ein Hochheiliges soll es dir und deinen Soehnen gehoeren. 18.10 An einem hochheiligen [Ort] sollst du es essen, jede maennliche [Person] darf es essen; es soll dir heilig sein. 18.11 Und dies soll dir gehoeren: die Hebopfer ihrer Gaben an allen Schwingopfern der Soehne Israel; dir und deinen Soehnen und deinen Toechtern bei dir habe ich sie gegeben als eine ewige Ordnung; jeder Reine in deinem Hause darf es essen. 18.12 Alles Beste vom Oel und alles Beste vom Most und Getreide, ihre Erstlinge, die sie dem HERRN geben, dir habe ich sie gegeben. 18.13 Die ersten Fruechte von allem, was in ihrem Land [waechst,] die sie dem HERRN bringen, sollen dir gehoeren; jeder Reine in deinem Hause darf davon essen. 18.14 Alles Gebannte in Israel soll dir gehoeren. 18.15 Alles, was [zuerst] den Mutterschoss durchbricht, von allem Fleisch, das sie dem HERRN darbringen an Menschen und an Vieh, soll dir gehoeren; nur sollst du unbedingt den Erstgeborenen vom Menschen ausloesen, und [auch] das Erstgeborene vom unreinen Vieh sollst du ausloesen. 18.16 Und die zu Loesenden unter ihnen sollst du [im Alter] von einem Monat ausloesen, nach deiner Einschaetzung mit fuenf Schekel Silber nach dem Schekel des Heiligtums, der zwanzig Gera betraegt. 18.17 Aber das Erstgeborene vom Rind oder das Erstgeborene von den Schafen oder das Erstgeborene von den Ziegen sollst du nicht ausloesen; sie sind heilig. Ihr Blut sollst du an den Altar sprengen, und ihr Fett sollst du als Feueropfer in Rauch aufgehen lassen zum wohlgefaelligen Geruch fuer den HERRN. 18.18 Und ihr Fleisch soll dir gehoeren; wie die Brust des Schwingopfers und die rechte Keule soll es dir gehoeren. 18.19 Alle Hebopfer der heiligen Gaben, die die Soehne Israel dem HERRN abheben, habe ich dir gegeben und deinen Soehnen und deinen Toechtern mit dir, als eine ewige Ordnung; es ist ein ewiger Salzbund vor dem HERRN fuer dich und fuer deine Nachkommen mit dir. 18.20 Und der HERR sprach zu Aaron: In ihrem Land sollst du nichts erben und sollst keinen Anteil in ihrer Mitte haben; ich bin dein Anteil und dein Erbe inmitten der Soehne Israel. 18.21 Und siehe, den Soehnen Levi habe ich den gesamten Zehnten in Israel zum Erbteil gegeben fuer ihre Arbeit, die sie verrichten, die Arbeit fuer das Zelt der Begegnung. 18.22 Und die Soehne Israel sollen nicht mehr dem Zelt der Begegnung nahen, sonst laden sie Suende auf sich und muessen sterben; 18.23 die Leviten sollen vielmehr die Arbeit am Zelt der Begegnung verrichten, und sie allein sollen ihre Schuld tragen: eine ewige Ordnung fuer [alle] eure Generationen. Aber inmitten der Soehne Israel sollen sie kein Erbteil besitzen; 18.24 denn den Zehnten der Soehne Israel, den sie dem HERRN als Hebopfer abheben, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben; darum habe ich von ihnen gesagt, dass sie inmitten der Soehne Israel kein Erbteil besitzen sollen. 18.25 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 18.26 Und zu den Leviten sollst du reden und zu ihnen sagen: Wenn ihr von den Soehnen Israel den Zehnten nehmt, den ich euch von ihnen als euer Erbteil gegeben habe, dann sollt ihr davon ein Hebopfer fuer den HERRN abheben, den Zehnten von dem Zehnten. 18.27 Und euer Hebopfer wird euch angerechnet werden wie das Getreide von der Tenne und wie die Fuelle von der Kelterkufe. 18.28 So sollt auch ihr ein Hebopfer fuer den HERRN abheben von allen euren Zehnten, das ihr von den Soehnen Israel nehmt, und davon das Hebopfer fuer den HERRN Aaron, dem Priester, geben. 18.29 Von allem euch Gegebenen sollt ihr alle Hebopfer des HERRN abheben, von allem Besten davon als heilige [Gabe]. 18.30 Und du sollst zu ihnen sagen: Wenn ihr das Beste davon abhebt, dann soll es den Leviten angerechnet werden wie der Ertrag der Tenne und wie der Ertrag der Kelterkufe. 18.31 Und ihr duerft ihn essen an jedem Ort, ihr und euer Haus; denn das ist euer Lohn fuer eure Arbeit am Zelt der Begegnung. 18.32 Und ihr werdet deshalb keine Suende auf euch laden, wenn ihr das Beste davon abhebt, und werdet die heiligen Gaben der Soehne Israel nicht entweihen und nicht sterben. Verordnungen fuer das Opfer der roten Kuh und das Reinigungswasser. \19\ 19.1 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron und sprach: 19.2 Dies ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR geboten hat, indem er sprach: Rede zu den Soehnen Israel, dass sie dir eine rote junge Kuh bringen, ohne Fehler, an der kein Makel ist, auf die [noch] kein Joch gekommen ist; 19.3 und ihr sollt sie dem Priester Eleasar uebergeben, und er soll sie vor das Lager hinausfuehren, und man soll sie vor ihm schlachten. 19.4 Und der Priester Eleasar nehme [etwas] von ihrem Blut mit seinem Finger und sprenge von ihrem Blut siebenmal gegen die Vorderseite des Zeltes der Begegnung hin. 19.5 Und man soll die junge Kuh vor seinen Augen verbrennen: ihre Haut und ihr Fleisch und ihr Blut samt ihrem Mageninhalt soll man verbrennen. 19.6 Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und es mitten in den Brand der jungen Kuh werfen. 19.7 Und der Priester soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und danach soll er in das Lager [zurueck]gehen; und der Priester wird unrein sein bis zum Abend. 19.8 Und der sie verbrennt, soll seine Kleider mit Wasser waschen und sein Fleisch im Wasser baden, und er wird unrein sein bis zum Abend. 19.9 Und ein reiner Mann soll die Asche der jungen Kuh einsammeln und sie ausserhalb des Lagers an einen reinen Ort schuetten, und sie soll fuer die Gemeinde der Soehne Israel aufbewahrt werden fuer das Wasser der Reinigung; es ist eine Entsuendigung. 19.10 Und der die Asche der jungen Kuh eingesammelt hat, soll seine Kleider waschen, und er wird unrein sein bis zum Abend. Und es soll den Soehnen Israel und dem Fremden, der in ihrer Mitte weilt, zur ewigen Ordnung sein. 19.11 Wer einen Toten beruehrt, die Leiche irgendeines Menschen, der wird sieben Tage unrein sein. 19.12 Dieser soll sich am dritten Tag damit entsuendigen, und am siebten Tag wird er rein sein; und wenn er sich nicht entsuendigt am dritten Tag, dann wird er am siebten Tag nicht rein sein. 19.13 Jeder, der einen Toten beruehrt, die Leiche eines Menschen, der gestorben ist, und sich nicht entsuendigt, hat die Wohnung des HERRN unrein gemacht; und diese Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn gesprengt wurde, ist er unrein; seine Unreinheit ist noch an ihm. 19.14 Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch in einem Zelt stirbt: Jeder, der in das Zelt geht, und jeder, der in dem Zelt ist, wird sieben Tage unrein sein. 19.15 Und jedes offene Gefaess, auf dem kein festgebundener Deckel ist, wird unrein sein. - 19.16 Und jeder, der auf freiem Feld einen mit dem Schwert Erschlagenen oder einen Verstorbenen oder die Knochen eines Menschen oder ein Grab beruehrt, wird sieben Tage unrein sein. 19.17 Und man soll fuer den Unreinen [etwas] von dem Staub des zur Entsuendigung Verbrannten nehmen und lebendiges Wasser darauf in ein Gefaess geben; 19.18 und ein reiner Mann soll ein Ysop[bueschel] nehmen und es in das Wasser eintauchen und soll [etwas] auf das Zelt sprengen und auf alle Gefaesse und auf die Personen, die dort sind, und auf den, der die Knochen oder den Erschlagenen oder den Verstorbenen oder das Grab beruehrt hat. 19.19 Und zwar soll der Reine den Unreinen am dritten Tag und am siebten Tag besprengen und ihn am siebten Tag entsuendigen; und er soll seine Kleider waschen und sich im Wasser baden, und am Abend wird er rein sein. - 19.20 Und wenn jemand unrein wird und sich nicht entsuendigt, dann soll diese Seele ausgerottet werden aus der Mitte der Versammlung; denn er hat das Heiligtum des HERRN unrein gemacht: das Wasser der Reinigung ist nicht auf ihn gesprengt worden, er ist unrein. 19.21 Das soll ihnen zur ewigen Ordnung sein. Und wer das Wasser der Reinigung sprengt, soll seine Kleider waschen; und wer das Wasser der Reinigung beruehrt, wird unrein sein bis zum Abend. 19.22 Und alles, was der Unreine beruehrt, wird unrein sein; und wer ihn beruehrt, wird unrein sein bis zum Abend. Mirjams Tod - Wasser aus dem Felsen - Moses und Aarons Vergehen. \20\ 20.1 Und die Soehne Israel, die ganze Gemeinde, kamen in die Wueste Zin im ersten Monat; und das Volk blieb in Kadesch; und Mirjam starb dort und wurde dort begraben. 20.2 Und es war kein Wasser da fuer die Gemeinde; da versammelten sie sich gegen Mose und gegen Aaron. 20.3 Und das Volk haderte mit Mose, und sie sagten: Waeren wir doch umgekommen, als unsere Brueder vor dem HERRN umkamen! 20.4 Und warum habt ihr die Versammlung des HERRN in diese Wueste gebracht, damit wir in ihr sterben, wir und unser Vieh? 20.5 Und warum habt ihr uns aus Aegypten heraufgefuehrt, um uns an diesen boesen Ort zu bringen? Es ist nicht ein Ort fuer Saat und fuer Feigenbaeume und Weinstoecke und Granatbaeume, auch ist kein Wasser da zum Trinken. 20.6 Und Mose und Aaron gingen von der Versammlung fort zum Eingang des Zeltes der Begegnung und fielen auf ihr Angesicht nieder; und die Herrlichkeit des HERRN erschien ihnen. 20.7 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 20.8 Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder Aaron, und redet vor ihren Augen zu dem Felsen! Dann wird er sein Wasser geben; und du wirst ihnen Wasser aus dem Felsen hervorbringen und die Gemeinde traenken und ihr Vieh. 20.9 Und Mose nahm den Stab [von dem Ort] vor dem HERRN, wie er ihm geboten hatte. 20.10 Und Mose und Aaron versammelten die Versammlung vor dem Felsen; und er sagte zu ihnen: Hoert doch, ihr Widerspenstigen! Werden wir fuer euch Wasser aus diesem Felsen hervorbringen? 20.11 Und Mose erhob seine Hand und schlug den Felsen mit seinem Stab zweimal; da kam viel Wasser heraus, und die Gemeinde trank und ihr Vieh. 20.12 Da sprach der HERR zu Mose und zu Aaron: Weil ihr mir nicht geglaubt habt, mich vor den Augen der Soehne Israel zu heiligen, darum sollt ihr diese Versammlung nicht in das Land bringen, das ich ihnen gegeben habe. 20.13 Das ist das Wasser von Meriba, wo die Soehne Israel mit dem HERRN haderten und er sich an ihnen heilig erwies. Edomiter stellen sich gegen den Durchzug Israels. 20.14 Und Mose sandte Boten von Kadesch aus an den Koenig von Edom: So spricht dein Bruder Israel: Du kennst all die Muehsal, die uns betroffen hat: 20.15 Unsere Vaeter zogen nach Aegypten hinab, und wir haben eine lange Zeit in Aegypten gewohnt; und die Aegypter behandelten uns und unsere Vaeter schlecht. 20.16 Da schrieen wir zu dem HERRN, und er hat unsere Stimme gehoert und einen Engel gesandt und uns aus Aegypten herausgefuehrt; und siehe, wir sind in Kadesch, einer Stadt am Rand deines Gebiets. 20.17 Lass uns doch durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht durch die Aecker und durch die Weinberge ziehen und wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Strasse des Koenigs wollen wir gehen [und] nicht abbiegen zur Rechten oder zur Linken, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind. 20.18 Aber Edom sagte zu ihm: Du darfst nicht bei mir durchziehen, sonst ziehe ich dir mit dem Schwert entgegen. 20.19 Und die Soehne Israel sagten zu ihm: Auf der Landstrasse wollen wir hinaufziehen; und wenn wir von deinem Wasser trinken, ich und mein Vieh, dann will ich den Preis dafuer bezahlen. Nur will ich zu Fuss hindurchziehen, weiter nichts. 20.20 Und er sagte: Du darfst nicht hindurchziehen! Und Edom zog aus, ihm entgegen, mit zahlreichem Volk und mit starker Hand. 20.21 Und so weigerte sich Edom, Israel zu gestatten, durch sein Gebiet zu ziehen; und Israel bog ab. Aarons Tod. 20.22 Und sie brachen auf von Kadesch; und die Soehne Israel, die ganze Gemeinde, kamen an den Berg Hor. 20.23 Und der HERR redete zu Mose und zu Aaron am Berge Hor, an der Grenze des Landes Edom, und sprach: 20.24 Aaron soll zu seinen Voelkern versammelt werden; denn er soll nicht in das Land kommen, das ich den Soehnen Israel gegeben habe, weil ihr gegen meinen Befehl widerspenstig gewesen seid bei dem Wasser von Meriba. 20.25 Nimm Aaron und seinen Sohn Eleasar und lass sie hinaufsteigen auf den Berg Hor; 20.26 und ziehe Aaron seine Kleider aus und lege sie seinem Sohn Eleasar an! Und Aaron soll [zu seinen Vaetern] versammelt werden und dort sterben. 20.27 Und Mose tat, wie es der HERR befohlen hatte. Sie stiegen auf den Berg Hor vor den Augen der ganzen Gemeinde. 20.28 Und Mose zog dem Aaron seine Kleider aus und legte sie seinem Sohn Eleasar an. Und Aaron starb dort auf dem Gipfel des Berges. Und Mose und Eleasar stiegen von dem Berg herab. 20.29 Und als die ganze Gemeinde sah, dass Aaron verschieden war, beweinte das ganze Haus Israel den Aaron dreissig Tage lang. Sieg ueber die Kanaaniter von Atarim. \21\ 21.1 Und der Kanaaniter, der Koenig von Arad, der im Suedland wohnte, hoerte, dass Israel den Weg nach Atarim kam, und er kaempfte gegen Israel und fuehrte Gefangene von ihm weg. 21.2 Da legte Israel dem HERRN gegenueber ein Geluebde ab und sagte: Wenn du dieses Volk wirklich in meine Hand gibst, dann werde ich seine Staedte mit dem Bann belegen. 21.3 Und der HERR hoerte auf die Stimme Israels und gab die Kanaaniter [in seine Hand]; und es belegte sie und ihre Staedte mit dem Bann. Und man gab dem Ort den Namen Horma. Bestrafung des murrenden Volkes und Rettung durch die eherne Schlange. 21.4 Und sie brachen auf vom Berg Hor, auf dem Weg zum Schilfmeer, um das Land Edom zu umgehen. Und die Seele des Volkes wurde ungeduldig auf dem Weg; 21.5 und das Volk redete gegen Gott und gegen Mose: Wozu habt ihr uns aus Aegypten heraufgefuehrt? Damit wir in der Wueste sterben? Denn es ist kein Brot und kein Wasser da, und unserer Seele ekelt es vor dieser elenden Nahrung. 21.6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, und sie bissen das Volk; und es starb viel Volk aus Israel. 21.7 Da kam das Volk zu Mose, und sie sagten: Wir haben gesuendigt, dass wir gegen den HERRN und gegen dich geredet haben. Bete zu dem HERRN, dass er die Schlangen von uns wegnimmt! Und Mose betete fuer das Volk. 21.8 Und der HERR sprach zu Mose: Mache dir eine Schlange und tu sie auf eine Stange! Und es wird geschehen, jeder, der gebissen ist und sie ansieht, der wird am Leben bleiben. 21.9 Und Mose machte eine Schlange von Bronze und tat sie auf die Stange; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden gebissen hatte und er schaute auf zu der ehernen Schlange, so blieb er am Leben. Siege ueber den Amoriterkoenig Sihon und ueber Og, den Koenig von Basan. 21.10 Und die Soehne Israel brachen auf und lagerten sich in Obot. 21.11 Und sie brachen auf von Obot und lagerten sich in Ije-Abarim in der Wueste, die vor Moab gegen Osten ist. 21.212 Von dort brachen sie auf und lagerten sich am Bach Sered. 21.13 Von dort brachen sie auf und lagerten sich auf der andern Seite des Arnon, der in der Wueste ist, der aus dem Gebiet der Amoriter hervorkommt. Denn der Arnon ist die Grenze von Moab, zwischen Moab und den Amoritern. 21.14 Darum heisst es in dem Buch der Kaempfe des HERRN: Das Waheb in Sufa und die Baeche des Arnon; 21.15 und der Abfluss der Baeche, der sich erstreckt nach dem Wohnsitz von Ar und sich anlehnt an das Gebiet von Moab. 21.16 Und von dort [zogen sie] nach Beer; das ist der Brunnen, von dem der HERR zu Mose sprach: Versammle das Volk! Und ich will ihnen Wasser geben. 21.17 Damals sang Israel dieses Lied: Steige herauf, Brunnen! Singt ihm zu! 21.18 Brunnen, den Oberste gegraben, den die Edlen des Volkes gehoehlt haben mit dem Zepter, mit ihren Staeben! Und aus der Wueste [zogen sie] nach Mattana; 21.19 und von Mattana nach Nahaliel; und von Nahaliel nach Bamot; 21.20 und von Bamot in das Tal, das im Gebiet von Moab ist, bei dem Gipfel des Pisga, der hinunterblickt ueber die Flaeche der Wildnis. V. 21-35: Jos 12,1-6. 21.21 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Koenig der Amoriter, und liess [ihm] sagen: 21.22 Lass mich durch dein Land ziehen! Wir wollen nicht auf die Aecker und in die Weinberge abbiegen, wir wollen kein Wasser aus den Brunnen trinken; auf der Strasse des Koenigs wollen wir gehen, bis wir durch dein Gebiet gezogen sind. 21.23 Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen; und Sihon sammelte all sein [Kriegs]volk und zog aus Israel entgegen in die Wueste und kam nach Jahaz und kaempfte gegen Israel. 21.24 Und Israel schlug ihn mit der Schaerfe des Schwertes und nahm sein Land in Besitz vom Arnon bis an den Jabbok, bis zu den Soehnen Ammon; denn die Grenze der Soehne Ammon war fest. 21.25 Und Israel nahm alle diese Staedte ein, und Israel wohnte in allen Staedten der Amoriter, in Heschbon und in allen seinen Tochterstaedten. 21.26 Denn Heschbon war die Stadt Sihons, des Koenigs der Amoriter; und dieser hatte gegen den frueheren Koenig von Moab gekaempft und hatte sein ganzes Land bis an den Arnon aus seiner Hand weggenommen. 21.27 Daher sagen die Spruchdichter: Kommt nach Heschbon! Aufgebaut und befestigt werde die Stadt Sihons! 21.28 Denn Feuer ging aus von Heschbon, eine Flamme von der Stadt Sihons; es frass Ar in Moab, die Herren der Hoehen des Arnon. 21.29 Wehe dir, Moab! Du bist verloren, Volk des Kemosch! Er hat seine Soehne zu Fluechtlingen gemacht und seine Toechter in die Gefangenschaft Sihons gefuehrt, des Koenigs der Amoriter. 21.30 Da haben wir auf sie geschossen; Heschbon ist verloren bis Dibon; da haben wir veroedet bis Nofach, das bei Medeba liegt. 21.31 Und Israel wohnte im Land der Amoriter. 21.32 Und Mose sandte [Maenner] aus, um Jaser zu erkunden; und sie nahmen seine Tochterstaedte ein, und er trieb die Amoriter aus, die dort waren. 21.33 Und sie wandten sich und zogen hinauf auf dem Weg nach Basan; und Og, der Koenig von Basan, zog aus ihnen entgegen, er und all sein [Kriegs]volk, zum Kampf nach Edrei. 21.34 Und der HERR sprach zu Mose: Fuerchte ihn nicht! Denn in deine Hand habe ich ihn gegeben und sein ganzes Volk und sein Land. Und tu ihm, wie du Sihon, dem Koenig der Amoriter, getan hast, der zu Heschbon wohnte. 21.35 Und sie schlugen ihn und seine Soehne und sein ganzes [Kriegs]volk, bis ihm kein Entkommener uebrigblieb; und sie nahmen sein Land in Besitz. Balaks Auftrag an Bileam. \22\ 22.1 Und die Soehne Israel brachen auf und lagerten sich in den Ebenen Moabs, jenseits des Jordan bei Jericho. 22.2 Und Balak, der Sohn Zippors, sah alles, was Israel den Amoritern angetan hatte. 22.3 Und Moab fuerchtete sich sehr vor dem Volk, weil es [so] gross war, und es graute Moab vor den Soehnen Israel. 22.4 Und Moab sagte zu den Aeltesten von Midian: Jetzt wird dieser Haufe unser ganzes [Land] ringsum abfressen, wie das Rind das Gruene des Feldes abfrisst. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu jener Zeit Koenig von Moab. 22.5 Und er sandte Boten zu Bileam, dem Sohn Beors, nach Petor, das am Strom [liegt], in das Land der Soehne von Ammo, um ihn zu rufen. Und er liess ihm sagen: Siehe, ein Volk ist aus Aegypten ausgezogen; siehe, es bedeckt die Flaeche des Landes, und es liegt mir gegenueber. 22.6 Und nun komm doch, verfluche mir dieses Volk! Denn es ist staerker als ich. Vielleicht gelingt es mir, dass wir es schlagen und ich es aus dem Land vertreibe. Denn ich habe erkannt: wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, der ist verflucht. 22.7 Und die Aeltesten von Moab und die Aeltesten von Midian zogen hin mit dem Wahrsagerlohn in ihrer Hand. Und sie kamen zu Bileam und sagten ihm die Worte Balaks. 22.8 Und er sagte zu ihnen: Uebernachtet hier diese Nacht! Und ich werde euch Antwort bringen, wie der HERR zu mir reden wird. Und die Obersten von Moab blieben bei Bileam. 22.9 Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind diese Maenner bei dir? 22.10 Und Bileam sagte zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der Koenig von Moab, hat [sie] zu mir gesandt: 22.11 `Siehe, das Volk, das aus Aegypten ausgezogen ist, bedeckt die Flaeche des Landes. Komm jetzt, verfluche es mir! Vielleicht bin ich [dann] imstande, gegen es zu kaempfen und es zu vertreiben.' 22.12 Und Gott sprach zu Bileam: Du sollst nicht mit ihnen gehen; du sollst das Volk nicht verfluchen! Denn es ist gesegnet. 22.13 Und Bileam stand am [naechsten] Morgen auf und sagte zu den Obersten von Balak: Geht [wieder] in euer Land! Denn der HERR hat sich geweigert, mir zu gestatten, mit euch zu gehen. 22.14 Und die Obersten von Moab machten sich auf und kamen zu Balak und sagten: Bileam hat sich geweigert, mit uns zu gehen. 22.15 Da sandte Balak noch einmal Oberste, mehr und angesehenere als jene. 22.16 Und sie kamen zu Bileam und sagten zu ihm: So spricht Balak, der Sohn Zippors: Lass dich doch nicht abhalten, zu mir zu kommen! 22.17 Denn sehr hoch will ich dich belohnen, und alles, was du mir sagen wirst, will ich tun. So komm doch, verfluche mir dieses Volk! 22.18 Und Bileam antwortete und sagte zu den Knechten Balaks: Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gaebe, koennte ich nicht den Befehl des HERRN, meines Gottes, uebertreten, um [etwas] Kleines oder Grosses zu tun. 22.19 Und nun bleibt doch auch ihr hier diese Nacht, und ich werde erkennen, was der HERR weiter mit mir reden wird. 22.20 Da kam Gott nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Wenn die Maenner gekommen sind, um dich zu rufen, mache dich auf, geh mit ihnen! Aber nur das, was ich dir sagen werde, darfst du tun! Bileams Weg zu Balak. 22.21 Und Bileam machte sich am Morgen auf und sattelte seine Eselin und ging mit den Obersten von Moab. 22.22 Da entbrannte der Zorn Gottes, dass er ging. Und der Engel des HERRN stellte sich in den Weg, um ihm entgegenzutreten. Er aber ritt auf seiner Eselin, und seine beiden Diener waren bei ihm. 22.23 Und die Eselin sah den Engel des HERRN mit seinem gezueckten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen, und die Eselin wich vom Weg ab und ging auf dem Feld [weiter]; und Bileam schlug die Eselin, um sie wieder auf den Weg zu lenken. 22.24 Da trat der Engel des HERRN in einen Hohlweg zwischen den Weinbergen; eine Mauer war auf der einen und eine Mauer auf der andern Seite. 22.25 Und die Eselin sah den Engel des HERRN und drueckte sich an die Wand und drueckte den Fuss Bileams an die Wand; und er schlug sie noch einmal. 22.26 Da ging der Engel des HERRN noch einmal weiter und trat an eine enge Stelle, wo kein Weg war, um auszuweichen, weder zur Rechten noch zur Linken. 22.27 Und als die Eselin den Engel des HERRN sah, legte sie sich hin unter Bileam. Da entbrannte der Zorn Bileams, und er schlug die Eselin mit dem Stock. 22.28 Da oeffnete der HERR den Mund der Eselin, und sie sagte zu Bileam: Was habe ich dir getan, dass du mich nun [schon] dreimal geschlagen hast? 22.29 Bileam sagte zu der Eselin: Weil du Spott mit mir getrieben hast. Haette ich doch ein Schwert in meiner Hand! Gewiss haette ich dich jetzt erschlagen! 22.30 Und die Eselin sagte zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, auf der du geritten bist von jeher bis zum heutigen Tag? War es je meine Gewohnheit, dir so etwas zu tun? Und er sagte: Nein. 22.31 Da enthuellte der HERR die Augen Bileams, und er sah den Engel des HERRN mit seinem gezueckten Schwert in seiner Hand auf dem Weg stehen; und er neigte sich und fiel nieder auf sein Angesicht. 22.32 Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin nun [schon] dreimal geschlagen? Siehe, ich selbst bin ausgegangen, um [dir] entgegenzutreten, denn der Weg stuerzt [dich ins Verderben] vor mir. 22.33 Und die Eselin sah mich und wich vor mir aus, nun [schon] dreimal. Wenn sie nicht vor mir ausgewichen waere, dann haette ich dich jetzt auch erschlagen, sie aber am Leben gelassen. 22.34 Und Bileam sagte zu dem Engel des HERRN: Ich habe gesuendigt, denn ich habe nicht erkannt, dass du mir auf dem Weg entgegentratest; und nun, wenn es boese ist in deinen Augen, dann will ich umkehren. 22.35 Und der Engel des HERRN sprach zu Bileam: Geh mit den Maennern! Aber nur das, was ich dir sagen werde, sollst du reden! Und Bileam zog mit den Obersten des Balak. 22.36 Und als Balak hoerte, dass Bileam gekommen sei, ging er aus, ihm entgegen, nach der Stadt Moabs, an der Grenze des Arnon, der an der aeussersten Grenze [fliesst]. 22.37 Und Balak sagte zu Bileam: Habe ich nicht dringend zu dir gesandt, um dich zu rufen? Warum bist du nicht zu mir gekommen? Fuerwahr, kann ich dich nicht belohnen? 22.38 Und Bileam sagte zu Balak: Siehe, ich bin zu dir gekommen. Ob ich [aber] jetzt wirklich irgend etwas reden kann? Das Wort, das Gott mir in den Mund legt, das werde ich reden. 22.39 Und Bileam ging mit Balak; und sie kamen nach Kirjat-Huzot. 22.40 Und Balak opferte Rinder und Schafe und schickte [davon] an Bileam und an die Obersten, die bei ihm waren. 22.41 Und es geschah am [naechsten] Morgen, da nahm Balak den Bileam und fuehrte ihn hinauf auf die Hoehen des Baal, und er sah von dort aus den aeussersten [Teil] des Volkes [Israel]. Bileams Segen: Erster und zweiter Spruch. \23\ 23.1 Und Bileam sagte zu Balak: Baue mir hier sieben Altaere, und stelle mir hier sieben Stiere bereit und sieben Widder! 23.2 Und Balak tat es, wie Bileam gesagt hatte; und Balak und Bileam opferten einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar. 23.3 Und Bileam sagte zu Balak: Stelle dich neben dein Brandopfer! Ich aber will hingehen; vielleicht wird der HERR mir entgegenkommen, und was er mich sehen lassen wird, das werde ich dir berichten. Und er ging hin auf eine kahle Hoehe. 23.4 Und Gott kam dem Bileam entgegen; und der sagte zu ihm: Die sieben Altaere habe ich hergerichtet und auf jedem Altar einen Jungstier und einen Widder geopfert. 23.5 Und der HERR legte ein Wort in den Mund Bileams und sprach: Kehre zu Balak zurueck, und so sollst du reden! 23.6 Und er kehrte zu ihm zurueck; und siehe, er stand neben seinem Brandopfer, er und alle Obersten von Moab. 23.7 Da begann er seinen Spruch und sprach: Aus Aram hat Balak mich hergefuehrt, von den Bergen des Ostens der Koenig von Moab: Komm, verfluche mir Jakob! Ja, komm und verwuensche Israel! 23.8 Wie soll ich verfluchen, wen Gott nicht verflucht, und wie verwuenschen, wen der HERR nicht verwuenscht hat? 23.9 Denn vom Gipfel der Felsen sehe ich es, und von den Hoehen herab schaue ich es; siehe, ein Volk, das abgesondert wohnt und sich nicht zu den Nationen rechnet. 23.10 Wer koennte zaehlen den Staub Jakobs und der Zahl nach den vierten Teil Israels? Meine Seele sterbe den Tod der Aufrichtigen, und mein Ende sei gleich dem ihren! 23.11 Da sagte Balak zu Bileam: Was hast du mir da angetan! Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich holen lassen, und siehe, du hast sie sogar noch gesegnet! 23.12 Und er antwortete und sagte: Muss ich nicht darauf achten, das zu reden, was der HERR in meinen Mund legt? 23.13 Und Balak sagte zu ihm: Komm doch mit mir an eine andere Stelle, von wo aus du es sehen kannst! Nur den aeussersten [Teil] von ihm wirst du sehen, und du wirst es nicht ganz sehen. Und verfluche es mir von dort aus! 23.14 Und er nahm ihn mit zu dem Feld der Spaeher, auf den Gipfel des Pisga; und er baute sieben Altaere und opferte einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar. 23.15 Und er sagte zu Balak: Stelle dich hier neben dein Brandopfer, und ich, ich will dort [dem HERRN] begegnen. 23.16 Und der HERR kam dem Bileam entgegen und legte ein Wort in seinen Mund und sprach: Kehre zu Balak zurueck, und so sollst du reden! 23.17 Und er kam zu ihm, und siehe, er stand neben seinem Brandopfer und die Obersten von Moab bei ihm. Und Balak sagte zu ihm: Was hat der HERR geredet? 23.18 Da begann er seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und hoere! Horche auf mich, Sohn des Zippor! 23.19 Nicht ein Mensch ist Gott, dass er luege, noch der Sohn eines Menschen, dass er bereue. Sollte er gesprochen haben und es nicht tun und geredet haben und es nicht aufrechthalten? 23.20 Siehe, zu segnen habe ich empfangen; er hat gesegnet, und ich kann's nicht wenden. 23.21 Er erblickt kein Unrecht in Jakob und sieht kein Verderben in Israel; der HERR, sein Gott, ist mit ihm, und Koenigsjubel ist in ihm. 23.22 Gott ist es, der es gefuehrt. Es hat [Kraft] wie die Hoerner des Bueffels. 23.23 Denn es gibt keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei gegen Israel. Jetzt wird zu Jakob und zu Israel gesagt: Was hat Gott gewirkt! 23.24 Siehe, ein Volk: wie eine Loewin steht es auf, und wie ein Loewe erhebt es sich. Es legt sich nicht nieder, bis es die Beute verzehrt und das Blut der Erschlagenen getrunken hat! 23.25 Da sagte Balak zu Bileam: Willst du schon nicht verfluchen, dann sollst du auch nicht segnen. 23.26 Und Bileam antwortete und sagte zu Balak: Habe ich nicht zu dir geredet und gesagt: Alles, was der HERR reden wird, das werde ich tun? 23.27 Und Balak sagte zu Bileam: Komm doch, ich will dich an eine andere Stelle mitnehmen! Vielleicht wird es in den Augen Gottes recht sein, dass du es mir von dort aus verfluchst. 23.28 Und Balak nahm den Bileam mit auf den Gipfel des Peor, der hinunterblickt ueber die Flaeche der Wildnis. 23.29 Und Bileam sagte zu Balak: Baue mir hier sieben Altaere, und stelle mir hier sieben Jungstiere und sieben Widder bereit! 23.30 Und Balak tat, wie Bileam gesagt hatte; und er opferte einen Jungstier und einen Widder auf jedem Altar. Bileams Segen: Dritter und vierter Spruch. \24\ 24.1 Und als Bileam sah, dass es gut war in den Augen des HERRN, Israel zu segnen, ging er nicht, wie die anderen Male auf Wahrsagerei aus, sondern richtete sein Gesicht zur Wueste hin. 24.2 Und Bileam erhob seine Augen und sah Israel, gelagert nach seinen Staemmen; und der Geist Gottes kam ueber ihn. 24.3 Und er begann seinen Spruch und sprach: Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es spricht der Mann mit geoeffnetem Auge. 24.4 Es spricht, der die Worte Gottes hoert, der ein Gesicht des Allmaechtigen sieht, der niederfaellt mit enthuellten Augen: 24.5 Wie schoen sind deine Zelte, Jakob, deine Wohnungen, Israel! 24.6 Wie Taeler breiten sie sich aus, wie Gaerten am Strom, wie Aloebaeume, die der HERR gepflanzt hat, wie Zedern an den Wassern. 24.7 Wasser rinnt aus seinen Eimern, und seine Saat steht in reichlichen Wassern; und sein Koenig wird hoeher werden als Agag, und sein Koenigreich wird erhaben sein. 24.8 Gott hat ihn aus Aegypten herausgefuehrt. Er hat [Kraft] wie die Hoerner des Bueffels. Er wird die Nationen, seine Gegner, fressen und ihre Gebeine zermalmen, mit seinen Pfeilen sie durchbohren. 24.9 Er duckt sich, er legt sich nieder wie ein Loewe und wie eine Loewin. Wer will ihn aufstoeren? Die dich segnen, sind gesegnet, und die dich verfluchen, sind verflucht! 24.10 Da entbrannte der Zorn Balaks gegen Bileam, und er schlug seine Haende zusammen; und Balak sagte zu Bileam: Meine Feinde zu verfluchen, habe ich dich gerufen, und siehe, du hast sie sogar gesegnet, jetzt [bereits] dreimal! 24.11 Und nun fliehe an deinen Ort! Ich hatte gesagt, ich wolle dich hoch belohnen, siehe, der HERR hat dir den Lohn verwehrt. 24.12 Und Bileam sagte zu Balak: Habe ich nicht schon zu deinen Boten, die du zu mir gesandt hast, geredet und gesagt: 24.13 Wenn Balak mir sein Haus voller Silber und Gold gaebe, so waere ich nicht imstande, den Befehl des HERRN zu uebertreten, um aus meinem eigenen Herzen [etwas] zu tun, Gutes oder Boeses; [nur] was der HERR reden wird, das werde ich reden? 24.14 Und nun siehe, ich gehe zu meinem Volk. Komm, ich will dir verkuenden, was dieses Volk deinem Volk antun wird am Ende der Tage. 24.15 Und er begann seinen Spruch und sprach: Es spricht Bileam, der Sohn Beors, und es spricht der Mann mit geoeffnetem Auge. 24.16 Es spricht, der die Worte Gottes hoert, der die Erkenntnis des Hoechsten besitzt, der ein Gesicht des Allmaechtigen sieht, der da liegt mit enthuellten Augen: 24.17 Ich sehe ihn, aber nicht jetzt, ich schaue ihn, aber nicht nahe. Es tritt hervor ein Stern aus Jakob, und ein Zepter erhebt sich aus Israel und zerschlaegt die Schlaefen Moabs und zerschmettert alle Soehne Sets. 24.18 Und Edom wird sein Besitz, und Seir wird sein Besitz, seine Feinde; und Israel wird Maechtiges tun. 24.19 Und einer aus Jakob wird herrschen, und er wird den Ueberrest aus der Stadt verloren gehen lassen. 24.20 Und er sah Amalek und begann seinen Spruch und sprach: Die erste der Nationen war Amalek, aber sein Ende [fuehrt] zum Untergang. 24.21 Und er sah die Keniter und begann seinen Spruch und sprach: 24.22 Fest ist dein Wohnsitz, und auf den Felsen gesetzt ist dein Nest; 24.1 jedoch ist Kain der Verwuestung verfallen. Wie lange noch! Dann fuehrt Assur dich gefangen weg. 24.23 Und er begann seinen Spruch und sprach: Wehe! Wer wird am Leben bleiben, wenn Gott das eintreten laesst? 24.24 Und Schiffe [kommen] von der Kueste von Kittim und demuetigen Assur und demuetigen Eber, aber auch das [fuehrt] zum Untergang. - 25 Und Bileam machte sich auf, ging weg und kehrte an seinen Ort zurueck; und auch Balak ging seines Weges. Goetzendienst und Bestrafung des Volkes - Eintreten des Pinhas fuer Gott. \25\ 25.1 Und Israel blieb in Schittim. Und das Volk fing an Unzucht zu treiben mit den Toechtern Moabs; 25.2 und diese luden das Volk zu den Opfern ihrer Goetter ein, und das Volk ass und warf sich nieder vor ihren Goettern. 25.3 Und Israel haengte sich an den Baal-Peor. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel. 25.4 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm alle Haeupter des Volkes und haenge sie dem HERRN auf vor der Sonne, damit die Glut des Zornes des HERRN sich von Israel abwende. 25.5 Und Mose sagte zu den Richtern Israels: Erschlagt [sie], jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehaengt haben! 25.6 Und siehe, ein Mann von den Soehnen Israel kam und brachte eine Midianiterin zu seinen Bruedern vor den Augen Moses und vor den Augen der ganzen Gemeinde der Soehne Israel, als diese am Eingang des Zeltes der Begegnung weinten. 25.7 Und als der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, das sah, stand er aus der Mitte der Gemeinde auf und nahm einen Speer in seine Hand; 25.8 und er ging dem israelitischen Mann nach in das Innere [des Zeltes] und durchbohrte die beiden, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Unterleib. Da wurde die Plage von den Soehnen Israel zurueckgehalten. 25.9 Und die [Zahl der] an der Plage Gestorbenen war 24 000. 25.10 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 25.11 Der Priester Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, hat meinen Zorn von den Soehnen Israel abgewendet, indem er in meinem Eifer mitten unter ihnen geeifert hat. So habe ich die Soehne Israel in meinem Eifer nicht vernichtet. 25.12 Darum sprich: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens. 25.13 Und ihm und seinen Nachkommen nach ihm wird ein Bund ewigen Priestertums zuteil werden, weil er fuer seinen Gott geeifert und fuer die Soehne Israel Suehnung erwirkt hat. - 25.14 Und der Name des getoeteten israelitischen Mannes, der mit der Midianiterin getoetet wurde, war Simri, Sohn des Salu, der Fuerst eines Vaterhauses der Simeoniter; 25.15 und der Name der getoeteten midianitischen Frau war Kosbi, Tochter des Zur; er war Stammhaupt eines Vaterhauses unter den Midianitern. 25.16 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 25.17 Bedraengt die Midianiter und schlagt sie! 25.18 Denn sie haben euch bedraengt durch ihre List, womit sie euch ueberlistet haben in der Sache des Peor und in der Sache der Kosbi, der Tochter eines Fuersten von Midian, ihrer Schwester, die am Tag der Plage wegen des Peor erschlagen wurde. Zaehlung der Maenner wegen Verteilung des Landes Kanaan. \26\ 26.1 Und es geschah nach der Plage, da sprach der HERR zu Mose und zu Eleasar, dem Sohn des Aaron, dem Priester: 26.2 Nehmt die Summe der ganzen Gemeinde der Soehne Israel auf, von zwanzig Jahren an und darueber, nach ihren Vaterhaeusern, jeden, der mit dem Heer auszieht in Israel! 26.3 Und Mose und der Priester Eleasar redeten zu ihnen in den Ebenen von Moab, am Jordan [bei] Jericho, und sagten: 26.4 Von zwanzig Jahren an und darueber - so wie der HERR dem Mose geboten hatte. Und die Soehne Israel, die aus dem Land Aegypten ausgezogen waren, [sind folgende]: V. 5-7: 1Chr 5,1-10; V. 5-57: Kap. 1,20-42; 1Mo 35,23-26. 26.5 Ruben, der Erstgeborene Israels; die Soehne Rubens: von Henoch die Sippe der Henochiter; von Pallu die Sippe der Palluiter; 26.6 von Hezron die Sippe der Hezroniter; von Karmi die Sippe der Karmiter. 26.7 Das sind die Sippen der Rubeniter; und ihre Gemusterten waren 43 730. 26.8 Und die Soehne Pallus: Eliab. 26.9 Und die Soehne Eliabs: Nemuel und Datan und Abiram; das sind Datan und Abiram, die Berufenen der Gemeinde, die gegen Mose und gegen Aaron stritten in der Rotte Korach, als sie gegen den HERRN stritten. 26.10 Und die Erde oeffnete ihren Mund und verschlang sie und Korach, als die Rotte starb, indem das Feuer die 250 Maenner verzehrte und sie zu einem Zeichen wurden. 26.11 Aber die Soehne des Korach starben nicht. V. 12-14: 1Chr 4,24-43. 26.12 Die Soehne Simeons nach ihren Sippen: von Jemuel die Sippe der Jemueliter; von Jamin die Sippe der Jaminiter; von Jachin die Sippe der Jachiniter; 26.13 von Serach die Sippe der Serachiter; von Schaul die Sippe der Schauliter. 26.14 Das sind die Sippen der Simeoniter: 22 200. V. 15-17: 1Chr 5,11-17. 26.15 Die Soehne Gads nach ihren Sippen: von Zifjon die Sippe der Zifjoniter; von Haggi die Sippe der Haggiter; von Schuni die Sippe der Schuniter; 26.16 von Osni die Sippe der Osniter; von Eri die Sippe der Eriter; 26.17 von Arod die Sippe der Aroditer; von Areli die Sippe der Areliter. 26.18 Das sind die Sippen der Soehne Gads nach ihren Gemusterten, 40 500. V. 19-22: 1Chr 4,1-23. 26.19 Die Soehne Judas: Er und Onan; Er und Onan aber starben im Land Kanaan. 26.20 Und die Soehne Judas nach ihren Sippen waren: von Schela die Sippe der Schelaniter; von Perez die Sippe der Pereziter; von Serach die Sippe der Serachiter. 26.21 Und die Soehne des Perez waren: von Hezron die Sippe der Hezroniter; von Hamul die Sippe der Hamuliter. 26.22 Das sind die Sippen Judas nach ihren Gemusterten: 76 500. V. 23-25: 1Chr 7,1-5. 26.23 Die Soehne Issaschars nach ihren Sippen: von Tola die Sippe der Tolaiter; von Puwa die Sippe der Puwaniter; 26.24 von Jaschub die Sippe der Jaschubiter; von Schimron die Sippe der Schimroniter. 26.25 Das sind die Sippen Issaschars nach ihren Gemusterten: 64 300. 26.26 Die Soehne Sebulons nach ihren Sippen: von Sered die Sippe der Serediter; von Elon die Sippe der Eloniter; von Jachleel die Sippe der Jachleeliter. 26.27 Das sind die Sippen der Sebuloniter nach ihren Gemusterten: 60 500. V. 28-37: 1Chr 7,14-29; 5,23.24. 26.28 Die Soehne Josephs nach ihren Sippen: Manasse und Ephraim. 26.29 Die Soehne Manasses: von Machir die Sippe der Machiriter; und Machir zeugte Gilead; von Gilead [kommt] die Sippe der Gileaditer. 26.30 Das sind die Soehne Gileads: [von] Ieser die Sippe der Ieseriter; von Helek die Sippe der Helekiter; 26.31 und [von] Asriel die Sippe der Asrieliter; und [von] Sichem die Sippe der Sichemiter; 26.32 und [von] Schemida die Sippe der Schemidaiter; und [von] Hefer die Sippe der Heferiter. - 26.33 Und Zelofhad, der Sohn Hefers, hatte keine Soehne, sondern [nur] Toechter; und die Namen der Toechter Zelofhads waren: Machla und Noa, Hogla, Milka und Tirza. - 26.34 Das sind die Sippen Manasses: und ihre Gemusterten waren 52 700. 26.35 Das sind die Soehne Ephraims nach ihren Sippen: von Schutelach die Sippe der Schutelachiter; von Becher die Sippe der Becheriter; von Tahan die Sippe der Tahaniter. 26.36 Und das sind die Soehne Schutelachs: von Eran die Sippe der Eraniter. 26.37 Das sind die Sippen der Soehne Ephraims nach ihren Gemusterten: 32 500. Das sind die Soehne Josephs nach ihren Sippen. V. 38-41: 1Chr 7,6-12; 8,1-28. 26.38 Die Soehne Benjamins nach ihren Sippen: von Bela die Sippe der Belaiter; von Aschbel die Sippe der Aschbeliter; von Ahiram die Sippe der Ahiramiter; 26.39 von Schufam die Sippe der Schufamiter; von Hufam die Sippe der Hufamiter. 26.40 Und die Soehne Belas waren: Ard und Naaman; [von Ard] die Sippe der Arditer, von Naaman die Sippe der Naamaniter. 26.41 Das sind die Soehne Benjamins nach ihren Sippen; und ihre Gemusterten waren 45 600. 26.42 Das sind die Soehne Dans nach ihren Sippen: von Schuham die Sippe der Schuhamiter; 26.43 das sind die Sippen Dans nach ihren Sippen. Alle Sippen der Schuhamiter nach ihren Gemusterten: 64 400. V. 44-47: 1Chr 7,30-40. 26.44 Die Soehne Assers nach ihren Sippen: von Jimna die Sippe der Jimnaiter; von Jischwi die Sippe der Jischwiter; von Beria die Sippe der Beriiter. 26.45 Von den Soehnen Berias: von Heber die Sippe der Heberiter; von Malkiel die Sippe der Malkieliter. 26.46 Und der Name der Tochter Assers war Serach. 26.47 Das sind die Sippen der Soehne Assers nach ihren Gemusterten: 53 400. V. 48-50: 1Chr 7,13. 26.48 Die Soehne Naftalis nach ihren Sippen: von Jachzeel die Sippe der Jachzeeliter; von Guni die Sippe der Guniter; 26.49 von Jezer die Sippe der Jezeriter; von Schillem die Sippe der Schillemiter. 26.50 Das sind die Sippen Naftalis nach ihren Sippen; und ihre Gemusterten waren 45 400. 26.51 Das sind die Gemusterten der Soehne Israel: 601 730. 26.52 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 26.53 An diese soll das Land nach der Zahl der Namen als Erbteil verteilt werden. 26.54 Dem, der gross ist [an Zahl], sollst du sein Erbteil gross bemessen, und dem, der klein ist [an Zahl], sollst du sein Erbteil klein bemessen. 26.55 Jedoch soll das Land durchs Los verteilt werden; nach den Namen der Staemme ihrer Vaeter sollen sie erben; 26.56 nach Massgabe des Loses soll [jedem Stamm] sein Erbteil ausgeteilt werden zwischen dem, der gross ist [an Zahl], und dem, der klein ist [an Zahl]. V. 57-62: Kap. 3,17-39; 1Chr 5,27-6,66. 26.57 Und das sind die Gemusterten Levis nach ihren Sippen: von Gerschon die Sippe der Gerschoniter; von Kehat die Sippe der Kehatiter; von Merari die Sippe der Merariter. 26.58 Das sind die Sippen Levis: die Sippe der Libniter, die Sippe der Hebroniter, die Sippe der Machliter, die Sippe der Muschiter, die Sippe der Korachiter. Und Kehat zeugte Amram. 26.59 Und der Name der Frau des Amram war Jochebed, eine Tochter Levis, die sie dem Levi in Aegypten gebar. Und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester Mirjam. 26.60 Und dem Aaron wurden geboren Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. 26.61 Und Nadab und Abihu starben, als sie fremdes Feuer vor dem HERRN darbrachten. 26.62 Und ihre Gemusterten, alles Maennliche von einem Monat an und darueber, waren 23 000; denn sie wurden nicht unter den Soehnen Israel gemustert, weil ihnen kein Erbteil unter den Soehnen Israel gegeben wurde. 26.63 Das sind die durch Mose und den Priester Eleasar Gemusterten, die die Soehne Israel in den Ebenen von Moab, am Jordan [bei] Jericho, musterten. 26.64 Und unter diesen war kein Mann von denen, die von Mose und dem Priester Aaron gemustert worden waren, die die Soehne Israel in der Wueste Sinai gemustert hatten. 26.65 Denn der HERR hatte von denen gesagt: Sie muessen in der Wueste sterben! Und kein Mann von ihnen war uebriggeblieben ausser Kaleb, dem Sohn des Jefunne, und Josua, dem Sohn des Nun. Gesetz fuer Erbtoechter. \27\ 27.1 Und es traten heran die Toechter des Zelofhad, des Sohnes Hefers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, von den Sippen Manasses, des Sohnes Josephs. Und dies waren die Namen seiner Toechter: Machla, Noa und Hogla und Milka und Tirza. 27.2 Und sie traten vor Mose und vor den Priester Eleasar und vor die Fuersten und die ganze Gemeinde an den Eingang des Zeltes der Begegnung und sagten: 27.3 Unser Vater ist in der Wueste gestorben; er war aber nicht inmitten der Rotte derer, die sich in der Rotte Korachs gegen den HERRN zusammenrotteten, sondern er ist in seiner [eigenen] Suende gestorben; aber er hatte keine Soehne. 27.4 Warum soll der Name unseres Vaters abgeschnitten werden aus der Mitte seiner Sippe, weil er keinen Sohn hat? Gib uns einen Grundbesitz inmitten der Brueder unseres Vaters! 27.5 Und Mose brachte ihre Rechtssache vor den HERRN. 27.6 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 27.7 Die Toechter Zelofhads reden recht. Du musst ihnen in der Tat einen Erbbesitz inmitten der Brueder ihres Vaters geben, und du sollst das Erbteil ihres Vaters auf sie uebergehen lassen! 27.8 Und zu den Soehnen Israel sollst du folgendes reden: Wenn ein Mann stirbt und keinen Sohn hat, dann sollt ihr sein Erbteil auf seine Tochter uebergehen lassen. 27.9 Und wenn er keine Tochter hat, dann sollt ihr sein Erbteil seinen Bruedern geben. 27.10 Und wenn er keine Brueder hat, dann sollt ihr sein Erbteil den Bruedern seines Vaters geben. 27.11 Und wenn sein Vater keine Brueder hat, dann sollt ihr sein Erbteil seinem Blutsverwandten geben, der ihm aus seiner Sippe am naechsten steht, damit der es erbe. Und das soll fuer die Soehne Israel zu einer Rechtsordnung werden, wie der HERR dem Mose geboten hat. Josuas Einsetzung als Nachfolger Moses. 27.12 Und der HERR sprach zu Mose: Steige auf das Gebirge Abarim dort und sieh das Land, das ich den Soehnen Israel gegeben habe! 27.13 Und wenn du es gesehen hast, dann wirst auch du zu deinen Voelkern versammelt werden, wie dein Bruder Aaron versammelt worden ist, 27.14 weil ihr euch in der Wueste Zin, beim Streit der Gemeinde, meinem Befehl widersetzt habt, mich durch das Wasser vor ihren Augen als heilig zu erweisen - das ist das Haderwasser von Kadesch in der Wueste Zin -. 27.15 Und Mose redete zu dem HERRN und sprach: 27.16 Der HERR, der Gott des Lebensgeistes allen Fleisches, setze einen Mann ueber die Gemeinde ein, 27.17 der vor ihnen her [zum Kampf] auszieht und vor ihnen her [ins Lager] einzieht und der sie ausfuehrt und sie einfuehrt, damit die Gemeinde des HERRN nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben! 27.18 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Josua, den Sohn des Nun, einen Mann, in dem der Geist ist, und lege deine Hand auf ihn! 27.19 Und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde, und beauftrage ihn vor ihren Augen, 27.20 und lege von deiner Wuerde [einen Teil] auf ihn, damit die ganze Gemeinde der Soehne Israel ihm gehorche! 27.21 Und er soll vor den Priester Eleasar treten, und der soll fuer ihn das Urteil der Urim vor dem HERRN befragen. Auf dessen Befehl sollen sie ausziehen, und auf dessen Befehl sollen sie einziehen, er und alle Soehne Israel mit ihm, ja, die ganze Gemeinde. 27.22 Und Mose tat es, wie der HERR ihm geboten hatte, und nahm Josua und stellte ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeinde. 27.23 Und er legte seine Haende auf ihn und beauftragte ihn, wie der HERR durch Mose geredet hatte. Taegliche Opfer, Opfer am Sabbat, Neumond, Passah und am Fest der Erstlinge. \28\ 28.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 28.2 Befiehl den Soehnen Israel und sprich zu ihnen: Ihr sollt darauf acht haben, mir meine Opfergabe, meine Speise, in Form der mir [zukommenden] Feueropfer zu ihrer festgesetzten Zeit darzubringen, mir zum wohlgefaelligen Geruch! 28.3 Und sage zu ihnen: Das ist das Feueropfer, das ihr dem HERRN darbringen sollt: zwei einjaehrige Laemmer ohne Fehler, taeglich als regelmaessiges Brandopfer. 28.4 Das eine Lamm sollst du am Morgen bereiten, und das zweite Lamm sollst du zwischen den zwei Abenden bereiten; 28.5 und zum Speisopfer ein zehntel Efa Weizengriess, gemengt mit einem viertel Hin gestossenen Oeles 28.6 - ein regelmaessiges Brandopfer, das am Berge Sinai eingesetzt wurde, zum wohlgefaelligen Geruch, ein Feueropfer fuer den HERRN -; 28.7 und das dazugehoerige Trankopfer, ein viertel Hin fuer je ein Lamm; im Heiligtum sollst du als Trankopfer Rauschtrank fuer den HERRN spenden. 28.8 Und das zweite Lamm sollst du zwischen den zwei Abenden bereiten; wie das Morgen-Speisopfer und das dazugehoerige Trankopfer sollst du es bereiten, ein Feueropfer von wohlgefaelligem Geruch fuer den HERRN. 28.9 Und am Sabbattag zwei einjaehrige Laemmer ohne Fehler und als Speisopfer zwei Zehntel Weizengriess, gemengt mit Oel, und das dazugehoerige Trankopfer. 28.10 [Es ist] das Brandopfer des Sabbats an jedem Sabbat, [zusaetzlich] zum regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer. 28.11 Und am Anfang eurer Monate sollt ihr dem HERRN ein Brandopfer darbringen: zwei Jungstiere und einen Widder, sieben einjaehrige Laemmer ohne Fehler; 28.12 und zu jedem Stier drei Zehntel Weizengriess, gemengt mit Oel, als Speisopfer; und zu dem einen Widder zwei Zehntel Weizengriess, gemengt mit Oel, als Speisopfer; 28.13 und zu jedem Lamm je ein Zehntel Weizengriess, gemengt mit Oel, als Speisopfer. [Es ist] ein Brandopfer, ein wohlgefaelliger Geruch, ein Feueropfer fuer den HERRN. 28.14 Und die dazugehoerigen Trankopfer: ein halbes Hin Wein soll zum Stier gehoeren und ein drittel Hin zum Widder und ein viertel Hin zum Lamm. Das ist das Brandopfer zum Neumond in jedem Monat nach den Monaten des Jahres. 28.15 Und ein Ziegenbock zum Suendopfer fuer den HERRN soll [zusaetzlich] zum regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer bereitet werden. 28.16 Und im ersten Monat, am vierzehnten Tag des Monats, ist Passah fuer den HERRN. 28.17 Und am fuenfzehnten Tag dieses Monats ist ein Fest; sieben Tage sollen ungesaeuerte Brote gegessen werden. 28.18 Am ersten Tag soll eine heilige Versammlung sein; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. 28.19 Und ihr sollt ein Feueropfer darbringen, ein Brandopfer fuer den HERRN: zwei Jungstiere und einen Widder und sieben einjaehrige Laemmer; ohne Fehler sollen sie euch sein; 28.20 und das dazugehoerige Speisopfer, Weizengriess, gemengt mit Oel: drei Zehntel sollt ihr opfern zum Stier und zwei Zehntel zum Widder; 28.21 je ein Zehntel sollst du bereiten zu jedem Lamm von den sieben Laemmern; 28.22 und einen Ziegenbock als Suendopfer, um Suehnung fuer euch zu erwirken. 28.23 Ausser dem Morgen-Brandopfer, das zum regelmaessigen Brandopfer gehoert, sollt ihr das bereiten. 28.24 Solche [Opfer] sollt ihr sieben Tage lang taeglich bereiten als Speise, als Feueropfer von wohlgefaelligem Geruch fuer den HERRN; [zusaetzlich] zum regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer soll es bereitet werden. 28.25 Und am siebten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. 28.26 Und am Tag der Erstlinge, wenn ihr dem HERRN ein neues Speisopfer darbringt, an eurem Wochenfest, sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. 28.27 Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen zum wohlgefaelligen Geruch fuer den HERRN: zwei Jungstiere, einen Widder, sieben einjaehrige Laemmer; 28.28 und das dazugehoerige Speisopfer, Weizengriess, gemengt mit Oel: drei Zehntel zu jedem Stier, zwei Zehntel zu jedem Widder, 28.29 je ein Zehntel zu jedem Lamm von den sieben Laemmern; 28.30 [und] einen Ziegenbock, um Suehnung fuer euch zu erwirken. 28.31 Ausser dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Speisopfer sollt ihr sie bereiten - ohne Fehler sollen sie euch sein - mit den dazugehoerigen Trankopfern. Opfer am Fest des Hornblasens, am Versoehnungstag und am Laubhuettenfest. V. 1-6: 3Mo 23,23-25. \29\ 29.1 Und im siebten Monat, am Ersten des Monats, sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun; ein Tag des [Horn]blasens soll es fuer euch sein. 29.2 Und ihr sollt ein Brandopfer bereiten zum wohlgefaelligen Geruch fuer den HERRN: einen Jungstier, einen Widder, sieben einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.3 und das dazugehoerige Speisopfer, Weizengriess, gemengt mit Oel; drei Zehntel zum Stier, zwei Zehntel zum Widder 29.4 und ein Zehntel zu jedem Lamm von den sieben Laemmern; 29.5 und einen Ziegenbock als Suendopfer, um Suehnung fuer euch zu erwirken; 29.6 ausser dem Brandopfer zum Neumond und dem dazugehoerigen Speisopfer und dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Speisopfer und den dazugehoerigen Trankopfern, nach ihrer Vorschrift, zum wohlgefaelligen Geruch, ein Feueropfer fuer den HERRN. V. 7-11: 3Mo 16,29-32; 23,26-32. 29.7 Und am Zehnten dieses siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten, und ihr sollt euch demuetigen; keinerlei Arbeit sollt ihr tun. 29.8 Und ihr sollt dem HERRN ein Brandopfer darbringen als einen wohlgefaelligen Geruch: einen Jungstier, einen Widder, sieben einjaehrige Laemmer; ohne Fehler sollen sie euch sein; 29.9 und das dazugehoerige Speisopfer, Weizengriess, gemengt mit Oel: drei Zehntel zum Stier, zwei Zehntel zu jedem Widder, 29.10 je ein Zehntel zu jedem Lamm von den sieben Laemmern; 29.11 [und] einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem Suendopfer der Versoehnung und dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Speisopfer und den dazugehoerigen Trankopfern. V. 12-38: 3Mo 23,33-43. 29.12 Und am fuenfzehnten Tag des siebten Monats sollt ihr eine heilige Versammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun, und ihr sollt dem HERRN ein Fest sieben Tage lang feiern. 29.13 Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer von wohlgefaelligem Geruch fuer den HERRN: dreizehn Jungstiere, zwei Widder, vierzehn einjaehrige Laemmer; ohne Fehler sollen sie sein; 29.14 und das dazugehoerige Speisopfer, Weizengriess, gemengt mit Oel: drei Zehntel zu jedem Stier von den dreizehn Stieren, zwei Zehntel zu jedem Widder von den zwei Widdern 29.15 und je ein Zehntel zu jedem Lamm von den vierzehn Laemmern; 29.16 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer, dem dazugehoerigen Speisopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer. 29.17 Und am zweiten Tag zwoelf Jungstiere, zwei Widder, vierzehn einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.18 und das dazugehoerige Speisopfer und das dazugehoerige Trankopfer, zu den Stieren, zu den Widdern und zu den Laemmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; 29.19 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Speisopfer und den dazugehoerigen Trankopfern. 29.20 Und am dritten Tag elf Stiere, zwei Widder, vierzehn einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.21 und das dazugehoerige Speisopfer und die dazugehoerigen Trankopfer, zu den Stieren, zu den Widdern und zu den Laemmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; 29.22 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Speisopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer. 29.23 Und am vierten Tag zehn Stiere, zwei Widder, vierzehn einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.24 das dazugehoerige Speisopfer und die dazugehoerigen Trankopfer, zu den Stieren, zu den Widdern und zu den Laemmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; 29.25 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer, dem dazugehoerigen Speisopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer. 29.26 Und am fuenften Tag neun Stiere, zwei Widder, vierzehn einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.27 und das dazugehoerige Speisopfer und die dazugehoerigen Trankopfer, zu den Stieren, zu den Widdern und zu den Laemmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; 29.28 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Speisopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer. 29.29 Und am sechsten Tag acht Stiere, zwei Widder, vierzehn einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.30 und das dazugehoerige Speisopfer und die dazugehoerigen Trankopfer, zu den Stieren, zu den Widdern und zu den Laemmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; 29.31 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer, dem dazugehoerigen Speisopfer und den dazugehoerigen Trankopfern. 29.32 Und am siebten Tag sieben Stiere, zwei Widder, vierzehn einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.33 und das dazugehoerige Speisopfer und die dazugehoerigen Trankopfer zu den Stieren, zu den Widdern und zu den Laemmern, nach ihrer Zahl, nach ihrer Vorschrift; 29.34 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer, dem dazugehoerigen Speisopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer. 29.35 Am achten Tag sollt ihr eine Festversammlung halten; keinerlei Dienstarbeit sollt ihr tun. 29.36 Und ihr sollt ein Brandopfer darbringen, ein Feueropfer von wohlgefaelligem Geruch fuer den HERRN: einen Stier, einen Widder, sieben einjaehrige Laemmer, ohne Fehler; 29.37 das dazugehoerige Speisopfer und die dazugehoerigen Trankopfer, zu dem Stier, zu dem Widder und zu den Laemmern, nach ihrer Zahl, nach der Vorschrift; 29.38 und einen Ziegenbock als Suendopfer; ausser dem regelmaessigen Brandopfer und dem dazugehoerigen Speisopfer und dem dazugehoerigen Trankopfer. 29.39 Das sollt ihr bei euren Festtagen dem HERRN opfern, ausser euren Geluebden und euren freiwilligen Gaben an Brandopfern und an Speisopfern und an Trankopfern und an Heilsopfern. Verordnungen ueber Geluebde. \30\ 30.1 Und Mose sprach zu den Soehnen Israel nach allem, was der HERR dem Mose geboten hatte. 30.2 Und Mose redete zu den Haeuptern der Staemme der Soehne Israel und sagte: Das ist es, was der HERR geboten hat: 30.3 Wenn ein Mann dem HERRN ein Geluebde ablegt oder einen Eid schwoert, ein Enthaltungsgeluebde auf seine Seele zu nehmen, dann soll er sein Wort nicht brechen: nach allem, was aus seinem Mund hervorgegangen ist, soll er tun. 30.4 Und wenn eine Frau dem HERRN ein Geluebde ablegt oder ein Enthaltungsgeluebde auf sich nimmt im Haus ihres Vaters, in ihrer Jugend, 30.5 und ihr Vater hoert ihr Geluebde oder ihr Enthaltungsgeluebde, das sie auf ihre Seele genommen hat, und ihr Vater schweigt ihr gegenueber, dann sollen alle ihre Geluebde gelten, und jedes Enthaltungsgeluebde, das sie auf ihre Seele genommen hat, soll gelten. 30.6 Wenn aber ihr Vater ihr gewehrt hat an dem Tag, als er es hoerte, so sollen alle ihre Geluebde und alle ihre Enthaltungsgeluebde, die sie auf ihre Seele genommen hat, nicht gelten; und der HERR wird ihr vergeben, weil ihr Vater ihr gewehrt hat. 30.7 Und wenn sie etwa [die Frau] eines Mannes wird und ihre Geluebde auf ihr sind oder ein unbedachter Ausspruch ihrer Lippen, mit dem sie ihre Seele gebunden hat, 30.8 und ihr Mann hoert es und schweigt ihr gegenueber an dem Tag, da er es hoert: dann sollen ihre Geluebde gelten, und ihre Enthaltungsgeluebde, die sie auf ihre Seele genommen hat, sollen gelten. 30.9 Wenn aber ihr Mann an dem Tag, da er es hoert, ihr wehrt, dann hebt er ihr Geluebde auf, das auf ihr ist, und den unbedachten Ausspruch ihrer Lippen, wozu sie ihre Seele gebunden hat; und der HERR wird ihr vergeben. 30.10 Aber das Geluebde einer Witwe und einer Verstossenen, alles, womit sie ihre Seele gebunden hat, soll fuer sie gelten. 30.11 Und wenn eine Frau im Haus ihres Mannes ein Geluebde abgelegt oder durch einen Eid ein Enthaltungsgeluebde auf ihre Seele genommen hat, 30.12 und ihr Mann hat es gehoert und ihr gegenueber geschwiegen, er hat ihr nicht gewehrt: dann sollen alle ihre Geluebde gelten, und jedes Enthaltungsgeluebde, das sie auf ihre Seele genommen hat, soll gelten. 30.13 Wenn aber ihr Mann diese [Geluebde] ausdruecklich aufgehoben hat an dem Tag, als er sie hoerte, dann soll alles, was ueber ihre Lippen gegangen ist an Geluebden und an Enthaltungsgeluebden ihrer Seele, nicht gelten; ihr Mann hat sie aufgehoben, und der HERR wird ihr vergeben. 30.14 Jedes Geluebde und jeder Eid eines Enthaltungsgeluebdes, sich selbst zu demuetigen: ihr Mann kann es bestaetigen, und ihr Mann kann es aufheben. 30.15 Und wenn ihr Mann von Tag zu Tag ihr gegenueber voellig schweigt, dann bestaetigt er alle ihre Geluebde oder alle ihre Enthaltungsgeluebde, die auf ihr sind; er hat sie bestaetigt, denn er hat ihr gegenueber geschwiegen an dem Tag, als er davon hoerte. 30.16 Wenn er sie aber ausdruecklich aufhebt, nachdem er davon gehoert hat, dann wird er ihre Schuld tragen. 30.17 Das sind die Ordnungen, die der HERR dem Mose geboten hat, zwischen einem Mann und seiner Frau, zwischen einem Vater und seiner Tochter in ihrer Jugend im Haus ihres Vaters. Bestrafung der Midianiter. \31\ 31.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 31.2 Nimm Rache fuer die Soehne Israel an den Midianitern! Danach sollst du zu deinen Voelkern versammelt werden. 31.3 Und Mose redete zum Volk: Ruestet von euch Maenner zum Heer[esdienst] aus, dass sie gegen Midian ziehen, um die Rache des HERRN an Midian auszufuehren! 31.4 Je tausend von [jedem] Stamm, von allen Staemmen Israels, sollt ihr zum Heer[esdienst] aussenden. 31.5 Und es wurden von den Tausendschaften Israels tausend von jedem Stamm ausgehoben: zwoelftausend zum Heer[esdienst] Geruestete. 31.6 Und Mose sandte sie, tausend von jedem Stamm, zum Heer[esdienst] aus, sie und Pinhas, den Sohn des Priesters Eleasar, zum Heer[esdienst]; und die heiligen Geraete, die Trompeten zum Laermblasen, [waren] in seiner Hand. 31.7 Und sie kaempften gegen Midian, so wie der HERR dem Mose geboten hatte, und brachten alles Maennliche um. 31.8 Und sie brachten die Koenige von Midian um, [zusaetzlich] zu den von ihnen Erschlagenen: Ewi und Rekem und Zur und Hur und Reba, fuenf Koenige von Midian; und auch Bileam, den Sohn Beors, brachten sie mit dem Schwert um. 31.9 Und die Soehne Israel fuehrten die Frauen der Midianiter und ihre Kinder gefangen weg und erbeuteten all ihr Vieh und alle ihre Herden und all ihren Reichtum; 31.10 und alle ihre Staedte an ihren Wohnsitzen und alle ihre Zeltdoerfer verbrannten sie mit Feuer. 31.11 Und sie nahmen alle Beute und alles Geraubte an Menschen und an Vieh 31.12 und brachten die Gefangenen und das Geraubte und die Beute zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu der Gemeinde der Soehne Israel ins Lager, in die Ebenen von Moab, die am Jordan von Jericho sind. 31.13 Und Mose und der Priester Eleasar und alle Fuersten der Gemeinde gingen ihnen entgegen ausserhalb des Lagers. 31.14 Und Mose wurde zornig ueber die Befehlshaber des Heeres, die Obersten ueber die Tausendschaften und die Obersten ueber die Hundertschaften, die von dem Kriegszug kamen; 31.15 und Mose sagte zu ihnen: Habt ihr alle Frauen am Leben gelassen? 31.16 Siehe, sie sind ja auf den Rat Bileams den Soehnen Israel ein Anlass geworden, in der Sache mit dem Peor eine Untreue gegen den HERRN zu begehen, so dass die Plage ueber die Gemeinde des HERRN kam. 31.17 So bringt nun alles Maennliche unter den Kindern um, und bringt alle Frauen um, die einen Mann im Beischlaf erkannt haben! 31.18 Aber alle Kinder, alle Maedchen, die den Beischlaf eines Mannes nicht gekannt haben, lasst fuer euch am Leben! 31.19 Ihr aber lagert sieben Tage ausserhalb des Lagers! Jeder, der einen Menschen umgebracht, und jeder, der einen Erschlagenen beruehrt hat: ihr sollt euch entsuendigen am dritten Tag und am siebten Tag, ihr und eure Gefangenen. 31.20 Und alle Kleider und alles Zeug aus Leder und alle Arbeit aus Ziegenhaar und alles Geraet aus Holz sollt ihr entsuendigen. 31.21 Und der Priester Eleasar sprach zu den Kriegsleuten, die in den Kampf gezogen waren: Das ist die Ordnung des Gesetzes, das der HERR dem Mose geboten hat: 31.22 Nur das Gold und das Silber, die Bronze, das Eisen, das Zinn und das Blei, 31.23 alles was Feuer vertraegt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen, und es wird rein sein; jedoch soll es mit dem Wasser der Reinigung entsuendigt werden; und alles, was Feuer nicht vertraegt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen. 31.24 Und am siebten Tag sollt ihr eure Kleider waschen, und ihr werdet rein sein; und danach koennt ihr [wieder] ins Lager kommen. 31.25 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 31.26 Nimm die Summe der weggefuehrten Beute auf, an Menschen und an Vieh, du und der Priester Eleasar und die Familienoberhaeupter der Gemeinde! 31.27 Und teile die Beute je zur Haelfte zwischen denen, die den Krieg gefuehrt haben, die ins Feld gezogen sind, und der ganzen Gemeinde! 31.28 Und erhebe von den Kriegsleuten, die ins Feld gezogen sind, eine Abgabe fuer den HERRN: je eine Seele von fuenfhundert, von den Menschen und von den Rindern und von den Eseln und von den Schafen. 31.29 Von ihrer Haelfte sollt ihr sie nehmen, und du sollst sie dem Priester Eleasar geben als eine Opfergabe fuer den HERRN. 31.30 Und von der Haelfte der Soehne Israel sollst du je eins nehmen, von fuenfzig herausgegriffen, von den Menschen, von den Rindern, von den Eseln und von den Schafen, von allem Vieh; und du sollst es den Leviten geben, die den Dienst an der Wohnung des HERRN versehen. 31.31 Und Mose und der Priester Eleasar taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte. 31.32 Und das Erbeutete, der Rest von der Beute, die das Kriegsvolk gemacht hatte, war: 675 000 Schafe 31.33 und 72 000 Rinder 31.34 und 61 000 Esel; 31.35 Menschen aber - an Frauen, die den Beischlaf eines Mannes [noch] nicht gekannt hatten - insgesamt 32 000 Seelen. 31.36 Die Haelfte, der Anteil derer, die zum Heer[esdienst] ausgezogen waren, die Zahl der Schafe war also: 337 500 Stueck, 31.37 und die Abgabe von den Schafen fuer den HERRN war 675 [Stueck]; 31.38 und [die Zahl] der Rinder 36 000 und die Abgabe davon fuer den HERRN 72; 31.39 und [die Zahl] der Esel 30 500 und die Abgabe davon fuer den HERRN 61; 31.40 und die [Zahl der] Menschen [war] 16 000 und die Abgabe davon fuer den HERRN 32 Seelen. 31.41 Und Mose uebergab die Abgabe als Opfergabe fuer den HERRN dem Priester Eleasar, wie der HERR dem Mose geboten hatte. 31.42 Und von der Haelfte der Soehne Israel, die Mose von den zum Heer[esdienst] ausgezogenen Maennern abgeteilt hatte 31.43 - die fuer die Gemeinde [bestimmte] Haelfte war naemlich: 337 500 [Stueck] Schafe 31.44 und 36 000 Rinder 31.45 und 30 500 Esel 31.46 und 16 000 Menschen -, 31.47 und von der den Soehnen Israel [gehoerenden] Haelfte nahm Mose das Herausgegriffene, je eins von fuenfzig, von den Menschen und von dem Vieh, und uebergab sie den Leviten - die den Dienst an der Wohnung des HERRN versahen -, wie der HERR dem Mose geboten hatte. 31.48 Und es traten zu Mose die Befehlshaber ueber die Tausendschaften des Heeres, die Obersten ueber die Tausendschaften und die Obersten ueber die Hundertschaften, 31.49 und sagten zu Mose: Deine Knechte haben die Summe der Kriegsleute aufgenommen, die unter unserem Befehl waren, und es fehlt von uns nicht ein Mann. 31.50 Und so bringen wir eine Opfergabe fuer den HERRN dar - jeder, was er gefunden hat an goldenem Schmuck: Armspangen und Handspangen, Siegelringe, Ohrringe und Spangen -, um fuer unsere Seelen Suehnung zu erwirken vor dem HERRN. 31.51 Und Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von ihnen, allerlei kunstvoll gearbeitete Gegenstaende. 31.52 Und alles Gold der Opfergabe, das sie fuer den HERRN abhoben, war 16 750 Schekel von den Obersten ueber die Tausendschaften und von den Obersten ueber die Hundertschaften 31.53 - die Kriegsleute [aber] hatten jeder [auch noch] fuer sich gepluendert -. 31.54 Und Mose und der Priester Eleasar nahmen das Gold von den Obersten ueber die Tausendschaften und ueber die Hundertschaften und brachten es in das Zelt der Begegnung als ein Gedaechtnis fuer die Soehne Israel vor dem HERRN. Verteilung des Ostjordanlandes an Ruben, Gad und den halben Stamm Manasse. \32\ 32.1 Und die Soehne Ruben und die Soehne Gad hatten viel Vieh, sehr zahlreich; und sie sahen das Land Jaser und das Land Gilead, und siehe, die Gegend war eine Gegend fuer Vieh. 32.2 Und die Soehne Gad und die Soehne Ruben kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den Fuersten der Gemeinde und sagten: 32.3 Atarot und Dibon und Jaser und Nimra und Heschbon und Elale und Sibma und Nebo und Beon, 32.4 das Land, das der HERR vor der Gemeinde Israel geschlagen hat, ist ein Land fuer Vieh, und deine Knechte haben Vieh. 32.5 Und sie sagten: Wenn wir Gunst in deinen Augen gefunden haben, dann moege dieses Land deinen Knechten zum Eigentum gegeben werden! Lass uns nicht ueber den Jordan ziehen! 32.6 Und Mose sagte zu den Soehnen Gad und zu den Soehnen Ruben: Sollen eure Brueder in den Kampf ziehen, und ihr wollt hier bleiben? 32.7 Und warum wollt ihr das Herz der Soehne Israel davon abhalten, in das Land hinueberzuziehen, das der HERR ihnen gegeben hat? 32.8 So haben eure Vaeter getan, als ich sie von Kadesch-Barnea aussandte, das Land anzusehen: 32.9 sie zogen hinauf bis zum Tal Eschkol und sahen das Land an; und sie hielten das Herz der Soehne Israel ab, so dass sie nicht in das Land hineinzogen, das der HERR ihnen gegeben hatte. 32.10 Und der Zorn des HERRN entbrannte an jenem Tag, und er schwor und sprach: 32.11 Wenn die Maenner, die aus Aegypten hinaufgezogen sind, von zwanzig Jahren an und darueber das Land sehen werden, das ich Abraham und Isaak und Jakob zugeschworen habe! Denn sie sind mir nicht treu gefolgt, 32.12 ausgenommen Kaleb, der Sohn des Jefunne, der Kenasiter, und Josua, der Sohn des Nun; denn sie sind dem HERRN treu nachgefolgt. 32.13 Und der Zorn des HERRN entbrannte gegen Israel, und er liess sie vierzig Jahre lang in der Wueste umherirren, bis die ganze Generation aufgerieben war, die getan hatte, was boese in den Augen des HERRN war. 32.14 Und siehe, ihr seid an die Stelle eurer Vaeter getreten, eine Brut von suendigen Maennern, um die Glut des Zornes des HERRN gegen Israel noch zu vermehren. 32.15 Wenn ihr euch von ihm abwendet, dann wird er es noch laenger in der Wueste [bleiben] lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk zugrunde richten. 32.16 Und sie traten zu ihm und sagten: Schafhuerden wollen wir hier bauen fuer unsere Herden und Staedte fuer unsere Kinder. 32.17 Wir selbst aber wollen uns eilends ruesten [und] vor den Soehnen Israel her[ziehen], bis wir sie an ihren Ort gebracht haben; und [nur] unsere Kinder sollen in den befestigten Staedten bleiben wegen der Bewohner des Landes. 32.18 Wir wollen nicht in unsere Haeuser zurueckkehren, bis jeder von den Soehnen Israel sein Erbteil empfangen hat. 32.19 Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseits des Jordan und darueber hinaus, denn unser Erbteil ist uns diesseits des Jordan nach Osten hin zuteilgeworden. 32.20 Da sagte Mose zu ihnen: Wenn ihr das tut, wenn ihr euch vor dem HERRN zum Kampf ruestet 32.21 und alle unter euch, die geruestet sind, vor dem HERRN ueber den Jordan ziehen, bis er seine Feinde vor sich her vertrieben hat 32.22 und das Land vor dem HERRN unterworfen ist, und ihr danach zurueckkehrt, dann sollt ihr schuldlos sein gegenueber dem HERRN und gegenueber Israel; und dieses Land soll euch als Eigentum gehoeren vor dem HERRN. 32.23 Wenn ihr aber nicht so handelt, siehe, dann habt ihr gegen den HERRN gesuendigt; und ihr sollt erkennen, dass eure Suende euch finden wird. 32.24 Baut euch Staedte fuer eure Kinder und Huerden fuer eure Schafe, und tut, was aus eurem Munde hervorgegangen ist! 32.25 Und die Soehne Gad und die Soehne Ruben sagten zu Mose: Deine Knechte werden tun, wie mein Herr es befiehlt. 32.26 Unsere Kinder, unsere Frauen, unsere Herden und all unser Vieh sollen dort in den Staedten Gileads sein. 32.27 Deine Knechte aber, alle zum Heer[esdienst] Geruesteten, werden vor dem HERRN hinueberziehen in den Kampf, wie mein Herr redet. 32.28 Und Mose befahl ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohn des Nun, und den Familienoberhaeuptern der Staemme der Soehne Israel; 32.29 und Mose sagte zu ihnen: Wenn die Soehne Gad und die Soehne Ruben, alle zum Kampf Geruesteten, mit euch vor dem HERRN ueber den Jordan ziehen und das Land vor euch unterworfen sein wird, dann sollt ihr ihnen das Land Gilead zum Eigentum geben. 32.30 Wenn sie aber nicht geruestet mit euch hinueberziehen, dann sollen sie sich unter euch ansaessig machen im Land Kanaan. 32.31 Und die Soehne Gad und die Soehne Ruben antworteten und sagten: Wie der HERR zu deinen Knechten geredet hat, so wollen wir es machen. 32.32 Wir wollen geruestet vor dem HERRN in das Land Kanaan hinueberziehen, und unser Erbbesitz soll uns diesseits des Jordan [erhalten bleiben]. V. 33-42: 5Mo 3,12-17; Jos 13,8-33. 32.33 Und Mose gab ihnen, den Soehnen Gad und den Soehnen Ruben und der Haelfte des Stammes Manasse, des Sohnes des Joseph, das Koenigreich des Sihon, des Koenigs der Amoriter, und das Koenigreich des Og, des Koenigs von Basan, das Land samt seinen Staedten mit ihren [Stadt]gebieten, die Staedte des Landes ringsum. 32.34 Und die Soehne Gad bauten Dibon und Atarot und Aroer 32.35 und Atrot-Schofan und Jaser und Jogboha 32.36 und Bet-Nimra und Bet-Haram, feste Staedte und Schafhuerden. 32.37 Und die Soehne Ruben bauten Heschbon und Elale und Kirjatajim 32.38 und Nebo und Baal-Meon, deren Namen geaendert wurden, und Sibma; und sie benannten die Staedte, die sie bauten, mit anderen Namen. 32.39 Und die Soehne Machirs, des Sohnes Manasses, zogen nach Gilead und nahmen es ein; und sie vertrieben die Amoriter, die darin [wohnten]. 32.40 Und Mose gab Gilead dem Machir, dem Sohn Manasses; und er wohnte darin. 32.41 Und Jair, der Sohn Manasses, zog hin und nahm ihre Zeltdoerfer ein und nannte sie `Zeltdoerfer Jairs'. 32.42 Und Nobach zog hin und nahm Kenat und seine Tochterstaedte ein und nannte es Nobach nach seinem Namen. Lagerplaetze Israels waehrend der vierzig Jahre in der Wueste. \33\ 33.1 Dies sind die Lagerplaetze der Soehne Israel, die aus dem Land Aegypten ausgezogen sind, nach ihren Heer[esverbaend]en [geordnet], unter der Hand des Mose und des Aaron. 33.2 Und Mose schrieb ihre Aufbruchsorte auf nach ihren Lagerplaetzen nach dem Befehl des HERRN; und das sind ihre Lagerplaetze nach ihren Aufbruchsorten: 33.3 Sie brachen auf von Ramses im ersten Monat, am fuenfzehnten Tag des ersten Monats. Am zweiten Tag nach dem Passah zogen die Soehne Israel aus mit erhobener Hand vor den Augen aller Aegypter, 33.4 waehrend die Aegypter die begruben, die der HERR unter ihnen geschlagen hatte, alle Erstgeborenen; und der HERR hatte an ihren Goettern Gericht geuebt. 33.5 Und die Soehne Israel brachen auf von Ramses und lagerten in Sukkot. 33.6 Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten in Etam, das am Rand der Wueste [liegt]. 33.7 Und sie brachen auf von Etam und wandten sich nach Pi-Hahirot, das Baal-Zefon gegenueber [liegt], und lagerten vor Migdol. 33.8 Und sie brachen auf von Pi-Hahirot und zogen mitten durchs Meer in die Wueste, und sie zogen drei Tagereisen in der Wueste Etam und lagerten in Mara. 33.9 Und sie brachen auf von Mara und kamen nach Elim; und in Elim waren zwoelf Wasserquellen und siebzig Palmbaeume; und sie lagerten dort. 33.10 Und sie brachen auf von Elim und lagerten am Schilfmeer. 33.11 Und sie brachen auf vom Schilfmeer und lagerten in der Wueste Sin. 33.12 Und sie brachen auf aus der Wueste Sin und lagerten in Dofka. 33.13 Und sie brachen auf von Dofka und lagerten in Alusch. 33.14 Und sie brachen auf von Alusch und lagerten in Refidim; und das Volk hatte dort kein Wasser zu trinken. 33.15 Und sie brachen auf von Refidim und lagerten in der Wueste Sinai. 33.16 Und sie brachen auf aus der Wueste Sinai und lagerten in Kibrot-Hattaawa. 33.17 Und sie brachen auf von Kibrot-Hattaawa und lagerten in Hazerot. 33.18 Und sie brachen auf von Hazerot und lagerten in Ritma. 33.19 Und sie brachen auf von Ritma und lagerten in Rimmon-Perez. 33.20 Und sie brachen auf von Rimmon-Perez und lagerten in Libna. 33.21 Und sie brachen auf von Libna und lagerten in Rissa. 33.22 Und sie brachen auf von Rissa und lagerten in Kehelata. 33.23 Und sie brachen auf von Kehelata und lagerten am Berg Schefer. 33.24 Und sie brachen auf vom Berg Schefer und lagerten in Harada. 33.25 Und sie brachen auf von Harada und lagerten in Makhelot. 33.26 Und sie brachen auf von Makhelot und lagerten in Tahat. 33.27 Und sie brachen auf von Tahat und lagerten in Tarach. 33.28 Und sie brachen auf von Tarach und lagerten in Mitka. 33.29 Und sie brachen auf von Mitka und lagerten in Haschmona. 33.30 Und sie brachen auf von Haschmona und lagerten in Moserot. 33.31 Und sie brachen auf von Moserot und lagerten in Bene-Jaakan. 33.32 Und sie brachen auf von Bene-Jaakan und lagerten in Hor-Gidgad. 33.33 Und sie brachen auf von Hor-Gidgad und lagerten in Jotbata. 33.34 Und sie brachen auf von Jotbata und lagerten in Abrona. 33.35 Und sie brachen auf von Abrona und lagerten in Ezjon-Geber. 33.36 Und sie brachen auf von Ezjon-Geber und lagerten in der Wueste Zin, das ist Kadesch. 33.37 Und sie brachen auf von Kadesch und lagerten am Berg Hor, am Rand des Landes Edom. 33.38 Und der Priester Aaron stieg auf den Berg Hor nach dem Befehl des HERRN; und er starb dort im vierzigsten Jahr nach dem Auszug der Soehne Israel aus dem Land Aegypten, im fuenften Monat, am Ersten des Monats. 33.39 Und Aaron war 123 Jahre alt, als er auf dem Berg Hor starb. 33.40 Und die Kanaaniter, der Koenig von Arad, der im Sueden wohnte im Land Kanaan, hoerte von dem Kommen der Soehne Israel. 33.41 Und sie brachen auf vom Berg Hor und lagerten in Zalmona. 33.42 Und sie brachen auf von Zalmona und lagerten in Punon. 33.43 Und sie brachen auf von Punon und lagerten in Obot. 33.44 Und sie brachen auf von Obot und lagerten in Ije-Abarim, im Gebiet von Moab. 33.45 Und sie brachen auf von Ijim und lagerten in Dibon-Gad. 33.46 Und sie brachen auf von Dibon-Gad und lagerten in Almon-Diblatajim. 33.47 Und sie brachen auf von Almon-Diblatajim und lagerten im Gebirge Abarim oestlich von Nebo. 33.48 Und sie brachen auf vom Gebirge Abarim und lagerten in den Steppen von Moab, am Jordan [gegenueber] von Jericho. 33.49 Und sie lagerten am Jordan von Bet-Jeschimot bis Abel-Schittim in den Steppen von Moab. 33.50 Und der HERR redete zu Mose in den Steppen von Moab, am Jordan [gegenueber] von Jericho, und sprach: 33.51 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr ueber den Jordan in das Land Kanaan zieht, 33.52 dann sollt ihr alle Bewohner des Landes vor euch her vertreiben und all ihre Goetzenbilder zugrunde richten; und alle ihre gegossenen Bilder sollt ihr zugrunde richten, und alle ihre Hoehen sollt ihr austilgen. 33.53 Und ihr sollt das Land in Besitz nehmen und darin wohnen, denn euch habe ich das Land gegeben, es zu besitzen. 33.54 Und ihr sollt das Land durchs Los als Erbteil empfangen nach euren Sippen: Dem, der gross ist [an Zahl], sollt ihr sein Erbteil gross bemessen, und dem, der klein ist [an Zahl], sollt ihr sein Erbteil klein bemessen; wohin das Los fuer einen faellt, das soll ihm gehoeren; nach den Staemmen eurer Vaeter sollt ihr [es] unter euch [als Erbteil] verteilen. 33.55 Wenn ihr aber die Bewohner des Landes nicht vor euch her vertreibt, dann werden die, die ihr von ihnen uebriglasst, zu Dornen in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten werden, und sie werden euch bedraengen in dem Land, in dem ihr wohnt. 33.56 Und es wird geschehen: wie ich gedachte, ihnen zu tun, so werde ich euch tun. Grenzen und Aufteilung des Landes Kanaan. V. 1-12: Hes 47,13-20. \34\ 34.1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 34.2 Befiehl den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, dann ist dies das Land, das euch als Erbteil zufallen soll: das Land Kanaan nach seinen Grenzen. V. 3-5: Jos 15,1-4. 34.3 Und die Suedseite soll fuer euch sein von der Wueste Zin an, an Edom entlang, und die Suedgrenze soll fuer euch sein vom Ende des Salzmeers gegen Osten. 34.4 Und die Grenze soll sich fuer euch suedlich von der Anhoehe Akrabbim wenden und nach Zin hinuebergehen, und ihr Auslaeufer sei suedlich von Kadesch-Barnea; und sie soll nach Hazar-Addar hin laufen und nach Azmon hinuebergehen; 34.5 und die Grenze soll sich von Azmon nach dem Bach Aegyptens wenden, und ihr Auslaeufer soll zum Meer hin sein. 34.6 Und die Westgrenze: sie soll fuer euch das grosse Meer und das [Kuesten]gebiet sein; das soll fuer euch die Westgrenze sein. 34.7 Und das soll fuer euch die Nordgrenze sein: Vom grossen Meer aus sollt ihr euch eine Linie ziehen [bis zum] Berg Hor; 34.8 vom Berge Hor sollt ihr eine Linie ziehen bis man nach Hamat kommt, und der Auslaeufer der Grenze sei nach Zedad hin; 34.9 und die Grenze soll nach Sifron hin verlaufen, und ihr Auslaeufer sei bei Hazar-Enan. Das soll fuer euch die Nordgrenze sein. 34.10 Und als Ostgrenze sollt ihr euch eine Linie ziehen von Hazar-Enan nach Schefam. 34.11 Und die Grenze soll von Schefam nach Ribla oestlich von Ajin hinabgehen; und [weiter] soll die Grenze hinuntergehen und an die Seite des Sees Kinneret gegen Osten stossen; 34.12 und die Grenze soll an den Jordan hinabgehen, und ihr Auslaeufer sei am Salzmeer. Das soll euer Land sein mit seinen Grenzen ringsum. 34.13 Und Mose befahl den Soehnen Israel und sprach: Das ist das Land, das ihr durchs Los als Erbteil empfangen sollt, das der HERR den neun Staemmen und dem halben Stamm zu geben befohlen hat. 34.14 Denn der Stamm der Soehne der Rubeniter nach ihren Vaterhaeusern und der Stamm der Soehne der Gaditer nach ihren Vaterhaeusern und die Haelfte des Stammes Manasse, die haben ihr Erbteil empfangen. 34.15 Die zwei Staemme und der halbe Stamm haben ihr Erbteil empfangen diesseits des Jordan von Jericho gegen Osten, gegen [Sonnen]aufgang. 34.16 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 34.17 Das sind die Namen der Maenner, die euch das Land als Erbe austeilen sollen: der Priester Eleasar und Josua, der Sohn des Nun. 34.18 Und je einen Fuersten von einem Stamm sollt ihr nehmen, um das Land als Erbe auszuteilen. V. 19-28: Kap. 13,4-15; 1Mo 35,23-26. 34.19 Und das sind die Namen der Maenner: fuer den Stamm Juda: Kaleb, der Sohn des Jefunne; 34.20 und fuer den Stamm der Soehne Simeon: Schemuel, der Sohn des Ammihud; 34.21 fuer den Stamm Benjamin: Elidad, der Sohn des Kislon; 34.22 und fuer den Stamm der Soehne Dan ein Fuerst: Bukki, der Sohn des Jogli; 34.23 fuer die Soehne Josephs: fuer den Stamm der Soehne Manasse ein Fuerst: Hanniel, der Sohn des Efod; 34.24 und fuer den Stamm der Soehne Ephraim ein Fuerst: Kemuel, der Sohn des Schiftan; 34.25 und fuer den Stamm der Soehne Sebulon ein Fuerst: Elizafan, der Sohn des Parnach; 34.26 und fuer den Stamm der Soehne Issaschar ein Fuerst: Paltiel, der Sohn des Asan; 34.27 und fuer den Stamm der Soehne Asser ein Fuerst: Ahihud, der Sohn des Schelomi; 34.28 und fuer den Stamm der Soehne Naftali ein Fuerst: Pedahel, der Sohn des Ammihud. 34.29 Diese sind es, denen der HERR befahl, den Soehnen Israel ihr Erbe im Land Kanaan auszuteilen. Staedte der Leviten und Zufluchtsstaedte. V. 1-8: Jos 21,1-8. \35\ 35.1 Und der HERR redete zu Mose in den Ebenen von Moab am Jordan von Jericho und sprach: 35.2 Befiehl den Soehnen Israel, dass sie von ihrem Erbbesitz den Leviten Staedte zum Wohnen geben! Und zu den Staedten sollt ihr Weideland rings um sie her den Leviten geben. 35.3 Und die Staedte sollen ihnen zum Wohnen dienen, und deren Weideflaechen sollen fuer ihr Vieh und fuer ihren Besitz und fuer alle ihre Tiere sein. 35.4 Und die Weideflaechen der Staedte, die ihr den Leviten geben sollt, sollen von der Stadtmauer nach aussen hin tausend Ellen betragen ringsum; 35.5 und ihr sollt ausserhalb der Stadt auf der Ostseite zweitausend Ellen abmessen und auf der Suedseite zweitausend Ellen und auf der Westseite zweitausend Ellen und auf der Nordseite zweitausend Ellen; die Stadt selbst aber soll in der Mitte sein; das sollen die Weideflaechen ihrer Staedte sein. 35.6 Und die Staedte, die ihr den Leviten geben sollt: sechs Zufluchtstaedte sollen es sein, die ihr [ihnen] geben sollt, damit dorthin fliehen kann, wer einen Totschlag begangen hat. Und zu diesen hinzu sollt ihr [noch] 42 Staedte geben. 35.7 Alle die Staedte, die ihr den Leviten geben sollt, sie und ihre Weideflaechen, [sollen] 48 Staedte [sein]. 35.8 Und was die Staedte betrifft, die ihr von dem Eigentum der Soehne Israel hergeben sollt: von dem [Stamm], der viel hat, sollt ihr viel nehmen, und von dem, der wenig hat, sollt ihr wenig nehmen; jeder [Stamm] soll entsprechend dem Erbteil, das er erben wird, [einige] von seinen Staedten den Leviten geben. V. 9-29: 5Mo 19,1-13; Jos 20,1-9. 35.9 Und der HERR redete zu Mose und sprach: 35.10 Rede zu den Soehnen Israel und sage zu ihnen: Wenn ihr ueber den Jordan in das Land Kanaan zieht, 35.11 sollt ihr euch Staedte bestimmen: Zufluchtstaedte sollen sie fuer euch sein, dass dorthin ein Totschlaeger fliehe, der einen Menschen aus Versehen erschlagen hat. 35.12 Und die Staedte sollen euch als Zuflucht vor dem Raecher dienen, damit der Totschlaeger nicht sterbe, bis er angesichts der Gemeinde vor Gericht gestanden hat. 35.13 Und die Staedte, die ihr hergeben sollt, sollen sechs Zufluchtstaedte fuer euch sein. 35.14 Drei Staedte sollt ihr diesseits des Jordan geben, und drei Staedte sollt ihr im Land Kanaan geben; Zufluchtstaedte sollen sie sein. 35.15 Fuer die Soehne Israel und den Fremden und den Beisassen in ihrer Mitte sollen diese sechs Staedte als Zuflucht dienen, damit dorthin jeder fliehen kann, der einen Menschen aus Versehen erschlagen hat. 35.16 Wenn er ihn aber mit einem eisernen Geraet geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Moerder; der Moerder soll unbedingt getoetet werden. 35.17 Und wenn er ihn mit einem Stein [in] der Hand, durch den man sterben kann, geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Moerder; der Moerder soll unbedingt getoetet werden. 35.18 Oder wenn er ihn mit einem hoelzernen Geraet [in] der Hand, durch das man sterben kann, geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann ist er ein Moerder; der Moerder soll unbedingt getoetet werden. 35.19 Der Blutraecher, der soll den Moerder toeten; wenn er ihn trifft, soll er ihn toeten. 35.20 Und wenn er ihn aus Hass gestossen oder in boeser Absicht [etwas] gegen ihn geworfen hat, so dass er gestorben ist, 35.21 oder ihn aus Feindschaft mit seiner Hand geschlagen hat, so dass er gestorben ist, dann soll der Schlaeger unbedingt getoetet werden; er ist ein Moerder; der Blutraecher soll den Moerder toeten, wenn er ihn trifft. 35.22 Wenn er ihn aber unversehens, nicht aus Feindschaft gestossen oder ohne boese Absicht irgendein Geraet auf ihn geworfen hat 35.23 oder, ohne es zu sehen, irgendeinen Stein, durch den man sterben kann, auf ihn hat fallen lassen, so dass er gestorben ist - er war ihm aber nicht feind und suchte seinen Schaden nicht -, 35.24 dann soll die Gemeinde zwischen dem Schlaeger und dem Blutraecher nach diesen Rechtsbestimmungen richten: 35.25 und die Gemeinde soll den Totschlaeger aus der Hand des Blutraechers retten, und die Gemeinde soll ihn in seine Zufluchtstadt zurueckbringen, in die er geflohen ist; und er soll in ihr bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters, den man mit dem heiligen Oel gesalbt hat. 35.26 Wenn aber der Totschlaeger ueber die Grenze seiner Zufluchtstadt, in die er geflohen ist, jemals hinausgeht, 35.27 und der Blutraecher findet ihn ausserhalb der Grenze seiner Zufluchtstadt, und der Blutraecher toetet den Totschlaeger, dann hat er keine Blutschuld. 35.28 Denn der [Totschlaeger] soll in seiner Zufluchtstadt bleiben bis zum Tod des Hohenpriesters; und nach dem Tod des Hohenpriesters darf der Totschlaeger in das Land seines Eigentums zurueckkehren. 35.29 Und das soll euch zu einer Rechtsordnung sein bei euren Generationen in allen euren Wohnsitzen. 35.30 Fuer jeden, der einen Menschen erschlaegt, [gilt]: auf die Aussage von Zeugen soll man den Moerder toeten; aber ein einzelner Zeuge kann nicht gegen einen Menschen aussagen, dass er sterben muss. 35.31 Und ihr sollt kein Suehnegeld annehmen fuer das Leben eines Moerders, der schuldig ist zu sterben, sondern er soll unbedingt getoetet werden. 35.32 Auch sollt ihr kein Suehnegeld annehmen fuer den in seine Zufluchtstadt Geflohenen, so dass er vor dem Tod des Priesters zurueckkehren koennte, um im Land zu wohnen. 35.33 Und ihr sollt das Land nicht entweihen, in dem ihr seid; denn das Blut, das entweiht das Land; und dem Land kann fuer das Blut, das in ihm vergossen worden ist, keine Suehnung erwirkt werden ausser durch das Blut dessen, der es vergossen hat. 35.34 Und du sollst das Land nicht unrein machen, in dem ihr wohnt, in dessen Mitte ich wohne; denn ich, der HERR, wohne inmitten der Soehne Israel. Gesetz fuer Erbtoechter. \36\ 36.1 Und es traten herzu die Familienoberhaeupter von der Sippe der Soehne des Gilead, des Sohnes des Machir, des Sohnes des Manasse, aus den Sippen der Soehne Josephs; und sie redeten vor Mose und vor den Fuersten, den Haeuptern der Vaeter der Soehne Israel, 36.2 und sagten: Der HERR hat meinem Herrn befohlen, den Soehnen Israel das Land durchs Los als Erbteil zu geben; und meinem Herrn ist von dem HERRN befohlen worden, das Erbteil Zelofhads, unseres Bruders, seinen Toechtern zu geben. 36.3 Werden sie nun einem von den Soehnen der [anderen] Staemme der Soehne Israel als Frauen [zuteil], dann wird ihr Erbteil dem Erbteil unserer Vaeter entzogen und zu dem Erbteil des Stammes hinzugefuegt werden, dem sie [dann] angehoeren werden; und dem Los unseres Erbteils wird es entzogen werden. 36.4 Und [auch] wenn das Jobel[jahr] der Soehne Israel kommt, wird ihr Erbteil zu dem Erbteil des Stammes hinzugefuegt werden, dem sie [dann] angehoeren werden; und ihr Erbteil wird dem Erbteil des Stammes unserer Vaeter entzogen werden. 36.5 Da befahl Mose den Soehnen Israel nach der Anweisung des HERRN und sagte: Der Stamm der Soehne Joseph redet recht. 36.6 Dies ist das Wort, das der HERR betreffs der Toechter Zelofhads geboten hat, indem er sprach: Sie moegen dem, der in ihren Augen gut ist, als Frauen zuteil werden; nur sollen sie [einem aus] der Sippe des Stammes ihres Vaters als Frauen zuteil werden, 36.7 damit nicht ein Erbteil der Soehne Israel von Stamm zu Stamm uebergehe; denn die Soehne Israel sollen jeder am Erbteil des Stammes seiner Vaeter festhalten. 36.8 Und jede Tochter, die ein Erbteil aus den Staemmen der Soehne Israel besitzt, soll einem aus der Sippe des Stammes ihres Vaters als Frau zuteil werden, damit die Soehne Israel [ihr Erbteil], jeder das Erbteil seiner Vaeter, besitzen 36.9 und nicht ein Erbteil von einem Stamm auf einen anderen Stamm uebergehe. Denn die Staemme der Soehne Israel sollen jeder an seinem Erbteil festhalten. 36.10 So wie der HERR dem Mose geboten hatte, so machten es die Toechter Zelofhads. 36.11 Und Machla, Tirza und Hogla und Milka und Noa, die Toechter Zelofhads, wurden den Soehnen ihrer Onkel als Frauen zuteil. 36.12 [Maennern] aus den Sippen der Soehne Manasse, des Sohnes des Joseph, wurden sie als Frauen zuteil. Und so verblieb ihr Erbteil bei dem Stamm der Sippen ihres Vaters. 36.13 Das sind die Gebote und die Rechtsbestimmungen, die der HERR in den Ebenen von Moab am Jordan von Jericho den Soehnen Israel durch Mose geboten hat.  Das fuenfte Buch Mose (Deuteronomium). Weg Israels vom Sinai bis Kadesch. \1\ 1.1 Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel geredet hat jenseits des Jordan, in der Wueste, in der Ebene, Suf gegenueber, zwischen Paran und Tofel, Laban, Hazerot und Di-Sahab. 1.2 Elf Tage sind es vom Horeb, auf dem Weg zum Gebirge Seir, bis Kadesch-Barnea. 1.3 Und es geschah im vierzigsten Jahr, im elften Monat, am Ersten des Monats, da redete Mose zu den Soehnen Israel nach allem, was ihm der HERR fuer sie geboten hatte, 1.4 nachdem er Sihon, den Koenig der Amoriter, der in Heschbon wohnte, geschlagen hatte und Og, den Koenig von Basan, der in Aschtarot [und] in Edrei wohnte. 1.5 Jenseits des Jordan, im Land Moab, fing Mose an, dieses Gesetz auszulegen, indem er sprach: 1.6 Der HERR, unser Gott, redete zu uns am Horeb und sprach: Lange genug seid ihr an diesem Berg geblieben. 1.7 Wendet euch, brecht auf und zieht zum Gebirge der Amoriter und zu allen ihren Nachbarn in der Ebene, auf dem Gebirge, in der Niederung und im Sueden und an der Kueste des Meeres, in das Land der Kanaaniter und zum Libanon, bis an den grossen Strom, den Euphratstrom! 1.8 Siehe, ich habe das Land vor euch dahingegeben. Geht hinein und nehmt das Land in Besitz, von dem der HERR euren Vaetern, Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, [es] ihnen und ihren Nachkommen nach ihnen zu geben! 1.9 Und in jener Zeit sprach ich zu euch: Ich allein kann euch nicht tragen. 1.10 Der HERR, euer Gott, hat euch zahlreich werden lassen, und siehe, ihr seid heute wie die Sterne des Himmels an Menge. 1.11 Der HERR, der Gott eurer Vaeter, fuege zu euch [noch] tausendmal [so viel], wie ihr seid, hinzu und segne euch, wie er zu euch geredet hat! 1.12 Wie koennte ich allein eure Buerde und eure Last und euren Rechtsstreit tragen? 1.13 Bringt weise und verstaendige und anerkannte Maenner fuer eure Staemme, dass ich sie als Oberhaeupter ueber euch einsetze! 1.14 Und ihr antwortetet mir und sagtet: Gut ist die Sache, die zu tun du angekuendigt hast. 1.15 Und ich nahm die Oberhaeupter eurer Staemme, weise und anerkannte Maenner, und setzte sie als Oberhaeupter ueber euch ein, als Oberste ueber Tausend und Oberste ueber Hundert und Oberste ueber Fuenfzig und Oberste ueber Zehn und als Verwalter fuer eure Staemme. 1.16 Und ich gebot euren Richtern in jener Zeit: Hoert [die Streitsachen] zwischen euren Bruedern und richtet gerecht zwischen einem Mann und seinem Bruder und dem Fremden bei ihm! 1.17 Ihr sollt im Gericht nicht die Person ansehen; den Kleinen wie den Grossen sollt ihr hoeren. Ihr sollt euch vor niemandem fuerchten, denn das Gericht ist Gottes Sache. Die Sache aber, die zu schwer fuer euch ist, bringt vor mich, dass ich sie hoere! 1.18 So gebot ich euch in jener Zeit all die Dinge, die ihr tun solltet. V. 19-46: 4Mo 13; 14. 1.19 Und wir brachen auf vom Horeb und zogen durch diese ganze grosse und schreckliche Wueste, die ihr gesehen habt auf dem Weg zum Gebirge der Amoriter, wie der HERR, unser Gott es uns geboten hatte; und wir kamen bis Kadesch-Barnea. 1.20 Und ich sagte zu euch: Ihr seid bis zu dem Gebirge der Amoriter gekommen, das der HERR, unser Gott, uns gibt. 1.21 Siehe, der HERR, dein Gott, hat das Land vor dir dahingegeben. Zieh hinauf, nimm in Besitz, wie der HERR, der Gott deiner Vaeter, zu dir geredet hat! Fuerchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen! 1.22 Da tratet ihr alle zu mir und sagtet: Lasst uns Maenner vor uns hersenden, dass sie das Land fuer uns erkunden und uns Bericht erstatten ueber den Weg, auf dem wir hinaufziehen, und ueber die Staedte, zu denen wir kommen sollen! 1.23 Und die Sache war gut in meinen Augen. Und ich nahm zwoelf Maenner von euch, je einen Mann fuer den Stamm. 1.24 Und sie wandten sich und zogen ins Gebirge hinauf, und sie kamen bis zum Tal Eschkol und kundschafteten es aus. 1.25 Und sie nahmen von den Fruechten des Landes in ihre Hand und brachten [sie] zu uns herab. Und sie erstatteten uns Bericht und sagten: Das Land ist gut, das der HERR, unser Gott, uns gibt. 1.26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN, eures Gottes. 1.27 Und ihr murrtet in euren Zelten und sagtet: Weil der HERR uns hasst, hat er uns aus dem Land Aegypten herausgefuehrt, um uns in die Hand der Amoriter zu geben, damit sie uns vernichten. 1.28 Wohin ziehen wir? Unsere Brueder haben unser Herz verzagt gemacht, indem sie sagten: Ein Volk, groesser und hoehergewachsen als wir, Staedte, gross und bis an den Himmel befestigt, und sogar Enakitersoehne haben wir dort gesehen! 1.29 Da sagte ich zu euch: Erschreckt nicht und fuerchtet euch nicht vor ihnen! 1.30 Der HERR, euer Gott, der vor euch herzieht, er wird fuer euch kaempfen nach allem, was er in Aegypten vor euren Augen fuer euch getan hat, 1.31 und in der Wueste, wo du gesehen hast, dass der HERR, dein Gott, dich getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn traegt, auf dem ganzen Weg, den ihr gezogen seid, bis ihr an diesen Ort kamt. 1.32 Aber trotzdem hatte niemand von euch Vertrauen in den HERRN, euren Gott, 1.33 der auf dem Weg vor euch herzog, um euch einen Ort auszusuchen, damit ihr euch lagern konntet: bei Nacht im Feuer, damit ihr auf dem Weg sehen konntet, auf dem ihr zoget, und bei Tag in der Wolke. 1.34 Der HERR aber hatte den Laerm eurer Reden gehoert. Da wurde er zornig und schwor: 1.35 Wenn irgend jemand unter diesen Maennern, [von] dieser boesen Generation, das gute Land sehen wird, das ich euren Vaetern zu geben geschworen habe! 1.36 Nur Kaleb, der Sohn des Jefunne, er soll es sehen, und ihm und seinen Soehnen werde ich das Land geben, das er betreten hat, dafuer, dass er ganz und gar hinter dem HERRN [stand]. - 1.37 Auch gegen mich wurde der HERR zornig euretwegen und sprach: Auch du sollst nicht dort hineinkommen! 1.38 Josua, der Sohn des Nun, der vor dir steht, er soll dorthin kommen! Ihn staerke, denn er soll es Israel als Erbe austeilen! - 1.39 Und eure [kleinen] Kinder, von denen ihr sagtet: `Sie werden zur Beute werden!', und eure Soehne, die heute weder Gutes noch Boeses kennen, sie sollen dorthin kommen, und ihnen werde ich es geben, und sie sollen es in Besitz nehmen. 1.40 Ihr aber, wendet euch und brecht auf zur Wueste, auf dem Weg zum Schilfmeer! 1.41 Da antwortetet ihr und sagtet zu mir: Wir haben gegen den HERRN gesuendigt! Wir wollen hinaufziehen und kaempfen nach allem, was der HERR, unser Gott, uns geboten hat. Und ihr guertetet ein jeder seine Waffen um und hieltet es fuer ein Leichtes, ins Gebirge hinaufzuziehen. 1.42 Da sprach der HERR zu mir: Sprich zu ihnen: Zieht nicht hinauf und kaempft nicht, denn ich bin nicht in eurer Mitte; damit ihr nicht vor euren Feinden geschlagen werdet! 1.43 So redete ich zu euch, aber ihr hoertet nicht. Und ihr wart widerspenstig gegen den Befehl des HERRN und handeltet vermessen und zogt in das Gebirge hinauf. 1.44 Da zogen die Amoriter aus, die auf jenem Gebirge wohnten, euch entgegen und jagten euch nach, wie es die Bienen tun, und zersprengten euch in Seir bis nach Horma. 1.45 Und ihr kehrtet zurueck und weintet vor dem HERRN. Aber der HERR hoerte nicht auf eure Stimme und neigte sein Ohr nicht zu euch. - 1.46 Und ihr bliebet in Kadesch viele Tage, eben die Zeit, die ihr [dort] bliebet. Weg Israels durch die Wueste - Sieg ueber Sihon. \2\ 2.1 Und wir wandten uns und brachen auf zur Wueste, auf dem Weg zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir geredet hatte. Und wir umzogen das Gebirge Seir viele Tage [lang]. 2.2 Und der HERR redete zu mir und sprach: 2.3 Lange genug habt ihr dieses Gebirge umzogen. Wendet euch nach Norden! 2.4 Und gebiete dem Volk und sage: Ihr werdet nun das Gebiet eurer Brueder, der Soehne Esau, durchziehen, die in Seir wohnen, und sie werden sich vor euch fuerchten. Aber huetet euch wohl! 2.5 Lasst euch nicht in Streit mit ihnen ein, denn ich werde euch von ihrem Land auch nicht die Breite einer Fusssohle geben! Denn das Gebirge Seir habe ich dem Esau zum Besitz gegeben. 2.6 Nahrung sollt ihr fuer Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu essen habt, und auch Wasser sollt ihr fuer Geld von ihnen kaufen, damit ihr zu trinken habt. 2.7 Denn der HERR, dein Gott, hat dich in allem Tun deiner Hand gesegnet. Er gab acht auf deine Wanderung durch diese grosse Wueste: diese vierzig Jahre ist der HERR, dein Gott, mit dir gewesen; es hat dir an nichts gemangelt. 2.8 Und wir zogen von unseren Bruedern, den Soehnen Esau, die in Seir wohnen, weiter [weg] von der Arabastrasse, von Elat und von Ezjon-Geber und wandten uns und zogen auf dem Weg zur Wueste Moabs. 2.9 Da sprach der HERR zu mir: Befehde Moab nicht und lass dich nicht in einen Krieg mit ihnen ein, denn ich werde dir von seinem Land keinen Besitz geben! Denn Ar habe ich den Soehnen Lot zum Besitz gegeben. - 2.10 Frueher wohnten die Emiter darin, ein grosses und zahlreiches und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter. 2.11 Auch sie werden fuer Riesen gehalten wie die Enakiter; die Moabiter aber nennen sie Emiter. 2.12 Und in Seir wohnten frueher die Horiter. Aber die Soehne Esau verdraengten sie und vernichteten sie vor sich her und wohnten an ihrer Stelle, so wie Israel es mit dem Land seines Besitzes getan hat, das der HERR ihnen gegeben hat. - 2.13 Nun macht euch auf und zieht ueber den Bach Sered! Und wir zogen ueber den Bach Sered. 2.14 Die Tage aber, die wir von Kadesch-Barnea wanderten, bis wir ueber den Bach Sered zogen, [betrugen] 38 Jahre, bis die Generation der kriegstuechtigen Maenner aus dem Lager vollstaendig [aufgerieben war], so wie der HERR ihnen geschworen hatte. 2.15 Und zwar war die Hand des HERRN gegen sie, um sie aus dem Lager vollstaendig auszutilgen. 2.16 Und es geschah, als die kriegstuechtigen Maenner aus der Mitte des Volkes vollstaendig weggestorben waren, 2.17 da redete der HERR zu mir und sprach: 2.18 Du wirst heute das Gebiet von Moab, von Ar, durchziehen 2.19 und dich den Soehnen Ammon naehern, [bis du ihrer Grenze] gegenueber[stehst]. Du sollst sie nicht befehden und dich nicht in Streit mit ihnen einlassen, denn ich werde dir von dem Land der Soehne Ammon keinen Besitz geben! Denn ich habe es den Soehnen Lot zum Besitz gegeben. - 2.20 Auch dieses wird fuer ein Land der Riesen gehalten. Riesen wohnten frueher darin, und die Ammoniter nennen sie Samsummiter: 2.21 ein grosses und zahlreiches und hochgewachsenes Volk, wie die Enakiter. Und der HERR vernichtete sie vor ihnen, und sie verdraengten sie und wohnten an ihrer Stelle, 2.22 so wie er [es] fuer die Soehne Esau getan hat, die in Seir wohnen, vor denen er die Horiter vernichtete, so dass sie sie verdraengten und an ihrer Stelle wohnten bis auf diesen Tag. 2.23 Und [was] die Awiter [betrifft], die in Doerfern bis Gaza hin wohnten: die Kaftoriter, die aus Kaftor ausgezogen waren, haben sie vernichtet und wohnten an ihrer Stelle. - 2.24 Macht euch auf, brecht auf und zieht ueber den Fluss Arnon! Siehe, ich habe den Amoriter Sihon, den Koenig von Heschbon, und sein Land in deine Hand gegeben. Fang an, nimm [es] in Besitz und lass dich in einen Krieg mit ihm ein! 2.25 An diesem Tag will ich anfangen, Schrecken und Furcht vor dir auf die Voelker unter dem ganzen Himmel zu legen: Wenn sie die Nachricht von dir hoeren, werden sie vor dir zittern und beben. 2.26 Da sandte ich Boten aus der Wueste Kedemot an Sihon, den Koenig von Heschbon, mit Worten des Friedens und liess [ihm] sagen: 2.27 Ich moechte durch dein Land ziehen auf der Strasse! [Nur] auf der Strasse will ich gehen, ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen. 2.28 Nahrung sollst du mir fuer Geld verkaufen, dass ich esse, und Wasser sollst du mir fuer Geld geben, dass ich trinke. Ich will nur hindurchziehen mit meinen Fuessen - 2.29 wie mir die Soehne Esau getan haben, die in Seir wohnen, und die Moabiter, die in Ar wohnen -, bis ich ueber den Jordan hinueberziehe in das Land, das der HERR, unser Gott, uns gibt. 2.30 Aber Sihon, der Koenig von Heschbon, wollte uns nicht bei sich durchziehen lassen. Denn der HERR, dein Gott, hatte seinen Geist verhaertet und sein Herz verstockt, damit er ihn in deine Hand gaebe, so wie es heute ist. 2.31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe begonnen, Sihon und sein Land vor dir dahinzugeben. Fang an, nimm es in Besitz, damit dir sein Land gehoert! V. 32-37: Kap. 3,1-10; Jos 12,1-6. 2.32 Und Sihon zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Jahza, er und all sein Volk. 2.33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor uns dahin; und wir schlugen ihn und seine Soehne und all sein Volk. 2.34 In jener Zeit nahmen wir alle seine Staedte ein, und wir vollstreckten den Bann an jeder Stadt, an Maennern, Frauen und Kindern; wir liessen keinen uebrig, der entkam. 2.35 Nur das Vieh erbeuteten wir fuer uns und die Beute der Staedte, die wir einnahmen. 2.36 Von Aroer, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der Stadt, die im Flusstal [liegt], bis Gilead gab es keine Stadt, die uns zu stark gewesen waere: alles gab der HERR, unser Gott, vor uns dahin. 2.37 Nur dem Land der Soehne Ammon, dem ganzen Gebiet am Fluss Jabbok, hast du dich nicht genaehert, noch den Staedten des Gebirges, nach allem, was der HERR, unser Gott, geboten hatte. Sieg ueber Og von Basan. V. 1-10: Kap. 2,32-37; V. 1-17: Jos 12,1-6. \3\ 3.1 Und wir wandten uns und zogen den Weg nach Basan hinauf. Und Og, der Koenig von Basan, zog zum Kampf aus, uns entgegen nach Edrei, er und all sein Volk. 3.2 Und der HERR sprach zu mir: Fuerchte ihn nicht, denn in deine Hand habe ich ihn und all sein Volk und sein Land gegeben! Und tu [mit] ihm, wie du [mit] Sihon, dem Koenig der Amoriter, getan hast, der in Heschbon wohnte! 3.3 Und der HERR, unser Gott, gab auch Og, den Koenig von Basan, und all sein Volk in unsere Hand. Und wir schlugen ihn, bis ihm keiner uebrigblieb, der entkam. 3.4 Und alle seine Staedte nahmen wir in jener Zeit ein. Es gab keine Stadt, die wir ihnen nicht nahmen: sechzig Staedte, den ganzen Landstrich Argob, das Koenigreich des Og in Basan; 3.5 alle diese Staedte waren befestigt mit hohen Mauern, Toren und Riegeln; abgesehen von den sehr vielen offenen Landstaedten. 3.6 Und wir vollstreckten den Bann an ihnen, wie wir es bei Sihon, dem Koenig von Heschbon, getan hatten. Wir vollstreckten an ihrer ganzen Bevoelkerung den Bann: an Maennern, Frauen und Kindern. 3.7 Aber alles Vieh und die Beute der Staedte erbeuteten wir fuer uns. V. 8-17: 4Mo 32,33-42; Jos 13,8-33. 3.8 So nahmen wir in jener Zeit aus der Hand der beiden Koenige der Amoriter das Land, das jenseits des Jordan ist, vom Fluss Arnon bis an den Berg Hermon 3.9 - die Sidonier nennen den Hermon Sirjon, und die Amoriter nennen ihn Senir -: 3.10 alle Staedte der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis nach Salcha und Edrei, den Staedten im Koenigreich des Og in Basan. 3.11 Denn nur Og, der Koenig von Basan, war von dem Rest der Riesen [noch] uebriggeblieben. Siehe, sein Bett, ein Bett aus Eisen, ist es nicht in Rabba, [der Hauptstadt] der Soehne Ammon? Seine Laenge [betraegt] neun Ellen und seine Breite vier Ellen, nach der Elle eines Mannes. Verteilung des Ostjordanlandes. 3.12 Dieses Land nahmen wir zu jener Zeit in Besitz. [Das Land] von Aroer an, das am Fluss Arnon [liegt], und die Haelfte des Gebirges Gilead und seine Staedte gab ich den Rubenitern und den Gaditern. 3.13 Und den Rest von Gilead und das ganze Basan, das Koenigreich des Og, gab ich dem halben Stamm Manasse, den ganzen Landstrich Argob. Dieses ganze Basan wird das Land der Riesen genannt. 3.14 Jair, der Sohn Manasses, nahm den ganzen Landstrich Argob bis zur Grenze der Geschuriter und der Maachatiter und nannte sie, [die Ortschaften von] Basan, nach seinem Namen: Zeltdoerfer Jairs; [so heissen sie] bis auf diesen Tag. 3.15 Und dem Machir gab ich Gilead. 3.16 Und den Rubenitern und den Gaditern gab ich [das Land] von Gilead bis zum Fluss Arnon, und zwar bis zur Mitte des Flusstales als Grenze und bis zum Fluss Jabbok, der Grenze der Soehne Ammon, 3.17 und die Ebene mit dem Jordan als Grenze, von Kinneret bis zum Meer der Ebene, dem Salzmeer, unterhalb der Abhaenge des Pisga nach Osten zu. 3.18 Und ich gebot euch zu jener Zeit und sagte: Der HERR, euer Gott, hat euch dieses Land gegeben, es in Besitz zu nehmen. Geruestet sollt ihr vor euren Bruedern, den Soehnen Israel, hinueberziehen, alle Kriegstuechtigen. 3.19 Nur eure Frauen und eure Kinder und euer Vieh - ich weiss, dass ihr viel Vieh habt - sollen in euren Staedten bleiben, die ich euch gegeben habe, 3.20 bis der HERR euren Bruedern Ruhe verschafft wie euch und auch sie das Land in Besitz nehmen, das der HERR, euer Gott, ihnen jenseits des Jordan gibt. Dann sollt ihr zurueckkehren, jeder zu seinem Besitz, den ich euch gegeben habe. 3.21 Und dem Josua gebot ich zu jener Zeit und sprach: Deine Augen haben alles gesehen, was der HERR, euer Gott, diesen beiden Koenigen getan hat. So wird der HERR allen Koenigreichen tun, zu denen du hinueberziehst. 3.22 Fuerchtet sie nicht! Denn der HERR, euer Gott, er ist es, der fuer euch kaempft. Mose soll nicht nach Kanaan kommen. 3.23 Und ich flehte zu jener Zeit zum HERRN um Erbarmen: 3.24 Herr, HERR, du hast begonnen, deinen Knecht deine Groesse und deine starke Hand sehen zu lassen. Denn wo im Himmel und auf Erden ist ein Gott, der [so etwas] wie deine Werke und wie deine Machttaten tun koennte? 3.25 Ich moechte doch [auch] hinueberziehen und das gute Land sehen, das jenseits des Jordan [liegt], dieses gute Bergland und den Libanon. 3.26 Aber der HERR war euretwegen ueber mich erzuernt und hoerte nicht auf mich. Und der HERR sprach zu mir: Lass es genug sein! Rede mir nicht mehr weiter von dieser Sache! 3.27 Steige auf den Gipfel des Pisga und erhebe deine Augen nach Westen und nach Norden, nach Sueden und nach Osten und sieh mit deinen Augen! Denn du wirst nicht ueber diesen Jordan gehen. 3.28 Und beauftrage Josua, staerke ihn und festige ihn! Denn er soll vor diesem Volk hinueberziehen, und er soll ihnen das Land, das du sehen wirst, als Erbe austeilen. - 3.29 Und wir blieben im Tal, Bet-Peor gegenueber. Aufforderung zum Gehorsam - Warnung vor Goetzendienst. \4\ 4.1 Und nun, Israel, hoere auf die Ordnungen und auf die Rechtsbestimmungen, die ich euch zu tun lehre, damit ihr lebt und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR, der Gott eurer Vaeter, euch gibt! 4.2 Ihr sollt nichts hinzufuegen zu dem Wort, das ich euch gebiete, und sollt nichts davon wegnehmen, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, haltet, die ich euch gebiete! 4.3 Eure Augen haben gesehen, was der HERR wegen des Baal-Peor getan hat. Denn jeden, der dem Baal-Peor nachgelaufen ist, den hat der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte vernichtet. 4.4 Ihr aber, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, ihr seid heute alle am Leben. 4.5 Siehe, ich habe euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen gelehrt, so wie der HERR, mein Gott, mir geboten hat, damit ihr danach handelt mitten in dem Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen. 4.6 So bewahrt und tut sie! Denn das ist eure Weisheit und eure Einsicht in den Augen der Voelker, die all diese Ordnungen hoeren. Und sie werden sagen: Ein wahrhaft weises und verstaendiges Volk ist diese grosse Nation! 4.7 Denn wo gibt es eine grosse Nation, die Goetter haette, die ihr [so] nahe waeren wie der HERR, unser Gott, in allem, [worin] wir zu ihm rufen? 4.8 Und wo gibt es eine grosse Nation, die [so] gerechte Ordnungen und Rechtsbestimmungen haette wie dieses ganze Gesetz, das ich euch heute vorlege? 4.9 Nur huete dich und huete deine Seele sehr, dass du die Dinge nicht vergisst, die deine Augen gesehen haben, und dass sie nicht aus deinem Herzen schwinden alle Tage deines Lebens! Und tue sie deinen Kindern und deinen Kindeskindern kund: 4.10 An dem Tag, an dem du vor dem HERRN, deinem Gott, am Horeb standest, als der HERR zu mir sprach: `Versammle mir das Volk, dass ich sie meine Worte hoeren lasse, die sie lernen sollen, um mich zu fuerchten all die Tage, solange sie auf dem Erdboden leben und die sie ihre Kinder lehren sollen!', 4.11 da tratet ihr hinzu und standet unten am Berg. Der Berg aber brannte im Feuer bis ins Herz des Himmels, [und da war] Finsternis, Gewoelk und Dunkel. 4.12 Und der HERR redete zu euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme der Worte hoertet ihr, aber ihr saht keine Gestalt, nur eine Stimme [war zu hoeren]. 4.13 Und er verkuendigte euch seinen Bund, den zu halten er euch gebot: die zehn Worte. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln. 4.14 Und mir gebot der HERR zu jener Zeit, euch Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu lehren, damit ihr sie hieltet in dem Land, in das ihr hinueberzieht, um es in Besitz zu nehmen. 4.15 So huetet eure Seelen sehr - denn ihr habt keinerlei Gestalt gesehen an dem Tag, als der HERR am Horeb mitten aus dem Feuer zu euch redete -, 4.16 dass ihr nicht zu [eurem] Verderben handelt und euch ein Goetterbild macht in Gestalt irgendeines Goetzenbildes, das Abbild eines maennlichen oder eines weiblichen [Wesens], 4.17 das Abbild irgendeines Tieres, das [es] auf der Erde [gibt], das Abbild irgendeines gefluegelten Vogels, der am Himmel fliegt, 4.18 das Abbild von irgend etwas, das auf dem Erdboden kriecht, das Abbild irgendeines Fisches, der im Wasser unter der Erde ist, 4.19 und dass du deine Augen nicht zum Himmel erhebst und, wenn du die Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels siehst, dich verleiten laesst und dich vor ihnen niederwirfst und ihnen dienst, die doch der HERR, dein Gott, allen Voelkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat! 4.20 Euch aber hat der HERR genommen und euch herausgefuehrt aus dem eisernen Schmelzofen, aus Aegypten, damit ihr das Volk seines Erbteils waeret, so wie [es] heute [ist]. 4.21 Und der HERR war euretwegen ueber mich erzuernt, und er schwor, dass ich nicht ueber den Jordan gehen und nicht in das gute Land kommen sollte, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt. 4.22 Denn ich sterbe in diesem Land, ich gehe nicht ueber den Jordan. Ihr aber werdet hinueberziehen und dieses gute Land in Besitz nehmen. 4.23 Huetet euch, dass ihr ja nicht den Bund des HERRN, eures Gottes, vergesst, den er mit euch geschlossen hat, und euch ein Goetterbild macht in der Gestalt von irgend etwas, das der HERR, dein Gott, dir verboten hat. 4.24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein eifersuechtiger Gott! 4.25 Wenn du Kinder und Kindeskinder zeugst und ihr im Lande alteingesessen seid und ihr zu [eurem] Verderben handelt und euch ein Goetterbild macht in der Gestalt irgendeines [Lebewesens] und tut, was boese ist in den Augen des HERRN, deines Gottes, ihn zu reizen, 4.26 so rufe ich heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf, dass ihr mit Sicherheit schnell weggerafft werdet aus dem Land, in das ihr ueber den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Ihr werdet eure Tage darin nicht verlaengern, sondern voellig vernichtet werden. 4.27 Und der HERR wird euch unter die Voelker zerstreuen, und ihr werdet uebrigbleiben, ein geringes Haeuflein unter den Nationen, wohin der HERR euch fuehren wird. 4.28 Dort werdet ihr Goettern dienen, dem Werk von Menschenhaenden, aus Holz und Stein, die nicht sehen und nicht hoeren, nicht essen und nicht riechen koennen. 4.29 Dann werdet ihr von dort aus den HERRN, deinen Gott, suchen. Und du wirst ihn finden, wenn du mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele nach ihm fragen wirst. 4.30 Wenn du in Not bist und wenn alle diese Dinge dich getroffen haben am Ende der Tage, wirst du zum HERRN, deinem Gott, umkehren und auf seine Stimme hoeren. 4.31 Denn ein barmherziger Gott ist der HERR, dein Gott. Er wird dich nicht aufgeben und dich nicht vernichten und wird den Bund deiner Vaeter nicht vergessen, den er ihnen geschworen hat. 4.32 Denn frage doch nach den frueheren Tagen, die vor dir gewesen sind, von dem Tag an, als Gott den Menschen auf der Erde geschaffen hat, und von einem Ende des Himmels bis zum anderen Ende des Himmels, ob [je] eine solch grosse Sache geschehen oder ob dergleichen gehoert worden sei. 4.33 Hat [je] ein Volk die Stimme Gottes mitten aus dem Feuer reden hoeren, wie du sie gehoert hast, und ist am Leben geblieben? - 4.34 Oder hat [je] ein Gott versucht hinzugehen, um sich eine Nation mitten aus einer [anderen] Nation zu holen durch Pruefungen, durch Zeichen und durch Wunder und durch Krieg und mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und durch grosse Schreckenstaten nach allem, was der HERR, euer Gott, in Aegypten vor deinen Augen fuer euch getan hat? 4.35 Du hast es zu sehen bekommen, damit du erkennst, dass der HERR der [alleinige] Gott ist. Ausser ihm gibt es sonst keinen. 4.36 Vom Himmel her hat er dich seine Stimme hoeren lassen, um dich zu unterweisen. Und auf der Erde hat er dich sein grosses Feuer sehen lassen, und mitten aus dem Feuer hast du seine Worte gehoert. 4.37 Und weil er deine Vaeter geliebt und ihre Nachkommen nach ihnen erwaehlt hat, hat er dich mit seinem Angesicht, mit seiner grossen Kraft aus Aegypten herausgefuehrt, 4.38 um Nationen vor dir zu vertreiben, groesser und staerker als du, um dich herzubringen [und] dir ihr Land als Erbteil zu geben, so wie [es] heute [ist]. 4.39 So erkenne denn heute und nimm dir zu Herzen, dass der HERR der [alleinige] Gott ist im Himmel oben und auf der Erde unten, keiner sonst! 4.40 Und halte seine Ordnungen und seine Gebote, die ich dir heute gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir gut geht und damit du deine Tage verlaengerst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir fuer immer gibt. Zufluchtsstaedte im Ostjordanland. 4.41 Damals sonderte Mose drei Staedte aus jenseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang, 4.420 damit ein Totschlaeger dahin fliehen kann, der seinen Naechsten unabsichtlich erschlagen hat und ihn nicht schon vorher hasste - dass er in eine von diesen Staedten fliehen und am Leben bleiben kann: 4.43 Bezer in der Wueste, im Land der Ebene, fuer die Rubeniter und Ramot in Gilead fuer die Gaditer und Golan in Basan fuer die Manassiter. Einleitung zum Gesetz. V. 46-49: Jos 12,1-6. 4.44 Und dies ist das Gesetz, das Mose den Soehnen Israel vorlegte. 4.45 Dies sind die Zeugnisse, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die Mose zu den Soehnen Israel redete, als sie aus Aegypten zogen, 4.46 jenseits des Jordan im Tal, Bet-Peor gegenueber, im Land des Sihon, des Koenigs der Amoriter, der in Heschbon wohnte, den Mose und die Soehne Israel geschlagen haben, als sie aus Aegypten zogen. 4.47 Und sie nahmen sein Land in Besitz und das Land des Og, des Koenigs von Basan, [das Land] der beiden Koenige der Amoriter, die jenseits des Jordan [wohnten, gegen] Sonnenaufgang, 4.48 von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], bis an den Berg Sion, das ist der Hermon, 4.49 und die ganze Ebene jenseits des Jordan, nach Osten zu und bis an das Meer der Ebene unterhalb der Abhaenge des Pisga. Die zehn Gebote. \5\ 5.1 Und Mose rief ganz Israel herbei und sprach zu ihnen: Hoere, Israel, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die ich heute vor euren Ohren rede! Lernt sie und achtet darauf, sie zu tun! 5.2 Der HERR, unser Gott, hat am Horeb einen Bund mit uns geschlossen. 5.3 Nicht mit unsern Vaetern hat der HERR diesen Bund geschlossen, sondern mit uns, die wir heute hier alle am Leben sind. 5.4 Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet - 5.5 ich stand zwischen dem HERRN und euch zu jener Zeit, um euch das Wort des HERRN zu verkuenden; denn ihr fuerchtetet euch vor dem Feuer und stieget nicht auf den Berg -, indem er sprach: V. 6-21: 2Mo 20,1-17. 5.6 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus dem Land Aegypten, aus dem Sklavenhaus herausgefuehrt habe. 5.7 Du sollst keine anderen Goetter haben neben mir . - 5.8 Du sollst dir kein Goetterbild machen, irgendein Abbild dessen, was oben im Himmel oder was unten auf der Erde oder was in den Wassern unter der Erde ist. 5.9 Du sollst dich vor ihnen nicht niederwerfen und ihnen nicht dienen. Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifersuechtiger Gott, der die Schuld der Vaeter heimsucht an den Kindern und an der dritten und vierten [Generation] von denen, die mich hassen, 5.10 der aber Gnade erweist auf Tausende hin denen, die mich lieben und meine Gebote halten. - 5.11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht zu Nichtigem aussprechen. Denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen zu Nichtigem ausspricht. - 5.12 Beachte den Sabbattag, um ihn heilig zu halten, so wie der HERR, dein Gott, es dir geboten hat! 5.13 Sechs Tage sollst du arbeiten und all deine Arbeit tun; 5.14 aber der siebte Tag ist Sabbat fuer den HERRN, deinen Gott. Du sollst [an ihm] keinerlei Arbeit tun, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und dein Rind und dein Esel und all dein Vieh und der Fremde bei dir, der innerhalb deiner Tore [wohnt], damit dein Sklave und deine Sklavin ruhen wie du. 5.15 Und denke daran, dass du Sklave warst im Land Aegypten und dass der HERR, dein Gott, dich mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm von dort herausgefuehrt hat! Darum hat der HERR, dein Gott, dir geboten, den Sabbattag zu feiern. - 5.16 Ehre deinen Vater und deine Mutter, wie der HERR, dein Gott, [es] dir geboten hat, damit deine Tage lange waehren und damit es dir gutgeht in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt! - 5.17 Du sollst nicht toeten. - 5.18 Und du sollst nicht ehebrechen. - 5.19 Und du sollst nicht stehlen. - 5.20 Und du sollst kein falsches Zeugnis gegen deinen Naechsten ablegen . - 5.21 Und du sollst die Frau deines Naechsten nicht begehren. Und du sollst dich nicht geluesten lassen nach dem Haus deines Naechsten [noch] nach seinem Feld, noch nach seinem Knecht, noch nach seiner Magd, [noch] nach seinem Rind, noch nach seinem Esel, noch nach allem, was dein Naechster hat. 5.22 Diese Worte redete der HERR auf dem Berg zu eurer ganzen Versammlung mitten aus dem Feuer, dem Gewoelk und dem Dunkel mit gewaltiger Stimme und fuegte nichts hinzu. Und er schrieb sie auf zwei steinerne Tafeln und gab sie mir. 5.23 Mose als Mittler zwischen Gott und Israel Und es geschah, als ihr die Stimme mitten aus der Finsternis hoertet, waehrend der Berg im Feuer brannte, da tratet ihr zu mir heran, alle Oberhaeupter eurer Staemme und eure Aeltesten, 5.24 und sagtet: Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine Groesse sehen lassen, und wir haben seine Stimme mitten aus dem Feuer gehoert. An diesem Tag haben wir gesehen, dass Gott mit dem Menschen reden kann und der am Leben bleibt. 5.25 Und nun, wozu sollen wir sterben? Denn dieses grosse Feuer wird uns verzehren. Wenn wir die Stimme des HERRN, unseres Gottes, noch weiter hoeren, dann werden wir sterben. 5.26 Denn wer ist unter allen Sterblichen, der die Stimme des lebendigen Gottes mitten aus dem Feuer haette reden hoeren wie wir und waere am Leben geblieben? 5.27 Tritt du hinzu und hoere alles, was der HERR, unser Gott, sagen wird. Und du, du sollst alles zu uns reden, was der HERR, unser Gott, zu dir reden wird, und wir wollen es hoeren und tun. 5.28 Und der HERR hoerte die Stimme eurer Worte, als ihr zu mir redetet. Da sprach der HERR zu mir: Ich habe die Stimme der Worte dieses Volkes gehoert, die sie zu dir geredet haben. Sie haben recht geredet mit allem, was sie gesagt haben. 5.29 Moege doch diese ihre Gesinnung bleiben, mich allezeit zu fuerchten und alle meine Gebote zu halten, damit es ihnen und ihren Kindern ewig gutgeht! 5.30 Geh, sage zu ihnen: Kehrt in eure Zelte zurueck! 5.31 Du aber bleibe hier bei mir stehen! Und ich will all die Gebote und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen zu dir reden, die du sie lehren sollst, damit sie sie tun in dem Land, das ich ihnen gebe, es in Besitz zu nehmen. - 5.32 Achtet nun darauf, zu tun, wie der HERR, euer Gott, [es] euch geboten hat! Weicht nicht [davon] ab zur Rechten noch zur Linken! 5.33 Auf dem ganzen Weg, den der HERR, euer Gott, euch geboten hat, sollt ihr gehen, damit ihr lebt und es euch gutgeht und ihr eure Tage verlaengert in dem Land, das ihr in Besitz nehmen werdet. Aufforderung zur Verehrung des einen Gottes. \6\ 6.1 Und dies ist das Gebot, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die der HERR, euer Gott, geboten hat, euch zu ehren, damit ihr sie tut in dem Land, in das ihr hinueberzieht, um es in Besitz zu nehmen, 6.2 damit du den HERRN, deinen Gott, fuerchtest alle Tage deines Lebens, um alle seine Ordnungen und seine Gebote zu bewahren, die ich dir gebiete - du und dein Sohn und deines Sohnes Sohn -, und damit deine Tage lange waehren. 6.3 Hoere nun, Israel, und achte darauf, [sie] zu tun, damit es dir gutgeht und ihr sehr zahlreich werdet - wie der HERR, der Gott deiner Vaeter, zu dir geredet hat - in einem Land, das von Milch und Honig ueberfliesst! 6.4 Hoere, Israel: Der HERR ist unser Gott, der HERR allein! 6.5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deiner ganzen Kraft. 6.6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollen in deinem Herzen sein. 6.7 Und du sollst sie deinen Kindern einschaerfen, und du sollst davon reden, wenn du in deinem Hause sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich hinlegst und wenn du aufstehst. 6.8 Und du sollst sie als Zeichen auf deine Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen deinen Augen sein, 6.9 und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben. 6.10 Und es soll geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, das er deinen Vaetern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dir zu geben: grosse und gute Staedte, die du nicht gebaut hast, 6.11 und Haeuser voll von allem Guten, die du nicht gefuellt hast, und ausgehauene Zisternen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und Olivenbaeume, die du nicht gepflanzt hast, und [wenn] du dann essen und satt werden wirst, 6.12 so huete dich, dass du den HERRN ja nicht vergisst, der dich herausgefuehrt hat aus dem Land Aegypten, aus dem Sklavenhaus. 6.13 Den HERRN, deinen Gott, sollst du fuerchten und ihm dienen, und bei seinem Namen sollst du schwoeren. 6.14 Ihr sollt nicht anderen Goettern, von den Goettern der Voelker, die rings um euch her sind, nachlaufen - 6.15 denn als ein eifersuechtiger Gott ist der HERR, dein Gott, in deiner Mitte -, damit nicht der Zorn des HERRN, deines Gottes, gegen dich entbrennt und er dich vom Erdboden weg vernichtet. 6.16 Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht pruefen, wie ihr ihn zu Massa geprueft habt. 6.17 Halten, ja, halten sollt ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine Zeugnisse und seine Ordnungen, die er dir geboten hat. 6.18 Und du sollst tun, was recht und gut ist in den Augen des HERRN, damit es dir gutgeht und du hineinkommst und das gute Land in Besitz nimmst, das der HERR deinen Vaetern zugeschworen hat, 6.19 um alle deine Feinde vor dir hinauszustossen, so wie der HERR geredet hat. 6.20 Wenn dein Sohn dich kuenftig fragt: Was [bedeuten] die Zeugnisse und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die der HERR, unser Gott, euch geboten hat?, 6.21 dann sollst du deinem Sohn sagen: Sklaven waren wir beim Pharao in Aegypten. Der HERR aber hat uns mit starker Hand aus Aegypten herausgefuehrt, 6.22 und der HERR tat vor unseren Augen grosse und unheilvolle Zeichen und Wunder an Aegypten, an dem Pharao und an seinem ganzen Haus. 6.23 Uns aber fuehrte er von dort heraus, um uns herzubringen, uns das Land zu geben, das er unsern Vaetern zugeschworen hat. 6.24 Und der HERR hat uns geboten, alle diese Ordnungen zu tun, den HERRN, unsern Gott, zu fuerchten, damit es uns gutgeht alle Tage und er uns am Leben erhaelt, so wie [es] heute [ist]. 6.25 Und es wird unsere Gerechtigkeit sein, wenn wir darauf achten, dieses ganze Gebot vor dem HERRN, unserm Gott, zu tun, so wie er [es] uns befohlen hat. Gebot der Ausrottung der Kanaaniter und ihres Goetzendienstes. \7\ 7.1 Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du [jetzt] hineinkommst, um es in Besitz zu nehmen, und [wenn er dann] viele Nationen vor dir hinaustreibt: die Hetiter und die Girgasiter und die Amoriter und die Kanaaniter und die Perisiter und die Hewiter und die Jebusiter, sieben Nationen, groesser und staerker als du, 7.2 und [wenn] der HERR, dein Gott, sie vor dir dahingibt, und du sie schlaegst, [dann] sollst du unbedingt an ihnen den Bann vollstrecken. Du sollst keinen Bund mit ihnen schliessen noch ihnen gnaedig sein. 7.3 Und du sollst dich nicht mit ihnen verschwaegern. Deine Tochter darfst du nicht seinem Sohn geben, und seine Tochter darfst du nicht fuer deinen Sohn nehmen. 7.4 Denn er wuerde deinen Sohn von mir abwenden, dass er andern Goettern dient, und der Zorn des HERRN wuerde gegen euch entbrennen, und er wuerde dich schnell vernichten. 7.5 Sondern so sollt ihr an ihnen tun: Ihre Altaere sollt ihr niederreissen und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim umhauen und ihre Goetterbilder mit Feuer verbrennen. 7.6 Denn du bist dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk. Dich hat der HERR, dein Gott, erwaehlt, dass du ihm als Eigentumsvolk gehoerst aus allen Voelkern, die auf dem Erdboden sind. 7.7 Nicht weil ihr mehr waeret als alle Voelker, hat der HERR sich euch zugeneigt und euch erwaehlt - ihr seid ja das geringste unter allen Voelkern -, 7.8 sondern wegen der Liebe des HERRN zu euch, und weil er den Eid hielt, den er euren Vaetern geschworen, hat der HERR euch mit starker Hand herausgefuehrt und dich erloest aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Koenigs von Aegypten. 7.9 So erkenne denn, dass der HERR, dein Gott, der Gott ist, der treue Gott, der den Bund und die Guete bis auf tausend Generationen denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote halten, 7.10 und der denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt, um sie umkommen zu lassen. Nicht zoegert er gegenueber dem, der ihn hasst, ins Angesicht vergilt er ihm! 7.11 So sollst du das Gebot und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen halten, die zu tun ich dir heute befehle. 7.12 Und es wird geschehen: dafuer dass ihr diesen Rechtsbestimmungen gehorcht, sie bewahrt und sie tut, wird der HERR, dein Gott, dir den Bund und die Guete bewahren, die er deinen Vaetern geschworen hat. 7.13 Und er wird dich lieben und dich segnen und dich zahlreich werden lassen. Er wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, deinen Most und dein Oel, den Wurf deiner Rinder und den Zuwachs deiner Schafe, in dem Land, das er deinen Vaetern geschworen hat, dir zu geben. 7.14 Gesegnet wirst du sein vor allen Voelkern. Kein Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare wird bei dir sein noch bei deinem Vieh. 7.15 Und der HERR wird jede Krankheit von dir abwenden. Und keine der boesen Seuchen Aegyptens, die du kennst, wird er auf dich legen, sondern er wird sie auf alle deine Hasser bringen. 7.16 Und du wirst alle Voelker verzehren, die der HERR, dein Gott, dir preisgibt. Du sollst ihretwegen nicht betruebt sein, und du sollst ihren Goettern nicht dienen; denn das waere ein Fallstrick fuer dich. 7.17 Wenn du in deinem Herzen sagst: Diese Nationen sind groesser als ich; wie koennte ich sie vertreiben? -, 7.18 fuerchte dich nicht vor ihnen! Denk doch daran, was der HERR, dein Gott, dem Pharao und allen Aegyptern angetan hat, 7.19 an die grossen Pruefungen, die deine Augen gesehen, und an die Zeichen und die Wunder und die starke Hand und den ausgestreckten Arm, womit der HERR, dein Gott, dich herausgefuehrt hat! Ebenso wird der HERR, dein Gott, an all den Voelkern tun, vor denen du dich fuerchtest. 7.20 Und auch die Hornissen wird der HERR, dein Gott, gegen sie senden, bis [alle], die uebriggeblieben sind und die sich vor dir versteckt haben, umgekommen sind. 7.21 Erschrick nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein grosser und furchtbarer Gott. 7.22 Und der HERR, dein Gott, wird diese Nationen nach und nach vor dir hinaustreiben. Du wirst sie nicht schnell vernichten koennen, damit sich das Wild des Feldes nicht gegen dich vermehrt. 7.23 Und der HERR, dein Gott, wird sie vor dir dahingeben und sie in grosse Bestuerzung versetzen, bis sie vernichtet sind. 7.24 Und er wird ihre Koenige in deine Hand geben, und du wirst ihre Namen ausrotten unter dem Himmel. Kein Mensch wird vor dir bestehen, bis du sie vernichtet hast. 7.25 Die Bilder ihrer Goetter sollt ihr mit Feuer verbrennen. Du sollst nicht das Silber und das Gold[, das] an ihnen [ist,] begehren und es dir nehmen, damit du dadurch nicht verstrickt wirst; denn ein Greuel fuer den HERRN, deinen Gott, ist es. 7.26 Und du sollst keinen Greuel in dein Haus bringen, damit du nicht gleich ihm dem Bann verfaellst. Du sollst es als abscheulich verabscheuen und es fuer einen greulichen Greuel halten, denn Gebanntes ist es. Ermahnung zur Dankbarkeit. \8\ 8.1 Das ganze Gebot, das ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, es zu tun, damit ihr lebt und zahlreich werdet und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, das der HERR euren Vaetern zugeschworen hat. 8.2 Und du sollst an den ganzen Weg denken, den der HERR, dein Gott, dich diese vierzig Jahre in der Wueste hat wandern lassen, um dich zu demuetigen, um dich zu pruefen [und] um zu erkennen, was in deinem Herzen ist, ob du seine Gebote halten wuerdest oder nicht. 8.3 Und er demuetigte dich und liess dich hungern. Und er speiste dich mit dem Man, das du nicht kanntest und das deine Vaeter nicht kannten, um dich erkennen zu lassen, dass der Mensch nicht von Brot allein lebt. Sondern von allem, was aus dem Mund des HERRN hervorgeht, lebt der Mensch. 8.4 Deine Kleidung an dir ist nicht verschlissen, und dein Fuss ist nicht geschwollen diese vierzig Jahre. 8.5 So erkenne in deinem Herzen, dass der HERR, dein Gott, dich erzieht wie ein Mann seinen Sohn erzieht! 8.6 Halte nun die Gebote des HERRN, deines Gottes, indem du auf seinen Wegen gehst und ihn fuerchtest. 8.7 Denn der HERR, dein Gott, bringt dich in ein gutes Land, ein Land von Wasserbaechen, Quellen und Gewaessern, die in der Ebene und im Gebirge entspringen; 8.8 ein Land des Weizens und der Gerste, der Weinstoecke, Feigenbaeume und Granatbaeume; ein Land mit oelreichen Olivenbaeumen und Honig; 8.9 ein Land, in dem du nicht in Armut [dein] Brot essen wirst, in dem es dir an nichts fehlen wird; ein Land, dessen Steine Eisen sind und aus dessen Bergen du Kupfer hauen wirst. 8.10 Und du wirst essen und satt werden, und du sollst den HERRN, deinen Gott, fuer das gute Land preisen, das er dir gegeben hat. 8.11 Huete dich, dass du den HERRN, deinen Gott, nicht vergisst, indem du seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen und seine Ordnungen, die ich dir heute gebe, nicht haeltst! - 8.12 dass nicht, wenn du isst und satt wirst und schoene Haeuser baust und bewohnst 8.13 und deine Rinder und deine Schafe sich vermehren und dein Silber und Gold sich mehren und alles, was du hast, sich mehrt, 8.14 [dass dann nicht] dein Herz sich erhebt und du den HERRN, deinen Gott, vergisst, der dich aus dem Land Aegypten, aus dem Sklavenhaus, herausfuehrte; 8.15 der dich wandern liess in der grossen und schrecklichen Wueste, [wo] feurige Schlangen und Skorpione sind, in dem duerren Land, wo kein Wasser ist; der dir Wasser aus dem Kieselfelsen hervorbrachte; 8.16 der dich in der Wueste mit Man speiste, das deine Vaeter nicht kannten, um dich zu demuetigen und um dich zu pruefen, damit er dir am Ende wohltue 8.17 und du [dann nicht] in deinem Herzen sagst: Meine Kraft und die Staerke meiner Hand hat mir dieses Vermoegen verschafft! 8.18 Sondern du sollst an den HERRN, deinen Gott, denken, dass er es ist, der dir Kraft gibt, Vermoegen zu schaffen; - damit er seinen Bund aufrechterhaelt, den er deinen Vaetern geschworen hat, so wie [es] heute [ist]. 8.19 Und es wird geschehen, wenn du je den HERRN, deinen Gott, vergisst und andern Goettern nachlaeufst und ihnen dienst und dich vor ihnen niederwirfst, [so] bezeuge ich heute gegen euch, dass ihr ganz gewiss umkommen werdet. 8.20 Wie die Nationen, die der HERR vor euch hat umkommen lassen, so werdet ihr umkommen, dafuer dass ihr auf die Stimme des HERRN, eures Gottes, nicht hoert. Warnung vor Ueberheblichkeit - Goldenes Kalb. 2Mo 32,1-35. \9\ 9.1 Hoere, Israel! Du gehst heute ueber den Jordan, um hineinzuziehen, [das Land von] Nationen in Besitz zu nehmen, [die] groesser und staerker [sind] als du, Staedte, gross und bis an den Himmel befestigt, 9.2 ein grosses und hochgewachsenes Volk, die Soehne der Enakiter, die du kennst und von denen du gehoert hast: Wer kann vor den Soehnen Enak bestehen? 9.3 So erkenne denn heute, dass der HERR, dein Gott, es ist, der vor dir her hinuebergeht als ein verzehrendes Feuer. Er selbst wird sie vernichten und er selbst wird sie vor dir demuetigen. Und du wirst sie vertreiben und sie schnell umkommen lassen, so wie der HERR zu dir geredet hat. 9.4 Wenn der HERR, dein Gott, sie vor dir hinausstoesst, sprich nicht in deinem Herzen: Wegen meiner Gerechtigkeit hat der HERR mich [hierher]gebracht, um dieses Land in Besitz zu nehmen. Denn wegen der Gottlosigkeit dieser Nationen wird der HERR sie vor dir vertreiben. 9.5 Nicht wegen deiner Gerechtigkeit und der Aufrichtigkeit deines Herzens kommst du hinein, um ihr Land in Besitz zu nehmen. Sondern wegen der Gottlosigkeit dieser Nationen vertreibt der HERR, dein Gott, sie vor dir und damit er das Wort aufrechterhaelt, das der HERR deinen Vaetern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat. 9.6 So erkenne denn, dass nicht wegen deiner Gerechtigkeit der HERR, dein Gott, dir dieses gute Land gibt, es in Besitz zu nehmen! Denn ein halsstarriges Volk bist du. 9.7 Denke daran, vergiss nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, in der Wueste erzuernt hast! Von dem Tag an, als du aus dem Land Aegypten herausgezogen bist, bis ihr an diesen Ort kamt, seid ihr widerspenstig gegen den HERRN gewesen. 9.8 Und am Horeb erzuerntet ihr den HERRN, und der HERR ergrimmte ueber euch, so dass er euch vernichten wollte. 9.9 Als ich auf den Berg gestiegen war, um die steinernen Tafeln zu empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch geschlossen hatte, da blieb ich vierzig Tage und vierzig Naechte auf dem Berg - Brot ass ich nicht, und Wasser trank ich nicht -, 9.10 und der HERR gab mir die beiden steinernen Tafeln, beschrieben mit dem Finger Gottes. Auf ihnen standen all die Worte, die der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer mit euch geredet hatte am Tag der Versammlung. 9.11 Und es geschah am Ende der vierzig Tage und vierzig Naechte, da gab mir der HERR die beiden steinernen Tafeln, die Tafeln des Bundes. 9.12 Und der HERR sprach zu mir: Mache dich auf, steig schnell von hier hinab! Denn dein Volk, das du aus Aegypten herausgefuehrt hast, hat sich versuendigt. Sie sind schnell von dem Weg abgewichen, den ich ihnen geboten habe; sie haben sich ein gegossenes Bild gemacht. 9.13 Und der HERR sprach zu mir und sagte: Ich habe dieses Volk gesehen, und siehe, ein halsstarriges Volk ist es. 9.14 Lass mich, dass ich sie vernichte und ihren Namen unter dem Himmel ausloesche! Dich aber will ich zu einer Nation machen, staerker und groesser als sie. 9.15 Da wandte ich mich und stieg vom Berg herab, die zwei Tafeln des Bundes in meinen beiden Haenden, der Berg aber brannte mit Feuer. 9.16 Und ich sah, und siehe, ihr hattet gegen den HERRN, euren Gott, gesuendigt. Ihr hattet euch ein gegossenes Kalb gemacht. Ihr wart schnell von dem Weg abgewichen, den der HERR euch geboten hatte. 9.17 Da fasste ich die beiden Tafeln und warf sie aus meinen beiden Haenden und zerbrach sie vor euren Augen. 9.18 Und ich warf mich vor dem HERRN nieder wie das erste Mal vierzig Tage und vierzig Naechte - Brot ass ich nicht, und Wasser trank ich nicht - wegen all eurer Suenden, die ihr begangen hattet, indem ihr tatet, was in den Augen des HERRN boese war, ihn zu reizen. 9.19 Denn ich fuerchtete mich vor dem Zorn und dem Grimm, mit dem der HERR ueber euch erzuernt war, so dass er euch vernichten wollte. Und der HERR erhoerte mich auch dieses Mal. 9.20 Auch ueber Aaron zuernte der HERR sehr, so dass er ihn vernichten wollte. Und ich bat zu jener Zeit auch fuer Aaron. 9.21 Euer Suendenwerk aber, das ihr gemacht hattet, das Kalb, nahm ich, verbrannte es mit Feuer und zerstiess es, indem ich es voellig zermalmte, bis es zu feinem Staub wurde. Und ich warf seinen Staub in den Bach, der vom Berg herabfliesst. - 9.22 Auch bei Tabera und bei Massa und bei Kibrot-Hattaawa erzuerntet ihr den HERRN. - 9.23 Und als der HERR euch aus Kadesch-Barnea sandte und sprach: Zieht hinauf und nehmt das Land in Besitz, das ich euch gegeben habe! - da wart ihr widerspenstig gegen den Befehl des HERRN, eures Gottes, und ihr glaubtet ihm nicht und gehorchtet seiner Stimme nicht. 9.24 Widerspenstige seid ihr gegen den HERRN gewesen von dem Tag an, da ich euch kenne. 9.25 Und ich warf mich vor dem HERRN nieder die vierzig Tage und die vierzig Naechte, die ich dalag. Denn der HERR hatte gesagt, dass er euch vernichten wollte. 9.26 Und ich betete zum HERRN und sprach: Herr, HERR! Vernichte nicht dein Volk und dein Erbteil, das du durch deine Groesse erloest, das du mit starker Hand aus Aegypten herausgefuehrt hast! 9.27 Denke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Jakob! Kehre dich nicht an die Verstocktheit dieses Volkes und an seine Gottlosigkeit und an seine Suende, 9.28 damit das Land, aus dem du uns herausgefuehrt hast, nicht sagt: Weil der HERR nicht imstande war, sie in das Land zu bringen, von dem er zu ihnen geredet hatte, und weil er sie hasste, hat er sie herausgefuehrt, um sie in der Wueste sterben zu lassen! 9.29 Sie sind ja dein Volk und dein Erbteil, das du herausgefuehrt hast mit deiner grossen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm. Zweite Gesetzestafeln - Aarons Tod - Aussonderung der Leviten - Moses Fuerbitte. \10\ 10.1 In jener Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten und steige zu mir auf den Berg herauf! Und mache dir eine Lade aus Holz! 10.2 Und ich werde auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast. Und du sollst sie in die Lade legen. 10.3 Und ich machte eine Lade aus Akazienholz und hieb zwei steinerne Tafeln aus wie die ersten. Und ich stieg auf den Berg, die zwei Tafeln in meiner Hand. 10.4 Und er schrieb auf die Tafeln, [ebenso] wie die erste Schrift [war], die zehn Worte, die der HERR auf dem Berg mitten aus dem Feuer zu euch geredet hatte am Tag der Versammlung. Und der HERR gab sie mir. 10.5 Und ich wandte mich und stieg vom Berg herab. Und ich legte die Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und dort blieben sie, wie der HERR mir geboten hatte. 10.6 Und die Soehne Israel brachen auf von Beerot-Bene-Jaakan nach Moser. Dort starb Aaron, und dort wurde er begraben. Und an seiner Stelle uebte sein Sohn, Eleasar, den Priesterdienst aus. 10.7 Von dort brachen sie auf nach Gudgoda und von Gudgoda nach Jotbata, einem Land mit Wasserbaechen. 10.8 In jener Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi dazu aus, die Lade des Bundes des HERRN zu tragen, vor dem HERRN zu stehen, um seinen Dienst zu verrichten und in seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag. 10.9 Darum bekam Levi weder Anteil noch ein Erbe mit seinen Bruedern. Der HERR selbst ist sein Erbteil, so wie der HERR, dein Gott, ihm zugesagt hat. 10.10 Ich aber stand auf dem Berg wie die vorigen Tage, vierzig Tage und vierzig Naechte, und der HERR erhoerte mich auch dieses Mal. Der HERR wollte dich nicht vernichten. 10.11 Und der HERR sprach zu mir: Geh hin, stelle dich zum Aufbruch vor das Volk, damit sie hineinziehen und das Land in Besitz nehmen, von dem ich ihren Vaetern geschworen habe, [es] ihnen zu geben! Gottes Forderung an Israel und Erinnerung an Taten Gottes. 10.12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir als nur, den HERRN, deinen Gott, zu fuerchten, auf allen seinen Wegen zu gehen und ihn zu lieben und dem HERRN, deinem Gott, zu dienen mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, 10.13 indem du die Gebote des HERRN und seine Ordnungen, die ich dir heute gebe, haeltst, dir zum Guten? 10.14 Siehe, dem HERRN, deinem Gott, [gehoeren] die Himmel und die Himmel der Himmel, die Erde und alles, was in ihr ist. 10.15 [Doch] nur deinen Vaetern hat der HERR sich zugeneigt, sie zu lieben. Und er hat ihre Nachkommen nach ihnen, [naemlich] euch, aus allen Voelkern erwaehlt, so wie [es] heute [ist]. 10.16 So beschneidet denn die Vorhaut eures Herzens und verhaertet euren Nacken nicht mehr! 10.17 Denn der HERR, euer Gott, er ist der Gott der Goetter und der Herr der Herren, der grosse, maechtige und furchtbare Gott, der niemanden bevorzugt und kein Bestechungsgeschenk annimmt, 10.18 der Recht schafft der Waise und der Witwe und den Fremden liebt, so dass er ihm Brot und Kleidung gibt. 10.19 Auch ihr sollt den Fremden lieben; denn Fremde seid ihr im Land Aegypten gewesen. 10.20 Den HERRN, deinen Gott, sollst du fuerchten, ihm sollst du dienen und ihm anhaengen, und bei seinem Namen sollst du schwoeren. 10.21 Er ist dein Ruhm, und er ist dein Gott, der jene grossen und furchtgebietenden Taten an dir erwiesen hat, die deine Augen gesehen haben. 10.22 Mit siebzig Seelen zogen deine Vaeter nach Aegypten hinab; doch jetzt hat der HERR, dein Gott, dich an Menge gemacht wie die Sterne des Himmels. \11\ 11.1 So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben und sollst alle Tage seine Vorschriften halten und seine Ordnungen, seine Rechtsbestimmungen und seine Gebote. 11.2 Und erkennt heute - denn nicht mit euren Kindern [rede ich], die die Zucht des HERRN, eures Gottes, nicht erfahren und nicht gesehen haben - seine Groesse, seine starke Hand und seinen ausgestreckten Arm 11.3 und seine Zeichen und seine Taten, die er mitten in Aegypten getan hat an Pharao, dem Koenig von Aegypten, und an seinem ganzen Land; 11.4 und was er getan hat an der Heeresmacht Aegyptens, an seinen Pferden und seinen Wagen, ueber die er die Wasser des Schilfmeeres hinfluten liess, als sie euch nachjagten, und die der HERR [so] umkommen liess bis auf diesen Tag; 11.5 und was er euch in der Wueste getan hat, bis ihr an diesen Ort kamt; 11.6 und was er an Datan und Abiram getan hat, den Soehnen des Eliab, des Sohnes Rubens, wie die Erde ihren Mund aufriss und sie mitten in ganz Israel verschlang samt ihren Familien und ihren Zelten und allem Bestand, der in ihrem Gefolge war. - 11.7 Sondern eure [eigenen] Augen haben das ganze grosse Werk des HERRN gesehen, das er getan hat. Segen und Fluch. 11.8 So haltet das ganze Gebot, das ich dir heute befehle, damit ihr stark seid und hineinkommt und das Land in Besitz nehmt, in das ihr hinueberzieht, um es in Besitz zu nehmen, 11.9 und damit ihr eure Tage verlaengert in dem Land, von dem der HERR euren Vaetern geschworen hat, [es] ihnen und ihren Nachkommen zu geben, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst. 11.10 Denn das Land, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen, ist nicht wie das Land Aegypten, von wo ihr ausgezogen seid, wo du deine Saat saetest und mit deinem Fuss waessertest wie einen Gemuesegarten, 11.11 sondern das Land, in das ihr hinueberzieht, um es in Besitz zu nehmen, ist ein Land mit Bergen und Taelern - vom Regen des Himmels trinkt es Wasser -, 11.12 ein Land, auf das der HERR, dein Gott, achthat. Bestaendig sind die Augen des HERRN, deines Gottes, darauf [gerichtet] vom Anfang des Jahres bis zum Ende des Jahres. 11.13 Und es wird geschehen, wenn ihr genau auf meine Gebote hoert, die ich euch heute gebiete, den HERRN, euren Gott, zu lieben und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, 11.14 dann gebe ich den Regen eures Landes zu seiner Zeit, den Fruehregen und den Spaetregen, damit du dein Getreide und deinen Most und dein Oel einsammelst. 11.15 Und ich werde fuer dein Vieh Kraut auf dem Feld geben, und du wirst essen und satt werden. 11.16 Huetet euch, dass euer Herz sich ja nicht betoeren laesst und ihr abweicht und andern Goettern dient und euch vor ihnen niederwerft 11.17 und der Zorn des HERRN gegen euch entbrennt und er den Himmel verschliesst, dass es keinen Regen gibt und der Erdboden seinen Ertrag nicht bringt und ihr bald aus dem guten Land weggerafft werdet, das der HERR euch gibt. 11.18 Und ihr sollt diese meine Worte auf euer Herz und auf eure Seele legen und sie als Zeichen auf eure Hand binden, und sie sollen als Merkzeichen zwischen euren Augen sein. 11.19 Und ihr sollt sie eure Kinder lehren, indem ihr davon redet, wenn du in deinem Haus sitzt und wenn du auf dem Weg gehst, wenn du dich niederlegst und wenn du aufstehst. 11.20 Und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore schreiben, 11.21 damit eure Tage und die Tage eurer Kinder zahlreich werden in dem Land, von dem der HERR euren Vaetern geschworen hat, [es] ihnen zu geben, wie die Tage des Himmels ueber der Erde. 11.22 Denn wenn ihr dieses ganze Gebot, das ich euch zu tun gebiete, treu haltet, indem ihr den HERRN, euren Gott, liebt, auf all seinen Wegen geht und ihm anhaengt, 11.23 dann wird der HERR alle diese Nationen vor euch vertreiben; und ihr werdet Nationen vertreiben, groesser und staerker als ihr. 11.24 Jeder Ort, auf den eure Fusssohle treten wird, wird euch gehoeren: von der Wueste und dem Libanon und vom Strom, dem Strom Euphrat an, bis an das westliche Meer wird euer Gebiet sein. 11.25 Kein Mensch wird vor euch bestehen. Schrecken vor euch und Furcht vor euch wird der HERR, euer Gott, auf das ganze Land legen, das ihr betreten werdet, wie er zu euch geredet hat. 11.26 Siehe, ich lege euch heute Segen und Fluch vor: 11.27 den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, gehorcht, die ich euch heute gebiete, 11.28 und den Fluch, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, nicht gehorcht und von dem Weg, den ich euch heute gebiete, abweicht, um andern Goettern nachzulaufen, die ihr nicht kennt. 11.29 Und es soll geschehen, wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen, dann sollst du den Segen auf dem Berg Garizim erteilen und den Fluch auf dem Berg Ebal. 11.30 Sind sie nicht jenseits des Jordan, hinter dem Weg gegen Sonnenuntergang, im Land der Kanaaniter, die in der Ebene wohnen, Gilgal gegenueber, bei den Terebinthen More? 11.31 Denn ihr geht ueber den Jordan, um hineinzuziehen, das Land in Besitz zu nehmen, das der HERR, euer Gott, euch gibt; und ihr werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen. 11.32 Und so achtet darauf, all die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen zu tun, die ich euch heute vorlege! Ort und Art des Gottesdienstes in Kanaan. \12\ 12.1 Dies sind die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen, die ihr halten sollt, sie zu tun in dem Land, das der HERR, der Gott deiner Vaeter, dir gegeben hat, es in Besitz zu nehmen, all die Tage, die ihr auf dem Erdboden lebt: 12.2 Ihr sollt all die Staetten vollstaendig ausrotten, wo die Nationen, die ihr vertreiben werdet, ihren Goettern gedient haben auf den hohen Bergen, auf den Huegeln und unter jedem gruenen Baum. 12.3 Und ihr sollt ihre Altaere niederreissen und ihre Gedenksteine zerbrechen und ihre Ascherim mit Feuer verbrennen und die Bilder ihrer Goetter umhauen. Und ihr sollt ihren Namen von jener Staette ausrotten. 12.4 Den HERRN, euren Gott, duerft ihr so nicht verehren. 12.5 Sondern ihr sollt die Staette aufsuchen, die der HERR, euer Gott, aus all euren Staemmen erwaehlen wird, um seinen Namen dort niederzulegen, dass er [dort] wohne, und dahin sollst du kommen. 12.6 Und dahin sollt ihr eure Brandopfer bringen und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und eure Geluebde und eure freiwilligen Gaben und die Erstgeburten eurer Rinder und Schafe. 12.7 Und dort sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, essen und euch freuen, ihr und eure Familien, an allem, was eure Hand erworben hat, worin der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat. 12.8 Ihr duerft es nicht [mehr] so machen nach allem, wie wir [es] heute hier tun, [dass] jeder all [das tut, was] in seinen Augen recht ist. 12.9 Denn ihr seid bis jetzt noch nicht zu der Ruhe und zu dem Erbteil gekommen, das der HERR, dein Gott, dir gibt. 12.10 Seid ihr aber ueber den Jordan gezogen und wohnt in dem Land, das der HERR, euer Gott, euch erben laesst und hat er euch Ruhe verschafft vor all euren Feinden ringsum, dass ihr sicher wohnt, 12.11 dann soll es geschehen: die Staette, die der HERR, euer Gott, erwaehlen wird, seinen Namen dort wohnen zu lassen, dahin sollt ihr alles bringen, was ich euch gebiete: eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten und das Hebopfer eurer Hand und all das Auserlesene eurer Geluebde, die ihr dem HERRN geloben werdet. 12.12 Und ihr sollt euch vor dem HERRN, eurem Gott, freuen, ihr und eure Soehne und eure Toechter und eure Sklaven und eure Sklavinnen und der Levit, der in euren Toren [wohnt], denn er hat weder Anteil noch Erbe mit euch. 12.13 Huete dich, dass du ja nicht deine Brandopfer an jeder Staette opferst, die du siehst! 12.14 Sondern an der Staette, die der HERR in einem deiner Staemme erwaehlen wird, dort sollst du deine Brandopfer opfern, und dort sollst du alles tun, was ich dir gebiete. 12.15 Doch magst du ganz nach Herzenslust schlachten und Fleisch essen in all deinen Toren nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Der Unreine und der Reine moegen es essen, wie [man] die Gazelle und wie [man] den Hirsch [isst] . 12.16 Nur das Blut duerft ihr nicht essen, auf die Erde sollt ihr es giessen wie Wasser. - 12.17 In deinen Toren darfst du nicht essen den Zehnten deines Getreides und deines Mostes und deines Oeles noch die Erstgeburten deiner Rinder und deiner Schafe, noch irgend etwas von deinen Geluebden, die du geloben wirst, noch deine freiwilligen Gaben, noch das Hebopfer deiner Hand. 12.18 Sondern vor dem HERRN, deinem Gott, an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, sollst du es essen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren [wohnt]. Und du sollst dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen an allem, was deine Hand erworben hat. 12.19 Huete dich, dass du den Leviten ja nicht [im Stich] laesst all deine Tage [, die du] in deinem Land [lebst]! 12.20 Wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, so wie er zu dir geredet hat, und du sagst: `Ich will Fleisch essen !', weil deine Seele Fleisch zu essen begehrt, so magst du nach Herzenslust Fleisch essen. 12.21 Wenn die Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, um seinen Namen dort niederzulegen, zu weit entfernt von dir ist, so magst du schlachten von deinen Rindern und von deinen Schafen, die der HERR dir gegeben hat, so wie ich dir geboten habe, und magst nach Herzenslust in deinen Toren essen. 12.22 Gerade wie die Gazelle und der Hirsch gegessen werden, so magst du es essen; der Unreine und der Reine moegen es gleichermassen essen. 12.23 Nur halte fest [daran], kein Blut zu essen! Denn das Blut ist die Seele, und du sollst nicht die Seele mit dem Fleisch essen, 12.24 du sollst es nicht essen; auf die Erde sollst du es giessen wie Wasser. 12.25 Du sollst es nicht essen, damit es dir und deinen Kindern nach dir gutgeht, weil du tust, was in den Augen des HERRN recht ist. 12.26 Jedoch deine heiligen Gaben, die dir [aufgetragen] sind, und deine Geluebde sollst du nehmen und zu der Staette kommen, die der HERR erwaehlen wird. 12.27 Und deine Brandopfer, das Fleisch und das Blut, sollst du auf dem Altar des HERRN, deines Gottes, zurichten. Und das Blut deiner Schlachtopfer soll an den Altar des HERRN, deines Gottes, gegossen werden, und das Fleisch magst du essen. 12.28 Hab acht und hoere auf all diese Worte, die ich dir gebiete, damit es dir und deinen Kindern nach dir fuer ewig gutgeht, weil du tust, was gut und recht ist in den Augen des HERRN, deines Gottes! 12.29 Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrottet, zu denen du kommst, um sie vor dir zu vertreiben, und du vertreibst sie und wohnst in ihrem Land, 12.30 so huete dich, dass du dich ja nicht verfuehren laesst, [es] ihnen nach[zutun], nachdem sie vor dir vernichtet sind, und dass du nicht nach ihren Goettern fragst, indem du sagst: Wie dienten diese Nationen ihren Goettern? Auch ich will es so tun! 12.31 Dem HERRN, deinem Gott, sollst du so [etwas] nicht antun. Denn alles, [was] dem HERRN ein Greuel [ist], was er hasst, haben sie fuer ihre Goetter getan; denn sogar ihre Soehne und ihre Toechter haben sie fuer ihre Goetter im Feuer verbrannt. Strafe fuer falsche Propheten und Goetzendiener. \13\ 13.41 Das ganze Wort, das ich euch gebiete, das sollt ihr bewahren, um es zu tun. Du sollst zu ihm nichts hinzufuegen und nichts von ihm wegnehmen. 13.2 Wenn in deiner Mitte ein Prophet aufsteht oder einer, der Traeume hat, und er gibt dir ein Zeichen oder ein Wunder, 13.3 und das Zeichen oder das Wunder trifft ein, von dem er zu dir geredet hat, indem er sagte: `Lass uns anderen Goettern - die du nicht gekannt hast - nachlaufen und ihnen dienen!', 13.4 dann sollst du nicht auf die Worte dieses Propheten hoeren oder auf den, der die Traeume hat. Denn der HERR, euer Gott, prueft euch, um zu erkennen, ob ihr den HERRN, euren Gott, mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele liebt. 13.5 Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr nachfolgen, und ihn sollt ihr fuerchten. Seine Gebote sollt ihr halten und seiner Stimme gehorchen; ihm sollt ihr dienen und ihm anhaengen. 13.6 Und jener Prophet oder der, der die Traeume hat, soll getoetet werden. Denn er hat Abfall vom HERRN, eurem Gott, gepredigt, der euch aus dem Land Aegypten herausgefuehrt und dich erloest hat aus dem Sklavenhaus -, um dich abzubringen von dem Weg, auf dem zu gehen der HERR, dein Gott, dir geboten hat. Und du sollst das Boese aus deiner Mitte wegschaffen. 13.7 Wenn dein Bruder, der Sohn deiner Mutter, oder dein Sohn oder deine Tochter oder die Frau an deinem Busen oder dein Freund, der dir wie dein Leben ist, dich heimlich verfuehrt, indem er sagt: Lass uns gehen und anderen Goettern dienen! - die du nicht gekannt hast, [weder] du noch deine Vaeter, 13.8 von den Goettern der Voelker, die rings um euch her sind, nahe bei dir oder fern von dir, von einem Ende der Erde bis zum anderen Ende der Erde -, 13.9 dann darfst du ihm nicht zu Willen sein, und du sollst seinetwegen nicht betruebt sein, nicht auf ihn hoeren und nicht schonen noch Mitleid [mit ihm] haben, noch ihn decken; 13.10 sondern du sollst ihn unbedingt umbringen. Deine Hand soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu toeten, und danach die Hand des ganzen Volkes. 13.11 Und du sollst ihn steinigen, dass er stirbt. Denn er hat versucht, dich vom HERRN, deinem Gott, abzubringen, der dich herausgefuehrt hat aus dem Land Aegypten, aus dem Sklavenhaus. 13.12 Und ganz Israel soll es hoeren, dass sie sich fuerchten und in deiner Mitte nicht laenger [so etwas] wie diese boese Sache tun. 13.13 Wenn du von einer deiner Staedte, die der HERR, dein Gott, dir gibt, dort zu wohnen, hoerst: 13.14 Es sind Maenner, ruchlose Leute, aus deiner Mitte hervorgetreten und haben die Bewohner ihrer Stadt verleitet, indem sie sagten: Lasst uns gehen und anderen Goettern dienen - die ihr nicht gekannt habt -, 13.15 dann sollst du untersuchen und nachforschen und genau fragen. Und siehe, ist es Wahrheit, steht die Sache fest, ist dieser Greuel in deiner Mitte veruebt worden, 13.16 dann sollst du die Bewohner dieser Stadt unbedingt mit der Schaerfe des Schwertes erschlagen. Du sollst an ihnen und an allem, was in ihr ist, den Bann vollstrecken, auch an ihrem Vieh, mit der Schaerfe des Schwertes. 13.17 Und alle Beute in ihr sollst du mitten auf ihren Platz zusammentragen und die Stadt und alle Beute in ihr dem HERRN, deinem Gott, als Ganzopfer mit Feuer verbrennen. Ewig soll sie ein Schutthaufen sein, sie soll nie mehr aufgebaut werden. 13.18 Und nichts von dem Gebannten soll an deiner Hand haften bleiben, damit der HERR sich von der Glut seines Zornes abwende und dir Barmherzigkeit erweise und sich ueber dich erbarme und dich mehre, wie er [es] deinen Vaetern geschworen hat, 13.19 wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst, alle seine Gebote zu bewahren, die ich dir heute gebiete, dass du tust, was recht ist in den Augen des HERRN, deines Gottes. Verbot heidnischer Trauerbraeuche - Reine und unreine Tiere. \14\ 14.1 Ihr seid Kinder fuer den HERRN, euren Gott. Ihr duerft euch nicht wegen eines Toten Schnittwunden beibringen und euch nicht zwischen euren Augen kahlscheren. 14.2 Denn ein heiliges Volk bist du dem HERRN, deinem Gott. Und dich hat der HERR erwaehlt, ihm ein Eigentumsvolk zu sein aus allen Voelkern, die auf dem Erdboden sind. 14.3 Du sollst keinerlei Greuel essen. V. 4-19: 3Mo 11. 14.4 Das sind die Tiere, die ihr essen duerft: Rind, Schaf und Ziege, 14.5 Hirsch und Gazelle und Damhirsch und Steinbock und Wisent und Antilope und Wildschaf. 14.6 Und jedes Tier, das gespaltene Hufe hat, und zwar wirklich aufgespaltene Hufe, [und] das wiederkaeut unter den Tieren, das duerft ihr essen. 14.7 Nur diese duerft ihr nicht essen von den wiederkaeuenden und von denen, die mit gespaltenen, [und zwar] aufgespaltenen, Hufen versehen sind: das Kamel und den Hasen und den Klippdachs; denn sie kaeuen wieder, aber sie haben keine gespaltenen Hufe: unrein sollen sie fuer euch sein; 14.8 und das Schwein, denn es hat gespaltene Hufe, aber es kaeut nicht wieder: unrein soll es fuer euch sein. Von ihrem Fleisch duerft ihr nicht essen, und ihr Aas duerft ihr nicht beruehren. 14.9 Dieses duerft ihr essen von allem, was im Wasser ist: alles, was Flossen und Schuppen hat, duerft ihr essen; 14.10 aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, duerft ihr nicht essen: unrein soll es fuer euch sein. 14.11 Alle reinen Voegel duerft ihr essen. 14.12 Aber diese [sind es], von denen ihr nicht essen duerft: der Adler und der Laemmergeier und der Moenchsgeier 14.13 und die Gabelweihe und die Koenigsweihe und der Geier nach seiner Art 14.14 und alle Raben nach ihrer Art 14.15 und die Strausshenne und der Falke und die Seemoewe und der Habicht nach seiner Art, 14.16 der Steinkauz und der Ibis und die Schleiereule 14.17 und der Wuestenkauz und der Aasgeier und die Fischeule 14.18 und der Storch und der Fischreiher nach seiner Art und der Wiedehopf und die Fledermaus. 14.19 Und alles gefluegelte Kleingetier soll fuer euch unrein sein; es darf nicht gegessen werden. 14.20 Alle reinen Voegel duerft ihr essen. 14.21 Ihr duerft keinerlei Aas essen. Dem Fremden, der in deinen Toren [wohnt], magst du es geben, dass er es isst, oder du magst es einem Auslaender verkaufen; denn ein heiliges Volk bist du dem HERRN, deinem Gott. - Du sollst ein Boeckchen nicht in der Milch seiner Mutter kochen. Der Zehnte. 14.22 Du sollst gewissenhaft allen Ertrag deiner Saat verzehnten, was auf dem Feld waechst, Jahr fuer Jahr, 14.23 und sollst essen vor dem HERRN, deinem Gott, an der Staette, die er erwaehlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, [naemlich] den Zehnten deines Getreides, deines Mostes und deines Oeles und die Erstgeborenen deiner Rinder und deiner Schafe, damit du lernst, den HERRN, deinen Gott, alle Tage zu fuerchten. 14.24 Wenn aber der Weg zu weit fuer dich ist, dass du es nicht hinbringen kannst, weil die Staette fuer dich zu fern ist, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, um seinen Namen dort hinzulegen, wenn der HERR, dein Gott, dich segnet: 14.25 dann sollst du es fuer Geld geben. Und dann binde das Geld in deine Hand zusammen und geh an die Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird! 14.26 Und gib das Geld fuer alles, was deine Seele begehrt, fuer Rinder und Schafe, fuer Wein und Rauschtrank und fuer alles, was deine Seele wuenscht! Und iss dort vor dem HERRN, deinem Gott, und freue dich, du und dein Haus! 14.27 Und den Leviten, der in deinen Toren [wohnt], den sollst du nicht verlassen; denn er hat keinen Anteil noch Erbe mit dir. 14.28 Am Ende von drei Jahren sollst du den ganzen Zehnten deines Ertrages von jenem Jahr aussondern und ihn in deinen Toren niederlegen. 14.29 Und der Levit - denn er hat keinen Anteil noch Erbe mit dir - und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren [wohnen], sollen kommen und essen und sich saettigen, damit der HERR, dein Gott, dich in allem Werk deiner Hand, das du tust, segnet. Das Erlassjahr. \15\ 15.1 Am Ende von sieben Jahren sollst du einen Schulderlass halten. 15.2 Das aber ist die Sache mit dem Schulderlass: Jeder Glaeubiger soll das Darlehen seiner Hand, das er seinem Naechsten geliehen hat, erlassen. Er soll seinen Naechsten und seinen Bruder nicht draengen; denn man hat fuer den HERRN einen Schulderlass ausgerufen. 15.3 Den Auslaender magst du draengen. Was du aber bei deinem Bruder hast, soll deine Hand erlassen, 15.4 damit nur ja kein Armer unter dir ist. Denn der HERR wird dich reichlich segnen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es in Besitz zu nehmen, 15.5 wenn du nur der Stimme des HERRN, deines Gottes, genau gehorchst, darauf zu achten, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute befehle. 15.6 Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er zu dir geredet hat. Und du wirst vielen Nationen ausleihen, du aber wirst dir nichts leihen. Und du wirst ueber viele Nationen herrschen, ueber dich aber werden sie nicht herrschen. 15.7 Wenn es einen Armen bei dir geben wird, irgendeinen deiner Brueder in einem deiner Tore in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, dann sollst du dein Herz nicht verhaerten und deine Hand vor deinem Bruder, dem Armen, nicht verschliessen. 15.8 Sondern du sollst ihm deine Hand weit oeffnen und ihm willig ausleihen, was fuer den Mangel ausreicht, den er hat. 15.9 Huete dich, dass in deinem Herzen nicht der boshafte Gedanke entsteht: Das siebte Jahr, das Erlassjahr, ist nahe! - und dass dein Auge [dann] boese auf deinen Bruder, den Armen [sieht] und du ihm nichts gibst. Er aber wuerde ueber dich zum HERRN schreien, und Suende waere an dir! 15.10 Willig sollst du ihm geben, und dein Herz soll nicht boese sein, wenn du ihm gibst. Denn wegen dieser Sache wird der HERR, dein Gott, dich segnen in all deinem Tun und in allem Geschaeft deiner Hand. 15.11 Denn der Arme wird nicht aus dem Land verschwinden. Darum befehle ich dir: Deinem Bruder, deinem Elenden und deinem Armen in deinem Land, sollst du deine Hand weit oeffnen. Freilassung gekaufter Sklaven. 2Mo 21,1-11. 15.12 Wenn dein Bruder, ein Hebraeer oder eine Hebraeerin, sich dir verkauft, dann soll er dir sechs Jahre dienen, und im siebten Jahr sollst du ihn von dir als Freien entlassen. 15.13 Und wenn du ihn als Freien von dir entlaesst, sollst du ihn nicht mit leeren Haenden entlassen: 15.14 du sollst ihm reichlich aufladen von deinen Schafen, von deiner Tenne und von deiner Kelterkufe. [Von allem], womit der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat, sollst du ihm geben. 15.15 Und du sollst daran denken, dass [auch] du im Land Aegypten Sklave warst und dass der HERR, dein Gott, dich erloest hat; darum befehle ich dir heute diese Sache. 15.16 Und es soll geschehen, wenn er zu dir sagt: Ich will nicht von dir weggehen - weil er dich und dein Haus liebt, weil es ihm bei dir gutgeht -, 15.17 dann sollst du einen Pfriem nehmen und ihn durch sein Ohr in die Tuer stechen, und er wird fuer immer dein Sklave sein; und auch deine Sklavin sollst du so behandeln. 15.18 Es soll nicht schwer sein in deinen Augen, wenn du ihn als Freien von dir entlaesst. Denn das Doppelte des Lohnes eines Tageloehners hat er dir sechs Jahre lang erarbeitet. Und der HERR, dein Gott, wird dich segnen in allem, was du tust. Heiligung der Erstgeburt vom Vieh. 15.19 Alles maennliche Erstgeborene, das unter deinen Rindern und unter deinen Schafen geboren wird, sollst du dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst mit dem Erstgeborenen deines Rindes nicht arbeiten, und du sollst das Erstgeborene deiner Schafe nicht scheren: 15.20 vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du es essen, du und dein Haus, Jahr fuer Jahr, an der Staette, die der HERR erwaehlen wird. 15.21 Wenn aber ein Makel an ihm ist, [dass es] lahm oder blind [ist], irgendein schlimmer Makel, darfst du es dem HERRN, deinem Gott, nicht opfern. 15.22 In deinen Toren magst du es essen, der Unreine und der Reine gleichermassen, wie die Gazelle und wie den Hirsch. 15.23 Nur sein Blut darfst du nicht essen; auf die Erde sollst du es giessen wie Wasser. Verordnungen ueber das Passah, das Fest der Wochen und das Fest der Laubhuetten. 2Mo 23,14-19. \16\ 16.1 Beachte den Monat Abib und feiere Passah dem HERRN, deinem Gott!Denn im Monat Abib hat der HERR, dein Gott, dich nachts aus Aegypten herausgefuehrt. 16.2 Und du sollst fuer den HERRN, deinen Gott, das Passah schlachten, Schafe und Rinder, an der Staette, die der HERR erwaehlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. 16.3 Du sollst kein Gesaeuertes dazu essen. Sieben Tage sollst du ungesaeuerte Brote dazu essen, Brot des Elends - denn in Hast bist du aus dem Land Aegypten ausgezogen -, damit du an den Tag deines Auszugs aus dem Land Aegypten denkst alle Tage deines Lebens. 16.4 Und sieben Tage [lang] soll kein Sauerteig bei dir gesehen werden in deinem ganzen Gebiet. Und von dem Fleisch, das du am ersten Tag abends schlachtest, soll nichts ueber Nacht bleiben bis zum Morgen. - 16.5 Du kannst das Passah nicht in einem deiner Tore schlachten, die der HERR, dein Gott, dir gibt. 16.6 Sondern an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen, sollst du das Passah schlachten am Abend, beim Untergang der Sonne, zur Zeit deines Auszugs aus Aegypten. 16.7 Und du sollst es braten und essen an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird. Und am [naechsten] Morgen sollst du dich wenden und zu deinen Zelten gehen. 16.8 Sechs Tage sollst du ungesaeuerte Brote essen. Am siebten Tag aber ist eine Festversammlung fuer den HERRN, deinen Gott; du sollst keine Arbeit tun. 16.9 Sieben Wochen sollst du dir abzaehlen. Von da an, wo man beginnt, die Sichel an die Saat [zu legen], sollst du anfangen, sieben Wochen zu zaehlen. 16.10 Dann sollst du das Fest der Wochen fuer den HERRN, deinen Gott, feiern, je nach der freiwilligen Gabe deiner Hand, die du geben wirst, so wie der HERR, dein Gott, dich segnen wird. 16.11 Und du sollst dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit, der in deinen Toren [wohnt], und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deiner Mitte [wohnen], an der Staette, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. 16.12 Und du sollst daran denken, dass du Sklave in Aegypten warst, und sollst diese Ordnungen bewahren und tun. 16.13 Das Fest der Laubhuetten sollst du sieben Tage [lang] feiern, wenn du [den Ertrag] von deiner Tenne und von deiner Kelterkufe einsammelst. 16.14 Und du sollst dich an deinem Fest freuen, du und dein Sohn und deine Tochter und dein Sklave und deine Sklavin und der Levit und der Fremde und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren [wohnen]. 16.15 Sieben Tage sollst du fuer den HERRN, deinen Gott, das Fest feiern an der Staette, die der HERR erwaehlen wird. Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen in all deinem Ertrag und in allem Tun deiner Haende, und du sollst wirklich froehlich sein. 16.16 Dreimal im Jahr soll alles bei dir, was maennlich ist, vor dem HERRN, deinem Gott, erscheinen an der Staette, die er erwaehlen wird: am Fest der ungesaeuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhuetten. Und man soll nicht mit leeren Haenden vor dem HERRN erscheinen: 16.17 jeder nach dem, was seine Hand geben kann, nach dem Segen des HERRN, deines Gottes, den er dir gegeben hat. Rechtspflege - Strafe wegen Goetzendienstes. 16.18 Richter und Aufseher sollst du dir einsetzen in allen deinen Toren, die der HERR, dein Gott, dir nach deinen Staemmen gibt, damit sie das Volk richten mit gerechtem Gericht. 16.19 Du sollst das Recht nicht beugen, du sollst die Person nicht ansehen und kein Bestechungsgeschenk nehmen. Denn das Bestechungsgeschenk macht die Augen der Weisen blind und verdreht die Sache der Gerechten. 16.20 Der Gerechtigkeit [und nur] der Gerechtigkeit sollst du nachjagen, damit du lebst und das Land in Besitz nimmst, das der HERR, dein Gott, dir gibt. 16.21 Du sollst dir keine Aschera pflanzen, irgendein Holz neben dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machen wirst. 16.22 Und du sollst dir keine Gedenksteine aufrichten, die der HERR, dein Gott, hasst. \17\ 17.1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, kein Rind oder Schaf opfern, an dem ein Makel ist, irgend etwas Schlimmes; denn ein Greuel ist das fuer den HERRN, deinen Gott. 17.2 Wenn in deiner Mitte, in einem deiner Tore, die der HERR, dein Gott, dir gibt, jemand gefunden wird - ein Mann oder eine Frau -, der das tut, was boese ist in den Augen des HERRN, deines Gottes, indem er seinen Bund uebertritt, 17.3 so dass er geht und anderen Goettern dient und sich vor ihnen niederwirft, und zwar vor der Sonne oder vor dem Mond oder vor dem ganzen Heer des Himmels, was ich nicht befohlen habe, 17.4 und es wird dir berichtet und du hoerst es, dann sollst du [es] genau untersuchen; und siehe, [wenn es sich herausstellt]: es ist Wahrheit, die Sache steht fest, dieser Greuel ist in Israel veruebt worden, 17.5 dann sollst du diesen Mann oder diese Frau, die diese boese Sache getan haben, zu deinen Toren hinausfuehren, den Mann oder die Frau, und sollst sie steinigen, dass sie sterben. 17.6 Auf die Aussage zweier Zeugen oder dreier Zeugen hin soll getoetet werden, wer sterben soll. Er darf nicht auf die Aussage eines einzelnen Zeugen hin getoetet werden. 17.7 Die Hand der Zeugen soll zuerst gegen ihn sein, ihn zu toeten, und danach die Hand des ganzen Volkes. Und du sollst das Boese aus deiner Mitte wegschaffen. 17.8 Wenn [von den] Streitsachen in deinen Toren eine [Rechts]sache zwischen Blut und Blut, zwischen Rechtsanspruch und Rechtsanspruch, zwischen Koerperverletzung und Koerperverletzung fuer dich zu schwierig ist zum Urteil, dann sollst du dich aufmachen und an die Staette hinaufziehen, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird. 17.9 Und du sollst zu den Priestern, den Leviten, kommen und zu dem Richter, der in jenen Tagen sein wird, und dich erkundigen; und sie werden dir den Urteilsspruch verkuenden. 17.10 Und du sollst dem Spruch gemaess handeln, den sie dir verkuenden werden von jener Staette aus, die der HERR erwaehlen wird, und sollst darauf achten, nach allem zu handeln, was sie dich lehren werden. 17.11 Dem Gesetz gemaess, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir sagen werden, sollst du handeln. Von dem Spruch, den sie dir verkuenden werden, sollst du weder zur Rechten noch zur Linken abweichen. 17.12 Der Mann aber, der in Vermessenheit handelt, dass er nicht auf den Priester hoert, der dasteht, um dort den Dienst des HERRN, deines Gottes, zu verrichten, oder auf den Richter: dieser Mann soll sterben. Und du sollst das Boese aus Israel wegschaffen. 17.13 Und das ganze Volk soll es hoeren. Und sie sollen sich fuerchten und nicht mehr vermessen handeln. Gesetz wegen des Koenigs. 17.14 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und es in Besitz genommen hast und darin wohnst und sagst: `Ich will einen Koenig ueber mich setzen, wie alle Nationen, die rings um mich her sind!', 17.15 dann sollst du nur den Koenig ueber dich setzen, den der HERR, dein Gott, erwaehlen wird. Aus der Mitte deiner Brueder sollst du einen Koenig ueber dich setzen. Du sollst nicht einen Auslaender ueber dich setzen, der nicht dein Bruder ist. 17.16 Nur soll er sich nicht viele Pferde anschaffen, und [er] soll das Volk nicht nach Aegypten zurueckfuehren, um sich noch mehr Pferde anzuschaffen, denn der HERR hat euch gesagt: Ihr sollt nie wieder auf diesem Weg zurueckkehren. 17.17 Und er soll sich nicht viele Frauen anschaffen, damit sein Herz sich nicht [von Gott] abwendet. Auch Silber und Gold soll er sich nicht uebermaessig anschaffen. 17.18 Und es soll geschehen, wenn er auf dem Thron seines Koenigreiches sitzt, dann soll er sich eine Abschrift dieses Gesetzes in ein Buch schreiben, aus [dem Buch, das] den Priestern, den Leviten, vor[liegt]. 17.19 Und sie soll bei ihm sein, und er soll alle Tage seines Lebens darin lesen, damit er den HERRN, seinen Gott, fuerchten lernt, um alle Worte dieses Gesetzes und diese Ordnungen zu bewahren, sie zu tun, 17.20 damit sein Herz sich nicht ueber seine Brueder erhebt und er von dem Gebot weder zur Rechten noch zur Linken abweicht, damit er die Tage in seiner Koenigsherrschaft verlaengert, er und seine Soehne, in der Mitte Israels. Versorgung der Priester. \18\ 18.1 Die Priester, die Leviten, der ganze Stamm Levi, sollen keinen Anteil noch ein Erbe mit Israel haben. Die Feueropfer des HERRN und sein Erbteil sollen sie essen. 18.2 Aber ein Erbteil inmitten seiner Brueder soll er nicht haben. Der HERR ist sein Erbteil, so wie er zu ihm geredet hat. - 18.3 Das aber ist der Rechtsanspruch der Priester an das Volk, an die, die ein Schlachtopfer opfern, es sei Rind oder Schaf. Man soll dem Priester die Vorderkeule geben und die Kinnbacken und den Magen. 18.4 Die Erstlinge deines Getreides, deines Mostes und deines Oeles, und die Erstlinge von der Schur deiner Schafe sollst du ihm geben. 18.5 Denn ihn hat der HERR, dein Gott, aus allen deinen Staemmen erwaehlt, damit er dastehe, um den Dienst im Namen des HERRN zu verrichten, er und seine Soehne, alle Tage. - 18.6 Und wenn der Levit aus einem deiner Tore kommen wird, aus ganz Israel, wo er sich als Fremder aufhaelt, dann mag er nach Herzenslust an die Staette kommen, die der HERR erwaehlen wird, 18.7 und im Namen des HERRN, seines Gottes, den Dienst verrichten wie alle seine Brueder, die Leviten, die dort vor dem HERRN stehen. 18.8 Zu gleichen Teilen sollen sie [davon] essen; [davon] ausgenommen ist, was er aufgrund von Familien[besitz] verkauft hat. Warnung vor Zauberei und Wahrsagerei. 18.9 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, dann sollst du nicht lernen, es den Greueln dieser Nationen gleichzutun. 18.10 Es soll unter dir niemand gefunden werden, der seinen Sohn oder seine Tochter durchs Feuer gehen laesst, keiner, der Wahrsagerei treibt, kein Zauberer oder Beschwoerer oder Magier 18.11 oder Bannsprecher oder Totenbeschwoerer oder Wahrsager oder der die Toten befragt. 18.12 Denn ein Greuel fuer den HERRN ist jeder, der diese Dinge tut. Und um dieser Greuel willen treibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus. 18.13 Du sollst dich ungeteilt an den HERRN, deinen Gott, halten. 18.14 Denn diese Nationen, die du austreiben wirst, hoeren auf Zauberer und auf Wahrsager. Du aber - so etwas hat der HERR, dein Gott, dir nicht gestattet! Ankuendigung des rechten Propheten. 18.15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, aus deiner Mitte, aus deinen Bruedern, erstehen lassen. Auf ihn sollt ihr hoeren 18.16 nach allem, was du vom HERRN, deinem Gott, am Horeb erbeten hast am Tag der Versammlung, indem du sagtest: Ich moechte die Stimme des HERRN, meines Gottes, nicht laenger hoeren, und dieses grosse Feuer moechte ich nicht mehr sehen, damit ich nicht sterbe! 18.17 Da sprach der HERR zu mir: Sie haben recht getan [mit dem], was sie geredet haben. 18.18 Einen Propheten wie dich will ich ihnen aus der Mitte ihrer Brueder erstehen lassen. Ich will meine Worte in seinen Mund legen, und er wird zu ihnen alles reden, was ich ihm befehlen werde. 18.19 Und es wird geschehen, der Mann, der nicht auf meine Worte hoert, die er in meinem Namen reden wird, von dem werde ich Rechenschaft fordern. - 18.20 Doch der Prophet, der sich vermessen sollte, in meinem Namen ein Wort zu reden, das ich ihm nicht befohlen habe zu reden, oder der im Namen anderer Goetter reden wird: dieser Prophet muss sterben. 18.21 Und wenn du in deinem Herzen sagst: `Wie sollen wir das Wort erkennen, das nicht der HERR geredet hat?', 18.22 wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und das Wort geschieht nicht und trifft nicht ein, so ist das das Wort, das nicht der HERR geredet hat. In Vermessenheit hat der Prophet es geredet; du brauchst dich nicht vor ihm zu fuerchten. Zufluchtsstaedte - Keine Grenzverletzung. V. 1-13: 4Mo 35,9-29; Jos 20,1-9. \19\ 19.1 Wenn der HERR, dein Gott, die Nationen ausrotten wird, deren Land der HERR, dein Gott, dir gibt, und du sie vertreibst und in ihren Staedten und in ihren Haeusern wohnst, 19.2 dann sollst du dir drei Staedte aussondern mitten in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen. 19.3 Du sollst dir den Weg [dahin] instandhalten und das Gebiet deines Landes, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil geben wird, in drei Teile teilen. Und es soll [dazu] geschehen, dass jeder Totschlaeger dahin fliehen [kann]. 19.4 Das aber ist die Sache mit dem Totschlaeger, der dahin flieht, damit er am Leben bleibt: Wer seinen Naechsten unabsichtlich erschlaegt und ihn nicht schon vorher hasste 19.5 - [etwa] wer mit seinem Naechsten in den Wald geht, um Holz zu schlagen, und seine Hand holt mit der Axt aus, um das Holz abzuhauen, und das Eisen faehrt vom Stiel und trifft seinen Naechsten, dass er stirbt -, der soll in eine dieser Staedte fliehen, damit er am Leben bleibt, 19.6 damit nicht der Blutraecher wutentbrannt dem Totschlaeger nachjagt und ihn einholt, weil der Weg zu lang ist, und ihn totschlaegt, obwohl ihn kein Todesurteil [traf], weil er ihn nicht schon vorher hasste. 19.7 Darum befehle ich dir: Drei Staedte sollst du dir aussondern. - 19.8 Und wenn der HERR, dein Gott, dein Gebiet erweitern wird, wie er deinen Vaetern geschworen hat, und dir das ganze Land gibt, das er deinen Vaetern zu geben zugesagt hat - 19.9 wenn du darauf achtest, dieses ganze Gebot zu tun, das ich dir heute befehle, indem du den HERRN, deinen Gott, liebst und alle Tage auf seinen Wegen gehst -, dann sollst du dir noch drei Staedte zu diesen dreien hinzufuegen, 19.10 damit nicht unschuldiges Blut vergossen wird mitten in deinem Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und Blutschuld auf dir ist. - 19.11 Wenn aber ein Mann seinen Naechsten hasst und ihm auflauert und sich gegen ihn erhebt und ihn totschlaegt, so dass er stirbt, und er flieht in eine dieser Staedte: 19.12 dann sollen die Aeltesten seiner Stadt hinsenden und ihn von dort holen und ihn der Hand des Blutraechers uebergeben, dass er sterbe. 19.13 Du sollst seinetwegen nicht betruebt sein, sondern du sollst unschuldig [vergossenes] Blut aus Israel wegschaffen, damit es dir gutgeht. 19.14 Du sollst nicht die Grenze deines Naechsten verruecken, die die Vorfahren gezogen haben in deinem Erbteil, das du erben wirst in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen. Zeugen vor Gericht. 19.15 Ein einzelner Zeuge soll nicht gegen jemanden auftreten wegen irgendeiner Ungerechtigkeit oder wegen irgendeiner Suende, wegen irgendeiner Verfehlung, die er begeht. [Nur] auf zweier Zeugen Aussage oder auf dreier Zeugen Aussage hin soll eine Sache gueltig sein. - 19.16 Wenn ein falscher Zeuge gegen jemanden auftritt, um ihn des Ungehorsams zu beschuldigen, 19.17 dann sollen die beiden Maenner, die den Rechtsstreit fuehren, vor den HERRN treten, vor die Priester und die Richter, die in jenen Tagen dasein werden. 19.18 Und die Richter sollen [die Sache] genau untersuchen. Und siehe, ist der Zeuge ein Luegenzeuge, hat er gegen seinen Bruder Luege bezeugt, 19.19 dann sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte. Und du sollst das Boese aus deiner Mitte wegschaffen. 19.20 Und die uebrigen sollen es hoeren und sich fuerchten und nicht mehr laenger eine solche boese Sache in deiner Mitte begehen. 19.21 Und du sollst nicht schonen: Leben um Leben, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fuss um Fuss! Kriegsgesetze. \20\ 20.1 Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und siehst Pferde und Wagen, ein Volk, zahlreicher als du, dann sollst du dich nicht vor ihnen fuerchten. Denn der HERR, dein Gott, der dich aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hat, ist mit dir. 20.2 Und es soll geschehen, wenn ihr zum Kampf heranrueckt, dann soll der Priester herantreten und zum Volk reden 20.3 und zu ihnen sagen: Hoere, Israel! Ihr rueckt heute zum Kampf gegen eure Feinde heran. Euer Herz verzage nicht, fuerchtet euch nicht und aengstigt euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! 20.4 Denn der HERR, euer Gott, ist es, der mit euch zieht, um fuer euch mit euren Feinden zu kaempfen, um euch zu retten. 20.5 Und die Aufseher sollen zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der ein neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurueck, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann es einweihe. 20.6 Und wer ist der Mann, der einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nicht genutzt hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurueck, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann ihn nutze. 20.7 Und wer ist der Mann, der sich mit einer Frau verlobt und sie noch nicht [zu sich] genommen hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurueck, damit er nicht in der Schlacht sterbe und ein anderer Mann sie nehme. 20.8 Und die Aufseher sollen weiter zum Volk reden und sagen: Wer ist der Mann, der sich fuerchtet und ein verzagtes Herz hat? Er mache sich auf und kehre in sein Haus zurueck, damit nicht das Herz seiner Brueder verzagt werde wie sein Herz. 20.9 Und es soll geschehen, wenn die Aufseher aufgehoert haben, zum Volk zu reden, dann sollen sie Heeroberste an die Spitze des Volkes stellen. 20.10 Wenn du dich einer Stadt naeherst, um gegen sie zu kaempfen, dann sollst du ihr [zunaechst] Frieden anbieten. 20.11 Und es soll geschehen, wenn sie dir friedlich antwortet und dir oeffnet, dann soll alles Volk, das sich darin befindet, dir zur Zwangsarbeit [unterworfen werden] und dir dienen. 20.12 Und wenn sie mit dir nicht Frieden schliesst, sondern Krieg mit dir fuehrt, dann sollst du sie belagern. 20.13 Und gibt der HERR, dein Gott, sie in deine Hand, dann sollst du all ihre Maennlichen mit der Schaerfe des Schwertes erschlagen. 20.14 Doch die Frauen und die Kinder und das Vieh und alles, was in der Stadt ist, all ihre Beute, sollst du fuer dich rauben. Und du sollst [von der] Beute deiner Feinde essen, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat. 20.15 So sollst du mit allen Staedten tun, die weit von dir entfernt sind, die nicht von den Staedten dieser Nationen hier sind. 20.16 Jedoch von den Staedten dieser Voelker, die der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat. 20.17 Sondern du sollst an ihnen unbedingt den Bann vollstrecken: an den Hetitern und an den Amoritern, den Kanaanitern und den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern, wie der HERR, dein Gott, dir befohlen hat, 20.18 damit sie euch nicht lehren, nach all ihren Greueln zu tun, die sie ihren Goettern getan haben, und ihr so gegen den HERRN, euren Gott, suendigt. 20.19 Wenn du eine Stadt viele Tage belagerst, um gegen sie zu kaempfen und sie einzunehmen, sollst du ihre Baeume nicht vernichten, indem du die Axt gegen sie schwingst. Denn du kannst von ihnen essen; du sollst sie nicht abhauen. Ist etwa der Baum des Feldes ein Mensch, dass er von dir mitbelagert werden sollte? 20.20 Nur die Baeume, von denen du weisst, dass sie Baeume sind, von denen man nicht isst, die darfst du vernichten und umhauen. Und du kannst Belagerung[sgeraet davon] bauen gegen die Stadt, die Krieg mit dir fuehrt, bis sie gefallen ist. Totschlag durch unbekannten Taeter. \21\ 21.1 Wenn in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, es in Besitz zu nehmen, ein Erschlagener auf dem Feld liegend gefunden wird, ohne dass es bekannt ist, wer ihn erschlagen hat, 21.2 dann sollen deine Aeltesten und deine Richter hinausgehen und [die Strecke] zu den Staedten hin abmessen, die im Umkreis des Erschlagenen [liegen]. 21.3 Und es soll geschehen: Die Stadt, die dem Erschlagenen am naechsten [liegt] - die Aeltesten jener Stadt sollen eine junge Kuh nehmen, mit der noch nicht gearbeitet worden ist, die noch nicht am Joch gezogen hat. 21.4 Und die Aeltesten jener Stadt sollen das Kalb zu einem immer fliessenden Bach hinabfuehren, wo nicht gearbeitet und nicht gesaet wird, und sollen dem Kalb dort im Bach das Genick brechen. 21.5 Dann sollen die Priester, die Soehne Levis, herantreten. Denn sie hat der HERR, dein Gott, erwaehlt, seinen Dienst zu verrichten und im Namen des HERRN zu segnen; und nach ihrem Ausspruch soll man bei jedem Rechsstreit und bei jeder Gewalttat verfahren. 21.6 Und alle Aeltesten jener Stadt, die dem Erschlagenen am naechsten sind, sollen ueber dem Kalb, dem das Genick im Bach gebrochen wurde, ihre Haende waschen 21.7 und sollen bezeugen und sagen: Unsere Haende haben dieses Blut nicht vergossen, und unsere Augen haben es nicht gesehen. 21.8 Vergib, HERR, deinem Volk Israel, das du erloest hast, und lege nicht unschuldiges Blut in die Mitte deines Volkes Israel! So wird ihnen die Blutschuld vergeben werden. 21.9 Und du, du sollst das unschuldige Blut aus deiner Mitte wegschaffen; denn du sollst tun, was in den Augen des HERRN recht ist. 21.10 Anweisung zur Behandlung weiblicher Gefangener Wenn du gegen deine Feinde zum Krieg ausziehst und der HERR, dein Gott, sie in deine Hand gibt und du ihre Gefangenen wegfuehrst 21.11 und du unter den Gefangenen eine Frau, schoen von Gestalt, siehst und haengst an ihr und nimmst [sie] dir zur Frau, 21.12 dann sollst du sie in das Innere deines Hauses bringen. Und sie soll ihr Haupt scheren und ihre Naegel beschneiden 21.13 und die Kleidung ihrer Gefangenschaft von sich ablegen und in deinem Haus bleiben und ihren Vater und ihre Mutter einen vollen Monat lang beweinen. Danach magst du zu ihr eingehen und sie heiraten, so dass sie dir zur Frau wird. 21.14 Und es soll geschehen, wenn du kein Gefallen [mehr] an ihr hast, dann sollst du sie nach ihrem Wunsch entlassen. Aber du darfst sie keineswegs fuer Geld verkaufen; du sollst sie nicht als Sklavin behandeln, weil du sie geschwaecht hast. Anweisungen zum Erstgeburtsrecht und ueber die Bestrafung ungehorsamer Soehne. 21.15 Wenn ein Mann zwei Frauen hat, eine geliebte und eine gehasste, und sie gebaeren ihm Soehne, die geliebte und die gehasste, und der erstgeborene Sohn ist von der gehassten: 21.16 dann soll es geschehen an dem Tag, an dem er seine Soehne erben laesst, was ihm gehoert, dass er nicht den Sohn der geliebten zum Erstgeborenen machen kann gegen den Sohn der gehassten, [der doch] der Erstgeborene [ist]. 21.17 Vielmehr soll er den Erstgeborenen, den Sohn der gehassten, anerkennen, dass er ihm zwei Teile von allem gibt, was sich bei ihm findet. Denn er ist der Erstling seiner Kraft, ihm gehoert das Recht der Erstgeburt. 21.18 Wenn ein Mann einen stoerrischen und widerspenstigen Sohn hat, der auf die Stimme seines Vaters und auf die Stimme seiner Mutter nicht hoert, und sie zuechtigen ihn, er aber hoert [weiterhin] nicht auf sie, 21.19 dann sollen sein Vater und seine Mutter ihn ergreifen und ihn hinausfuehren zu den Aeltesten seiner Stadt und zum Tor seines Ortes. 21.20 Und sie sollen zu den Aeltesten seiner Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist stoerrisch und widerspenstig, er hoert nicht auf unsere Stimme, er ist ein Schlemmer und Saeufer! 21.21 Dann sollen ihn alle Leute seiner Stadt steinigen, dass er stirbt; so sollst du das Boese aus deiner Mitte wegschaffen. Und ganz Israel soll es hoeren und sich fuerchten. Anweisung zur Behandlung Gehenkter. 21.22 Und wenn bei einem Mann eine Suende geschieht, [auf die] das Todesurteil [steht], und er wird getoetet und du haengst ihn an ein Holz, 21.23 dann darf seine Leiche nicht ueber Nacht an dem Holz bleiben, sondern du sollst ihn unbedingt am selben Tag begraben. Denn ein Gehenkter ist ein Fluch Gottes. So sollst du dein Land nicht unrein machen, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt. Achtung des Eigentums anderer - Anweisungen zum Schutz von Mensch und Tier. \22\ 22.1 Nicht darfst du zusehen, wie das Rind deines Bruders oder sein Schaf umherirrt und dich ihnen entziehen; du sollst sie deinem Bruder unbedingt zurueckbringen. 22.2 Wenn aber dein Bruder nicht nahe bei dir [wohnt] oder du ihn nicht kennst, dann sollst du es in dein Haus aufnehmen, und es soll bei dir sein, bis dein Bruder es sucht. Dann gib es ihm zurueck! 22.3 Und ebenso sollst du es mit seinem Esel machen, ebenso sollst du es mit seinem Gewand machen, und ebenso sollst du es mit allem Verlorenen deines Bruders machen, das ihm verloren geht und das du findest; du kannst dich nicht entziehen. 22.4 Du darfst nicht zusehen, wie der Esel deines Bruders oder sein Rind auf dem Weg fallen, und dich ihnen entziehen; du sollst [sie] unbedingt mit ihm aufrichten. 22.5 Maennerzeug darf nicht auf einer Frau sein, und ein Mann darf nicht das Gewand einer Frau anziehen. Denn jeder, der dieses tut, ist ein Greuel fuer den HERRN, deinen Gott. 22.6 Wenn sich zufaellig ein Vogelnest vor dir auf dem Weg findet, auf irgendeinem Baum oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, und die Mutter sitzt auf den Jungen oder auf den Eiern, dann darfst du die Mutter auf den Jungen nicht nehmen. 22.7 Du sollst die Mutter unbedingt fliegen lassen, die Jungen aber magst du dir nehmen, damit es dir gutgeht und du deine Tage verlaengerst. 22.8 Wenn du ein neues Haus baust, dann sollst du ein Gelaender um dein Dach machen, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus bringst, wenn irgend jemand von ihm herabfaellt. 22.9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei [Samen] besaeen, damit nicht das Ganze dem Heiligtum verfaellt, der Same, den du gesaet hast, und der Ertrag des Weinberges. - 22.10 Du sollst nicht mit einem Rind und einem Esel zusammen pfluegen. - 22.11 Du sollst nicht Gewebe von verschiedenartigem Stoff anziehen, Wolle und Leinen zusammen. 22.12 Quasten sollst du dir machen an den vier Zipfeln deines Oberkleides, mit dem du dich kleidest. Schutz der Frau vor Verleumdung und Vergewaltigung. 22.13 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und zu ihr eingeht, und er hasst sie 22.14 und legt ihr Taten zur Last, die sie ins Gerede bringen, und bringt sie in schlechten Ruf und sagt: Diese Frau habe ich genommen und mich ihr genaht und habe [die Zeichen der] Jungfrauschaft nicht an ihr gefunden! -, 22.15 dann sollen der Vater der jungen Frau und ihre Mutter die [Zeichen der] Jungfrauschaft der jungen Frau nehmen und zu den Aeltesten der Stadt ins Tor hinausbringen. 22.16 Dann soll der Vater der jungen Frau zu den Aeltesten sagen: Ich habe meine Tochter diesem Mann zur Frau gegeben, und er hasst sie. 22.17 Und siehe, er legt ihr Taten zur Last, die sie ins Gerede bringen, indem er sagt: Ich habe an deiner Tochter die [Zeichen der] Jungfrauschaft nicht gefunden! Dies [hier] sind nun die [Zeichen der] Jungfrauschaft meiner Tochter. Und sie sollen das Tuch vor den Aeltesten der Stadt ausbreiten. 22.18 Und die Aeltesten jener Stadt sollen den Mann nehmen und ihn zuechtigen. 22.19 Und sie sollen ihm eine Geldbusse von hundert [Schekel] Silber auferlegen und sie dem Vater der jungen Frau geben, weil er eine Jungfrau in Israel in schlechten Ruf gebracht hat. Und sie soll [weiterhin] seine Frau sein; er kann sie nicht entlassen alle seine Tage. - 22.20 Wenn aber jene Sache Wahrheit gewesen ist, die [Zeichen der] Jungfrauschaft sind an der jungen Frau nicht gefunden worden, 22.21 dann sollen sie die junge Frau hinausfuehren an den Eingang des Hauses ihres Vaters, und die Maenner ihrer Stadt sollen sie steinigen, dass sie stirbt, weil sie eine Schandtat in Israel veruebt hat, zu huren im Haus ihres Vaters. Und du sollst das Boese aus deiner Mitte wegschaffen. 22.22 Wenn ein Mann bei einer Frau liegend angetroffen wird, die einem Mann gehoert, dann sollen sie alle beide sterben, der Mann, der bei der Frau lag, und die Frau. Und du sollst das Boese aus Israel wegschaffen. 22.23 Wenn ein Maedchen, eine Jungfrau, einem Mann verlobt ist, und es trifft sie ein Mann in der Stadt und liegt bei ihr, 22.24 dann sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinausfuehren und sie steinigen, dass sie sterben: das Maedchen deshalb, weil es in der Stadt nicht geschrieen hat, und den Mann deshalb, weil er die Frau seines Naechsten geschwaecht hat. Und du sollst das Boese aus deiner Mitte wegschaffen. - 22.25 Wenn aber der Mann das verlobte Maedchen auf dem Feld trifft, und der Mann ergreift sie und liegt bei ihr, dann soll der Mann, der bei ihr gelegen hat, allein sterben. 22.26 Aber dem Maedchen sollst du nichts tun, das Maedchen hat keine Suende [begangen] [zum] Tode. Diese Sache ist vielmehr so, wie wenn ein Mann sich erhebt gegen seinen Naechsten und ihn totschlaegt. 22.27 Denn er hat sie auf dem Feld getroffen. Das verlobte Maedchen schrie, aber niemand war da, der es rettete. 22.28 Wenn ein Mann ein Maedchen trifft, eine Jungfrau, die nicht verlobt ist, und ergreift sie und liegt bei ihr, und sie werden [dabei] angetroffen: 22.29 dann soll der Mann, der bei ihr lag, dem Vater des Maedchens fuenfzig [Schekel] Silber geben, und es soll seine Frau werden, weil er sie geschwaecht hat; er kann sie nicht entlassen all seine Tage. \23\ 23.1 Ein Mann darf nicht die Frau seines Vaters nehmen und darf die Decke seines Vaters nicht aufdecken. Zugehoerigkeit zur Gemeinde des HERRN. 23.2 Einer, dem die Hoden zerstossen sind oder die Harnroehre abgeschnitten ist, darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen. 23.3 Ein Bastard darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen; auch die zehnte Generation von ihm soll nicht in die Versammlung des HERRN kommen. - 23.4 Ein Ammoniter oder Moabiter darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen; auch die zehnte Generation von ihnen darf nicht in die Versammlung des HERRN kommen, fuer ewig; 23.5 deshalb, weil sie euch nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen sind auf dem Weg, als ihr aus Aegypten zogt, und weil er Bileam, den Sohn des Beor, aus Petor in Mesopotamien, gegen dich gedungen hat, dich zu verfluchen. 23.6 Aber der HERR, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hoeren, und der HERR, dein Gott, wandelte dir den Fluch in Segen um; denn der HERR, dein Gott, hatte dich lieb. 23.7 Du sollst ihren Frieden und ihr Wohl nicht suchen alle deine Tage, fuer ewig. 23.8 Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein Bruder. Den Aegypter sollst du nicht verabscheuen, denn du bist ein Fremder in seinem Land gewesen. 23.9 Kinder, die ihnen geboren werden, duerfen von ihnen in der dritten Generation in die Versammlung des HERRN kommen. Reinerhaltung des Kriegslagers. 23.10 Wenn du gegen deine Feinde ins Kriegslager ausziehst, dann sollst du dich vor allem Boesen hueten: 23.11 Wenn ein Mann unter dir ist, der durch einen Zufall der Nacht nicht rein ist, dann soll er nach draussen vor das Lager hinausgehen. Er darf nicht ins Lager hineinkommen. 23.12 Und es soll geschehen, beim Anbruch des Abends soll er sich im Wasser baden, und beim Untergang der Sonne darf er [wieder] ins Lager kommen. 23.13 Und du sollst einen Platz ausserhalb des Lagers haben, dahin kannst du [fuer deine Notdurft] hinausgehen. 23.14 Und du sollst eine Schaufel bei deinem Geraet haben. Und es soll geschehen, wenn du dich draussen hinsetzt, so sollst du [ein Loch] damit graben und deine Ausscheidung wieder zudecken. 23.15 Denn der HERR, dein Gott, lebt mitten in deinem Lager, um dich zu erretten und deine Feinde vor dir dahinzugeben. Und dein Lager soll heilig sein, dass er nichts Anstoessiges unter dir sieht und sich von dir abwendet. Vorschriften ueber Sklaven, Huren, Zinsen, Geluebde und Fremdeigentum. 23.16 Einen Sklaven, der sich vor seinem Herrn zu dir rettet, sollst du seinem Herrn nicht ausliefern. 23.17 Bei dir soll er wohnen, in deiner Mitte, an dem Ort, den er in einem deiner Tore erwaehlen wird, wo es ihn gut duenkt: du sollst ihn nicht unterdruecken. 23.18 Eine Geweihte soll es unter den Toechtern Israel nicht geben, und [auch] einen Geweihten soll es nicht unter den Soehnen Israel geben. 23.19 Du sollst keinen Hurenlohn und [kein] Hundegeld in das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen fuer irgendein Geluebde; denn auch diese beiden sind ein Greuel fuer den HERRN, deinen Gott. 23.20 Du sollst deinem Bruder keinen Zins auferlegen, Zins fuer Geld, Zins fuer Speise, Zins fuer irgendeine Sache, die man gegen Zins ausleiht. 23.21 Dem Fremden magst du Zins auferlegen, aber deinem Bruder darfst du nicht Zins auferlegen, damit der HERR, dein Gott, dich segnet in allem Geschaeft deiner Hand in dem Land, in das du kommst, um es in Besitz zu nehmen. 23.22 Wenn du fuer den HERRN, deinen Gott, ein Geluebde ablegst, sollst du nicht zoegern, es zu erfuellen. Denn der HERR, dein Gott, wird es unbedingt von dir fordern, und Suende wuerde an dir sein. 23.23 Wenn du es aber unterlaesst, [etwas] zu geloben, wird keine Suende an dir sein. 23.24 Was ueber deine Lippen gegangen ist, sollst du halten und ausfuehren, wie du dem HERRN, deinem Gott, freiwillig gelobt hast, was du mit deinem Mund geredet hast. 23.25 Wenn du in den Weinberg deines Naechsten kommst, dann magst du Trauben essen nach Herzenslust, [bis] du satt bist; in dein Gefaess aber darfst du nichts tun. 23.26 Wenn du in das Getreide[feld] deines Naechsten kommst, dann darfst du Aehren mit deiner Hand abpfluecken; aber die Sichel sollst du nicht ueber das Getreide deines Naechsten schwingen. Vorschriften ueber den Scheidebrief - Kriegsdienst der Jungverheirateten. \24\ 24.1 Wenn ein Mann eine Frau nimmt und sie heiratet und es geschieht, dass sie keine Gunst in seinen Augen findet, weil er etwas Anstoessiges an ihr gefunden hat und er ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat, 24.2 und sie ist aus seinem Haus gezogen und ist hingegangen und [die Frau] eines anderen Mannes geworden, 24.3 [wenn dann] auch der andere Mann sie gehasst und ihr einen Scheidebrief geschrieben, ihn in ihre Hand gegeben und sie aus seinem Haus entlassen hat oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zur Frau genommen hat, 24.4 [dann] kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wieder nehmen, dass sie seine Frau sei, nachdem sie unrein gemacht worden ist. Denn ein Greuel ist das vor dem HERRN. Und du sollst das Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, nicht zur Suende verfuehren. 24.5 Wenn ein Mann erst kurz verheiratet ist, soll er nicht mit dem Heer ausziehen, und es soll ihm keinerlei Verpflichtung auferlegt werden. Er soll ein Jahr lang frei sein fuer sein Haus und seine Frau, die er genommen hat, erfreuen. Verordnungen zum Schutz der Schwachen. 24.6 Man soll nicht Handmuehle und Muehlstein pfaenden; denn [damit] pfaendet man das Leben. 24.7 Wenn ein Mann gefunden wird, der einen von seinen Bruedern, [einen] von den Soehnen Israel, geraubt hat und ihn als Sklaven behandelt und verkauft hat, dann soll dieser Dieb sterben. Und du sollst das Boese aus deiner Mitte wegschaffen. 24.8 Bei der Plage des Aussatzes huete dich, dass du sehr darauf achtest und alles tust, was euch die Priester, die Leviten, lehren werden. Ihr sollt darauf achten, zu tun, wie ich ihnen befohlen habe. 24.9 Denk daran, was der HERR, dein Gott, an Mirjam getan hat auf dem Weg, als ihr aus Aegypten zogt! 24.10 Wenn du deinem Naechsten irgendein Darlehen leihst, dann sollst du nicht in sein Haus hineingehen, um von ihm ein Pfand zu erheben. 24.11 Draussen sollst du stehenbleiben, und der Mann, dem du geliehen hast, soll das Pfand zu dir nach draussen hinausbringen. 24.12 Und wenn er ein beduerftiger Mann ist, sollst du dich nicht mit seinem Pfand schlafen legen. 24.13 Du sollst ihm das Pfand unbedingt beim Untergang der Sonne zurueckgeben, damit er sich in seinem Mantel schlafen lege und dich segne; und es wird fuer dich als Gerechtigkeit gelten vor dem HERRN, deinem Gott. 24.14 Du sollst den beduerftigen und armen Lohnarbeiter nicht unterdruecken, [sei er einer] von deinen Bruedern oder von deinen Fremden, die in deinem Land, in deinen Toren [wohnen]. 24.15 Am selben Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, und die Sonne soll nicht darueber untergehen - denn er ist beduerftig und verlangt sehnsuechtig danach -, damit er nicht ueber dich zum HERRN schreit und Suende an dir ist. 24.16 Nicht sollen Vaeter um der Soehne willen getoetet werden und Soehne sollen nicht um der Vaeter willen getoetet werden; sie sollen jeder fuer seine [eigene] Suende getoetet werden. 24.17 Du sollst das Recht eines Fremden [und] einer Waise nicht beugen; und das Kleid einer Witwe sollst du nicht pfaenden. 24.18 Und du sollst daran denken, dass du Sklave in Aegypten warst und dass der HERR, dein Gott, dich von dort erloest hat; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen. 24.19 Wenn du deine Ernte auf deinem Feld einbringst und hast eine Garbe auf dem Feld vergessen, sollst du nicht umkehren, um sie zu holen. Fuer den Fremden, fuer die Waise und fuer die Witwe soll sie sein, damit der HERR, dein Gott, dich segnet in allem Tun deiner Haende. 24.20 Wenn du deine Oliven abschlaegst, sollst du nicht hinterher die Zweige absuchen: fuer den Fremden, fuer die Waise und fuer die Witwe soll es sein. 24.21 Wenn du in deinem Weinberg Lese haeltst, sollst du nicht hinterher Nachlese halten. Fuer den Fremden, fuer die Waise und fuer die Witwe soll es sein. 24.22 Und du sollst daran denken, dass du Sklave warst im Land Aegypten; darum befehle ich dir, dieses Wort zu befolgen. Pruegelstrafe. \25\ 25.1 Wenn ein Rechtsstreit zwischen Maennern entsteht und sie vor Gericht treten, und man richtet sie, dann soll man den Gerechten gerecht sprechen und den Schuldigen schuldig. 25.2 Und es soll geschehen, wenn der Schuldige Schlaege verdient hat, dann soll der Richter ihn hinlegen und ihm in seiner Gegenwart nach [der festgesetzten] Zahl Schlaege geben [lassen], seiner Schuld entsprechend. 25.3 Vierzig [Schlaege] darf er ihm geben [lassen] - nicht mehr -, damit nicht, wenn er fortfaehrt, ihn ueber diese hinaus mit vielen Schlaegen zu schlagen, dein Bruder in deinen Augen entehrt wird. 25.4 Du sollst dem Ochsen nicht das Maul verbinden, wenn er drischt. Schwagerehe. 25.5 Wenn Brueder zusammen wohnen und einer von ihnen stirbt und hat keinen Sohn, dann soll die Frau des Verstorbenen nicht auswaerts einem fremden Mann angehoeren. Ihr Schwager soll zu ihr eingehen und sie sich zur Frau nehmen und mit ihr die Schwagerehe vollziehen. 25.6 Und es soll geschehen: der Erstgeborene, den sie [dann] gebiert, soll den Namen seines verstorbenen Bruders weiterfuehren, damit dessen Name aus Israel nicht ausgeloescht wird. 25.7 Wenn aber der Mann keine Lust hat, seine Schwaegerin zu nehmen, dann soll seine Schwaegerin ins Tor hinaufgehen zu den Aeltesten und soll sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder den Namen in Israel aufrechtzuerhalten; er will die Schwagerehe mit mir nicht eingehen. 25.8 Und die Aeltesten seiner Stadt sollen ihn rufen und mit ihm reden. Doch stellt er sich dann hin und sagt: Ich habe keine Lust, sie zu nehmen, 25.9 dann soll seine Schwaegerin vor den Augen der Aeltesten zu ihm hintreten und ihm den Schuh von seinem Fuss abziehen und ihm ins Gesicht spucken. Und sie soll antworten und sagen: So soll dem Mann geschehen, der das Haus seines Bruders nicht bauen will! 25.10 Und sein Name soll in Israel heissen `Haus des Barfuessers'. Warnung vor unzuechtigem Verhalten und falschen Gewichten. 25.11 Wenn Maenner miteinander raufen, ein Mann und sein Bruder, und die Frau des einen eilt herbei, um ihren Mann aus der Hand dessen, der ihn schlaegt, zu retten, und sie streckt ihre Hand aus und greift an seine Geschlechtsteile: 25.12 dann sollst du ihr die Hand abhauen; du sollst nicht schonen. 25.13 Du sollst nicht zweierlei Gewichtsteine in deinem Beutel haben, einen grossen und einen kleinen. 25.14 Du sollst nicht zweierlei Efa in deinem Haus haben, ein grosses und ein kleines. 25.15 Vollen und gerechten Gewichtstein sollst du haben, und volles und gerechtes Efa sollst du haben, damit deine Tage lange waehren in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. 25.16 Denn ein Greuel fuer den HERRN, deinen Gott, ist jeder, der dieses tut, jeder, der unrecht tut. Gebot der Ausrottung der Amalekiter. 25.17 Denk daran, was Amalek dir getan hat auf dem Weg, als ihr aus Aegypten zogt, 25.18 wie er dir auf dem Weg entgegentrat und deine Nachzuegler schlug, alle Schwachen hinter dir, als du erschoepft und muede warst, und dass er Gott nicht fuerchtete. 25.19 Und wenn der HERR, dein Gott, dir Ruhe verschafft hat vor allen deinen Feinden ringsum in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, es in Besitz zu nehmen, dann sollst du die Erinnerung an Amalek unter dem Himmel ausloeschen. Vergiss es nicht! Verordnungen ueber Erstlingsfruechte und Zehnten. \26\ 26.1 Und es soll geschehen, wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir als Erbteil gibt, und du hast es in Besitz genommen und wohnst darin, 26.2 dann sollst du von den Erstlingen aller Frucht des Erdbodens nehmen, die du von deinem Land einbringst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb legen und an die Staette gehen, die der HERR, dein Gott, erwaehlen wird, um seinen Namen dort wohnen zu lassen. 26.3 Und du sollst zu dem Priester kommen, der in jenen Tagen da ist, und zu ihm sagen: Ich bezeuge heute dem HERRN, deinem Gott, dass ich in das Land gekommen bin, das uns zu geben der HERR unseren Vaetern geschworen hat. 26.4 Und der Priester soll den Korb aus deiner Hand nehmen und ihn vor den Altar des HERRN, deines Gottes, niedersetzen. 26.5 Du aber sollst vor dem HERRN, deinem Gott, anheben und sprechen: Ein umherirrender Aramaeer war mein Vater; und er zog nach Aegypten hinab und hielt sich dort als Fremder auf, als ein geringes Haeuflein. Doch er wurde dort zu einer grossen, starken und zahlreichen Nation. 26.6 Und die Aegypter misshandelten uns, unterdrueckten uns und legten uns harte Arbeit auf. 26.7 Da schrieen wir zu dem HERRN, dem Gott unserer Vaeter, und der HERR hoerte unsere Stimme und sah unser Elend und unsere Muehsal und unsere Bedraengnis. 26.8 Und der HERR fuehrte uns aus Aegypten heraus mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm und mit grossem Schrecken und mit Zeichen und Wundern . 26.9 Und er brachte uns an diese Staette und gab uns dieses Land, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst. 26.10 Und nun siehe, ich habe die Erstlinge der Frucht des Landes gebracht, das du, HERR, mir gegeben hast. - Und du sollst sie vor dem HERRN, deinem Gott, niederlegen und anbeten vor dem HERRN, deinem Gott. 26.11 Und du sollst dich an all dem Guten freuen, das der HERR, dein Gott, dir und deinem Haus gegeben hat, du und der Levit und der Fremde, der in deiner Mitte [wohnt]. 26.12 Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages im dritten Jahr, dem Jahr des Zehnten, vollstaendig entrichtet hast und ihn dem Leviten, dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben hast, damit sie in deinen Toren essen und sich saettigen, 26.13 dann sollst du vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: Ich habe das Geheiligte aus dem Haus weggeschafft und habe es auch dem Leviten und dem Fremden, der Waise und der Witwe gegeben nach all deinem Gebot, das du mir befohlen hast; ich habe deine Gebote nicht uebertreten noch vergessen. 26.14 Ich habe nichts [davon] gegessen in meiner Trauer und habe nichts [davon] in [meiner] Unreinheit weggeschafft und habe nichts [davon] fuer einen Toten gegeben. Ich habe der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorcht, ich habe getan nach allem, was du mir geboten hast. 26.15 Blicke herab von deiner heiligen Wohnung vom Himmel, und segne dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben, wie du es unseren Vaetern geschworen hast, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst! Pflichten und Rechte Israels. 26.16 Am heutigen Tag befiehlt dir der HERR, dein Gott, diese Ordnungen und Rechtsbestimmungen zu tun. So bewahre und tue sie mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele! 26.17 Du hast heute den HERRN sagen lassen, dass er dein Gott sein will und dass du auf seinen Wegen gehen und seine Ordnungen und seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen bewahren und seiner Stimme gehorchen willst. 26.18 Und der HERR hat dich heute sagen lassen, dass du ihm ein Eigentumsvolk sein willst, wie er zu dir geredet hat, und dass du alle seine Gebote bewahren willst 26.19 und dass er dich als hoechste ueber alle Nationen stellen will, die er gemacht hat, zum Ruhm und zum Namen und zum Schmuck und dass du dem HERRN, deinem Gott, ein heiliges Volk sein willst, wie er geredet hat. Gedenkaltar in Kanaan - Flueche vom Berg Ebal. \27\ 27.1 Und Mose und die Aeltesten von Israel befahlen dem Volk: Bewahrt das ganze Gebot, das ich euch heute befehle! 27.2 Und es soll geschehen, an dem Tag, an dem ihr ueber den Jordan in das Land hinueberzieht, das der HERR, dein Gott, dir gibt, sollst du dir grosse Steine aufrichten und sie mit Kalk bestreichen. 27.3 Und du sollst alle Worte dieses Gesetzes auf sie schreiben, wenn du hinuebergezogen bist, damit du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst, wie der HERR, der Gott deiner Vaeter, zu dir geredet hat. 27.4 Und es soll geschehen, wenn ihr ueber den Jordan gezogen seid, sollt ihr diese Steine, ueber die ich euch heute Befehl gebe, auf dem Berg Ebal aufrichten; und du sollst sie mit Kalk bestreichen. 27.5 Und dort sollst du dem HERRN, deinem Gott, einen Altar bauen, einen Altar aus Steinen. Du sollst kein Eisen ueber ihnen schwingen, 27.6 aus unbehauenen Steinen sollst du den Altar des HERRN, deines Gottes, bauen. Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, Brandopfer darauf opfern, 27.7 und du sollst Heilsopfer opfern und dort essen und dich vor dem HERRN, deinem Gott, freuen. - 27.8 Und auf die Steine sollst du alle Worte dieses Gesetzes deutlich [und] sorgfaeltig schreiben. 27.9 Und Mose und die Priester, die Leviten, redeten zu ganz Israel und sagten: Sei still und hoere, Israel! Am heutigen Tag bist du dem HERRN, deinem Gott, zum Volk geworden. 27.10 So gehorche der Stimme des HERRN, deines Gottes, und tue seine Gebote und seine Ordnungen, die ich dir heute befehle. V. 12-14: 1Mo 35,23-26. 27.11 Und Mose befahl dem Volk an jenem Tag und sagte: 27.12 Wenn ihr ueber den Jordan gezogen seid, sollen diese auf dem Berg Garizim stehen, um das Volk zu segnen: Simeon und Levi und Juda und Issaschar und Joseph und Benjamin. 27.13 Und diese sollen auf dem Berg Ebal stehen zum Verfluchen: Ruben, Gad und Asser und Sebulon, Dan und Naftali. 27.14 Und die Leviten sollen anfangen und zu allen Maennern von Israel mit erhobener Stimme sprechen: 27.15 Verflucht sei der Mann, der ein Goetterbild oder ein gegossenes Bild macht, einen Greuel fuer den HERRN, ein Werk von Kuenstlerhaenden, und es im Verborgenen aufstellt! Und das ganze Volk antworte und sage: Amen! 27.16 Verflucht sei, wer seinen Vater oder seine Mutter verachtet! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.17 Verflucht sei, wer die Grenze seines Naechsten verrueckt! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.18 Verflucht sei, wer einen Blinden auf dem Weg irrefuehrt! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremden, der Waise und der Witwe beugt! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.20 Verflucht sei, wer bei der Frau seines Vaters liegt, denn er hat die Decke seines Vaters aufgedeckt! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.21 Verflucht sei, wer bei irgendeinem Tier liegt! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, der Tochter seines Vaters oder der Tochter seiner Mutter! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.24 Verflucht sei, wer seinen Naechsten im Verborgenen erschlaegt! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.25 Verflucht sei, wer ein Bestechungsgeschenk nimmt, um jemanden zu erschlagen, unschuldiges Blut [zu vergiessen]! Und das ganze Volk sage: Amen! 27.26 Verflucht sei, wer die Worte dieses Gesetzes nicht aufrechterhaelt, sie zu tun! Und das ganze Volk sage: Amen! Segen und Fluch. V. 1-14: 3Mo 26,3-13. \28\ 28.1 Und es wird geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, genau gehorchst, dass du darauf achtest, all seine Gebote zu tun, die ich dir heute befehle, dann wird der HERR, dein Gott, dich als hoechste ueber alle Nationen der Erde stellen. 28.2 Und alle diese Segnungen werden ueber dich kommen und werden dich erreichen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst. 28.3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt, und gesegnet wirst du sein auf dem Feld. 28.4 Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackerlandes und die Frucht deines Viehs, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe. 28.5 Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog. 28.6 Gesegnet wirst du sein bei deinem Eingang, und gesegnet wirst du sein bei deinem Ausgang. 28.7 Der HERR wird deine Feinde, die sich gegen dich erheben, geschlagen vor dir dahingeben. Auf einem Weg werden sie gegen dich ausziehen, und auf sieben Wegen werden sie vor dir fliehen. 28.8 Der HERR wird dir den Segen entbieten in deine Speicher und zu allem Geschaeft deiner Hand, und er wird dich segnen in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt. 28.9 Der HERR wird dich zu einem heiligen Volk fuer sich erheben, wie er dir geschworen hat, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, haeltst und auf seinen Wegen gehst. 28.10 Und alle Voelker der Erde werden sehen, dass der Name des HERRN ueber dir ausgerufen ist, und sie werden sich vor dir fuerchten. 28.11 Und der HERR wird dir Ueberfluss geben an Gutem, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehes und an der Frucht deines Ackerlandes, zur Wohlfahrt in dem Land, das dir zu geben der HERR deinen Vaetern geschworen hat. 28.12 Der HERR wird dir seinen guten Schatz, den Himmel, auftun, um deinem Land Regen zu seiner Zeit zu geben und um alles Tun deiner Hand zu segnen. Und du wirst vielen Nationen ausleihen, du selbst aber wirst [dir] nichts leihen. 28.13 Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und du wirst nur immer aufwaertssteigen und nicht hinuntersinken, wenn du den Geboten des HERRN, deines Gottes, gehorchst, die zu bewahren und zu tun ich dir heute befehle, 28.14 und von all den Worten, die ich euch heute befehle, weder zur Rechten noch zur Linken abweichst, um anderen Goettern nachzulaufen, ihnen zu dienen. V. 15-68: 3Mo 26,14-39. 28.15 Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorchst, [so] dass du [nicht] darauf achtest, all seine Gebote und seine Ordnungen zu tun, die ich dir heute gebiete, dann werden all diese Flueche ueber dich kommen und dich erreichen. 28.16 Verflucht wirst du sein in der Stadt, und verflucht wirst du sein auf dem Feld. 28.17 Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog. 28.18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Ackerlandes, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe. 28.19 Verflucht wirst du sein bei deinem Eingang, und verflucht wirst du sein bei deinem Ausgang. - 28.20 Der HERR wird den Fluch, die Bestuerzung und die Verwuenschung gegen dich senden in allem Geschaeft deiner Hand, das du tust, bis du vernichtet bist und bis du schnell umkommst wegen der Bosheit deiner Taten, mit denen du mich verlassen hast. 28.21 Der HERR wird die Pest an dir haften lassen, bis er dich ausgerottet hat aus dem Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen. 28.22 Der HERR wird dich schlagen mit Schwindsucht und mit Fieberglut und mit Hitze und mit Entzuendung und mit Duerre und mit Getreidebrand und mit Vergilben [des Korns], und sie werden dich verfolgen, bis du umgekommen bist. 28.23 Und dein Himmel, der ueber deinem Haupt ist, wird Erz sein, und die Erde, die unter dir ist, Eisen. 28.24 Der HERR wird den Regen deines Landes zu Staub und Sand machen. Vom Himmel wird es auf dich herabkommen, bis du umgekommen bist. 28.25 Der HERR wird dich geschlagen vor deinen Feinden dahingeben. Auf einem Weg wirst du gegen sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen fliehen, und du wirst zum Schreckbild fuer alle Koenigreiche der Erde werden. 28.26 Und deine Leiche wird allen Voegeln des Himmels und den Tieren der Erde zum Frass werden, und niemand wird sie wegscheuchen. 28.27 Der HERR wird dich schlagen mit den Geschwueren Aegyptens und mit Beulen und mit Kraetze und mit Grind, dass du nicht [mehr] geheilt werden kannst. 28.28 Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und mit Geistesverwirrung. 28.29 Und du wirst am Mittag umhertappen, wie der Blinde im Finstern tappt, und du wirst keinen Erfolg haben auf deinen Wegen. Und du wirst alle Tage nur unterdrueckt und beraubt sein, und niemand wird helfen. 28.30 Eine Frau wirst du dir verloben, aber ein anderer Mann wird sie beschlafen. Ein Haus wirst du bauen, aber nicht darin wohnen. Einen Weinberg wirst du pflanzen, aber du wirst ihn nicht nutzen. 28.31 Dein Rind wird vor deinen Augen geschlachtet, und du wirst nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Gesicht geraubt und nicht zu dir zurueckkehren. Deine Schafe werden deinen Feinden gegeben, und du wirst niemanden haben, der hilft. 28.32 Deine Soehne und deine Toechter werden einem anderen Volk gegeben, und deine Augen werden es sehen und werden nach ihnen schmachten den ganzen Tag; aber du wirst machtlos sein. 28.33 Die Frucht deines Ackers und all dein Erworbenes wird ein Volk verzehren, das du nicht kennst; und du wirst nur unterdrueckt und zerschlagen sein alle Tage. 28.34 Und du wirst wahnsinnig werden vor dem Anblick [dessen], was deine Augen erblicken [muessen]. 28.35 Der HERR wird dich schlagen mit boesen Geschwueren an den Knien und an den Schenkeln, von deiner Fusssohle bis zu deinem Scheitel, dass du nicht [mehr] geheilt werden kannst. 28.36 Der HERR wird dich und deinen Koenig, den du ueber dich setzen wirst, zu einer Nation wegfuehren, die du nicht gekannt hast, du und deine Vaeter. Und du wirst dort anderen Goettern, [Goettern aus] Holz und Stein, dienen. 28.37 Und du wirst zum Entsetzen werden, zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Voelkern, wohin der HERR dich wegtreiben wird. 28.38 Viel Samen wirst du aufs Feld hinausbringen, aber wenig einsammeln, denn die Heuschrecke wird es abfressen. 28.39 Weinberge wirst du pflanzen und bearbeiten; aber Wein wirst du weder trinken noch einsammeln, denn der Wurm wird ihn abfressen. 28.40 Oelbaeume wirst du in deinem ganzen Gebiet haben; aber mit Oel wirst du dich nicht salben, denn deine Oliven fallen ab. 28.41 Soehne und Toechter wirst du zeugen; aber sie werden dir nicht gehoeren, denn sie werden in die Gefangenschaft gehen. 28.42 Alle deine Baeume und die Frucht deines Ackerlandes wird die Grille in Besitz nehmen. 28.43 Der Fremde, der in deiner Mitte [wohnt], wird hoeher und hoeher ueber dich emporsteigen, und du, du wirst tiefer und tiefer hinabsinken. 28.44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen [koennen]; er wird zum Haupt, du aber wirst zum Schwanz. 28.45 Und alle diese Flueche werden ueber dich kommen und dich verfolgen und dich erreichen, bis du vernichtet bist, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast, seine Gebote und seine Ordnungen zu bewahren, die er dir befohlen hat. 28.46 Und sie werden zum Zeichen und zum Wunder sein an dir und an deinen Nachkommen fuer ewig. 28.47 Dafuer dass du dem HERRN, deinem Gott, nicht mit Freude und mit froehlichem Herzen gedient hast wegen des Ueberflusses an allem, 28.48 wirst du deinen Feinden, die der HERR gegen dich senden wird, dienen in Hunger und Durst, in Bloesse und in Mangel an allem. Und er wird ein eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vernichtet hat. 28.49 Der HERR wird von ferne, vom Ende der Erde her, eine Nation ueber dich bringen. Wie der Adler fliegt, [so kommt sie], eine Nation, deren Sprache du nicht verstehst, 28.50 eine Nation mit hartem Gesicht, die fuer den Alten keine Ruecksicht kennt und fuer den Jungen keine Gnade, 28.51 und [die] die Frucht deines Viehs und die Frucht deines Landes verzehren wird, bis du vernichtet bist, die dir weder Getreide, Most oder Oel [noch] den Wurf deiner Rinder oder die Zucht deiner Schafe uebriglassen wird, bis sie dich zugrunde gerichtet hat. 28.52 Und sie wird dich belagern in all deinen Toren, bis deine hohen und festen Mauern, auf die du vertraust, in deinem ganzen Land gefallen sind. Und sie wird dich belagern in all deinen Toren, in deinem ganzen Land, das der HERR, dein Gott, dir gegeben hat. 28.53 Dann wirst du die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner Soehne und deiner Toechter, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat in der Belagerung und Bedraengnis, mit der dich dein Feind bedraengen wird. 28.54 Der weichlichste und am meisten verzaertelte Mann bei dir, dessen Auge wird missguenstig auf seinen Bruder blicken und auf die Frau an seinem Busen und auf seine uebriggebliebenen Kinder, die er uebrigbehalten hat. 28.55 Keinem von ihnen gibt er [etwas] vom Fleisch seiner Kinder, das er isst, weil ihm nichts uebriggeblieben ist in der Belagerung und Bedraengnis, mit der dein Feind dich bedraengen wird in all deinen Toren. 28.56 Die Weichlichste bei dir und die Verzaerteltste, die vor Verzaertelung und vor Verweichlichung nie versucht hat, ihre Fusssohle auf die Erde zu setzen, deren Auge wird missguenstig auf den Mann an ihrem Busen blicken und auf ihren Sohn und auf ihre Tochter 28.57 wegen ihrer Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen hervorkommt, und wegen ihrer Kinder, die sie gebiert. Denn sie wird sie aus Mangel an allem im geheimen aufessen in der Belagerung und Bedraengnis, mit der dein Feind dich bedraengen wird in deinen Toren. - 28.58 Wenn du nicht darauf achtest, alle Worte dieses Gesetzes zu tun, die in diesem Buch geschrieben sind, dass du diesen herrlichen und furchtbaren Namen, den HERRN, deinen Gott, fuerchtest, 28.59 dann wird der HERR deine Plagen und die Plagen deiner Nachkommen aussergewoehnlich machen: grosse und andauernde Plagen und boese und andauernde Krankheiten. 28.60 Und er wird alle Seuchen Aegyptens gegen dich wenden, vor denen du dich fuerchtest, und sie werden an dir haften [bleiben]. 28.61 Auch alle Krankheiten und alle Plagen, die nicht in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben sind, - der HERR wird sie ueber dich kommen lassen, bis du vernichtet bist. 28.62 Als ein geringes Haeuflein werdet ihr uebrigbleiben, statt dass ihr wie die Sterne des Himmels an Menge geworden waert, weil du der Stimme des HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast. - 28.63 Und es wird geschehen: wie der HERR sich ueber euch freute, euch Gutes zu tun und euch zahlreich werden zu lassen, so wird der HERR sich ueber euch freuen, euch zugrunde zu richten und euch zu vernichten. Und ihr werdet aus dem Land herausgerissen werden, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen. 28.64 Und der HERR wird dich unter alle Voelker zerstreuen von einem Ende der Erde bis zum andern Ende der Erde. Und du wirst dort andern Goettern dienen, die du nicht gekannt hast, [weder] du noch deine Vaeter - [Goettern aus] Holz und Stein. 28.65 Und unter jenen Nationen wirst du nicht ruhig wohnen, und deine Fusssohle wird keinen Rastplatz finden. Und der HERR wird dir dort ein zitterndes Herz geben, erloeschende Augen und eine verzagende Seele. 28.66 Und dein Leben wird in Gefahr schweben, du wirst dich Nacht und Tag fuerchten und deines Lebens nicht sicher sein. 28.67 Am Morgen wirst du sagen: Waere es doch Abend! und am Abend wirst du sagen: Waere es doch Morgen! - wegen des Zitterns deines Herzens, mit dem du zitterst, und wegen des Anblicks [dessen], was deine Augen erblicken [muessen]. 28.68 Und der HERR wird dich auf Schiffen nach Aegypten zurueckkehren lassen, auf dem Weg, von dem ich dir gesagt habe: Du sollst ihn nie mehr wiedersehen! Und ihr werdet euch dort euren Feinden als Sklaven und als Sklavinnen zum Kauf anbieten, aber es wird kein Kaeufer da sein. 28.69 Das sind die Worte des Bundes, von dem der HERR dem Mose befohlen hatte, er solle [ihn] mit den Soehnen Israel im Land Moab schliessen neben dem Bund, den er am Horeb mit ihnen geschlossen hatte. Bund Gottes mit Israel im Land Moab - Mahnung zur Gesetzestreue. \29\ 29.1 Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gesehen, was der HERR vor euren Augen im Land Aegypten getan hat an dem Pharao und an all seinen Knechten und an seinem ganzen Land: 29.2 die grossen Pruefungen, die deine Augen gesehen haben, jene grossen Zeichen und Wunder. 29.3 Aber der HERR hat euch bis zum heutigen Tag weder ein Herz gegeben zu erkennen noch Augen zu sehen, noch Ohren zu hoeren. 29.4 Und ich habe euch vierzig Jahre in der Wueste gefuehrt: eure Kleider sind nicht an euch zerschlissen, und dein Schuh an deinem Fuss ist nicht zerschlissen. 29.5 Brot habt ihr nicht gegessen, und Wein und Rauschtrank habt ihr nicht getrunken, damit ihr erkenntet, dass ich der HERR, euer Gott, bin. 29.6 Und als ihr an diesen Ort kamt, da zogen Sihon, der Koenig von Heschbon, und Og, der Koenig von Basan, uns zum Kampf entgegen, und wir schlugen sie. 29.7 Und wir nahmen ihr Land ein und gaben es den Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamm der Manassiter zum Erbteil. 29.8 So bewahrt denn die Worte dieses Bundes und tut sie, damit ihr Erfolg habt in allem, was ihr tut! 29.9 Ihr alle steht heute vor dem HERRN, eurem Gott: eure Haeupter, eure Staemme, eure Aeltesten und eure Aufseher, alle Maenner von Israel, 29.10 eure Kinder, eure Frauen und dein Fremder, der mitten in deinem Lager ist, von deinem Holzhauer bis zu deinem Wasserschoepfer, 29.11 damit du in den Bund des HERRN, deines Gottes, eintrittst und in seine Fluchbestimmung, den der HERR, dein Gott, heute mit dir schliesst, 29.12 damit er dich heute zu seinem Volk erhebt und er dein Gott ist, wie er zu dir geredet und wie er deinen Vaetern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat. 29.13 Doch nicht mit euch allein schliesse ich diesen Bund mit dieser Fluchbestimmung, 29.14 sondern sowohl mit dem, der heute hier ist, der mit uns vor dem HERRN, unserm Gott, steht, als auch mit dem, der heute nicht mit uns hier ist. 29.15 Denn ihr wisst ja, wie wir im Land Aegypten gewohnt haben und wie wir mitten durch die Nationen gezogen sind, durch die ihr gezogen seid. 29.16 Da habt ihr ihre Scheusale gesehen und ihre Goetzen aus Holz und Stein, Silber und Gold, die bei ihnen sind. 29.17 Dass es bei euch nur ja nicht einen Mann oder eine Frau, eine Sippe oder einen Stamm gibt, dessen Herz sich heute von dem HERRN, unserm Gott, abwendet, um hinzugehen, den Goettern jener Nationen zu dienen! Dass es ja nicht eine Wurzel unter euch gibt, die Gift und Wermut als Frucht bringt, 29.18 - und es geschieht, wenn er die Worte dieses Eidschwures hoert, dass er sich in seinem Herzen segnet und sagt: Ich werde Frieden haben, [auch] wenn ich in der Verstocktheit meines Herzens lebe! - so dass das bewaesserte mit dem durstigen [Land] hinweggerafft wird. 29.19 Nicht wird der HERR ihm vergeben wollen, sondern dann wird der Zorn des HERRN und sein Eifer gegen jenen Mann rauchen, und der ganze Fluch, der in diesem Buch aufgeschrieben ist, wird auf ihm liegen, und der HERR wird seinen Namen unter dem Himmel ausloeschen. 29.20 Und der HERR wird ihn aus allen Staemmen Israels zum Unheil aussondern, nach all den Fluechen des Bundes, der in diesem Buch des Gesetzes geschrieben ist. 29.21 Und die kuenftige Generation, eure Kinder, die nach euch aufstehen werden, und der Auslaender, der aus fernem Land kommt, werden sagen, wenn sie die Plagen dieses Landes sehen und seine Krankheiten, mit denen der HERR es geschlagen hat - 29.22 Schwefel und Salz, eine Brandstaette ist sein ganzes Land; es wird nicht besaet und laesst nichts sprossen, und keinerlei Kraut kommt darin auf wie [nach der] Umkehrung von Sodom und Gomorra, [von] Adma und Zebojim, die der HERR umkehrte in seinem Zorn und in seinem Grimm -, V. 23-27: Jer 9,11-15. 29.23 und alle Nationen werden sagen: Warum hat der HERR diesem Land so etwas getan? Weshalb diese grosse Zornglut? 29.24 Dann wird man sagen: Weil sie den Bund des HERRN, des Gottes ihrer Vaeter, verlassen haben, den er mit ihnen geschlossen hatte, als er sie aus dem Land Aegypten herausfuehrte, 29.25 und [weil sie] hingingen und andern Goettern dienten und sich vor ihnen niederwarfen, [vor] Goettern, die sie nicht kannten und die er ihnen nicht zugeteilt hatte, 29.26 da entbrannte der Zorn des HERRN gegen dieses Land, so dass er den ganzen Fluch ueber es gebracht hat, der in diesem Buch aufgeschrieben ist. 29.27 Und der HERR hat sie herausgerissen aus ihrem Land im Zorn und im Grimm und in grossem Unwillen und hat sie in ein anderes Land geworfen, wie [es] an diesem Tag [der Fall ist]. - 29.28 Das Verborgene [steht bei] dem HERRN, unserm Gott; aber das Offenbare [gilt] uns und unsern Kindern fuer ewig, damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun. Trost und Mahnung - Wahl zwischen Leben und Tod. \30\ 30.1 Und es wird geschehen, wenn all diese Worte ueber dich kommen, der Segen und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es dir zu Herzen nimmst unter all den Nationen, wohin der HERR, dein Gott, dich verstossen hat, 30.2 und du umkehrst zum HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme gehorchst nach allem, was ich dir heute befehle, du und deine Kinder, mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, 30.3 dann wird der HERR, dein Gott, dein Geschick wenden und sich ueber dich erbarmen. Und er wird dich wieder sammeln aus all den Voelkern, wohin der HERR, dein Gott, dich zerstreut hat. 30.4 Wenn deine Verstossenen am Ende des Himmels waeren, [selbst] von dort wird der HERR, dein Gott, dich sammeln, und von dort wird er dich holen. 30.5 Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land bringen, das deine Vaeter in Besitz genommen haben, und du wirst es in Besitz nehmen. Und er wird dir Gutes tun und dich zahlreicher werden lassen als deine Vaeter. 30.6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deiner Nachkommen beschneiden, damit du den HERRN, deinen Gott, liebst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele, dass du am Leben bleibst. 30.7 Und der HERR, dein Gott, wird all diese Flueche auf deine Feinde und auf deine Hasser legen, die dir nachgejagt sind. 30.8 Du aber, du wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen und wirst all seine Gebote tun, die ich dir heute befehle. 30.9 Und der HERR, dein Gott, wird dir Ueberfluss geben bei allem Tun deiner Hand, an der Frucht deines Leibes und an der Frucht deines Viehs und an der Frucht deines Ackerlandes, [fuer dich] zum Guten. Denn der HERR wird sich wieder ueber dich freuen zum Guten, wie er sich ueber deine Vaeter gefreut hat, 30.10 wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst, um seine Gebote und seine Ordnungen zu halten, die in diesem Buch des Gesetzes aufgeschrieben sind, wenn du zum HERRN, deinem Gott, umkehrst mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele. 30.11 Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist nicht zu wunderbar fuer dich und ist [dir] nicht [zu] fern. 30.12 Es ist nicht im Himmel, dass du sagen muesstest: Wer wird fuer uns in den Himmel hinaufsteigen und es uns holen und es uns hoeren lassen, dass wir es tun? 30.13 Und es ist nicht jenseits des Meeres, dass du sagen muesstest: Wer wird fuer uns auf die andere Seite des Meeres hinueberfahren und es uns holen und es uns hoeren lassen, dass wir es tun? 30.14 Sondern ganz nahe ist dir das Wort, in deinem Mund und in deinem Herzen, um es zu tun. 30.15 Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod und das Boese, 30.16 indem ich dir heute gebiete, den HERRN, deinen Gott, zu lieben, auf seinen Wegen zu gehen und seine Gebote, seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen zu bewahren, damit du lebst und zahlreich wirst und der HERR, dein Gott, dich segnet in dem Land, wohin du kommst, um es in Besitz zu nehmen. 30.17 Wenn aber dein Herz sich abwendet und du nicht gehorchst und du dich verfuehren laesst und dich vor andern Goettern niederwirfst und ihnen dienst, 30.18 dann kuendige ich euch heute an, dass ihr ganz gewiss umkommen werdet. Ihr werdet [eure] Tage nicht verlaengern in dem Land, in das du ueber den Jordan ziehst, um hineinzukommen, es in Besitz zu nehmen. 30.19 Ich rufe heute den Himmel und die Erde als Zeugen gegen euch auf: das Leben und den Tod habe ich euch vorgelegt, den Segen und den Fluch! So waehle das Leben, damit du lebst, du und deine Nachkommen, 30.20 indem du den HERRN, deinen Gott, liebst und seiner Stimme gehorchst und ihm anhaengst! Denn das ist dein Leben und die Dauer deiner Tage, dass du in dem Land wohnst, das der HERR deinen Vaetern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, ihnen zu geben. Josuas Einsetzung zum Nachfolger Moses. \31\ 31.1 Und Mose ging hin und redete diese Worte zu ganz Israel. 31.2 Und er sprach zu ihnen: 120 Jahre bin ich heute alt, ich kann nicht mehr aus- und eingehen; und der HERR hat zu mir gesagt: Du sollst nicht ueber diesen Jordan gehen. 31.3 Der HERR, dein Gott, er zieht vor dir her hinueber; er selbst wird diese Nationen vor dir vernichten, dass du sie vertreiben kannst. Josua, er zieht vor dir her hinueber, wie der HERR geredet hat. 31.4 Und der HERR wird an ihnen handeln, wie er an Sihon und an Og, den Koenigen der Amoriter, und an ihrem Land gehandelt hat, die er vernichtet hat. 31.5 Und wenn der HERR sie vor euch dahingibt, dann sollt ihr an ihnen handeln nach dem ganzen Gebot, das ich euch geboten habe. 31.6 Seid stark und mutig, fuerchtet euch nicht und erschreckt nicht vor ihnen! Denn der HERR, dein Gott, er ist es, der mit dir geht; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. 31.7 Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen von ganz Israel: Sei stark und mutig! Denn du, du wirst mit diesem Volk in das Land kommen, das der HERR ihren Vaetern geschworen hat, ihnen zu geben; und du, du wirst es ihnen als Erbe austeilen. 31.8 Der HERR, er ist es, der vor dir herzieht; er selbst wird mit dir sein; er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. Fuerchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen! Gesetzeslesung alle sieben Jahre. 31.9 Und Mose schrieb dieses Gesetz auf und gab es den Priestern, den Soehnen Levis, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, und allen Aeltesten von Israel. 31.10 Und Mose befahl ihnen und sagte: Am Ende von sieben Jahren, zur Zeit des Erlassjahres, am Fest der Laubhuetten, 31.11 wenn ganz Israel kommt, um vor dem HERRN, deinem Gott, an der Staette zu erscheinen, die er erwaehlen wird, sollst du dieses Gesetz vor ganz Israel ausrufen lassen, vor ihren Ohren. 31.12 Versammle das Volk, die Maenner und die Frauen und die Kinder und deinen Fremden, der in deinen Toren [wohnt], damit sie hoeren und damit sie lernen und den HERRN, euren Gott, fuerchten und darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun! 31.13 Und ihre Kinder, die es nicht wissen, sollen zuhoeren, damit sie den HERRN, euren Gott, fuerchten lernen alle Tage, die ihr in dem Land lebt, in das ihr ueber den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Gottes Befehl zum Schreiben des Liedes Moses. 31.14 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Tage sind herangekommen, dass du sterben wirst. Rufe Josua, und findet euch im Zelt der Begegnung ein, dass ich ihm Befehl erteile! Da gingen Mose und Josua hin und fanden sich im Zelt der Begegnung ein. 31.15 Und der HERR erschien im Zelt, in der Wolkensaeule; und die Wolkensaeule stand ueber dem Eingang des Zeltes. 31.16 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, du wirst dich zu deinen Vaetern legen. Und dieses Volk wird sich aufmachen und den fremden Goettern des Landes, in das es kommt, in seiner Mitte nachhuren. Und es wird mich verlassen und meinen Bund brechen, den ich mit ihnen geschlossen habe. 31.17 Da wird mein Zorn an jenem Tag gegen es entbrennen, und ich werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen. Und es wird zum Frass werden, und viele Uebel und Noete werden es treffen. Und es wird an jenem Tag sagen: Haben diese Uebel mich nicht deshalb getroffen, weil mein Gott nicht [mehr] in meiner Mitte ist? 31.18 Ich aber, ich werde an jenem Tag mein Angesicht voellig verbergen wegen all des Boesen, das es getan, weil es sich andern Goettern zugewandt hat. 31.19 Und nun, schreibt euch dieses Lied auf, und lehre es die Soehne Israel! Lege es in ihren Mund, damit dieses Lied mir zum Zeugen gegen die Soehne Israel wird! 31.20 Denn ich werde es in das Land bringen, das von Milch und Honig ueberfliesst, das ich seinen Vaetern zugeschworen habe, und es wird essen und satt und fett werden. Und es wird sich andern Goettern zuwenden, und sie werden ihnen dienen und mich verwerfen, und meinen Bund wird es brechen. 31.21 Und es wird geschehen, wenn viele Uebel und Noete es treffen, dann wird dieses Lied als Zeuge vor ihm aussagen; denn es wird nicht vergessen werden im Mund seiner Nachkommen. Denn ich kenne sein Sinnen, mit dem es [schon] heute umgeht, [noch] bevor ich es in das Land bringe, das ich [seinen Vaetern] zugeschworen habe. 31.22 Und Mose schrieb dieses Lied an jenem Tag auf, und er lehrte es die Soehne Israel. 31.23 Und er befahl Josua, dem Sohn des Nun, und sprach: Sei stark und mutig! Denn du, du wirst die Soehne Israel in das Land bringen, das ich ihnen zugeschworen habe. Und ich will mit dir sein. Aufbewahrung des Gesetzbuches. 31.1 Und es geschah, als Mose [damit] fertig war, die Worte dieses Gesetzes vollstaendig in ein Buch zu schreiben, 31.25 da befahl Mose den Leviten, die die Lade des Bundes des HERRN trugen: 31.26 Nehmt dieses Buch des Gesetzes und legt es neben die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, dass es dort zum Zeugen gegen dich wird! 31.27 Denn ich kenne deine Widerspenstigkeit und deine Halsstarrigkeit wohl. Siehe heute [schon], waehrend ich noch bei euch lebe, seid ihr widerspenstig gegen den HERRN gewesen; wieviel mehr nach meinem Tod! Aufforderung zum Hoeren des Liedes Moses. 31.28 Versammelt zu mir alle Aeltesten eurer Staemme und eure Aufseher, dass ich diese Worte vor ihren Ohren rede und den Himmel und die Erde gegen sie als Zeugen aufrufe! 31.29 Denn ich habe erkannt, dass ihr nach meinem Tod ganz und gar zu [eurem] Verderben handeln und von dem Weg abweichen werdet, den ich euch befohlen habe. Dann wird euch das Unheil treffen am Ende der Tage, weil ihr tun werdet, was boese ist in den Augen des HERRN, ihn zu reizen durch das Werk eurer Haende. 31.30 Und Mose redete vor den Ohren der ganzen Versammlung Israels die Worte dieses Liedes zu Ende: Das Lied des Mose. \32\ 32.1Horcht auf, ihr Himmel, ich will reden, und die Erde hoere die Worte meines Mundes! 32.2 Wie Regen traeufle meine Lehre, wie Tau riesele meine Rede, wie Regenschauer auf frisches Gruen und wie Regenguesse auf [welkes] Kraut! 32.3 Denn den Namen des HERRN rufe ich aus: Gebt Ehre unserm Gott! 32.4 Der Fels: vollkommen ist sein Tun; denn alle seine Wege sind recht. Ein Gott der Treue und ohne Trug, gerecht und gerade ist er! 32.5 Es versuendigte sich gegen ihn eine verkehrte und verdrehte Generation - nicht seine Kinder [sind sie, sondern] ihr [eigener] Schandfleck -. 32.6 Wollt ihr so dem HERRN vergelten, toerichtes und unweises Volk? Ist er nicht dein Vater, der dich geschaffen hat? Er hat dich gemacht und dich bereitet. 32.7 Denk an die Tage der Vorzeit, gebt acht auf die Jahre von Generation zu Generation! Frag deinen Vater, er wird es dir kundtun, deine Aeltesten, sie werden es dir sagen! 32.8 Als der Hoechste den Nationen das Erbe austeilte, als er die Menschenkinder [voneinander] schied, da legte er fest die Grenzen der Voelker nach der Zahl der Soehne Israel. 32.9 Denn der Anteil des HERRN ist sein Volk, Jakob das Mass seines Erbteils. 32.10 Er fand ihn im Land der Wueste und in der Oede, im Geheul der Wildnis. Er umgab ihn, gab acht auf ihn, er behuetete ihn wie seinen Augapfel. 32.11 Wie der Adler sein Nest aufstoert, ueber seinen Jungen schwebt, seine Fluegel ausbreitet, sie aufnimmt, sie traegt auf seinen Schwingen, 32.12 [so] leitete ihn der HERR allein, und kein fremder Gott war mit ihm. 32.13 Er liess ihn einherfahren auf den Hoehen der Erde, und er ass die Fruechte des Feldes. Er liess ihn Honig saugen aus dem Felsen und Oel aus dem Felsenkiesel, 32.14 Rahm der Kuehe und Milch der Schafe samt dem Fett der Laemmer, Widder aus Basan und Boecke samt dem Nierenfett des Weizens und Blut der Traube trankest du, feurigen Wein. 32.15 Da wurde Jeschurun fett und schlug aus. Du wurdest fett, dick, feist! Und er verwarf den Gott, der ihn gemacht, und verachtete den Fels seiner Rettung. 32.16 Sie reizten ihn zur Eifersucht durch fremde [Goetter], durch Greuel kraenkten sie ihn. 32.17 Sie opferten den Daemonen, die nicht Gott sind, Goettern, die sie nicht kannten, neuen, die [erst] vor kurzem aufgekommen waren, die eure Vaeter nicht verehrten. 32.18 Den Felsen, der dich gezeugt, taeuschtest du und vergassest den Gott, der dich geboren. 32.19 Und der HERR sah es und verwarf [sie] aus Unwillen ueber seine Soehne und seine Toechter. 32.20 Er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen, will sehen, was ihr Ende ist; denn eine Generation [voller] Verkehrtheit sind sie, Kinder, in denen keine Treue ist. 32.21 Sie haben mich zur Eifersucht gereizt durch einen Nicht-Gott, haben mich gekraenkt durch ihre Nichtigkeiten; so will auch ich sie zur Eifersucht reizen durch ein Nicht-Volk, durch eine toerichte Nation will ich sie kraenken. 32.22 Denn ein Feuer ist entbrannt in meinem Zorn, es brennt bis in den untersten Scheol und frisst die Erde und ihren Ertrag und entzuendet die Grundfesten der Berge. 32.23 Ich will Unheil ueber sie haeufen, meine Pfeile gegen sie verbrauchen. 32.24 Sie sind vor Hunger entkraeftet und aufgezehrt von Fieberglut und giftiger Pest, so sende ich den Zahn wilder Tiere gegen sie, samt dem Gift der im Staub Kriechenden. 32.25 Draussen wird kinderlos machen das Schwert und drinnen der Schrecken: den Juengling wie die Jungfrau, den Saeugling mit dem greisen Mann. 32.26 Ich haette [gern] gesagt: Ich will sie zerschlagen, der Erinnerung an sie unter den Menschen ein Ende machen! 32.27 Wenn ich die Kraenkung durch den Feind nicht fuerchtete, dass ihre Gegner es falsch darstellten, dass sie sagten: Unsere Hand war erhaben! - und nicht: Der HERR hat dies alles gewirkt! 32.28 Denn sie sind eine Nation, die [allen] Rat verloren hat; keine Einsicht ist bei ihnen. 32.29 Wenn sie weise waeren, wuerden sie das verstehen, wuerde ihr Ende bedenken. 32.30 Wie koennte einer Tausend jagen und zwei Zehntausend in die Flucht schlagen, wenn nicht [deshalb], weil ihr Fels sie verkauft und der HERR sie preisgegeben hat? 32.31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; so haben unsere Feinde selbst geurteilt! 32.32 Denn von dem Weinstock Sodoms ist ihr Weinstock und von den Terrassen[gaerten] Gomorras; ihre Beeren sind Giftbeeren, bittere Trauben haben sie. 32.33 Drachengift ist ihr Wein und grausames Viperngift. 32.34 Ist dies nicht bei mir aufbewahrt, versiegelt in meinen Schatzkammern? 32.35 Mein ist die Rache und die Vergeltung fuer die Zeit, da ihr Fuss wankt. Denn nahe ist der Tag ihres Verderbens, und was ihnen bevorsteht, eilt herbei. 32.36 Denn der HERR wird sein Volk richten, und ueber seine Knechte wird er sich erbarmen, wenn er sieht, dass geschwunden die Kraft und der Sklave und der Freie dahin sind. 32.37 Und er wird sagen: Wo sind [nun] ihre Goetter, der Fels, bei dem sie Zuflucht suchten? 32.38 Die das Fett ihrer Schlachtopfer assen, den Wein ihrer Trankopfer tranken, die sollen [doch] aufstehen und euch helfen, sie sollen [doch] ein Schirm ueber euch sein! 32.39 Seht nun, dass ich, ich es bin und kein Gott neben mir ist! Ich, ich toete und ich mache lebendig, ich zerschlage und ich, ich heile; und es gibt keinen, der aus meiner Hand rettet! 32.40 Denn ich erhebe meine Hand zum Himmel und spreche: So wahr ich ewig lebe! 32.41 Wenn ich mein blitzendes Schwert geschaerft habe und meine Hand zum Gericht greift, dann wende ich Rache auf meine Gegner zurueck und vergelte es meinen Hassern. 32.42 Meine Pfeile lass ich trunken werden von Blut, und mein Schwert frisst Fleisch vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupt der Fuersten des Feindes. 32.43 Lasst jauchzen, ihr Nationen, sein Volk! Denn er raecht das Blut seiner Knechte, und Rache wendet er auf seine Gegner zurueck, und sein Land, sein Volk entsuehnt er. Moses letzte Mahnung. 32.44 Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des Volkes, er und Hosea, der Sohn des Nun. 32.45 Und als Mose all diese Worte zu ganz Israel zu Ende geredet hatte, 32.46 da sagte er zu ihnen: Richtet euer Herz auf all die Worte, die ich euch heute bezeuge, damit ihr sie euren Kindern gebietet, dass sie darauf achten, alle Worte dieses Gesetzes zu tun! 32.47 Denn nicht ein leeres Wort ist es fuer euch, sondern es ist euer Leben. Und durch dieses Wort werdet ihr eure Tage verlaengern in dem Land, in das ihr ueber den Jordan zieht, um es in Besitz zu nehmen. Moses Vorbereitung auf den Tod. 32.48 Und an eben diesem Tag redete der HERR zu Mose und sprach: 32.49 Steige auf das Gebirge Abarim hier, [auf] den Berg Nebo, der im Land Moab [liegt], der Jericho gegenueber ist, und sieh das Land Kanaan, das ich den Soehnen Israel zum Eigentum gebe! 32.50 Dann wirst du auf dem Berg sterben, auf den du steigst, und wirst zu deinen Voelkern versammelt werden, ebenso wie dein Bruder Aaron auf dem Berg Hor gestorben ist und zu seinen Voelkern versammelt wurde, 32.51 weil ihr treulos gegen mich gehandelt habt mitten unter den Soehnen Israel am Wasser von Meriba-Kadesch in der Wueste Zin, weil ihr mich nicht geheiligt habt mitten unter den Soehnen Israel. 32.52 Denn von der gegenueberliegenden Seite sollst du das Land sehen, aber du sollst nicht in das Land hineinkommen, das ich den Soehnen Israel gebe. Moses Segen ueber die zwoelf Staemme. \33\ 33.1 Und das ist der Segen, mit dem Mose, der Mann Gottes, die Soehne Israel vor seinem Tod segnete. 33.2 Er sprach: Der HERR kam vom Sinai und leuchtete ihnen auf von Seir. Er strahlte hervor vom Berg Paran und kam von heiligen Myriaden. Zu seiner Rechten war feuriges Gesetz fuer sie. 33.3 Ja, er liebt sein Volk! All seine Heiligen sind in deiner Hand; und sie folgen deinen Fuessen, jeder empfaengt von deinen Worten. 33.4 Ein Gesetz hat uns Mose geboten, einen Besitz der Versammlung Jakobs. 33.5 Und er wurde Koenig in Jeschurun, als sich die Haeupter des Volkes versammelten, die Staemme Israels insgesamt. - V. 6-25: 1Mo 35,23-26; vgl. 1Mo 49,3-27. 33.6 Ruben lebe und sterbe nicht, so dass seine Maenner wenige wuerden! 33.7 Und dies fuer Juda: Und er sprach: Hoere, HERR, die Stimme Judas und bring ihn zu seinem Volk! Seine Haende seien maechtig fuer ihn, und sei [ihm] Helfer vor seinen Gegnern! 33.8 Und fuer Levi sprach er: Deine Tummim und deine Urim sind fuer den Mann, der dir treu ist, den du versucht hast bei Massa, mit dem du gestritten hast bei dem Wasser von Meriba, 33.9 der von seinem Vater und von seiner Mutter sagte: `Ich habe ihn nicht gesehen!', und der seine Brueder nicht kannte und von seinen Soehnen nichts wusste. Denn sie haben dein Wort beachtet, und deinen Bund bewahren sie. 33.10 Sie lehren Jakob deine Rechtsbestimmungen und Israel dein Gesetz. Sie legen Raeucherwerk vor deine Nase und Ganzopfer auf deinen Altar. 33.11 Segne, HERR, seine Kraft, und das Werk seiner Haende lass dir gefallen! Zerschmettere die Hueften derer, die sich gegen ihn erheben, und seiner Hasser, dass sie nicht mehr aufstehen! 33.12 Fuer Benjamin sprach er: Der Liebling des HERRN! In Sicherheit wohnt er bei ihm. Er beschirmt ihn den ganzen Tag, und zwischen seinen Berghaengen wohnt er. 33.13 Und fuer Joseph sprach er: Gesegnet vom HERRN ist sein Land! Vom Koestlichsten des Himmels, vom Tau, und von der Flut, die drunten lagert, 33.14 und vom Koestlichsten der Ertraege der Sonne und vom Koestlichsten der Fruechte der Monate 33.15 und vom Besten der uralten Berge und vom Koestlichsten der ewigen Huegel 33.16 und vom Koestlichsten der Erde und ihrer Fuelle und das Wohlgefallen dessen, der im Dornbusch wohnt, [all das] komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des Abgesonderten unter seinen Bruedern! 33.17 Er ist herrlich wie sein erstgeborener Stier; und Hoerner des Bueffels sind seine Hoerner. Mit ihnen stoesst er die Voelker nieder, [alle] miteinander [bis an] die Enden der Erde. Das sind die Zehntausende Ephraims, das die Tausende Manasses. 33.18 Und fuer Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, ueber deinen Auszug und du, Issaschar, ueber deine Zelte! 33.19 Sie rufen Voelker zum Berg. Dort opfern sie Opfer der Gerechtigkeit; denn den Ueberfluss der Meere saugen sie und die verborgenen Schaetze des Sandes. 33.20 Und fuer Gad sprach er: Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie eine Loewin lagert er und zerreisst den Arm und sogar den Scheitel. 33.21 Und er ersah sich einen Erstlingsanteil; denn dort war der Anteil eines Anfuehrers aufbewahrt. Und er zog an die Spitze des Volkes, er vollstreckte die Gerechtigkeit des HERRN und seine Gerichte mit Israel. 33.22 Und fuer Dan sprach er: Dan ist ein junger Loewe; er springt aus Basan hervor. 33.23 Und fuer Naftali sprach er: Naftali, gesaettigt mit Huld und voller Segen des HERRN! Westen und Sueden nimmt er in Besitz! 33.24 Und fuer Asser sprach er: Mehr als die [andern] Soehne sei Asser gesegnet! Er sei der Liebling seiner Brueder, er tauche in Oel seinen Fuss! 33.25 Eisen und Erz seien deine Riegel, und wie deine Tage so deine Kraft! 33.26 Keiner ist wie der Gott Jeschuruns, der auf den Himmeln einherfaehrt zu deiner Hilfe und in seiner Hoheit auf den Wolken. 33.27 Eine Zuflucht ist der Gott der Urzeit, und unter [dir] sind ewige Arme. Und er vertreibt vor dir den Feind und spricht: Vernichte! 33.28 Und Israel wohnt sicher, abgesondert der Quell Jakobs, in einem Land von Korn und Most; auch sein Himmel traeufelt Tau. 33.29 Gluecklich bist du, Israel! Wer ist wie du, ein Volk, gerettet durch den HERRN, [der] der Schild deiner Hilfe und der das Schwert deiner Hoheit ist? Schmeicheln werden dir deine Feinde, du aber, du wirst einherschreiten ueber ihre Hoehen. Moses Tod. \34\ 34.1 Und Mose stieg von den Ebenen Moabs auf den Berg Nebo, den Gipfel des Pisga, der Jericho gegenueber[liegt]. Und der HERR liess ihn das ganze Land sehen: das [Land] Gilead bis nach Dan 34.2 und das ganze [Land] Naftali, das Land Ephraim und Manasse und das ganze Land Juda bis zum westlichen Meer 34.3 und den Sueden und den Umkreis [des Jordan], die Ebene von Jericho, der Palmenstadt, bis [hin nach] Zoar. 34.4 Und der HERR sprach zu ihm: Das ist das Land, das ich Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, indem ich sprach: Deinen Nachkommen werde ich es geben. Ich habe es dich mit deinen Augen sehen lassen, aber du sollst nicht nach dort hinuebergehen. 34.5 Und Mose, der Knecht des HERRN, starb dort im Land Moab nach dem Wort des HERRN. 34.6 Und er begrub ihn im Tal, im Land Moab, Bet-Peor gegenueber; und niemand kennt sein Grab bis auf diesen Tag. 34.7 Mose aber war 120 Jahre alt, als er starb. Sein Auge war nicht truebe geworden und seine Frische nicht geschwunden. 34.8 Und die Soehne Israel beweinten Mose in den Ebenen Moabs dreissig Tage lang; dann waren die Tage des Weinens der Trauer um Mose zu Ende. 34.9 Josua aber, der Sohn des Nun, war erfuellt mit dem Geist der Weisheit; denn Mose hatte seine Haende auf ihn gelegt. Und die Soehne Israel gehorchten ihm und taten, wie der HERR dem Mose geboten hatte. 34.10 Und es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, den der HERR gekannt haette von Angesicht zu Angesicht, 34.11 mit all den Zeichen und Wundern, mit denen der HERR ihn gesandt hatte, [sie] im Land Aegypten, am Pharao und an all seinen Knechten und an seinem ganzen Land zu tun, 34.12 und mit all der starken Macht und mit all dem Grossen und Furchtbaren, das Mose vor den Augen von ganz Israel getan hat. Das Buch Josua. Zuspruch Gottes an Josua. \1\ 1.1 Und es geschah nach dem Tod des Mose, des Knechtes des HERRN, da sprach der HERR zu Josua, dem Sohn des Nun, dem Diener des Mose: 1.2 Mein Knecht Mose ist gestorben. So mache dich nun auf und gehe ueber diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den Soehnen Israel, gebe! 1.3 Jeden Ort, auf den eure Fusssohle treten wird - euch habe ich ihn gegeben, wie ich zu Mose geredet habe. 1.4 Von der Wueste und diesem Libanon an bis zum grossen Strom, dem Strom Euphrat, das ganze Land der Hetiter, und bis zum grossen Meer gegen Sonnenuntergang, [das] soll euer Gebiet sein. 1.5 Es soll niemand vor dir standhalten [koennen], alle Tage deines Lebens. Wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein; ich werde dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen. 1.6 Sei stark und mutig! Denn du, du sollst diesem Volk das Land als Erbe austeilen, das ihnen zu geben ich ihren Vaetern geschworen habe. 1.7 Nur sei recht stark und mutig, dass du darauf achtest, nach dem ganzen Gesetz zu handeln, das mein Knecht Mose dir geboten hat! Weiche nicht davon ab, [weder] zur Rechten noch zur Linken, damit du [ueberall] Erfolg hast, wo immer du gehst! 1.8 Dieses Buch des Gesetzes soll nicht von deinem Mund weichen, und du sollst Tag und Nacht darueber nachsinnen, damit du darauf achtest, nach alledem zu handeln, was darin geschrieben ist; denn dann wirst du auf deinen Wegen zum Ziel gelangen, und dann wirst du Erfolg haben. 1.9 Habe ich dir nicht geboten: Sei stark und mutig? Erschrick nicht und fuerchte dich nicht! Denn mit dir ist der HERR, dein Gott, wo immer du gehst. Vorbereitungen fuer die Durchschreitung des Jordan. 1.10 Da befahl Josua den Aufsehern des Volkes: 1.11 Geht mitten durch das Lager und befehlt dem Volk und sprecht: Versorgt euch mit Wegzehrung, denn in noch drei Tagen werdet ihr ueber diesen Jordan ziehen, um hineinzugehen, das Land einzunehmen, das der HERR, euer Gott, euch gibt, es zu besitzen! 1.12 Und zu den Rubenitern und den Gaditern und zum halben Stamm Manasse sagte Josua: 1.13 Denkt an das Wort, das Mose, der Knecht des HERRN, euch geboten hat, indem er sagte: Der HERR, euer Gott, schafft euch Ruhe und gibt euch dieses Land! 1.14 Eure Frauen, eure Kinder und euer Vieh sollen in dem Land bleiben, das Mose euch diesseits des Jordan gegeben hat. Ihr aber, all [ihr] tuechtigen Krieger, sollt geruestet vor euren Bruedern hinueberziehen und ihnen helfen, 1.15 bis der HERR euren Bruedern Ruhe schafft wie euch und auch sie das Land in Besitz nehmen, das der HERR, euer Gott, ihnen gibt. Dann sollt ihr in euer eigenes Land zurueckkehren und es besitzen, das Mose, der Knecht des HERRN, euch gegeben hat, diesseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang. 1.16 Und sie antworteten Josua: Alles, was du uns geboten hast, werden wir tun, und wohin immer du uns sendest, werden wir hingehen. 1.17 Ganz wie wir Mose gehorcht haben, so werden wir dir gehorchen. Nur moege der HERR, dein Gott, mit dir sein, wie er mit Mose gewesen ist! 1.18 Jeder, der sich deinem Befehl widersetzt und nicht auf deine Worte hoert in allem, was du uns befiehlst, soll getoetet werden. Nur sei stark und mutig! Sendung zweier Kundschafter nach Jericho. \2\ 2.1 Und Josua, der Sohn des Nun, sandte von Schittim heimlich zwei Maenner als Kundschafter aus und sagte: Geht, seht [euch] das Land an und Jericho! Da gingen sie hin und kamen in das Haus einer Hure; ihr Name war Rahab. Und sie legten sich dort schlafen. 2.2 Das wurde jedoch dem Koenig von Jericho berichtet: Siehe, in dieser Nacht sind Maenner von den Soehnen Israel hierhergekommen, um das Land zu erkunden. 2.3 Da schickte der Koenig von Jericho zu Rahab und liess [ihr] sagen: Gib die Maenner heraus, die zu dir gekommen und in dein Haus eingekehrt sind! Denn um das ganze Land zu erkunden, sind sie gekommen. 2.4 Die Frau aber nahm die beiden Maenner und versteckte sie. Und sie sagte: Ja, die Maenner sind zu mir gekommen, aber ich habe nicht erkannt, woher sie waren. 2.5 Als nun das Tor bei [Einbruch] der Dunkelheit geschlossen werden sollte, da gingen die Maenner [wieder] hinaus; ich habe nicht erkannt, wohin die Maenner gegangen sind. Jagt ihnen eilends nach, dann werdet ihr sie einholen! - 2.6 Sie hatte sie aber auf das Dach hinaufgefuehrt und unter den Flachsstengeln versteckt, die sie sich auf dem Dach aufgeschichtet hatte. 2.7 Da jagten ihnen die Maenner nach, auf dem Weg zum Jordan, bis zu den Furten. Und man schloss das Tor, sobald die, die ihnen nachjagten, draussen waren. 2.8 Aber bevor sie sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen auf das Dach hinauf 2.9 und sagte zu den Maennern: Ich habe erkannt, dass der HERR euch das Land gegeben hat und dass der Schrecken vor euch auf uns gefallen ist, so dass alle Bewohner des Landes vor euch mutlos geworden sind. 2.10 Denn wir haben gehoert, dass der HERR die Wasser des Schilfmeeres vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus Aegypten zogt, und was ihr den beiden Koenigen der Amoriter getan habt, die jenseits des Jordan waren, dem Sihon und dem Og, an denen ihr den Bann vollstreckt habt. 2.11 Als wir es hoerten, da zerschmolz unser Herz, und in keinem blieb noch Mut euch gegenueber. Denn der HERR, euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf der Erde. 2.12 So schwoert mir nun beim HERRN, weil ich Gnade an euch erwiesen habe, dass auch ihr an meines Vaters Haus Gnade erweisen werdet! Und gebt mir ein zuverlaessiges Zeichen, 2.13 dass ihr meinen Vater und meine Mutter und meine Brueder und meine Schwestern samt allem, was zu ihnen gehoert, am Leben lassen und unsere Seelen vom Tod erretten werdet! 2.14 Da sagten die Maenner zu ihr: Unsere Seele soll an eurer Statt sterben, wenn ihr diese unsere Sache nicht verratet. Und es soll geschehen, wenn der HERR uns das Land gibt, dann werden wir Gnade und Treue an dir erweisen. 2.15 Da liess sie sie an einem Seil durch das Fenster hinunter; denn ihr Haus befand sich an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Stadtmauer. 2.16 Und sie sagte zu ihnen: Geht ins Gebirge, damit die Verfolger nicht auf euch stossen, und verbergt euch dort drei Tage, bis die Verfolger zurueckgekehrt sind! Danach geht eures Weges! 2.17 Da sagten die Maenner zu ihr: Von diesem deinem Eid, den du uns hast schwoeren lassen, werden wir [unter folgenden Bedingungen] frei sein: 2.18 Siehe, wenn wir in das Land kommen, musst du diese rote Schnur in das Fenster binden, durch das du uns heruntergelassen hast, und musst deinen Vater, deine Mutter, deine Brueder und das ganze Haus deines Vaters zu dir ins Haus versammeln. 2.19 Und es soll geschehen, wer auch immer aus der Tuer deines Hauses nach draussen gehen wird, dessen Blut sei auf seinem Haupt, und wir werden [von diesem Eid] frei sein. Jeder aber, der bei dir im Haus sein wird, dessen Blut sei auf unserm Haupt, wenn Hand an ihn gelegt wird. 2.20 Auch wenn du diese unsere Sache verraetst, so werden wir von deinem Eid frei sein, den du uns hast schwoeren lassen. 2.21 Da sagte sie: Wie ihr sagt, so sei es! Und sie entliess sie, und sie gingen weg. Sie aber band die rote Schnur ins Fenster. 2.22 Und sie gingen weg und kamen ins Gebirge und blieben drei Tage dort, bis die Verfolger zurueckgekehrt waren. Die Verfolger aber hatten den ganzen Weg abgesucht und [sie] nicht gefunden. 2.23 Die beiden Maenner kehrten nun um, stiegen von dem Gebirge herab, gingen hinueber und kamen zu Josua, dem Sohn des Nun; und sie erzaehlten ihm alles, was ihnen begegnet war. 2.24 Und sie sagten zu Josua: Der HERR hat das ganze Land in unsere Hand gegeben; auch sind alle Bewohner des Landes vor uns mutlos geworden. Zug durch den Jordan. \3\ 3.1 Da machte sich Josua des Morgens frueh auf, und sie brachen auf von Schittim und kamen an den Jordan, er und alle Soehne Israel; dort rasteten sie, bevor sie hinueberzogen. 3.2 Und es geschah nach Ablauf von drei Tagen, da gingen die Aufseher durch das Lager, 3.3 und sie befahlen dem Volk: Sobald ihr die Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, seht, wenn die Priester, die Leviten, sie aufheben, dann sollt ihr von eurem Ort aufbrechen und ihr nachfolgen. 3.4 Doch soll zwischen euch und ihr ein Abstand von etwa zweitausend Ellen sein. Ihr duerft euch ihr nicht naehern. Nur dann werdet ihr den Weg erkennen, den ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg bisher noch nicht gegangen. 3.5 Und Josua sagte zu dem Volk: Heiligt euch! Denn morgen wird der HERR in eurer Mitte Wunder tun. 3.6 Und Josua sagte zu den Priestern: Hebt die Bundeslade auf und zieht vor dem Volk hinueber! Da hoben sie die Bundeslade auf und zogen vor dem Volk her. 3.7 Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich beginnen, dich in den Augen von ganz Israel gross zu machen, damit sie erkennen: Genauso wie ich mit Mose gewesen bin, werde ich mit dir sein. 3.8 Du aber befiehl den Priestern, die die Bundeslade tragen: Wenn ihr an das Ufer des Jordan kommt, so bleibt im Jordan stehen! 3.9 Und Josua sagte zu den Soehnen Israel: Tretet heran und hoert die Worte des HERRN, eures Gottes! 3.10 Und Josua sagte [weiter]: Daran sollt ihr erkennen, dass der lebendige Gott in eurer Mitte ist und dass er die Kanaaniter, Hetiter, Hewiter, Perisiter, Girgaschiter, Amoriter und Jebusiter ganz bestimmt vor euch vertreiben wird. 3.11 Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers der ganzen Erde zieht vor euch her in den Jordan. 3.12 Nun denn, nehmt euch zwoelf Maenner aus den Staemmen Israels, je einen Mann fuer [jeden] Stamm! 3.13 Und es wird geschehen, sobald die Fusssohlen der Priester, die die Lade des HERRN, des Herrn der ganzen Erde, tragen, im Wasser des Jordan stillstehen, wird das Wasser des Jordan, das von oben herabfliessende Wasser, abgeschnitten werden, und es wird stehenbleiben [wie] ein Damm. 3.14 Und es geschah, als das Volk aus seinen Zelten aufbrach, um ueber den Jordan zu ziehen - wobei die Priester, die die Bundeslade trugen, vor dem Volk [herzogen] - 3.15 und als die Traeger der Lade an den Jordan kamen und die Fuesse der Priester, die die Lade trugen, in das Wasser am Ufer tauchten - der Jordan aber fuehrt in der ganzen Erntezeit Hochwasser -, 3.16 da blieb das von oben herabfliessende Wasser stehen. Es richtete sich auf [wie] ein Damm, sehr fern, bei der Stadt Adam, die bei Zaretan [liegt]. Und das [Wasser], das zum Meer der Steppe, dem Salzmeer, hinabfloss, verlief sich voellig. So zog das Volk hindurch, gegenueber von Jericho. 3.17 Und die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, standen festen Fusses auf dem Trockenen mitten im Jordan. Und ganz Israel zog auf dem Trockenen hinueber, bis die ganze Nation vollstaendig den Jordan ueberquert hatte. Aufrichtung der zwoelf Gedenksteine. \4\ 4.1 Und es geschah, als die ganze Nation vollstaendig durch den Jordan gezogen war, da sprach der HERR zu Josua: 4.2 Nehmt euch aus dem Volk zwoelf Maenner, einen Mann fuer [jeden] Stamm, 4.3 und gebietet ihnen folgendes: Hebt euch hier mitten im Jordan von der Stelle, wo die Fuesse der Priester auf festem Boden standen, zwoelf Steine auf, bringt sie mit euch hinueber und legt sie in dem Nachtlager nieder, wo ihr diese Nacht verbringen werdet! 4.4 Da rief Josua die zwoelf Maenner, die er aus den Soehnen Israel eingesetzt hatte, je einen Mann fuer [jeden] Stamm. 4.5 Und Josua sagte zu ihnen: Geht hinueber vor der Lade des HERRN, eures Gottes, mitten in den Jordan, und hebt euch jeder einen Stein auf seine Schulter, nach der Zahl der Staemme der Soehne Israel, 4.6 damit dies ein Zeichen in eurer Mitte sei! Wenn eure Kinder kuenftig fragen: Was [bedeuten] euch diese Steine? - 4.7 dann sollt ihr ihnen sagen: Das Wasser des Jordan wurde vor der Lade des Bundes des HERRN abgeschnitten! Bei ihrem Durchzug durch den Jordan wurde das Wasser des Jordan abgeschnitten! Und diese Steine sollen den Soehnen Israel fuer alle Zeiten zur Erinnerung dienen. 4.8 Da taten die Soehne Israel, wie Josua geboten hatte, hoben zwoelf Steine auf aus der Mitte des Jordan, wie der HERR zu Josua geredet hatte, nach der Zahl der Staemme der Soehne Israel, brachten sie mit sich in das Nachtlager hinueber und legten sie dort nieder. 4.9 Zwoelf Steine aber richtete Josua mitten im Jordan auf, an der Stelle, wo die Fuesse der Priester, die die Bundeslade trugen, gestanden hatten. Dort sind sie noch bis zum heutigen Tag. 4.10 Und die Priester, die Traeger der Lade, blieben mitten im Jordan stehen, bis die ganze Sache ausgefuehrt war, die der HERR dem Josua geboten hatte dem Volk zu sagen; genauso wie Mose dem Josua befohlen hatte. Und das Volk eilte und zog hinueber. 4.11 Und es geschah, als das ganze Volk vollstaendig hinuebergezogen war, da zogen [auch] die Lade des HERRN und die Priester hinueber vor den Augen des Volkes. 4.12 Und die Soehne Ruben und die Soehne Gad und der halbe Stamm Manasse zogen geruestet vor den Soehnen Israel her, wie Mose zu ihnen gesagt hatte. 4.13 Etwa 40 000 zum Krieg Geruestete zogen vor dem HERRN her zum Kampf in die Steppen von Jericho. 4.14 An jenem Tag machte der HERR den Josua gross in den Augen von ganz Israel. Und sie fuerchteten ihn, wie sie Mose gefuerchtet hatten, alle Tage seines Lebens. 4.15 Und der HERR sprach zu Josua: 4.16 Befiehl den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, dass sie aus dem Jordan heraufsteigen! 4.17 Da befahl Josua den Priestern: Steigt aus dem Jordan herauf! 4.18 Und es geschah, als die Priester, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, aus der Mitte des Jordan heraufstiegen, als die Fusssohlen der Priester kaum das Trockene beruehrt hatten, da kehrte das Wasser des Jordan an seinen Platz zurueck, und es floss wie frueher ueber alle seine Ufer. 4.19 Und das Volk stieg aus dem Jordan herauf am zehnten [Tag] des ersten Monats; und sie lagerten sich in Gilgal, an der Ostgrenze von Jericho. 4.20 Jene zwoelf Steine aber, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete Josua in Gilgal auf. 4.21 Und er sagte zu den Soehnen Israel: Wenn eure Soehne kuenftig ihre Vaeter fragen werden: Was bedeuten diese Steine? - 4.22 [dann] sollt ihr es euren Soehnen [so] erklaeren: Trockenen Fusses hat Israel diesen Jordan durchquert. 4.23 Denn der HERR, euer Gott, hat das Wasser des Jordan vor euch vertrocknen lassen, bis ihr hinuebergezogen wart, wie der HERR, euer Gott, es mit dem Schilfmeer tat, das er vor uns vertrocknen liess, bis wir hindurchgezogen waren, 4.24 damit alle Voelker der Erde erkennen sollen, wie stark die Hand des HERRN ist, damit ihr den HERRN, euren Gott, allezeit fuerchtet. Furcht der Kanaaniter - Beschneidung Israels in Gilgal. \5\ 5.1 Und es geschah, als alle Koenige der Amoriter, die jenseits des Jordan im Westen, und alle Koenige der Kanaaniter, die am Meer wohnten, hoerten, dass der HERR das Wasser des Jordan vor den Soehnen Israel hatte vertrocknen lassen, bis wir hinuebergezogen waren, da zerschmolz ihr Herz, und es war kein Mut mehr in ihnen vor den Soehnen Israel. 5.2 In jener Zeit sprach der HERR zu Josua: Mache dir steinerne Messer und wiederhole die Beschneidung an den Soehnen Israel! 5.3 Da machte sich Josua steinerne Messer und beschnitt die Soehne Israel am Huegel Aralot. 5.4 Und dies ist der Grund, warum Josua [sie] beschnitt:Alles Volk maennlichen Geschlechts, das aus Aegypten gezogen war, alle Kriegsleute waren unterwegs in der Wueste gestorben bei ihrem Auszug aus Aegypten. 5.5 Denn das ganze Volk, das auszog, war beschnitten gewesen; aber das ganze Volk, das in der Wueste unterwegs bei ihrem Auszug aus Aegypten geboren worden war, hatte man nicht beschnitten. 5.6 Denn die Soehne Israel wanderten vierzig Jahre in der Wueste, bis die ganze Nation umgekommen war - die Kriegsleute, die aus Aegypten ausgezogen waren -, weil sie nicht auf die Stimme des HERRN gehoert hatten [und] weil der HERR ihnen geschworen hatte, sie das Land nicht sehen zu lassen, das der HERR ihren Vaetern geschworen hatte, uns zu geben, ein Land, das von Milch und Honig ueberfliesst. 5.7 Und ihre Soehne hatte er statt ihrer aufkommen lassen. Diese [nun] beschnitt Josua; denn sie waren unbeschnitten, weil man sie unterwegs nicht beschnitten hatte. 5.8 Und es geschah, als die ganze Nation vollstaendig beschnitten war, da blieben sie an ihrem Ort im Lager, bis sie genesen waren. 5.9 Und der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande Aegyptens von euch abgewaelzt. Daher nennt man diesen Ort Gilgal bis zum heutigen Tag. Passah - Erscheinung des HERRN vor Jericho. 5.10 Und die Soehne Israel lagerten in Gilgal. Und sie feierten das Passah am vierzehnten Tag des Monats, am Abend, in den Steppen von Jericho. 5.11 Und sie assen von dem Ertrag des Landes am Tag nach dem Passah, ungesaeuertes Brot und geroestete Koerner, an eben diesem Tag. 5.12 Das Man aber hoerte auf am folgenden Tag, als sie von dem Ertrag des Landes assen, und es gab fuer die Soehne Israel [kuenftig] kein Man mehr. Und sie assen von der Ernte des Landes Kanaan in jenem Jahr. 5.13 Und es geschah, als Josua bei Jericho war, da erhob er seine Augen und sah: und siehe, ein Mann stand ihm gegenueber, und sein Schwert war gezueckt in seiner Hand. Josua ging auf ihn zu und sagte zu ihm: Gehoerst du zu uns oder zu unseren Feinden? 5.14 Da erwiderte er: Nein, sondern ich bin der Oberste des Heeres des HERRN; [gerade] jetzt bin ich gekommen. Da fiel Josua auf sein Gesicht zur Erde und huldigte ihm und sagte zu ihm: Was redet mein Herr zu seinem Knecht? 5.15 Da sprach der Oberste des Heeres des HERRN zu Josua: Zieh deine Schuhe von deinen Fuessen; denn der Ort, auf dem du stehst, ist heilig! Und Josua tat es. Einnahme und Zerstoerung Jerichos. \6\ 6.1 Und Jericho hatte [seine Tore] geschlossen und blieb verschlossen vor den Soehnen Israel. Niemand ging heraus, und niemand ging hinein. 6.2 Da sprach der HERR zu Josua: Siehe, ich habe Jericho, seinen Koenig [und seine] tuechtigen Krieger in deine Hand gegeben. 6.3 So zieht nun um die Stadt: alle Kriegsleute, einmal rings um die Stadt herum! So sollst du es sechs Tage lang machen. 6.4 Und sieben Priester sollen sieben Widderhoerner vor der Lade hertragen. Aber am siebten Tag sollt ihr siebenmal um die Stadt herumziehen, und die Priester sollen [dabei] in die Hoerner stossen. 6.5 Und es soll geschehen, wenn man das Widderhorn anhaltend blaest und ihr den Schall des Horns hoert, [dann] soll das ganze Volk ein grosses Kriegsgeschrei erheben. Die Mauer der Stadt wird dann in sich zusammenstuerzen, und das Volk soll hinaufsteigen, jeder gerade vor sich hin. 6.6 Und Josua, der Sohn des Nun, rief die Priester und sagte zu ihnen: Hebt die Bundeslade auf! Und sieben Priester sollen sieben Widderhoerner vor der Lade des HERRN hertragen. 6.7 Zum Volk sagte er: Macht euch auf und zieht um die Stadt! Die Geruesteten aber sollen vor der Lade des HERRN hergehen. 6.8 Und es geschah, als Josua zum Volk geredet hatte, da machten sich die sieben Priester auf, die die sieben Widderhoerner vor dem HERRN hertrugen, und stiessen in die Hoerner. Und die Lade des Bundes des HERRN folgte ihnen. 6.9 Die Geruesteten zogen vor den Priestern her, die in die Hoerner stiessen, und die Nachhut des Zuges folgte der Lade, wobei man immerfort in die Hoerner stiess. 6.10 Dem Volk aber hatte Josua befohlen: Ihr sollt kein Kriegsgeschrei erheben und eure Stimme nicht hoeren lassen. Kein Wort soll aus eurem Mund kommen bis zu dem Tag, an dem ich zu euch sagen werde: Erhebt das Kriegsgeschrei! Dann sollt ihr das Kriegsgeschrei erheben. 6.11 So zog die Lade des HERRN um die Stadt, einmal rings um sie her; und sie kamen [wieder] ins Lager und uebernachteten im Lager. 6.12 Und frueh am Morgen machte sich Josua auf, und die Priester trugen die Lade des HERRN. 6.13 Und die sieben Priester, die die sieben Widderhoerner vor der Lade des HERRN hertrugen, stiessen im Gehen immerfort in die Hoerner: Die Geruesteten zogen vor ihnen her, waehrend die Nachhut des Zuges hinter der Lade des HERRN folgte, wobei man immerfort in die Hoerner stiess. 6.14 So zogen sie [auch] am zweiten Tag [nur] einmal um die Stadt. Dann kehrten sie zum Lager zurueck. So taten sie es sechs Tage lang. 6.15 Und es geschah am siebten Tag, da machten sie sich frueh auf, beim Aufgang der Morgenroete, und zogen in derselben Weise siebenmal um die Stadt; nur an diesem Tag zogen sie siebenmal um die Stadt. 6.16 Und es geschah beim siebten Mal, da stiessen die Priester in die Hoerner und Josua sagte zum Volk: Erhebt das Kriegsgeschrei! Denn der HERR hat euch die Stadt gegeben. 6.17 Und die Stadt selbst und alles, was darin ist, soll dem Bann des HERRN verfallen sein. Nur die Hure Rahab soll am Leben bleiben, sie und alle, die bei ihr im Haus sind, weil sie die Boten versteckte, die wir ausgesandt hatten. 6.18 Ihr jedoch sollt euch vor dem Gebannten hueten, damit ihr nicht [an anderen] den Bann vollstreckt, [selbst] aber [etwas] von dem Gebannten nehmt und das Lager Israels zum Bann macht und es ins Unglueck bringt. 6.19 Alles Silber und Gold sowie die bronzenen und eisernen Geraete sollen dem HERRN heilig sein: in den Schatz des HERRN soll es kommen. 6.20 Da erhob das Volk das Kriegsgeschrei, und sie stiessen in die Hoerner. Und es geschah, als das Volk den Schall der Hoerner hoerte, da erhob das Volk ein grosses Kriegsgeschrei. Da stuerzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk stieg in die Stadt hinein, ein jeder gerade vor sich hin, und sie nahmen die Stadt ein. 6.21 Und sie vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, an Mann und Frau, an Alt und Jung, an Rind, Schaf und Esel, mit der Schaerfe des Schwertes. - 6.22 Zu den beiden Maennern, die das Land ausgekundschaftet hatten, sagte Josua: Geht in das Haus der Hure und fuehrt die Frau sowie alles, was zu ihr gehoert, von dort heraus, wie ihr es ihr geschworen habt! 6.23 Da gingen die jungen Maenner, die Kundschafter, hinein und fuehrten Rahab und ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brueder und alles, was zu ihr gehoerte, hinaus: alle ihre Verwandten fuehrten sie hinaus; sie brachten sie ausserhalb des Lagers Israels unter. - 6.24 Die Stadt aber und alles, was darin war, verbrannten sie mit Feuer. Das Silber jedoch und das Gold und die bronzenen und eisernen Geraete legten sie in den Schatz des Hauses des HERRN. - 6.25 So liess Josua die Hure Rahab und das Haus ihres Vaters sowie alles, was zu ihr gehoerte, am Leben. Und sie wohnte mitten in Israel bis zum heutigen Tag, weil sie die Boten versteckte, die Josua gesandt hatte, um Jericho auszukundschaften. 6.26 So liess Josua damals schwoeren: Verflucht vor dem HERRN sei der Mann, der sich aufmachen und diese Stadt Jericho [wieder] aufbauen wird! Mit seinem Erstgeborenen wird er ihren Grund legen, und mit seinem Juengsten ihre Tore einsetzen. - 6.27 Und der HERR war mit Josua, und die Kunde von ihm verbreitete sich durch das ganze Land. Achans Diebstahl und Bestrafung. \7\ 7.1 Doch die Soehne Israel uebten Untreue an dem Gebannten. Und Achan, der Sohn des Karmi, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda, nahm [etwas] von dem Gebannten. Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen die Soehne Israel. - 7.2 Und Josua schickte Maenner von Jericho nach Ai, das bei Bet-Awen, oestlich von Bethel [liegt], und sagte zu ihnen: Geht hinauf und kundschaftet das Land aus! Und die Maenner gingen hinauf und kundschafteten Ai aus. 7.3 Als sie zu Josua zurueckkamen, sagten sie zu ihm: Es muss nicht das ganze Volk hinaufziehen. Etwa zweitausend oder dreitausend Mann moegen hinaufziehen und Ai schlagen. Bemuehe nicht das ganze Volk dorthin, denn sie sind [nur] wenige! 7.4 Da zogen von dem Volk etwa dreitausend Mann hinauf; aber sie flohen vor den Maennern von Ai. 7.5 Und die Maenner von Ai erschlugen von ihnen etwa 36 Mann und jagten ihnen nach vom Tor bis nach Schebarim und schlugen sie am Abhang. Da zerschmolz das Herz des Volkes und wurde wie Wasser. 7.6 Und Josua zerriss seine Kleider und fiel auf sein Gesicht zur Erde, vor der Lade des HERRN, bis zum Abend, er und die Aeltesten von Israel, und sie warfen Staub auf ihr Haupt. 7.7 Und Josua sagte: Ach, Herr, HERR! Wozu hast du denn dieses Volk ueber den Jordan gefuehrt, um uns [doch] in die Hand der Amoriter zu geben, damit sie uns vernichten? O haetten wir uns doch entschlossen, jenseits des Jordan zu bleiben! 7.8 Bitte, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel seinen Feinden den Ruecken gekehrt hat? 7.9 Die Kanaaniter und alle Bewohner des Landes werden es hoeren! Und sie werden uns umbringen und unsern Namen von der Erde ausrotten! Was wirst du [dann] fuer deinen grossen Namen tun? 7.10 Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf! Warum liegst du denn auf deinem Gesicht? 7.11 Israel hat sich versuendigt, sie haben meinen Bund uebertreten, den ich ihnen geboten habe. Und sie haben sogar von dem Gebannten genommen und haben es gestohlen und haben es verheimlicht und es zu ihren Geraeten gelegt! 7.12 Die Soehne Israel werden vor ihren Feinden nicht [mehr] bestehen koennen. Den Ruecken werden sie ihren Feinden zuwenden [muessen], denn sie sind zum Bann geworden. Ich werde nicht mehr mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte aus eurer Mitte ausrottet. 7.13 Steh auf, heilige das Volk und sprich: Heiligt euch fuer morgen! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Gebanntes ist in deiner Mitte, Israel. Du wirst vor deinen Feinden nicht bestehen koennen, bis ihr das Gebannte aus eurer Mitte weggetan habt. 7.14 Darum sollt ihr am [kommenden] Morgen nach euren Staemmen herantreten. Und es soll geschehen: der Stamm, den der HERR treffen wird, soll herantreten nach den Sippen; und die Sippe, die der HERR treffen wird, soll herantreten nach den Haeusern; und das Haus, das der HERR treffen wird, soll herantreten nach den Maennern. 7.15 Und es soll geschehen: wer mit dem Gebannten angetroffen wird, soll mit Feuer verbrannt werden, er selbst und alles, was zu ihm gehoert; denn er hat den Bund des HERRN uebertreten und eine Schandtat in Israel begangen. 7.16 Josua machte sich frueh am Morgen auf und liess Israel herantreten nach seinen Staemmen; da wurde der Stamm Juda getroffen. 7.17 Dann liess er die Sippen von Juda herantreten; und es traf die Sippe der Serachiter. Und er liess die Sippe der Serachiter herantreten nach den Maennern; da wurde Sabdi getroffen. 7.18 Und er liess sein Haus herantreten nach den Maennern; da wurde Achan getroffen, der Sohn des Karmi, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamm Juda. 7.19 Da sagte Josua zu Achan: Mein Sohn, gib doch dem HERRN, dem Gott Israels, die Ehre und gib ihm das Lob und teile mir mit, was du getan hast! Verschweige nichts vor mir! 7.20 Da antwortete Achan dem Josua und sagte: Es ist wahr, ich habe gegen den HERRN, den Gott Israels, gesuendigt, das und das habe ich getan: 7.21 Ich sah unter der Beute einen schoenen Mantel aus Babylonien sowie zweihundert Schekel Silber und einen Goldbarren, sein Gewicht fuenfzig Schekel. Ich bekam Lust danach, und ich nahm es, und siehe, es ist im Innern meines Zeltes im Boden verscharrt und das Silber darunter. 7.22 Da schickte Josua Boten hin, und sie liefen zum Zelt; und siehe, es war in seinem Zelt verscharrt und das Silber darunter. 7.23 Sie nahmen es aus dem Innern des Zeltes und brachten es zu Josua und zu allen Soehnen Israel, und sie schuetteten es vor dem HERRN hin. 7.24 Da nahm Josua und ganz Israel mit ihm Achan, den Sohn des Serach, sowie das Silber, den Mantel und den Goldbarren und seine Soehne, seine Toechter, seine Rinder, seine Esel und seine Schafe, sein Zelt und alles, was zu ihm gehoerte, und sie brachten sie hinauf ins Tal Achor. 7.25 Und Josua sagte: Wie du uns ins Unglueck gebracht hast, so wird der HERR dich heute ins Unglueck bringen! Und ganz Israel steinigte ihn, und sie verbrannten sie mit Feuer und bewarfen sie mit Steinen. 7.26 Und sie errichteten einen grossen Steinhaufen ueber ihm, der bis zum heutigen Tag [noch da ist]. Da wandte sich der HERR von seinem gluehenden Zorn ab. Darum nannte man diesen Ort Tal Achor bis zum heutigen Tag. Eroberung von Ai - Altarbau und Gesetzeslesung. \8\ 8.1 Und der HERR sprach zu Josua: Fuerchte dich nicht und erschrick nicht! Nimm das ganze Kriegsvolk mit dir und mache dich auf, zieh hinauf nach Ai! Siehe, ich habe den Koenig von Ai sowie sein Volk, seine Stadt und sein Land in deine Hand gegeben. 8.2 Du sollst mit Ai und seinem Koenig das tun, was du mit Jericho und seinem Koenig getan hast. Jedoch seine Beute und sein Vieh duerft ihr unter euch aufteilen. Lege du der Stadt einen Hinterhalt von der Rueckseite her! 8.3 Da machte sich Josua mit dem ganzen Kriegsvolk auf, um nach Ai hinaufzuziehen. Und Josua waehlte 30 000 Mann, tuechtige Krieger, aus und sandte sie bei Nacht aus. 8.4 Er befahl ihnen: Seht, ihr sollt euch in den Hinterhalt legen, hinter der Stadt! Entfernt euch nicht zu sehr von der Stadt, sondern seid alle bereit! 8.5 Ich aber und das ganze Volk, das bei mir ist, wir wollen nahe an die Stadt heranruecken. Und es soll geschehen, wenn sie herauskommen, uns entgegen, wie beim ersten Mal, so wollen wir vor ihnen fliehen. 8.6 Sie werden uns nachsetzen, bis wir sie von der Stadt abgeschnitten haben. Denn sie werden [sich] sagen: Sie fliehen vor uns wie beim ersten Mal! Wenn wir dann vor ihnen fliehen werden, 8.7 dann sollt ihr euch aus dem Hinterhalt aufmachen und die Stadt einnehmen. Der HERR, euer Gott, wird sie in eure Hand geben. 8.8 Und es soll geschehen, wenn ihr die Stadt eingenommen habt, dann sollt ihr sie in Brand stecken; nach dem Wort des HERRN sollt ihr [es] tun. Seht, ich habe es euch befohlen. - 8.9 Da schickte Josua sie los, und sie begaben sich in den Hinterhalt und blieben zwischen Bethel und Ai, westlich von Ai. Josua aber verbrachte jene Nacht mitten unter dem Volk. 8.10 Und Josua machte sich des Morgens frueh auf und musterte das Volk. Dann zog er mit den Aeltesten Israels vor dem Volk her nach Ai hinauf. 8.11 Und alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf und rueckte heran, und sie kamen vor die Stadt. Sie lagerten sich noerdlich von Ai, so dass das Tal zwischen ihnen und Ai war. 8.12 Er hatte aber etwa fuenftausend Mann genommen und sie als Hinterhalt zwischen Bethel und Ai gelegt, westlich von der Stadt. 8.13 Und so stellten sie das Volk auf, das ganze Lager, das noerdlich von der Stadt war, und sein Ende westlich von der Stadt. Und Josua zog in dieser Nacht mitten in die Talebene. 8.14 Und es geschah, als der Koenig von Ai es sah, da rueckten die Maenner der Stadt in aller Fruehe eilends aus, Israel entgegen zum Kampf, er und sein ganzes Volk, zur Begegnung vor der Steppe. Er hatte aber nicht erkannt, dass ihm im Ruecken der Stadt ein Hinterhalt [gelegt war]. 8.15 Josua und ganz Israel liessen sich nun von ihnen schlagen und flohen zur Wueste hin. 8.16 Da wurde das ganze Volk, das in der Stadt war, zusammengerufen, um ihnen nachzujagen. Und sie jagten Josua nach und wurden von der Stadt abgeschnitten. 8.17 Da blieb kein Mann in Ai und Bethel zurueck, der nicht hinter Israel her ausgezogen waere. Und sie liessen die Stadt offenstehen und jagten Israel nach. 8.18 Da sprach der HERR zu Josua: Strecke das Krummschwert, das in deiner Hand ist, gegen Ai aus; denn in deine Hand will ich es geben. Josua streckte das Krummschwert, das in seiner Hand war, gegen die Stadt aus. 8.19 Da kam der Hinterhalt eilends aus seiner Stellung, und sie liefen, als er seine Hand ausstreckte. Und sie kamen zur Stadt, nahmen sie ein, und sie eilten und steckten sie in Brand. 8.20 Und die Maenner von Ai wandten sich um und sahen, und siehe, der Rauch von der Stadt stieg zum Himmel auf. Da war in ihnen keine Kraft mehr zu fliehen, weder hierhin noch dorthin. Und das Volk, das [bisher] zur Wueste geflohen war, wandte sich [nun] um gegen den Verfolger. 8.21 Denn als Josua und ganz Israel sahen, dass der Hinterhalt die Stadt eingenommen hatte und dass der Rauch der Stadt aufstieg, da kehrten sie um und schlugen die Maenner von Ai. 8.22 Jene aber zogen aus der Stadt ihnen entgegen, so dass sie mitten zwischen Israel waren, die einen [kamen] von hier und die andern von dort. Und sie erschlugen sie, bis [von] ihnen kein Entronnener oder Entkommener mehr uebrigblieb. 8.23 Den Koenig von Ai hingegen ergriffen sie lebendig und brachten ihn zu Josua. 8.24 Und es geschah, als Israel alle Bewohner von Ai auf dem Feld, in der Wueste, wohin sie ihnen nachgejagt waren, umgebracht hatte und sie alle durch die Schaerfe des Schwertes gefallen waren, bis sie aufgerieben waren, da kehrte ganz Israel um nach Ai, und sie schlugen es mit der Schaerfe des Schwertes. 8.25 [Die Zahl] aller Maenner und Frauen, die an diesem Tag fielen, war zwoelftausend, alle Leute von Ai. 8.26 Josua aber zog seine Hand, die er mit dem Krummschwert ausgestreckt hatte, nicht zurueck, bis er an allen Bewohnern von Ai den Bann vollstreckt hatte. 8.27 Nur das Vieh und die Beute dieser Stadt erbeutete Israel fuer sich, nach dem Wort des HERRN, das er dem Josua befohlen hatte. 8.28 Und Josua brannte Ai nieder und machte es zu einem ewigen Huegel der Oede, bis zum heutigen Tag. 8.29 Und den Koenig von Ai liess er an einen Baum haengen bis zum Abend. Und bei Sonnenuntergang befahl Josua, dass sie seine Leiche vom Baum herunternaehmen. Und sie warfen sie an den Eingang des Stadttores und errichteten ueber ihr einen grossen Steinhaufen, [der] bis zum heutigen Tag [da ist]. 8.30 Damals baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berg Ebal, 8.31 wie Mose, der Knecht des HERRN, den Soehnen Israel geboten hatte, wie im Buch des Gesetzes des Mose geschrieben steht, einen Altar von unbehauenen Steinen, ueber denen man kein Eisen geschwungen hatte. Und sie brachten darauf dem HERRN Brandopfer dar und schlachteten Heilsopfer. 8.32 Und er schrieb dort auf die Steine eine Abschrift des Gesetzes des Mose, die er vor den Soehnen Israel geschrieben hatte. 8.33 Und ganz Israel sowie seine Aeltesten und Aufseher und seine Richter standen an dieser und an jener [Seite] der Lade, den Priestern, den Leviten gegenueber, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, der Fremde wie der Einheimische, die eine Haelfte gegen den Berg Garizim hin und die andere Haelfte gegen den Berg Ebal hin, wie Mose, der Knecht des HERRN, vormals geboten hatte, das Volk Israel zu segnen. 8.34 Danach las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, ganz wie es im Buch des Gesetzes geschrieben steht. 8.35 Es war kein Wort von allem, was Mose geboten hatte, das Josua nicht der ganzen Versammlung Israels vorgelesen haette, ebenso den Frauen, den Kindern und dem Fremden, der in ihrer Mitte lebte. List der Gibeoniter und ihre Rettung. \9\ 9.1 Und es geschah, als alle Koenige [es] hoerten, die jenseits des Jordan waren, auf dem Gebirge und in der Niederung und an der ganzen Kueste des grossen Meeres in Richtung zum Libanon hin, [naemlich] die Hetiter und die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter: 9.2 da versammelten sie sich allesamt, um einmuetig gegen Josua und gegen Israel zu kaempfen. 9.3 Die Bewohner von Gibeon aber hatten gehoert, was Josua an Jericho und an Ai getan hatte. 9.4 Da handelten auch sie mit List und gingen und verstellten sich als Boten. Sie nahmen abgenutzte Saecke fuer ihre Esel und abgenutzte, zerrissene und geflickte Weinschlaeuche 9.5 sowie abgenutzte, geflickte Schuhe an ihre Fuesse und zogen abgenutzte Kleidung an. Und das gesamte Brot ihrer Wegzehrung war vertrocknet [und] zu Brotkrumen geworden. 9.6 Und sie gingen zu Josua ins Lager nach Gilgal und sagten zu ihm und zu den Maennern von Israel: Aus einem fernen Land kommen wir. Nun denn, schliesst mit uns einen Bund! 9.7 Da sagten die Maenner von Israel zu den Hewitern: Vielleicht wohnst du in meiner Mitte, und wie koennte ich [da] mit dir einen Bund schliessen? 9.8 Sie sagten zu Josua: Deine Knechte sind wir! Und Josua sagte zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommt ihr? 9.9 Und sie sagten zu ihm: Aus einem sehr fernen Land sind deine Knechte gekommen, um des Namens des HERRN, deines Gottes, willen. Denn wir haben die Kunde von ihm vernommen, alles, was er in Aegypten tat, 9.10 und alles, was er den beiden Koenigen der Amoriter tat, die jenseits des Jordan waren, Sihon, dem Koenig von Heschbon, und Og, dem Koenig von Basan, der zu Aschtarot [wohnte]. 9.11 Da sagten unsere Aeltesten und alle Bewohner unseres Landes zu uns: Nehmt Wegzehrung mit auf den Weg und geht ihnen entgegen und sagt zu ihnen: Eure Knechte sind wir; nun denn, schliesst mit uns einen Bund! 9.12 Da ist unser Brot. [Noch] warm haben wir es zur Wegzehrung aus unsern Haeusern mitgenommen am Tag, als wir auszogen, um zu euch zu gehen; und nun siehe, es ist vertrocknet und zu Brotkrumen geworden. 9.13 Und diese Weinschlaeuche, die neu waren, als wir sie fuellten, siehe, sie sind zerrissen. Und diese unsere Kleider und unsere Schuhe sind abgenutzt von dem sehr langen Weg. - 9.14 Da nahmen die Maenner von ihrer Wegzehrung. Den Mund des HERRN aber befragten sie nicht. 9.15 Und Josua machte Frieden mit ihnen und schloss mit ihnen einen Bund, sie am Leben zu lassen; und die Fuersten der Gemeinde schworen ihnen. 9.16 Und es geschah nach Ablauf von drei Tagen, nachdem sie einen Bund mit ihnen geschlossen hatten, da hoerten sie, dass jene aus ihrer Naehe waren und mitten unter ihnen wohnten. 9.17 Da brachen die Soehne Israel auf und kamen zu ihren Staedten am dritten Tag; ihre Staedte aber waren Gibeon, Kefira, Beerot und Kirjat-Jearim. 9.18 Und die Soehne Israel schlugen sie nicht, weil die Fuersten der Gemeinde ihnen bei dem HERRN, dem Gott Israels, geschworen hatten. Da murrte die ganze Gemeinde ueber die Fuersten. 9.19 Und alle Fuersten sagten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen bei dem HERRN, dem Gott Israels, geschworen, und nun koennen wir sie nicht antasten. 9.20 Das wollen wir ihnen tun und sie am Leben lassen, damit nicht ein Zorn ueber uns kommt um des Eides willen, den wir ihnen geschworen haben. 9.21 Und die Fuersten sagten zu ihnen: Sie sollen am Leben bleiben. Und sie wurden Holzhauer und Wasserschoepfer fuer die ganze Gemeinde, wie die Fuersten ihnen zugesagt hatten. 9.22 Und Josua rief sie und redete zu ihnen: Warum habt ihr uns getaeuscht und gesagt: `Sehr weit sind wir von euch weg', da ihr doch mitten unter uns wohnt? 9.23 Und nun, verflucht seid ihr! Ihr sollt nicht aufhoeren, Knechte zu sein, sowohl Holzhauer als auch Wasserschoepfer fuer das Haus meines Gottes! 9.24 Sie antworteten Josua und sagten: Weil deinen Knechten zuverlaessig berichtet wurde, dass der HERR, dein Gott, seinem Knecht Mose geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle Einwohner des Landes vor euch auszurotten, darum fuerchteten wir sehr um unser Leben, [als wir] von euch [hoerten], und haben das getan. 9.25 Und nun siehe, wir sind in deiner Hand. Wie es gut und wie es recht ist in deinen Augen, uns zu tun, [so] mach [es mit uns]! 9.26 Und er machte es so mit ihnen und rettete sie aus der Hand der Soehne Israel; und sie brachten sie nicht um. 9.27 So machte Josua sie an jenem Tag zu Holzhauern und Wasserschoepfern fuer die Gemeinde und fuer den Altar des HERRN, bis zum heutigen Tag, an dem Ort, den er erwaehlen wuerde. Eroberung des Suedteils von Kanaan. \10\ 10.1 Und es geschah, als Adoni-Zedek, der Koenig von Jerusalem, hoerte, dass Josua Ai eingenommen und an ihm den Bann vollstreckt habe, dass er es mit Ai und seinem Koenig ebenso gemacht habe, wie er es mit Jericho und seinem Koenig gemacht hatte, und dass die Bewohner von Gibeon Frieden mit Israel gemacht haetten und in ihrer Mitte seien: 10.2 da fuerchteten sie sich sehr. Denn Gibeon war eine grosse Stadt, wie eine der Koenigsstaedte, ja, es war groesser als Ai, und alle seine Maenner waren Krieger. 10.3 Und Adoni-Zedek, der Koenig von Jerusalem, sandte zu Hoham, dem Koenig von Hebron, und zu Piram, dem Koenig von Jarmut, und zu Jafia, dem Koenig von Lachisch, und zu Debir, dem Koenig von Eglon, und liess [ihnen] sagen: 10.4 Kommt zu mir herauf und helft mir, dass wir Gibeon schlagen! Denn es hat mit Josua und mit den Soehnen Israel Frieden gemacht. 10.5 Da sammelten sich die fuenf Koenige der Amoriter und zogen hinauf: der Koenig von Jerusalem, der Koenig von Hebron, der Koenig von Jarmut, der Koenig von Lachisch, der Koenig von Eglon, sie und alle ihre Heerlager; und sie belagerten Gibeon und kaempften gegen die Stadt. 10.6 Da sandten die Maenner von Gibeon zu Josua ins Lager nach Gilgal und liessen sagen: Zieh deine Haende nicht ab von deinen Knechten! Komm eilends zu uns herauf und rette uns und hilf uns! Denn gegen uns haben sich versammelt alle Koenige der Amoriter, die im Gebirge wohnen. 10.7 Da zog Josua von Gilgal hinauf, er und alles Kriegsvolk mit ihm und alle tuechtigen Krieger. 10.8 Und der HERR sprach zu Josua: Fuerchte dich nicht vor ihnen! Denn in deine Hand habe ich sie gegeben; kein Mann von ihnen wird vor dir standhalten. 10.9 Und Josua kam ploetzlich ueber sie. Die ganze Nacht war er von Gilgal hinaufgezogen. 10.10 Der HERR aber verwirrte sie vor Israel. Und er fuegte ihnen bei Gibeon eine schwere Niederlage zu und jagte ihnen nach auf dem Weg zur Hoehe von Bet-Horon und schlug sie bis Aseka und bis Makkeda. 10.11 Und es geschah, als sie vor Israel flohen - sie waren [gerade] am Abhang von Bet-Horon -, da warf der HERR grosse Steine vom Himmel auf sie herab, bis Aseka, so dass sie umkamen. Es waren mehr, die durch die Hagelsteine umkamen, als [die, welche] die Soehne Israel mit dem Schwert umbrachten. 10.12 Damals redete Josua zum HERRN, [und zwar] an dem Tag, als der HERR die Amoriter vor den Soehnen Israel dahingab, und sagte vor den Augen Israels: Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon! 10.13 Da stand die Sonne still, und der Mond blieb stehen, bis das Volk sich an seinen Feinden geraecht hatte. Ist das nicht geschrieben im Buch Jaschar? Die Sonne blieb stehen mitten am Himmel und beeilte sich nicht unterzugehen, ungefaehr einen ganzen Tag lang. 10.14 Und es war kein Tag wie dieser, weder vorher noch danach, dass der HERR [so] auf die Stimme eines Menschen gehoert haette; denn der HERR kaempfte fuer Israel. 10.15 Dann kehrte Josua, und ganz Israel mit ihm, ins Lager nach Gilgal zurueck. 10.16 Jene fuenf Koenige aber flohen und versteckten sich in der Hoehle zu Makkeda. 10.17 Da wurde dem Josua mitgeteilt: Die fuenf Koenige sind gefunden worden, versteckt in der Hoehle zu Makkeda. 10.18 Und Josua sagte: Waelzt grosse Steine an den Eingang der Hoehle und stellt Maenner an ihr auf, um sie zu bewachen! 10.19 Ihr aber, steht nicht still, [sondern] jagt euren Feinden nach und schlagt ihre Nachhut! Lasst sie nicht in ihre Staedte kommen! Denn der HERR, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben. 10.20 Und es geschah, als Josua und die Soehne Israel ihnen endgueltig eine sehr schwere Niederlage zugefuegt hatten, bis sie voellig aufgerieben waren - die Entronnenen von ihnen aber entkamen in die befestigten Staedte -, 10.21 da kehrte das ganze Volk im Frieden zu Josua zurueck, in das Lager nach Makkeda; niemand spitzte seine Zunge gegen die Soehne Israel. 10.22 Und Josua sprach: Oeffnet den Eingang der Hoehle und bringt diese fuenf Koenige aus der Hoehle zu mir heraus! 10.23 Sie taten es und brachten diese fuenf Koenige aus der Hoehle zu ihm heraus: den Koenig von Jerusalem, den Koenig von Hebron, den Koenig von Jarmut, den Koenig von Lachisch, den Koenig von Eglon. 10.24 Und es geschah, als sie diese Koenige zu Josua herausgebracht hatten, da rief Josua alle Maenner von Israel [zusammen] und sagte zu den Anfuehrern der Kriegsleute, die mit ihm zogen: Tretet heran, setzt eure Fuesse auf die Nacken dieser Koenige! Da traten sie heran und setzten ihre Fuesse auf ihre Nacken. 10.25 Und Josua sagte zu ihnen: Fuerchtet euch nicht und erschreckt nicht, seid stark und mutig! Denn genauso wird der HERR mit allen euren Feinden verfahren, gegen die ihr kaempft. 10.26 Danach erschlug Josua sie. Er toetete sie und haengte sie an fuenf Baeumen auf; und sie blieben an den Baeumen aufgehaengt bis zum Abend. 10.27 Und es geschah zur Zeit des Sonnenuntergangs, da gab Josua Befehl, und man nahm sie von den Baeumen herab und warf sie in die Hoehle, wo sie sich versteckt [gehalten] hatten. Und man legte grosse Steine vor den Eingang der Hoehle, [die noch] bis zum heutigen Tag [da sind]. 10.28 Und Josua nahm an demselben Tag Makkeda ein und schlug es mit der Schaerfe des Schwertes. Und an seinem Koenig, an der Stadt und an allem Leben, das in ihr war, vollstreckte er den Bann: er liess keinen Entronnenen uebrig. Und er machte es mit dem Koenig von Makkeda, wie er es mit dem Koenig von Jericho gemacht hatte. - 10.29 Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von Makkeda nach Libna und kaempfte gegen Libna. 10.30 Und der HERR gab auch dies in die Hand Israels mitsamt seinem Koenig. Und er schlug es mit der Schaerfe des Schwertes und alles Leben, das darin war: er liess keinen Entronnenen darin uebrig. Und er tat seinem Koenig, wie er dem Koenig von Jericho getan hatte. - 10.31 Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von Libna nach Lachisch; und er belagerte es und kaempfte gegen es. 10.32 Und der HERR gab Lachisch in die Hand Israels. Und er nahm es am zweiten Tag ein und schlug es mit der Schaerfe des Schwertes und alles Leben, das darin war, genauso, wie er Libna getan hatte. 10.33 Damals zog Horam, der Koenig von Geser, herauf, um Lachisch zu helfen. Aber Josua schlug ihn und sein Volk, so dass keiner entrinnen konnte. - 10.34 Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von Lachisch nach Eglon; und sie belagerten es und kaempften gegen es. 10.35 Und sie nahmen es an demselben Tag ein und schlugen es mit der Schaerfe des Schwertes. Und an allem Leben, das darin war, vollstreckte er den Bann an demselben Tag, genauso, wie er es mit Lachisch gemacht hatte. - 10.36 Dann zog Josua und ganz Israel mit ihm von Eglon nach Hebron hinauf, und sie kaempften gegen es. 10.37 Und sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schaerfe des Schwertes mitsamt seinem Koenig und allen seinen Staedten und allem Leben, das darin war: er liess keinen Entronnenen uebrig, genauso, wie er es mit Eglon gemacht hatte: er vollstreckte den Bann an ihm und an allem Leben, das darin war. - 10.38 Dann wandte sich Josua und ganz Israel mit ihm nach Debir und kaempfte gegen es. 10.39 Und er nahm es ein mitsamt seinem Koenig und allen seinen Staedten. Und sie schlugen sie mit der Schaerfe des Schwertes und vollstreckten an allem Leben, das darin war, den Bann: er liess keinen Entronnenen uebrig. Wie er es mit Hebron gemacht und wie er es mit Libna und seinem Koenig gemacht hatte, ebenso machte er es [auch] mit Debir und seinem Koenig. 10.40 So schlug Josua das ganze Land, das Gebirge, das Suedland, die Niederung, die Berghaenge und all ihre Koenige: er liess keinen Entronnenen uebrig. An allem Lebenden vollstreckte er den Bann, wie der HERR, der Gott Israels, geboten hatte. 10.41 Und Josua schlug sie von Kadesch-Barnea bis Gaza und das ganze Land Goschen bis Gibeon. 10.42 Und alle diese Koenige sowie ihr Land nahm Josua auf einmal. Denn der HERR, der Gott Israels, kaempfte fuer Israel. 10.43 Dann kehrte Josua und ganz Israel mit ihm ins Lager nach Gilgal zurueck. Siege im Norden Kanaans und Eroberung des uebrigen Landes. \11\ 11.1 Und es geschah, als Jabin, der Koenig von Hazor, es hoerte, sandte er zu Jobab, dem Koenig von Madon, und zum Koenig von Schimron und zum Koenig von Achschaf 11.2 und zu den Koenigen, die im Norden im Gebirge und in der Steppe suedlich von Kinneret und in der Niederung und im Huegelland von Dor im Westen waren, 11.3 zu den Kanaanitern im Osten und im Westen, zu den Amoritern, den Hetitern, den Perisitern und den Jebusitern auf dem Gebirge und zu den Hewitern am Fuss des Hermon im Land Mizpa. 11.4 Und sie zogen aus, sie und ihr ganzes Heerlager mit ihnen, ein Volk, [so] zahlreich wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge, sowie sehr viele Pferde und Wagen. 11.5 All diese Koenige trafen zusammen. Sie kamen und lagerten miteinander am Wasser Merom, um gegen Israel zu kaempfen. 11.6 Da sprach der HERR zu Josua: Fuerchte dich nicht vor ihnen! Denn morgen um diese Zeit werde ich sie alle vor Israel zu Erschlagenen machen. Ihre Pferde sollst du laehmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen. 11.7 Und Josua und alles Kriegsvolk mit ihm kam ploetzlich ueber sie am Wasser Merom, und sie ueberfielen sie. 11.8 Und der HERR gab sie in die Hand Israels, und sie schlugen sie und jagten ihnen nach bis Sidon, der grossen [Stadt], und bis Misrefot-Majim und bis in die Talebene von Mizpe im Osten. Und sie schlugen sie, so dass ihnen kein Entronnener uebrigblieb. 11.9 Josua machte es mit ihnen, wie der HERR ihm gesagt hatte: ihre Pferde laehmte er, und ihre Wagen verbrannte er mit Feuer. 11.10 In jener Zeit kehrte Josua um und nahm Hazor ein, und seinen Koenig erschlug er mit dem Schwert. Denn Hazor war damals die Hauptstadt all dieser Koenigreiche. 11.11 Und sie schlugen alles Leben, das darin war, mit der Schaerfe des Schwertes, indem sie den Bann [an ihnen] vollstreckten: nichts Lebendes blieb uebrig. Hazor aber verbrannte er mit Feuer. 11.12 Alle Staedte dieser Koenige mit all ihren Koenigen nahm Josua ein und schlug sie mit der Schaerfe des Schwertes. Er vollstreckte den Bann an ihnen, wie Mose, der Knecht des HERRN, befohlen hatte. 11.13 Nur all die Staedte, die auf Huegeln standen, verbrannte Israel nicht, ausgenommen Hazor allein, [das] verbrannte Josua. 11.14 Die ganze Beute dieser Staedte sowie das Vieh pluenderten die Soehne Israel fuer sich. Doch alle Menschen schlugen sie mit der Schaerfe des Schwertes, bis sie sie vernichtet hatten: sie liessen nichts Lebendes uebrig. 11.15 Wie der HERR seinem Knecht Mose befohlen hatte, so befahl Mose Josua, und so machte es Josua. Er unterliess nichts von allem, das der HERR dem Mose befohlen hatte. 11.16 So nahm Josua dieses ganze Land, das Gebirge, den ganzen Sueden, das ganze Land Goschen, die Niederung und die Steppe, das Gebirge Israel und seine Niederung, 11.17 von dem kahlen Gebirge, das gegen Seir ansteigt, bis Baal-Gad in der Talebene des Libanon, am Fusse des Berges Hermon. Und alle ihre Koenige nahm er gefangen, erschlug sie und toetete sie. 11.18 Lange Zeit fuehrte Josua mit all diesen Koenigen Krieg. 11.19 Es gab keine Stadt, die sich den Soehnen Israel friedlich ergab, ausser den Hewitern, die in Gibeon wohnten, alles [andere] nahmen sie im Kampf ein. 11.20 Denn vom HERRN kam es, dass sie ihr Herz verstockten, [so dass es] zum Krieg mit Israel [kam], damit an ihnen der Bann vollstreckt wuerde, ohne dass ihnen Gnade widerfuehre, sondern dass sie vernichtet wuerden, wie der HERR dem Mose befohlen hatte. 11.21 Zu jener Zeit kam Josua und rottete die Enakiter aus von dem Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab und von dem ganzen Gebirge Juda und von dem ganzen Gebirge Israel: mitsamt ihren Staedten vollstreckte Josua an ihnen den Bann. 11.22 Es blieben keine Enakiter im Land der Soehne Israel uebrig. Nur in Gaza, in Gat und in Aschdod blieben sie uebrig. 11.23 Und so nahm Josua das ganze Land [ein], ganz wie der HERR zu Mose geredet hatte. Und Josua gab es Israel zum Erbteil, nach ihren Abteilungen, entsprechend ihren Staemmen. Und das Land hatte Ruhe vom Krieg. Liste der besiegten Koenige. V. 1-6: 4Mo 21,21-35; 5Mo 2,32-37; 3,1-7; 4,46-49. \12\ 12.1 Dies sind die Koenige des Landes, die die Soehne Israel schlugen und deren Land sie in Besitz nahmen jenseits des Jordan, gegen Sonnenaufgang, vom Fluss Arnon bis zum Berg Hermon, und die ganze Steppe nach Osten zu: 12.2 Sihon, der Koenig der Amoriter, der in Heschbon wohnte, er herrschte [ueber das Gebiet] von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und zwar von der Mitte des Flusstales an, und ueber das halbe Gilead bis an den Fluss Jabbok, die Grenze der Soehne Ammon, 12.3 und ueber die Steppe bis an den See Kinneret im Osten, und bis ans Meer der Steppe, das Salzmeer, im Osten, nach Bet-Jeschimot hin und im Sueden an den Fuss der Abhaenge des Pisga. 12.4 Und das Gebiet des Koenigs Og von Basan, von dem Rest der Refaiter, der in Aschtarot und in Edrei wohnte. 12.5 Und er herrschte ueber das Hermongebirge, ueber Salcha und ueber ganz Basan bis an die Grenze der Geschuriter und der Maachatiter und [ueber] halb Gilead [bis an] die Grenze Sihons, des Koenigs von Heschbon. 12.6 Mose, der Knecht des HERRN, und die Soehne Israel schlugen sie. Und Mose, der Knecht des HERRN, gab es als Besitz den Rubenitern, den Gaditern und dem halben Stamm Manasse. 12.7 Dies sind die Koenige des Landes, die Josua und die Soehne Israel schlugen diesseits des Jordan, im Westen, von Baal-Gad an in der Talebene des Libanon bis an das kahle Gebirge, das nach Seir hin ansteigt. - Und Josua gab es den Staemmen Israels zum Besitz nach ihren Abteilungen, 12.8 im Gebirge, in der Niederung, in der Steppe, an den Abhaengen, in der Wueste und im Sueden - die Hetiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die Perisiter, die Hewiter und die Jebusiter: 12.9 der Koenig von Jericho: einer; der Koenig von Ai, das neben Bethel [liegt]: einer; 12.10 der Koenig von Jerusalem: einer; der Koenig von Hebron: einer; 12.11 der Koenig von Jarmut: einer; der Koenig von Lachisch: einer; 12.12 der Koenig von Eglon: einer; der Koenig von Geser: einer; 12.13 der Koenig von Debir: einer; der Koenig von Geder: einer; 12.14 der Koenig von Horma: einer; der Koenig von Arad: einer; 12.15 der Koenig von Libna: einer; der Koenig von Adullam: einer; 12.16 der Koenig von Makkeda: einer; der Koenig von Bethel: einer; 12.17 der Koenig von Tappuach: einer; der Koenig von Hefer: einer; 12.18 der Koenig von Afek: einer; der Koenig von Saron: einer; 12.19 der Koenig von Madon: einer; der Koenig von Hazor: einer; 12.20 der Koenig von Schimron-Meron: einer; der Koenig von Achschaf: einer; 12.21 der Koenig von Taanach: einer; der Koenig von Megiddo: einer; 12.22 der Koenig von Kedesch: einer; der Koenig von Jokneam am Karmel: einer; 12.23 der Koenig von Dor im Huegelland von Dor: einer; der Koenig von Gojim zu Gilgal: einer; 12.24 der Koenig von Tirza: einer. Alle Koenige [zusammen] waren 31. Noch nicht eingenommenes Land. \13\ 13.1 Als [nun] Josua alt und hochbetagt war, da sprach der HERR zu ihm: Du bist alt geworden und bist hochbetagt, und sehr viel Land ist [noch] uebrig, das in Besitz genommen werden muss. 13.2 Dies ist das Land, das [noch] uebrig ist: alle Bezirke der Philister und ganz Geschur; 13.3 vom Schihor an, der vor Aegypten [fliesst], bis zur Grenze von Ekron im Norden - es wird zum Gebiet der Kanaaniter gerechnet - die fuenf Fuersten der Philister: der Gaziter, der Aschdoditer, der Aschkeloniter, der Gatiter, der Ekroniter und die Awiter; 13.4 im Sueden das ganze Land der Kanaaniter und Meara, das den Sidoniern gehoert, bis Afek, bis an die Grenze der Amoriter; 13.5 und das Land der Gebaliter und der ganze Libanon gegen Sonnenaufgang, von Baal-Gad, am Fuss des Hermongebirges, bis man nach Hamat kommt; 13.6 alle Bewohner des Gebirges, vom Libanon an bis Misrefot-Majim, alle Sidonier. Ich selbst werde sie vor den Soehnen Israel vertreiben. Nur verlose [das Land] fuer Israel als Erbteil, wie ich dir befohlen habe! 13.7 Und nun verteile dieses Land als Erbteil unter die neun Staemme und den halben Stamm Manasse! Ostjordanland fuer Ruben, Gad und den halben Stamm Manasse. 4Mo 32,33-42; 5Mo 3,8-17. 13.8 Mit ihm haben die Rubeniter und die Gaditer ihr Erbteil empfangen, das Mose ihnen gegeben hat jenseits des Jordan im Osten, wie Mose, der Knecht des HERRN, es ihnen gab: 13.9 von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der Stadt, die mitten im Flusstal [liegt], und die ganze Ebene [von] Medeba bis Dibon 13.10 und alle Staedte Sihons, des Koenigs der Amoriter, der Koenig zu Heschbon war, bis zur Grenze der Soehne Ammon, 13.11 und Gilead und das Gebiet der Geschuriter und der Maachatiter und das ganze Hermongebirge und ganz Basan bis nach Salcha, 13.12 das ganze Reich des Og in Basan, der Koenig zu Aschtarot und zu Edrei war. Er war von dem Rest der Refaiter uebriggeblieben; Mose aber hatte sie geschlagen und vertrieben. 13.13 Aber die Soehne Israel vertrieben die Geschuriter und die Maachatiter nicht. Und so blieben Geschur und Maacha mitten in Israel wohnen bis zum heutigen Tag. 13.14 Nur dem Stamm Levi gab er kein Erbteil. Die Feueropfer des HERRN, des Gottes Israels, sind sein Erbteil, wie er ihm gesagt hatte. 13.15 Und Mose gab dem Stamm der Soehne Ruben [seinen Anteil] nach ihren Sippen. 13.16 Es wurde ihnen das Gebiet [zuteil]: von Aroer an, das am Ufer des Flusses Arnon [liegt], und von der Stadt, die mitten im Flusstal [liegt], und die ganze Ebene bei Medeba, 13.17 Heschbon und all seine Staedte, die in der Ebene sind: Dibon, Bamot-Baal, Bet-Baal-Meon, 13.18 Jahaz, Kedemot, Mefaat, 13.19 Kirjatajim, Sibma, Zeret-Schahar auf dem Berg der Talebene, 13.20 Bet-Peor, die Abhaenge des Pisga, Bet-Jeschimot 13.21 und alle Staedte der Ebene sowie das ganze Reich Sihons, des Koenigs der Amoriter, der Koenig zu Heschbon war, den Mose schlug, ihn und die Fuersten von Midian: Ewi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die Fuersten Sihons, die das Land bewohnten. 13.22 Und Bileam, den Sohn des Beor, den Wahrsager, brachten die Soehne Israel mit dem Schwert um, ausser den von ihnen Getoeteten. 13.23 Die Grenze der Soehne Ruben war der Jordan und das angrenzende Gebiet. Das ist das Erbteil der Soehne Ruben, nach ihren Sippen, die Staedte und ihre Doerfer. 13.24 Und Mose gab dem Stamm Gad, den Soehnen Gad, [ihren Anteil], nach ihren Sippen. 13.25 Und es wurde ihnen das Gebiet [zuteil]: Jaser und alle Staedte Gileads und das halbe Land der Soehne Ammon bis nach Aroer, das Rabba gegenueber[liegt]; 13.26 und von Heschbon bis Ramat-Mizpe und Betonim, und von Mahanajim bis an die Grenze von Debir; 13.27 und in der Talebene: Bet-Haram, Bet-Nimra, Sukkot und Zafon, der Rest des Reiches Sihons, des Koenigs von Heschbon, der Jordan und das angrenzende [Gebiet] bis an das Ende des Sees Kinneret, jenseits des Jordan nach Osten zu. 13.28 Das ist das Erbteil der Soehne Gad nach ihren Sippen, die Staedte und ihre Doerfer. 13.29 Und Mose gab dem halben Stamm Manasse [seinen Anteil]. Und dem halben Stamm der Soehne Manasse wurde nach ihren Sippen [folgendes zuteil]. 13.30 Ihr Gebiet war: von Mahanajim an ganz Basan, das ganze Reich des Og, des Koenigs von Basan, und alle Zeltdoerfer Jairs, die in Basan [liegen], sechzig Staedte. 13.31 Und das halbe Gilead und Aschtarot und Edrei, die Staedte des Reiches des Og in Basan, [wurden] den Soehnen des Machir, des Sohnes Manasses, [zuteil], der Haelfte der Soehne Machir, nach ihren Sippen. 13.32 Das ist es, was Mose in den Steppen Moabs als Erbe ausgeteilt hat, jenseits des Jordan [bei] Jericho, nach Osten zu. 13.33 Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil. Der HERR, der Gott Israels, er ist ihr Erbteil, wie er ihnen zugesagt hat. Vorbereitungen zur Auslosung des Westjordanlandes. \14\ 14.1 Und dies ist es, was die Soehne Israel als Erbe im Land Kanaan erhielten, was ihnen der Priester Eleasar und Josua, der Sohn des Nun, und die [Familien]oberhaeupter der Soehne Israel als Erbe austeilten, 14.2 durch das Los ihres Erbteils, wie der HERR durch Mose geboten hatte betreffs der neun Staemme und des halben Stammes. 14.3 Denn das Erbteil der zwei Staemme und des halben Stammes hatte Mose jenseits des Jordan gegeben. Den Leviten aber hatte er kein Erbteil in ihrer Mitte gegeben. 14.4 Denn die Soehne Joseph bildeten zwei Staemme, Manasse und Ephraim. Und man gab den Leviten kein Teil im Land, ausser den Staedten zum Wohnen und deren Weideplaetzen fuer ihr Vieh und fuer ihre Habe. 14.5 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, so taten die Soehne Israel, und sie verteilten das Land. Erbteil des Kaleb. 14.6 Da traten die Soehne Juda vor Josua in Gilgal, und Kaleb, der Sohn des Jefunne, der Kenisiter, sagte zu ihm: Du kennst das Wort, das der HERR zu Mose, dem Mann Gottes, meinet- und deinetwegen in Kadesch-Barnea geredet hat. 14.7 Vierzig Jahre war ich alt, als Mose, der Knecht des HERRN, mich von Kadesch-Barnea aussandte, um das Land auszukundschaften; und ich brachte ihm Antwort, wie es in meinem Herzen war. 14.8 Meine Brueder aber, die mit mir hinaufgezogen waren, machten das Herz des Volkes verzagt; ich aber bin dem HERRN, meinem Gott, treu nachgefolgt. 14.9 Da schwor Mose an demselben Tag: Wenn nicht das Land, auf das dein Fuss getreten ist, dir und deinen Soehnen fuer ewig zum Erbteil wird! Denn du bist dem HERRN, meinem Gott, treu nachgefolgt. 14.10 Und nun siehe, der HERR hat mich am Leben erhalten, wie er geredet hat. Es sind [nun] 45 Jahre, seitdem der HERR dieses Wort zu Mose geredet hat, als Israel in der Wueste umherzog; und nun siehe, ich bin heute 85 Jahre alt. 14.11 Ich bin heute noch so stark wie an dem Tag, als Mose mich aussandte. Wie meine Kraft damals, so ist meine Kraft jetzt, sowohl zum Kampf als auch um aus- und einzuziehen. 14.12 Und nun gib mir dieses Gebirge, von dem der HERR an jenem Tag geredet hat! Denn du hast an jenem Tag gehoert, dass die Enakiter dort sind und grosse, feste Staedte. Vielleicht ist der HERR mit mir, dass ich sie vertreibe, wie der HERR geredet hat. 14.13 Da segnete ihn Josua und gab dem Kaleb, dem Sohn des Jefunne, Hebron zum Erbteil. 14.14 Daher wurde Hebron dem Kaleb, dem Sohn des Jefunne, dem Kenisiter, zum Erbteil bis zum heutigen Tag, weil er dem HERRN, dem Gott Israels, treu nachgefolgt war. 14.15 Der Name Hebrons war aber vorher Kirjat-Arba; er war der groesste Mann unter den Enakitern gewesen. - Und das Land hatte Ruhe vom Krieg. Erbteil des Stammes Juda. V. 1-4: 4Mo 34,3-5. \15\ 15.1 Und das Los fiel fuer den Stamm der Soehne Juda nach ihren Sippen zur Grenze Edoms hin, der Wueste Zin, auf das Suedland zu, im aeussersten Sueden. 15.2 Und ihre Suedgrenze verlief vom Ende des Salzmeeres, von der [Meeres]zunge an, die sich nach Sueden wendet, 15.3 und sie lief bis suedlich vom Anstieg Akrabbim und ging hinueber nach Zin und stieg [dann] suedlich von Kadesch-Barnea hinauf und ging hinueber nach Hezron, und sie stieg hinauf nach Addar und wandte sich nach Karka. 15.4 [Dann] ging sie hinueber nach Azmon und lief aus am Bach Aegyptens, und die Grenze endete am Meer. Das soll eure Suedgrenze sein. V. 5-9: Kap. 18,15-20. 15.5 Und die Grenze nach Osten war das Salzmeer bis an das Ende des Jordan. - Und die Grenze an der Nordseite war von der Meereszunge an, vom Ende des Jordan. 15.6 Und die Grenze stieg hinauf nach Bet-Hogla und ging hinueber noerdlich von Bet-Araba; und die Grenze stieg hinauf zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens. 15.7 Die Grenze stieg dann vom Tal Achor hinauf nach Debir, und sie wandte sich noerdlich nach Gilgal, welches dem Anstieg von Adummim gegenueber[liegt], der suedlich vom Bach ist. Und die Grenze ging hinueber zum Wasser En-Schemesch und sie endete bei En-Rogel. 15.8 Und die Grenze stieg das Tal Ben-Hinnom hinauf, suedlich zum Berghang der Jebusiter, das ist Jerusalem. Und die Grenze stieg an bis zum Gipfel des Berges, der [sich] vor dem Tal Hinnom nach Westen zu [erhebt], der am Ende der Refaim-Talebene nach Norden zu [liegt]. 15.9 Dann zog sich die Grenze vom Gipfel des Berges herum in Richtung auf die Quelle Me-Neftoach und lief zu den Staedten des Gebirges Efron hin. Die Grenze zog sich [dann] herum nach Baala, das ist Kirjat-Jearim. 15.10 Und von Baala wandte sich die Grenze nach Westen zum Gebirge Seir und ging hinueber zum Nordabhang des Berges Jearim, das ist Kesalon, und sie stieg hinunter nach Bet-Schemesch und ging hinueber nach Timna; 15.11 dann lief die Grenze [weiter] zum Nordabhang von Ekron. Und die Grenze zog sich herum nach Schikkaron und ging hinueber zum Berg Baala, und sie lief aus bei Jabneel; und [somit] endete die Grenze am Meer. - 15.12 Und die Westgrenze war das grosse Meer und die Kueste. Das war die Grenze der Soehne Juda ringsum nach ihren Sippen. V. 13-19: Ri 1,10-15. 15.13 Und dem Kaleb, dem Sohn des Jefunne, gab er ein Teil inmitten der Soehne Juda nach dem Befehl des HERRN an Josua: die Stadt des Arba, des Vaters Enaks, das ist Hebron. 15.14 Und Kaleb vertrieb von dort die drei Soehne Enaks, Scheschai und Ahiman und Talmai, Kinder Enaks. 15.15 Und von dort zog er hinauf gegen die Bewohner von Debir; der Name von Debir war aber frueher Kirjat-Sefer. 15.16 Und Kaleb sagte: Wer Kirjat-Sefer schlaegt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau. 15.17 Da nahm es Otniel ein, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau. 15.18 Und es geschah, als sie herbeikam, da trieb sie ihn an, von ihrem Vater ein Feld zu fordern. Und sie sprang vom Esel herab. Da sagte Kaleb zu ihr: Was hast du? 15.19 Sie sagte: Gib mir einen Segen! Denn ein [duerres] Suedland hast du mir gegeben. So gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr die oberen Quellen und die unteren Quellen. 15.20 Das war das Erbteil des Stammes der Soehne Juda nach ihren Sippen. V. 21-62: Kap. 19,1-9; Neh 11,25-30; V. 26-31: 1Chr 4,28-30. 15.21 Und die Staedte am Rand des Stammes der Soehne Juda, zur Grenze von Edom im Sueden hin, waren: Kabzeel, Eder, Jagur, 15.22 Kina, Dimona, Adada, 15.23 Kedesch, Hazor, Jitnan, 15.24 Sif, Telem, Bealot, 15.25 Hazor-Hadatta, Kerijot-Hezron, das ist Hazor, 15.26 Amam, Schema, Molada, 15.27 Hazar-Gadda, Heschmon, Bet-Pelet, 15.28 Hazar-Schual, Beerscheba, Bisjotja, 15.29 Baala, Ijjim, Ezem, 15.30 Eltolad, Kesil, Horma, 15.31 Ziklag, Madmanna, Sansanna, 15.32 Lebaot, Schilhim, Ajin und Rimmon. Alle Staedte sind 29 [an der Zahl] und [dazu noch] ihre Doerfer. - 15.33 In der Niederung: Eschtaol, Zora, Aschna, 15.34 Sanoach, En-Gannim, Tappuach, Enam, 15.35 Jarmut und Adullam, Socho und Aseka, 15.36 Schaarajim, Aditajim, Gedera und Gederotajim: vierzehn Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. 15.37 Zenan, Hadascha, Migdal-Gad, 15.38 Dilan, Mizpe, Jokteel, 15.39 Lachisch, Bozkat, Eglon, 15.40 Kabbon, Lachmas, Kitlisch, 15.41 Gederot, Bet-Dagon, Naama und Makkeda: sechzehn Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. 15.42 Libna, Eter, Aschan, 15.43 Jiftach, Aschna, Nezib, 15.44 Keila, Achsib und Marescha: neun Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer; 15.45 Ekron und seine Tochterstaedte und seine Doerfer; 15.46 von Ekron an und westwaerts alle, die seitlich von Aschdod [liegen], und [dazu noch] ihre Doerfer; 15.47 Aschdod, seine Tochterstaedte und seine Doerfer; Gaza, seine Tochterstaedte und seine Doerfer, bis zum Bach Aegyptens und dem grossen Meer und der Kueste. 15.48 Und im Gebirge: Schamir, Jattir, Socho, 15.49 Danna, Kirjat-Sanna, das ist Debir, 15.50 Anab, Eschtemo, Anim, 15.51 Goschen, Holon und Gilo: elf Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. 15.52 Arab, Duma, Eschan, 15.53 Janum, Bet-Tappuach, Afeka, 15.54 Humta, Kirjat-Arba, das ist Hebron, und Zior: neun Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. 15.55 Maon, Karmel, Sif, Jutta, 15.56 Jesreel, Jokdeam, Sanoach, 15.57 Kajiin, Gibea und Timna: zehn Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. 15.58 Halhul, Bet-Zur, Gedor, 15.59 Maarat, Bet-Anot und Eltekon: sechs Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. 15.60 Kirjat-Baal, das ist Kirjat-Jearim, und Rabba: zwei Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. - 15.61 In der Wueste: Bet-Araba, Middin, Sechacha, 15.62 Nibschan und die Salzstadt und En-Gedi: sechs Staedte und [dazu noch] ihre Doerfer. 15.63 Aber die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem, - die Soehne Juda konnten sie nicht vertreiben. Und die Jebusiter wohnen [zusammen] mit den Soehnen Juda in Jerusalem bis zum heutigen Tag. Erbteil des Stammes Ephraim. \16\ 16.1 Und das Los kam heraus fuer die Soehne Joseph vom Jordan bei Jericho an, dem Wasser von Jericho im Osten: die Wueste, die von Jericho aus zum Gebirge von Bethel hinaufsteigt. 16.2 Und [die Grenze] ging aus von Bethel nach Lus und ging hinueber zum Gebiet der Arkiter, nach Atarot, 16.3 und stieg westwaerts hinunter zum Gebiet der Jafletiter bis an das Gebiet vom unteren Bet-Horon und bis Geser; und sie endete am Meer. 16.4 So erhielten die Soehne Joseph, Manasse und Ephraim ihr Erbteil. 16.5 Es war aber [dies] die Grenze der Soehne Ephraim nach ihren Sippen: Die Grenze ihres Erbteils im Osten war Atarot-Addar bis Ober-Bet-Horon. 16.6 Und die Grenze lief zum Meer hin, Michmetat im Norden. Und die Grenze wandte sich nach Osten nach Taanat-Silo und ging daran vorbei ostwaerts nach Janoach. 16.7 Dann stieg sie von Janoha hinab nach Atarot und Naara und stiess an Jericho und lief am Jordan aus. 16.8 Von Tappuach ging die Grenze westwaerts zum Bach Kana, und sie endete am Meer. Das ist das Erbteil des Stammes der Soehne Ephraim nach ihren Sippen. 16.9 Und die ausgesonderten Staedte gehoerten den Soehnen Ephraim mitten im Erbteil der Soehne Manasse: alle Staedte und ihre Doerfer. - 16.10 Aber sie trieben die Kanaaniter nicht aus, die in Geser wohnten. Und die Kanaaniter blieben inmitten von Ephraim wohnen bis zum heutigen Tag, und sie wurden zu fronpflichtigen Knechten. Erbteil des halben Stammes Manasse. \17\ 17.14 Und das Los fiel fuer den Stamm Manasse - denn er war Josephs Erstgeborener -, [und zwar] fuer Machir, den Erstgeborenen Manasses, den Vater Gileads. Denn der war ein Kriegsmann, und es wurden ihm Gilead und Basan [zuteil]. 17.2 Und es fiel fuer die uebrigen Soehne Manasses nach ihren Sippen: fuer die Soehne des Abieser, fuer die Soehne des Helek und fuer die Soehne des Asriel, fuer die Soehne des Sichem, fuer die Soehne des Hefer und fuer die Soehne des Schemida; das waren die Soehne Manasses, des Sohnes Josephs, die maennlichen [Nachkommen] nach ihren Sippen. 17.3 Und Zelofhad, der Sohn Hefers, des Sohnes Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, hatte keine Soehne, sondern nur Toechter. Und dies sind die Namen seiner Toechter: Machla, Noa, Hogla, Milka und Tirza. 17.4 Und sie traten hinzu vor den Priester Eleasar und vor Josua, den Sohn des Nun, und vor die Fuersten und sagten: Der HERR hat Mose geboten, uns ein Erbteil unter unseren Bruedern zu geben. Da gab er ihnen nach dem Befehl des HERRN ein Erbteil unter den Bruedern ihres Vaters. 17.5 So fielen dem Manasse zehn Anteile zu, ausser dem Land Gilead und Basan, das jenseits des Jordan [liegt]. 17.6 Denn die Toechter Manasses erhielten ein Erbteil unter seinen Soehnen. Das Land Gilead aber wurde den uebrigen Soehnen Manasses [zuteil]. 17.7 Die Grenze Manasses war von Asser nach Michmetat, das gegenueber von Sichem [liegt]. Und die Grenze ging [dann] nach rechts zu den Bewohnern von En-Tappuach hin. 17.8 Dem Manasse gehoerte das Land Tappuach; aber Tappuach [selbst] an der Grenze Manasses gehoerte den Soehnen Ephraim. 17.9 Und die Grenze stieg hinab zum Bach Kana, [und zwar] auf der Suedseite des Baches. Diese Staedte gehoerten Ephraim inmitten der Staedte Manasses. Und das Gebiet Manasses war noerdlich vom Bach und endete am Meer. 17.10 Nach Sueden zu [gehoerte es] Ephraim und nach Norden zu Manasse. Das Meer war seine Grenze. Und an Asser stiessen sie im Norden, an Issaschar [dagegen] im Osten. 17.11 Und dem Manasse gehoerte in Issaschar und in Asser: Bet-Schean und seine Tochterstaedte, Jibleam und seine Tochterstaedte, die Bewohner von Dor und seine Tochterstaedte, die Bewohner von En-Dor und seine Tochterstaedte, die Bewohner von Taanach und seine Tochterstaedte und die Bewohner von Megiddo und seine Tochterstaedte: das Dreihuegelgebiet. - 17.12 Aber die Soehne Manasse konnten diese Staedte nicht in Besitz nehmen; so gelang es den Kanaanitern, in diesem Land wohnen zu bleiben. 17.13 Und es geschah, als die Soehne Israel staerker wurden, machten sie die Kanaaniter zu Zwangsarbeitern; aber sie vertrieben sie keineswegs. 17.14 Und die Soehne Joseph redeten zu Josua: Warum hast du mir als Erbteil [nur] ein Los und einen Anteil gegeben? Ich bin doch ein zahlreiches Volk, weil der HERR mich so [reich] gesegnet hat! 17.15 Da sagte Josua zu ihnen: Wenn du ein zahlreiches Volk bist, steige in den Wald hinauf und rode fuer dich dort im Land der Perisiter und der Refaiter, weil dir das Gebirge Ephraim zu eng ist! 17.16 Die Soehne Joseph aber sagten: Das Gebirge reicht fuer uns nicht aus, und bei allen Kanaanitern, die im Flachland wohnen, sind eiserne Wagen: bei denen in Bet-Schean und seinen Tochterstaedten und bei denen im Tal Jesreel. 17.17 Da sagte Josua zum Haus Joseph, zu Ephraim und zu Manasse: Du bist ein zahlreiches Volk und hast eine grosse Kraft. Du sollst nicht [nur] ein Los haben, 17.18 sondern ein Gebirge soll dir [zuteil] werden. Es ist ja ein Wald, den kannst du roden, und [auch] seine Auslaeufer sollen dir gehoeren. Denn du wirst die Kanaaniter vertreiben, auch wenn sie eiserne Wagen haben, - auch wenn sie stark sind. Das Heiligtum in Silo - Weitere Vorbereitungen zur Auslosung des Landes. \18\ 18.1 Und die ganze Gemeinde der Soehne Israel versammelte sich in Silo, und sie schlugen dort das Zelt der Begegnung auf; und das Land war vor ihnen unterjocht. 18.2 Es blieben aber unter den Soehnen Israel sieben Staemme uebrig, die ihr Erbteil noch nicht [unter sich] verteilt hatten. 18.3 Da sagte Josua zu den Soehnen Israel: Wie lange [noch] seid ihr [zu] nachlaessig, um hinzugehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das der HERR, der Gott eurer Vaeter, euch gegeben hat? 18.4 Nehmt euch drei Maenner fuer [je] einen Stamm, die ich [dann] aussenden werde! Und sie sollen sich aufmachen, das Land durchwandern und es aufschreiben entsprechend ihrem Erbteil und [dann] zu mir kommen. 18.5 Sie sollen es unter sich in sieben Teile aufteilen. Juda soll auf seinem Gebiet bleiben gegen Sueden, und das Haus Joseph bleibt auf seinem Gebiet im Norden. 18.6 Ihr aber sollt das Land zu sieben Teilen aufschreiben und mir [das Verzeichnis] hierherbringen. Ich werde euch dann das Los werfen hier vor dem HERRN, unserem Gott. 18.7 Denn die Leviten haben keinen Anteil in eurer Mitte, sondern das Priestertum des HERRN ist ihr Erbteil. Gad und Ruben und der halbe Stamm Manasse haben jenseits des Jordan, im Osten, ihr Erbteil empfangen, das Mose, der Knecht des HERRN, ihnen gegeben hat. 18.8 Und die Maenner machten sich auf und gingen hin. Und Josua befahl denen, die hingingen, um das Land aufzuschreiben: Geht hin, durchwandert das Land und schreibt es auf, und kommt wieder zu mir! Und hier werde ich euch das Los werfen vor dem HERRN, [hier] in Silo. 18.9 Da gingen die Maenner und durchzogen das Land und schrieben es nach Staedten zu sieben Teilen in einem Buch auf. Dann kamen sie [zurueck] zu Josua ins Lager nach Silo. 18.10 Da warf ihnen Josua das Los in Silo vor dem HERRN. Dort verteilte Josua das Land an die Soehne Israel entsprechend ihren Volksgruppen. Erbteil des Stammes Benjamin. 18.11 Und es kam herauf das Los des Stammes der Soehne Benjamin nach ihren Sippen. Das Gebiet ihres Loses erstreckte sich zwischen den Soehnen Juda und den Soehnen Joseph. 18.12 Ihre Grenze auf der Nordseite fing am Jordan an. Und die Grenze stieg im Norden den Abhang von Jericho hinauf und stieg auf das Gebirge im Westen und endete in der Wueste bei Bet-Awen. 18.13 Und von dort ging die Grenze hinueber nach Lus, zum Suedabhang von Lus, das ist Bethel. Und die Grenze fiel ab nach Atarot-Addar, bei dem Berg, der suedlich von dem unteren Bet-Horon [liegt]. - 18.14 Dann zog sich die Grenze herum und wandte sich zur Westseite, suedlich von dem Berg, der vor Bet-Horon nach Sueden hin [liegt], und endete in Kirjat-Baal, das ist Kirjat-Jearim, eine Stadt der Soehne Juda; das war die Westseite. V. 15-20: Kap. 15,5-9. 18.15 Und die Suedseite [begann] am Ende von Kirjat-Jearim. Und die Grenze lief nach Westen hin, und sie lief zur Quelle Me-Neftoach. 18.16 Und die Grenze lief hinab zum Fuss des Berges, der vor dem Tal Ben-Hinnom in der Talebene der Rafaiter nach Norden zu [liegt]. Und sie lief das Tal Hinnom hinab zum Suedabhang der Jebusiter, und sie fiel ab nach En-Rogel hin, 18.17 und sie zog sich herum nach Norden zu, lief nach En-Schemesch und lief nach Gelilot hin, das dem Anstieg Adummim gegenueber[liegt]. Und sie lief hinab zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens, hin 18.18 und ging hinueber zum Berghang, der der Steppe im Norden gegenueber[liegt], und lief hinab zur Steppe. 18.19 Und die Grenze ging hinueber zum Nordabhang von Bet-Hogla, und die Grenze endete bei der Nordzunge des Salzmeeres, am Suedende des Jordan. Das war die Suedgrenze. - 18.20 Und der Jordan begrenzte es an der Ostseite. Das war das Erbteil der Soehne Benjamin nach seinen Grenzen ringsum, nach ihren Sippen. 18.21 Die Staedte des Stammes der Soehne Benjamin nach ihren Sippen waren: Jericho, Bet-Hogla und Emek-Keziz, 18.22 Bet-Araba, Zemarajim und Bethel, 18.23 Awim, Para und Ofra, 18.24 Kefar-Ammoni, Ofni und Geba: zwoelf Staedte und ihre Doerfer; 18.25 Gibeon, Rama und Beerot, 18.26 Mizpe, Kefira und Moza, 18.27 Rekem, Jirpeel und Tarala, 18.28 Zela, Elef, und die Jebusiter, das ist Jerusalem, Gibea, Kirjat: vierzehn Staedte und ihre Doerfer. Das war das Erbteil der Kinder Benjamin nach ihren Sippen. Erbteil des Stammes Simeon. V. 1-9: Kap. 15,21-62; V. 2-8: 1Chr 4,28-33. \19\ Und das zweite Los kam heraus fuer Simeon, fuer den Stamm der Soehne Simeon nach ihren Sippen. Und ihr Erbteil war mitten in dem Erbteil der Soehne Juda. 19.2 Und es wurde ihnen zum Erbteil: Beerscheba, Scheba und Molada, 19.3 Hazar-Schual, Baala und Ezem, 19.4 Eltolad, Betul und Horma, 19.5 Ziklag, Bet-Markabot und Hazar-Susa, 19.6 Bet-Lebaot und Scharuhen: dreizehn Staedte und ihre Doerfer; 19.7 Ajin, Rimmon, Eter und Aschan: vier Staedte und ihre Doerfer; 19.8 und alle Doerfer, die rings um diese Staedte [liegen], bis Baalat-Beer, [das ist] Sued-Ramat. Das war das Erbteil des Stammes der Soehne Simeon nach ihren Sippen. 19.9 Aus dem Anteil der Soehne Juda war das Erbteil der Soehne Simeon [genommen]; denn das Teil der Soehne Juda war zu gross fuer sie. Und so erhielten die Soehne Simeon ihr Erbteil mitten in deren Erbteil. Erbteil des Stammes Sebulon. 19.10 Und das dritte Los kam heraus fuer die Soehne Sebulon nach ihren Sippen. Und die Grenze ihres Erbteils war bis Sarid. 19.11 Und ihre Grenze stieg westwaerts hinauf, und zwar nach Marala, und stiess an Dabbeschet und stiess an den Bach, der vor Jokneam [fliesst]. 19.12 Und sie wandte sich von Sarid ostwaerts gegen Sonnenaufgang zum Gebiet von Kislot-Tabor und verlief nach Daberat hin und stieg hinauf nach Jafia. 19.13 Von dort ging sie nach Osten hinueber gegen [Sonnen]aufgang nach Gat-Hefer, nach Et-Kazin und lief nach Rimmon, das sich nach Nea hin erstreckt. 19.14 Und die Grenze zog sich darum herum noerdlich nach Hannaton und endete im Tal Jiftach-El; . . . 19.15 und Kattat, Nahalal, Schimron, Jidala und Bethlehem: zwoelf Staedte und ihre Doerfer. 19.16 Das war das Erbteil der Soehne Sebulon nach ihren Sippen, diese Staedte und ihre Doerfer. Erbteil des Stammes Issaschar. 19.17 Fuer Issaschar kam das vierte Los heraus, fuer die Soehne Issaschar nach ihren Sippen. 19.18 Und ihr Gebiet war: nach Jesreel hin Kesullot und Schunem, 19.19 Hafarajim, Schion und Anaharat, 19.20 Rabbit, Kischjon und Ebez, 19.21 Remet, En-Gannim, En-Hadda und Bet-Pazzez. 19.22 Und die Grenze stiess an Tabor, Schahazajim, Bet-Schemesch, und ihre Grenze endete am Jordan: sechzehn Staedte und ihre Doerfer. 19.23 Das war das Erbteil des Stammes der Soehne Issaschar nach ihren Sippen, die Staedte und ihre Doerfer. Erbteil des Stammes Asser. 19.24 Und das fuenfte Los kam heraus fuer den Stamm der Soehne Asser nach ihren Sippen. 19.25 Ihre Grenze war: Helkat, Hali, Beten und Achschaf, 19.26 Alammelech, Amad und Mischal. Sie stiess an den Karmel im Westen und an den Schihor-Libnat, 19.27 und sie kehrte um gegen Sonnenaufgang nach Bet-Dagon und stiess an Sebulon und an das Tal Jiftach-El im Norden, [dann an] Bet-Emek und Negiel, und sie lief links weiter nach Kabul, 19.28 Ebron und Rehob, Hammon und Kana bis nach Sidon, der grossen [Stadt]. 19.29 Und die Grenze kehrte um nach Rama und bis zur befestigten Stadt Tyrus. Und die Grenze kehrte um nach Hosa, und sie endete am Meer von Hebel nach Achsib; . . . 19.30 und Umma, Afek und Rehob: 22 Staedte und ihre Doerfer. 19.31 Das war das Erbteil des Stammes der Soehne Asser nach ihren Sippen, diese Staedte und ihre Doerfer. Erbteil des Stammes Naftali. 19.32 Fuer die Soehne Naftali kam das sechste Los heraus, fuer die Soehne Naftali nach ihren Sippen. 19.33 Und ihre Grenze war von Helef, von der Terebinthe bei Zaanannim, und Adami-Nekeb und Jabneel bis Lakkum, und sie endete am Jordan. 19.34 Und die Grenze wandte sich nach Westen in Richtung Asnot-Tabor und lief von dort nach Hukkok. Sie stiess im Sueden an Sebulon, waehrend sie im Westen an Asser stiess und an Juda am Jordan gegen Sonnenaufgang. 19.35 Befestigte Staedte waren: Ziddim, Zer und Hammat, Rakkat und Kinneret, 19.36 Adama, Rama und Hazor, 19.37 Kedesch, Edrei und En-Hazor, 19.38 Jiron und Migdal-El, Horem, Bet-Anat und Bet-Schemesch: neunzehn Staedte und ihre Doerfer. 19.39 Das war das Erbteil des Stammes der Soehne Naftali nach ihren Sippen, die Staedte und ihre Doerfer. Erbteil des Stammes Dan. 19.40 Fuer den Stamm der Soehne Dan nach ihren Sippen kam das siebte Los heraus. 19.41 Und das Gebiet ihres Erbteils war: Zora, Eschtaol und Ir-Schemesch, 19.42 Schaalbim und Ajalon und Jitla, 19.43 Elon, Timna und Ekron, 19.44 Elteke, Gibbeton und Baalat, 19.45 Jehud, Bene-Berak und Gat-Rimmon, 19.46 Me-Jarkon und Rakkon mit dem Gebiet gegenueber Jafo. 19.47 Und das Gebiet der Soehne Dan ging ihnen [verloren]. Und die Soehne Dan zogen hinauf und kaempften gegen Leschem; und sie nahmen es ein und schlugen es mit der Schaerfe des Schwertes, nahmen es in Besitz und wohnten darin. Und sie nannten Leschem Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan. 19.48 Das war das Erbteil des Stammes der Soehne Dan nach ihren Sippen, diese Staedte und ihre Doerfer. Erbteil des Josua. 19.49 Als sie die Verteilung des Landes nach seinen [einzelnen] Gebieten vollendet hatten, gaben die Soehne Israel Josua, dem Sohn des Nun, ein Erbteil in ihrer Mitte. 19.50 Nach dem Befehl des HERRN gaben sie ihm die Stadt, die er forderte, Timnat-Serach im Gebirge Ephraim. Und er baute die Stadt und wohnte darin. 19.51 Das sind die Erbteile, die der Priester Eleasar und Josua, der Sohn des Nun, und die Familienoberhaeupter der Staemme der Soehne Israel durch das Los austeilten in Silo vor dem HERRN, an dem Eingang des Zeltes der Begegnung. Und so vollendeten sie die Verteilung des Landes. Verordnung ueber Zufluchtsstaedte. 4Mo 35,9-29; 5Mo 19,1-13. \20\ 20.1 Und der HERR redete zu Josua: 20.2 Rede zu den Soehnen Israel: Bestimmt fuer euch die Zufluchtsstaedte, von denen ich durch Mose zu euch geredet habe, 20.3 damit dorthin ein Totschlaeger fliehen [kann], der jemanden aus Versehen, unabsichtlich, erschlagen hat! Sie sollen euch als Zuflucht vor dem Blutraecher dienen. 20.4 Und er soll in eine von diesen Staedten fliehen und am Eingang des Stadttores stehen und vor den Ohren der Aeltesten jener Stadt seine Sache vorbringen. Und sie sollen ihn zu sich in die Stadt aufnehmen und ihm einen Ort geben, damit er bei ihnen wohnt. 20.5 Und wenn der Blutraecher ihm nachjagt, dann sollen sie den Totschlaeger nicht in seine Hand ausliefern; denn er hat seinen Naechsten unabsichtlich erschlagen und hat ihn vorher nicht gehasst. 20.6 Und er soll in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde vor Gericht gestanden hat, bis zum Tod des Hohenpriesters, der in jenen Tagen sein wird. Dann mag der Totschlaeger zurueckkehren und in seine Stadt und in sein Haus gehen, in die Stadt, aus der er geflohen ist. - 20.7 Und sie heiligten Kedesch in Galilaea auf dem Gebirge Naftali, und Sichem auf dem Gebirge Ephraim, und Kirjat-Arba, das ist Hebron, auf dem Gebirge Juda. 20.8 Und jenseits des Jordan, oestlich von Jericho, bestimmten sie Bezer in der Wueste, in der Ebene, aus dem Stamm Ruben, und Ramot in Gilead, aus dem Stamm Gad, und Golan in Basan, aus dem Stamm Manasse. 20.9 Das waren die bestimmten Staedte fuer alle Soehne Israel und fuer den Fremden, der in ihrer Mitte weilte, dass dorthin jeder fliehen konnte, der jemanden aus Versehen erschlagen hatte, damit er nicht durch die Hand des Blutraechers starb, bevor er vor der Gemeinde gestanden hatte. Staedte fuer die Leviten. V. 1-8: 4Mo 35,1-8. \21\ 21.1 Da traten die Familienoberhaeupter der Leviten zum Priester Eleasar und zu Josua, dem Sohn des Nun, und zu den Familienoberhaeuptern der Staemme der Soehne Israel 21.2 und sagten zu ihnen in Silo, im Land Kanaan: Der HERR hat durch Mose geboten, uns Staedte zum Wohnen zu geben sowie deren Weideplaetze fuer unser Vieh. 21.3 Da gaben die Soehne Israel den Leviten von ihrem Erbteil nach dem Befehl des HERRN diese Staedte und ihre Weideplaetze: 21.4 Und das Los kam heraus fuer die Sippen der Kehatiter. Und die Soehne des Priesters Aaron von den Leviten erhielten vom Stamm Juda und vom Stamm der Simeoniter und vom Stamm Benjamin durch das Los dreizehn Staedte; 21.5 und die uebrigen Soehne Kehats von den Sippen des Stammes Ephraim und vom Stamm Dan und vom halben Stamm Manasse durch das Los zehn Staedte. 21.6 Und die Soehne des Gerschon [erhielten] von den Sippen des Stammes Issaschar und vom Stamm Asser und vom Stamm Naftali und vom halben Stamm Manasse in Basan durch das Los dreizehn Staedte; 21.7 die Soehne des Merari nach ihren Sippen vom Stamm Ruben und vom Stamm Gad und vom Stamm Sebulon zwoelf Staedte. 21.8 So gaben die Soehne Israel den Leviten diese Staedte und ihre Weideplaetze durch das Los, wie der HERR durch Mose geboten hatte. V. 9-19: 1Chr 6,39-45. 21.9 Und sie gaben vom Stamm der Soehne Juda und vom Stamm der Soehne Simeon folgende Staedte, die man mit Namen nannte. 21.10 Und sie wurden den Soehnen Aarons von den Sippen der Kehatiter aus den Soehnen Levi, [zuteil], denn fuer sie war das erste Los. 21.11 Und sie gaben ihnen die Stadt des Arba, des Vaters des Enak, das ist Hebron, im Gebirge Juda, und ihre Weideplaetze rings um sie her. 21.12 Aber das Feld der Stadt und ihre Doerfer gaben sie Kaleb, dem Sohn des Jefunne, als sein Eigentum. 21.13 Den Soehnen des Priesters Aaron gaben sie die Zufluchtsstadt fuer den Totschlaeger: Hebron und seine Weideplaetze, sowie Libna und seine Weideplaetze, 21.14 Jattir und seine Weideplaetze, Eschtemoa und seine Weideplaetze, 21.15 Holon und seine Weideplaetze, Debir und seine Weideplaetze, 21.16 Ajin und seine Weideplaetze, Jutta und seine Weideplaetze, Bet-Schemesch und seine Weideplaetze: neun Staedte von diesen beiden Staemmen. 21.17 Und vom Stamm Benjamin: Gibeon und seine Weideplaetze, Geba und seine Weideplaetze, 21.18 Anatot und seine Weideplaetze, Almon und seine Weideplaetze: vier Staedte. 21.19 Alle Staedte der Soehne Aarons, der Priester: dreizehn Staedte und ihre Weideplaetze. V. 20-40: 1Chr 6,51-66. 21.20 Und was die Sippen der Soehne des Kehat, der Leviten, [und zwar] die uebrigen von den Soehnen des Kehat, betrifft, so waren die Staedte ihres Loses vom Stamm Ephraim. 21.21 Und sie gaben ihnen die Zufluchtsstadt fuer den Totschlaeger: Sichem und seine Weideplaetze auf dem Gebirge Ephraim, Geser und seine Weideplaetze, 21.22 Kibzajim und seine Weideplaetze, Bet-Horon und seine Weideplaetze: vier Staedte. 21.23 Und vom Stamm Dan: Elteke und seine Weideplaetze, Gibbeton und seine Weideplaetze, 21.24 Ajalon und seine Weideplaetze, Gat-Rimmon und seine Weideplaetze: vier Staedte. 21.25 Und von der Haelfte des Stammes Manasse: Taanach und seine Weideplaetze, Gat-Rimmon und seine Weideplaetze: zwei Staedte. 21.26 Alle Staedte [waren] zehn und ihre Weideplaetze fuer die Sippen der uebrigen Soehne des Kehat. 21.27 Und den Soehnen Gerschon aus den Sippen der Leviten [gaben sie] vom halben Stamm Manasse die Zufluchtsstadt fuer den Totschlaeger: Golan in Basan und seine Weideplaetze sowie Beeschtera und seine Weideplaetze: zwei Staedte. 21.28 Und vom Stamm Issaschar: Kirschjon und seine Weideplaetze, Daberat und seine Weideplaetze, 21.29 Jarmut und seine Weideplaetze, En-Gannim und seine Weideplaetze: vier Staedte. 21.30 Und vom Stamm Asser: Mischal und seine Weideplaetze, Abdon und seine Weideplaetze, 21.31 Helkat und seine Weideplaetze und Rehob und seine Weideplaetze: vier Staedte. 21.32 Und vom Stamm Naftali die Zufluchtsstadt fuer den Totschlaeger: Kedesch in Galilaea und seine Weideplaetze und Hammot-Dor und seine Weideplaetze und Kartan und seine Weideplaetze: drei Staedte. 21.33 Alle Staedte der Gerschoniter nach ihren Sippen: dreizehn Staedte und ihre Weideplaetze. 21.34 Und den Sippen der Soehne des Merari, den uebrigen Leviten, [gaben sie] vom Stamm Sebulon: Jokneam und seine Weideplaetze, Karta und seine Weideplaetze, 21.35 Dimna und seine Weideplaetze, Nahalal und seine Weideplaetze: vier Staedte. 21.36 Und vom Stamm Ruben: Bezer und seine Weideplaetze und Jahaz und seine Weideplaetze, 21.37 Kedemot und seine Weideplaetze, Mefaat und seine Weideplaetze: vier Staedte. 21.38 Und vom Stamm Gad die Zufluchtsstadt fuer den Totschlaeger: Ramot in Gilead und seine Weideplaetze und Mahanajim und seine Weideplaetze, 21.39 Heschbon und seine Weideplaetze, Jaser und seine Weideplaetze; alle Staedte [waren] vier. 21.40 Alle [diese] Staedte [gehoerten] den Soehnen Meraris nach ihren Sippen, den uebrigen von den Sippen der Leviten, so dass ihr Los zwoelf Staedte umfasste. 21.41 Alle Staedte der Leviten inmitten des Eigentums der Soehne Israel: 48 Staedte und ihre Weideplaetze. 21.42 Diese Staedte hatten, Stadt fuer Stadt, ihre Weideplaetze rings um sich her: so war es bei allen diesen Staedten. 21.43 So gab der HERR Israel das ganze Land, das er ihren Vaetern zu geben geschworen hatte. Und sie nahmen es in Besitz und wohnten darin. 21.44 Und der HERR verschaffte ihnen Ruhe ringsumher, ganz wie er es ihren Vaetern geschworen hatte. Und keiner von allen ihren Feinden hielt vor ihnen stand; alle ihre Feinde gab der HERR in ihre Hand. 21.45 Es fiel kein Wort dahin von all den guten Worten, die der HERR zum Haus Israel geredet hatte. Alles traf ein. Heimkehr der Maenner der Staemme im Ostjordanland - Ihr Altar am Jordan. \22\ 22.1 Damals rief Josua die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse [zusammen], 22.2 und er sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was Mose, der Knecht des HERRN, euch geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch befohlen habe. 22.3 Ihr habt eure Brueder nicht verlassen diese lange Zeit bis zum heutigen Tag und habt das Gebot des HERRN, eures Gottes, treu gehalten. 22.4 Nun aber hat der HERR, euer Gott, euren Bruedern Ruhe verschafft, wie er zu ihnen geredet hatte. Nun denn, kehrt um und geht wieder zu euren Zelten, in das Land eures Eigentums, das Mose, der Knecht des HERRN, euch jenseits des Jordan gegeben hat! 22.5 Nur achtet genau darauf, das Gebot und das Gesetz zu tun, das Mose, der Knecht des HERRN, euch befohlen hat: den HERRN, euren Gott, zu lieben und auf allen seinen Wegen zu wandeln und seine Gebote zu halten und ihm anzuhaengen und ihm zu dienen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele! 22.6 Und Josua segnete sie und entliess sie; und sie gingen zu ihren Zelten. 22.7 Dem halben Stamm Manasse hatte Mose in Basan [ein Erbteil] gegeben; aber seiner [anderen] Haelfte gab Josua [ein Erbteil] bei ihren Bruedern jenseits des Jordan, nach Westen zu. Und als Josua sie in ihre Zelte entliess, segnete er sie 22.8 und sagte zu ihnen: Kehrt zu euren Zelten zurueck mit grossem Reichtum und mit sehr viel Vieh, mit Silber und mit Gold und mit Bronze und mit Eisen und mit Kleidern in grosser Menge! Teilt die Beute eurer Feinde mit euren Bruedern! 22.9 Da kehrten die Soehne Ruben und die Soehne Gad und der halbe Stamm Manasse zurueck und zogen fort von den Soehnen Israel, von Silo, das im Land Kanaan [liegt], um ins Land Gilead, in das Land ihres Eigentums zu ziehen, in dem sie sich ansaessig gemacht hatten auf Befehl des HERRN durch Mose. 22.10 Und als sie in die Bezirke des Jordan kamen, die [noch] im Land Kanaan [liegen], da bauten die Soehne Ruben und die Soehne Gad und der halbe Stamm Manasse dort einen Altar am Jordan, einen Altar, gross von Aussehen. 22.11 Sorge Israels um die Treue der oestlichen Staemme zum HERRN Und die Soehne Israel hoerten sagen: Siehe, die Soehne Ruben und die Soehne Gad und der halbe Stamm Manasse haben den Altar gebaut vor das Land Kanaan in den Bezirken des Jordan nach der Seite der Soehne Israel. 22.12 Und als die Soehne Israel es hoerten, versammelte sich die ganze Gemeinde der Soehne Israel nach Silo, um gegen sie zum Krieg hinaufzuziehen. 22.13 Und die Soehne Israel sandten zu den Soehnen Ruben und zu den Soehnen Gad und zu dem halben Stamm Manasse, ins Land Gilead, Pinhas, den Sohn des Priesters Eleasar, 22.14 und zehn Fuersten mit ihm, je einen Fuerst fuer ein Vaterhaus von allen Staemmen Israels. Und jeder von ihnen war das Haupt seines Vaterhauses in den Tausendschaften Israels. 22.15 Und sie kamen zu den Soehnen Ruben und zu den Soehnen Gad und zu dem halben Stamm Manasse ins Land Gilead und redeten mit ihnen: 22.16 So spricht die ganze Gemeinde des HERRN: Was ist das fuer eine Untreue, die ihr gegen den Gott Israels geuebt habt, dass ihr euch heute abwendet von dem HERRN, indem ihr euch einen Altar baut, um euch heute gegen den HERRN aufzulehnen? 22.17 Haben wir noch nicht genug an der Suende mit Peor, von der wir uns bis zum heutigen Tag [noch] nicht gereinigt haben -, worauf doch die Plage ueber die Gemeinde des HERRN kam? 22.18 Und ihr, ihr wendet euch heute vom HERRN ab! Und es wird geschehen, wenn ihr euch heute gegen den HERRN auflehnt, dann wird er morgen ueber die ganze Gemeinde Isaels zuernen. 22.19 Jedoch wenn das Land, das euch gehoert, unrein ist, dann kommt herueber in das Land, das dem HERRN gehoert, wo die Wohnung des HERRN steht, und macht euch unter uns ansaessig! Aber gegen den HERRN duerft ihr euch nicht auflehnen, und [auch] gegen uns duerft ihr euch nicht auflehnen, indem ihr euch einen Altar baut neben dem Altar des HERRN, unseres Gottes. 22.20 Hat nicht Achan, der Sohn Serachs, Untreue an dem Gebannten geuebt? Und ueber die ganze Gemeinde Israels erging der Zorn; und er kam nicht als einziger wegen seiner Schuld um. 22.21 Und die Soehne Ruben und die Soehne Gad und der halbe Stamm Manasse antworteten und redeten zu den Haeuptern der Tausendschaften Israels: 22.22 Der Gott der Goetter, der HERR, der Gott der Goetter, der HERR, er weiss es, und Israel soll es wissen: Wenn [das] in Auflehnung oder in Untreue gegen den HERRN [geschehen ist], [dann] sollst du uns heute nicht retten. 22.23 [Und wenn es so ist], dass wir uns einen Altar gebaut haben, um uns vom HERRN abzuwenden, und wenn [es geschehen ist], um Brandopfer und Speisopfer darauf zu opfern, und wenn [es geschehen ist], um Heilsopfer darauf darzubringen, dann moege uns der HERR zur Rechenschaft ziehen! 22.24 Vielmehr taten wir dies aus Besorgnis, aus einem [bestimmten] Grund, als wir [uns] sagten: Kuenftig werden eure Soehne zu unseren Soehnen sagen: Was habt ihr mit dem HERRN, dem Gott Israels, zu tun? 22.25 Der HERR hat ja eine Grenze zwischen uns und euch gesetzt, ihr Soehne Ruben und ihr Soehne Gad, naemlich den Jordan. Ihr habt keinen Anteil am HERRN! So koennten eure Soehne unsere Soehne [davon] abbringen, den HERRN zu fuerchten. 22.26 Darum sagten wir: Wir wollen uns daran machen, den Altar zu bauen, nicht fuer Brandopfer und nicht fuer Schlachtopfer, 22.27 sondern ein Zeuge soll er sein zwischen uns und euch und zwischen unseren Geschlechtern nach uns, damit wir den Dienst des HERRN vor ihm verrichten mit unseren Brandopfern und mit unseren Schlachtopfern und mit unseren Heilsopfern und damit nicht eure Soehne kuenftig zu unseren Soehnen sagen: Ihr habt keinen Anteil am HERRN! 22.28 Und wir sagten [uns]: Geschieht es, dass sie kuenftig zu uns oder zu unseren Geschlechtern [in dieser Weise] sprechen, dann werden wir antworten: Seht die Nachbildung des Altars des HERRN, die unsere Vaeter gemacht haben, [und zwar] nicht fuer Brandopfer und nicht fuer Schlachtopfer, sondern ein Zeuge [soll sie sein] zwischen uns und euch! 22.29 Fern von uns sei es, uns gegen den HERRN aufzulehnen und uns heute vom HERRN abzuwenden, indem wir einen Altar bauen fuer Brandopfer, fuer Speisopfer und fuer Schlachtopfer neben dem Altar des HERRN, unseres Gottes, der vor seiner Wohnung [steht]! 22.30 Und als der Priester Pinhas und die Fuersten der Gemeinde und die Haeupter der Tausendschaften Israels, die bei ihm waren, die Worte hoerten, die die Soehne Ruben und die Soehne Gad und die Soehne Manasse redeten, war es gut in ihren Augen. 22.31 Und Pinhas, der Sohn des Priesters Eleasar, sagte zu den Soehnen Ruben und zu den Soehnen Gad und zu den Soehnen Manasse: Heute erkennen wir, dass der HERR in unserer Mitte ist, weil ihr diese Untreue am HERRN nicht geuebt habt. Nun habt ihr die Soehne Israel vor der Hand des HERRN errettet. 22.32 Da kehrten Pinhas, der Sohn des Priesters Eleasar, und die Fuersten zurueck von den Soehnen Ruben und von den Soehnen Gad, aus dem Land Gilead ins Land Kanaan, zu den Soehnen Israel und brachten ihnen Antwort. 22.33 Und die Sache war gut in den Augen der Soehne Israel. Und die Soehne Israel dankten Gott und sprachen nicht mehr davon, gegen sie hinaufzuziehen zum Krieg, um das Land zu vernichten, in dem die Soehne Ruben und die Soehne Gad wohnten. 22.34 Und die Soehne Ruben und die Soehne Gad nannten den Altar [`Zeuge', indem sie sagten]: Denn Zeuge ist er zwischen uns, dass der HERR Gott ist. Josuas Mahnrede. \23\ 23.1 Und es geschah nach vielen Tagen, nachdem der HERR Israel Ruhe verschafft hatte vor allen seinen Feinden ringsumher und Josua alt geworden und hochbetagt war, 23.2 da rief Josua ganz Israel zusammen, seine Aeltesten und seine Haeupter und seine Richter und seine Aufseher und sagte zu ihnen: Ich bin alt geworden, [und] ich bin hochbetagt. 23.3 Und ihr, ihr habt alles gesehen, was der HERR, euer Gott, allen diesen Nationen euretwegen getan hat. Denn der HERR, euer Gott, er ist es, der fuer euch gekaempft hat. 23.4 Seht, ich habe euch diese uebrigen Nationen durchs Los als Erbteil zugeteilt nach euren Staemmen, vom Jordan an, sowie alle Nationen, die ich ausgerottet habe, bis an das grosse Meer gegen Sonnenuntergang. 23.5 Und der HERR, euer Gott, er selbst wird sie vor euch ausstossen und sie vor euch vertreiben. Und ihr werdet ihr Land in Besitz nehmen, wie der HERR, euer Gott, zu euch geredet hat. 23.6 So haltet denn ganz fest daran, alles zu befolgen und zu tun, was in dem Buch des Gesetzes Moses geschrieben ist, dass ihr nicht davon abweicht, weder zur Rechten noch zur Linken, 23.7 damit ihr nicht in diesen Nationen aufgeht, [in] denen, die bei euch uebriggeblieben sind! Den Namen ihrer Goetter sollt ihr nicht nennen! Ihr sollt nicht [bei ihnen] schwoeren! Ihr sollt ihnen nicht dienen, und ihr sollt sie nicht anbeten! 23.8 Sondern dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr anhaengen, so wie ihr es getan habt bis zum heutigen Tag! 23.9 Und der HERR hat grosse und starke Nationen vor euch vertrieben. Ihr aber - niemand hat vor euch standgehalten bis zum heutigen Tag: 23.10 Ein Mann von euch jagt tausend. Denn der HERR, euer Gott, er ist es, der fuer euch kaempft, wie er zu euch geredet hat. 23.11 So achtet um eures Lebens willen genau darauf, den HERRN, euren Gott, zu lieben! 23.12 Denn wenn ihr euch abwendet und euch an den Rest dieser Nationen haengt, an die, die bei euch uebriggeblieben sind, und euch mit ihnen verschwaegert und in ihnen aufgeht und sie in euch, 23.13 dann sollt ihr mit Sicherheit wissen, dass der HERR, euer Gott, nicht fortfahren wird, diese Nationen vor euch zu vertreiben. Und sie werden euch [dann] zum Fangnetz und zur Falle werden, zur Geissel in euren Flanken und zu Stacheln in euren Augen, bis ihr aus diesem guten Land weggerafft werdet, das der HERR, euer Gott, euch gegeben hat. 23.14 Und siehe, ich gehe heute den Weg der ganzen Erde. Und ihr wisst mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, dass [auch] nicht ein Wort hingefallen ist von all den guten Worten, die der HERR, euer Gott, ueber euch geredet hat: alle sind sie eingetroffen fuer euch; kein einziges Wort davon ist hingefallen. 23.15 Aber es wird geschehen: wie jedes gute Wort ueber euch gekommen ist, das der HERR, euer Gott, zu euch geredet hat, ebenso wird der HERR jedes boese Wort ueber euch kommen lassen, bis er euch aus diesem guten Land ausgerottet haben wird, das der HERR, euer Gott, euch gegeben hat. 23.16 Wenn ihr den Bund des HERRN, eures Gottes, den er euch geboten hat, uebertretet und hingeht und andern Goettern dient und sie anbetet, dann wird der Zorn des HERRN ueber euch entbrennen, und ihr werdet schnell weggerafft aus dem guten Land, das er euch gegeben hat. Erneuerung des Bundes - Tod von Josua und Eleasar. \24\ 24.1 Und Josua versammelte alle Staemme Israels nach Sichem und berief die Aeltesten Israels, seine Haeupter, seine Richter und seine Aufseher. Und sie traten vor Gott. 24.2 Und Josua sprach zu dem ganzen Volk: So spricht der HERR, der Gott Israels: Jenseits des Stroms haben eure Vaeter vorzeiten gewohnt, [und zwar] Terach, der Vater Abrahams und der Vater Nahors, und sie dienten andern Goettern. 24.3 Und ich nahm euren Vater Abraham von jenseits des Stroms und liess ihn im ganzen Land Kanaan umherziehen, und ich mehrte seine Nachkommen und gab ihm Isaak. 24.4 Und dem Isaak gab ich Jakob und Esau, und dem Esau gab ich das Gebirge Seir, es zu besitzen. Jakob aber und seine Soehne zogen nach Aegypten hinab. 24.5 Und ich sandte Mose und Aaron und schlug Aegypten, so wie ich es unter ihnen getan habe; und danach fuehrte ich euch heraus. 24.6 Und ich fuehrte eure Vaeter aus Aegypten, und ihr kamt ans Meer. Aegypten aber jagte euren Vaetern mit Wagen und mit Reitern bis ans Schilfmeer nach. 24.7 Da schrieen sie zum HERRN, und er setzte Finsternis zwischen euch und die Aegypter und liess das Meer ueber sie kommen, und es bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, was ich an Aegypten getan habe. Dann wohntet ihr eine lange Zeit in der Wueste. 24.8 Und ich brachte euch in das Land der Amoriter, die jenseits des Jordan wohnten, und sie kaempften gegen euch. Und ich gab sie in eure Hand, und ihr nahmt ihr Land ein, und ich rottete sie vor euch aus. 24.9 Da erhob sich Balak, der Sohn des Zippor, der Koenig von Moab, und kaempfte gegen Israel. Und er sandte hin und liess Bileam, den Sohn des Beor, rufen, euch zu verfluchen. 24.10 Aber ich wollte nicht auf Bileam hoeren, und er musste euch segnen. Und ich errettete euch aus seiner Hand. 24.11 Ihr habt den Jordan ueberschritten und seid nach Jericho gekommen. Aber die Buerger von Jericho, die Amoriter, die Perisiter, die Kanaaniter, die Hetiter, die Girgaschiter, die Hewiter und die Jebusiter kaempften gegen euch, und ich gab sie in eure Hand. 24.12 Und ich schickte Entsetzen vor euch her, und es vertrieb sie vor euch, die beiden Koenige der Amoriter; [es geschah] nicht durch dein Schwert und nicht durch deinen Bogen. 24.13 Und ich gab euch ein Land, um das du dich nicht gemueht hattest, und Staedte, die ihr nicht gebaut hattet und in denen ihr [nun doch] wohnt. Von Weinbergen und Oelbaeumen, die ihr nicht gepflanzt habt, esst ihr. - 24.14 So fuerchtet nun den HERRN und dient ihm in Aufrichtigkeit und Treue! Und tut die Goetter weg, denen eure Vaeter jenseits des Stroms und in Aegypten gedient haben, und dient dem HERRN! 24.15 Ist es aber uebel in euren Augen, dem HERRN zu dienen, dann erwaehlt euch heute, wem ihr dienen wollt: entweder den Goettern, denen eure Vaeter gedient haben, als sie [noch] jenseits des Stroms waren, oder den Goettern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt! Ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen! 24.16 Da antwortete das Volk und sagte: Fern von uns sei es, den HERRN zu verlassen, um anderen Goettern zu dienen! 24.17 Denn der HERR, unser Gott, er ist es, der uns und unsere Vaeter aus dem Land Aegypten, aus dem Sklavenhaus, heraufgefuehrt hat und der vor unseren Augen diese grossen Zeichen getan und uns behuetet hat auf dem ganzen Weg, den wir gingen, und unter all den Voelkern, deren Mitte wir durchzogen. 24.18 Und der HERR hat alle Voelker und die Amoriter, die Bewohner des Landes, vor uns vertrieben. Auch wir wollen dem HERRN dienen, denn er ist unser Gott! 24.19 Da sagte Josua zum Volk: Ihr koennt dem HERRN nicht dienen. Denn er ist ein heiliger Gott, er ist ein eifersuechtiger Gott. Er wird euer Vergehen und eure Suenden nicht vergeben. 24.20 Verlasst ihr den HERRN und dient fremden Goettern, dann wird er sich wenden und euch Boeses antun und euch vernichten, nachdem er euch Gutes getan hat. 24.21 Und das Volk antwortete Josua: Nein, sondern dem HERRN wollen wir dienen! 24.22 Da sagte Josua zum Volk: Ihr seid Zeugen gegen euch selbst, dass ihr selbst euch den HERRN erwaehlt habt, um ihm zu dienen. Und sie sprachen: Wir sind Zeugen! 24.23 So tut nun die fremden Goetter weg, die unter euch sind, und neigt euer Herz zum HERRN, dem Gott Israels! 24.24 Und das Volk sagte zu Josua: Dem HERRN, unserem Gott, wollen wir dienen, und auf seine Stimme wollen wir hoeren! 24.25 Und Josua schloss einen Bund fuer das Volk an diesem Tag und setzte ihm Ordnung und Recht in Sichem fest. 24.26 Und Josua schrieb diese Worte in das Buch des Gesetzes Gottes. Und er nahm einen grossen Stein und richtete ihn dort auf unter der Terebinthe, die bei dem Heiligtum des HERRN steht. 24.27 Und Josua sagte zum ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge gegen uns sein; denn er hat alle Worte des HERRN gehoert, die er mit uns geredet hat. Und er soll Zeuge gegen euch sein, damit ihr euren Gott nicht verleugnet. 24.28 Und Josua entliess das Volk, jeden in sein Erbteil. 24.29 Und es geschah nach diesen Dingen, dass Josua, der Sohn des Nun, der Knecht des HERRN, im Alter von hundertzehn Jahren starb. 24.30 Und man begrub ihn im Gebiet seines Erbteils in Timnat-Serach, das im Gebirge Ephraim [liegt], noerdlich vom Berg Gaasch. 24.31 Und Israel diente dem HERRN alle Tage Josuas und alle Tage der Aeltesten, die Josua ueberlebten und die das ganze Werk des HERRN kannten, das er fuer Israel getan hatte. 24.32 Und die Gebeine Josephs, die die Soehne Israel aus Aegypten heraufgebracht hatten, begruben sie in Sichem auf dem Feldstueck, das Jakob von den Soehnen Hemors, des Vaters von Sichem, fuer hundert Kesita gekauft hatte; und es wurde den Soehnen Joseph zum Erbteil. 24.33 Und Eleasar, der Sohn Aarons, starb. Und sie begruben ihn auf dem Huegel seines Sohnes Pinhas, der ihm auf dem Gebirge Ephraim gegeben worden war. Das Buch der Richter. Judas Krieg gegen die Kanaaniter. \1\ 1.1 Und es geschah nach dem Tod Josuas, da befragten die Soehne Israel den HERRN und sagten: Wer von uns soll zuerst gegen die Kanaaniter hinaufziehen, um gegen sie zu kaempfen? 1.2 Und der HERR sprach: Juda soll hinaufziehen. Siehe, ich habe das Land in seine Hand gegeben. 1.3 Und Juda sagte zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in mein Los, dass wir [gemeinsam] gegen die Kanaaniter kaempfen, dann will auch ich mit dir in dein Los ziehen! Da zog Simeon mit ihm. 1.4 Und Juda zog hinauf, und der HERR gab die Kanaaniter und die Perisiter in ihre Hand; und sie schlugen sie bei Besek, zehntausend Mann. 1.5 Und sie fanden den Adoni-Besek in Besek und kaempften gegen ihn. Und sie schlugen die Kanaaniter und die Perisiter. 1.6 Und Adoni-Besek floh. Sie aber jagten ihm nach, packten ihn und hieben ihm die Daumen seiner Haende und [die grossen Zehen] seiner Fuesse ab. 1.7 Da sagte Adoni-Besek: Siebzig Koenige, denen die Daumen ihrer Haende und [die grossen Zehen] ihrer Fuesse abgehauen waren, lasen [Reste] auf unter meinem Tisch. So wie ich getan habe, so hat Gott mir vergolten. Und sie brachten ihn nach Jerusalem, dort starb er. 1.8 Und die Soehne Juda kaempften um Jerusalem und nahmen es ein und schlugen es mit der Schaerfe des Schwertes, und die Stadt steckten sie in Brand. 1.9 Danach zogen die Soehne Juda hinab, um gegen die Kanaaniter zu kaempfen, die das Gebirge und das Suedland und die Niederung bewohnten. 1.10 Und Juda ging gegen die Kanaaniter vor, die in Hebron wohnten; der Name Hebrons war aber frueher Kirjat-Arba; und sie schlugen Scheschai und Ahiman und Talmai. 1.11 Und von dort ging er gegen die Bewohner von Debir vor; der Name von Debir war aber frueher Kirjat-Sefer. V. 12-15: Jos 15,16-19. 1.12 Und Kaleb sagte: Wer Kirjat-Sefer schlaegt und es einnimmt, dem gebe ich meine Tochter Achsa zur Frau. 1.13 Da nahm es Otniel ein, der Sohn des Kenas, der Bruder Kalebs - juenger als er -; und er gab ihm seine Tochter Achsa zur Frau. 1.14 Und es geschah, als sie herbeikam, da trieb sie ihn an, von ihrem Vater das Feld zu fordern. Und sie sprang vom Esel herab. Da sagte Kaleb zu ihr: Was hast du? 1.15 Und sie sagte zu ihm: Gib mir einen Segen! Denn ein [duerres] Suedland hast du mir gegeben, so gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die oberen Quellen und die unteren Quellen. 1.16 Und die Soehne des Keniters, des Schwiegervaters des Mose, waren mit den Soehnen Juda aus der Palmenstadt heraufgezogen in die Wueste Juda, die im Sueden von Arad [liegt]; und sie gingen hin und wohnten bei dem Volk. 1.17 Und Juda zog mit seinem Bruder Simeon hin, und sie schlugen die Kanaaniter, die Zefat bewohnten. Und sie vollstreckten an ihnen den Bann und gaben der Stadt den Namen Horma. 1.18 Doch nahm Juda Gaza und sein Gebiet nicht in Besitz, ebenso Aschkelon und sein Gebiet und Ekron und sein Gebiet. 1.19 Und der HERR war mit Juda, und er nahm das Gebirge in Besitz. Aber die Bewohner der Ebene waren nicht zu vertreiben, weil sie eiserne Wagen hatten. 1.20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose geredet hatte; und er vertrieb daraus die drei Soehne Enaks. Reste der Kanaaniter im Land Israel. 1.21 Aber die Soehne Benjamin vertrieben nicht die Jebusiter, die Bewohner von Jerusalem. So blieben die Jebusiter bei den Soehnen Benjamin in Jerusalem wohnen bis auf diesen Tag. 1.22 Und das Haus Joseph, auch sie zogen nach Bethel hinauf, und der HERR war mit ihnen. 1.23 Und das Haus Joseph liess Bethel auskundschaften; der Name der Stadt aber war frueher Lus. 1.24 Und die Wachen sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen, und sie sagten zu ihm: Zeig uns doch den Zugang zur Stadt, dann werden wir dir Gnade erweisen! 1.25 Da zeigte er ihnen den Zugang zur Stadt. Und sie schlugen die Stadt mit der Schaerfe des Schwertes, aber den Mann und seine ganze Sippe liessen sie gehen. 1.26 Und der Mann zog in das Land der Hetiter. [Dort] baute er eine Stadt und gab ihr den Namen Lus. Das ist ihr Name bis auf diesen Tag. 1.27 Aber Manasse vertrieb nicht Bet-Schean und seine Tochterstaedte, und Taanach und seine Tochterstaedte, und die Bewohner von Dor und seine Tochterstaedte, und die Bewohner von Jibleam und seine Tochterstaedte, und die Bewohner von Megiddo und seine Tochterstaedte. Und die Kanaaniter vermochten in diesem Land zu bleiben. 1.28 Und es geschah, als Israel stark geworden war, da stellte es die Kanaaniter an die Zwangsarbeit, doch vertreiben konnte es sie nicht. - 1.29 Und Ephraim vertrieb nicht die Kanaaniter, die in Geser wohnten. So blieben die Kanaaniter in seiner Mitte in Geser wohnen. - 1.30 Sebulon vertrieb nicht die Bewohner von Kitron und die Bewohner von Nahalol; so blieben die Kanaaniter in seiner Mitte wohnen und wurden zur Zwangsarbeit [herangezogen]. - 1.31 Asser vertrieb nicht die Bewohner von Akko und die Bewohner von Sidon und Achlab und Achsib und Helba und Afek und Rehob, 1.32 sondern die Asseriter wohnten mitten unter den Kanaanitern, den Bewohnern des Landes, denn sie hatten sie nicht vertrieben. 1.33 Naftali vertrieb nicht die Bewohner von Bet-Schemesch und die Bewohner von Bet-Anat, sondern er wohnte mitten unter den Kanaanitern, den Bewohnern des Landes; aber die Bewohner von Bet-Schemesch und von Bet-Anat wurden zur Zwangsarbeit fuer ihn [herangezogen]. 1.34 Und die Amoriter draengten die Soehne Dan ins Gebirge, denn sie gaben [ihnen] nicht [die Moeglichkeit], in die Ebene herabzukommen. 1.35 Und die Amoriter vermochten im Gebirge Heres wohnen zu bleiben, in Ajalon und in Schaalbim; aber die Hand des Hauses Joseph wurde [auf ihnen] schwer, und sie wurden zur Zwangsarbeit [herangezogen]. 1.36 Das Gebiet aber der Amoriter war vom Anstieg Akrabbim, vom Felsen an, und weiter hinauf. Strafpredigt des Engels des HERRN. \2\ 2.1 Und der Engel des HERRN kam von Gilgal herauf nach Bochim; und er sprach: Ich habe euch aus Aegypten heraufgefuehrt und euch in das Land gebracht, das ich euren Vaetern zugeschworen habe. Und ich sagte: Ich werde meinen Bund mit euch nicht brechen in Ewigkeit; 2.2 und ihr, ihr sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes schliessen, ihre Altaere sollt ihr niederreissen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan! 2.3 So habe ich auch gesagt: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben! Sie werden euch zu [Geisseln fuer eure] Seiten werden, und ihre Goetter werden euch zur Falle werden. 2.4 Und es geschah, als der Engel des HERRN diese Worte zu allen Soehnen Israel geredet hatte, da erhob das Volk seine Stimme und weinte. 2.5 Und sie gaben jenem Ort den Namen Bochim. Und sie opferten dort dem HERRN. Untreue Israels nach dem Tod Josuas - Immer wiederkehrende Folge von Abfall und Strafe, Busse und Rettung. 2.6 Und Josua entliess das Volk, und die Soehne Israel gingen hin, jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen. 2.7 Und das Volk diente dem HERRN alle Tage Josuas und alle Tage der Aeltesten, die nach Josua noch laenger lebten, die das ganze grosse Werk des HERRN gesehen hatten, das er fuer Israel getan hatte. 2.8 Dann starb Josua, der Sohn des Nun, der Knecht des HERRN, 110 Jahre alt. 2.9 Und sie begruben ihn im Gebiet seines Erbteils, in Timnat-Heres auf dem Gebirge Ephraim, noerdlich vom Berg Gaasch. 2.10 Und auch jene ganze Generation wurde zu ihren Vaetern versammelt. Und eine andere Generation kam nach ihnen auf, die den HERRN nicht kannte und auch nicht das Werk, das er fuer Israel getan hatte. 2.11 Da taten die Soehne Israel, was boese war in den Augen des HERRN, und dienten den Baalim. 2.12 Und sie verliessen den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, der sie aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hatte, und liefen anderen Goettern nach, von den Goettern der Voelker, die rings um sie her [lebten], und sie warfen sich vor ihnen nieder und reizten den HERRN zum Zorn. 2.13 So verliessen sie den HERRN und dienten dem Baal und den Astarot. 2.14 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er gab sie in die Hand von Pluenderern, die sie auspluenderten. Und er verkaufte sie in die Hand ihrer Feinde ringsum, so dass sie vor ihren Feinden nicht mehr standhalten konnten. 2.15 Ueberall, wohin sie auszogen, war die Hand des HERRN gegen sie zum Boesen, ganz wie der HERR geredet und wie der HERR ihnen geschworen hatte; so waren sie sehr bedraengt. 2.16 Da liess der HERR Richter aufstehen, die retteten sie aus der Hand ihrer Pluenderer. 2.17 Aber auch auf ihre Richter hoerten sie nicht, sondern hurten anderen Goettern nach und warfen sich vor ihnen nieder. Sie wichen schnell ab von dem Weg, den ihre Vaeter, um den Geboten des HERRN zu gehorchen, gegangen waren; sie handelten nicht so. 2.18 Und wenn der HERR ihnen Richter erstehen liess, war der HERR mit dem Richter, und er rettete sie aus der Hand ihrer Feinde alle Tage des Richters. Denn der HERR hatte Mitleid wegen ihres Aechzens ueber die, die sie quaelten und sie bedraengten. 2.19 Und es geschah, sobald der Richter gestorben war, kehrten sie um und trieben es schlimmer als ihre Vaeter darin, anderen Goettern nachzulaufen, ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie liessen nichts fallen von ihren Taten und von ihrem halsstarrigen Wandel. 2.20 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er sprach: Weil diese Nation meinen Bund uebertreten hat, den ich ihren Vaetern geboten habe, und sie meiner Stimme nicht gehorcht haben, 2.21 so werde auch ich nicht laenger irgendeinen vor ihnen vertreiben aus den Nationen, die Josua uebriggelassen hat, als er starb, 2.22 damit ich Israel durch sie pruefe, ob sie den Weg des HERRN bewahren werden, darauf zu gehen, wie ihre Vaeter [ihn] bewahrt haben, oder nicht. 2.23 So liess der HERR diese Nationen bleiben, ohne sie schnell zu vertreiben, und gab sie nicht in die Hand Josuas. Reste der Kanaaniter im Land Israels. \3\ 3.1 Das sind die Nationen, die der HERR bleiben liess, um durch sie Israel zu pruefen, alle [jene], die all die Kriege um Kanaan nicht kannten - 3.2 nur damit er die Generationen der Soehne Israel erkenne, indem er sie den Krieg lehrte, [und zwar] nur die [Kriege] von damals, die sie nicht kannten -: 3.3 die fuenf Fuersten der Philister und alle Kanaaniter und Sidonier und Hewiter, die das Gebirge Libanon bewohnten, vom Berg Baal-Hermon an, bis man nach Hamat kommt. 3.4 Und sie dienten dazu, Israel durch sie zu pruefen, damit man erkenne, ob sie den Geboten des HERRN gehorchten, die er ihren Vaetern durch Mose geboten hatte. 3.5 Und die Soehne Israel wohnten mitten unter den Kanaanitern, den Hetitern und den Amoritern und den Perisitern und den Hewitern und den Jebusitern. 3.6 Und sie nahmen sich deren Toechter als Frauen und gaben ihre Toechter deren Soehnen und dienten ihren Goettern. Richter Otniel, Ehud und Schamgar. 3.7 Und die Soehne Israel taten, was boese war in den Augen des HERRN, und vergassen den HERRN, ihren Gott, und sie dienten den Baalim und den Ascherim. 3.8 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er verkaufte sie in die Hand Kuschan-Rischatajims, des Koenigs von Mesopotamien; und die Soehne Israel dienten dem Kuschan-Rischatajim acht Jahre. 3.9 Und die Soehne Israel schrieen zu dem HERRN um Hilfe. Da liess der HERR den Soehnen Israel einen Retter erstehen, der rettete sie: Otniel, den Sohn des Kenas, den Bruder Kalebs, der juenger war als er. 3.10 Und der Geist des HERRN kam ueber ihn, und er richtete Israel. Und er zog aus zum Kampf, und der HERR gab Kuschan-Rischatajim, den Koenig von Aram, in seine Hand, und seine Hand wurde stark ueber Kuschan-Rischatajim. 3.11 Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe. Und Otniel, der Sohn des Kenas, starb. 3.12 Und die Soehne Israel taten weiter, was boese war in den Augen des HERRN. Da machte der HERR Eglon, den Koenig von Moab, stark gegen Israel, weil sie taten, was boese war in den Augen des HERRN. 3.13 Und er sammelte die Soehne Ammon und Amalek um sich, zog hin und schlug Israel, und sie nahmen die Palmenstadt in Besitz. 3.14 Und die Soehne Israel dienten Eglon, dem Koenig von Moab, achtzehn Jahre. 3.15 Da schrieen die Soehne Israel zu dem HERRN um Hilfe, und der HERR liess ihnen einen Retter erstehen: Ehud, den Sohn des Gera, einen Benjaminiter, einen Mann, der Linkshaender war. Und die Soehne Israel sandten durch seine Hand [ihren] Tribut an Eglon, den Koenig von Moab. 3.16 Und Ehud machte sich ein Schwert, das zwei Schneiden hatte, eine Elle seine Laenge; das guertete er unter seinem Gewand an seine rechte Huefte. 3.17 Und er ueberreichte Eglon, dem Koenig von Moab, den Tribut. Eglon war aber ein sehr fetter Mann. 3.18 Und es geschah, als er mit der Ueberreichung des Tributs fertig war, da entliess er das Volk, das den Tribut getragen hatte. 3.19 Er selbst aber kehrte bei den Goetterbildern, die bei Gilgal sind, um und sagte: Ein geheimes Wort habe ich an dich, o Koenig! Und er sprach: Still! Da gingen alle, die bei ihm standen, von ihm hinaus. 3.20 Und Ehud kam zu ihm herein, als er gerade in dem kuehlen Obergemach sass, das fuer ihn allein [bestimmt] war. Und Ehud sagte: Ein Wort Gottes habe ich an dich! Und er stand auf vom Sitz. 3.21 Da streckte Ehud seine linke Hand aus und nahm das Schwert von seiner rechten Huefte und stiess es ihm in den Bauch. 3.22 Und es drang sogar der Griff hinein nach der Klinge, und das Fett schloss sich um die Klinge, denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch heraus; und es fuhr hinaus zwischen den Beinen. 3.23 Und Ehud ging in die Vorhalle hinaus, aber die Tuer des Obergemachs hatte er hinter sich verschlossen und verriegelt. 3.24 Als er hinausgegangen war, kamen seine Knechte und sahen, und siehe, die Tuer des Obergemachs war verriegelt. Da sagten sie: Er bedeckt gewiss nur seine Fuesse in der kuehlen Kammer. 3.25 Und sie warteten uebermaessig lange, aber siehe, er oeffnete die Tuer des Obergemachs nicht. Da nahmen sie den Schluessel und schlossen auf, und siehe, ihr Herr lag tot am Boden. - 3.26 Ehud aber war entkommen, waehrend sie zoegerten: er war ueber die Goetterbilder hinausgelangt und entkam nach Seira. 3.27 Und es geschah, sobald er [heim]gekommen war, stiess er ins Horn auf dem Gebirge Ephraim, und die Soehne Israel zogen mit ihm vom Gebirge hinab und er ihnen voran. 3.28 Und er sagte zu ihnen: Jagt mir nach, denn der HERR hat eure Feinde, die Moabiter, in eure Hand gegeben! So zogen sie hinab, ihm nach, und nahmen den Moabitern die Furten des Jordan und liessen niemanden hinuebergehen. 3.29 Und sie schlugen Moab in dieser Zeit, an die zehntausend Mann, alles kraeftige und kriegstuechtige Maenner; nicht einer entkam. 3.30 So musste sich Moab an jenem Tag unter die Hand Israels beugen. Und das Land hatte achtzig Jahre Ruhe. 3.31 Und nach ihm war Schamgar, der Sohn Anats; und er schlug die Philister, sechshundert Mann, mit einem Viehtreiberstock. Und auch er rettete Israel. Sieg Deboras und Baraks. \4\ 4.1 Und die Soehne Israel taten weiter, was boese war in den Augen des HERRN, nachdem Ehud gestorben war. 4.2 Da verkaufte sie der HERR in die Hand Jabins, des Koenigs von Kanaan, der in Hazor Koenig war. Sein Heeroberster war Sisera, der wohnte in Haroschet-Gojim. 4.3 Da schrieen die Soehne Israel zu dem HERRN; denn er hatte neunhundert eiserne Wagen, und er quaelte die Soehne Israel mit Gewalt zwanzig Jahre. V. 4-16: Kap. 5,1-23. 4.4 Und Debora, eine Prophetin, die Frau des Lappidot, war Richterin in Israel zu jener Zeit. 4.5 Sie hatte ihren Sitz unter der Debora-Palme, zwischen Rama und Bethel, im Gebirge Ephraim. Und die Soehne Israel gingen zu ihr hinauf zum Gericht. 4.6 Und sie sandte hin und liess Barak, den Sohn Abinoams, aus Kedesch [in] Naftali rufen. Und sie sagte zu ihm: Hat der HERR, der Gott Israels, nicht geboten: Geh hin und zieh auf den Berg Tabor und nimm mit dir zehntausend Mann von den Soehnen Naftali und von den Soehnen Sebulon? 4.7 Ich aber ziehe Sisera, den Heerobersten Jabins, zu dir heran an den Bach Kischon mit seinen Wagen und seiner Menge, und ich gebe ihn in deine Hand! 4.8 Da sagte Barak zu ihr: Wenn du mit mir gehst, gehe ich; wenn du aber nicht mit mir gehst, gehe ich nicht. 4.9 Da sagte sie: Ich will gerne mit dir gehen - nur dass [dann] die Ehre nicht dir [zufaellt] auf dem Weg, den du gehst, denn in die Hand einer Frau wird der HERR den Sisera verkaufen. Und Debora machte sich auf und ging mit Barak nach Kedesch. 4.10 Und Barak rief Sebulon und Naftali nach Kedesch zusammen. Und zehntausend Mann zogen in seinem Gefolge hinauf; auch Debora zog mit ihm hinauf. 4.11 Heber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern getrennt, [von] den Soehnen Hobabs, des Schwiegervaters des Mose. Und er hatte sein Zelt aufgeschlagen bis zur Terebinthe in Zaanannim, das bei Kedesch [liegt]. 4.12 Und man berichtete dem Sisera, dass Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg Tabor hinaufgezogen sei. 4.13 Da rief Sisera alle seine Wagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm war, von Haroschet-Gojim an den Bach Kischon. 4.14 Debora aber sagte zu Barak: Mach dich auf! Denn dies ist der Tag, da der HERR den Sisera in deine Hand gegeben hat. Ist nicht der HERR [selbst] vor dir her ausgezogen? Und Barak stieg vom Berg Tabor hinab und zehntausend Mann ihm nach. 4.15 Und der HERR brachte Sisera und alle [seine] Wagen und das ganze Heerlager in Verwirrung durch die Schaerfe des Schwertes vor Barak. Und Sisera stieg vom Wagen herab und floh zu Fuss. 4.16 Barak aber jagte den Wagen und dem Heer nach bis Haroschet-Gojim. So fiel das ganze Heer Siseras durch die Schaerfe des Schwertes; kein einziger blieb uebrig. V. 17-24: Kap. 5,24-31. 4.17 Sisera aber floh zu Fuss zum Zelt Jaels, der Frau Hebers, des Keniters; denn es war Friede zwischen Jabin, dem Koenig von Hazor, und dem Haus Hebers, des Keniters. 4.18 Da ging Jael hinaus, dem Sisera entgegen. Und sie sagte zu ihm: Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir, fuerchte dich nicht! So kehrte er zu ihr ein in das Zelt, und sie bedeckte ihn mit einer Decke. 4.19 Und er sagte zu ihr: Gib mir ein wenig Wasser zu trinken, denn ich bin durstig! Da oeffnete sie den Milchschlauch, gab ihm zu trinken und deckte ihn [wieder] zu. 4.20 Und er sagte zu ihr: Stell dich an den Eingang des Zeltes! Und es sei [so]: Wenn jemand kommt und dich fragt und sagt: Ist jemand hier? - dann sage: Niemand! 4.21 Jael aber, die Frau Hebers, ergriff einen Zeltpflock und nahm den Hammer in ihre Hand, und sie ging leise zu ihm herein und schlug den Pflock durch seine Schlaefe, dass er in die Erde drang - er war naemlich in tiefen Schlaf gefallen -; da wurde er ohnmaechtig und starb. 4.22 Und siehe, als Barak Sisera nachjagte, da ging Jael hinaus, ihm entgegen, und sagte zu ihm: Komm, ich will dir den Mann zeigen, den du suchst! Und er ging zu ihr hinein, und siehe, Sisera lag tot da, den Pflock in seiner Schlaefe. 4.23 So demuetigte Gott an jenem Tag Jabin, den Koenig von Kanaan, vor den Soehnen Israel. 4.24 Und die Hand der Soehne Israel legte sich immer haerter auf Jabin, den Koenig von Kanaan, bis sie Jabin, den Koenig von Kanaan, vernichtet hatten. Siegeslied Deboras und Baraks. V. 1-23: Kap. 4,4-16. \5\ 5.1 Debora und Barak, der Sohn Abinoams, sangen an jenem Tag folgendes [Lied]: 5.2 Weil Fuehrer fuehrten in Israel, weil freiwillig sich stellte das Volk, dankt dem HERRN! 5.3 Hoert, ihr Koenige! Horcht auf, ihr Fuersten! Ich will dem HERRN, ich will [ihm] singen, will spielen dem HERRN, dem Gott Israels! 5.4 HERR, als du auszogst von Seir, als du einherschrittest vom Gebiet Edoms, bebte die Erde, auch die Himmel trieften, ja, die Wolken trieften von Wasser. 5.5 Die Berge erbebten vor dem HERRN, dem vom Sinai, vor dem HERRN, dem Gott Israels. 5.6 In den Tagen Schamgars, des Sohnes Anats, in den Tagen Jaels ruhten die Pfade; und die auf [festen] Strassen zogen, mussten gewundene Pfade gehen. 5.7 Es ruhten die Landbewohner; sie ruhten in Israel, bis ich, Debora, aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel. 5.8 Man erwaehlte neue Goetter; da war Kampf an den Toren! Wurden wohl Schild und Lanze gesehen unter 40 000 in Israel? 5.9 Mein Herz gehoert den Gebietern Israels, denen, die sich freiwillig stellten im Volk. Dankt dem HERRN! 5.10 Die ihr reitet auf weissen Eselinnen, die ihr sitzt auf Teppichen und die ihr geht auf dem Weg, singt! 5.11 Lauter als die Wasserverteiler zwischen den Traenkrinnen sollen sie dort besingen die Heilstaten des HERRN, die Heilstaten an seinen Landbewohnern in Israel. Da zog das Volk des HERRN hinab zu den Toren. 5.12 Wach auf, wach auf, Debora! Wach auf, wach auf, sing ein Lied! Mache dich auf, Barak, und fuehre gefangen deine Gefangenen, Sohn Abinoams! 5.13 Da zog, was entronnen war, herab zu den Edlen des Volkes. HERR, ziehe herab zu mir mit den Helden! 5.14 Von Ephraim, dessen Wurzeln sind wie [die von] Amalek, [zogen sie herab]. Hinter dir her [Ephraim, zog auch] Benjamin unter deinen Kriegsscharen. Von Machir zogen herab die Gebieter und von Sebulon [alle], die den Fuehrerstab halten. 5.15 Und die Obersten in Issaschar waren mit Debora. Und [wie] Issaschar so Barak - in seinem Gefolge mitgerissen ins Tal. An den Baechen Rubens waren grossartige Beratungen des Herzens. 5.16 Warum bliebst du zwischen den Huerden, das Floetenspiel bei den Herden zu hoeren? An den Baechen Rubens waren grossartige Beratungen des Herzens. 5.17 Gilead blieb untaetig jenseits des Jordan. Und Dan, warum diente er auf fremden Schiffen? Asser sass an der Kueste der Meere, und an seinen Buchten blieb er untaetig. 5.18 [Aber] Sebulon ist ein Volk, das seine Seele dem Tod preisgab, auch Naftali, auf den Hoehen des Gefildes. 5.19 Koenige kamen, sie kaempften; ja da kaempften die Koenige Kanaans in Taanach an den Wassern Megiddos. Beute an Silber holten sie nicht. 5.20 Vom Himmel her kaempften die Sterne, von ihren Bahnen aus kaempften sie mit Sisera. 5.21 Der Bach Kischon riss sie hinweg, der Bach der Urzeit, der Bach Kischon. Tritt auf, meine Seele, mit Kraft! 5.22 Ja, da stampften die Hufe der Pferde vom Rennen, vom Rennen ihrer Hengste. 5.23 Verfluchet Meros! sprach der Engel des HERRN. Verfluchet, ja, verfluchet seine Bewohner! Denn sie sind dem HERRN nicht zu Hilfe gekommen, dem HERRN zu Hilfe unter den Helden. V. 24-31: Kap. 4,17-24. 5.24 Gesegnet vor [allen] Frauen sei Jael, die Frau Hebers, des Keniters, vor [allen] Frauen im Zelt sei sie gesegnet! 5.25 Wasser verlangte er, Milch gab sie; in einer kostbaren Schale reichte sie Rahm. 5.26 Ihre Hand streckte sie aus nach dem Pflock, und ihre Rechte nach dem Arbeitshammer. Und sie schlug Sisera [mit dem Hammer], zerschmetterte sein Haupt, sie zerschlug und durchbohrte seine Schlaefe. 5.27 Zwischen ihren Fuessen kruemmte er sich, fiel, lag da; zwischen ihren Fuessen kruemmte er sich, fiel; da, wo er sich kruemmte, fiel er - vernichtet. 5.28 Durchs Fenster schaute und jammerte Siseras Mutter - durchs Gitter: Warum zoegert sein Wagen zu kommen? Warum saeumen die Tritte seiner Gespanne? 5.29 Die Klugen unter ihren Edelfrauen erwidern ihr, auch selbst beantwortet sie sich ihre Reden: 5.30 Finden sie nicht, teilen sie nicht Beute? Ein Maedchen, zwei Maedchen auf den Kopf eines Mannes? Beute an bunten Gewaendern fuer Sisera, Beute an bunten Gewaendern; ein farbiges Tuch, bunt, zwei farbige Tuecher als Beute fuer meinen Hals. - 5.31 So sollen umkommen alle deine Feinde, HERR! Aber die, die ihn lieben, [sollen sein], wie die Sonne aufgeht in ihrer Kraft! - Und das Land hatte vierzig Jahre Ruhe. Gideons Berufung zum Kampf gegen die Midianiter. \6\ 6.1 Und die Soehne Israel taten, was boese war in den Augen des HERRN. Da gab sie der HERR in die Hand Midians, sieben Jahre. 6.2 Und die Hand Midians wurde stark ueber Israel. Vor Midian machten sich die Soehne Israel die Felsenloecher, die in den Bergen sind, und die Hoehlen und die Bergfesten. 6.3 Und es geschah, wenn Israel gesaet hatte, dann zog Midian herauf und Amalek und die Soehne des Ostens, die zogen herauf gegen sie. 6.4 Und sie lagerten sich gegen sie und verheerten den Ertrag des Landes bis dahin, wo man nach Gaza kommt. Und sie liessen keine Lebensmittel in Israel uebrig, weder Schafe noch Rinder, noch Esel. 6.5 Denn sie zogen herauf mit ihren Herden und mit ihren Zelten und kamen so massenhaft wie Heuschrecken; zahllos waren sie und ihre Kamele. Und sie kamen ins Land, um es zu verheeren. 6.6 So verarmte Israel sehr wegen Midian. Und die Soehne Israel schrieen zu dem HERRN um Hilfe. 6.7 Und es geschah, als die Soehne Israel wegen Midian zu dem HERRN um Hilfe schrieen, 6.8 da sandte der HERR einen Propheten zu den Soehnen Israel. Dieser sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe euch aus Aegypten heraufkommen lassen und habe euch herausgefuehrt aus dem Sklavenhaus. 6.9 Und ich habe euch aus der Hand der Aegypter gerettet und aus der Hand all eurer Unterdruecker. Und ich habe sie vor euch vertrieben und euch ihr Land gegeben. 6.10 Und ich sprach zu euch: Ich bin der HERR, euer Gott: Ihr sollt nicht die Goetter der Amoriter fuerchten, in deren Land ihr wohnt. Aber ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. 6.11 Und der Engel des HERRN kam und setzte sich unter die Terebinthe, die bei Ofra war, die Joasch, dem Abiesriter gehoerte. Und sein Sohn Gideon schlug gerade Weizen aus in der Kelter, um ihn vor Midian in Sicherheit zu bringen. 6.12 Da erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR ist mit dir, du tapferer Held! 6.13 Gideon aber sagte zu ihm: Bitte, mein Herr, wenn der HERR mit uns ist, warum hat uns denn das alles getroffen? Und wo sind all seine Wunder, von denen uns unsere Vaeter erzaehlt haben, wenn sie sagten: Hat der HERR uns nicht aus Aegypten heraufkommen lassen? Jetzt aber hat uns der HERR verworfen und uns in die Hand Midians gegeben. 6.14 Da wandte sich der HERR ihm zu und sprach: Geh hin in dieser deiner Kraft und rette Israel aus der Hand Midians! Habe ich dich nicht gesandt? 6.15 Er aber sagte zu ihm: Bitte, mein Herr, womit soll ich Israel retten? Siehe, meine Tausendschaft ist die geringste in Manasse, und ich bin der Juengste im Haus meines Vaters. 6.16 Da sprach der HERR zu ihm: Ich werde mit dir sein, und du wirst Midian schlagen wie einen einzelnen Mann. 6.17 Da sagte er zu ihm: Wenn ich denn Gunst gefunden habe in deinen Augen, so gib mir ein Zeichen, dass du es bist, der mit mir redet. 6.18 Weiche doch nicht von hier, bis ich zu dir [zurueck]komme und meine Gabe herausbringe und dir vorsetze! Er sprach: Ich will bleiben, bis du wiederkommst. 6.19 Da ging Gideon hinein und bereitete ein Ziegenboeckchen zu und ungesaeuerte Brote aus einem Efa Mehl. Das Fleisch tat er in einen Korb, und die Bruehe tat er in einen Topf. Und er brachte es zu ihm hinaus unter die Terebinthe und legte [es] vor. 6.20 Und der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und die ungesaeuerten Brote und lege es hin auf diesen Felsen da! Die Bruehe aber giesse aus! Und er machte es so. 6.21 Da streckte der Engel des HERRN das Ende des Stabes aus, der in seiner Hand war, und beruehrte das Fleisch und die ungesaeuerten Brote. Da stieg Feuer aus dem Felsen auf und verzehrte das Fleisch und die ungesaeuerten Brote. Und der Engel des HERRN entschwand seinen Augen. 6.22 Da sah Gideon, dass es der Engel des HERRN gewesen war, und Gideon sagte: Wehe, Herr, HERR! Wahrhaftig, habe ich doch den Engel des HERRN von Angesicht zu Angesicht gesehen! 6.23 Da sprach der HERR zu ihm: Friede sei mit dir! Fuerchte dich nicht, du wirst nicht sterben. 6.24 Und Gideon baute dem HERRN dort einen Altar und nannte ihn: Jahwe-Schalom. Bis zu diesem Tag [steht] er noch in Ofra [,der Stadt] der Abiesriter. 6.25 Und es geschah in jener Nacht, da sprach der HERR zu ihm: Nimm einen Jungstier von den Rindern, die deinem Vater gehoeren, und zwar den zweiten Stier, den siebenjaehrigen! Und reisse den Altar des Baal, der deinem Vater gehoert, nieder und die Aschera, die dabei [steht], haue um! 6.26 Und baue dem HERRN, deinem Gott, einen Altar auf dem Gipfel dieser Bergfeste in der [rechten] Weise! Und nimm den zweiten Stier und opfere [ihn] als Brandopfer mit dem Holz der Aschera, die du umhauen sollst! 6.27 Da nahm Gideon zehn Maenner von seinen Knechten und tat, wie der HERR zu ihm geredet hatte. Und es geschah, da er sich vor dem Haus seines Vaters und vor den Maennern der Stadt fuerchtete, es bei Tag zu tun, tat er es bei Nacht. 6.28 Und als die Maenner der Stadt morgens frueh aufstanden, siehe, da war der Altar des Baal umgerissen, und die Aschera, die dabei[gestanden hatte], war umgehauen, und der zweite Stier war als Brandopfer auf dem [neu] erbauten Altar geopfert. 6.29 Da sagten sie einer zum anderen: Wer hat das getan? Und sie forschten und fragten nach, und man sagte: Gideon, der Sohn des Joasch, hat das getan. 6.30 Da sagten die Maenner der Stadt zu Joasch: Fuehre deinen Sohn heraus! Er muss sterben, weil er den Altar des Baal umgerissen und weil er die Aschera, die dabei[stand], umgehauen hat! 6.31 Joasch aber sagte zu allen, die bei ihm standen: Wollt ihr fuer den Baal Anklage erheben, oder wollt ihr ihn retten? Wer fuer ihn Anklage erhebt, soll getoetet werden bis zum Morgen. Wenn er ein Gott ist, soll er fuer sich selbst Anklage erheben, weil man seinen Altar umgerissen hat. 6.32 Und man nannte ihn an selbigem Tag Jerub-Baal, das heisst: Baal moege gegen ihn Anklage erheben, weil er seinen Altar umgerissen hat. 6.33 Und ganz Midian und Amalek und die Soehne des Ostens versammelten sich miteinander, und sie zogen herueber und lagerten sich im Tal Jesreel. 6.34 Aber der Geist des HERRN umkleidete Gideon. Und er stiess ins Horn, und die Abiesriter wurden zusammengerufen, ihm nach. 6.35 Und er sandte Boten durch den ganzen [Stamm] Manasse, und auch er wurde zusammengerufen, ihm nach. Und er sandte Boten durch Asser und durch Sebulon und durch Naftali. Und sie zogen herauf, ihnen entgegen. 6.36 Und Gideon sagte zu Gott: Wenn du Israel durch meine Hand retten willst, so wie du geredet hast, - 6.37 siehe, ich lege [frisch] geschorene Wolle auf die Tenne. Wenn Tau auf der Wolle allein sein wird und auf dem ganzen Boden Trockenheit, dann werde ich erkennen, dass du Israel durch meine Hand retten wirst, wie du geredet hast. 6.38 Und es geschah so. Und er stand am anderen Morgen frueh auf, und er drueckte die Wolle aus und presste Tau aus der Wolle, eine [ganze] Schale voll Wasser. 6.39 Und Gideon sagte zu Gott: Dein Zorn entbrenne nicht gegen mich! Und ich will nur noch diesmal reden. Lass es mich doch nur noch diesmal mit der Wolle versuchen: Moege doch Trockenheit sein auf der Wolle allein, und auf dem ganzen Boden sei Tau! 6.40 Und Gott machte es so in jener Nacht: es war Trockenheit auf der Wolle allein, und auf dem ganzen Boden war Tau. Gideons Sieg ueber die Midianiter. \7\ 7.1 Und Jerub-Baal, das ist Gideon, und alles Volk, das bei ihm war, machten sich frueh auf und lagerten sich an der Quelle Harod: Das Heerlager Midians aber war noerdlich von ihm, am Huegel More, im Tal. 7.2 Und der HERR sprach zu Gideon: Zu zahlreich ist das Volk, das bei dir ist, als dass ich Midian in ihre Hand geben koennte. Israel soll sich nicht gegen mich ruehmen koennen und sagen: Meine Hand hat mich gerettet! 7.3 Und nun rufe doch vor den Ohren des Volkes aus: Wer furchtsam und verzagt ist, kehre um und wende sich zurueck vom Gebirge Gilead! Da kehrten von dem Volk 22 000 [Mann] um, und 10 000 blieben uebrig. 7.4 Und der HERR sprach zu Gideon: Noch [immer] ist das Volk zu zahlreich. Fuehre sie ans Wasser hinab, ich will sie dir dort laeutern! Und es soll geschehen, von wem ich dir sagen werde: Dieser soll mit dir gehen! - der soll mit dir gehen. Und jeder, von dem ich dir sagen werde: Dieser soll nicht mit dir gehen! - der soll nicht gehen. 7.5 Da fuehrte er das Volk ans Wasser hinab. Und der HERR sprach zu Gideon: Jeden, der mit seiner Zunge vom Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den stelle gesondert fuer sich; und auch jeden, der sich auf seine Knie niederlaesst, um zu trinken! 7.6 Und die Zahl derer, die leckten, [indem sie das Wasser] mit ihrer Hand an ihren Mund [brachten], betrug dreihundert Mann; und der ganze Rest des Volkes hatte sich auf seine Knie niedergelassen, um Wasser zu trinken. 7.7 Da sprach der HERR zu Gideon: Mit den dreihundert Mann, die geleckt haben, will ich euch retten und Midian in deine Hand geben. Das ganze [uebrige] Volk aber soll gehen, jeder an seinen Ort. 7.8 Und sie nahmen die Wegzehrung des [uebrigen] Volkes an sich und deren Hoerner. So entliess er alle Maenner von Israel, jeden in seine Zelte; aber die dreihundert Mann behielt er da. Das Heerlager Midians war aber unter ihm im Tal. 7.9 Und es geschah in derselben Nacht, da sprach der HERR zu ihm: Mach dich auf, geh in das Heerlager hinab, denn ich habe es in deine Hand gegeben! 7.10 Und wenn du dich fuerchtest hinabzugehen, dann geh du mit deinem Burschen Pura zum Heerlager hinab! 7.11 Da wirst du hoeren, was sie reden. Und danach werden deine Haende stark werden, so dass du in das Heerlager hinabgehen kannst. Da ging er hinab, er und sein Bursche Pura, [bis] in unmittelbare Naehe der Geruesteten, die im Heerlager waren. 7.12 Und Midian und Amalek und alle Soehne des Ostens waren in das Tal eingefallen wie die Heuschrecken an Menge. Zahllos waren ihre Kamele, wie der Sand, der am Ufer des Meeres ist, an Menge. 7.13 Und als Gideon ankam, siehe, da erzaehlte ein Mann seinem Gefaehrten gerade einen Traum und sagte: Siehe, ich habe einen Traum gehabt. Und siehe, ein Laib Gerstenbrot rollte in das Heerlager Midians. Und es kam bis zum Zelt und schlug es nieder, dass es umfiel, und kehrte es um, [das Unterste] zu oberst, und das Zelt lag da. 7.14 Da antwortete sein Gefaehrte und sagte: Das ist nichts anderes als das Schwert Gideons, des Sohnes des Joasch, des Mannes von Israel! Gott hat Midian und das ganze Heerlager in seine Hand gegeben! 7.15 Und es geschah, als Gideon die Erzaehlung des Traumes und seine Deutung hoerte, da betete er an. Und er kehrte ins Heerlager Israels zurueck und sagte: Macht euch auf! Denn der HERR hat das Heerlager Midians in eure Hand gegeben. 7.16 Und er teilte die dreihundert Mann in drei Abteilungen und gab ihnen allen Hoerner in die Hand und leere Kruege, und in den Kruegen waren Fackeln. 7.17 Und er sagte zu ihnen: Seht es mir ab und macht es ebenso! Siehe, wenn ich an den Rand des Heerlagers komme, dann soll es geschehen, dass ihr es ebenso macht, wie ich es mache! 7.18 Und stosse ich ins Horn, ich und alle, die bei mir sind, dann sollt auch ihr ins Horn stossen rings um das ganze Heerlager und sollt rufen: Fuer den HERRN und fuer Gideon! 7.19 Und Gideon und die hundert Mann, die bei ihm waren, kamen an den Rand des Heerlagers, beim Beginn der mittleren Nachtwache; man hatte eben die Wachen aufgestellt. Und sie stiessen in die Hoerner und zerschmetterten die Kruege, die sie in der Hand hatten. 7.20 Da stiessen [auch] die drei Abteilungen in die Hoerner und zerbrachen die Kruege. Und sie ergriffen mit ihrer linken Hand die Fackeln und mit ihrer rechten Hand die Hoerner zum Blasen und riefen: Schwert fuer den HERRN und fuer Gideon! 7.21 Und sie blieben stehen, jeder an seiner Stelle, rings um das Heerlager. Da lief das ganze Heerlager [durcheinander], und sie schrieen laut und flohen. 7.22 Waehrend nun die dreihundert [Mann] in die Hoerner stiessen, da richtete der HERR das Schwert des einen gegen den andern, und zwar im ganzen Heerlager. Und das Heerlager floh bis Bet-Schitta, nach Zereda hin, bis an die Grenze von Abel-Mehola bei Tabbat. 7.23 Und es wurden die Maenner Israels zusammengerufen aus Naftali, aus Asser und aus ganz Manasse, und sie jagten Midian nach. 7.24 Und Gideon sandte Boten in das ganze Gebirge Ephraim und [liess] sagen: Kommt herab, Midian entgegen! Und nehmt ihnen die Wasser[stellen] bis Bet-Bara und den Jordan! Da wurden alle Maenner Ephraims zusammengerufen, und sie nahmen [ihnen] die Wasser[stellen] bis Bet-Bara und den Jordan. 7.25 Und sie nahmen zwei Oberste von Midian, Oreb und Seeb, gefangen. Und sie erschlugen Oreb an dem Felsen Oreb, und Seeb erschlugen sie bei der Kelter Seeb; und sie jagten Midian nach. Und die Koepfe Orebs und Seebs brachten sie zu Gideon auf die andere Seite des Jordan. Verfolgung der Midianiter. \8\ 8.1 Die Maenner von Ephraim aber sagten zu ihm: Was ist das fuer eine Sache, die du uns da angetan hast, dass du uns nicht gerufen hast, als du hingingst, um mit Midian zu kaempfen! Und sie machten ihm heftige Vorwuerfe. 8.2 Er sagte zu ihnen: Was habe ich denn geleistet im Vergleich zu euch? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als die Weinlese Abiesers? 8.3 In eure Hand hat Gott die Obersten von Midian, Oreb und Seeb, gegeben. Und was habe ich tun koennen im Vergleich zu euch? Da liess ihr Zorn von ihm ab, als er dieses Wort redete. 8.4 Und Gideon kam an den Jordan. Er ging hinueber, er und die dreihundert Mann, die bei ihm waren, erschoepft von der Verfolgung. 8.5 Und er sagte zu den Maennern von Sukkot: Gebt doch dem [Kriegs]volk, das in meinem Gefolge ist, Brot, denn sie sind erschoepft! Und ich jage den Koenigen von Midian, Sebach und Zalmunna, nach. 8.6 Aber die Obersten von Sukkot sagten: Ist etwa die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, dass wir deinem Heer Brot geben sollten? 8.7 Da sagte Gideon: Fuerwahr, wenn der HERR Sebach und Zalmunna in meine Hand gegeben hat, werde ich euer Fleisch dreschen mit Dorngestruepp der Wueste und mit Stechdisteln! 8.8 Und er zog von dort [weiter] nach Pnuel hinauf und redete zu denen ebenso. Aber die Maenner von Pnuel antworteten ihm, wie die Maenner von Sukkot geantwortet hatten. 8.9 Da sagte er auch zu den Maennern von Pnuel: Wenn ich in Frieden zurueckkomme, werde ich diesen Turm niederreissen! 8.10 Sebach und Zalmunna waren aber in Karkor und ihr Heerlager mit ihnen, etwa 15 000 [Mann], alle, die uebriggeblieben waren vom ganzen Heerlager der Soehne des Ostens. 120 000 Mann aber, die das Schwert zogen, waren gefallen. 8.11 Und Gideon zog die Beduinenstrasse hinauf, oestlich von Nobach und Jogboha. Und er schlug das Heerlager, waehrend das Heerlager sorglos war. 8.12 Und Sebach und Zalmunna flohen, er aber jagte ihnen nach und fing die beiden Koenige von Midian, Sebach und Zalmunna. Und das ganze Heerlager setzte er in Schrecken. 8.13 Dann kehrte Gideon, der Sohn des Joasch, vom Kampf zurueck, von der Anhoehe von Heres herab. 8.14 Und er fing einen Jungen von den Maennern von Sukkot und fragte ihn aus. Da schrieb der ihm die Obersten von Sukkot und seine Aeltesten auf, 77 Mann. 8.15 Und er kam zu den Maennern von Sukkot und sagte: Seht hier Sebach und Zalmunna, mit denen ihr mich verhoehnt habt, als ihr sagtet: Ist die Faust Sebachs und Zalmunnas etwa schon in deiner Hand, dass wir deinen Maennern, die ermattet sind, Brot geben sollten? 8.16 Und er nahm die Aeltesten der Stadt und Dorngestruepp der Wueste und Stechdisteln, und er zuechtigte damit die Maenner von Sukkot. 8.17 Und den Turm von Pnuel riss er nieder und erschlug die Maenner der Stadt. 8.18 Und er sagte zu Sebach und zu Zalmunna: Wie [sahen] die Maenner [aus], die ihr auf dem Tabor erschlagen habt? Sie sagten: Ganz wie du, so waren sie, jeder gleich einem Koenigssohn. 8.19 Da sagte er: Meine Brueder, die Soehne meiner Mutter, waren sie. So wahr der HERR lebt, haettet ihr sie am Leben gelassen, wuerde ich euch nicht erschlagen! 8.20 Und er sagte zu Jeter, seinem Erstgeborenen: Steh auf, erschlag sie! Aber der Junge zog sein Schwert nicht; denn er fuerchtete sich, weil er noch ein Junge war. 8.21 Da sagten Sebach und Zalmunna: Steh du auf und stoss uns nieder! Denn wie der Mann, so seine Kraft. Da stand Gideon auf und erschlug Sebach und Zalmunna. Und er nahm die Halbmonde, die an den Haelsen ihrer Kamele [hingen]. Ablehnung der Koenigswuerde durch Gideon, aber Verleitung zum Goetzendienst. 8.22 Und die Maenner von Israel sagten zu Gideon: Herrsche ueber uns, sowohl du als auch dein Sohn und deines Sohnes Sohn! Denn du hast uns aus der Hand Midians gerettet. 8.23 Gideon aber sagte zu ihnen: Nicht ich will ueber euch herrschen, auch mein Sohn soll nicht ueber euch herrschen. Der HERR soll ueber euch herrschen. 8.24 Und Gideon sagte zu ihnen: Eine Bitte will ich von euch erbitten: Gebt mir jeder einen Ring von seiner Beute! (Denn sie hatten goldene Ringe, weil sie Ismaeliter waren). 8.25 Sie sagten: Gern wollen wir [sie dir] geben. Und sie breiteten ein Obergewand aus und warfen darauf jeder einen Ring von seiner Beute. 8.26 Und das Gewicht der goldenen Ringe, die er erbeten hatte, betrug 1 700 [Schekel] Gold, abgesehen von den Halbmonden und den Ohrgehaengen und den Purpurkleidern, die die Koenige von Midian getragen hatten, und abgesehen von den Halsketten, die an den Haelsen ihrer Kamele [gehangen hatten]. 8.27 Und Gideon machte daraus ein Ephod und stellte es in seiner Stadt auf, in Ofra. Und ganz Israel hurte ihm dort nach. Das wurde Gideon und seinem Haus zur Falle. Gideons Nachkommen und Tod. 8.28 So musste sich Midian vor den Soehnen Israel beugen und konnte sein Haupt nicht mehr erheben. Und das Land hatte in den Tagen Gideons vierzig Jahre Ruhe. 8.29 Und Jerub-Baal, der Sohn des Joasch, ging hin und wohnte in seinem Haus. 8.30 Und Gideon hatte siebzig Soehne, die [alle] aus seiner Lende hervorgegangen waren; denn er hatte viele Frauen. 8.31 Und seine Nebenfrau, die in Sichem [wohnte], auch sie gebar ihm einen Sohn; und er gab ihm den Namen Abimelech. 8.32 Und Gideon, der Sohn des Joasch, starb in gutem Alter. Und er wurde im Grab seines Vaters Joasch begraben, in Ofra, [der Stadt] der Abiesriter. 8.33 Und es geschah, sobald Gideon gestorben war, da wandten sich die Soehne Israel [wieder] ab und hurten den Baalim nach und machten sich den Baal-Berit zum Gott. 8.34 Und die Soehne Israel dachten nicht mehr an den HERRN, ihren Gott, der sie der Hand all ihrer Feinde ringsum entrissen hatte. 8.35 Und sie erwiesen dem Haus Jerub-Baal-Gideons keine Guete, wie es all dem Guten, das er an Israel getan hatte, entsprochen haette. Abimelechs Brudermord und Koenigtum. \9\ 9.1 Und Abimelech, der Sohn Jerub-Baals, ging nach Sichem zu den Bruedern seiner Mutter. Und er redete zu ihnen und zur ganzen Sippe vom Haus des Vaters seiner Mutter und sagte: 9.2 Redet doch vor den Ohren aller Buerger von Sichem: Was ist besser fuer euch: dass siebzig Maenner ueber euch herrschen, alle Soehne Jerub-Baals, oder dass [nur] ein Mann ueber euch herrscht? Und bedenkt, dass ich euer Gebein und euer Fleisch bin! 9.3 Da redeten die Brueder seiner Mutter ueber ihn vor den Ohren aller Buerger von Sichem all diese Worte. Und ihr Herz neigte sich Abimelech zu, denn sie sagten [sich]: Er ist unser Bruder. 9.4 Und sie gaben ihm siebzig [Schekel] Silber aus dem Haus des Baal-Berit. Und Abimelech kaufte sich damit ehrlose und leichtfertige Maenner; die folgten ihm nach. 9.5 Und er kam in das Haus seines Vates, nach Ofra, und erschlug seine Brueder, die Soehne Jerub-Baals, siebzig Mann auf einem Stein. Es blieb aber Jotam uebrig, der juengste Sohn Jerub-Baals, denn er hatte sich versteckt. 9.6 Und alle Buerger von Sichem und die ganze Bewohnerschaft des Millo versammelten sich und gingen hin und machten Abimelech zum Koenig bei der Denkmals-Terebinthe, die in Sichem [steht]. Jotams Fabel und Rede gegen Abimelech. 9.7 Und man berichtete es Jotam. Da ging er hin und stellte sich auf den Gipfel des Berges Garizim, und er erhob seine Stimme, rief und sagte zu ihnen: Hoert auf mich, Buerger von Sichem, dann wird Gott auf euch hoeren! 9.8 Einst gingen die Baeume hin, einen Koenig ueber sich zu salben. Und sie sagten zum Olivenbaum: Sei Koenig ueber uns! 9.9 Da sagte ihnen der Olivenbaum: Sollte ich meine Fettigkeit aufgeben, die Goetter und Menschen an mir in Ehren halten, und sollte ich hingehen, um ueber den Baeumen zu schweben? 9.10 Und die Baeume sagten zum Feigenbaum: Komm du, sei Koenig ueber uns! 9.11 Da sagte ihnen der Feigenbaum: Sollte ich meine Suessigkeit aufgeben und meine gute Frucht, und sollte ich hingehen, um ueber den Baeumen zu schweben? 9.12 Und die Baeume sagten zum Weinstock: Komm du, sei Koenig ueber uns! 9.13 Da sagte ihnen der Weinstock: Sollte ich meinen Most aufgeben, der Goetter und Menschen erfreut, und sollte ich hingehen, um ueber den Baeumen zu schweben? 9.14 Und alle Baeume sagten zum Dornstrauch: Komm du, sei Koenig ueber uns! 9.15 Da sagte der Dornstrauch zu den Baeumen: Wollt ihr in Wahrheit mich zum Koenig ueber euch salben, so kommt, sucht Zuflucht in meinem Schatten! Wenn aber nicht, so gehe Feuer aus vom Dornstrauch, das fresse die Zedern des Libanon! - 9.16 Und nun, wenn ihr in Wahrheit und Aufrichtigkeit gehandelt habt, als ihr Abimelech zum Koenig gemacht habt, und wenn ihr Gutes getan habt an Jerub-Baal und an seinem Haus und wenn ihr ihm getan habt nach dem Tun seiner Haende - 9.17 denn mein Vater hat fuer euch gekaempft und sein Leben eingesetzt und euch der Hand Midians entrissen; 9.18 ihr aber habt euch heute gegen das Haus meines Vaters erhoben und seine Soehne erschlagen, siebzig Mann auf einem Stein, und habt Abimelech, den Sohn seiner Sklavin, zum Koenig gemacht ueber die Buerger von Sichem, weil er euer Bruder ist -, 9.19 wenn ihr also an diesem Tag in Wahrheit und Aufrichtigkeit an Jerub-Baal und an seinem Haus gehandelt habt, dann habt eure Freude an Abimelech, und auch er soll seine Freude an euch haben! 9.20 Wenn aber nicht, so gehe Feuer von Abimelech aus und fresse die Buerger von Sichem und die Bewohnerschaft des Millo! Und es gehe Feuer aus von den Buergern von Sichem und von der Bewohnerschaft des Millo und fresse Abimelech! 9.21 Und Jotam floh und entwich und ging nach Beer und blieb dort wohnen [aus Furcht] vor seinem Bruder Abimelech. Abimelechs Ende. 9.22 Und Abimelech herrschte ueber Israel drei Jahre. 9.23 Da sandte Gott einen boesen Geist zwischen Abimelech und die Buerger von Sichem. Und die Buerger von Sichem handelten treulos an Abimelech, 9.24 damit die Gewalttat an den siebzig Soehnen Jerub-Baals [auf ihn] zurueckkaeme und ihr Blut auf ihren Bruder Abimelech gelegt wuerde, der sie erschlagen hatte, und auf die Buerger von Sichem, die seine Haende gestaerkt hatten, seine Brueder zu erschlagen. 9.25 Und die Buerger von Sichem legten [Wegelagerer in] einen Hinterhalt gegen ihn auf den Hoehen der Berge; die beraubten jeden, der an ihnen auf dem Weg vorueberzog. Das wurde dem Abimelech berichtet. 9.26 Und Gaal, der Sohn Ebeds, kam mit seinen Bruedern, und sie zogen durch Sichem. Und die Buerger von Sichem vertrauten ihm. 9.27 Und sie gingen aufs Feld hinaus und hielten Lese in ihren Weinbergen und kelterten. Und sie hielten ein Freudenfest und gingen in das Haus ihres Gottes, assen und tranken und fluchten dem Abimelech. 9.28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sagte: Wer ist Abimelech und wer Sichem, dass wir [ihm] dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals und Sebul sein Statthalter? Dient [lieber] den Maennern Hamors, des Vaters von Sichem! Warum sollten gerade wir ihm dienen? 9.29 Haette ich nur dieses Volk unter meiner Hand, so wollte ich Abimelech [schon] beseitigen, und ich wuerde zu Abimelech sagen: Vermehre [doch] dein Heer und zieh aus! 9.30 Als nun Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des Sohnes Ebeds, hoerte, da entbrannte sein Zorn. 9.31 Und er sandte Boten zu Abimelech mit List und [liess ihm] sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brueder sind nach Sichem gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt gegen dich auf. 9.32 Und nun, mache dich in der Nacht auf, du und das [Kriegs]volk, das bei dir ist, und lege dich auf dem Feld in einen Hinterhalt! 9.33 Und es geschehe am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, dann mache dich frueh auf und ueberfalle die Stadt! Siehe, wenn er und das [Kriegs]volk, das bei ihm ist, gegen dich herausziehen, dann tu ihm, wie deine Hand es finden wird! 9.34 Da machten sich Abimelech und das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm war, in der Nacht auf und legten sich in vier Abteilungen gegen Sichem in einen Hinterhalt. 9.35 Und Gaal, der Sohn Ebeds, ging hinaus und trat an den Eingang des Stadttores. Da machten sich Abimelech und das [Kriegs]volk, das bei ihm war, aus dem Hinterhalt auf. 9.36 Als nun Gaal das [Kriegs]volk sah, sagte er zu Sebul: Siehe, [Kriegs]volk kommt von den Hoehen der Berge herab. Sebul aber sagte zu ihm: Den Schatten der Berge siehst du als Maenner an. 9.37 Doch Gaal beharrte darauf und sagte: Sieh doch, [Kriegs]volk kommt von der Hoehe des Landes herab, und eine Abteilung kommt aus der Richtung von Elon-Meonenim. 9.38 Da sagte Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, mit dem du sagtest: Wer ist Abimelech, dass wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das [Kriegs]volk, das du verachtet hast? Zieh doch jetzt aus und kaempfe mit ihm! 9.39 Da zog Gaal hinaus, vor den Buergern von Sichem her, und kaempfte mit Abimelech. 9.40 Und Abimelech jagte ihn, so dass er vor ihm floh. Und viele fielen [und lagen] erschlagen bis an den Eingang des Tores. 9.41 Und Abimelech blieb in Aruma. Sebul aber vertrieb Gaal und seine Brueder, so dass sie nicht mehr in Sichem blieben. 9.42 Und es geschah am andern Tag, da ging das Volk aufs Feld hinaus. Das berichtete man Abimelech. 9.43 Da nahm er das [Kriegs]volk und teilte es in drei Abteilungen und legte sich auf dem Feld in einen Hinterhalt. Und er sah, und siehe, das Volk kam aus der Stadt heraus. Da erhob er sich gegen sie und schlug sie. 9.44 Und Abimelech und die Abteilungen, die bei ihm waren, brachen hervor und stellten sich an den Eingang des Stadttores. Die beiden [anderen] Abteilungen aber fielen ueber alle her, die auf dem Feld waren, und erschlugen sie. 9.45 Und Abimelech kaempfte jenen ganzen Tag gegen die Stadt. Und er nahm die Stadt ein, und das Volk, das darin war, erschlug er. Und er riss die Stadt nieder und bestreute sie mit Salz. 9.46 Als das alle Buerger von Migdal-Sichem hoerten, gingen sie in das Kellergewoelbe des Hauses des Gottes Berit. 9.47 Und es wurde dem Abimelech berichtet, dass alle Buerger von Migdal-Sichem sich versammelt haetten. 9.48 Da stieg Abimelech auf den Berg Zalmon, er und das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm war. Und Abimelech nahm eine Axt in seine Hand und hieb einen Ast vom Baum ab, hob ihn auf und legte ihn auf seine Schulter. Und er sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Was ihr mich habt tun sehen, schnell, macht es wie ich! 9.49 Da hieb auch das ganze Volk, jeder seinen Ast ab, und sie folgten Abimelech, legten [alles] auf das Kellergewoelbe und steckten das Kellergewoelbe ueber ihnen in Brand. So starben auch alle Leute von Migdal-Sichem, etwa tausend Maenner und Frauen. 9.50 Dann zog Abimelech nach Tebez und belagerte Tebez und nahm es ein. 9.51 Es war aber ein starker Turm mitten in der Stadt, und dahin flohen alle Maenner und Frauen, alle Buerger der Stadt. Und sie schlossen hinter sich zu und stiegen auf das Dach des Turmes. 9.52 Und Abimelech kam an den Turm und kaempfte gegen ihn. Und er trat an den Eingang des Turmes, um ihn mit Feuer zu verbrennen. 9.53 Da warf eine Frau einen oberen Muehlstein auf Abimelechs Kopf und zerschmetterte ihm den Schaedel. 9.54 Da rief er schnell nach dem Burschen, seinem Waffentraeger, und sagte zu ihm: Zieh dein Schwert und toete mich, damit man nicht von mir sagt: Eine Frau hat ihn erschlagen! Und sein Bursche durchbohrte ihn, dass er starb. 9.55 Und als die Maenner von Israel sahen, dass Abimelech tot war, da gingen sie, jeder an seinen Ort. 9.56 So liess Gott die Bosheit Abimelechs, die er an seinem Vater veruebt hatte, indem er seine siebzig Brueder erschlug, [auf ihn] zurueckkommen. 9.57 Und die ganze Bosheit der Maenner von Sichem liess Gott auf ihren Kopf zurueckkommen. So kam ueber sie der Fluch Jotams, des Sohnes Jerub-Baals. Richter Tola und Jair. vgl. Kap. 12,8-15. \10\ 10.1 Und nach Abimelech stand auf, um Israel zu retten, Tola, der Sohn des Puwa, des Sohnes des Dodo, ein Mann aus Issaschar. Er wohnte in Schamir im Gebirge Ephraim. 10.2 Und er richtete Israel 23 Jahre. Und er starb und wurde in Schamir begraben. 10.3 Und nach ihm stand Jair auf, der Gileaditer. Er richtete Israel 22 Jahre. 10.4 Und er hatte dreissig Soehne, die auf dreissig Eseln ritten, und sie hatten dreissig Staedte. Diese nennt man die Zeltdoerfer Jairs bis auf diesen Tag; sie [liegen] im Land Gilead. 10.5 Und Jair starb und wurde in Kamon begraben. Bedrueckung Israels durch die Ammoniter. 10.6 Und die Soehne Israel taten weiter, was boese war in den Augen des HERRN, und sie dienten den Baalim und den Astarot und den Goettern Arams und den Goettern Sidons und den Goettern Moabs und den Goettern der Soehne Ammon und den Goettern der Philister. Und sie verliessen den HERRN und dienten ihm nicht. 10.7 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er verkaufte sie in die Hand der Philister und in die Hand der Soehne Ammon. 10.8 Und sie zerschmetterten und zerschlugen die Soehne Israel in jenem Jahr, [und zwar] achtzehn Jahre [lang] alle Soehne Israel, die jenseits des Jordan waren im Land der Amoriter, das in Gilead ist. 10.9 Und die Soehne Ammon zogen ueber den Jordan, um auch gegen Juda und gegen Benjamin und gegen das Haus Ephraim zu kaempfen. So war Israel in grosser Bedraengnis. 10.10 Da schrieen die Soehne Israel zu dem HERRN um Hilfe und sagten: Wir haben gegen dich gesuendigt, weil wir unseren Gott verlassen und den Baalim gedient haben. 10.11 Und der HERR sprach zu den Soehnen Israel: Ist es nicht so? Von den Aegyptern und von den Amoritern, von den Soehnen Ammon und von den Philistern, 10.12 und als die Sidonier und Amalekiter und Maoniter euch quaelten und als ihr da zu mir schrieet, da habe ich euch aus ihrer Hand gerettet. 10.13 Ihr aber, ihr habt mich verlassen und habt andern Goettern gedient. Darum werde ich nicht fortfahren, euch zu retten. 10.14 Geht hin und schreit zu den Goettern um Hilfe, die ihr erwaehlt habt! Sollen sie euch doch retten zur Zeit eurer Not! 10.15 Da sagten die Soehne Israel zu dem HERRN: Wir haben gesuendigt. Tu du uns nach allem, was gut ist in deinen Augen! Nur errette uns doch am heutigen Tag! 10.16 Und sie entfernten die fremden Goetter aus ihrer Mitte und dienten dem HERRN. Da wurde seine Seele ungeduldig ueber das Elend Israels. 10.17 Und die Soehne Ammon wurden zusammengerufen und lagerten in Gilead. Und die Soehne Israel versammelten sich und lagerten in Mizpa. 10.18 Da sagte das Volk, [naemlich] die Obersten von Gilead, einer zum andern: Wer ist der Mann, der anfaengt, mit den Soehnen Ammon zu kaempfen? Er soll das Oberhaupt aller Bewohner Gileads werden. Jeftahs Berufung. \11\ 11.1 Und Jeftah, der Gileaditer, war ein tapferer Held. Er war aber der Sohn einer Hure, und Gilead hatte Jeftah gezeugt. 11.2 Aber [auch] Gileads Ehefrau hatte ihm Soehne geboren. Als nun die Soehne der Frau gross geworden waren, vertrieben sie Jeftah und sagten zu ihm: Du erbst nicht mit dem Haus unseres Vaters, denn du bist der Sohn einer anderen Frau. 11.3 So war Jeftah vor seinen Bruedern geflohen und hatte sich im Land Tob niedergelassen. Und es sammelten sich bei Jeftah ehrlose Leute, die zogen mit ihm aus. 11.4 Und es geschah nach einiger Zeit, da kaempften die Soehne Ammon mit Israel. 11.5 Und es geschah, als die Soehne Ammon mit Israel kaempften, da gingen die Aeltesten von Gilead hin, um Jeftah aus dem Land Tob zu holen. 11.6 Und sie sagten zu Jeftah: Komm und sei unser Anfuehrer, damit wir gegen die Soehne Ammon kaempfen koennen! 11.7 Da sagte Jeftah zu den Aeltesten von Gilead: Seid ihr es nicht gewesen, die mich gehasst und mich aus dem Haus meines Vaters vertrieben haben? Und warum kommt ihr jetzt zu mir, da ihr in Bedraengnis seid? 11.8 Und die Aeltesten von Gilead sagten zu Jeftah: Darum sind wir jetzt zu dir zurueckgekehrt, damit du mit uns ziehst und gegen die Soehne Ammon kaempfst. Du sollst unser Oberhaupt werden fuer alle Bewohner Gileads. 11.9 Da sagte Jeftah zu den Aeltesten von Gilead: Wenn ihr mich zurueckholt zum Kampf gegen die Soehne Ammon und der HERR sie vor mir dahingibt, werde ich [dann] wirklich euer Oberhaupt sein? 11.10 Und die Aeltesten von Gilead sagten zu Jeftah: Der HERR sei Zeuge zwischen uns: Wenn wir nicht so tun, wie du geredet hast! 11.11 Da ging Jeftah mit den Aeltesten von Gilead mit, und das Volk setzte ihn als Oberhaupt und als Anfuehrer ueber sich. Und Jeftah redete alle seine Worte vor dem HERRN in Mizpa. Jeftahs Verhandlung mit den Ammonitern. 11.12 Und Jeftah sandte Boten an den Koenig der Soehne Ammon und [liess ihm] sagen: Was habe ich mit dir [zu tun], dass du gegen mich gekommen bist, um gegen mein Land Krieg zu fuehren? 11.13 Und der Koenig der Soehne Ammon sagte zu den Boten Jeftahs: Weil Israel, als es aus Aegypten heraufzog, mein Land genommen hat, vom Arnon bis an den Jabbok und bis an den Jordan. Und nun gib die Laender in Frieden zurueck! 11.14 Da sandte Jeftah noch einmal Boten an den Koenig der Soehne Ammon 11.15 und liess ihm sagen: So spricht Jeftah: Israel hat nicht das Land Moabs und das Land der Soehne Ammon genommen. 11.16 Sondern als sie aus Aegypten heraufzogen, da wanderte Israel durch die Wueste bis zum Schilfmeer, und es kam nach Kadesch. 11.17 Und Israel sandte Boten an den Koenig von Edom und [liess ihm] sagen: Lass mich doch durch dein Land ziehen! Aber der Koenig von Edom hoerte nicht [darauf]. Und auch an den Koenig von Moab sandte es; aber [auch der] wollte nicht. So blieb Israel in Kadesch. 11.18 Und es wanderte durch die Wueste und umging das Land Edom und das Land Moab und kam von Sonnenaufgang her zum Land Moab. Und sie lagerten jenseits des Arnon und kamen nicht in das Gebiet Moabs, denn der Arnon ist die Grenze Moabs. V. 19-22: 4Mo 21,21-25. 11.19 Und Israel sandte Boten an Sihon, den Koenig der Amoriter, den Koenig von Heschbon, und Israel liess ihm sagen: Lass uns doch durch dein Land ziehen bis an meinen Ort! 11.20 Aber Sihon traute Israel nicht, dass es [nur] durch sein Gebiet hindurchziehen wolle. Und Sihon versammelte sein ganzes [Kriegs]volk, und sie lagerten sich in Jahaz; und er kaempfte gegen Israel. 11.21 Da gab der HERR, der Gott Israels, den Sihon und sein ganzes [Kriegs]volk in die Hand Israels, und sie schlugen sie. So nahm Israel das ganze Land der Amoriter, die jenes Land bewohnten, in Besitz: 11.22 Sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter in Besitz, vom Arnon bis an den Jabbok und von der Wueste bis an den Jordan. 11.23 Und nun: Der HERR, der Gott Israels, hat die Amoriter vor seinem Volk Israel vertrieben, da willst du uns [wieder] daraus verdraengen? 11.24 Ist es nicht [so]: Wen Kemosch, dein Gott, [vor] dir vertreibt, dessen Land nimmst du in Besitz. Und wen immer der HERR, unser Gott, vor uns her vertreibt, dessen Land nehmen wir in Besitz. 11.25 Und nun, bist du wirklich besser als Balak, der Sohn Zippors, der Koenig von Moab? Hat er sich etwa in einen Rechtsstreit mit Israel eingelassen oder jemals mit ihnen einen Krieg angefangen? 11.26 Waehrend Israel in Heschbon wohnte und in seinen Tochterstaedten und in Aroer und in seinen Tochterstaedten und in all den Staedten, die laengs des Arnon [liegen], dreihundert Jahre lang - warum habt ihr [sie uns] denn nicht in jener Zeit entrissen? 11.27 Nicht ich habe gegen dich gesuendigt, sondern du tust mir Boeses an, indem du gegen mich Krieg fuehrst. Es richte der HERR, der Richter, heute zwischen den Soehnen Israel und den Soehnen Ammon! Jeftahs Geluebde und Sieg. 11.28 Aber der Koenig der Soehne Ammon hoerte nicht auf Jeftahs Worte, die er zu ihm gesandt hatte. 11.29 Da kam der Geist des HERRN ueber Jeftah. Und er zog durch Gilead und Manasse und zog nach Mizpa in Gilead, und von Mizpa in Gilead zog er weiter zu den Soehnen Ammon. 11.30 Und Jeftah gelobte dem HERRN ein Geluebde und sagte: Wenn du die Soehne Ammon wirklich in meine Hand gibst, 11.31 dann soll der - wer es auch sei -, der aus der Tuer meines Hauses herauskommt mir entgegen, wenn ich in Frieden von den Soehnen Ammon zurueckkehre, der soll dem HERRN gehoeren; ich will ihn als Brandopfer opfern! 11.32 So zog Jeftah zu den Soehnen Ammon hinueber, um gegen sie zu kaempfen. Und der HERR gab sie in seine Hand. 11.33 Und er schlug sie von Aroer an bis dahin, wo man nach Minnit kommt, zwanzig Staedte, und bis nach Abel-Keramim - eine sehr grosse Niederlage [fuer die Soehne Ammon]. So mussten sich die Soehne Ammon vor den Soehnen Israel beugen. 11.34 Und Jeftah kam nach Mizpa zu seinem Haus. Und siehe, da trat seine Tochter heraus ihm entgegen, mit Tamburinen und in Reigentaenzen. Nur sie hatte er, als einzige; ausser ihr hatte er weder Sohn noch Tochter. 11.35 Und es geschah, als er sie sah, da zerriss er seine Kleider und sagte: Wehe, meine Tochter! Tief beugst du mich nieder. Du, du bist unter denen, die mich in Truebsal bringen! Ich selber habe meinen Mund gegen den HERRN aufgerissen und kann nicht mehr zurueck! 11.36 Da sagte sie zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund gegen den HERRN aufgerissen, so tu mir, wie es aus deinem Mund hervorgegangen ist, nachdem der HERR dir Rache verschafft hat an deinen Feinden, den Soehnen Ammon! 11.37 Und sie sagte [weiter] zu ihrem Vater: Es moege dies mir gewaehrt werden: Lass mir zwei Monate, dass ich hingehe und hinabsteige ueber die Berge und meine Jungfrauschaft beweine, ich und meine Freundinnen! 11.38 Er sagte: Geh hin! Und er entliess sie fuer zwei Monate. So ging sie hin, sie und ihre Freundinnen, und beweinte ihre Jungfrauschaft auf den Bergen. 11.39 Und es geschah am Ende von zwei Monaten, da kehrte sie zu ihrem Vater zurueck. Und er vollzog an ihr sein Geluebde, das er gelobt hatte. Sie hatte aber keinen Mann erkannt. Und es wurde zur Ordnung in Israel: 11.40 Von Jahr zu Jahr gehen die Toechter Israel hin, um die Tochter Jeftahs, des Gileaditers, zu besingen, vier Tage im Jahr. Jeftahs Sieg ueber die Ephraimiter. \12\ 12.1 Und die Maenner von Ephraim wurden zusammengerufen und zogen hinueber nach Norden. Und sie sagten zu Jeftah: Warum bist du hinuebergezogen, um gegen die Soehne Ammon zu kaempfen, und hast uns nicht gerufen, mit dir zu gehen? Wir werden dein Haus ueber dir mit Feuer verbrennen! 12.2 Da sagte Jeftah zu ihnen: Ich habe einen heftigen Streit ausgefochten, ich und mein Volk, mit den Soehnen Ammon. Ich habe euch zu Hilfe gerufen, aber ihr habt mich nicht aus ihrer Hand gerettet. 12.3 Und als ich sah, dass du als Retter nicht da warst, legte ich mein Leben in meine [eigene] Hand und zog hin gegen die Soehne Ammon. Und der HERR gab sie in meine Hand. Was seid ihr denn an diesem Tag gegen mich heraufgezogen, um gegen mich zu kaempfen? 12.4 Und Jeftah versammelte alle Maenner von Gilead und kaempfte mit Ephraim. Und die Maenner von Gilead schlugen Ephraim; denn die hatten gesagt: Fluechtlinge von Ephraim seid ihr! Gilead [liegt doch] mitten in Ephraim, mitten in Manasse! 12.5 Und Gilead nahm Ephraim die Furten des Jordan. Und es geschah, wenn ephraimitische Fluechtlinge sagten: Lass mich hinuebergehen! - dann sagten die Maenner von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraimiter? Und sagte er: Nein! - 12.6 so sprachen sie zu ihm: Sag mal: Schibbolet! Und sagte er: Sibbolet! - und brachte es nicht fertig, richtig zu sprechen, dann packten sie ihn und schlachteten ihn an den Furten des Jordan. So fielen in jener Zeit von Ephraim 42 000 [Mann]. 12.7 Und Jeftah richtete Israel sechs Jahre. Und Jeftah, der Gileaditer, starb und wurde in einer der Staedte Gileads begraben. Richter Ibzan, Elon und Abdon. vgl. Kap. 10,1-5. 12.8 Und nach ihm richtete Israel Ibzan von Bethlehem. 12.9 Und er hatte dreissig Soehne. Dreissig Toechter entliess er nach auswaerts, und dreissig Toechter holte er von auswaerts fuer seine Soehne herein. Und er richtete Israel sieben Jahre. 12.10 Und Ibzan starb und wurde in Bethlehem begraben. 12.11 Und nach ihm richtete Israel Elon, der Sebuloniter. Er richtete Israel zehn Jahre. 12.12 Und Elon, der Sebuloniter, starb und wurde in Ajalon im Land Sebulon begraben. 12.13 Und nach ihm richtete Israel Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter. 12.14 Und er hatte vierzig Soehne und dreissig Enkel, die auf siebzig Eseln ritten. Und er richtete Israel acht Jahre. 12.15 Und Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter, starb und wurde in Piraton begraben, im Land Ephraim, auf dem Amalekiterberg. Simsons Geburt. \13\ 13.1 Und die Soehne Israel taten weiter, was boese war in den Augen des HERRN. Da gab sie der HERR vierzig Jahre in die Hand der Philister. 13.2 Da war nun ein Mann aus Zora, von einer Sippe der Daniter, sein Name war Manoach. Seine Frau aber war unfruchtbar und gebar nicht. 13.3 Und der Engel des HERRN erschien der Frau und sprach zu ihr: Sieh doch, du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaeren. 13.4 Und nun, huete dich doch und trinke weder Wein noch Rauschtrank und iss ja nichts Unreines! 13.5 Denn siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaeren. Ein Schermesser soll nicht auf sein Haupt kommen, denn ein Nasiraeer Gottes soll der Junge sein von Mutterleib an. Er wird anfangen, Israel aus der Hand der Philister zu retten. 13.6 Und die Frau kam und sprach zu ihrem Mann und sagte: Ein Mann Gottes ist zu mir gekommen, und sein Aussehen war wie das Aussehen des Engels Gottes, sehr furchtbar. Ich habe ihn aber nicht gefragt, woher er sei, und seinen Namen hat er mir nicht genannt. 13.7 Und er sagte zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebaeren. Und nun, trinke weder Wein noch Rauschtrank und iss nichts Unreines; denn ein Nasiraeer Gottes soll der Junge sein vom Mutterleib an bis zum Tag seines Todes. 13.8 Da betete Manoach zu dem HERRN und sagte: Bitte, Herr, der Mann Gottes, den du gesandt hast, moege doch noch einmal zu uns kommen und uns lehren, was wir tun sollen mit dem Jungen, der geboren werden soll. 13.9 Und Gott hoerte auf die Stimme Manoachs. Und der Engel Gottes kam noch einmal zu der Frau, als sie gerade auf dem Feld sass und Manoach, ihr Mann, nicht bei ihr war. 13.10 Da beeilte sich die Frau, lief, berichtete es ihrem Mann und sagte zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, der an jenem Tag zu mir gekommen ist! 13.11 Da machte sich Manoach auf und folgte seiner Frau. Und er kam zu dem Mann und sagte zu ihm: Bist du der Mann, der zu der Frau geredet hat? Er sagte: Ich bin es. 13.12 Und Manoach sagte: Nun, [wenn] dein Wort eintrifft, was soll die [Lebens]weise des Jungen und sein Tun sein? 13.13 Da sprach der Engel des HERRN zu Manoach: Vor allem, was ich der Frau gesagt habe, soll sie sich hueten. 13.14 Von allem, was vom Weinstock kommt, soll sie nicht essen, und Wein und Rauschtrank soll sie nicht trinken, und sie soll nichts Unreines essen. Alles, was ich ihr geboten habe, soll sie beachten. 13.15 Und Manoach sagte zu dem Engel des HERRN: Wir haetten dich gern zurueckgehalten und dir ein Ziegenboeckchen zubereitet. 13.16 Doch der Engel des HERRN sprach zu Manoach: Wenn du mich auch aufhieltest, ich wuerde nicht von deinem Brot essen. Willst du aber ein Brandopfer zubereiten, opfere es dem HERRN! Manoach hatte naemlich nicht erkannt, dass es der Engel des HERRN war. 13.17 Da sagte Manoach zum Engel des HERRN: Wie ist dein Name? Wenn dein Wort eintrifft, moechten wir dich ehren. 13.18 Doch der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du denn nach meinem Namen? Er ist zu wunderbar! 13.19 Da nahm Manoach das Ziegenboeckchen und das Speisopfer und opferte es dem HERRN auf dem Felsen. Er aber vollbrachte Wunderbares, und Manoach und seine Frau sahen zu. 13.20 Es geschah naemlich, als die Flamme vom Altar zum Himmel emporstieg, da fuhr der Engel des HERRN in der Flamme des Altars hinauf. Manoach aber und seine Frau sahen zu und fielen auf ihr Gesicht zur Erde. 13.21 Der Engel des HERRN aber erschien Manoach und seiner Frau danach nicht mehr. Da [erst] erkannte Manoach, dass es der Engel des HERRN war. 13.22 Und Manoach sagte zu seiner Frau: Ganz sicher muessen wir [jetzt] sterben, denn wir haben Gott gesehen! 13.23 Aber seine Frau sagte zu ihm: Wenn es dem HERRN gefallen haette, uns zu toeten, so haette er aus unserer Hand nicht Brandopfer und Speisopfer angenommen, und er haette uns nicht dies alles sehen lassen und uns jetzt nicht so etwas hoeren lassen. 13.24 Und die Frau gebar einen Sohn und gab ihm den Namen Simson. Und der Junge wuchs heran, und der HERR segnete ihn. 13.25 Und der Geist des HERRN fing an, ihn zu treiben in Machaneh-Dan zwischen Zora und Eschtaol. Simsons Kampf mit dem Loewen, seine Hochzeit und Ueberlistung durch die Philister. \14\ 14.1 Und Simson ging nach Timna hinab. Und er sah in Timna eine Frau von den Toechtern der Philister. 14.2 Und er ging [wieder] hinauf und berichtete es seinem Vater und seiner Mutter und sagte: Ich habe in Timna eine Frau von den Toechtern der Philister gesehen. Und nun nehmt sie mir [doch] zur Frau! 14.3 Da sagte sein Vater zu ihm und [auch] seine Mutter: Gibt es unter den Toechtern deiner Brueder und unter meinem ganzen Volk keine Frau, dass du hingehst, eine Frau zu nehmen von den Philistern, den Unbeschnittenen? Simson aber sagte zu seinem Vater: Diese nimm mir, denn sie ist in meinen Augen die richtige! 14.4 Sein Vater und seine Mutter erkannten aber nicht, dass es von dem HERRN war; denn er suchte einen Anlass bei den Philistern. In jener Zeit herrschten naemlich die Philister ueber Israel. 14.5 Und Simson ging mit seinem Vater und seiner Mutter nach Timna hinab. Als sie nun an die Weinberge von Timna kamen, siehe, da [sprang] ein Jungloewe bruellend ihm entgegen. 14.6 Da kam der Geist des HERRN ueber ihn. Und er zerriss ihn, wie man ein Boeckchen zerreisst; und er hatte gar nichts in seiner Hand. Aber seinem Vater und seiner Mutter erzaehlte er nicht, was er getan hatte. 14.7 Und er ging hinab und redete zu der Frau, und sie war die richtige in den Augen Simsons. 14.8 Und nach einiger Zeit kehrte er zurueck, um sie zu nehmen. Und er bog [vom Weg] ab, um nach dem Kadaver des Loewen zu sehen, und siehe, da war ein Bienenschwarm in dem Koerper des Loewen und Honig. 14.9 Den loeste er heraus, [nahm ihn] in seine Haende und ging weiter, wobei er im Gehen ass. Und er ging zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, und sie assen. Aber er erzaehlte ihnen nicht, dass er den Honig aus dem Koerper des Loewen herausgeloest hatte. 14.10 Und sein Vater ging zu der Frau hinab, und Simson veranstaltete dort ein Festmahl; denn so pflegten es die jungen Maenner zu tun. 14.11 Und es geschah, als sie ihn sahen, da nahmen sie dreissig [Braut]begleiter; die waren bei ihm. 14.12 Da sagte Simson zu ihnen: Ich will euch einmal ein Raetsel aufgeben. Wenn ihr es mir in den sieben Tagen des Festmahles richtig loest und es herausfindet, dann werde ich euch dreissig Hemden und dreissig Festkleider geben. 14.13 Wenn ihr es mir aber nicht loesen koennt, dann muesst ihr mir dreissig Hemden und dreissig Festkleider geben. Da sagten sie zu ihm: Gib dein Raetsel auf, wir wollen hoeren! 14.14 Und er sagte zu ihnen: Aus dem Fresser kam Frass, und aus dem Starken kam Suesses. Sie aber konnten das Raetsel nicht loesen drei Tage lang. 14.15 Und es geschah am vierten Tag, da sagten sie zu Simsons Frau: Betoere deinen Mann, dass er uns das Raetsel loest, sonst verbrennen wir dich und das Haus deines Vaters mit Feuer! Habt ihr uns eingeladen, um uns [aus unserm Besitz] zu vertreiben? Ist es nicht so? 14.16 Da weinte Simsons Frau bei ihm und sagte: Du hasst mich nur und liebst mich nicht. Den Soehnen meines Volkes hast du das Raetsel aufgegeben, aber mir hast du es nicht erzaehlt. Er aber sagte zu ihr: Siehe, meinem Vater und meiner Mutter habe ich es nicht erzaehlt, da sollte ich es dir erzaehlen? 14.17 Doch sie weinte bei ihm die sieben Tage, an denen sie das Festmahl hielten. Und es geschah am siebten Tag, da erzaehlte er ihr [die Loesung des Raetsels], weil sie ihn draengte, und sie erzaehlte das Raetsel den Soehnen ihres Volkes. 14.18 Da sagten die Maenner der Stadt zu ihm am siebten Tag, bevor die Sonne unterging: Was ist suesser als Honig, und was ist staerker als der Loewe? Er sagte zu ihnen: Wenn ihr nicht mit meinem Kalb gepfluegt haettet, dann haettet ihr mein Raetsel nicht herausgefunden. 14.19 Und der Geist des HERRN kam ueber ihn. Und er ging hinab nach Aschkelon und erschlug dreissig Mann von ihnen und zog ihnen die Ausruestung aus und gab die Festkleider denen, die das Raetsel geloest hatten. Und sein Zorn entbrannte, so dass er ins Haus seines Vaters hinaufging. 14.20 Simsons Frau aber wurde einem seiner [Braut]begleiter gegeben, der ihm als Brautfuehrer gedient hatte. Simsons Rache: Brand des Getreides. \15\ 15.1 Und es geschah nach einiger Zeit, in den Tagen der Weizenernte, da suchte Simson seine Frau mit einem Ziegenboeckchen auf, und er sagte: Ich will zu meiner Frau in die Kammer hineingehen. Aber ihr Vater gestattete ihm nicht hineinzugehen. 15.2 Und ihr Vater sagte: Ich habe fest angenommen, dass du sie nur noch hassen wuerdest, da habe ich sie deinem [Braut]begleiter gegeben. Ist nicht ihre juengere Schwester schoener als sie? Sie soll dir an ihrer Stelle gehoeren. 15.3 Da sagte Simson zu ihnen: Diesmal bin ich ohne Schuld an den Philistern, wenn ich ihnen Uebles tue. 15.4 Und Simson ging hin und fing dreihundert Fuechse. Und er nahm Fackeln und kehrte Schwanz zu Schwanz und befestigte eine Fackel zwischen je zwei Schwaenzen in der Mitte. 15.5 Dann zuendete er die Fackeln mit Feuer an, liess [die Fuechse] los in das stehende Getreide der Philister und steckte [alles] in Brand vom Garbenhaufen bis zum stehenden Getreide, ja, bis zum Weinberg [und] Olivenbaum. 15.6 Da sagten die Philister: Wer hat das getan? Und man sagte: Simson, der Schwiegersohn des Timniters, weil er ihm seine Frau weggenommen und sie seinem [Braut]begleiter gegeben hat. Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie und ihren Vater mit Feuer. 15.7 Und Simson sagte zu ihnen: Wenn ihr es so macht - erst wenn ich mich an euch geraecht habe, [erst] danach will ich aufhoeren! 15.8 Und er schlug sie gruendlich zusammen - ein gewaltiger Schlag. Und er ging hinab und blieb in der Felsspalte von Etam. Simson erschlaegt tausend Philister. 15.9 Und die Philister zogen herauf und lagerten in Juda und breiteten sich in Lehi aus. 15.10 Da sagten die Maenner von Juda: Warum seid ihr gegen uns heraufgezogen? Sie sagten: Um Simson zu binden, sind wir heraufgezogen, um ihm zu tun, wie er uns getan hat. 15.11 Da zogen dreitausend Mann von Juda zur Felsspalte von Etam hinab und sagten zu Simson: Weisst du nicht, dass die Philister ueber uns herrschen? Was hast du uns da angetan? Er sagte zu ihnen: Wie sie mir getan, so habe ich ihnen getan. 15.12 Da sagten sie zu ihm: Um dich zu binden, sind wir herabgekommen, um dich in die Hand der Philister auszuliefern. Simson sagte zu ihnen: Schwoert mir, dass nicht ihr selber ueber mich herfallen werdet! 15.13 Und sie sagten zu ihm: Nein, sondern wir wollen dich nur binden und dich in ihre Hand ausliefern, aber toeten wollen wir dich nicht. So banden sie ihn mit zwei neuen Stricken und fuehrten ihn vom Felsen herauf. 15.14 Als er nach Lehi kam, da jauchzten ihm die Philister entgegen. Aber der Geist des HERRN kam ueber ihn, da wurden die Stricke, die an seinen Armen waren, wie Flachsfaeden, die vom Feuer versengt sind, und seine Fesseln schmolzen von seinen Haenden weg. 15.15 Und er fand einen frischen Eselskinnbacken, und er streckte seine Hand aus, nahm ihn und erschlug damit tausend Mann. 15.16 Und Simson sprach: Mit dem Eselskinnbacken [schlug ich] einen Haufen, zwei Haufen! Mit dem Eselskinnbacken erschlug ich tausend Mann! 15.17 Und es geschah, als er ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand. Und man nannte jenen Ort Ramat-Lehi. 15.18 Und er hatte grossen Durst. Da rief er zu dem HERRN und sagte: Du hast durch die Hand deines Knechtes diese grosse Rettung gegeben, nun aber muss ich vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen! 15.19 Da spaltete Gott die Hoehlung, die bei Lehi ist, so dass Wasser aus ihr hervorkam. Und er trank, und sein Geist kehrte zurueck, und er lebte [wieder] auf. Daher gab man ihr den Namen: Quelle des Rufenden; die ist bei Lehi bis auf diesen Tag. 15.20 Und er richtete Israel in den Tagen der Philister zwanzig Jahre. Simson zu Gaza. \16\ 16.1 Und Simson ging nach Gaza. Dort sah er eine Hure und ging zu ihr hinein. 16.2 [Das berichtete man] den Gazitern und sagte: Simson ist hierhergekommen. Da umstellten sie ihn und lauerten ihm die ganze Nacht im Stadttor auf. Und sie verhielten sich die ganze Nacht still und sagten: Bis der Morgen hell wird, dann wollen wir ihn erschlagen. 16.3 Und Simson lag bis Mitternacht. Um Mitternacht aber stand er auf und packte die Fluegel des Stadttores und die beiden Pfosten und riss sie samt dem Riegel heraus und legte sie auf seine Schultern. Und er trug sie auf den Gipfel des Berges, der nach Hebron zu [liegt]. Simson bei Delila - Sein Fall. 16.4 Und es geschah danach, da gewann er eine Frau im Tal Sorek lieb, ihr Name war Delila. 16.5 Da gingen die Fuersten der Philister zu ihr hinauf und sagten zu ihr: Betoere ihn und sieh, wodurch seine Kraft so gross ist und wodurch wir ihn ueberwaeltigen koennen, dass wir ihn binden, um ihn zu bezwingen! Wir wollen dir jeder 1 100 [Schekel] Silber geben. 16.6 Da sagte Delila zu Simson: Vertrau mir doch an, wodurch deine Kraft so gross ist und womit man dich binden muss, um dich zu bezwingen! 16.7 Und Simson sagte zu ihr: Wenn man mich mit sieben frischen Sehnen bindet, die nicht ausgetrocknet sind, dann werde ich schwach werden und wie ein anderer Mensch sein. 16.8 Da brachten die Fuersten der Philister sieben frische Sehnen, die nicht ausgetrocknet waren, zu ihr hinauf. Und sie band ihn damit, 16.9 waehrend die Lauernden bei ihr in der Kammer sassen. Und sie sagte zu ihm: Philister ueber dir, Simson! Da zerriss er die Sehnen, wie ein Faden aus Werg zerreisst, wenn es Feuer riecht. So wurde seine Kraft nicht erkannt. 16.10 Da sagte Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getaeuscht und Luegen zu mir geredet. Vertrau mir doch jetzt, womit man dich binden muss! 16.11 Er sagte zu ihr: Wenn man mich ganz fest mit neuen Stricken, mit denen keine Arbeit getan worden ist, bindet, dann werde ich schwach werden und wie ein anderer Mensch sein. 16.12 Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit. Dann sagte sie zu ihm, waehrend [wieder] die Lauernden in der Kammer sassen: Philister ueber dir, Simson! Da riss er sie von seinen Armen wie einen Faden. 16.13 Da sagte Delila zu Simson: Bisher hast du mich getaeuscht und Luegen zu mir geredet. Vertrau mir [doch endlich], womit man dich binden muss! Er sagte zu ihr: Wenn du die sieben Haarflechten meines Kopfes mit den Kettfaeden [am Webstuhl] verwebtest. 16.14 Und sie machte sie mit dem Pflock fest und sagte zu ihm: Philister ueber dir, Simson! Da wachte er aus seinem Schlaf auf und riss den Webepflock und die Kettfaeden heraus. 16.15 Da sagte sie zu ihm: Wie kannst du sagen: Ich habe dich lieb! - wo doch dein Herz nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich jetzt getaeuscht und mir nicht anvertraut, wodurch deine Kraft so gross ist. 16.16 Und es geschah, als sie ihn alle Tage mit ihren Worten bedraengte und ihn plagte, da wurde seine Seele es zum Sterben leid, 16.17 und er vertraute ihr sein ganzes Herz an und sagte zu ihr: Nie ist ein Schermesser auf mein Haupt gekommen, denn ein Nasiraeer Gottes bin ich von Mutterleib an. Wenn ich geschoren werde, dann weicht meine Kraft von mir, und ich werde schwach wie jeder [andere] Mensch sein. 16.18 Und als Delila sah, dass er ihr sein ganzes Herz anvertraut hatte, sandte sie hin und rief die Fuersten der Philister und [liess ihnen] sagen: Diesmal kommt herauf, denn er hat mir sein ganzes Herz anvertraut! Da kamen die Fuersten der Philister zu ihr herauf, und in ihrer Hand brachten sie das Geld mit. 16.19 Und sie liess ihn auf ihren Knien einschlafen. Dann rief sie den Mann und liess die sieben Haarflechten seines Hauptes abscheren. So begann sie, ihn zu bezwingen, und seine Kraft wich von ihm. 16.20 Und sie sagte: Philister ueber dir, Simson! Da wachte er auf von seinem Schlaf und sagte [sich]: Ich werde davonkommen, wie es Mal fuer Mal [gelang], und werde mich freischuetteln. Er wusste aber nicht, dass der HERR von ihm gewichen war. 16.21 Und die Philister packten ihn und stachen ihm die Augen aus. Und sie fuehrten ihn nach Gaza hinab und banden ihn mit ehernen Fesseln, und er musste im Gefaengnis die Muehle drehen. 16.22 Aber das Haar seines Hauptes begann [wieder] zu wachsen, nachdem es geschoren worden war. Simsons Rache und Tod. 16.23 Und die Fuersten der Philister versammelten sich zu einem Freudenfest, um ihrem Gott Dagon ein grosses Schlachtopfer darzubringen. Denn sie sagten: Unser Gott hat Simson, unseren Feind, in unsere Hand gegeben. 16.24 Und als das Volk ihn sah, lobten sie ihren Gott. Denn sie sagten: Unser Gott hat unseren Feind in unsere Hand gegeben, den, der unser Land verheerte, und den, der unsere Erschlagenen zahlreich machte. 16.25 Und es geschah, als ihr Herz froehlich war, sagten sie: Ruft Simson herbei, er soll fuer uns Spaesse machen! Und sie riefen Simson aus dem Gefaengnis, und er musste vor ihnen Spaesse machen. Und sie stellten ihn zwischen die Saeulen. 16.26 Und Simson sagte zu dem Jungen, der ihn an der Hand hielt: Lass mich, dass ich die Saeulen betaste, auf denen das Haus ruht. Ich will mich an sie lehnen. 16.27 Das Haus war aber voll von Maennern und Frauen, und alle Fuersten der Philister waren [ebenfalls] dort. Und auf dem Dach waren an die dreitausend Maenner und Frauen, die zusahen, wie Simson Spaesse machen musste. 16.28 Da rief Simson zu dem HERRN und sagte: Herr, HERR! Denke doch an mich und staerke mich doch nur diesmal [noch], o Gott, damit ich Rache nehmen kann an den Philistern - eine Rache [nur] fuer meine beiden Augen! 16.29 Dann umfasste Simson die beiden Mittelsaeulen, auf denen das Haus ruhte, stemmte sich gegen sie - [gegen] die eine mit seiner Rechten und [gegen] die andere mit seiner Linken. 16.30 Und Simson sagte: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Und er beugte sich mit [aller] Kraft. Da fiel das Haus auf die Fuersten und auf alles Volk, das darin war. So waren die Toten, die er mit seinem Tod toetete, zahlreicher als die, die er in seinem Leben getoetet hatte. 16.31 Und seine Brueder und das ganze Haus seines Vaters kamen herab und hoben ihn auf. Und sie brachten [ihn] hinauf und begruben ihn zwischen Zora und Eschtaol im Grab seines Vaters Manoach. Er hatte aber Israel zwanzig Jahre gerichtet. Michas Bilderdienst. \17\ 17.1 Und es war ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name war Micha. 17.2 Der sagte zu seiner Mutter: Die 1 100 Silberstuecke, die dir genommen worden sind und derentwegen du einen Fluch ausgestossen und ihn auch vor meinen Ohren ausgesprochen hast, - siehe, das Silber ist bei mir. Ich selbst habe es genommen. Da sagte seine Mutter: Sei gesegnet dem HERRN, mein Sohn! 17.3 Und er gab die 1 100 Silberstuecke seiner Mutter zurueck. Und seine Mutter sagte: Hiermit erklaere ich nun das Silber als heilig fuer den HERRN! Fuer meinen Sohn [gehe es] aus meiner Hand, damit man ein Schnitzbild und ein Gussbild [davon] mache! Und jetzt gebe ich es dir zurueck. 17.4 Aber er gab das Silber seiner Mutter zurueck. Und seine Mutter nahm zweihundert Silberstuecke und gab sie dem Goldschmied, und der machte davon ein Schnitzbild und ein Gussbild; das war nun in Michas Haus. 17.5 So hatte der Mann Micha ein Gotteshaus. Und er machte ein Ephod und Teraphim und weihte einen von seinen Soehnen; der wurde sein Priester. 17.6 In jenen Tagen war kein Koenig in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen. 17.7 Nun war da ein junger Mann aus Bethlehem [in] Juda, aus einer Sippe [in] Juda; der war ein Levit, und er wohnte als Fremder dort. 17.8 Und der Mann zog aus der Stadt, aus Bethlehem [in] Juda fort, um als Fremder zu wohnen, wo er es [gerade] traefe. Und indem er seinen Weg zog, kam er ins Gebirge Ephraim zum Haus Michas. 17.9 Und Micha sagte zu ihm: Woher kommst du? Er sagte zu ihm: Ich bin ein Levit aus Bethlehem [in] Juda. Ich bin auf der Wanderschaft, um als Fremder zu wohnen, wo ich es [gerade] treffen werde. 17.10 Da sagte Micha zu ihm: Bleibe bei mir und werde mir zum Vater und zum Priester! Und ich will dir jaehrlich zehn Silberstuecke geben und Ausruestung an Kleidern und deinen Lebensunterhalt. Da ging der Levit [zu ihm hinein]. 17.11 Und der Levit entschloss sich, bei dem Mann zu bleiben. Und fuer den wurde der junge Mann wie einer seiner Soehne. 17.12 Und Micha weihte den Leviten. Und der junge Mann wurde sein Priester und war [fuer immer] im Haus Michas. 17.13 Und Micha sagte: Jetzt weiss ich, dass der HERR mir Gutes tun wird, denn ich habe den Leviten zum Priester. Raub des Heiligtums Michas und Eroberung von Lajisch durch den Stamm Dan. \18\ 18.1 In jenen Tagen gab es keinen Koenig in Israel. Und in jenen Tagen suchte sich der Stamm der Daniter ein Erbteil zum Wohnen; denn bis zu jenem Tag war ihm mitten unter den Staemmen Israels nichts als Erbteil zugefallen. 18.2 Und die Soehne Dan sandten fuenf Maenner aus ihrer Sippe, aus ihrer Gesamtheit, tapfere Maenner aus Zora und aus Eschtaol, um das Land auszukundschaften und es zu erforschen. Und sie sagten zu ihnen: Geht hin, erforscht das Land! Und sie kamen in das Gebirge Ephraim zum Haus Michas und uebernachteten dort. 18.3 Als sie beim Haus Michas waren, erkannten sie die Mundart des jungen Mannes, des Leviten. Und sie bogen dahin ab und sagten zu ihm: Wer hat dich hierhergebracht? Und was tust du hier? Und was hast du hier? 18.4 Und er sagte zu ihnen: So und so hat Micha mir getan. Und er hat mich in Lohn genommen, und ich bin sein Priester geworden. 18.5 Da sagten sie zu ihm: Befrage doch Gott, damit wir erkennen, ob unser Weg, auf dem wir gehen, zum Ziel fuehrt! 18.6 Da sagte der Priester zu ihnen: Geht in Frieden! Vor dem HERRN [liegt] euer Weg, auf dem ihr geht. 18.7 Und die fuenf Maenner gingen hin und kamen nach Lajisch. Und sie sahen das Volk, das darin war, in Sicherheit wohnen, nach Art der Sidonier, ruhig und arglos. Und es gab keinen, der einem irgend etwas zuleide tat im Land, [oder] der [fremdes] Vermoegen in Besitz genommen haette. Und sie waren [weit] entfernt von den Sidoniern und hatten mit den Aramaeern nichts zu tun. - 18.8 Und sie kamen [zurueck] zu ihren Bruedern nach Zora und Eschtaol. Und ihre Brueder sagten zu ihnen: Was [bringt] ihr? 18.9 Sie sagten: Macht euch auf und lasst uns gegen sie hinaufziehen! Denn wir haben uns das Land angesehen, und siehe, es ist sehr gut. Und ihr bleibt [noch] untaetig? Seid nicht traege zu gehen, um hinzukommen, das Land in Besitz zu nehmen! 18.10 Wenn ihr hinkommt, werdet ihr zu einem arglosen Volk kommen, und das Land ist geraeumig nach [allen] Seiten hin. Ja, Gott hat es in eure Hand gegeben, einen Ort, wo es keinen Mangel gibt an irgend etwas, was auf Erden ist. 18.11 Da brachen sechshundert Mann von dort auf, von der Sippe der Daniter, aus Zora und aus Eschtaol, umguertet mit Waffen. 18.12 Und sie zogen hinauf und lagerten zu Kirjat-Jearim in Juda. Daher hat man diesen Ort Machaneh-Dan genannt bis auf diesen Tag; siehe, er [liegt] hinter Kirjat-Jearim. 18.13 Und von dort zogen sie weiter ins Gebirge Ephraim und kamen zum Haus Michas. 18.14 Da begannen die fuenf Maenner, die gegangen waren, das Land Lajisch auszukundschaften, und sagten zu ihren Bruedern: Wisst ihr, dass in diesen Haeusern Ephod und Teraphim und ein Schnitzbild und ein Gussbild sind? Und nun erkennt, was ihr zu tun habt! 18.15 Da bogen sie dahin ab und traten in das Haus des jungen Mannes, des Leviten, ein, in das Haus Michas, und fragten ihn nach seinem Wohlergehen. 18.16 Die sechshundert mit ihren Waffen umguerteten Maenner aber, die von den Soehnen Dan waren, blieben am Eingang des Tores stehen. 18.17 [Nur] die fuenf Maenner, die gegangen waren, das Land auszukundschaften, stiegen hinauf, gingen dort hinein [und] nahmen das Schnitzbild und das Ephod und die Teraphim und das Gussbild. Und der Priester und die sechshundert Mann, die mit Waffen umguertet waren, standen am Eingang des Tores. 18.18 Als jene nun in Michas Haus gingen und das Schnitzbild, das Ephod und die Teraphim und das Gussbild wegnahmen, da sagte der Priester zu ihnen: Was tut ihr da? 18.19 Sie sagten zu ihm: Schweig! Lege deine Hand auf deinen Mund und geh mit uns und sei fuer uns Vater und Priester! Ist es besser fuer dich, Priester zu sein fuer das Haus eines einzelnen Mannes oder Priester zu sein fuer einen Stamm und fuer eine Sippe in Israel? 18.20 Da wurde das Herz des Priesters froh, und er nahm das Ephod und die Teraphim und das Schnitzbild und ging mitten unter das Volk. 18.21 Und sie wandten sich und gingen [weiter] und stellten die Kinder und das Vieh und die wertvollen Dinge an ihre Spitze. 18.22 Sie hatten sich [schon ein Stueck weit] von Michas Haus entfernt, da wurden die Maenner zusammengerufen, die in den Haeusern [wohnten], die beim Haus Michas [standen], und sie holten die Soehne Dan ein. 18.23 Und sie riefen die Soehne Dan an; und diese wandten ihr Gesicht um und sagten zu Micha: Was ist dir, dass du dich hast rufen lassen? 18.24 Er sagte: Meine Goetter, die ich gemacht hatte, habt ihr [mir] weggenommen und den Priester dazu, und seid weggezogen! Was [bleibt] mir da noch? Und wie koennt ihr denn zu mir sagen: Was ist dir? 18.25 Aber die Soehne Dan sagten zu ihm: Lass deine Stimme bei uns nicht [mehr] hoeren, damit nicht Maenner mit erbittertem Mut ueber euch herfallen und du dein Leben verwirkst und das Leben deines Hauses! 18.26 Und die Soehne Dan zogen ihres Weges. Und als Micha sah, dass sie staerker waren als er, wandte er sich und kehrte in sein Haus zurueck. 18.27 Jene aber nahmen mit, was Micha gemacht hatte, dazu den Priester, den er besass. Und sie kamen ueber Lajisch, ueber ein ruhiges und argloses Volk, und schlugen es mit der Schaerfe des Schwertes; und die Stadt verbrannten sie mit Feuer. 18.28 Und kein Retter war da; denn die Stadt war [weit] entfernt von Sidon, und sie hatten mit den Aramaeern nichts zu tun. Sie [lag] in der Ebene, die zu Bet-Rehob gehoert. Und sie bauten die Stadt [wieder] auf und wohnten in ihr. 18.29 Und sie gaben der Stadt den Namen Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der dem Israel geboren worden war; frueher dagegen war Lajisch der Name der Stadt. - 18.30 Und die Soehne Dan richteten sich das Schnitzbild auf. Und Jonatan, der Sohn Gerschoms, des Sohnes des Mose, er und seine Soehne waren Priester fuer den Stamm der Daniter bis zum Tag der Wegfuehrung [der Bevoelkerung] des Landes. 18.31 Und sie stellten sich das Schnitzbild Michas auf, das er gemacht hatte, all die Tage, in denen das Haus Gottes in Silo war. Greueltat der Benjaminiter von Gibea. \19\ 19.1 Und es geschah in jenen Tagen - einen Koenig gab es [damals] nicht in Israel - es geschah also, dass ein levitischer Mann am aeussersten Ende des Gebirges Ephraim als Fremder wohnte, der nahm sich eine Nebenfrau aus Bethlehem [in] Juda. 19.2 Und seine Nebenfrau war wuetend auf ihn und lief weg von ihm ins Haus ihres Vaters nach Bethlehem [in] Juda und war dort eine Zeitlang, [naemlich] vier Monate. 19.3 Da machte sich ihr Mann auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen zu reden [und] sie zurueckzubringen. Und er hatte seinen Knecht und ein Paar Esel bei sich. Sie aber fuehrte ihn in das Haus ihres Vaters. Und als der Vater der jungen Frau ihn sah, kam er ihm freudig entgegen. 19.4 Und sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, hielt ihn zurueck, und er blieb drei Tage bei ihm. Und sie assen und tranken und uebernachteten dort. 19.5 Und es geschah am vierten Tag, da machten sie sich frueh am Morgen auf, und er erhob sich, um fortzugehen. Da sagte der Vater der jungen Frau zu seinem Schwiegersohn: Staerke dein Herz mit einem Bissen Brot, und danach koennt ihr gehen! 19.6 So blieben sie denn, assen beide miteinander und tranken. Und der Vater der jungen Frau sagte zu dem Mann: Tu [mir] doch den Gefallen und bleib ueber Nacht und lass dein Herz froehlich sein! 19.7 Doch der Mann erhob sich, um fortzugehen. Da drang sein Schwiegervater in ihn, so dass er wieder dort uebernachtete. 19.8 Und am fuenften Tag machte er sich frueh am Morgen auf, um fortzugehen. Da sagte der Vater der jungen Frau: Staerke doch dein Herz und verweilt, bis der Tag sich neigt! So assen sie beide [miteinander]. 19.9 Dann erhob sich der Mann, um fortzugehen, er und seine Nebenfrau und sein Knecht. Aber sein Schwiegervater, der Vater der jungen Frau, sagte zu ihm: Sieh doch, der Tag nimmt ab, es will Abend werden. Uebernachtet doch! Siehe, der Tag sinkt, uebernachte hier und lass dein Herz froehlich sein! Morgen frueh koennt ihr euch dann auf euren Weg machen, und du magst zu deinem Zelt gehen. 19.10 Aber der Mann wollte nicht uebernachten, sondern erhob sich und zog fort. Und er kam bis gegenueber von Jebus, das ist Jerusalem, und bei ihm war das Paar gesattelter Esel, und seine Nebenfrau war bei ihm. 19.11 Sie waren bei Jebus, und der Tag war sehr gesunken, da sagte der Knecht zu seinem Herrn: Komm doch und lass uns in diese Stadt der Jebusiter einkehren und darin uebernachten! 19.12 Sein Herr aber sagte zu ihm: Wir wollen nicht in einer Stadt von Fremden einkehren, die nicht von den Soehnen Israel sind, sondern wir wollen nach Gibea hinuebergehen. 19.13 Und er sagte zu seinem Knecht: Komm, wir wollen uns einem der Orte naehern und in Gibea oder in Rama uebernachten! 19.14 So zogen sie vorueber und gingen weiter, aber die Sonne ging ihnen unter nahe bei Gibea, das zu Benjamin gehoert. 19.15 Und sie wandten sich dorthin, dass sie hineinkaemen, um in Gibea zu uebernachten. Und er kam hinein und liess sich auf dem Platz der Stadt nieder, da es niemanden gab, der sie zum Uebernachten ins Haus aufgenommen haette. 19.16 Und siehe, ein alter Mann kam von seiner Arbeit, [spaet] abends vom Feld. Der Mann war vom Gebirge Ephraim und wohnte als Fremder in Gibea. Die Maenner des Ortes aber waren Benjaminiter. 19.17 Als der nun seine Augen erhob, sah er den Wandersmann auf dem Platz der Stadt, und der alte Mann sagte: Wohin gehst du? Und woher kommst du? 19.18 Und er sagte zu ihm: Wir reisen von Bethlehem [in] Juda an das aeusserste Ende des Gebirges Ephraim. Von dort bin ich her, und ich war nach Bethlehem [in] Juda gegangen, und ich gehe [nun] in mein Haus [zurueck], aber es gibt keinen, der mich in [sein] Haus aufnimmt. 19.19 Und wir haben sowohl Stroh als auch Futter fuer unsere Esel, und auch Brot und Wein habe ich fuer mich und fuer deine Magd und fuer den Diener, der bei deinen Knechten ist, [wir haben] keinen Mangel an irgend etwas. 19.20 Da sagte der alte Mann: Friede [sei mit] dir! Doch, wenn es dir an etwas fehlt, lass mich fuer dich sorgen. Doch auf dem Platz uebernachte nicht! 19.21 So fuehrte er ihn in sein Haus und mischte [Futter] fuer die Esel. Und sie wuschen ihre Fuesse und assen und tranken. 19.22 Als sie nun ihr Herz guter Dinge sein liessen, siehe, da umringten die Maenner der Stadt, ruchlose Maenner, das Haus, trommelten gegen die Tuer und sagten zu dem alten Mann, dem Herrn des Hauses: Fuehre den Mann, der in dein Haus gekommen ist, heraus, wir wollen ihn erkennen! 19.23 Da ging der Mann, der Herr des Hauses, zu ihnen hinaus und sagte zu ihnen: Nicht doch, meine Brueder, tut doch nichts Uebles! Nachdem dieser Mann in mein Haus gekommen ist, duerft ihr solch eine Schandtat nicht begehen! 19.24 Siehe, meine Tochter, die [noch] Jungfrau [ist] und seine Nebenfrau, sie will ich [euch] herausbringen. Ihnen tut Gewalt an und macht mit ihnen, was gut ist in euren Augen. Aber an diesem Mann duerft ihr so eine schwere Schandtat nicht begehen! 19.25 Aber die Maenner wollten nicht auf ihn hoeren. Da ergriff der Mann seine Nebenfrau und fuehrte sie zu ihnen hinaus auf die Strasse. Und sie erkannten sie und trieben ihren Mutwillen mit ihr die ganze Nacht hindurch bis an den Morgen. Und sie liessen sie gehen, als die Morgenroete aufging. 19.26 Und die Frau kam beim Anbruch des Morgens und fiel nieder am Eingang des Hauses des Mannes, wo ihr Herr war, [und lag dort], bis es hell wurde. 19.27 Und ihr Herr stand am Morgen auf, oeffnete die Tuer des Hauses und trat hinaus, um seines Weges zu gehen. Siehe, da lag die Frau, seine Nebenfrau, am Eingang des Hauses, ihre Haende auf der Schwelle. 19.28 Da sagte er zu ihr: Steh auf und lass uns gehen! Aber niemand antwortete. Da nahm er sie auf den Esel, und der Mann machte sich auf und zog an seinen Ort. 19.29 Und als er in sein Haus gekommen war, nahm er das Messer, ergriff seine Nebenfrau und zerlegte sie, Glied fuer Glied, in zwoelf Stuecke und schickte sie ins ganze Gebiet Israels. 19.30 Und es geschah, jeder, der es sah, sagte: [So etwas] wie das hier ist nicht geschehen, noch wurde es gesehen seit dem Tag, da die Soehne Israel aus dem Land Aegypten heraufgezogen sind, bis zu diesem Tag. Richtet euer Herz darauf, beratet und redet! Krieg der uebrigen Staemme gegen Benjamin. \20\ 20.1 Und alle Soehne Israel zogen aus, und die Gemeinde - von Dan bis Beerscheba, dazu das Land Gilead - versammelte sich wie ein Mann vor dem HERRN nach Mizpa. 20.2 Und die Oberhaeupter des ganzen Volkes traten zusammen, alle Staemme Israels, zur Versammlung des Volkes Gottes: 400 000 Mann zu Fuss, die das Schwert zogen. 20.3 Und die Soehne Benjamin hoerten, dass die Soehne Israel nach Mizpa hinaufgezogen waren. Und die Soehne Israel sagten: Redet [doch]! Wie ist diese Uebeltat geschehen? 20.4 Da antwortete der levitische Mann, der Mann der ermordeten Frau und sagte: Ich war nach Gibea gekommen, das zu Benjamin gehoert, ich und meine Nebenfrau, um [dort] zu uebernachten. 20.5 Da erhoben sich die Buerger von Gibea gegen mich und umringten meinetwegen nachts das Haus. Mich gedachten sie umzubringen, und meiner Nebenfrau taten sie Gewalt an, so dass sie starb. 20.6 Da ergriff ich meine Nebenfrau, zerlegte sie in [Stuecke] und schickte sie in das ganze Gebiet des Erbteils Israels; denn sie haben ein Verbrechen und eine Schandtat begangen in Israel. 20.7 Siehe, nun seid ihr alle zusammen, Soehne Israel: So bildet euch hier eine Meinung und [schafft] Rat! 20.8 Da stand das ganze Volk auf wie ein Mann und sagte: Wir wollen nicht gehen, jeder in sein Zelt, und nicht [vom Weg] abbiegen, jeder in sein Haus; 20.9 sondern dies ist die Sache, die wir jetzt an Gibea tun wollen: [Wir kommen] ueber es nach dem Los! 20.10 Wir nehmen [je] zehn Maenner von hundert aus allen Staemmen Israels und hundert von tausend und tausend von zehntausend, dass sie Wegzehrung fuer das Volk holen, um bei ihrer Ankunft an Gibea-Benjamin der ganzen Schandtat entsprechend zu handeln, die es in Israel begangen hat. 20.11 Und alle Maenner von Israel versammelten sich gegen die Stadt, wie ein Mann verbuendet. 20.12 Und die Staemme Israels sandten Maenner in den ganzen Stamm Benjamin und [liessen] sagen: Was ist das fuer eine Untat, die unter euch geschehen ist! 20.13 So gebt jetzt die Maenner heraus, die Soehne der Ruchlosigkeit, die in Gibea sind, dass wir sie toeten und das Boese aus Israel wegschaffen! Aber die Soehne Benjamin wollten nicht auf die Stimme ihrer Brueder, der Soehne Israel, hoeren. 20.14 Und die Soehne Benjamin versammelten sich aus den Staedten nach Gibea, um zum Kampf mit den Soehnen Israel auszuziehen. 20.15 Und an jenem Tag wurden die Soehne Benjamin aus den Staedten gemustert: 26 000 Mann, die das Schwert zogen, abgesehen von den Bewohnern von Gibea; [auch] sie wurden gemustert: 700 auserlesene Maenner. 20.16 Unter diesem ganzen [Kriegs]volk waren 700 auserlesene Maenner, die Linkshaender waren. Diese alle schleuderten mit dem Stein aufs Haar [genau] und verfehlten [ihr Ziel] nie. 20.17 Und die Maenner von Israel wurden gemustert, abgesehen von Benjamin: 400 000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren Kriegsmaenner. 20.18 Und sie machten sich auf und zogen hinauf nach Bethel und befragten Gott. Und die Soehne Israel sagten: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen zum Kampf mit den Soehnen Benjamin? Und der HERR sprach: Juda zuerst! 20.19 Und die Soehne Israel machten sich am Morgen auf und lagerten sich gegen Gibea. 20.20 Und die Maenner von Israel zogen aus zum Kampf mit Benjamin, und die Maenner von Israel ordneten sich zur Schlacht gegen sie, zu Gibea. 20.21 Und die Soehne Benjamin zogen aus Gibea heraus, und sie streckten unter Israel an jenem Tag 22 000 Mann zu Boden. 20.22 Aber das [Kriegs]volk fasste [neuen] Mut, die Maenner von Israel, und sie ordneten sich nochmals zur Schlacht an der Stelle, wo sie sich am ersten Tag geordnet hatten. 20.23 Die Soehne Israel waren naemlich hinaufgezogen und hatten vor dem HERRN geweint bis zum Abend. Und sie hatten den HERRN befragt: Soll ich nochmals ausruecken zum Kampf mit den Soehnen meines Bruders Benjamin? Und der HERR hatte gesagt: Zieht gegen ihn hinauf! 20.24 Und die Soehne Israel naeherten sich den Soehnen Benjamin am zweiten Tag. 20.25 Und [auch] Benjamin zog am zweiten Tag aus Gibea heraus, ihnen entgegen, und sie streckten unter den Soehnen Israel nochmals 18 000 Mann zu Boden; diese alle zogen das Schwert. 20.26 Da zogen alle Soehne Israel und das ganze [Kriegs]volk hinauf und kamen nach Bethel. Und sie weinten und sassen dort vor dem HERRN und fasteten an jenem Tag bis zum Abend; und sie opferten Brandopfer und Heilsopfer vor dem HERRN. 20.27 Und die Soehne Israel befragten den HERRN - denn die Lade des Bundes Gottes war in jenen Tagen dort, 20.29 und Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor ihr in jenen Tagen - und sie sagten: Soll ich noch einmal zum Kampf mit den Soehnen meines Bruders Benjamin ausziehen, oder soll ich aufhoeren? Da sprach der HERR: Zieht hinauf, denn morgen werde ich ihn in deine Hand geben! 20.29 Und Israel legte [Leute in den] Hinterhalt ringsum gegen Gibea. 20.30 Und die Soehne Israel zogen am dritten Tag hinauf gegen die Soehne Benjamin und ordneten sich [zum Kampf] gegen Gibea wie die vorigen Male. 20.31 Und [auch] die Soehne Benjamin zogen heraus, dem [Kriegs]volk entgegen, wurden von der Stadt abgeschnitten und fingen an, einige vom [Kriegs]volk zu erschlagen wie die vorigen Male - auf den Strassen, von denen die eine nach Bethel hinaufsteigt und die andere nach Gibea - im [offenen] Feld etwa dreissig Mann von Israel. 20.32 Da sagten die Soehne Benjamin: Sie sind vor uns geschlagen wie beim ersten [Mal]. Die Soehne Israel aber sagten: Lasst uns fliehen und sie von der Stadt abziehen zu den Strassen hin! 20.33 Da machten sich alle Maenner von Israel von ihrer Stelle auf und ordneten sich [neu] bei Baal-Tamar, waehrend der Hinterhalt Israels aus seiner Stellung hervorbrach, aus der Lichtung von Geba. 20.34 Und es kamen gegenueber von Gibea zehntausend auserlesene Maenner aus ganz Israel heran, und der Kampf war schwer. Jene aber erkannten nicht, dass das Unglueck sie erreicht hatte. 20.35 Und der HERR schlug Benjamin vor Israel, und die Soehne Israel streckten unter Benjamin an jenem Tag 25 100 Mann nieder; diese alle zogen das Schwert. 20.36 Da mussten die Soehne Benjamin sehen, dass sie geschlagen waren. Und die Maenner von Israel gaben Benjamin Raum, weil sie sich auf den Hinterhalt verliessen, den sie auf Gibea zu gelegt hatten. 20.37 Und der Hinterhalt eilte herbei und ueberfiel Gibea. Und der Hinterhalt zog hin und schlug die ganze Stadt mit der Schaerfe des Schwertes. 20.38 Die Maenner von Israel hatten aber eine Verabredung mit dem Hinterhalt, eine dicke Rauchwolke aus der Stadt aufsteigen zu lassen. 20.39 Als nun die Maenner von Israel im Kampf kehrtmachten und Benjamin angefangen hatte, unter den Maennern von Israel einige zu erschlagen, etwa dreissig Mann, so dass sie sagten: Sie sind ja vollstaendig vor uns geschlagen wie im vorigen Kampf! - 20.40 da begann die Wolke aus der Stadt aufzusteigen als Rauchsaeule. Und als Benjamin sich umwandte, siehe, da ging die ganze Stadt [in Flammen] auf zum Himmel. 20.41 Da machten die Maenner von Israel [wieder] kehrt. Die Maenner von Benjamin aber waren bestuerzt, denn sie sahen, dass das Unglueck sie erreicht hatte. 20.42 Und sie wandten sich [zur Flucht] vor den Maennern von Israel auf den Weg zur Wueste; aber die Schlacht holte sie ein. Und die, die aus den Staedten [kamen], streckten sie in ihrer Mitte nieder. 20.43 Sie umzingelten Benjamin, jagten ihm nach [ohne] Rast [und] holten es gegenueber von Gibea ein, gegen Sonnenaufgang. 20.44 So fielen von Benjamin 18 000 Mann; diese alle waren tapfere Maenner. 20.45 Da wandten sie sich und flohen in die Wueste zum Felsen Rimmon. Aber die Israeliten hielten unter ihnen auf den Strassen eine Nachlese von fuenftausend Mann und setzten ihnen nach bis Gidom und erschlugen von ihnen [nochmals] zweitausend Mann. 20.46 Und es war [die Zahl] aller Gefallenen Benjamins an jenem Tag 25 000 Mann, die das Schwert zogen; diese alle waren tapfere Maenner. 20.47 Sechshundert Mann aber wandten sich und flohen in die Wueste zum Felsen Rimmon hin; und sie blieben am Felsen Rimmon vier Monate. - 20.48 Und die Maenner von Israel kehrten zu den Soehnen Benjamin zurueck und schlugen sie mit der Schaerfe des Schwertes, [alles] in der Stadt, [von den] Maennern bis zum Vieh, bis zu allem, was sich vorfand. Auch alle die Staedte, die sich vorfanden, steckten sie in Brand. Rettung des Restes von Benjamin. \21\ 21.1 Die Maenner von Israel aber hatten in Mizpa geschworen: Niemand von uns darf seine Tochter [einem aus] Benjamin zur Frau geben! 21.2 Und das Volk kam nach Bethel, und sie sassen dort bis zum Abend vor Gott. Und sie erhoben ihre Stimme und brachen in ein grosses Weinen aus. 21.3 Und sie sagten: HERR, du Gott Israels, wozu ist dies in Israel geschehen, dass heute ein [ganzer] Stamm aus Israel fehlt? 21.4 Und es geschah am andern Tag, da machte sich das Volk frueh auf, und sie bauten dort einen Altar und opferten Brandopfer und Heilsopfer. 21.5 Und die Soehne Israel sprachen: Wer ist es, der von allen Staemmen Israels nicht in die Versammlung zu dem HERRN heraufgekommen ist? Denn gegen den, der nicht zu dem HERRN nach Mizpa heraufkaeme, war der grosse Schwur ergangen, der besagte: Getoetet, getoetet soll er werden! 21.6 Und die Soehne Israel hatten Mitleid mit ihrem Bruder Benjamin und sie sagten: Heute ist ein [ganzer] Stamm von Israel abgehauen worden! 21.7 Was sollen wir fuer sie, die Uebriggebliebenen, tun, [um ihnen] zu Frauen [zu verhelfen]? Wir selbst haben ja bei dem HERRN geschworen, ihnen keine von unseren Toechtern zur Frau zu geben. 21.8 Und sie sagten: Wer ist der eine von den Staemmen Israels, der nicht zu dem HERRN nach Mizpa heraufgekommen ist? Und siehe, da war niemand von Jabesch [in] Gilead ins Lager, in die Versammlung, gekommen. 21.9 Da wurde das Volk gemustert, und siehe, dort war niemand von den Bewohnern von Jabesch [in] Gilead. 21.10 Da sandte die Gemeinde zwoelftausend Mann von den tapferen Maennern dorthin, und sie befahlen ihnen: Geht hin und schlagt die Bewohner von Jabesch [in] Gilead mit der Schaerfe des Schwertes, samt den Frauen und Kindern! 21.11 Und das ist es, was ihr tun sollt: An jedem Mann sowie an jeder Frau, die das Beilager eines Mannes gekannt hat, sollt ihr den Bann vollstrecken! 21.12 Und sie fanden unter den Bewohnern von Jabesch [in] Gilead vierhundert Maedchen, Jungfrauen, von denen keine einen Mann im Beilager erkannt hatte; die brachten sie ins Lager nach Silo, das im Land Kanaan [liegt]. 21.13 Und die ganze Gemeinde sandte hin und redete zu den Soehnen Benjamin, die am Felsen Rimmon waren, und rief ihnen zu: Friede! 21.14 So kehrte Benjamin in jener Zeit zurueck. Und sie gaben ihnen die Frauen, die sie hatten leben lassen von den Frauen von Jabesch [in] Gilead; aber die reichten so nicht aus fuer sie. 21.15 Und das Volk hatte Mitleid mit Benjamin, weil der HERR einen Riss gemacht hatte in den Staemmen Israels. 21.16 Und die Aeltesten der Gemeinde sagten: Was sollen wir fuer die Uebriggebliebenen tun, [um ihnen] zu Frauen [zu verhelfen]? Denn die Frau ist aus Benjamin ausgerottet. 21.14 Und sie sagten: Der Besitz der Entkommenen [muss] Benjamin [bleiben], damit nicht ein Stamm aus Israel ausgeloescht wird. 21.18 Wir aber, wir koennen ihnen keine Frauen von unseren Toechtern geben; denn die Soehne Israel haben geschworen: Verflucht sei, wer Benjamin eine Frau gibt! 21.19 Und sie sagten: Siehe, [da ist doch] ein Fest des HERRN von Jahr zu Jahr in Silo, das noerdlich von Bethel [liegt], gegen Sonnenaufgang von der Strasse, die von Bethel nach Sichem hinauffuehrt, und suedlich von Lebona. 21.20 Und sie befahlen den Soehnen Benjamin: Geht hin und legt euch in den Weinbergen auf die Lauer! 21.21 Und wenn ihr [dann] seht, siehe, die Toechter von Silo ziehen heraus, um im Reigentanz zu tanzen, dann kommt hervor aus den Weinbergen und fangt euch unter den Toechtern von Silo jeder seine Frau und zieht [wieder] hin ins Land Benjamin! 21.22 Und es soll geschehen, wenn ihre Vaeter oder ihre Brueder kommen, um uns Vorwuerfe zu machen, wollen wir zu ihnen sagen: Seid barmherzig mit ihnen! [Sie haben zu uns gesagt:[ Keiner von uns hat im Krieg [gegen Jabesch] seine Frau bekommen. - Ihr habt sie ihnen ja nicht selbst gegeben, dass ihr jetzt schuldig waeret. 21.23 Da machten es die Soehne Benjamin so und nahmen sich Frauen nach ihrer Zahl von den Tanzenden, die sie raubten. Und sie zogen fort und kehrten in ihr Erbteil zurueck. Und sie bauten die Staedte [wieder] auf und wohnten in ihnen. 21.24 Und die Soehne Israel gingen davon in jener Zeit, jeder zu seinem Stamm und zu seiner Sippe. So zogen sie von dort weg, jeder in sein Erbteil. 21.25 In jenen Tagen war kein Koenig in Israel. Jeder tat, was recht war in seinen Augen. Das Buch Rut. Ruts Weg nach Bethlehem. \1\ 1.1 Und es geschah in den Tagen, als die Richter richteten, da entstand eine Hungersnot im Land. Und ein Mann von Bethlehem-Juda ging hin, um sich im Gebiet von Moab als Fremder aufzuhalten, er und seine Frau und seine beiden Soehne. 1.2 Und der Name des Mannes war Elimelech und der Name seiner Frau Noomi und die Namen seiner beiden Soehne Machlon und Kiljon, Efratiter aus Bethlehem-Juda. Und sie kamen im Gebiet von Moab an und blieben dort. 1.3 Da starb Elimelech, der Mann Noomis; und sie blieb zurueck mit ihren beiden Soehnen. 1.4 Die nahmen sich moabitische Frauen; der Name der einen war Orpa und der Name der anderen Rut. Und sie wohnten dort etwa zehn Jahre. 1.5 Da starben auch diese beiden, Machlon und Kiljon; und die Frau blieb zurueck ohne ihre beiden Soehne und ohne ihren Mann. 1.6 Und sie machte sich auf, sie und ihre Schwiegertoechter, und kehrte aus dem Gebiet von Moab zurueck. Denn sie hatte im Gebiet von Moab gehoert, dass der HERR sein Volk heimgesucht habe, um ihnen Brot zu geben. 1.7 So zog sie weg von dem Ort, wo sie gewesen war, und ihre beiden Schwiegertoechter mit ihr. Als sie nun des Weges zogen, um in das Land Juda zurueckzukehren, 1.8 sagte Noomi zu ihren beiden Schwiegertoechtern: Geht, kehrt um, jede in das Haus ihrer Mutter! Der HERR erweise euch Gnade, so wie ihr sie den Verstorbenen und mir erwiesen habt! 1.9 Der HERR gebe es euch, dass ihr Ruhe findet, eine jede in dem Haus ihres Mannes! Und sie kuesste sie. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten 1.10 und sagten zu ihr: [Nein], sondern wir wollen mit dir zu deinem Volk zurueckkehren! 1.11 Doch Noomi sagte: Kehrt nur um, meine Toechter! Wozu wollt ihr mit mir gehen? Habe ich etwa noch Soehne in meinem Leib, dass sie eure Maenner werden koennten? 1.12 Kehrt um, meine Toechter, geht! Ich bin ja zu alt, um eines Mannes [Frau] zu werden. Selbst wenn ich spraeche: Ich habe [noch] Hoffnung! - wenn ich gar diese Nacht eines Mannes [Frau] werden wuerde und sogar Soehne gebaeren sollte, 1.13 wolltet ihr deshalb warten, bis sie gross wuerden? Wolltet ihr euch deshalb abgeschlossen halten, ohne eines Mannes [Frau] zu werden? Nicht doch, meine Toechter! Denn das bittere [Leid], das mir [geschah], ist zu schwer fuer euch. Ist doch die Hand des HERRN gegen mich ausgegangen. 1.14 Da erhoben sie ihre Stimme und weinten noch [mehr]. Und Orpa kuesste ihre Schwiegermutter, Rut aber haengte sich an sie. 1.15 Da sagte sie: Siehe, deine Schwaegerin ist zu ihrem Volk und zu ihrem Gott zurueckgekehrt. Kehre [auch du] um, deiner Schwaegerin nach! 1.16 Aber Rut sagte: Dringe nicht in mich, dich zu verlassen, von dir weg umzukehren! Denn wohin du gehst, [dahin] will [auch] ich gehen, und wo du bleibst, da bleibe [auch] ich. Dein Volk ist mein Volk, und dein Gott ist mein Gott. 1.17 Wo du stirbst, [da] will [auch] ich sterben, und dort will ich begraben werden. So soll mir der HERR tun und so hinzufuegen - [nur] der Tod soll mich und dich scheiden. 1.18 Als sie nun sah, dass Rut fest darauf bestand, mit ihr zu gehen, da liess sie ab, ihr zuzureden. 1.19 So gingen die beiden, bis sie nach Bethlehem kamen. Und es geschah, als sie in Bethlehem ankamen, da geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und die Frauen sagten: Ist das Noomi? 1.20 Sie aber sagte zu ihnen: Nennt mich nicht Noomi, nennt mich Mara! Denn der Allmaechtige hat mir sehr bitteres [Leid] zugefuegt. 1.21 Voll bin ich gegangen, und leer hat mich der HERR zurueckkehren lassen. Warum nennt ihr mich Noomi, da der HERR gegen mich ausgesagt und der Allmaechtige mir Boeses getan hat? 1.22 So kehrte Noomi zurueck und mit ihr die Moabiterin Rut, ihre Schwiegertochter, die aus dem Gebiet von Moab heimgekehrt war. Sie kamen nach Bethlehem zu Beginn der Gerstenernte. Rut als Aehrenleserin auf dem Feld des Boas. \2\ 2.1 Und Noomi hatte einen Verwandten von ihrem Mann her, einen angesehenen Mann, aus der Sippe Elimelechs; dessen Name war Boas. 2.2 Und Rut, die Moabiterin, sagte zu Noomi: Ich moechte gern aufs Feld gehen und etwas von den Aehren mit auflesen hinter dem her, in dessen Augen ich Gunst finden werde. Sie sagte zu ihr: Geh hin, meine Tochter! 2.3 Da ging sie hin, kam und las auf dem Feld hinter den Schnittern her auf. Und sie traf zufaellig das Feldstueck des Boas, der aus der Sippe Elimelechs war. 2.4 Und siehe, Boas kam von Bethlehem und sagte zu den Schnittern: Der HERR sei mit euch! Und sie sagten zu ihm: Der HERR segne dich! 2.5 Und Boas sagte zu seinem Knecht, der ueber die Schnitter eingesetzt war: Wem gehoert dieses Maedchen da? 2.6 Und der Knecht, der ueber die Schnitter eingesetzt war, antwortete und sagte: Es ist ein moabitisches Maedchen, das mit Noomi aus dem Gebiet von Moab zurueckgekehrt ist. 2.7 Sie hat gesagt: Ich moechte gern mit auflesen und hinter den Schnittern her etwas von den Aehren aufsammeln. So ist sie gekommen und dageblieben. Vom Morgen an bis jetzt hat sie sich im Haus nur wenig ausgeruht. 2.8 Und Boas sagte zu Rut: Hoere mir zu, meine Tochter! Geh nicht zum Auflesen auf ein anderes Feld, geh auch nicht von hier fort, sondern halte dich da zu meinen Maegden! 2.9 [Richte] deine Augen auf das Feld, wo man schneidet, und geh hinter den Sammlerinnen her! Habe ich nicht den Knechten befohlen, dich nicht anzutasten? Und hast du Durst, dann geh zu den Gefaessen und trink von dem, was die Knechte schoepfen. 2.10 Da fiel sie auf ihr Gesicht und warf sich zur Erde nieder und sagte zu ihm: Warum habe ich Gunst gefunden in deinen Augen, dass du mich beachtest, wo ich doch eine Fremde bin? 2.11 Da antwortete Boas und sagte zu ihr: Es ist mir alles genau berichtet worden, was du an deiner Schwiegermutter getan hast nach dem Tod deines Mannes, dass du deinen Vater und deine Mutter und das Land deiner Verwandtschaft verlassen hast und zu einem Volk gegangen bist, das du frueher nicht kanntest. 2.12 Der HERR vergelte dir dein Tun, und dein Lohn moege ein voller sein von dem HERRN, dem Gott Israels, zu dem du gekommen bist, um unter seinen Fluegeln Zuflucht zu suchen! 2.13 Da sagte sie: Moege ich [weiterhin] Gunst finden in deinen Augen, mein Herr! Denn du hast mich getroestet und hast zum Herzen deiner Magd geredet, und ich, ich bin nicht [einmal] wie eine deiner Maegde. 2.14 Und zur Essenszeit sagte Boas zu ihr: Tritt hierher und iss von dem Brot und tunke deinen Bissen in den Essig! Da setzte sie sich neben die Schnitter, er aber reichte ihr geroestete Koerner, und sie ass und wurde satt und liess [sogar etwas] uebrig. 2.15 Als sie nun aufstand, um aufzulesen, befahl Boas seinen Knechten: Auch zwischen den Garben darf sie auflesen, und ihr sollt ihr nichts zuleide tun. 2.16 Vielmehr sollt ihr sogar aus den Buendeln [Aehren] fuer sie herausziehen und liegen lassen, damit sie sie auflesen kann, und ihr sollt sie nicht bedrohen. 2.17 So las sie auf dem Feld auf bis zum Abend. Und als sie ausschlug, was sie aufgelesen hatte, da war es etwa ein Efa Gerste. 2.18 Und sie hob es auf und kam in die Stadt, und ihre Schwiegermutter sah, was sie aufgelesen hatte. Und sie zog heraus, was sie uebriggelassen, nachdem sie sich gesaettigt hatte, und gab es ihr. 2.19 Da sagte ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich beachtet hat! Und sie berichtete ihrer Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet hatte, und sagte: Der Name des Mannes, bei dem ich heute gearbeitet habe, ist Boas. 2.20 Da sagte Noomi zu ihrer Schwiegertochter: Gesegnet sei er von dem HERRN, der seine Gnade nicht entzogen hat, weder den Lebenden noch den Toten! Und Noomi sagte zu ihr: Der Mann ist uns nahe verwandt, er ist einer von unsern Loesern. 2.21 Und die Moabiterin Rut sagte: Schliesslich hat er noch zu mir gesagt: Du sollst dich zu meinen Knechten halten, bis sie meine ganze Ernte beendet haben. 2.22 Da sagte Noomi zu Rut, ihrer Schwiegertochter: Es ist gut, meine Tochter, dass du mit seinen Maegden hinausziehst; so kann man dich auf einem andern Feld nicht belaestigen. 2.23 So hielt sie sich denn zu den Maegden des Boas, um [Aehren] aufzulesen, bis die Gerstenernte und die Weizenernte beendet waren. Dann blieb sie zu Hause bei ihrer Schwiegermutter. Rut auf der Tenne des Boas. \3\ 3.1 Und Noomi, ihre Schwiegermutter, sagte zu ihr: Meine Tochter, sollte ich dir nicht einen Ruheplatz suchen, damit es dir gut geht? 3.2 Und nun, ist nicht Boas, mit dessen Maegden du zusammen warst, unser Verwandter? Siehe, heute abend worfelt er auf der Tenne die Gerste. 3.3 So bade und salbe dich und leg deine [besten] Kleider an und geh zur Tenne hinab! Lass dich von dem Mann [aber] nicht bemerken, bis er fertig ist mit Essen und Trinken. 3.4 Und es soll geschehen, wenn er sich hinlegt, dann merke dir die Stelle, wo er sich hinlegt, und geh hin und decke sein Fussende auf und lege dich hin. Er wird dir dann mitteilen, was du tun sollst. 3.5 Und sie sagte zu ihr: Alles, was du sagst, will ich tun. 3.6 Und sie ging zur Tenne hinab und tat nach allem, was ihre Schwiegermutter ihr befohlen hatte. 3.7 Als Boas nun gegessen und getrunken hatte und sein Herz froehlich wurde, da kam er, um sich am Ende des Getreidehaufens hinzulegen. Da kam sie leise, deckte sein Fussende auf und legte sich hin. 3.8 Und es geschah um Mitternacht, da schrak der Mann auf und beugte sich vor, siehe, da lag eine Frau an seinem Fussende. 3.9 Und er sagte: Wer bist du? Sie sagte: Ich bin Rut, deine Magd. So breite den Saum deines Gewandes ueber deine Magd aus, denn du bist Loeser! 3.10 Da sagte er: Gesegnet seist du von dem HERRN, meine Tochter! Du hast deine letzte Treue schoener erwiesen als die erste, indem du nicht den jungen Maennern nachgelaufen bist, sei es geringen oder reichen. 3.11 Und nun, meine Tochter, fuerchte dich nicht! Alles, was du sagst, werde ich fuer dich tun, erkennt doch alles Volk im Tor, dass du eine tuechtige Frau bist. 3.12 Und nun, es ist wirklich so, dass ich Loeser bin, doch gibt es da auch [noch] einen Loeser, der naeher [mit dir] verwandt ist als ich. 3.13 Bleib heute nacht hier! Und es soll am Morgen geschehen, wenn er dich loesen will, gut, so mag er loesen. Wenn er aber keine Lust hat, dich zu loesen, dann loese ich dich, so wahr der HERR lebt! Bleib liegen bis zum Morgen! 3.14 Da blieb sie an seinem Fussende liegen bis zum Morgen. Doch bevor einer den anderen erkennen konnte, stand sie auf, denn er sagte [sich]: Es soll nicht bekannt werden, dass eine Frau auf die Tenne gekommen ist! 3.15 Und er sagte: Gib das Umschlagtuch her, das du um hast, und halte es auf! Und sie hielt es auf, und er mass sechs [Mass] Gerste ab und lud es ihr auf. Dann ging er in die Stadt. 3.16 Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter. Die sagte: Wie steht es mit dir, meine Tochter? Und sie berichtete ihr alles, was der Mann ihr getan hatte, 3.17 und sagte: Diese sechs [Mass] Gerste gab er mir, denn er sagte zu mir: Du sollst nicht mit leeren Haenden zu deiner Schwiegermutter kommen. 3.18 Da sagte sie: Bleib [zu Hause], meine Tochter, bis du erkennst, wie die Sache ausfaellt! Denn der Mann wird nicht ruhen, es sei denn, er habe die Sache heute zu Ende gefuehrt. Boas Heirat mit Rut - Geburt Obeds, Davids Grossvater. \4\ 4.1 Boas aber war zum Tor hinaufgegangen und hatte sich dort hingesetzt. Und siehe, der Loeser kam vorbei, von dem Boas geredet hatte. Da sagte er: Komm herueber, setze dich hierher, du Soundso! Und er kam herueber und setzte sich. 4.2 Und Boas nahm zehn Maenner von den Aeltesten der Stadt und sagte: Setzt euch hierher! Und sie setzten sich. 4.3 Und er sagte zu dem Loeser: Das Feldstueck, das unserem Bruder Elimelech gehoerte, will Noomi, die aus dem Gebiet von Moab zurueckgekehrt ist, verkaufen. 4.4 Da habe ich nun gedacht, ich will es deinem Ohr eroeffnen und vorschlagen: Erwirb es im Beisein derer, die [hier] sitzen, und im Beisein der Aeltesten meines Volkes! Wenn du es loesen willst, loese! Wenn du es aber nicht loesen willst, dann teile es mir mit, damit ich es erkenne! Denn ausser dir ist niemand zum Loesen da, und ich [komme erst] nach dir. Er sagte: Ich will es loesen. 4.5 Da sagte Boas: An dem Tag, da du das Feld aus der Hand Noomis erwirbst, hast du auch die Moabiterin Rut, die Frau des Verstorbenen, erworben, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil [neu] erstehen zu lassen. 4.6 Da sagte der Loeser: Dann kann ich es fuer mich nicht loesen, sonst richte ich mein eigenes Erbteil zugrunde. Uebernimm du fuer dich meine Loesungspflicht, denn ich kann [wirklich] nicht loesen! 4.7 Frueher nun [galt] in Israel fuer ein Loskaufverfahren oder fuer ein Tauschgeschaeft, wenn man irgendeine Sache bestaetigen wollte, dies: Der eine zog seinen Schuh aus und uebergab ihn dem anderen; und das [galt] als Bezeugung in Israel. 4.8 Als nun der Loeser zu Boas sagte: Erwirb es dir! - zog er seinen Schuh aus. 4.9 Da sagte Boas zu den Aeltesten und zu allem Volk: Ihr seid heute Zeugen dafuer, dass ich aus der Hand Noomis hiermit alles erworben habe, was dem Elimelech, und alles, was Kiljon und Machlon gehoert hat. 4.10 Somit habe ich mir auch Machlons Frau, Rut, die Moabiterin, als Frau erworben, um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil [neu] erstehen zu lassen, damit nicht der Name des Verstorbenen ausgerottet wird aus dem Kreis seiner Brueder und aus dem Tor seines [Heimat]ortes. Ihr seid heute Zeugen! 4.11 Und alles Volk, das im Tor war, und die Aeltesten sagten: [Wir sind] Zeugen! Der HERR mache die Frau, die in dein Haus kommt, wie Rahel und wie Lea, die beide das Haus Israel gebaut haben! Und gewinne du Vermoegen in Efrata, und dein Name werde geruehmt in Bethlehem! 4.12 Und von den Nachkommen, die der HERR dir von dieser jungen Frau geben wird, soll dein Haus wie das Haus des Perez werden, den Tamar dem Juda geboren hat! 4.13 So nahm Boas die Rut, und sie wurde seine Frau, und er ging zu ihr ein. Und der HERR schenkte ihr Schwangerschaft, und sie gebar einen Sohn. 4.14 Da sagten die Frauen zu Noomi: Gepriesen sei der HERR, der es dir heute nicht an einem Loeser hat fehlen lassen! Sein Name werde geruehmt in Israel! 4.15 Und er wird dir ein Erquicker der Seele sein und ein Versorger deines Alters! Denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, sie, die dir mehr wert ist als sieben Soehne. 4.16 Und Noomi nahm das Kind und legte es auf ihren Schoss und wurde seine Amme. 4.17 Und die Nachbarinnen gaben ihm einen Namen, indem sie sagten: Ein Sohn ist der Noomi geboren! Und sie gaben ihm den Namen Obed. Der ist der Vater Isais, des Vaters Davids. Stammbaum Davids. 1Chr 2,4-15; Mt 1,3-6; Lk 3,32-34. 4.18 Und dies ist die Geschlechterfolge des Perez: Perez zeugte Hezron, 4.19 und Hezron zeugte Ram, und Ram zeugte Amminadab, 4.20 und Amminadab zeugte Nachschon, und Nachschon zeugte Salmon, 4.21 und Salmon zeugte Boas, und Boas zeugte Obed, 4.22 und Obed zeugte Isai, und Isai zeugte David.  Das erste Buch Samuel. Samuels Eltern, Geburt und Weihe. \1\ 1.1 Es war ein Mann von Ramatajim-Zofim, vom Gebirge Ephraim, und sein Name war Elkana, ein Sohn des Jeroham, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des Sohnes Zufs, ein Ephraimiter. 1.2 Und er hatte zwei Frauen: der Name der einen war Hanna und der Name der anderen Peninna; Peninna hatte Kinder, aber Hanna hatte keine Kinder. 1.3 Und dieser Mann ging Jahr fuer Jahr aus seiner Stadt hinauf, um den HERRN der Heerscharen anzubeten und ihm in Silo zu opfern. Dort aber waren die beiden Soehne Elis, Hofni und Pinhas, Priester des HERRN. 1.4 Und es geschah [immer] an dem Tag, wenn Elkana opferte, dann gab er seiner Frau Peninna und all ihren Soehnen und Toechtern [die ihnen zukommenden] Anteile; 1.5 aber Hanna gab er den doppelten Anteil. Denn Hanna hatte er lieb; aber der HERR hatte ihren Mutterleib verschlossen. 1.6 Und ihre Widersacherin reizte sie mit vielen Kraenkungen, um sie zu demuetigen, weil der HERR ihren Mutterleib verschlossen hatte. 1.7 So geschah es Jahr fuer Jahr, immer, wenn sie zum Haus des HERRN hinaufzog, reizte jene sie. Dann weinte sie und ass nicht. 1.8 Aber Elkana, ihr Mann, sagte zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und warum isst du nicht? Und warum ist dein Herz betruebt? Bin ich dir nicht mehr wert als zehn Soehne? 1.9 Da stand Hanna auf, nachdem sie in Silo gegessen und getrunken hatten. Der Priester Eli aber sass auf einem Stuhl am Tuerpfosten des Tempels des HERRN. 1.10 Und sie war in ihrer Seele verbittert, und sie betete zum HERRN und weinte sehr. 1.11 Und sie legte ein Geluebde ab und sprach: HERR der Heerscharen! Wenn du das Elend deiner Magd ansehen und meiner gedenken und deine Magd nicht vergessen wirst und deiner Magd einen maennlichen Nachkommen geben wirst, so will ich ihn dem HERRN alle Tage seines Lebens geben. Und kein Schermesser soll auf sein Haupt kommen. 1.12 Und es geschah, als sie lange vor dem HERRN betete, achtete Eli auf ihren Mund. 1.13 Hanna aber redete in ihrem Herzen. Nur ihre Lippen bewegten sich, aber ihre Stimme hoerte man nicht. Da meinte Eli, sie sei betrunken, 1.14 und Eli sagte zu ihr: Wie lange willst du dich wie eine Betrunkene benehmen? Mach, dass du deinen Rausch los wirst! 1.15 Aber Hanna antwortete und sagte: Nein, mein Herr! Ich bin [nichts anderes als] eine betruebte Frau. Wein und Rauschtrank habe ich nicht getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschuettet. 1.16 Halte deine Magd nicht fuer eine verkommene Frau! Denn aus meinem grossen Kummer und Herzeleid habe ich so lange geredet. 1.17 Eli antwortete und sagte: Geh hin in Frieden! Der Gott Israels wird dir deine Bitte erfuellen, die du von ihm erbeten hast. 1.18 Sie sagte: Lass deine Magd Gunst finden vor deinen Augen! Und die Frau ging ihres Weges und ass und hatte nicht mehr ein [so trauriges] Gesicht. 1.19 Und sie machten sich am [naechsten] Morgen frueh auf und beteten an vor dem HERRN. Und sie kehrten zurueck und kamen in ihr Haus nach Rama. Und Elkana erkannte Hanna, seine Frau; und der HERR dachte an sie. 1.20 Und Hanna wurde schwanger. Und als die Tage um waren, gebar sie einen Sohn. Und sie gab ihm den Namen Samuel: Denn vom HERRN habe ich ihn erbeten. 1.21 Und der Mann Elkana zog mit seinem ganzen Haus [wieder] hinauf, um dem HERRN das jaehrliche Schlachtopfer zu opfern und sein Geluebde [zu erfuellen]. 1.22 Aber Hanna ging nicht mit hinauf; sondern sie sagte zu ihrem Mann: Wenn der Junge entwoehnt ist, will ich ihn bringen, dass er vor dem HERRN erscheint und dort fuer immer bleibt. 1.23 Und ihr Mann Elkana sagte zu ihr: Tu, was gut ist in deinen Augen! Bleibe, bis du ihn entwoehnt hast! Nur moege der HERR sein Wort aufrechthalten! So blieb die Frau und stillte ihren Sohn, bis sie ihn entwoehnt hatte. 1.24 Und als sie ihn entwoehnt hatte, nahm sie ihn mit sich hinauf nach Silo - dazu drei Stiere und ein Efa Mehl und einen Schlauch Wein - und brachte ihn in das Haus des HERRN. Der Junge aber war noch jung. 1.25 Und sie schlachteten den Stier und brachten den Jungen zu Eli. 1.26 Und sie sprach: Bitte, mein Herr! So wahr du lebst, mein Herr, ich bin die Frau, die hier bei dir stand, um zum HERRN zu beten. 1.27 Um diesen Jungen habe ich gebetet, und der HERR hat mir meine Bitte erfuellt, die ich von ihm erbeten habe. 1.28 So habe auch ich ihn dem HERRN wiedergegeben. All die Tage, die er lebt, soll er dem HERRN gehoeren. Und sie beteten dort den HERRN an. Lobpreis der Hanna. V. 1-10: vgl. Lk 1,46-55. \2\ 2.1 Und Hanna betete und sprach: Mein Herz frohlockt in dem HERRN, mein Horn ist erhoeht in dem HERRN. Mein Mund hat sich weit aufgetan gegen meine Feinde, denn ich freue mich ueber deine Hilfe. 2.2 Keiner ist so heilig wie der HERR, denn ausser dir ist keiner. Und kein Fels ist wie unser Gott. 2.3 Haeuft nicht Worte des Stolzes, noch gehe Freches aus eurem Mund hervor! Denn der HERR ist ein Gott des Wissens, und von ihm werden die Taten gewogen. 2.4 Der Bogen der Helden ist zerbrochen, und die Stuerzenden haben sich mit Kraft umguertet. 2.5 Die satt waren, muessen um Brot dienen, und die Hunger litten, brauchen es nicht mehr. Sogar die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder hatte, welkt dahin. 2.6 Der HERR toetet und macht lebendig; er fuehrt in den Scheol hinab und wieder herauf. 2.7 Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt und erhoeht. 2.8 Er hebt den Geringen aus dem Staub empor, aus dem Schmutz erhoeht er den Armen, um ihn unter die Edlen zu setzen; und den Thron der Ehre laesst er sie erben. Denn dem HERRN gehoeren die Saeulen der Erde, und auf sie hat er den Erdkreis gestellt. 2.9 Die Fuesse seiner Frommen behuetet er, aber die Gottlosen kommen um in Finsternis; denn niemand ist stark durch [eigene] Kraft. 2.10 Die mit dem HERRN rechten, werden niedergeschlagen werden, im Himmel wird er ueber ihnen donnern. Der HERR wird richten die Enden der Erde. Er wird seinem Koenig Macht verleihen und erhoehen das Horn seines Gesalbten. 2.11 Und Elkana ging nach Rama in sein Haus. Der Junge aber diente dem HERRN vor dem Priester Eli. Die Soehne des Eli - Gerichtsdrohung gegen Eli und sein Haus. 2.12 Und die Soehne Elis waren ruchlose Maenner, sie hatten den HERRN nicht erkannt. 2.13 Und die Priester hatten dem Volk gegenueber die Gewohnheit: Wenn jemand ein Schlachtopfer darbrachte, kam der Diener des Priesters, waehrend das Fleisch [noch] kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner Hand 2.14 und stiess in den Tiegel oder in den Kessel oder in die Pfanne oder in den Topf. Alles, was er mit der Gabel herauszog, nahm der Priester damit weg. So taten sie in Silo allen Israeliten, die dorthin kamen. 2.15 Sogar ehe man das Fett als Rauch aufsteigen liess, kam der Diener des Priesters und sagte zu dem Mann, der opferte: Gib Fleisch her zum Braten fuer den Priester! Denn er will von dir kein gekochtes Fleisch annehmen, sondern rohes. 2.16 Wenn dann der Mann zu ihm sagte: Lass zuerst das Fett als Rauch aufsteigen, dann nimm dir, ganz wie es deine Seele begehrt! - so antwortete er: Nein, sondern jetzt sollst du es [mir] geben! Wenn nicht, so nehme ich es mit Gewalt! 2.17 Und die Suende der jungen Maenner war sehr gross vor dem HERRN; denn die Maenner verachteten die Opfergabe des HERRN. 2.18 Und Samuel diente vor dem HERRN, ein junger Mann, umguertet mit einem leinenen Ephod. 2.19 Und seine Mutter machte ihm ein kleines Oberkleid und brachte es ihm Jahr fuer Jahr hinauf, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, um das jaehrliche Schlachtopfer darzubringen. 2.20 Und Eli segnete Elkana und seine Frau und sagte: Der HERR gebe dir Nachkommen von dieser Frau anstelle des Erbetenen, das sie vom HERRN erbeten hat! Und sie gingen nach Hause zurueck. 2.21 Und der HERR suchte Hanna heim, und sie wurde schwanger; und sie gebar noch drei Soehne und zwei Toechter. Und der Junge Samuel wuchs auf beim HERRN. 2.22 Und Eli war sehr alt geworden. Und er hoerte alles, was seine Soehne ganz Israel antaten und dass sie bei den Frauen lagen, die am Eingang des Zeltes der Begegnung Dienst taten. 2.23 Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr dergleichen Dinge? Denn ich hoere diese eure boesen Taten von dem ganzen Volk. 2.24 Nicht doch, meine Soehne! Denn das ist kein gutes Geruecht, von dem ich im Volk des HERRN reden hoere. 2.25 Wenn jemand gegen einen Menschen suendigt, so entscheidet Gott ueber ihn; wenn aber jemand gegen den HERRN suendigt, wer wird [dann] fuer ihn eintreten? Aber sie hoerten nicht auf die Stimme ihres Vaters, denn der HERR war entschlossen, sie zu toeten. 2.26 Der Junge Samuel aber nahm immer mehr zu an Alter und Gunst bei dem HERRN und bei den Menschen. 2.27 Und es kam ein Mann Gottes zu Eli und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Habe ich mich nicht dem Hause deines Vaters deutlich geoffenbart, als sie in Aegypten im Haus des Pharao waren? 2.28 Und ich habe ihn aus allen Staemmen Israels mir zum Priester erwaehlt, um auf meinem Altar zu opfern, um Raeucherwerk als Rauch aufsteigen zu lassen, um das Ephod vor mir zu tragen. Und ich gab dem Haus deines Vaters alle Feueropfer der Soehne Israel. 2.29 Warum tretet ihr mit Fuessen mein Schlachtopfer und mein Speisopfer, die ich fuer [meine] Wohnung geboten habe? Und du ehrst deine Soehne mehr als mich, dass ihr euch maestet von den Erstlingen aller Opfergaben meines Volkes Israel. 2.30 Darum spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe allerdings gesagt: Dein Haus und das Haus deines Vaters sollen ewig vor mir einhergehen! - aber nun spricht der HERR: Das sei fern von mir! Denn die mich ehren, werde [auch] ich ehren, und die mich verachten, sollen [wieder] verachtet werden. 2.31 Siehe, Tage kommen, da werde ich deinen Arm und den Arm des Hauses deines Vaters abhauen, dass es keinen Greis [mehr] in deinem Haus geben wird. 2.32 Und du wirst [deinen] Feind im Heiligtum sehen, bei allem, was der HERR Gutes tun wird an Israel. Und es wird keinen Greis mehr in deinem Haus geben alle Tage. 2.33 Doch nicht jeden werde ich dir von meinem Altar ausrotten, um deine Augen erloeschen und deine Seele verschmachten zu lassen; aber aller Nachwuchs deines Hauses soll im [besten] Mannesalter sterben. 2.34 Und das soll dir das Zeichen sein, das ueber deine beiden Soehne Hofni und Pinhas kommen wird: An einem Tag sollen beide sterben. 2.35 Ich aber werde mir einen Priester erwecken, der bestaendig ist; der wird tun, wie es meinem Herzen und meiner Seele gefaellt. Und ich werde ihm ein Haus bauen, das bestaendig ist, und er wird vor meinem Gesalbten alle Tage einhergehen. 2.36 Und es soll geschehen, dass jeder, der von deinem Haus [noch] uebrigbleibt, kommen wird, um sich vor ihm niederzuwerfen fuer eine kleine Silbermuenze und ein Stueck Brot, und wird sagen: Gib mir doch Anteil an einem der Priesterdienste, dass ich einen Bissen Brot zu essen habe! Samuels Berufung zum Propheten. \3\ 3.1 Und der Junge Samuel diente dem HERRN vor Eli. Und das Wort des HERRN war selten in jenen Tagen; ein Gesicht war nicht haeufig. 3.2 Und es geschah in jener Zeit, dass Eli an seinem Ort lag - seine Augen aber hatten angefangen, schwach zu werden, so dass er nicht [mehr] sehen konnte -, 3.3 und die Lampe Gottes war noch nicht erloschen, und Samuel lag im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes war, 3.4 da rief der HERR den Samuel. Und er antwortete: Hier bin ich! 3.5 Und er lief zu Eli und sagte: Hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sagte: Ich habe nicht gerufen. Leg dich wieder schlafen! Und er ging hin und legte sich schlafen. 3.6 Und der HERR rief noch einmal: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sagte: Hier bin ich, denn du hast mich gerufen. Und er antwortete: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn. Leg dich wieder hin! 3.7 Samuel aber hatte den HERRN noch nicht erkannt, und das Wort des HERRN war ihm noch nicht offenbart worden. 3.8 Und der HERR rief wieder, zum dritten Mal. Und er stand auf, ging zu Eli und sagte: Hier bin ich! Denn du hast mich gerufen. Da merkte Eli, dass der HERR den Jungen rief. 3.9 Und Eli sagte zu Samuel: Geh hin, leg dich schlafen! Und so soll es sein, wenn er dich ruft, antworte: Rede, HERR, denn dein Knecht hoert! Und Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort. 3.10 Und der HERR kam und trat herzu und rief wie vorher: Samuel, Samuel! Und Samuel antwortete: Rede, denn dein Knecht hoert! 3.11 Da sprach der HERR zu Samuel: Siehe, ich will etwas tun in Israel, dass jedem, der es hoert, beide Ohren gellen sollen. 3.12 An jenem Tage werde ich ueber Eli alles kommen lassen, was ich gegen sein Haus geredet habe: ich will es anfangen und vollenden. 3.13 Denn ich habe ihm mitgeteilt, dass ich sein Haus fuer ewig richten will um der Schuld willen, denn er hat erkannt, dass seine Soehne sich den Fluch zuzogen, aber er hat ihnen nicht gewehrt. 3.14 Und darum habe ich dem Haus Elis geschworen: Wenn jemals die Schuld des Hauses Elis gesuehnt werden soll durch Schlachtopfer oder durch Speisopfer, ewig! 3.15 Und Samuel lag bis zum Morgen. Dann machte er die Tueren des Hauses des HERRN auf. Und Samuel fuerchtete sich, Eli das Gesicht mitzuteilen. 3.16 Da rief Eli Samuel und sagte: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Hier bin ich! 3.17 Und er fragte: Was ist das fuer ein Wort, das er dir gesagt hat? Verschweige mir ja nichts! So tue dir Gott und so fuege er hinzu, wenn du mir etwas verschweigst von allen Worten, die er dir gesagt hat! 3.18 Da teilte ihm Samuel all die Worte mit und verschwieg ihm nichts. Und [Eli] sagte: Er ist der HERR; er tue, was in seinen Augen gut ist! 3.19 Und Samuel wuchs heran. Und der HERR war mit ihm und liess keins von allen seinen Worten auf die Erde fallen. 3.20 Und ganz Israel, von Dan bis Beerscheba, erkannte, dass Samuel zum Propheten des HERRN bestellt worden war. 3.21 Und der HERR fuhr fort, in Silo zu erscheinen; denn der HERR offenbarte sich dem Samuel in Silo durch das Wort des HERRN. \4\ 4.1 Und das Wort Samuels erging an ganz Israel. Israels Niederlage durch die Philister - Verlust der Bundeslade -Tod des Eli und seiner Soehne. Und Israel zog aus, den Philistern entgegen zum Kampf: Und sie lagerten sich bei Eben-Eser, und die Philister lagerten zu Afek. 4.2 Und die Philister stellten sich Israel gegenueber auf. Und der Kampf breitete sich aus, und Israel wurde von den Philistern geschlagen; und sie erschlugen in den Schlachtreihen auf dem Feld etwa viertausend Mann. 4.3 Und als das Volk ins Lager zurueckkam, sagten die Aeltesten von Israel: Warum hat uns der HERR heute vor den Philistern geschlagen? Lasst uns von Silo die Lade des Bundes des HERRN zu uns holen, dass er in unsere Mitte komme und uns aus der Hand unserer Feinde rette! 4.4 Da sandte das Volk nach Silo. Und man brachte von dort die Lade des Bundes des HERRN der Heerscharen, der ueber den Cherubim thront. Und die beiden Soehne Elis, Hofni und Pinhas, waren dort bei der Bundeslade Gottes. 4.5 Und es geschah, als die Lade des Bundes des HERRN ins Lager kam, da jauchzte ganz Israel mit gewaltigem Jauchzen, dass die Erde erdroehnte. 4.6 Und die Philister hoerten das laute Jauchzen und riefen: Was ist das fuer ein gewaltiges Jauchzen im Lager der Hebraeer? Und sie erkannten, dass die Lade des HERRN ins Lager gekommen war. 4.7 Da fuerchteten sich die Philister und sagten: Gott ist ins Lager gekommen! Und sie sagten: Wehe uns! Denn solches ist bisher noch nie geschehen. 4.8 Wehe uns! Wer wird uns aus der Hand dieses maechtigen Gottes erretten? Das sind die Goetter, die die Aegypter mit allerlei Plagen in der Wueste schlugen. 4.9 Seid tapfer und seid Maenner, ihr Philister, damit ihr nicht den Hebraeern dienen muesst, wie sie euch gedient haben! Seid Maenner und kaempft! 4.10 Da kaempften die Philister, und Israel wurde geschlagen, so dass sie flohen, jeder in sein Zelt. Und die Niederlage war sehr gross, und es fielen von Israel 30 000 Mann zu Fuss. 4.11 Und die Lade Gottes wurde weggenommen, und die beiden Soehne Elis, Hofni und Pinhas, kamen um. 4.12 Da lief ein Mann von Benjamin vom Schlachtfeld und kam [noch] an demselben Tag nach Silo. Seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Kopf. 4.13 Und als er ankam, siehe, da sass Eli auf einem Stuhl und gab acht nach der Strasse hin. Denn sein Herz bangte um die Lade Gottes. Und als der Mann ankam, um es in der Stadt zu berichten, da schrie die ganze Stadt um Hilfe. 4.14 Als aber Eli das laute Schreien hoerte, sagte er: Was ist das fuer ein grosser Laerm? Und der Mann kam eilends und berichtete es Eli. 4.15 Eli aber war 98 Jahre alt, und seine Augen waren starr geworden, so dass er nicht [mehr] sehen konnte. 4.16 Da sagte der Mann zu Eli: Ich bin der, der von dem Schlachtfeld gekommen ist, und bin heute vom Schlachtfeld geflohen. Und [Eli] sagte: Wie ist es gegangen, mein Sohn? 4.17 Und der Bote antwortete und sagte: Israel ist vor den Philistern geflohen. Auch hat es eine grosse Niederlage im Volk gegeben, und auch deine beiden Soehne, Hofni und Pinhas, sind tot, und die Lade Gottes ist weggenommen worden. 4.18 Und es geschah, als er die Lade Gottes erwaehnte, fiel [Eli] ruecklings vom Stuhl an der Tuer und brach das Genick und starb; denn alt war der Mann und schwer. Er hatte Israel vierzig Jahre gerichtet. 4.19 Und seine Schwiegertochter, die Frau des Pinhas, war schwanger und sollte [bald] gebaeren. Und als sie die Nachricht hoerte, dass die Lade Gottes weggenommen worden war und dass ihr Schwiegervater und ihr Mann tot waren, kauerte sie sich nieder und gebar, denn ihre Wehen ueberfielen sie. 4.20 Und als sie im Sterben lag, sagten die Frauen, die um sie her standen: Fuerchte dich nicht, denn du hast einen Sohn geboren! Aber sie antwortete nicht und nahm es nicht [mehr] zu Herzen. 4.21 Und sie nannte den Jungen Ikabod, um damit auszudruecken: die Herrlichkeit ist von Israel gewichen! - weil die Lade Gottes weggenommen war und wegen ihres Schwiegervaters und ihres Mannes. 4.22 Darum sagte sie: Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen, denn die Lade Gottes ist weggenommen! Die Bundeslade bei den Philistern. \5\ 5.1 Als die Philister die Lade Gottes weggenommen hatten, brachten sie sie von Eben-Eser nach Aschdod. 5.2 Und die Philister nahmen die Lade Gottes und brachten sie in das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon auf. 5.3 Und als die Aschdoditer am naechsten Tag frueh aufstanden [und in das Haus Dagons kamen], siehe, da lag Dagon auf seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN. Und sie nahmen Dagon und stellten ihn wieder an seinen Ort. 5.4 Und als sie sich am Morgen des naechsten Tages frueh aufmachten, siehe, da lag Dagon [wieder] auf seinem Gesicht auf der Erde vor der Lade des HERRN; und zwar [lagen] der Kopf Dagons und seine beiden Haende abgehauen auf der Schwelle, nur der [Rumpf] Dagons war von ihm uebriggeblieben. 5.5 Darum treten die Priester Dagons und alle, die in das Haus Dagons gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Aschdod bis auf den heutigen Tag. 5.6 Und die Hand des HERRN lag schwer auf den Aschdoditern. Und er brachte Verderben ueber sie, und er schlug sie mit [boesen] Beulen, Aschdod und sein Gebiet. 5.7 Und als die Leute von Aschdod sahen, dass es so zuging, sagten sie: Die Lade des Gottes Israels soll nicht bei uns bleiben! Denn seine Hand liegt hart auf uns und auf unserem Gott Dagon. 5.8 Und sie sandten hin und versammelten alle Fuersten der Philister zu sich und sagten: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen? Und sie antworteten: Lasst die Lade des Gottes Israels nach Gat bringen! Und sie brachten die Lade des Gottes Israels dorthin. 5.9 Und es geschah, nachdem sie sie dorthin gebracht hatten, da kam die Hand des HERRN ueber die Stadt, [und es entstand] eine sehr grosse Bestuerzung. Denn er schlug die Leute [in] der Stadt, klein und gross, so dass Beulen an ihnen ausbrachen. 5.10 Da sandten sie die Lade Gottes nach Ekron. Und es geschah, als die Lade Gottes nach Ekron kam, schrieen die Ekroniter um Hilfe und sagten: Sie haben die Lade des Gottes Israels zu mir hergebracht, um mich und mein Volk zu toeten! 5.11 Da sandten sie hin und versammelten alle Fuersten der Philister und sagten: Sendet die Lade des Gottes Israels fort, damit sie an ihren Ort zurueckkehrt und mich und mein Volk nicht toetet! Denn es war ein toedlicher Schrecken ueber die ganze Stadt gekommen. Die Hand Gottes lag sehr schwer auf ihr. 5.12 Und die Leute, die nicht starben, wurden mit Beulen geschlagen. Und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor. Rueckkehr der Bundeslade. \6\ 6.1 Und die Lade des HERRN war sieben Monate im Gebiet der Philister. 6.2 Und die Philister beriefen die Priester und Wahrsager und sagten: Was sollen wir mit der Lade des HERRN machen? Lasst uns erkennen, wie wir sie an ihren Ort senden sollen! 6.3 Und sie antworteten: Wenn ihr die Lade des Gottes Israels zurueckschicken [wollt], so sollt ihr sie nicht leer zurueckschicken, sondern ihr muesst ihm auf jeden Fall eine Suehnegabe entrichten. Dann werdet ihr genesen, und ihr werdet erkennen, warum seine Hand nicht von euch weicht. 6.4 Und sie sagten: Was ist die Suehnegabe, die wir ihm entrichten sollen? Und sie antworteten: Nach der Zahl der Fuersten der Philister fuenf goldene Beulen und fuenf goldene Springmaeuse! Denn es ist ein [und dieselbe] Plage ueber euch allen und euren Fuersten gewesen. 6.5 Und macht Abbilder von euren Beulen und Abbilder von euren Springmaeusen, die das Land zugrunde gerichtet haben, und gebt dem Gott Israels die Ehre! Vielleicht laesst er seine Hand leichter werden ueber euch und ueber eurem Gott und ueber eurem Land. 6.6 Warum wollt ihr euer Herz verstocken, wie die Aegypter und der Pharao ihr Herz verstockt haben? Liessen sie sie nicht ziehen, als der HERR ihnen mitgespielt hatte, und sie zogen weg? 6.7 So macht einen neuen Wagen und nehmt zwei saeugende Kuehe, auf die [noch] kein Joch gekommen ist! Und spannt die Kuehe an den Wagen und bringt ihre Kaelber von ihnen weg nach Hause zurueck! 6.8 Und nehmt die Lade des HERRN und stellt sie auf den Wagen! Und die goldenen Gegenstaende, die ihr ihm als Suehnegabe entrichtet, tut in ein Kaestchen an ihre Seite und sendet sie hin und lasst sie gehen! 6.9 Und seht zu! Wenn sie den Weg hinauf in ihr Land, nach Bet-Schemesch zu geht, so hat er uns dieses grosse Uebel getan; wenn aber nicht, so erkennen wir, dass nicht seine Hand uns geschlagen hat: ein Zufall ist es fuer uns gewesen. 6.10 Und die Maenner machten [es] so und nahmen zwei saeugende Kuehe und spannten sie an einen Wagen, und ihre Kaelber sperrten sie zu Hause ein. 6.11 Und sie stellten die Lade des HERRN auf den Wagen und das Kaestchen mit den goldenen Springmaeusen und den Abbildern ihrer Beulen. 6.12 Und die Kuehe gingen geradeaus auf dem Weg nach Bet-Schemesch. Sie gingen immer auf derselben Strasse und bruellten immerfort und wichen weder zur Rechten noch zur Linken. Und die Fuersten der Philister gingen hinter ihnen her bis zum Gebiet von Bet-Schemesch. 6.13 Und die von Bet-Schemesch ernteten [gerade] den Weizen in der Niederung. Und als sie ihre Augen erhoben und die Lade sahen, freuten sie sich, [sie] zu sehen. 6.14 Und der Wagen kam auf das Feld Joschuas, des Bet-Schemiters, und stand dort still. Und dort [lag] ein grosser Stein. Und sie spalteten das Holz des Wagens und opferten die Kuehe dem HERRN zum Brandopfer. 6.15 Und die Leviten nahmen die Lade des HERRN herab und das Kaestchen, das daneben [stand], in dem die goldenen Gegenstaende waren, und stellten sie auf den grossen Stein. Und die Maenner von Bet-Schemesch opferten dem HERRN am selben Tag Brandopfer und schlachteten Schlachtopfer. 6.16 Und die fuenf Fuersten der Philister sahen zu und kehrten an dem selben Tag nach Ekron zurueck. 6.17 Dies sind die goldenen Beulen, die die Philister dem HERRN als Suehnegabe entrichteten: Fuer Aschdod eine, fuer Gaza eine, fuer Aschkelon eine, fuer Gat eine und fuer Ekron eine; 6.18 und die goldenen Springmaeuse nach der Zahl aller Staedte der Philister unter den fuenf Fuersten, von der befestigten Stadt bis zum offenen Dorf. Und Zeuge ist der grosse [Stein] Abel, auf den sie die Lade des HERRN stellten, [der] bis zum heutigen Tag im Feld Joschuas, des Bet-Schemiters [liegt]. 6.19 Und er schlug die Leute von Bet-Schemesch, weil sie sich die Lade des HERRN angeschaut hatten, und schlug im Volk siebzig Mann. Da trauerte das Volk, weil der HERR das Volk so schwer geschlagen hatte. 6.20 Und die Leute von Bet-Schemesch sagten: Wer vermag vor dem HERRN, diesem heiligen Gott, zu bestehen? Und zu wem soll er von uns hinaufziehen? 6.21 Und sie sandten Boten zu den Bewohnern von Kirjat-Jearim und sagten: Die Philister haben die Lade des HERRN zurueckgebracht. Kommt herab, holt sie zu euch hinauf! \7\ 7.1 Und die Maenner von Kirjat-Jearim kamen und holten die Lade des HERRN hinauf, und sie brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Huegel. Und sie heiligten seinen Sohn Eleasar, ueber der Lade des HERRN zu wachen. Israels Busse und Sieg ueber die Philister - Samuel als Richter. 7.2 Und es geschah, dass von dem Tag an, da die Lade in Kirjat-Jearim blieb, eine lange Zeit verging; es wurden zwanzig Jahre. Und das ganze Haus Israel wehklagte hinter dem HERRN her. 7.3 Da sprach Samuel zu dem ganzen Haus Israel: Wenn ihr mit eurem ganzen Herzen zu dem HERRN umkehren wollt, dann tut die fremden Goetter und die Astarot aus eurer Mitte weg! Und richtet euer Herz auf den HERRN und dient ihm allein! So wird er euch aus der Hand der Philister erretten. 7.4 Und die Soehne Israel taten die Baalim und die Astarot weg und dienten dem HERRN allein. 7.5 Und Samuel sagte: Versammelt ganz Israel in Mizpa! Und ich will den HERRN fuer euch bitten. 7.6 Und sie versammelten sich in Mizpa, schoepften Wasser und gossen es aus vor dem HERRN. [Sie] fasteten an demselben Tag und sagten dort: Wir haben gegen den HERRN gesuendigt! Und Samuel richtete die Soehne Israel in Mizpa. - 7.7 Als aber die Philister hoerten, dass die Soehne Israel sich in Mizpa versammelt hatten, zogen die Fuersten der Philister gegen Israel hinauf. Und die Soehne Israel hoerten es und fuerchteten sich vor den Philistern. 7.8 Und die Soehne Israel sagten zu Samuel: Lass nicht ab, fuer uns zu dem HERRN, unserm Gott, um Hilfe zu schreien, dass er uns aus der Hand der Philister errettet! 7.9 Und Samuel nahm ein Milchlamm und opferte es ganz als Brandopfer fuer den HERRN. Und Samuel schrie zu dem HERRN um Hilfe fuer Israel, und der HERR erhoerte ihn. 7.10 Es geschah naemlich, waehrend Samuel [noch] das Brandopfer opferte, rueckten die Philister heran zum Kampf gegen Israel. Aber der HERR donnerte mit starkem Donner an demselben Tag ueber den Philistern und schreckte sie, und sie wurden vor Israel geschlagen. 7.11 Und die Maenner von Israel zogen von Mizpa aus und jagten den Philistern nach und schlugen sie bis unterhalb Bet-Kar. 7.12 Und Samuel nahm einen Stein und stellte ihn auf zwischen Mizpa und Schen, und er gab ihm den Namen Eben-Eser und sagte: Bis hierher hat uns der HERR geholfen. 7.13 So wurden die Philister gedemuetigt und kamen nicht mehr in das Gebiet Israels. Und die Hand des HERRN war gegen die Philister alle Tage Samuels. 7.14 Und die Staedte, die die Philister Israel abgenommen hatten, kamen wieder an Israel, von Ekron bis Gat. Auch ihr Gebiet errettete Israel aus der Hand der Philister. Und es wurde Friede zwischen Israel und den Amoritern. 7.15 Und Samuel richtete Israel alle Tage seines Lebens. 7.16 Und er zog Jahr fuer Jahr umher und kam nach Bethel, Gilgal und Mizpa und richtete Israel an all diesen Orten. 7.17 Dann kehrte er nach Rama zurueck, denn dort war sein Haus, und dort richtete er Israel. Auch baute er dort dem HERRN einen Altar. Israels Begehren nach einem Koenig. \8\ 8.1 Und es geschah, als Samuel alt geworden war, da setzte er seine Soehne als Richter ueber Israel ein. 8.2 Der Name seines erstgeborenen Sohnes war Joel und der Name seines zweiten Abija; sie waren Richter in Beerscheba. 8.3 Aber seine Soehne wandelten nicht in seinen Wegen und sie suchten ihren Vorteil und nahmen Bestechungsgeschenke und beugten das Recht. 8.4 Da versammelten sich alle Aeltesten von Israel und kamen zu Samuel nach Rama. 8.5 Und sie sagten zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Soehne wandeln nicht in deinen Wegen. Nun setze [doch] einen Koenig ueber uns, damit er ueber uns Richter sei, wie [es bei] allen Nationen [ist]! 8.6 Und das Wort war uebel in den Augen Samuels, dass sie sagten: Gib uns einen Koenig, damit er Richter ueber uns sei! Und Samuel betete zum HERRN. 8.7 Der HERR aber sprach zu Samuel: Hoere auf die Stimme des Volkes in allem, was sie dir sagen! Denn nicht dich haben sie verworfen, sondern mich haben sie verworfen, dass ich nicht Koenig ueber sie sein soll. 8.8 Entsprechend all den Taten, die sie [immer] getan haben von dem Tage an, da ich sie aus Aegypten gefuehrt habe bis zum heutigen Tag, dass sie mich verlassen und andern Goettern gedient haben, so machen sie es auch mit dir. 8.9 Und nun hoere auf ihre Stimme! Doch warne sie mit allem Ernst und mach ihnen das Recht des Koenigs bekannt, der ueber sie herrschen wird! 8.10 Und Samuel sagte dem Volk, das einen Koenig von ihm begehrte, alle Worte des HERRN. 8.11 Und er sagte: Dies wird das Recht des Koenigs sein, der ueber euch regieren wird: Eure Soehne wird er nehmen, um sie fuer seinen Wagen und seine Gespanne einzusetzen, damit sie vor seinem Wagen herlaufen, 8.12 und um [sie] sich zu Obersten ueber Tausend und zu Obersten ueber Fuenfzig zu bestellen, damit sie seine Aecker pfluegen und seine Ernte einbringen und damit sie seine Kriegsgeraete und seine Wagengeraete anfertigen. 8.13 Und eure Toechter wird er zum Salbenmischen, zum Kochen und Backen nehmen. 8.14 Und eure besten Felder, Weinberge und Olivengaerten, die wird er nehmen und sie seinen Knechten geben. 8.15 Und von euren Kornfeldern und euren Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und ihn seinen Kaemmerern und Beamten geben. 8.16 Und eure Knechte und eure Maegde und eure besten jungen Maenner und eure Esel wird er nehmen und sie in seinen Dienst stellen. 8.17 Von euren Schafen wird er den Zehnten nehmen, und ihr, ihr muesst seine Knechte sein. 8.18 Wenn ihr an jenem Tage wegen eures Koenigs um Hilfe schreien werdet, den ihr euch erwaehlt habt, dann wird euch der HERR an jenem Tag nicht antworten. 8.19 Aber das Volk weigerte sich, auf die Stimme Samuels zu hoeren. Und sie sagten: Nein, sondern ein Koenig soll ueber uns sein, 8.20 damit auch wir sind wie alle Nationen, und dass unser Koenig uns richtet und vor uns her auszieht und unsere Kriege fuehrt. 8.21 Und Samuel hoerte all die Worte des Volkes und sagte sie vor den Ohren des HERRN. 8.22 Und der HERR sprach zu Samuel: Hoere auf ihre Stimme und setze einen Koenig ueber sie ein! Da sagte Samuel zu den Maennern von Israel: Geht hin, jeder in seine Stadt! Sauls Salbung zum Koenig. \9\ 9.1 Und es war ein Mann von Benjamin, sein Name war Kisch, ein Sohn Abiels, des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes des Afiach, des Sohnes eines Benjaminiters, ein angesehener Mann. 9.2 Und er hatte einen Sohn, sein Name war Saul, jung und stattlich, und niemand von den Soehnen Israel war schoener als er. Er war einen Kopf groesser als alles Volk. 9.3 Und die Eselinnen des Kisch, des Vaters Sauls, waren verlorengegangen. Und Kisch sagte zu seinem Sohn Saul: Nimm doch einen von den Knechten mit dir und mach dich auf, geh hin und suche die Eselinnen! 9.4 Und er zog durch das Gebirge Ephraim und zog durch das Land Schalischa, und [sie fanden sie] nicht. Und sie durchzogen das Land Schaalim, aber sie waren nicht da. Und er zog durch das Land Benjamin, und [sie fanden sie] nicht. 9.5 Als sie aber in das Land Zuf kamen, sagte Saul zu seinem Knecht, der bei ihm war: Komm, lass uns [wieder] umkehren, damit nicht etwa mein Vater von den Eselinnen ablaesst und sich um uns Sorgen macht! 9.6 Der aber sagte zu ihm: Siehe doch, ein Mann Gottes ist in dieser Stadt. Der Mann ist sehr angesehen. Alles was er sagt, trifft sicher ein. Lass uns dahin gehen, vielleicht gibt er uns Auskunft ueber unsern Weg, den wir gehen [sollten]! 9.7 Saul aber sagte zu seinem Knecht: Siehe, wenn wir hingehen, was wollen wir dem Mann bringen? Denn das Brot in unsern Beuteln ist verbraucht, und wir haben kein Geschenk, um es dem Mann Gottes zu bringen. Was haben wir? 9.8 Und der Knecht antwortete Saul noch einmal und sagte: Siehe, ich habe noch einen silbernen Viertel-Schekel bei mir; den will ich dem Mann Gottes geben, damit er uns ueber unsern Weg Auskunft gibt. 9.9 Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen: Kommt und lasst uns zum Seher gehen! Denn den man heute Prophet nennt, nannte man frueher Seher. 9.10 Da sagte Saul zu seinem Knecht: Dein Wort ist gut. Komm, lass uns gehen! Und sie gingen in die Stadt, wo der Mann Gottes war. 9.11 Als sie eben die Anhoehe zu der Stadt hinaufstiegen, trafen sie Maedchen, die herauskamen, um Wasser zu schoepfen. Und sie sagten zu ihnen: Ist der Seher hier? 9.12 Sie antworteten ihnen und sagten: Ja, siehe, er ist [schon] vor dir [da]. Eile jetzt, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute ein Opferfest auf der Hoehe begeht! 9.13 Sowie ihr in die Stadt kommt, werdet ihr ihn finden, bevor er zur Hoehe hinaufgeht, um zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er gekommen ist; denn er segnet das Schlachtopfer, danach essen die Geladenen. So geht hinauf, denn gerade heute werdet ihr ihn finden! 9.14 Da gingen sie zur Stadt hinauf. Als sie in die Stadt eintraten, siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Hoehe hinaufzugehen. 9.15 Der HERR aber hatte dem Samuel das Ohr geoeffnet, einen Tag bevor Saul kam, und gesagt: 9.16 Morgen um diese Zeit werde ich einen Mann aus dem Land Benjamin zu dir senden, den sollst du zum Fuersten ueber mein Volk Israel salben! Der wird mein Volk aus der Hand der Philister erretten. Denn ich habe [die Not] meines Volkes angesehen, und sein Geschrei ist vor mich gekommen. 9.17 Als nun Samuel Saul sah, teilte ihm der HERR mit: Siehe, da ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, dass er ueber mein Volk herrschen soll. 9.18 Da trat Saul im Tor auf Samuel zu und sagte: Zeig mir doch, wo [hier] das Haus des Sehers ist. 9.19 Samuel antwortete Saul und sagte: Ich bin der Seher. Geh vor mir auf die Hoehe hinauf, denn ihr sollt heute mit mir essen, und morgen frueh werde ich dich ziehen lassen! Und alles, was du auf dem Herzen hast, werde ich dir kundtun. 9.20 Und was die Eselinnen betrifft, die dir heute vor drei Tagen verlorengegangen sind, so brauchst du dir um sie keine Sorgen zu machen, denn sie sind gefunden. Und wem gehoert alles Kostbare Israels? Nicht dir und dem ganzen Haus deines Vaters? 9.21 Da antwortete Saul und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter und aus einem der kleinsten Staemme Israels, und ist meine Sippe nicht die geringste unter allen Sippen des Stammes Benjamin? Warum sprichst du solche Worte zu mir? 9.22 Und Samuel nahm Saul und seinen Knecht und fuehrte sie in die Halle. Und er gab ihnen einen Platz obenan unter den Geladenen; und das waren etwa dreissig Mann. 9.23 Und Samuel sagte zu dem Koch: Gib den Anteil her, den ich dir gegeben habe und von dem ich dir gesagt habe: Lege ihn bei dir zurueck! 9.24 Da trug der Koch die Keule auf und was daran war und legte es Saul vor. Und er sagte: Siehe, hier ist das Uebriggebliebene! Leg dir vor und iss! Denn fuer diese Stunde ist es fuer dich aufbewahrt worden, als ich sagte: Ich habe das Volk geladen. So ass Saul mit Samuel an diesem Tag. 9.25 Und sie gingen von der Hoehe in die Stadt hinab; und er redete mit Saul auf dem Dach. 9.26 Und sie standen frueh auf. Und es geschah, als die Morgenroete aufging, rief Samuel dem Saul auf dem Dach zu: Steh auf, dass ich dich geleite! Und Saul stand auf, und die beiden, er und Samuel, gingen auf die Gasse hinaus. 9.27 Als sie an das Ende der Stadt hinabkamen, sagte Samuel zu Saul: Sag dem Knecht, dass er uns vorausgehe! [Und er ging voraus]. Du aber steh jetzt still! Ich will dich das Wort Gottes hoeren lassen. \10\ 10.1 Und Samuel nahm den Krug mit Oel und goss es auf sein Haupt, und er kuesste ihn und sagte: So hat der HERR dich nun zum Fuersten ueber sein Erbteil gesalbt! Zeichen des goettlichen Auftrags fuer Saul. 10.2 Wenn du heute von mir weggehst, wirst du zwei Maenner treffen beim Grab Rahels, an der Grenze von Benjamin, bei Zelzach; die werden zu dir sagen: Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen ausgezogen bist. Und siehe, dein Vater hat die Sache mit den Eselinnen aufgegeben. Er macht sich um euch Sorgen und sagt: Was soll ich wegen meines Sohnes tun? 10.3 Und wenn du von dort weitergehst und du zur Terebinthe Tabor kommst, werden dich dort drei Maenner treffen, die zu Gott nach Bethel hinaufgehen. Einer traegt drei Boeckchen und einer drei Brote, und einer traegt einen Schlauch mit Wein. 10.4 Und sie werden dich nach deinem Wohlergehen fragen und dir zwei Brote geben, und du sollst sie von ihrer Hand annehmen. 10.5 Danach wirst du zu dem Huegel Gottes kommen, wo Wachtposten der Philister sind. Und wenn du dort in die Stadt kommst, wirst du einer Schar von Propheten begegnen, die von der Hoehe herabkommen, und vor ihnen her Harfe und Tamburin und Floete und Zither, und sie werden weissagen. 10.6 Und der Geist des HERRN wird ueber dich kommen, und du wirst mit ihnen weissagen und wirst in einen anderen Menschen umgewandelt werden. 10.7 Und es soll geschehen, wenn bei dir diese Zeichen eintreffen, so tu, was deine Hand finden wird! Denn Gott ist mit dir. 10.8 Und geh vor mir nach Gilgal hinab! Und siehe, ich werde zu dir hinabkommen, um Brandopfer zu opfern und Heilsopfer zu schlachten. Sieben Tage sollst du warten, bis ich zu dir komme und dir zu erkennen gebe, was du tun sollst. 10.9 Und es geschah, als er sich umwandte, um von Samuel wegzugehen, da gab ihm Gott ein anderes Herz. Und alle diese Zeichen trafen an demselben Tag ein. 10.10 Als sie dorthin an den Huegel kamen, siehe, da kam ihm eine Schar von Propheten entgegen. Und der Geist Gottes kam ueber ihn, dass er in ihrer Mitte weissagte. 10.11 Und es geschah, als alle, die ihn von frueher her kannten, sahen, und siehe, er weissagte mit den Propheten, da sagten die Leute zueinander: Was ist denn mit dem Sohn des Kisch geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten? 10.12 Und einer von dort antwortete und sagte: Wer ist denn ihr Vater? Daher ist es zum Sprichwort geworden: Ist Saul auch unter den Propheten? 10.13 Und als er aufgehoert hatte zu weissagen, kam er auf die Hoehe. 10.14 Und Sauls Onkel sagte zu ihm und zu seinem Knecht: Wo seid ihr hingegangen? Er antwortete: Die Eselinnen zu suchen; und als wir sahen, dass sie nirgends waren, gingen wir zu Samuel. 10.15 Da sagte der Onkel Sauls: Teile mir doch mit, was Samuel zu euch gesagt hat! 10.16 Saul antwortete seinem Onkel: Er teilte uns als ganz gewiss mit, dass die Eselinnen gefunden seien. Aber die Sache mit dem Koenigtum, wovon Samuel geredet hatte, teilte er ihm nicht mit. Sauls Wahl zum Koenig. 10.17 Und Samuel rief das Volk zusammen zum HERRN nach Mizpa. 10.18 Und er sprach zu den Soehnen Israel: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe Israel aus Aegypten heraufgefuehrt und euch aus der Hand Aegyptens errettet und aus der Hand aller Koenigreiche, die euch bedraengten. 10.19 Ihr aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus allen euren Noeten und euren Bedraengnissen errettet hat, und habt zu ihm gesagt: Einen Koenig sollst du ueber uns setzen! Nun denn, stellt euch auf vor dem HERRN nach euren Staemmen und nach euren Tausendschaften! 10.20 Und Samuel liess alle Staemme Israels herantreten. Da wurde der Stamm Benjamin [durchs Los] getroffen. 10.21 Und er liess den Stamm Benjamin nach seinen Sippen herantreten. Da wurde die Sippe Matri getroffen; da wurde Saul, der Sohn des Kisch, getroffen. Und sie suchten ihn, aber er wurde nicht gefunden. 10.22 Und sie befragten noch einmal den HERRN: Ist der Mann schon hierhergekommen? Aber der HERR antwortete: Siehe, er hat sich bei dem Tross versteckt. 10.23 Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und als er sich mitten unter das Volk stellte, da war er einen Kopf groesser als alles Volk. 10.24 Und Samuel sagte zu dem ganzen Volk: Da seht ihr, wen der HERR erwaehlt hat! Denn keiner ist ihm gleich im ganzen Volk. Da jauchzte das ganze Volk, und sie riefen: Es lebe der Koenig! 10.25 Und Samuel sagte dem Volk das Recht des Koenigtums und schrieb es in ein Buch und legte es vor den HERRN nieder. Und Samuel entliess das ganze Volk, jeden in sein Haus. 10.26 Auch Saul ging in sein Haus nach Gibea. Und mit ihm zogen die vom Heer, deren Herz Gott geruehrt hatte. 10.27 Aber einige ruchlose Leute sagten: Wie soll der uns retten? Und sie verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Aber er tat, als hoerte er es nicht. Sauls Sieg ueber die Ammoniter. \11\ 11.1 Und Nahasch, der Ammoniter, zog herauf und belagerte Jabesch in Gilead. Und alle Maenner von Jabesch sagten zu Nahasch: Schliesse einen Bund mit uns, so wollen wir dir dienstbar sein! 11.2 Aber Nahasch, der Ammoniter, antwortete ihnen: Unter der Bedingung will ich einen Bund mit euch schliessen, dass ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit Schmach ueber ganz Israel bringe. 11.3 Da sagten die Aeltesten von Jabesch zu ihm: Lass uns sieben Tage [Zeit], damit wir Boten in das ganze Gebiet Israels senden! Und wenn [dann] niemand da ist, der uns rettet, so wollen wir zu dir hinausgehen. 11.4 Da kamen die Boten nach Gibea-Saul und sagten diese Worte vor den Ohren des Volkes. Und das ganze Volk erhob seine Stimme und weinte. 11.5 Und siehe, da kam Saul vom Feld hinter den Rindern her. Und Saul fragte: Was ist mit dem Volk, dass sie weinen? Und sie berichteten ihm die Worte der Maenner von Jabesch. 11.6 Da geriet der Geist Gottes ueber Saul, als er diese Worte hoerte, und sein Zorn entbrannte sehr. 11.7 Und er nahm ein Gespann Rinder und zerstueckelte sie und sandte davon durch Boten in das ganze Gebiet Israels und liess sagen: Wer nicht hinter Saul und hinter Samuel auszieht, dessen Rindern wird es ebenso ergehen! Da fiel der Schrecken des HERRN auf das Volk, und sie zogen aus wie ein Mann. 11.8 Und er musterte sie bei Besek; und die von den Soehnen Israel waren 300 000 und die Maenner von Juda 30 000. 11.9 Und er sagte zu den Boten, die gekommen waren: So sollt ihr zu den Maennern von Jabesch in Gilead sagen: Morgen, wenn die Sonne beginnt, heiss zu scheinen, soll euch Hilfe zuteil werden. Und die Boten kamen [zurueck] und berichteten das den Maennern von Jabesch, und sie freuten sich. 11.10 Und die Maenner von Jabesch sagten: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen, dann koennt ihr uns alles tun, was gut ist in euren Augen. 11.11 Und es geschah am naechsten Tag, da stellte Saul das Volk in drei Heerhaufen auf. Und sie kamen mitten in das Lager um die Zeit der Morgenwache und schlugen Ammon bis der Tag heiss wurde. Und was uebrigblieb wurde zerstreut, so dass von ihnen nicht zwei beieinander blieben. 11.12 Da sprach das Volk zu Samuel: Wer ist es, der gesagt hat: Sollte Saul Koenig ueber uns sein? Gebt die Maenner her, dass wir sie toeten! 11.13 Aber Saul sagte: Niemand soll an diesem Tag getoetet werden, denn heute hat der HERR Rettung gegeben in Israel! 11.14 Und Samuel sagte zum Volk: Kommt und lasst uns nach Gilgal gehen und dort das Koenigtum erneuern! 11.15 Und das ganze Volk zog nach Gilgal, und sie machten dort Saul zum Koenig, vor dem HERRN in Gilgal. Und sie schlachteten dort Heilsopfer vor dem HERRN. Und Saul und alle Maenner von Israel freuten sich dort sehr. Ende des oeffentlichen Dienstes Samuels. \12\ 12.1 Und Samuel sprach zu ganz Israel: Siehe, ich habe auf eure Stimme gehoert in allem, was ihr zu mir gesagt habt, und habe einen Koenig ueber euch gesetzt. 12.2 Und nun siehe, der Koenig zieht vor euch her. Ich aber bin alt und grau geworden, und meine Soehne, siehe, sie sind bei euch. Und ich bin vor euch hergegangen von meiner Jugend an bis auf diesen Tag. 12.3 Hier bin ich, zeugt gegen mich vor dem HERRN und vor seinem Gesalbten! Wessen Rind habe ich genommen, oder wessen Esel habe ich genommen? Wen habe ich uebervorteilt? Wem habe ich Gewalt angetan? Aus wessen Hand habe ich Bestechungsgeld genommen, um [damit] meine Augen zu verhuellen? So will ich es euch zurueckgeben. 12.4 Sie aber antworteten: Du hast uns nicht uebervorteilt und uns keine Gewalt angetan und hast von niemandem irgend etwas angenommen. 12.5 Und er sagte zu ihnen: Der HERR ist Zeuge euch gegenueber, und ebenso ist sein Gesalbter heute Zeuge, dass ihr nichts in meiner Hand gefunden habt! Und sie sagten: Er ist Zeuge! 12.6 Und Samuel sprach zu dem Volk: Der HERR ist es, der Mose und Aaron eingesetzt und eure Vaeter aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt hat! 12.7 Und nun tretet her, dass ich vor dem HERRN mit euch vor Gericht trete ueber alle Wohltaten des HERRN, die er an euch und an euren Vaetern erwiesen hat! 12.8 Als Jakob nach Aegypten gekommen war, schrieen eure Vaeter zu dem HERRN um Hilfe. Und der HERR sandte Mose und Aaron, und sie fuehrten eure Vaeter aus Aegypten heraus und liessen sie in dieser Gegend wohnen. 12.9 Aber sie vergassen den HERRN, ihren Gott. Und er verkaufte sie in die Hand Siseras, des Heerobersten von Hazor, und in die Hand der Philister und in die Hand des Koenigs von Moab, und sie kaempften gegen sie. 12.10 Da schrieen sie um Hilfe zu dem HERRN und sagten: Wir haben gesuendigt, dass wir den HERRN verlassen und den Baalim und Astarot gedient haben. Nun aber errette uns aus der Hand unserer Feinde, dann wollen wir dir dienen! 12.11 Da sandte der HERR Jerubbaal, Bedan, Jeftah und Samuel und errettete euch aus der Hand eurer Feinde ringsum, so dass ihr sicher wohnen konntet. 12.12 Als ihr aber saht, dass Nahasch, der Koenig der Soehne Ammon, gegen euch zog, sagtet ihr zu mir: Nein, sondern ein Koenig soll ueber uns herrschen! - obwohl doch der HERR, euer Gott, euer Koenig ist. 12.13 Und nun siehe, da ist der Koenig, den ihr erwaehlt und den ihr erbeten habt; denn siehe, der HERR hat einen Koenig ueber euch gesetzt. 12.14 Wenn ihr den HERRN fuerchtet und ihm dient, auf seine Stimme hoert und dem Mund des HERRN nicht widerspenstig seid und wenn ihr und der Koenig, der ueber euch regiert, dem HERRN, eurem Gott, nachfolgt, [so wird der Herr mit euch sein]! 12.15 Wenn ihr aber nicht auf die Stimme des HERRN hoert und dem Mund des HERRN widerspenstig seid, so wird die Hand des HERRN gegen euch sein wie gegen eure Vaeter. 12.16 So tretet jetzt herzu und seht, was der HERR Grosses vor euren Augen tun wird! 12.17 Ist jetzt nicht die Weizenernte? Ich will den HERRN anrufen, dass er Donner und Regen sendet. Und ihr sollt erkennen und sehen, dass das Boese, das ihr [darin] begangen habt, euch einen Koenig zu erbitten, gross ist in den Augen des HERRN. 12.18 Und Samuel rief zu dem HERRN, und der HERR sandte an jenem Tag Donner und Regen. Da fuerchtete das ganze Volk den HERRN und Samuel sehr. 12.19 Und das ganze Volk sagte zu Samuel: Bitte den HERRN, deinen Gott, fuer deine Knechte, dass wir nicht sterben! Denn zu all unsern Suenden haben wir das Boese begangen, einen Koenig fuer uns zu erbitten. 12.20 Samuel aber sagte zum Volk: Fuerchtet euch nicht! Ihr habt zwar all dieses Boese begangen, doch hoert nicht auf, dem HERRN nachzufolgen, und dient dem HERRN mit eurem ganzen Herzen! 12.21 Und weicht nicht ab und folgt nicht den nichtigen [Goetzen] nach, die nichts nuetzen und nicht erretten koennen, weil sie nichtig sind! 12.22 Denn der HERR wird sein Volk um seines grossen Namens willen nicht verlassen. Denn es hat dem HERRN gefallen, euch zu seinem Volk zu machen. 12.23 Auch was mich betrifft - fern sei es von mir, dass ich mich an dem HERRN versuendigen und aufhoeren sollte, fuer euch zu bitten; sondern ich will euch den guten und richtigen Weg lehren. 12.24 Fuerchtet nur den HERRN und dient ihm in Wahrheit mit eurem ganzen Herzen! Denn seht, wie grosse Dinge er an euch getan hat! 12.25 Wenn ihr aber dennoch boese handelt, so werdet ihr und euer Koenig weggerafft werden. Krieg gegen die Philister - Sauls voreiliges Opfern - Waffenmangel in Israel. \13\ 13.1 Saul war . . . Jahre alt, als er Koenig wurde; und er regierte zwei Jahre ueber Israel. 13.2 Und Saul erwaehlte sich aus Israel dreitausend Mann: zweitausend waren bei Saul zu Michmas und auf dem Gebirge von Bethel, und tausend waren bei Jonatan in Gibea in Benjamin. Den Rest des Volkes aber entliess er, einen jeden in sein Zelt. 13.3 Und Jonatan schlug den Wachtposten der Philister, der in Gibea war, und die Philister hoerten es. Und Saul liess im ganzen Land ins Horn stossen und sprach: Die Hebraeer sollen es hoeren! 13.4 Und ganz Israel hoerte es und sagte: Saul hat den Wachtposten der Philister geschlagen, und auch Israel hat sich bei den Philistern stinkend gemacht. Da wurde das Volk hinter Saul her nach Gilgal zusammengerufen. 13.5 Auch die Philister sammelten sich zum Kampf mit Israel: 30 003 Wagen und sechstausend Gespanne und [Fuss]volk soviel wie der Sand am Ufer des Meeres. Und sie zogen herauf und lagerten sich bei Michmas, oestlich von Bet-Awen. 13.6 Als aber die Maenner von Israel sahen, dass sie in Not waren, weil das [Kriegs]volk bedraengt wurde, da versteckte sich das Volk in Hoehlen und Dornstraeuchern, in Felsen, in Gewoelben und in Zisternen. 13.7 Auch gingen Hebraeer ueber den Jordan ins Land Gad und Gilead. Saul aber war noch in Gilgal, und das ganze Volk, das ihm folgte, war voll Angst. 13.8 Und er wartete sieben Tage bis zu der von Samuel bestimmten Zeit; aber Samuel kam nicht nach Gilgal. Und das Volk [fing an], von dort oben auseinanderzulaufen. 13.9 Da sagte Saul: Bringt mir das Brandopfer und die Heilsopfer her! Und er opferte das Brandopfer. 13.10 Und es geschah, als er [eben] fertig war, das Brandopfer zu opfern, siehe, da kam Samuel. Und Saul ging hinaus, ihm entgegen, um ihm den Segensgruss zu entbieten. 13.11 Und Samuel sprach: Was hast du getan! Saul antwortete: Weil ich sah, dass das Volk von mir auseinanderlief, und du kamst nicht zur bestimmten Zeit, waehrend die Philister sich [schon] bei Michmas versammelt hatten, 13.12 da dachte ich: Jetzt werden die Philister zu mir nach Gilgal herabkommen, und ich habe das Angesicht des HERRN noch nicht gesucht. Da wagte ich es und opferte das Brandopfer. 13.13 Und Samuel sprach zu Saul: Du hast toericht gehandelt! Du hast das Gebot des HERRN, deines Gottes, nicht gehalten, das er dir geboten hat. Denn gerade jetzt haette der HERR dein Koenigtum ueber Israel fuer immer bestaetigt; 13.14 nun aber wird dein Koenigtum nicht bestehen. Der HERR hat sich einen Mann gesucht nach seinem Herzen, und der HERR hat ihn zum Fuersten ueber sein Volk bestellt; denn du hast nicht gehalten, was der HERR dir geboten hatte. 13.15 Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal hinauf nach Gibea in Benjamin. Und Saul musterte das Volk, das sich bei ihm befand, etwa sechshundert Mann. 13.16 Und Saul und sein Sohn Jonatan und das Volk, das sich bei ihm befand, lagen bei Gibea in Benjamin; die Philister aber hatten sich bei Michmas gelagert. 13.17 Da zog der Vernichtungstrupp aus dem Lager der Philister in drei Abteilungen aus: eine Abteilung wandte sich in Richtung auf Ofra, nach dem Land Schual hin, 13.18 und eine Abteilung wandte sich in Richtung auf Bet-Horon, und eine Abteilung wandte sich in Richtung auf das Gebiet, das auf das Tal Zeboim nach der Wueste hin hinausschaut. 13.19 Und es war kein Schmied im ganzen Land Israel zu finden. Denn die Philister dachten: [Wir wollen] nicht, dass die Hebraeer sich Schwert oder Speer machen! 13.20 Und ganz Israel musste zu den Philistern hinabziehen, jeder um seine Pflugschar oder seinen Spaten, sein Beil oder seine Sichel zu schaerfen. - 13.21 Das Schaerfen geschah fuer einen Zweidrittelschekel bei den Pflugscharen und bei den Spaten, bei der Gabel und bei den Beilen und um die [Rinder]stacheln geradezurichten. - 13.22 Und es geschah am Tag des Kampfes, dass weder Schwert noch Speer in der Hand des ganzen Volkes gefunden wurde, das mit Saul und mit Jonatan war; nur bei Saul und seinem Sohn Jonatan fanden sie sich vor. 13.23 Und ein Posten der Philister zog aus, auf den Pass von Michmas zu. Glaubenstat des Jonatan. \14\ 14.1 Und es geschah eines Tages, dass Jonatan, der Sohn Sauls, zu dem Waffentraeger sagte: Komm, lass uns hinuebergehen zu dem Posten der Philister, der dort drueben ist! Seinem Vater aber teilte er es nicht mit. 14.2 Und Saul sass am Rand von Gibea unter dem Granatapfelbaum, der in Migron [steht]; und das Kriegsvolk bei ihm war etwa sechshundert Mann. 14.3 Und Ahija, der Sohn Ahitubs, des Bruders Ikabods, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Elis, des Priesters des HERRN in Silo, trug das Ephod. Und das Volk hatte nicht erkannt, dass Jonatan weggegangen war. 14.4 Es waren aber zwischen den Paessen, durch die Jonatan zu dem Posten der Philister hinueberzugehen suchte, eine Felszacke auf der einen Seite und eine Felszacke auf der anderen Seite: der Name der einen war Bozez und der Name der anderen Senne. 14.5 Die eine Zacke [bildete] eine Saeule im Norden gegenueber Michmas und die andere im Sueden gegenueber Geba. 14.6 Und Jonatan sprach zu dem Waffentraeger, der seine Waffen trug: Komm, lass uns hinuebergehen zu dem Posten dieser Unbeschnittenen! Vielleicht wird der HERR etwas fuer uns tun, denn fuer den HERRN gibt es kein Hindernis, durch viele oder durch wenige zu helfen. 14.7 Und sein Waffentraeger antwortete ihm: Tu alles, was du vorhast! Geh nur hin! Siehe, ich bin mit dir in allem, was du vorhast. 14.8 Und Jonatan sagte: Siehe, wir wollen zu den Maennern hinuebergehen und uns ihnen zeigen. 14.9 Wenn sie dann zu uns sagen: Halt, bis wir zu euch gelangt sind! - so wollen wir stehenbleiben, wo wir sind, und nicht zu ihnen hinaufgehen. 14.10 Wenn sie aber so sprechen: Kommt zu uns herauf! - so wollen wir hinaufsteigen, denn der HERR hat sie in unsere Hand gegeben. Das soll uns zum Zeichen sein. 14.11 Und beide zeigten sich dem Posten der Philister. Da sprachen die Philister: Sieh an, Hebraeer kommen aus den Loechern hervor, in denen sie sich versteckt haben! 14.12 Und die Maenner der Wache riefen Jonatan und seinem Waffentraeger zu und sagten: Kommt zu uns herauf, so wollen wir es euch schon lehren! Da sagte Jonatan zu seinem Waffentraeger: Steig hinauf, mir nach! Denn der HERR hat sie in die Hand Israels gegeben. 14.13 Und Jonatan stieg auf Haenden und Fuessen hinauf und sein Waffentraeger ihm nach. Und sie fielen vor Jonatan [zu Boden], und sein Waffentraeger hinter ihm toetete sie. 14.14 So traf der erste Schlag, den Jonatan und sein Waffentraeger taten, an die zwanzig Mann, [sie fielen] etwa auf einer halben Furchen[laenge] eines Joches Acker. 14.15 Und es entstand ein Schrecken im Lager, auf dem Feld und unter dem ganzen [Kriegs]volk. Auch der Posten und die Schar, die das Land verwuesten sollte, erschraken. Und die Erde erbebte, und so entstand ein Schrecken Gottes. Sauls Sieg ueber die Philister. 14.16 Und die Waechter Sauls zu Gibea Benjamin sahen, und siehe, ein laermendes Getuemmel, das immer hin und her wogte. 14.17 Und Saul sagte zu dem Volk, das bei ihm war: Lasst doch antreten und seht, wer von uns weggegangen ist! Und sie liessen antreten, siehe, da fehlten Jonatan und sein Waffentraeger. 14.18 Da sagte Saul zu Ahija: Bring die Lade Gottes herbei! Denn die Lade Gottes war an jenem Tag unter den Soehnen Israel. 14.19 Und es geschah, waehrend Saul noch zu dem Priester redete, nahm das Getuemmel im Lager der Philister immer mehr zu; und Saul sagte zu dem Priester: Zieh deine Hand zurueck! 14.20 Und Saul und alles Volk, das bei ihm war, versammelten sich und kamen zum Kampf. Und siehe, da war das Schwert des einen gegen den andern - eine sehr grosse Verwirrung. 14.21 Und die Hebraeer waren bei den Philistern wie schon frueher; [die nun,] die mit ihnen ins Feldlager hinaufgezogen waren, auch sie wandten sich, um mit Israel zu sein, das bei Saul und Jonatan war. 14.22 Als aber alle Maenner von Israel, die sich im Gebirge Ephraim versteckt hatten, hoerten, dass die Philister flohen, setzten auch sie ihnen nach im Kampf. 14.23 So rettete der HERR Israel an demselben Tag. Und der Kampf zog sich bis ueber Bet-Awen hinaus. Sauls unbesonnener Schwur und dessen Folgen. 14.24 Als die Maenner von Israel an jenem Tag ins Gedraenge kamen, beschwor Saul das Volk und sagte: Verflucht sei jeder, der vor dem Abend etwas isst, bis ich mich an meinen Feinden geraecht habe! Und das ganze Volk kostete keine Speise. 14.25 Und das ganze Land war in die [Zeit der] Honigernte gekommen, und es gab Honig auf der Flaeche des Feldes. 14.26 Und als das Volk zu den Waben kam, siehe, da floss der Honig; aber niemand brachte [etwas davon] mit seiner Hand in seinen Mund, denn das Volk fuerchtete den Schwur. 14.27 Jonatan aber hatte nicht gehoert, dass sein Vater das Volk mit einem Schwur belegt hatte. Und er streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner Hand hatte, und tauchte sie in die Honigwabe und fuehrte seine Hand wieder zu seinem Mund, und seine Augen wurden [wieder] hell. 14.28 Einer von dem Volk aber fing an und sagte: Dein Vater hat das Volk feierlich beschworen und gesagt: Verflucht sei jeder, der heute etwas essen wird! Und so ist das Volk matt geworden. 14.29 Da antwortete Jonatan: Mein Vater bringt das Land ins Unglueck. Seht doch, wie meine Augen hell geworden sind, weil ich ein wenig von diesem Honig gekostet habe. 14.30 Wieviel mehr, wenn das Volk heute tuechtig von der Beute seiner Feinde gegessen haette, die es gefunden hat! Denn jetzt ist die Niederlage unter den Philistern nicht gross! 14.31 Und sie schlugen die Philister an jenem Tag von Michmas bis nach Ajalon. Und das Volk war sehr matt geworden. 14.32 Und das Volk fiel ueber die Beute her, und sie nahmen Schafe, Rinder und Kaelber und schlachteten sie einfach auf der Erde; und das Volk ass [das Fleisch] ueber dem Blut. 14.33 Und man berichtete es Saul und sagte: Siehe, das Volk versuendigt sich an dem HERRN, denn es isst [das Fleisch] ueber dem Blut. Und er rief: Ihr habt treulos gehandelt! Waelzt sofort einen grossen Stein her zu mir! 14.34 Und Saul sagte [weiter]: Zerstreut euch unter das Volk und sagt ihnen: Jeder soll sein Rind und sein Schaf zu mir bringen und es hier schlachten und essen, damit ihr euch nicht am HERRN versuendigt, indem ihr ueber dem Blut esst! Und in jener Nacht brachte das ganze Volk jeder eigenhaendig sein Rind; und sie schlachteten es dort. 14.35 Und Saul baute dem HERRN einen Altar. Das war der erste Altar, den er dem HERRN baute. 14.36 Und Saul sagte: Lasst uns noch in der Nacht hinabziehen, den Philistern nach, und unter ihnen pluendern, bis der Morgen hell wird, und niemand von ihnen uebriglassen! Sie antworteten: Tu alles, was in deinen Augen gut ist! Und der Priester sagte: [Erst] lasst uns hier Gott nahen! 14.37 Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? Willst du sie in die Hand Israels geben? Aber er antwortete ihm nicht an diesem Tag. 14.38 Da sagte Saul: Tretet hierher, alle Anfuehrer des Volkes, und erkennt und seht, wodurch heute diese Verschuldung geschehen ist! 14.39 Denn so wahr der HERR lebt, der Israel errettet hat, selbst wenn sie bei meinem Sohn Jonatan waere, soll er bestimmt sterben! Aber niemand aus dem ganzen Volk antwortete ihm. 14.40 Und er sprach zu ganz Israel: Ihr sollt auf der einen Seite [stehen], und ich und mein Sohn Jonatan wollen auf der anderen Seite sein. Und das Volk antwortete Saul: Tu, was in deinen Augen gut ist! 14.41 Und Saul sprach zu dem HERRN, dem Gott Israels: Gib rechten Entscheid! Da wurden Jonatan und Saul getroffen, aber das Volk ging frei aus. 14.42 Und Saul sagte: Werft das Los ueber mich und meinen Sohn Jonatan! Da wurde Jonatan getroffen. 14.43 Da sprach Saul zu Jonatan: Bekenne mir, was du getan hast! Und Jonatan bekannte ihm und sagte: Mit der Spitze des Stabes, den ich in meiner Hand hatte, habe ich nur ein wenig Honig gekostet. Siehe, ich muss sterben! 14.44 Und Saul sprach: So tue [mir] Gott und so fuege er hinzu, ja, du musst sterben, Jonatan! 14.45 Aber das Volk sagte zu Saul: Sollte Jonatan sterben, der diese grosse Rettungstat in Israel vollbracht hat? Das sei ferne! So wahr der HERR lebt! Wenn von den Haaren seines Hauptes [eins] auf die Erde faellt! Hat er doch mit Gott den Sieg errungen an diesem Tage. So loeste das Volk Jonatan aus, so dass er nicht sterben musste. 14.46 Und Saul liess von der Verfolgung der Philister ab und zog hinauf, und die Philister kehrten an ihren Wohnort zurueck. 14.47 Als Saul das Koenigtum ueber Israel erlangt hatte, kaempfte er ringsum gegen all seine Feinde, gegen Moab, gegen die Soehne Ammon und gegen Edom, gegen die Koenige von Zoba und gegen die Philister; und ueberall, wohin er sich wandte, war er siegreich. 14.48 Und er vollbrachte tapfere Taten und schlug Amalek und errettete Israel aus der Hand seines Pluenderers. 14.49 Die Soehne Sauls waren: Jonatan, Jischwi und Malkischua. Und die Namen seiner beiden Toechter waren: der Name der erstgeborenen war Merab und der Name der juengeren Michal. 14.50 Der Name der Frau Sauls war Ahinoam, eine Tochter des Ahimaaz. Der Name seines Heerobersten war Abner, ein Sohn Ners, des Onkels Sauls; 14.51 denn Kisch, der Vater Sauls, und Ner, der Vater Abners, waren Soehne Abiels. 14.52 Und der Krieg gegen die Philister war schwer alle Tage Sauls. Wenn Saul irgendeinen tapferen und kampffaehigen Mann sah, stellte er ihn in seinen Dienst. Sieg Sauls ueber Amalek, sein Ungehorsam und seine Verwerfung. \15\ 15.1 Samuel sagte zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, um dich zum Koenig ueber sein Volk, ueber Israel, zu salben. So hoere nun auf die Stimme der Worte des HERRN! 15.2 So spricht der HERR der Heerscharen: Ich habe bedacht, was Amalek Israel angetan, wie es sich ihm in den Weg gestellt hat, als [Israel] aus Aegypten heraufzog. 15.3 Nun zieh hin und schlage Amalek! Und vollstreckt den Bann an ihnen, an allem, was es hat, und verschone ihn nicht, [sondern] toete Mann und Frau, Kind und Saeugling, Rind und Schaf, Kamel und Esel! 15.4 Da rief Saul das Volk auf und musterte sie in Telem, 200 000 Mann zu Fuss und 10 000 Maenner aus Juda. 15.5 Und Saul kam bis zur Stadt der Amalekiter und legte einen Hinterhalt in das Tal. 15.6 Und Saul liess den Kenitern sagen: Geht, weicht, zieht weg von den Amalekitern, dass ich dich nicht mit ihnen wegraffe! Denn du, du hast allen Soehnen Israel Gnade erwiesen, als sie aus Aegypten heraufzogen. Da zogen die Keniter fort von Amalek. 15.7 Und Saul schlug die Amalekiter von Hawila bis nach Schur, das vor Aegypten liegt. 15.8 Und er ergriff Agag, den Koenig der Amalekiter, lebend. Und an dem ganzen Volk vollstreckte er den Bann mit der Schaerfe des Schwertes. 15.9 Aber Saul und das Volk verschonten Agag und die besten Schafe und Rinder und die [Tiere] vom zweiten Wurf und die Laemmer und alles, was wertvoll war, daran wollten sie nicht den Bann vollstrecken. Alles Vieh aber, das verachtet und schwaechlich war, daran vollstreckten sie den Bann. 15.10 Da geschah das Wort des HERRN zu Samuel: 15.11 Es reut mich, dass ich Saul zum Koenig gemacht habe; denn er hat sich von mir abgewandt und hat meine Worte nicht ausgefuehrt. Da entbrannte dem Samuel [der Zorn], und er schrie zu dem HERRN die ganze Nacht. 15.12 Und am fruehen Morgen machte Samuel sich auf, um Saul zu begegnen. Da wurde Samuel berichtet: Saul ist nach Karmel gekommen. Und siehe, er hat sich ein Siegeszeichen errichtet, und er hat sich gewandt und ist weitergegangen und nach Gilgal hinabgekommen. 15.13 Als Samuel zu Saul kam, sagte Saul zu ihm: Gesegnet seist du von dem HERRN! Ich habe das Wort des HERRN erfuellt. 15.14 Und Samuel antwortete: Was ist denn das fuer ein Bloeken von Schafen, das zu meinen Ohren kommt, und ein Bruellen von Rindern, das ich hoere? 15.15 Saul sagte: Von den Amalekitern hat man sie gebracht, denn das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder, um [sie] dem HERRN, deinem Gott, zu opfern; an den uebrigen haben wir den Bann vollstreckt. 15.16 Da sprach Samuel zu Saul: Halt ein, damit ich dir verkuende, was der HERR diese Nacht zu mir geredet hat! Und er sagte zu ihm: Rede! 15.17 Und Samuel sprach: Wurdest du nicht, als du gering in deinen Augen warst, das Oberhaupt der Staemme Israels? Und der HERR salbte dich zum Koenig ueber Israel. 15.18 Und der HERR sandte dich auf den Weg und sagte: Zieh hin und vollstrecke den Bann an den Frevlern, an Amalek und kaempfe mit ihnen, bis du sie vernichtet hast! 15.19 Warum hast du denn der Stimme des HERRN nicht gehorcht und bist ueber die Beute hergefallen und hast getan, was in den Augen des HERRN boese ist? 15.20 Und Saul antwortete Samuel: Ich habe der Stimme des HERRN gehorcht und bin den Weg gezogen, den der HERR mich gesandt hat. Ich habe Agag, den Koenig von Amalek, hergebracht und an Amalek den Bann vollstreckt. 15.21 Aber das Volk hat von der Beute genommen: Schafe und Rinder, das Beste vom Gebannten, um [es] dem HERRN, deinem Gott, in Gilgal zu opfern. 15.22 Samuel aber sprach: Hat der HERR [so viel] Lust an Brandopfern und Schlachtopfern wie daran, dass man der Stimme des HERRN gehorcht? Siehe, Gehorchen ist besser als Schlachtopfer, Aufmerken besser als das Fett der Widder. 15.23 Denn Widerspenstigkeit ist eine Suende [wie] Wahrsagerei, und Widerstreben ist wie Abgoetterei und Goetzendienst. Weil du das Wort des HERRN verworfen hast, so hat er dich auch verworfen, dass du nicht mehr Koenig sein sollst. 15.24 Saul sagte zu Samuel: Ich habe gesuendigt, dass ich den Befehl des HERRN und deine Worte uebertreten habe; denn ich fuerchtete das Volk und hoerte auf seine Stimme. 15.25 Und nun, vergib mir doch meine Suende und kehre mit mir um, dass ich den HERRN anbete! 15.26 Aber Samuel sprach zu Saul: Ich kehre nicht mit dir um. Denn du hast das Wort des HERRN verworfen, und der HERR hat dich verworfen, dass du nicht mehr Koenig ueber Israel sein sollst. 15.27 Als Samuel sich umwandte, um wegzugehen, da ergriff Saul ihn beim Zipfel seines Oberkleides, so dass er abriss. 15.28 Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat heute das Koenigtum Israels von dir abgerissen und es einem anderen gegeben, der besser ist als du. 15.29 Auch luegt der nicht, der Israels Ruhm ist, und es gereut ihn nicht. Denn nicht ein Mensch ist er, dass ihn [etwas] gereuen koennte. 15.30 Und er sprach: Ich habe gesuendigt! Aber ehre mich doch vor den Aeltesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, dass ich den HERRN, deinen Gott, anbete! 15.31 Und Samuel kehrte um [und folgte] Saul nach, und Saul betete den HERRN an. 15.32 Und Samuel sprach: Bringt Agag, den Koenig von Amalek, zu mir her! Und Agag kam widerstrebend zu ihm. Und Agag sagte: Fuerwahr, die Bitterkeit des Todes ist gewichen! 15.33 Aber Samuel sagte: Wie dein Schwert Frauen kinderlos gemacht hat, so sei [auch] deine Mutter kinderlos unter den Frauen! Und Samuel hieb Agag in Stuecke vor dem HERRN in Gilgal. 15.34 Und Samuel ging nach Rama. Saul aber zog in sein Haus hinauf nach Gibea-Saul. 15.35 Und Samuel sah Saul nicht mehr bis zum Tag seines Todes. Denn Samuel trauerte um Saul, da es den HERRN reute, dass er Saul zum Koenig ueber Israel gemacht hatte. Davids Salbung zum Koenig. \16\ 16.1 Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange willst du um Saul trauern, den ich doch verworfen habe, dass er nicht mehr Koenig ueber Israel sei? Fuelle dein Horn mit Oel und geh hin! Ich will dich zu dem Bethlehemiter Isai senden; denn ich habe mir unter seinen Soehnen einen zum Koenig ausersehen. 16.2 Und Samuel antwortete: Wie kann ich hingehen? Wenn Saul es hoert, so wird er mich umbringen. Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und sage: Ich bin gekommen, um dem HERRN zu opfern! 16.3 Und lade Isai zum Schlachtopfer, und ich werde dir zu erkennen geben, was du tun sollst! Und du sollst mir den salben, den ich dir nennen werde. 16.4 Und Samuel tat, was der HERR [ihm] gesagt hatte, und kam nach Bethlehem. Da kamen die Aeltesten der Stadt ihm aufgeregt entgegen und sagten: Bedeutet dein Kommen Friede? 16.5 Und er sprach: Ja, Friede! Ich bin gekommen, um dem HERRN ein Opfer zu bringen. Heiligt euch und kommt mit mir zum Schlachtopfer! Und er heiligte Isai und seine Soehne und lud sie zum Schlachtopfer. 16.6 Und es geschah, als sie kamen, sah er den Eliab und meinte: Gewiss, da steht sein Gesalbter vor dem HERRN! 16.7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht auf sein Aussehen und auf seinen hohen Wuchs! Denn ich habe ihn verworfen. Denn [der HERR sieht] nicht auf das, worauf der Mensch sieht. Denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist, aber der HERR sieht auf das Herz. 16.8 Da rief Isai den Abinadab und liess ihn vor Samuel voruebergehen. Aber er sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwaehlt. 16.9 Dann liess Isai Schamma voruebergehen. Er aber sprach: Auch diesen hat der HERR nicht erwaehlt. 16.10 Und Isai liess seine sieben Soehne vor Samuel voruebergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat keinen von ihnen erwaehlt. 16.11 Und Samuel fragte Isai: Sind das die jungen Leute alle? Er antwortete: Der Juengste ist noch uebrig, siehe, er weidet die Schafe. Und Samuel sagte zu Isai: Sende hin und lass ihn holen! Denn wir werden uns nicht zu Tisch setzen, bis er hierhergekommen ist. 16.12 Da sandte er hin und liess ihn holen. Und er war roetlich und hatte schoene Augen und ein gutes Aussehen. Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn! Denn der ist es! 16.13 Da nahm Samuel das Oelhorn und salbte ihn mitten unter seinen Bruedern. Und der Geist des HERRN geriet ueber David von diesem Tag an und darueber hinaus. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama. David bei Saul. 16.14 Aber der Geist des HERRN wich von Saul, und ein boeser Geist vom HERRN aengstigte ihn. 16.15 Und die Knechte Sauls sagten zu ihm: Sieh, ein boeser Geist von Gott aengstigt dich. 16.16 Unser Herr befehle seinen Knechten, die vor ihm stehen, dass sie einen Mann suchen, der die Zither zu spielen weiss. Und es wird geschehen, wenn der boese Geist von Gott ueber dich kommt, so wird er mit seiner Hand spielen, und es wird besser mit dir werden. 16.17 Und Saul sagte zu seinen Knechten: Seht euch nach einem Mann fuer mich um, der gut spielen kann, und bringt ihn zu mir! 16.18 Und einer von den jungen Maennern antwortete: Siehe, ich habe einen Sohn des Bethlehemiters Isai gesehen, der [die Zither] zu spielen weiss, ein tapferer Mann, tuechtig zum Kampf und des Wortes maechtig, von guter Gestalt, und der HERR ist mit ihm. 16.19 Da sandte Saul Boten zu Isai und liess ihm sagen: Sende deinen Sohn David zu mir, der bei den Schafen ist! 16.20 Da nahm Isai einen Esel und belud ihn mit Brot und einen Schlauch Wein und ein Ziegenboeckchen und sandte es Saul durch seinen Sohn David. 16.21 So kam David zu Saul und diente ihm. Und [Saul] gewann ihn sehr lieb, und er wurde sein Waffentraeger. 16.22 Und Saul sandte zu Isai und liess ihm sagen: Lass doch David in meinen Dienst treten, denn er hat Gunst gefunden in meinen Augen! 16.23 Und es geschah, wenn der Geist von Gott ueber Saul kam, nahm David die Zither und spielte [darauf] mit seiner Hand. Und Saul fand Erleichterung, und es ging ihm besser, und der boese Geist wich von ihm. Davids Sieg ueber Goliat. \17\ 17.1 Und die Philister sammelten ihre Heere zum Kampf und versammelten sich zu Socho in Juda und lagerten sich bei Efes-Dammim, zwischen Socho und Aseka. 17.2 Und Saul und die Maenner von Israel versammelten und lagerten sich im Terebinthental, und sie stellten sich den Philistern gegenueber in Schlachtordnung auf. 17.3 Und die Philister standen an einem Berg jenseits, und Israel stand an einem Berg diesseits, so dass das Tal zwischen ihnen war. 17.4 Und ein Vorkaempfer trat aus den Lagern der Philister heraus, sein Name war Goliat, aus Gat; seine Groesse war sechs Ellen und eine Spanne. 17.5 Und er hatte einen bronzenen Helm auf seinem Kopf und war mit einem Schuppenpanzer bekleidet. Das Gewicht des Panzers betrug 5 000 Schekel Bronze. 17.6 Und er hatte bronzene Schienen an seinen Beinen und ein bronzenes Krummschwert auf seiner Schulter. 17.7 Und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum, und die Spitze seines Speeres [wog] sechshundert Schekel Eisen. Und der Schildtraeger ging vor ihm her. 17.8 Und er stellte sich hin, rief den Schlachtreihen Israels zu und sprach zu ihnen: Wozu zieht ihr aus, um euch in Schlachtordnung aufzustellen? Bin ich nicht der Philister und ihr die Knechte Sauls? Bestimmt einen Mann von euch, dass er zu mir herabkommt! 17.9 Wenn er mit mir zu kaempfen vermag und mich erschlaegt, dann wollen wir eure Knechte sein. Wenn ich ihn aber ueberwinde und ihn erschlage, dann sollt ihr unsere Knechte sein und uns dienen. 17.10 Und der Philister sagte: Ich verhoehne heute die Schlachtreihen Israels! Gebt mir einen Mann, dass wir miteinander kaempfen! 17.11 Und Saul und ganz Israel hoerten diese Worte des Philisters, und sie waren niedergeschlagen und fuerchteten sich sehr. 17.12 David nun war der Sohn jenes Ephratiters von Bethlehem in Juda, mit Namen Isai, der acht Soehne hatte. Und der Mann war in den Tagen Sauls schon zu alt, um unter den Maennern [mit]zukommen. 17.13 Die drei aeltesten Soehne Isais aber waren mit Saul in den Krieg gezogen. Die Namen seiner drei Soehne, die in den Krieg zogen, waren: Eliab, der Erstgeborene, und der zweite Abinadab und der dritte Schamma. 17.14 Und David war der juengste, und die drei aeltesten waren Saul gefolgt. 17.15 David aber ging ab und zu von Saul weg, um die Schafe seines Vaters in Bethlehem zu weiden. - 17.16 Und der Philister trat morgens und abends heraus und stellte sich hin, vierzig Tage lang. - 17.17 Isai aber sagte zu seinem Sohn David: Nimm doch fuer deine Brueder dieses Efa geroestete Koerner und diese zehn Brote und bring sie schnell in das Lager zu deinen Bruedern! 17.18 Und diese zehn Stuecke Weichkaese bring dem Obersten ueber Tausend und erkundige dich, ob es deinen Bruedern gutgeht, und bring ein Pfand von ihnen mit! 17.19 Saul und sie und alle Maenner von Israel stehen im Terebinthental im Kampf mit den Philistern. - 17.20 Da machte sich David des Morgens frueh auf und ueberliess die Schafe einem Hueter. Er nahm und ging hin, wie Isai ihm geboten hatte, und kam zum Lagerplatz. Als das Heer aber in die Schlachtreihe ausrueckte, erhoben sie das Kampfgeschrei. 17.21 Und Israel und die Philister stellten sich auf, Schlachtreihe gegen Schlachtreihe. 17.22 David liess sein Gepaeck, das er trug, bei der Wache des Trosses und lief in die Schlachtreihe. Und er kam und fragte seine Brueder nach ihrem Wohlergehen. 17.23 Waehrend er noch mit ihnen redete, siehe, da kam der Vorkaempfer herauf, mit Namen Goliat, der Philister von Gat, aus den Schlachtreihen der Philister und redete dieselben Worte; und David hoerte es. 17.24 Als aber alle Maenner von Israel den Mann sahen, flohen sie vor ihm und fuerchteten sich sehr. 17.25 Und die Maenner von Israel sagten: Habt ihr diesen Mann gesehen, wie er heraufkommt? Denn er kommt nur herauf, um Israel zu verhoehnen. Und es soll geschehen, wer immer ihn erschlaegt, den will der Koenig sehr reich belohnen. Und er will ihm seine Tochter geben und will das Haus seines Vaters [von Abgaben] freimachen in Israel. 17.26 Da sagte David zu den Maennern, die bei ihm standen: Was soll mit dem Mann geschehen, der diesen Philister da erschlaegt und die Schande von Israel abwendet? Wer ist denn dieser unbeschnittene Philister da, der die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhoehnt? 17.27 Und das Volk antwortete ihm wie vorher: So [und so] soll dem Mann geschehen, der ihn erschlaegt. 17.28 Und Eliab, sein aeltester Bruder, hoerte zu, als er mit den Maennern redete. Und der Zorn Eliabs entbrannte ueber David, und er sagte: Warum bist du ueberhaupt hergekommen? Und wem hast du jene paar Schafe in der Wueste ueberlassen? Ich erkenne deine Vermessenheit wohl und die Bosheit deines Herzens; denn du bist [ja nur] hergekommen, um dem Kampf zuzusehen. 17.29 Und David antwortete: Was habe ich denn getan? Ist es nicht der Muehe wert? 17.30 Und er wandte sich von ihm ab, einem andern zu, und wiederholte die Frage; und das Volk gab ihm dieselbe Antwort wie vorher. 17.31 Und die Worte, die David geredet hatte, wurden bekannt. Und man meldete sie Saul; und der liess ihn holen. 17.32 Und David sagte zu Saul: Niemand lasse seinetwegen den Mut sinken! Dein Knecht will hingehen und mit diesem Philister kaempfen. 17.33 Aber Saul sagte zu David: Du kannst nicht zu diesem Philister gehen, um mit ihm zu kaempfen. Denn du bist ein junger Mann, er aber ist ein Kriegsmann von seiner Jugend auf. 17.34 Da sagte David zu Saul: Dein Knecht weidete die Schafe fuer seinen Vater. Wenn dann ein Loewe oder ein Baer kam und ein Schaf von der Herde wegtrug, 17.35 so lief ich ihm nach und schlug auf ihn ein und entriss es seinem Rachen. Erhob er sich gegen mich, so ergriff ich ihn bei seinem Bart, schlug ihn und toetete ihn. 17.36 So hat dein Knecht den Loewen und den Baeren erschlagen. Und diesem unbeschnittenen Philister soll es genauso ergehen wie einem von ihnen, weil er die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhoehnt hat! 17.37 Und David fuhr fort: Der HERR, der mich aus den Klauen des Loewen und aus den Klauen des Baeren errettet hat, der wird mich auch aus der Hand dieses Philisters erretten. Und Saul sagte zu David: Geh hin, der HERR sei mit dir! 17.38 Und Saul legte David seine Ruestung an und setzte einen bronzenen Helm auf sein Haupt und zog ihm einen Schuppenpanzer an. 17.39 Und David guertete Sauls Schwert ueber seine Ruestung und wollte damit gehen, denn er hatte es [noch] nie versucht. Da sagte David zu Saul: Ich kann nicht damit gehen, denn ich habe es nie versucht. Und David legte sie wieder ab. 17.40 Und er nahm seinen Stab in seine Hand und waehlte fuenf glatte Steine aus dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die ihm als Schleudertasche [diente], und [nahm] seine Schleuder in seine Hand und ging dem Philister entgegen. 17.41 Und der Philister ging und kam David immer naeher, und der Mann, der den Schild trug, [ging] vor ihm her. 17.42 Als aber der Philister hinschaute und David sah, verachtete er ihn, weil er noch jung war, und er war roetlich und schoen von Aussehen. 17.43 Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, dass du mit Stoecken zu mir kommst? Und der Philister fluchte David bei seinen Goettern. 17.44 Der Philister sagte zu David: Komm her zu mir, dass ich dein Fleisch den Voegeln des Himmels und den Tieren des Feldes gebe! 17.45 Und David antwortete dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, Lanze und Krummschwert. Ich aber komme zu dir mit dem Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, den du verhoehnt hast. 17.46 Heute wird der HERR dich in meine Hand ausliefern, und ich werde dich erschlagen und dir den Kopf abhauen. Und die Leichen des Heeres der Philister werde ich heute noch den Voegeln des Himmels und den wilden Tieren der Erde geben. Und die ganze Erde soll erkennen, dass Israel einen Gott hat. 17.47 Und diese ganze Versammlung soll erkennen, dass der HERR nicht durch Schwert oder Speer errettet. Denn des HERRN ist der Kampf, und er wird euch in unsere Hand geben! 17.48 Und es geschah, als der Philister sich aufmachte und naeher an David herankam, da lief David eilends von der Schlachtreihe aus dem Philister entgegen. 17.49 Und David griff mit seiner Hand in die Tasche und nahm einen Stein heraus, und er schleuderte und traf den Philister an seine Stirn. Und der Stein drang ihm in die Stirn ein, und er fiel auf sein Gesicht zur Erde. 17.50 So ueberwand David mit der Schleuder und mit dem Stein den Philister, und er traf den Philister und toetete ihn. David aber hatte kein Schwert in der Hand. 17.51 Und David lief und trat zu dem Philister und nahm dessen Schwert, zog es aus seiner Scheide und toetete ihn [vollends] und hieb ihm den Kopf damit ab. Als aber die Philister sahen, dass ihr staerkster Mann tot war, flohen sie. 17.52 Und die Maenner von Israel und Juda machten sich auf und erhoben das Kriegsgeschrei und jagten den Philistern nach bis nach Gat und bis an die Tore von Ekron. Und die Erschlagenen der Philister fielen auf dem Weg von Schaarajim bis Gat und Ekron. 17.53 Und die Soehne Israel kehrten von der Verfolgung der Philister zurueck und pluenderten deren Lager. 17.54 Und David nahm den Kopf des Philisters und brachte ihn nach Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Zelt. 17.55 Als aber Saul sah, wie David dem Philister entgegenging, sagte er zu Abner, dem Heerobersten: Wessen Sohn ist doch dieser junge Mann, Abner? Und Abner antwortete: So wahr du lebst, Koenig, ich weiss es nicht! 17.56 Und der Koenig befahl: Frage, wessen Sohn der junge Mann ist! 17.57 Als David zurueckkehrte, nachdem er den Philister erschlagen hatte, nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul; und er hatte den Kopf des Philisters in seiner Hand. 17.58 Und Saul fragte ihn: Wessen Sohn bist du, junger Mann? David antwortete: Der Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiters. Davids Freundschaft mit Jonatan - Sauls Eifersucht auf David. \18\ 18.1 Und es geschah, als er aufgehoert hatte, mit Saul zu reden, verband sich die Seele Jonatans mit der Seele Davids; und Jonatan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele. 18.2 Und Saul nahm ihn an jenem Tag zu sich und liess ihn nicht [wieder] in das Haus seines Vaters zurueckkehren. 18.3 Und Jonatan und David schlossen einen Bund, weil er ihn liebhatte wie seine eigene Seele. 18.4 Und Jonatan zog das Oberkleid aus, das er anhatte, und gab es David, und seinen Waffenrock und sogar sein Schwert, seinen Bogen und seinen Guertel. 18.5 Und David zog [in den Kampf]. Und wohin immer Saul ihn sandte, hatte er Erfolg. Und Saul setzte ihn ueber die Kriegsleute. Und er war beliebt bei dem ganzen Volk und auch bei den Knechten Sauls. 18.6 Und es geschah, als sie heimkamen, als David vom Sieg ueber den Philister zurueckkehrte, zogen die Frauen aus allen Staedten Israels zu Gesang und Reigen dem Koenig Saul entgegen mit Tamburinen, mit Jubel und mit Triangeln. 18.7 Und die Frauen tanzten, sangen und riefen: Saul hat seine Tausende erschlagen und David seine Zehntausende. 18.8 Da ergrimmte Saul sehr. Und diese Sache war in seinen Augen boese, und er sagte: Sie haben David Zehntausende gegeben, und mir haben sie [nur] die Tausende gegeben; es [fehlt] ihm nur noch das Koenigtum. 18.9 Und Saul sah neidisch auf David von jenem Tag an und hinfort. 18.10 Und es geschah am folgenden Tag, dass ein boeser Geist von Gott ueber Saul kam, und er geriet im Innern des Hauses in Raserei. David aber spielte [die Zither] mit seiner Hand, wie [er] taeglich [zu tun pflegte], und Saul hatte einen Speer in seiner Hand. 18.11 Und Saul warf den Speer und dachte: Ich will David an die Wand spiessen! Aber David wich ihm zweimal aus. 18.12 Und Saul fuerchtete sich vor David; denn der HERR war mit ihm. Aber von Saul war er gewichen. 18.13 Und Saul entfernte [David] aus seiner Umgebung und setzte ihn zum Obersten ueber Tausend; und er zog aus und ein vor dem [Kriegs]volk her. 18.14 Und David hatte Erfolg auf allen seinen Wegen, und der HERR war mit ihm. 18.15 Und als Saul sah, dass [David] so grossen Erfolg hatte, scheute er sich vor ihm. 18.16 Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb, denn er zog aus und ein vor ihnen her. 18.17 Und Saul sagte zu David: Siehe, meine aelteste Tochter Merab will ich dir zur Frau geben. Sei mir nur ein tapferer Mann und fuehre die Kriege des HERRN! Saul aber dachte: Meine Hand soll nicht gegen ihn sein, sondern die Hand der Philister soll gegen ihn sein. 18.18 Und David antwortete Saul: Wer bin ich, und was ist meine Familie und die Sippe meines Vaters in Israel, dass ich des Koenigs Schwiegersohn werden soll? 18.19 Und es geschah zu der Zeit, als Merab, die Tochter Sauls, David gegeben werden sollte, wurde sie Adriel, dem Meholatiter, gegeben. 18.20 Aber Michal, die Tochter Sauls, liebte David. Das berichtete man Saul, und es war ihm recht. 18.21 Und Saul sagte: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zur Falle wird und die Hand der Philister gegen ihn ist. Und Saul sagte zu David: Zum zweiten Mal sollst du heute mein Schwiegersohn werden. 18.22 Und Saul befahl seinen Knechten: Redet im geheimen zu David und sagt: Siehe, der Koenig hat Gefallen an dir, und alle seine Knechte haben dich lieb. So werde nun des Koenigs Schwiegersohn! 18.23 Und die Knechte Sauls redeten diese Worte vor den Ohren Davids. David aber sagte: Ist es ein Geringes in euren Augen, des Koenigs Schwiegersohn zu werden? Ich bin nur ein armer und geringer Mann. 18.24 Und die Knechte Sauls berichteten es ihm und sagten: So hat David geredet. 18.25 Da sagte Saul: So sollt ihr zu David sagen: Der Koenig fordert keine andere Heiratsgabe als hundert Vorhaeute der Philister, um an den Feinden des Koenigs Vergeltung zu ueben. Saul aber gedachte, David durch die Hand der Philister zu Fall zu bringen. 18.26 Und seine Knechte berichteten David diese Worte, und es war in den Augen Davids recht, des Koenigs Schwiegersohn zu werden. Und noch waren die Tage nicht vollendet, 18.27 da machte sich David auf und zog hin, er und seine Maenner, und erschlug zweihundert Mann unter den Philistern. Und David brachte ihre Vorhaeute, und man lieferte sie dem Koenig vollzaehlig ab, damit er des Koenigs Schwiegersohn werde. Da gab Saul ihm seine Tochter Michal zur Frau. 18.28 Und Saul sah und erkannte, dass der HERR mit David war, dass Michal, die Tochter Sauls, ihn liebte. 18.29 Da fuerchtete Saul sich noch mehr vor David. Und Saul wurde fuer immer Davids Feind. 18.30 Die Obersten der Philister zogen aus. Und es geschah, sooft sie auszogen, hatte David mehr Erfolg als alle Knechte Sauls. Und sein Name wurde sehr beruehmt. Sauls Hass auf David - Jonatans Eintreten fuer David. \19\ 19.1 Saul nun redete mit seinem Sohn Jonatan und mit all seinen Knechten, dass er David toeten wolle. Jonatan aber, der Sohn Sauls, hatte grossen Gefallen an David. 19.2 Und Jonatan berichtete es David und sagte: Mein Vater Saul sucht dich zu toeten. Nun huete dich doch morgen und bleibe im Versteck sitzen und verbirg dich! 19.3 Ich aber will hinausgehen und mich auf dem Feld neben meinen Vater stellen, wo du bist, und ich will mit meinem Vater ueber dich reden und sehen, wie es steht, und es dir berichten. 19.4 Und Jonatan redete mit seinem Vater Saul Gutes von David und sagte zu ihm: Der Koenig versuendige sich nicht an seinem Knecht, an David! Denn er hat sich nicht an dir versuendigt, und seine Taten sind dir sehr nuetzlich. 19.5 Er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister erschlagen, und der HERR hat ganz Israel einen grossen Sieg verschafft. Du hast es gesehen und dich [darueber] gefreut. Warum willst du dich an unschuldigem Blut versuendigen, dass du David ohne Ursache toetest? 19.6 Und Saul hoerte auf die Stimme Jonatans, und Saul schwor: So wahr der HERR lebt, wenn er getoetet wird! 19.7 Da rief Jonatan David, und Jonatan berichtete ihm alle diese Worte. Und Jonatan brachte David zu Saul, und er diente ihm wie frueher. Erneuter Mordversuch Sauls an David - Davids Flucht zu Samuel. 19.8 Und es kam wieder zum Krieg. David zog aus und kaempfte gegen die Philister und brachte ihnen eine grosse Niederlage bei, so dass sie vor ihm flohen. 19.9 Und ein boeser Geist von dem HERRN kam ueber Saul, als er in seinem Haus sass, seinen Speer in seiner Hand. David aber spielte [auf der Zither]. 19.10 Und Saul suchte David mit dem Speer an die Wand zu spiessen. Aber er wich aus vor Saul, so dass er den Speer in die Wand stiess. Und David floh und entrann in jener Nacht. 19.11 Da sandte Saul Boten in das Haus Davids, um ihn zu bewachen und ihn [dann] am Morgen zu toeten. Aber seine Frau Michal teilte es David mit: Wenn du nicht in dieser Nacht dein Leben rettest, dann wirst du morgen umgebracht werden. 19.12 Und Michal liess David durchs Fenster hinab. Und er eilte fort, floh und entrann. 19.13 Und Michal nahm den Teraphim und legte ihn aufs Bett und legte ein Geflecht von Ziegenhaar an sein Kopfende und bedeckte ihn mit einem Tuch. 19.14 Und Saul sandte Boten, um David zu holen. Und sie sagte: Er ist krank. 19.15 Da sandte Saul noch einmal Boten, nach David zu sehen, und sagte: Bringt ihn im Bett zu mir herauf, damit ich ihn toete! 19.16 Und die Boten kamen, und siehe, der Teraphim [lag] im Bett, und das Geflecht von Ziegenhaar an seinem Kopfende. 19.17 Da sagte Saul zu Michal: Warum hast du mich so betrogen und meinen Feind entfliehen lassen, dass er entrinnen konnte? Und Michal antwortete Saul: Er sagte zu mir: Lass mich gehen, sonst toete ich dich! 19.18 David aber war geflohen und hatte sich gerettet. Und er kam zu Samuel nach Rama und berichtete ihm alles, was Saul ihm angetan hatte. Dann ging er mit Samuel, und sie wohnten in Najot. 19.19 Und es wurde Saul berichtet: Siehe, David ist in Najot in Rama. 19.20 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Als sie aber die Schar der Propheten, die weissagten, sahen und Samuel dabeistehen, wie er sie leitete, kam der Geist Gottes ueber die Boten Sauls, und auch sie weissagten. 19.21 Und man berichtete es Saul, und er sandte andere Boten, und auch die weissagten. Und Saul sandte zum dritten Mal Boten, und auch sie weissagten. 19.22 Da ging auch er nach Rama und kam an die grosse Zisterne, die in Sechu ist. Und er fragte: Wo sind Samuel und David? Man antwortete [ihm]: Siehe, in Najot in Rama. 19.23 Und er ging von dort nach Najot in Rama. Und auch ueber ihn kam der Geist Gottes, und er ging daher und weissagte, bis er in Najot in Rama ankam. 19.24 Und auch er zog seine Oberkleider aus, und auch er weissagte vor Samuel, und er fiel hin [und lag] nackt [da] den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher sagt man: Ist auch Saul unter den Propheten? David und Jonatan - Sauls bleibende Mordabsichten - Davids endgueltige Flucht. \20\ 20.1 Und David floh von Najot in Rama. Und er kam und sagte vor Jonatan: Was habe ich getan? Was ist meine Schuld, und was ist mein Vergehen gegen deinen Vater, dass er mir nach dem Leben trachtet? 20.2 Und er antwortete ihm: Das sei ferne! Du sollst nicht sterben. Siehe, mein Vater tut nichts, weder Grosses noch Kleines, ohne dass er mir etwas davon sagt. Warum sollte mein Vater diese Sache vor mir verbergen? Es ist nicht so. 20.3 David aber schwor dazu und sprach: Dein Vater hat wohl erkannt, dass ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, darum denkt er: Jonatan soll das nicht erkennen, damit er nicht bekuemmert ist. Jedoch, so wahr der HERR lebt und so wahr du lebst: Nur ein Schritt ist zwischen mir und dem Tod! 20.4 Und Jonatan sagte zu David: Was du begehrst, das will ich fuer dich tun. 20.5 Und David entgegnete Jonatan: Siehe, morgen ist Neumond, da sollte ich eigentlich mit dem Koenig zu Tisch sitzen. Lass mich gehen, dass ich mich auf dem Feld verberge bis zum Abend des dritten Tages! 20.6 Wenn dein Vater mich dann vermissen sollte, so sage: David hat es sich dringend von mir erbeten, nach Bethlehem, seiner Stadt, laufen [zu duerfen]; denn dort ist das Jahresopfer fuer die ganze Familie. 20.7 Wenn er dann sagt: `Es ist recht', so steht es gut um deinen Knecht. Ergrimmt er aber, so erkenne, dass Boeses bei ihm beschlossen ist. 20.8 Erweise denn nun Gnade an deinem Knecht, denn du hast mich mit dir in den Bund des HERRN treten lassen! Wenn aber eine Schuld bei mir vorliegt, so toete du mich! Denn warum willst du mich zu deinem Vater bringen? 20.9 Jonatan antwortete: Das sei fern von dir! Denn wenn ich sicher erkannt habe, dass es bei meinem Vater beschlossen ist, Boeses ueber dich zu bringen, sollte ich es dir dann nicht berichten? 20.10 Und David sagte zu Jonatan: Wer soll es mir berichten, wenn dein Vater dir eine harte Antwort gibt? 20.11 Jonatan sagte zu David: Komm, lass uns aufs Feld hinausgehen! Und sie gingen beide hinaus aufs Feld. 20.12 Und Jonatan sagte zu David: Der HERR, der Gott Israels, [ist Zeuge], dass ich meinen Vater morgen [oder] uebermorgen um diese Zeit ausforsche. Und siehe, [steht es] gut um David, und ich sende dann nicht zu dir und enthuelle es deinem Ohr, 20.13 dann tue der HERR dem Jonatan [das an] und fuege so hinzu! Wenn es aber meinem Vater gefaellt, Boeses ueber dich [zu bringen], dann werde ich es deinem Ohr enthuellen und dich ziehen lassen, dass du in Frieden weggehen kannst. Und der HERR sei mit dir, wie er mit meinem Vater gewesen ist! 20.14 Und nicht nur solange ich noch lebe, und nicht nur an mir erweise die Gnade des HERRN, dass ich nicht sterbe, 20.15 sondern auch meinem Haus entziehe niemals deine Gnade, auch dann nicht, wenn der HERR die Feinde Davids Mann fuer Mann vom Erdboden vertilgen wird! 20.16 Da schloss Jonatan mit dem Haus Davids [einen Bund] [und sprach]: Der HERR fordere es von der Hand der Feinde Davids! 20.17 Und Jonatan liess nun auch David bei seiner Liebe zu ihm schwoeren. Denn er liebte ihn, wie er seine [eigene] Seele liebte. 20.18 Und Jonatan sagte zu ihm: Morgen ist Neumond. Da wird man dich vermissen, wenn dein Platz leer bleibt. 20.19 Am dritten Tag aber steig schnell herunter! Du aber komm an den Ort, wo du dich am Tag der Tat verborgen hattest, und setz dich neben den Steinhaufen! 20.20 Ich aber werde drei Pfeile nach seiner Seite abschiessen, als ob ich nach einem Ziel schiessen wuerde. 20.21 Und siehe, ich werde den Jungen hinschicken: Geh hin, such die Pfeile! Wenn ich ausdruecklich zu dem Jungen sage: Siehe, die Pfeile sind von dir herwaerts, hole sie! - so komm! Denn es steht gut um dich, und es besteht keine Gefahr, so wahr der HERR lebt. 20.22 Wenn ich aber so zu dem jungen Mann sage: Siehe, die Pfeile sind von dir hinwaerts! - so geh! Denn der HERR schickt dich weg. 20.23 Das Wort aber, das wir miteinander geredet haben, ich und du, siehe, der HERR ist [Zeuge] zwischen mir und dir auf ewig. 20.24 Und David verbarg sich auf dem Feld. Und als es Neumond wurde, setzte sich der Koenig zu Tisch, um zu essen. 20.25 Und der Koenig setzte sich auf seinen Platz wie vorher, auf den Platz an der Wand. Als nun Jonatan sich erhob, sass [nur noch] Abner an der Seite Sauls. Der Platz Davids blieb leer. 20.26 Saul aber sagte nichts an diesem Tag, denn er dachte: Es ist ihm etwas widerfahren. Er ist nicht rein, gewiss, er ist nicht rein. 20.27 Und es geschah am anderen Tag des Neumonds, dem zweiten, als der Platz Davids wieder leer blieb, da sagte Saul zu seinem Sohn Jonatan: Warum ist der Sohn Isais gestern und heute nicht zum Essen gekommen? 20.28 Jonatan antwortete Saul: David hat es sich dringend von mir erbeten, nach Bethlehem [gehen zu duerfen], 20.29 und sagte: Lass mich doch gehen! Denn wir haben ein Familienopfer in der Stadt, und mein Bruder selbst hat es mir geboten. Und nun, wenn ich Gunst in deinen Augen gefunden habe, so lass mich doch gehen, dass ich meine Brueder sehe! Darum ist er nicht an den Tisch des Koenigs gekommen. 20.30 Da entbrannte der Zorn Sauls ueber Jonatan, und er sagte zu ihm: Du Sohn einer entarteten [Mutter]! Ich habe wohl erkannt, dass du den Sohn Isais erkoren hast, dir und deiner Mutter, die dich geboren hat, zur Schande. 20.31 Denn all die Tage, die der Sohn Isais auf Erden lebt, wirst weder du noch deine Koenigsherrschaft Bestand haben. Und nun schicke hin und lass ihn zu mir bringen, denn er ist ein Kind des Todes! 20.32 Und Jonatan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er sterben? Was hat er getan? 20.33 Da schleuderte Saul den Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren. Und Jonatan erkannte, dass es bei seinem Vater fest beschlossen war, David zu toeten. 20.34 Jonatan stand vom Tisch in gluehendem Zorn auf und ass am zweiten Tag des Neumonds keine Speise. Denn er war bekuemmert um David, weil sein Vater ihn beschimpft hatte. 20.35 Und es geschah am Morgen, da ging Jonatan aufs Feld hinaus, an den Ort, den er mit David verabredet hatte; und ein kleiner Junge war mit ihm. 20.36 Und er sagte zu seinem Jungen: Lauf und such die Pfeile, die ich abschiesse! Waehrend der Junge hinlief, schoss er den Pfeil ueber ihn hinaus. 20.37 Und als der Junge an die Stelle kam, wohin Jonatan den Pfeil abgeschossen hatte, rief Jonatan dem Jungen nach und sprach: Liegt der Pfeil nicht noch jenseits von dir? 20.38 Und Jonatan rief hinter dem Jungen her: Schnell, eile und bleib nicht stehen! Und der Junge Jonatans hob den Pfeil auf und brachte [ihn] zu seinem Herrn. 20.39 Der Junge aber wusste von nichts; nur Jonatan und David wussten um die Sache. 20.40 Und Jonatan gab dem Jungen, den er bei sich hatte, seine Waffen und sagte zu ihm: Geh, bring sie in die Stadt! 20.41 Als der Junge weggegangen war, stand David hinter dem Steinhaufen auf und fiel auf sein Gesicht zur Erde und beugte sich dreimal nieder. Und sie kuessten einander und weinten miteinander, David aber am allermeisten. 20.42 Und Jonatan sagte zu David: Geh hin in Frieden! Was wir beide im Namen des HERRN geschworen haben, [dafuer] wird der HERR zwischen mir und dir und zwischen meinen Nachkommen und deinen Nachkommen auf ewig [Zeuge] sein. \21\ 21.1 Und David machte sich auf und ging weg. Jonatan aber ging [zurueck] in die Stadt. Hilfe fuer David bei den Priestern von Nob. 21.2 Und David kam nach Nob, zum Prister Ahimelech. Und Ahimelech kam David aufgeregt entgegen und sagte zu ihm: Warum kommst du allein, und niemand ist bei dir? 21.3 Und David antwortete dem Priester Ahimelech: Der Koenig hat mir eine Sache geboten und sagte zu mir: Niemand soll irgend etwas von der Sache wissen, in der ich dich sende und die ich dir geboten habe. Die Leute aber habe ich an den und den Ort beschieden. 21.4 Und nun, was hast du zur Hand? Gib [mir] fuenf Brote in meine Hand oder was sich [sonst] vorfindet! 21.5 Und der Priester antwortete David und sagte: Ich habe kein gewoehnliches Brot zur Hand, sondern nur heiliges Brot ist da. Wenn sich nur die Leute der Frau enthalten haben! 21.6 David antwortete dem Priester und sagte zu ihm: Ja, denn eine Frau ist uns seit gestern und vorgestern, als ich auszog, versagt [gewesen]. Und die Leiber der Leute sind heilig. War das [noch] ein gewoehnliches Unternehmen, wieviel mehr werden sie heute an ihrem Leib heilig sein! 21.7 Da gab ihm der Priester von dem heiligen Brot. Denn dort war kein anderes Brot als nur das Schaubrot, das vor dem HERRN nur weggenommen wird, wenn frisches Brot hingelegt wird an dem Tag, da man es wegnimmt. 21.8 - Es war aber dort an jenem Tag ein Mann von den Knechten Sauls, eingeschlossen vor dem HERRN, mit Namen Doeg, der Edomiter; er war Aufseher ueber die Hirten Sauls. - 21.9 Und David sagte zu Ahimelech: Ist nicht hier unter deiner Hand ein Speer oder ein Schwert? Denn ich habe mein Schwert und meine Waffen nicht mit mir genommen, weil die Sache des Koenigs dringend war. 21.10 Und der Priester sagte: Das Schwert des Philisters Goliat, den du im Terebinthental erschlagen hast, siehe, es ist in ein Oberkleid gewickelt hinter dem Ephod. Wenn du dir das nehmen willst, so nimm es! Denn ausser diesem ist kein anderes da. Und David erwiderte: Seinesgleichen gibt es nicht. Gib es mir! Davids Flucht nach Gat und nach Juda. 21.11 Und David machte sich auf und floh an diesem Tag vor Saul und kam zu Achisch, dem Koenig von Gat. 21.12 Und die Knechte des Achisch sagten zu ihm: Ist das nicht David, der Koenig des Landes? Haben sie nicht von ihm bei Reigentaenzen gesungen: Saul hat seine Tausende erschlagen, David aber seine Zehntausende? 21.13 David nahm sich diese Worte zu Herzen und fuerchtete sich sehr vor Achisch, dem Koenig von Gat. 21.14 Und er stellte sich wahnsinnig vor ihren Augen und tobte unter ihren Haenden, und er kritzelte an die Fluegel des Tores und liess seinen Speichel in seinen Bart fliessen. 21.15 Da sagte Achisch zu seinen Knechten: Siehe, ihr seht, dass der Mann wahnsinnig ist. Warum bringt ihr ihn zu mir? 21.16 Fehlt es mir an Wahnsinnigen, dass ihr diesen hergebracht habt, bei mir zu toben? Sollte der in mein Haus kommen? \22\ 22.1 Und David ging von dort weg und entkam in die Hoehle Adullam. Und als seine Brueder und das ganze Haus seines Vaters das hoerten, kamen sie zu ihm dorthin herab. 22.2 Und es sammelten sich um ihn lauter Bedraengte und solche, die verschuldet waren, und andere mit erbittertem Gemuet. Und er wurde ihr Anfuehrer. Und es waren bei ihm etwa vierhundert Mann. 22.3 Und David ging von da nach Mizpe in Moab und sagte zum Koenig von Moab: Lass doch meinen Vater und meine Mutter bei euch wohnen, bis ich erkannt habe, was Gott mit mir tun wird! 22.4 Und er brachte sie vor den Koenig von Moab, und sie wohnten bei ihm, solange David auf der Bergfeste war. 22.5 Und der Prophet Gad sagte zu David: Bleib nicht auf der Bergfeste! Geh hin und begib dich in das Land Juda! Und David ging weg und kam nach Jaar-Heret. Sauls Rache an den Priestern von Nob. 22.6 Und Saul hoerte, dass David und die Maenner, die bei ihm waren, entdeckt worden seien. Saul aber sass in Gibea unter der Tamariske auf der Hoehe, seinen Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen bei ihm. 22.7 Da sagte Saul zu seinen Knechten, die um ihn standen: Hoert doch, ihr Benjaminiter! Wird der Sohn Isais euch allen auch Felder und Weinberge geben, euch alle zu Anfuehrern ueber Tausend und zu Anfuehrern ueber Hundert machen, 22.8 dass ihr euch alle gegen mich verschworen habt? Und da ist keiner, der es meinem Ohr eroeffnet, dass mein Sohn einen Bund mit dem Sohn Isais geschlossen hat, und keiner ist unter euch, der sich um mich graemt und es meinem Ohr eroeffnet haette, dass mein Sohn meinen Knecht als Verraeter gegen mich aufgewiegelt hat, wie es heute [offenkundig] ist! 22.9 Da antwortete der Edomiter Doeg, der bei den Knechten Sauls stand, und sagte: Ich sah den Sohn Isais, wie er nach Nob kam zu Ahimelech, dem Sohn Ahitubs. 22.10 Der befragte den HERRN fuer ihn und gab ihm Verpflegung, und das Schwert des Philisters Goliat gab er ihm auch. 22.11 Da sandte der Koenig hin und liess den Priester Ahimelech, den Sohn Ahitubs, rufen sowie das ganze Haus seines Vaters, [alle] Priester in Nob. Und sie kamen alle zum Koenig. 22.12 Und Saul sagte: Hoere doch, Sohn Ahitubs! Er antwortete: Hier bin ich, mein Herr! 22.13 Und Saul sagte zu ihm: Warum habt ihr euch gegen mich verschworen, du und der Sohn Isais, dass du ihm Brot und ein Schwert gegeben und Gott fuer ihn befragt hast, damit er als Verraeter an mir auftreten kann, wie es heute [offenkundig] ist? 22.14 Ahimelech antwortete dem Koenig und sprach: Wer unter all deinen Knechten ist wie David: treu, Schwiegersohn des Koenigs, dazu Anfuehrer deiner Leibwache und geehrt in deinem Haus? 22.15 Habe ich erst heute angefangen, Gott fuer ihn zu befragen? Das sei fern von mir! Der Koenig lege solches seinem Knecht nicht zur Last, [auch nicht] dem ganzen Haus meines Vaters! Denn dein Knecht hat von alldem nichts gewusst, weder Kleines noch Grosses. 22.16 Aber der Koenig sagte: Sterben musst du, Ahimelech, du und das ganze Haus deines Vaters! 22.17 Und der Koenig sagte zu den Leibwaechtern, die um ihn standen: Tretet her und toetet die Priester des HERRN, weil auch ihre Hand mit David ist und weil sie wussten, dass er auf der Flucht war und es mir nicht zu Ohren gebracht haben. Aber die Knechte des Koenigs wollten ihre Hand nicht an die Priester des HERRN legen, um sie niederzumachen. 22.18 Da sprach der Koenig zu Doeg: Tritt du heran und mache die Priester nieder! Und Doeg, der Edomiter, trat heran und er machte die Priester nieder, und er toetete an diesem Tag 85 Mann, die das leinene Ephod trugen. 22.19 Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schaerfe des Schwertes, Mann und Frau, Kind und Saeugling, Rind und Esel und Schafe, mit der Schaerfe des Schwertes. 22.20 Und es entkam ein Sohn Ahimelechs, des Sohnes Ahitubs, mit Namen Abjatar, und floh zu David. 22.21 Abjatar berichtete David, dass Saul die Priester des HERRN umgebracht habe! 22.22 Da sagte David zu Abjatar: Ich wusste [schon] an jenem Tag, weil der Edomiter Doeg dort war, dass er es Saul sicher berichten wuerde. Ich bin schuldig am Tod aller aus dem Haus deines Vaters. 22.23 Bleibe bei mir, fuerchte dich nicht! Denn wer nach meinem Leben trachtet, trachtet auch nach deinem. Bei mir bist du in Sicherheit. David rettet Keila - Seine Flucht in die Wueste Sif - Letzte Begegnung mit Jonatan. \23\ 23.1 Und man berichtete David: Siehe, die Philister kaempfen gegen Keila und pluendern die Tennen. 23.2 Da befragte David den HERRN und sagte: Soll ich hinziehen und diese Philister schlagen? Und der HERR sprach zu David: Zieh hin und schlage die Philister und rette Keila! 23.3 Aber die Maenner Davids sagten zu ihm: Siehe, wir fuerchten uns [schon] hier in Juda, und wie sollten wir gar nach Keila gegen die Schlachtreihen der Philister ziehen? 23.4 Da befragte David wieder den HERRN, und der HERR antwortete ihm und sprach: Mach dich auf und zieh nach Keila hinab! Denn ich will die Philister in deine Hand geben. 23.5 Und David zog mit seinen Maennern nach Keila und kaempfte gegen die Philister und trieb ihr Vieh weg und brachte ihnen eine grosse Niederlage bei. Und so rettete David die Bewohner von Keila. - 23.6 Es geschah aber, als Abjatar, der Sohn Ahimelechs, zu David nach Keila floh, kam er hinab mit einem Ephod in seiner Hand. 23.7 Und es wurde Saul berichtet, dass David nach Keila gekommen sei. Da dachte Saul: Gott hat ihn verworfen [und] in meine Hand [gegeben]. Denn er hat sich selbst eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gekommen ist. 23.8 Und Saul rief alles Volk zum Kampf auf, um nach Keila hinabzuziehen, damit sie David und seine Maenner belagerten. 23.9 Und als David erkannte, dass Saul Boeses gegen ihn schmiedete, da sagte er zu dem Priester Abjatar: Bring das Ephod her! 23.10 Und David sprach: HERR, Gott Israels! Dein Knecht hat als gewiss gehoert, dass Saul danach trachtet, nach Keila zu kommen, um die Stadt um meinetwillen zu verderben. 23.11 Werden die Buerger von Keila mich in seine Hand ausliefern? Wird Saul herabziehen, wie dein Knecht gehoert hat? HERR, Gott Israels, lass es doch deinen Knecht wissen! Und der HERR sprach: Er wird herabkommen. 23.12 Und David fragte [weiter]: Werden die Buerger von Keila mich und meine Maenner in die Hand Sauls ausliefern? Der HERR sprach: Sie werden [dich] ausliefern. 23.13 Da machten David und seine Maenner sich auf, etwa sechshundert Mann, und sie zogen aus Keila fort und streiften umher, von einem Ort zum anderen. Und es wurde Saul berichtet, dass David aus Keila entkommen sei. Da liess er davon ab, [gegen ihn] auszuziehen. 23.14 Und David blieb in der Wueste auf den Bergfesten, und er blieb im Gebirge in der Wueste Sif. Und Saul suchte ihn alle Tage, aber Gott gab ihn nicht in seine Hand. 23.15 Und David sah, dass Saul ausgezogen war, um ihm nach dem Leben zu trachten. Und David war in Horescha in der Wueste Sif. 23.16 Da machte sich Jonatan, der Sohn Sauls, auf und ging zu David nach Horescha und staerkte seine Hand in Gott. 23.17 Und er sagte zu ihm: Fuerchte dich nicht! Denn die Hand meines Vaters Saul wird dich nicht finden. Du wirst Koenig ueber Israel werden, und ich werde der Zweite nach dir sein. Und auch mein Vater Saul hat erkannt, [dass] es so [ist]. 23.18 Und beide schlossen einen Bund vor dem HERRN. David blieb in Horescha, Jonatan aber kehrte nach Hause zurueck. Erneute Verfolgung Davids durch Saul - Davids Flucht in die Wueste Maon. 23.19 Aber die Sifiter zogen zu Saul nach Gibea hinauf und sagten: Haelt David sich nicht bei uns auf den Bergfesten verborgen, in Horescha, auf dem Huegel Hachila, der suedlich von Jeschimon [liegt]? 23.20 Und nun, o Koenig, wenn du geneigt bist herabzukommen, so komm herab! Und an uns ist es, ihn in die Hand des Koenigs auszuliefern. 23.21 Und Saul entgegnete: Gesegnet seid ihr vom HERRN, dass ihr Mitleid mit mir gehabt habt! 23.22 Geht hin, vergewissert euch noch mehr und erkundet und passt [genau] auf, an welchem Ort sein Fuss [weilt] und wer ihn dort gesehen hat! Denn man hat mir gesagt, dass er sehr listig ist. 23.23 Und beobachtet und erkundet alle Schlupfwinkel, in denen er sich versteckt haelt, und kommt mit sicherer Kunde wieder zu mir zurueck! So werde ich mit euch gehen. Und es soll geschehen, wenn er im Land ist, dann will ich ihn aufspueren unter allen Tausendschaften Judas! 23.24 Und sie machten sich auf und gingen vor Saul her nach Sif. David aber und seine Maenner waren in der Wueste Maon, in der Steppe, suedlich von Jeschimon. 23.25 Saul und seine Maenner zogen hin, um ihn zu suchen. Und man berichtete es David, und er ging zum Felsen hinab und blieb in der Wueste Maon. Als Saul das hoerte, jagte er David nach in die Wueste Maon. 23.26 Saul ging auf der einen Seite des Berges, David aber und seine Maenner auf der anderen Seite des Berges. Und es geschah, als David sich beeilte, Saul zu entkommen, waehrend Saul und seine Maenner [gerade] David und seine Maenner umringen wollten, um sie zu fangen, 23.27 kam ein Bote zu Saul und sagte: Eile und komm! Denn die Philister sind ins Land eingefallen. 23.28 Da kehrte Saul um von der Verfolgung Davids und zog den Philistern entgegen. Daher nennt man jenen Ort: Sela-Machlekot. Davids Grossmut gegenueber Saul in der Hoehle En-Gedi. \24\ 24.1 Und David zog von dort hinauf und blieb auf den Bergfesten von En-Gedi. 24.2 Und es geschah, als Saul von der Verfolgung der Philister zurueckgekehrt war, berichtete man ihm: Siehe, David ist in der Wueste En-Gedi. 24.3 Und Saul nahm dreitausend auserlesene Maenner aus ganz Israel und zog hin, um David und seine Maenner in Richtung auf die Steinbockfelsen zu suchen. 24.4 Und er kam zu den Schafhuerden am Weg, wo eine Hoehle war, und Saul ging hinein, um seine Fuesse zu bedecken. David aber und seine Maenner sassen hinten in der Hoehle. 24.5 Da sagten die Maenner Davids zu ihm: Siehe, das ist der Tag, von dem der HERR zu dir gesagt hat: Siehe, ich werde deinen Feind in deine Hand geben, damit du mit ihm tun kannst, wie es gut ist in deinen Augen. Und David stand auf und schnitt heimlich einen Zipfel von dem Oberkleid Sauls ab. 24.6 Aber danach geschah es, da schlug dem David das Herz, weil er den Zipfel [vom Oberkleid] Sauls abgeschnitten hatte. 24.7 Und er sagte zu seinen Maennern: Das sei vor dem HERRN fern von mir, dass ich so etwas an meinem Herrn, dem Gesalbten des HERRN, tun sollte, meine Hand an ihn zu legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN! 24.8 Und David wehrte seinen Maennern mit [diesen] Worten und erlaubte ihnen nicht, sich an Saul zu vergreifen. Und Saul stand auf, [trat] aus der Hoehle heraus und zog seines Weges. 24.9 Danach machte David sich auf, ging aus der Hoehle hinaus und rief hinter Saul her: Mein Herr und Koenig! Und Saul sah sich um, und David neigte sein Gesicht zur Erde und warf sich nieder. 24.10 Da sagte David zu Saul: Warum hoerst du auf die Worte von Menschen, die sagen: Siehe, David sucht dein Unglueck? 24.11 Siehe, an diesem Tag haben deine Augen gesehen, dass der HERR dich heute in meine Hand gegeben hat in der Hoehle. Und man draengte [mich], dich umzubringen. Aber ich habe dich verschont und dachte: Ich will meine Hand nicht an meinen Herrn legen, denn er ist der Gesalbte des HERRN! 24.12 Sieh, mein Vater, ja, sieh den Zipfel deines Oberkleides in meiner Hand! Denn dass ich einen Zipfel deines Oberkleides abgeschnitten und dich nicht umgebracht habe, daran erkenne und sieh, dass meine Hand rein ist von Bosheit und Aufruhr! Ich habe mich nicht an dir versuendigt. Du aber stellst meinem Leben nach, um es [mir] zu nehmen. 24.13 Der HERR richte zwischen mir und dir, und moege der HERR mich an dir raechen! Aber meine Hand soll nicht gegen dich sein. 24.14 Wie das alte Sprichwort sagt: Von den Gottlosen kommt Gottlosigkeit; aber meine Hand soll nicht gegen dich sein. 24.15 Hinter wem zieht der Koenig von Israel her? Wem jagst du nach? Einem toten Hund, einem einzelnen Floh! 24.16 So sei denn der HERR Richter und richte zwischen mir und dir! Er sehe darein und fuehre meine Rechtssache und verschaffe mir Recht gegen dich! 24.17 Und es geschah, als David diese Worte an Saul beendet hatte, sagte Saul: Ist das [nicht] deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul erhob seine Stimme und weinte. 24.18 Dann sagte er zu David: Du bist gerechter als ich. Denn du hast mir Gutes erwiesen, ich aber habe dir Boeses erwiesen. 24.19 Du hast heute bewiesen, wie du Gutes an mir getan hast, als der HERR mich in deine Hand ausgeliefert hatte und du mich nicht umgebracht hast. 24.20 Denn wenn jemand seinen Feind findet, laesst er ihn dann im Guten seinen Weg gehen? So moege der HERR dir Gutes vergelten fuer das, was du heute an mir getan hast! 24.21 Und nun siehe, ich habe erkannt, dass du Koenig, ja, Koenig werden wirst und dass in deiner Hand das Koenigtum Israels Bestand haben wird. 24.22 So schwoere mir nun bei dem HERRN, dass du meine Nachkommen nicht ausrotten und meinen Namen nicht austilgen wirst aus dem Haus meines Vaters! 24.23 Und David schwor es Saul. Und Saul ging in sein Haus zurueck. David aber und seine Maenner stiegen auf die Bergfeste hinauf. Samuels Tod - Davids Bewahrung vor Suende durch Abigajil - Ihre Eheschliessung mit David. \25\ 25.1 Und Samuel starb. Und ganz Israel versammelte sich und hielt ihm die Totenklage, und sie begruben ihn in seiner Heimat in Rama. Und David machte sich auf und zog hinab in die Wueste Paran. 25.2 Und es war ein Mann in Maon, der seine Taetigkeit in Karmel hatte. Und der Mann war sehr vermoegend und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen; und er war gerade in Karmel, um seine Schafe zu scheren. 25.3 Und der Name des Mannes war Nabal und der Name seiner Frau Abigajil. Sie war eine Frau von klarem Verstand und von schoener Gestalt. Der Mann aber war roh und boshaft in seinem Tun, und er war ein Kalebiter. 25.4 Und David hoerte in der Wueste, dass Nabal seine Schafe schor. 25.5 Da sandte David zehn junge Maenner aus und sagte zu den jungen Maennern: Geht nach Karmel hinauf! Und wenn ihr zu Nabal kommt, fragt ihn in meinem Namen nach seinem Wohlergehen 25.6 und sagt so: Lebe lange! Friede sei mit dir und Friede mit deinem Haus und Friede mit allem, was dein ist! 25.7 Ich habe gerade gehoert, dass [du] Schafscherer bei dir [hast]. Nun, deine Hirten sind mit uns zusammengewesen, wir haben ihnen nichts zuleide getan, und nicht das Geringste ist von ihnen vermisst worden all die Tage, die sie in Karmel gewesen sind. 25.8 Frag deine Leute, sie werden es dir bestaetigen! Lass die Leute in deinen Augen Gunst finden, denn wir sind an einem Festtag gekommen! Gib nun deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet! 25.9 Als die Maenner Davids hinkamen, redeten sie mit Nabal all diese Worte im Namen Davids und warteten dann ab. 25.10 Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sagte: Wer ist David, und wer ist der Sohn Isais? Heutzutage gibt es viele Knechte, die alle ihren Herren davonlaufen, ein jeder seinem Herrn. 25.11 Und ich sollte mein Brot und mein Wasser nehmen, mein Geschlachtetes, das ich fuer meine Scherer geschlachtet habe, und es Maennern geben, von denen ich nicht weiss, woher sie sind? 25.12 Und die Leute Davids machten sich wieder auf ihren Weg und kehrten zurueck. Und als sie ankamen, berichteten sie ihm, was alles geschehen war. 25.13 Da sagte David zu seinen Maennern: [Es] guerte sich jeder sein Schwert um! Und jeder guertete sich sein Schwert um, und auch David guertete sich sein Schwert um. Und sie zogen hinauf, hinter David her, etwa vierhundert Mann, waehrend zweihundert bei dem Tross blieben. 25.14 Aber einer von den Leuten berichtete der Abigajil, der Frau Nabals: Siehe, David hat Boten aus der Wueste gesandt, um unseren Herrn zu gruessen; aber er hat sie angeschrieen. 25.15 Und doch sind die Maenner sehr gut zu uns gewesen. Wir sind nicht belaestigt worden, und wir haben nicht das Geringste vermisst alle Tage, die wir mit ihnen umhergezogen sind, wenn wir auf dem Feld waren. 25.16 Sie sind eine Mauer um uns her gewesen bei Nacht und bei Tag, alle die Tage, die wir in ihrer Naehe waren und die Schafe weideten. 25.17 Und nun erkenne und sieh zu, was du tun kannst! Denn das Unglueck ist [gewiss] ueber unsern Herrn und ueber sein ganzes Haus beschlossen. Und er ist ein so boesartiger Mensch, dass man nicht mit ihm reden kann. 25.18 Da eilte Abigajil und nahm zweihundert Brote, zwei Schlaeuche Wein, fuenf zubereitete Schafe, fuenf Mass Roestkorn, hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud sie auf Esel. 25.19 Und sie sagte zu ihren Knechten: Geht vor mir her! Siehe, ich komme hinter euch her. Aber ihrem Mann Nabal sagte sie nichts davon. 25.20 Und es geschah, als sie auf dem Esel ritt und im Schutz des Berges hinabritt, siehe, da kamen David und seine Maenner ihr entgegen, so dass sie auf sie stiess. 25.21 David aber hatte gedacht: Fuerwahr, umsonst habe ich alles behuetet, was diesem [Menschen] in der Wueste gehoert, so dass nicht das Geringste vermisst wurde von allem, was er hatte. Und er hat mir Gutes mit Boesem vergolten. 25.22 So tue Gott den Feinden Davids, und so fuege er hinzu, wenn ich von allem, was ihm gehoert, bis zum Morgen einen uebriglasse, der maennlich ist! 25.23 Als Abigajil David sah, stieg sie eilends vom Esel herab, fiel vor David auf ihr Gesicht und beugte sich zur Erde nieder. 25.24 Sie fiel ihm zu Fuessen und sagte: Auf mich allein, mein Herr, [falle] die Schuld! Lass doch deine Magd reden vor deinen Ohren und hoere die Worte deiner Magd! 25.25 Mein Herr aergere sich doch nicht ueber diesen boshaften Menschen, ueber Nabal! Denn wie sein Name so ist er: Nabal ist sein Name, und Torheit ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Leute meines Herrn nicht gesehen, die du gesandt hast. 25.26 Nun aber, mein Herr, so wahr der HERR lebt und du selbst lebst, der HERR hat dich davor bewahrt, in Blutschuld zu geraten und dir mit eigener Hand zu helfen! So sollen nun deine Feinde und [alle], die meinem Herrn uebelwollen, wie Nabal werden! 25.27 Hier nun ist das Segensgeschenk, das deine Magd meinem Herrn gebracht hat, das den Leuten gegeben werde, die im Gefolge meines Herrn ziehen. 25.28 Vergib doch deiner Magd die Anmassung! Denn sicher wird der HERR meinem Herrn ein bestaendiges Haus bauen, weil mein Herr die Kaempfe des HERRN kaempft. Und moege dein Leben lang nichts Boeses an dir gefunden werden! 25.29 Und ist ein Mensch aufgestanden, dich zu verfolgen und dir nach dem Leben zu trachten, so moege das Leben meines Herrn eingebunden sein in das Buendel der Lebendigen bei dem HERRN, deinem Gott! Aber das Leben deiner Feinde soll er fortschleudern mit der Schleuderpfanne! 25.30 Und es wird geschehen, wenn der HERR meinem Herrn all das Gute tun wird, das er dir zugesagt hat, und dich zum Fuersten ueber Israel bestellt, 25.31 so wird dir, meinem Herrn, das kein Anstoss und [kein] Vorwurf des Herzens sein, dass du ohne Ursache Blut vergossen habest und dass mein Herr sich mit eigener Hand geholfen habe. Und wenn der HERR meinem Herrn wohltun wird, so denke an deine Magd! 25.32 Und David sagte zu Abigajil: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der dich an diesem Tag mir entgegengesandt hat! 25.33 Und gepriesen sei deine Klugheit, und gepriesen seist du, dass du mich heute davon zurueckgehalten hast, in Blutschuld zu geraten und mir mit meiner [eigenen] Hand zu helfen! 25.34 Aber, so wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, der mich bewahrt hat, dir Boeses zu tun: wenn du mir nicht eilends entgegengekommen waerest, so waere dem Nabal bis zum Morgenlicht nicht [einer], der maennlich ist, uebriggeblieben! 25.35 Und David nahm aus ihrer Hand, was sie ihm mitgebracht hatte, und sagte zu ihr: Zieh in Frieden hinauf in dein Haus! Siehe, ich habe auf deine Stimme gehoert und dein Angesicht [wieder] aufgerichtet. 25.36 Und als Abigajil zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl in seinem Haus wie das Mahl eines Koenigs zubereitet. Und sein Herz war guter Dinge, und er war ueber die Massen betrunken. Und sie berichtete ihm nichts, weder wenig noch viel, bis der Morgen hell wurde. 25.37 Und es geschah am Morgen, als der Rausch von Nabal gewichen war, berichtete ihm seine Frau alles. Da erstarb sein Herz in seiner Brust, und er wurde wie ein Stein. 25.38 Und es geschah nach ungefaehr zehn Tagen, da schlug der HERR den Nabal, so dass er starb. 25.39 Und als David hoerte, dass Nabal gestorben sei, sagte er: Gepriesen sei der HERR, der meine Schmach an Nabal geraecht und seinen Knecht von einer boesen Tat abgehalten hat! Die boese Tat Nabals hat der HERR auf seinen [eigenen] Kopf zurueckfallen lassen. Und David sandte hin und warb um Abigajil, um sie sich zur Frau zu nehmen. 25.40 Und die Knechte Davids kamen zu Abigajil nach Karmel und redeten mit ihr: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu seiner Frau zu nehmen. 25.41 Da stand sie auf, beugte sich nieder, das Gesicht zur Erde, und sagte: Siehe, deine Magd ist bereit, den Knechten meines Herrn zu dienen und ihnen die Fuesse zu waschen. 25.42 Und Abigajil machte sich eilends auf und setzte sich auf einen Esel, und ihre fuenf Maegde folgten ihr. Und sie zog den Boten Davids nach und wurde seine Frau. 25.43 Und David hatte auch Ahinoam von Jesreel [zur Frau] genommen; so wurden alle beide seine Frauen. 25.44 Saul aber hatte seine Tochter Michal, die Frau Davids, Palti, dem Sohne des Lajisch, aus Gallim gegeben. Davids Grossmut gegenueber Saul in der Wagenburg. \26\ 26.1 Und die Sifiter kamen zu Saul nach Gibea und sagten: Haelt sich David nicht auf dem Huegel Hachila, [der] Jeschimon gegenueber[liegt], verborgen? 26.2 Da machte Saul sich auf und zog in die Wueste Sif hinab und mit ihm dreitausend auserlesene Maenner aus Israel, um David in der Wueste Sif zu suchen. 26.3 Und Saul lagerte sich auf dem Huegel Hachila, der Jeschimon gegenueber am Weg [liegt]. David aber hielt sich in der Wueste auf. Und als er merkte, dass Saul ihm in die Wueste nachgekommen war, 26.4 sandte David Kundschafter aus und erfuhr mit Gewissheit, dass Saul gekommen war. 26.5 Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul ein Lager aufgeschlagen hatte. Und David sah den Platz, wo Saul sich [zum Schlafen] niedergelegt hatte mit Abner, dem Sohn des Ner, seinem Heerobersten. Saul lag und schlief im innersten Lagerring, und das Volk lagerte sich um ihn her. 26.6 Und David hob an und sagte zu Ahimelech, dem Hetiter, und zu Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs: Wer will mit mir zu Saul ins Lager hinabgehen? Und Abischai antwortete: Ich gehe mit dir hinab. 26.7 Und David und Abischai kamen zu den Leuten in der Nacht. Und siehe, Saul lag im [innersten] Lagerring und schlief, und sein Speer war an seinem Kopfende in die Erde gesteckt. Und Abner und das Volk lagen um ihn her. 26.8 Und Abischai sagte zu David: Heute hat Gott deinen Feind in deine Hand ausgeliefert. Nun lass mich ihn doch mit dem Speer an den Boden spiessen, einmal nur! Ein zweites Mal werde ich es ihm nicht antun [muessen]. 26.9 Aber David entgegnete Abischai: Bring ihn nicht um! Denn wer koennte seine Hand gegen den Gesalbten des HERRN ausstrecken und ungestraft bleiben? 26.10 Und David sagte [weiter]: So wahr der HERR lebt, sicher wird ihn der HERR schlagen, wenn seine Zeit kommt, dass er sterbe, oder er wird in den Krieg ziehen und umkommen! 26.11 Der HERR lasse es fern von mir sein, dass ich meine Hand an den Gesalbten des HERRN legen sollte! Und nun, nimm jetzt den Speer, der an seinem Kopfende [steckt], und den Wasserkrug und lass uns gehen! 26.12 Und David nahm den Speer und den Wasserkrug von seinem Kopfende weg, und sie gingen fort. Niemand sah es, und niemand merkte es, und niemand wachte auf. Denn sie schliefen alle, weil ein tiefer Schlaf von dem HERRN auf sie gefallen war. 26.13 Und David ging hinueber auf die andere Seite und stellte sich auf den Gipfel des Berges von ferne, [so dass] ein weiter Raum zwischen ihnen war. 26.14 Und David rief dem Kriegsvolk und Abner, dem Sohn des Ner, zu: Antwortest du nicht, Abner? Abner antwortete und fragte: Wer bist du, der du [so] zum Koenig hin schreist? 26.15 Und David sagte zu Abner: Bist du nicht ein Mann? Wer ist wie du in Israel? Warum hast du nicht deinen Herrn, den Koenig, bewacht? Denn es ist einer vom Volk eingedrungen, um den Koenig, deinen Herrn, umzubringen. 26.16 Das war nicht gut, was du getan hast! So wahr der HERR lebt, ihr seid Soehne des Todes, weil ihr nicht ueber euren Herrn, ueber den Gesalbten des HERRN gewacht habt! Und nun sieh doch nach, wo der Speer des Koenigs ist und der Wasserkrug, die an seinem Kopfende waren. 26.17 Und Saul erkannte die Stimme Davids und sagte: Ist das deine Stimme, mein Sohn David? David antwortete: Es ist meine Stimme, mein Herr und Koenig. 26.18 Und er sprach [weiter]: Warum jagt denn mein Herr seinem Knecht nach? Ja, was habe ich getan, und was ist Boeses in meiner Hand? 26.19 Und nun, hoere doch mein Herr, der Koenig, auf die Worte seines Knechtes: Wenn der HERR dich gegen mich aufgebracht hat, so lasse man ihn ein Speisopfer riechen. Wenn es aber Menschensoehne sind, so seien sie verflucht vor dem HERRN, weil sie mich heute vertrieben haben und mich nicht an dem Erbteil des HERRN teilhaben lassen: Geh hin, diene andern Goettern! 26.20 So moege nun mein Blut nicht auf die Erde fliessen fern von dem Angesicht des HERRN. Denn der Koenig von Israel ist ausgezogen, einen einzelnen Floh zu suchen, wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen. 26.21 Und Saul entgegnete: Ich habe gesuendigt! Komm zurueck, mein Sohn David! Ich will dir nicht noch laenger etwas Boeses antun, weil mein Leben heute in deinen Augen teuer gewesen ist. Siehe, ich habe toericht gehandelt und mich sehr schwer vergangen! 26.22 Und David antwortete und sagte: Siehe, hier ist der Speer des Koenigs! Es komme einer von den Leuten herueber und hole ihn! 26.23 Und der HERR wird jedem seine Gerechtigkeit und seine Treue vergelten. Denn der HERR hat dich heute in meine Hand gegeben, ich aber wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HERRN legen. 26.24 Siehe, wie dein Leben heute in meinen Augen hochgeachtet gewesen ist, so moege mein Leben hochgeachtet werden in den Augen des HERRN, und er moege mich erretten aus aller Bedraengnis. 26.25 Und Saul sagte zu David: Gesegnet seist du, mein Sohn David! Du wirst es sicher ausrichten und zustande bringen. Und David ging seines Weges. Saul aber kehrte an seinen Ort zurueck. David bei den Philistern und sein Aufenthalt in Ziklag. \27\ 27.1 Und David dachte in seinem Herzen: Nun werde ich doch eines Tages durch die Hand Sauls umkommen! Es gibt nichts Besseres fuer mich, als eiligst in das Land der Philister zu entrinnen. Dann wird Saul von mir ablassen, mich weiter im ganzen Gebiet Israels zu suchen. Und ich werde seiner Hand entrinnen. 27.2 So machte sich David auf und ging mit sechshundert Mann, die bei ihm waren, zu Achisch, dem Sohn des Maoch, dem Koenig von Gat, ueber. 27.3 Und David blieb bei Achisch in Gat, er selbst und seine Maenner, jeder mit seinem Haus, David und seine beiden Frauen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, die Karmeliterin. 27.4 Und als Saul berichtet wurde, dass David nach Gat geflohen sei, suchte er ihn nicht mehr laenger. 27.5 Und David sagte zu Achisch: Wenn ich denn Gunst in deinen Augen gefunden habe, dann gebe man mir einen Platz in einer der Staedte auf dem Lande, damit ich dort wohne! Denn wozu soll dein Knecht bei dir in der Koenigsstadt wohnen? 27.6 Und Achisch gab ihm an diesem Tag Ziklag. Darum hat Ziklag den Koenigen von Juda gehoert bis zum heutigen Tag. 27.7 Die Zeit aber, die David im Gebiet der Philister wohnte, war ein Jahr und vier Monate. 27.8 Und David zog mit seinen Maennern hinauf, und sie fielen ein bei den Geschuritern und den Girsitern und den Amalekitern. Denn diese waren von alters her die Bewohner des Landes bis nach Schur hin und bis zum Land Aegypten. 27.9 Und sooft David das Land verwuestete, liess er weder Mann noch Frau am Leben. Und er nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider mit und kehrte wieder zurueck und kam zu Achisch. 27.10 Und wenn Achisch fragte: Wohin habt ihr heute einen Einfall gemacht? - dann antwortete David: In den Sueden von Juda! - oder: In das Suedland der Jerachmeeliter! - oder: In das Suedland der Keniter! 27.11 Und David liess weder Mann noch Frau am Leben, um sie nach Gat zu bringen, denn er dachte: Damit sie nicht gegen uns aussagen und berichten: So hat David gehandelt! Und so hielt er es die ganze Zeit, die er im Gebiet der Philister wohnte. 27.12 Und Achisch glaubte David und dachte: Er hat sich bei seinem Volk, bei Israel, ganz stinkend gemacht, darum wird er fuer immer mein Knecht sein. Saul bei der Totenbeschwoererin - Samuels Weissagung des Unheils. \28\ 28.1 Und es geschah in jenen Tagen, da versammelten die Philister ihre Heere zum Krieg, um gegen Israel in den Kampf zu ziehen. Und Achisch sagte zu David: Du erkennst sehr wohl, dass du und deine Maenner mit mir im Heer ausziehen muessen. 28.2 David entgegnete Achisch: Gut, [auch] du wirst erkennen, was dein Knecht tun wird. Und Achisch sagte zu David: Gut, ich will dich zu meinem Leibwaechter fuer die ganze Zeit machen. 28.3 Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte ihm die Totenklage gehalten und ihn in seiner Stadt Rama begraben. Und Saul hatte die Totenbeschwoerer und Wahrsager aus dem Land vertrieben. 28.4 Und die Philister versammelten sich, kamen und lagerten bei Schunem. Und Saul versammelte ganz Israel, und sie lagerten auf dem [Gebirge] Gilboa. 28.5 Und als Saul das Heer der Philister sah, fuerchtete er sich, und sein Herz verzagte sehr. 28.6 Und Saul befragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, weder durch Traeume noch durch die Urim, noch durch Propheten. 28.7 Da sagte Saul zu seinen Knechten: Sucht mir eine Frau, die Tote beschwoeren kann, damit ich zu ihr gehe und sie befrage! Und seine Knechte sagten zu ihm: Siehe, in En-Dor ist eine Frau, die Tote beschwoeren kann. 28.8 Und Saul machte sich unkenntlich, zog andere Kleider an und ging hin, er und zwei Maenner mit ihm, und sie kamen zu der Frau bei Nacht. Und [Saul] sagte: Wahrsage mir doch durch Totenbeschwoerung und bringe mir herauf, wen ich dir nennen werde! 28.9 Aber die Frau antwortete ihm: Siehe, du kennst ja das, was Saul getan hat, wie er die Totenbeschwoerer und die Wahrsager aus dem Land ausgerottet hat. Und warum stellst du mir eine Falle, um mich zu toeten? 28.10 Und Saul schwor ihr bei dem HERRN: So wahr der HERR lebt, es soll dich in dieser Sache keine Schuld treffen! 28.11 Da sagte die Frau: Wen soll ich dir heraufholen? Und er erwiderte: Hole mir Samuel herauf! 28.12 Als aber die Frau Samuel sah, schrie sie laut auf und sagte zu Saul: Warum hast du mich betrogen? Du bist ja Saul! 28.13 Und der Koenig sagte zu ihr: Fuerchte dich nicht! Nun, was siehst du? Die Frau antwortete Saul: Ich sehe einen Geist aus der Erde heraufsteigen. 28.14 Er sagte zu ihr: Wie sieht er aus? Und sie antwortete: Ein alter Mann steigt herauf. Er ist in ein Oberkleid gehuellt. Da erkannte Saul, dass es Samuel war, und er neigte sich mit seinem Gesicht zur Erde und fiel nieder. 28.15 Und Samuel sprach zu Saul: Warum hast du meine Ruhe gestoert, dass du mich heraufkommen laesst? Und Saul antwortete: Ich bin in grosser Bedraengnis! Denn die Philister kaempfen gegen mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet mir nicht mehr, weder durch Propheten noch durch Traeume. Da liess ich dich rufen, damit du mir zu erkennen gibst, was ich tun soll. 28.16 Und Samuel sprach: Warum fragst du mich, da doch der HERR von dir gewichen und dein Feind geworden ist? 28.17 Der HERR hat dir getan, wie er durch mich geredet hat. Und der HERR hat das Koenigtum aus deiner Hand gerissen und es David, deinem Naechsten, gegeben. 28.18 Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht und seinen flammenden Zorn nicht an Amalek ausgefuehrt hast, darum hat dir der HERR das heute angetan. 28.19 Und der HERR wird auch Israel mit dir in die Hand der Philister geben. Morgen wirst du mit deinen Soehnen bei mir sein. Auch das Heerlager Israels wird der HERR in die Hand der Philister geben. 28.20 Da fiel Saul ploetzlich seiner Laenge nach zur Erde, und er geriet in grosse Furcht ueber die Worte Samuels. Auch war keine Kraft mehr in ihm, denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht nichts gegessen. 28.21 Und die Frau trat zu Saul und sah, dass er sehr bestuerzt war. Da sagte sie zu ihm: Siehe, deine Magd hat auf deine Stimme gehoert, und ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt und deinen Worten gehorcht, die du mir gesagt hast. 28.22 Und nun hoere doch auch du auf die Stimme deiner Magd! Ich will dir einen Bissen Brot vorsetzen. Iss, damit du wieder zu Kraeften kommst, wenn du deinen Weg gehen musst! 28.23 Aber er weigerte sich und sagte: Ich will nicht essen. Da draengten ihn seine Knechte und auch die Frau. Und er hoerte auf ihre Stimme und stand von der Erde auf und setzte sich auf das Bett. 28.24 Und die Frau hatte ein gemaestetes Kalb im Haus. Und sie beeilte sich, es zu schlachten, und nahm Mehl, knetete es und backte daraus ungesaeuerte Brote. 28.25 Und sie setzte es Saul und seinen Knechten vor, und sie assen. Und sie machten sich auf und gingen noch in derselben Nacht fort. Misstrauen der Philister gegenueber David. \29\ 29.1 Und die Philister versammelten all ihre Heere bei Afek, Israel aber lagerte sich an der Quelle, die bei Jesreel ist. 29.2 Und die Fuersten der Philister zogen vorueber nach Hundertschaften und Tausendschaften, und David und seine Maenner zogen zuletzt mit Achisch vorueber. 29.3 Da sagten die Obersten der Philister: Was sollen diese Hebraeer? Achisch antwortete den Obersten der Philister: Das ist doch David, der Knecht Sauls, des Koenigs von Israel, der schon seit Jahr und Tag bei mir gewesen ist. Ich habe nicht das Geringste an ihm gefunden von dem Tag an, da er abgefallen ist, bis heute. 29.4 Aber die Obersten der Philister wurden zornig ueber ihn, und die Obersten der Philister sagten zu ihm: Schick den Mann zurueck, damit er an seinen Ort zurueckkehrt, den du ihm angewiesen hast, und damit er nicht mit uns in den Kampf hinabzieht und uns nicht zum Widersacher im Kampf wird! Denn womit koennte er seinem Herrn einen besseren Gefallen tun als mit den Koepfen dieser Maenner? 29.5 Ist das nicht derselbe David, von dem sie bei den Reigentaenzen sangen: Saul hat seine Tausend erschlagen und David seine Zehntausend? 29.6 Und Archisch rief David und sagte zu ihm: So wahr der HERR lebt, ja, du bist redlich! Es waere mir lieb gewesen, wenn du mit mir im Heer ausÑ und eingezogen waerest. Denn ich habe nichts Boeses an dir gefunden von dem Tag an, da du zu mir gekommen bist, bis zum heutigen Tag; aber den Fuersten gefaellst du nicht. 29.7 Und nun kehre zurueck und geh hin in Frieden, damit du nichts tust, was den Fuersten der Philister nicht gefaellt! 29.8 Und David sagte zu Achisch: Was habe ich denn getan, und was was hast du an deinem Knecht gefunden seit der Zeit, da ich dir gedient habe, bis heute, dass ich nicht herkommen und gegen die Feinde meines Herrn, des Koenigs, kaempfen soll? 29.9 Und Achisch antwortete und sagte zu David: Ich weiss es, denn in meinen Augen bist du [so] gut wie ein Engel Gottes. Doch die Obersten der Philister haben gesagt: Er soll nicht mit uns in den Kampf hinaufziehen! 29.10 So mach dich nun frueh am Morgen auf mit den Knechten deines Herrn, die mit dir gekommen sind! Und macht euch frueh am Morgen auf! Sobald es hell wird, zieht fort! 29.11 Und David machte sich frueh auf, er und seine Maenner, um [noch] am Morgen fortzuziehen und in das Land der Philister zurueckzukehren. Die Philister aber zogen nach Jesreel hinauf. Davids Sieg ueber die Amalekiter. \30\ 30.1 Und es geschah, als David und seine Maenner am dritten Tag nach Ziklag kamen, waren die Amalekiter in das Suedland und in Ziklag eingefallen. Und sie hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt. 30.2 Und sie hatten die Frauen und was [sonst] in [der Stadt] war, gefangen weggetrieben, vom Kleinsten bis zum Groessten. Sie hatten aber niemand getoetet, sondern sie weggetrieben und waren abgezogen. 30.3 David und seine Maenner kamen zur Stadt. Und siehe, sie war mit Feuer verbrannt, und ihre Frauen, Soehne und Toechter waren gefangen weggefuehrt. 30.4 Da erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten. 30.5 Und die beiden Frauen Davids waren gefangen weggefuehrt worden, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, des Karmeliters. 30.6 Und David war in grosser Bedraengnis, denn das Volk sprach davon, ihn zu steinigen. Denn die Seele des ganzen Volkes war erbittert, jeder [war erbittert] wegen seiner Soehne und seiner Toechter. Aber David staerkte sich in dem HERRN, seinem Gott. 30.7 Und David sagte zu dem Priester Abjatar, dem Sohn des Ahimelech: Bring mir doch das Ephod her! Und Abjatar brachte das Ephod zu David. 30.8 Und David befragte den HERRN: Soll ich dieser Schar nachjagen? Werde ich sie einholen? Und er sprach zu ihm: Jage ihr nach, ja, du wirst sie gewiss einholen und [die Gefangenen] ganz gewiss befreien! 30.9 Da zog David hin, er und die sechshundert Mann, die bei ihm waren. Und sie kamen an den Bach Besor, wo einige zurueckblieben und haltmachten. 30.10 Und David jagte [ihnen] mit vierhundert Mann nach. Denn zweihundert Mann, die zu erschoepft waren, um ueber den Bach Besor zu gehen, blieben zurueck. 30.11 Und sie fanden einen Aegypter auf dem Feld und brachten ihn zu David und gaben ihm Brot zu essen und Wasser zu trinken. 30.12 Sie reichten ihm [auch] ein Stueck Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich, denn er hatte drei Tage und drei Naechte kein Brot gegessen und kein Wasser getrunken. 30.13 Und David sagte zu ihm: Zu wem gehoerst du? Und woher bist du? Er antwortete: Ich bin ein junger Aegypter, der Knecht eines Amalekiters. Mein Herr hat mich zurueckgelassen, denn ich wurde heute vor drei Tagen krank. 30.14 Wir sind eingefallen in das Suedland der Kreter und in das [Gebiet] von Juda und in das Suedland von Kaleb und haben Ziklag mit Feuer verbrannt. 30.15 Und David sagte zu ihm: Willst du mich zu dieser Schar hinabfuehren? Und er antwortete: Schwoere mir bei Gott, dass du mich nicht toeten und mich nicht in die Hand meines Herrn ausliefern wirst! Und ich will dich zu dieser Schar hinabfuehren. 30.16 Als er ihn hinabfuehrte, siehe, da hatten sie sich ueber die ganze Gegend hin ausgebreitet. Sie assen und tranken und feierten ein Freudenfest wegen all der grossen Beute, die sie aus dem Land der Philister und aus dem Land Juda mitgenommen hatten. 30.17 Und David schlug sie von der Morgendaemmerung an bis zum Abend des folgenden Tages, so dass keiner von ihnen entrann ausser vierhundert jungen Maennern, die auf Kamele stiegen und entflohen. 30.18 Und David befreite alles, was die Amalekiter genommen hatten; auch seine beiden Frauen befreite David. 30.19 Und es fehlte ihnen nichts, vom Kleinsten bis zum Groessten, weder Soehne noch Toechter, weder Beute noch alles, was sie ihnen weggenommen hatten; alles brachte David zurueck. 30.20 Und David nahm alle Schafe und Rinder. Sie trieben sie vor dem anderen Vieh her und sagten: Dies ist die Beute Davids! 30.21 Und David kam zu den zweihundert Maennern, die zu erschoepft gewesen waren, um David zu folgen, und die man am Bach Besor zurueckgelassen hatte. Sie gingen David und dem Kriegsvolk entgegen, das bei ihm war. Und David trat zu dem Volk und fragte sie nach ihrem Wohlergehen. 30.22 Und allerlei Boese und Nichtswuerdige von den Maennern, die mit David gezogen waren, sagten: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, wollen wir ihnen von der Beute, die wir [den Feinden] entrissen haben, nichts geben, sondern jeder [nehme] seine Frau und seine Kinder; die koennen sie mitnehmen und gehen. 30.23 Aber David sagte: Macht es nicht so, meine Brueder, mit dem, was der HERR uns gegeben hat! Er hat uns bewahrt und diese Schar, die ueber uns gekommen war, in unsere Hand gegeben. 30.24 Und wer sollte in dieser Sache auf euch hoeren? Denn wie der Anteil dessen, der in den Kampf hinabzieht, so soll auch der Anteil dessen sein, der bei dem Tross bleibt. Miteinander sollen sie teilen. 30.25 Und so geschah es von diesem Tag an und darueber hinaus. Und [David] machte es zu Ordnung und Recht fuer Israel bis auf diesen Tag. 30.26 Und David kam nach Ziklag. Und er sandte von der Beute den Aeltesten in Juda, seinen Freunden, und liess [ihnen] sagen: Siehe, da habt ihr ein Segensgeschenk von der Beute der Feinde des HERRN; 30.27 denen in Bethel und denen in Ramot im Suedland und denen in Jattir 30.28 und denen in Aroer und denen in Sifmot und denen in Eschtemoa 30.29 und denen in Rakal und denen in den Staedten der Jerachmeeliter und denen in den Staedten der Keniter 30.30 und denen in Horma und denen in Bor-Aschan und denen in Atach 30.31 und denen in Hebron und nach allen Orten, wo David mit seinen Maennern umhergezogen war. Israels Niederlage gegen die Philister, Sauls Selbstmord und Tod seiner Soehne. 1Chr 10,1-12. \31\ 31.1 Die Philister aber kaempften gegen Israel. Und die Maenner von Israel flohen vor den Philistern, und [vom Schwert] Durchbohrte fielen auf dem Gebirge Gilboa. 31.2 Und die Philister holten Saul und seine Soehne ein. Und sie erschlugen Jonatan, Abinadab und Malkischua, die Soehne Sauls. 31.3 Und der Kampf [tobte] heftig gegen Saul, und die Bogenschuetzen erreichten ihn. Und er zitterte sehr vor den Schuetzen. 31.4 Da sagte Saul zu seinem Waffentraeger: Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit diese Unbeschnittenen nicht kommen und mich durchbohren und ihren Mutwillen mit mir treiben! Sein Waffentraeger aber wollte nicht, denn er fuerchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stuerzte sich hinein. 31.5 Und als sein Waffentraeger sah, dass Saul tot war, stuerzte auch er sich in sein Schwert und starb mit ihm. 31.6 So starben Saul und seine drei Soehne und sein Waffentraeger, auch alle seine Maenner zugleich an diesem Tag. 31.7 Als aber die Maenner von Israel, die jenseits der Ebene und jenseits des Jordan [wohnten], sahen, dass die Maenner von Israel geflohen und dass Saul und seine Soehne tot waren, da verliessen sie die Staedte und flohen. Und die Philister kamen und wohnten darin. 31.8 Und es geschah am folgenden Tag, da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszupluendern. Und sie fanden Saul und seine drei Soehne, [wie sie] gefallen auf dem Gebirge Gilboa [lagen]. 31.9 Und sie hieben ihm den Kopf ab und nahmen ihm seine Waffen ab. Und sie sandten im Land der Philister umher, um die Freudenbotschaft in den Haeusern ihrer Goetzen und unter dem Volk zu verkuenden. 31.10 Und sie legten seine Waffen in das Haus der Astarot, und seine Leiche nagelten sie an die Mauer von Bet-Schean. 31.11 Als aber die Bewohner von Jabesch-Gilead ueber ihn hoerten [und] was die Philister Saul angetan hatten, 31.12 machten sich alle tuechtigen Maenner auf und gingen die ganze Nacht hindurch und nahmen die Leiche Sauls und die Leichen seiner Soehne von der Mauer von Bet-Schean herab. Und sie kamen nach Jabesch [zurueck] und verbrannten sie dort. 31.13 Und sie nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske in Jabesch und fasteten sieben Tage. Das zweite Buch Samuel. Davids Klage um Saul und Jonatan nach ihrem Tod. \1\ 1.1 Und es geschah nach dem Tode Sauls, als David von der Schlacht gegen Amalek zurueckgekommen war, da blieb David zwei Tage in Ziklag. 1.2 Und es geschah am dritten Tag, siehe, da kam ein Mann aus dem Heerlager von Saul her. Seine Kleider waren zerrissen, und Erde war auf seinem Kopf. Und als er zu David kam, fiel er zur Erde und huldigte ihm. 1.3 Und David sagte zu ihm: Woher kommst du? Er sagte zu ihm: Aus dem Heerlager Israels bin ich entkommen. 1.4 Und David sagte zu ihm: Wie steht die Sache? Berichte mir doch! Und er sagte: Das Volk ist aus dem Kampf geflohen, auch sind viele von dem Volk gefallen und umgekommen, und auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot. 1.5 Da sagte David zu dem jungen Mann, der ihm berichtete: Wie hast du erfahren, dass Saul und sein Sohn Jonatan tot sind? 1.6 Der junge Mann, der ihm berichtete, sagte: Ich geriet zufaellig auf das Gebirge Gilboa, und siehe, Saul lehnte sich auf seinen Speer; und siehe, die Wagen und die Reiter holten ihn ein. 1.7 Da wandte er sich um, sah mich und rief mich, und ich sagte: Hier bin ich! 1.8 Und er sagte zu mir: Wer bist du? Ich sagte zu ihm: Ich bin ein Amalekiter. 1.9 Da sagte er zu mir: Tritt doch her zu mir und gib mir den Todesstoss, denn ein Schwaecheanfall hat mich ergriffen, doch mein Leben ist noch ganz in mir! 1.10 Da trat ich zu ihm und gab ihm den Todesstoss, denn ich erkannte, dass er nach seinem Fall nicht am Leben bleiben wuerde. Und ich nahm das Diadem, das [er] auf seinem Kopf [hatte], und die Spange, die an seinem Arm war, und bringe sie hierher zu meinem Herrn. 1.11 Da fasste David seine Kleider und zerriss sie; [das taten] auch all die Maenner, die bei ihm waren. 1.12 Und sie klagten und weinten und fasteten bis zum Abend um Saul und um seinen Sohn Jonatan und um das Volk des HERRN und um das Haus Israel, weil sie durchs Schwert gefallen waren. 1.13 Und David sagte zu dem jungen Mann, der ihm berichtete: Woher bist du? Er sagte: Ich bin der Sohn eines amalekitischen Fremdlings. 1.14 Und David sagte zu ihm: Wie, hast du dich nicht gefuerchtet, deine Hand auszustrecken, um den Gesalbten des HERRN umzubringen? 1.15 Und David rief einen von den jungen Maennern und sagte: Tritt heran, stoss ihn nieder! Da erschlug er ihn. So starb er. 1.16 Und David sagte zu ihm: Dein Blut [komme] auf deinen Kopf! Denn dein [eigener] Mund hat gegen dich ausgesagt, als du sprachst: Ich habe den Gesalbten des HERRN getoetet. 1.17 Und David stimmte dieses Klagelied an ueber Saul und ueber Jonatan, seinen Sohn. 1.18 Und er befahl, dass man die Soehne Juda [das Lied ueber] den Bogen lehren solle. Siehe, es ist geschrieben im Buch Jaschar: 1.19 Deine Zierde, Israel, liegt erschlagen auf deinen Hoehen! wie sind die Helden gefallen! 1.20 Berichtet es nicht in Gat, verkuendet die Botschaft nicht auf den Strassen von Aschkelon, dass sich nicht freuen die Toechter der Philister, dass nicht frohlocken die Toechter der Unbeschnittenen! 1.21 Ihr Berge von Gilboa, nicht Tau noch Regen [falle] auf euch, ihr Berge des Todes! Denn dort wurde besudelt der Schild der Helden, der Schild Sauls nicht gesalbt mit Oel. 1.22 Ohne das Blut von Durchbohrten, ohne das Fett der Helden kam Jonatans Bogen nie zurueck, und [auch] Sauls Schwert kehrte nicht erfolglos heim. 1.23 Saul und Jonatan, die Geliebten und Holdseligen, in ihrem Leben und in ihrem Tod sind sie ungetrennt; sie waren schneller als Adler, staerker als Loewen. 1.24 Ihr Toechter Israels, weint um Saul, der euch koestlich kleidete in Karmesin, der goldenen Schmuck an eure Kleider heftete! 1.25 Wie sind die Helden gefallen mitten im Kampf! Jonatan [liegt] durchbohrt auf deinen Hoehen. 1.26 Mir ist weh um dich, mein Bruder Jonatan! Ueber alles lieb warst du mir. Wunderbar war mir deine Liebe, mehr als Frauenliebe. 1.27 Wie sind die Helden gefallen, verlorengegangen die Waffen der Schlacht! David wird Koenig ueber Juda, Isch-Boschet ueber Israel. \2\ 2.1 Und es geschah danach, da befragte David den HERRN: Soll ich in eine der Staedte Judas hinaufziehen? Und der HERR sprach zu ihm: Zieh hinauf! Und David sagte: Wohin soll ich hinaufziehen? Und er sprach: Nach Hebron! 2.2 Da zog David dort hinauf und auch seine beiden Frauen, Ahinoam, die Jesreeliterin, und Abigajil, die Frau Nabals, des Karmeliters. 2.3 Auch seine Maenner, die bei ihm waren, liess David hinaufziehen, jeden mit seinem Haus; und sie liessen sich in den Staedten Hebrons nieder. 2.4 Und die Maenner von Juda kamen und salbten David dort zum Koenig ueber das Haus Juda. Und man berichtete David: Die Maenner von Jabesch [in] Gilead sind es, die Saul begraben haben. 2.5 Da sandte David Boten zu den Maennern von Jabesch [in] Gilead und liess ihnen sagen: Gesegnet sollt ihr sein von dem HERRN, dass ihr diese Guete an eurem Herrn, an Saul, erwiesen und ihn begraben habt! 2.6 So erweise nun der HERR Guete und Treue an euch! Und auch ich will euch dieses Gute vergelten, weil ihr das getan habt. 2.7 Und nun lasst eure Haende erstarken und seid tapfere Maenner! Denn Saul, euer Herr, ist tot. Auch hat mich das Haus Juda zum Koenig ueber sich gesalbt. 2.8 Abner aber, der Sohn des Ner, der Heeroberste Sauls, nahm Isch-Boschet, den Sohn Sauls, und brachte ihn hinueber nach Mahanajim. 2.9 Und er machte ihn zum Koenig ueber Gilead und ueber die Asseriter, ueber Jesreel, ueber Ephraim, ueber Benjamin und ueber ganz Israel. 2.10 Vierzig Jahre war Isch-Boschet, der Sohn Sauls, alt, als er ueber Israel Koenig wurde, und er war zwei Jahre Koenig; nur das Haus Juda stand hinter David. 2.11 Und die Zahl der Tage, die David in Hebron ueber das Haus Juda Koenig war, [betrug] sieben Jahre und sechs Monate. Streit zwischen dem Haus Davids und dem Haus Sauls - Joab und Abner. 2.12 Und Abner, der Sohn des Ner, zog aus mit den Knechten Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, von Mahanajim nach Gibeon. 2.13 Und Joab, der Sohn der Zeruja, und Davids Knechte zogen aus. Und sie stiessen beim Teich von Gibeon aufeinander. Und sie liessen sich [dort] nieder, die einen auf dieser Seite des Teiches und die anderen auf jener Seite des Teiches. 2.14 Da sagte Abner zu Joab: Lass doch die jungen Maenner sich aufmachen und vor uns zum Kampfspiel antreten! Und Joab sagte: Sollen sie sich aufmachen! 2.15 So machten sie sich denn auf und gingen hinueber, abgezaehlt: zwoelf fuer Benjamin und fuer Isch-Boschet, den Sohn Sauls, und zwoelf von den Knechten Davids. 2.16 Und sie ergriffen einer den andern beim Kopf, und [jeder stiess] sein Schwert dem andern in die Seite, und sie fielen miteinander. Und man nannte jenen Ort Helkat-Hazzurim; der [liegt] bei Gibeon. 2.17 Und der Kampf wurde ueberaus heftig an diesem Tag. Abner aber und die Maenner von Israel wurden vor den Knechten Davids geschlagen. 2.18 Nun waren dort die drei Soehne der Zeruja: Joab und Abischai und Asael. Asael aber war schnell auf seinen Fuessen wie eine der Gazellen, die auf dem [freien] Feld [leben]. 2.919 Und Asael jagte Abner nach und bog bei der Verfolgung Abners nicht ab, weder zur Rechten noch zur Linken. 2.20 Da wandte Abner sich um und sagte: Bist du es, Asael? Und er sagte: Ich bin es. 2.21 Da sagte Abner zu ihm: Bieg ab [vom Weg] zu deiner Rechten oder zu deiner Linken und greif dir einen von den jungen Maennern und nimm dir seine Ruestung! Aber Asael wollte nicht von ihm weichen. 2.22 Da sagte Abner noch einmal zu Asael: Weiche von mir! Warum soll ich dich zu Boden schlagen? Wie koennte ich mein Gesicht zu deinem Bruder Joab erheben? 2.23 Aber er weigerte sich zu weichen. Da stiess ihn Abner mit dem hinteren Ende des Speeres in den Bauch, so dass der Speer hinten herausdrang; und er fiel dort und starb an eben dieser Stelle. Und es geschah, jeder, der an die Stelle kam, wo Asael gefallen und gestorben war, der blieb stehen. 2.24 Joab und Abischai aber jagten Abner nach. Die Sonne ging gerade unter, als sie zum Huegel Amma kamen, der vor Giach [liegt] auf dem Weg zur Steppe von Gibeon. 2.25 Und die Soehne Benjamin sammelten sich hinter Abner, bildeten einen [geschlossenen] Haufen und stellten sich auf den Gipfel eines alleinstehenden Huegels. 2.26 Und Abner rief Joab zu und sagte: Soll [denn] das Schwert immerfort fressen? Weisst du nicht, dass zuletzt Erbitterung entstehen wird? Wie lange willst du dem Volk nicht sagen, dass es von der Verfolgung seiner Brueder umkehren soll? 2.27 Da sagte Joab: So wahr Gott lebt, wenn du nicht geredet haettest, dann haette sich [schon] heute morgen das Volk zurueckgezogen, jeder von seinem Bruder! 2.28 Darauf stiess Joab ins Horn, und das ganze Volk machte halt. Sie jagten Israel nicht laenger nach und kaempften nicht mehr weiter. 2.29 Und Abner und seine Maenner zogen jene ganze Nacht durch die [Jordan]ebene und setzten ueber den Jordan und durchzogen das ganze Bitron und kamen nach Mahanajim. 2.30 Joab aber kehrte von der Verfolgung Abners zurueck und sammelte das ganze Volk. Da wurden von den Knechten Davids neunzehn Mann vermisst und Asael. 2.31 Die Knechte Davids aber hatten von Benjamin und unter den Maennern Abners [viele] erschlagen; 360 Mann waren tot. 2.32 Und sie hoben Asael auf und begruben ihn im Grab seines Vaters in Bethlehem. Und Joab und seine Maenner gingen die ganze Nacht, und es wurde hell, [als sie] in Hebron [ankamen]. Davids Frauen. \3\ 3.1 Und der Kampf waehrte lange zwischen dem Haus Sauls und dem Haus Davids. David aber wurde immer staerker, waehrend das Haus Sauls immer schwaecher wurde. 3.2 Und es wurden David in Hebron Soehne geboren: Sein Erstgeborener war Amnon, von Ahinoam, der Jesreeliterin, 3.3 und sein zweiter Kilab, von Abigajil, der Frau des Karmeliters Nabal, und der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des Koenigs von Geschur, 3.4 und der vierte Adonija, der Sohn der Haggit, und der fuenfte Schefatja, der Sohn der Abital, 3.5 und der sechste Jitream, von Egla, der Frau Davids. Diese wurden David in Hebron geboren. Abner tritt auf Davids Seite - Joabs Mord an Abner - Davids Klage um Abner. 3.6 Und es geschah, solange zwischen dem Haus Sauls und dem Haus Davids Krieg war, stand Abner dem Haus Sauls mutig bei. 3.7 Und Saul hatte eine Nebenfrau, ihr Name war Rizpa, eine Tochter des Ajja. Und Isch-Boschet sagte zu Abner: Warum bist du zu der Nebenfrau meines Vaters eingegangen? 3.8 Da wurde Abner sehr zornig ueber die Worte Isch-Boschets und sagte: Bin ich ein Hundskopf, der zu Juda haelt? [Bis] heute erweise ich Guete am Haus deines Vaters Saul, an seinen Bruedern und an seinen Freunden, und ich habe dich nicht in die Hand Davids geraten lassen, und jetzt ziehst du mich wegen des Vergehens mit der Frau zur Rechenschaft? 3.9 So moege Gott Abner tun und so ihm hinzufuegen! Ja, wie der HERR dem David geschworen hat, so werde ich ihm tun: 3.10 das Koenigtum vom Haus Sauls wegnehmen und den Thron Davids aufrichten ueber Israel und ueber Juda, von Dan bis Beerscheba! 3.11 Und er konnte Abner kein Wort mehr erwidern, weil er ihn fuerchtete. 3.12 Und Abner sandte Boten fuer sich zu David und liess [ihm] sagen: Wem gehoert das Land? Und weiter: Schliess deinen Bund mit mir! Siehe, meine Hand wird mit dir sein, um dir ganz Israel zuzuwenden. 3.13 Und David sagte: Gut, ich will einen Bund mit dir schliessen. Nur eine Sache fordere ich von dir, naemlich: Du sollst mein Angesicht nicht sehen, es sei denn, du bringst [mir] vorher Michal, die Tochter Sauls, wenn du kommst, um mein Angesicht zu sehen. 3.14 Und David sandte Boten zu Isch-Boschet, dem Sohn Sauls, und liess [ihm] sagen: Gib mir Michal, meine Frau, die ich mir verlobt habe fuer hundert Vorhaeute der Philister! 3.15 Da sandte Isch-Boschet hin und liess sie von ihrem Mann wegholen, von Paltiel, dem Sohn des Lajisch. 3.16 Und ihr Mann ging mit ihr, und laut weinend ging er hinter ihr her bis Bahurim. Da sagte Abner zu ihm: Geh, kehre um! Und er kehrte um. 3.17 Und Abner hatte eine Unterredung mit den Aeltesten Israels gehabt und gesagt: Frueher schon habt ihr David zum Koenig ueber euch verlangt. 3.18 So handelt jetzt! Denn der HERR hat zu David geredet: Durch die Hand meines Knechtes David will ich mein Volk Israel retten aus der Hand der Philister und aus der Hand aller seiner Feinde. 3.19 So redete Abner auch zu den Ohren Benjamins. Dann ging Abner auch hin, um zu den Ohren Davids in Hebron alles zu reden, was gut war in den Augen Israels und in den Augen des ganzen Hauses Benjamin. 3.20 Als nun Abner zu David nach Hebron kam und mit ihm zwanzig Maenner, bereitete David Abner und den Maennern, die bei ihm waren, ein Mahl. 3.21 Und Abner sagte zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen und ganz Israel zu meinem Herrn, dem Koenig, versammeln, damit sie einen Bund mit dir schliessen und du ueber alles Koenig bist, was deine Seele begehrt. Und David entliess Abner, und er ging hin in Frieden. 3.22 Und siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzug und brachten viel Beute mit sich. Abner war aber nicht [mehr] bei David in Hebron. Denn er hatte ihn entlassen, und er war in Frieden weggegangen. 3.23 Als nun Joab und das ganze Heer, das bei ihm war, ankamen, da berichtete man Joab: Abner, der Sohn des Ner, ist zum Koenig gekommen. Und der hat ihn entlassen, und er ist in Frieden weggegangen. 3.24 Da kam Joab zum Koenig und sagte: Was hast du getan! Siehe, Abner ist zu dir gekommen! Warum denn hast du ihn entlassen, so dass er ungehindert weggegangen ist? 3.25 Du kennst [doch] Abner, den Sohn des Ner, dass er gekommen ist, um dich zu beschwatzen und um dein Gehen und dein Kommen zu erfahren und alles zu erfahren, was du tust. 3.26 Und Joab ging von David hinaus und sandte Abner Boten nach. Die holten ihn zurueck von der Zisterne Sira. David aber wusste nichts [davon]. 3.27 Als nun Abner nach Hebron zurueckkam, fuehrte ihn Joab beiseite in das Tor, um in der Stille mit ihm zu reden. Dort stach er ihn in den Bauch, so dass er starb - um des Blutes seines Bruders Asael willen. 3.28 Als David nachher davon hoerte, sagte er: Schuldlos bin ich und mein Koenigtum vor dem HERRN auf ewig an dem Blut Abners, des Sohnes Ners! 3.29 Es wende sich gegen das Haupt Joabs und gegen das ganze Haus seines Vaters! Und nie soll im Haus Joabs der fehlen, der an Ausfluss leidet und der Aussatz hat, der, der nach der Kruecke fasst, und der, der durchs Schwert faellt, und der, dem es an Brot fehlt! - 3.30 So haben Joab und sein Bruder Abischai Abner erschlagen, weil er ihren Bruder Asael bei Gibeon im Kampf getoetet hatte. 3.31 Und David sagte zu Joab und zu all dem Volk, das bei ihm war: Zerreisst eure Kleider und guertet euch mit Sacktuch und haltet Totenklage vor Abner her! Und der Koenig David ging hinter der Bahre her. 3.32 Und sie begruben Abner in Hebron. Und der Koenig erhob seine Stimme und weinte an Abners Grab, und das ganze Volk weinte. 3.33 Und der Koenig stimmte ein Klagelied ueber Abner an und sprach: 3.34 Musste, wie ein Gottloser stirbt, Abner sterben? 3.1 Deine Haende waren nicht gebunden, und deine Fuesse nicht in bronzene Fesseln gelegt. Wie man vor Verbrechern faellt, so bist du gefallen! Da weinte alles Volk noch mehr ueber ihn. 3.35 Und alles Volk kam, um David Brot zu reichen, waehrend es noch Tag war. Aber David schwor und sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufuegen, wenn ich vor [dem] Untergang der Sonne Brot oder [sonst] irgend etwas geniesse! 3.367 Und alles Volk nahm es wahr. Und es war gut in ihren Augen, wie alles, was der Koenig tat, in den Augen des ganzen Volkes gut war. 3.37 Und das ganze Volk und ganz Israel erkannten an diesem Tag, dass es nicht vom Koenig [ausgegangen] war, Abner, den Sohn des Ner, zu toeten. 3.38 Und der Koenig sagte zu seinen Knechten: Erkennt ihr nicht, dass an diesem Tag ein Oberster und Grosser in Israel gefallen ist? 39 Ich aber bin, obwohl zum Koenig gesalbt, heute [noch] schwach, waehrend diese Maenner, die Soehne der Zeruja, haerter sind als ich. Der HERR vergelte dem, der das Boese tut, nach seiner Bosheit! Ermordung Isch-Boschets - Bestrafung der Moerder durch David. \4\ 4.1 Und als der Sohn Sauls hoerte, dass Abner in Hebron gestorben war, da wurden seine Haende schlaff, und ganz Israel war bestuerzt. 4.2 Nun hatte der Sohn Sauls zwei Maenner als Oberste der Streitscharen, der Name des einen war Baana und der Name des anderen Rechab, Soehne Rimmons, des Beerotiters, von den Soehnen Benjamin. Denn auch Beerot wird zu Benjamin gerechnet. 4.3 Die Beerotiter aber waren nach Gittajim geflohen und sind dort als Fremde wohnen geblieben bis auf diesen Tag. 4.4 Und Jonatan, der Sohn Sauls, hatte einen an beiden Fuessen gelaehmten Sohn. Er war fuenf Jahre alt, als die Nachricht von Saul und Jonatan aus Jesreel kam; da hatte ihn seine Amme aufgenommen und war geflohen. Und es geschah, als sie hastig floh, dass er hinfiel und gelaehmt wurde. Und sein Name war Mefi-Boschet. 4.5 Und die Soehne Rimmons, des Beerotiters, Rechab und Baana, gingen hin und kamen bei der Hitze des Tages in das Haus Isch-Boschets; der hatte sich zur Mittagsruhe hingelegt. 4.6 Und die [beiden] kamen bis ins Innere des Hauses, als wollten sie Weizen holen, und stachen ihn in den Bauch. Und Rechab und sein Bruder Baana entkamen. 4.7 Sie waren [naemlich] ins Haus gekommen, waehrend er in seinem Schlafgemach auf seinem Bett lag; da schlugen sie ihn tot und hieben ihm den Kopf ab. Und sie nahmen seinen Kopf und gingen den Weg durch die [Jordan]ebene die ganze Nacht hindurch. 4.8 Und sie brachten Isch-Boschets Kopf zu David nach Hebron und sagten zum Koenig: Siehe da, der Kopf Isch-Boschets, des Sohnes Sauls, deines Feindes, der nach deinem Leben trachtete! So hat der HERR meinem Herrn, dem Koenig, an diesem Tag Rache verschafft an Saul und seinen Nachkommen. 4.9 Da antwortete David dem Rechab und seinem Bruder Baana, den Soehnen Rimmons, des Beerotiters, und sagte zu ihnen: So wahr der HERR lebt, der meine Seele aus jeder Not errettet hat, 4.10 den, der mir berichtete: Siehe, Saul ist tot! - und der in seinen Augen ein guter Bote war, den ergriff ich und brachte ihn um in Ziklag, dem ich doch [Lohn fuer] gute Botschaft haette geben sollen. 4.11 Wieviel mehr, da gottlose Maenner einen gerechten Mann in seinem Haus auf seinem Lager umgebracht haben, sollte ich jetzt nicht sein Blut von eurer Hand fordern und euch ausrotten von der Erde? 4.12 Und David gab seinen Dienern Befehl, und sie erschlugen sie und hieben ihnen die Haende und die Fuesse ab und haengten sie am Teich von Hebron auf. Isch-Boschets Kopf aber nahmen sie und begruben ihn im Grab Abners zu Hebron. David wird Koenig ueber ganz Israel - Davids Haus, seine Frauen und Soehne in Jerusalem. V. 1-5: 1Chr 11,1-3; 12,24-41. \5\ 5.1 Und alle Staemme Israels kamen zu David nach Hebron. Und sie sagten: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch. 5.2 Schon frueher, als Saul Koenig ueber uns war, bist du es gewesen, der Israel [ins Feld] hinausfuehrte und wieder [heim]brachte. Und der HERR hat zu dir gesprochen: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fuerst sein ueber Israel! 5.3 Und alle Aeltesten Israels kamen zum Koenig nach Hebron, und der Koenig David schloss vor dem HERRN einen Bund mit ihnen in Hebron. Und sie salbten David zum Koenig ueber Israel. 5.4Dreissig Jahre war David alt, als er Koenig wurde; vierzig Jahre lang war er Koenig. 5.5 In Hebron war er sieben Jahre und sechs Monate Koenig ueber Juda, und in Jerusalem war er 33 Jahre Koenig ueber ganz Israel und Juda. V. 6-10: 1Chr 11,4-9. 5.6 Und der Koenig zog mit seinen Maennern nach Jerusalem gegen die Jebusiter, die Bewohner des Landes. Und sie sagten zu David: Du wirst nicht hier hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich wegtreiben. Sie wollten damit sagen: David wird nicht hier hereinkommen. 5.7 Aber David nahm die Bergfeste Zion ein, das ist die Stadt Davids. 5.8 Und [zwar] sagte David an jenem Tag: Wer die Jebusiter schlaegt und in den Wasserschacht gelangt und die Lahmen und Blinden [erschlaegt], die der Seele Davids verhasst sind . . .! Daher sagt man: Ein Blinder und ein Lahmer duerfen nicht ins Haus kommen. 5.9 Und David wohnte in der Bergfeste und nannte sie Stadt Davids. Und David baute ringsum vom Millo an nach innen zu. - 5.10 Und David wurde immer maechtiger, und der HERR, der Gott der Heerscharen, war mit ihm. V. 11-16: 1Chr 14,1-7. 5.11 Und Hiram, der Koenig von Tyrus, sandte Boten zu David und Zedernholz und Zimmerleute und Mauerleute; die bauten David ein Haus. 5.12 Und David erkannte, dass der HERR ihn als Koenig ueber Israel eingesetzt und dass er sein Koenigtum um seines Volkes Israel willen erhoeht hatte. 5.13 Und David nahm noch Nebenfrauen und Frauen aus Jerusalem, nachdem er von Hebron gekommen war; und es wurden David noch mehr Soehne und Toechter geboren. V. 14-16: 1Chr 3,5-9. 5.14 Und dies sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Schammua und Schobab und Nathan und Salomo 5.15 und Jibhar und Elischua und Nefeg und Jafia 5.16 und Elischama und Eljada und Elifelet. Davids Siege ueber die Philister. 1Chr 14,8-17. 5.17 Und als die Philister hoerten, dass man David zum Koenig ueber Israel gesalbt hatte, da zogen alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hoerte es und zog in die Bergfeste hinab. 5.18 Und die Philister kamen und breiteten sich in der Ebene Refaim aus. 5.19 Da befragte David den HERRN: Soll ich gegen die Philister hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben? Und der HERR sprach zu David: Zieh hinauf! Denn ich werde die Philister gewiss in deine Hand geben. 5.20 Da kam David nach Baal-Perazim und David schlug sie dort. Und er sagte: Durchbrochen hat der HERR meine Feinde vor mir, wie ein Wasserdurchbruch. Daher gab er jenem Ort den Namen Baal-Perazim. 5.21 Und sie liessen dort ihre Goetzen [zurueck], und David und seine Maenner nahmen sie mit. 5.22 Und die Philister zogen noch einmal herauf und breiteten sich in der Ebene Refaim aus. 5.23 Und David befragte den HERRN; der aber sprach: Du sollst nicht hinaufziehen! Wende dich [und fall] ihnen in den Ruecken, dass du von der Seite der Bakabaeume an sie herankommst! 5.24 Und sobald du das Geraeusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der Bakabaeume hoerst, dann beeile dich! Denn dann ist der HERR vor dir ausgezogen, um das Heerlager der Philister zu schlagen. 5.25 Da machte David es so, wie der HERR ihm geboten hatte. Und er schlug die Philister von Gibeon an, bis man nach Geser kommt. Einholung der Bundeslade nach Jerusalem. V. 1-11: 1Chr 13. \6\ 6.1 Und David versammelte wieder alle Auserlesenen in Israel, 30 000 [Mann]. 6.2 Und David machte sich auf und zog hin mit dem ganzen Volk, das bei ihm war, nach Baala [in] Juda, um von dort die Lade Gottes heraufzuholen, ueber die der Name [des HERRN], der Name des HERRN der Heerscharen, der ueber den Cherubim thront, ausgerufen worden ist. 6.3 Und sie stellten die Lade Gottes auf einen neuen Wagen. So brachte man sie aus dem Haus Abinadabs, das auf dem Huegel [war]. Usa aber und Achjo, die Soehne Abinadabs, fuehrten den neuen Wagen. 6.4 Und sie trugen sie aus dem Haus Abinadabs weg, das auf dem Huegel [war; Usa ging] neben der Lade Gottes, waehrend Achjo vor der Lade herging. 6.5 Und David und das ganze Haus Israel tanzten vor dem HERRN mit allerlei [Instrumenten aus] Wacholderhoelzern, mit Zithern und mit Harfen und mit Tamburinen und mit Rasseln und mit Zimbeln. 6.6 Und als sie zur Tenne Nachons kamen, da streckte Usa [seine Hand] nach der Lade Gottes aus und fasste sie an, denn die Rinder hatten sich losgerissen. 6.7 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Usa, und Gott schlug ihn dort wegen der Unehrerbietigkeit. Und er starb dort bei der Lade Gottes. 6.8 Und es wurde David heiss [vor Schrecken] darueber, dass der HERR den Usa so weggerissen hatte. Und man nannte diesen Ort Perez-Usa; [so heisst er] bis auf diesen Tag. 6.9 Und David fuerchtete sich an diesem Tag vor dem HERRN und sagte: Wie soll die Lade des HERRN zu mir kommen? 6.10 Und David wollte die Lade des HERRN nicht zu sich in die Stadt Davids bringen lassen. Und David liess sie beiseite schaffen [in das] Haus Obed-Edoms, des Gatiters. 6.11 So blieb die Lade des HERRN drei Monate im Haus Obed-Edoms, des Gatiters. Und der HERR segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus. V. 12-23: 1Chr 15; 16. 6.12 Und dem Koenig David wurde berichtet: Der HERR hat das Haus Obed-Edoms und alles, was ihm [gehoert], gesegnet um der Lade Gottes willen. Da ging David hin und holte die Lade Gottes mit Freuden aus dem Haus Obed-Edoms in die Stadt Davids herauf. 6.13 Und es geschah, wenn die Traeger der Lade des HERRN sechs Schritte gegangen waren, opferte er einen Stier und ein Mastkalb. 6.14 Und David tanzte mit aller Kraft vor dem HERRN, und David war mit einem leinenen Ephod geguertet. 6.15 So brachten David und das ganze Haus Israel die Lade des HERRN hinauf mit Jauchzen und mit Hoernerschall. 6.16 Und es geschah, als die Lade des HERRN in die Stadt Davids kam, schaute Michal, die Tochter Sauls, aus dem Fenster. Als sie nun den Koenig David vor dem HERRN huepfen und tanzen sah, da verachtete sie ihn in ihrem Herzen. V. 17-19: 1Chr 16,1-3. 6.17 Und sie brachten die Lade des HERRN hinein und stellten sie an ihre Stelle in die Mitte des Zeltes, das David fuer sie aufgeschlagen hatte. Und David brachte Brandopfer und Heilsopfer vor dem HERRN dar. 6.18 Und als David die Darbringung der Brandopfer und der Heilsopfer beendet hatte, segnete er das Volk im Namen des HERRN der Heerscharen. 6.19 Und er verteilte an das ganze Volk, an die ganze Menge Israels, vom Mann bis zur Frau, an jeden einen Brotkuchen, einen Dattelkuchen und einen Rosinenkuchen. Und das ganze Volk ging fort, jeder in sein Haus. 6.20 Und als David zurueckkehrte, um seinem Haus den Segensgruss zu bringen, ging Michal, die Tochter Sauls, hinaus, David entgegen, und sagte: Wie ehrenwert hat sich heute der Koenig von Israel gezeigt, als er sich heute vor den Augen der Maegde seiner Knechte entbloesst hat, wie sich sonst nur einer der ehrlosen Leute entbloesst! 6.21 Da sagte David zu Michal: Vor dem HERRN, der mich vor deinem Vater und vor seinem ganzen Haus erwaehlt hat, um mich zum Fuersten ueber das Volk des HERRN, ueber Israel, zu bestellen, ja, vor dem HERRN will ich tanzen. 6.22 Und ich will noch geringer werden als diesmal und will niedrig werden in meinen Augen; aber bei den Maegden, von denen du sprichst, bei ihnen werde ich in Ehren stehen. 6.23 Michal aber, die Tochter Sauls, bekam kein Kind bis zum Tag ihres Todes. Verheissung des HERRN fuer David und sein Koenigtum. V. 1-16: 1Chr 17,1-14; 22,7-10; 28,2-7. \7\ 7.1 Und es geschah, als der Koenig in seinem Haus wohnte, und der HERR ihm ringsumher Ruhe verschafft hatte vor all seinen Feinden, 7.2 da sagte der Koenig zum Propheten Nathan: Siehe doch, ich wohne in einem Haus aus Zedern, waehrend die Lade Gottes in dem Zelt wohnt. 7.3 Und Nathan sagte zum Koenig: Geh hin, tu alles, was du im Herzen hast, denn der HERR ist mit dir! 7.4 Und es geschah in jener Nacht, da geschah das Wort des HERRN zu Nathan: 7.5 Geh hin und sage zu meinem Knecht, zu David: So spricht der HERR: Du willst mir ein Haus bauen als Wohnung fuer mich? 7.6 Wahrhaftig, nie habe ich in einem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich die Soehne Israel aus Aegypten heraufgefuehrt habe, bis zum heutigen Tag; sondern ich bin umhergezogen in Zelt und Wohnung. 7.7 In der ganzen [Zeit], die ich unter allen Soehnen Israel umhergezogen bin, habe ich [da jemals] zu einem der Staemme Israels, dem ich gebot, mein Volk Israel zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedern gebaut? 7.8 Und nun, so sollst du zu meinem Knecht, zu David, sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich selbst habe dich von der Weide genommen, hinter der Schafherde weg, dass du Fuerst sein solltest ueber mein Volk, ueber Israel. 7.9 Und ich bin mit dir gewesen ueberall, wohin du gegangen bist, und habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet. Und ich mache dir einen grossen Namen gleich dem Namen der Grossen, die auf Erden sind. 7.10 Und ich setze fuer mein Volk, fuer Israel, einen Ort fest und pflanze es ein, dass es an seiner Staette [sicher] wohnt und nicht mehr in Unruhe geraet und die Soehne der Ruchlosigkeit es nicht mehr unterdruecken wie frueher, 7.11 und [zwar] seit dem Tag, da ich Richter ueber mein Volk Israel bestellt habe. Und ich verschaffe dir Ruhe vor all deinen Feinden. So verkuendigt dir [nun] der HERR, dass der HERR dir ein Haus machen wird. 7.12 Wenn deine Tage erfuellt sind und du dich zu deinen Vaetern gelegt hast, dann werde ich deinen Nachkommen, der aus deinem Leib kommt, nach dir aufstehen lassen und werde sein Koenigtum festigen. 7.13 Der wird meinem Namen ein Haus bauen. Und ich werde den Thron seines Koenigtums festigen fuer ewig. 7.14 Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein. Wenn er verkehrt handelt, werde ich ihn mit einer Menschenrute und mit Schlaegen der Menschenkinder zuechtigen. 7.15 Aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul habe weichen lassen, den ich vor dir weggetan habe. 7.16 Dein Haus aber und dein Koenigtum sollen vor dir Bestand haben fuer ewig, dein Thron soll feststehen fuer ewig. V. 17-29: 1Chr 17,15-27. 7.17 Nach all diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, so redete Nathan zu David. 7.18 Da ging der Koenig David hinein und setzte sich vor dem HERRN nieder und sagte: Wer bin ich, Herr, HERR, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? 7.19 Und das war noch zu gering in deinen Augen, Herr, HERR! Und du hast sogar ueber das Haus deines Knechtes auf ferne [Zukunft] hin geredet, und dies als Weisung fuer Menschen, Herr, HERR. 7.20 Doch was soll David noch weiter zu dir reden? Du kennst ja deinen Knecht, Herr, HERR! 7.21 Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du all dies Grosse getan, um es deinen Knecht erkennen zu lassen. 7.22 Darum bist du gross, Herr, HERR! Ja, niemand ist dir gleich, und es gibt keinen Gott ausser dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehoert haben. 7.23 Und wer ist wie dein Volk, wie Israel, die einzige Nation auf Erden, [fuer] die Gott hingegangen ist, [sie] sich zum Volk zu erloesen und um sich einen Namen zu machen und an ihnen Grosses zu erweisen und furchtgebietende Taten an deinem Land, [indem du] vor deinem Volk, das du dir aus Aegypten erloest hast, Nationen und ihre Goetter [vertriebst]. 7.24 Und du hast dir dein Volk Israel fest gegruendet, [dass es] ewig dir zum Volk sei; und du, HERR, bist ihr Gott geworden. 7.25 Und nun, HERR [und] Gott, das Wort, das du ueber deinen Knecht und ueber sein Haus geredet hast, halte ewig aufrecht, und tu, wie du geredet hast! 7.26 Dann wird dein Name ewig gross sein, indem man sagt: Der HERR der Heerscharen ist Gott ueber Israel! Und das Haus deines Knechtes David wird vor dir feststehen. 7.27 Denn du, HERR der Heerscharen, Gott Israels, hast das Ohr deines Knechtes geoeffnet und gesagt: Ich werde dir ein Haus bauen! - darum hat dein Knecht sich ein Herz gefasst, dieses Gebet zu dir zu beten. 7.28 Und nun, Herr, HERR, du bist es, der da Gott ist, und deine Worte sind Wahrheit, und du hast dieses Gute zu deinem Knecht geredet. 7.29 So lass es dir nun gefallen und segne das Haus deines Knechtes, dass es ewig vor dir sei! Denn du, Herr, HERR, hast geredet, und mit deinem Segen wird das Haus deines Knechtes gesegnet sein fuer ewig! Davids Kriege - Seine Beamten. V. 1-14: 1Chr 18,1-13. \8\ 8.1 Und es geschah danach, da schlug David die Philister und demuetigte sie. Und David nahm die Zuegel der Herrschaft aus der Hand der Philister. 8.2 Er schlug auch die Moabiter und mass sie mit der Messschnur ab, wobei er sie sich auf die Erde legen liess. Und er mass zwei Schnurlaengen ab, um zu toeten, und eine volle Schnurlaenge, um am Leben zu lassen. Und die Moabiter wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten. 8.3 David schlug auch Hadad-Eser, den Sohn Rehobs, den Koenig von Zoba, als er hinzog, um seine Macht am Strom [Euphrat] wiederherzustellen. 8.4 Und David nahm von ihm 1 700 Berittene und 20 000 Mann Fussvolk gefangen. Und David laehmte alle Wagen[pferde], aber 100 Wagen[pferde] von ihm liess er uebrig. 8.5 Da kamen die Aramaeer von Damaskus, um Hadad-Eser, dem Koenig von Zoba, zu helfen. David aber schlug unter den Aramaeern 22 000 Mann. 8.6 Und David setzte in Aram-Damaskus Voegte ein, und die Aramaeer wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten. So half der HERR dem David ueberall, wohin er zog. 8.7 Und David nahm die goldenen Schilde, die den Knechten Hadad-Esers gehoerten, und brachte sie nach Jerusalem. 8.8 Und aus Betach und aus Berotai, den Staedten Hadad-Esers, nahm der Koenig David sehr viel Bronze. 8.9 Und als Toi, der Koenig von Hamat, hoerte, dass David die ganze Heeresmacht Hadad-Esers geschlagen hatte, 8.10 sandte Toi seinen Sohn Joram zum Koenig David, um ihn nach [seinem] Wohlergehen zu fragen und ihm Glueck zu wuenschen, weil er gegen Hadad-Eser gekaempft und ihn geschlagen hatte - denn Hadad-Eser war Tois Kriegsgegner gewesen -, und in seiner Hand waren silberne Geraete und goldene Geraete und bronzene Geraete. 8.11 Auch diese heiligte der Koenig David dem HERRN, samt dem Silber und Gold, das er von all den Nationen heiligte, die er unterworfen hatte: 8.12 von Aram, von Moab und von den Soehnen Ammon, von den Philistern und von Amalek und von dem Pluendergut Hadad-Esers, des Sohnes Rehobs, des Koenigs von Zoba. 8.13 Und David machte [sich] einen Namen: Als er von seiner Schlacht gegen Edom im Salztal zurueckkam, da waren 18 000 [Mann gefallen]. 8.14 Und er setzte in Edom Voegte ein, in ganz Edom setzte er Voegte ein. Und alle Edomiter wurden David zu Knechten. So half der HERR dem David ueberall, wohin er zog. V. 15-18: Kap. 20,23-26; 1Chr 18,14-17; vgl. 1Koe 4,1-6. 8.15 Und David war Koenig ueber ganz Israel. Und David uebte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk. 8.16 Und Joab, der Sohn der Zeruja, war ueber das Heer [gesetzt]. Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Berater. 8.17 Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjatars, waren Priester. Und Seraja war Schreiber. 8.18 Und Benaja, der Sohn Jojadas, war ueber die Kreter und Pleter [gesetzt]. Und die Soehne Davids sind Priester gewesen. Davids Grossmut gegen Mefi-Boschet, den Sohn Jonatans. \9\ 9.1 Und David sagte: Gibt es vielleicht noch jemand, der vom Haus Sauls uebriggeblieben ist, damit ich Gnade an ihm erweise um Jonatans willen? 9.2 Es war aber ein Knecht vom Haus Sauls, sein Name war Ziba, den rief man zu David. Und der Koenig sagte zu ihm: Bist du Ziba? Er sagte: [Ja], dein Knecht. 9.3 Und der Koenig sagte: Ist niemand mehr da vom Haus Sauls, damit ich Gottes Gnade an ihm erweise? Da sagte Ziba zum Koenig: Es ist noch ein Sohn Jonatans da, der an beiden Fuessen gelaehmt ist. 9.4 Und der Koenig sagte zu ihm: Wo ist er? Ziba sagte zum Koenig: Siehe, er ist im Haus Machirs, des Sohnes Ammiels, in Lo-Dabar. 9.5 Da sandte der Koenig David hin und liess ihn aus dem Haus Machirs, des Sohnes Ammiels, aus Lo-Dabar holen. 9.6 Da kam Mefi-Boschet, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David und fiel auf sein Angesicht und warf sich nieder. Und David sagte: Mefi-Boschet! Er sagte: Siehe, dein Knecht. 9.7 Und David sagte zu ihm: Fuerchte dich nicht! Denn ich will nur Gnade an dir erweisen um deines Vaters Jonatan willen, und ich will dir alle Felder deines Vaters Saul zurueckgeben; du aber sollst staendig an meinem Tisch das Brot essen. 9.8 Da warf er sich nieder und sagte: Was ist dein Knecht, dass du dich einem toten Hund zugewandt hast, wie ich einer bin? 9.9 Und der Koenig rief Ziba, den Diener Sauls, und sagte zu ihm: Alles, was Saul und seinem ganzen Haus gehoert hat, habe ich dem Sohn deines Herrn gegeben. 9.10 Und du sollst fuer ihn das Land bearbeiten, du und deine Soehne und deine Knechte, und [die Ernte] einbringen, damit der Sohn deines Herrn Brot zu essen hat. Mefi-Boschet [selbst] aber, der Sohn deines Herrn, soll staendig das Brot an meinem Tisch essen. Und Ziba hatte fuenfzehn Soehne und zwanzig Knechte. 9.11 Da sagte Ziba zum Koenig: Nach allem, was mein Herr, der Koenig, seinem Knecht befiehlt, so wird dein Knecht tun. Und Mefi-Boschet, [sagte der Koenig], wird an meinem Tisch essen wie einer von den Koenigssoehnen. 9.12 Und Mefi-Boschet hatte einen kleinen Sohn, dessen Name war Micha. Und alle, die im Haus Zibas wohnten, waren Mefi-Boschets Knechte. 9.13 So wohnte Mefi-Boschet in Jerusalem, denn er ass bestaendig am Tisch des Koenigs. Er war aber gelaehmt an beiden Fuessen. Kriege gegen die Ammoniter und Aramaeer. 1Chr 19. \10\ 10.1 Und es geschah danach, da starb der Koenig der Soehne Ammon, und sein Sohn Hanun wurde an seiner Stelle Koenig. 10.2 Und David sagte: Ich will Gnade erweisen an Hanun, dem Sohn des Nahasch, so wie sein Vater Gnade an mir erwiesen hat. So sandte David hin, um ihn durch seine Knechte wegen seines Vaters zu troesten. Und die Knechte Davids kamen in das Land der Soehne Ammon. 10.3 Da sagten die Obersten der Soehne Ammon zu Hanun, ihrem Herrn: Will David in deinen Augen [wirklich] deinen Vater ehren, wenn er Troester zu dir gesandt hat? Hat nicht David seine Knechte zu dir gesandt, um die Stadt zu erforschen und sie auszukundschaften und sie umzukehren? 10.4 Da nahm Hanun die Knechte Davids und liess ihnen die Haelfte des Bartes abscheren und ihre Kleider zur Haelfte abschneiden bis an ihr Gesaess; und er schickte sie weg. 10.5 Als man [das] David berichtete, sandte er ihnen [Boten] entgegen, denn die Maenner waren sehr geschaendet. Und der Koenig liess [ihnen] sagen: Bleibt in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist, dann kommt zurueck! 10.6 Als nun die Soehne Ammon sahen, dass sie sich bei David stinkend gemacht hatten, da sandten die Soehne Ammon hin und warben die Aramaeer von Bet-Rehob und die Aramaeer von Zoba, 20 000 Mann zu Fuss, und den Koenig von Maacha, 1 000 Mann, und die Maenner von Tob, 12 000 Mann. 10.7 Als David [davon] hoerte, sandte er Joab aus und das ganze Heer, die Helden. 10.8 Und die Soehne Ammon zogen aus und ordneten sich am Eingang des Tores zur Schlacht. Aber die Aramaeer von Zoba und Rehob und die Maenner von Tob und Maacha standen gesondert auf dem [freien] Feld. 10.9 Und als Joab sah, dass die Kampffront von vorn und von hinten gegen ihn gerichtet war, da waehlte er von allen Auserlesenen Israels [einen Teil] aus und ordnete sich [mit ihnen zur Schlacht] gegen Aram. 10.10 Den Rest des [Kriegs]volkes aber uebergab er der Hand seines Bruders Abischai; und der ordnete [sie zur Schlacht] gegen die Soehne Ammon. 10.11 Und er sagte: Wenn Aram staerker ist als ich, dann sollst du mir Hilfe leisten; und wenn die Soehne Ammon staerker sind als du, dann will ich kommen, um dir zu helfen. 10.12 Sei stark und lass uns stark sein fuer unser Volk und fuer die Staedte unseres Gottes! Der HERR aber moege tun, was gut ist in seinen Augen. 10.13 Da rueckten Joab und das Volk, das bei ihm war, zum Kampf gegen die Aramaeer vor; und sie flohen vor ihm. 10.14 Als aber die Soehne Ammon sahen, dass Aram floh, da flohen auch sie vor Abischai und zogen [sich] in die Stadt [zurueck]. Da wandte sich Joab von den Soehnen Ammon ab und kam nach Jerusalem. 10.15 Als nun Aram sah, dass es vor Israel geschlagen war, sammelten sie sich alle [wieder]. 10.16 Und Hadad-Eser sandte hin und liess die Aramaeer, die jenseits des Stromes Euphrat waren, [zum Kampf] ausziehen. Und sie kamen nach Helam, und Schobach, der Heeroberste Hadad-Esers, [ging] vor ihnen her. 10.17 Das wurde David berichtet. Da versammelte er ganz Israel und ging ueber den Jordan und kam nach Helam. Und die Aramaeer ordneten sich [zur Schlacht] gegen David und kaempften mit ihm. 10.18 Aram aber floh vor Israel, und David erschlug von Aram 700 Wagen[kaempfer] und 40 000 Reiter. Auch seinen Heerobersten Schobach erschlug er; und der starb dort. 10.19 Als nun all die Koenige, die Hadad-Esers Knechte waren, sahen, dass sie vor Israel geschlagen waren, schlossen sie Frieden mit Israel und dienten ihnen. Und die Aramaeer fuerchteten sich, den Soehnen Ammon noch [einmal] zu helfen. Davids Ehebruch und Blutschuld. \11\ 11.1 Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, zur Zeit, wenn die Koenige [ins Feld] ausziehen, da sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz Israel aus. Und sie verheerten [das Land der] Soehne Ammon und belagerten Rabba. David aber blieb in Jerusalem. 11.2 Und es geschah zur Abendzeit, dass David von seinem Lager aufstand und sich auf dem Dach des Koenigshauses erging. Da sah er vom Dach aus eine Frau baden. Die Frau aber war von sehr schoenem Aussehen. 11.3 Und David sandte hin und erkundigte sich nach der Frau. Und man sagte: Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams, die Frau Urias, des Hetiters? 11.4 Da sandte David Boten hin und liess sie holen. Und sie kam zu ihm, und er lag bei ihr. Sie hatte sich aber [gerade] gereinigt von ihrer Unreinheit. Und sie kehrte in ihr Haus zurueck. 11.5 Und die Frau wurde schwanger. Und sie sandte hin und berichtete es David und sagte: Ich bin schwanger. 11.6 Da sandte David zu Joab: Schick mir Uria, den Hetiter! Und Joab schickte Uria zu David. 11.7 Und Uria kam zu ihm, und David fragte nach dem Wohlergehen Joabs und nach dem Wohlergehen des Volkes und nach der Kriegslage. 11.8 Und David sagte zu Uria: Geh in dein Haus hinab und wasche deine Fuesse! Und als Uria aus dem Haus des Koenigs ging, kam ein Geschenk des Koenigs hinter ihm her. 11.9 Uria aber legte sich am Eingang des Koenigshauses nieder bei allen Knechten seines Herrn und ging nicht in sein Haus hinab. 11.10 Und man berichtete es David: Uria ist nicht in sein Haus hinabgegangen. Da sagte David zu Uria: Bist du nicht von der Reise gekommen? Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen? 11.11 Uria aber sagte zu David: Die Lade und Israel und Juda wohnen in Zelten, und mein Herr [selbst], Joab, und die Knechte meines Herrn lagern auf freiem Feld, und da sollte ich in mein Haus hineingehen, um zu essen und zu trinken und bei meiner Frau zu liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, wenn ich das tue! 11.12 Da sagte David zu Uria: Bleib auch heute [noch] hier! Morgen werde ich dich dann entlassen. So blieb Uria an diesem Tag und am folgenden in Jerusalem. 11.13 Und David lud ihn ein, und er ass und trank vor ihm, und er machte ihn betrunken. Und am Abend ging er hinaus, um sich auf sein Lager bei den Knechten seines Herrn hinzulegen; aber in sein Haus ging er nicht hinab. 11.14 Und es geschah am [naechsten] Morgen, da schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch Uria. 11.15 Und er schrieb in dem Brief folgendes: Stellt Uria dahin, wo die Kampffront am haertesten ist, und zieht euch hinter ihm zurueck, dass er getroffen wird und stirbt! 11.16 Und es geschah, als Joab die Stadt [staendig] beobachtete, setzte er Uria an der Stelle ein, von der er erkannt hatte, dass dort kriegstuechtige Maenner waren. 11.17 Als nun die Maenner der Stadt auszogen und gegen Joab kaempften, fielen [einige] vom Volk, von den Knechten Davids; dabei starb auch Uria, der Hetiter. 11.18 Da sandte Joab hin und berichtete David alle Ereignisse des Kampfes. 11.19 Und er befahl dem Boten und sagte: Wenn du damit fertig bist, alle Ereignisse des Kampfes dem Koenig zu melden, 11.20 und wenn dann der Zorn des Koenigs aufsteigt und er zu dir sagt: Warum seid ihr so nah an die Stadt herangerueckt, um zu kaempfen? Habt ihr nicht erkannt, dass sie von der Mauer herab schiessen wuerden? 11.21 Wer hat [denn] Abimelech, den Sohn Jerubbeschets, erschlagen? Warf nicht eine Frau den oberen Muehlstein von der Mauer auf ihn herab, dass er in Tebez starb? Wozu seid ihr so nah an die Mauer herangerueckt? - dann sollst du sagen: Auch dein Knecht Uria, der Hetiter, ist tot. 11.22 Und der Bote ging hin. Und er kam und berichtete David alles, was Joab ihm aufgetragen hatte. 11.23 Und der Bote sagte zu David: Da die Maenner uns ueberlegen waren, zogen sie gegen uns aufs [freie] Feld heraus; wir aber blieben an ihnen bis zum Eingang des Tores. 11.24 Da schossen die Schuetzen von der Mauer herab auf deine Knechte, und es starben [einige] von den Knechten des Koenigs; und auch dein Knecht Uria, der Hetiter, ist tot. 11.25 Da sagte David zu dem Boten: So sollst du zu Joab sagen: Lass diese Sache nicht so schlimm sein in deinen Augen! Denn das Schwert frisst bald so, bald so. Fuehre deinen Kampf gegen die Stadt entschlossen fort und reisse sie nieder! So ermutige ihn! 11.26 Und als Urias Frau hoerte, dass Uria, ihr Mann, tot war, hielt sie die Totenklage um ihren Gatten. 11.27 Als aber die Trauer[zeit] vorueber war, sandte David hin und nahm sie in sein Haus auf. Und sie wurde seine Frau und gebar ihm einen Sohn. In den Augen des HERRN aber war die Sache boese, die David getan hatte. Nathans Strafrede und Davids Busse. \12\ 12.1 Und der HERR sandte Nathan zu David. Und er kam zu ihm und sagte zu ihm: Zwei Maenner waren in einer Stadt, der eine reich und der andere arm. 12.2 Der Reiche hatte Schafe und Rinder in grosser Menge. 12.3 Der Arme hatte aber nichts als nur ein einziges kleines Lamm, das er gekauft hatte. Und er ernaehrte es, und es wurde gross bei ihm, zugleich mit seinen Kindern. Von seinem Bissen ass es, aus seinem Becher trank es, und in seinem Schoss schlief es. Es war ihm wie eine Tochter. 12.4 Da kam ein Besucher zu dem reichen Mann; dem aber tat es leid, [ein Tier] von seinen Schafen und von seinen Rindern zu nehmen, um es fuer den Wanderer zuzurichten, der zu ihm gekommen war. Da nahm er das Lamm des armen Mannes und richtete es fuer den Mann zu, der zu ihm gekommen war. 12.5 Da entbrannte der Zorn Davids sehr gegen den Mann, und er sagte zu Nathan: So wahr der HERR lebt, der Mann, der das getan hat, ist ein Kind des Todes. 12.6 Das Lamm aber soll er vierfach erstatten, dafuer dass er diese Sache getan hat, und weil es ihm [um den Armen] nicht leid getan hat. 12.7 Da sagte Nathan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum Koenig ueber Israel gesalbt, und ich habe dich aus der Hand Sauls errettet, 12.8 und ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben und die Frauen deines Herrn in deinen Schoss und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben. Und wenn es zu wenig war, so haette ich dir noch dies und das hinzugefuegt. 12.9 Warum hast du das Wort des HERRN verachtet, indem du tatest, was boese ist in seinen Augen? Uria, den Hetiter, hast du mit dem Schwert erschlagen, und seine Frau hast du dir zur Frau genommen. Ihn selbst hast du ja umgebracht durch das Schwert der Soehne Ammon. 12.10 Nun denn, so soll das Schwert von deinem Haus auf ewig nicht weichen, dafuer dass du mich verachtet und die Frau Urias, des Hetiters, genommen hast, damit sie deine Frau sei. 12.11 So spricht der HERR: Siehe, ich lasse aus deinem eigenen Haus Unglueck ueber dich erstehen und nehme deine Frauen vor deinen Augen weg und gebe sie deinem Naechsten, dass er bei deinen Frauen liegt vor den Augen dieser Sonne! 12.12 Denn du, du hast es im Verborgenen getan; ich aber, ich werde dies tun vor ganz Israel und vor der Sonne! 12.13 Da sagte David zu Nathan: Ich habe gegen den HERRN gesuendigt. Und Nathan sagte zu David: So hat auch der HERR deine Suende hinweggetan, du wirst nicht sterben. 12.14 Nur weil du den Feinden des HERRN durch diese Sache Anlass zur Laesterung gegeben hast, muss auch der Sohn, der dir geboren ist, sterben. 12.15 Und Nathan ging in sein Haus [zurueck]. Davids Bestrafung - Geburt Salomos. Und der HERR schlug das Kind, das Urias Frau dem David geboren hatte, und es wurde schwer krank. 12.16 Und David suchte Gott um des Jungen willen. Und David fastete lange. Und wenn er hineinkam, lag er die Nacht ueber auf der Erde. 12.17 Und die Aeltesten seines Hauses machten sich zu ihm auf, um ihn von der Erde aufzurichten. Aber er wollte nicht und ass kein Brot mit ihnen. 12.18 Und es geschah am siebten Tag, da starb das Kind. Und die Knechte Davids fuerchteten sich, ihm zu berichten, dass das Kind tot sei, denn sie sagten [sich]: Siehe, als das Kind [noch] am Leben war, haben wir zu ihm geredet, und er hat nicht auf unsere Stimme gehoert: Wie koennten wir [jetzt] zu ihm sagen: Das Kind ist tot? Er wuerde Unheil anrichten. 12.19 Und David sah, dass seine Knechte miteinander fluesterten. Da merkte David, dass das Kind tot war. Und David sagte zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Sie sagten: [Es ist] tot. 12.20 Da stand David von der Erde auf und wusch sich und salbte sich und wechselte seine Kleider und ging ins Haus des HERRN und warf sich [vor ihm] nieder. Dann kam er in sein Haus [zurueck] und verlangte [zu essen], und man setzte ihm Brot vor, und er ass. 12.21 Da sagten seine Knechte zu ihm: Was ist das fuer eine Sache, die du tust? Als das Kind lebte, hast du um seinetwillen gefastet und geweint, sobald aber das Kind gestorben war, bist du aufgestanden und hast gegessen! 12.22 Da sagte er: Als das Kind noch lebte, habe ich gefastet und geweint, weil ich [mir] sagte: Wer weiss, [vielleicht] wird der HERR mir gnaedig sein, und das Kind bleibt am Leben. 12.23 Jetzt aber, da es tot ist, wozu sollte ich denn fasten? Kann ich es [etwa] noch zurueckbringen? Ich gehe [einmal] zu ihm, aber es wird nicht zu mir zurueckkehren. 12.24 Und David troestete seine Frau Batseba. Und er ging zu ihr ein und lag bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, und er gab ihm den Namen Salomo. Und der HERR liebte ihn. 12.25 Und er sandte durch den Propheten Nathan hin; und der gab ihm den Namen Jedidja um des HERRN willen. Davids Sieg ueber die Ammoniter. 1Chr 20,1-3. 12.26 Und Joab kaempfte gegen [die Stadt] Rabba der Soehne Ammon und nahm die Koenigsstadt ein. 12.27 Und Joab sandte Boten zu David und liess [ihm] sagen: Ich habe gegen Rabba gekaempft und auch die Wasserstadt eingenommen. 12.28 Und nun sammle den Rest des [Kriegs]volkes und belagere die Stadt und nimm sie ein, damit nicht ich es bin, der die Stadt einnimmt, und [nicht] mein Name ueber ihr ausgerufen wird! 12.29 Da sammelte David alles [Kriegs]volk und zog nach Rabba, und er kaempfte gegen es und nahm es ein. 12.30 Und er nahm ihrem Koenig die Krone von seinem Haupt. Ihr Gewicht war ein Talent Gold, und ein kostbarer Stein [war an ihr]. Und sie kam auf das Haupt Davids. Und das Pluendergut der Stadt brachte er in grosser Menge hinaus. 12.31 Das Volk aber, das darin war, fuehrte er heraus und stellte es an die Steinsaege, an die eisernen Pickel und an die eisernen Beile und liess sie als Sklaven an den Ziegelformen arbeiten. Und so machte er es mit allen Staedten der Soehne Ammon. Und David und das ganze Volk kehrten nach Jerusalem zurueck. Amnons Schandtat. \13\ 13.1 Und es geschah danach: Absalom, der Sohn Davids, hatte eine schoene Schwester, ihr Name war Tamar. Und Amnon, der Sohn Davids, liebte sie. 13.2 Und es war dem Amnon wehe um seiner Schwester Tamar willen, bis dass er sich krank fuehlte. Denn sie war eine Jungfrau, und es war in den Augen Amnons unmoeglich, ihr irgend etwas anzutun. 13.3 Und Amnon hatte einen Freund, sein Name war Jonadab, der Sohn des Schimea, des Bruders Davids. Jonadab aber war ein sehr kluger Mann. 13.4 Der sagte zu ihm: Warum bist du Morgen fuer Morgen so elend, Koenigssohn? Willst du es mir nicht mitteilen? Amnon sagte zu ihm: Ich liebe Tamar, die Schwester meines Bruders Absalom. 13.5 Da sagte Jonadab zu ihm: Leg dich auf dein Lager und stell dich krank! Und kommt dein Vater, um nach dir zu sehen, dann sag zu ihm: Es soll doch meine Schwester Tamar kommen und mir Krankenkost bringen! Sie sollte vor meinen Augen die Krankenkost zubereiten, damit ich es sehen kann. Dann wuerde ich aus ihrer Hand essen. 13.6 Und Amnon legte sich hin und stellte sich krank. Und als der Koenig kam, um nach ihm zu sehen, sagte Amnon zum Koenig: Es soll doch meine Schwester Tamar kommen und vor meinen Augen zwei Kuchen zubereiten, damit ich aus ihrer Hand Krankenkost esse! 13.7 Da sandte David zu Tamar ins Haus und liess [ihr] sagen: Geh doch ins Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm Krankenkost! 13.8 Und Tamar ging ins Haus ihres Bruders Amnon, waehrend er [im Bett] lag, und sie nahm den Teig und knetete ihn und bereitete Kuchen vor seinen Augen zu und backte die Kuchen. 13.9 Und sie nahm die Pfanne und schuettete [sie] vor ihm aus. Er aber weigerte sich zu essen. Und Amnon sagte: Lasst jedermann von mir hinausgehen! Und jedermann ging von ihm hinaus. 13.10 Da sagte Amnon zu Tamar: Bring die Krankenkost in die innere Kammer, damit ich aus deiner Hand esse! Und Tamar nahm die Kuchen, die sie zubereitet hatte, und brachte sie ihrem Bruder Amnon in die innere Kammer. 13.11 Als sie ihm aber [etwas] zu essen hinreichte, packte er sie und sagte zu ihr: Komm, liege bei mir, meine Schwester! 13.12 Sie aber sagte zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Tu mir keine Gewalt an, denn so handelt man nicht in Israel! Tu [doch] diese Schandtat nicht! 13.13 Und ich, wohin sollte ich meine Schmach tragen? Du aber, du wuerdest sein wie einer der Schaendlichen in Israel. Und nun rede doch zum Koenig, denn er wird mich dir nicht vorenthalten! 13.14 Er aber wollte nicht auf ihre Stimme hoeren. Und er ueberwaeltigte sie und tat ihr Gewalt an und lag bei ihr. 13.15 [Dann] aber hasste Amnon sie mit sehr grossem Hass. Ja, der Hass, mit dem er sie hasste, war groesser als die Liebe, mit der er sie geliebt hatte. Und Amnon sagte zu ihr: Steh auf, geh weg! 13.16 Sie aber sagte zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Denn dieses Unrecht ist [noch] groesser als das andere, das du mir angetan hast, wenn du mich [jetzt] wegjagst. Aber er wollte nicht auf sie hoeren. 13.17 Und er rief seinen Burschen, seinen Diener, und sagte: Jagt die da weg, fort von mir, nach draussen, und verriegele die Tuer hinter ihr! 13.18 Sie trug aber einen bunten Leibrock. Denn mit solchen Gewaendern kleideten sich die Toechter des Koenigs, die [noch] Jungfrauen [waren]. Und sein Diener brachte sie hinaus und verriegelte die Tuer hinter ihr. 13.19 Da nahm Tamar Asche, [streute sie] auf ihren Kopf und zerriss den bunten Leibrock, den sie anhatte, und sie legte ihre Hand auf ihren Kopf und lief schreiend davon. Absaloms Rache und Flucht. 13.20 Und ihr Bruder Absalom sagte zu ihr: War dein Bruder Amnon mit dir [zusammen]? Nun denn, meine Schwester, schweig still! Er ist dein Bruder. Nimm dir diese Sache nicht so zu Herzen! Da blieb Tamar, und zwar einsam, im Haus ihres Bruders Absalom. 13.21 Als der Koenig David alle diese Dinge hoerte, wurde er sehr zornig. 13.22 Absalom aber redete mit Amnon weder Boeses noch Gutes. Denn Absalom hasste Amnon deshalb, weil er seiner Schwester Tamar Gewalt angetan hatte. 13.23 Und es geschah nach einer Zeit von zwei Jahren, da hatte Absalom Schafscherer in Baal-Hazor, das bei Ephraim [liegt], und Absalom lud alle Soehne des Koenigs ein. 13.24 Und Absalom kam zum Koenig und sagte: Sieh doch, dein Knecht hat die Schafscherer! Der Koenig und seine Knechte moegen doch mit deinem Knecht gehen! 13.25 Aber der Koenig sagte zu Absalom: Nein, mein Sohn! Wir koennen doch nicht alle zusammen hingehen. Wir wollen dir nicht zur Last fallen. Und er draengte ihn; aber er wollte nicht gehen, sondern segnete ihn [zum Abschied]. 13.26 Da sagte Absalom: Wenn nicht, dann mag doch [wenigstens] mein Bruder Amnon mit uns gehen! Der Koenig sagte zu ihm: Wozu soll er mit dir gehen? 13.27 Absalom aber draengte ihn. Da schickte er Amnon und alle [anderen] Soehne des Koenigs mit ihm. 13.28 Und Absalom befahl seinen Dienern: Seht doch zu, wenn Amnons Herz vom Wein froehlich wird und ich zu euch sage: Erschlagt Amnon! - dann toetet ihn! Fuerchtet euch nicht! Ist es nicht so, dass ich es euch befohlen habe? Seid stark und zeigt euch als tapfere Maenner! 13.29 Und die Diener Absaloms machten [es] mit Amnon so, wie Absalom es befohlen hatte. Da sprangen alle Soehne des Koenigs auf, und sie stiegen jeder auf sein Maultier und flohen. 13.30 Und es geschah, waehrend sie [noch] auf dem Weg waren, kam das Geruecht zu David: Absalom hat alle Soehne des Koenigs erschlagen, und nicht einer von ihnen ist uebriggeblieben. 13.31 Da stand der Koenig auf und zerriss seine Kleider und legte sich auf die Erde, und alle seine Knechte standen mit zerrissenen Kleidern [um ihn herum]. 13.32 Da ergriff Jonadab, der Sohn Schimeas, des Bruders Davids, das Wort und sagte: Mein Herr glaube nicht, dass man all die jungen Maenner, die Soehne des Koenigs, getoetet hat, sondern Amnon allein ist tot. Denn auf Absaloms Mund lag [das] als [finsterer] Entschluss von dem Tag an, da er seiner Schwester Tamar Gewalt angetan hatte. 13.33 Und nun nehme mein Herr, der Koenig, die Sache nicht so zu Herzen, dass er glaube, alle Soehne des Koenigs seien tot, sondern Amnon allein ist tot! 13.34 Und Absalom floh. Als nun der Diener, der [Turm]waechter, seine Augen erhob und sah, siehe, da kam viel Volk vom Weg hinter ihm, von der Seite des Berges. 13.35 Da sagte Jonadab zum Koenig: Siehe, die Soehne des Koenigs kommen! Wie dein Knecht gesagt hat, so ist es geschehen. 13.36 Und es geschah, als er zu Ende geredet hatte, siehe, da kamen die Soehne des Koenigs und erhoben ihre Stimme und weinten. Und auch der Koenig und all seine Knechte brachen in ein sehr grosses Weinen aus. 13.37 Absalom aber war geflohen und ging zu Talmai, dem Sohn Ammihuds, dem Koenig von Geschur. Und David trauerte um seinen Sohn alle Tage. 13.38 Absalom aber war geflohen und nach Geschur gegangen. Dort blieb er drei Jahre. 13.39 [Seine Flucht] hielt den Koenig David davon ab, gegen Absalom auszuziehen; vielmehr troestete er sich ueber Amnon, dass er tot war. Absaloms Rueckkehr und Begnadigung. \14\ 14.1 Als nun Joab, der Sohn der Zeruja, erkannte, dass das Herz des Koenigs auf Absalom [gerichtet] war, 14.2 da sandte Joab nach Tekoa und liess von dort eine kluge Frau holen und sagte zu ihr: Stell dich doch wie eine Trauernde und zieh Trauerkleider an und salbe dich nicht mit Oel und benimm dich wie eine Frau, die schon viele Tage ueber einen Toten trauert! 14.3 Geh dann zum Koenig hinein und rede zu ihm nach folgendem Wort! Und Joab legte ihr die Worte in den Mund. 14.4 Und die Frau aus Tekoa kam zum Koenig. Und sie fiel auf ihr Gesicht zur Erde und warf sich nieder und sagte: Hilf, o Koenig! 14.5 Und der Koenig sprach zu ihr: Was [fehlt] dir? Da sagte sie: Ach, ich bin eine Witwe, und mein Mann ist gestorben. 14.6 Und deine Magd hatte zwei Soehne, und sie rauften sich beide auf dem Feld, und da kein Retter zwischen ihnen war, schlug der eine den andern nieder und toetete ihn. 14.7 Und siehe, die ganze Sippe ist gegen deine Magd aufgestanden, und sie sagen: Gib den heraus, der seinen Bruder erschlagen hat, damit wir ihn toeten fuer die Seele seines Bruders, den er umgebracht hat, dass wir [so] auch den Erben ausrotten! Und so wollen sie meine Kohle ausloeschen, die mir uebriggeblieben ist, um meinem Mann weder Namen noch Nachkommen auf der Flaeche des Erdbodens zu lassen. 14.8 Da sagte der Koenig zu der Frau: Geh in dein Haus! Ich selbst werde deinetwegen Befehl geben. 14.9 Und die Frau aus Tekoa sagte zum Koenig: Auf mir, mein Herr und Koenig, und auf dem Haus meines Vaters [wird nun] die Schuld [liegen]; der Koenig aber und sein Thron werden schuldlos sein! 14.10 Da sagte der Koenig: Wer gegen dich redet, den bring zu mir! Er soll dich kuenftig nicht mehr antasten. 14.11 Sie aber sagte: Der Koenig gedenke doch des HERRN, deines Gottes, damit der Blutraecher nicht noch mehr Verderben anrichtet und man meinen Sohn nicht ausrottet! Und er sagte: So wahr der HERR lebt, wenn von den Haaren deines Sohnes [eines] auf die Erde faellt! 14.12 Und die Frau sagte: Lass doch deine Magd ein Wort zu meinem Herrn, dem Koenig, reden! Er sagte: Rede! 14.13 Da sagte die Frau: Und warum beabsichtigst du so etwas gegen das Volk Gottes? Denn da der Koenig dieses Wort geredet hat, ist er einem Schuldbeladenen gleich, indem der Koenig den von ihm Verstossenen nicht zurueckkehren laesst. 14.14 Denn sterben muessen wir und sind wie Wasser, das auf die Erde geschuettet wird und das man nicht wieder sammeln kann. Aber Gott will nicht das Leben wegnehmen, sondern er hat die Absicht, dass der Verstossene nicht [auch] von ihm weg verstossen bleibt. 14.15 Nun denn, dass ich gekommen bin, um dieses Wort zu dem Koenig, meinem Herrn, zu reden, [geschah], weil das Volk mich in Furcht versetzt hat. Da sagte [sich] deine Magd: Ich will doch zum Koenig reden, vielleicht wird der Koenig das Wort seiner Sklavin tun. 14.16 Denn der Koenig wird [darauf] hoeren, um seine Sklavin aus der Faust des Mannes zu erretten, der mich samt meinem Sohn aus dem Erbteil Gottes ausrotten will. 14.17 Und deine Magd sagte [sich]: Das Wort meines Herrn, des Koenigs, moege doch zur Beruhigung [fuer mich] sein. Denn wie der Engel Gottes, so ist mein Herr, der Koenig, um das Gute und das Boese anzuhoeren. Und der HERR, dein Gott, sei mit dir! 14.18 Da antwortete der Koenig und sagte zu der Frau: Verschweige mir doch ja nichts [von dem], wonach ich dich [jetzt] frage! Die Frau sagte: Mein Herr, der Koenig, moege doch reden! 14.19 Der Koenig sagte: Ist in alledem die Hand Joabs mit dir? Da antwortete die Frau und sagte: So wahr deine Seele lebt, mein Herr und Koenig, wenn jemand nach rechts oder nach links ausweichen kann vor allem, was mein Herr, der Koenig redet! Ja, dein Knecht Joab, er hat mir Befehl gegeben, und er hat deiner Magd all diese Worte in den Mund gelegt. 14.20 Um der Sache ein anderes Gesicht zu geben, hat dein Knecht Joab dieses Wort ausgemacht. Aber mein Herr ist weise, gleich der Weisheit des Engels Gottes, dass er alles erkennt, was auf Erden [geschieht]. 14.21 Und der Koenig sagte zu Joab: Siehe doch, ich tue diese [deine] Sache. So geh nun hin, lass den Jungen, den Absalom, zurueckkehren! 14.22 Da fiel Joab auf sein Angesicht zur Erde und warf sich nieder und segnete den Koenig. Und Joab sagte: Heute erkennt dein Knecht, dass ich Gunst gefunden habe in deinen Augen, mein Herr und Koenig, da der Koenig das Wort seines Knechtes getan hat. 14.23 Und Joab machte sich auf und ging nach Geschur und brachte Absalom nach Jerusalem zurueck. 14.24 Aber der Koenig sagte: Er soll sich zu seinem Haus wenden, mein Angesicht soll er nicht sehen. Da wandte sich Absalom zu seinem Haus, und das Angesicht des Koenigs sah er nicht. 14.25 In ganz Israel aber gab es keinen Mann so schoen wie Absalom [und] so sehr zu ruehmen. Von seiner Fusssohle bis zu seinem Scheitel war kein Makel an ihm. 14.26 Und wenn er sein Haupt scheren liess - es geschah naemlich am Ende jedes Jahres, dass er es scheren liess, denn es war ihm zu schwer, so liess er es scheren -, dann wog sein Haupthaar zweihundert Schekel nach koeniglichem Gewicht. 14.27 Und dem Absalom wurden drei Soehne geboren und eine Tochter, ihr Name war Tamar. Sie war eine Frau von schoenem Aussehen. 14.28 Und Absalom wohnte in Jerusalem zwei volle Jahre und hatte das Angesicht des Koenigs [noch] nicht gesehen. 14.29 Da sandte Absalom zu Joab, um ihn zum Koenig zu schicken, aber er wollte nicht zu ihm kommen. Und er sandte noch ein zweites Mal, aber er wollte [wieder] nicht kommen. 14.30 Da sagte er zu seinen Knechten: Seht, das Feld Joabs ist an meiner Seite. Er hat dort Gerste. Geht hin und steckt es in Brand! Und die Knechte Absaloms steckten das Feld in Brand. 14.31 Da machte Joab sich auf und kam zu Absalom ins Haus und sagte zu ihm: Warum haben deine Knechte das Feld, das mir gehoert, in Brand gesteckt? 14.32 Und Absalom sagte zu Joab: Siehe, ich hatte zu dir geschickt und [dir] sagen lassen: Komm her, ich will dich zum Koenig schicken, um [ihm] zu sagen: Wozu bin ich von Geschur hergekommen? Besser waere es fuer mich, ich waere noch dort. Jetzt aber will ich das Angesicht des Koenigs sehen. Und wenn es an mir eine Schuld gibt, dann soll er mich toeten. 14.33 Da begab sich Joab zum Koenig und berichtete es ihm. Und er rief Absalom. Der kam zum Koenig und warf sich vor ihm nieder [und fiel] auf sein Angesicht zur Erde [nieder] vor dem Koenig, und der Koenig kuesste Absalom. Absaloms Aufstand gegen David. \15\ 15.1 Und es geschah danach, da schaffte sich Absalom Wagen und Pferde an und fuenfzig Mann, die vor ihm herliefen. 15.2 Und Fruehmorgens machte Absalom sich auf und stellte sich an den Rand des Weges zum Tor. Und es geschah: Jeden Mann, der einen Rechtsstreit hatte und zum Koenig kam, um eine Rechtsentscheidung [zu suchen], den rief Absalom an und sagte: Aus welcher Stadt bist du? Und sagte der: Dein Knecht ist aus einem der Staemme Israels! - 15.3 dann sagte Absalom zu ihm: Siehe, deine Anliegen sind gut und recht; aber du hast beim Koenig niemanden, der [dich] anhoert. 15.4 Dann sagte Absalom [weiter]: Wuerde man mich doch als Richter im Land einsetzen! Bei mir wuerde jedermann Eingang finden, der einen Rechtsstreit hat und Rechtsentscheidung [sucht]; ich wuerde ihn gerecht sprechen! 15.5 Und es geschah, wenn jemand sich ihm naeherte, um sich vor ihm niederzuwerfen, dann streckte er seine Hand aus und ergriff ihn und kuesste ihn. 15.6 Und Absalom handelte auf diese Weise an allen Israeliten, die zum Koenig kamen, um eine Rechtsentscheidung [zu suchen]. So stahl Absalom das Herz der Maenner von Israel. 15.7 Und es geschah am Ende der vierzig Jahre, da sagte Absalom zum Koenig: Lass mich doch hingehen und in Hebron mein Geluebde erfuellen, das ich dem HERRN gelobt habe. 15.8 Denn als ich in Geschur in Aram wohnte, tat dein Knecht ein Geluebde und sagte: Wenn der HERR mich wirklich nach Jerusalem zurueckbringt, dann will ich dem HERRN dienen! 15.9 Da sagte der Koenig zu ihm: Geh hin in Frieden! Und er machte sich auf und ging nach Hebron. 15.10 Und Absalom sandte Geheimboten in alle Staemme Israels und liess sagen: Sobald ihr den Schall des Horns hoert, sollt ihr rufen: Absalom ist Koenig in Hebron! 15.11 Und mit Absalom gingen zweihundert Mann aus Jerusalem. Sie waren eingeladen worden und gingen in ihrer Arglosigkeit mit; und sie hatten nichts von der ganzen Sache erkannt. 15.12 Auch sandte Absalom [hin und liess] den Giloniter Ahitofel [kommen], den Ratgeber Davids, aus seiner Stadt, aus Gilo, als er [bereits] die Opfer schlachtete. So wurde die Verschwoerung stark, und das Volk bei Absalom wurde laufend zahlreicher. Davids Flucht aus Jerusalem. 15.13 Und ein Bote kam zu David und sagte: Das Herz der Maenner von Israel steht hinter Absalom. 15.14 Da sagte David zu all seinen Knechten, die bei ihm in Jerusalem waren: Macht euch auf und lasst uns fliehen! Denn [sonst] gibt es fuer uns kein Entkommen vor Absalom. Beeilt euch wegzukommen, damit er nicht eilends kommt und uns [noch] einholt und das Unheil ueber uns bringt und die Stadt mit der Schaerfe des Schwertes schlaegt! 15.15 Da sagten die Knechte des Koenigs zum Koenig: Ganz wie mein Herr, der Koenig, entscheidet - siehe, [wir sind] deine Knechte! 15.16 So zog denn der Koenig hinaus und sein ganzes Haus in seinem Gefolge. Und der Koenig liess zehn Nebenfrauen zurueck, das Haus zu hueten. 15.17 Als nun der Koenig hinausgezogen war und alles Volk in seinem Gefolge, machten sie halt beim letzten Haus. 15.18 Und alle seine Knechte zogen an seiner Seite vorueber, und zwar alle Kreter und alle Pleter und alle Gatiter, sechshundert Mann, die aus Gat in seinem Gefolge gekommen waren, zogen vor dem Koenig vorueber. 15.19 Da sagte der Koenig zu dem Gatiter Ittai: Warum willst auch du mit uns gehen? Kehr um und bleib bei dem Koenig, denn du bist ein Fremder, ja, du musstest sogar aus deinem Heimatort in die Verbannung gehen. 15.20 Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich aufjagen, mit uns zu gehen? Ich aber muss gehen, wohin ich eben gehe. Kehr um und fuehre deine Brueder zurueck! Guete und Treue seien mit dir! 15.21 Aber Ittai antwortete dem Koenig und sagte: So wahr der HERR lebt und mein Herr, der Koenig, lebt, wahrlich, an dem Ort, wo mein Herr, der Koenig, sein wird, sei es zum Tod, sei es zum Leben, nur dort wird dein Knecht sein! 15.22 Da sagte David zu Ittai: Komm und zieh vorueber! Und Ittai, der Gatiter, zog vorueber mit allen seinen Maennern und dem ganzen Tross, der bei ihm war. 15.23 Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, waehrend das ganze [Kriegs]volk vorueberging. Dann ging der Koenig ueber den Bach Kidron, und das ganze [Kriegs]volk zog hinueber auf dem Weg zur Wueste hin. 15.24 Und siehe, auch Zadok [war da] und mit ihm alle Leviten; die trugen die Lade des Bundes Gottes. Und sie stellten die Lade Gottes hin, und Abjatar brachte [Brandopfer] dar, bis das ganze [Kriegs]volk aus der Stadt vollstaendig hinuebergezogen war. 15.25 Und der Koenig sagte zu Zadok: Bring die Lade Gottes in die Stadt zurueck! Wenn ich Gunst finde in den Augen des HERRN, dann wird er mich zurueckbringen und mich ihn und seine Staette [wieder]sehen lassen. 15.26 Wenn er aber so spricht: Ich habe kein Gefallen an dir - hier bin ich, er mag mit mir tun, wie es gut ist in seinen Augen! 15.27 Und der Koenig sagte zum Priester Zadok: Siehst du [das ein]? Kehre in Frieden in die Stadt zurueck und dein Sohn Ahimaaz und Jonatan, der Sohn Abjatars, eure beiden Soehne, mit euch. 15.28 Seht, ich will an den Uebergaengen in der Wueste warten, bis ein Wort von euch kommt, mir Nachricht zu geben. 15.29 So brachten Zadok und Abjatar die Lade Gottes nach Jerusalem zurueck, und sie blieben dort. 15.30 David aber ging die Anhoehe der Olivenbaeume hinauf und weinte im Gehen; und sein Haupt war verhuellt, und er ging barfuss. Und alles Volk, das bei ihm war, sie hatten jeder sein Haupt verhuellt und gingen unter staendigem Weinen hinauf. 15.31 Und man berichtete David: Ahitofel ist unter den Verschwoerern bei Absalom. Da sagte David: Mach doch, HERR, den Rat Ahitofels zur Torheit! 15.32 Und es geschah, als David auf den Gipfel gekommen war, wo man sich vor Gott niederwirft, siehe, da [kam] ihm der Arkiter Huschai entgegen mit zerrissenem Leibrock und Erde auf seinem Kopf. 15.33 Und David sagte zu ihm: Wenn du mit mir weiterziehst, dann wirst du mir zur Last werden. 15.34 Wenn du aber in die Stadt zurueckkehrst und zu Absalom sagst: Dein Knecht, o Koenig, will ich sein; frueher war ich der Knecht deines Vaters, jetzt aber will ich dein Knecht sein! - dann kannst du mir den Rat Ahitofels zunichte machen. 15.35 Und sind dort nicht die Priester Zadok und Abjatar bei dir? Und es soll geschehen, alles, was du aus dem Haus des Koenigs hoerst, sollst du den Priestern Zadok und Abjatar mitteilen. 15.36 Siehe, ihre beiden Soehne sind dort bei ihnen, Ahimaaz, [der Sohn] des Zadok, und Jonatan, [der Sohn] des Abjatar. So sendet mir durch sie alles, was ihr hoert! 15.37 Da begab sich Huschai, der Freund Davids, in die Stadt. Absalom aber zog [gerade] in Jerusalem ein. Verleumdung des Mefi-Boschet durch Ziba - Davids Verfluchung durch Schimi. \16\ 16.1 Und als David von dem Gipfel ein wenig weitergegangen war, siehe, da [kam] Ziba, der Knecht Mefi-Boschets, ihm entgegen mit einem Paar gesattelter Esel, und auf ihnen zweihundert Brote und hundert Rosinenkuchen und hundert [Fruechte vom] Sommerobst und ein Schlauch Wein. 16.2 Und der Koenig sagte zu Ziba: Was willst du damit? Ziba sagte: Die Esel sind fuer das Haus des Koenigs zum Reiten und das Brot und das Sommerobst zum Essen fuer die Burschen und der Wein zum Trinken fuer den, der in der Wueste muede wird. 16.3 Und der Koenig sagte: Und wo ist der Sohn deines Herrn? Ziba sagte zum Koenig: Siehe, er ist in Jerusalem geblieben, denn er sagte: Heute wird mir das Haus Israel das Koenigtum meines Vaters zurueckgeben! 16.4 Da sagte der Koenig zu Ziba: Siehe, dein sei alles, was Mefi-Boschet gehoert! Ziba sagte: Ich beuge mich nieder. Moege ich Gunst finden in deinen Augen, mein Herr und Koenig! 16.5 Und als der Koenig David nach Bahurim kam, siehe, da kam von dort ein Mann von der Sippe des Hauses Saul heraus, sein Name war Schimi, der Sohn des Gera. Er kam unter staendigem Fluchen heraus 16.6 und warf mit Steinen nach David und nach allen Knechten des Koenigs David, obwohl alles [Kriegs]volk und alle Helden zu seiner Rechten und zu seiner Linken [gingen]. 16.7 Und so schrie Schimi, als er fluchte: Hinaus, hinaus, du Blutmensch, du Ruchloser! 16.8 Der HERR hat die ganze Blutschuld am Haus Sauls, an dessen Stelle du Koenig geworden bist, auf dich zurueckgebracht, und der HERR hat das Koenigtum in die Hand deines Sohnes Absalom gegeben! Siehe, jetzt bist du in deinem Unglueck, denn ein Blutmensch bist du! 16.9 Da sagte Abischai, der Sohn der Zeruja, zum Koenig: Warum soll dieser tote Hund meinem Herrn, dem Koenig, fluchen [duerfen]? Lass mich doch hinuebergehen und ihm den Kopf abhauen! 16.10 Aber der Koenig sagte: Was habe ich mit euch [zu tun], ihr Soehne der Zeruja? Ja, soll er [doch] fluchen! Denn wenn der HERR ihm gesagt hat: Fluche David! - wer darf dann sagen: Warum tust du das? 16.11 Und David sagte zu Abischai und zu all seinen Knechten: Siehe, mein Sohn, der aus meinem Leib hervorgegangen ist, trachtet mir nach dem Leben; wieviel mehr jetzt dieser Benjaminiter! Lasst ihn, mag er fluchen! Denn der HERR hat es ihm [gewiss] gesagt. 16.12 Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen, und der HERR wird mir Gutes zuwenden anstelle seines Fluchs an diesem Tag. 16.13 Und David und seine Maenner gingen ihres Weges, waehrend Schimi an der Seite des Berges neben ihm herging, im Gehen fluchte, mit Steinen [nach ihm] warf, [immer] neben ihm her, und [ihn] mit Erde bewarf. 16.14 Und der Koenig und alles Volk, das bei ihm war, kamen erschoepft [am Wasser] an. Dort erholte er sich wieder. Ahitofel und Huschai als Ratgeber Absaloms. 16.15 Absalom aber und alles Volk, die Maenner von Israel, kamen nach Jerusalem und Ahitofel war bei ihm. 16.16 Und es geschah, als Huschai, der Arkiter, der Freund Davids, zu Absalom kam, da sagte Huschai zu Absalom: Es lebe der Koenig! Es lebe der Koenig! 16.17 Und Absalom sagte zu Huschai: Das ist also deine Liebe zu deinem Freund? Warum bist du nicht mit deinem Freund gegangen? 16.18 Und Huschai sagte zu Absalom: Nein, sondern wen der HERR erwaehlt hat und dieses Volk und alle Maenner von Israel, dem will ich angehoeren, und bei ihm will ich bleiben. 16.19 Und zum andern, wem sollte ich dienen? [Etwa] nicht vor seinem Sohn? Wie ich vor deinem Vater gedient habe, so will ich [auch] vor dir sein. 16.20 Und Absalom sagte zu Ahitofel: Gebt einen Rat, was wir tun sollen! 16.21 Und Ahitofel sagte zu Absalom: Geh zu den Nebenfrauen deines Vaters ein, die er zurueckgelassen hat, das Haus zu hueten! Wenn dann ganz Israel hoert, dass du dich bei deinem Vater stinkend gemacht hast, werden die Haende all derer, die mit dir sind, stark werden. 16.22 Da schlug man fuer Absalom das Zelt auf dem Dach auf, und Absalom ging ein zu den Nebenfrauen seines Vaters vor den Augen von ganz Israel. 16.23 Der Rat Ahitofels aber, den er in jenen Tagen gab, war, als wenn man das Wort Gottes befragte; so [viel galt] jeder Rat Ahitofels sowohl bei David als auch bei Absalom. Ahitofels Rat wird verworfen, der Rat Huschais angenommen - Amasa, der Feldhauptmann Absaloms. \17\ 17.1 Und Ahitofel sagte zu Absalom: Lass mich doch zwoelftausend Mann auswaehlen und mich aufmachen und [noch] diese Nacht David nachjagen! 17.2 Und ich werde ueber ihn kommen, so lange er [noch] muede ist und schlaffe Haende hat, und ihn in Schrecken versetzen. Dann wird das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm ist, fliehen, und ich werde den Koenig allein erschlagen. 17.3 So werde ich das ganze Volk zu dir zurueckbringen. [Soviel] wie die Rueckkehr der Gesamtheit [bedeutet] der Mann, den du suchst: Das ganze Volk wird Frieden haben. 17.4 Und das Wort war recht in den Augen Absaloms und in den Augen aller Aeltesten von Israel. 17.5 Und Absalom sagte: Ruf doch auch Huschai, den Arkiter, damit wir hoeren, was auch er zu sagen hat! 17.6 Da kam Huschai zu Absalom. Und Absalom sagte zu ihm: Solch ein Wort hat Ahitofel geredet. Sollen wir sein Wort ausfuehren? Wenn nicht, dann rede du! 17.7 Da sagte Huschai zu Absalom: Nicht gut ist der Rat, den Ahitofel diesmal gegeben hat. 17.8 Und Huschai sagte [weiter]: Du kennst ja selbst deinen Vater und seine Maenner: Helden sind sie und [voll] erbitterten Mutes wie eine Baerin auf dem Feld, der man die Jungen geraubt hat. Und dein Vater ist ein Kriegsmann; er wird das Volk nicht uebernachten lassen. 17.9 Siehe, er hat sich jetzt in irgendeinem Loch oder sonst an einem Ort versteckt. Und es wird geschehen, wenn zu Anfang [einige] von ihnen fallen, so wird jeder, der es hoert, sagen: Das Volk, das Absalom nachfolgt, hat eine Niederlage erlitten! 17.10 Dann wuerde jeder - mag er auch ein tapferer Mann sein, dessen Herz wie ein Loewenherz ist - ganz sicher verzagen. Denn ganz Israel hat erkannt, dass dein Vater ein Held ist und die, die bei ihm sind, tapfere Maenner. 17.11 Vielmehr rate ich: Ganz Israel soll sich zu dir versammeln, von Dan bis Beerscheba, so zahlreich wie der Sand, der am Meer ist, und du selber musst mit in den Kampf ziehen. 17.12 Kommen wir dann zu ihm an einen der Orte, wo immer er sich auch befinden mag, so werden wir uns auf ihn niederlassen, wie der Tau auf den Erdboden faellt. Dann wird von ihm und von all den Maennern, die bei ihm sind, auch nicht einer uebrigbleiben. 17.13 Und wenn er sich in eine Stadt zurueckzieht, dann soll ganz Israel Seile an jene Stadt heranschaffen, und wir schleppen sie ins Flusstal, bis dort auch nicht ein Steinchen [von ihr] mehr gefunden wird. 17.14 Da sagten Absalom und alle Maenner von Israel: Der Rat Huschais, des Arkiters, ist besser als der Rat Ahitofels. Der HERR aber hatte es [so] angeordnet, um den guten Rat Ahitofels zunichte zu machen, damit der HERR das Unheil ueber Absalom braechte. 17.15 Und Huschai sagte zu den Priestern Zadok und Abjatar: So und so hat Ahitofel dem Absalom und den Aeltesten von Israel geraten, und so und so habe ich selbst geraten. 17.16 So sendet nun eilends hin und berichtet David und sagt: Uebernachte nicht diese Nacht bei den Uebergaengen in der Wueste, sondern geh auf jeden Fall hinueber, damit nicht der Koenig und das ganze [Kriegs]volk, das bei ihm ist, verschlungen wird! 17.17 Jonatan aber und Ahimaaz standen bei En-Rogel. Und als die Magd hinging und ihnen berichtete, da gingen sie ihrerseits hin und berichteten dem Koenig David. Denn sie durften sich nicht sehen lassen [und vermieden es darum], in die Stadt zu kommen. 17.18 Ein junger Mann aber sah sie und berichtete es Absalom. Da gingen die beiden eilends fort und kamen in das Haus eines Mannes in Bahurim; der hatte einen Brunnen in seinem Hof, dort stiegen sie hinein. 17.19 Da nahm die Frau eine Decke und breitete sie ueber die Brunnenoeffnung und streute Getreidekoerner darueber aus, so dass man nichts erkennen konnte. 17.20 Und die Knechte Absaloms kamen zu der Frau ins Haus und sagten: Wo sind Ahimaaz und Jonatan? Da sagte die Frau zu ihnen: Sie sind von hier zum Wasser weitergegangen. Da suchten sie [dort], aber sie fanden sie nicht und kehrten nach Jerusalem zurueck. 17.21 Und es geschah, nachdem sie weggegangen waren, stiegen die beiden aus dem Brunnen herauf und gingen hin und berichteten dem Koenig David. Und sie sagten zu David: Macht euch auf und geht eilends ueber das Wasser, denn so hat Ahitofel gegen euch geraten! 17.22 Da machte sich David auf und das ganze Volk, das bei ihm war, und sie gingen ueber den Jordan. Bis der Morgen hell wurde, fehlte auch nicht einer, der nicht ueber den Jordan gegangen waere. 17.23 Als aber Ahitofel sah, dass sein Rat nicht ausgefuehrt worden war, sattelte er den Esel und machte sich auf und ging in sein Haus, in seine Stadt; und er bestellte sein Haus und erhaengte sich. Und er starb und wurde im Grab seines Vaters begraben. 17.24 Und David kam nach Mahanajim. Absalom aber ging ueber den Jordan, er und alle Maenner von Israel mit ihm. 17.25 Und Absalom hatte Amasa an Joabs Stelle ueber das Heer eingesetzt. Amasa war aber der Sohn eines Mannes, dessen Name Jitra [war], des Israeliten, der zu Abigal eingegangen war, der Tochter des Nahasch, einer Schwester der Zeruja, der Mutter Joabs. 17.26 Und Israel und Absalom lagerten sich im Land Gilead. Unterstuetzung fuer David in Mahanajim. 17.27 Und es geschah, als David nach Mahanajim gekommen war, da [kamen] Schobi, der Sohn des Nahasch, aus Rabba, [der Stadt] der Soehne Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels, aus Lo-Dabar, und Barsillai, der Gileaditer, aus Roglim. 17.28 Betten und Becken und Toepfergefaesse, Weizen und Gerste und Mehl, geroestete Koerner und Bohnen und Linsen und Geroestetes 17.29 und Honig und Rahm und Schafe und Kuhkaese brachten sie zu David und zu dem [Kriegs]volk, das bei ihm war, zum Essen. Denn sie sagten [sich]: Das Volk ist hungrig und erschoepft und durstig in der Wueste. Davids Vorbereitung auf den Entscheidungskampf. \18\ 18.1 Und David musterte das [Kriegs]volk, das bei ihm war, und setzte ueber sie Oberste ueber Tausend und Oberste ueber Hundert ein. 18.2 Und David sandte das Volk aus: ein Drittel unter Joab, ein Drittel unter Abischai, dem Sohn der Zeruja, dem Bruder Joabs, und ein Drittel unter Ittai, dem Gatiter. Und der Koenig sagte zu dem [Kriegs]volk: Auch ich will mit euch ausziehen! 18.3 Das [Kriegs]volk aber sagte: Du sollst nicht [mit] ausziehen. Denn wenn wir fliehen muessen, werden sie sich um uns keine Muehe machen. Selbst wenn die Haelfte von uns stirbt, werden sie sich um uns keine Muehe machen. Denn du bist wie zehntausend von uns. Darum ist es jetzt besser, wenn du uns von der Stadt aus zur Hilfe wirst. 18.4 Da sagte der Koenig zu ihnen: Was gut ist in euren Augen, will ich tun. Und der Koenig stellte sich an die Seite des Tores, und das ganze [Kriegs]volk zog aus [zu] je hundert und je tausend. 18.5 Und der Koenig befahl Joab und Abischai und Ittai: Geht mir schonend um mit dem Jungen, mit Absalom! Und das ganze [Kriegs]volk hoerte es, als der Koenig allen Obersten wegen Absalom Befehl gab. Absaloms Niederlage und Tod. 18.6 Und das [Kriegs]volk zog aus ins Feld, Israel entgegen; und der Kampf entspann sich im Wald Ephraim. 18.7 Dort wurde das [Kriegs]volk Israels vor den Knechten Davids geschlagen, und die Niederlage war dort gross an jenem Tag: 20 000 [Mann]. 18.8 Und der Kampf breitete sich dort aus ueber das ganze Land. Und der Wald frass mehr vom Volk, als das Schwert gefressen hatte an jenem Tag. 18.9 Und Absalom geriet vor die Knechte Davids. Absalom ritt aber auf einem Maultier. Und das Maultier kam unter die verschlungenen Zweige einer grossen Terebinthe. Da verfing sich sein Kopf in der Terebinthe, und er schwebte zwischen Himmel und Erde. Das Maultier aber, das unter ihm war, lief weiter. 18.10 Das sah ein Mann und meldete Joab folgendes: Siehe, ich habe Absalom an einer Terebinthe haengen sehen. 18.11 Da sagte Joab zu dem Mann, der ihm [das] meldete: Wie, du hast ihn gesehen? Und warum hast du ihn dort nicht [sofort] zu Boden geschlagen? Und an mir waere es, dir zehn [Schekel] Silber und einen Guertel zu geben. 18.12 Aber der Mann sagte zu Joab: Auch wenn ich tausend [Schekel] Silber auf meinen Haenden woege, wuerde ich meine Hand nicht gegen den Sohn des Koenigs ausstrecken. Denn vor unseren Ohren hat der Koenig dir und Abischai und Ittai befohlen: Seid vorsichtig, wer es auch sei, mit dem Jungen, mit Absalom! 18.13 Oder haette ich heimtueckisch gegen sein Leben gehandelt - und es bleibt ja keine Sache vor dem Koenig verborgen -, dann wuerdest du dich heraushalten. 18.14 Da sagte Joab: Ich will nicht so viel Zeit verlieren vor dir. Und er nahm drei Staebe in seine Hand und stiess sie Absalom ins Herz, waehrend er mitten im Geaest der Terebinthe noch lebendig [hing]. 18.15 Dann stellten sich zehn Burschen, Waffentraeger Joabs, ringsum auf, erschlugen Absalom und toeteten ihn. 18.16 Und Joab stiess ins Horn, da kehrte das [Kriegs]volk von der Verfolgung Israels zurueck; denn Joab wollte das [Kriegs]volk schonen. 18.17 Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in die grosse Grube im Wald und errichteten ueber ihm einen sehr grossen Steinhaufen. Ganz Israel aber floh, jeder in sein Zelt. 18.18 Absalom aber hatte es unternommen und hatte [noch] zu seinen Lebzeiten einen Gedenkstein fuer sich aufgerichtet, der im Koenigstal ist. Denn er sagte: Ich habe keinen Sohn, meinen Namen in Erinnerung zu halten. Und er hatte den Gedenkstein nach seinem Namen genannt. Und man nennt ihn das Denkmal Absaloms bis auf diesen Tag. Die Botschaft an David vom Tod Absaloms. 18.19 Und Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sagte: Ich will doch hinlaufen und dem Koenig die Freudenbotschaft bringen, dass der HERR ihm Recht verschafft hat vor der Gewalt seiner Feinde. 18.20 Aber Joab sagte zu ihm: Am heutigen Tag bist du nicht der Mann fuer eine Freudenbotschaft, du kannst an einem andern Tag Freudenbotschaft bringen. An diesem Tag aber sollst du keine Freudenbotschaft bringen, da ja der Sohn des Koenigs tot ist. 18.21 Und Joab sagte zu dem Kuschiten: Geh hin, melde dem Koenig, was du gesehen hast! Da warf sich der Kuschit vor Joab nieder und lief hin. 18.22 Aber Ahimaaz, der Sohn Zadoks, fing noch [einmal] an und sagte zu Joab: Komme, was [will], auch ich will laufen, hinter dem Kuschiten her! Joab sagte: Wozu willst du denn laufen, mein Sohn, da sich fuer dich keine Freudenbotschaft [mehr] findet? 18.23 [Er aber antwortete]: Komme, was [will], ich laufe. Da sagte er zu ihm: Lauf! Und Ahimaaz lief den Weg durch die Ebene des Jordan und ueberholte den Kuschiten. 18.24 Und David sass zwischen den beiden Toren. Und der Waechter ging auf das Dach des Tores zur Mauer hin. Und er erhob seine Augen und sah: und siehe, ein Mann, der allein lief. 18.25 Und der Waechter rief [hinunter] und meldete es dem Koenig. Der Koenig sagte: Wenn er allein ist, so ist eine Freudenbotschaft in seinem Mund. Und als er staendig naeher und naeher kam, 18.26 sah der Waechter einen anderen Mann laufen. Und der Waechter rief ins Tor hinein und sagte: Siehe, [noch] ein Mann, der allein laeuft! Der Koenig sagte: Auch der ist ein Bote. 18.27 Da sagte der Waechter: [Soviel] ich sehe, gleicht der Lauf des ersten dem Lauf des Ahimaaz, des Sohnes Zadoks. Da sagte der Koenig: Das ist ein guter Mann, er kommt, um eine gute Botschaft [zu melden]. 18.28 Und Ahimaaz rief und sagte zum Koenig: Friede! Und er warf sich vor dem Koenig auf sein Gesicht zur Erde nieder. Und er sagte: Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der die Maenner, die ihre Hand gegen meinen Herrn, den Koenig, erhoben haben, [in deine Hand] ausgeliefert hat! 18.29 Der Koenig sagte: Der Junge, mein Absalom, ist [doch hoffentlich] unversehrt! Ahimaaz sagte: Ich sah das grosse Getuemmel, als Joab den Knecht des Koenigs und deinen Knecht fortschickte, aber ich konnte nicht erkennen, was [es war]. 18.30 Da sagte der Koenig: Tritt zur Seite, stell dich hierher! Und er trat zur Seite und blieb stehen. 18.31 Und siehe, da kam der Kuschit, und der Kuschit sagte: Mein Herr, der Koenig, lasse sich Freudenbotschaft bringen! Denn der HERR hat dir heute Recht verschafft vor der Gewalt aller, die sich gegen dich erhoben haben. 18.32 Der Koenig sagte zu dem Kuschiten: Ist der Junge, mein Absalom, unversehrt? Der Kuschit sagte: Wie dem Jungen, so moege es den Feinden meines Herrn, des Koenigs, ergehen und allen, die sich gegen dich zum Boesen erhoben haben! Davids Trauer um Absalom - Joabs Vorwuerfe gegen David. \19\ 19.1 Da schrak der Koenig zusammen, und er stieg hinauf ins Obergemach des Tor[gebaeudes] und weinte. Und so rief er im Gehen: Mein Sohn Absalom! Mein Sohn, mein Sohn Absalom! Waere ich doch an deiner Stelle gestorben! Absalom, mein Sohn, mein Sohn! 19.2 Und es wurde Joab berichtet: Siehe, der Koenig weint und trauert um Absalom. 19.3 So wurde der Sieg an diesem Tag zur Trauer fuer das ganze [Kriegs]volk, denn das Volk hatte an jenem Tag gehoert: Der Koenig graemt sich wegen seines Sohnes. 19.4 Da stahl sich das [Kriegs]volk an jenem Tag davon, um in die Stadt zu kommen, wie sich [Kriegs]volk davonstiehlt, das sich schaemt, weil es im Kampf geflohen ist. 19.5 Und der Koenig hatte sein Gesicht verhuellt, und der Koenig schrie mit lauter Stimme: Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn! 19.6 Da ging Joab zum Koenig ins Haus hinein und sagte: Du hast heute das Gesicht all deiner Knechte schamrot gemacht, die heute dein Leben gerettet haben und das Leben deiner Soehne und deiner Toechter und das Leben deiner Frauen und das Leben deiner Nebenfrauen, 19.7 indem du liebst, die dich hassen, und hasst, die dich lieben. Denn du hast heute bekundet, dass dir Oberste und Knechte nichts sind. Ja, heute erkenne ich: Wenn Absalom am Leben waere, wir heute aber tot, das waere dann recht gewesen in deinen Augen! 19.8 Nun aber mache dich auf, geh hinaus und rede zum Herzen deiner Knechte! Denn bei dem HERRN schwoere ich [dir]: Wenn du nicht hinausgehst, dann wird diese Nacht nicht ein Mann bei dir bleiben! Und das waere schlimmer fuer dich als all das Schlimme, das ueber dich gekommen ist von deiner Jugend an bis jetzt. 19.9 Da erhob sich der Koenig und setzte sich ins Tor. Und man berichtete dem ganzen [Kriegs]volk: Siehe, der Koenig sitzt im Tor! Da kam das ganze [Kriegs]volk vor den Koenig. Davids Rueckkehr. Israel aber war geflohen, jeder zu seinen Zelten. 19.10 Und das ganze Volk stritt sich in allen Staemmen Israels und sagte: Der Koenig hat uns aus der Hand unserer Feinde befreit, und er hat uns gerettet aus der Hand der Philister. Und jetzt ist er vor Absalom aus dem Land geflohen. 19.11 Absalom aber, den wir ueber uns gesalbt hatten, ist im Kampf gestorben. Und nun, warum schweigt ihr, [anstatt] den Koenig wieder zurueckzuholen? 19.12 Und der Koenig David sandte zu den Priestern Zadok und Abjatar und liess [ihnen] sagen: Redet zu den Aeltesten von Juda: Warum wollt ihr die letzten sein, den Koenig in sein Haus zurueckzuholen, wo [doch] das Wort von ganz Israel [bereits] zum Koenig in sein Haus gekommen ist? 19.13 Meine Brueder seid ihr, ihr seid mein Gebein und mein Fleisch! Und warum wollt ihr die letzten sein, den Koenig zurueckzuholen? 19.14 Und zu Amasa sollt ihr sagen: Bist du nicht mein Gebein und mein Fleisch? So soll mir Gott tun und so hinzufuegen, wenn du nicht alle Tage Heeroberster vor mir sein sollst an Joabs Stelle! 19.15 Und er neigte das Herz aller Maenner von Juda wie das eines Mannes. Und sie sandten zum Koenig: Kehre zurueck, du und alle deine Knechte! 19.16 Und der Koenig kehrte zurueck und kam bis an den Jordan. Und Juda kam nach Gilgal, dem Koenig entgegen, um den Koenig ueber den Jordan zu fuehren. Begnadigung des Schimi durch David. 19.17 Da eilte Schimi, der Sohn Geras, der Benjaminiter, der von Bahurim war, und kam mit den Maennern von Juda herab dem Koenig David entgegen: 19.18 Und tausend Mann aus Benjamin waren bei ihm, und Ziba, der Diener des Hauses Sauls, und seine fuenfzehn Soehne und seine zwanzig Knechte mit ihm. Und sie waren, bevor der Koenig [kam], durch den Jordan gewatet 19.19 und versahen den Dienst, das Haus des Koenigs hinueberzugeleiten und zu tun, was gut war in seinen Augen. Und Schimi, der Sohn des Gera, fiel vor dem Koenig nieder, als der den Jordan ueberschreiten wollte. 19.20 Und er sagte zum Koenig: Mein Herr wolle mir die Schuld nicht anrechnen, und du wollest nicht [laenger] daran denken, was dein Knecht verkehrt gemacht hat an dem Tag, als mein Herr, der Koenig, aus Jerusalem auszog, dass der Koenig es zu Herzen naehme! 19.21 Denn dein Knecht hat erkannt: Ich habe gesuendigt. Aber siehe, ich bin heute gekommen, als erster vom ganzen Haus Joseph, um hinabzuziehen, meinem Herrn, dem Koenig, entgegen. 19.22 Da antwortete Abischai, der Sohn der Zeruja, und sagte: Sollte nicht Schimi dafuer getoetet werden, dass er dem Gesalbten des HERRN geflucht hat? 19.23 David aber sagte: Was habe ich mit euch [zu tun], ihr Soehne der Zeruja, dass ihr mir heute zu Widersachern werden wollt? Sollte heute ein Mann in Israel getoetet werden? Weiss ich denn nicht, dass ich heute Koenig bin ueber Israel? 19.24 Und der Koenig sagte zu Schimi: Du sollst nicht sterben! Und der Koenig schwor ihm. Davids Begegnung mit Mefi-Boschet. 19.25 Und Mefi-Boschet, der Sohn Sauls, kam herab, dem Koenig entgegen. Und er hatte seine Fuesse nicht gepflegt und seinen Bart nicht gepflegt und seine Kleider nicht gewaschen von dem Tag an, als der Koenig weggegangen war, bis zu dem Tag, an dem er in Frieden [zurueck]kommen wuerde. 19.26 Und es geschah, als [er von] Jerusalem dem Koenig entgegenkam, da sagte der Koenig zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mefi-Boschet? 19.27 Er sagte: Mein Herr und Koenig, mein Knecht hat mich betrogen! Denn dein Knecht hatte gesagt: Ich will mir den Esel satteln lassen und darauf reiten und mit dem Koenig ziehen! - denn dein Knecht ist lahm. 19.28 Er aber ist als Verleumder gegen deinen Knecht zu meinem Herrn, dem Koenig, gelaufen. Doch mein Herr, der Koenig, ist wie der Engel Gottes. So tu, was gut ist in deinen Augen! 19.29 Denn das ganze Haus meines Vaters - das waren nichts als Maenner des Todes vor meinem Herrn, dem Koenig. Du aber hast deinen Knecht unter die gesetzt, die an deinem Tisch essen. Was fuer ein Recht habe ich da noch und [welchen Anspruch], noch zum Koenig zu schreien? 19.30 Da sagte der Koenig zu ihm: Wozu redest du noch von deinen Angelegenheiten? Ich sage: Du und Ziba, ihr sollt das Feld teilen! 19.31 Mefi-Boschet sagte zum Koenig: Er mag auch das Ganze nehmen, nachdem mein Herr, der Koenig, in Frieden in sein Haus gekommen ist! Davids Begegnung mit Barsillai. 19.32 Und Barsillai, der Gileaditer, kam von Roglim herab und ging mit dem Koenig ueber den Jordan, um ihn am Jordan entlang zu geleiten. 19.33 Barsillai war aber sehr alt, ein Mann von achtzig Jahren. Er war es, der den Koenig versorgt hatte, als der sich in Mahanajim aufgehalten hatte, denn er war ein sehr reicher Mann. 19.34 Und der Koenig sagte zu Barsillai: Du, geh mit mir hinueber, ich will dich bei mir in Jerusalem versorgen! 19.35 Doch Barsillai sagte zum Koenig: Wie [viel sind noch] die Tage meiner Lebensjahre, dass ich mit dem Koenig nach Jerusalem hinaufziehen sollte? 19.36 Achtzig Jahre bin ich heute alt. Kann ich [da noch] zwischen Gutem und Boesem unterscheiden? Oder kann dein Knecht schmecken, was ich esse und was ich trinke? Oder kann ich noch auf die Stimme der Saenger und der Saengerinnen hoeren? Wozu sollte dein Knecht meinem Herrn, dem Koenig, noch zur Last fallen? 19.37 Kurz nur kann dein Knecht mit dem Koenig ueber den Jordan gehen. Und warum will der Koenig mir diese [grosse] Vergeltung erweisen? 19.38 Lass doch deinen Knecht zurueckkehren, dass ich in meiner Stadt sterbe, beim Grab meines Vaters und meiner Mutter. Aber siehe, hier ist dein Knecht Kimham! Der mag mit meinem Herrn, dem Koenig, hinuebergehen. Und tu ihm, was gut ist in deinen Augen! 19.39 Da sagte der Koenig: Kimham soll mit mir hinuebergehen, und ich will ihm tun, was gut ist in deinen Augen. Und alles, was du von mir begehrst, will ich fuer dich tun! 19.40 Und alles Volk ging ueber den Jordan, und [auch] der Koenig ging hinueber. Und der Koenig kuesste Barsillai und segnete ihn; und der kehrte an seinen [Heimat]ort zurueck. 19.41 Und der Koenig ging weiter nach Gilgal, und Kimham ging mit ihm hinueber. Und das ganze Volk von Juda und auch die Haelfte des Volkes von Israel fuehrte den Koenig hinueber. Eifersucht von Juda und Israel auf David. 19.42 Und siehe, alle Maenner von Israel kamen zum Koenig und sagten zum Koenig: Warum haben unsere Brueder, die Maenner von Juda, dich gestohlen und den Koenig und sein Haus und alle Maenner Davids mit ihm ueber den Jordan gefuehrt? 19.43 Da antworteten alle Maenner von Juda den Maennern von Israel: Weil der Koenig mir naehersteht! Warum bist du denn ueber diese Sache erzuernt? Haben wir vom Koenig etwa irgend etwas aufgegessen, oder hat er uns irgendein Geschenk gemacht? 19.44 Aber die Maenner von Israel antworteten den Maennern von Juda und sagten: Ich habe zehn Anteile am Koenig, und auch an David habe ich mehr [Anrecht] als du. Warum hast du mich verachtet? Ist nicht auch mein Wort das erste gewesen, meinen Koenig zurueckzuholen? Aber das Wort der Maenner von Juda war haerter als das Wort der Maenner von Israel. Aufruhr des Scheba - Joabs Mord an Amasa - Schebas Tod. \20\ 20.1 Nun war dort zufaellig ein ruchloser Mann; sein Name war Scheba, der Sohn des Bichri, ein Benjaminiter. Der stiess ins Horn und rief: Wir haben keinen Anteil an David! Wir haben kein Erbteil an Isais Sohn! Jeder zu seinen Zelten, Israel! 20.2 Da zogen alle Maenner von Israel von David weg [und folgten] Scheba nach, dem Sohn des Bichri. Die Maenner von Juda aber hingen ihrem Koenig an, vom Jordan bis Jerusalem. 20.3 Und David kam in sein Haus, nach Jerusalem. Und der Koenig nahm die zehn Nebenfrauen, die er zurueckgelassen hatte, das Haus zu hueten, und gab sie in Gewahrsam. Und er versorgte sie, ging aber nicht zu ihnen ein. Und sie waren eingeschlossen bis zum Tag ihres Todes - eine Witwenschaft zu Lebzeiten [des Mannes]. 20.4 Und der Koenig sagte zu Amasa: Ruft mir die Maenner von Juda zusammen - drei Tage, dann stehst du hier! 20.5 Und Amasa ging hin, Juda zusammenzurufen. Aber er versaeumte die bestimmte Zeit, die er ihm bestimmt hatte. 20.6 Da sagte David zu Abischai: Jetzt wird Scheba, der Sohn des Bichri, fuer uns schlimmer sein als Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und jage ihm nach, damit er nicht befestigte Staedte fuer sich gewinnt und uns unser Auge ausreisst! 20.7 Da zogen die Maenner Joabs aus, ihm nach, und die Kreter und die Pleter und alle Helden. Und sie zogen von Jerusalem aus, um Scheba, dem Sohn des Bichri, nachzujagen. 20.8 Als sie bei dem grossen Stein waren, der bei Gibeon ist, war Amasa vor ihnen angekommen. Und Joab war mit seinem Waffenrock als seinem Gewand geguertet, und darueber war der Gurt mit dem Schwert, das an seiner Huefte befestigt war [und] in seiner Scheide [steckte]; trat diese hervor, fiel es heraus. 20.9 Und Joab sagte zu Amasa: Geht es dir gut, mein Bruder? Und Joab fasste mit der rechten Hand Amasas Bart, um ihn zu kuessen. 20.10 Amasa hatte aber nicht auf das Schwert geachtet, das Joab in der [anderen] Hand hatte. Und er stach ihn damit in den Bauch, so dass er seine Eingeweide zur Erde schuettete; und er gab ihm keinen zweiten [Stich mehr]. So starb er. Dann jagten Joab und sein Bruder Abischai Scheba, dem Sohn Bichris, [weiter] nach. 20.11 Und ein Mann von den Burschen Joabs blieb bei Amasa stehen und sagte: Wer an Joab Gefallen hat und wer fuer David ist, [folge] Joab nach! 20.12 Amasa aber waelzte sich in [seinem] Blut mitten auf der Strasse. Und als der Mann sah, dass alles Volk stehenblieb, schaffte er Amasa von der Strasse weg auf das Feld und warf ein Kleidungsstueck ueber ihn, weil jeder, der [vorbei]kam, nach ihm sah und stehenblieb. 20.13 Als er [ihn] von der Strasse weggeschafft hatte, zog jedermann vorueber, Joab nach, um Scheba, dem Sohn Bichris, nachzujagen. 20.14 Der aber zog durch alle Staemme Israels bis Abel und Bet-Maacha, und alle Bichriter versammelten sich und folgten ihm ebenfalls nach. 20.15 Und sie kamen und belagerten ihn in Abel-Bet-Maacha, und sie schuetteten einen Wall gegen die Stadt auf, so dass er an die Vormauer stiess. Und das ganze [Kriegs]volk, das bei Joab war, unterwuehlte die [Haupt]mauer, um sie zum Einsturz zu bringen. 20.16 Da rief eine kluge Frau aus der Stadt: Hoert her, hoert her! Sagt doch zu Joab: Tritt hier heran, ich will mit dir reden! 20.17 Und er trat zu ihr heran. Und die Frau sagte: Bist du Joab? Er sagte: Ich bin es. Da sagte sie zu ihm: Hoere die Worte deiner Magd! Und er sagte: Ich hoere. 20.18 Da sagte sie folgendes: Frueher pflegte man zu sagen: Man frage nur in Abel, und so ist man am Ziel! 20.19 Ich bin von den Friedsamen, den Getreuen Israels. Du [aber] trachtest danach, eine Stadt und Mutter in Israel zu toeten. Warum willst du das Erbteil des HERRN verschlingen? 20.20 Da antwortete Joab und sagte: Fern, fern sei es von mir, dass ich verschlingen und dass ich vernichten will! So ist die Sache nicht! 20.21 Vielmehr hat ein Mann vom Gebirge Ephraim, sein Name ist Scheba, der Sohn des Bichri, seine Hand gegen den Koenig, gegen David, erhoben. Ihn allein gebt heraus, und ich ziehe von der Stadt ab! Da sagte die Frau zu Joab: Siehe, sein Kopf wird dir ueber die Mauer zugeworfen. 20.22 Und die Frau ging zum ganzen Volk [und beredete es] mit ihrer Klugheit. Da hieben sie Scheba, dem Sohn des Bichri, den Kopf ab und warfen [ihn] zu Joab [hinaus]. Der stiess ins Horn, und sie zerstreuten sich von der Stadt weg, jeder zu seinen Zelten. Joab aber kehrte zum Koenig nach Jerusalem zurueck. Davids Beamte. Kap. 8,16-18; vgl. 1Koe 4,1-6. 20.23 Und Joab war ueber das ganze Heer [eingesetzt, ueber] Israel, und Benaja, der Sohn Jojadas, ueber die Kreter und ueber die Pleter, 20.24 und Adoram ueber die Zwangsarbeit. Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Berater, 20.25 und Scheja war Schreiber, und Zadok und Abjatar waren Priester, 20.26 und auch Ira, der Jairiter, war Priester Davids. Suehnung einer Schuld Sauls. \21\ 21.1 Und es gab eine Hungersnot in den Tagen Davids, drei Jahre [lang], Jahr fuer Jahr. Und David suchte das Angesicht des HERRN. Und der HERR sprach: Wegen Saul und wegen des Hauses der Blutschuld, weil er die Gibeoniter getoetet hat! 21.2 Da rief der Koenig die Gibeoniter herbei und redete zu ihnen. - Die Gibeoniter aber, sie waren nicht von den Soehnen Israel, sondern vom Rest der Amoriter. Und die Soehne Israel hatten ihnen geschworen, [sie zu verschonen]. Saul aber hatte versucht, sie zu erschlagen in seinem Eifer fuer die Soehne Israel und Juda. - 21.3 David also sagte zu den Gibeonitern: Was soll ich fuer euch tun? Und womit soll ich Suehne tun, damit ihr das Erbteil des HERRN segnet? 21.4 Und die Gibeoniter sagten zu ihm: Wir haben kein [Verlangen nach] Silber und Gold von Saul und von seinem Haus, und wir haben kein [Recht], jemanden in Israel zu toeten. Und er sagte: Was wollt ihr denn, dass ich fuer euch tun soll? 21.5 Da sagten sie zum Koenig: Der Mann, der uns vernichtet hat und der gegen uns plante, dass wir ausgerottet werden sollten, so dass wir nicht mehr haetten bestehen koennen im ganzen Gebiet Israels - 21.6 man gebe uns sieben Maenner von seinen Soehnen, dass wir sie dem HERRN aufhaengen bei [dem] Gibea Sauls, des Erwaehlten des HERRN. Und der Koenig sagte: Ich will sie [euch] geben. 21.7 Aber der Koenig hatte Mitleid mit Mefi-Boschet, dem Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, wegen des Schwures bei dem HERRN, der zwischen ihnen war, zwischen David und Jonatan, dem Sohn Sauls. 21.8 Und der Koenig nahm die beiden Soehne Rizpas, der Tochter des Ajja, die sie dem Saul geboren hatte, Armoni und Mefi-Boschet, und die fuenf Soehne Merabs, der Tochter Sauls, die sie dem Adriel geboren hatte, dem Sohn des Barsillai, des Meholatiters, 21.9 und er gab sie in die Hand der Gibeoniter. Die haengten sie auf dem Berg vor dem HERRN auf. So fielen die sieben auf einmal, und sie wurden in den ersten Tagen der Ernte, am Anfang der Gerstenernte, getoetet. 21.10 Da nahm Rizpa, die Tochter des Ajja, das Sackgewand und breitete es fuer sich auf dem Felsen aus vom Anfang der Ernte an, bis das Wasser sich vom Himmel ueber die Toten ergoss. Und sie liess nicht zu, dass bei Tag die Voegel des Himmels sich auf ihnen niederliessen und bei Nacht die Tiere des Feldes. 21.11 Und es wurde David berichtet, was Rizpa, die Tochter des Ajja, die Nebenfrau Sauls, getan hatte. 21.12 Da ging David hin und holte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan von den Buergern von Jabesch [in] Gilead, die sie von dem [Markt]platz in Bet-Schean gestohlen hatten, wo die Philister sie an dem Tag aufgehaengt hatten, als die Philister Saul am Gilboa schlugen. 21.13 Und er brachte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes Jonatan von dort herauf. Dann sammelte man die Gebeine der Gehaengten 21.14 und begrub [sie] mit den Gebeinen Sauls und seines Sohnes Jonatan im Land Benjamin in Zela im Grab seines Vaters Kisch. Und man tat alles, was der Koenig befohlen hatte. Und danach liess Gott sich fuer das Land erbitten. Siege ueber die Philister. 1Chr 20,4-8. 21.15 Wieder einmal hatten die Philister Krieg mit Israel. Und David zog hinab und seine Knechte mit ihm, und sie kaempften mit den Philistern. Und David war ermuedet. 21.16 Und Jischbi in Nob, der zu den Soehnen des Rafa [gehoerte], - das Gewicht seiner Lanzenspitze war dreihundert Schekel Bronze, und er war mit einem neuen [Schwert] geguertet - der sagte, er wolle David erschlagen. 21.17 Aber Abischai, der Sohn der Zeruja, kam ihm zu Hilfe, schlug den Philister und toetete ihn. Damals schworen die Maenner Davids ihm und sagten: Du sollst nicht mehr mit uns in den Kampf ausziehen, damit du die Leuchte Israels nicht ausloeschst! 21.18 Und es geschah danach, da kam es wieder zum Kampf mit den Philistern bei Gob. Damals erschlug Sibbechai, der Huschatiter, den Saf, der zu den Soehnen des Rafa [gehoerte]. 21.19 Und wieder kam es bei Gob zum Kampf mit den Philistern. Und Elhanan, der Sohn des Jaare-Oregim, der Bethlehemiter, erschlug Goliath, den Gatiter; und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum. 21.20 Und wieder kam es zum Kampf bei Gat. Da war ein langer Mann, der hatte sechs Finger an seinen Haenden und sechs Zehen an seinen Fuessen, 24 an der Zahl; und auch er war dem Rafa geboren worden. 21.21 Und er verhoehnte Israel; da erschlug ihn Jonatan, der Sohn Schammas, des Bruders Davids. 21.22 Diese vier wurden dem Rafa in Gat geboren; und sie fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte. Davids Dankpsalm. Ps 18. \22\ 22.1 Und David redete zu dem HERRN die Worte dieses Liedes an dem Tag, als der HERR ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls errettet hatte. 22.2 Und er sprach: 22.1 Der HERR ist mir mein Fels und meine Burg und mein Erretter. 22.3 Mein Gott ist mein Hort, bei dem ich Zuflucht suche, mein Schild und das Horn meines Heils, meine hohe Feste und meine Zuflucht. Mein Retter, vor Gewalttat rettest du mich! 22.4 Gelobt! rufe ich zum HERRN, so werde ich vor meinen Feinden gerettet. 22.5 Denn mich umfingen die Wogen des Todes, Baeche des Verderbens erschreckten mich. 22.6 Fesseln des Scheols umgaben mich, Fallen des Todes ueberwaeltigten mich. 22.7 In meiner Bedraengnis rief ich zum HERRN, und ich schrie zu meinem Gott. Und er hoerte aus seinem Tempel meine Stimme, und mein Schrei [drang] an seine Ohren. 22.8 Da wankte und bebte die Erde; die Grundfesten des Himmels erzitterten und wankten, denn er war [von Zorn] entbrannt. 22.9 Rauch stieg auf von seiner Nase, und Feuer frass aus seinem Mund, gluehende Kohlen brannten aus ihm. 22.10 Er neigte die Himmel und fuhr hernieder, und Dunkel war unter seinen Fuessen. 22.11 Er fuhr auf einem Cherub und flog daher, so schwebte er auf den Fluegeln des Windes. 22.12 Und er machte Finsternis rings um sich her zur Huette, das Sieb der [Himmels]wasser, dichtes Gewoelk. 22.13 Aus dem Glanz vor ihm brannten feurige Kohlen. 22.14 Der HERR donnerte vom Himmel her, und der Hoechste liess seine Stimme erschallen. 22.15 Und er schoss Pfeile und zerstreute sie, [schoss seinen] Blitz und verwirrte sie. 22.16 Da wurden sichtbar die Betten des Meeres, die Fundamente der Welt wurden aufgedeckt durch das Schelten des HERRN, vor dem Schnauben des Hauchs seiner Nase. 22.17 Er griff aus der Hoehe, erfasste mich, zog mich heraus aus grossen Wassern. 22.18 Er rettete mich vor meinem starken Feind, vor meinen Hassern, denn sie waren maechtiger als ich. 22.19 Sie ueberwaeltigten mich am Tag meines Ungluecks, aber der HERR wurde mir eine Stuetze. 22.20 Und er fuehrte mich heraus ins Weite, er befreite mich, weil er Gefallen an mir hatte. 22.21 Der HERR handelte an mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der Reinheit meiner Haende vergalt er mir. 22.22 Denn ich habe die Wege des HERRN eingehalten und bin Gott nicht gottlos abgewichen. 22.23 Denn alle seine Rechtsbestimmungen waren vor mir, und seine Ordnungen - ich bin nicht davon abgewichen. 22.24 Auch war ich vollkommen ihm gegenueber und huetete mich vor meiner Schuld. 22.25 So vergalt der HERR mir nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner Reinheit vor seinen Augen. 22.26 Gegen den Gnaedigen verhaeltst du dich gnaedig, gegen den vollkommenen Mann vollkommen. 22.27 Gegen den Reinen zeigst du dich rein, gegen den Verkehrten aber verdreht. 22.28 Und das demuetige Volk rettest du; aber deine Augen sind gegen die Hochmuetigen, du erniedrigst [sie]. 22.29 Ja, du bist meine Leuchte, HERR; und der HERR erhellt meine Finsternis. 22.30 Denn mit dir kann ich auf Raubzug gehen, mit meinem Gott kann ich eine Mauer ueberspringen. 22.31 Gott - sein Weg ist vollkommen; des HERRN Wort ist lauter; ein Schild ist er allen, die sich bei ihm bergen. 22.32 Denn wer ist Gott ausser dem HERRN? Und wer ist ein Fels ausser unserem Gott? 22.33 Gott ist meine starke Festung und vollkommen macht er meinen Weg. 22.34 Er macht meine Fuesse den Hirschen gleich und stellt mich hin auf meine Hoehen. 22.35 Er lehrt meine Haende das Kaempfen, und meine Arme spannen den ehernen Bogen. 22.36 Und du gabst mir den Schild deines Heils, und dein Zuspruch machte mich gross. 22.37 Du schafftest Raum meinen Schritten unter mir, und meine Knoechel haben nicht gewankt. 22.38 Meinen Feinden jagte ich nach und vernichtete sie; und ich kehrte nicht um, bis ich sie aufgerieben hatte. 22.39 Und ich rieb sie auf und zerschmetterte sie, dass sie nicht [mehr] aufstanden; und sie fielen unter meine Fuesse. 22.40 Und du umguertetest mich mit Kraft zum Kampf, beugtest unter mich, die gegen mich aufstanden. 22.41 Du hast bewirkt, dass meine Feinde mir den Ruecken zeigen muessen; meine Hasser, ich habe sie vernichtet. 22.42 Sie blickten umher - aber da war kein Retter - zum HERRN, doch er antwortete ihnen nicht. 22.43 Und ich zermalmte sie wie Staub der Erde; wie Strassenkot zertrat, zerstampfte ich sie. 22.44 Und du hast mich errettet aus den Streitigkeiten meines Volkes; du hast mich als Haupt der Nationen bewahrt; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir. 22.45 Die Soehne der Fremde schmeichelten mir; sowie [ihr] Ohr hoerte, gehorchten sie mir. 22.46 Die Soehne der Fremde sanken hin und zitterten hervor aus ihren Festungen. 22.47 Der HERR lebt! Gepriesen sei mein Fels! Erhoben werde Gott, der Fels meines Heils, 22.48 der Gott, der mir Rache gab und mir die Voelker unterwarf 22.49 und der mich herausholte von meinen Feinden weg! Und du erhoehtest mich ueber die, die gegen mich aufstanden; von dem Mann der Gewalttaten hast du mich befreit. 22.50 Darum will ich dich preisen, HERR, unter den Nationen und will spielen deinem Namen, 22.51 der seinem Koenig grosse Rettung schenkt und Gnade erweist seinem Gesalbten, David und seinen Nachkommen ewig. Davids letzte Worte. \23\ 23.1 Und dies sind die letzten Worte Davids: Ausspruch Davids, des Sohnes Isais, Ausspruch des Mannes, der hochgestellt ist, des Gesalbten des Gottes Jakobs und des Lieblings in den Gesaengen Israels: 23.2 Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und sein Wort war auf meiner Zunge. 23.3 Es hat gesprochen der Gott Israels, der Fels Israels hat zu mir geredet: Wer gerecht herrscht ueber die Menschen, wer in der Furcht Gottes herrscht, 23.4 [der ist] wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufstrahlt, eines Morgens ohne Wolken; von ihrem Glanz nach dem Regen [sprosst] das Gruen aus der Erde. 23.5 Ja, [ist] nicht so mein Haus bei Gott? Hat er mir doch einen ewigen Bund gesetzt, in allem geordnet und bewahrt! Denn all mein Heil und all mein Wohlgefallen, laesst er es denn nicht spriessen? 23.6 Aber die Verruchten sind allesamt wie Dorngestruepp, das verweht wird; denn mit der Hand fasst man es nicht an. 23.7 Und der Mann, der es anfassen will, wappnet sich mit Eisen und Speerschaft; und mit Feuer wird es gruendlich verbrannt an [seiner] Staette. - Davids Helden. 1Chr 11,10-47; 27,1-15. 23.8 Das sind die Namen der Helden, die David hatte: Joscheb-Baschebet, der Tachkemoniter, das Haupt der `Drei'; er schwang seinen Speer ueber achthundert [Mann], die er auf einmal erschlagen hatte. 23.9 Und nach ihm [kommt] Eleasar, der Sohn Dodos, des Sohnes des Ahoach, unter den drei Helden bei David. Als sie unter den Philistern, die sich dort zum Kampf versammelt hatten, [einige] herausforderten und als die Maenner von Israel sich zurueckzogen, 23.10 da machte er sich auf und schlug auf die Philister ein, bis seine Hand muede wurde und seine Hand am Schwert kleben blieb. So schaffte der HERR an jenem Tag eine grosse Rettung. Das [Kriegs]volk aber kehrte um, [wieder] hinter ihm her, nur um zu pluendern. 23.11 Und nach ihm [kommt] Schamma, der Sohn des Age, der Harariter. Und die Philister sammelten sich zu einer Truppe. Nun war dort ein Ackerstueck voller Linsen. Das [Kriegs]volk aber floh vor den Philistern. 23.12 Da stellte er sich mitten auf das Stueck und entriss es [ihnen] und schlug die Philister. So schaffte der HERR eine grosse Rettung. 23.13 Und drei von den dreissig Helden gingen hinab und kamen zur Erntezeit zu David, in die Hoehle Adullam. Und die Truppe der Philister lagerte in der Ebene Refaim. 23.14 David war aber damals in der Bergfeste, und ein Posten der Philister war damals in Bethlehem. 23.15 Und David verspuerte ein Verlangen und sagte: Wer gibt mir Wasser zu trinken aus der Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist? 23.16 Da drangen die drei Helden in das Heerlager der Philister ein und schoepften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist, und nahmen [es mit] und brachten es David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern goss es als Trankopfer fuer den HERRN aus. 23.17 Und er sagte: Fern sei es von mir vor dem HERRN, dass ich das tue! [Ist es nicht] das Blut der Maenner, die um ihr Leben hingegangen sind? Und er wollte es nicht trinken. Das haben die drei Helden getan. 23.18 Und Abischai, der Bruder Joabs, der Sohn der Zeruja, er war das Oberhaupt der Dreissig. Und er schwang seinen Speer ueber dreihundert Erschlagenen. Er hatte einen Namen unter den Dreissig. 23.19 War es nicht so, dass er mehr geehrt wurde als die Dreissig, so dass er ihr Oberster wurde? Aber an die Drei reichte er nicht heran. 23.20 Und Benaja, der Sohn Jojadas, war ein tapferer Mann, gross an Taten, aus Kabzeel. Der erschlug die beiden Kriegshelden von Moab. Und er stieg hinab und erschlug den Loewen in der Zisterne an einem Schneetag. 23.21 Und er war es, der einen aegyptischen Mann erschlug, einen Mann von [schrecklichem] Aussehen. Und der Aegypter hatte einen Speer in der Hand. Er aber ging mit einem Stock zu ihm hinab, riss dem Aegypter den Speer aus der Hand und brachte ihn mit dessen eigenem Speer um. 23.22 Das tat Benaja, der Sohn Jojadas; und er hatte einen Namen unter den dreissig Helden. 23.23 Mehr als die Dreissig wurde er geehrt, aber an die Drei reichte er nicht heran. Und David setzte ihn ueber seine Leibwache. 23.24 Asael, der Bruder Joabs, war unter den Dreissig; [ebenso] Elhanan, der Sohn Dodos, aus Bethlehem; 23.25 Schamma, der Haroditer; Elika, der Haroditer; 23.26 Helez, der Peletiter; Ira, der Sohn des Ikkesch aus Tekoa; 23.27 Abieser, der Anatotiter; Mebunnai, der Huschatiter; 23.28 Zalmon, der Ahoachiter; Mahrai, der Netofatiter; 23.29 Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; Ittai, der Sohn Ribais, aus [dem] Gibea der Soehne Benjamin; 23.30 Benaja, der Piratoniter; Hiddai, aus Nahale-Gaasch; 23.31 Abialbon, der Arbatiter; Asmawet, der Bahurimiter; 23.32 Eljachba, der Schaalboniter; [von den] Soehnen des Jaschen: Jonatan; 23.33 Schamma, der Harariter; Ahiam, der Sohn Scharars, der Arariter; 23.34 Elifelet, der Sohn Ahasbais, des Sohnes des Maachatiters; Eliam, der Sohn Ahitofels, der Giloniter; 23.35 Hezro, der Karmeliter; Paarai, der Arabiter; 23.36 Jigal, der Sohn Nathans, aus Zoba; Bani, der Gaditer; 23.37 Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, der Waffentraeger Joabs, des Sohnes der Zeruja; 23.38 Ira, der Jitriter; Gareb, der Jitriter; 23.39 Uria, der Hetiter: im ganzen 37. Davids Volkszaehlung und deren Folgen. V. 1-9: 1Chr 21,1-6; 27,23.24. \24\ 24.1 Und wieder entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel. Und er reizte David gegen sie auf zu sagen: Geh hin, zaehle Israel und Juda! 24.2 Da sagte der Koenig zu Joab, dem Heerobersten, der bei ihm war: Zieh doch umher in allen Staemmen Israels, von Dan bis Beerscheba! Ihr sollt das [Kriegs]volk mustern, damit ich die Zahl des Volkes kenne! 24.3 Joab aber sagte zum Koenig: Der HERR, dein Gott, mag zu dem Volk, so viele sie auch sein moegen, [noch] hundertmal [mehr] hinzufuegen, waehrend die Augen meines Herrn, des Koenigs, es sehen! Aber mein Herr [und] Koenig! Warum [denn] hat er Gefallen an einer solchen Sache? 24.4 Doch das Wort des Koenigs blieb fest gegen Joab und gegen die Obersten des Heeres. So zogen Joab und die Obersten des Heeres vor dem Koenig aus, um das Volk Israel zu mustern. 24.5 Und sie gingen ueber den Jordan und begannen bei Aroer, bei der Stadt, die mitten im Flusstal [liegt, und gingen weiter] auf Gad zu und nach Jaser hin. 24.6 Und sie kamen nach Gilead und in das Land der Hetiter nach Kadesch, und sie kamen nach Dan-Jaan und in die Umgebung von Sidon, 24.7 und sie kamen zu der befestigten Stadt Tyrus und zu allen Staedten der Hiwiter und der Kanaaniter, und sie zogen hinaus in den Sueden von Juda nach Beerscheba. 24.8 Und sie zogen im ganzen Land umher und kamen am Ende von neun Monaten und zwanzig Tagen nach Jerusalem [zurueck]. 24.9 Und Joab gab dem Koenig das Ergebnis der Musterung an. Und zwar gab es in Israel 800 000 Wehrfaehige, die das Schwert zogen, und die Maenner von Juda waren 500 000 Mann. V. 10-25: 1Chr 21,7-30. 24.10 Aber nachdem David das Volk gezaehlt hatte, schlug ihm das Herz. Und David sagte zum HERRN: Ich habe sehr gesuendigt mit dem, was ich getan habe. Und nun, HERR, lass doch die Schuld deines Knechtes voruebergehen, denn ich habe sehr toericht gehandelt! 24.11 Und als David am Morgen aufstand, da geschah das Wort des HERRN zu dem Propheten Gad, dem Seher Davids, wie folgt: 24.12 Geh hin und rede zu David: So spricht der HERR: Dreierlei lege ich dir vor! Waehle dir eins davon, dass ich es dir tue! 24.13 Und Gad kam zu David und teilte ihm [das] mit und sagte zu ihm: Sollen dir sieben Jahre Hungersnot in dein Land kommen? Oder willst du drei Monate vor deinen Bedraengern fliehen, waehrend sie dir nachjagen? Oder soll drei Tage lang Pest in deinem Land sein? Nun ueberlege und sieh zu, was fuer eine Antwort ich dem zurueckbringen soll, der mich gesandt hat. 24.14 Und David sagte zu Gad: Mir ist sehr angst! Lass uns doch in die Hand des HERRN fallen, denn seine Erbarmungen sind gross! Aber in die Hand der Menschen lass mich nicht fallen! 24.15 Da gab der HERR die Pest in Israel, vom Morgen an bis zu der bestimmten Zeit. Und es starben von dem Volk, von Dan bis Beerscheba, 70 000 Mann. 24.16 Und als der Engel seine Hand [ueber] Jerusalem ausstreckte, um es zu vernichten, da hatte der HERR Mitleid wegen des Unheils, und er sprach zu dem Engel, der unter dem Volk vernichtete: Genug! Ziehe jetzt deine Hand ab! Der Engel des HERRN war aber gerade bei der Tenne Araunas, des Jebusiters. 24.17 Und als David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zu dem HERRN und sagte: Siehe, ich habe gesuendigt, und ich habe verkehrt gehandelt! Aber diese Schafe, was haben sie getan? Lass doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein! 24.18 Und Gad kam zu David an jenem Tag und sagte zu ihm: Geh hinauf, errichte dem HERRN einen Altar auf der Tenne des Jebusiters Arauna. 24.19 Da ging David hinauf nach dem Wort Gads, ganz wie der HERR geboten hatte. 24.20 Und Arauna blickte hinaus und sah den Koenig und seine Knechte zu sich herueberkommen. Da ging Arauna hinaus und warf sich vor dem Koenig nieder, mit seinem Gesicht zur Erde. 24.21 Und Arauna sagte: Weshalb kommt mein Herr, der Koenig, zu seinem Knecht? David sagte: Um die Tenne von dir zu kaufen, um [auf ihr] dem HERRN einen Altar zu bauen, damit die Plage vom Volk abgewehrt wird! 24.22 Da sagte Arauna zu David: Mein Herr, der Koenig, nehme und opfere, was gut ist in seinen Augen! Siehe, [da] sind die Rinder zum Brandopfer und die Dreschschlitten und die Geschirre der Rinder zum [Brenn]holz. 24.23 Das alles, o Koenig, gibt Arauna dem Koenig. Und Arauna sagte [weiter] zum Koenig: Der HERR, dein Gott, nehme dich wohlgefaellig an! 24.24 Aber der Koenig sagte zu Arauna: Nein, sondern kaufen will ich es von dir fuer den Kaufpreis. Ich will dem HERRN, meinem Gott, nicht umsonst Brandopfer opfern. So kaufte David die Tenne und die Rinder fuer fuenfzig Schekel Silber. 24.25 Und David baute dort dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer und Heilsopfer. Da liess der HERR sich fuer das Land erbitten, und die Plage wurde von Israel abgewehrt. Das erste Buch der Koenige. Adonijas Versuch, Koenig zu werden. \1\ 1.1 Und der Koenig David war alt, hochbetagt. Man bedeckte ihn mit Kleidern, aber es wurde ihm nicht warm. 1.2 Da sagten seine Diener zu ihm: Man suche meinem Herrn, dem Koenig, ein Maedchen, eine Jungfrau, dass sie vor dem Koenig [dienend] stehe und seine Pflegerin sei! Wenn sie [dann] in deinem Schoss liegt, wird meinem Herrn, dem Koenig, warm werden. 1.3 Und man suchte ein schoenes Maedchen im ganzen Gebiet Israels; und man fand Abischag, die Schunemiterin, und brachte sie zum Koenig. 1.4 Das Maedchen aber war ueberaus schoen, und sie wurde Pflegerin des Koenigs und bediente ihn; aber der Koenig erkannte sie nicht. 1.5 Adonija aber, der Sohn der Haggit, ueberhob sich und sagte: Ich bin es, der Koenig wird! Und er schaffte sich Wagen und Reiter an und fuenfzig Mann, die vor ihm herliefen. 1.6 Sein Vater aber hatte ihn, solange er lebte, nie gekraenkt, dass er gesagt haette: Warum handelst du so? Und auch war er sehr schoen von Gestalt; und seine Mutter hatte ihn nach Absalom geboren. 1.7 Und er hatte seine Verabredungen mit Joab, dem Sohn der Zeruja, [getroffen] und mit dem Priester Abjatar; und sie standen mit ihrer Hilfe hinter Adonija. 1.8 Aber der Priester Zadok und Benaja, der Sohn Jojadas, und der Prophet Nathan und Schimi und Rei und die Helden, die David hatte, waren nicht mit Adonija. 1.9 Und Adonija schlachtete Schafe und Rinder und Mastvieh bei dem Stein Sohelet, der neben En-Rogel ist; und er lud alle seine Brueder, die Soehne des Koenigs, ein und alle Maenner von Juda, die im Dienst des Koenigs standen. 1.10 Den Propheten Nathan aber und Benaja und die Helden und seinen Bruder Salomo lud er nicht ein. Salomos Salbung zum Koenig. 1.11 Da sagte Nathan zu Batseba, der Mutter Salomos: Hast du nicht gehoert, dass Adonija, der Sohn der Haggit, Koenig geworden ist? Und unser Herr David hat nichts [davon] erkannt. 1.12 Und nun komm, ich will dir einen Rat geben, und [so] rette dein Leben und das Leben deines Sohnes Salomo! 1.13 Auf, geh zum Koenig David hinein und sage zu ihm: `Hast nicht du selbst, mein Herr Koenig, deiner Magd geschworen und gesagt: Dein Sohn Salomo soll nach mir Koenig sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird? Warum aber ist Adonija Koenig geworden?' 1.14 Siehe, waehrend du dort noch mit dem Koenig redest, werde ich nach dir hineinkommen und deine Worte bekraeftigen. 1.15 Da ging Batseba zum Koenig hinein in das Gemach; der Koenig aber war sehr alt, und Abischag, die Schunemiterin, bediente den Koenig. 1.16 Und Batseba verneigte sich und fiel vor dem Koenig nieder. Da sagte der Koenig: Was hast du? 1.17 Und sie sagte zu ihm: Mein Herr, du selbst hast ja deiner Magd bei dem HERRN, deinem Gott, geschworen: `Dein Sohn Salomo soll nach mir Koenig sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird.' 1.18 Und nun siehe, Adonija ist Koenig geworden, und du, mein Herr und Koenig, hast nichts [davon] erkannt. 1.19 Und er hat Stiere und Mastvieh und Schafe in Menge geschlachtet und hat alle Soehne des Koenigs und den Priester Abjatar und den Heerobersten Joab eingeladen; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen. 1.20 Auf dich aber, mein Herr und Koenig, auf dich sind die Augen von ganz Israel [gerichtet], dass du ihnen bekanntgibst, wer auf dem Thron meines Herrn, des Koenigs, nach ihm sitzen soll. 1.21 Und es wird geschehen, wenn mein Herr, der Koenig, bei seinen Vaetern liegt, dass ich und mein Sohn Salomo als Schuldige dastehen. 1.22 Und siehe, waehrend sie noch mit dem Koenig redete, kam der Prophet Nathan herein. 1.23 Und man meldete dem Koenig: Der Prophet Nathan ist da! Und er kam herein vor den Koenig und warf sich vor dem Koenig auf sein Angesicht zur Erde nieder. 1.24 Und Nathan sagte: Mein Herr und Koenig, du hast [wohl] selbst angeordnet: Adonija soll nach mir Koenig sein, und er soll es sein, der auf meinem Thron sitzen wird! 1.25 Denn er ist heute hinabgegangen, hat Stiere und Mastvieh und Schafe in Menge geschlachtet und hat alle Soehne des Koenigs und die Heerobersten und den Priester Abjatar eingeladen; und siehe, sie essen und trinken vor ihm und sagen: Es lebe der Koenig Adonija! 1.26 Mich selbst aber, deinen Knecht, und den Priester Zadok und Benaja, den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen. 1.27 Wenn diese Sache von meinem Herrn, dem Koenig, aus [so] geschehen ist, dann hast du deine Knechte also nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn, des Koenigs, nach ihm sitzen soll? 1.28 Da antwortete der Koenig David und sagte: Ruft mir Batseba! Und sie kam herein vor den Koenig und trat vor den Koenig. 1.29 Und der Koenig schwor und sprach: So wahr der HERR lebt, der meine Seele aus jeder Not errettet hat, 1.30 ja, wie ich dir [einst] bei dem HERRN, dem Gott Israels, geschworen habe, indem ich sprach: Gewiss, dein Sohn Salomo soll nach mir Koenig sein, und er soll der sein, der an meiner Stelle auf meinem Thron sitzen wird, ja, so werde ich am heutigen Tag tun. 1.31 Da verneigte sich Batseba mit dem Gesicht zur Erde und warf sich vor dem Koenig nieder und sprach: Es lebe mein Herr, der Koenig David, ewig! 1.32 Darauf sagte der Koenig David: Ruft mir den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und sie kamen herein vor den Koenig. 1.33 Und der Koenig sprach zu ihnen: Nehmt die Diener eures Herrn mit euch und lasst meinen Sohn Salomo auf meiner eigenen Mauleselin reiten und fuehrt ihn zum Gihon hinab! 1.34 Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan sollen ihn dort zum Koenig ueber Israel salben. Und ihr sollt ins Horn stossen und sagen: Es lebe der Koenig Salomo! 1.35 Dann zieht [wieder] herauf hinter ihm her, und er soll hereinkommen und sich auf meinen Thron setzen. Er ist es, der an meiner Stelle Koenig sein soll. Und ihn habe ich dazu bestimmt, Fuerst ueber Israel und ueber Juda zu sein. 1.36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem Koenig und sagte: Amen! So spreche der HERR, der Gott meines Herrn, des Koenigs! 1.37 So wie der HERR mit meinem Herrn, dem Koenig, gewesen ist, so moege er mit Salomo sein und seinen Thron [noch] groesser machen als den Thron meines Herrn, des Koenigs David! 1.38 So zogen der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter hinab und liessen Salomo auf der Mauleselin des Koenigs David reiten und fuehrten ihn zum Gihon. 1.39 Und der Priester Zadok holte das Oelhorn aus dem Zelt und salbte Salomo; und sie stiessen ins Horn, und alles Volk sprach: Es lebe der Koenig Salomo! 1.40 Und alles Volk zog hinauf hinter ihm her; und das Volk blies auf Floeten, und sie freuten sich mit grosser Freude, so dass die Erde [fast] von ihrem Geschrei barst. Adonijas Unterwerfung. 1.41 Und Adonija hoerte es und alle die Geladenen, die bei ihm waren, als sie eben aufgehoert hatten zu essen. Und Joab hoerte den Schall des Horns und sagte: Weshalb hoert man die Stadt so laermen? 1.42 Waehrend er noch redete, siehe, da kam Jonatan, der Sohn des Priesters Abjatar. Und Adonija sagte: Komm, denn du bist ein zuverlaessiger Mann und wirst gute Botschaft bringen! 1.43 Da antwortete Jonatan und sagte zu Adonija: Nein! Unser Herr, der Koenig David, hat Salomo zum Koenig gemacht. 1.44 Und der Koenig hat den Priester Zadok und den Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter mit ihm gesandt, und sie haben ihn auf der Mauleselin des Koenigs reiten lassen. 1.45 Und der Priester Zadok und der Prophet Nathan haben ihn am Gihon zum Koenig gesalbt. Dann sind sie von dort mit Freuden[geschrei] heraufgezogen, und die Stadt ist in Bewegung. Das ist das Geschrei, das ihr gehoert habt. 1.46 Und ausserdem: Salomo hat sich auf den Koenigsthron gesetzt. 1.47 Und ausserdem sind die Diener des Koenigs hineingegangen, um unserem Herrn, dem Koenig David, Segenswuensche zu ueberbringen, indem sie sagten: Dein Gott mache den Namen Salomos [noch] herrlicher als deinen Namen und mache seinen Thron [noch] groesser als deinen Thron! Und der Koenig hat sich auf dem Lager anbetend geneigt. 1.48 Und ausserdem hat der Koenig so gesprochen: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der heute einen [von meinen Soehnen] eingesetzt hat, der auf meinem Thron sitzt - und meine Augen duerfen [es noch] sehen! 1.49 Da erschraken all die Geladenen, die bei Adonija waren, und standen auf und gingen weg, jeder seines Weges. 1.50 Und Adonija fuerchtete sich vor Salomo; und er machte sich auf, ging hin und ergriff die Hoerner des Altars. 1.51 Das wurde Salomo berichtet, indem man sagte: Siehe, Adonija fuerchtet den Koenig Salomo, und siehe, er haelt die Hoerner des Altars fest und sagt: Der Koenig Salomo schwoere mir heute, dass er seinen Knecht nicht mit dem Schwert toeten wird! 1.52 Und Salomo sagte: Wenn er sich als ein zuverlaessiger Mann erweist, soll von seinem Haar keines auf die Erde fallen. Wenn aber Boeses an ihm gefunden wird, dann soll er sterben. 1.53 Und der Koenig Salomo sandte hin, und man holte ihn vom Altar herunter; und er kam und warf sich vor dem Koenig Salomo nieder. Und Salomo sagte zu ihm: Geh in dein Haus! Davids letzter Wille und Tod. \2\ 2.1 Als nun die Tage Davids herannahten, dass er sterben sollte, befahl er seinem Sohn Salomo und sagte: 2.2 Ich gehe [nun] den Weg aller Welt. So sei stark und erweise dich als Mann! 2.3 Bewahre, was der HERR, dein Gott, zu bewahren geboten hat, dass du auf seinen Wegen gehst, indem du seine Ordnungen, seine Gebote und seine Rechtsbestimmungen und seine Zeugnisse bewahrst, wie es im Gesetz des Mose geschrieben ist, damit du Erfolg hast in allem, was du tust, und ueberall, wohin du dich wendest; 2.4 damit der HERR sein Wort aufrecht erhaelt, das er ueber mich geredet hat, als er sprach: Wenn deine Soehne auf ihren Weg achthaben, so dass sie in Treue vor mir leben mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele, dann soll es dir nicht an einem Mann fehlen auf dem Thron Israels. 2.5 Auch hast du ja selbst erkannt, was mir Joab, der Sohn der Zeruja, angetan hat, was er den beiden Heerobersten Israels, Abner, dem Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, angetan hat, dass er sie ermordete und so mit Kriegsblut den Frieden belastete. So hat er Kriegsblut an seinen Guertel gebracht, der um seine Hueften war, und an seine Schuhe, die an seinen Fuessen waren. 2.6 So handle [nun] nach deiner Weisheit und lass sein graues Haar nicht in Frieden in den Scheol hinabfahren! 2.7 Aber an den Soehnen des Gileaditers Barsillai sollst du Gnade erweisen, und sie sollen unter denen sein, die an deinem Tisch essen; denn ebenso sind sie mir entgegengekommen, als ich vor deinem Bruder Absalom floh. 2.8 Und siehe, bei dir ist Schimi, der Sohn Geras, der Benjaminiter aus Bahurim; das ist der, der mich mit einem schlimmen Fluch verflucht hat am Tag, als ich nach Mahanajim ging. Aber er kam mir dann entgegen, an den Jordan herab, und ich schwor ihm bei dem HERRN und sprach: Wenn ich dich mit dem Schwert toete! 2.9 Jetzt aber lass ihn nicht ungestraft, denn du bist ein weiser Mann und wirst erkennen, was du ihm tun sollst. Lass sein graues Haar mit Blut [befleckt] in den Scheol hinabfahren! 2.10 Und David legte sich zu seinen Vaetern und wurde in der Stadt Davids begraben. 2.11 Und die Tage, die David ueber Israel Koenig war, [betrugen] vierzig Jahre. In Hebron war er sieben Jahre Koenig, und in Jerusalem war er 33 Jahre Koenig. 2.12 Und Salomo setzte sich auf den Thron seines Vaters David, und seine Koenigsherrschaft war festgegruendet. Salomos Urteil ueber Adonija, Abjatar, Joab und Schimi. 2.13 Und Adonija, der Sohn der Haggit, kam zu Batseba, der Mutter Salomos. Und sie sagte: [Bedeutet] dein Kommen Friede? Und er sagte: [Ja,] Friede. 2.142 Und er sagte: Ich habe ein Wort an dich. Und sie sagte: Rede! 2.15 Da sagte er: Du hast selbst erkannt, dass mir das Koenigtum zukam und dass ganz Israel sein Gesicht auf mich gerichtet hatte, dass ich Koenig werden sollte. Aber das Koenigtum hat sich [von mir] gewandt und ist meinem Bruder [zuteil] geworden, weil es von dem HERRN fuer ihn [bestimmt] war. 2.16 Jetzt aber moechte ich eine einzige Bitte von dir erbitten. Weise mich nicht ab! Da sagte sie zu ihm: Rede! 2.17 Und er sagte: Sprich doch zum Koenig Salomo, denn er wird dich nicht abweisen, dass er mir Abischag, die Schunemiterin, zur Frau gebe! 2.18 Darauf sagte Batseba: Gut, ich selbst will deinetwegen mit dem Koenig reden. 2.19 So ging Batseba zum Koenig Salomo hinein, um mit ihm wegen Adonija zu reden. Und der Koenig erhob sich, [kam] ihr entgegen und beugte sich vor ihr nieder. Dann setzte er sich auf seinen Thron und liess einen Thron fuer die Koeniginmutter aufstellen; und sie setzte sich zu seiner Rechten. 2.20 Dann sagte sie: [Nur] eine einzige kleine Bitte moechte ich von dir erbitten. Weise mich nicht ab! Und der Koenig sagte zu ihr: Bitte, meine Mutter, denn ich werde dich nicht abweisen. 2.21 Und sie sagte: Moege Abischag, die Schunemiterin, deinem Bruder Adonija zur Frau gegeben werden! 2.22 Da antwortete der Koenig Salomo und sagte zu seiner Mutter: Warum bittest du um Abischag, die Schunemiterin, fuer Adonija? Bitte doch gleich um das Koenigtum fuer ihn, denn er ist ja mein aelterer Bruder, und zu ihm [haelt] der Priester Abjatar und Joab, der Sohn der Zeruja! 2.23 Und der Koenig Salomo schwor bei dem HERRN und sprach: So soll mir Gott tun und so hinzufuegen! Um [den Preis] seines Lebens hat Adonija dieses Wort geredet! 2.24 Und nun - so wahr der HERR lebt, der mich bestaetigt hat und mich auf den Thron meines Vaters David gesetzt und der mir ein Haus gemacht hat, wie er geredet hat - fuerwahr, heute [noch] soll Adonija getoetet werden! 2.25 Und der Koenig Salomo sandte hin zu Benaja, dem Sohn Jojadas, der stiess ihn nieder. So starb er. 2.26 Zum Priester Abjatar aber sagte der Koenig: Geh nach Anatot auf dein Feld, denn du bist ein Mann des Todes! Aber am heutigen Tag will ich dich nicht toeten, weil du die Lade des Herrn HERRN vor meinem Vater David getragen hast und weil du gelitten hast in allem, worin mein Vater gelitten hat. 2.27 So verstiess Salomo den Abjatar, dass er nicht mehr Priester des HERRN war, um das Wort des HERRN zu erfuellen, das er in Silo ueber das Haus Elis geredet hatte. 2.28 Und die Kunde [davon] kam zu Joab, denn Joab hatte sich Adonija zugeneigt - Absalom aber hatte er sich nicht zugeneigt -; da floh Joab ins Zelt des HERRN und ergriff die Hoerner des Altars. 2.29 Und es wurde dem Koenig Salomo berichtet: Joab ist in das Zelt des HERRN geflohen, und siehe, er [befindet sich] neben dem Altar. Da sandte Salomo Benaja, den Sohn Jojadas, mit dem Auftrag: Geh hin, stoss ihn nieder! 2.30 So ging Benaja in das Zelt des HERRN und sagte zu Joab: So spricht der Koenig: Geh hinaus! Er aber sagte: Nein, sondern hier will ich sterben. Da brachte Benaja dem Koenig Antwort und sagte: So hat Joab geredet, und so hat er mir geantwortet. 2.31 Der Koenig sagte zu ihm: Tu, wie er geredet hat, und stoss ihn nieder und begrabe ihn! Entferne so das unschuldige Blut, das Joab vergossen hat, von mir und von dem Haus meines Vaters! 2.32 Der HERR wird sein Blut auf seinen Kopf zurueckbringen, weil er zwei Maenner niedergestossen hat, die gerechter und besser waren als er, und sie mit dem Schwert ermordet hat, ohne dass mein Vater David es wusste: Abner, den Sohn des Ner, den Heerobersten Israels, und Amasa, den Sohn des Jeter, den Heerobersten Judas. 2.33 So wird ihr Blut zurueckkehren auf den Kopf Joabs und auf den Kopf seiner Nachkommen fuer ewig; aber David und seinen Nachkommen und seinem Haus und seinem Thron wird ewig Friede [zuteil] werden von dem HERRN. 2.34 So ging Benaja, der Sohn Jojadas, hinauf, stiess ihn nieder und toetete ihn; und er wurde in seinem Haus in der Wueste begraben. 2.35 Und der Koenig setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Stelle ueber das Heer; und den Priester Zadok setzte der Koenig an die Stelle Abjatars. 2.36 Und der Koenig sandte hin und liess Schimi rufen, und er sagte zu ihm: Baue dir ein Haus in Jerusalem und wohne dort und gehe nicht von dort hinaus, hierhin oder dorthin! 2.37 Und es soll geschehen, an dem Tag, an dem du hinausgehst und den Bach Kidron ueberschreitest - das sollst du genau wissen -, musst du sterben. Dein Blut wird auf deinem Kopf sein. 2.38 Und Schimi sagte zu dem Koenig: Das Wort ist gut. Ganz wie mein Herr, der Koenig, geredet hat, so wird dein Knecht tun. So wohnte Schimi eine lange Zeit in Jerusalem. 2.39 Es geschah aber am Ende von drei Jahren, da entliefen zwei Sklaven Schimis zu Achisch, dem Sohn Maachas, dem Koenig von Gat. Und man berichtete dem Schimi: Siehe, deine Sklaven sind in Gat! 2.40 Da machte sich Schimi auf und sattelte seinen Esel und ging nach Gat zu Achisch, um seine Sklaven zu suchen. Und Schimi ging hin und brachte seine Sklaven aus Gat zurueck. 2.41 Es wurde aber dem Salomo berichtet, dass Schimi von Jerusalem nach Gat gegangen und [wieder] zurueckgekommen sei. 2.42 Da sandte der Koenig hin und liess Schimi rufen, und er sagte zu ihm: Habe ich dich nicht bei dem HERRN schwoeren lassen und dich gewarnt, indem ich sagte: An dem Tag, an dem du [aus Jerusalem] hinausgehst und hierhin oder dorthin gehst - das sollst du genau wissen -, musst du sterben? Und du sagtest zu mir: Das Wort ist gut, ich habe [es] gehoert. 2.43 Warum hast du den beim HERRN [geleisteten] Schwur nicht gehalten und das Gebot, das ich dir geboten hatte? 2.44 Und der Koenig sagte zu Schimi: Du selbst kennst all das Boese, dessen [auch] dein Herz sich bewusst ist, das du meinem Vater David angetan hast. So wird der HERR deine Bosheit auf deinen Kopf zurueckkommen lassen. 2.45 Aber der Koenig Salomo wird gesegnet sein, und der Thron Davids wird bis in Ewigkeit festgegruendet sein vor dem HERRN. 2.46 Und der Koenig gab Benaja, dem Sohn Jojadas, Befehl; der ging hinaus und stiess ihn nieder; so starb er. Und das Koenigtum war in der Hand Salomos fest gegruendet. Salomos Heirat - Sein Gebet um Weisheit - Gottes Verheissung. \3\ 3.1 Und Salomo wurde Schwiegersohn des Pharao, des Koenigs von Aegypten, und nahm die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er den Bau seines Hauses und des Hauses des HERRN und der Mauer rings um Jerusalem vollendet hatte. 3.2 Jedoch opferte das Volk auf den Hoehen; denn bis zu jenen Tagen war dem Namen des HERRN [noch] kein Haus gebaut worden. 3.3 Und Salomo liebte den HERRN, so dass er in den Ordnungen seines Vaters David lebte. Jedoch brachte er auf den Hoehen Schlachtopfer und Rauchopfer dar. V. 4-15: 2Chr 1,2-13. 3.4 Und der Koenig ging nach Gibeon, um dort Schlachtopfer darzubringen, denn das war `die grosse Hoehe'; tausend Brandopfer opferte Salomo auf jenem Altar. 3.5 In Gibeon erschien der HERR dem Salomo in einem Traum bei Nacht. Und Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll! 3.6 Und Salomo sagte: Du selbst hast ja an deinem Knecht David, meinem Vater, grosse Gnade erwiesen, weil er vor dir gelebt hat in Treue, in Gerechtigkeit und in Aufrichtigkeit des Herzens gegen dich; und du hast ihm diese grosse Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Thron sitzt, wie [es] am heutigen Tag ist. 3.7 Und nun, HERR, mein Gott, du selbst hast deinen Knecht zum Koenig gemacht anstelle meines Vaters David. Ich aber bin ein kleiner Knabe, ich weiss nicht aus- noch einzugehen. 3.8 Und dein Knecht ist inmitten deines Volkes, das du erwaehlt hast, eines grossen Volkes, das wegen [seiner] Menge nicht gezaehlt noch berechnet werden kann. 3.9 So gib denn deinem Knecht ein gehorsames Herz, dein Volk zu richten, zu unterscheiden zwischen Gut und Boese. Denn wer vermag dieses dein gewaltiges Volk zu richten? 3.10 Und das Wort war gut in den Augen des HERRN, dass Salomo um diese Sache gebeten hatte. 3.11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um diese Sache gebeten hast und hast dir nicht viele Tage erbeten und hast dir nicht Reichtum erbeten und hast nicht um das Leben deiner Feinde gebeten, sondern hast dir Verstaendnis erbeten, um dem Recht zu gehorchen, 3.12 siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein weises und verstaendiges Herz, so dass es vor dir keinen wie dich gegeben hat und nach dir keiner wie du aufstehen wird. 3.13 Und auch das, was du nicht erbeten hast, gebe ich dir, sowohl Reichtum als auch Ehre, so dass es unter den Koenigen keinen wie dich geben wird alle deine Tage. 3.14 Und wenn du auf meinen Wegen gehst, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, so, wie dein Vater David [auf ihnen] gegangen ist, dann werde ich [auch] deine Tage verlaengern. 3.15 Da erwachte Salomo, und siehe, es war ein Traum gewesen. Und er ging nach Jerusalem, und er trat vor die Lade des Bundes des HERRN und opferte Brandopfer und bereitete Heilsopfer und bereitete fuer alle seine Knechte ein [Fest]mahl. Salomos weises Urteil. 3.16 Damals kamen zwei Huren zum Koenig und traten vor ihn. 3.17 Und die eine Frau sagte: Bitte, mein Herr! Ich und diese Frau wohnen in ein [und demselben] Haus; und ich habe bei ihr im Haus geboren. 3.18 Und es geschah am dritten Tag, nachdem ich geboren hatte, gebar auch diese Frau, und wir waren beieinander, kein Fremder war bei uns im Haus, nur wir beide waren im Haus. 3.19 Da starb der Sohn dieser Frau eines Nachts, weil sie sich auf ihn gelegt hatte. 3.20 Sie aber stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite weg, waehrend deine Sklavin schlief, und legte ihn an ihren Busen; ihren toten Sohn aber legte sie an meinen Busen. 3.21 Als ich nun am Morgen aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe, da war er tot. Am Morgen sah ich ihn mir genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte. 3.22 Da sagte die andere Frau: Nein, sondern mein Sohn ist der lebende, und dein Sohn ist der tote. Jene aber sagte: Nein, sondern dein Sohn ist der tote, und mein Sohn ist der lebende. So stritten sie vor dem Koenig. 3.23 Da sagte der Koenig: Diese sagt: Das [hier] ist mein Sohn, der lebende, dein Sohn ist der tote. Und jene sagt: Nein, sondern dein Sohn ist der tote und mein Sohn der lebende. 3.24 Und der Koenig sprach: Holt mir ein Schwert! Und man brachte das Schwert vor den Koenig. 3.25 Und der Koenig sprach: Zerschneidet das lebende Kind in zwei Teile und gebt der einen die [eine] Haelfte und der anderen die [andere] Haelfte! 3.26 Da sagte die Frau, deren Sohn der lebende war, zum Koenig, denn ihr Innerstes wurde erregt wegen ihres Sohnes, sie sagte also: Bitte, mein Herr! Gebt ihr das lebende Kind, aber toetet es ja nicht! Jene aber sagte: Weder mir noch dir soll es gehoeren, zerschneidet [es]! 3.27 Da antwortete der Koenig und sprach: Gebt der ersten das lebende Kindchen und toetet es ja nicht! Sie ist seine Mutter. 3.28 Und ganz Israel hoerte das Urteil, das der Koenig gefaellt hatte, und sie fuerchteten sich vor dem Koenig. Denn sie sahen, dass die Weisheit Gottes in ihm war, [rechtes] Gericht zu halten. Salomos Beamte und Dienstleute. V. 1-6: 2Sam 8,15-18; 20,23-26. \4\ 4.1 So war der Koenig Salomo Koenig ueber ganz Israel. 4.2 Und das sind die obersten [Beamten], die er hatte: Asarja, der Sohn des Zadok, war der Priester; 4.3 Elihoref und Ahia, die Soehne des Schischa, waren [Staats-]schreiber; Joschafat, der Sohn des Ahilud, war Berater; 4.4 Benaja, der Sohn des Jojada, war ueber das Heer [gesetzt]; und Zadok und Abjatar waren Priester; 4.5 Asarja, der Sohn des Nathan, war ueber die Voegte [gesetzt]; und Sabud, der Sohn Nathans, war Priester, Freund des Koenigs; 4.6 Ahischar war ueber das Haus [gesetzt], und Hadoniram, der Sohn des Abda, [war Aufseher] ueber die Zwangsarbeit. 4.7 Und Salomo hatte zwoelf Voegte ueber ganz Israel, die versorgten den Koenig und sein Haus. Einen Monat im Jahr oblag einem [von ihnen] die Versorgung. 4.8 Und das sind ihre Namen: Der Sohn des Hur im Gebirge Ephraim; 4.9 der Sohn des Deker in Makaz und in Schaalbim und Bet-Schemesch und Elon [und] Bet-Hanan; 4.10 der Sohn des Hesed in Arubbot: er hatte [dazu] Socho und das ganze Land Hefer. 4.11 Der Sohn des Abinadab hatte das ganze Huegelland von Dor; Tafat, die Tochter Salomos, war seine Frau. 4.12 Baana, der Sohn des Ahilud, [hatte] Taanach und Megiddo und ganz Bet-Schean, das neben Zaretan [liegt], unterhalb von Jesreel, von Bet-Schean bis Abel-Mehola, bis jenseits von Jokneam. 4.13 Der Sohn des Geber war in Ramot-Gilead: er hatte die Zeltdoerfer Jairs, des Sohnes Manasses, die in Gilead sind, [und] er hatte den Landstrich Argob, der in Basan ist, sechzig grosse Staedte mit Mauern und bronzenen Riegeln. 4.14 Ahinadab, der Sohn des Iddo, war in Mahanajim; 4.15 Ahimaaz in Naftali: auch er hatte eine Tochter Salomos, die Basemat, zur Frau genommen; 4.16 Baana, der Sohn des Huschai, war in Asser und Bealot; 4.17 Joschafat, der Sohn des Paruach, in Issaschar; 4.18 Schimi, der Sohn des Ela, in Benjamin; 4.19 Geber, der Sohn des Uri, im Land Gilead, dem Land Sihons, des Koenigs der Amoriter, und Ogs, des Koenigs von Basan; und [nur] einen Vogt gab es, der im Land Juda war. 4.20 Juda und Israel waren an Menge so zahlreich wie der Sand am Meer. Sie assen und tranken und waren froehlich. Salomos Macht und Weisheit. \5\ 5.1 Und Salomo war Herrscher ueber alle Koenigreiche, vom [Euphrat-]Strom an [bis zu] dem Land der Philister und bis an die Grenze Aegyptens; sie entrichteten Tribut und dienten Salomo alle Tage seines Lebens. 5.2 Und der taegliche Bedarf Salomos betrug dreissig Kor Weizengriess und sechzig Kor Mehl, 5.3 zehn fette Rinder und zwanzig Weide-Rinder und hundert Schafe ohne die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und die gemaesteten Voegel. 5.4 Denn er herrschte ueber das ganze [Gebiet] diesseits des [Euphrat-]Stromes, von Tifsach bis Gaza, ueber alle Koenige diesseits des Stroms; und er hatte Frieden von allen Seiten ringsumher. 5.5 Und Juda und Israel wohnten in Sicherheit, jeder unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba alle Tage Salomos. 5.6 Und Salomo hatte viertausend Stallplaetze fuer die Pferde seiner Streitwagen und zwoelftausend Pferde. 5.7 Und die Voegte versorgten den Koenig Salomo und alle, die zum Tisch des Koenigs Salomo Zutritt hatten, jeder in seinem Monat; sie liessen es an nichts fehlen. 5.8 Und die Gerste und das Stroh fuer die Pferde und fuer die Wagenpferde brachte man an den Ort, wo er war, jeder nach seiner Vorschrift. 5.9 Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr grosse Einsicht und Weite des Herzens wie der Sand am Ufer des Meeres. 5.10 Die Weisheit Salomos war groesser als die Weisheit aller Soehne des Ostens und als alle Weisheit Aegyptens. 5.11 Und er war weiser als alle Menschen, als Etan, der Esrachiter, und Heman und Kalkol und Darda, die Soehne Mahols. Und sein Name war [beruehmt] unter allen Nationen ringsum. 5.12 Und er verfasste dreitausend Sprueche, und die Zahl seiner Lieder war 1 005. 5.13 Und er redete ueber die Baeume, [angefangen] von der Zeder, die auf dem Libanon [steht], bis zum Ysop, der an der Mauer herauswaechst; und er redete ueber das Vieh und ueber die Voegel und ueber das Gewuerm und ueber die Fische. 5.14 Und man kam aus allen Voelkern, um die Weisheit Salomos zu hoeren, von allen Koenigen der Erde her, die von seiner Weisheit gehoert hatten. Salomos Vertrag mit Hiram - Vorbereitungen zum Tempelbau. 2Chr 2. 5.15 Und Hiram, der Koenig von Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo, denn er hatte gehoert, dass man ihn zum Koenig gesalbt hatte anstelle seines Vaters; Hiram war naemlich allezeit ein Freund Davids gewesen. 5.16 Und Salomo sandte zu Hiram und liess [ihm] sagen: 5.17 Du weisst ja selbst, dass mein Vater David dem Namen des HERRN, seines Gottes, kein Haus bauen konnte wegen des Krieges, mit dem seine Feinde ihn umringten, bis der HERR sie unter die Sohlen seiner Fuesse legte. 5.18 Nun aber hat der HERR, mein Gott, mir Ruhe verschafft ringsum; kein Widersacher ist [mehr] da und kein schlimmes Geschick. 5.19 Siehe, so gedenke ich, dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus zu bauen, so wie der HERR zu meinem Vater David geredet hat, als er sprach: Dein Sohn, den ich an deiner Stelle auf deinen Thron setzen werde, er soll meinem Namen das Haus bauen. 5.20 So gib [nun] den Befehl, dass man mir Zedern vom Libanon schlaegt. Meine Knechte sollen mit deinen Knechten zusammenarbeiten. Und den Lohn fuer deine Knechte will ich dir geben, ganz wie du es sagen wirst. Denn du weisst ja, dass niemand unter uns ist, der [Bau]holz zu schlagen versteht wie die Sidonier. 5.21 Und es geschah, als Hiram die Worte Salomos hoerte, da freute er sich sehr; und er sprach: Gepriesen sei heute der HERR, der David einen weisen Sohn [als Herrscher] ueber dieses grosse Volk gegeben hat. 5.22 Und Hiram sandte zu Salomo und liess [ihm sagen]: Ich habe [die Botschaft] gehoert, die du mir gesandt hast; ich werde deinen Wunsch nach Zedernholz und nach Wacholderholz ganz erfuellen. 5.23 Meine Knechte sollen es vom Libanon ans Meer hinabbringen; ich werde dann auf dem Meer Floesse daraus machen [und sie] bis an den Ort [bringen lassen], den du mir angeben wirst, und dort will ich sie auseinandernehmen lassen. Und du kannst es [dort dann] abholen lassen. Du sollst aber meinen Wunsch erfuellen, Lebensmittel fuer mein Haus zu liefern. 5.24 So lieferte Hiram dem Salomo Zedernholz und Wacholderholz ganz nach seinem Wunsch. 5.25 Salomo aber lieferte Hiram 20 000 Kor Weizen als Verpflegung fuer sein Haus und zwanzig Kor reines Oel. Das lieferte Salomo dem Hiram Jahr fuer Jahr. 5.26 Und der HERR gab Salomo Weisheit, wie er ihm zugesagt hatte. Und es war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie schlossen einen Bund miteinander. 5.27 Und der Koenig Salomo hob aus ganz Israel Zwangsarbeiter aus, und die [Zahl der] Zwangsarbeiter betrug 30 000 Mann. 5.28 Er schickte sie auf den Libanon, abwechselnd 10 000 [Mann] im Monat. Einen Monat waren sie auf dem Libanon, zwei Monate in ihrem Haus; und Hadoniram war [Aufseher] ueber die Zwangsarbeit. 5.29 Und Salomo hatte 70 000 Lasttraeger und 80 000 Steinhauer im Gebirge, 5.30 abgesehen von den Obersten der Voegte Salomos, die ueber die Arbeit [eingesetzt] waren, 3 300, die das Volk beaufsichtigten, das mit der Arbeit beschaeftigt war. 5.31 Und der Koenig ordnete an, dass man grosse Steine breche, wertvolle Steine, um die Grundmauern des Hauses mit Quadern zu legen. 5.32 Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gebaliter hieben sie zurecht und richteten das Holz und die Steine zum Bau des Hauses zu. Salomos Tempelbau. V. 1-38: 2Chr 3; V. 1-20: Hes 41,1-26. \6\ 6.1 Und es geschah im 480. Jahr nach dem Auszug der Soehne Israel aus dem Land Aegypten, im vierten Jahr der Regierung Salomos ueber Israel, im Monat Siw, das ist der zweite Monat, da baute er das Haus fuer den HERRN. 6.2 Und das Haus, das der Koenig Salomo fuer den HERRN baute: sechzig Ellen [betrug] seine Laenge und zwanzig [Ellen] seine Breite und dreissig Ellen seine Hoehe. 6.3 Und die Vorhalle vor dem Tempelraum des Hauses: zwanzig Ellen war ihre Laenge vor der Breite des Hauses her; zehn Ellen war ihre Breite, in der Laengsrichtung des Hauses [gemessen]. 6.4 Und er machte fuer das Haus Fenster mit Rahmen und Gitterwerk. 6.5 Und er baute an der Wand des Hauses einen Anbau ringsumher, an den Waenden des Hauses rings um den Tempelraum und den Hinterraum; und er machte Seiten[stockwerke] ringsumher. 6.6 Der untere Anbau: fuenf Ellen [betrug] seine Breite; und der mittlere: sechs Ellen seine Breite; und der dritte: sieben Ellen seine Breite. Denn er hatte dem Haus ringsum nach aussen zu Absaetze gegeben, um nicht in die Waende des Hauses einzugreifen. 6.7 Und als das Haus gebaut wurde, wurde es aus Steinen erbaut, die vom Steinbruch her unbehauen waren. Hammer und Meissel [oder] irgendein [anderes] eisernes Werkzeug waren im Haus nicht zu hoeren, als es erbaut wurde. 6.8 Der Eingang zum mittleren Seiten[stockwerk] war an der rechten Seite des Hauses; und mit [Hilfe von] Wendeltreppen stieg man zum mittleren und vom mittleren zum dritten hinauf. 6.9 Und er baute das Haus und vollendete es, und er deckte das Haus mit Balken und Bohlenreihen aus Zedern. 6.10 Und er baute den Anbau am ganzen Haus - fuenf Ellen [betrug jeweils] seine Hoehe - und fasste so das Haus mit Zedernbalken ein. 6.11 Und das Wort des HERRN geschah zu Salomo, indem er sprach: 6.12 [Was] dieses Haus [betrifft], das du baust [,so sollst du wissen]: Wenn du in meinen Ordnungen lebst und meine Rechtsbestimmungen tust und alle meine Gebote bewahrst, dass du in ihnen lebst, dann werde ich dir mein Wort aufrechterhalten, das ich zu deinem Vater David geredet habe. 6.13 Und ich werde mitten unter den Soehnen Israel wohnen und werde mein Volk Israel nicht verlassen. 6.14 Und Salomo baute das Haus und vollendete es. 6.15 Und er verkleidete die Waende des Hauses innen mit Zedernbrettern; vom Fussboden des Hauses bis an die Balken der Decke belegte er sie innen mit Holz; und er belegte den Fussboden des Hauses mit Wacholderbrettern. 6.16 Und er baute [einen Abschnitt] von zwanzig Ellen von der Rueckseite des Hauses her mit Zedernbrettern vom Fussboden bis an die [Decken]balken. So baute er [diesen Abschnitt] fuer das Haus innen zum Hinterraum aus, zum Allerheiligsten. 6.17 Vierzig Ellen [lang] war das Haus, das ist der Tempelraum vor dem Hinterraum. 6.18 Und Zedernholz war innen am Haus, Schnitzwerk von Koloquinten[blaettern] und Blumengewinden. Alles war Zedernholz, kein Stein war zu sehen. 6.19 Den Hinterraum richtete er im Innersten des Hauses her, um die Lade des Bundes des HERRN dort hinzustellen. 6.20 Und der Hinterraum war zwanzig Ellen lang und zwanzig Ellen breit und zwanzig Ellen hoch. Und er ueberzog ihn mit gediegenem Gold. Auch den Zedernholz-Altar ueberzog er [damit]. 6.21 Und Salomo ueberzog das Haus innen mit gediegenem Gold und zog goldene Ketten vor dem Hinterraum entlang und ueberzog ihn mit Gold. 6.22 Das ganze Haus ueberzog er mit Gold, das ganze Haus vollstaendig. Auch den ganzen Altar, der zum Hinterraum gehoerte, ueberzog er mit Gold. 6.23 Und er machte im Hinterraum zwei Cherubim aus Oelbaumholz, zehn Ellen ihre Hoehe. 6.24 Fuenf Ellen [mass] der eine Fluegel des Cherubs und fuenf Ellen der andere Fluegel des Cherubs: zehn Ellen von dem einen Ende seiner Fluegel bis zu dem andern Ende seiner Fluegel. 6.25 Zehn Ellen [mass] auch der andere Cherub: beide Cherubim hatten ein [und dasselbe] Mass und ein [und dieselbe] Gestalt. 6.26 Die Hoehe des einen Cherubs [betrug] zehn Ellen und ebenso [die] des andern Cherubs. 6.27 Und er stellte die Cherubim in die Mitte des inneren Hauses; und die Cherubim breiteten die Fluegel aus, so dass der Fluegel des einen [Cherubs] die [eine] Wand beruehrte und der Fluegel des andern Cherubs die andere Wand beruehrte; ihre Fluegel zur Mitte des Hauses hin aber beruehrten sich gegenseitig, Fluegel an Fluegel. 6.28 Und er ueberzog die Cherubim mit Gold. 6.29 Und alle Waende des Hauses ringsum schnitzte er aus mit Schnitzwerkreliefs von Cherubim und Palmen[ornamenten] und Blumengewinden im Inneren und im Aeusseren. 6.30 Und den Fussboden des Hauses ueberzog er mit Gold, im Inneren und im Aeusseren. 6.31 Und fuer den Eingang zum Hinterraum machte er Tuerfluegel aus Oelbaumholz; die Einfassung [bildete] einen fuenffach gestaffelten Tuerrahmen. 6.32 Und in die beiden Tuerfluegel aus Oelbaumholz, auf ihnen schnitzte er Schnitzwerk von Cherubim und Palmen[ornamenten] und Blumengewinden und ueberzog sie mit Gold, und auf die Cherubim und auf die Palmen[ornamente] liess er das Gold aufhaemmern. 6.33 Und ebenso machte er fuer den Eingang zum Tempelraum Tuerrahmen aus Oelbaumholz und [machte] vierfach gestaffelte Tuerrahmen 6.34 und zwei Tueren aus Wacholderholz; die beiden Tuerfluegel der einen Tuer waren [bis an die Wand] drehbar, und die beiden Tuerfluegel der anderen Tuer waren [bis an die Wand] drehbar. 6.35 Und er schnitzte Cherubim und Palmen[ornamente] und Blumengewinde ein und ueberzog sie mit Gold, das dem Eingeritzten genau angepasst war. 6.36 Und er baute den inneren Vorhof aus drei Lagen Quadern und aus einer Lage Zedernbalken. 6.37 Im vierten Jahr wurde die Grundmauer des Hauses des HERRN gelegt, im Monat Siw; 6.38 und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist der achte Monat, war das Haus vollendet, nach all seinen Teilen und nach all seinen Erfordernissen; so hatte er sieben Jahre daran gebaut. Salomos Palaeste. \7\ 7.1 Und an seinem [eigenen] Haus baute Salomo dreizehn Jahre, und er vollendete sein ganzes Haus. 7.2 Und er baute das Libanonwaldhaus; hundert Ellen [betrug] seine Laenge, fuenfzig Ellen seine Breite und dreissig Ellen seine Hoehe; auf vier Reihen von Zedernsaeulen [stand es], und Zedernbalken [lagen] auf den Saeulen. 7.3 Und es war mit Zedernholz gedeckt oben ueber den Tragbalken, die auf den Saeulen waren, fuenfundvierzig, [jeweils] fuenfzehn in einer Reihe. 7.4 Und [Fenster]rahmen in drei Reihen, Fenster gegenueber Fenster, dreimal. 7.5 Und alle Tueren und Fenster waren viereckig [und mit einem] Rahmen [versehen] und Fenster gegenueber Fenster, dreimal. 7.6 Er machte auch die Saeulenvorhalle - fuenfzig Ellen [betrug] ihre Laenge und dreissig Ellen ihre Breite - und [noch] eine Halle vor dieser mit Saeulen und einem Aufgang vor ihnen. 7.7 Und er machte die Thronvorhalle, wo er Gericht hielt, die Gerichtsvorhalle. Sie war mit Zedernholz gedeckt, von Boden zu Boden. 7.8 Und sein Haus, in dem er wohnte, [im] anderen Hof einwaerts von der Vorhalle war von derselben Bauart. Und Salomo baute [auch] fuer die Tochter des Pharao, die er [zur Frau] genommen hatte, ein Haus wie diese Vorhalle. 7.9 Das alles war aus wertvollen Steinen, im Mass von Quadern von innen und von aussen mit der Saege gesaegt, und zwar vom Fundament bis zum Gesims und von aussen bis zum grossen Hof. 7.10 Und das Fundament [bestand] aus wertvollen Steinen, aus grossen Steinen, Steinen von zehn Ellen und Steinen von acht Ellen. 7.11 Und darueber [lagen] wertvolle Steine, Steine nach Massen von Quadern, und Zedernholz. 7.12 Und der grosse Hof ringsum [hatte] drei Lagen Quader und eine Lage Zedernbalken, und zwar dem inneren Hof des Hauses des HERRN entsprechend und entsprechend der Vorhalle des Hauses. Tempelausstattung. 7.13 Und der Koenig Salomo sandte hin und liess Hiram von Tyrus holen. 7.14 Der war der Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naftali, sein Vater aber war ein Tyrer, ein Bronzeschmied. Er war voller Weisheit und Einsicht und Kenntnis, um jegliche Arbeit in Bronze auszufuehren. Und er kam zu dem Koenig Salomo und fuehrte [ihm] alle seine Arbeit aus. V. 15-22: 2Chr 3,15-17; 4,12.13. 7.15 Und er formte die beiden Saeulen aus Bronze: achtzehn Ellen [betrug] die Hoehe der einen Saeule, und ein Faden von zwoelf Ellen umspannte sie; ihre [Wand]staerke war vier Finger[breit, und innen war sie] hohl; ebenso war die andere Saeule. 7.16 Und er machte zwei Kapitelle, aus Bronze gegossen, um sie oben auf die Saeulen zu setzen: fuenf Ellen die Hoehe des einen Kapitells und fuenf Ellen die Hoehe des anderen Kapitells. 7.17 Geflecht in Flechtwerk, Schnuere in Kettenwerk waren an den Kapitellen, die oben auf den Saeulen waren: sieben fuer das eine Kapitell und sieben fuer das andere Kapitell. 7.18 Und er machte die Granataepfel, und zwar zwei Reihen ringsherum auf dem einen Geflecht zur Bedeckung der Kapitelle, die oben auf den Saeulen waren; und ebenso machte er es fuer das andere Kapitell. 7.19 Und die Kapitelle, die oben auf den Saeulen waren, sie alle waren in Lilienarbeit, vier Ellen [hoch]. 7.20 Und Kapitelle waren auf den beiden Saeulen auch oben darueber, dicht bei der Ausbuchtung, die hinter dem Geflecht war. Und zweihundert Granataepfel waren in Reihen ringsum auf dem [einen Kapitell und ebenso auf dem] anderen Kapitell. 7.21 Und er stellte die Saeulen an der Vorhalle des Tempelraums auf. Er stellte die rechte Saeule auf und gab ihr den Namen Jachin, und er stellte die linke Saeule auf und gab ihr den Namen Boas. 7.22 Und oben auf den Saeulen war Lilienarbeit. So wurde das Werk der Saeulen vollendet. V. 23-39: 2Chr 4,2-6; vgl. 2Mo 30,17-21. 7.23 Und er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem [einen] Rand bis zu seinem [anderen] Rand, ringsum rund und fuenf Ellen seine Hoehe; und eine Messschnur von dreissig Ellen umspannte es ringsherum. 7.24 Unterhalb seines Randes umgaben es ringsum Koloquinten[blaetter], dreissig Ellen lang, das Meer ringsum einschliessend. In zwei Reihen waren die Koloquinten bei seinem Guss [mit]gegossen worden. 7.25 Es stand auf zwoelf Rindern: drei waren nach Norden gewandt, drei waren nach Westen gewandt, drei waren nach Sueden gewandt, und drei waren nach Osten gewandt; und das Meer [stand] oben auf ihnen, und ihre Hinterteile waren alle nach innen [gekehrt]. 7.26 Seine Dicke war eine Handbreit und sein Rand wie der Rand eines Bechers gearbeitet, als Lilienbluete; es fasste zweitausend Bat. 7.27 Und er machte die zehn Gestelle aus Bronze: vier Ellen [betrug] die Laenge eines Gestells und vier Ellen seine Breite und drei Ellen seine Hoehe. 7.28 Und dies war die Bauart der Gestelle: Sie hatten [Schluss]leisten und [ausserdem] Leisten zwischen den Sprossen; 7.29 und auf den Leisten, die zwischen den Sprossen waren, [befanden sich] Loewen, Rinder und Cherubim und auf den Sprossen ebenso; [und] oberhalb und unterhalb der Loewen und der Rinder waren Kraenze in gehaemmerter Arbeit. 7.30 Jedes Gestell hatte vier bronzene Raeder und bronzene Achsen, und seine vier Fuesse hatten Seitenstuecke; unterhalb der Kessel waren die Seitenstuecke angegossen; einem jeden gegenueber [waren] Kraenze. 7.31 Seine Oeffnung war innerhalb der Seitenstuecke und [ragte] eine Elle darueber hinaus, und ihre Oeffnung war rund, in Gestalt eines Untersatzes, eine Elle und eine halbe Elle; und auch an ihrer Oeffnung war Schnitzwerk. Und ihre Leisten waren viereckig, nicht rund. 7.32 Die vier Raeder [befanden sich] unterhalb der Leisten; und die Halter der Raeder waren am Gestell; und die Hoehe eines Rades [betrug] eine Elle und eine halbe Elle; 7.33 und die Bauart der Raeder war wie die Bauart eines Wagenrades; ihre Halter und ihre Felgen und ihre Speichen und ihre Naben, das alles war gegossen. 7.34 Und vier Seitenstuecke waren an den vier Ecken des einzelnen Gestells: Aus [einem Stueck mit] dem Gestell waren seine Seitenstuecke. 7.35 Und oben auf dem Gestell war ein [Untersatz], eine halbe Elle hoch, rund ringsherum; und oben auf dem Gestell waren seine Halter und seine Leisten aus [einem Stueck mit] ihm. 7.36 Und er gravierte auf den [Seiten]platten, [auf] seinen Haltern und auf seinen Feldern Cherubim, Loewen und Palmen ein nach der freien Flaeche eines jeden und Kraenze ringsum. 7.37 In dieser Weise machte er die zehn Gestelle: einen Guss, ein Mass, einen Zuschnitt hatten sie alle. 7.38 Und er machte zehn Kessel aus Bronze. Vierzig Bat fasste der einzelne Kessel; vier Ellen war der einzelne Kessel [weit]; je ein Kessel [kam] auf je ein Gestell von den zehn Gestellen. 7.39 Und er stellte die Gestelle auf: fuenf auf die rechte Seite des Hauses und fuenf auf die linke Seite des Hauses. Und das Meer stellte er an der rechten Seite des Hauses auf, ostwaerts, in Richtung Sueden. 7.40 Und Hiram machte die Toepfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. Und so vollendete Hiram die Arbeit an dem ganzen Werk, das er dem Koenig Salomo fuer das Haus des HERRN ausfuehrte: 7.41 zwei Saeulen und die kugelfoermigen Kapitelle, die oben auf den beiden Saeulen waren; und die beiden Geflechte, um die beiden kugelfoermigen Kapitelle, die oben auf den Saeulen waren, zu bedecken; 7.42 und die vierhundert Granataepfel fuer die beiden Geflechte: zwei Reihen Granataepfel fuer das einzelne Geflecht, um die beiden kugelfoermigen Kapitelle, die auf der Oberseite der Saeulen waren, zu bedecken; 7.43 und die zehn Gestelle und die zehn Kessel auf den Gestellen; 7.44 das eine Meer und die zwoelf Rinder unter dem Meer; 7.45 und die Toepfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. Alle diese Geraete, die Hiram dem Koenig Salomo fuer das Haus des HERRN machte, waren aus blanker Bronze. 7.46 In der Jordanebene liess der Koenig sie giessen in der Erdgiesserei zwischen Sukkot und Zaretan. 7.47 Und Salomo liess alle Geraete ungewogen wegen der sehr, sehr grossen Menge. Das Gewicht der Bronze war nicht feststellbar. 7.48 Und Salomo machte alle die Geraete, die das Haus des HERRN [braucht]: den goldenen Altar; und den goldenen Tisch, auf dem die Schaubrote [liegen]; 7.49 und die Leuchter, fuenf zur Rechten und fuenf zur Linken vor dem Hinterraum, aus gediegenem Gold; und die Blueten, die Lampen und die Dochtscheren aus Gold; 7.50 und die Becken und die Messer, die Sprengschalen, die Schalen und die Feuerbecken aus gediegenem Gold; und die Angeln an den Tuerfluegeln des inneren Hauses, des Allerheiligsten, [und] an den Tuerfluegeln des Hauses, des Tempelraums, aus Gold. 7.51 So wurde das ganze Werk, das der Koenig Salomo ausfuehrte, das Haus des HERRN, vollendet. Und Salomo brachte die heiligen Gaben seines Vaters David hinein. Das Silber und das Gold und die Geraete legte er in die Schatzkammern des Hauses des HERRN. Tempelweihe - Salomos Ansprache, Gebet und Festopfer. V. 8-11: 2Chr 5,2-14. \8\ 8.1 Damals versammelte Salomo die Aeltesten von Israel [und] alle Oberhaeupter der Staemme, die Fuersten der Geschlechter der Soehne Israel, zum Koenig Salomo nach Jerusalem, um die Lade des Bundes des HERRN heraufzuholen aus der Stadt Davids, das ist Zion. 8.2 Und alle Maenner von Israel versammelten sich zum Koenig Salomo im Monat Etanim, das ist der siebte Monat, am Fest. 8.3 Alle Aeltesten von Israel kamen, und die Priester trugen die Lade 8.4 und brachten die Lade des HERRN hinauf, dazu das Zelt der Begegnung und alle heiligen Geraete, die im Zelt waren; die Priester und die Leviten brachten sie hinauf. 8.5 Und der Koenig Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm eingefunden hatte [und] mit ihm vor der Lade [stand], opferten Schafe und Rinder, die vor Menge nicht berechnet und nicht gezaehlt werden konnten. 8.6 Und die Priester brachten die Lade des Bundes des HERRN an ihren Platz in den Hinterraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Fluegel der Cherubim; 8.7 denn die Cherubim breiteten die Fluegel aus ueber den Platz der Lade, und die Cherubim beschirmten die Lade und ihre Stangen von oben her. 8.8 Und die Stangen waren so lang, dass die Enden der Stangen [nur] vom Heiligen aus, vor dem Hinterraum, zu sehen waren; aber nach aussen waren sie nicht sichtbar. Und sie sind dort bis zum heutigen Tag. 8.9 Nichts war in der Lade als nur die beiden steinernen Tafeln, die Mose am Horeb dort hineingelegt hatte, als der HERR mit den Soehnen Israel [einen Bund] schloss, als sie aus dem Land Aegypten zogen. 8.10 Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen, da erfuellte die Wolke das Haus des HERRN; 8.11 und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hinzutreten, um den Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfuellte das Haus des HERRN. V. 12-21: 2Chr 6,1-11. 8.12 Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, dass er im Dunkel wohnen will. 8.13 Gebaut, ja gebaut habe ich ein fuerstliches Haus fuer dich, eine Staette, wo du thronen sollst fuer Ewigkeiten. 8.14 Darauf wandte der Koenig sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels, wobei die ganze Versammlung Israels dastand; 8.15 und er sagte: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der mit seinem Mund zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand erfuellt hat, [was er verheissen hatte,] als er sprach: 8.16 Von dem Tag an, da ich mein Volk Israel aus Aegypten herausfuehrte, habe ich aus allen Staemmen Israels keine Stadt erwaehlt, um [darin] ein Haus zu bauen, damit mein Name dort sei; aber ich habe David erwaehlt, dass er [Koenig] ueber mein Volk Israel sei. 8.17 Nun lag es meinem Vater David am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. 8.18 Doch der HERR sprach zu meinem Vater David: Dass dir [das] am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, [daran] hast du gut getan, dass dir [das] am Herzen lag. 8.19 Jedoch wirst du selbst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommt, der wird meinem Namen das Haus bauen. 8.20 Und der HERR hat sein Wort aufrechterhalten, das er geredet hat. So bin ich denn an die Stelle meines Vaters David getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie der HERR zugesagt hat, und habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus gebaut; 8.21 und ich habe dort einen Platz fuer die Lade hergerichtet, in der der Bund des HERRN ist, den er mit unseren Vaetern geschlossen hat, als er sie aus dem Land Aegypten herausfuehrte. V. 22-61: 2Chr 6,12-42. 8.22 Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Versammlung Israels und breitete seine Haende zum Himmel aus. 8.23 Und er sprach: HERR, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich im Himmel oben und auf der Erde unten, der du den Bund und die Gnade deinen Knechten bewahrst, die vor dir leben mit ihrem ganzen Herzen; 8.24 der du deinem Knecht, meinem Vater David, gehalten hast, was du ihm zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfuellt, wie es am heutigen Tag ist. 8.25 Und nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast, als du sprachst: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Soehne auf ihren Weg achten, dass sie vor mir leben, wie du vor mir gelebt hast. 8.26 Und nun, Gott Israels, moegen sich doch deine Worte als zuverlaessig erweisen, die du zu deinem Knecht, meinem Vater David, geredet hast! - 8.27 Ja, sollte Gott wirklich auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel koennen dich nicht fassen; wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! 8.28 Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, dass du hoerst auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht heute vor dir betet, 8.29 dass deine Augen Nacht und Tag geoeffnet seien ueber dieses Haus hin, ueber die Staette, von der du gesagt hast: Mein Name soll dort sein, dass du hoerst auf das Gebet, das dein Knecht zu dieser Staette hin betet. 8.30 Und hoere auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu dieser Staette hin richten werden. Du selbst moegest es hoeren an der Staette, wo du thronst, im Himmel, ja, hoere und vergib! 8.31 Wenn jemand gegen seinen Naechsten suendigt und der einen Fluch auf ihn legt, um ihn unter einen Fluch zu stellen, und er kommt [und] spricht den Fluch aus vor deinem Altar in diesem Haus, 8.32 dann hoere du es im Himmel und handle und richte deine Knechte, indem du den Schuldigen schuldig sprichst, um seinen Weg auf sein Haupt zu bringen, und indem du den Gerechten gerecht sprichst, um ihm nach seiner Gerechtigkeit zu geben! 8.33 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesuendigt haben, und sie kehren zu dir um und preisen deinen Namen und beten und flehen zu dir [um Gnade] in diesem Haus, 8.34 dann hoere du es im Himmel und vergib die Suende deines Volkes Israel; und bring sie in das Land zurueck, das du ihren Vaetern gegeben hast! 8.35 Bleibt der Himmel verschlossen, so dass es keinen Regen gibt, weil sie gegen dich gesuendigt haben, und sie beten zu dieser Staette hin und preisen deinen Namen und kehren um von ihrer Suende, weil du sie demuetigst, 8.36 dann hoere du es im Himmel und vergib die Suende deiner Knechte und deines Volkes Israel - denn du zeigst ihnen den guten Weg, auf dem sie gehen sollen - und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbteil gegeben hast! 8.37 Wenn eine Hungersnot im Land herrscht, wenn eine Pest ausbricht, wenn es Getreidebrand, Vergilben [des Getreides], Heuschrecken [oder] Hundsfliegen gibt, wenn sein Feind es im Land seiner Tore belagert, [wenn es also] irgendeine Plage, irgendeine Krankheit [gibt 8.38 und dann] irgendein Gebet, irgendein Flehen [aufsteigt], was von irgendeinem Menschen [oder] von deinem ganzen Volk Israel geschehen mag - [je nachdem], was einer als Plage seines Herzens erkennt -, und er zu diesem Haus hin seine Haende ausbreitet, 8.39 dann hoere du es im Himmel, der Staette, wo du thronst, und vergib und handle und gib jedem nach all seinen Wegen, da du sein Herz kennst - denn du, du allein kennst das Herz aller Menschenkinder -, 8.40 damit sie dich fuerchten all die Tage, die sie in dem Land leben, das du unsern Vaetern gegeben hast! 8.41 Und auch auf den Auslaender, der nicht von deinem Volk Israel ist, aber um deines Namens willen aus fernem Land kommt - 8.42 denn sie werden von deinem grossen Namen hoeren und von deiner starken Hand und deinem ausgestreckten Arm -, wenn er nun kommt und betet zu diesem Haus hin, 8.43 [dann] hoere du es im Himmel, der Staette, wo du thronst, und handle nach allem, worum der Auslaender zu dir ruft, damit alle Voelker der Erde deinen Namen erkennen, damit sie dich fuerchten wie dein Volk Israel und damit sie erkennen, dass dein Name ausgerufen ist ueber diesem Haus, das ich gebaut habe! 8.44 Wenn dein Volk zum Krieg gegen seinen Feind auszieht auf dem Weg, den du sie sendest, und [wenn] sie [dann] zum HERRN beten in Richtung auf die Stadt, die du erwaehlt hast, und [auf] das Haus, das ich deinem Namen gebaut habe, 8.45 dann hoere im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe [ihnen] ihr Recht! 8.46 Wenn sie gegen dich suendigen - denn es gibt keinen Menschen, der nicht suendigt - und du ueber sie erzuernst und sie vor dem Feind dahingibst und ihre Bezwinger sie gefangen wegfuehren in das Land des Feindes, [in] ein fernes oder ein nahes, 8.47 und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, wohin sie gefangen weggefuehrt worden sind, und kehren um und flehen zu dir im Land ihrer Bezwinger, indem sie sagen: Wir haben gesuendigt und haben uns schuldig gemacht, wir haben gottlos gehandelt; 8.48 und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Feinde, die sie gefangen weggefuehrt haben, und sie beten zu dir in Richtung auf ihr Land, das du ihren Vaetern gegeben hast, [auf] die Stadt, die du erwaehlt hast, und [auf] das Haus, das ich deinem Namen gebaut habe, 8.49 dann hoere im Himmel, der Staette, wo du thronst, ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe [ihnen] ihr Recht! 8.50 Und vergib deinem Volk, worin sie gegen dich gesuendigt haben, und alle ihre Vergehen, mit denen sie sich gegen dich vergangen haben; und lass sie Erbarmen finden vor ihren Bezwingern, dass die sich ueber sie erbarmen! 8.51 Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du aus Aegypten, mitten aus dem Eisenschmelzofen, herausgefuehrt hast. 8.52 So lass deine Augen offen sein fuer das Flehen deines Knechtes und fuer das Flehen deines Volkes Israel, dass du auf sie hoerst, sooft sie zu dir rufen! 8.53 Denn du, du hast sie fuer dich zum Erbteil ausgesondert aus allen Voelkern der Erde, so wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsere Vaeter aus Aegypten herausfuehrtest, Herr, HERR! V. 54-66: 2Chr 7,1-10. 8.54 Und es geschah, als Salomo dieses ganze Gebet und Flehen zu dem HERRN zu Ende gebetet hatte, stand er auf von [der Stelle] vor dem Altar des HERRN, wo er auf den Knien gelegen hatte, seine Haende zum Himmel ausgebreitet. 8.55 Und er trat hin und segnete die ganze Versammlung Israels mit lauter Stimme und sprach: 8.56 Gepriesen sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, nach allem, was er geredet hat! Nicht ein einziges Wort ist dahingefallen von all seinen guten Worten, die er durch seinen Knecht Mose geredet hat. 8.57 Der HERR, unser Gott, sei mit uns, so wie er mit unseren Vaetern gewesen ist. Er verlasse uns nicht und verstosse uns nicht, 8.58 um so unser Herz zu ihm zu neigen, damit wir auf all seinen Wegen gehen und seine Gebote und seine Ordnungen und seine Rechtsbestimmungen einhalten, die er unseren Vaetern geboten hat! 8.59 Moechten diese meine Worte, mit denen ich vor dem HERRN um Gnade gefleht habe, dem HERRN, unserm Gott, nahe sein, Tag und Nacht, dass er das Recht seines Knechtes und das Recht seines Volkes Israel ausfuehre - die Sache eines [jeden] Tages an ihrem Tag -, 8.60 damit alle Voelker der Erde erkennen, dass der HERR Gott ist und sonst keiner! 8.61 Und euer Herz sei ungeteilt mit dem HERRN, unserem Gott, in seinen Ordnungen zu leben und seine Gebote zu halten, wie es am heutigen Tag ist! 8.62 Und der Koenig und ganz Israel mit ihm brachten vor dem HERRN Schlachtopfer dar. 8.63 Und Salomo schlachtete als Heilsopfer, das er dem HERRN darbrachte, 22 000 Rinder und 120 000 Schafe. So weihten der Koenig und alle Soehne Israel das Haus des HERRN ein. 8.64 An jenem Tag heiligte der Koenig die Mitte des Vorhofes, der vor dem Haus des HERRN [lag]; denn dort bereitete er das Brandopfer zu und das Speisopfer und die Fettstuecke der Heilsopfer; denn der bronzene Altar, der vor dem HERRN [stand], war zu klein, um das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstuecke der Heilsopfer zu fassen. 8.65 Und Salomo veranstaltete zu jener Zeit das Fest und ganz Israel mit ihm, eine grosse Versammlung, von da, wo man nach Hamat hineinkommt, bis an den Bach Aegyptens, vor dem HERRN, unserm Gott, sieben Tage lang und [weitere] sieben Tage, [zusammen] vierzehn Tage. 8.66 Am achten Tag entliess er das Volk. Und sie segneten den Koenig und gingen zu ihren Zelten, froehlich und guten Mutes ueber all das Gute, das der HERR seinem Knecht David und seinem Volk Israel erwiesen hatte.  Gottes Antwort auf Salomos Gebet. 2Chr 7,11-22. \9\ 9.1 Und es geschah, als Salomo den Bau des Hauses des HERRN und des Hauses des Koenigs vollendet hatte, dazu alles, was Salomo gefiel, [alles,] was er auszufuehren wuenschte, 9.2 da erschien der HERR dem Salomo zum zweiten Mal, wie er ihm in Gibeon erschienen war. 9.3 Und der HERR sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen gehoert, das du vor mir gefleht hast. Ich habe dieses Haus, das du gebaut hast, geheiligt, um meinen Namen dort niederzulegen fuer ewig; und meine Augen und mein Herz sollen allezeit dort [gegenwaertig] sein. 9.4 Und du, wenn du vor mir lebst, ebenso wie dein Vater David gelebt hat in Lauterkeit des Herzens und in Aufrichtigkeit, indem du nach allem handelst, was ich dir geboten habe, und [wenn] du meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen einhaeltst, 9.5 dann werde ich den Thron deines Koenigtums ueber Israel festigen fuer ewig, so wie ich ueber deinen Vater David geredet habe, als ich sprach: Es soll dir nicht an einem Mann auf dem Thron Israels fehlen. 9.6 Wenn ihr euch aber von mir abwendet, ihr und eure Kinder, und meine Gebote [und] meine Ordnungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht einhaltet, sondern hingeht und anderen Goettern dient und euch vor ihnen niederwerft, 9.7 dann werde ich Israel ausrotten aus dem Land, das ich ihnen gegeben habe; und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegstossen. So wird Israel zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Voelkern werden. 9.8 Und dieses Haus wird eine Truemmerstaette werden; jeder, der an ihm voruebergeht, wird sich entsetzen und pfeifen. Und man wird sagen: Warum hat der HERR an diesem Land und an diesem Haus so gehandelt? 9.9 Dann wird man sagen: Weil sie den HERRN, ihren Gott, der ihre Vaeter aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hat, verlassen und sich an andere Goetter gehalten haben und sich vor ihnen niedergeworfen und ihnen gedient haben, darum hat der HERR all dieses Unheil ueber sie gebracht. Salomos Gabe an Hiram - Salomos Zwangsarbeiter, Festungsbauten, Vorratsstaedte und Schiffahrt. 2Chr 8. 9.10 Und es geschah am Ende der zwanzig Jahre, in denen Salomo die beiden Haeuser, das Haus des HERRN und das Haus des Koenigs, gebaut hatte - 9.11 Hiram, der Koenig von Tyrus, hatte Salomo unterstuetzt mit Zedernholz, mit Wacholderholz und mit Gold ganz nach seinem Wunsch -, damals gab der Koenig Salomo dem Hiram zwanzig Staedte im Land Galilaea. 9.12 Und Hiram zog von Tyrus aus, um [sich] die Staedte anzusehen, die Salomo ihm gegeben hatte; und sie waren nicht recht in seinen Augen. 9.13 Und er sagte: Was sind das fuer Staedte, die du mir gegeben hast, mein Bruder! Und er nannte sie `Land Kabul' [,und so heissen sie] bis zum heutigen Tag. 9.14 Hiram hatte naemlich dem Koenig 120 Talente Gold gesandt. 9.15 Und dies ist die Sache [mit] den Zwangsarbeitern, die der Koenig Salomo aushob, um das Haus des HERRN zu bauen sowie sein [eigenes] Haus und den Millo und die Mauer von Jerusalem und Hazor und Megiddo und Geser - 9.16 der Pharao, der Koenig von Aegypten, war heraufgezogen und hatte Geser eingenommen und es mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter, die in der Stadt wohnten, erschlagen und hatte es seiner Tochter, der Frau des Salomo, als Mitgift gegeben! 9.17 Und Salomo baute Geser und das untere Bet-Horon 9.18 und Baalat und Tamar in der Wueste im Land [Juda] 9.19 und alle Vorratsstaedte, die Salomo hatte, und die Wagenstaedte und die Pferdestaedte und [alles,] was Salomo sonst noch zu bauen wuenschte in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Land seiner Herrschaft -: 9.20 alles Volk, das uebriggeblieben war von den Amoritern, den Hetitern, den Perisitern, den Hewitern und den Jebusitern, die nicht von den Soehnen Israel waren, 9.21 deren Soehne, die nach ihnen im Land uebriggeblieben waren, weil die Soehne Israel an ihnen den Bann nicht hatten vollstrecken koennen, die hob Salomo als Sklaven zur Zwangsarbeit [fuer seine Bauten] aus; [und so ist es] bis zum heutigen Tag. 9.22 Aber von den Soehnen Israel machte Salomo keine Sklaven, sondern sie waren Kriegsleute und seine Knechte und seine Obersten und seine Wagenkaempfer und Oberste ueber seine Streitwagen und seine Pferde. 9.23 Dies sind die Obersten der Voegte, die ueber die Bauarbeiten Salomos [gesetzt] waren: 550, die ueber das Volk herrschten, das mit der Arbeit beschaeftigt war. 9.24 Sobald die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids in ihr Haus hinaufgezogen war, das er fuer sie erbaut hatte, da baute er den Millo. 9.25 Und Salomo opferte dreimal im Jahr Brandopfer und Heilsopfer auf dem Altar, den er fuer den HERRN gebaut hatte, und brachte Rauchopfer auf ihm dar, der vor dem HERRN [stand]. Und er vollendete das Haus. 9.26 Und der Koenig Salomo baute eine Flotte in Ezjon-Geber, das bei Elat am Ufer des Schilfmeeres im Land Edom [liegt]. 9.27 Und Hiram schickte auf der Flotte seine Knechte [mit], seekundige Schiffsleute [,die] mit den Knechten Salomos [fuhren]. 9.28 Und sie gelangten nach Ofir und holten von dort Gold, 420 Talente, und brachten [es] zum Koenig Salomo. Die Koenigin von Saba bei Salomo. 2Chr 9,1-12. \10\ 10.1 Und die Koenigin von Saba hoerte von Salomos Ruf [und von dem Haus, das er gebaut hatte] fuer den Namen des HERRN. Da kam sie, um ihn mit Raetsel[fragen] zu pruefen. 10.2 Und sie kam nach Jerusalem mit einem sehr zahlreichen Gefolge, mit Kamelen, die Balsamoele und Gold trugen in sehr grosser Menge und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und redete zu ihm alles, was in ihrem Herzen war. 10.3 Und Salomo beantwortete ihr all ihre Fragen. Nichts war vor dem Koenig verborgen, das er ihr nicht haette beantworten koennen. 10.4 Und als die Koenigin von Saba all die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, 10.5 und die Speise [auf] seiner Tafel und die Sitzordnung seiner Knechte und die Aufwartung seiner Diener und ihre Kleidung und seine Getraenke und sein Brandopfer, das er im Haus des HERRN opferte, da geriet sie vor Staunen ausser sich 10.6 und sagte zum Koenig: Das Wort ist Wahrheit gewesen, das ich in meinem Land ueber deine Taten und ueber deine Weisheit gehoert habe! 10.7 Ich habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben. Doch siehe, nicht die Haelfte ist mir berichtet worden! Du hast an Weisheit und Guetern die Kunde uebertroffen, die ich gehoert habe. 10.8 Gluecklich sind deine Maenner, gluecklich diese deine Knechte, die staendig vor dir stehen, die deine Weisheit hoeren! 10.9 Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, dich auf den Thron Israels zu setzen! Weil der HERR Israel ewig liebt, hat er dich als Koenig eingesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit uebst. 10.10 Und sie gab dem Koenig 120 Talente Gold und Balsamoele in sehr grosser Menge und Edelsteine. Nie wieder kam so viel Balsamoel [ins Land] wie dieses, das die Koenigin von Saba dem Koenig Salomo gab. - 10.11 Auch die Flotte Hirams, die Gold aus Ofir holte, brachte aus Ofir Almuggim-Hoelzer in sehr grosser Menge und Edelsteine. 10.12 Und der Koenig machte von den Almuggim-Hoelzern ein Gelaender fuer das Haus des HERRN und fuer das Haus des Koenigs und Zithern und Harfen fuer die Saenger. Nie [mehr] kam so [viel] Almuggim-Holz [ins Land], noch wurde [jemals wieder so viel] gesehen bis zum heutigen Tag. - 10.13 Der Koenig Salomo aber gab der Koenigin von Saba alles, was sie sich wuenschte, was sie erbeten hatte, abgesehen von dem, was er ihr [schon] gegeben hatte nach der Freigebigkeit des Koenigs Salomo. Und sie wandte sich und zog in ihr Land, sie und ihre Knechte. Salomos Reichtum. V. 14-29: 2Chr 9,13-28. 10.14 Und das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in einem einzigen Jahr einging, [betrug] 666 Talente Gold 10.15 ausser dem, was von den Handelsleuten und dem Gewinn der Haendler und von allen Koenigen Arabiens und den Statthaltern des Landes [einging]. 10.16 Und der Koenig Salomo machte zweihundert Langschilde aus legiertem Gold - [mit] sechshundert [Schekel] Gold ueberzog er jeden Langschild - 10.17 und dreihundert Kleinschilde aus legiertem Gold, [mit] drei Minen Gold ueberzog er jeden Kleinschild. Und der Koenig gab sie in das Libanonwaldhaus. 10.18 Und der Koenig machte einen grossen Thron aus Elfenbein und ueberzog ihn mit reinem Gold. 10.19 Sechs Stufen hatte der Thron, und einen runden Kopf hatte der Thron auf seiner Rueckseite; und Armlehnen waren auf dieser und auf jener Seite am Sitzplatz, und zwei Loewen standen neben den Armlehnen; 10.20 und zwoelf Loewen standen da auf den sechs Stufen, auf dieser und auf jener Seite. Niemals ist so [etwas] gemacht worden fuer irgendwelche [anderen] Koenigreiche. 10.21 Und alle Trinkgefaesse des Koenigs Salomo waren aus Gold, und alle Geraete des Libanonwaldhauses waren aus gediegenem Gold. Silber galt in den Tagen Salomos ueberhaupt nichts. 10.221 Denn der Koenig hatte Tarsis-Schiffe auf dem Meer, [die fuhren] mit den Schiffen Hirams. Einmal in drei Jahren kamen die Tarsis-Schiffe, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pavianen. 10.23 So war der Koenig Salomo groesser als alle Koenige der Erde an Reichtum und an Weisheit. 10.24 Und die ganze Erde suchte das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hoeren, die Gott in sein Herz gegeben hatte. 10.25 Und sie brachten jeder sein Geschenk: Geraete aus Silber und Geraete aus Gold und Gewaender und Waffen und Balsamoele, Pferde und Maultiere; so geschah es Jahr fuer Jahr. V. 26-29: 2Chr 1,14-17. 10.26 Und Salomo brachte Streitwagen und Pferde zusammen, und er hatte 1 400 Streitwagen und 12 000 Pferde; und er legte sie in die Wagenstaedte und zu dem Koenig nach Jerusalem. 10.27 Und der Koenig machte das Silber in Jerusalem [an Menge] den Steinen gleich, und die Zedern machte er an Menge den Maulbeerfeigenbaeumen gleich, die in der Niederung [wachsen]. 10.28 Und die Ausfuhr der Pferde fuer Salomo [erfolgte] aus Aegypten und aus Koe. Die Aufkaeufer des Koenigs holten [sie] aus Koe gegen Bezahlung. 10.29 Bei der Ausfuhr aus Aegypten wurde ein Wagen fuer 600 [Schekel] Silber gehandelt und ein Pferd fuer 150. Und so fuehrte man [sie] fuer alle Koenige der Hetiter und fuer die Koenige von Aram durch die Aufkaeufer [wieder] aus. Salomos Vielweiberei und Goetzendienst. \11\ 11.1 Der Koenig Salomo aber liebte viele auslaendische Frauen, und zwar neben der Tochter des Pharao moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische, hetitische, 11.2 von den Nationen, von denen der HERR zu den Soehnen Israel gesagt hatte: Ihr sollt nicht zu ihnen eingehen, und sie sollen nicht zu euch eingehen; fuerwahr, sie wuerden euer Herz ihren Goettern zuneigen! An diesen hing Salomo mit Liebe. 11.3 Und er hatte siebenhundert vornehme Frauen und dreihundert Nebenfrauen; und seine Frauen neigten sein Herz. 11.4 Und es geschah zur Zeit, als Salomo alt geworden war, da neigten seine Frauen sein Herz anderen Goettern zu. So war sein Herz nicht ungeteilt mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. 11.5 Und Salomo folgte der Astarte nach, der Goettin der Sidonier, und dem Milkom, dem Scheusal der Ammoniter. 11.6 Und Salomo tat, was boese war in den Augen des HERRN, und er folgte dem HERRN nicht so treu nach wie sein Vater David. 11.7 Damals baute Salomo eine Hoehe fuer Kemosch, das Scheusal der Moabiter, auf dem Berg, der Jerusalem gegenueber[liegt], und fuer Moloch, das Scheusal der Soehne Ammon. 11.8 Ebenso machte er [es] fuer all seine auslaendischen Frauen, die ihren Goettern Rauchopfer und Schlachtopfer darbrachten. 11.9 Da wurde der HERR zornig ueber Salomo, weil er sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal erschienen war 11.10 und ihm in dieser Sache geboten hatte, nicht anderen Goettern nachzufolgen. Aber er hatte nicht beachtet, was der HERR [ihm] geboten hatte. 11.11 Da sprach der HERR zu Salomo: Weil dir dies bewusst war und du meinen Bund nicht beachtet hast und meine Ordnungen, die ich dir geboten habe, werde ich das Koenigreich ganz bestimmt von dir wegreissen und es einem Knecht von dir geben. 11.12 Doch in deinen Tagen will ich es nicht tun um deines Vaters David willen, [sondern] aus der Hand deines Sohnes werde ich es reissen. 11.13 Doch will ich nicht das ganze Koenigreich wegreissen: einen Stamm will ich deinem Sohn geben um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, das ich erwaehlt habe. Salomos Widersacher und Tod. 11.14 Und der HERR liess Salomo einen Widersacher erstehen, den Edomiter Hadad; der war vom koeniglichen Geschlecht in Edom. 11.15 Es geschah naemlich, als David Edom geschlagen hatte, als der Heeroberste Joab hinaufgezogen war, um die Erschlagenen [Israels] zu begraben, und er alles Maennliche in Edom umbrachte - 11.16 denn sechs Monate waren Joab und ganz Israel dort geblieben, bis er alles Maennliche in Edom ausgerottet hatte -, 11.17 da floh Hadad, er und [einige] edomitische Maenner von den Knechten seines Vaters mit ihm, um nach Aegypten zu [ent]kommen; Hadad aber war [damals] ein sehr junger Mann. 11.18 Und sie machten sich aus Midian auf und kamen nach Paran und nahmen Maenner aus Paran mit sich und kamen nach Aegypten zum Pharao, dem Koenig von Aegypten. Und er gab ihm ein Haus und wies ihm [sein] Brot zu und gab ihm Land. 11.19 Und Hadad fand reichlich Gunst in den Augen des Pharao, und der gab ihm die Schwester seiner Frau, die Schwester der Koenigin Tachpenes, zur Frau. 11.20 Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn; und Tachpenes entwoehnte ihn im Haus des Pharao. Und Genubat blieb im Haus des Pharao unter den Soehnen des Pharao. 11.21 Als aber Hadad in Aegypten hoerte, dass David sich zu seinen Vaetern gelegt hatte und dass der Heeroberste Joab tot war, da sagte Hadad zum Pharao: Entlass mich, dass ich in mein Land ziehe! 11.22 Und der Pharao sagte zu ihm: Was fehlt dir bei mir? Nun aber suchst du in dein Land zu ziehen? Er jedoch sagte: Nicht doch - aber entlass mich, bitte! 11.23 Und Gott liess Salomo [noch] einen Widersacher erstehen, [naemlich] Reson, den Sohn Eljadas, der von seinem Herrn Hadad-Eser, dem Koenig von Zoba, geflohen war. 11.24 Der sammelte Maenner um sich und wurde Oberster einer Raeuberschar, als David die Aramaeer umbrachte. Und sie zogen nach Damaskus und liessen sich darin nieder, und sie herrschten in Damaskus wie Koenige. 11.25 Und er war fuer Israel ein Widersacher alle Tage Salomos, und [zwar zusaetzlich] zu dem Unheil, das Hadad [bedeutete]; und er verabscheute Israel; und er wurde Koenig ueber Aram. 11.26 Und Jerobeam, der Sohn des Nebat, ein Ephratiter von Zereda - und der Name seiner Mutter, einer Witwe, war Zerua -, ein Beamter Salomos, auch er erhob die Hand gegen den Koenig. 11.27 Und dies war der Anlass [dafuer], dass er die Hand gegen den Koenig erhob: Salomo baute den Millo [und] schloss die Luecke [in] der Stadt seines Vaters David. 11.28 Der Mann Jerobeam aber war ein vermoegender Mann; und als Salomo sah, dass der junge Mann [gute] Arbeit leistete, da bestellte er ihn zur Aufsicht ueber alle Last[arbeiter] des Hauses Joseph. 11.29 Und es geschah in jener Zeit, als Jerobeam [einmal] aus Jerusalem hinausging, da traf ihn der Prophet Ahija, der Silonit, auf dem Weg. Der hatte sich mit einem neuen Mantel bekleidet. Als sie nun beide allein auf dem [freien] Feld waren, 11.30 da fasste Ahija den neuen Mantel, den er anhatte, und zerriss ihn in zwoelf Stuecke, 11.31 und er sagte zu Jerobeam: Nimm dir zehn Stuecke! Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will das Koenigreich aus der Hand Salomos reissen und will dir die zehn Staemme geben. - 11.32 Aber der eine Stamm soll ihm [weiterhin] gehoeren um meines Knechtes David willen und um Jerusalems willen, der Stadt, die ich erwaehlt habe aus allen Staemmen Israels. - 11.33 Denn sie haben mich verlassen und haben sich niedergeworfen vor Astarte, der Goettin der Sidonier, vor Kemosch, dem Gott der Moabiter, und vor Milkom, dem Gott der Soehne Ammon, und sind nicht auf meinen Wegen gegangen, dass sie getan haetten, was recht ist in meinen Augen. Und meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen [hat er nicht bewahrt] wie sein Vater David. 11.34 Doch will ich nicht aus seiner Hand das ganze Koenigreich nehmen, sondern will ihn zum Fuersten einsetzen alle Tage seines Lebens um meines Knechtes David willen, den ich erwaehlt habe, der meine Gebote und meine Ordnungen bewahrt hat. 11.35 Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Koenigreich nehmen und es dir geben, die zehn Staemme; 11.36 und seinem Sohn will ich einen Stamm geben, damit mein Knecht David alle Tage eine Leuchte vor mir hat in Jerusalem, der Stadt, die ich mir erwaehlt habe, um meinen Namen dort niederzulegen. 11.37 Dich aber will ich nehmen, dass du als Koenig ueber alles herrschst, was deine Seele begehrt, und du sollst Koenig ueber Israel werden. 11.38 Und es wird geschehen, wenn du auf alles, was ich dir gebiete, hoerst und auf meinen Wegen gehst und tust, was recht ist in meinen Augen, indem du meine Ordnungen und meine Gebote bewahrst, wie mein Knecht David getan hat, dann werde ich mit dir sein und dir ein bestaendiges Haus bauen, wie ich es fuer David gebaut habe. Und ich werde dir Israel geben 11.39 und werde die Nachkommenschaft Davids um dieser [Sache] willen demuetigen, doch nicht fuer immer. 11.40 Und Salomo suchte Jerobeam zu toeten. Jerobeam aber machte sich auf und floh nach Aegypten zu Schischak, dem Koenig von Aegypten; und er war in Aegypten bis zum Tod Salomos. V. 41-43: 2Chr 9,29-31. 11.41 Die uebrige Geschichte Salomos und alles, was er getan hat, und seine Weisheit, ist die nicht geschrieben in dem Buch der Geschichte Salomos? 11.42 Und die Tage, die Salomo in Jerusalem ueber ganz Israel als Koenig herrschte, [betrugen] vierzig Jahre. 11.43 Und Salomo legte sich zu seinen Vaetern und wurde in der Stadt seines Vaters David begraben. Und sein Sohn Rehabeam wurde an seiner Stelle Koenig. Rehabeams Torheit - Teilung des Reiches - Jerobeam. V. 1-24: 2Chr 10; 11,1-4. \12\ 12.1 Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum Koenig zu machen. 12.2 Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn des Nebat, [das] hoerte - er war aber noch in Aegypten, wohin er vor dem Koenig Salomo geflohen war -, da kehrte Jerobeam aus Aegypten zurueck. 12.3 Und sie sandten hin und liessen ihn rufen. Da kamen Jerobeam und die ganze Versammlung Israels. Und sie redeten zu Rehabeam und sagten: 12.4 Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. Du aber erleichtere nun den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat! Dann wollen wir dir dienen. 12.5 Er sagte zu ihnen: Geht hin, noch drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das Volk ging hin. 12.6 Und der Koenig Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er [noch] am Leben war, und sagte: Wie ratet ihr, diesem Volk Antwort zu geben? 12.7 Und sie redeten zu ihm und sagten: Wenn du heute diesem Volk zum Knecht wirst und ihnen dienst und sie erhoerst und gute Worte zu ihnen redest, dann werden sie alle Tage deine Knechte sein. 12.8 Doch er verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten, und beriet sich mit den Juengeren, die mit ihm gross geworden waren [und] die vor ihm standen. 12.9 Und er sagte zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat? 12.10 Und die Juengeren, die mit ihm gross geworden waren, redeten zu ihm und sagten: So sollst du zu diesem Volk sprechen, das zu dir geredet und gesagt hat: `Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht, du aber erleichtere es uns' - so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner [Finger] ist dicker als die Hueften meines Vaters. 12.11 Nun denn, mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen, ich aber will euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezuechtigt, ich aber will euch mit Skorpionen zuechtigen. 12.12 Und Jerobeam und das ganze Volk kamen am dritten Tag zu Rehabeam, wie der Koenig geredet hatte, als er sagte: Kommt am dritten Tag wieder zu mir! 12.13 Und der Koenig antwortete dem Volk hart und verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten; 12.14 und er redete zu ihnen nach dem Rat der Juengeren: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezuechtigt, ich aber will euch mit Skorpionen zuechtigen. 12.15 So hoerte der Koenig nicht auf das Volk; denn es war eine Wendung von seiten des HERRN, damit er sein Wort aufrechthielt, das der HERR durch Ahija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohn des Nebat, geredet hatte. 12.16 Und als ganz Israel sah, dass der Koenig nicht auf sie hoerte, da gab das Volk dem Koenig [zur] Antwort: Was fuer einen Anteil haben wir an David? Wir haben kein Erbteil am Sohn Isais! Zu deinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David! - Und Israel ging zu seinen Zelten. 12.17 Die Soehne Israel aber, die in den Staedten Judas wohnten, ueber sie wurde Rehabeam Koenig. 12.18 Und der Koenig Rehabeam schickte Hadoram, den [Aufseher] ueber die Zwangsarbeit, aus. Aber ganz Israel steinigte ihn, so dass er starb. Der Koenig Rehabeam aber bestieg eilends den Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen. 12.19 So brach Israel mit dem Haus Davids bis zum heutigen Tag. 12.20 Und es geschah, als ganz Israel hoerte, dass Jerobeam zurueckgekehrt war, da sandten sie hin und liessen ihn zur Gemeinde rufen und machten ihn zum Koenig ueber ganz Israel. Niemand folgte dem Haus David ausser dem Stamm Juda allein. 12.21 Und Rehabeam kam nach Jerusalem und versammelte das ganze Haus Juda und den Stamm Benjamin, 180 000 auserlesene Krieger, um mit dem Haus Israel zu kaempfen und [so] das Koenigtum an Rehabeam, den Sohn Salomos, zurueckzubringen. 12.22 Da geschah das Wort Gottes zu Schemaja, dem Mann Gottes: 12.23 Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Koenig von Juda, und zum ganzen Haus Juda und Benjamin und zum Rest des Volkes: 12.24 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und sollt nicht mit euren Bruedern, den Soehnen Israel, kaempfen! Kehrt um, jeder in sein Haus! Denn von mir ist diese Sache ausgegangen. Da hoerten sie auf das Wort des HERRN und wandten sich - nach dem Wort des HERRN - zur Heimkehr. 12.25 Und Jerobeam baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim aus und wohnte darin. Und von dort zog er fort und baute Pnuel aus. Jerobeams Goetzendienst. 12.26 Und Jerobeam sprach in seinem Herzen: Jetzt wird das Koenigtum an das Haus David zurueckkommen. 12.27 Wenn dieses Volk hinaufzieht, um im Haus des HERRN in Jerusalem Schlachtopfer zuzubereiten, dann wird sich das Herz dieses Volkes zu ihrem Herrn zurueckwenden, zu Rehabeam, dem Koenig von Juda. Mich aber werden sie erschlagen und sich zu Rehabeam, dem Koenig von Juda, zurueckwenden. 12.28 So beschloss denn der Koenig, zwei goldene Kaelber anzufertigen. Zum Volk aber sagte er: Es ist zu viel fuer euch, nach Jerusalem hinaufzugehen. Siehe da, Israel, deine Goetter, die dich aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt haben! 12.29 Und er stellte das eine in Bethel auf, und das andere gab er nach Dan. 12.30 Diese Sache aber wurde zur Suende. Und das Volk zog vor dem einen her bis nach Dan. 12.31 Auch baute er Hoehenheiligtuemer und machte Priester aus dem gesamten Volk, die nicht von den Soehnen Levi waren. 12.32 Und Jerobeam machte ein Fest im achten Monat, am fuenfzehnten Tag des Monats, wie das Fest, das in Juda [stattfand]; und er stieg [selbst] auf den Altar; so tat er es in Bethel, um den Kaelbern zu opfern, die er gemacht hatte. Und er stellte in Bethel die Hoehenpriester an, die er gemacht hatte. 12.33 Und er stieg [selbst] auf den Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am fuenfzehnten Tag im achten Monat, in dem Monat, den er aus seinem Herzen erdacht hatte; und er veranstaltete fuer die Soehne Israel ein Fest und stieg auf den Altar, um Rauchopfer darzubringen. Weissagung gegen Jerobeam durch den Mann Gottes aus Juda - Ungehorsam und Tod des Propheten. \13\ 13.1 Und siehe, ein Mann Gottes kam aus Juda auf das Wort des HERRN hin nach Bethel, als Jerobeam auf dem Altar stand, um Rauchopfer darzubringen. 13.2 Und er rief gegen den Altar auf das Wort des HERRN hin und sagte: Altar, Altar, so spricht der HERR: Siehe, ein Sohn wird dem Haus David geboren werden, sein Name ist Josia. Der wird auf dir die Hoehenpriester schlachten, die auf dir raeuchern; und Menschengebeine wird man auf dir verbrennen! 13.3 Und er gab an jenem Tag ein Wunderzeichen und sagte: Dies ist das Wunderzeichen dafuer, dass der HERR geredet hat: Siehe, der Altar wird zerbersten, und die Fettasche, die darauf ist, wird verschuettet werden. 13.4 Und es geschah, als der Koenig das Wort des Mannes Gottes hoerte, das er gegen den Altar in Bethel ausgerufen hatte, da streckte Jerobeam vom Altar herab seine Hand aus und sagte: Packt ihn! Da verdorrte seine Hand, die er gegen ihn ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen. 13.5 Und der Altar zerbarst, und die Fettasche wurde vom Altar verschuettet nach dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes auf das Wort des HERRN hin gegeben hatte. 13.6 Da hob der Koenig an und sagte zu dem Mann Gottes: Besaenftige doch das Angesicht des HERRN, deines Gottes, und bete fuer mich, dass ich meine Hand wieder an mich ziehen kann! Und der Mann Gottes besaenftigte das Angesicht des HERRN, und die Hand des Koenigs wurde ihm wiedergegeben und wurde wie vorher. 13.7 Und der Koenig redete zu dem Mann Gottes: Komm mit mir ins Haus und staerke dich, und ich will dir ein Geschenk geben! 13.8 Der Mann Gottes aber sagte zum Koenig: [Selbst] wenn du mir die Haelfte deines Hauses gaebest, so wuerde ich nicht mit dir hineingehen. Ich werde an diesem Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken. 13.9 Denn so ist es mir durch das Wort des HERRN befohlen worden: Du sollst kein Brot essen und kein Wasser trinken, und du sollst nicht auf dem Weg zurueckkehren, den du hingegangen bist! 13.10 So ging er auf einem anderen Weg [fort] und kehrte nicht auf dem Weg zurueck, auf dem er nach Bethel gekommen war. 13.11 Ein alter Prophet wohnte in Bethel; und seine Soehne kamen und erzaehlten ihm alles, was der Mann Gottes an dem Tag in Bethel getan hatte; die Worte, die er zum Koenig geredet hatte, die erzaehlten sie ihrem Vater. 13.12 Da sagte ihr Vater zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Und seine Soehne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gegangen war, der aus Juda gekommen war. 13.13 Da sagte er zu seinen Soehnen: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten ihm den Esel, und er bestieg ihn. 13.14 Und er folgte dem Mann Gottes und fand ihn unter der Terebinthe sitzen. Und er sagte zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der aus Juda gekommen ist? Und er sagte: Ich bin es. 13.15 Da sagte er zu ihm: Komm mit mir in [mein] Haus und iss Brot! 13.16 Er aber sagte: Ich kann nicht mit dir umkehren, um mit dir hineinzugehen, und an diesem Ort werde ich kein Brot essen und kein Wasser mit dir trinken. 13.17 Denn durch das Wort des HERRN ist ein Befehl an mich [ergangen]: Du sollst dort kein Brot essen und kein Wasser trinken! Du sollst nicht wieder auf dem Weg [zurueck]gehen, auf dem du hingegangen bist! 13.18 Da sagte er zu ihm: Auch ich bin ein Prophet wie du, und ein Engel hat zu mir geredet durch das Wort des HERRN und gesagt: Bring ihn mit dir in dein Haus zurueck, dass er Brot esse und Wasser trinke! Er belog ihn [aber]. 13.19 Da kehrte er mit ihm zurueck und ass in seinem Haus Brot und trank Wasser. 13.20 Und es geschah, waehrend sie [noch] zu Tisch sassen, da geschah das Wort des HERRN zu dem Propheten, der ihn zurueckgebracht hatte. 13.21 Und er rief dem Mann Gottes, der aus Juda gekommen war, zu: So spricht der HERR: Dafuer dass du gegen den Befehl des HERRN widerspenstig gewesen bist und das Gebot, das der HERR, dein Gott, dir geboten hat, nicht beachtet hast 13.22 und umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken hast an dem Ort, von dem er zu dir geredet hat: Iss kein Brot und trinke kein Wasser! - [darum] soll deine Leiche nicht in das Grab deiner Vaeter kommen! 13.23 Und es geschah, nachdem er Brot gegessen und nachdem er getrunken hatte, da sattelte man fuer ihn den Esel des Propheten, der ihn zurueckgebracht hatte. 13.24 Und er zog fort. Da fand ihn ein Loewe auf dem Weg und toetete ihn. Und seine Leiche blieb hingestreckt auf dem Weg liegen, und der Esel stand daneben, und der Loewe stand neben der Leiche. 13.25 Und siehe, da kamen Maenner vorbei und sahen die Leiche auf dem Weg hingestreckt liegen und den Loewen neben der Leiche stehen. Und sie kamen und sagten es in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte. 13.26 Als nun der Prophet, der ihn von dem Weg zurueckgefuehrt hatte, [das] hoerte, sagte er: Das ist der Mann Gottes, der gegen den Befehl des HERRN widerspenstig gewesen ist; [darum] hat der HERR ihn dem Loewen preisgegeben: der hat ihn zerrissen und getoetet nach dem Wort des HERRN, das er zu ihm geredet hat. 13.27 Und er redete zu seinen Soehnen und sagte: Sattelt mir den Esel! Und sie sattelten [ihn]. 13.28 Und er ging hin und fand seine Leiche auf dem Weg hingestreckt liegen und den Esel und den Loewen neben der Leiche stehen; der Loewe hatte die Leiche nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen. 13.29 Da hob der Prophet die Leiche des Mannes Gottes auf und legte ihn auf den Esel und brachte ihn zurueck. Und er kam in die Stadt des alten Propheten, um ihm die Totenklage zu halten und ihn zu begraben. 13.30 Und er legte seine Leiche in sein eigenes Grab; und man hielt die Totenklage ueber ihn: Ach, mein Bruder! 13.31 Und es geschah, nachdem er ihn begraben hatte, sagte er zu seinen Soehnen: Wenn ich gestorben bin, dann begrabt mich in dem Grab, in dem der Mann Gottes begraben ist! Neben seine Gebeine legt meine Gebeine! 13.32 Denn das Wort wird ganz gewiss geschehen, das er auf das Wort des HERRN hin ausgerufen hat gegen den Altar, der in Bethel ist, und gegen alle Hoehenheiligtuemer, die in den Staedten Samarias sind. 13.33 Nach dieser Begebenheit kehrte Jerobeam von seinem boesen Weg nicht um, sondern machte weiter [Leute] aus dem gesamten Volk zu Hoehenpriestern; wer Lust hatte, den weihte er, dass er ein Priester der Hoehen wurde. 13.34 Und diese Sache wurde zur Suende des Hauses Jerobeam und zum [Anlass, es] auszutilgen und zu vernichten von der Oberflaeche der Erde hinweg. Gerichtsandrohung Ahijas gegen Jerobeam und dessen Ende. \14\ 14.1 In dieser Zeit erkrankte Abija, der Sohn Jerobeams. 14.2 Und Jerobeam sagte zu seiner Frau: Mach dich doch auf und verstell dich, damit man nicht erkennt, dass du die Frau Jerobeams bist, und geh nach Silo! Siehe, dort ist der Prophet Ahija; er ist es, der ueber mich geredet hat, dass ich Koenig ueber dieses Volk sein sollte. 14.3 Und nimm zehn Brote mit dir und Gebaeck und einen Krug Honig und geh zu ihm! Er wird dir mitteilen, was dem Jungen geschehen wird. 14.4 Die Frau Jerobeams machte es so: Sie machte sich auf und ging nach Silo und kam in Ahijas Haus. Ahija aber konnte nicht [mehr] sehen, denn seine Augen waren wegen seines Alters starr geworden. 14.5 Der HERR aber hatte zu Ahija gesagt: Siehe, die Frau Jerobeams kommt herein, um ein Wort von dir zu erfragen wegen ihres Sohnes, denn er ist krank. So und so sollst du zu ihr reden. Es wird aber geschehen, wenn sie hereinkommt, wird sie sich unkenntlich gemacht haben. 14.6 Und es geschah, als Ahija das Geraeusch ihrer Fuesse hoerte, als sie zum Eingang hereinkam, da sagte er: Komm herein, Frau Jerobeams! Wozu eigentlich hast du dich unkenntlich gemacht? Ich bin mit einer harten [Botschaft] zu dir gesandt. 14.7 Geh hin, sage zu Jerobeam: So spricht der HERR, der Gott Israels: Weil ich dich mitten aus dem Volk heraus erhoben und dich zum Fuersten ueber mein Volk Israel gemacht habe 14.8 und das Koenigtum vom Haus David weggerissen und es dir gegeben habe, du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der meine Gebote bewahrt hat und mir nachgefolgt ist mit seinem ganzen Herzen, dass er nur tat, was recht ist in meinen Augen, 14.9 und [weil] du es [noch] schlimmer getrieben hast als alle, die vor dir gewesen sind, und hingegangen bist und dir andere Goetter und gegossene Bilder gemacht hast, um mich zum Zorn zu reizen, und mich hinter deinen Ruecken geworfen hast, 14.10 darum, siehe, ich werde Unglueck ueber das Haus Jerobeam bringen, und ich werde von Jerobeam ausrotten [alles], was maennlich ist, den Unmuendigen und den Muendigen in Israel. Und ich werde hinter dem Haus Jerobeam her ausfegen, so, wie man Kot ausfegt, bis es ganz mit ihm aus ist. 14.11 Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf dem Feld stirbt, den werden die Voegel des Himmels fressen; denn der HERR hat es geredet. 14.12 Und du, mach dich auf, geh in dein Haus! Wenn deine Fuesse die Stadt betreten, wird das Kind sterben. 14.13 Und ganz Israel wird ihm die Totenklage halten und ihn begraben; denn dieser allein vom [Haus] Jerobeam wird in ein Grab kommen, weil sich im Haus Jerobeam an ihm etwas Gutes in [seinem] Verhaeltnis zum HERRN, dem Gott Israels, gefunden hat. 14.14 Und der HERR wird fuer sich einen Koenig ueber Israel erstehen lassen, der das Haus Jerobeam ausrotten wird an jenem Tag. Doch wie steht es schon jetzt? 14.15 Und der HERR wird Israel schlagen, [dass es schwankt,] wie das Rohr im Wasser schwankt. Und er wird Israel ausreissen aus diesem guten Land, das er ihren Vaetern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseits des Stromes, weil sie ihre Ascherim gemacht haben [und] damit den HERRN zum Zorn reizen. 14.16 Und er wird Israel dahingeben um der Suenden Jerobeams willen, die er begangen und mit denen er Israel zur Suende verfuehrt hat. 14.17 Und die Frau Jerobeams machte sich auf, ging [fort] und kam nach Tirza. Als sie die Schwelle des Hauses betrat, starb der Junge. 14.18 Und ganz Israel begrub ihn und hielt ihm die Totenklage nach dem Wort des HERRN, das er durch seinen Knecht, den Propheten Ahija, geredet hatte. 14.19 Und die uebrige Geschichte Jerobeams, wie er Krieg gefuehrt und wie er regiert hat, siehe, das ist aufgeschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel. 14.20 Und die Tage, die Jerobeam regierte, [betrugen] 22 Jahre; und er legte sich zu seinen Vaetern. Und sein Sohn Nadab wurde an seiner Stelle Koenig. Rehabeam von Juda. 2Chr 12,1-16. 14.21 Und Rehabeam, der Sohn Salomos, war Koenig in Juda. Einundvierzig Jahre war Rehabeam alt, als er Koenig wurde, und er regierte siebzehn Jahre in Jerusalem, der Stadt, die der HERR aus allen Staemmen Israels erwaehlt hatte, um seinen Namen dort niederzulegen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. 14.22 Und Juda tat, was boese war in den Augen des HERRN. Und sie reizten ihn zur Eifersucht durch ihre Suenden, die sie begingen, mehr als alles, was ihre Vaeter getan hatten. 14.23 Und auch sie bauten sich Hoehen und Gedenksteine und Ascherim auf jedem hohen Huegel und unter jedem gruenen Baum. 14.24 Und es waren auch Tempelhurer im Land. Sie taten nach allen Greueln der Nationen, die der HERR vor den Soehnen Israel vertrieben hatte. 14.25 Und es geschah im fuenften Jahr des Koenigs Rehabeam, da zog Schischak, der Koenig von Aegypten, gegen Jerusalem herauf. 14.26 Und er nahm die Schaetze des Hauses des HERRN weg und die Schaetze des Hauses des Koenigs, das alles nahm er weg; und er nahm alle goldenen Schilde weg, die Salomo gemacht hatte. 14.27 Und der Koenig Rehabeam machte an ihrer Stelle bronzene Schilde, und er vertraute [sie] der Hand der Obersten der Leibwaechter an, die den Eingang des Hauses des Koenigs bewachten. 14.28 Und es geschah: sooft der Koenig in das Haus des HERRN hineinging, trugen die Leibwaechter die Schilde und brachten sie dann wieder in das Wachzimmer der Leibwaechter zurueck. 14.29 Und die uebrige Geschichte Rehabeams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 14.30 Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle [ihre] Tage. 14.31 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vaetern, und er wurde begraben bei seinen Vaetern in der Stadt Davids. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. Und sein Sohn Abija wurde an seiner Stelle Koenig. Abija von Juda. 2Chr 13. \15\ 15.1 Und im achtzehnten Jahr des Koenigs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde Abija Koenig ueber Juda. 15.2 Er regierte drei Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Maacha, die Tochter Abischaloms. 15.3 Und er lebte in allen Suenden seines Vaters, die der vor ihm getan hatte; und sein Herz war nicht ungeteilt mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. 15.4 Doch um Davids willen gab ihm der HERR, sein Gott, eine Leuchte in Jerusalem, indem er seinen Sohn nach ihm [als Koenig] aufstehen liess und indem er Jerusalem bestehen liess, 15.5 weil David getan hatte, was recht war in den Augen des HERRN, und von allem, was er ihm geboten hatte, nicht abgewichen war alle Tage seines Lebens, ausser in der Sache mit Uria, dem Hetiter. 15.6 Und es war Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam alle Tage seines Lebens. 15.7 Und die uebrige Geschichte Abijas und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in dem Buch der Geschichte der Koenige von Juda? Und es war Krieg zwischen Abija und Jerobeam. 15.8 Und Abija legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde an seiner Stelle Koenig. Asa von Juda. V. 9-15: 2Chr 14,1-5; 15,8-19. 15.9 Und im zwanzigsten Jahr Jerobeams, des Koenigs von Israel, wurde Asa Koenig ueber Juda. 15.10 Und er regierte 41 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Maacha, die Tochter Abischaloms. 15.11 Und Asa tat, was recht war in den Augen des HERRN, wie sein Vater David. 15.12 Und er schaffte die Tempelhurer aus dem Land und tat alle Goetzen weg, die seine Vaeter gemacht hatten. 15.13 Auch seine Mutter Maacha entfernte er aus [ihrer Stellung als] Gebieterin, weil sie der Aschera ein Schandbild gemacht hatte; und Asa rottete ihr Schandbild aus und verbrannte es im Tal Kidron. 15.14 Die Hoehen aber wichen nicht; doch war das Herz Asas ungeteilt mit dem HERRN alle seine Tage. 15.15 Und er brachte die heiligen Gaben seines Vaters und seine [eigenen] heiligen Gaben ins Haus des HERRN: Silber und Gold und Geraete. V. 16-24: 2Chr 16,1-6.11-14. 15.16 Und es war Krieg zwischen Asa und Bascha, dem Koenig von Israel, all ihre Tage. 15.17 Bascha, der Koenig von Israel, zog gegen Juda herauf und baute Rama aus, um bei Asa, dem Koenig von Juda, niemanden aus- und eingehen zu lassen. 15.18 Da nahm Asa alles Silber und Gold, das in den Schaetzen des Hauses des HERRN [noch] uebriggeblieben war, und die Schaetze des Hauses des Koenigs und gab sie in die Hand seiner Knechte; und der Koenig Asa sandte sie zu Ben-Hadad, dem Sohn des Tabrimmon, des Sohnes Hesjons, dem Koenig von Aram, der in Damaskus wohnte, und liess [ihm] sagen: 15.19 Ein Bund [sei] zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater und deinem Vater! Siehe, ich sende dir als Geschenk Silber und Gold. Auf, mache deinen Bund mit Bascha, dem Koenig von Israel, ungueltig, dass er von mir abzieht! 15.20 Und Ben-Hadad hoerte auf den Koenig Asa, und er sandte seine Heerobersten gegen die Staedte Israels und schlug Ijon und Dan und Abel-Bet-Maacha und ganz Kinneret samt dem ganzen Land Naftali. 15.21 Und es geschah, als Bascha das hoerte, da liess er davon ab, Rama auszubauen, und blieb in Tirza. 15.22 Der Koenig Asa aber bot ganz Juda auf, keiner war frei [vom Dienst]; und sie trugen die Steine und das Bauholz von Rama weg, mit denen Bascha gebaut hatte. Und der Koenig Asa baute damit Geba [in] Benjamin und Mizpa aus. 15.23 Und die uebrige ganze Geschichte Asas und alle seine Machttaten und alles, was er getan hat, und die Staedte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? Doch zur Zeit seines Alters war er an seinen Fuessen krank. 15.24 Und Asa legte sich zu seinen Vaetern und wurde bei seinen Vaetern in der Stadt seines Vaters David begraben. Und sein Sohn Joschafat wurde an seiner Stelle Koenig. Nadab von Israel. 15.25 Und Nadab, der Sohn Jerobeams, wurde Koenig ueber Israel im zweiten Jahr Asas, des Koenigs von Juda; und er regierte zwei Jahre ueber Israel. 15.26 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, und ging auf dem Weg seines Vaters und [lebte] in dessen Suende, mit der er Israel zur Suende verfuehrt hatte. 15.27 Gegen ihn verschwor sich Bascha, der Sohn Ahijas, vom Haus Issaschar. Und Bascha erschlug ihn bei Gibbeton, waehrend Nadab und ganz Israel Gibbeton belagerten, das den Philistern gehoerte. 15.28 Und Bascha toetete ihn im dritten Jahr Asas, des Koenigs von Juda, und wurde an seiner Stelle Koenig. 15.29 Und es geschah, sobald er Koenig geworden war, erschlug er das ganze Haus Jerobeam; er liess von Jerobeam nichts uebrig, was Odem hatte, bis er es ausgetilgt hatte nach dem Wort des HERRN, das er durch seinen Knecht Ahija, den Siloniter, geredet hatte 15.30 wegen der Suenden Jerobeams, die er begangen und mit denen er Israel zur Suende verfuehrt hatte, durch den Zorn, zu dem er den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn gereizt hatte. 15.31 Und die uebrige Geschichte Nadabs und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 15.32 Und es war Krieg zwischen Asa und Bascha, dem Koenig von Israel, alle ihre Tage. Bascha von Israel. 15.33 Im dritten Jahr Asas, des Koenigs von Juda, wurde Bascha, der Sohn Ahijas, Koenig ueber ganz Israel in Tirza [und regierte] 24 Jahre [lang]. 15.34 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, und ging auf dem Weg Jerobeams und in dessen Suende, mit der er Israel zur Suende verfuehrt hatte. \16\ 16.1 Und es geschah das Wort des HERRN zu Jehu, dem Sohn des Hanani, gegen Bascha: 16.2 Weil ich dich aus dem Staub erhoben und dich zum Fuersten ueber mein Volk Israel gemacht habe, du aber auf dem Weg Jerobeams gegangen bist und mein Volk Israel zur Suende verfuehrt hast, so dass sie mich durch ihre Suenden zum Zorn reizen, 16.3 siehe, so werde ich hinter Bascha und hinter seinem Haus her ausfegen lassen und werde dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats. 16.4 Wer von Bascha in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer von ihm auf [freiem] Feld stirbt, den werden die Voegel des Himmels fressen. 16.5 Und die uebrige Geschichte Baschas und [alles,] was er getan hat, und seine Machttaten, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 16.6 Und Bascha legte sich zu seinen Vaetern und wurde in Tirza begraben. Und sein Sohn Ela wurde an seiner Stelle Koenig. 16.7 Auch durch den Propheten Jehu, den Sohn des Hanani, war das Wort des HERRN gegen Bascha und gegen sein Haus ergangen, und zwar wegen all des Boesen, das er in den Augen des HERRN getan hatte, um ihn durch das Tun seiner Haende zum Zorn zu reizen, so dass er dem Haus Jerobeam gleich werden sollte, und [auch] deswegen, weil er dieses erschlagen hatte. Ela von Israel und die Verschwoerung Simris - Simris Ende 16.8 Im 26. Jahr Asas, des Koenigs von Juda, wurde Ela, der Sohn Baschas, Koenig ueber Israel in Tirza [und regierte] zwei Jahre. 16.9 Gegen ihn verschwor sich sein Knecht Simri, der Oberste ueber die Haelfte der Kriegswagen. Er aber hatte getrunken und sich berauscht in Tirza, im Haus Arzas, der ueber das Haus in Tirza [gesetzt war]. 16.10 Da kam Simri herein und erschlug ihn; er toetete ihn im 27. Jahr Asas, des Koenigs von Juda, und wurde an seiner Stelle Koenig. 16.11 Und es geschah, als er Koenig war, sobald er auf seinem Thron sass, erschlug er das ganze Haus Baschas; er liess nichts von ihm uebrig, was maennlich war, weder seine Blutsverwandten noch seine Freunde. 16.12 So tilgte Simri das ganze Haus Baschas aus nach dem Wort des HERRN, das er durch den Propheten Jehu gegen Bascha geredet hatte, 16.13 wegen all der Suenden Baschas und der Suenden seines Sohnes Ela, die sie begangen und mit denen sie Israel zur Suende verfuehrt hatten, den HERRN, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Goetzen zum Zorn zu reizen. 16.14 Und die uebrige Geschichte Elas und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 16.15 Im 27. Jahr Asas, des Koenigs von Juda, wurde Simri [fuer] sieben Tage Koenig in Tirza, waehrend das Volk gegen Gibbeton, das den Philistern gehoerte, das Kriegslager aufgeschlagen hatte. 16.16 Und als das Volk im Kriegslager sagen hoerte: Simri hat eine Verschwoerung gemacht und hat auch den Koenig erschlagen, da machte ganz Israel den Heerobersten Omri an demselben Tag im Lager zum Koenig ueber Israel. 16.17 Und Omri zog herauf und ganz Israel mit ihm von Gibbeton, und sie belagerten Tirza. 16.18 Und es geschah, als Simri sah, dass die Stadt eingenommen war, ging er in den Palast des Koenigshauses und verbrannte das Koenigshaus ueber sich mit Feuer und starb 16.19 wegen seiner Suenden, die er begangen hatte, indem er tat, was boese war in den Augen des HERRN, indem er auf dem Weg Jerobeams und in seiner Suende lebte, die der getan hatte, um Israel zur Suende zu verfuehren. 16.20 Und die uebrige Geschichte Simris und seine Verschwoerung, die er gemacht hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? Omri von Israel 16.21 Damals teilte sich das Volk Israel in [zwei] Haelften: die eine Haelfte des Volkes folgte Tibni, dem Sohn des Ginat, um ihn zum Koenig zu machen; und die andere Haelfte folgte Omri. 16.22 Aber das Volk, das Omri folgte, war dem Volk, das Tibni, dem Sohn des Ginat, folgte, ueberlegen. Und Tibni starb, und Omri wurde Koenig. 16.23 Im 31. Jahr Asas, des Koenigs von Juda, wurde Omri Koenig ueber Israel [und regierte] zwoelf Jahre; in Tirza war er sechs Jahre Koenig. 16.24 Und er kaufte den Berg Samaria von Schemer fuer zwei Talente Silber. Und er bebaute den Berg und gab der Stadt, die er gebaut hatte, den Namen Samaria nach dem Namen Schemers, des [ehemaligen] Besitzers des Berges. 16.25 Und Omri tat, was boese war in den Augen des HERRN, und zwar schlimmer als alle, die vor ihm gewesen waren. 16.26 Und er ging auf dem ganzen Weg Jerobeams, des Sohnes Nebats, und [lebte] in dessen Suenden, mit denen er Israel zur Suende verfuehrt hatte, den HERRN, den Gott Israels, durch ihre nichtigen Goetzen zum Zorn zu reizen. 16.27 Und die uebrige Geschichte Omris, was er getan und seine Machttaten, die er vollfuehrt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 16.28 Und Omri legte sich zu seinen Vaetern und wurde in Samaria begraben. Und sein Sohn Ahab wurde an seiner Stelle Koenig. Ahab von Israel - Sein Goetzendienst und Elias Gerichtsandrohung 16.29 Und Ahab, der Sohn Omris, wurde Koenig ueber Israel im 38. Jahr Asas, des Koenigs von Juda; und Ahab, der Sohn Omris, regierte ueber Israel in Samaria 22 Jahre. 16.30 Und Ahab, der Sohn Omris, tat, was boese war in den Augen des HERRN, mehr als alle, die vor ihm gewesen waren. 16.31 Und es geschah - war es zu wenig, dass er in den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, lebte? -, dass er Isebel, die Tochter Etbaals, des Koenigs der Sidonier, zur Frau nahm. Und er ging hin und diente dem Baal und warf sich vor ihm nieder. 16.32 Und er errichtete dem Baal einen Altar im Haus des Baal, das er in Samaria gebaut hatte. 16.33 Auch machte Ahab die Aschera. Und Ahab fuhr fort, den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn zu reizen, mehr als alle Koenige von Israel, die vor ihm gewesen waren. 16.34 In seinen Tagen baute Hiel, der Betheliter, [die Stadt] Jericho [wieder] auf. Um [den Preis von] seinem Erstgeborenen, Abiram, legte er ihren Grund, und um [den Preis von] Segub, seinem Juengsten, setzte er ihre Tore ein nach dem Wort des HERRN, das er durch Josua, den Sohn des Nun, geredet hatte. \17\ 17.1 Und Elia, der Tischbiter, aus Tischbe [in] Gilead, sagte zu Ahab: So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe, wenn es in diesen Jahren Tau und Regen geben wird, es sei denn auf mein Wort! Elia am Bach Krit und in Zarpat 17.2 Und es geschah das Wort des HERRN zu ihm: 17.3 Geh von hier fort, wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach Krit, der vor dem Jordan ist! 17.4 Und es soll geschehen: aus dem Bach wirst du trinken, und ich habe den Raben geboten, dich dort zu versorgen. 17.5 Da ging er und tat nach dem Wort des HERRN: er ging hin und blieb am Bach Krit, der vor dem Jordan ist. 17.6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und Brot und Fleisch am Abend, und aus dem Bach trank er. 17.7 Und es geschah nach einiger Zeit, da vertrocknete der Bach, denn es war kein Regen im Land. 17.8 Da geschah das Wort des HERRN zu ihm: 17.9 Mache dich auf, geh nach Zarpat, das zu Sidon gehoert, und bleib dort! Siehe, ich habe dort einer Witwe befohlen, dich zu versorgen. 17.10 Da machte er sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an den Eingang der Stadt kam, siehe, da war dort eine Witwe, die gerade Holz sammelte. Und er rief sie an und sagte: Hole mir doch ein wenig Wasser im Gefaess, dass ich trinke! 17.11 Und als sie hinging, um es zu holen, rief er ihr zu und sagte: Hole mir doch [auch noch] einen Bissen Brot in deiner Hand! 17.12 Da sagte sie: So wahr der HERR, dein Gott, lebt, wenn ich einen Vorrat habe ausser einer Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Oel im Krug! Siehe, ich sammle eben ein paar Holzstuecke auf, dann will ich hineingehen und es mir und meinem Sohn zubereiten, damit wir es essen und [dann] sterben. 17.13 Da sagte Elia zu ihr: Fuerchte dich nicht! Geh hinein, tu nach deinem Wort! Doch zuerst bereite mir davon einen kleinen Kuchen zu und bring ihn mir heraus! Dir aber und deinem Sohn magst du danach etwas zubereiten. 17.14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll nicht ausgehen und das Oel im Krug nicht abnehmen bis auf den Tag, an dem der HERR Regen geben wird auf den Erdboden. 17.15 Da ging sie hin und tat nach dem Wort Elias. Und sie ass, er und sie und ihr Haus, Tag fuer Tag. 17.16 Das Mehl im Topf ging nicht aus, und das Oel im Krug nahm nicht ab nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte. 17.17 Und es geschah nach diesen Ereignissen, da wurde der Sohn der Frau, der Hausherrin, krank. Und seine Krankheit wurde sehr heftig, so dass kein Odem mehr in ihm blieb. 17.18 Da sagte sie zu Elia: Was habe ich mit dir [zu tun], Mann Gottes? Du bist zu mir gekommen, um meine Schuld [vor Gott] in Erinnerung zu bringen und meinen Sohn zu toeten. 17.19 Er aber sagte zu ihr: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem Schoss und brachte ihn hinauf ins Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn auf sein Bett. 17.20 Und er rief zum HERRN und sprach: HERR, mein Gott, tust du nun auch der Witwe, bei der ich mich aufhalte, Boeses an, indem du ihren Sohn sterben laesst? 17.21 Und er streckte sich dreimal ueber das Kind hin und rief zum HERRN und sprach: HERR, mein Gott, lass doch das Leben dieses Kindes wieder zu ihm zurueckkehren! 17.22 Und der HERR hoerte auf die Stimme Elias, und das Leben des Kindes kehrte zu ihm zurueck, und es wurde [wieder] lebendig. 17.23 Da nahm Elia das Kind und brachte es vom Obergemach ins Haus hinab und gab es seiner Mutter; und Elia sagte: Siehe, dein Sohn lebt! 17.24 Da sagte die Frau zu Elia: Jetzt erkenne ich, dass du ein Mann Gottes bist und dass das Wort des HERRN in deinem Mund Wahrheit ist. Elias Begegnung mit Obadja und Ahab \18\ 18.1 Und es vergingen viele Tage, da geschah das Wort des HERRN zu Elia im dritten Jahr [der Duerre]: Geh hin, zeige dich Ahab! Ich will Regen geben auf den Erdboden. 18.2 Da ging Elia hin, um sich Ahab zu zeigen. Die Hungersnot in Samaria aber war schwer. 18.3 Und Ahab rief Obadja, der ueber das Haus [gesetzt] war - Obadja aber fuerchtete den HERRN sehr. 18.4 Es geschah naemlich, als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, da nahm Obadja hundert Propheten und versteckte sie, je fuenfzig Mann in einer Hoehle und versorgte sie mit Brot und Wasser -. 18.5 Und Ahab sagte zu Obadja: Geh durch das Land zu allen Wasserquellen und zu allen Baechen! Vielleicht findet sich [noch etwas] Gras, dass wir Pferde und Maultiere am Leben erhalten koennen und nichts von dem Vieh umkommen lassen muessen. 18.6 Dann teilten sie das Land unter sich, um es zu durchziehen. Ahab ging fuer sich auf einem Weg, und Obadja ging fuer sich auf einem Weg. 18.7 Und als Obadja auf dem Weg war, siehe, da kam ihm Elia entgegen. Und er erkannte ihn und fiel auf sein Angesicht und sagte: Bist du es, mein Herr Elia? 18.8 Und er sagte zu ihm: Ich bin es. Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! 18.9 Er aber sagte: Worin habe ich gesuendigt, dass du deinen Knecht in die Hand Ahabs geben willst, damit er mich toetet? 18.10 So wahr der HERR, dein Gott, lebt, wenn es eine Nation oder ein Koenigreich gibt, wohin mein Herr nicht gesandt hat, um dich zu suchen! Und sagten sie: Er ist nicht [hier], dann liess er das Koenigreich und die Nation schwoeren, dass man dich nicht gefunden habe. 18.11 Und nun sagst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! 18.12 Und es wird geschehen, wenn ich von dir weggehe, dann wird dich der Geist des HERRN [davon]tragen, ich weiss nicht wohin; wenn ich [dann] komme, Ahab zu berichten, und er findet dich nicht, wird er mich umbringen. Und dein Knecht fuerchtet [doch] den HERRN von meiner Jugend an. 18.13 Ist meinem Herrn nicht berichtet worden, was ich getan habe, als Isebel die Propheten des HERRN umbrachte? Dass ich von den Propheten des HERRN hundert Mann versteckte, fuenfzig [hier und] fuenfzig [da], jeweils in einer Hoehle, und dass ich sie mit Brot und Wasser versorgte? 18.14 Und nun sagst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da! Dann wird er mich umbringen. 18.15 Elia aber sagte: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, heute werde ich mich ihm zeigen! 18.16 Da ging Obadja hin, Ahab entgegen, und berichtete es ihm. Und Ahab ging Elia entgegen. 18.17 Und es geschah, als Ahab Elia sah, da sagte Ahab zu ihm: Bist du da, der Israel ins Unglueck gebracht hat? 18.18 Er aber sagte: Nicht ich habe Israel ins Unglueck gebracht, sondern du und das Haus deines Vaters, indem ihr die Gebote des HERRN verlassen habt und du den Baalim nachgelaufen bist. 18.19 Und nun sende hin, versammle ganz Israel zu mir an den Berg Karmel und die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der Aschera, die am Tisch Isebels essen! 18.20 Da sandte Ahab unter allen Soehnen Israel umher und versammelte die Propheten an den Berg Karmel. Elia und die Propheten des Baal auf dem Karmel 18.21 Und Elia trat zum ganzen Volk hin und sagte: Wie lange hinkt ihr auf beiden Seiten? Wenn der HERR der [wahre] Gott ist, dann folgt ihm nach; wenn aber der Baal, dann folgt ihm nach! Aber das Volk antwortete ihm kein Wort. 18.22 Da sagte Elia zum Volk: Ich allein bin uebriggeblieben als Prophet des HERRN, aber die Propheten des Baal sind 450 Mann. 18.23 Man gebe uns nun zwei Jungstiere! Sie sollen sich den einen von den Jungstieren auswaehlen, ihn in Stuecke zerschneiden und aufs Holz legen, aber sie sollen kein Feuer daran legen. Und ich, ich werde den anderen Jungstier zurichten und aufs Holz legen, und [auch] ich werde kein Feuer daran legen. 18.24 Dann ruft ihr den Namen eures Gottes an, und ich, ich werde den Namen des HERRN anrufen. Und der Gott, der mit Feuer antwortet, der ist der [wahre] Gott. Da antwortete das ganze Volk und sagte: Das Wort ist gut. 18.25 Und Elia sagte zu den Propheten des Baal: Waehlt euch den einen Jungstier aus und richtet ihn zuerst zu! Denn ihr seid viele. Dann ruft den Namen eures Gottes an! Aber Feuer legt nicht daran! 18.26 So nahmen sie den Jungstier, den man ihnen ueberlassen hatte, und richteten ihn zu. Darauf riefen sie vom Morgen bis zum Mittag den Namen des Baal an: Baal, antworte uns! Aber da war kein Laut, keine Antwort. Und sie huepften um den Altar, den man gemacht hatte. 18.27 Und es geschah am Mittag, da verspottete Elia sie und sagte: Ruft mit lauter Stimme, denn er ist [ja] ein Gott! Er ist sicher in Gedanken, oder er ist austreten gegangen, oder er ist auf der Reise; vielleicht schlaeft er, dann wird er aufwachen. 18.28 Da riefen sie mit lauter Stimme und ritzten sich, wie [es] bei ihnen Brauch [war], mit Messern und mit Spiessen, bis das Blut an ihnen herabfloss. 18.29 Und es geschah, als der Mittag vorueber war, da gerieten sie in Raserei bis [zur Zeit, da] man das Speisopfer opfert; aber da war kein Laut, keine Antwort, kein Aufhorchen. 18.30 Da sagte Elia zum ganzen Volk: Tretet her zu mir! Und das ganze Volk trat zu ihm hin. Dann stellte er den niedergerissenen Altar des HERRN wieder her. 18.31 Und Elia nahm zwoelf Steine nach der Zahl der Staemme der Soehne Jakobs, zu dem das Wort des HERRN geschehen war, als er gesagt hatte: Israel soll dein Name sein! 18.32 Und er baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN; und er zog rings um den Altar einen Graben so breit wie fuer zwei Mass Saat. 18.33 Dann schichtete er das Holz auf und zerschnitt den Jungstier in Stuecke und legte ihn auf das Holz. 18.34 Und er sagte: Fuellt vier Eimer mit Wasser und giesst es auf das Brandopfer und auf das Holz! Und er sagte: Tut es zum zweiten Mal! Und sie taten es zum zweiten Mal. Und er sagte: Tut es zum dritten Mal! Und sie taten es zum dritten Mal. 18.35 Da lief das Wasser rings um den Altar; und auch den Graben fuellte er mit Wasser. 18.36 Und es geschah [zur Zeit], da man das Speisopfer opfert, da trat der Prophet Elia herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Heute soll man erkennen, dass du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und dass ich nach deinem Wort das alles getan habe. 18.37 Antworte mir, HERR, antworte mir, damit dieses Volk erkennt, dass du, HERR, der [wahre] Gott bist und dass du selbst ihr Herz wieder zurueckgewandt hast! 18.38 Da fiel Feuer vom HERRN herab und verzehrte das Brandopfer und das Holz und die Steine und die Erde; und das Wasser, das im Graben war, leckte es auf. 18.39 Als das ganze Volk das sah, da fielen sie auf ihr Angesicht und sagten: Der HERR, er ist Gott! Der HERR, er ist Gott! 18.40 Und Elia sagte zu ihnen: Packt die Propheten des Baal, keiner von ihnen soll entkommen! Und sie packten sie. Und Elia fuehrte sie hinab an den Bach Kischon und schlachtete sie dort. 18.41 Und Elia sagte zu Ahab: Geh hinauf, iss und trink! Denn da ist ein Geraeusch vom Rauschen des Regens. 18.42 Da ging Ahab hinauf, um zu essen und zu trinken. Elia aber stieg auf den Gipfel des Karmel. Und er beugte sich zur Erde und legte sein Gesicht zwischen seine Knie. 18.43 Und er sagte zu seinem Diener: Geh doch hinauf, halte Ausschau auf das Meer hin! Und er ging hinauf und hielt Ausschau und sagte: Es ist nichts da. Und er sagte: Geh wieder hin! So siebenmal. 18.44 Und es geschah beim siebten Mal, da sagte er: Siehe, eine Wolke, [so] klein wie die Hand eines Mannes, steigt aus dem Meer herauf. Da sagte Elia: Geh hinauf, sag zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, damit der Regen dich nicht aufhaelt! 18.45 Und es geschah unterdessen, da wurde der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und es kam ein starker Regen. Und Ahab bestieg [den Wagen] und fuhr nach Jesreel. 18.46 Und die Hand des HERRN kam ueber Elia; und er guertete seine Hueften und lief vor Ahab her bis nach Jesreel hin. Elias Flucht vor Isebel und Begegnung mit Gott am Horeb \19\ 19.1 Und Ahab berichtete der Isebel alles, was Elia getan hatte, und den ganzen [Hergang], wie er alle Propheten mit dem Schwert umgebracht hatte. 19.2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und liess [ihm] sagen: So sollen mir die Goetter tun, und so sollen sie hinzufuegen! Ja, morgen um diese Zeit mache ich dein Leben dem Leben eines von ihnen gleich! 19.3 Da fuerchtete er sich; und er machte sich auf und lief um sein Leben und kam nach Beerscheba, das zu Juda gehoert; und er liess seinen Diener dort zurueck. 19.4 Er selbst aber ging in die Wueste eine Tagereise weit und kam und liess sich unter einem einzelnen Ginsterstrauch nieder. Da wuenschte er sich, sterben zu koennen, und sagte: Es ist genug. Nun, HERR, nimm mein Leben hin! Denn ich bin nicht besser als meine Vaeter. 19.5 Dann legte er sich nieder und schlief unter dem einen Ginsterstrauch ein. Und siehe da, ein Engel ruehrte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf, iss! 19.6 Und als er aufblickte, siehe, da [lagen] neben seinem Kopf ein Brotfladen, auf heissen Steinen [gebacken], und ein Krug Wasser. Und er ass und trank und legte sich wieder hin. 19.7 Und der Engel des HERRN kehrte zurueck, [kam] zum zweiten Mal und ruehrte ihn an und sprach: Steh auf, iss! Denn der Weg ist zu weit fuer dich. 19.8 Da stand er auf und ass und trank, und er ging in der Kraft dieser Speise vierzig Tage und vierzig Naechte bis an den Berg Gottes, den Horeb. 19.9 Dort ging er in die Hoehle und uebernachtete da. Und siehe, das Wort des HERRN [geschah] zu ihm, und er sprach zu ihm: Was tust du hier, Elia? 19.10 Und er sagte: Ich habe sehr geeifert fuer den HERRN, den Gott der Heerscharen. Deinen Bund haben die Soehne Israel verlassen, haben deine Altaere niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht! Und ich allein bin uebriggeblieben, ich allein, und [nun] trachten sie danach, [auch] mir das Leben zu nehmen. 19.11 Da sprach er: Geh hinaus und stell dich auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorueber. Da [kam] ein Wind, gross und stark, der die Berge zerriss und die Felsen zerschmetterte vor dem HERRN her; der HERR [aber] war nicht in dem Wind. Und nach dem Wind ein Erdbeben; der HERR [aber] war nicht in dem Erdbeben. 19.12 Und nach dem Erdbeben ein Feuer, der HERR [aber] war nicht in dem Feuer. Und nach dem Feuer der Ton eines leisen Wehens. 19.13 Und es geschah, als Elia das hoerte, verhuellte er sein Gesicht mit seinem Mantel, ging hinaus und stellte sich in den Eingang der Hoehle. Und siehe, eine Stimme geschah zu ihm: Was tust du hier, Elia? 19.14 Und er sagte: Ich habe sehr geeifert fuer den HERRN, den Gott der Heerscharen. Deinen Bund haben die Soehne Israel ja verlassen, haben deine Altaere niedergerissen und deine Propheten mit dem Schwert umgebracht. Und ich bin uebriggeblieben, ich allein, und [nun] trachten sie danach, [auch] mir das Leben zu nehmen. 19.15 Da sprach der HERR zu ihm: Geh, kehre auf deinem Weg durch die Wueste zurueck [und geh] nach Damaskus! Und wenn du [dort] angekommen bist, dann salbe Hasael zum Koenig ueber Aram! 19.16 Und Jehu, den Sohn des Nimschi, sollst du zum Koenig ueber Israel salben; und Elisa, den Sohn Schafats, von Abel-Mehola, sollst du zum Propheten an deiner Stelle salben! 19.17 Und es soll geschehen: wer dem Schwert Hasaels entkommt, den wird Jehu toeten; und wer dem Schwert Jehus entkommt, den wird Elisa toeten. 19.18 Aber ich habe 7 000 in Israel uebriggelassen, alle die Knie, die sich nicht vor dem Baal gebeugt haben, und jeden Mund, der ihn nicht gekuesst hat. Berufung Elisas 19.19 Und er ging von dort [weg] und fand Elisa, den Sohn Schafats, der gerade mit zwoelf Gespannen vor sich her pfluegte. Er selbst aber war bei dem zwoelften. Und Elia ging zu ihm hin und warf seinen Mantel ueber ihn. 19.20 Da verliess er die Rinder und lief hinter Elia her und sagte: Lass mich doch meinen Vater und meine Mutter kuessen! Dann will ich dir nachfolgen. Er aber sagte zu ihm: Geh, kehre um! Denn was habe ich dir getan? 19.21 Da kehrte er sich von ihm ab, nahm das Gespann Rinder und schlachtete sie, und mit dem Geschirr der Rinder briet er ihr Fleisch und gab es den Leuten, und sie assen. Dann machte er sich auf und folgte Elia nach und diente ihm. Ahabs Siege ueber Aram - Bund mit dem Koenig von Aram \20\ 20.1 Und Ben-Hadad, der Koenig von Aram, versammelte seine ganze Heeresmacht: 32 Koenige waren mit ihm und Pferd und Wagen. Und er zog herauf und belagerte Samaria und kaempfte gegen es. 20.2 Und er sandte Boten zu Ahab, dem Koenig von Israel, in die Stadt 20.3 und liess ihm sagen: So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und dein Gold gehoeren mir, und deine Frauen und deine edlen Soehne gehoeren mir. 20.4 Da antwortete der Koenig von Israel und sagte: Nach deinem Wort, mein Herr [und] Koenig: Dein bin ich mit allem, was mir gehoert. 20.5 Und die Boten kamen zurueck und sagten: So spricht Ben-Hadad: Jawohl, ich habe zu dir gesandt und gesagt: Dein Silber und dein Gold und deine Frauen und deine Soehne sollst du mir geben. 20.6 Fuerwahr, wenn ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir sende, dann werden sie dein Haus und die Haeuser deiner Knechte gruendlich durchsuchen. Und es wird geschehen, alles in deinen Augen Begehrenswerte werden sie in ihre Gewalt bringen und mitnehmen. 20.7 Da berief der Koenig von Israel alle Aeltesten des Landes und sagte: Erkennt doch und seht, dass dieser Boeses sucht! Denn er hat zu mir gesandt wegen meiner Frauen und meiner Soehne und wegen meines Silbers und meines Goldes, und ich habe ihm nichts verweigert. 20.8 Da sagten alle Aeltesten und alles Volk zu ihm: Hoere nicht [auf ihn] und willige nicht ein! 20.9 So sagte er [denn] zu den Boten Ben-Hadads: Sagt meinem Herrn, dem Koenig: Alles, weswegen du zuerst zu deinem Knecht gesandt hast, will ich tun; aber diese Sache kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und brachten ihm Antwort. 20.10 Da sandte Ben-Hadad zu ihm und liess [ihm] sagen: So sollen mir die Goetter tun und so sollen sie hinzufuegen, wenn der Schutt von Samaria ausreichen sollte fuer die hohlen Haende all des [Kriegs]volkes, das in meinem Gefolge ist! 20.11 Der Koenig von Israel aber antwortete und sprach: Sagt [ihm]: Wer [das Schwert] umguertet, ruehme sich nicht wie einer, der [es wieder] ablegt! 20.12 Und es geschah, als er dieses Wort hoerte - er zechte gerade im Zeltlager, er und die Koenige -, da sagte er zu seinen Knechten: Zum Angriff! Und sie stellten sich zum Angriff auf. 20.13 Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem Koenig von Israel, und sagte: So spricht der HERR: Hast du diese ganze gewaltige Menge gesehen? Siehe, ich gebe sie heute in deine Hand, und du sollst erkennen, dass ich der HERR bin. 20.14 Da sagte Ahab: Durch wen? Und er sagte: So spricht der HERR: Durch die Leute der Provinzstatthalter. Und er sagte: Wer soll den Kampf eroeffnen? Er sagte: Du. 20.15 Da musterte er die Leute der Provinzstatthalter; es waren 232. Und nach ihnen musterte er das ganze Volk, alle Soehne Israel, 7 000 [Mann]. 20.16 Und sie zogen aus am Mittag. Ben-Hadad aber trank und berauschte sich im Zeltlager, er und die Koenige, die 32 Koenige, die ihm halfen. 20.17 Und die Leute der Provinzstatthalter zogen zuerst aus. Und Ben-Hadad sandte [Leute aus], und man berichtete ihm: Maenner aus Samaria sind ausgezogen. 20.18 Da sagte er: Wenn sie zum Frieden ausgezogen sind, greift sie lebendig, und wenn sie zum Kampf ausgezogen sind, greift sie [auch] lebendig! 20.19 Als jene aber aus der Stadt herausgezogen waren - die Leute der Provinzstatthalter und das Heer, das ihnen folgte -, 20.20 da schlugen sie jeder seinen Gegner, so dass die Aramaeer flohen; und Israel jagte ihnen nach. Ben-Hadad, der Koenig von Aram, entkam aber auf einem Pferd mit [einigen] Gespannen. 20.21 Da zog der Koenig von Israel aus und schlug die Pferde und die Kriegswagen, und er richtete unter den Aramaeern eine grosse Niederlage an. 20.22 Da trat der Prophet zum Koenig von Israel und sagte zu ihm: Wohlan, zeige dich mutig und erkenne und sieh zu, was du [jetzt] tun musst! Denn bei der Wiederkehr des Jahres wird der Koenig von Aram [erneut] gegen dich heraufziehen. 20.23 Und die Knechte des Koenigs von Aram sagten zu ihm: Ihre Goetter sind Berggoetter, darum waren sie uns ueberlegen. Lasst uns jedoch in der Ebene mit ihnen kaempfen, [dann wird es sich zeigen,] ob wir ihnen nicht ueberlegen sein werden! 20.24 Diese [eine] Sache aber musst du tun: Entferne die Koenige, jeden von seiner Stellung, und setze Statthalter an ihre Stelle! 20.25 Und du, stelle dir ein Heer auf wie das Heer, das dir verlorenging, und Pferde wie die [verlorenen] Pferde und Kriegswagen wie die [verlorenen] Kriegswagen! Dann wollen wir in der Ebene mit ihnen kaempfen [und sehen], ob wir ihnen nicht ueberlegen sein werden. Und er hoerte auf ihre Stimme und machte es so. 20.26 Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, da musterte Ben-Hadad die Aramaeer und zog hinauf nach Afek zum Kampf mit Israel. 20.27 Und die Soehne Israel wurden gemustert und [mit Vorrat] versorgt und zogen ihnen entgegen. Und die Soehne Israel lagerten sich ihnen gegenueber wie zwei kleine Herden Ziegen. Die Aramaeer aber fuellten das Land. 20.28 Da trat der Mann Gottes herzu und sprach zum Koenig von Israel und sagte: So spricht der HERR: Weil die Aramaeer gesagt haben: Der HERR ist ein Gott der Berge, aber ein Gott der Taeler ist er nicht! - darum will ich diese ganze gewaltige Menge in deine Hand geben; und ihr werdet erkennen, dass ich der HERR bin. 20.29 Und sie lagerten einander gegenueber sieben Tage lang. Und es geschah am siebten Tag, da kam es zum Kampf, und die Soehne Israel schlugen die Aramaeer, 100 000 Mann zu Fuss, an einem Tag. 20.30 Und die uebrigen flohen nach Afek in die Stadt. Da fiel die Mauer auf die 27 000 Mann, die uebriggeblieben waren. Ahabs Bund mit dem Koenig der Aramaeer - Gottes Gerichtsandrohung Und Ben-Hadad floh und kam in die Stadt [und verkroch sich] von Kammer zu Kammer. 20.31 Da sagten seine Diener zu ihm: Sieh doch, wir haben gehoert, dass die Koenige des Hauses Israel gnaedige Koenige sind. Lass uns doch Sacktuch um unsere Hueften legen und Stricke um unsere Koepfe und zum Koenig von Israel hinausgehen! Vielleicht laesst er dich am Leben. 20.32 So guerteten sie Sacktuch um ihre Hueften und [legten] Stricke um ihre Koepfe und kamen zum Koenig von Israel und sagten: Dein Knecht Ben-Hadad laesst [dir] sagen: Lass mich doch am Leben! Und er sagte: Lebt er noch? Er ist mein Bruder. 20.33 Und die Maenner nahmen es als ein gutes Vorzeichen und eilten, sich es von ihm bestaetigen zu lassen, und sagten: [Ja,] Ben-Hadad ist dein Bruder. Und er sagte: Geht, holt ihn! Da ging Ben-Hadad zu ihm hinaus, und der liess ihn [zu sich] auf den Wagen steigen. 20.34 Und Ben-Hadad sagte: Die Staedte, die mein Vater deinem Vater genommen hat, will ich [dir] zurueckgeben, und du kannst dir Strassen in Damaskus anlegen, wie sie mein Vater in Samaria angelegt hat. - Und ich [,sagte der Koenig von Israel,] will dich mit diesem Bund ziehen lassen. Und er schloss einen Bund mit ihm und liess ihn ziehen. 20.35 Und ein Mann von den Prophetenjuengern sagte zu seinem Gefaehrten auf das Wort des HERRN hin: Schlag mich doch! Aber der Mann weigerte sich, ihn zu schlagen. 20.36 Da sagte er zu ihm: Dafuer, dass du nicht auf die Stimme des HERRN gehoert hast - siehe, sobald du von mir weggehst, wird dich ein Loewe schlagen. Und als er von ihm wegging, da fand ihn ein Loewe und schlug ihn. 20.37 Und er fand einen anderen Mann und sagte: Schlag mich doch! Und der Mann schlug ihn, schlug und verwundete ihn. 20.38 Da ging der Prophet hin und stellte sich an den Weg, [um] dem Koenig [zu begegnen]. Und er machte sich unkenntlich durch eine Binde ueber seinen Augen. 20.39 Und es geschah, als der Koenig vorueberging, da schrie er dem Koenig zu und sagte: Dein Knecht war ausgezogen mitten in den Kampf, und siehe, da wandte sich ein Mann herzu und brachte einen [anderen] Mann zu mir und sagte: Bewache diesen Mann! Sollte er etwa vermisst werden, dann soll dein Leben fuer sein Leben einstehen, oder du sollst ein Talent Silber darwiegen. 20.40 Und es geschah, waehrend dein Knecht da und dort zu tun hatte, da war er nicht [mehr] da. Und der Koenig von Israel sagte zu ihm: So ist dein Urteil [gesprochen], du selbst hast entschieden. 20.41 Da entfernte er schnell die Binde von seinen Augen, und der Koenig von Israel erkannte ihn, dass er [einer] von den Propheten war. 20.42 Und er sagte zu ihm: So spricht der HERR: Weil du den Mann, auf dem mein Bann lag, aus der Hand gelassen hast, soll dein Leben fuer sein Leben einstehen und dein Volk fuer sein Volk! 20.43 Da ging der Koenig von Israel [weg] in sein Haus, missmutig und wuetend, und kam nach Samaria. Ahabs Gewalttat an Nabot - Elias Strafrede und Ahabs Busse \21\ 21.1 Und es geschah nach diesen Ereignissen: Nabot, der Jesreeliter, hatte einen Weinberg, der in Jesreel war, [und zwar gleich] neben dem Palast Ahabs, des Koenigs von Samaria. 21.2 Und Ahab redete zu Nabot und sagte: Gib mir deinen Weinberg! Er soll mein Gemuesegarten werden, denn er ist nahe bei meinem Haus. Ich gebe dir dafuer einen besseren Weinberg als den [hier]. [Oder] wenn es besser ist in deinen Augen, gebe ich dir Geld als Kaufpreis fuer ihn. 21.3 Aber Nabot sagte zu Ahab: Das lasse der HERR fern von mir sein, dass ich dir das Erbe meiner Vaeter gebe! 21.4 Da ging Ahab in sein Haus, missmutig und wuetend ueber das Wort, das der Jesreeliter Nabot zu ihm geredet hatte, dass er gesagt hatte: Ich gebe dir das Erbe meiner Vaeter nicht. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Gesicht ab und ass nichts. 21.5 Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und sagte zu ihm: Warum denn ist dein Geist missmutig, und [warum] isst du nichts? 21.6 Er sagte zu ihr: Weil ich zu dem Jesreeliter Nabot geredet und ihm gesagt habe: Gib mir deinen Weinberg fuer Geld, oder wenn es dir gefaellt, will ich dir stattdessen einen [anderen] Weinberg geben! Er aber sagte: Ich gebe dir meinen Weinberg nicht. 21.7 Da sagte seine Frau Isebel zu ihm: Du, du uebst [doch] jetzt die Koenigsherrschaft ueber Israel aus. Steh auf, iss und lass dein Herz froehlich sein! Ich werde dir den Weinberg des Jesreeliters Nabot geben. 21.8 Dann schrieb sie Briefe im Namen Ahabs und siegelte sie mit seinem Siegel und sandte die Briefe an die Aeltesten und an die Vornehmen, die mit Nabot [zusammen] in seiner Stadt wohnten. 21.9 Und sie schrieb in den Briefen folgendes: Ruft ein Fasten aus und lasst Nabot obenan im Volk sitzen! 21.10 Und setzt ihm gegenueber zwei Maenner, Soehne der Bosheit, dass sie gegen ihn zeugen, indem sie sagen: Du hast Gott und den Koenig gelaestert! Dann fuehrt ihn hinaus und steinigt ihn, dass er stirbt! 21.11 Da taten die Maenner seiner Stadt, die Aeltesten und die Vornehmen, die in seiner Stadt wohnten, wie Isebel zu ihnen gesandt hatte, so, wie in den Briefen geschrieben stand, die sie ihnen gesandt hatte. 21.12 Sie riefen ein Fasten aus und liessen Nabot obenan im Volk sitzen. 21.13 Dann kamen die beiden Maenner, die Soehne der Bosheit, und setzten sich ihm gegenueber. Und die Maenner der Bosheit zeugten gegen ihn, gegen Nabot vor dem Volk, indem sie sagten: Nabot hat Gott und den Koenig gelaestert! Dann fuehrte man ihn zur Stadt hinaus und steinigte ihn, und er starb. 21.14 Und sie sandten zu Isebel und liessen [ihr] sagen: Nabot ist gesteinigt worden und ist tot. 21.15 Und es geschah, als Isebel hoerte, dass Nabot gesteinigt worden und tot war, sagte Isebel zu Ahab: Mache dich auf, nimm in Besitz den Weinberg des Jesreeliters Nabot, der sich geweigert hat, ihn dir fuer Geld zu geben! Denn Nabot lebt nicht mehr, er ist tot. 21.16 Und es geschah, als Ahab hoerte, dass Nabot tot war, da machte sich Ahab auf, um in den Weinberg des Jesreeliters Nabot hinabzugehen [und] ihn in Besitz zu nehmen. 21.17 Da geschah das Wort des HERRN zu Elia, dem Tischbiter: 21.18 Mache dich auf, geh hinab Ahab, dem Koenig von Israel, entgegen, der in Samaria [wohnt]! Siehe, er ist im Weinberg Nabots, wohin er hinabgegangen ist, um ihn in Besitz zu nehmen. 21.19 Und rede zu ihm und sage: So spricht der HERR: Hast du gemordet und auch [fremdes Gut] in Besitz genommen? Und rede zu ihm: So spricht der HERR: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt haben, sollen die Hunde dein Blut, ja deines, lecken. 21.20 Und Ahab sagte zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Und er sagte: Ich habe [dich] gefunden, weil du dich verkauft hast, um zu tun, was boese ist in den Augen des HERRN. 21.21 Siehe, ich bringe Unheil ueber dich und fege aus hinter dir her. Ich werde von Ahab ausrotten, was maennlich ist, den Unmuendigen und den Muendigen in Israel. 21.22 Und ich mache dein Haus dem Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, gleich und dem Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, wegen des Zornes, zu dem du mich gereizt hast, und [weil] du Israel zur Suende verfuehrt hast. 21.23 Und auch ueber Isebel hat der HERR geredet und gesprochen: Die Hunde sollen Isebel fressen an der Vormauer von Jesreel. 21.24 Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den werden die Hunde fressen, und wer auf [freiem] Feld stirbt, den werden die Voegel des Himmels fressen. 21.25 Es hat in der Tat keinen wie Ahab gegeben, der sich [so] verkauft haette, um zu tun, was in den Augen des HERRN boese ist. Ihn hatte seine Frau Isebel verfuehrt. 21.26 Und er handelte ganz abscheulich, indem er den Goetzen nachlief, ganz wie es die Amoriter getan hatten, die der HERR vor den Soehnen Israel vertrieben hatte. 21.27 Und es geschah, als Ahab diese Worte hoerte, da zerriss er seine Kleider und legte Sacktuch um seinen Leib und fastete; und er lag im Sacktuch und ging still einher. 21.28 Da geschah das Wort des HERRN zu Elia, dem Tischbiter: 21.29 Hast du gesehen, dass Ahab sich vor mir gedemuetigt hat? Weil er sich vor mir gedemuetigt hat, will ich das Unheil nicht in seinen Tagen kommen lassen; [erst] in den Tagen seines Sohnes werde ich das Unheil ueber sein Haus kommen lassen. Ahabs und Joschafats Kriegsabsichten - Weissagung des Micha 2Chr 18,1-27 \22\ 22.1 Und sie verhielten sich drei Jahre lang ruhig; es war kein Krieg zwischen Aaram und Israel. 22.2 Aber im dritten Jahr, da kam Joschafat, der Koenig von Juda, zum Koenig von Israel herab. 22.3 Und der Koenig von Israel sagte zu seinen Dienern: Habt ihr nicht erkannt, dass Ramot in Gilead uns gehoert? Und wir bleiben still, anstatt es der Hand des Koenigs von Aram zu entreissen. 22.4 Und er sagte zu Joschafat: Willst du mit mir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen? Da sagte Joschafat zum Koenig von Isarel: Ich bin wie du, mein Volk ist wie dein Volk, meine Pferde sind wie deine Pferde. 22.5 Und Joschafat sagte zum Koenig von Israel: Befrage doch heute das Wort des HERRN! 22.6 Da versammelte der Koenig von Israel die Propheten, etwa vierhundert Mann, und er sagte zu ihnen: Soll ich gegen Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich es lassen? Sie sagten: Zieh hinauf! Und der Herr wird es in die Hand des Koenigs geben. 22.7 Aber Joschafat sagte: Ist hier kein Prophet des Herrn mehr, dass wir durch ihn [den HERRN] befragen? 22.8 Da sagte der Koenig von Israel zu Joschafat: Einen Mann gibt es noch, durch den man den HERRN befragen koennte, aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes ueber mich, sondern [nur] Boeses: [es ist] Micha, der Sohn des Jimla. Joschafat aber sagte: Der Koenig spreche nicht so! 22.9 Da rief der Koenig von Israel einen Hofbeamten und sagte: Hole schnell Micha, den Sohn des Jimla! 22.10 Und der Koenig von Israel und Joschafat, der Koenig von Juda, sassen jeder auf seinem Thron, bekleidet mit koeniglichen Gewaendern, auf einem freien Platz am Toreingang von Samaria. Und alle Propheten weissagten vor ihnen. 22.11 Und Zedekia, der Sohn des Kenaana, machte sich eiserne Hoerner und sagte: So spricht der HERR: Mit denen wirst du die Aramaeer niederstossen, bis du sie vernichtet hast. 22.12 Ebenso weissagten alle Propheten, indem sie sagten: Zieh hinauf nach Ramot in Gilead und fuehre [Israel] zum Sieg! Der HERR hat es in die Hand des Koenigs gegeben. 22.13 Der Bote aber, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und sagte: Sieh doch, die Worte der Propheten sind einstimmig gut fuer den Koenig. Lass doch dein Wort sein wie das Wort eines von ihnen und rede Gutes! 22.14 Micha aber sagte: So wahr der HERR lebt - nur, was der HERR mir sagen wird, das werde ich reden! 22.15 Und als er zum Koenig kam, sagte der Koenig zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder sollen wir es lassen? Da sagte er zu ihm: Zieh hinauf und fuehre [Israel] zum Sieg! Denn der HERR hat es in die Hand des Koenigs gegeben. 22.16 Der Koenig aber sagte zu ihm: Wievielmal muss ich dich beschwoeren, dass du im Namen des HERRN nichts zu mir redest als nur die Wahrheit? 22.17 Da sagte er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe , die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese haben keinen Herrn, sie sollen in Frieden zurueckkehren, jeder in sein Haus. 22.18 Da sagte der Koenig von Israel zu Joschafat: Habe ich dir nicht gesagt, er weissagt nichts Gutes ueber mich, sondern [nur] Boeses? 22.19 Und Micha sprach: Darum hoere das Wort des HERRN! Ich sah den HERRN auf seinem Thron sitzen, und das ganze Heer des Himmels stand um ihn, zu seiner Rechten und zu seiner Linken. 22.20 Und der HERR sprach: Wer will Ahab betoeren, dass er hinaufzieht und bei Ramot in Gilead faellt? Und der eine sagte dies, und der andere sagte das. 22.21 Da trat der Geist hervor und stellte sich vor den HERRN und sagte: Ich will ihn betoeren. Und der HERR sprach zu ihm: Womit? 22.22 Da sagte er: Ich will ausgehen und will ein Luegengeist sein im Mund aller seiner Propheten. Und er sprach: Du sollst ihn betoeren und wirst es auch koennen. Geh aus und mache es so! 22.23 Und nun, siehe, der HERR hat einen Luegengeist in den Mund all dieser deiner Propheten gegeben, denn der HERR hat Unheil ueber dich geredet. 22.24 Da trat Zedekia, der Sohn des Kenaana, heran und schlug Micha auf die Backe und sprach: Auf welchem Weg ist [denn] der Geist des HERRN von mir gewichen, um mit dir zu reden? 22.25 Micha sagte: Siehe, du wirst es an jenem Tag sehen, wenn du von Zimmer zu Zimmer fluechtest, um dich zu verstecken. 22.26 Da sagte der Koenig von Israel: Nimm Micha und fuehre ihn zurueck zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joasch, dem Sohn des Koenigs, 22.27 und sage: So spricht der Koenig: Setzt diesen ins Gefaengnis und speist ihn mit Brot der Bedraengnis und mit Wasser der Bedraengnis, bis ich in Frieden zurueckkomme! 22.28 Micha aber sagte: Wenn du je in Frieden zurueckkehrst, [dann] hat der HERR nicht durch mich geredet! Und er sprach: Hoert es, ihr Voelker alle! Gemeinsamer Krieg Ahabs und Joschafats - Joschafats Rettung und Ahabs Tod 2Chr 18,28-34 22.29 Und der Koenig von Israel und Joschafat, der Koenig von Juda, zogen hinauf nach Ramot in Gilead. 22.30 Und der Koenig von Israel sagte zu Joschafat: Ich will mich verkleiden und in den Kampf ziehen. Du aber lege deine [koeniglichen] Kleider an! So verkleidete sich der Koenig von Israel und zog in den Kampf. 22.31 Der Koenig von Aram hatte aber seinen 32 Wagenfuehrern befohlen: Ihr sollt weder gegen einen Geringen noch gegen einen Grossen kaempfen, sondern gegen den Koenig von Israel allein! 22.32 Und es geschah, als die Wagenfuehrer Joschafat sahen, da sagten sie [sich]: Das ist gewiss der Koenig von Israel! Und sie lenkten [ihre Wagen] auf ihn zu, um ihn anzugreifen. Da schrie Joschafat um Hilfe. 22.33 Und es geschah, als die Wagenfuehrer sahen, dass nicht er der Koenig von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab. 22.34 Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den Koenig von Israel zwischen die Tragbaender [des Panzers] und den Panzer. Da sagte er zu seinem Wagenlenker: Wende um und bring mich aus der Schlacht hinaus! Denn ich bin schwer verwundet. 22.35 Und der Kampf wurde heftig an jenem Tag. Und der Koenig hielt sich angesichts der Aramaeer im Wagen [noch] aufrecht; und am Abend starb er, und das Blut der Wunde floss in das Innere des Wagens. 22.36 Beim Untergang der Sonne erging der laute Ruf durchs Lager: Jeder Mann in seine Stadt und jeder Mann in sein Land! 22.37 So starb der Koenig und kam nach Samaria. Und man begrub den Koenig in Samaria. 22.381 Und als man den Wagen am Teich von Samaria, wo die Huren sich wuschen, abspuelte, da leckten die Hunde sein Blut, und die Huren badeten [darin] nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte. 22.39 Und die uebrige Geschichte Ahabs und alles, was er getan, und das Elfenbeinhaus, das er gebaut, und alle Staedte, die er gebaut hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 22.40 Und Ahab legte sich zu seinen Vaetern. Und sein Sohn Ahasja wurde an seiner Stelle Koenig. Joschafat von Juda 2Chr 20,31-21,1 22.41 Und Joschafat, der Sohn Asas, wurde Koenig ueber Juda im vierten Jahr Ahabs, des Koenigs von Israel. 22.42 Joschafat war 35 Jahre alt, als er Koenig wurde, und er regierte 25 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter des Schilhi. 22.43 Und er ging den ganzen Weg seines Vaters Asa; er wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des HERRN. 22.44 Nur die Hoehen wichen nicht: das Volk brachte auf den Hoehen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar. 22.45 Und Joschafat hatte Frieden mit dem Koenig von Israel. 22.46 Und die uebrige Geschichte Joschafats und seine Machttaten, die er ausgeuebt, und wie er Krieg gefuehrt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 22.47 Auch rottete er aus dem Land den Rest der Tempelhurer aus, der in den Tagen seines Vaters Asa uebriggeblieben war. 22.48 Und es war kein Koenig in Edom; ein Vogt [regierte als] Koenig. 22.49 Joschafat baute Tarsisschiffe, die nach Ofir fahren sollten, um Gold [zu holen]; aber man fuhr nicht, denn die Schiffe wurden bei Ezjon-Geber zertruemmert. 22.50 Damals sagte Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Joschafat: Lass meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren! Aber Joschafat wollte nicht. 22.51 Und Joschafat legte sich zu seinen Vaetern und wurde bei seinen Vaetern begraben in der Stadt seines Vaters David. Und sein Sohn Joram wurde an seiner Stelle Koenig. Ahasja von Israel 22.52 Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde Koenig ueber Israel in Samaria, im 17. Jahr Joschafats, des Koenigs von Juda; und er regierte zwei Jahre ueber Israel. 22.53 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN und ging auf dem Weg seines Vaters und auf dem Weg seiner Mutter und auf dem Weg Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte. 22.54 Und er diente dem Baal und warf sich vor ihm nieder. Und er reizte den HERRN, den Gott Israels, nach allem, was sein Vater getan hatte. Das zweite Buch der Koenige. Ahasja von Israel - Sein Goetzendienst, Elias Gerichtsandrohung, Ahasjas Tod. \1\ 1.1 Und Moab brach mit Israel, nachdem Ahab tot war. - 1.2 Und Ahasja fiel in seinem Obergemach in Samaria durch das Gitter und wurde krank. Und er sandte Boten und sagte zu ihnen: Geht hin, befragt Baal-Sebub, den Gott von Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde! 1.3 Da redete der Engel des HERRN zu Elia, dem Tischbiter: Mache dich auf, geh hinauf den Boten des Koenigs von Samaria entgegen und sage zu ihnen: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass ihr hingeht, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? 1.4 Darum, so spricht der HERR: Von dem Bett, das du bestiegen hast, wirst du nicht herunterkommen, sondern du musst sterben! Und Elia ging hin. 1.5 Als nun die Boten zum Koenig zurueckkamen, sagte er zu ihnen: Warum seid ihr denn [schon] zurueckgekehrt? 1.6 Sie sagten zu ihm: Ein Mann kam herauf, uns entgegen, und sagte zu uns: Geht, kehrt zum Koenig zurueck, der euch gesandt hat, und redet zu ihm: So spricht der HERR: Gibt es denn keinen Gott in Israel, dass du hinsendest, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen? Darum wirst du von dem Bett, das du bestiegen hast, nicht herunterkommen, sondern du musst sterben. 1.7 Da sagte er zu ihnen: Wie war das Aussehen des Mannes, der euch entgegenkam und diese Worte zu euch redete? 1.8 Sie sagten zu ihm: Es war ein Mann, mit einem haarigen Mantel bekleidet und an seinen Hueften geguertet mit einem ledernen Schurz. Da sagte er: Das ist Elia, der Tischbiter! 1.9 Und er sandte zu ihm einen Obersten ueber fuenfzig [Mann] und seine fuenfzig [Leute]. Der ging zu ihm hinauf, und siehe, er sass auf dem Gipfel des Berges. Und er sagte zu ihm: Mann Gottes, der Koenig sagt: Komm herab! 1.10 Elia aber antwortete und redete zu dem Obersten ueber fuenfzig [Mann]: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse dich und deine fuenfzig [Mann]! Da fuhr Feuer vom Himmel herab und frass ihn und seine fuenfzig [Mann]. 1.11 Und er sandte nochmals zu ihm, einen anderen Obersten ueber fuenfzig [Mann] mit seinen fuenfzig [Leuten]. Der stieg hinauf und sagte zu ihm: Mann Gottes, so spricht der Koenig: Schnell, komm herunter! 1.12 Aber Elia antwortete und redete zu ihnen: Wenn ich ein Mann Gottes bin, so fahre Feuer vom Himmel herab und fresse dich und deine fuenfzig [Mann]! Da fuhr Feuer Gottes vom Himmel herab und frass ihn und seine fuenfzig [Mann]. 1.13 Und er sandte nochmals hin, einen dritten Obersten ueber fuenfzig [Mann] und seine fuenfzig [Leute]. Und der dritte Oberste ueber fuenfzig [Mann] ging hinauf und kam und beugte seine Knie vor Elia, flehte ihn an und redete zu ihm: Mann Gottes! Lass doch mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser fuenfzig [Mann], teuer sein in deinen Augen! 1.14 Siehe, Feuer ist vom Himmel herabgefahren und hat die beiden vorigen Obersten ueber fuenfzig [Mann] und ihre fuenfzig [Leute] gefressen. Nun aber lass mein Leben teuer sein in deinen Augen! 1.15 Da redete der Engel des HERRN zu Elia: Geh mit ihm hinab, fuerchte dich nicht vor ihm! Und er stand auf und ging mit ihm zum Koenig hinab. 1.16 Und er redete zu ihm: So spricht der HERR: Weil du Boten gesandt hast, um Baal-Sebub, den Gott von Ekron, zu befragen - gibt es denn keinen Gott in Israel, um sein Wort zu befragen? -, darum wirst du von dem Bett, das du bestiegen hast, nicht herunterkommen; sondern du musst sterben! 1.17 Und er starb nach dem Wort des HERRN, das Elia geredet hatte. Und Joram wurde an seiner Stelle Koenig im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes Joschafats, des Koenigs von Juda; denn er hatte keinen Sohn. 1.18 Und die uebrige Geschichte Ahasjas, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? Elia und Elisa - Elias Himmelfahrt. \2\ 2.1 Und es geschah, als der HERR den Elia im Sturmwind zum Himmel auffahren lassen wollte, da gingen Elia und Elisa von Gilgal fort. 2.2 Und Elia sagte zu Elisa: Bleib doch hier! Denn der HERR hat mich nach Bethel gesandt. Elisa aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie gingen nach Bethel hinab. 2.3 Da kamen die Soehne der Propheten, die in Bethel waren, zu Elisa heraus und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der HERR heute deinen Herrn ueber deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich habe es erkannt. Seid still! 2.4 Und Elia sagte zu ihm: Elisa, bleib doch hier! Denn der HERR hat mich nach Jericho gesandt. Er aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und sie kamen nach Jericho. 2.5 Da traten die Soehne der Propheten, die in Jericho waren, zu Elisa und sagten zu ihm: Hast du erkannt, dass der HERR heute deinen Herrn ueber deinen Kopf hin wegnehmen wird? Er sagte: Auch ich habe es erkannt. Seid still! 2.6 Und Elia sagte zu ihm: Bleib doch hier! Denn der HERR hat mich an den Jordan gesandt. Er aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich dich verlasse! Und so gingen sie beide miteinander. 2.7 Und fuenfzig Mann von den Soehnen der Propheten gingen mit und blieben abseits stehen, als die beiden an den Jordan traten. 2.8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte [ihn] zusammen und schlug auf das Wasser. Und es teilte sich hierhin und dorthin, und die beiden gingen hinueber auf dem Trockenen. 2.9 Und es geschah, als sie hinuebergegangen waren, da sagte Elia zu Elisa: Bitte, was ich fuer dich tun soll, bevor ich von dir weggenommen werde! Elisa sagte: Dass mir doch ein zweifacher Anteil von deinem Geist [gegeben] werde! 2.10 Da sagte er: Du hast Schweres erbeten! Wenn du mich sehen wirst, wie ich von dir weggenommen werde, dann wird dir das [gegeben] werden; wenn aber nicht, dann wird es [dir] nicht [gegeben] werden. 2.11 Und es geschah, waehrend sie gingen, gingen und redeten, siehe da: ein feuriger Wagen und feurige Pferde, die sie beide voneinander trennten! Und Elia fuhr im Sturmwind auf zum Himmel. 2.12 Und Elisa sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und sein Gespann! Dann sah er ihn nicht mehr. Da fasste er seine Kleider und zerriss sie in zwei Stuecke. 2.13 Und er hob den Mantel des Elia auf, der diesem entfallen war, kehrte um und trat an das Ufer des Jordan. 2.14 Und er nahm den Mantel des Elia, der diesem entfallen war, und schlug auf das Wasser und sagte: Wo ist der HERR, der Gott des Elia? Auch er schlug also auf das Wasser, und es teilte sich hierhin und dorthin, und Elisa ging hinueber. 2.15 Als nun die Soehne der Propheten, die gegenueber in Jericho waren, ihn sahen, sagten sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und sie kamen ihm entgegen und warfen sich vor ihm zur Erde nieder. 2.16 Und sie sagten zu ihm: Sieh doch, es sind bei deinen Knechten fuenfzig tuechtige Maenner. Lass sie doch gehen und deinen Herrn suchen, ob nicht etwa der Geist des HERRN ihn weggetragen und ihn auf einen der Berge oder in eines der Taeler geworfen hat! Er aber sagte: Sendet nicht! 2.17 Doch sie drangen in ihn, bis er nachgab und sagte: Sendet! So sandten sie denn fuenfzig Mann hin; die suchten drei Tage lang, aber sie fanden ihn nicht. 2.18 Und sie kehrten zu ihm zurueck, als er sich [noch] in Jericho aufhielt. Da sagte er zu ihnen: Hatte ich euch nicht gesagt: Geht nicht hin? Wundertaten des Elisa: Hilfe in Jericho, Gericht in Bethel. 2.19 Und die Maenner der Stadt sagten zu Elisa: Sieh doch, die Lage der Stadt ist gut, wie mein Herr sieht. Aber das Wasser ist schlecht, darum kommt es im Land zu Fehlgeburten. 2.20 Da sagte er: Bringt mir eine neue Schale und tut Salz hinein! Und sie brachten sie ihm. 2.21 Und er ging hinaus zu der Quelle des Wassers, warf das Salz hinein und sagte: So spricht der HERR: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht. Nicht mehr soll Tod und Fehlgeburt daraus entstehen. 2.22 Und das Wasser wurde gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort, das Elisa geredet hatte. 2.23 Und er ging von dort hinauf nach Bethel. Wie er nun den Weg hinaufging, kamen kleine Jungen aus der Stadt heraus und verspotteten ihn und sagten zu ihm: Komm herauf, Kahlkopf! Komm herauf, Kahlkopf! 2.24 Er aber wandte sich um, sah sie an und verfluchte sie im Namen des HERRN. Da kamen zwei Baerinnen aus dem Wald und zerrissen von ihnen 42 Kinder. 2.25 Und er ging von dort [weg] zum Berg Karmel; und von da kehrte er nach Samaria zurueck. Joram von Israel - Krieg gegen die Moabiter - Hilfe durch Elisa. \3\ 3.1 Und Joram, der Sohn Ahabs, wurde Koenig ueber Israel in Samaria, im achtzehnten Jahr Joschafats, des Koenigs von Juda; und er regierte zwoelf Jahre. 3.2 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, doch nicht wie sein Vater und seine Mutter, weil er den Gedenkstein des Baal beseitigte, den sein Vater gemacht hatte. 3.3 Doch hielt er fest an den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte; er wich von ihr nicht ab. 3.4 Und Mescha, der Koenig von Moab, war Schafzuechter und lieferte dem Koenig von Israel 100 000 Laemmer und 100 000 ungeschorene Widder [als Tribut]. 3.5 Und es geschah, als Ahab gestorben war, da brach der Koenig von Moab mit dem Koenig von Israel. 3.6 Nun zog der Koenig Joram in jener Zeit von Samaria aus und musterte ganz Israel. 3.7 Und er ging hin und sandte zu Joschafat, dem Koenig von Juda, und liess [ihm] sagen: Der Koenig von Moab hat mit mir gebrochen. Willst du mit mir gegen Moab in den Kampf ziehen? Er sagte: Ich will hinaufziehen; ich bin wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Pferde wie deine Pferde. 3.8 Und er sagte: Welchen Weg wollen wir hinaufziehen? Er sagte: Den Weg [durch die] Wueste Edom. 3.9 So zogen der Koenig von Israel und der Koenig von Juda und der Koenig von Edom aus. Als sie nun einen Umweg von sieben Tagereisen gemacht hatten, gab es kein Wasser [mehr] fuer das Heer und fuer das Vieh, das in ihrem Gefolge war. 3.10 Da sagte der Koenig von Israel: Wehe! Der HERR hat diese drei Koenige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben! 3.11 Joschafat aber sagte: Ist hier kein Prophet des HERRN, dass wir den HERRN durch ihn befragen koennen? Da antwortete einer von den Dienern des Koenigs von Israel und sagte: Elisa ist hier, der Sohn des Schafat, der Wasser ueber Elias Haende goss. 3.12 Und Joschafat sagte: Das Wort des HERRN ist bei ihm. Da gingen der Koenig von Israel und Joschafat und der Koenig von Edom zu ihm hinab. 3.13 Und Elisa sagte zum Koenig von Israel: Was habe ich mit dir [zu tun]? Geh zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner Mutter! Der Koenig von Israel aber sagte zu ihm: Nein! Hat doch der HERR diese drei Koenige gerufen, um sie in die Hand Moabs zu geben! 3.14 Da sagte Elisa: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich stehe, fuerwahr, wenn ich nicht auf Joschafat, den Koenig von Juda, Ruecksicht naehme, so wuerde ich dich weder anblicken noch beachten! 3.15 Und nun holt mir einen Saitenspieler. Und es geschah, als der Saitenspieler spielte, da kam die Hand des HERRN ueber ihn. 3.16 Und er sagte: So spricht der HERR: Macht in diesem Tal Grube an Grube! 3.17 Denn so spricht der HERR: Ihr werdet keinen Wind sehen und keinen Regen sehen, und doch wird sich dieses Tal mit Wasser fuellen, so dass ihr trinken koennt, ihr und eure Herden und euer Vieh. 3.18 Und das ist [noch] zu gering in den Augen des HERRN, er wird auch Moab in eure Hand geben. 3.19 Und ihr werdet jede befestigte Stadt und jede auserlesene Stadt schlagen und werdet alle guten Baeume faellen und alle Wasserquellen verstopfen und jedes gute Feld mit Steinen verderben. 3.20 Und es geschah am Morgen, [zur Zeit,] da man das Speisopfer opfert, siehe, da kam Wasser aus der Richtung von Edom her, und das Land fuellte sich mit Wasser. 3.21 Und als alle Moabiter hoerten, dass die Koenige heraufgezogen waren, um gegen sie zu kaempfen, da wurden sie zusammengerufen, von jedem an, der das Schwert umguerten konnte, und darueber; und sie stellten sich an der Grenze auf. 3.22 Und als sie sich frueh am Morgen aufmachten und die Sonne ueber dem Wasser aufging, da sahen die Moabiter das Wasser gegenueber rot wie Blut. 3.23 Und sie sagten: Das ist Blut! Ganz sicher haben sich die Koenige bekaempft und sich gegenseitig erschlagen. Nun auf zur Beute, Moab! 3.24 Als sie aber zum Lager Israels kamen, da erhob sich Israel, und sie schlugen die Moabiter, dass sie vor ihnen flohen. Israel aber drang ins Land ein und schlug Moab [vernichtend]. 3.25 Und sie rissen die Staedte nieder, und auf alle guten Felder warfen sie jeder seinen Stein und fuellten sie damit an, und sie verstopften alle Wasserquellen und faellten alle guten Baeume, bis nur noch die Steinmauer von Kir-Heres standhielt. Und die Schleuderer umzingelten [die Stadt] und beschossen sie. 3.26 Als aber der Koenig von Moab sah, dass ihm der Kampf zu heftig war, nahm er 700 Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen den Koenig von Edom durchzubrechen; aber es gelang ihnen nicht. 3.27 Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Stelle Koenig werden sollte, und opferte ihn als Brandopfer auf der Mauer. Da kam ein grosser Zorn ueber Israel; und sie zogen von ihm ab und kehrten in [ihr] Land zurueck. Elisa und der Oelkrug der Witwe. \4\ 4.1 Und eine Frau von den Frauen der Prophetensoehne schrie zu Elisa: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben, und du hast [doch] selbst erkannt, dass dein Knecht den HERRN fuerchtete. Nun aber ist der Glaeubiger gekommen, um meine beiden Soehne fuer sich als Sklaven zu nehmen. 4.2 Da sagte Elisa zu ihr: Was soll ich fuer dich tun? Sag mir, was du im Haus hast! Sie sagte: Deine Magd hat gar nichts im Haus als nur einen Krug Oel. 4.3 Da sagte er: Geh hin, erbitte dir Gefaesse von draussen, von all deinen Nachbarinnen, leere Gefaesse, [aber] nicht zu wenige! 4.4 Dann geh hinein und schliess die Tuer hinter dir und hinter deinen Soehnen zu und giess in all diese Gefaesse; und was voll ist, stelle beiseite! 4.5 Und sie ging von ihm weg und schloss die Tuer hinter sich und hinter ihren Soehnen zu. Waehrend sie ihr [die Gefaesse] reichten, goss sie ein. 4.6 Und es geschah, als die Gefaesse voll waren, da sagte sie zu ihrem Sohn: Reiche mir noch ein Gefaess! Er aber sagte zu ihr: Es ist kein Gefaess mehr da. Da kam das Oel zum Stillstand. 4.7 Und sie kam und berichtete es dem Mann Gottes, und der sagte: Geh hin, verkaufe das Oel und bezahle deine Schulden! Du aber und deine Soehne [,ihr] koennt von dem restlichen [Oel] leben. Elisa und der Sohn der Schunemiterin. 4.8 Und es geschah eines Tages, da ging Elisa nach Schunem hinueber. Dort war eine wohlhabende Frau, die noetigte ihn, [bei ihr] zu essen. Und es geschah, sooft er durchzog, kehrte er dort ein, um zu essen. 4.9 Und sie sagte zu ihrem Mann: Sieh doch, ich habe erkannt, dass es ein heiliger Mann Gottes ist, der regelmaessig [hier] bei uns hindurchzieht. 4.10 Lass uns doch ein kleines gemauertes Obergemach machen! Dort wollen wir ihm dann Bett und Tisch und Stuhl und Leuchter hinstellen. Und es soll geschehen, wenn er zu uns kommt, kann er dort einkehren. 4.11 Und es geschah eines Tages, als er [wieder] dahin kam, kehrte er in das Obergemach ein und schlief dort. 4.12 Und er sagte zu seinem Diener Gehasi: Ruf diese Schunemiterin! Und er rief sie, und sie trat vor ihn hin. 4.13 Und er sagte zu ihm: Sage doch zu ihr: Siehe, du hast dir unsertwegen alle diese Muehe gemacht. Was kann man fuer dich tun? Ist fuer dich mit dem Koenig zu reden oder mit dem Heerobersten? Sie aber sagte: Ich wohne mitten in meinem Volk. 4.14 Und er sagte: Was kann man denn [dann] fuer sie tun? Da sagte Gehasi: Ach, sie hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt. 4.15 Und er sagte: Ruf sie! Und er rief sie, und sie trat in die Tuer. 4.16 Und er sprach: Um diese Zeit uebers Jahr wirst du einen Sohn umarmen. Da sagte sie: Nicht doch, mein Herr, du Mann Gottes, beluege deine Magd nicht! 4.17 Aber die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn zu eben dieser Zeit uebers Jahr, wie Elisa zu ihr geredet hatte. 4.18 Und das Kind wuchs heran. Und es geschah eines Tages, da ging es zu seinem Vater hinaus, zu den Schnittern. 4.19 Und es sagte zu seinem Vater: Mein Kopf, mein Kopf! Er sagte zu dem Knecht: Trag ihn zu seiner Mutter! 4.20 Der hob ihn auf und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er sass auf ihren Knien bis zum Mittag, dann starb er. 4.21 Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, schloss hinter ihm zu und ging hinaus. 4.22 Und sie rief ihren Mann und sagte: Schicke mir doch einen von den Knechten und eine von den Eselinnen! Und ich will zu dem Mann Gottes eilen und [bald] zurueckkommen. 4.23 Er sagte: Warum willst du [gerade] heute zu ihm gehen? Es ist weder Neumond noch Sabbat. Sie sagte: Friede [mit dir]! 4.24 Und sie sattelte die Eselin und sagte zu ihrem Diener: Treib [nur] immerfort an! Halte mich nicht beim Reiten auf, es sei denn, dass ich es dir sage! 4.25 So zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Und es geschah, als der Mann Gottes sie von ferne sah, sagte er zu seinem Diener Gehasi: Siehe da, die Schunemiterin! 4.26 Nun lauf ihr doch entgegen und sage zu ihr: Geht es dir gut? Geht es deinem Mann gut? Geht es dem Kind gut? Sie sagte: Gut! 4.27 Und sie kam zu dem Mann Gottes auf den Berg und umfasste seine Fuesse. Da trat Gehasi herzu, um sie wegzustossen. Aber der Mann Gottes sagte: Lass sie! Denn ihre Seele ist betruebt; und der HERR hat es mir verborgen und es mir nicht kundgetan. 4.28 Und sie sagte: Habe ich einen Sohn von meinem Herrn erbeten? Habe ich nicht gesagt: Taeusche mich nicht? 4.29 Da sagte er zu Gehasi: Guerte deine Hueften und nimm meinen Stab in deine Hand und geh hin! Wenn du jemandem begegnest, gruesse ihn nicht, und wenn jemand dich gruesst, antworte ihm nicht! Und lege meinen Stab auf das Gesicht des Jungen! 4.30 Die Mutter des Jungen aber sagte: So wahr der HERR lebt und deine Seele lebt, wenn ich von dir lasse! Da machte er sich auf und ging ihr nach. 4.31 Gehasi aber war ihnen vorausgegangen und hatte den Stab auf das Gesicht des Jungen gelegt; aber da war kein Laut und kein Aufhorchen. Und er kehrte um, ihm entgegen, und berichtete ihm und sagte: Der Junge ist nicht aufgewacht. 4.32 Und als Elisa in das Haus kam, siehe, da war der Junge tot, auf sein Bett hingelegt. 4.33 Und er ging hinein und schloss die Tuer hinter ihnen beiden zu und betete zu dem HERRN. 4.34 Und er stieg auf [das Bett] und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf dessen Mund und seine Augen auf dessen Augen und seine Haende auf dessen Haende und beugte sich [so] ueber ihn. Da wurde der Leib des Kindes warm. 4.35 Dann ging er wieder im Haus einmal hierhin, einmal dorthin und stieg [wieder] hinauf und beugte sich ueber ihn. Da nieste der Junge siebenmal, und der Junge schlug seine Augen auf. 4.36 Und er rief Gehasi und sagte: Ruf diese Schunemiterin! Er rief sie, und sie kam zu ihm herein. Und er sagte: Nimm deinen Sohn! 4.37 Da kam sie und fiel ihm zu Fuessen und warf sich zur Erde nieder. Und sie nahm ihren Sohn und ging hinaus. Elisa und die vergiftete Speise - Elisa und die Hungernden. 4.38 Elisa aber kehrte nach Gilgal zurueck. Es war aber Hungersnot im Land. Als nun die Soehne der Propheten vor ihm sassen, sagte er zu seinem Diener: Setze den grossen Topf auf und koche ein Gericht fuer die Soehne der Propheten! 4.39 Da ging einer auf das Feld hinaus, um Kraeuter zu sammeln; und er fand ein wildes Rankengewaechs und las davon wilde Koloquinten, sein Gewand voll. Und er kam und zerschnitt sie in den Kochtopf. Sie kannten sie naemlich nicht. 4.40 Und sie schuetteten es aus zum Essen fuer die Maenner. Aber es geschah, als sie von dem Gericht assen, da schrieen sie auf und sagten: Der Tod ist im Topf, Mann Gottes! Und sie konnten nichts essen. 4.41 Da sagte er: Holt Mehl! Das warf er in den Topf und sagte: Schuette es aus fuer die Leute, dass sie essen! Und es war nichts Schaedliches [mehr] im Topf. 4.42 Und ein Mann kam von Baal-Schalischa und brachte dem Mann Gottes Erstlingsbrot, zwanzig Gerstenbrote, und Jungkorn in seinem Beutel. Und er sagte: Gib es den Leuten, dass sie essen! 4.43 Sein Diener aber sagte: Wie soll ich das hundert Mann vorsetzen? Er sagte: Gib es den Leuten, dass sie essen! Denn so spricht der HERR: Man wird essen und uebriglassen. 4.44 Und er setzte es ihnen vor; und sie assen und liessen uebrig nach dem Wort des HERRN. Elisa und die Heilung des Naaman - Gericht ueber Gehasi. \5\ 5.1 Und Naaman, der Heeroberste des Koenigs von Aram, war ein bedeutender Mann vor seinem Herrn und angesehen; denn durch ihn hatte der HERR Sieg fuer Aram gegeben. Der Mann war ein Kriegsheld, [aber] aussaetzig. 5.2 Und die Aramaeer waren auf Raub ausgezogen und hatten aus dem Land Israel ein junges Maedchen gefangen weggefuehrt, das kam in den Dienst der Frau des Naaman. 5.3 Und sie sagte zu ihrer Herrin: Ach, waere mein Herr doch vor dem Propheten, der in Samaria [wohnt]! Dann wuerde er ihn von seinem Aussatz befreien. 5.4 Und Naaman ging und berichtete es seinem Herrn und sagte: So und so hat das Maedchen geredet, das aus dem Land Israel ist. 5.5 Da sagte der Koenig von Aram: Geh, zieh hin! Und ich will [dazu] an den Koenig von Israel einen Brief senden. Da ging er hin und nahm zehn Talente Silber mit sich und sechstausend [Schekel] Gold und zehn Wechselkleider. 5.6 Und er brachte den Brief zum Koenig von Israel; und er lautete so: Und nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, [so wisse,] siehe, ich habe meinen Knecht Naaman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreist. 5.7 Und es geschah, als der Koenig von Israel den Brief gelesen hatte, da zerriss er seine Kleider und sagte: Bin ich Gott, [der die Macht hat,] zu toeten und lebendig zu machen, dass dieser zu mir sendet, einen Menschen von seinem Aussatz zu befreien? Ja, wahrlich, erkennt doch und seht, dass er einen Anlass [zum Streit mit] mir sucht! 5.8 Und es geschah, als Elisa, der Mann Gottes, hoerte, dass der Koenig von Israel seine Kleider zerrissen hatte, da sandte er zu dem Koenig und liess [ihm] sagen: Warum hast du deine Kleider zerrissen? Lass ihn doch zu mir kommen! Und er soll erkennen, dass ein Prophet in Israel ist. 5.9 Da kam Naaman mit seinen Pferden und mit seinem Wagen und hielt am Eingang zu Elisas Haus. 5.10 Und Elisa schickte einen Boten zu ihm und liess [ihm] sagen: Geh hin und bade dich siebenmal im Jordan! So wird dir dein Fleisch wiederhergestellt werden und rein sein. 5.11 Da wurde Naaman zornig und ging [weg]. Und er sagte: Siehe, ich hatte mir gesagt: Er wird nach draussen zu mir herauskommen und hintreten und den Namen des HERRN, seines Gottes, anrufen und wird seine Hand ueber die Stelle schwingen und so den Aussaetzigen [vom Aussatz] befreien. 5.12 Sind nicht Abana und Parpar, die Fluesse von Damaskus, besser als alle Wasser von Israel? Kann ich mich nicht darin baden und rein werden? Und er wandte sich um und ging im Zorn [davon]. 5.13 Da traten seine Diener herzu und redeten zu ihm und sagten: Mein Vater, haette der Prophet eine grosse Sache zu dir geredet, haettest du es nicht getan? Wieviel mehr, da er [nur] zu dir gesagt hat: Bade, und du wirst rein sein! 5.14 Da stieg er hinab und tauchte im Jordan siebenmal unter nach dem Wort des Mannes Gottes. Da wurde sein Fleisch wieder wie das Fleisch eines jungen Knaben, und er wurde rein. 5.15 Und er kehrte zu dem Mann Gottes zurueck, er und sein ganzes Gefolge, und er kam und trat vor ihn und sagte: Siehe doch, ich habe erkannt, dass es keinen Gott auf der ganzen Erde gibt als nur in Israel. Und nun nimm doch ein Segensgeschenk von deinem Knecht! 5.16 Er aber sagte: So wahr der HERR lebt, vor dem ich stehe, wenn ich es nehmen werde! Und er drang in ihn, es zu nehmen, doch er weigerte sich. 5.17 Da sagte Naaman: Wenn [also] nicht, dann moege man deinem Knecht doch die Traglast eines Maultiergespannes Erde geben! Denn dein Knecht wird nicht mehr anderen Goettern Brandopfer und Schlachtopfer zubereiten, sondern nur [noch] dem HERRN. 5.18 In dieser [einen] Sache wolle der HERR deinem Knecht [jedoch] vergeben: Wenn mein Herr in das Haus Rimmons geht, um sich dort niederzubeugen, dann stuetzt er sich auf meinen Arm, und [auch] ich beuge mich nieder im Haus Rimmons. Wenn ich mich [nun dabei] niederbeuge im Haus Rimmons, dann moege doch der HERR deinem Knecht in dieser Sache vergeben! 5.19 Und er sagte zu ihm: Gehe hin in Frieden! Als er nun von ihm weg eine Strecke Weges gegangen war, 5.20 da sagte [sich] Gehasi, der Diener Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr hat diesen Aramaeer Naaman geschont, dass er nicht aus seiner Hand genommen hat, was er [ihm] gebracht hatte. So wahr der HERR lebt, wenn ich nicht hinter ihm herlaufe und etwas von ihm nehme! 5.21 So jagte Gehasi Naaman nach. Als nun Naaman sah, dass jemand hinter ihm herlief, sprang er vom Wagen herab, [kam] ihm entgegen und sagte: Friede? 5.22 Er sagte: Friede! Mein Herr sendet mich und laesst sagen: Siehe, eben jetzt sind vom Gebirge Ephraim zwei junge Maenner von den Soehnen der Propheten zu mir gekommen. Gib [mir] doch ein Talent Silber und zwei Wechselkleider fuer sie! 5.23 Da sagte Naaman: Tu mir den Gefallen, nimm zwei Talente! Und er draengte ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel und [nahm] zwei Wechselkleider und gab es zwei von seinen Dienern; und sie trugen es vor ihm her. 5.24 Als er aber an den Huegel kam, nahm er es aus ihrer Hand und brachte es im Haus unter. Dann entliess er die Maenner, und sie gingen [fort]. 5.25 Er aber ging hinein und trat vor seinen Herrn. Da sagte Elisa zu ihm: Woher [kommst du], Gehasi? Er sagte: Dein Knecht ist weder hierhin noch dorthin gegangen. 5.26 Da sagte er zu ihm: Ging mein Herz nicht mit, als ein Mann sich von seinem Wagen herab dir entgegenwandte? Ist es [denn] Zeit, Silber zu nehmen und Kleider zu nehmen und Olivenbaeume und Weinberge und Schafe und Rinder und Knechte und Maegde? 5.27 So wird der Aussatz Naamans an dir haften und an deinen Nachkommen fuer ewig! Da ging er von ihm hinaus, aussaetzig wie Schnee. Elisa und das schwimmende Eisen. \6\ 6.1 Und die Soehne der Propheten sagten zu Elisa: Sieh doch, der Raum, wo wir vor dir wohnen, ist zu eng fuer uns. 6.2 Lass uns doch an den Jordan gehen und von dort jeder einen Balken holen und uns hier einen Ort herrichten, um dort zu wohnen! Und er sagte: Geht hin! 6.3 Und einer sagte: Tu uns den Gefallen und geh mit deinen Knechten! Und er sagte: Ich will mitgehen. 6.4 So ging er mit ihnen. Und sie kamen an den Jordan und hieben die Baeume um. 6.5 Es geschah aber, als einer einen Balken faellte, da fiel das Eisen ins Wasser. Und er schrie auf und sagte: Ach, mein Herr! Und [dabei] ist es doch geliehen! 6.6 Der Mann Gottes aber sagte: Wohin ist es gefallen? Und er zeigte ihm die Stelle. Da schnitt er ein [Stueck] Holz ab und warf es hinein und brachte das Eisen zum Schwimmen. 6.7 Und er sagte: Hole es dir heraus! Da streckte er seine Hand aus und nahm es. Elisa vereitelt die Kriegsabsichten der Aramaeer. 6.8 Und der Koenig von Aram fuehrte Krieg gegen Israel; und er beriet sich mit seinen Knechten und sagte: An dem und dem Ort soll mein Lager sein. 6.9 Da sandte der Mann Gottes zum Koenig von Israel und liess [ihm] sagen: Huete dich, an diesem Ort vorbeizuziehen! Denn dort kommen die Aramaeer herab. 6.10 Und der Koenig von Israel sandte hin an den Ort, den der Mann Gottes ihm gesagt und [vor dem] er ihn gewarnt hatte, und war dort auf der Hut. [Das geschah] nicht [nur] einmal und nicht [nur] zweimal. 6.11 Da wurde das Herz des Koenigs von Aram ueber diese Sache [sehr] beunruhigt, und er rief seine Knechte und sagte zu ihnen: Koennt ihr mir nicht mitteilen, wer von den Unseren zum Koenig von Israel [haelt]? 6.12 Da sagte einer von seinen Knechten: Nein, mein Herr [und] Koenig, aber der Prophet Elisa, der in Israel ist, teilt dem Koenig von Israel die Worte mit, die du in deinem Schlafzimmer redest. 6.13 Da sagte er: Geht hin und seht, wo er ist! Ich werde hinsenden und ihn holen. Und es wurde ihm berichtet: Siehe, er ist in Dotan. 6.14 Da sandte er Pferde und Kriegswagen dorthin und ein starkes Heer. Und sie kamen bei Nacht und umringten die Stadt. 6.15 Und als der Diener des Mannes Gottes frueh aufstand und hinausging, siehe, da umringte ein Heer die Stadt, und Pferde und Kriegswagen. Und sein Diener sagte zu ihm: Ach, mein Herr! Was sollen wir tun? 6.16 Er aber sagte: Fuerchte dich nicht! Denn zahlreicher sind die, die bei uns sind, als die, die bei ihnen sind. 6.17 Und Elisa betete und sagte: HERR, oeffne doch seine Augen, dass er sieht! Da oeffnete der HERR die Augen des Dieners, und er sah. Und siehe, der Berg war voll von feurigen Pferden und Kriegswagen um Elisa herum. 6.18 Und sie kamen zu ihm herab. Und Elisa betete zu dem HERRN und sagte: Schlag doch diese Kriegsschar mit Blindheit! Da schlug er sie mit Blindheit nach dem Wort des Elisa. 6.19 Und Elisa sagte zu ihnen: Dies ist nicht der Weg und dies nicht die Stadt. Folgt mir! Ich will euch zu dem Mann fuehren, den ihr sucht. Und er fuehrte sie nach Samaria. 6.20 Und es geschah, als sie nach Samaria gekommen waren, da sagte Elisa: HERR, oeffne die Augen dieser [Maenner], dass sie sehen! Da oeffnete der HERR ihre Augen, und sie sahen. Und siehe, [sie waren] mitten in Samaria. 6.21 Und der Koenig von Israel sagte zu Elisa, als er sie sah: Soll ich losschlagen, soll ich losschlagen, mein Vater? 6.22 Er aber sagte: Du sollst nicht schlagen! Wuerdest du [etwa] die erschlagen, die du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangen genommen hast? Setze ihnen Brot und Wasser vor, dass sie essen und trinken und [dann] zu ihrem Herrn ziehen! 6.23 Und er richtete ein grosses Festmahl fuer sie aus, und sie assen und tranken. Dann entliess er sie, und sie zogen zu ihrem Herrn. Und die Streifscharen Arams kamen fortan nicht mehr in das Land Israel. Hungersnot im belagerten Samaria - Weissagung Elisas - Samarias Rettung. 6.24 Und es geschah danach, da versammelte Ben-Hadad, der Koenig von Aram, sein ganzes Heer und zog herauf und belagerte Samaria. 6.25 Und es entstand eine grosse Hungersnot in Samaria; und siehe, sie belagerten es, bis ein Eselskopf fuer achtzig [Schekel] Silber und ein viertel Kab Taubenmist fuer fuenf [Schekel] Silber [gehandelt] wurden. 6.26 Und es geschah, als der Koenig von Israel auf der Mauer einherging, da schrie eine Frau ihm zu: Hilf, mein Herr und Koenig! 6.27 Er aber sagte: Hilft dir der HERR nicht, woher sollte ich dir helfen? [Etwa] von der Tenne oder von der Kelterkufe? 6.28 Und der Koenig sagte zu ihr: Was hast du? Sie sagte: Diese Frau da hat zu mir gesagt: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn heute essen! Meinen Sohn wollen wir dann morgen essen. 6.29 So kochten wir meinen Sohn und assen ihn. Als ich aber am anderen Tag zu ihr sagte: Gib deinen Sohn her, dass wir ihn essen! - da hatte sie ihren Sohn versteckt. 6.30 Und es geschah, als der Koenig die Worte der Frau hoerte, da zerriss er seine Kleider, und zwar als er [noch] auf der Mauer einherging; und das Volk sah, und siehe, [er trug] Sacktuch darunter auf seinem Leib. 6.31 Und er sagte: So soll mir Gott tun und so hinzufuegen, wenn der Kopf Elisas, des Sohnes Schafats, heute auf ihm bleibt! 6.32 Elisa aber sass in seinem Haus, und die Aeltesten sassen bei ihm. Und der Koenig sandte einen Mann vor sich her. Bevor nun der Bote zu ihm kam, sagte er zu den Aeltesten: Habt ihr gesehen, dass dieser Moerdersohn hergesandt hat, um mir den Kopf abzuschlagen? Seht zu, sobald der Bote kommt, verschliesst die Tuer und draengt ihn mit der Tuer zurueck! Ist nicht der Schall der Tritte seines Herrn hinter ihm [zu hoeren]? 6.33 Noch redete er mit ihnen, siehe, da kam der Bote zu ihm herab; und er sagte: Siehe, dieses Unglueck [kommt] von dem HERRN. Was soll ich noch [laenger] auf den HERRN warten? \7\ 7.1 Da sagte Elisa: Hoert das Wort des HERRN! So spricht der HERR: Morgen um diese Zeit wird ein Mass Weizengriess fuer einen Schekel [verkauft werden] und zwei Mass Gerste fuer einen Schekel im Tor von Samaria. 7.2 Da antwortete der Anfuehrer, auf dessen Arm sich der Koenig stuetzte, dem Mann Gottes und sagte: Siehe, wenn der HERR Fenster am Himmel machte, koennte wohl so etwas geschehen? Er aber sagte: Siehe, du wirst es mit deinen [eigenen] Augen sehen, doch du wirst nichts davon essen! 7.3 Nun waren da vier aussaetzige Maenner am Eingang des Tores, die sagten einer zum anderen: Was sollen wir hierbleiben, bis wir sterben? 7.4 Wenn wir sagen: Lasst uns in die Stadt gehen - in der Stadt [herrscht] ja die Hungersnot -, dann werden wir dort sterben. Wenn wir aber hier bleiben, werden wir auch sterben. So kommt nun und lasst uns ins Heerlager Arams ueberlaufen! Wenn sie uns am Leben lassen, dann leben wir, und wenn sie uns toeten, dann sterben wir. 7.5 So machten sie sich in der Abenddaemmerung auf, um ins Heerlager Arams zu kommen. Und sie kamen an den Rand des Heerlagers von Aram, und siehe, da war kein Mensch. 7.6 Denn der Herr hatte das Heerlager Arams ein Getoese von Wagen und ein Getoese von Pferden hoeren lassen, das Getoese einer grossen Heeresmacht. Da hatten sie einer zum andern gesagt: Siehe, der Koenig von Israel hat die Koenige der Hetiter und die Koenige von Aegypten gegen uns angeworben, dass sie ueber uns kommen sollen. 7.7 So hatten sie sich aufgemacht und waren in der Abenddaemmerung geflohen. Sie hatten ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel zurueckgelassen, das [ganze] Heerlager, so wie es war, und waren um ihr Leben geflohen. 7.8 Als nun jene Aussaetzigen an den Rand des Heerlagers kamen, gingen sie in eines der Zelte und assen und tranken. Und sie nahmen Silber und Gold und Kleider von dort mit und gingen hin und versteckten es. Dann kehrten sie zurueck und gingen in ein anderes Zelt; und sie nahmen [auch] von dort [etwas mit], gingen hin und versteckten es. 7.9 Dann sagten sie einer zum andern: Wir tun nicht recht. Dieser Tag ist ein Tag guter Botschaft. Schweigen wir aber und warten, bis der Morgen hell wird, so wird uns Schuld treffen. Und nun kommt und lasst uns hineingehen und es im Haus des Koenigs berichten! 7.10 So kamen sie und riefen die Torwache der Stadt und berichteten ihnen: Wir sind in das Heerlager Arams gekommen, und siehe, da war kein Mensch und keine Menschenstimme, sondern nur die Pferde angebunden und die Esel angebunden und die Zelte, so wie sie waren. 7.11 Da riefen [es] die Torwaechter aus, und man berichtete es drinnen im Haus des Koenigs. 7.12 Da stand der Koenig in der Nacht auf und sagte zu seinen Knechten: Ich will euch sagen, was die Aramaeer mit uns gemacht haben: Sie haben erkannt, dass wir Hunger leiden; da sind sie aus dem Lager abgezogen, um sich im Feld zu verstecken, indem sie sich sagen: Wenn sie aus der Stadt herauskommen, dann wollen wir sie lebendig greifen und in die Stadt eindringen! 7.13 Da antwortete einer von seinen Knechten und sagte: Man nehme doch fuenf von den uebriggebliebenen Pferden, die hier [noch] uebriggeblieben sind! Siehe, ihnen [wird es ja doch ergehen] wie der ganzen Menge Israels, die hier uebriggeblieben ist; siehe, ihnen [wird es ergehen] wie der ganzen Menge Israels, die am Ende ist. Schicken wir [doch] hin, und lasst uns sehen! 7.14 So nahmen sie zwei Wagen mit Pferden, und der Koenig schickte hinter dem Heerlager Arams [Maenner] her und sagte: Geht hin und seht! 7.15 Und sie zogen hinter ihnen her bis an den Jordan; und siehe, der ganze Weg war voll von Kleidern und Geraeten, die die Aramaeer auf ihrer hastigen Flucht weggeworfen hatten. Und die Boten kehrten zurueck und berichteten es dem Koenig. 7.16 Da ging das Volk hinaus und pluenderte das Heerlager Arams. Da wurde ein Mass Weizengriess fuer einen Schekel und zwei Mass Gerste fuer einen Schekel [verkauft] nach dem Wort des HERRN. 7.17 Der Koenig hatte aber den Offizier, auf dessen Arm er sich stuetzte, [zur Aufsicht] ueber das Tor bestellt. Und das Volk trat ihn im Tor nieder, so dass er starb, geradeso wie der Mann Gottes geredet hatte, der, als der Koenig zu ihm herabkam, es [voraus]gesagt hatte. 7.18 Es war ja geschehen, als der Mann Gottes zum Koenig geredet hatte: Zwei Mass Gerste werden morgen um diese Zeit fuer einen Schekel [verkauft] werden und ein Mass Weizengriess [ebenso] fuer einen Schekel im Tor von Samaria, 7.19 da hatte der Offizier dem Mann Gottes geantwortet und gesagt: Siehe, wenn der HERR auch Fenster am Himmel machte, koennte wohl so etwas geschehen? Er aber hatte gesagt: Siehe, du wirst es mit deinen [eigenen] Augen sehen, doch du wirst nichts davon essen. 7.20 So geschah es ihm nun: das Volk trat ihn im Tor nieder, so dass er starb. Elisa und die Schunemiterin. \8\ 8.1 Und Elisa hatte zu der Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, gesagt: Mache dich auf und geh [fort], du und dein Haus, und bleibe als Fremde, wo du bleiben kannst! Denn der HERR hat eine Hungersnot herbeigerufen; die wird auch ins Land kommen sieben Jahre lang. 8.2 Da machte sich die Frau auf und tat nach dem Wort des Mannes Gottes: Sie ging [fort], sie und ihr Haus, und blieb als Fremde in dem Land der Philister sieben Jahre lang. 8.3 Und es geschah am Ende von sieben Jahren, da kehrte die Frau aus dem Land der Philister zurueck. Und sie ging aus, um zum Koenig wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes zu schreien. 8.4 Der Koenig aber redete gerade zu Gehasi, dem Diener des Mannes Gottes, und sagte: Erzaehle mir doch all die grossen Taten, die Elisa getan hat! 8.5 Und es geschah, waehrend er dem Koenig erzaehlte, dass Elisa den Toten lebendig gemacht hatte, siehe, da schrie die Frau, deren Sohn er lebendig gemacht hatte, zum Koenig wegen ihres Hauses und wegen ihres Feldes. Da sagte Gehasi: Mein Herr und Koenig! Das ist die Frau, und das ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat. 8.6 Und der Koenig fragte die Frau, und sie erzaehlte es ihm. Da gab der Koenig ihr einen Hofbeamten mit und sagte: Erstatte alles zurueck, was ihr gehoert, sowie den ganzen Ertrag des Feldes, von dem Tag ab, an dem sie das Land verlassen hat, bis jetzt! Elisa und Hasael von Damaskus. 8.7 Und Elisa kam nach Damaskus. Ben-Hadad aber, der Koenig von Aram, war krank. Und es wurde ihm berichtet: Der Mann Gottes ist hierhergekommen. 8.8 Da sagte der Koenig zu Hasael: Nimm ein Geschenk mit dir und geh dem Mann Gottes entgegen und befrage den HERRN durch ihn und sage: Werde ich von dieser Krankheit genesen? 8.9 Und Hasael ging ihm entgegen und nahm ein Geschenk mit sich und allerlei Kostbares von Damaskus, eine Traglast fuer vierzig Kamele. Und er kam und trat vor ihn hin und sagte: Dein Sohn Ben-Hadad, der Koenig von Aram, hat mich zu dir gesandt und laesst sagen: Werde ich von dieser Krankheit genesen? 8.10 Elisa sagte zu ihm: Geh hin, sage ihm: Du wirst bestimmt genesen! Aber der HERR hat mich sehen lassen, dass er stirbt, [ja dass] er stirbt. 8.11 Dabei starrte er unbeweglich vor sich hin und war ueber die Massen entsetzt. Dann weinte der Mann Gottes. 8.12 Da sagte Hasael: Warum weint mein Herr? Er sagte: Weil ich erkannt habe, was du den Soehnen Israel Boeses antun wirst: Ihre festen Staedte wirst du in Brand stecken und ihre jungen [wehrfaehigen] Maenner mit dem Schwert erschlagen und ihre Kinder wirst du zerschmettern und ihre Schwangeren aufschlitzen. 8.13 Da sagte Hasael: Was ist dein Knecht, der Hund, dass er eine so grosse Sache tun koennte? Elisa aber sagte: Der HERR hat mich dich sehen lassen als Koenig ueber Aram. 8.14 Dann ging er von Elisa weg und kam zu seinem Herrn. Der sagte zu ihm: Was hat Elisa dir gesagt? Er sprach: Er hat mir gesagt: Du wirst bestimmt genesen. 8.151 Und es geschah am folgenden Tag, da nahm er die Decke und tauchte sie ins Wasser und breitete sie ueber sein Gesicht, so dass er starb. Und Hasael wurde an seiner Stelle Koenig. Joram von Juda. 2Chr 21; 22,1 8.16 Im fuenften Jahr des Joram, des Sohnes Ahabs, des Koenigs von Israel, als Joschafat [noch] Koenig von Juda war, wurde Joram Koenig, der Sohn Joschafats, des Koenigs von Juda. 8.17 32 Jahre war er alt, als er Koenig wurde, und er regierte acht Jahre in Jerusalem. 8.18 Und er ging auf dem Weg der Koenige von Israel, wie es das Haus Ahabs tat, denn er hatte eine Tochter Ahabs zur Frau. Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN. 8.19 Aber der HERR wollte Juda nicht vernichten um seines Knechtes David willen, wie er ihm zugesagt hatte, dass er ihm eine Leuchte geben wolle [und] seinen Soehnen alle Tage. 8.20 In seinen Tagen fiel Edom von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab und setzte einen [eigenen] Koenig ueber sich. 8.21 Da zog Joram hinueber nach Zair und alle Kriegswagen mit ihm. Und es geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er Edom, das ihn eingekreist hatte, und zwar die Obersten der Wagen. Da floh das Volk zu seinen Zelten. 8.22 Doch fiel Edom von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab bis auf den heutigen Tag. Damals, in jener Zeit, fiel [auch] Libna ab. 8.23 Und die uebrige Geschichte Jorams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 8.24 Und Joram legte sich zu seinen Vaetern und wurde bei seinen Vaetern begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahasja wurde an seiner Stelle Koenig. Ahasja von Juda. 2Chr 22,1-6. 8.25 Im zwoelften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, des Koenigs von Israel, wurde Ahasja Koenig, der Sohn Jorams, des Koenigs von Juda. 8.26 Ahasja war 22 Jahre alt, als er Koenig wurde, und er regierte ein Jahr in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Atalja, die Tochter Omris, des Koenigs von Israel. 8.27 Und er ging auf dem Weg des Hauses Ahabs und tat, was boese war in den Augen des HERRN, wie das Haus Ahabs; denn er war mit dem Haus Ahabs verschwaegert. 8.28 Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in den Kampf gegen Hasael, den Koenig von Aram, bei Ramot [in] Gilead. Und die Aramaeer verwundeten Joram. 8.29 Da kehrte der Koenig Joram zurueck, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Aramaeer bei Rama geschlagen hatten, als er gegen Hasael, den Koenig von Aram, kaempfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der Koenig von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank war. Jehu von Israel: Salbung zum Koenig. V. 1-29: 2Chr 22,5-9. \9\ 9.1 Und der Prophet Elisa rief einen von den Soehnen der Propheten und sagte zu ihm: Guerte deine Hueften und nimm diesen Oelkrug in deine Hand und geh nach Ramot [in] Gilead! 9.2 Und wenn du dahin gekommen bist, dann sieh dich dort nach Jehu um, dem Sohn des Joschafat, des Sohnes Nimschis; [zu dem] geh hinein und lass ihn aus der Mitte seiner Brueder aufstehen und in die innerste Kammer gehen! 9.3 Und nimm den Krug mit Oel und giess es auf sein Haupt aus und sage: So spricht der HERR: Ich habe dich [hiermit] zum Koenig ueber Israel gesalbt! Dann oeffne die Tuer und flieh und warte nicht! 9.4 Da ging der Diener, der Diener des Propheten, nach Ramot [in] Gilead. 9.5 Als er hineinkam, siehe, da sassen die Obersten des Heeres [beisammen]. Und er sagte: Ich habe ein Wort an dich, Oberster. Da sagte Jehu: An wen von uns allen? Er sagte: An dich, Oberster. 9.6 Da stand Jehu auf und ging ins Haus hinein; und der Prophetenschueler goss das Oel auf sein Haupt und sagte zu ihm: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe dich zum Koenig ueber das Volk des HERRN gesalbt, ueber Israel. 9.7 Du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen! Und ich raeche das Blut meiner Knechte, der Propheten, und das Blut aller Knechte des HERRN [fordere ich] von der Hand Isebels. 9.8 Ja, das ganze Haus Ahabs soll umkommen. Und ich werde von Ahab [alles] ausrotten, was maennlich ist, den Unmuendigen und Muendigen in Israel. 9.9 Und ich werde das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas. 9.10 Isebel aber sollen die Hunde fressen auf dem Feld von Jesreel, und da wird niemand sein, der begraebt. Und er oeffnete die Tuer und floh. 9.11 Und Jehu kam heraus zu den Knechten seines Herrn. Und man sagte zu ihm: Ist es Friede? Warum ist dieser Rasende zu dir gekommen? Er sagte zu ihnen: Ihr kennt ja den Mann und sein Geschwaetz. 9.12 Sie aber sagten: Ausfluechte! Berichte uns doch! Da sagte er: So und so hat er zu mir geredet und hat gesagt: So spricht der HERR: Ich habe dich zum Koenig ueber Israel gesalbt! 9.13 Da nahmen sie schnell jeder sein Kleid und legten es unter ihn auf die nackten Stufen; und sie stiessen ins Horn und riefen: Jehu ist Koenig! Jehus Aufstand: Tod Jorams von Israel, Ahasjas von Juda und Isebels. 9.14 So stiftete Jehu, der Sohn Joschafats, des Sohnes Nimschis, eine Verschwoerung gegen Joram an. Joram aber hatte Wache gehalten bei Ramot [in] Gilead, er und ganz Israel, wegen Hasaels, des Koenigs von Aram. 9.15 Und der Koenig Joram war zurueckgekehrt, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die ihm die Aramaeer geschlagen hatten, als er gegen Hasael, den Koenig von Aram, kaempfte. Und Jehu sagte: Wenn es euer Wille ist, soll niemand aus der Stadt entkommen, um hinzugehen, es in Jesreel zu berichten. 9.16 Und Jehu bestieg den Wagen und fuhr nach Jesreel, denn dort lag Joram [krank]. Und Ahasja, der Koenig von Juda, war hinabgezogen, um Joram zu besuchen. 9.17 Und der Waechter stand auf dem Turm in Jesreel und sah die Schar Jehus, wie er herankam, und sagte: Ich sehe eine Schar! Da sagte Joram: Nimm einen Reiter und sende [ihn] ihnen entgegen, und er soll sagen: Ist Friede? 9.18 Da zog der Berittene ihm entgegen und sagte: So spricht der Koenig: Ist Friede? Jehu sagte: Was kuemmert es dich, ob Friede ist? Wende um, mir nach! Und der Waechter berichtete: Der Bote ist bis zu ihnen gekommen, kehrt aber nicht zurueck. 9.19 Da sandte er einen zweiten Berittenen. Der kam zu ihnen und sagte: So spricht der Koenig: Ist es Friede? Jehu sagte: Was kuemmert es dich, ob Friede ist? Wende um, mir nach! 9.20 Und der Waechter berichtete: Er ist bis zu ihnen gekommen, kehrt aber nicht zurueck. Und das Fahren gleicht dem Fahren Jehus, des Sohnes Nimschis; denn er faehrt [wie] in Raserei. 9.21 Da sagte Joram: Spannt an! Und man spannte seinen Wagen an. Und Joram, der Koenig von Israel, und Ahasja, der Koenig von Juda, zogen aus, jeder auf seinem Wagen; sie zogen aus, Jehu entgegen, und trafen ihn auf dem Feld Nabots, des Jesreeliters. 9.22 Und es geschah, als Joram den Jehu sah, sagte er: Ist es Friede, Jehu? Er aber sagte: Was, Friede? Bei den vielen Hurereien deiner Mutter Isebel und ihren vielen Zaubereien! 9.23 Da machte Joram kehrt und floh und sagte zu Ahasja: Verrat, Ahasja! 9.24 Jehu aber nahm seinen Bogen zur Hand und traf Joram zwischen die Schulterblaetter, so dass der Pfeil ihm durchs Herz fuhr; und er brach in seinem Wagen zusammen. 9.25 Und Jehu sagte zu seinem Offizier Bidkar: Nimm ihn [und] wirf ihn auf das Feldstueck des Jesreeliters Nabot! Denn denk daran, wie ich und du zweispaennig hinter seinem Vater herfuhren und der HERR diesen Ausspruch ueber ihn tat: 9.26 `Wenn ich das Blut Nabots und das Blut seiner Soehne gestern nicht gesehen habe! spricht der HERR. Ich werde es dir vergelten auf diesem Feld, spricht der HERR.' Und nun nimm [ihn auf], wirf ihn auf das Feld nach dem Wort des HERRN! 9.27 Als Ahasja, der Koenig von Juda, das sah, floh er in Richtung Bet-Gan. Jehu aber jagte ihm nach und sagte: Auch ihn! Und man verwundete ihn auf dem Wagen beim Anstieg von Gur, das bei Jibleam [liegt]. Und er floh nach Megiddo und starb dort. 9.28 Und seine Knechte fuehrten ihn auf einem Wagen nach Jerusalem, und sie begruben ihn in seinem Grab bei seinen Vaetern in der Stadt Davids. 9.29 Und im elften Jahr Jorams, des Sohnes Ahabs, war Ahasja Koenig geworden ueber Juda. 9.30 Und Jehu kam nach Jesreel. Und als Isebel es hoerte, belegte sie ihre Augen mit Schminke und schmueckte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus. 9.31 Und als Jehu ins Tor kam, sagte sie: Geht es dir gut, du Simri, der seinen Herrn erschlug? 9.32 Er erhob sein Gesicht zum Fenster und sagte: Wer ist mit mir, wer? Da blickten zwei, drei Hofbeamte zu ihm hinunter. 9.33 Und er sagte: Stuerzt sie herunter! Und sie stuerzten sie hinunter. Und es spritzte von ihrem Blut an die Wand und an die Pferde, und er zertrat sie. 9.34 Darauf ging er hinein, ass und trank. Dann sagte er: Seht doch nach dieser Verfluchten und begrabt sie! Denn sie ist eine Koenigstochter. 9.35 Da gingen sie hin, um sie zu begraben. Aber sie fanden nichts von ihr als nur den Schaedel und die Fuesse und die Handteller. 9.36 Und sie kamen zurueck und berichteten es ihm. Da sagte er: Das ist das Wort des HERRN, das er durch seinen Knecht Elia, den Tischbiter, geredet hat: Auf dem Feld von Jesreel sollen die Hunde das Fleisch Isebels fressen; 9.37 und die Leiche Isebels soll auf dem Feld von Jesreel wie der Mist auf dem Acker werden, so dass man nicht [mehr] sagen kann: Das ist Isebel.  Ausrottung des Hauses Ahabs durch Jehu. \10\ 10.1 Und Ahab hatte siebzig Soehne in Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und sandte sie nach Samaria an die Obersten von Jesreel, an die Aeltesten und an die Erzieher [der Soehne] Ahabs, die lauteten: 10.2 Und nun, wenn dieser Brief zu euch kommt - bei euch sind ja die Soehne eures Herrn und bei euch die Kriegswagen und die Pferde und eine befestigte Stadt und Waffen -, 10.3 so seht [euch um nach dem] besten und tuechtigsten von den Soehnen eures Herrn und setzt ihn auf den Thron seines Vaters und kaempft fuer das Haus eures Herrn! 10.4 Aber sie fuerchteten sich ueber alle Massen und sagten [sich]: Siehe, die beiden Koenige konnten nicht vor ihm bestehen, wie sollten wir da bestehen koennen? 10.5 Und der, der ueber das Haus, und der, der ueber die Stadt [gesetzt] war, und die Aeltesten und die Erzieher sandten hin zu Jehu und liessen [ihm] sagen: Deine Knechte sind wir; alles, was du zu uns sagst, wollen wir tun; wir wollen niemanden zum Koenig machen. Tu, was gut ist in deinen Augen! 10.6 Da schrieb er zum zweiten Mal einen Brief an sie, der lautete: Wenn ihr mir [folgt] und auf meine Stimme hoert, dann nehmt die Haeupter der Maenner, der Soehne eures Herrn, und kommt morgen um diese Zeit zu mir nach Jesreel! Und die Koenigssoehne, siebzig Mann, [waren gerade] bei den Grossen der Stadt, die sie aufzogen. 10.7 Und es geschah, als der Brief zu ihnen kam, nahmen sie die Soehne des Koenigs und schlachteten sie, siebzig Mann, und legten ihre Koepfe in Koerbe und sandten sie zu ihm nach Jesreel. 10.8 Und der Bote kam und berichtete ihm und sagte: Man hat die Koepfe der Koenigssoehne gebracht. Da sagte er: Legt sie in zwei Haufen an den Eingang des Tores bis zum Morgen! 10.9 Und es geschah am Morgen, da ging er hinaus, trat hin und sagte zum ganzen Volk: Ihr seid gerecht! Siehe, ich habe mich gegen meinen Herrn verschworen und habe ihn umgebracht. Wer aber hat alle diese erschlagen? 10.10 Erkennt also, dass nichts zur Erde faellt von dem Wort des HERRN, das der HERR gegen das Haus Ahabs geredet hat! Der HERR hat getan, was er durch seinen Knecht Elia geredet hat. 10.11 Und Jehu erschlug alle, die vom Haus Ahabs in Jesreel uebriggeblieben waren, alle seine Grossen und seine Vertrauten und seine Priester, bis er ihm nicht einen Entkommenen uebriggelassen hatte. 10.12 Und er machte sich auf, ging hin und zog nach Samaria. Er war bei Bet-Eked-Haroim auf dem Weg, 10.13 da traf Jehu die Brueder Ahasjas, des Koenigs von Juda. Und er sagte: Wer seid ihr? Sie sagten: Wir sind die Brueder Ahasjas und ziehen hinab zur Begruessung der Soehne des Koenigs und der Soehne der Herrin. 10.14 Da sagte Jehu: Packt sie lebendig! Und sie packten sie lebendig und schlachteten sie bei der Zisterne von Bet-Eked, 42 Mann, und er liess keinen von ihnen uebrig. 10.15 Dann ging er von dort [weiter] und traf Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm entgegenkam. Und er gruesste ihn und sagte zu ihm: Ist dein Herz aufrichtig wie mein Herz gegen dein Herz? Jonadab sagte: Es ist so. - Wenn es so ist, dann gib mir deine Hand - und er gab ihm seine Hand. Da liess er ihn zu sich auf den Wagen steigen 10.16 und sagte: Komm mit mir und sieh mein Eifern fuer den HERRN an! Und man liess ihn auf seinem Wagen mitfahren. 10.17 Und als er nach Samaria kam, erschlug er alle, die von Ahab in Samaria uebriggeblieben waren, bis er ihn ganz ausgetilgt hatte nach dem Wort des HERRN, das er zu Elia geredet hatte. Ausrottung des Baalsdienstes durch Jehu. 10.18 Und Jehu versammelte das ganze Volk und sagte zu ihnen: Ahab hat dem Baal ein wenig gedient, Jehu will ihm viel dienen. 10.19 Und nun, ruft alle Propheten des Baal, alle seine Diener und alle seine Priester zu mir! Kein Mann soll vermisst werden! Denn ich habe ein grosses Schlachtopfer fuer den Baal [vorbereitet]. Keiner, der vermisst wird, soll am Leben bleiben! Jehu handelte aber mit Hinterlist, um die Diener des Baal umzubringen. 10.20 Und Jehu sagte: Heiligt dem Baal eine Festversammlung! Und man rief sie aus. 10.21 Und Jehu sandte [Boten] in ganz Israel umher. Da kamen alle Diener des Baal; keiner blieb uebrig, der nicht gekommen waere. Und sie kamen in das Haus des Baal, und das Haus des Baal wurde voll von einem Ende bis zum andern. 10.22 Und er sagte zu dem, der ueber die Kleiderkammer [gesetzt] war: Bring [Fest]kleidung heraus fuer alle Diener des Baal! Und er brachte ihnen die Gewaender heraus. 10.23 Und Jehu und Jonadab, der Sohn Rechabs, gingen ins Haus des Baal hinein, und er sagte zu den Dienern des Baal: Sucht gruendlich nach und seht zu, dass nicht etwa einer von den Dienern des HERRN hier bei euch sei, sondern nur Diener des Baal allein! 10.24 Und sie gingen hinein, um Schlachtopfer und Brandopfer zuzubereiten. Jehu hatte sich aber draussen achtzig Mann aufgestellt und gesagt: Der Mann, der einen von den Maennern entkommen laesst, die ich in eure Haende kommen lasse, sein Leben soll fuer dessen Leben [einstehen]. 10.25 Und es geschah, sobald man mit der Zubereitung des Brandopfers fertig war, sagte Jehu zu den Leibwaechtern und zu den Offizieren: Geht hinein, erschlagt sie! Keiner darf herauskommen! Und sie schlugen sie mit der Schaerfe des Schwertes. Und die Leibwaechter und die Offiziere warfen sie [hinaus]. Dann gingen sie zum Stadt[teil] des Hauses des Baal 10.26 und holten die Gedenksteine des Hauses des Baal heraus und verbrannten sie; 10.27 und sie rissen den Gedenkstein des Baal nieder; und sie rissen das Haus des Baal nieder und machten Aborte daraus; [die sind dort] bis auf den heutigen Tag. 10.28 So tilgte Jehu den Baal aus Israel aus. 10.29 Nur von den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte, von denen wich Jehu nicht ab, von den goldenen Kaelbern, die in Bethel und in Dan waren. 10.30 Und der HERR sprach zu Jehu: Weil du gut ausgefuehrt hast, was recht ist in meinen Augen, [und] am Haus Ahabs nach allem getan hast, was in meinem Herzen war, darum sollen dir Soehne der vierten [Generation] auf dem Thron Israels sitzen. 10.31 Aber Jehu achtete nicht darauf, mit seinem ganzen Herzen im Gesetz des HERRN, des Gottes Israels, zu leben. Er wich nicht von den Suenden Jerobeams, der Israel zur Suende verfuehrt hatte. 10.32 In jenen Tagen begann der HERR, [Teile] in Israel abzuschlagen. Und Hasael schlug sie im ganzen Gebiet Israels, 10.33 vom Jordan an nach Sonnenaufgang zu das ganze Land Gilead, die Gaditer und die Rubeniter und die Manassiter, von Aroer an, das am Fluss Arnon [liegt], sowohl Gilead als auch Basan. 10.34 Und die uebrige Geschichte Jehus und alles, was er getan hat, und alle seine Machttaten, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 10.35 Und Jehu legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in Samaria. Und sein Sohn Joahas wurde an seiner Stelle Koenig. 10.36 Die Tage aber, die Jehu ueber Israel in Samaria regierte, [betrugen] 28 Jahre. Herrschaft der Atalja in Jerusalem - Verschwoerung des Priesters Jojada gegen sie - Einsetzung des Joasch zum Koenig. V. 1-3: 2Chr 22,10-12. \11\ 11.1 Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte die ganze koenigliche Nachkommenschaft um. 11.2 Doch Joscheba, die Tochter des Koenigs Joram und Schwester des Ahasja, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Koenigssoehne, die getoetet werden sollten, [und brachte] ihn und seine Amme in die Bettenkammer. So verbargen sie ihn vor Atalja, und er wurde nicht getoetet. 11.3 Und er hielt sich sechs Jahre [lang] bei ihr im Haus des HERRN versteckt. Atalja aber herrschte als Koenigin ueber das Land. V. 4-20: 2Chr 23. 11.4 Und im siebten Jahr sandte Jojada hin und liess die Obersten ueber Hundert von den Karern und den Leibwaechtern holen und zu sich ins Haus des HERRN kommen. Und er schloss einen Bund mit ihnen und liess sie im Haus des HERRN schwoeren und zeigte ihnen den Sohn des Koenigs. 11.5 Und er befahl ihnen: Das ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, die ihr am Sabbat antretet, soll Wache halten im Haus des Koenigs, 11.6 und ein Drittel soll am Tor Sur [Wache halten] und ein Drittel am Tor hinter den Leibwaechtern sein. Und ihr sollt abwechselnd Wache beim Haus halten. 11.7 Die zwei Abteilungen von euch aber, alle die am Sabbat abtreten, die sollen im Haus des HERRN Wache halten beim Koenig. 11.8 Und ihr sollt den Koenig von allen Seiten umgeben, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand; und wer in die Reihen eindringen will, soll getoetet werden; und ihr sollt bei dem Koenig sein, wenn er herauskommt und wenn er hineingeht. 11.9 Und die Obersten ueber Hundert taten nach allem, was der Priester Jojada befohlen hatte. Sie nahmen jeder seine Maenner, die am Sabbat antraten, [zusammen] mit denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zum Priester Jojada. 11.10 Und der Priester gab den Obersten ueber Hundert die Speere und die Schilde, die dem Koenig David gehoert hatten [und] die im Haus des HERRN waren. 11.11 Und die Leibwaechter stellten sich auf, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, zum Altar und zum Haus hin, rings um den Koenig herum. 11.12 Und er fuehrte den Sohn des Koenigs heraus und setzte ihm die Krone auf und gab ihm die Ordnung, und sie machten ihn zum Koenig und salbten ihn. Und sie klatschten in die Haende und riefen: Es lebe der Koenig! 11.13 Als aber Atalja das Geschrei der Leibwaechter und des Volkes hoerte, kam sie zum Volk ins Haus des HERRN. 11.14 Und sie sah: Siehe, da stand der Koenig auf dem [erhoehten] Standort, wie [es] Brauch [war], und die Obersten und die Trompeter [standen] beim Koenig; und alles Volk des Landes war froehlich und stiess in die Trompeten. Da zerriss Atalja ihre Kleider und rief: Verschwoerung, Verschwoerung! 11.15 Der Priester Jojada aber befahl den Obersten ueber Hundert, den Vorgesetzten des Heeres, und sagte zu ihnen: Fuehrt sie durch die Reihen hinaus, und wer ihr folgt, den toetet mit dem Schwert! Denn der Priester hatte gesagt: Sie soll nicht im Haus des HERRN getoetet werden. 11.16 Und sie legten Hand an sie, und sie ging ins Haus des Koenigs auf dem Weg, den die Pferde zum Haus des Koenigs nehmen. Dort wurde sie getoetet. 11.17 Und Jojada schloss den Bund zwischen dem HERRN und dem Koenig und dem Volk, dass sie das Volk des HERRN sein sollten, und [auch] zwischen dem Koenig und dem Volk. 11.18 Da ging das ganze Volk des Landes in das Haus des Baal und riss es nieder; seine Altaere und seine Goetzenbilder zerschlugen sie gruendlich; und Mattan, den Priester des Baal, erschlugen sie vor den Altaeren. Und der Priester stellte Wachen am Haus des HERRN auf. 11.19 Und er nahm die Obersten ueber Hundert und die Karer und die Leibwaechter und das ganze Volk des Landes, und sie fuehrten den Koenig aus dem Haus des HERRN hinab und kamen auf dem Weg durch das Tor der Leibwaechter ins Haus des Koenigs. Und er setzte sich auf den Thron der Koenige. 11.20 Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe. Atalja aber hatten sie im Haus des Koenigs mit dem Schwert getoetet. Joasch von Juda - Ausbesserung des Tempels. V. 1-17: 2Chr 24,1-16. \12\ 12.1 Sieben Jahre war Joasch alt, als er Koenig wurde. 12.2 Im siebten Jahr Jehus wurde Joasch Koenig, und er regierte vierzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerscheba. 12.3 Und Joasch tat alle seine Tage, was recht war in den Augen des HERRN, weil der Priester Jojada ihn unterwies. 12.4 Doch die Hoehen wichen nicht; das Volk brachte auf den Hoehen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar. V. 5-16: vgl. Kap. 22,4-7. 12.5 Und Joasch sagte zu den Priestern: Alles Geld der heiligen Gaben, das ins Haus des HERRN gebracht wird - [sowohl] das Geld derer, die [zu den Gemusterten] hinuebergehen, [als auch] das Geld der Personen [,die vom Priester geschaetzt wurden], jeder seiner Schaetzung gemaess, [als auch] alles Geld, das jemand freiwillig dem Haus des HERRN zukommen laesst -, 12.6 sollen die Priester an sich nehmen, jeder von seinem Bekannten. Und sie selbst sollen die Risse des Hauses ausbessern, ueberall, wo ein Riss gefunden wird. 12.7 Und es geschah im 23. Jahr des Koenigs Joasch, da hatten die Priester die Risse des Hauses [noch] nicht ausgebessert. 12.8 Da rief der Koenig Joasch den Priester Jojada und die Priester und sagte zu ihnen: Warum bessert ihr die Risse des Hauses nicht aus? Jetzt aber sollt ihr kein Geld von euren Bekannten [mehr fuer euch selbst] nehmen, sondern ihr sollt es fuer die Risse des Hauses abgeben! 12.9 Und die Priester willigten ein, kein Geld [mehr] vom Volk anzunehmen und [deshalb] auch die Risse des Hauses nicht [mehr] ausbessern zu muessen. 12.10 Und der Priester Jojada nahm einen Kasten und bohrte ein Loch in seinen Deckel und stellte ihn neben den Altar, zur Rechten, wenn man in das Haus des HERRN hineingeht. Dahinein legten die Priester, die an der Schwelle wachten, alles Geld, das ins Haus des HERRN gebracht wurde. 12.11 Und es geschah, wenn sie sahen, dass viel Geld in dem Kasten war, dann kamen der Schreiber des Koenigs und der Hohepriester herauf, und sie banden es zusammen und zaehlten das Geld, das sich im Haus des HERRN vorfand. 12.12 Und sie gaben das abgezaehlte Geld in die Hand der Werkfuehrer, die ueber das Haus des HERRN eingesetzt waren; und die gaben es weiter an die Zimmerleute und an die Bauleute, die am Haus des HERRN arbeiteten, 12.13 und an die Maurer und an die Steinhauer, und um Holz und gehauene Steine zu kaufen, um die Risse des Hauses des HERRN auszubessern, und fuer alles, was zur Ausbesserung des Hauses ausgegeben werden musste. 12.14 Doch wurden fuer das Haus des HERRN keine silbernen Becken, Messer, Sprengschalen, Trompeten, keinerlei goldenes Geraet oder silbernes Geraet von dem Geld gemacht, das in das Haus des HERRN gebracht wurde; 12.15 sondern man gab es den Werkfuehrern, und sie besserten damit das Haus des HERRN aus. 12.16 Und man rechnete nicht ab mit den Maennern, in deren Hand man das Geld gab, damit sie es denen gaben, die die Arbeit taten; denn sie handelten gewissenhaft. 12.17 Das Geld von Schuldopfern und das Geld von Suendopfern wurde nicht in das Haus des HERRN gebracht; es war fuer die Priester. Auslieferung der Tempelschaetze an die Aramaeer durch Joasch - Seine Ermordung. 2Chr 24,17-27 12.18 Damals zog Hasael, der Koenig von Aram, herauf und kaempfte gegen Gat und nahm es ein. Und Hasael richtete sein Angesicht darauf, gegen Jerusalem hinaufzuziehen. 12.19 Da nahm Joasch, der Koenig von Juda, alle heiligen Gaben, die seine Vaeter Joschafat und Joram und Ahasja, die Koenige von Juda, geheiligt hatten, und seine [eigenen] heiligen Gaben und alles Gold, das sich in den Schatzkammern des Hauses des HERRN und des Hauses des Koenigs vorfand, und sandte es Hasael, dem Koenig von Aram. Da zog der von Jerusalem ab. 12.20 Und die uebrige Geschichte des Joasch und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 12.21 Und seine Knechte erhoben sich [gegen ihn], machten eine Verschwoerung und erschlugen Joasch im Haus des Millo, wo man nach Silla hinabgeht. 12.22 Und Josachar, der Sohn Schimats, und Josabad, der Sohn Schomers, seine Knechte, erschlugen ihn, und er starb. Und man begrub ihn bei seinen Vaetern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Amazja wurde an seiner Stelle Koenig. Joahas von Israel. \13\ 13.1 Im 23. Jahr des Joasch, des Sohnes Ahasjas, des Koenigs von Juda, wurde Joahas, der Sohn Jehus, Koenig ueber Israel in Samaria [und regierte] siebzehn Jahre. 13.2 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN; und er folgte den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte: er wich nicht davon ab. 13.3 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Israel, und er gab sie in die Hand Hasaels, des Koenigs von Aram, und in die Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaels, alle Tage. 13.4 Und Joahas besaenftigte das Angesicht des HERRN, und der HERR hoerte auf ihn, denn er sah die Bedraengnis Israels, dass der Koenig von Aram sie [hart] bedraengte. - 13.5 Und der HERR gab Israel einen Retter, so dass sie von der Hand Arams loskamen. Und die Soehne Israel wohnten in ihren Zelten wie frueher. 13.6 Dennoch wichen sie nicht ab von den Suenden des Hauses Jerobeams, der Israel zur Suende verfuehrt hatte: Sie lebten darin, und auch die Aschera blieb in Samaria stehen. - 13.7 Denn er hatte dem Joahas kein Kriegsvolk uebriggelassen als nur fuenfzig Pferde und zehn Kriegswagen und zehntausend Mann zu Fuss; denn der Koenig von Aram hatte sie vernichtet und sie gemacht wie Staub beim Dreschen. 13.8 Und die uebrige Geschichte des Joahas und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, sind die nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 13.9 Und Joahas legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in Samaria. Und sein Sohn Joasch wurde an seiner Stelle Koenig. Joasch von Israel - Elisas letzte Weissagung und Tod. 13.10 Im 37. Jahr des Joasch, des Koenigs von Juda, wurde Joasch, der Sohn des Joahas, Koenig ueber Israel in Samaria [und regierte] sechzehn Jahre. 13.11 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von allen Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte: Er lebte darin. 13.12 Und die uebrige Geschichte des Joasch und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, wie er mit Amazja, dem Koenig von Juda, Krieg gefuehrt hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 13.13 Und Joasch legte sich zu seinen Vaetern, und Jerobeam setzte sich auf seinen Thron. Joasch aber wurde in Samaria begraben bei den Koenigen von Israel. 13.14 Und Elisa erkrankte an seiner Krankheit, an der er [spaeter] starb. Und Joasch, der Koenig von Israel, kam zu ihm herab und weinte ueber seinem Gesicht und sagte: Mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Pferde! 13.15 Da sagte Elisa zu ihm: Hole einen Bogen und Pfeile! Und er holte ihm Bogen und Pfeile. 13.16 Und er sagte zum Koenig von Israel: Spanne den Bogen! Da spannte er [ihn]; und Elisa legte seine Haende auf die Haende des Koenigs. 13.17 Und er sagte: Oeffne das Fenster nach Osten! Und er oeffnete es! Und Elisa sagte: Schiess! Und er schoss. Da sagte er: Pfeil der Rettung von dem HERRN und Pfeil der Rettung gegen Aram! So wirst du bei Afek Aram schlagen bis zur Vernichtung. 13.18 Dann sagte er: Nimm die Pfeile! Und er nahm sie. Und er sagte zum Koenig von Israel: Schlag auf die Erde! Und er schlug dreimal und hielt inne. 13.19 Da wurde der Mann Gottes zornig ueber ihn und sagte: Zu schlagen war fuenf- oder sechsmal, dann haettest du Aram bis zur Vernichtung geschlagen. Jetzt aber wirst du Aram [nur] dreimal schlagen. 13.20 Und Elisa starb, und man begrub ihn. Und es kamen moabitische Raeuberscharen ins Land, als das Jahr anfing. 13.21 Und es geschah, als sie einen Mann begruben, siehe, da sahen sie die Raeuberschar, und sie warfen den Mann in das Grab Elisas. Als aber der Mann [da hinein]kam und die Gebeine Elisas beruehrte, da wurde er lebendig und stellte sich auf seine Fuesse. 13.22 Und Hasael, der Koenig von Aram, bedraengte Israel alle Tage des Joahas. 13.23 Aber der HERR war ihnen gnaedig, erbarmte sich ueber sie und wandte sich ihnen zu wegen seines Bundes mit Abraham, Isaak und Jakob. Er wollte sie nicht vernichten und verstiess sie nicht von seinem Angesicht bis dahin. 13.24 Und Hasael, der Koenig von Aram, starb. Und sein Sohn Ben-Hadad wurde an seiner Stelle Koenig. 13.25 Da entriss Joasch, der Sohn des Joahas, der Hand Ben-Hadads, des Sohnes Hasaels, die Staedte wieder, die dieser aus der Hand seines Vaters Joahas im Krieg genommen hatte. Dreimal schlug ihn Joasch und brachte die Staedte Israels wieder zurueck. Amazja von Juda - Sein Krieg mit Joasch von Israel - Ende des Joasch und des Amazja. 2Chr 25; 26,1.2. \14\ 14.1 Im zweiten Jahr des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Koenigs von Israel, wurde Amazja Koenig, der Sohn des Joasch, des Koenigs von Juda. 14.2 Er war 25 Jahre alt, als er Koenig wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Joaddan, von Jerusalem. 14.3 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nur nicht wie sein Vater David; [aber] nach allem, was sein Vater Joasch getan hatte, tat [auch] er. 14.4 Nur die Hoehen wichen nicht; das Volk brachte auf den Hoehen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar. 14.5 Und es geschah, als das Koenigtum in seiner Hand gefestigt war, erschlug er seine Knechte, die den Koenig, seinen Vater, erschlagen hatten. 14.6 Aber die Soehne der Totschlaeger toetete er nicht, wie es im Buch des Gesetzes des Mose geschrieben steht, wo der HERR geboten hat: Nicht sollen Vaeter um der Soehne willen getoetet werden, und Soehne sollen nicht um der Vaeter willen getoetet werden, sondern jeder soll fuer seine [eigene] Suende getoetet werden. - 14.7 Er schlug die Edomiter im Salztal, zehntausend [Mann]; und er nahm [die Stadt] im Kampf ein und gab ihr den Namen Jokteel bis auf diesen Tag. 14.8 Damals sandte Amazja Boten zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem Koenig von Israel, und liess [ihm] sagen: Auf, lass uns einander ins Angesicht sehen! 14.9 Da sandte Joasch, der Koenig von Israel, zu Amazja, dem Koenig von Juda, und liess [ihm] sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zu der Zeder auf dem Libanon und sprach: Gib meinem Sohn deine Tochter zur Frau! Da liefen die Tiere des Feldes, die auf dem Libanon [lebten], darueber und zertraten den Dornstrauch. 14.10 Gewiss, du hast Edom geschlagen, und [darum] erhebt sich dein Herz. Geniesse [deinen] Ruhm und bleib in deinem Haus! Wozu willst du dich denn mit dem Unglueck einlassen? Dass du faellst, du und Juda mit dir? 14.11 Aber Amazja hoerte nicht. Da zog Joasch, der Koenig von Israel, herauf; und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der Koenig von Juda, bei Bet-Schemesch, das zu Juda gehoert. 14.12 Und Juda wurde vor Israel geschlagen; und sie flohen, jeder in sein Zelt. 14.13 Und Joasch, der Koenig von Israel, nahm Amazja, den Koenig von Juda, den Sohn des Joasch, des Sohnes Ahasjas, bei Bet-Schemesch gefangen. Und er kam nach Jerusalem und riss [eine Bresche] in die Mauer Jerusalems, am Tor Ephraim [anfangend,] bis an das Ecktor, vierhundert Ellen. 14.14 Und er nahm alles Gold und Silber und alle Geraete, die sich im Haus des HERRN und in den Schatzkammern des Hauses des Koenigs vorfanden, und Geiseln und kehrte nach Samaria zurueck. 14.15 Und die uebrige Geschichte des Joasch, was er getan hat und seine Machttaten und wie er mit Amazja, dem Koenig von Juda, gekaempft hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 14.16 Und Joasch legte sich zu seinen Vaetern und wurde in Samaria begraben bei den Koenigen von Israel. Und sein Sohn Jerobeam wurde an seiner Stelle Koenig. 14.17 Und Amazja, der Sohn des Joasch, der Koenig von Juda, lebte nach dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Koenigs von Israel, [noch] fuenfzehn Jahre. 14.18 Und die uebrige Geschichte Amazjas, ist sie nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 14.19 Und man machte in Jerusalem eine Verschwoerung gegen ihn, er aber floh nach Lachisch; da sandten sie [Maenner] hinter ihm her bis Lachisch und toeteten ihn dort. 14.20 Und sie hoben ihn auf die Pferde, und er wurde in Jerusalem bei seinen Vaetern begraben, in der Stadt Davids. 14.21 Und das ganze Volk von Juda nahm Asarja - der war sechzehn Jahre alt -, und sie machten ihn zum Koenig an Stelle seines Vaters Amazja. 14.22 Er baute Elat [wieder auf] und brachte es an Juda zurueck, nachdem der Koenig sich zu seinen Vaetern gelegt hatte. Jerobeam II. von Israel. 14.23 Im fuenfzehnten Jahr Amazjas, des Sohnes des Joasch, des Koenigs von Juda, wurde Jerobeam, der Sohn des Joasch, des Koenigs von Israel, Koenig in Samaria und [regierte] 41 Jahre. 14.24 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von allen Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte. 14.25 Er stellte das Gebiet Israels wieder her, vom Zugang nach Hamat bis an das Meer der Ebene, nach dem Wort des HERRN, des Gottes Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn des Amittai, den Propheten, der von Gat-Hefer war. 14.26 Denn der HERR sah das ueberaus bittere Elend Israels, und dass dahin war der Unmuendige und dahin der Muendige und dass kein Helfer da war fuer Israel. 14.27 Der HERR hatte nicht gesagt, dass er den Namen Israels unter dem Himmel ausloeschen wolle. So rettete er sie durch die Hand Jerobeams, des Sohnes des Joasch. 14.28 Und die uebrige Geschichte Jerobeams und alles, was er getan hat, und seine Machttaten, wie er Krieg gefuehrt hat und wie er Damaskus und Hamat, die Juda gehoert hatten, an Israel zurueckgebracht hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 14.29 Und Jerobeam legte sich zu seinen Vaetern, zu den Koenigen von Israel. Und sein Sohn Secharja wurde an seiner Stelle Koenig. Asarja von Juda. 2Chr 26. \15\ 15.1 Im 27. Jahr Jerobeams, des Koenigs von Israel, wurde Asarja Koenig, der Sohn Amazjas, des Koenigs von Juda. 15.2 Sechzehn Jahre war er alt, als er Koenig wurde, und er regierte 52 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jecholja, von Jerusalem. 15.3 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater Amazja getan hatte. 15.4 Doch die Hoehen wichen nicht; das Volk brachte noch auf den Hoehen Schlachtopfer und Rauchopfer dar. 15.5 Und der HERR schlug den Koenig, und er war aussaetzig bis zum Tag seines Todes; und er wohnte in einem abgesonderten Haus. Jotam aber, der Sohn des Koenigs, war ueber das Haus [des Koenigs gesetzt worden] und richtete das Volk des Landes. 15.6 Und die uebrige Geschichte Asarjas und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 15.7 Und Asarja legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn bei seinen Vaetern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Jotam wurde an seiner Stelle Koenig. Secharja, Schallum, Menahem, Pekachja und Pekach von Israel. 15.8 Im 38. Jahr Asarjas, des Koenigs von Juda, wurde Secharja, der Sohn Jerobeams, Koenig ueber Israel in Samaria [und regierte] sechs Monate. 15.9 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, so wie seine Vaeter getan hatten; er wich nicht ab von den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte. 15.10 Und Schallum, der Sohn des Jabesch, verschwor sich gegen ihn und erschlug ihn vor dem Volk und toetete ihn. Und er wurde an seiner Stelle Koenig. 15.11 Und die uebrige Geschichte Secharjas, siehe, sie ist geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel. 15.12 Das ist das Wort des HERRN, das er zu Jehu geredet hatte: Soehne der vierten [Generation] sollen dir auf dem Thron Israels sitzen. 15.13 So ist es auch geschehen. Schallum, der Sohn des Jabesch, wurde Koenig im 39. Jahr Usijas, des Koenigs von Juda; und er regierte einen vollen Monat in Samaria. 15.14 Da zog Menahem, der Sohn Gadis, von Tirza herauf und kam nach Samaria; und er erschlug Schallum, den Sohn des Jabesch, in Samaria und toetete ihn. Und er wurde an seiner Stelle Koenig. 15.15 Und die uebrige Geschichte Schallums und seine Verschwoerung, die er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel. 15.16 Damals schlug Menahem [die Stadt] Tifsach und alles, was darin war, und ihr Gebiet, von Tirza aus. Weil man ihm [die Tore] nicht geoeffnet hatte, schlug er [die Stadt]; alle ihre Schwangeren schlitzte er auf. 15.17 Im 39. Jahr Asarjas, des Koenigs von Juda, wurde Menahem, der Sohn Gadis, Koenig ueber Israel [und regierte] zehn Jahre in Samaria. 15.18 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte, alle seine Tage. 15.19 [Und] es kam Pul, der Koenig von Assur, gegen das Land. Und Menahem gab Pul tausend Talente Silber, damit dessen Haende mit ihm sein sollten, das Koenigtum in seiner Hand zu befestigen. 15.20 Und Menahem legte das Geld [als Steuer] auf Israel, auf alle vermoegenden Leute, um es dem Koenig von Assur zu geben: fuenfzig Schekel Silber auf jeden Mann. Da kehrte der Koenig von Assur um und blieb nicht dort im Land. 15.21 Und die uebrige Geschichte Menahems und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel? 15.22 Und Menahem legte sich zu seinen Vaetern. Und sein Sohn Pekachja wurde an seiner Stelle Koenig. 15.23 Im 50. Jahr Asarjas, des Koenigs von Juda, wurde Pekachja, der Sohn Menahems, Koenig ueber Israel in Samaria [und regierte] zwei Jahre. 15.24 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte. 15.25 Gegen ihn verschwor sich Pekach, der Sohn Remaljas, einer seiner Offiziere, und erschlug ihn in Samaria in dem Palast des Koenigshauses, [ausserdem] den Argob und den Arje; mit ihm waren fuenfzig Mann von den Soehnen der Gileaditer. Und er toetete ihn und wurde an seiner Stelle Koenig. 15.26 Und die uebrige Geschichte Pekachjas und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel. 15.27 Im 52. Jahr Asarjas, des Koenigs von Juda, wurde Pekach, der Sohn Remaljas, Koenig ueber Israel in Samaria [und regierte] zwanzig Jahre. 15.28 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN; er wich nicht ab von den Suenden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Suende verfuehrt hatte. 15.29 In den Tagen Pekachs, des Koenigs von Israel, kam Tiglat-Pileser, der Koenig von Assur, und nahm Ijon ein und Abel-Bet-Maacha und Janoach und Kedesch und Hazor und Gilead und Galilaea, das ganze Land Naftali, und fuehrte die Bewohner gefangen fort nach Assur. 15.30 Und Hoschea, der Sohn Elas, machte eine Verschwoerung gegen Pekach, den Sohn Remaljas, und erschlug ihn und toetete ihn. Und er wurde an seiner Stelle Koenig im zwanzigsten Jahr Jotams, des Sohnes Usijas. 15.31 Und die uebrige Geschichte Pekachs und alles, was er getan hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Israel. Jotam von Juda. 2Chr 27. 15.32 Im zweiten Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Koenigs von Israel, wurde Jotam Koenig, der Sohn Usijas, des Koenigs von Juda. 15.33 Er war 25 Jahre alt, als er Koenig wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jeruscha, die Tochter Zadoks. 15.34 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN; er tat nach allem, was sein Vater Usija getan hatte. 15.35 Doch die Hoehen wichen nicht: das Volk brachte auf den Hoehen noch Schlachtopfer und Rauchopfer dar. Er baute das obere Tor des Hauses des HERRN. 15.36 Und die uebrige Geschichte Jotams und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 15.37 In jenen Tagen begann der HERR, Rezin, den Koenig von Aram, und Pekach, den Sohn Remaljas, gegen Juda zu senden. 15.38 Und Jotam legte sich zu seinen Vaetern und wurde bei seinen Vaetern begraben in der Stadt seines Vaters David. 15.39 Und sein Sohn Ahas wurde an seiner Stelle Koenig. Ahas von Juda - Seine Unterwerfung unter Assur und sein Goetzendienst. 2Chr 28. \16\ 16.1 Im 17. Jahr Pekachs, des Sohnes Remaljas, wurde Ahas Koenig, der Sohn Jotams, des Koenigs von Juda. 16.2 Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er Koenig wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen des HERRN, seines Gottes, wie sein Vater David; 16.3 sondern er ging auf dem Weg der Koenige von Israel. Er liess sogar seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Greueln der Nationen, die der HERR vor den Soehnen Israel vertrieben hatte. 16.4 Und er brachte Schlachtopfer und Rauchopfer dar auf den Hoehen und auf den Huegeln und unter jedem gruenen Baum. 16.5 Damals zogen Rezin, der Koenig von Aram, und Pekach, der Sohn Remaljas, der Koenig von Israel, nach Jerusalem hinauf zum Kampf; und sie belagerten Ahas, konnten aber nicht [gegen ihn] kaempfen. 16.6 In dieser Zeit brachte Rezin, der Koenig von Aram, Elat wieder an Aram und trieb die Juden aus Elat hinaus; und es kamen Edomiter nach Elat und [sie] haben sich dort niedergelassen bis auf diesen Tag. 16.7 Da sandte Ahas Boten an Tiglat-Pileser, den Koenig von Assur, und liess [ihm] sagen: Dein Knecht und dein Sohn bin ich. Komm herauf und rette mich aus der Hand des Koenigs von Aram und aus der Hand des Koenigs von Israel, die sich gegen mich erhoben haben! 16.8 Und Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich in dem Haus des HERRN und in den Schatzkammern des Koenigshauses vorfand, und sandte es als Geschenk dem Koenig von Assur. 16.9 Da hoerte der Koenig von Assur auf ihn. Und der Koenig von Assur zog hinauf gegen Damaskus und nahm es ein und fuehrte seine Einwohner gefangen fort nach Kir; Rezin aber toetete er. 16.10 Und der Koenig Ahas zog Tiglat-Pileser, dem Koenig von Assur, entgegen, nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der in Damaskus war, da schickte der Koenig Ahas dem Priester Uria eine Nachbildung des Altars und seine Masse seiner ganzen Ausfuehrung entsprechend. 16.11 Und der Priester Uria baute den Altar ganz nach dem, was der Koenig Ahas aus Damaskus geschickt hatte. So machte ihn der Priester Uria, bis der Koenig Ahas aus Damaskus kam. 16.12 Und als der Koenig aus Damaskus kam, da sah der Koenig den Altar; und der Koenig trat an den Altar und stieg auf ihn hinauf. 16.13 Dann liess er sein Brandopfer und sein Speisopfer als Rauch aufsteigen und goss sein Trankopfer aus und sprengte das Blut seiner Heilsopfer an den Altar. 16.14 Den bronzenen Altar aber, der vor dem HERRN [stand], den rueckte er von der Vorderseite des Hauses weg, von [der Stelle] zwischen dem [neuen] Altar und dem Haus des HERRN, und setzte ihn an die Nordseite des [neuen] Altars. 16.15 Und der Koenig Ahas befahl dem Priester Uria: Auf dem grossen Altar bringe das Morgen-Brandopfer und das Abend-Speisopfer dar sowie das Brandopfer des Koenigs samt seinem Speisopfer und das Brandopfer des ganzen Volkes des Landes samt ihren Speisopfern und ihren Trankopfern; und alles Blut der Brandopfer und alles Blut der Schlachtopfer sollst du daran sprengen! Der bronzene Altar aber soll fuer mich sein, dass ich [auf ihm] Opferschau vornehme. 16.16 Und der Priester Uria tat nach allem, was der Koenig Ahas [ihm] befohlen hatte. 16.17 Und der Koenig Ahas brach die [Schluss]leisten an den Gestellen ab und entfernte die Kessel, die darauf waren. Und er liess das Meer von den bronzenen Rindern, die darunter waren, herunternehmen und setzte [es] auf ein Steinpflaster. 16.18 Und die ueberdachte Sabbathalle, die man am Haus gebaut hatte, und den aeusseren Eingang des Koenigs veraenderte er am Haus des HERRN wegen des Koenigs von Assur. 16.19 Und die uebrige Geschichte des Ahas, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 16.20 Und Ahas legte sich zu seinen Vaetern und wurde bei seinen Vaetern begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Hiskia wurde an seiner Stelle Koenig. Hoschea, letzter Koenig von Israel - Wegfuehrung nach Assur. \17\ 17.1 Im zwoelften Jahr des Ahas, des Koenigs von Juda, wurde Hoschea, der Sohn Elas, in Samaria Koenig ueber Israel [und regierte] neun Jahre. 17.2 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, doch nicht wie die Koenige von Israel, die vor ihm gewesen waren. V. 3-23: Kap. 18,9-12. 17.3 Gegen ihn zog Salmanassar, der Koenig von Assur, herauf; und Hoschea wurde sein Knecht und entrichtete ihm Tribut. 17.4 Aber der Koenig von Assur entdeckte eine Verschwoerung bei Hoschea; denn der hatte Boten an So, den Koenig von Aegypten, gesandt und hatte dem Koenig von Assur keinen Tribut [mehr] hinaufgebracht wie [bisher] Jahr fuer Jahr. Da verhaftete ihn der Koenig von Assur und warf ihn gefesselt ins Gefaengnis. 17.5 Dann zog der Koenig von Assur durch das ganze Land und zog herauf nach Samaria und belagerte es drei Jahre lang. 17.6 Im neunten Jahr Hoscheas nahm der Koenig von Assur Samaria ein und fuehrte Israel gefangen fort nach Assur. Und er liess sie wohnen in Halach und am Habor, dem Strom von Gosan, und in den Staedten Mediens. Die Schuld Israels. 17.7 Und das geschah, weil die Soehne Israel gesuendigt hatten gegen den HERRN, ihren Gott, der sie aus dem Land Aegypten hatte heraufkommen lassen aus der Hand des Pharao, des Koenigs von Aegypten, und weil sie andere Goetter fuerchteten 17.8 und in den Ordnungen der Nationen lebten, die der HERR vor den Soehnen Israel vertrieben hatte, und [in den Ordnungen] der Koenige von Israel, die [diese] eingefuehrt hatten. 17.9 Und die Soehne Israel ersannen gegen den HERRN, ihren Gott, Dinge, die nicht recht waren; und sie bauten sich Hoehen in all ihren Staedten, vom Wachtturm bis zur befestigten Stadt. 17.10 Und sie errichteten sich Gedenksteine und Ascherim auf jedem hohen Huegel und unter jedem gruenen Baum, 17.11 und sie brachten dort auf allen Hoehen Rauchopfer dar wie die Nationen, die der HERR vor ihnen gefangen weggefuehrt hatte. Und sie taten boese Dinge, um den HERRN zum Zorn zu reizen. 17.12 Und sie dienten den Goetzen, von denen der HERR ihnen gesagt hatte: So etwas sollt ihr nicht tun! 17.13 Und der HERR hatte Israel und Juda durch alle Propheten [und] jeden Seher gewarnt und hatte gesagt: Kehrt um von euren boesen Wegen und bewahrt meine Gebote, meine Ordnungen, dem ganzen Gesetz gemaess, das ich euren Vaetern geboten und das ich euch durch meine Knechte, die Propheten, gesandt habe! 17.14 Aber sie hoerten nicht, sondern verhaerteten ihren Nacken gleich dem Nacken ihrer Vaeter, die dem HERRN, ihrem Gott, nicht geglaubt hatten. 17.15 Und sie verwarfen seine Ordnungen und seinen Bund, den er mit ihren Vaetern geschlossen, und seine Warnungen, mit denen er sie gewarnt hatte, und liefen der Nichtigkeit hinterher - und wurden [selber] nichtig - und [liefen] den Nationen nach, die rings um sie her waren, von denen der HERR ihnen geboten hatte, nicht wie sie zu tun. 17.16 Und sie verliessen alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und machten sich ein Gussbild, zwei Kaelber, und machten eine Aschera und warfen sich vor dem ganzen Heer des Himmels nieder und dienten dem Baal. 17.17 Sie liessen ihre Soehne und ihre Toechter durchs Feuer gehen und trieben Wahrsagerei und Zauberei und verkauften sich, zu tun, was boese war in den Augen des HERRN, um ihn zum Zorn zu reizen. 17.18 Da wurde der HERR sehr zornig ueber Israel und schaffte sie fort von seinem Angesicht. Nichts blieb uebrig als allein der Stamm Juda. 17.19 [Aber] auch Juda beachtete nicht die Gebote des HERRN, seines Gottes, sondern sie lebten in den Ordnungen Israels, die sie [selber] eingefuehrt hatten. 17.20 Da verwarf der HERR die ganze Nachkommenschaft Israels, und er demuetigte sie und gab sie in die Hand von Pluenderern, bis er sie von seinem Angesicht verstossen hatte. 17.21 Denn er hatte Israel vom Haus Davids losgerissen, und sie hatten Jerobeam, den Sohn Nebats, zum Koenig gemacht. Jerobeam aber hatte Israel davon abgebracht, dem HERRN nachzufolgen, und hatte sie zu einer grossen Suende verfuehrt. 17.22 Und die Soehne Israel lebten in allen Suenden Jerobeams, die er getan hatte. Sie wichen nicht davon ab, 17.23 bis dass der HERR Israel von seinem Angesicht fortgeschafft hatte, so wie er durch alle seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. So wurde Israel aus seinem Land gefangen nach Assur weggefuehrt [;und das ist so] bis auf den heutigen Tag. Entstehung des Volkes der Samariter. 17.24 Und der Koenig von Assur brachte [Leute] aus Babel und aus Kuta und aus Awa und aus Hamat und aus Sefarwajim und liess sie an Stelle der Soehne Israel in den Staedten Samarias wohnen. Und sie nahmen Samaria in Besitz und wohnten in seinen Staedten. 17.25 Und es geschah, als sie anfingen, dort zu wohnen, fuerchteten sie den HERRN nicht. Da sandte der HERR Loewen unter sie, die unter ihnen mordeten. 17.26 Und man sagte zum Koenig von Assur: Die Nationen, die du weggefuehrt und in den Staedten Samarias hast wohnen lassen, kennen nicht die Verehrung [,die] dem Gott des Landes [gebuehrt]. So hat er Loewen unter sie gesandt, und siehe, die toeten sie, weil sie die Verehrung des Gottes des Landes nicht kennen. 17.27 Da befahl der Koenig von Assur: Lasst einen der Priester, die ihr von dort gefangen weggefuehrt habt, dorthin [zurueck]gehen, dass er hingeht und dort wohnt! Und er lehre sie die Verehrung des Gottes des Landes! 17.28 Da kam einer der Priester, die man aus Samaria gefangen weggefuehrt hatte, und wohnte in Bethel und lehrte sie, wie sie den HERRN fuerchten sollten. 17.29 Doch machten sie sich - Nation fuer Nation - ihre [eigenen] Goetter und stellten sie in die Hoehenhaeuser, die die Samaritaner - Nation fuer Nation - in ihren Staedten gemacht hatten, in denen sie wohnten. 17.30 Und die Leute von Babel machten Sukkot-Benot, die Leute von Kuta machten Nergal, die Leute von Hamat machten Aschima, 17.31 die Awiter machten Nibhas und Tartak, die Sefarwiter verbrannten ihre Soehne im Feuer dem Adrammelech und dem Anammelech, den Goettern von Sefarwajim. 17.32 Doch fuerchteten sie [auch] den HERRN und machten sich aus ihrer Gesamtheit Hoehenpriester, die fuer sie in den Hoehenhaeusern opferten. 17.33 So fuerchteten sie den HERRN und dienten [zugleich] ihren Goettern entsprechend dem Brauch der Nationen, aus denen man sie gefangen weggefuehrt hatte. 17.34 Bis auf den heutigen Tag tun sie nach den frueheren Braeuchen: Sie fuerchten den HERRN nicht, und sie tun nicht nach ihren Ordnungen und nach ihren Braeuchen, [auch nicht] nach dem Gesetz und nach dem Gebot, die der HERR den Soehnen Jakobs geboten hatte, dem er den Namen Israel gab. 17.35 Und [doch] hatte der HERR mit ihnen einen Bund geschlossen und hatte ihnen geboten: Ihr sollt nicht andere Goetter fuerchten und euch nicht vor ihnen niederwerfen und sollt ihnen nicht dienen und ihnen nicht opfern, 17.36 sondern den HERRN, der euch mit grosser Kraft und mit ausgestrecktem Arm aus dem Land Aegypten heraufgefuehrt hat, ihn sollt ihr fuerchten, und vor ihm sollt ihr euch niederwerfen und ihm opfern! 17.37 Und die Ordnungen und die Braeuche und das Gesetz und das Gebot, die er fuer euch aufgeschrieben hat, sollt ihr bewahren, [sie] alle Tage zu tun, und ihr sollt nicht andere Goetter fuerchten! 17.38 Und den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, sollt ihr nicht vergessen und sollt nicht andere Goetter fuerchten, 17.39 sondern den HERRN, euren Gott, sollt ihr fuerchten! Er wird euch erretten aus der Hand aller eurer Feinde. 17.40 Aber sie hoerten nicht, sondern taten nach ihren frueheren Braeuchen. 17.41 So fuerchteten diese Nationen den HERRN und dienten [zugleich] ihren Goetterbildern, auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder. Wie ihre Vaeter getan haben, so tun [auch] sie bis auf den heutigen Tag. Hiskia von Juda. 2Chr 29-31. \18\ 18.1 Und es geschah im dritten Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Koenigs von Israel, da wurde Hiskia Koenig, der Sohn des Ahas, des Koenigs von Juda. 18.2 25 Jahre war er alt, als er Koenig wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Abi, die Tochter Secharjas. 18.3 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater David getan hatte. 18.4 Er beseitigte die Hoehen und zertruemmerte die Gedenksteine und rottete die Aschera aus und schlug die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte, in Stuecke. Denn bis zu jenen Tagen hatten die Soehne Israel ihr Rauchopfer dargebracht, und man nannte sie Nehuschtan. 18.5 Er vertraute auf den HERRN, den Gott Israels. Und nach ihm hat es seinesgleichen nicht gegeben unter allen Koenigen von Juda noch unter denen, die vor ihm waren. 18.6 Er hing dem HERRN an, er wich nicht davon ab, ihm nachzufolgen. Und er bewahrte seine Gebote, die der HERR dem Mose geboten hatte. 18.7 Und der HERR war mit ihm; in allem, wozu er auszog, hatte er Erfolg. Und er empoerte sich gegen den Koenig von Assur und diente ihm nicht [mehr]. 18.8 Er schlug die Philister bis nach Gaza und dessen Gebiet, vom Wachtturm bis zur befestigten Stadt. Hoschea von Israel - Wegfuehrung nach Assur. Kap. 17,3-23. 18.9 Und es geschah im vierten Jahr des Koenigs Hiskia, das war das siebte Jahr Hoscheas, des Sohnes Elas, des Koenigs von Israel, da zog Salmanassar, der Koenig von Assur, gegen Samaria herauf und belagerte es. 18.10 Und am Ende von drei Jahren nahm er es ein. Im sechsten Jahr Hiskias, das war das neunte Jahr Hoscheas, des Koenigs von Israel, wurde Samaria eingenommen. 18.11 Und der Koenig von Assur fuehrte Israel gefangen nach Assur fort und liess sie in Halach bleiben, am Habor, dem Strom Gosans, und in den Staedten Mediens, 18.12 weil sie auf die Stimme des HERRN, ihres Gottes, nicht gehoert und seinen Bund uebertreten hatten, [naemlich] alles, was Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte. Sie haben nicht gehoert und nicht [danach] getan. Belagerung Jerusalems durch Assur - Die Hohnreden des Rabschake. V. 13-16: 2Chr 32,1-8; Jes 36,1. 18.13 Im vierzehnten Jahr des Koenigs Hiskia zog Sanherib, der Koenig von Assur, herauf gegen alle befestigten Staedte Judas und nahm sie ein. 18.14 Da sandte Hiskia, der Koenig von Juda, zum Koenig von Assur nach Lachisch und liess [ihm] sagen: Ich habe unrecht getan, kehre um von mir! Was du mir auferlegst, will ich tragen. Da legte der Koenig von Assur Hiskia, dem Koenig von Juda, dreihundert Talente Silber und dreissig Talente Gold auf. 18.15 Und Hiskia gab alles Silber, das sich im Haus des HERRN und in den Schatzkammern des Koenigshauses vorfand. 18.16 In dieser Zeit brach Hiskia von den Tuerfluegeln des Tempelraums des HERRN und von den Pfosten, die Hiskia, der Koenig von Juda, ueberzogen hatte, [das Gold] ab und gab es dem Koenig von Assur. V. 17-37: 2Chr 32,9-19; Jes 36,2-22. 18.17 Aber der Koenig von Assur sandte von Lachisch aus den Tartan und den Rabsaris und den Rabschake mit einem gewaltigen Heer gegen den Koenig Hiskia nach Jerusalem. Und sie zogen herauf und kamen nach Jerusalem: sie zogen herauf und kamen und stellten sich an der Wasserleitung des oberen Teiches auf, der an der Strasse des Walkerfeldes [liegt]. 18.18 Und sie riefen nach dem Koenig. Da gingen zu ihnen hinaus der Palastvorsteher Eljakim, der Sohn des Hilkija, und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs. 18.19 Und der Rabschake sagte zu ihnen: Sagt doch zu Hiskia: So spricht der grosse Koenig, der Koenig von Assur: Was ist das fuer ein Vertrauen, mit dem du vertraust? 18.20 Du sagst: Fuerwahr, ein blosses Wort ist [schon] Rat und Macht zum Krieg. Nun, auf wen vertraust du, dass du dich gegen mich empoert hast? 18.21 Nun, siehe, du vertraust auf diesen geknickten Rohrstab, auf Aegypten, der jedem, der sich auf ihn stuetzt, in seine Hand dringt und sie durchbohrt. So ist der Pharao, der Koenig von Aegypten, fuer alle, die auf ihn vertrauen. 18.22 Wenn ihr aber zu mir sagt: Auf den HERRN, unseren Gott, vertrauen wir! - ist er es nicht, dessen Hoehen und Altaere Hiskia beseitigt hat, als er zu Juda und zu Jerusalem sagte: Vor diesem Altar in Jerusalem sollt ihr euch niederwerfen? - 18.23 Und nun, geh doch mit meinem Herrn, dem Koenig von Assur, eine Wette ein: Ich will dir zweitausend Pferde stellen, wenn du dir [die noetigen] Reiter dafuer aufstellen kannst! 18.24 Doch wie willst du [auch nur] einen einzigen [Provinz]statthalter zuruecktreiben, einen von den geringsten Knechten meines Herrn? Aber du vertraust auf Aegypten wegen der Wagen und Pferde! 18.25 Nun, bin ich etwa ohne den HERRN gegen diesen Ort heraufgezogen, um ihn zu verheeren? Der HERR hat zu mir gesagt: Zieh hinauf gegen dieses Land und verheere es! 18.26 Da sagten Eljakim, der Sohn Hilkijas, und Schebna und Joach zum Rabschake: Rede doch zu deinen Knechten aramaeisch! Denn wir verstehen es. Und rede nicht judaeisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der Mauer ist! 18.27 Doch der Rabschake sagte zu ihnen: Hat mich mein Herr [etwa nur] zu deinem Herrn und zu dir gesandt, um diese Worte zu reden, [und] nicht zu den Maennern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot zu essen und ihren Harn zu trinken? 18.28 Und der Rabschake trat hin und rief mit lauter Stimme auf judaeisch und redete und sprach: Hoert das Wort des grossen Koenigs, des Koenigs von Assur! 18.29 So spricht der Koenig: Hiskia taeusche euch nicht! Denn er kann euch nicht aus meiner Hand retten. 18.30 Und Hiskia vertroeste euch nicht auf den HERRN, indem er sagt: Der HERR wird uns gewiss retten; diese Stadt wird nicht in die Hand des Koenigs von Assur gegeben werden. 18.31 Hoert nicht auf Hiskia! Denn so spricht der Koenig von Assur: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus! Dann soll jeder von seinem Weinstock und jeder von seinem Feigenbaum essen und jeder das Wasser seiner Zisterne trinken, 18.32 bis ich komme und euch in ein Land hole wie euer Land, ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, ein Land von Olivenoel und Honig. Dann werdet ihr am Leben bleiben und nicht sterben. Aber hoert nicht auf Hiskia, wenn er euch verfuehrt, indem er sagt: Der HERR wird uns retten! 18.33 Haben etwa die Goetter der Nationen jeder sein Land aus der Hand des Koenigs von Assur gerettet? 18.34 Wo sind die Goetter von Hamat und Arpad? Wo die Goetter von Sefarwajim, von Hena und Awa? Haben sie etwa Samaria aus meiner Hand gerettet? 18.35 Welche sind es unter allen Goettern der Laender, die ihr Land aus meiner Hand gerettet haben, dass der HERR Jerusalem aus meiner Hand retten sollte? 18.36 Da schwieg das Volk still und antwortete ihm kein Wort; denn das war der Befehl des Koenigs: Ihr sollt ihm nicht antworten! 18.37 Und Eljakim, der Sohn des Hilkija, der Palastvorsteher, und der Schreiber Schebna und der Berater Joach, der Sohn Asafs, kamen mit zerrissenen Kleidern zu Hiskia und berichteten ihm die Worte des Rabschake. Die Weissagung des Jesaja - Brief des Koenigs von Assur - Hiskias Gebet und Gottes Antwort durch Jesaja - Abzug des Koenigs von Assur. 2Chr 32,20-23; Jes 37. \19\ 19.1 Und es geschah, als der Koenig Hiskia es hoerte, zerriss er seine Kleider, huellte sich in Sacktuch und ging in das Haus des HERRN. 19.2 Dann sandte er Eljakim, den Palastvorsteher, und den Schreiber Schebna und die Aeltesten der Priester, in Sacktuch gehuellt, zum Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz. 19.3 Und sie sagten zu ihm: So spricht Hiskia: Ein Tag der Bedraengnis und der Zuechtigung und der Schmaehung ist dieser Tag! Denn die Kinder sind bis an den Muttermund gekommen, aber da ist keine Kraft zu gebaeren. 19.4 Vielleicht hoert der HERR, dein Gott, alle Worte des Rabschake, den sein Herr, der Koenig von Assur, gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhoehnen, und bestraft [ihn] wegen der Worte, die der HERR, dein Gott, gehoert hat. Erhebe doch ein Gebet fuer den Ueberrest, der sich [noch] findet! 19.5 So kamen die Knechte des Koenigs Hiskia zu Jesaja. 19.6 Und Jesaja sagte zu ihnen: So sollt ihr zu eurem Herrn sagen: So spricht der HERR: Fuerchte dich nicht vor den Worten, die du gehoert hast, mit denen die Diener des Koenigs von Assur mich gelaestert haben! 19.7 Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, dass er ein Geruecht hoeren und in sein Land zurueckkehren wird; dann will ich ihn in seinem Land durchs Schwert faellen. 19.8 Und der Rabschake kehrte zurueck und fand den Koenig von Assur im Kampf gegen Libna; denn er hatte gehoert, dass er von Lachisch aufgebrochen war. 19.9 Der [Koenig] hatte naemlich ueber Tirhaka, den Koenig von Kusch, sagen hoeren: Siehe, er ist ausgezogen, um gegen dich zu kaempfen. Da sandte er wieder Boten zu Hiskia und liess [ihm] sagen: 19.10 So sollt ihr zu Hiskia, dem Koenig von Juda, sagen: Dein Gott taeusche dich nicht, auf den du vertraust, indem du sagst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Koenigs von Assur gegeben werden! 19.11 Siehe, du hast gehoert, was die Koenige von Assur allen Laendern getan haben, indem sie an ihnen den Bann vollstreckten. Und du solltest gerettet werden? 19.12 Haben die Goetter der Nationen, die meine Vaeter vernichtet haben, sie gerettet: Gosan, Haran und Rezef und die Soehne Edens, die in Telassar waren? 19.13 Wo ist der Koenig von Hamat und der Koenig von Arpad und der Koenig der Stadt Sefarwajim, [von] Hena und Awa? 19.14 Da nahm Hiskia den Brief aus der Hand der Boten und las ihn. Dann ging er ins Haus des HERRN hinauf, und Hiskia breitete ihn vor dem HERRN aus. 19.15 Und Hiskia betete vor dem HERRN: HERR, Gott Israels, der du ueber den Cherubim thronst, du bist es, der da Gott ist, du allein fuer alle Koenigreiche der Erde. Du hast den Himmel und die Erde gemacht. 19.16 Neige, HERR, dein Ohr und hoere! Tu, HERR, deine Augen auf und sieh! Ja, hoere die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, um den lebendigen Gott zu verhoehnen. 19.17 Es ist wahr, HERR, die Koenige von Assur haben die Nationen und ihr Land in Truemmer gelegt, 19.18 und ihre Goetter haben sie ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Goetter, sondern ein Werk von Menschenhaenden, Holz und Stein, und sie haben sie verloren gegeben. 19.19 Und nun, HERR, unser Gott, rette uns doch aus seiner Hand, damit alle Koenigreiche der Erde erkennen, dass du, HERR, allein Gott bist! 19.20 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz zu Hiskia und liess [ihm] sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des Koenigs von Assur, zu mir gebetet hast, habe ich gehoert. 19.21 Dies ist das Wort, das der HERR ueber ihn geredet hat: Es verachtet dich, es verspottet dich die Jungfrau, die Tochter Zion; die Tochter Jerusalem schuettelt das Haupt hinter dir her. 19.22 Wen hast du gehoehnt und gelaestert und gegen wen die Stimme erhoben? Gegen den Heiligen Israels hast du deine Augen emporgerichtet! 19.23 Durch deine Boten hast du den Herrn verhoehnt und hast gesagt: Mit der Menge meiner Wagen habe ich die Hoehe der Berge erstiegen, das aeusserste Ende des Libanon; und ich haue den Hochwald seiner Zedern um, die Auslese seiner Wacholderbaeume, und ich komme in seine fernste Herberge, in das Dickicht seines Baumbestandes. 19.24 Ich habe gegraben und fremde Wasser getrunken; und mit der Sohle meiner Fuesse trockne ich alle Stroeme Mazors aus. 19.25 Hast du nicht gehoert, dass ich lange vorher es gewirkt und von den Tagen der Vorzeit her es gebildet habe? Nun habe ich es kommen lassen, dass du befestigte Staedte verwuestest zu oeden Steinhaufen. 19.26 Und ihre Bewohner waren machtlos, sie wurden mit Schrecken erfuellt und zuschanden; sie waren [wie] Kraut des Feldes und gruenes Gras, [wie] Gras auf den Daechern, das vor dem Ostwind verdorrt. 19.27 Dein Sitzen und dein Aus- und Eingehen kenne ich, ja, dein Toben gegen mich. 19.28 Wegen deines Tobens gegen mich und weil dein Uebermut in meine Ohren heraufgekommen ist, werde ich meinen Ring in deine Nase legen und meinen Zaum an deine Lippen und werde dich zurueckfuehren auf dem Weg, auf dem du gekommen bist. - 19.29 Und dies soll dir das Zeichen sein: Man wird in diesem Jahr den Nachwuchs [der Ernte] essen und im zweiten Jahr den Wildwuchs. Im dritten Jahr aber sollt ihr saeen und ernten und Weinberge pflanzen und ihre Frucht essen. 19.30 Und das, was vom Haus Juda entkommen, was uebriggeblieben ist, wird wieder wurzeln nach unten und Frucht tragen nach oben. 19.31 Denn von Jerusalem wird ein Ueberrest ausgehen und das Entkommene vom Berg Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird das tun. 19.32 Darum, so spricht der HERR ueber den Koenig von Assur: Er wird nicht in diese Stadt kommen, und er wird keinen Pfeil hineinschiessen und ihr nicht mit dem Schild entgegentreten und wird keinen Wall gegen sie aufschuetten. 19.33 Auf dem Weg, den er gekommen ist, auf ihm wird er zurueckkehren und wird nicht in diese Stadt kommen, spricht der HERR. 19.34 Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu retten, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen. 19.35 Und es geschah in dieser Nacht, da zog ein Engel des HERRN aus und schlug im Lager von Assur 185 000 Mann. Und als man frueh am Morgen aufstand, siehe, da [fand man] sie alle, lauter Leichen. 19.36 Und Sanherib, der Koenig von Assur, brach auf, zog fort und kehrte zurueck; und er blieb in Ninive. 19.37 Und es geschah, als er sich im Haus seines Gottes Nisroch niederwarf, da erschlugen ihn seine Soehne Adrammelech und Sarezer mit dem Schwert; und sie entkamen in das Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon wurde an seiner Stelle Koenig. Hiskias Krankheit und Genesung. 2Chr 32,24; Jes 38,1-8. \20\ 20.1 In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, kam zu ihm und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein Haus! Denn du wirst sterben und nicht am Leben bleiben. 20.2 Da wandte er sein Gesicht zur Wand und betete zu dem HERRN. Und er sprach: 20.3 Ach, HERR! Denke doch daran, dass ich vor deinem Angesicht in Treue und mit ungeteiltem Herzen gelebt und dass ich getan habe, was gut ist in deinen Augen! Und Hiskia weinte sehr. 20.4 Und es geschah - Jesaja war [noch] nicht aus der inneren Stadt hinausgegangen -, da geschah das Wort des HERRN zu ihm: 20.5 Kehre um und sage zu Hiskia, dem Fuersten meines Volkes: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehoert, ich habe deine Traenen gesehen. Siehe, ich will dich heilen; am dritten Tag wirst du ins Haus des HERRN hinaufgehen. 20.6 Und ich will zu deinen Tagen fuenfzehn Jahre hinzufuegen. Und aus der Hand des Koenigs von Assur will ich dich und diese Stadt retten; und ich will diese Stadt beschirmen um meinetwillen und um meines Knechtes David willen. 20.7 Und Jesaja sagte: Bringt einen Feigenkuchen! Und sie brachten ihn und legten ihn auf das Geschwuer. Da genas er. 20.8 Und Hiskia sagte zu Jesaja: Was ist das Zeichen, dass der HERR mich heilen wird und dass ich am dritten Tag in das Haus des HERRN hinaufgehen werde? 20.9 Jesaja sagte: Dies wird dir das Zeichen vom HERRN sein, dass der HERR das Wort, das er geredet hat, tun wird: Soll der Schatten [an der Sonnenuhr] zehn Stufen vorwaertsgehen, oder soll er zehn Stufen zurueckgehen? 20.10 Da sagte Hiskia: Es ist dem Schatten ein leichtes, sich [an der Sonnenuhr] um zehn Stufen zu neigen; nein, sondern der Schatten soll zehn Stufen rueckwaertsgehen. 20.11 Da rief der Prophet Jesaja zu dem HERRN. Und er liess den Schatten um [so viele] Stufen [der Sonnenuhr] zurueckgehen, wie die Sonne an den Stufen [der Sonnenuhr] des Ahas hinabgegangen war, zehn Stufen zurueck. Gesandtschaft aus Babel bei Hiskia - Sein Tod. 2Chr 32,25-33; Jes 39. 20.12 In jener Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, der Koenig von Babel, Brief und Geschenk an Hiskia; denn er hatte gehoert, dass Hiskia krank gewesen war. 20.13 Und Hiskia freute sich ueber sie und zeigte ihnen sein ganzes Schatzhaus: das Silber und Gold, die Balsamoele und das koestliche Oel und sein ganzes Vorratshaus und alles, was sich in seinen Schatzkammern vorfand. Es gab nichts in seinem Haus und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia ihnen nicht gezeigt haette. 20.14 Da kam der Prophet Jesaja zum Koenig Hiskia und sprach zu ihm: Was haben diese Maenner gesagt, und woher sind sie zu dir gekommen? Da sagte Hiskia: Aus einem fernen Land sind sie gekommen, aus Babel. 20.15 Er sprach: Was haben sie in deinem Haus gesehen? Und Hiskia sagte: Sie haben alles gesehen, was in meinem Haus ist. Es gibt nichts in meinen Schatzkammern, das ich ihnen nicht gezeigt haette. 20.16 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Hoere das Wort des HERRN! 20.17 Siehe, Tage kommen, da wird alles, was in deinem Haus ist und was deine Vaeter bis zum heutigen Tag angehaeuft haben, nach Babel weggebracht werden. Nichts wird uebrigbleiben, spricht der HERR. 20.18 Und von deinen Soehnen, die von dir abstammen, die du zeugen wirst, wird man [einige] nehmen; und sie werden im Palast des Koenigs von Babel Hofbeamte sein. 20.19 Da sagte Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN ist gut, das du geredet hast. Aber er sagte [sich]: Wenn doch nur Friede und Sicherheit in meinen Tagen bleiben! 20.20 Und die uebrige Geschichte Hiskias und all seine Machttaten und wie er den Teich und die Wasserleitung gemacht und das Wasser in die Stadt geleitet hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 20.21 Und Hiskia legte sich zu seinen Vaetern. Und sein Sohn Manasse wurde an seiner Stelle Koenig. Manasse von Juda - Sein Goetzendienst. 2Chr 33,1-20. \21\ 21.1 Zwoelf Jahre war Manasse alt, als er Koenig wurde, und er regierte 55 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hefzi-Bah. 21.2 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, nach den Greueln der Nationen, die der HERR vor den Soehnen Israel vertrieben hatte. 21.3 Und er baute die Hoehen wieder auf, die sein Vater Hiskia vernichtet hatte, und errichtete Altaere fuer den Baal und machte eine Aschera, wie [sie] Ahab, der Koenig von Israel, gemacht hatte, und er warf sich nieder vor dem ganzen Heer des Himmels und diente ihnen. 21.4 Und er baute Altaere im Haus des HERRN, von dem der HERR gesagt hatte: In Jerusalem will ich meinen Namen niederlegen. 21.5 Und er baute fuer das ganze Heer des Himmels Altaere in den beiden Vorhoefen des Hauses des HERRN. 21.6 Und er liess seinen Sohn durchs Feuer gehen, und er trieb Zauberei und Beschwoerung und liess sich mit Totengeistern und Wahrsagegeistern ein. Er tat vieles, was boese war in den Augen des HERRN, um ihn zu reizen. 21.7 Und er stellte das Goetterbild der Aschera, das er gemacht hatte, in das Haus, von dem der HERR zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Staemmen Israels erwaehlt habe, will ich meinen Namen fuer ewig niederlegen! 21.8 Und ich will den Fuss Israels nicht mehr aus dem Land vertreiben, das ich ihren Vaetern gegeben habe, wenn sie nur darauf achten, nach allem zu tun, was ich ihnen geboten habe, und nach dem ganzen Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen geboten hat. 21.9 Aber sie hoerten nicht, und Manasse verfuehrte sie, mehr Boeses zu tun als die Nationen, die der HERR vor den Soehnen Israel ausgerottet hatte. 21.10 Da redete der HERR durch seine Knechte, die Propheten, und sprach: 21.11 Weil Manasse, der Koenig von Juda, diese Greuel veruebt [und] Schlimmes getan hat - mehr als alles, was die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen sind - und auch Juda durch seine Goetzen zur Suende verfuehrt hat, 21.12 darum, so spricht der HERR, der Gott Israels, siehe, will ich Unheil ueber Jerusalem und Juda bringen, dass jedem, der es hoert, die beiden Ohren gellen sollen. 21.13 Und ich werde ueber Jerusalem die Messschnur Samarias spannen und die Waage des Hauses Ahabs, und ich werde Jerusalem auswischen, wie man eine Schuessel auswischt: man wischt [sie] aus und dreht [sie] um auf ihre Oberseite. 21.14 Und ich werde den Ueberrest meines Erbteils verstossen und werde sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie werden allen ihren Feinden zum Raub und zur Pluenderung werden, 21.15 weil sie getan haben, was boese ist in meinen Augen, und mich zum Zorn gereizt haben, von dem Tag an, als ihre Vaeter aus Aegypten gezogen sind, bis auf den heutigen Tag. 21.16 Manasse vergoss auch sehr viel unschuldiges Blut, bis er Jerusalem damit anfuellte von einem Ende bis zum andern; abgesehen von seiner Suende, mit der er Juda zur Suende verfuehrte, zu tun, was boese war in den Augen des HERRN. 21.17 Und die uebrige Geschichte Manasses und alles, was er getan, und seine Suende, die er begangen hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 21.18 Und Manasse legte sich zu seinen Vaetern und wurde begraben im Garten seines Hauses, im Garten des Usa. Und sein Sohn Amon wurde an seiner Stelle Koenig. Amon von Juda. 2Chr 33,21-25. 21.19 Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er Koenig wurde, und er regierte zwei Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Meschullemet, die Tochter des Haruz aus Jotba. 21.20 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, wie sein Vater Manasse getan hatte. 21.21 Und er ging ganz den Weg, den sein Vater gegangen war, und diente den Goetzen, denen sein Vater gedient hatte, und warf sich vor ihnen nieder. 21.22 Und er verliess den HERRN, den Gott seiner Vaeter, und ging nicht auf dem Weg des HERRN. 21.23 Und die Knechte Amons verschworen sich gegen ihn und toeteten den Koenig in seinem Haus. 21.24 Das Volk des Landes aber erschlug alle, die sich gegen den Koenig Amon verschworen hatten; und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia an seiner Stelle zum Koenig. 21.25 Und die uebrige Geschichte Amons, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 21.26 Und man begrub ihn in seinem Begraebnis im Garten Usas. Und sein Sohn Josia wurde an seiner Stelle Koenig. Josia von Juda: Fund des Gesetzbuches. V. 1-7: 2Chr 34,1-13. \22\ 22.1 Acht Jahre war Josia alt, als er Koenig wurde, und er regierte 31 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jedida, die Tochter Adajas aus Bozkat. 22.2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN. Er ging ganz den Weg seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch zur Linken ab. 22.3 Und es geschah im 18. Jahr des Koenigs Josia, da sandte der Koenig den Schreiber Schafan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Meschullams, ins Haus des HERRN und sagte: V. 4-7: vgl. Kap. 12,5-16. 22.4 Geh hinauf zum Hohenpriester Hilkija, dass er das Geld ausschuette, das in das Haus des HERRN gebracht worden ist, das die [Priester, die] an der Schwelle wachen, vom Volk eingesammelt haben, 22.5 damit man es in die Hand der Werkfuehrer gebe, die am Haus des HERRN eingesetzt sind. Die sollen es den Werkmeistern geben, die im Haus des HERRN sind, um die Risse des Hauses auszubessern, 22.6 den Handwerkern und den Bauleuten und den Maurern, und zum Ankauf von Holz und behauenen Steinen, das Haus auszubessern. 22.7 Doch soll das Geld, das in ihre Hand gegeben wird, nicht mit ihnen abgerechnet werden, denn sie handeln gewissenhaft. V. 8-20: 2Chr 34,14-28. 22.8 Und der Hohepriester Hilkija sagte zu Schafan, dem Schreiber: Ich habe im Haus des HERRN das Buch des Gesetzes gefunden. Und Hilkija gab das Buch dem Schafan, und der las es. 22.9 Und der Schreiber Schafan kam zum Koenig und brachte dem Koenig Nachricht und sagte: Deine Knechte haben das Geld, das ich im Haus vorfand, ausgeschuettet und es in die Hand der Werkfuehrer gegeben, die am Haus des HERRN eingesetzt sind. 22.10 Und der Schreiber Schafan berichtete dem Koenig weiter: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las es dem Koenig vor. 22.11 Und es geschah, als der Koenig die Worte des Buches des Gesetzes hoerte, da zerriss er seine Kleider. 22.12 Und der Koenig befahl dem Priester Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Schafan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht des Koenigs, und sagte: 22.13 Geht hin, befragt den HERRN fuer mich und fuer das Volk und fuer ganz Juda wegen der Worte dieses aufgefundenen Buches! Denn gross ist der Zorn des HERRN, der sich gegen uns entzuendet hat, dafuer, dass unsere Vaeter auf die Worte dieses Buches nicht gehoert haben, nach allem zu tun, was unsertwegen aufgeschrieben ist. 22.14 Da gingen der Priester Hilkija und Ahikam und Achbor und Schafan und Asaja zu der Prophetin Hulda, der Frau des Schallum, des Sohnes Tikwas, des Sohnes des Harhas, des Hueters der Kleider; sie wohnte aber in Jerusalem im zweiten Stadtteil; und sie redeten mit ihr. 22.15 Und sie sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: 22.16 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil ueber diesen Ort bringen und ueber seine Bewohner: alle Worte des Buches, das der Koenig von Juda gelesen hat. 22.17 Weil sie mich verlassen und anderen Goettern Rauchopfer dargebracht haben, um mich zum Zorn zu reizen mit all dem Machwerk ihrer Haende, so wird mein Zorn sich gegen diesen Ort entzuenden und wird nicht erloeschen. 22.18 Zu dem Koenig von Juda aber, der euch gesandt hat, um den HERRN zu befragen, zu ihm sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: [Was] die Worte, die du gehoert hast, [betrifft] - 22.19 weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem HERRN gedemuetigt hast, als du hoertest, was ich ueber diesen Ort und ueber seine Bewohner geredet habe, dass sie zum Entsetzen und zum Fluch werden sollen, und du deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, darum habe auch ich gehoert, spricht der HERR. 22.20 Darum, siehe, ich werde dich zu deinen Vaetern versammeln; und du wirst zu deinen Graebern versammelt werden in Frieden, und deine Augen sollen all das Unheil nicht ansehen, das ich ueber diesen Ort kommen lasse. Und sie brachten dem Koenig die Antwort. Josias Reformen: Bundeserneuerung, Abschaffung des Goetzendienstes, Passahfeier - Sein Tod im Krieg gegen die Aegypter. 2Chr 34,29-33. \23\ 23.1 Und der Koenig sandte hin, und man versammelte zu ihm alle Aeltesten von Juda und von Jerusalem. 23.2 Und der Koenig ging ins Haus des HERRN hinauf und alle Maenner von Juda und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm und die Priester und die Propheten und alles Volk, vom Kleinsten bis zum Groessten. Und man las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuches, das im Haus des HERRN gefunden worden war. 23.3 Und der Koenig stand auf dem [erhoehten] Standort und schloss den Bund vor dem HERRN, dem HERRN nachzufolgen und seine Gebote und seine Zeugnisse und seine Ordnungen zu bewahren mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, um die Worte dieses Bundes zu erfuellen, die in diesem Buch aufgeschrieben sind. Und das ganze Volk trat in den Bund ein. 23.4 Und der Koenig befahl dem Hohenpriester Hilkija und den Priestern zweiten Ranges und den Huetern der Schwelle, aus dem Tempelraum des HERRN alle Geraete hinauszubringen, die fuer den Baal und die Aschera und das ganze Heer des Himmels gemacht worden waren. Dann verbrannte er sie ausserhalb Jerusalems in den Terrassen[gaerten] am Kidron und liess ihren Staub nach Bethel bringen. 23.5 Und er machte den Goetzenpriestern ein Ende, die die Koenige von Juda eingesetzt hatten und die auf den Hoehen, in den Staedten von Juda und in der Umgebung von Jerusalem Rauchopfer darbrachten und die, die dem Baal, der Sonne und dem Mond und dem Tierkreisbild und dem ganzen Heer des Himmels Rauchopfer darbrachten. 23.6 Und er brachte die Aschera aus dem Haus des HERRN hinaus nach draussen vor Jerusalem in das Bachtal des Kidron; und er verbrannte sie im Bachtal des Kidron und zermalmte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die Graeber der Soehne des Volkes. 23.7 Und er riss die Haeuser der Tempelhurer nieder, die [sich] im Haus des HERRN [befanden], in denen die Frauen Gewaender fuer die Aschera webten. 23.8 Und er liess alle Priester aus den Staedten Judas kommen und machte die Hoehen unrein, wo die Priester Rauchopfer dargebracht hatten, von Geba bis Beerscheba. Und er riss die Hoehen der Daemonen nieder, die am Eingang des Tores Joschuas, des Obersten der Stadt, waren, auf der linken Seite, wenn man zum Stadttor hineinkommt. 23.9 Doch durften die Priester der Hoehen nicht auf dem Altar des HERRN in Jerusalem opfern, sondern [nur] noch vom ungesaeuerten Brot inmitten ihrer Brueder essen. 23.10 Und er machte das Tofet unrein, das im Tal Ben-Hinnoms [lag], damit niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen liess. 23.11 Und er schaffte die Pferde ab, die die Koenige von Juda der Sonne [zu Ehren] aufgestellt hatten am Eingang des Hauses des HERRN, bei der Zelle Netan-Melechs, des Hofbeamten, die im Parwarim war, und die Sonnenwagen verbrannte er mit Feuer. 23.12 Und die Altaere, die auf dem Dach des Obergemachs des Ahas waren, die die Koenige von Juda gemacht hatten, und die Altaere, die Manasse in den beiden Vorhoefen des Hauses des HERRN gemacht hatte, riss der Koenig nieder und zertruemmerte [sie], und er warf ihren Staub ins Bachtal des Kidron. 23.13 Und der Koenig machte die Hoehen unrein, die vor Jerusalem zur Rechten des Berges des Verderbens waren, die Salomo, der Koenig von Israel, fuer Astarte, das Scheusal der Sidonier, und Kemosch, das Scheusal Moabs, und Milkom, den Greuel der Soehne Ammon, gebaut hatte. 23.14 Und er zertruemmerte die Gedenksteine und hieb die Ascherim um und fuellte ihre Staette mit Menschenknochen. 23.15 Auch den Altar, der in Bethel war, die Hoehe, die Jerobeam, der Sohn des Nebat, gemacht hatte, der Israel zur Suende verfuehrt hatte, auch diesen Altar und die Hoehe riss er nieder; und er verbrannte die Hoehe, [und] die Aschera zermalmte er zu Staub und verbrannte [sie]. 23.16 Und als Josia sich umwandte und die Graeber sah, die dort in dem Berg waren, da sandte er hin und liess die Gebeine aus den Graebern holen, verbrannte sie auf dem Altar und machte ihn [auf diese Weise] unrein nach dem Wort des HERRN, das der Mann Gottes ausgerufen hatte, der diese Dinge [damals] ausrief. 23.17 Und er sagte: Was ist das da fuer ein Steinmal, das ich sehe? Und die Maenner der Stadt sagten zu ihm: [Es ist] das Grab des Mannes Gottes, der von Juda gekommen ist und diese Dinge, die du getan hast, ueber den Altar von Bethel ausgerufen hat. 23.18 Da sagte er: Lasst ihn liegen, niemand soll seine Gebeine bewegen! Und so retteten sie seine Gebeine zusammen mit den Gebeinen des Propheten, der aus Samaria gekommen war. 23.19 Auch alle Haeuser der Hoehen, die in den Staedten Samarias waren, die die Koenige von Israel gemacht hatten, um [den HERRN] zum Zorn zu reizen, beseitigte Josia. Er verfuhr mit ihnen genauso, wie er [es] in Bethel vollzogen hatte. 23.20 Und alle Priester der Hoehen, die dort waren, schlachtete er auf den Altaeren und verbrannte Menschenknochen darauf. Dann kehrte er nach Jerusalem zurueck. V. 21-30: 2Chr 35. 23.21 Und der Koenig befahl dem ganzen Volk: Feiert dem HERRN, eurem Gott, ein Passah, wie in diesem Buch des Bundes geschrieben steht! 23.22 Denn es war kein Passah gefeiert worden wie dieses von den Tagen der Richter an, die Israel gerichtet hatten, und alle Tage der Koenige von Israel und der Koenige von Juda, 23.23 sondern [erst] im achtzehnten Jahr des Koenigs Josia wurde dieses Passah dem HERRN in Jerusalem gefeiert. 23.24 Und auch die Totenbeschwoerer und die Wahrsager und die Teraphim und die Goetzen und alle Scheusale, die im Land Juda und in Jerusalem zu sehen waren, schaffte Josia ab, um die Wortes des Gesetzes auszufuehren, die in dem Buch geschrieben standen, das der Priester Hilkija im Haus des HERRN gefunden hatte. 23.25 Vor Josia gab es keinen Koenig wie ihn, der zu dem HERRN umgekehrt waere mit seinem ganzen Herzen und mit seiner ganzen Seele und mit seiner ganzen Kraft nach dem ganzen Gesetz des Mose. Und [auch] nach ihm ist seinesgleichen nicht aufgestanden. 23.26 Doch kehrte sich der HERR nicht ab von der grossen Glut seines Zornes, mit der sein Zorn gegen Juda entbrannt war, wegen all der Kraenkungen, mit denen Manasse ihn gekraenkt hatte. 23.27 So hatte der HERR gesagt: Auch Juda will ich von meinem Angesicht entfernen, wie ich Israel entfernt habe; und ich will diese Stadt verwerfen, die ich erwaehlt habe, Jerusalem, und das Haus, von dem ich gesagt habe: Mein Name soll dort sein! 23.28 Und die uebrige Geschichte Josias und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 23.29 In seinen Tagen zog der Pharao Necho, der Koenig von Aegypten, gegen den Koenig von Assur hinauf an den Strom Euphrat. Und der Koenig Josia zog ihm entgegen; aber Necho toetete ihn bei Megiddo, als er ihn sah. 23.30 Und seine Knechte fuehrten ihn auf einem Wagen tot von Megiddo fort und brachten ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Begraebnis. Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und machten ihn zum Koenig anstelle seines Vaters. Joahas von Juda. 2Chr 36,1-4. 23.31 Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, als er Koenig wurde, und er regierte drei Monate in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hamutal, die Tochter Jirmejas aus Libna. 23.32 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, nach allem, was seine Vaeter getan hatten. 23.33 Und der Pharao Necho setzte ihn in Ribla im Land Hamat gefangen, so dass er nicht mehr in Jerusalem Koenig war. Und er legte dem Land eine Geldbusse von hundert Talenten Silber und einem Talent Gold auf. 23.34 Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, zum Koenig anstelle seines Vaters Josia und aenderte seinen Namen in Jojakim. Joahas aber nahm er [mit sich], und er kam nach Aegypten und starb dort. 23.35 Und das Silber und das Gold aber gab Jojakim dem Pharao. Doch musste er das Land schaetzen, um das Geld nach dem Befehl des Pharao abzuliefern; vom Volk des Landes, von jedem nach seiner Schaetzung, trieb er das Silber und das Gold ein, um es dem Pharao Necho abzuliefern. Jojakim von Juda. 2Chr 36,5-8. 23.36 Fuenfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er Koenig wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem, und der Name seiner Mutter war Sebuda, die Tochter Pedajas aus Ruma. 23.37 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, nach allem, was seine Vaeter getan hatten. \24\ 24.1 In seinen Tagen zog Nebukadnezar, der Koenig von Babel, herauf, und Jojakim war drei Jahre sein Knecht, dann wandte er sich [wieder ab] und empoerte sich gegen ihn. 24.2 Und der HERR sandte gegen ihn Streifscharen der Chaldaeer und Streifscharen Arams und Streifscharen Moabs und Streifscharen der Soehne Ammon. Er sandte sie gegen Juda, um es zugrunde zu richten nach dem Wort des HERRN, das er durch seine Knechte, die Propheten, geredet hatte. 24.3 Ja, nach dem Befehl des HERRN geschah das gegen Juda, um es von seinem Angesicht zu entfernen wegen der Suenden Manasses, nach allem, was er getan hatte; 24.4 auch wegen des unschuldigen Blutes, das er vergossen hatte, so dass er Jerusalem mit unschuldigem Blut angefuellt hatte. Das wollte der HERR nicht vergeben. 24.5 Und die uebrige Geschichte Jojakims und alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Geschichte der Koenige von Juda? 24.6 Und Jojakim legte sich zu seinen Vaetern. Und sein Sohn Jojachin wurde an seiner Stelle Koenig. 24.7 Doch der Koenig von Aegypten zog fortan nicht mehr aus seinem Land. Denn der Koenig von Babel hatte von dem Bach Aegyptens an bis zum Strom Euphrat alles genommen, was dem Koenig von Aegypten gehoert hatte. Jojachin von Juda - Erste Eroberung Jerusalems und erste Wegfuehrung nach Babel. 2Chr 36,9.10; Jer 22,24-30. 24.8 Achtzehn Jahre war Jojachin alt, als er Koenig wurde, und er regierte drei Monate in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Nehuschta, die Tochter Elnatans aus Jerusalem. 24.9 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater getan hatte. 24.10 In jener Zeit zogen die Knechte Nebukadnezars, des Koenigs von Babel, nach Jerusalem herauf, und die Stadt kam in Belagerung. 24.11 Und Nebukadnezar, der Koenig von Babel, ging [selbst] gegen die Stadt vor, waehrend seine Knechte sie belagerten. 24.12 Und Jojachin, der Koenig von Juda, ging zum Koenig von Babel hinaus, er und seine Mutter und seine Knechte und seine Obersten und seine Hofbeamten. Und der Koenig von Babel nahm ihn gefangen im achten Jahr seiner Koenigsherrschaft. 24.13 Und er brachte von dort heraus alle Schaetze des Hauses des HERRN und die Schaetze des Koenigshauses und brach [das Gold von] allen goldenen Geraeten ab, die Salomo, der Koenig von Israel, im Tempel des HERRN gemacht hatte, ganz wie der HERR geredet hatte. 24.14 Und er fuehrte ganz Jerusalem gefangen fort und alle Obersten und alle kriegstuechtigen [Maenner], zehntausend Gefangene, und alle Schmiede und Schlosser. Niemand blieb uebrig als nur das geringe Volk des Landes. 24.15 Und er fuehrte Jojachin gefangen fort nach Babel. Und die Mutter des Koenigs und die Frauen des Koenigs und seine Hofbeamten und die Buergerschaft des Landes fuehrte er als Gefangene aus Jerusalem nach Babel. 24.16 Und alle Kriegsmaenner, 7 000, und die Schmiede und die Schlosser, 1 000, alles tuechtige, kampferprobte Maenner, die brachte der Koenig von Babel als Gefangene nach Babel. 24.17 Und der Koenig von Babel machte Mattanja, Jojachins Onkel an seiner Stelle zum Koenig und aenderte seinen Namen in Zedekia. Zedekia, letzter Koenig von Juda - Belagerung Jerusalems - Flucht und Gefangennahme des Koenigs 2Chr 36,11-16; Jer 52,1-11 24.18 Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er Koenig wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Hamutal, die Tochter Jirmejas aus Libna. 24.19 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, nach allem, was Jojakim getan hatte. 24.20 Denn wegen des Zornes des HERRN kam es in Jerusalem und in Juda dahin, dass er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia empoerte sich gegen den Koenig von Babel. V. 1-7: Jer 39,1-7. \25\ 25.1 Und es geschah im neunten Jahr seiner Regierung, im zehnten Monat, am Zehnten des Monats, da kam Nebukadnezar, der Koenig von Babel, er und sein ganzes Heer, gegen Jerusalem und belagerte es; und sie bauten Belagerungstuerme gegen es ringsumher. 25.2 So kam die Stadt in Belagerung bis ins elfte Jahr des Koenigs Zedekia. 25.3 Am Neunten des [vierten] Monats, als der Hunger in der Stadt ueberhand genommen hatte und kein Brot [mehr] da war fuer das Volk des Landes, 25.4 da wurde die Stadt[mauer] aufgebrochen, und alle Kriegsleute [flohen] nachts auf dem Weg durch das Tor, das zwischen den beiden Mauern beim Garten des Koenigs [lag] - die Chaldaeer aber waren rings um die Stadt her - und der Koenig zog den Weg zur Steppe. 25.5 Aber das Heer der Chaldaeer jagte dem Koenig nach, und sie holten ihn ein in den Steppen von Jericho; und sein ganzes Heer zerstreute sich von ihm weg. 25.6 Und sie ergriffen den Koenig und fuehrten ihn hinauf zum Koenig von Babel nach Ribla; und man sprach das Urteil ueber ihn. 25.7 Und man schlachtete die Soehne Zedekias vor seinen Augen ab; und man blendete die Augen Zedekias und band ihn mit ehernen Fesseln und brachte ihn nach Babel. Zerstoerung Jerusalems und des Tempels - Zweite Wegfuehrung nach Babel. 2Chr 36,17-21; Jer 52,12-27; V. 8-12: Jer 39,8-10. 25.8 Und im fuenften Monat, am Siebten des Monats, das war das neunzehnte Jahr des Koenigs Nebukadnezar, des Koenigs von Babel, kam Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, der Knecht des Koenigs von Babel, nach Jerusalem. 25.9 Und er verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Koenigs; und alle Haeuser Jerusalems und jedes grosse Haus verbrannte er mit Feuer. 25.10 Und das ganze Heer der Chaldaeer, das bei dem Obersten der Leibwache war, riss die Mauern von Jerusalem ringsum nieder. 25.11 Und den Rest des Volkes, die in der Stadt Uebriggebliebenen und die Ueberlaeufer, die zum Koenig von Babel uebergelaufen waren, und den Rest der Menge fuehrte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, gefangen fort. 25.12 Aber von den Geringen des Landes liess der Oberste der Leibwache [einige] zurueck als Weingaertner und als Ackerleute. 25.13 Und die bronzenen Saeulen, die am Haus des HERRN waren, und die Gestelle und das bronzene Meer, die im Haus des HERRN waren, zerschlugen die Chaldaeer und nahmen die Bronze davon mit nach Babel. 25.14 Und die Toepfe und die Schaufeln und die Messer und die Schalen und alle bronzenen Geraete, mit denen man den Dienst verrichtete, nahmen sie mit. 25.15 Auch die Feuerbecken und die Sprengschalen, was aus reinem Gold und was aus reinem Silber war, nahm der Oberste der Leibwache mit, 25.16 [ferner] die beiden Saeulen, das eine Meer und die Gestelle, die Salomo fuer das Haus des HERRN gemacht hatte. Die Bronze aller dieser Geraete war nicht zu wiegen. 25.17 Achtzehn Ellen war die Hoehe der einen Saeule, und ein Kapitell aus Bronze war darauf, und die Hoehe des Kapitells [betrug] drei Ellen, und Flechtwerk und Granataepfel waren an dem Kapitell ringsum, alles aus Bronze; und genauso war es an der anderen Saeule mit dem Flechtwerk. 25.18 Und der Oberste der Leibwache nahm den Oberpriester Seraja und Zephanja, den zweiten Priester, und die drei, die an der Schwelle Wache hielten; 25.19 und aus der Stadt nahm er einen Hofbeamten, der ueber die Kriegsleute eingesetzt war, und fuenf Maenner von denen, die staendig um den Koenig waren, die sich in der Stadt fanden, und den Schreiber des Heerobersten, der das Volk des Landes zum Heeresdienst aushob, und sechzig Mann vom Volk des Landes, die sich in der Stadt fanden. 25.20 Und Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, nahm sie und brachte sie zum Koenig von Babel nach Ribla. V. 21-26: Jer 40-43 25.21 Und der Koenig von Babel erschlug sie und toetete sie in Ribla im Land Hamat. - So wurde Juda aus seinem Land gefangen weggefuehrt. Statthalter Gedalja. V. 22-24: Jer 40,7-9; 41,1-7; 43,5-7. 25.22 Und [was] das Volk [betrifft], das im Land Juda uebriggeblieben war, das Nebukadnezar, der Koenig von Babel, uebriggelassen hatte, ueber sie setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohnes Schafans [als Statthalter] ein. 25.23 Und als alle Heerobersten, sie und ihre Maenner, hoerten, dass der Koenig von Babel Gedalja [als Statthalter] eingesetzt habe, da kamen sie zu Gedalja nach Mizpa; naemlich Ismael, der Sohn des Netanja, und Johanan, der Sohn des Kareach, und Seraja, der Sohn des Tanhumet, der Netofatiter, und Jaasanja, der Sohn des Maachatiters, sie und ihre Maenner. 25.24 Und Gedalja schwor ihnen und ihren Maennern und sagte zu ihnen: Fuerchtet euch nicht vor den Knechten der Chaldaeer! Bleibt im Land und dient dem Koenig von Babel! Dann wird es euch gutgehen. 25.25 Es geschah aber im siebten Monat, da kam Ismael, der Sohn Netanjas, des Sohnes Elischamas, [einer] von den koeniglichen Nachkommen, und zehn Maenner mit ihm; und sie erschlugen Gedalja, so dass er starb, sowie die Juden und die Chaldaeer, die bei ihm in Mizpa waren. 25.26 Da machte sich alles Volk, vom Kleinsten bis zum Groessten, mit den Heerobersten auf, und sie kamen nach Aegypten; denn sie fuerchteten sich vor den Chaldaeern. Jojachins Begnadigung. Jer 52,31-34. 25.27 Und es geschah im 37. Jahr der Wegfuehrung Jojachins, des Koenigs von Juda, im zwoelften Monat, am 27. des Monats, da erhob Ewil-Merodach, der Koenig von Babel, in dem Jahr, als er Koenig wurde, das Haupt Jojachins, des Koenigs von Juda, [und fuehrte ihn] aus dem Gefaengnis. 25.28 Und er redete guetig mit ihm und setzte seinen Thron ueber den Thron der Koenige, die bei ihm in Babel waren. 25.29 Und Jojachin durfte seine Gefaengniskleidung ablegen. Und er ass bestaendig vor ihm alle Tage seines Lebens. 25.30 Und sein Unterhalt, ein bestaendiger Unterhalt, wurde ihm, soviel er taeglich noetig hatte, vom Koenig gegeben alle Tage seines Lebens. Das erste Buch der Chronik. Nachkommen Adams bis zu den Soehnen Isaaks. V. 1-4: 1Mo 5; Lk 3,36-38; V. 5-16: 1Mo 10,1-20. \1\ 1.1 Adam, Set, Enosch, 1.2 Kenan, Mahalalel, Jered, 1.3 Henoch, Metuschelach, Lamech, 1.4 Noah, Sem, Ham und Jafet. 1.5 Die Soehne Jafets: Gomer und Magog und Madai und Jawan und Tubal und Meschech und Tiras. 1.6 Und die Soehne Gomers: Aschkenas und Rifat und Togarma. 1.7 Und die Soehne Jawans: Elischa und Tarsis, die Kittaer und die Rodaniter. 1.8 Die Soehne Hams: Kusch und Mizrajim, Put und Kanaan. 1.9 Und die Soehne von Kusch: Seba und Hawila und Sabta und Ragma und Sabtecha. Und die Soehne Ragmas: Saba und Dedan. 1.10 Und Kusch zeugte Nimrod; der fing an, ein Gewaltiger auf der Erde zu sein. - 1.11 Und Mizrajim zeugte die Luditer und die Anamiter und die Lehabiter und die Naftuhiter 1.12 und die Patrositer und die Kasluhiter, von denen die Philister ausgegangen sind, und die Kaftoriter. - 1.13 Und Kanaan zeugte Sidon, seinen Erstgeborenen, und Het 1.14 und den Jebusiter und den Amoriter und den Girgaschiter 1.15 und den Hiwiter und den Arkiter und den Siniter 1.16 und den Arwaditer und den Zemariter und den Hamatiter. V. 17-23: 1Mo 10,21-31; V. 17-27: 1Mo 11,10-26; Lk 3,34-36. 1.17 Die Soehne Sems: Elam und Assur und Arpachschad und Lud und Aram und Uz und Hul und Geter und Masch. 1.18 Und Arpachschad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Eber. 1.19 Und Eber wurden zwei Soehne geboren: der Name des einen war Peleg, denn in seinen Tagen wurde die Erde verteilt; und der Name seines Bruders war Joktan. 1.20 Und Joktan zeugte Almodad und Schelef und Hazarmawet und Jerach 1.21 und Hadoram und Usal und Dikla 1.22 und Obal und Abimael und Saba 1.23 und Ofir und Hawila und Jobab; diese alle waren Soehne Joktans. 1.24 Sem, Arpachschad, Schelach, 1.25 Eber, Peleg, Regu, 1.26 Serug, Nahor, Terach, 1.27 Abram, das ist Abraham. V. 28-31: 1Mo 25,12-18. 1.28 Die Soehne Abrahams: Isaak und Ismael. 1.29 Das ist ihre Geschlechterfolge: Der Erstgeborene Ismaels: Nebajot, und Kedar und Adbeel und Mibsam, 1.30 Mischma und Duma, Massa, Hadad und Tema, 1.31 Jetur, Nafisch und Kedma; das sind die Soehne Ismaels. V. 32.33: 1Mo 25,1-4. 1.32 Und die Soehne der Ketura, der Nebenfrau Abrahams: sie gebar Simran und Jokschan und Medan und Midian und Jischbak und Schuach. Und die Soehne Jokschans: Saba und Dedan. 1.33 Und die Soehne Midians: Efa und Efer und Henoch und Abida und Eldaa. Diese alle waren Soehne der Ketura. - 1.34 Und Abraham zeugte Isaak. Die Soehne Isaaks: Esau und Israel. Nachkommen Esaus. V. 35-42: 1Mo 36,1-30. 1.35 Die Soehne Esaus: Elifas, Reguel und Jeusch und Jalam und Korach. 1.36 Die Soehne des Elifas: Teman und Omar, Zefo und Gatam, Kenas und Timna und Amalek. 1.37 Die Soehne Reguels: Nahat, Serach, Schamma und Misa. 1.38 Und die Soehne Seirs: Lotan und Schobal und Zibon und Ana und Dischon und Ezer und Dischan. 1.39 Und die Soehne Lotans: Hori und Hemam; und die Schwester Lotans: Timna. 1.40 Die Soehne Schobals: Alwan und Manahat und Ebal, Schefi und Onam. Und die Soehne Zibons: Aja und Ana. 1.41 Die Soehne Anas: Dischon. Und die Soehne Dischons: Hemdan und Eschban und Jitran und Keran. - 1.42 Die Soehne Ezers: Bilhan und Saawan und Akan. Die Soehne Dischans: Uz und Aran. V. 43-54: 1Mo 36,31-43. 1.43 Und das sind die Koenige, die im Land Edom regiert haben, ehe ein Koenig ueber die Soehne Israel regierte: Bela, der Sohn Beors; und der Name seiner Stadt war Dinhaba. 1.44 Und Bela starb; und an seiner Stelle wurde Jobab, der Sohn Serachs, aus Bozra Koenig. 1.45 Und Jobab starb; und an seiner Stelle wurde Huscham aus dem Land der Temaniter Koenig. 1.46 Und Huscham starb; und an seiner Stelle wurde Hadad, der Sohn Bedads, Koenig, der Midian schlug im Gebiet Moabs; und der Name seiner Stadt war Awit. 1.47 Und Hadad starb; und an seiner Stelle wurde Samla aus Masreka Koenig. 1.48 Und Samla starb; und Koenig an seiner Stelle wurde Schaul aus Rehobot am Strom. 1.49 Und Schaul starb; und an seiner Stelle wurde Baal-Hanan, der Sohn Achbors, Koenig. 1.50 Und Baal-Hanan starb; und an seiner Stelle wurde Hadad Koenig; und der Name seiner Stadt war Pagu, und der Name seiner Frau Mehetabel, die Tochter Matreds, die Tochter Me-Sahabs. 1.51 Und Hadad starb. Und Fuersten von Edom waren: Fuerst Timna, Fuerst Alwa, Fuerst Jetet, 1.52 Fuerst Oholibama, Fuerst Ela, Fuerst Pinon, 1.53 Fuerst Kenas, Fuerst Teman, Fuerst Mibzar, 1.54 Fuerst Magdiel, Fuerst Iram. Das sind [die] Fuersten von Edom. Soehne Jakobs - Nachkommen Judas. V. 1-15: Mt 1,2-6; Lk 3,31-34. \2\ 2.1 Das sind die Soehne Israels: Ruben, Simeon, Levi und Juda, Issaschar und Sebulon, 2.2 Dan, Joseph und Benjamin, Naftali, Gad und Asser. 2.3 Die Soehne Judas: Er und Onan und Schela; diese drei wurden ihm geboren von der Tochter Schuas, der Kanaaniterin. Und Er, der Erstgeborene Judas, war boese in den Augen des HERRN, und er liess ihn sterben. 2.4 Und seine Schwiegertochter Tamar gebar ihm Perez und Serach. Alle Soehne Judas waren fuenf. V. 4-16: Rt 4,18-22. 2.5 Die Soehne des Perez waren: Hezron und Hamul. 2.6 Und die Soehne Serachs: Simri und Etan und Heman und Kalkol und Darda; sie alle waren fuenf. - 2.7 Und die Soehne Karmis: Achar, der Israel ins Unglueck brachte, weil er Untreue an dem Gebannten uebte. 2.8 Und die Soehne Etans: Asarja. 2.9 Und die Soehne Hezrons, die ihm geboren wurden: Jerachmeel und Ram und Kaleb. 2.10 Und Ram zeugte Amminadab; und Amminadab zeugte Nachschon, den Fuersten der Soehne Juda. 2.11 Und Nachschon zeugte Salmon, und Salmon zeugte Boas; 2.12 und Boas zeugte Obed, und Obed zeugte Isai. 2.13 Und Isai zeugte Eliab, seinen Erstgeborenen; und Abinadab, den zweiten; und Schamma, den dritten; 2.14 Netanel, den vierten; Raddai, den fuenften; 2.15 Ozem, den sechsten; David, den siebten. 2.16 Und ihre Schwestern waren: Zeruja und Abigal. Und die Soehne der Zeruja: Abischai und Joab und Asael, drei. 2.17 Und Abigal gebar Amasa; und der Vater Amasas war Jeter, der Ismaeliter. 2.18 Und Kaleb, der Sohn Hezrons, zeugte [Soehne] mit seiner Frau Asuba und mit Jeriot; und das sind ihre Soehne: Jescher und Schobab und Ardon. 2.19 Und Asuba starb; und Kaleb nahm Efrata, und sie gebar ihm Hur. 2.20 Und Hur zeugte Uri, und Uri zeugte Bezalel. - 2.21 Und danach ging Hezron ein zu der Tochter Machirs, des Vaters Gileads; und er nahm sie, als er sechzig Jahre alt war, und sie gebar ihm Segub. 2.22 Und Segub zeugte Jair. Und der hatte 23 Staedte im Land Gilead; 2.23 und Geschur und Aram nahmen ihnen die Zeltdoerfer Jairs weg, dazu Kenat und seine Tochterstaedte, sechzig Staedte. Diese alle waren Soehne Machirs, des Vaters Gileads. 2.24 Und nach dem Tod Hezrons in Kaleb-Efrata, da gebar Abija, die Frau Jezrons, ihm Aschhur, den Vater Tekoas. 2.25 Und die Soehne Jerachmeels, des Erstgeborenen Hezrons, waren: Der Erstgeborene Ram und Buna und Oren und Ozem [von] Ahija. 2.26 Und Jerachmeel hatte [noch] eine andere Frau, ihr Name war Atara; sie war die Mutter Onams. 2.27 Und die Soehne Rams, des Erstgeborenen Jerachmeels, waren: Maaz und Jamin und Eker. - 2.28 Und die Soehne Onams waren: Schammai und Jada. Und die Soehne Schammais: Nadab und Abischur. 2.29 Und der Name der Frau Abischurs war Abihajil; und sie gebar ihm Achban und Molid. 2.30 Und die Soehne Nadabs: Seled und Appajim. Und Seled starb ohne Soehne. - 2.31 Und die Soehne Appajims: Jischi. Und die Soehne Jischis: Scheschan. Und die Soehne Scheschans: Achlai. - 2.32 Und die Soehne Jadas, des Bruders Schammais: Jeter und Jonatan. Und Jeter starb ohne Soehne. 2.33 Und die Soehne Jonatans: Pelet und Sasa. Das waren die Soehne Jerachmeels. - 2.34 Und Scheschan hatte keine Soehne, sondern nur Toechter. Und Scheschan hatte einen aegyptischen Knecht, sein Name war Jarha; 2.35 und Scheschan gab seinem Knecht Jarha seine Tochter zur Frau, und sie gebar ihm Attai. 2.36 Und Attai zeugte Nathan, und Nathan zeugte Sabad, 2.37 und Sabad zeugte Eflal, und Eflal zeugte Obed, 2.38 und Obed zeugte Jehu, und Jehu zeugte Asarja, 2.39 und Asarja zeugte Helez, und Helez zeugte Elasa, 2.40 und Elasa zeugte Sismai, und Sismai zeugte Schallum, 2.41 und Schallum zeugte Jekamja, und Jekamja zeugte Elischama. 2.42 Und die Soehne Kalebs, des Bruders Jerachmeels: Mescha, sein Erstgeborener - er ist der Vater Sifs -, und die Soehne Mareschas, des Vaters Hebrons. 2.43 Und die Soehne Hebrons: Korach und Tappuach und Rekem und Schema. 2.44 Und Schema zeugte Raham, den Vater Jorkoams, und Rekam zeugte Schammai. 2.45 Und der Sohn Schammais war Maon, und Maon war der Vater Bet-Zurs. - 2.46 Und Efa, die Nebenfrau Kalebs, gebar Haran und Moza und Gases. Und Haran zeugte Gases. - 2.47 Und die Soehne Jahdais: Regem und Jotam und Geschan und Pelet und Efa und Schaaf. 2.48 Maacha, die Nebenfrau Kalebs, gebar Scheber und Tirhana; 2.49 und sie gebar Schaaf, den Vater Madmannas, Schewa, den Vater Machbenas und den Vater Gibeas. Und die Tochter Kalebs war Achsa. 2.50 Das waren die Soehne Kalebs. Die Soehne Hurs, des Erstgeborenen der Efrata: Schobal, der Vater von Kirjat-Jearim; 2.51 Salmon, der Vater von Bethlehem; Haref, der Vater von Bet-Gader. 2.52 Und Schobal, der Vater von Kirjat-Jearim, hatte Soehne: Haroeh [und] Hazi, den Menuchotiter; 2.53 und die Sippen von Kirjat-Jearim waren: die Jeteriter und die Putiter und die Schumatiter und die Mischraiter; von diesen sind ausgegangen die Zoratiter und die Eschtaoliter. 2.54 Die Soehne Salmons: Bethlehem und die Netofatiter, Atrot-Bet-Joab und Hazi, der Manachiter, [und] die Zoriter; 2.55 und die Sippen der Schreiber, die Jabez bewohnten: die Tiratiter, die Schimatiter, die Suchatiter. Das sind die Kiniter, die von Hammat, dem Vater des Hauses Rechab, herkommen. Nachkommen Davids. V. 1-9: 2Sam 3,2-5; 5,13-16. \3\ 3.1 Und das waren die Soehne Davids, die ihm in Hebron geboren wurden: Der erstgeborene Amnon, von Ahinoam, der Jesreeliterin; der zweite Daniel, von Abigajil, der Karmeliterin; 3.2 der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des Koenigs von Geschur; der vierte Adonija, der Sohn der Haggit; 3.3 der fuenfte Schefatja, von der Abital; der sechste Jitream, von seiner Frau Egla. 3.4 [Diese] sechs wurden ihm in Hebron geboren. Und er regierte dort sieben Jahre und sechs Monate; und 33 Jahre regierte er in Jerusalem. V. 5-9: Kap. 14,4-7. 3.5 Und diese wurden ihm in Jerusalem geboren: Schammua und Schobab und Nathan und Salomo, [diese] vier von Bat-Schua, der Tochter Ammiels; 3.6 und Jibhar und Elischama und Elifelet 3.7 und Nogah und Nefeg und Jafia 3.8 und Elischama und Eljada und Elifelet, [zusammen] neun; 3.9 alles Soehne Davids, ohne die Soehne der Nebenfrauen; und Tamar war ihre Schwester. V. 10-24: Mt 1,7-11. 3.10 Und der Sohn Salomos war Rehabeam; dessen Sohn Abija, dessen Sohn Asa, dessen Sohn Joschafat, 3.11 dessen Sohn Joram, dessen Sohn Ahasja, dessen Sohn Joasch, 3.12 dessen Sohn Amazja, dessen Sohn Asarja, dessen Sohn Jotam, 3.13 dessen Sohn Ahas, dessen Sohn Hiskia, dessen Sohn Manasse, 3.14 dessen Sohn Amon, dessen Sohn Josia. 3.15 Und die Soehne Josias: Der Erstgeborene: Johanan; der zweite: Jojakim; der dritte: Zedekia; der vierte: Schallum. 3.16 Und die Soehne Jojakims: sein Sohn Jechonja, dessen Sohn Zedekia. 3.17 Und die Soehne Jechonjas: Assir; dessen Sohn Schealtiel 3.18 und Malkiram und Pedaja und Schenazzar, Jekamja, Hoschama und Nedabja. 3.19 Und die Soehne Pedajas: Serubbabel und Schimi. Und die Soehne Serubbabels: Meschullam und Hananja; und Schelomit war ihre Schwester; 3.20 und Haschuba und Ohel und Berechja und Hasadja, Juschab-Hesed, [diese] fuenf. 3.21 Und die Soehne Hananjas: Pelatja und Jesaja; die Soehne Refajas, die Soehne Arnans, die Soehne Obadjas, die Soehne Schechanjas. 3.22 Und die Soehne Schechanjas: Schemaja. Und die Soehne Schemajas: Hattusch und Jigal und Bariach und Nearja und Schafat, [diese] sechs. 3.23 Und die Soehne Nearjas: Eljoenai und Hiskia und Asrikam, [diese] drei. 3.24 Und die Soehne Eljoenais: Hodawja und Eljaschib und Pelaja und Akkub und Johanan und Delaja und Anani, [diese] sieben. Stamm Juda. 4Mo 26,19-22. \4\ 4.1 Die Soehne Judas: Perez, Hezron und Karmi und Hur und Schobal. 4.2 Und Reaja, der Sohn Schobals, zeugte Jahat; und Jahat zeugte Ahumai und Lahad. Das sind die Sippen der Zoratiter. - 4.3 Und diese sind von dem Vater Etams: Jesreel und Jischma und Jidbasch; und der Name ihrer Schwester: Hazlelponi; 4.4 und Pnuel, der Vater Gedors; und Eser, der Vater Huschas. Das sind die Soehne Hurs, des Erstgeborenen [von] der Efrata, des Vaters, von Bethlehem. - 4.5 Und Aschhur, der Vater Tekoas, hatte zwei Frauen: Hela und Naara. 4.6 Und Naara gebar ihm Ahusam und Hefer und Temni und Ahaschtari. Das sind die Soehne der Naara. 4.7 Und die Soehne der Hela: Zeret, Jizhar und Etnan. - 4.8 Und Koz zeugte Anub und Zobeba und die Sippen Aharhels, des Sohnes Harums. 4.9 Und Jabez war angesehener als seine Brueder; und seine Mutter gab ihm den Namen Jabez, denn sie sagte: Mit Schmerzen habe ich ihn geboren. 4.10 Und Jabez rief den Gott Israels an und sagte: Dass du mich doch segnen und mein Gebiet erweitern moegest und deine Hand mit mir sei und du das Uebel [von mir] fern hieltest, dass kein Schmerz mich treffe! Und Gott liess kommen, was er erbeten hatte. 4.11 Und Kelub, der Bruder Schuhas, zeugte Mehir; der war der Vater Eschtons. 4.12 Und Eschton zeugte Bet-Rafa und Paseach und Tehinna, den Vater der Stadt Nahasch; das sind die Maenner von Recha. - 4.13 Und die Soehne des Kenas: Otniel und Seraja. Und die Soehne Otniels: Hatat und Meonotai. 4.14 Und Meonotai zeugte Ofra; und Seraja zeugte Joab, den Vater des Tals der Handwerker, denn sie waren Handwerker. - 4.15 Und die Soehne Kalebs, des Sohnes des Jefunne: Iru, Ela und Naam. Und die Soehne Elas: Kenas. - 4.16 Und die Soehne Jehallelels: Sif und Sifa, Tirja und Asarel. - 4.17 Und die Soehne Esras: Jeter und Mered und Efer und Jalon. Und Jeter zeugte Mirjam und Schammai und Jischbach, den Vater Eschtemoas. 4.18 Und seine judaeische Frau gebar Jered, den Vater Gedors, und Heber, den Vater Sochos, und Jekutiel, den Vater Sanoachs. Das sind die Soehne der Bitja, der Tochter des Pharao, die Mered [zur Frau] genommen hatte. - 4.19 Und die Soehne der Frau des Hodija, der Schwester Nahams: der Vater Keilas, Hagarmi, und Eschtemoa, der Maachatiter. - 4.20 Und die Soehne Schimons: Amnon und Rinna, Ben-Hanan und Tilon. - Und die Soehne Jischis: Sohet und Ben-Sohet. - 4.21 Die Soehne Schelas, des Sohnes Judas: Er, der Vater Lechas, und Lada, der Vater Mareschas; und die Sippen des Hauses der Byssusbearbeiter vom Hause Aschbea; 4.22 und Jokim und die Maenner von Koseba; und Joasch und Saraf, die ueber Moab herrschten; und Jaschubi-Lechem. Die Berichte sind aber alt. 4.23 Das waren die Toepfer und die Bewohner von Netaim und Gedera; sie wohnten dort bei dem Koenig in seinem Dienst. Stamm Simeon. V. 24-43: 4Mo 26,12-14. 4.24 Die Soehne Simeons: Jemuel und Jamin, Jarib, Serach, Schaul; 4.25 dessen Sohn Schallum, dessen Sohn Mibsam, dessen Sohn Mischma. 4.26 Und die Soehne Mischmas: dessen Sohn Hammuel, dessen Sohn Sakkur, dessen Sohn Schimi. 4.27 Und Schimi hatte sechzehn Soehne und sechs Toechter; aber seine Brueder hatten nicht viele Soehne, und alle ihre Sippen vermehrten sich nicht so sehr wie die Soehne Judas. V. 28-30: Jos 15,26-31; V. 28-33: Jos 19,2-8. 4.28 Und sie wohnten in Beerscheba und Molada und Hazar-Schual 4.29 und in Bilha und in Ezem und in Tolad 4.30 und in Betuel und in Horma und in Ziklag 4.31 und in Bet-Markabot und in Hazar-Susa und in Bet-Biri und in Schaarajim. Das waren ihre Staedte, bis David Koenig wurde. 4.32 Und ihre Gehoefte: Etam und Ajin, Rimmon und Tochen und Aschan: fuenf Ortschaften, 4.33 samt allen ihren Gehoeften, die rings um diese Ortschaften waren bis nach Baal hin. Das waren ihre Wohnsitze; und sie hatten ihr [eigenes] Geschlechtsregister. - 4.34 Und Meschobab und Jamlech und Joscha, der Sohn Amazjas; 4.35 und Joel und Jehu, der Sohn Joschibjas, des Sohnes Serajas, des Sohnes Asiels; 4.36 und Eljoenai und Jaakoba und Jeschohaja und Asaja und Adiel und Jesimiel und Benaja; 4.37 und Sisa, der Sohn Schifis, des Sohnes Allons, des Sohnes Jedajas, des Sohnes Schimris, des Sohnes Schemajas: 4.38 diese mit Namen Angefuehrten waren Fuersten in ihren Sippen; und ihre Vaterhaeuser breiteten sich sehr aus. 4.39 Und sie zogen bis nach Gedor hin, bis an die Ostseite des Tales, um Weide fuer ihre Schafe zu suchen. 4.40 Und sie fanden fette und gute Weide und ein Land, geraeumig nach beiden Seiten hin und ruhig und still; denn die, die frueher dort gewohnt hatten, waren von Ham. 4.41 Und diese mit Namen Aufgeschriebenen kamen in den Tagen Hiskias, des Koenigs von Juda, und sie zerstoerten ihre Zelte und [erschlugen] die Meuniter, die sich dort befanden; und sie belegten sie mit dem Bann bis auf diesen Tag und wohnten an ihrer Stelle; denn dort war Weide fuer ihre Schafe. - 4.42 Und von ihnen, von den Soehnen Simeons, zogen fuenfhundert Maenner zum Gebirge Seir, Pelatja und Nearja und Refaja und Usiel, die Soehne Jischis, an ihrer Spitze; 4.43 und sie erschlugen den Ueberrest, die Entronnenen von Amalek, und haben dort gewohnt bis zum heutigen Tag. Stamm Ruben. V. 1-10: 4Mo 26,5-7. \5\ 5.1 Und die Soehne Rubens, des Erstgeborenen Israels - denn er war der Erstgeborene; weil er aber das Lager seines Vaters entweiht hatte, wurde sein Erstgeburtsrecht den Soehnen Josephs, des Sohnes Israels, gegeben; und er wird nicht nach der Erstgeburt im Geschlechtsregister eingetragen; 5.2 denn Juda hatte die Oberhand unter seinen Bruedern, und aus ihm [kommt] der Fuerst; aber das Erstgeburtsrecht wurde Joseph [zuteil] -, 5.3 die Soehne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Henoch und Pallu, Hezron und Karmi. 5.4 Die Soehne Joels: dessen Sohn Schemaja, dessen Sohn Gog, dessen Sohn Schimi, 5.5 dessen Sohn Micha, dessen Sohn Reaja, dessen Sohn Baal, 5.6 dessen Sohn Beera, den Tiglat-Pileser, der Koenig von Assur, [gefangen] wegfuehrte; er war ein Fuerst der Rubeniter. 5.7 Und seine Brueder nach ihren Sippen, nach der Registrierung ihrer Geschlechterfolge, waren: das Haupt: Jeiel; und Secharja 5.8 und Bela, der Sohn des Asa, des Sohnes Schemas, des Sohnes Joels; dieser wohnte in Aroer und bis nach Nebo und Baal-Meon hin; 5.9 und gegen Osten wohnte er bis an die Wueste, [die sich] vom Euphratstrom her [ausdehnt]; denn ihre Herden waren zahlreich im Land Gilead. 5.10 Und in den Tagen Sauls fuehrten sie Krieg mit den Hagaritern; und diese fielen durch ihre Hand, und sie wohnten in deren Zelten auf der ganzen Ostseite von Gilead. Stamm Gad - Halbstamm Manasse - Kriege, Treulosigkeit und Bestrafung der Ostjordanstaemme. V. 11-17: 4Mo 26,15-17. 5.11 Und die Soehne Gads wohnten ihnen gegenueber im Land Basan bis nach Salcha: 5.12 Joel, das Oberhaupt; und Schafam, der zweite; und Janai und Schafat in Basan. 5.13 Und ihre Brueder nach ihren Vaterhaeusern: Michael und Meschullam und Scheba und Jorai und Jakan und Sia und Eber, [zusammen] sieben. 5.14 Das waren die Soehne Abihajils, des Sohnes Huris, des Sohnes Jaroachs, des Sohnes Gileads, des Sohnes Michaels, des Sohnes Jeschischais, des Sohnes Jachdos, des Sohnes des Bus. 5.15 Ahi, der Sohn Abdiels, des Sohnes Gunis, war ihr Familienoberhaupt. 5.16 Und sie wohnten in Gilead, in Basan und in deren Tochterstaedten und in allen Weideflaechen Scharons bis zu ihrem Auslaeufer. 5.17 Diese alle sind registriert worden in den Tagen Jotams, des Koenigs von Juda, und in den Tagen Jerobeams, des Koenigs von Israel. 5.18 Die Soehne Ruben und die Gaditer und der halbe Stamm Manasse, was an tapferen Maennern da war, Maenner, die Schild und Schwert trugen und den Bogen spannten und im Kampf erfahren waren, zaehlten 44 760 [Mann], die mit dem Heer auszogen. 5.19 Und sie fuehrten Krieg mit den Hagaritern und mit Jetur und Nafisch und Nodab; 5.20 und es wurde ihnen [im Kampf] gegen sie geholfen; und die Hagariter wurden in ihre Hand gegeben samt allen, die mit ihnen waren; denn sie hatten im Kampf zu Gott um Hilfe geschrien, und er liess sich von ihnen erbitten, weil sie auf ihn vertraut hatten. 5.21 Und sie fuehrten ihr Vieh weg: 50 000 Kamele und 250 000 Schafe und 2 000 Esel und 100 000 Menschenseelen. 5.22 Denn es waren viele [vom Schwert] durchbohrt gefallen, weil der Kampf von Gott war. Und sie wohnten an deren Stelle bis zur Wegfuehrung. V. 23.24: 4Mo 26,29-34. 5.23 Und die Soehne des halben Stammes Manasse wohnten im Land von Basan bis Baal-Hermon und bis zum Senir und bis zum Berg Hermon; sie waren zahlreich. 5.24 Und dies waren ihre Familienoberhaeupter: naemlich Efer und Jischi und Eliel und Asriel und Jirmeja und Hodawja und Jachdiel, [alles] Maenner, kriegstuechtige Maenner, Maenner von Namen, Familienoberhaeupter. 5.25 Aber sie handelten treulos gegen den Gott ihrer Vaeter und hurten den Goettern der Voelker des Landes nach, die Gott vor ihnen ausgetilgt hatte. 5.26 Da erweckte der Gott Israels den Geist Puls, des Koenigs von Assur, den Geist Tilgat-Pilnesers, des Koenigs von Assur, und er fuehrte sie weg, die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse, und brachte sie nach Halach und an den Habor und nach Hara und an den Strom von Gosan bis zum heutigen Tag. Stamm Levi. V. 27-30: 2Mo 6,16-25. 5.27 Die Soehne Levis waren: Gerschon, Kehat und Merari. 5.28 Und die Soehne Kehats: Amram, Jizhar und Hebron und Usiel. V. 29-34: Kap. 6,35-38; V. 29-41: Esr 7,1-5. 5.29 Und die Soehne Amrams: Aaron und Mose; und Mirjam. Und die Soehne Aarons: Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. 5.30 Eleasar zeugte Pinhas; Pinhas zeugte Abischua, 5.31 und Abischua zeugte Bukki, und Bukki zeugte Usi, 5.32 und Usi zeugte Serachja, und Serachja zeugte Merajot; 5.33 Merajot zeugte Amarja, und Amarja zeugte Ahitub, 5.34 und Ahitub zeugte Zadok, und Zadok zeugte Ahimaaz, 5.35 und Ahimaaz zeugte Asarja, und Asarja zeugte Johanan, 5.36 und Johanan zeugte Asarja; der ist es, der als Priester diente in dem Haus, das Salomo in Jerusalem gebaut hatte. 5.37 Und Asarja zeugte Amarja, und Amarja zeugte Ahitub, 5.38 und Ahitub zeugte Zadok, und Zadok zeugte Schallum, 5.39 und Schallum zeugte Hilkija, und Hilkija zeugte Asarja, 5.40 und Asarja zeugte Seraja, und Seraja zeugte Jozadak; 5.41 und Jozadak zog mit, als der HERR Juda und Jerusalem durch Nebukadnezar [gefangen] wegfuehrte. V. 1-15: 2Mo 6,16-25; V. 1-48: vgl. 4Mo 3,14-39. \6\ 6.1 Die Soehne Levis: Gerschon, Kehat und Merari. 6.2 Und das sind die Namen der Soehne Gerschons: Libni und Schimi. 6.3 Und die Soehne Kehats: Amram und Jizhar und Hebron und Usiel. 6.4 Die Soehne Meraris: Machli und Muschi. Und dies sind die Sippen der Leviten nach ihren [Stamm-]Vaetern: 6.5 Von Gerschon: dessen Sohn Libni, dessen Sohn Jahat, dessen Sohn Simma, 6.6 dessen Sohn Joach, dessen Sohn Iddo, dessen Sohn Serach, dessen Sohn Jeotrai. - 6.7 Die Soehne Kehats: dessen Sohn Amminadab, dessen Sohn Korach, dessen Sohn Assir, 6.8 dessen Sohn Elkana und dessen Sohn Abiasaf und dessen Sohn Assir, 6.9 dessen Sohn Tahat, dessen Sohn Uriel, dessen Sohn Usija, dessen Sohn Schaul. 6.10 Und die Soehne Elkanas: Amasai und Ahimot; 6.11 Elkana, dessen Sohn war Elkana, dessen Sohn Zofai und dessen Sohn Nahat, 6.12 dessen Sohn Eliab, dessen Sohn Jeroham, dessen Sohn Elkana. 6.13 Und die Soehne Samuels: Der Erstgeborene Joel und der zweite [Sohn] Abija. - 6.14 Die Soehne Meraris: Machli, dessen Sohn Libni, dessen Sohn Schimi, dessen Sohn Usa, 6.15 dessen Sohn Schima, dessen Sohn Haggija, dessen Sohn Asaja. V. 16-32: Kap. 15,16-21; 25,1-31. 6.16 Und diese sind es, die David zur Leitung des Gesanges im Haus des HERRN anstellte, nachdem die Lade einen Ruheplatz [gefunden hatte]. 6.17 Sie versahen den Dienst vor der Wohnung des Zeltes der Begegnung beim Gesang, bis Salomo das Haus des HERRN in Jerusalem gebaut hatte. Und sie standen nach ihrer Vorschrift ihrem Dienst vor. 6.18 Und diese sind es, die da standen, und ihre Soehne: Von den Soehnen der Kehatiter: Heman, der Saenger, der Sohn Joels, des Sohnes Schemuels, 6.19 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Jerohams, des Sohnes Eliels, des Sohnes Tohus, 6.20 des Sohnes Zufs, des Sohnes Elkanas, des Sohnes Mahats, des Sohnes Amasais, 6.21 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Joels, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Zefanjas, 6.22 des Sohnes Tahats, des Sohnes Assirs, des Sohnes Abiasafs, des Sohnes Korachs, 6.23 des Sohnes Jizhars, des Sohnes Kehats, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels. 6.24 Und sein Bruder Asaf, der zu seiner Rechten stand: Asaf, der Sohn Berechjas, des Sohnes Schimas, 6.25 des Sohnes Michaels, des Sohnes Maasejas, des Sohnes Malkijas, 6.26 des Sohnes Etnis, des Sohnes Serachs, des Sohnes Adajas, 6.27 des Sohnes Etans, des Sohnes Simmas, des Sohnes Schimis, 6.28 des Sohnes Jahats, des Sohnes Gerschons, des Sohnes Levis. 6.29 Und die Soehne Merari, ihre Brueder, standen zur Linken: Etan, der Sohn Kuschis, des Sohnes Abdis, des Sohnes Malluchs, 6.30 des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Amazjas, des Sohnes Hilkijas, 6.31 des Sohnes Amzis, des Sohnes Banis, des Sohnes Schemers, 6.32 des Sohnes Machlis, des Sohnes Muschis, des Sohnes Meraris, des Sohnes Levis. 6.33 Und ihre Brueder, die Leviten, waren fuer den gesamten Dienst [an] der Wohnung des Hauses Gottes gegeben. 6.34 Und Aaron und seine Soehne brachten auf dem Brandopferaltar und auf dem Rauchopferaltar Rauchopfer dar, [sie waren verantwortlich] fuer alle Arbeit am Allerheiligsten und [dazu], Suehnung zu erwirken fuer Israel, nach allem, was Mose, der Knecht Gottes, geboten hatte. V. 35-38: Kap. 5,29-34. 6.35 Und dies waren die Soehne Aarons: dessen Sohn Eleasar, dessen Sohn Pinhas, dessen Sohn Abischua, 6.36 dessen Sohn Bukki, dessen Sohn Usi, dessen Sohn Serachja, 6.37 dessen Sohn Merajot, dessen Sohn Amarja, dessen Sohn Ahitub, 6.38 dessen Sohn Zadok, dessen Sohn Ahimaaz. V. 39-45: Jos 21,9-19. 6.39 Und das waren ihre Wohnsitze, nach ihren Zeltdoerfern in ihrem Gebiet: Den Soehnen Aarons vom Geschlecht der Kehatiter - denn ihnen war das [erste] Los [zugefallen] -, 6.40 denen gaben sie Hebron im Land Juda und seine Weideflaechen rings um es her. 6.41 Aber das Ackerland der Stadt und ihre Gehoefte gaben sie Kaleb, dem Sohn des Jefunne. 6.42 Und sie gaben den Soehnen Aarons die Zufluchtstadt Hebron und Libna und seine Weideflaechen und Jattir und Eschtemoa und seine Weideflaechen 6.43 und Holon und seine Weideflaechen, Debir und seine Weideflaechen 6.44 und Aschan und seine Weideflaechen und Bet-Schemesch und seine Weideflaechen. 6.45 Und vom Stamm Benjamin: Geba und seine Weideflaechen und Alemet und seine Weideflaechen und Anatot und seine Weideflaechen. Alle ihre Staedte [zusammen]: dreizehn Staedte nach ihren Sippen. - 6.46 Und den Soehnen Kehats, die von dem Geschlecht des Stammes noch uebrig waren, [gaben sie] durchs Los von der Haelfte des Stammes Manasse zehn Staedte. 6.47 Und den Soehnen Gerschons, nach ihren Sippen: vom Stamm Issaschar und vom Stamm Asser und vom Stamm Naftali und vom Stamm Manasse in Basan dreizehn Staedte. 6.48 Den Soehnen Meraris, nach ihren Sippen: vom Stamm Ruben und vom Stamm Gad und vom Stamm Sebulon durchs Los zwoelf Staedte. 6.49 Und die Soehne Israel gaben den Leviten die Staedte und ihre Weideflaechen. 6.50 Und zwar gaben sie durchs Los vom Stamm der Soehne Juda und vom Stamm der Soehne Simeon und vom Stamm der Soehne Benjamin diese Staedte, die sie mit Namen nannten. V. 51-55: Jos 21,5.20-26. 6.51 Und [die uebrigen] von den Sippen der Soehne Kehats erhielten die Staedte ihres Gebietes vom Stamm Ephraim. 6.52 Und sie gaben ihnen die Zufluchtstadt Sichem und seine Weideflaechen auf dem Gebirge Ephraim und Geser und seine Weideflaechen 6.53 und Jokmeam und seine Weideflaechen und Bet-Horon und seine Weideflaechen 6.54 und Ajalon und seine Weideflaechen und Gat-Rimmon und seine Weideflaechen. 6.55 Und von der Haelfte des Stammes Manasse: Aner und seine Weideflaechen und Bileam und seine Weideflaechen - dem Geschlecht der uebrigen Soehne Kehats. V. 56-61: Jos 21,6.27-33. 6.56 Den Soehnen Gerschons: vom Geschlecht des halben Stammes Manasse: Golan in Basan und seine Weideflaechen und Aschterot und seine Weideflaechen; 6.57 und vom Stamm Issaschar: Kedesch und seine Weideflaechen und Daberat und seine Weideflaechen 6.58 und Ramot und seine Weideflaechen und Anem und seine Weideflaechen; 6.59 und vom Stamm Asser: Mischal und seine Weideflaechen und Abdon und seine Weideflaechen 6.60 und Helkat und seine Weideflaechen und Rehob und seine Weideflaechen; 6.61 und vom Stamm Naftali: Kedesch in Galilaea und seine Weideflaechen und Hammon und seine Weideflaechen und Kirjatajim und seine Weideflaechen. V. 62-66: Jos 21,7.34-40. 6.62 Den uebrigen Soehnen Merari: vom Stamm Sebulon: Rimmon und seine Weideflaechen, Tabor und seine Weideflaechen; 6.63 und vom Stamm Ruben, jenseits des Jordan [gegenueber] von Jericho, oestlich vom Jordan: Bezer in der Steppe und seine Weideflaechen und Jahaz und seine Weideflaechen 6.64 und Kedemot und seine Weideflaechen und Mefaat und seine Weideflaechen; 6.65 und vom Stamm Gad: Ramot in Gilead und seine Weideflaechen und Mahanajim und seine Weideflaechen 6.66 und Heschbon und seine Weideflaechen und Jaser und seine Weideflaechen. Staemme Issaschar, Benjamin, Naftali, Manasse, Ephraim, Asser. V. 1-5: 4Mo 26,23-25. \7\ 7.1 Und die Soehne Issaschars: Tola und Puwa, Jaschub und Schimron, [diese] vier. 7.2 Und die Soehne Tolas: Usi und Refaja und Jeriel und Jachmai und Jibsam und Schemuel, ihre Familienoberhaeupter, von Tola, kriegstuechtige Maenner, nach ihrer Geschlechterfolge; ihre Zahl war in den Tagen Davids 22 600. 7.3 Und die Soehne Usis: Jisrachja; und die Soehne Jisrachjas: Michael und Obadja und Joel, Jischija; insgesamt fuenf Oberhaeupter. 7.4 Und zu ihnen [gehoerten], nach ihrer Geschlechterfolge, nach ihren Vaterhaeusern, ein Kriegsheer von 36 000 [Mann], denn sie hatten viele Frauen und Kinder. 7.5 Und ihre Brueder, nach allen Sippen Issaschars, waren kriegstuechtige Maenner, 87 000, [ergab] ihre Registrierung insgesamt. V. 6-12: Kap. 8,1-28; 4Mo 26,38-41. 7.6 [Von] Benjamin: Bela und Becher und Jediael, [diese] drei. 7.7 Und die Soehne Belas: Ezbon und Usi und Usiel und Jerimot und Ir, [diese] fuenf, Familienoberhaeupter, kriegstuechtige Maenner; und ihre Registrierung [ergab]: 22 034. 7.8 Und die Soehne Bechers: Semira und Joasch und Elieser und Eljoenai und Omri und Jerimot und Abija und Anatot und Alemet; alle diese waren Soehne des Becher. 7.9 Und ihre Registrierung nach ihrer Geschlechterfolge, ihren Familienoberhaeuptern, kriegstuechtigen Maennern, [ergab] 20 200. 7.10 Und die Soehne Jediaels: Bilhan; und die Soehne Bilhans: Jeusch und Benjamin und Ehud und Kenaana und Setan und Tarsis und Ahischahar. 7.11 Alle diese waren Soehne Jediaels, nach den Familienoberhaeuptern, kriegstuechtige Maenner, 17 200, die [mit dem] Heer in den Krieg auszogen. - 7.12 Und Schuppim und Huppim, die Soehne des Ir. - Huschim, der Sohn Ahers. 7.13 Die Soehne Naftalis: Jachzeel und Guni und Jezer und Schillem, die Soehne der Bilha. V. 14-29: 4Mo 26,28-37. 7.14 Die Soehne Manasses: Asriel, den seine aramaeische Nebenfrau geboren hatte; sie gebar [auch] Machir, den Vater Gileads. 7.15 Und Machir nahm eine Frau fuer Huppim und fuer Schuppim; und der Name seiner Schwester war Maacha. Und der Name des zweiten [Sohnes] war Zelofhad; und Zelofhad hatte [nur] Toechter. 7.16 Und Maacha, die Frau Machirs, gebar einen Sohn, und sie gab ihm den Namen Peresch. Und der Name seines Bruders war Scheresch; und dessen Soehne: Ulam und Rekem. 7.17 Und die Soehne Ulams: Bedan. Das sind die Soehne Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses. - 7.18 Und seine Schwester Molechet gebar Ischhod und Abieser und Machla. - 7.19 Und die Soehne Schemidas waren Achjan und Sichem und Likhi und Aniam. 7.20 Und die Soehne Ephraims: Schutelach und dessen Sohn Bered und dessen Sohn Tahat und dessen Sohn Elada und dessen Sohn Tahat 7.21 und dessen Sohn Sabad und dessen Sohn Schutelach und Eser und Elad. Und die Maenner von Gat, die Einheimischen des Landes, erschlugen sie; denn sie waren hinabgezogen, um [ihnen] ihre Herden wegzunehmen. 7.22 Und ihr Vater Ephraim trauerte viele Tage; und seine Brueder kamen, um ihn zu troesten. 7.23 Und er ging ein zu seiner Frau, und sie wurde schwanger und gebar einen Sohn; und er gab ihm den Namen Beria, weil Unheil in seinem Haus war. 7.24 Und seine Tochter war Scheera; und sie baute das untere und das obere Bet-Horon und Usen-Scheera. 7.25 Und sein Sohn war Refach und dessen Sohn Reschef und dessen Sohn Telach und dessen Sohn Tahan; 7.26 dessen Sohn Ladan, dessen Sohn Ammihud, dessen Sohn Elischama, 7.27 dessen Sohn Nun, dessen Sohn Josua. - 7.28 Und ihr Besitz und ihre Wohnsitze waren Bethel und seine Tochterstaedte, und gegen [Sonnen]aufgang Naara, und gegen [Sonnen]untergang Geser und seine Tochterstaedte, und Sichem und seine Tochterstaedte, bis nach Aja und seinen Tochterstaedten. 7.29 Und in den Haenden der Soehne Manasses waren: Bet-Schean und seine Tochterstaedte, Taanach und seine Tochterstaedte, Megiddo und seine Tochterstaedte, Dor und seine Tochterstaedte. In ihnen wohnten die Soehne Josephs, des Sohnes Israels. V. 30-40: 4Mo 26,44-47. 7.30 Die Soehne Assers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria; und Serach war ihre Schwester. 7.31 Und die Soehne Berias: Heber und Malkiel; der war der Vater Birsajits. 7.32 Und Heber zeugte Jaflet und Schemer und Hotam und ihre Schwester Schua. 7.33 Und die Soehne Jaflets: Pasach und Bimhal und Aschwat. Das sind die Soehne Jaflets. 7.34 Und die Soehne Schemers: Ahi und Rohga und Hubba und Aram. 7.35 Und die Soehne seines Bruders Helem: Zofach und Jimna und Schelesch und Amal. 7.36 Die Soehne Zofachs: Suach und Harnefer und Schual und Beri und Jimra, 7.37 Bezer und Hod und Schamma und Schilscha und Jitran und Beera. - 7.38 Und die Soehne Jeters: Jefunne und Pispa und Ara. - 7.39 Und die Soehne Ullas: Arach und Hanniel und Rizja. 7.40 Alle diese waren Soehne Assers, Familienoberhaeupter, auserlesene, kriegstuechtige Maenner, Oberhaeupter der Fuersten. Und ihre Registrierung fuer den Heeresdienst im Krieg: ihre Zahl war 26 000 Mann. Stamm Benjamin - Familie Sauls. V. 1-28: Kap. 7,6-12; 4Mo 26,38-41. \8\ 8.1 Und Benjamin zeugte Bela, seinen Erstgeborenen, Aschbel, den Zweiten, und Achrach, den Dritten, 8.2 Noha, den Vierten, und Rafa, den Fuenften. 8.3 Und Bela hatte Soehne: Addar und Gera und Abihud 8.4 und Abischua und Naaman und Ahoach 8.5 und Gera und Schefufan und Huram. - 8.6 Und dies sind die Soehne Ehuds, diese waren die Familienoberhaeupter der Bewohner von Geba; und man fuehrte sie [gefangen] weg nach Manahat, 8.7 naemlich Naaman und Ahija und Gera; dieser fuehrte sie weg: er zeugte Usa und Ahihud. - 8.8 Und Schaharajim zeugte [Soehne] im Gebiet von Moab, nachdem er seine Frauen, Huschim und Baara, entlassen hatte; 8.9 und mit seiner Frau Hodesch zeugte er Jobab und Zibja und Mescha und Malkam 8.10 und Jeuz und Sacheja und Mirma. Das waren seine Soehne, Familienoberhaeupter. 8.11 Und von Huschim zeugte er Abitub und Elpaal. 8.12 Und die Soehne Elpaals: Eber und Mischam und Schemed; dieser baute Ono und Lod und seine Tochterstaedte. 8.13 Und Beria und Schema - diese waren die Familienoberhaeupter der Bewohner von Ajalon; sie verjagten die Bewohner von Gat - 8.14 und Achjo, Schaschak und Jeremot 8.15 und Sebadja und Arad und Eder 8.16 und Michael und Jischpa und Joha waren die Soehne Berias. 8.17 Und Sebadja und Meschullam und Hiski und Heber 8.18 und Jischmerai und Jislia und Jobab waren die Soehne Elpaals. - 8.19 Und Jakim und Sichri und Sabdi 8.20 und Elienai und Zilletai und Eliel 8.21 und Adaja und Beraja und Schimrat waren die Soehne Schimis. - 8.22 Und Jischpan und Eber und Eliel 8.23 und Abdon und Sichri und Hanan 8.24 und Hananja und Elam und Antotija 8.25 und Jifdeja und Pnuel waren die Soehne Schaschaks. - 8.26 Und Schamscherai und Scheharja und Atalja 8.27 und Jaareschja und Elia und Sichri waren die Soehne Jerohams. 8.28 Diese waren Familienoberhaeupter nach ihrer Geschlechterfolge, Oberhaeupter; diese wohnten in Jerusalem. V. 29-40: Kap. 9,35-44. 8.29 Und in Gibeon wohnten der Vater Gibeons - und der Name seiner Frau war Maacha -, 8.30 und sein erstgeborener Sohn war Abdon, und Zur und Kisch und Baal und Nadab 8.31 und Gedor und Achjo und Secher [und Miklot]; 8.32 und Miklot zeugte Schima. Und auch diese wohnten in Jerusalem bei ihren Bruedern, ihnen gegenueber. - 8.33 Und Ner zeugte Kisch; und Kisch zeugte Saul; und Saul zeugte Jonatan und Malkischua und Abinadab und Eschbaal. 8.34 Und der Sohn Jonatans war Merib-Baal; und Merib-Baal zeugte Micha. 8.35 Und die Soehne Michas waren Piton und Melech und Tachrea und Ahas. 8.36 Und Ahas zeugte Joadda; und Joadda zeugte Alemet und Asmawet und Simri; und Simri zeugte Moza; 8.37 und Moza zeugte Bina: dessen Sohn war Rafa, dessen Sohn Elasa, dessen Sohn Azel. 8.38 Und Azel hatte sechs Soehne; und dies sind ihre Namen: Asrikam, Bochru und Ismael und Schearja und Obadja und Hanan. Alle diese waren Soehne Azels. 8.39 Und die Soehne seines Bruders Eschek: Ulam, sein Erstgeborener, Jeusch, der Zweite, und Elifelet, der Dritte. 8.40 Und die Soehne Ulams waren Maenner, kriegstuechtige Maenner, die den Bogen spannten; und sie hatten viele Soehne und Enkel, 150. Alle diese sind von den Soehnen Benjamins. Bewohner Jerusalems. V. 2-9: Neh 11,1-9. \9\ 9.1 Und ganz Israel wurde registriert; und siehe, sie sind aufgeschrieben in dem Buch der Koenige von Israel. Und Juda wurde wegen seiner Untreue [gefangen] nach Babel weggefuehrt. 9.2 Und die ersten Bewohner, die auf ihrem Grundbesitz in ihren Staedten [wohnten], waren Israeliten, die Priester, die Leviten und die Tempeldiener. 9.3 Und in Jerusalem wohnten [einige] von den Soehnen Juda und von den Soehnen Benjamin und von den Soehnen Ephraim und Manasse: 9.4 Utai, der Sohn Ammihuds, des Sohnes Omris, des Sohnes Imris, des Sohnes Banis, von den Soehnen des Perez, des Sohnes Judas; 9.5 und von den Schelanitern: Asaja, der Erstgeborene, und seine Soehne; 9.6 und von den Soehnen Serachs: Jeuel und seine Brueder, [insgesamt] 690. 9.7 Und von den Soehnen Benjamin: Sallu, der Sohn Meschullams, des Sohnes Hodawjas, des Sohnes Senuas; 9.8 und Jibnija, der Sohn Jerohams; und Ela, der Sohn Usis, des Sohnes Michris; und Meschullam, der Sohn Schefatjas, des Sohnes Reguels, des Sohnes Jibnijas; 9.9 und ihre Brueder nach ihrer Geschlechterfolge, 956. Alle diese Maenner waren Familienoberhaeupter ueber ihre Vaterhaeuser. V. 10-13: Neh 11,10-14. 9.10 Und von den Priestern: Jedaja und Jojarib und Jachin; 9.11 und Asarja, der Sohn Hilkijas, des Sohnes Meschullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajots, des Sohnes Ahitubs, Fuerst des Hauses Gottes; 9.12 und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Paschhurs, des Sohnes Malkijas; und Masai, der Sohn Adiels, des Sohnes Jachseras, des Sohnes Meschullams, des Sohnes Meschillemots, des Sohnes Immers; 9.13 und ihre Brueder, Familienoberhaeupter, 1 760, tuechtige Maenner in der Arbeit des Dienstes des Hauses Gottes. V. 14-34: vgl. Kap. 25; 26; Neh 11,15-23. 9.14 Und von den Leviten: Schemaja, der Sohn Haschubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Haschabjas, von den Soehnen Meraris; 9.15 und Bakbukja, Heresch und Galal und Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sichris, des Sohnes Asafs; 9.16 und Obadja, der Sohn Schemajas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedutuns; und Berechja, der Sohn Asas, des Sohnes Elkanas, der in den Gehoeften der Netofatiter wohnte. 9.17 Und die Torhueter: Schallum und Akkub und Talmon und Ahiman; und ihr Bruder Schallum war das Oberhaupt 9.18 und [hat] bis heute [die Wache] am Koenigstor im Osten. Sie waren die Torhueter fuer die Lager der Soehne Levis. 9.19 Und Schallum, der Sohn des Kore, des Sohnes Abiasafs, des Sohnes Korachs, und seine Brueder vom Haus seines Vaters, die Korachiter, waren ueber die Arbeit des Dienstes als Waechter an den Schwellen des Zeltes [gesetzt]. Und ihre Vaeter waren [einst] ueber das Lager des HERRN als Hueter des Eingangs [eingesetzt]. 9.20 Und Pinhas, der Sohn Eleasars, war vorher Fuerst ueber sie. Der HERR war mit ihm. 9.21 Secharja, der Sohn Meschelemjas, war Torhueter am Eingang des Zeltes der Begegnung. 9.22 Sie alle, die als Torwaechter an den Schwellen ausgewaehlt waren, [zaehlten] 212 [Mann]. Ihre Registrierung [fand] in ihren Gehoeften [statt]. David und der Seher Samuel hatten sie in ihr Amt eingesetzt. 9.23 Und sie und ihre Soehne [standen] an den Toren des Hauses des HERRN, des Zelthauses, als Wachen. 9.24 Die Torhueter standen nach den vier Winden: nach Osten, nach Westen, nach Norden und nach Sueden. 9.25 Ihre Brueder in ihren Gehoeften mussten [alle] sieben Tage, von einem Zeitpunkt zum andern, mit ihnen hereinkommen. 9.26 Denn in [staendiger] Amtspflicht waren [nur] sie, die vier Obersten der Torhueter, das sind die Leviten. Und sie waren ueber die Zellen und ueber die Schaetze des Hauses Gottes [eingesetzt]. 9.27 Und sie uebernachteten rings um das Haus her; denn ihnen war die Wache uebertragen, und sie hatten den Schluessel, um Morgen fuer Morgen [zu oeffnen]. 9.28 Und einige von ihnen waren [zur Aufsicht] ueber die Geraete fuer den Dienst [eingesetzt]; denn abgezaehlt brachten sie sie hinein, und abgezaehlt brachten sie sie heraus. 9.29 Und einige von ihnen waren eingesetzt ueber die Geraete, und [zwar] ueber alle Geraete des Heiligtums und ueber den Weizengriess und den Wein und das Oel und den Weihrauch und die Balsamoele. 9.30 Und von den Soehnen der Priester mischten einige die Salbenmischung aus den Balsamoelen. 9.31 Und Mattitja von den Leviten - er war der Erstgeborene Schallums, des Korachiters - war das Pfannen-Backwerk anvertraut. 9.32 Und von den Soehnen der Kehatiter, ihren Bruedern, waren einige ueber das Schaubrot eingesetzt, um es Sabbat fuer Sabbat zuzurichten. 9.33 Und das waren die Saenger, die Familienoberhaeupter der Leviten, die, von [anderen] Diensten befreit, in den Zellen [wohnten]; denn Tag und Nacht waren sie im Dienst. 9.34 Das waren die Familienoberhaeupter der Leviten nach ihrer Geschlechterfolge, die Oberhaeupter; diese wohnten in Jerusalem. Bewohner Gibeons - Familie Sauls. Kap. 8,29-40. 9.35 Und in Gibeon wohnten der Vater Gibeons, Jeiel - und der Name seiner Frau war Maacha - 9.36 und sein erstgeborener Sohn Abdon; und Zur und Kisch und Baal und Ner und Nadab 9.37 und Gedor und Achjo und Secher und Miklot; 9.38 und Miklot zeugte Schima. Und auch diese wohnten mit ihren Bruedern in Jerusalem, ihnen gegenueber. - 9.39 Und Ner zeugte Kisch, und Kisch zeugte Saul; und Saul zeugte Jonatan und Malkischua und Abinadab und Eschbaal. 9.40 Und der Sohn Jonatans war Merib-Baal; und Merib-Baal zeugte Micha. 9.41 Und die Soehne Michas waren Piton und Melech und Tachrea. 9.42 Und Ahas zeugte Jara, und Jara zeugte Alemet und Asmawet und Simri; und Simri zeugte Moza, 9.43 und Moza zeugte Bina; und dessen Sohn war Refaja, dessen Sohn Elasa, dessen Sohn Azel. 9.44 Und Azel hatte sechs Soehne; und das sind ihre Namen: Asrikam, Bochru und Ismael und Schearja und Obadja und Hanan. Das waren die Soehne Azels. Sauls letzte Schlacht gegen die Philister und Tod. 1Sam 31. \10\ 10.1 Und die Philister kaempften gegen Israel; und die Maenner von Israel flohen vor den Philistern und [vom Schwert] Durchbohrte fielen auf dem Gebirge Gilboa. 10.2 Und die Philister setzten Saul und seinen Soehnen nach; und sie erschlugen Jonatan, Abinadab und Malkischua, die Soehne Sauls. 10.3 Und der Kampf [tobte] heftig um Saul, und die Bogenschuetzen erreichten ihn; und er zitterte vor den Schuetzen. 10.4 Da sagte Saul zu seinem Waffentraeger: Zieh dein Schwert und durchbohre mich damit, damit diese Unbeschnittenen nicht kommen und ihren Mutwillen mit mir treiben! Sein Waffentraeger aber wollte nicht, denn er fuerchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und stuerzte sich hinein. 10.5 Und als sein Waffentraeger sah, dass Saul tot war, stuerzte auch er sich in das Schwert und starb. 10.6 So starben Saul und seine drei Soehne; und sein ganzes Haus starb zugleich [mit ihm]. 10.7 Als aber alle Maenner von Israel, die in der Ebene [wohnten], sahen, dass sie geflohen und Saul und seine Soehne tot waren, verliessen sie ihre Staedte und flohen. Und die Philister kamen und wohnten darin. 10.8 Und es geschah am folgenden Tag, da kamen die Philister, um die Erschlagenen auszupluendern; und sie fanden Saul und seine Soehne, [wie sie] gefallen auf dem Gebirge Gilboa lagen. 10.9 Und sie pluenderten ihn aus und nahmen seinen Kopf und seine Waffen; und sie sandten im Land der Philister umher, um die Freudenbotschaft ihren Goetzen und dem Volk zu verkuenden. 10.10 Und sie legten seine Waffen in das Haus ihres Gottes, und seinen Schaedel nagelten sie an das Haus Dagons. 10.11 Als aber ganz Jabesch-Gilead alles hoerte, was die Philister Saul angetan hatten, 10.12 machten sich alle tuechtigen Maenner auf und nahmen die Leiche Sauls und die Leichen seiner Soehne und brachten sie nach Jabesch; und sie begruben ihre Gebeine unter der Terebinthe bei Jabesch und fasteten sieben Tage. 10.13 So starb Saul wegen seiner Untreue, die er gegen den HERRN begangen hatte in bezug auf das Wort des HERRN, das er nicht beachtet hatte, und auch, weil er den Totengeist befragt hatte, um Rat zu suchen; 10.14 aber bei dem HERRN hatte er keinen Rat gesucht. Darum liess er ihn sterben und wandte das Koenigtum David, dem Sohn Isais, zu. Davids Salbung zum Koenig - Eroberung Jerusalems. V. 1-3: Kap. 12,24-41; V. 1-9: 2Sam 5,1-10. \11\ 11.1 Und ganz Israel versammelte sich bei David in Hebron. Und sie sagten: Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch. 11.2 Schon frueher, schon als Saul Koenig war, bist du es gewesen, der Israel [ins Feld] hinausfuehrte und wieder [heim]brachte. Und der HERR, dein Gott, hat zu dir gesprochen: Du sollst mein Volk Israel weiden, und du sollst Fuerst sein ueber mein Volk Israel! 11.3 Und alle Aeltesten Israels kamen zum Koenig nach Hebron, und David schloss vor dem HERRN einen Bund mit ihnen in Hebron. Und sie salbten David zum Koenig ueber Israel, nach dem Wort des HERRN durch Samuel. 11.4Und David und ganz Israel zogen nach Jerusalem, das ist Jebus; und dort waren die Jebusiter, die Bewohner des Landes. 11.5 Und die Bewohner von Jebus sagten zu David: Du wirst nicht hier hereinkommen! Aber David nahm die Bergfeste Zion ein, das ist die Stadt Davids. 11.6 Und David sagte: Wer die Jebusiter zuerst schlaegt, soll Oberhaupt und Oberster werden. Da stieg Joab, der Sohn der Zeruja, zuerst hinauf, und er wurde Oberhaupt. 11.7 Und David wohnte in der Bergfeste; darum nannte man sie Stadt Davids. 11.8 Und er baute die Stadt ringsum, vom Millo an rund umher. Und Joab stellte die uebrige Stadt wieder her. 11.9 Und David wurde immer maechtiger, und der HERR der Heerscharen war mit ihm. Davids Helden. Kap. 27,1-15; 2Sam 23,8-39. 11.10 Und das sind die Oberhaeupter der Helden, die David hatte, die ihm mit ganz Israel mutig beistanden in seiner Koenigsherrschaft, um ihn zum Koenig zu machen nach dem Wort des HERRN ueber Israel. 11.11 Und dies ist die Zahl der Helden, die David hatte: Joschobam, der Sohn Hachmonis, das Haupt der `Drei'; er schwang seinen Speer ueber dreihundert [Mann], die er auf einmal erschlagen hatte. 11.12 Und nach ihm [kommt] Eleasar, der Sohn des Dodo, der Ahoachiter; er war unter den drei Helden. 11.13 Er war mit David in Pas-Dammim, als die Philister dort zum Kampf versammelt waren. Da war ein Ackerstueck voller Gerste; und das Volk floh vor den Philistern. 11.14 Da stellten sie sich mitten auf das Stueck und entrissen es [ihnen] und schlugen die Philister; so schaffte der HERR eine grosse Rettung. 11.15 Und drei von den dreissig Helden gingen zu dem Felsen hinab, zu David in die Hoehle Adullam; und das Heer der Philister lagerte in der Ebene Refaim. 11.16 David war aber damals in der Bergfeste, und ein Posten der Philister war damals in Bethlehem. 11.17 Und David verspuerte ein Verlangen und sagte: Wer gibt mir Wasser zu trinken aus der Zisterne in Bethlehem, die im Tor ist? 11.18 Da drangen die Drei in das Heerlager der Philister ein und schoepften Wasser aus der Zisterne von Bethlehem, die im Tor ist, und nahmen [es mit] und brachten es zu David. Aber David wollte es nicht trinken, sondern goss es als Trankopfer fuer den HERRN aus. 11.19 Und er sagte: Das lasse mein Gott fern von mir sein, dass ich das tue! Sollte ich das Blut dieser Maenner trinken, die um ihr Leben [hingegangen sind]? Denn um ihr Leben haben sie es [mir] gebracht. Und er wollte es nicht trinken. Das haben die drei Helden getan. 11.20 Und Abischai, der Bruder Joabs, er war das Oberhaupt der Dreissig. Und er schwang seinen Speer ueber dreihundert, die er erschlagen hatte; aber [er hatte] keinen Namen unter den Dreien. 11.21 Vor den Dreissig war er geehrt neben den Zweien, so dass er ihr Oberster wurde; aber an die [ersten] Drei reichte er nicht heran. 11.22 Benaja, der Sohn Jojadas, ein tuechtiger Mann, gross an Taten, aus Kabzeel, der erschlug die beiden Kriegshelden von Moab. Und er stieg hinab und erschlug den Loewen in der Zisterne an einem Schneetag. 11.23 Und er war es, der den aegyptischen Mann erschlug, einen Mann von fuenf Ellen Laenge. Und der Aegypter hatte einen Speer in der Hand, [der war] wie ein Weberbaum. Er aber ging mit einem Stock zu ihm hinab und riss dem Aegypter den Speer aus der Hand und brachte ihn mit dessen eigenem Speer um. 11.24 Das tat Benaja, der Sohn Jojadas; und er hatte einen Namen unter den dreissig Helden. 11.25 Mehr als die Dreissig, - siehe - war er geehrt, aber an die Drei reichte er nicht heran. Und David setzte ihn ueber seine Leibwache. 11.26 Und kriegstuechtige Helden waren: Asael, der Bruder Joabs; Elhanan, der Sohn des Dodo, aus Bethlehem; 11.27 Schammot, der Haroditer; Helez, der Peletiter; 11.28 Ira, der Sohn des Ikkesch, der Tekoiter; Abieser, der Anatotiter; 11.29 Sibbechai, der Huschatiter; Ilai, der Ahoachiter; 11.30 Mahrai, der Netofatiter; Heled, der Sohn Baanas, der Netofatiter; 11.31 Ittai, der Sohn Ribais, aus Gibea der Soehne Benjamin; Benaja, der Piratoniter; 11.32 Hurai, aus Nahale-Gaasch; Abiel, der Arbatiter; 11.33 Asmawet, der Bahurimiter; Eljachba, der Schaalboniter; 11.34 [von den] Soehnen des Jaschen, der Guniter; Jonatan, der Sohn Schages, der Harariter; 11.35 Ahiam, der Sohn Sachars, der Harariter; Elifal, der Sohn des Ur; 11.36 Hefer, der Mecheratiter; Ahija, der Paloniter; 11.37 Hezro, der Karmeliter; Naarai, der Sohn Esbais; 11.38 Joel, der Bruder Nathans; Mibhar, der Sohn Hagris; 11.39 Zelek, der Ammoniter; Nachrai, der Beerotiter, der Waffentraeger Joabs, des Sohnes der Zeruja; 11.40 Ira, der Jattiriter; Gareb, der Jattiriter; 11.41 Uria, der Hetiter; Sabad, der Sohn Achlais; 11.42 Adina, der Sohn Schisas, der Rubeniter, ein Oberhaupt der Rubeniter, und dreissig [Mann] bei ihm; 11.43 Hanan, der Sohn Maachas; und Joschafat, der Mitniter; 11.44 Usija, der Aschterotiter; Schama und Jehiel, die Soehne Hotams, des Aroeriters; 11.45 Jediael, der Sohn Schimris, und Joha, sein Bruder, der Tiziter; 11.46 Eliel, der Mahawiter; und Jeribai und Joschawja, die Soehne Elnaams; und Jitma, der Moabiter; 11.47 Eliel und Obed, und Jaasiel, der Mezobaiter. Davids Anhaenger zur Zeit Sauls. \12\ 12.1 Und diese sind es, die zu David nach Ziklag kamen, als er sich noch vor Saul, dem Sohn des Kisch, verborgen hielt; auch sie waren unter den Helden, als Helfer im Kampf, 12.2 ausgeruestet mit dem Bogen und geschickt, mit der Rechten und mit der Linken Steine zu schleudern und Pfeile mit dem Bogen abzuschiessen. Von den Bruedern Sauls, aus Benjamin: 12.3 das Oberhaupt Ahieser, und Joasch, die Soehne Schemaas, des Gibeatiters; und Jesiel und Pelet, die Soehne Asmawets; und Beracha, und Jehu, der Anatotiter; 12.4 und Jischmaja, der Gibeoniter, ein Held unter den Dreissig und [Anfuehrer] ueber die Dreissig; 12.5 und Jirmeja und Jahasiel und Johanan, und Josabad, der Gederatiter; 12.6 Elusai und Jerimot und Bealja und Schemarja, und Schefatja, der Harufiter; 12.7 Elkana und Jischija und Asarel und Joeser und Joschobam, die Korachiter; 12.8 und Joela und Sebadja, die Soehne Jerohams, von Gedor. - 12.9 Und von den Gaditern gingen tapfere Helden zu David ueber, zur Bergfeste in die Wueste, Maenner des Heeres, zum Kampf mit Schild und Spiess ausgeruestet, deren Gesichter [wie] Loewengesichter waren und [die] schnell wie Gazellen auf den Bergen [waren]: 12.10 Eser, das Oberhaupt, Obadja, der zweite, Eliab, der dritte, 12.11 Mischmanna, der vierte; Jirmeja, der fuenfte, 12.12 Attai, der sechste, Eliel, der siebte, 12.13 Johanan, der achte, Elsabad, der neunte, 12.14 Jirmeja, der zehnte, Machbannai, der elfte. 12.15 Diese [Maenner] von den Soehnen Gad waren Oberhaeupter des Heeres [und zwar] jeder; der Kleinste [konnte es] mit hundert und der Groesste mit tausend [aufnehmen]. 12.16 Diese sind es, die im ersten Monat ueber den Jordan gingen, als er alle seine Ufer ueberflutet hatte, und [die] alle Taeler, gegen Osten und gegen Westen, abriegelten. 12.17 Und es kamen einige von den Soehnen Benjamin und Juda in die Bergfeste zu David. 12.18 Und David ging hinaus, ihnen entgegen, und er fing an und sagte zu ihnen: Wenn ihr zum Frieden zu mir gekommen seid, um mir zu helfen, dann wird mein Herz sich mit euch vereinigen; wenn aber, um mich an meine Gegner zu verraten, ohne dass Gewalttat in meiner Hand ist, dann soll der Gott unserer Vaeter es sehen und strafen! 12.19 Da kam der Geist ueber Amasai, das Oberhaupt der Dreissig: Dein [sind wir,] David, und zu dir, Sohn Isais [stehen wir]! Friede, Friede dir, und Friede deinen Helfern! Denn dein Gott hilft dir! Und David nahm sie auf und reihte sie unter die Oberhaeupter der Streifschar ein. 12.20 Und von Manasse liefen einige zu David ueber, als er mit den Philistern gegen Saul in den Kampf zog. Aber er half ihnen nicht; denn nach einer Beratung schickten ihn die Fuersten der Philister weg, indem sie sagten: Um [den Preis] unserer Koepfe koennte er zu seinem Herrn, zu Saul, ueberlaufen! 12.21 Als er nun nach Ziklag zog, liefen von Manasse zu ihm ueber: Adnach und Josabad und Jediael und Michael und Josabad und Elihu und Zilletai, Oberhaeupter der Tausendschaften von Manasse. 12.22 Und sie halfen David gegen die Streifschar, denn sie waren alle kriegstuechtige Maenner; und sie wurden Oberste im Heer. 12.23 Denn es kamen von Tag zu Tag [Leute] zu David, um ihm zu helfen, bis es ein grosses Heerlager wurde wie ein Heerlager Gottes. Davids Heer in Hebron. Kap. 11,1-3; 2Sam 5,1-3. 12.24 Und dies sind die Zahlen der zum Heer[esdienst] Geruesteten, die zu David nach Hebron kamen, um ihm das Koenigreich Sauls zuzuwenden nach dem Befehl des HERRN: V. 25-38: 1Mo 35,23-26. 12.25 Die Soehne Juda, die Schild und Spiess trugen, 6 800 zum Heer[esdienst] Geruestete. 12.26 Von den Soehnen Simeon: 7 100 zum Heer[esdienst] tuechtige Maenner. 12.27 Von den Soehnen Levi: 4 600; 12.28 und Jojada, der Fuerst des [Hauses] Aaron, und mit ihm 3 700; 12.29 und Zadok, ein junger kriegstuechtiger Mann, und das Haus seines Vaters: 22 Oberste. 12.30 Und von den Soehnen Benjamin, den Bruedern Sauls: 3 000. Aber der groesste Teil von ihnen hielt bis dahin [noch] treu zum Hause Sauls. 12.31 Und von den Soehnen Ephraim: 20 800 kriegstuechtige Maenner, Maenner von Namen, nach ihren Vaterhaeusern. 12.32 Und vom halben Stamm Manasse: 18 000, die mit Namen bestimmt wurden, dass sie hingingen, um David zum Koenig zu machen. 12.33 Und von den Soehnen Issaschar [solche], die die Zeiten zu beurteilen verstanden und wussten, was Israel tun musste: ihre Oberhaeupter 200, und alle ihre Brueder unter ihrem Befehl. 12.34 Von Sebulon: die, die mit dem Heer auszogen, zum Kampf geordnet, mit allen Kriegswaffen, 50 000, und zwar um sich um [David] zu scharen mit ungeteiltem Herzen. 12.35 Und von Naftali: 1 000 Oberste und mit ihnen 37 000 mit Schild und Speer. 12.36 Und von den Danitern: 28 600, zum Kampf geordnet. 12.37 Und von Asser: 40 000, die mit dem Heer auszogen, zum Kampf geordnet. 12.38 Und von jenseits des Jordan, von den Rubenitern und den Gaditern und dem halben Stamm Manasse: 120 000 mit allen Waffen eines Kriegsheeres. 12.39 Alle diese Kriegsleute in Heeresordnung kamen mit ungeteiltem Herzen nach Hebron, um David zum Koenig ueber ganz Israel zu machen. Und auch alle uebrigen in Israel waren eines Herzens, David zum Koenig zu machen. 12.40 Und sie waren dort bei David drei Tage, assen und tranken, denn ihre Brueder hatten [alles] fuer sie bereitgestellt. 12.41 Und auch die, die nahe bei ihnen [wohnten], bis nach Issaschar und Sebulon und Naftali hin, brachten Lebensmittel auf Eseln und auf Kamelen und auf Maultieren und auf Rindern: Mehlspeisen, Feigenkuchen und Rosinenkuchen und Wein und Oel und Rinder und Schafe in Menge; denn es war Freude in Israel. Misslungene Ueberfuehrung der Bundeslade nach Jerusalem. 2Sam 6,1-11. \13\ 13.1 Und David beriet sich mit den Obersten ueber Tausend und ueber Hundert, mit allen Fuersten. 13.2 Und David sagte zur ganzen Versammlung Israels: Wenn es euch gut erscheint und wenn es von dem HERRN, unserem Gott, ist, dann lasst uns ueberallhin senden zu unseren uebrigen Bruedern in allen Landen Israels und ausserdem zu den Priestern und zu den Leviten in den Staedten [und] ihren Weideflaechen, dass sie sich bei uns versammeln. 13.3 Und wir wollen die Lade unseres Gottes zu uns herueberholen; denn in den Tagen Sauls haben wir sie nicht aufgesucht. 13.4 Und die ganze Versammlung sagte, dass man es so tun solle. Denn die Sache war recht in den Augen des ganzen Volkes. 13.5 Und David versammelte ganz Israel, vom Schihor Aegyptens bis nach Hamat hin, um die Lade Gottes vom Kirjat-Jearim zu holen. 13.6 Und David und ganz Israel zogen hinauf nach Baala, nach Kirjat-Jearim, das zu Juda gehoert, um von dort die Lade Gottes, des HERRN, heraufzuholen, der ueber den Cherubim thront, dessen Name [dort] ausgerufen worden ist. 13.7 Und sie fuhren die Lade Gottes auf einem neuen Wagen aus dem Haus Abinadabs weg; und Usa und Achjo lenkten den Wagen. 13.8 Und David und ganz Israel tanzten vor Gott mit aller Kraft: mit Liedern und mit Zithern und mit Harfen und mit Tamburinen und mit Zimbeln und mit Trompeten. 13.9 Und als sie zur Tenne des Kidon kamen, da streckte Usa seine Hand aus, um die Lade festzuhalten, denn die Rinder hatten sich losgerissen. 13.10 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Usa und er schlug ihn, weil er seine Hand nach der Lade ausgestreckt hatte; und er starb dort vor Gott. 13.11 Und es wurde David heiss [vor Schrecken], weil der HERR den Usa so weggerissen hatte; und man nannte diesen Ort Perez-Usa bis zum heutigen Tag. 13.12 Und David fuerchtete sich vor Gott an diesem Tag und sagte: Wie kann ich die Lade Gottes zu mir bringen? 13.13 Und David liess die Lade nicht zu sich in die Stadt Davids bringen; und er liess sie beiseite schaffen in das Haus Obed-Edoms, des Gatiters. 13.14 Und die Lade Gottes blieb bei dem Haus Obed-Edoms, in seinem Haus, drei Monate. Und der HERR segnete das Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte. Davids Palastbau - Seine Soehne - Sieg ueber die Philister. V. 1-7: 2Sam 5,11-16. \14\ 14.1 Und Hiram, der Koenig von Tyrus, sandte Boten zu David, und Zedernholz und Mauerleute und Zimmerleute, damit sie ihm ein Haus bauten. 14.2 Und David erkannte, dass der HERR ihn als Koenig ueber Israel eingesetzt hatte; denn seine Koenigsherrschaft war hoch erhoeht um seines Volkes Israel willen. 14.3 Und David nahm noch mehr Frauen in Jerusalem, und David zeugte noch mehr Soehne und Toechter. V. 4-7: Kap. 3,5-9. 14.4 Und das sind die Namen derer, die ihm in Jerusalem geboren wurden: Schammua und Schobab, Nathan und Salomo 14.5 und Jibhar und Elischua und Elpelet 14.6 und Nogah und Nefeg und Jafia 14.7 und Elischama und Beeljada und Elifelet. V. 8-17: 2Sam 5,17-25. 14.8 Und als die Philister hoerten, dass David zum Koenig ueber ganz Israel gesalbt worden war, zogen alle Philister herauf, um David zu suchen. Und David hoerte es und zog ihnen entgegen. 14.9 Und die Philister kamen und breiteten sich in der Ebene Refaim aus. 14.10 Da befragte David Gott: Soll ich gegen die Philister hinaufziehen? Wirst du sie in meine Hand geben? Und der HERR sprach zu ihm: Zieh hinauf! Und ich werde sie in deine Hand geben. 14.11 Da zogen sie hinauf nach Baal-Perazim, und David schlug sie dort. Und David sagte: Durchbrochen hat Gott meine Feinde durch meine Hand, wie ein Wasserdurchbruch. Daher gab man jenem Ort den Namen Baal-Perazim. 14.12 Und sie liessen dort ihre Goetter [zurueck]; und David gab Befehl, und sie wurden mit Feuer verbrannt. 14.13 Und die Philister zogen noch einmal herauf und breiteten sich in der Ebene aus. 14.14 Und David befragte Gott wieder; Gott aber sprach zu ihm: Du sollst nicht hinaufziehen hinter ihnen her! Umgehe sie, dass du von der Seite der Bakabaeume an sie herankommst! 14.15 Und sobald du das Geraeusch eines Daherschreitens in den Wipfeln der Bakabaeume hoerst, dann sollst du zum Angriff schreiten! Denn Gott ist vor dir ausgezogen, um das Heerlager der Philister zu schlagen. 14.16 Da machte David es so, wie Gott ihm geboten hatte; und sie schlugen das Heerlager der Philister von Gibeon bis nach Geser. 14.17 Und der Name Davids ging hinaus in alle Laender, und der HERR legte Furcht vor ihm auf alle Nationen. Ueberfuehrung der Bundeslade nach Jerusalem. V. 1-29: 2Sam 6,12-23. \15\ 15.1 Und David machte sich Haeuser in der Stadt Davids, und er richtete eine Staette fuer die Lade Gottes her und schlug ein Zelt fuer sie auf. 15.2 Damals sagte David: Die Lade Gottes soll niemand tragen ausser den Leviten; denn sie hat der HERR erwaehlt, die Lade des HERRN zu tragen und seinen Dienst zu verrichten auf ewig. 15.3 Und David versammelte ganz Israel nach Jerusalem, um die Lade des HERRN an ihre Staette hinaufzubringen, die er fuer sie hergerichtet hatte. 15.4 Und David versammelte die Soehne Aarons und die Leviten. 15.5 Von den Soehnen Kehat: Uriel, den Obersten, und seine Brueder, 120; 15.6 von den Soehnen Merari: Asaja, den Obersten, und seine Brueder, 220; 15.7 von den Soehnen Gerschon: Joel, den Obersten, und seine Brueder, 130; 15.8 von den Soehnen Elizafan: Schemaja, den Obersten, und seine Brueder, 200; 15.9 von den Soehnen Hebron: Eliel, den Obersten, und seine Brueder, 80; 15.10 von den Soehnen Usiel: Amminadab, den Obersten, und seine Brueder, 112. 15.11 Und David berief die Priester Zadok und Abjatar und die Leviten Uriel, Asaja und Joel, Schemaja und Eliel und Amminadab 15.12 und sagte zu ihnen: Ihr seid die Familienoberhaeupter der Leviten. Heiligt euch, ihr und eure Brueder, und bringt die Lade des HERRN, des Gottes Israels, hinauf an [die Staette, die] ich fuer sie hergerichtet habe! 15.13 Denn weil beim ersten Mal nicht ihr [es getan habt], machte der HERR, unser Gott, einen Riss unter uns, weil wir ihn nicht nach der Vorschrift gesucht haben. 15.14 Da heiligten sich die Priester und die Leviten, um die Lade des HERRN, des Gottes Israels, heraufzubringen. 15.15 Und die Soehne der Leviten trugen die Lade Gottes auf ihren Schultern, wobei die Tragstangen auf ihnen [lagen], wie Mose es geboten hatte nach dem Wort des HERRN. V. 16-21: Kap. 6,16-32; 25,1-31. 15.16 Und David befahl den Obersten der Leviten, ihre Brueder, die Saenger, zu bestellen, mit Musikinstrumenten, Harfen und Zithern und Zimbeln, damit sie laut musizierten, indem sie die Stimme erhoben mit Freude. 15.17 Und die Leviten bestellten Heman, den Sohn Joels, und von seinen Bruedern Asaf, den Sohn Berechjas; und von den Soehnen Merari, ihren Bruedern, Etan, den Sohn Kuschajas; 15.18 und mit ihnen ihre Brueder der zweiten Ordnung: Secharja und Jaasiel und Schemiramot und Jehiel und Unni, Eliab und Benaja und Maaseja und Mattitja und Elifelehu und Mikneja und Obed-Edom und Jeiel, die Torhueter. 15.19 Und zwar [bestellten sie] die Saenger Heman, Asaf und Etan mit bronzenen Zimbeln zum Musizieren; 15.20 und Secharja und Jaasiel und Schemiramot und Jehiel und Unni und Eliab und Maaseja und Benaja mit Harfen nach Alamoth; 15.21 und Mattitja und Elifelehu und Mikneja und Obed-Edom und Jeiel und Asasja mit Zithern nach Scheminith: um [den Gesang] zu leiten. 15.22 Und Kenanja war der Oberste der Leviten beim Anstimmen [des Gesanges]; er war Unterweiser beim Anstimmen, denn er verstand sich darauf. 15.23 Und Berechja und Elkana waren Torhueter bei der Lade. 15.24 Und die Priester Schebanja und Joschafat und Netanel und Amasai und Secharja und Benaja und Elieser trompeteten mit den Trompeten vor der Lade Gottes her. Und Obed-Edom und Jehija waren Torhueter bei der Lade. 15.25 Und so zogen David und die Aeltesten von Israel und die Obersten der Tausendschaften hin, um die Lade des Bundes des HERRN aus dem Hause Obed-Edoms heraufzuholen mit Freuden. 15.26 Und es geschah, als Gott den Leviten half, die die Lade des Bundes des HERRN trugen, opferte man sieben Jungstiere und sieben Widder. 15.27 Und David war mit einem Oberkleid aus Byssus bekleidet, ebenso alle Leviten, die die Lade trugen, und die Saenger und Kenanja, der Oberste beim Anstimmen [des Gesangs] der Saenger; und David trug ein leinenes Ephod. 15.28 Und ganz Israel brachte die Lade des Bundes des HERRN hinauf mit Jauchzen und mit Hoernerschall und mit Trompeten und mit Zimbeln, musizierend mit Harfen und Zithern. 15.29 Und es geschah, als die Lade des Bundes des HERRN in die Stadt Davids kam, schaute Michal, die Tochter Sauls, aus dem Fenster; und sie sah den Koenig David huepfen und tanzen, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen. V. 1-3: 2Sam 6,17-19. \16\ 16.1 Und sie brachten die Lade Gottes hinein und stellten sie in die Mitte des Zeltes, das David fuer sie aufgeschlagen hatte. Und sie brachten Brandopfer und Heilsopfer dar vor Gott. 16.2 Und als David die Darbringung der Brandopfer und der Heilsopfer beendet hatte, segnete er das Volk im Namen des HERRN. 16.3 Und er verteilte an jeden Israeliten, vom Mann bis zur Frau an jeden, einen Laib Brot, einen Dattelkuchen und einen Rosinenkuchen. 16.4 Und er setzte einige von den Leviten als Diener vor der Lade des HERRN ein, dass sie den HERRN, den Gott Israels, ruehmen, preisen und loben sollten: 16.5 Asaf, das Oberhaupt, und als zweiten nach ihm Secharja, nach ihm [dann] Jeiel und Schemiramot und Jehiel und Mattitja und Eliab und Benaja und Obed-Edom und Jeiel mit Harfeninstrumenten und mit Zithern; und Asaf, auf Zimbeln musizierend; 16.6 und die Priester Benaja und Jahasiel, staendig mit Trompeten vor der Lades des Bundes Gottes. Davids Dankpsalm. 16.7 Damals, an jenem Tag, trug David zum ersten Mal dem Asaf und seinen Bruedern auf, den HERRN zu preisen: V. 8-22: Ps 105,1-15. 16.8 Preist den HERRN, ruft seinen Namen an, macht unter den Voelkern kund seine Taten! 16.9 Singt ihm, spielt ihm! Redet von allen seinen Wundern! 16.10 Ruehmt euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz derer, die den HERRN suchen! 16.11 Fragt nach dem HERRN und seiner Staerke, sucht sein Angesicht bestaendig! 16.12 Gedenkt seiner Wunder, die er getan hat, seiner Wahrzeichen und der Urteile seines Mundes! 16.13 Ihr Nachkommen Israels, seines Knechtes, ihr Soehne Jakobs, seine Auserwaehlten! 16.14 Er ist der HERR, unser Gott; seine Urteile [ergehen] auf der ganzen Erde. 16.15 Gedenkt ewig seines Bundes - des Wortes, das er geboten hat auf tausend Generationen hin -, 16.16 den er geschlossen hat mit Abraham, und seines Eides an Isaak. 16.17 Er richtete ihn auf fuer Jakob zur Ordnung, fuer Israel zum ewigen Bund, 16.18 indem er sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben als euch zugemessenes Erbe, 16.19 als ihr noch gering wart an Zahl, nur wenige, und Fremdlinge darin. 16.20 Als sie von Nation zu Nation wanderten und von einem Reich zu einem anderen Volk, 16.21 da gestattete er keinem Menschen, sie zu bedruecken, und ihretwegen wies er Koenige zurecht: 16.22 `Tastet meine Gesalbten nicht an, tut meinen Propheten nichts Uebles!' V. 23-33: Ps 96. 16.23 Singt dem HERRN, ganze Erde! Verkuendet von Tag zu Tag sein Heil! 16.24 Erzaehlt unter den Nationen seine Herrlichkeit, unter allen Voelkern seine Wundertaten! 16.25 Denn gross ist der HERR und sehr zu loben, furchtbar ist er ueber alle Goetter. 16.26 Denn alle Goetter der Voelker sind Goetzen, aber der HERR hat die Himmel gemacht. 16.27 Majestaet und Pracht sind vor seinem Angesicht, Kraft und Freude in seiner Staette. 16.28 Gebt dem HERRN, ihr Voelkerstaemme, gebt dem HERRN Ehre und Macht! 16.29 Gebt dem HERRN die Ehre seines Namens! Bringt Speisopfer und kommt vor sein Angesicht! Betet den HERRN an in heiliger Pracht! 16.30 Erzittere vor ihm, ganze Erde! Auch steht der Erdkreis fest, er wird nicht wanken. 16.31 Es freue sich der Himmel, und es frohlocke die Erde! Und man sage unter den Nationen: Der HERR ist Koenig! 16.32 Es brause das Meer und seine Fuelle! Es frohlocke das Feld und alles, was darauf ist! 16.33 Dann werden jubeln die Baeume des Waldes vor dem HERRN; denn er kommt, die Erde zu richten! 16.34 Preist den HERRN! Denn er ist gut, denn seine Gnade [waehrt] ewig. V. 35.36: Ps 106,47.48. 16.35 Und sagt: Rette uns, Gott unserer Rettung, und sammle und befreie uns aus den Nationen, dass wir deinen heiligen Namen preisen, dass wir uns ruehmen deines Lobes! 16.36 Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und alles Volk sprach: Amen! und lobte den HERRN. Dienst der Leviten. 16.37 Und David liess dort, vor der Lade des Bundes des HERRN, den Asaf und seine Brueder, damit sie staendig vor der Lade Dienst taeten nach dem taeglichen Bedarf; 16.38 und Obed-Edom und seine Brueder, 68 [Mann], und [zwar] Obed-Edom, den Sohn Jedutuns, und Hosa als Torhueter. 16.39 Den Priester Zadok aber und seine Brueder, die Priester, [liess er] bei der Wohnung des HERRN auf der Hoehe, die bei Gibeon ist, 16.40 dem HERRN regelmaessig Brandopfer auf dem Brandopferaltar darzubringen, am Morgen und am Abend, und zwar nach allem, was in dem Gesetz des HERRN geschrieben steht, das er Israel geboten hat. 16.41 Und mit ihnen [liess er] Heman und Jedutun und die uebrigen Auserlesenen [da], die mit Namen bestimmt waren, den HERRN zu preisen, dass seine Gnade ewig [waehrt]; 16.42 und bei ihnen, [bei] Heman und Jedutun, waren Trompeten und Zimbeln fuer die Musizierenden und die Musikinstrumente [zur Ehre] Gottes. Und die Soehne Jedutuns waren fuer das Tor da. 16.43 Und das ganze Volk ging fort, jeder in sein Haus; und David kehrte zurueck, um seinem Haus den Segensgruss zu bringen. Verheissung Gottes fuer David und sein Koenigtum. V. 1-14: Kap. 22,7-10; 28,2-7; 2Sam 7,1-16. \17\ 17.1 Und es geschah, als David in seinem Haus wohnte, sagte David zum Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Haus aus Zedern, die Lade des Bundes des HERRN aber [wohnt] unter Zeltdecken. 17.2 Und Nathan sagte zu David: Tu alles, was du im Herzen hast! Denn Gott ist mit dir. 17.3 Und es geschah in jener Nacht, da geschah das Wort Gottes zu Nathan: 17.4 Geh hin und sage zu meinem Knecht David: So spricht der HERR: Nicht du sollst mir das Haus zur Wohnung bauen! 17.5 Wahrhaftig, nie habe ich in einem Haus gewohnt von dem Tag an, als ich Israel heraufgefuehrt habe, bis zum heutigen Tag; sondern ich bin von Zelt zu Zelt und von Wohnung [zu Wohnung umhergezogen]. 17.6 In der ganzen [Zeit], die ich in ganz Israel umhergezogen bin, habe ich [da jemals] zu einem der Richter Israels, dem ich gebot, mein Volk zu weiden, ein Wort geredet und gesagt: Warum habt ihr mir nicht ein Haus aus Zedern gebaut? 17.7 Und nun, so sollst du zu meinem Knecht, zu David, sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich selbst habe dich von der Weide genommen, hinter der Schafherde weg, dass du Fuerst sein solltest ueber mein Volk Israel. 17.8 Und ich bin mit dir gewesen ueberall, wohin du gegangen bist, und ich habe alle deine Feinde vor dir ausgerottet. Und ich mache dir einen Namen, gleich dem Namen der Grossen, die auf Erden sind. 17.9 Und ich setze fuer mein Volk Israel einen Ort fest und pflanze es ein, dass es an seiner Staette [sicher] wohne und nicht mehr in Unruhe gerate; und die Soehne der Ruchlosigkeit sollen es nicht mehr aufreiben wie frueher, 17.10 und [zwar] seit den Tagen, da ich Richter ueber mein Volk Israel bestellt habe. Und ich werde alle deine Feinde demuetigen. So verkuendige ich dir [nun], dass der HERR dir ein Haus bauen wird. 17.11 Und es wird geschehen, wenn deine Tage erfuellt sind, so dass du zu deinen Vaetern hingehst, dann werde ich deinen Nachkommen nach dir aufstehen lassen, der von deinen Soehnen sein wird, und werde seine Koenigsherrschaft festigen. 17.12 Der wird mir ein Haus bauen; und ich werde seinen Thron festigen fuer ewig. 17.13 Ich will ihm Vater sein, und er soll mir Sohn sein. Und ich will meine Gnade nicht von ihm weichen lassen, wie ich sie von dem habe weichen lassen, der vor dir war. 17.14 Und ich will ihm Bestand geben in meinem Haus und in meiner Koenigsherrschaft auf ewig; und sein Thron soll fest stehen fuer ewig. V. 15-27: 2Sam 7,17-29. 17.15 Nach all diesen Worten und nach diesem ganzen Gesicht, so redete Nathan zu David. 17.16 Da ging der Koenig David hinein und setzte sich vor dem HERRN nieder und sagte: Wer bin ich, HERR, Gott, und was ist mein Haus, dass du mich bis hierher gebracht hast? 17.17 Und das war noch zu gering in deinen Augen, o Gott! Und du hast sogar ueber das Haus deines Knechtes auf ferne [Zukunft] hin geredet. Und du hast mich angesehen nach der Weise eines hochgestellten Menschen, HERR, Gott! 17.18 Was soll David noch weiter zu dir [reden] von der Ehre an deinem Knecht? Du selbst hast ja deinen Knecht erkannt. 17.19 HERR, um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du all dies Grosse getan, um [ihn] all diese grossen Dinge erkennen zu lassen. 17.20 HERR, niemand ist dir gleich, und es gibt keinen Gott ausser dir, nach allem, was wir mit unseren Ohren gehoert haben. 17.21 Und wer ist wie dein Volk Israel, die einzige Nation auf Erden, [fuer] die Gott hingegangen ist, [sie] sich zum Volk zu erloesen, um dir einen Namen zu machen [und] grosse und furchtgebietende Taten [zu tun], indem du vor deinem Volk, das du aus Aegypten erloest hast, Nationen vertrieben hast? 17.22 Und du hast dir dein Volk Israel zum Volk bestimmt fuer ewig; und du, HERR, bist ihr Gott geworden. 17.23 Und nun, HERR, das Wort, das du ueber deinen Knecht und ueber sein Haus geredet hast, moege sich ewig als zuverlaessig erweisen! Und tue, wie du geredet hast! 17.24 Ja, es moege sich als zuverlaessig erweisen! Und dein Name sei gross fuer ewig, dass man sage: Der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ist Gott fuer Israel! Und das Haus deines Knechtes David moege fest stehen vor dir! 17.25 Denn du, mein Gott, hast das Ohr deines Knechtes geoeffnet [und gesagt], dass du ihm ein Haus bauen willst. Darum hat dein Knecht es gewagt, vor dir zu beten. 17.26 Und nun, HERR, du bist es, der da Gott ist, und du hast dieses Gute ueber deinen Knecht geredet. 17.27 Und nun, es hat dir gefallen, das Haus deines Knechtes zu segnen, dass es ewig vor dir sei; denn du, HERR, hast es gesegnet, und es wird gesegnet sein fuer ewig. Davids Kriege - Seine Beamten. 2Sam 8. \18\ 18.1 Und es geschah danach, da schlug David die Philister und demuetigte sie; und er nahm Gat und seine Tochterstaedte aus der Hand der Philister. 18.2 Er schlug auch die Moabiter; und die Moabiter wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten. 18.3 David schlug auch Hadad-Eser, den Koenig von Zoba, bei Hamat, als er hinzog, um seine Macht am Strom Euphrat aufzurichten. 18.4 Und David nahm von ihm 1 000 Wagen und 7 000 Berittene und 20 000 Mann Fussvolk gefangen. Und David laehmte alle Wagen[pferde], aber 100 Wagen[pferde] liess er von ihm uebrig. 18.5 Da kamen die Aramaeer von Damaskus, um Hadad-Eser, dem Koenig von Zoba, zu helfen. David aber schlug unter den Aramaeern 22 000 Mann. 18.6 Und David setzte in Aram-Damaskus [Voegte] ein; und die Aramaeer wurden David zu Knechten, die Tribut entrichten mussten. So half der HERR dem David ueberall, wohin er zog. 18.7 Und David nahm die goldenen Schilde, die den Knechten Hadad-Esers gehoerten, und brachte sie nach Jerusalem. 18.8 Und aus Tibhat und aus Kun, den Staedten Hadad-Esers, nahm David sehr viel Bronze; daraus machte Salomo das bronzene Meer und die Saeulen und die bronzenen Geraete. 18.9 Und als Toi, der Koenig von Hamat, hoerte, dass David die ganze Heeresmacht Hadad-Esers, des Koenigs von Zoba, geschlagen hatte, 18.10 sandte er seinen Sohn Hadoram zum Koenig David, um ihn nach seinem Wohlergehen zu fragen und ihm Glueck zu wuenschen, weil er gegen Hadad-Eser gekaempft und ihn geschlagen hatte - denn Hadad-Eser war Tois Kriegsgegner gewesen -, und [er brachte] allerlei goldene, silberne und bronzene Geraete [mit]. 18.11 Auch diese heiligte der Koenig David dem HERRN, samt dem Silber und Gold, das er von all den Nationen genommen hatte: von den Edomitern und von den Moabitern und von den Soehnen Ammon und von den Philistern und von den Amalekitern. 18.12 Und Abischai, der Sohn der Zeruja, schlug die Edomiter im Salztal, 18 000 [Mann]. 18.13 Und er setzte in Edom Voegte ein, und alle Edomiter wurden David zu Knechten. So half der HERR dem David ueberall, wohin er zog. 18.14 Und David war Koenig ueber ganz Israel. Und er uebte Recht und Gerechtigkeit an seinem ganzen Volk. 18.15 Und Joab, der Sohn der Zeruja, war ueber das Heer [gesetzt]. Und Joschafat, der Sohn Ahiluds, war Berater. 18.16 Und Zadok, der Sohn Ahitubs, und Ahimelech, der Sohn Abjatars, waren Priester. Und Schawscha war Schreiber. 18.17 Und Benaja, der Sohn Jojadas, war ueber die Kreter und Pleter [gesetzt]. Und die Soehne Davids waren die Ersten zur Seite des Koenigs. Kriege gegen die Ammoniter und Aramaeer - Eroberung Rabbas. 2Sam 10. \19\ 19.1 Und es geschah danach, da starb Nahasch, der Koenig der Soehne Ammon; und sein Sohn wurde an seiner Stelle Koenig. 19.2 Und David sagte: Ich will Gnade erweisen an Hanun, dem Sohn des Nahasch, denn sein Vater hat Gnade an mir erwiesen. Und David sandte Boten, um ihn wegen seines Vaters zu troesten. Und die Knechte Davids kamen in das Land der Soehne Ammon zu Hanun, um ihn zu troesten. 19.3 Da sagten die Obersten der Soehne Ammon zu Hanun: Will David in deinen Augen [wirklich] deinen Vater ehren, wenn er Troester zu dir gesandt hat? Sind nicht seine Knechte zu dir gekommen, um das Land zu erforschen und auszukundschaften und umzukehren? 19.4 Da nahm Hanun die Knechte Davids und liess sie scheren und ihre Kleider zur Haelfte abschneiden bis ans Gesaess; und er schickte sie weg. 19.5 Und man ging und berichtete David von den Maennern. Da sandte er ihnen [Boten] entgegen, denn die Maenner waren sehr geschaendet; und der Koenig liess [ihnen] sagen: Bleibt in Jericho, bis euer Bart gewachsen ist, dann kommt zurueck! 19.6 Als nun die Soehne Ammon sahen, dass sie sich bei David stinkend gemacht hatten, da sandten Hanun und die Soehne Ammon tausend Talente Silber, um sich aus Mesopotamien und aus Aram-Maacha und aus Zoba [Streit-]Wagen und Reiter anzuwerben. 19.7 Und sie warben sich 32 000 [Streit-]Wagen und den Koenig von Maacha mit seinem Volk an; und die kamen und lagerten sich vor Medeba. Auch die Soehne Ammon sammelten sich aus ihren Staedten und kamen zum Kampf. 19.8 Als nun David [davon] hoerte, sandte er Joab aus und das ganze Heer, die Helden. 19.9 Und die Soehne Ammon zogen aus und ordneten sich am Eingang der Stadt zur Schlacht; und die Koenige, die gekommen waren, [standen] gesondert auf dem [freien] Feld. 19.10 Und als Joab sah, dass die Kampf-Front von vorn und von hinten gegen ihn gerichtet war, da waehlte er von allen Auserlesenen Israels [einen Teil] aus und ordnete sich [mit ihnen zur Schlacht] gegen die Aramaeer; 19.11 den Rest des [Kriegs-]Volkes aber uebergab er der Hand seines Bruders Abischai, und sie ordneten sich [zur Schlacht] gegen die Soehne Ammon. 19.12 Und er sagte: Wenn die Aramaeer staerker sind als ich, dann sollst du mir Hilfe leisten; und wenn die Soehne Ammon staerker sind als du, dann will ich dir helfen. 19.13 Sei stark und lass uns stark sein fuer unser Volk und fuer die Staedte unseres Gottes! Der HERR aber moege tun, was gut ist in seinen Augen. 19.14 Da rueckte Joab und das Volk, das bei ihm war, zum Kampf gegen die Aramaeer vor; und sie flohen vor ihm. 19.15 Als aber die Soehne Ammon sahen, dass Aram floh, da flohen auch sie vor seinem Bruder Abischai und zogen [sich] in die Stadt [zurueck]. Und Joab kam nach Jerusalem. 19.16 Als nun Aram sah, dass es vor Israel geschlagen war, da sandten sie Boten hin und liessen [auch] die Aramaeer, die jenseits des Stromes waren, [in den Kampf] ausziehen; und Schobach, der Heeroberste Hadad-Esers, [zog] vor ihnen her. 19.17 Das wurde David berichtet. Da versammelte er ganz Israel und ging ueber den Jordan, kam an sie heran und ordnete sich gegen sie. Und David ordnete sich zur Schlacht, den Aramaeern gegenueber. Und sie kaempften mit ihm. 19.18 Aram aber floh vor Israel, und David erschlug von Aram 7 000 Wagen[kaempfer] und 40 000 Mann Fussvolk. Auch den Heerobersten Schobach toetete er. 19.19 Als nun die Knechte Hadad-Esers sahen, dass sie vor Israel geschlagen waren, schlossen sie Frieden mit David und dienten ihm. Und die Aramaeer wollten den Soehnen Ammon nicht mehr helfen. V. 1-3: 2Sam 11,1; 12,26-31. \20\ 20.1 Und es geschah bei der Wiederkehr des Jahres, zu der Zeit, wenn die Koenige [ins Feld] ausziehen, da fuehrte Joab die Heeresmacht [heran] und verheerte das Land der Soehne Ammon; und er kam und belagerte Rabba. David aber blieb in Jerusalem. Und Joab schlug Rabba und zerstoerte es. 20.2 Und David nahm ihrem Koenig die Krone vom Haupt; und er fand sie ein Goldtalent schwer, und ein Edelstein war an ihr; und sie kam auf das Haupt Davids. Und er brachte eine grosse Menge Beute aus der Stadt heraus. 20.3 Das Volk aber, das darin war, holte er heraus und stellte es an die Steinsaege, an die eisernen Pickel und an die Beile. So machte es David mit allen Staedten der Soehne Ammon. Und David und das ganze Volk kehrten nach Jerusalem zurueck. Heldentaten der Maenner Davids. 2Sam 21,15-22. 20.4 Und es geschah danach, da entstand ein Kampf mit den Philistern bei Geser. Damals erschlug Sibbechai, der Huschatiter, den Sippai, einen von den Soehnen des Rafa; und sie wurden gedemuetigt. 20.5 Und wieder gab es einen Kampf mit den Philistern. Und Elhanan, der Sohn Jairs, erschlug Lachmi, den Bruder Goliats, den Gatiter; und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum. 20.6 Und wieder kam es zum Kampf bei Gat. Da war ein langer Mann, der hatte [je] sechs Finger und Zehen, [zusammen] 24; und auch er war dem Rafa geboren worden. 20.7 Und er verhoehnte Israel; da erschlug ihn Jonatan, der Sohn Schimas, des Bruders Davids. 20.8 Diese wurden dem Rafa in Gat geboren; und sie fielen durch die Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte. Davids Volkszaehlung und deren Folgen. 2Sam 24. \21\ 21.1 Und Satan stellte sich gegen Israel und reizte David, Israel zu zaehlen. 21.2 Und David sagte zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Geht hin, zaehlt Israel von Beerscheba bis Dan und bringt mir [Bericht], damit ich ihre Zahl kenne! 21.3 Und Joab sagte: Der HERR moege zu seinem Volk, soviele sie sein moegen, hundertmal [mehr] hinzufuegen! Sind sie nicht alle, mein Herr und Koenig, die Knechte meines Herrn? Warum verlangt mein Herr das? Warum soll es Israel zur Schuld werden? 21.4 Aber das Wort des Koenigs blieb fest gegen Joab. So zog Joab aus und zog durch ganz Israel und kam nach Jerusalem [zurueck]. 21.5 Und Joab gab David das Ergebnis der Volkszaehlung an. Und zwar gab es in ganz Israel 1 110 000 Mann, die das Schwert zogen, und in Juda 470 000 Mann, die das Schwert zogen. 21.6 Levi aber und Benjamin musterte er nicht mit ihnen; denn das Wort des Koenigs war Joab ein Greuel. 21.7 Und diese Sache war boese in den Augen Gottes, und er schlug Israel. 21.8 Da sagte David zu Gott: Ich habe sehr gesuendigt, dass ich diese Sache getan habe. Und nun lass doch die Schuld deines Knechtes voruebergehen! Denn ich habe sehr toericht gehandelt. 21.9 Und der HERR redete zu Gad, dem Seher Davids, und sprach: 21.10 Geh hin, rede zu David: So spricht der HERR: Dreierlei lege ich dir vor. Waehle dir eins davon, dass ich es dir tue! 21.11 Und Gad kam zu David und sagte zu ihm: So spricht der HERR: Nimm dir, 21.12 entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate lang Niederlage vor deinen Bedraengern, wobei das Schwert deiner Feinde [dich] einholt, oder drei Tage das Schwert des HERRN und Pest im Land, und dass der Engel des HERRN Verderben bringt im ganzen Gebiet Israels! Und nun sieh zu, was fuer eine Antwort ich dem zurueckbringen soll, der mich gesandt hat. 21.13 Und David sagte zu Gad: Mir ist sehr angst! Lass mich doch in die Hand des HERRN fallen! Denn seine Erbarmungen sind sehr gross. Aber in die Hand der Menschen lass mich nicht fallen! 21.14 Da gab der HERR die Pest in Israel; und es fielen von Israel 70 000 Mann. 21.15 Und Gott sandte den Engel nach Jerusalem, um es zu vernichten. Und als er zu vernichten begann, sah es der HERR, und er hatte Mitleid wegen des Unheils. Und er sprach zu dem Engel, der vernichtete: Genug! Lass deine Hand jetzt sinken! Der Engel des HERRN stand aber [gerade] bei der Tenne Ornans, des Jebusiters. 21.16 Und als David seine Augen erhob, sah er den Engel des HERRN zwischen der Erde und dem Himmel stehen, sein Schwert gezueckt in seiner Hand, ausgestreckt ueber Jerusalem. Da fielen David und die Aeltesten, in Sacktuch gehuellt, auf ihr Angesicht. 21.17 Und David sagte zu Gott: Habe nicht ich befohlen, das Volk zu zaehlen? Bin ich es doch, der gesuendigt und Boeses getan hat! Aber diese Schafe, was haben sie getan? HERR, mein Gott, lass doch deine Hand gegen mich und gegen das Haus meines Vaters sein, aber nicht gegen dein Volk mit dieser Plage! 21.18 Und der Engel des HERRN sprach zu Gad, dass er zu David sage, David solle hinaufgehen, um dem HERRN einen Altar zu errichten auf der Tenne Ornans, des Jebusiters. 21.19 Da ging David hinauf auf das Wort Gads hin, das der im Namen des HERRN geredet hatte. 21.20 Und Ornan wandte sich um und sah den Engel; und seine vier Soehne bei ihm versteckten sich. Ornan aber drosch Weizen. 21.21 Und David kam zu Ornan heran; und Ornan blickte auf und sah David, und er ging aus der Tenne hinaus und warf sich vor David nieder, mit dem Gesicht zur Erde. 21.22 Und David sagte zu Ornan: Gib mir den Platz der Tenne, dass ich dem HERRN einen Altar darauf baue! Fuer den vollen Preis sollst du ihn mir geben, damit die Plage vom Volk abgewehrt wird. 21.23 Da sagte Ornan zu David: Nimm ihn dir! Mein Herr, der Koenig, tue, was gut ist in seinen Augen! Siehe, ich gebe die Rinder fuer die Brandopfer und die Dreschschlitten als [Brenn-]Holz und den Weizen zum Speisopfer; das alles gebe ich. 21.24 Aber der Koenig David sagte zu Ornan: Nein, sondern kaufen will ich es, [und zwar] fuer den vollen Preis. Denn ich will nicht, was dir gehoert, fuer den HERRN nehmen und umsonst Brandopfer opfern. 21.25 Und David gab Ornan fuer den Platz Gold im Gewicht von sechshundert Schekel. 21.26 Und David baute dort dem HERRN einen Altar und opferte Brandopfer und Heilsopfer. Und er rief zu dem HERRN, und der antwortete ihm mit Feuer, [das] vom Himmel auf den Altar des Brandopfers [fiel]. 21.27 Und der HERR sprach zu dem Engel, und der steckte sein Schwert wieder in seine Scheide. 21.28 Zu jener Zeit, als David sah, dass der HERR ihm auf der Tenne Ornans, des Jebusiters, geantwortet hatte, [und] als er dort opferte - 21.29 die Wohnung des HERRN aber, die Mose in der Wueste gemacht hatte, und der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Hoehe bei Gibeon, 21.30 doch David konnte nicht hingehen [und] vor ihn [treten], um Gott zu suchen, denn er war von Schrecken erfasst vor dem Schwert des Engels des HERRN -, \22\ 22.1 da sagte David: Das hier soll das Haus Gottes, des HERRN, sein und das der Altar zum Brandopfer fuer Israel. Auftrag an Salomo, den Tempel zu bauen - Seine Einsetzung zum Koenig. V. 2-5: Kap. 29,1-5. 22.2 Und David befahl, dass man die Fremden versammeln solle, die im Land Israel waren; und er stellte sie an als Steinhauer, um Quader fuer den Bau des Hauses Gottes zu behauen. 22.3 Und David liess Eisen in Menge fuer die Naegel zu den Torfluegeln und fuer die Klammern bereitstellen; und Bronze in [einer] Menge, dass es nicht zu wiegen war; 22.4 auch Zedernholz ohne Zahl, denn die Sidonier und die Tyrer brachten Zedernholz in Menge zu David. 22.5 Und David sagte [sich]: Mein Sohn Salomo ist noch jung und zart. Das Haus aber, das dem HERRN gebaut werden soll, soll ueberaus gross werden, zum Preis und zum Ruhm in allen Laendern. So will ich denn [das Noetige] fuer ihn bereitstellen. Und so stellte David [Vorrat] in Menge bereit vor seinem Tod. V. 7-10: Kap. 17,1-14; 28,2-7; 2Sam 7,1-16. 22.6 Und er rief seinen Sohn Salomo und gebot ihm, dem HERRN, dem Gott Israels, ein Haus zu bauen. 22.7 Und David sagte zu Salomo: Mein Sohn, ich selbst hatte in meinem Herzen [vor], dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus zu bauen. 22.8 Aber das Wort des HERRN geschah zu mir, indem er sprach: Du hast Blut in Menge fliessen lassen und grosse Kriege gefuehrt. Du sollst meinem Namen kein Haus bauen! Denn viel Blut hast du vor mir auf die Erde fliessen lassen. 22.9 Siehe, ein Sohn wird dir geboren werden, der wird ein Mann der Ruhe sein, denn ich werde ihm Ruhe schaffen vor allen seinen Feinden ringsum. Denn Salomo wird sein Name sein, und Frieden und Ruhe werde ich Israel geben in seinen Tagen. 22.10 Der soll meinem Namen ein Haus bauen; und er soll mir Sohn und ich will ihm Vater sein; und ich werde den Thron seiner Koenigsherrschaft ueber Israel festigen fuer ewig. - 22.11 Nun, mein Sohn, der HERR sei mit dir, dass es dir gelinge und du das Haus des HERRN, deines Gottes, bauest, wie er ueber dich geredet hat! 22.12 Auch dir wird der HERR Einsicht und Verstand geben, und er wird dich ueber Israel setzen, dass du das Gesetz des HERRN, deines Gottes, beachtest. 22.13 Dann wird es dir gelingen, wenn du darauf achtest, die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen zu befolgen, die der HERR dem Mose fuer Israel geboten hat. Sei stark und mutig, fuerchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen! 22.14 Und siehe, durch meine Bemuehung habe ich fuer das Haus des HERRN 100 000 Talente Gold und 1 000 000 Talente Silber bereitgestellt; und die Bronze und das Eisen sind nicht zu wiegen, denn es ist in [grosser] Menge vorhanden; auch Holz und Steine habe ich bereitgestellt, und du wirst noch mehr hinzufuegen. 22.15 Und Handwerker sind bei dir in Menge: Steinhauer und Arbeiter in Stein und Holz, und allerlei Sachverstaendige in jeder Arbeit. 22.16 Das Gold, das Silber und die Bronze und das Eisen sind nicht zu zaehlen. Mache dich auf und handle! Und der HERR sei mit dir! 22.17 Und David gebot allen Obersten Israels, seinem Sohn Salomo beizustehen: 22.18 Ist nicht der HERR, euer Gott, mit euch, und hat er euch nicht Ruhe verschafft ringsumher? Denn er hat die Bewohner des Landes in meine Hand gegeben, und das Land ist unterworfen vor dem HERRN und vor seinem Volk. 22.19 Richtet nun euer Herz und eure Seele darauf, den HERRN, euren Gott, zu suchen! Und macht euch auf und baut das Heiligtum Gottes, des HERRN, dass ihr die Lade des Bundes des HERRN und die Geraete des Heiligtums Gottes in das Haus bringt, das dem Namen des HERRN gebaut werden soll. \23\ 23.1 Und David war alt und der Tage satt; und er machte seinen Sohn Salomo zum Koenig ueber Israel. Zahl, Ordnung und Dienst der Leviten. 23.2 Und er versammelte alle Obersten Israels und die Priester und die Leviten. 23.3 Und die Leviten wurden gezaehlt von dreissig Jahren an und darueber; und ihre Zahl war, Kopf fuer Kopf, an Maennern 38 000. 23.4 [Und David sagte]: Von diesen sind 24 000 fuer die Aufsicht ueber die Arbeit am Haus des HERRN [bestimmt] und 6 000 [sollen] Aufseher und Richter [sein] 23.5 und 4 000 Torhueter und 4 000, die den HERRN loben mit den Instrumenten, die ich zum Loben gemacht habe. 23.6 Und David teilte sie in Abteilungen ein nach den Soehnen Levis, nach Gerschon, Kehat und Merari. 23.7 Von den Gerschonitern: Ladan und Schimi. 23.8 Die Soehne Ladans: das Oberhaupt, Jehiel, dann Setam und Joel, [zusammen] drei. 23.9 Die Soehne Schimis: Schelomit und Hasiel und Haran, [zusammen] drei. Diese waren die Familienoberhaeupter von Ladan. 23.10 Und die Soehne Schimis: Jahat, Sisa und Jeusch und Beria; das waren die Soehne Schimis, [zusammen] vier. 23.11 Und Jahat war das Oberhaupt und Sisa der zweite; und Jeusch und Beria hatten nicht viele Soehne, und so bildeten sie ein Vaterhaus, eine Dienstabteilung. 23.12 Die Soehne Kehats: Amram, Jizhar, Hebron und Usiel, [zusammen] vier. 23.13 Die Soehne Amrams: Aaron und Mose. Und Aaron wurde ausgesondert, das Hochheilige zu heiligen, er und seine Soehne fuer ewig, vor dem HERRN Rauchopfer darzubringen, ihm zu dienen und in seinem Namen zu segnen, fuer ewig. 23.14 Die Soehne des Mose, des Mannes Gottes, wurden dem Stamm des Levi zugerechnet. 23.15 Die Soehne Moses: Gerschom und Elieser. V. 16-23: Kap. 24,20-30. 23.16 Die Soehne Gerschoms: Schebuel, das Oberhaupt. 23.17 Und die Soehne Eliesers waren: Rehabja, das Oberhaupt; und Elieser hatte keine anderen Soehne; aber die Soehne Rehabjas waren ueberaus zahlreich. - 23.18 Die Soehne Jizhars: Schelomit, das Oberhaupt. 23.19 Die Soehne Hebrons: Jerija, das Oberhaupt, Amarja, der zweite, Jahasiel, der dritte, und Jekamam, der vierte. 23.20 Die Soehne Usiels: Micha, das Oberhaupt, und Jischija, der zweite. 23.21 Die Soehne Meraris: Machli und Muschi. Die Soehne Machlis: Eleasar und Kisch. 23.22 Und Eleasar starb, und er hatte keine Soehne, sondern [nur] Toechter; und die Soehne des Kisch, ihre Brueder, nahmen sie [zu Frauen]. 23.23 Die Soehne Muschis: Machli und Eder und Jeremot, [zusammen] drei. 23.24 Das waren die Soehne Levi nach ihren Vaterhaeusern, Familienoberhaeuptern, wie sie gemustert wurden nach der Zaehlung der Namen, Kopf fuer Kopf, die die Arbeit taten fuer den Dienst des Hauses des HERRN, von zwanzig Jahren an und darueber. 23.25 Denn David sagte: Der HERR, der Gott Israels, hat seinem Volk Ruhe verschafft, und er wohnt in Jerusalem fuer ewig. 23.26 So haben auch die Leviten die Wohnung und alle ihre Geraete fuer ihren Dienst nicht mehr zu tragen - 23.27 denn nach den letzten Worten Davids ist das die Zaehlung der Soehne Levi von zwanzig Jahren an und darueber -, 23.28 denn ihr Platz ist an der Seite der Soehne Aaron zum Dienst am Haus des HERRN hinsichtlich der Vorhoefe und der Zellen und zur Reinigung alles Heiligen und [hinsichtlich] dessen, was im Dienst am Haus Gottes zu tun ist: 23.29 fuer die Schaubrote und fuer den Weizengriess zum Speisopfer und fuer die ungesaeuerten Fladen und fuer die Pfanne und fuer den Teig und fuer alles Hohl- und Laengenmass. 23.30 Und [ihre Aufgabe ist es], Morgen fuer Morgen anzutreten, um den HERRN zu preisen und zu loben, und ebenso am Abend, 23.31 und alle Brandopfer dem HERRN zu opfern an den Sabbaten, an den Neumonden und an den Festen, abgezaehlt nach der fuer sie geltenden Vorschrift, regelmaessig vor dem HERRN. 23.32 Und sie versahen den Dienst am Zelt der Begegnung und den Dienst am Heiligtum und den Dienst der Soehne Aaron, ihrer Brueder, bei der Bedienung des Hauses des HERRN. Abteilungen der Priester. V. 1-19: vgl. Kap. 5,27-34; 6,34-38. \24\ 24.1 Auch die Soehne Aaron hatten ihre Abteilungen: Die Soehne Aaron: Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar. 24.2 Und Nadab und Abihu starben vor ihrem Vater, und sie hatten keine Soehne; und Eleasar und Itamar uebten den Priesterdienst aus. 24.3 Und David teilte sie [gemeinsam] mit Zadok von den Soehnen Eleasars und Ahimelech von den Soehnen Itamars nach ihrem Amt in ihren Dienst ein. V. 4-19: vgl. Neh 12,12-21. 24.4 Und die Soehne Eleasars wurden in der Gesamtzahl der Maenner zahlreicher befunden als die Soehne Itamars. Und sie teilten sie [so] ein: Von den Soehnen Eleasars sechzehn Haeupter fuer die Vaterhaeuser und von den Soehnen Itamars acht [Haeupter] fuer ihre Vaterhaeuser. 24.5 Und zwar teilten sie diese wie jene durch Lose ein, denn die Obersten des Heiligtums, die Obersten vor Gott, waren aus den Soehnen Eleasars und aus den Soehnen Itamars. 24.6 Und der Schreiber Schemaja, der Sohn Netanels, von Levi, schrieb sie auf in Gegenwart des Koenigs und der Obersten und des Priesters Zadok und Ahimelechs, des Sohnes Abjatars, und der Familienoberhaeupter, der Priester und der Leviten. Je ein Vaterhaus wurde ausgelost fuer Eleasar, und je eins wurde ausgelost fuer Itamar. 24.7 Und das erste Los kam heraus fuer Jojarib, fuer Jedaja das zweite, 24.8 fuer Harim das dritte, fuer Seorim das vierte, 24.9 fuer Malkija das fuenfte, fuer Mijamin das sechste, 24.10 fuer Hakkoz das siebte, fuer Abija das achte, 24.11 fuer Jeschua das neunte, fuer Schechanja das zehnte, 24.12 fuer Eljaschib das elfte, fuer Jakim das zwoelfte, 24.13 fuer Huppa das dreizehnte, fuer Jeschebab das vierzehnte, 24.14 fuer Bilga das fuenfzehnte, fuer Immer das sechzehnte, 24.15 fuer Hesir das siebzehnte, fuer Pizez das achtzehnte, 24.16 fuer Petachja das neunzehnte, fuer Jeheskel das zwanzigste, 24.17 fuer Jachin das einundzwanzigste, fuer Gamul das zweiundzwanzigste, 24.18 fuer Delaja das dreiundzwanzigste, fuer Maasja das vierundzwanzigste. 24.19 Das war ihre Amtsordnung fuer ihren Dienst, in das Haus des HERRN zu gehen nach ihrer Vorschrift [,die ihnen] durch ihren Vater Aaron [gegeben worden war], wie der HERR, der Gott Israels, ihm geboten hatte. V. 20-30: Kap. 23,16-23. 24.20 Und zu den uebrigen Soehnen Levis [gehoerten]: von den Soehnen Amrams: Schubael; von den Soehnen Schubaels: Jechdeja. - 24.21 Von Rehabja, von den Soehnen Rehabjas: das Oberhaupt, Jischija. - 24.22 Von den Jizharitern: Schelomit; von den Soehnen Schelomits: Jahat. - 24.23 Und von den Soehnen Hebrons: Jirija, [das Oberhaupt], Amarja, der zweite, Jahasiel, der dritte, Jekamam, der vierte. - 24.24 Die Soehne Usiels: Micha; von den Soehnen Michas: Schamir. 24.25 Der Bruder Michas war Jischija; von den Soehnen Jischijas: Secharja. - 24.26 Die Soehne Meraris: Machli und Muschi [und] die Soehne seines Sohnes Jaasia. 24.27 Die Soehne Meraris von seinem Sohn Jaasia: Schoham und Sakkur und Ibri; 24.28 von Machli: Eleasar, der hatte aber keine Soehne; 24.29 von Kisch die Soehne des Kisch: Jerachmeel; 24.30 und die Soehne Muschis: Machli und Eder und Jeremot. Das waren die Soehne der Leviten nach ihren Vaterhaeusern. 24.31 Und auch sie warfen Lose wie ihre Brueder, die Soehne Aarons, in Gegenwart des Koenigs David und Zadoks und Ahimelechs und der Familienoberhaeupter, der Priester und der Leviten, die Familie des Oberhauptes genauso wie [die] seines juengsten Bruders. Abteilungen der Saenger und Musiker. Kap. 6,16-32; 15,16-21; V. 2-4: V. 9-31. \25\ 25.1 Und David und die Obersten des Heeres sonderten die Soehne Asafs und Hemans und Jedutuns zum Dienst aus, die auf Zithern und auf Harfen und auf Zimbeln geisterfuellt spielten. Und ihre Zahl, [die Zahl] der Maenner, die ihren Dienst taten, war: 25.2 Von den Soehnen Asafs: Sakkur und Joseph und Netanja und Asarela, die Soehne Asafs, unter der Leitung Asafs, der nach der Anweisung des Koenigs geisterfuellt spielte. 25.3 Von Jedutun die Soehne Jedutuns: Gedalja und Zeri und Jesaja, Haschabja und Mattitja, und Schimi, [zusammen] sechs, unter der Leitung ihres Vaters Jedutun, der geisterfuellt auf der Zither spielte, um den HERRN zu preisen und zu loben. 25.4 Von Heman die Soehne Hemans: Bukkija und Mattanja, Usiel, Schubael und Jerimot, Hananja, Hanani, Eliata, Giddalti und Romamti-Eser, Joschbekascha, Malloti, Hotir, Mahasiot. 25.5 Alle diese waren Soehne Hemans, des Sehers des Koenigs nach der Zusage Gottes, seine Macht zu erhoehen; und Gott hatte dem Heman vierzehn Soehne und drei Toechter gegeben. 25.6 Alle diese [spielten] unter der Leitung ihrer Vaeter, Asaf und Jedutun und Heman, beim Gesang im Haus des HERRN auf Zimbeln, Harfen und Zithern, fuer den Dienst im Haus Gottes, nach der Anweisung des Koenigs. 25.7 Und es war ihre Zahl mit ihren Bruedern, die im Gesang fuer den HERRN geuebt waren, alles Meister, 288. V. 9-31: V. 2-4. 25.8 Und sie warfen Lose um [ihren] Dienst, der Kleine genauso wie der Grosse, der Meister mit dem Schueler. 25.9 Und das erste Los kam heraus fuer Asaf, fuer Joseph; [fuer] Gedalja das zweite: er und seine Brueder und seine Soehne waren zwoelf; 25.10 das dritte [fuer] Sakkur: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.11 das vierte fuer Zeri: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.12 das fuenfte [fuer] Netanja: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.13 das sechste [fuer] Bukkija: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.14 das siebte fuer Asarela: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.15 das achte [fuer] Jesaja: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.16 das neunte [fuer] Mattanja: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.17 das zehnte [fuer] Schimi: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.18 das elfte [fuer] Asarel: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.19 das zwoelfte [fuer] Haschabja: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.20 das dreizehnte [fuer] Schubael: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.21 das vierzehnte [fuer] Mattitja: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.22 das fuenfzehnte fuer Jeremot: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.23 das sechzehnte fuer Hananja: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.24 das siebzehnte fuer Joschbekascha: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.25 das achtzehnte fuer Hanani: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.26 das neunzehnte fuer Malloti: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.27 das zwanzigste fuer Eliata: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.28 das einundzwanzigste fuer Hotir: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.29 das zweiundzwanzigste fuer Giddalti: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.30 das dreiundzwanzigste fuer Mahasiot: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf; 25.31 das vierundzwanzigste fuer Romamti-Eser: seine Soehne und seine Brueder, zwoelf. Abteilungen der Torhueter. V. 1-28: Kap. 9,14-32. \26\ 26.1 Zu den Abteilungen der Torhueter [gehoerten]: von den Korachitern: Meschelemja, der Sohn des Kore, von den Soehnen Asafs. 26.2 Und Meschelemja hatte Soehne: Secharja war der Erstgeborene, Jediael der zweite, Sebadja der dritte, Jatniel der vierte, 26.3 Elam der fuenfte, Johanan der sechste, Eljoenai der siebte. - 26.4 Und Obed-Edom hatte Soehne: Schemaja war der Erstgeborene, Josabad der zweite, Joach der dritte und Sachar der vierte und Netanel der fuenfte, 26.5 Ammiel der sechste, Issaschar der siebte, Peulletai der achte, denn Gott hatte ihn gesegnet. - 26.6 Und seinem Sohn Schemaja wurden [auch] Soehne geboren, die in dem Haus ihres Vaters herrschten, denn sie waren angesehene Maenner. 26.7 Die Soehne Schemajas: Otni und Refael und Obed, Elsabad und seine Brueder, tuechtige Maenner, Elihu und Semachja. 26.8 Alle diese von den Soehnen Obed-Edoms, sie und ihre Soehne und ihre Brueder, waren tuechtige Maenner, faehig zum Dienst, 62 von Obed-Edom. - 26.9 Und Meschelemja hatte Soehne und Brueder, tuechtige Maenner, achtzehn. - 26.10 Und Hosa, von den Soehnen Meraris, hatte Soehne: Schimri, war das Oberhaupt - obwohl er nicht der Erstgeborene war, machte sein Vater ihn doch zum Oberhaupt -, 26.11 Hilkija der zweite, Tebalja der dritte, Secharja der vierte. Alle Soehne und Brueder Hosas waren dreizehn. 26.12 Diese Abteilungen der Torhueter, die Gesamtzahl der Maenner, hatten die Aufgabe, ebenso wie ihre Brueder im Haus des HERRN zu dienen. 26.13 Und sie warfen Lose nach ihren Vaterhaeusern, ob klein, ob gross, fuer jedes Tor. 26.14 Und auf Meschelemja fiel das Los fuer den Osten. Und sie warfen Lose fuer seinen Sohn Secharja, der ein verstaendiger Ratgeber war; und sein Los fiel fuer den Norden. 26.15 Auf Obed-Edom fuer den Sueden; und seinen Soehnen [fiel] das Vorratshaus [zu]. 26.16 Auf Schuppim und auf Hosa fuer den Westen mit dem Tor Schallechet, an der aufsteigenden Strasse, Dienstabteilung neben Dienstabteilung. 26.17 Im Osten waren [taeglich] sechs Leviten, im Norden taeglich vier, im Sueden taeglich vier, und bei dem Vorratshaus je zwei; 26.18 am Parbar im Westen: vier an der Strasse, zwei am Parbar. 26.19 Das sind die Abteilungen der Torhueter von den Soehnen der Korachiter und von den Soehnen Meraris. Schatzmeister, Vorsteher und Richter. 26.20 Und die Leviten, ihre Brueder, waren ueber die Schaetze des Hauses Gottes und ueber die Schaetze an heiligen Gaben [gesetzt]. - 26.21 Die Soehne Ladans, die Soehne des Gerschoniters, die von Ladan, die Familienoberhaeupter von Ladan, dem Gerschoniter, die Jehieliter: 26.22 Die Soehne der Jehieliter, Setam und sein Bruder Joel, waren ueber die Schaetze des Hauses des HERRN [gesetzt]. - 26.23 Was die Amramiter, die Jizhariter, die Hebroniter, die Usieliter betrifft, 26.24 so war Schubael, der Sohn Gerschoms, des Sohnes des Mose, Oberaufseher ueber die Schaetze. - 26.25 Und sein Bruder Elieser hatte einen Sohn, Rehabja, und dessen Sohn war Jesaja und dessen Sohn Joram und dessen Sohn Sichri und dessen Sohn Schelomit. 26.26 Dieser Schelomit und seine Brueder waren ueber alle Schaetze an heiligen Gaben [gesetzt], die der Koenig David und die Familienoberhaeupter, die Obersten ueber Tausend und ueber Hundert, und die Obersten des Heeres geweiht hatten - 26.27 von der Kriegsbeute und von dem Pluendergut hatten sie es geweiht zur Unterstuetzung des Hauses des HERRN -, 26.28 und [ueber] alles, was der Seher Samuel und Saul, der Sohn des Kisch, und Abner, der Sohn des Ner, und Joab, der Sohn der Zeruja, geweiht hatten. Alles Geweihte stand unter der Obhut Schelomits und seiner Brueder. - 26.29 Von den Jizharitern waren Kenanja und seine Soehne fuer die aeusseren Aufgaben, als Verwalter und Richter, ueber Israel [eingesetzt]. - 26.30 Von den Hebronitern waren Haschabja und seine Brueder, 1 700 tuechtige Maenner, zur Aufsicht ueber Israel diesseits des Jordan nach Westen hin in allen Aufgaben fuer den HERRN und im Dienst des Koenigs [eingesetzt]. - 26.31 Von den Hebronitern war Jirija das Oberhaupt - was die Hebroniter nach ihrer Geschlechterfolge und ihren Familien betrifft, so forschte man [unter ihnen] im vierzigsten Jahr der Koenigsherrschaft Davids, und es fanden sich unter ihnen angesehene Maenner in Jaser in Gilead -, 26.32 und seine Brueder, 2 700 tuechtige Maenner, waren Familienoberhaeupter. Und der Koenig David setzte sie ueber die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse, fuer alle Angelegenheiten Gottes und fuer die Angelegenheiten des Koenigs. Heerfuehrer, Stammesfuersten und Beamte. V. 1-15: Kap. 11,10-47; 2Sam 23,8-39. \27\ 27.1 Und [dies sind] die Soehne Israel nach ihrer Zahl, die Familienoberhaeupter und die Obersten ueber Tausend und ueber Hundert und ihre Verwalter, die dem Koenig dienten in allen Angelegenheiten der Abteilungen, die Monat fuer Monat antraten und abtraten, alle Monate des Jahres. Jede Abteilung [zaehlte] 24 000 Mann. 27.2 Ueber die erste Abteilung fuer den ersten Monat war Joschobam, der Sohn Sabdiels [eingesetzt]; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.3 Er war von den Soehnen des Perez [und war] das Oberhaupt aller Obersten des Heeres fuer den ersten Monat. 27.4 Und ueber die Abteilung des zweiten Monats war Dodai, der Ahoachiter [eingesetzt]; und von seiner Abteilung war Miklot Fuehrer; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.5 Der Oberste des dritten Heeres fuer den dritten Monat war Benaja, der Sohn des Priesters Jojada als Oberhaupt; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.6 Dieser Benaja war ein Held unter den Dreissig, und [Anfuehrer] ueber die Dreissig; und ueber seine Abteilung war sein Sohn Ammisabad [eingesetzt]. 27.7 Der vierte fuer den vierten Monat war Asael, der Bruder Joabs, und nach ihm sein Sohn Sebadja; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.8 Der fuenfte fuer den fuenften Monat war der Oberste Schamhut, der Serachiter; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.9 Der sechste fuer den sechsten Monat war Ira, der Sohn des Ikkesch, der Tekoiter; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.10 Der siebte fuer den siebten Monat war Helez, der Peletiter, von den Soehnen Ephraim; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.11 Der achte fuer den achten Monat war Sibbechai, der Huschatiter, von den Serachitern; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.12 Der neunte fuer den neunten Monat war Abieser, der Anatotiter, von den Benjaminitern; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.13 Der zehnte fuer den zehnten Monat war Mahrai, der Netofatiter, von den Serachitern; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.14 Der elfte fuer den elften Monat war Benaja, der Piratoniter, von den Soehnen Ephraim; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. 27.15 Der zwoelfte fuer den zwoelften Monat war Heldai, der Netofatiter von Otniel; und in seiner Abteilung waren 24 000 [Mann]. V. 16-22: 1Mo 35,23-26; 4Mo 1,5-16. 27.16 Und ueber die Staemme Israels [waren folgende eingesetzt]: Fuerst von den Rubenitern war Elieser, der Sohn Sichris; von den Simeonitern Schefatja, der Sohn Maachas; 27.17 von Levi Haschabja, der Sohn Kemuels; von Aaron Zadok; 27.18 von Juda Elihu, [einer] von den Bruedern Davids; von Issaschar Omri, der Sohn Michaels; 27.19 von Sebulon Jischmaja, der Sohn Obadjas; von Naftali Jeremot, der Sohn Asriels; 27.20 von den Soehnen Ephraim Hoschea, der Sohn Asasjas; von dem halben Stamm Manasse Joel, der Sohn Pedajas; 27.21 von der Haelfte des [Stammes] Manasse in Gilead Jiddo, der Sohn Secharjas; von Benjamin Jaasiel, der Sohn Abners; 27.22 von Dan Asarel, der Sohn Jerohams. Das sind die Obersten der Staemme Israels. 27.23 Und David nahm die Zahl derer von zwanzig Jahren und darunter nicht auf; denn der HERR hatte gesagt, dass er Israel mehren werde wie die Sterne des Himmels. 27.24 Joab, der Sohn der Zeruja, hatte zu zaehlen begonnen, aber er vollendete es nicht, denn es kam wegen dieser [Sache] ein Zorn ueber Israel. Und so wurde die Zahl nicht in die Aufzaehlung des Buches der Geschichte des Koenigs David aufgenommen. 27.25 Und ueber die Vorraete des Koenigs [in Jerusalem] war Asmawet, der Sohn Adiels, [eingesetzt]. Und ueber die Vorraete auf dem Feld, in den Staedten und in den Doerfern und in den Tuermen war Jonatan, der Sohn Usijas [eingesetzt]. 27.26 Und ueber die Feldarbeiter beim Ackerbau: Esri, der Sohn Kelubs. 27.27 Und ueber die Weinberge: Schimi, der Ramatiter; und ueber das, was in den Weinbergen an Weinvorraeten war: Sabdi, der Schifmiter. 27.28 Und ueber die Olivenbaeume und die Maulbeerfeigenbaeume, die in der Niederung waren: Baal-Hanan, der Gederiter; und ueber die Oelvorraete: Joas. 27.29 Und ueber die Rinder, die in [der] Scharon[ebene] weideten: Schitrai, der Scharoniter; und ueber die Rinder in den Ebenen: Schafat, der Sohn Adlais; 27.30 und ueber die Kamele: Obil, der Ismaeliter; und ueber die Eselinnen: Jechdeja, der Meronotiter; 27.31 und ueber die Schafe: Jasis, der Hagariter. Alle diese waren Verwalter des Eigentums, das der Koenig David hatte. 27.32 Und Jonatan, der Onkel Davids, war Ratgeber; er war ein einsichtiger [und] schriftkundiger Mann. Und Jehiel, der Sohn Hachmonis, war bei den Soehnen des Koenigs. 27.33 Und Ahitofel war [auch] Ratgeber des Koenigs. Und Huschai, der Arkiter, war Freund des Koenigs. 27.34 Und nach Ahitofel waren [es] Jojada, der Sohn Benajas, und Abjatar. Und Joab war Heeroberster des Koenigs. Ansprache Davids vor den Obersten des Volkes - Auftrag zum Tempelbau und Einsetzung Salomos zum Koenig. \28\ 28.1 Und David versammelte alle Obersten Israels, die Obersten der Staemme und die Obersten der Abteilungen, die dem Koenig dienten, und die Obersten ueber Tausend und die Obersten ueber Hundert und die Verwalter ueber das ganze Eigentum und den ganzen Viehbestand des Koenigs und seiner Soehne samt den Hofbeamten und den Helden und allen angesehenen Maennern nach Jerusalem. V. 2-7: Kap. 17,1-14; 22,7-10; 2Sam 7,1-16. 28.2 Und der Koenig David erhob sich, [stellte sich] auf seine Fuesse und sagte: Hoert mich, meine Brueder und mein Volk! Ich hatte [mir] in meinem Herzen [vorgenommen], ein Haus der Ruhe zu bauen fuer die Lade des Bundes des HERRN und fuer den Schemel der Fuesse unseres Gottes; und ich stellte [Material] bereit, es zu bauen. 28.3 Aber Gott sprach zu mir: Du sollst meinem Namen kein Haus bauen! Denn du bist ein Mann der Kriege und hast Blut fliessen lassen. 28.4 Und der HERR, der Gott Israels, hat mich aus dem ganzen Haus meines Vaters erwaehlt, damit ich Koenig ueber Israel sei fuer ewig. Denn Juda hat er zum Fuersten erwaehlt und im Haus Juda das Haus meines Vaters, und unter den Soehnen meines Vaters hat er an mir Gefallen gehabt, so dass er mich zum Koenig machte ueber ganz Israel. 28.5 Und von allen meinen Soehnen - denn der HERR hat mir viele Soehne gegeben - hat er meinen Sohn Salomo erwaehlt, dass er auf dem Thron der Koenigsherrschaft des HERRN ueber Israel sitze. 28.6 Und er sprach zu mir: Dein Sohn Salomo, er soll mein Haus und meine Hoefe bauen! Denn ich habe ihn mir zum Sohn erwaehlt, und ich will ihm Vater sein. 28.7 Und ich werde seine Koenigsherrschaft bestaetigen fuer ewig, wenn er daran festhalten wird, meine Gebote und meine Rechtsbestimmungen zu tun, wie es heute [der Fall] ist. 28.8 Und nun, vor den Augen von ganz Israel, der Versammlung des HERRN, und vor den Ohren unseres Gottes: Beachtet und sucht alle Gebote des HERRN, eures Gottes, damit ihr dieses gute Land besitzt und es euren Soehnen nach euch vererbt fuer ewig. 28.9 Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm mit ungeteiltem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR erforscht alle Herzen, und alles Streben der Gedanken kennt er. Wenn du ihn suchst, wird er sich von dir finden lassen; wenn du ihn aber verlaesst, wird er dich verwerfen fuer ewig. 28.10 Sieh nun, dass der HERR dich erwaehlt hat, [ihm] ein Haus zu bauen als Heiligtum! Sei stark und handle! Der Plan des Tempels. 28.11 Und David gab seinem Sohn Salomo den Plan der Vorhalle [des Tempels] und seiner Gebaeude und seiner Schatzkammern und seiner Obergemaecher und seiner Innenraeume und des Raumes der Deckplatte; 28.12 und den Plan von allem, was durch den Geist in ihm war: fuer die Hoefe des Hauses des HERRN und alle Zellen ringsum; fuer die Schatzkammern des Hauses Gottes und die Schatzkammern der heiligen Gaben; 28.13 und fuer die Abteilungen der Priester und Leviten und fuer alle Dienstarbeiten im Haus des HERRN; und fuer alle Geraete des Dienstes im Haus des HERRN; V. 14-19: 2Chr 4,7-5,1. 28.14 fuer das Gold gemaess dem Goldgewicht fuer alle Geraete jedes Dienstes; fuer alle silbernen Geraete gemaess dem Gewicht fuer alle Geraete jedes Dienstes. 28.15 Und [er gab] das Gewicht fuer die goldenen Leuchter [an] und fuer ihre goldenen Lampen gemaess dem Gewicht jedes Leuchters und seiner Lampen; und fuer die silbernen Leuchter gemaess dem Gewicht eines Leuchters und seiner Lampen, je nach der Aufgabe jedes Leuchters; 28.16 und das Goldgewicht fuer die Tische der Schaubrote, fuer jeden Tisch; und das Silber fuer die silbernen Tische; 28.17 und die Gabeln und die Sprengschalen und die Kannen aus reinem Gold; und [das Gewicht] fuer die goldenen Becher nach dem Gewicht jedes Bechers; und fuer die silbernen Becher gemaess dem Gewicht jedes Bechers; 28.18 und fuer den Rauchopferaltar aus gelaeutertem Gold gemaess [seinem] Gewicht; und den Plan des Wagens der Cherubim von Gold, die [die Fluegel] ausbreiten und die Lade des Bundes des HERRN beschirmen. - 28.19 Das alles hat er mich aufgrund einer Schrift aus der Hand des HERRN gelehrt, alle Arbeiten des Plans. 28.20 Und David sagte zu seinem Sohn Salomo: Sei stark und mutig, und handle; fuerchte dich nicht und sei nicht niedergeschlagen! Denn Gott, der HERR, mein Gott, wird mit dir sein. Er wird dich nicht aufgeben und dich nicht verlassen, bis alle Arbeit fuer den Dienst des Hauses des HERRN vollendet ist. 28.21 Und siehe, da sind die Abteilungen der Priester und der Leviten fuer jeden Dienst des Hauses Gottes; und in aller Arbeit sind bei dir solche, die bereitwillig und geschickt sind zu jedem Dienst, und die Obersten und das ganze Volk fuer alle deine Anordnungen. Beisteuer zum Tempelbau. V. 1-5: Kap. 22,2-5. \29\ 29.1 Und der Koenig David sagte zu der ganzen Versammlung: Mein Sohn Salomo, der einzige, den Gott erwaehlt hat, ist noch jung und zart; das Werk aber ist gross, denn nicht fuer einen Menschen ist dieser Palast, sondern fuer Gott den HERRN. 29.2 Und mit all meiner Kraft habe ich fuer das Haus meines Gottes bereitgestellt: das Gold fuer das goldene [Geraet] und das Silber fuer das silberne und die Bronze fuer das bronzene, das Eisen fuer das eiserne und das Holz fuer das hoelzerne [Geraet]; Onyxsteine und eingefasste Steine, Steine zur Verzierung und Mosaiksteine und allerlei Edelsteine und Alabastersteine in Menge. 29.3 Und ausserdem, weil ich Gefallen habe an dem Haus meines Gottes, habe ich, was ich als Eigentum an Gold und Silber [selbst] besitze, fuer das Haus meines Gottes gegeben, ueber all das hinaus, was ich fuer das Haus des Heiligtums bereitgestellt habe: 29.4 3 000 Talente Gold von Gold aus Ofir, und 7 000 Talente gelaeutertes Silber, zum Ueberziehen der Waende der Raeume; 29.5 Gold fuer das goldene und Silber fuer das silberne [Geraet] und fuer jede Arbeit von Kuenstlerhand. Wer ist nun bereitwillig, heute seine Hand [ebenso] fuer den HERRN zu fuellen? 29.6 Und die Obersten der Sippen und die Obersten der Staemme Israels und die Obersten ueber Tausend und ueber Hundert und die Obersten ueber den koeniglichen Dienst zeigten sich bereitwillig; 29.7 und sie gaben fuer die Arbeit am Haus Gottes 5 000 Talente Gold und 10 000 Dariken und 10 000 Talente Silber und 18 000 Talente Bronze und 100 000 Talente Eisen. 29.8 Und bei wem sich [Edel]steine fanden, der gab sie fuer den Schatz des Hauses des HERRN in die Hand Jehiels, des Gerschoniters. 29.9 Und das Volk freute sich ueber ihre Bereitwilligkeit, denn mit ungeteiltem Herzen zeigten sie sich bereitwillig fuer den HERRN; und auch der Koenig David freute sich mit grosser Freude. Davids Gebet - Salbung Salomos und Zadoks - Davids Tod. 29.10 Und David pries den HERRN vor den Augen der ganzen Versammlung, und David sprach: Gepriesen seist du, HERR, Gott unseres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit! 29.11 Dein, HERR, ist die Groesse und die Staerke und die Herrlichkeit und der Glanz und die Majestaet; denn alles im Himmel und auf Erden ist dein. Dein, HERR, ist das Koenigtum, und du bist ueber alles erhaben als Haupt. 29.12 Und Reichtum und Ehre kommen von dir, und du bist Herrscher ueber alles. Und in deiner Hand sind Macht und Staerke, und in deiner Hand [liegt es], einen jeden gross und stark zu machen. 29.13 Und nun, unser Gott, wir preisen dich, und wir loben deinen herrlichen Namen. 29.14 Denn wer bin ich, und was ist mein Volk, dass wir imstande waren, auf solche Weise freigebig zu sein? Denn von dir kommt alles, und aus deiner Hand haben wir dir gegeben. 29.15 Denn wir sind Fremde vor dir und Beisassen wie alle unsere Vaeter; wie ein Schatten sind unsere Tage auf Erden, und es gibt keine Hoffnung. 29.16 HERR, unser Gott, diese ganze Menge, die wir bereitgestellt haben, um dir ein Haus zu bauen fuer deinen heiligen Namen, von deiner Hand ist sie, und das alles ist dein. 29.17 Ich habe erkannt, mein Gott, dass du das Herz pruefst, und an Aufrichtigkeit hast du Gefallen. Ich [nun], in Aufrichtigkeit meines Herzens habe ich das alles bereitwillig gegeben; und ich habe jetzt mit Freuden gesehen, dass [auch] dein Volk, das sich hier befindet, dir bereitwillig gegeben hat. 29.18 HERR, Gott unserer Vaeter Abraham, Isaak und Israel, bewahre dieses fuer ewig als Streben der Gedanken im Herzen deines Volkes, und richte ihr Herz zu dir! 29.19 Und meinem Sohn Salomo gib ein ungeteiltes Herz, deine Gebote, deine Zeugnisse und deine Ordnungen zu beachten und das alles zu tun und den Palast zu bauen, den ich vorbereitet habe! 29.20 Und David sagte zu der ganzen Versammlung: Preist doch den HERRN, euren Gott! Und die ganze Versammlung pries den HERRN, den Gott ihrer Vaeter; und sie verneigten sich und warfen sich nieder vor dem HERRN und vor dem Koenig. 29.21 Und am folgenden Tage brachten sie Schlachtopfer dem HERRN dar, und sie opferten dem HERRN Brandopfer: tausend Jungstiere, tausend Widder, tausend Laemmer und ihre Trankopfer und Schlachtopfer in Menge fuer ganz Israel. 29.22 Und sie assen und tranken vor dem HERRN an jenem Tag mit grosser Freude. Und sie machten Salomo, den Sohn Davids, zum zweitenmal zum Koenig. Und ihn salbten sie dem HERRN zum Fuersten und Zadok zum Priester. 29.23 So setzte sich Salomo auf den Thron des HERRN als Koenig anstelle seines Vaters David, und er hatte Gelingen; und ganz Israel gehorchte ihm. 29.24 Und alle Obersten und die Helden und auch alle Soehne des Koenigs David unterwarfen sich dem Koenig Salomo. 29.25 Und der HERR machte Salomo ueberaus gross vor den Augen von ganz Israel, und er gab ihm Majestaet der Koenigsherrschaft, wie sie vor ihm bei keinem Koenig ueber Israel gewesen war. 29.26 So regierte David, der Sohn Isais, ueber ganz Israel. 29.27 Und die Tage, die er ueber ganz Israel regierte, waren vierzig Jahre. In Hebron regierte er sieben Jahre, und in Jerusalem regierte er 33 [Jahre]. 29.28 Und er starb in gutem Alter, satt an Tagen, Reichtum und Ehre. Und sein Sohn Salomo wurde an seiner Stelle Koenig. 29.29 Und die Geschichte des Koenigs David, die fruehere und die spaetere, siehe, die ist geschrieben in der Geschichte des Sehers Samuel, und in der Geschichte des Propheten Nathan und in der Geschichte Gads, des Schauenden; 29.30 dazu seine ganze Regierung und seine Macht und die Zeiten, die ueber ihn und ueber Israel und ueber alle Koenigreiche der Laender dahingegangen sind.  Das zweite Buch der Chronik. Salomos Opfer und Gebet um Weisheit - Sein Reichtum. \1\ 1.1 Und Salomo, der Sohn Davids, erstarkte in seiner Koenigsherrschaft. Und der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn ueberaus gross. V. 2-13: 1Koe 3,4-15. 1.2 Und Salomo sprach zu ganz Israel, zu den Obersten ueber Tausend und ueber Hundert und zu den Richtern und zu allen Fuersten von ganz Israel, den Familienoberhaeuptern. 1.3 Und sie, Salomo und die ganze Versammlung mit ihm, gingen zu der Hoehe, die bei Gibeon war. Denn dort war das Begegnungszelt Gottes, das Mose, der Knecht des HERRN, in der Wueste gemacht hatte. - 1.4 Die Lade Gottes jedoch hatte David von Kirjat-Jearim heraufgebracht an [die Stelle, die] David fuer sie hergerichtet hatte; denn er hatte ihr in Jerusalem ein Zelt aufgeschlagen. - 1.5 Und der bronzene Altar, den Bezalel, der Sohn Uris, des Sohnes Hurs, gemacht hatte, war dort vor der Wohnung des HERRN. Und Salomo und die Versammlung suchten ihn [dort] auf. 1.6 Und Salomo opferte dort vor dem HERRN auf dem bronzenen Altar, der bei dem Zelt der Begegnung war; und er opferte auf ihm tausend Brandopfer. 1.7 In jener Nacht erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: Bitte, was ich dir geben soll! 1.8 Und Salomo sagte zu Gott: Du selbst hast ja an meinem Vater David grosse Gnade erwiesen; und du hast mich zum Koenig gemacht an seiner Stelle. 1.9 Und nun, HERR, Gott, moege sich dein Wort an meinen Vater David als zuverlaessig erweisen! Denn du hast mich zum Koenig gemacht ueber ein Volk, [das] zahlreich [ist] wie der Staub der Erde. 1.10 Gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, damit ich vor diesem Volk aus- und eingehen kann! Denn wer kann dieses, dein grosses Volk richten? - 1.11 Da sprach Gott zu Salomo: Weil dir dies am Herzen lag und du nicht gebeten hast um Reichtum, Gueter und Ehre oder um das Leben derer, die dich hassen, und [weil du] auch nicht um viele Tage gebeten, sondern um Weisheit und Erkenntnis fuer dich gebeten hast, damit du mein Volk richten kannst, ueber das ich dich zum Koenig gemacht habe, 1.12 so sind dir Weisheit und Erkenntnis gegeben. Und Reichtum und Gueter und [auch] Ehre will ich dir geben, wie sie die Koenige, die vor dir gewesen sind, nicht gehabt haben und wie sie nach dir keiner haben wird. 1.13 Und Salomo kam von der Hoehe, die bei Gibeon war, von [der Stelle] vor dem Zelt der Begegnung, nach Jerusalem. Und er regierte ueber Israel. V. 14-17: 1Koe 10,26-29. 1.14 Und Salomo brachte Streitwagen und Pferde zusammen, und er hatte 1 400 Streitwagen und 12 000 Pferde. Und er legte sie in die Wagenstaedte und zu dem Koenig nach Jerusalem. 1.15 Und der Koenig machte das Silber und das Gold in Jerusalem an Menge den Steinen gleich, und die Zedern machte er [an Menge] den Maulbeerfeigenbaeumen gleich, die in der Niederung sind. 1.16 Und die Ausfuhr der Pferde fuer Salomo [erfolgte] aus Aegypten und aus Koe. Die Aufkaeufer des Koenigs holten [sie] aus Koe gegen Bezahlung. 1.17 Bei der Ausfuhr aus Aegypten handelte man einen Wagen fuer 600 [Schekel] Silber und ein Pferd fuer 150. Und so fuehrte man [sie] fuer alle Koenige der Hetiter und fuer die Koenige von Aram durch die Aufkaeufer [wieder] aus. 1.18 Und Salomo gedachte, ein Haus fuer den Namen des HERRN zu bauen sowie ein Haus fuer seine Koenigsherrschaft. Salomos Vertrag mit Hiram - Vorbereitungen zum Tempelbau. 1Koe 5,15-32. \2\ 2.1 Und Salomo zaehlte 70 000 Lasttraeger ab und 80 000 Steinhauer im Gebirge und 3 600 Aufseher ueber sie. 2.2 Und Salomo sandte zu Hiram, dem Koenig von Tyrus, und liess [ihm] sagen: Wie du es bei meinem Vater David getan und ihm Zedern gesandt hast, damit er sich ein Haus baute, um darin zu wohnen, [so tu es auch bei mir]! 2.3 Siehe, ich will dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus bauen, um es ihm zu weihen, um wohlriechendes Raeucherwerk als Rauchopfer vor ihm darzubringen und [um] das staendige Schaubrot [aufzulegen] und morgens und abends Brandopfer [zu opfern] an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen des HERRN, unseres Gottes. Das ist fuer ewig Israel auferlegt. 2.4 Und das Haus, das ich bauen will, soll gross sein; denn unser Gott ist groesser als alle Goetter. 2.5 Aber wer kann ihm ein Haus bauen? Denn die Himmel und die Himmel der Himmel koennen ihn nicht fassen. Und wer bin ich, dass ich ihm ein Haus bauen sollte, es sei denn, um Rauchopfer vor ihm darzubringen? 2.6 Und nun sende mir einen Mann, der darin erfahren ist, in Gold und in Silber und in Bronze und in Eisen und in rotem Purpur und Karmesin und violettem Purpur zu arbeiten, und der Gravierungen zu machen versteht, zusammen mit den Kuenstlern, die bei mir in Juda und in Jerusalem sind, die mein Vater David bestellt hat! 2.7 Und sende mir Zedern-, Wacholder- und Almuggimholz vom Libanon! Denn ich weiss, dass deine Knechte das Holz des Libanon zu schlagen verstehen. Und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten zusammenarbeiten. 2.8 Und man soll mir Holz zubereiten in Menge. Denn das Haus, das ich bauen will, soll gross und wunderbar sein. 2.9 Und siehe, ich werde deinen Knechten, den Holzfaellern, die das Holz schlagen, Weizen zur Verpflegung geben, 20 000 Kor, und 20 000 Kor Gerste und 20 000 Bat Wein und 20 000 Bat Oel. 2.10 Und Hiram, der Koenig von Tyrus, antwortete in einem Schreiben und sandte es an Salomo: Weil der HERR sein Volk liebt, hat er dich zum Koenig ueber sie gemacht. 2.11 Und Hiram sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der Himmel und Erde gemacht hat, dass er dem Koenig David einen weisen Sohn gegeben hat, voller Verstand und Einsicht, der dem HERRN ein Haus bauen will und ein Haus fuer seine Koenigsherrschaft! 2.12 So sende ich nun einen kunstfertigen, einsichtsvollen Mann, Hiram-Abi, 2.13 den Sohn einer Frau von den Toechtern Dan. Und sein Vater war ein Tyrer. Er versteht, in Gold und Silber zu arbeiten, in Bronze, in Eisen, in Steinen und in Holz, in rotem Purpur, in violettem Purpur und in Byssus und in Karmesin und jegliche Gravierung zu machen und jeden Entwurf zu ersinnen, der ihm aufgegeben wird, zusammen mit deinen Kuenstlern und den Kuenstlern meines Herrn David, deines Vaters. 2.14 Und nun, den Weizen und die Gerste, das Oel und den Wein, von denen mein Herr gesprochen hat, moege er seinen Knechten senden. 2.15 Wir aber, wir werden Holz vom Libanon schlagen nach all deinem Bedarf und werden es dir in Floessen auf dem Meer nach Jafo bringen. Du kannst es dann nach Jerusalem hinaufschaffen. 2.16 Und Salomo zaehlte alle Fremden, die im Land Israel waren, nach der Zaehlung, die [schon] sein Vater David unter ihnen vorgenommen hatte; und es fanden sich 153 600. 2.17 Und er machte von ihnen 70 000 zu Lasttraegern und 80 000 zu Steinhauern im Gebirge und 3 600 zu Aufsehern, um das Volk zur Arbeit anzuhalten. Salomos Tempelbau. V. 1-14: 1Koe 6. \3\ 3.1 Und Salomo fing an, das Haus des HERRN zu bauen in Jerusalem, auf dem Berg Morija, wo der HERR seinem Vater David erschienen war, an der Stelle, die David bestimmt hatte, auf der Tenne Ornans, des Jebusiters. 3.2 Und er fing an zu bauen im zweiten Monat, am zweiten [Tag] im vierten Jahr seiner Regierung. 3.3 Und dies waren die Grundmasse, die Salomo fuer den Bau des Hauses Gottes festlegte: die Laenge, nach dem frueheren Ellenmass, war sechzig Ellen und die Breite zwanzig Ellen. - 3.4 Und die Vorhalle, die der Laenge nach vor der Breite des Hauses war, [war] zwanzig Ellen und die Hoehe 121. Und er ueberzog sie innen mit reinem Gold. 3.5 Und den grossen Raum verkleidete er mit Zypressenholz, und [er] verkleidete es mit gutem Gold. Und er brachte Palmen und Kettenwerk darauf an. 3.6 Und er belegte das Haus mit Edelsteinen zum Schmuck. Das Gold aber war Gold aus Parwajim. 3.7 Und er verkleidete das Haus, die Balken, die Schwellen und seine Waende und seine Tuerfluegel mit Gold, und an den Waenden hatte er Cherubim eingeschnitzt. 3.8 Und er machte das Haus des Allerheiligsten. Seine Laenge vor der Breite des Hauses her war zwanzig Ellen und seine Breite zwanzig Ellen. Und er verkleidete es mit gutem Gold [im Gewicht] von sechshundert Talenten. 3.9 Und das Gewicht der Naegel war etwa fuenfzig Schekel Gold. Auch die Obergemaecher verkleidete er mit Gold. 3.10 Und er machte im Haus des Allerheiligsten zwei Cherubim, eine Bildhauerarbeit. Und man ueberzog sie mit Gold. 3.11 Und die Fluegel der Cherubim - ihre Laenge war zwanzig Ellen -: Der Fluegel des einen, von fuenf Ellen, beruehrte die [eine] Wand des Hauses; und der andere Fluegel, von fuenf Ellen, beruehrte den Fluegel des andern Cherubs; 3.12 und der Fluegel des andern Cherubs, von fuenf Ellen, beruehrte die [andere] Wand des Hauses; und der andere Fluegel, von fuenf Ellen, stiess an den Fluegel des einen Cherubs. 3.13 Die Fluegel dieser Cherubim waren - ausgebreitet - zwanzig Ellen. Und sie selbst standen auf ihren Fuessen, und ihre Gesichter waren dem Raum zugewandt. 3.14 Und er machte den Vorhang aus violettem und rotem Purpur und Karmesin und Byssus und brachte Cherubim darauf an. V. 15-17: 1Koe 7,15-20. 3.15 Und er machte vor dem Haus zwei Saeulen. 35 Ellen war die Laenge; und das Kapitell, das oben auf ihr war, [mass] fuenf Ellen. 3.16 Und er machte Ketten im Hinterraum und brachte sie oben auf die Saeulen. Und er machte hundert Granataepfel und befestigte sie an den Ketten. 3.17 Und er stellte die Saeulen vor dem Tempel auf, eine zur Rechten und eine zur Linken; und er gab der Rechten den Namen Jachin und der Linken den Namen Boas. Tempelausstattung. \4\ 4.1 Und er machte einen bronzenen Altar. Zwanzig Ellen war seine Laenge und zwanzig Ellen seine Breite und zehn Ellen seine Hoehe. V. 2-6: 1Koe 7,23-39. 4.2 Und er machte das Meer, gegossen, zehn Ellen von seinem [einen] Rand bis zu seinem [anderen] Rand, ringsum rund, und fuenf Ellen seine Hoehe. Und eine Messschnur von dreissig Ellen umspannte es ringsherum. 4.3 Und unter ihm waren Gestalten von Rindern, die es ringsherum umgaben, [je] zehn auf die Elle, das Meer ringsum einschliessend. In zwei Reihen waren die Rinder bei seinem Guss [mit]gegossen worden. 4.4 Es stand auf zwoelf Rindern. Drei waren nach Norden gewandt, drei waren nach Westen gewandt, drei waren nach Sueden gewandt, drei waren nach Osten gewandt. Und das Meer war oben auf ihnen, und ihre Hinterteile waren alle nach innen [gekehrt]. 4.5 Seine Dicke war eine Handbreit und sein Rand wie der Rand eines Bechers, gearbeitet als Lilienbluete. An Inhalt fasste es dreitausend Bat. 4.6 Und er machte zehn Kessel. Und er stellte fuenf zur Rechten und fuenf zur Linken auf, damit man darin wusch; was zum Brandopfer gehoert, spuelte man darin ab. Und das Meer war fuer die Priester, damit sie sich darin wuschen. Kap. 4,7-5,1: 1Koe 7,40-51; 1Chr 28,14-19. 4.7 Und er machte die zehn goldenen Leuchter gemaess ihrer Vorschrift, und er stellte sie im Tempel auf, fuenf zur Rechten und fuenf zur Linken. 4.8 Und er machte zehn Tische und stellte sie in den Tempel, fuenf zur Rechten und fuenf zur Linken. Und er machte hundert goldene Sprengschalen. 4.9 Und er machte den Vorhof fuer die Priester und den grossen Hof und die Fluegeltueren zu dem Hof; und ihre Fluegel ueberzog er mit Bronze. 4.10 Und das Meer stellte er an der rechten Seite ostwaerts, in Richtung Sueden auf. 4.11 Und Hiram machte die Toepfe und die Schaufeln und die Sprengschalen. - Und so vollendete Hiram die Arbeit an dem Werk, das er fuer den Koenig Salomo im Haus Gottes ausfuehrte: 4.12 zwei Saeulen und die kugelfoermigen Kapitelle oben auf den beiden Saeulen; und die beiden Geflechte, um die beiden kugelfoermigen Kapitelle, die oben auf den Saeulen waren, zu bedecken; 4.13 und die vierhundert Granataepfel fuer die beiden Geflechte: zwei Reihen Granataepfel fuer das einzelne Geflecht, um die beiden kugelfoermigen Kapitelle, die auf der Oberseite der Saeulen waren, zu bedecken. 4.14 Und er machte die Gestelle und machte die Kessel auf den Gestellen, 4.15 das eine Meer und die zwoelf Rinder darunter 4.16 und die Toepfe und die Schaufeln und die Fleischgabeln. Alle dazugehoerigen Geraete machte Hiram-Abiw dem Koenig Salomo fuer das Haus des HERRN aus polierter Bronze. 4.17 In der Jordanebene liess der Koenig sie giessen in der Erdgiesserei zwischen Sukkot und Zereda. 4.18 Und Salomo machte alle diese Geraete in sehr grosser Menge; denn das Gewicht der Bronze war nicht feststellbar. 4.19 Und Salomo machte all die Geraete, die das Haus Gottes [brauchte], und zwar den goldenen Altar und die Tische, auf denen die Schaubrote [liegen], 4.20 und die Leuchter und ihre Lampen aus gediegenem Gold, dass sie gemaess der Vorschrift vor dem Hinterraum angezuendet wuerden, 4.21 und die Blueten und die Lampen und die Dochtscheren aus Gold - das [alles] war reinstes Gold - 4.22 und die Messer und die Sprengschalen und die Schalen und die Feuerbecken aus gediegenem Gold; und den Eingang des Hauses, seine inneren Tuerfluegel, [die] zum Allerheiligsten [fuehrten], und die Tuerfluegel des Hauses zum Tempelraum aus Gold. \5\ 5.1 So wurde das ganze Werk vollendet, das Salomo fuer das Haus des HERRN machte. Und Salomo brachte die heiligen Gaben seines Vaters David hinein, naemlich das Silber und das Gold und alle Geraete. Er legte sie in die Schatzkammern des Hauses Gottes. Tempelweihe. V. 2-14: 1Koe 8,1-11. 5.2 Damals versammelte Salomo die Aeltesten von Israel und alle Oberhaeupter der Staemme, die Fuersten der Geschlechter der Soehne Israel, nach Jerusalem, um die Lade des Bundes des HERRN heraufzuholen aus der Stadt Davids, das ist Zion. 5.3 Und alle Maenner von Israel versammelten sich zum Koenig an dem Fest [im Monat Etanim], das ist der siebte Monat. 5.4 Alle Aeltesten von Israel kamen. Und die Leviten trugen die Lade. 5.5 Und sie brachten die Lade hinauf, dazu das Zelt der Begegnung und alle heiligen Geraete, die im Zelt waren. Die Priester [und] die Leviten brachten sie hinauf. 5.6 Und der Koenig Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm eingefunden hatte [und] vor der Lade [stand], opferten Schafe und Rinder, die vor Menge nicht berechnet und nicht gezaehlt werden konnten. 5.7 Und die Priester brachten die Lade des Bundes des HERRN an ihren Platz, in den Hinterraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Fluegel der Cherubim. 5.8 Denn die Cherubim breiteten die Fluegel aus ueber den Platz der Lade, und die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her. 5.9 Und die Stangen waren so lang, dass die Enden der Stangen vom Heiligen aus vor dem Hinterraum zu sehen waren. Aber nach aussen waren sie nicht sichtbar. Und sie sind dort bis zum heutigen Tag. 5.10 Nichts war in der Lade als nur die beiden Tafeln, die Mose am Horeb hineingetan hatte, als der HERR [einen Bund] schloss mit den Soehnen Israel, als sie aus Aegypten zogen. 5.11 Und es geschah, als die Priester aus dem Heiligen hinausgingen - denn alle Priester, die sich eingefunden hatten, hatten sich geheiligt, ohne sich an die Abteilungen zu halten - 5.12 und als die Leviten, die Saenger [waren], sie alle, naemlich Asaf, Heman, Jedutun, ihre Soehne und ihre Brueder, in Byssus gekleidet, mit Zimbeln und mit Harfen und Zithern an der Ostseite des Altars standen und bei ihnen etwa 120 Priester, die auf Trompeten trompeteten, - 5.13 und es geschah, als die Trompeter und die Saenger wie ein [Mann waren], um eine Stimme hoeren zu lassen, den HERRN zu loben und zu preisen, und als sie die Stimme erhoben mit Trompeten und Zimbeln und Musikinstrumenten beim Lob des HERRN: Denn er ist guetig, denn seine Gnade [waehrt] ewig! - da wurde das Haus, das Haus des HERRN, mit einer Wolke erfuellt. 5.14 Und die Priester konnten wegen der Wolke nicht hinzutreten, um den Dienst zu verrichten. Denn die Herrlichkeit des HERRN erfuellte das Haus Gottes. Salomos Ansprache und Gebet. 1Koe 8,12-53. \6\ 6.1 Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, dass er im Dunkel wohnen will. 6.2 Ich aber, ich habe dir ein fuerstliches Haus gebaut und eine Staette, wo du thronen sollst fuer Ewigkeiten. 6.3 Darauf wandte der Koenig sein Angesicht und segnete die ganze Versammlung Israels, wobei die ganze Versammlung Israels dastand. 6.4 Und er sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der mit seinem Mund zu meinem Vater David geredet und mit seiner Hand erfuellt hat [,was er verheissen], als er sprach: 6.5 Von dem Tag an, da ich mein Volk aus dem Land Aegypten herausfuehrte, habe ich aus allen Staemmen Israels keine Stadt erwaehlt, um [darin] ein Haus zu bauen, damit mein Name dort sei; und ich habe keinen Mann erwaehlt, dass er Fuerst ueber mein Volk Israel sei. 6.6 Aber Jerusalem habe ich erwaehlt, dass mein Name dort sei, und David habe ich erwaehlt, dass er ueber mein Volk Israel [Koenig] sei. 6.7 Nun lag es meinem Vater David am Herzen, dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, ein Haus zu bauen. 6.8 Und der HERR sprach zu meinem Vater David: Dass dir [das] am Herzen lag, meinem Namen ein Haus zu bauen, [daran] hast du gut getan; denn es lag dir [das] am Herzen. 6.9 Jedoch wirst du selbst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen Lenden hervorkommt, der wird meinem Namen das Haus bauen. 6.10 Und der HERR hat sein Wort aufrechterhalten, das er geredet hat. So bin ich denn an die Stelle meines Vaters David getreten und habe mich auf den Thron Israels gesetzt, so wie der HERR zugesagt hat, und habe dem Namen des HERRN, des Gottes Israels, das Haus gebaut. 6.11 Und ich habe dort die Lade hingestellt, in der der Bund des HERRN ist, den er mit den Soehnen Israel geschlossen hat. 6.12 Und er trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen Versammlung Israels und breitete seine Haende aus. 6.13 Denn Salomo hatte ein Gestell aus Bronze gemacht und es mitten in den Hof gestellt: fuenf Ellen seine Laenge und fuenf Ellen seine Breite und drei Ellen seine Hoehe. Und er trat darauf und kniete angesichts der ganzen Versammlung Israels auf seine Knie nieder, breitete seine Haende aus zum Himmel 6.14 und sprach: HERR, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich im Himmel und auf der Erde, der du den Bund und die Gnade deinen Knechten bewahrst, die vor dir leben mit ihrem ganzen Herzen, 6.15 der du deinem Knecht, meinem Vater David, gehalten hast, was du ihm zugesagt hast! Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner Hand hast du es erfuellt, wie es am heutigen Tag ist. 6.16 Und nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm zugesagt hast, als du sprachst: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen vor meinem Angesicht, der auf dem Thron Israels sitzt, wenn nur deine Soehne auf ihren Weg achten, dass sie in meinem Gesetz leben, wie du vor mir gelebt hast! 6.17 Und nun, HERR, Gott Israels, moege sich dein Wort als zuverlaessig erweisen, das du zu deinem Knecht David geredet hast! - 6.18 Ja, sollte Gott wirklich bei dem Menschen auf der Erde wohnen? Siehe, die Himmel und die Himmel der Himmel koennen dich nicht fassen, wieviel weniger dieses Haus, das ich gebaut habe! 6.19 Doch wende dich zu dem Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, HERR, mein Gott, dass du hoerst auf das Rufen und auf das Gebet, das dein Knecht vor dir betet, 6.20 dass deine Augen Tag und Nacht geoeffnet seien ueber dieses Haus, ueber die Staette, von der du gesagt hast, dass du deinen Namen dort niederlegen willst, dass du hoerst auf das Gebet, das dein Knecht zu dieser Staette hin betet! 6.21 Und hoere auf das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, das sie zu dieser Staette hin richten werden! Du selbst moegest es hoeren von der Staette her, wo du thronst, vom Himmel her! Ja, hoere und vergib! 6.22 Wenn jemand gegen seinen Naechsten suendigt und der einen Fluch auf ihn legt, um ihn unter einen Fluch zu stellen, und er kommt [und] spricht den Fluch aus vor deinem Altar in diesem Haus, 6.23 dann hoere du es vom Himmel her, und handle und richte deine Knechte, indem du dem Schuldigen vergiltst, um seinen Weg auf seinen Kopf zu bringen, und indem du den Gerechten gerecht sprichst, um ihm nach seiner Gerechtigkeit zu geben. 6.24 Und wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie gegen dich gesuendigt haben, und sie kehren [zu dir] um und preisen deinen Namen und beten und flehen vor dir [um Gnade] in diesem Haus, 6.25 dann hoere du es vom Himmel her, und vergib die Suende deines Volkes Israel! Und bring sie in das Land zurueck, das du ihnen und ihren Vaetern gegeben hast! 6.26 Bleibt der Himmel verschlossen, so dass es keinen Regen gibt, weil sie gegen dich gesuendigt haben, und sie beten zu dieser Staette hin und preisen deinen Namen und kehren um von ihrer Suende, weil du sie demuetigst, 6.27 dann hoere du es im Himmel und vergib die Suende deiner Knechte und deines Volkes Israel! Denn du zeigst ihnen den guten Weg, auf dem sie gehen sollen. Und gib Regen auf dein Land, das du deinem Volk zum Erbteil gegeben hast! 6.28 Wenn eine Hungersnot im Lande herrscht, wenn eine Pest ausbricht, wenn es Getreidebrand und Vergilben [des Getreides], Heuschrecken oder Hundsfliegen gibt, wenn seine Feinde es im Land seiner Tore belagern, [wenn es] irgendeine Plage und irgendeine Krankheit [gibt] - 6.29 jedes Gebet, jedes Flehen, das [dann] von irgendeinem Menschen oder von deinem ganzen Volk Israel vorgebracht wird, [je nachdem], was einer als seine Plage oder seinen Schmerz erkennt, wenn er seine Haende gegen dieses Haus hin ausbreitet, 6.30 [das] erhoere du vom Himmel her, der Staette, wo du thronst! Und vergib und gib jedem nach all seinen Wegen, da du sein Herz kennst - denn du, du allein kennst das Herz der Menschenkinder -, 6.31 damit sie dich fuerchten, so dass sie auf deinen Wegen gehen all die Tage, die sie in dem Land leben, das du unsern Vaetern gegeben hast! 6.32 Und auch auf den Auslaender, der nicht von deinem Volk Israel ist, aber um deines grossen Namens und deiner starken Hand und deines ausgestreckten Armes willen aus fernem Land kommt, - wenn sie kommen und beten zu diesem Haus hin, 6.33 dann hoere du es vom Himmel her, der Staette, wo du thronst! Und handle nach allem, worum der Auslaender zu dir ruft, damit alle Voelker der Erde deinen Namen erkennen und damit sie dich fuerchten wie dein Volk Israel und damit sie erkennen, dass dein Name ausgerufen ist ueber diesem Haus, das ich gebaut habe! 6.34 Wenn dein Volk zum Krieg gegen seine Feinde auszieht auf dem Weg, den du sie sendest, und [wenn] sie [dann] zu dir beten in Richtung auf diese Stadt hin, die du erwaehlt hast, und [auf] das Haus hin, das ich deinem Namen gebaut habe, 6.35 dann hoere vom Himmel her ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe [ihnen] ihr Recht! 6.36 Wenn sie gegen dich suendigen - denn es gibt keinen Menschen, der nicht suendigt - und du ueber sie erzuernst und sie vor dem Feind dahingibst und ihre Bezwinger sie gefangen wegfuehren in ein fernes oder in ein nahes Land, 6.37 und sie nehmen es sich zu Herzen in dem Land, wohin sie gefangen weggefuehrt worden sind, und kehren um und flehen zu dir im Land ihrer Gefangenschaft, indem sie sagen: Wir haben gesuendigt, wir haben uns schuldig gemacht und haben gottlos gehandelt! - 6.38 und sie kehren zu dir um mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele im Land ihrer Gefangenschaft, wohin man sie gefangen weggefuehrt hat, und sie beten in Richtung auf ihr Land, das du ihren Vaetern gegeben hast, und [auf] die Stadt [hin], die du erwaehlt hast, und [auf] das Haus [hin], das ich deinem Namen gebaut habe, 6.39 dann hoere vom Himmel her, der Staette, wo du thronst, ihr Gebet und ihr Flehen und schaffe [ihnen] ihr Recht! Und vergib deinem Volk, worin sie gegen dich gesuendigt haben! 6.40 Nun, mein Gott, lass doch deine Augen offen sein und deine Ohren achthaben auf das Gebet an diesem Ort! 6.41 Und nun, mach dich auf, HERR, Gott, zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Kraft! Lass deine Priester, HERR, Gott, bekleidet sein mit Rettung und deine Frommen des Guten sich freuen! 6.42 HERR, Gott, weise das Gesicht deines Gesalbten nicht ab! Denke an die Gnadenerweise deinem Knecht David gegenueber! Salomos Festopfer - Gottes Antwort. 1Koe 8,54-66; 9,1-9. \7\ 7.1 Und als Salomo zu Ende gebetet hatte, da fuhr das Feuer vom Himmel herab und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und die Herrlichkeit des HERRN erfuellte das Haus. 7.2 Und die Priester konnten nicht in das Haus des HERRN hineingehen, denn die Herrlichkeit des HERRN erfuellte das Haus des HERRN. 7.3 Und alle Soehne Israel sahen das Feuer herabfahren und die Herrlichkeit des HERRN ueber dem Haus. Da knieten sie mit dem Gesicht zur Erde auf das Pflaster nieder und beteten an, und sie priesen den HERRN: Denn er ist guetig, denn seine Gnade [waehrt] ewig! 7.4 Und der Koenig und das ganze Volk brachten vor dem HERRN Schlachtopfer dar. 7.5 Und der Koenig Salomo brachte als Schlachtopfer 22 000 Rinder und 120 000 Schafe dar. So weihten der Koenig und das ganze Volk das Haus Gottes ein. 7.6 Und die Priester standen in ihren Dienstabteilungen und die Leviten mit den Musikinstrumenten des HERRN, die der Koenig David gemacht hatte, um den HERRN zu preisen: Denn seine Gnade [waehrt] ewig! - wenn David auf ihnen den Lobpreis darbrachte. Und die Priester bliesen ihnen gegenueber die Trompeten, und ganz Israel stand. 7.7 Und Salomo heiligte die Mitte des Vorhofes, der vor dem Haus des HERRN [lag]. Denn dort bereitete er die Brandopfer und die Fettstuecke der Heilsopfer zu. Denn der bronzene Altar, den Salomo gemacht hatte, konnte das Brandopfer und das Speisopfer und die Fettstuecke nicht fassen. 7.8 Und Salomo veranstaltete zu jener Zeit [das Fest] und ganz Israel mit ihm, eine sehr grosse Versammlung von da, wo man nach Hamat hineinkommt, bis an den Bach Aegyptens, sieben Tage lang. 7.9 Und am achten Tag hielten sie eine Festversammlung. Denn sie feierten die Einweihung des Altars sieben Tage und das Fest sieben Tage. 7.10 Und am 23. Tag des siebten Monats entliess er das Volk zu ihren Zelten, froehlich und guten Mutes ueber das Gute, das der HERR dem David und dem Salomo und seinem Volk Israel erwiesen hatte. 7.11 Und so vollendete Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Koenigs. Und alles, was Salomo ins Herz gekommen war, im Haus des HERRN und in seinem Haus zu machen, war ihm gelungen. 7.12 Da erschien der HERR dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet gehoert und mir diese Staette zum Opferhaus erwaehlt. 7.13 Wenn ich den Himmel verschliesse und kein Regen faellt oder wenn ich der Heuschrecke gebiete, das Land abzufressen, und wenn ich eine Pest unter mein Volk sende, 7.14 und mein Volk, ueber dem mein Name ausgerufen ist, demuetigt sich, und sie beten und suchen mein Angesicht und kehren um von ihren boesen Wegen, dann werde ich vom Himmel her hoeren und ihre Suenden vergeben und ihr Land heilen. 7.15 Jetzt werden meine Augen offen und meine Ohren aufmerksam sein auf das Gebet an dieser Staette. 7.16 Und jetzt habe ich dieses Haus erwaehlt und geheiligt, damit mein Name dort sei fuer ewig. Und meine Augen und mein Herz sollen dort sein alle Tage. 7.17 Und du, wenn du vor mir lebst, ebenso wie dein Vater David gelebt hat, indem du nach allem handelst, was ich dir geboten habe, und wenn du meine Ordnungen und meine Rechtsbestimmungen einhaeltst, 7.18 dann werde ich den Thron deiner Koenigsherrschaft festigen, so wie ich mit deinem Vater David einen Bund geschlossen und gesagt habe: Es soll dir nicht an einem Mann fehlen, der ueber Israel herrscht. 7.19 Wenn ihr euch aber abwendet und meine Ordnungen und meine Gebote, die ich euch vorgelegt habe, verlasst und hingeht und andern Goettern dient und euch vor ihnen niederwerft, 7.20 dann werde ich sie ausreissen aus meinem Land, das ich ihnen gegeben habe. Und dieses Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, werde ich von meinem Angesicht wegstossen und werde es zum Sprichwort und zur Spottrede unter allen Voelkern machen. 7.21 Und dieses Haus, das erhaben war - jeder, der an ihm voruebergeht, wird sich entsetzen und sagen: Warum hat der HERR an diesem Land und an diesem Haus so gehandelt? 7.22 Dann wird man sagen: Weil sie den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, der sie aus dem Land Aegypten herausgefuehrt hat, verlassen und sich an andere Goetter gehalten haben und sich vor ihnen niedergeworfen und ihnen gedient haben, darum hat er all dieses Unheil ueber sie gebracht. Salomos Staedtebauten, Zwangsarbeiter, Tempeldienst und Schiffahrt. 1Koe 9,10-28. \8\ 8.1 Und es geschah am Ende der zwanzig Jahre, in denen Salomo das Haus des HERRN und sein [eigenes] Haus gebaut hatte, 8.2 da baute Salomo die Staedte aus, die Hiram dem Salomo gegeben hatte; und er liess die Soehne Israel dort wohnen. 8.3 Und Salomo zog nach Hamat-Zoba und ueberwaeltigte es. 8.4 Und er baute Tadmor in der Wueste und alle Vorratsstaedte, die er in Hamat baute. 8.5 Und er baute das obere Bet-Horon und das untere Bet-Horon, feste Staedte mit Mauern, Toren und Riegeln, 8.6 und Baalat und alle Vorratsstaedte, die Salomo hatte, und alle Wagenstaedte und die Pferdestaedte und alles, was Salomo sonst noch zu bauen wuenschte in Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Land seiner Herrschaft. 8.7 Alles Volk, das uebriggeblieben war von den Hetitern und den Amoritern und den Perisitern und den Hewitern und den Jebusitern, die nicht von Israel waren, 8.8 deren Soehne, die nach ihnen im Land uebriggeblieben waren, die die Soehne Israel nicht ausgetilgt hatten, die hob Salomo zur Zwangsarbeit aus; [und so ist es] bis auf den heutigen Tag. 8.9 Aber von den Soehnen Israel machte Salomo keine Sklaven fuer seine Arbeit; sondern sie waren Kriegsleute und Oberste ueber seine Wagenkaempfer und Oberste ueber seine Streitwagen und seine Pferde. 8.10 Und das sind die Obersten der Voegte, die der Koenig Salomo hatte: 250, die ueber das Volk herrschten. 8.11 Und Salomo fuehrte die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids herauf in das Haus, das er fuer sie gebaut hatte. Denn er sagte: Eine Frau soll mir nicht in dem Haus Davids, des Koenigs von Israel, wohnen; denn die Raeume sind ein Heiligtum, weil die Lade des HERRN gekommen ist. 8.12 Damals opferte Salomo dem HERRN Brandopfer auf dem Altar des HERRN, den er vor der Vorhalle gebaut hatte, 8.13 und zwar nach der Bestimmung fuer jeden Tag, indem er opferte nach dem Gebot des Mose an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festen dreimal im Jahr: Am Fest der ungesaeuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der Laubhuetten. 8.14 Und er bestellte nach der Vorschrift seines Vaters David die Abteilungen der Priester zu ihrem Dienst und die Leviten zu ihren Aemtern, zum Loben und Dienen vor den Priestern nach der Bestimmung fuer jeden Tag, und die Torhueter in ihren Abteilungen fuer jedes Tor; denn so war das Gebot Davids, des Mannes Gottes. 8.15 Und man wich nicht von dem Gebot des Koenigs ueber die Priester und die Leviten ab, [auch nicht] bei jeder [anderen] Sache und bei den Schaetzen. - 8.16 Und so wurde das ganze Werk Salomos fertiggestellt, vom Tag der Grundlegung des Hauses des HERRN bis zu seiner Vollendung. Das Haus des HERRN war fertig. 8.17 Damals ging Salomo nach Hezjon-Geber und nach Elot, am Ufer des Meeres im Land Edom. 8.18 Und Hiram schickte ihm durch seine Knechte Schiffe und seekundige Knechte. Und sie gelangten mit den Knechten Salomos nach Ofir und holten von dort 450 Talente Gold und brachten es zum Koenig Salomo. Die Koenigin von Saba bei Salomo. 1Koe 10,1-13. \9\ 9.1 Und die Koenigin von Saba hoerte von Salomos Ruf. Und sie kam nach Jerusalem, um Salomo mit Raetselfragen zu pruefen, mit einem sehr zahlreichen Gefolge und mit Kamelen, die Balsamoele und Gold in Menge trugen und Edelsteine. Und sie kam zu Salomo und redete mit ihm alles, was in ihrem Herzen war. 9.2 Und Salomo beantwortete ihr alle ihre Fragen. Nichts war vor Salomo verborgen, das er ihr nicht haette beantworten koennen. 9.3 Und als die Koenigin von Saba die Weisheit Salomos sah und das Haus, das er gebaut hatte, 9.4 und die Speise [auf] seiner Tafel und die Sitzordnung seiner Knechte und die Aufwartung seiner Diener und ihre Kleidung und seine Mundschenken und ihre Kleidung und sein Brandopfer, das er im Haus des HERRN opferte, da geriet sie vor Staunen ausser sich 9.5 und sagte zu dem Koenig: Das Wort ist Wahrheit gewesen, das ich in meinem Land ueber deine Taten und ueber deine Weisheit gehoert habe. 9.6 Ich habe ihren Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und meine Augen es gesehen haben. Und siehe, nicht die Haelfte ist mir berichtet worden von der Groesse deiner Weisheit. Du hast die Kunde, die ich gehoert habe, uebertroffen. 9.7 Gluecklich sind deine Maenner und gluecklich diese deine Knechte, die staendig vor dir stehen und deine Weisheit hoeren! 9.8 Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt hat, dich auf seinen Thron zu setzen als Koenig fuer den HERRN, deinen Gott! Weil dein Gott Israel liebt, um es ewig bestehen zu lassen, hat er dich als Koenig ueber sie gesetzt, damit du Recht und Gerechtigkeit uebst. 9.9 Und sie gab dem Koenig 120 Talente Gold und Balsamoele in grosser Menge und Edelsteine. Nie [wieder] hat es solches Balsamoel gegeben wie dieses, das die Koenigin von Saba dem Koenig Salomo gab. (9.10 Auch die Knechte Hirams und die Knechte Salomos, die Gold aus Ofir holten, brachten Almuggim-Hoelzer und Edelsteine. 9.11 Und der Koenig machte von den Almuggim-Hoelzern Treppen fuer das Haus des HERRN und fuer das Haus des Koenigs und Zithern und Harfen fuer die Saenger. Solches [Holz] ist frueher im Land Juda nicht gesehen worden.) 9.12 Der Koenig Salomo aber gab der Koenigin von Saba alles, was sie sich wuenschte, was sie erbat, abgesehen von dem [Gegengeschenk fuer das], was sie dem Koenig gebracht hatte. Und sie wandte sich und zog in ihr Land, sie und ihre Knechte. Salomos Reichtum. 1 Koe 10,14-29. 9.13 Und das Gewicht des Goldes, das bei Salomo in einem einzigen Jahr einging, [war] 666 Talente Gold 9.14 ausser dem, was die Handelsleute und die Haendler einbrachten. Und alle Koenige von Arabien und die Statthalter des Landes brachten Salomo Gold und Silber. 9.15 Und der Koenig Salomo machte zweihundert Langschilde aus legiertem Gold - [mit] sechshundert [Schekel] legiertem Gold ueberzog er jeden Langschild - 9.16 und dreihundert Kleinschilde aus legiertem Gold - [mit] dreihundert [Schekel] Gold ueberzog er jeden Kleinschild. Und der Koenig gab sie in das Libanonwaldhaus. 9.17 Und der Koenig machte einen grossen Thron aus Elfenbein und ueberzog ihn mit reinem Gold. 9.18 Der Thron hatte sechs Stufen und einen goldenen Fussschemel, die an dem Thron befestigt waren. Und Armlehnen waren auf dieser und auf jener Seite am Sitzplatz. Und zwei Loewen standen neben den Armlehnen; 9.19 und zwoelf Loewen standen da auf den sechs Stufen, auf dieser und auf jener Seite. Niemals ist so [etwas] gemacht worden fuer irgendwelche Koenigreiche. 9.20 Und alle Trinkgefaesse des Koenigs Salomo waren aus Gold, und alle Geraete des Libanonwaldhauses waren aus gediegenem Gold; das Silber galt in den Tagen Salomos ueberhaupt nichts. 9.21 Denn die Schiffe des Koenigs fuhren nach Tarsis mit den Knechten Hirams. Einmal in drei Jahren kamen Tarsis-Schiffe, beladen mit Gold und Silber, Elfenbein und Affen und Pavianen. 9.22 So war der Koenig Salomo groesser als alle Koenige der Erde an Reichtum und Weisheit. 9.23 Und alle Koenige der Erde suchten das Angesicht Salomos, um seine Weisheit zu hoeren, die Gott in sein Herz gegeben hatte. 9.24 Und sie brachten jeder sein Geschenk: Geraete aus Silber und Geraete aus Gold und Gewaender, Waffen und Balsamoele, Pferde und Maultiere. So geschah es Jahr fuer Jahr. 9.25 Und Salomo hatte viertausend Stallplaetze fuer Pferde und Streitwagen und 12 000 Pferde. Und er legte sie in die Wagenstaedte und in die Umgebung des Koenigs nach Jerusalem. 9.26 Und er war Herrscher ueber alle Koenige, vom [Euphrat]strom an bis zum Land der Philister und bis zur Grenze Aegyptens. 9.27 Und der Koenig machte das Silber in Jerusalem [an Menge] den Steinen gleich, und die Zedern machte er [an Menge] den Maulbeerfeigenbaeumen gleich, die in der Niederung sind. 9.28 Und man fuehrte Pferde fuer Salomo aus Aegypten und aus allen Laendern aus. Salomos Tod. 1Koe 11,41-43. 9.29 Die uebrige Geschichte Salomos, die fruehere und die spaetere, ist die nicht geschrieben in der Geschichte Nathans, des Propheten, und in der Weissagung Ahijas, des Siloniters, und in den Gesichten Jedos, des Sehers, ueber Jerobeam, den Sohn des Nebat? 9.30 Und Salomo regierte in Jerusalem vierzig Jahre ueber ganz Israel. 9.31 Und Salomo legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in der Stadt seines Vaters David. Und sein Sohn Rehabeam wurde Koenig an seiner Stelle. Die Teilung des Reiches - Rehabeam und Jerobeam. 1Koe 12,1-20. \10\ 10.1 Und Rehabeam ging nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem gekommen, um ihn zum Koenig zu machen. 10.2 Und es geschah, als Jerobeam, der Sohn des Nebat, [das] hoerte - er war aber in Aegypten, wohin er vor dem Koenig Salomo geflohen war -, da kehrte Jerobeam aus Aegypten zurueck. 10.3 Und sie sandten hin und liessen ihn rufen. Da kamen Jerobeam und ganz Israel und redeten zu Rehabeam und sagten: 10.4 Dein Vater hat unser Joch hart gemacht. Und nun erleichtere den harten Dienst deines Vaters und sein schweres Joch, das er auf uns gelegt hat! Dann wollen wir dir dienen. 10.5 Er sagte zu ihnen: Noch drei Tage, dann kommt wieder zu mir! Und das Volk ging hin. 10.6 Und der Koenig Rehabeam beriet sich mit den Alten, die vor seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er [noch] am Leben war, und sagte: Wie ratet ihr, diesem Volk Antwort zu geben? 10.7 Und sie redeten zu ihm und sagten: Wenn du zu diesem Volk guetig und ihnen zu Willen bist und gute Worte zu ihnen redest, dann werden sie alle Tage deine Knechte sein. 10.8 Doch er verwarf den Rat der Alten, den sie ihm geraten hatten, und beriet sich mit den Juengeren, die mit ihm gross geworden waren [und] die vor ihm standen. 10.9 Und er sagte zu ihnen: Was ratet ihr, dass wir diesem Volk zur Antwort geben, das zu mir geredet und gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater auf uns gelegt hat? 10.10 Und die Juengeren, die mit ihm gross geworden waren, redeten zu ihm und sagten: So sollst du zu dem Volk sagen, das zu dir geredet und gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch schwer gemacht. Du aber erleichtere es uns! - so sollst du zu ihnen reden: Mein kleiner [Finger] ist dicker als die Hueften meines Vaters! 10.11 Nun denn, mein Vater hat euch ein schweres Joch aufgeladen, ich aber will euer Joch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezuechtigt, ich aber [will euch] mit Skorpionen [zuechtigen]. 10.12 Und Jerobeam und das ganze Volk kamen zu Rehabeam am dritten Tag, wie der Koenig geredet hatte, als er sagte: Kommt am dritten Tag wieder zu mir! 10.13 Und der Koenig antwortete ihnen hart. Und der Koenig Rehabeam verwarf den Rat der Alten 10.14 und redete zu ihnen nach dem Rat der Juengeren: Mein Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will es noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezuechtigt, ich aber [will euch] mit Skorpionen [zuechtigen]. 10.15 So hoerte der Koenig nicht auf das Volk. Denn es war eine Wendung von seiten Gottes, damit der HERR sein Wort aufrecht hielte, das er durch Ahija, den Siloniter, zu Jerobeam, dem Sohn des Nebat, geredet hatte. 10.16 Und als ganz Israel sah, dass der Koenig nicht auf sie hoerte, da antwortete das Volk dem Koenig: Was fuer einen Anteil haben wir an David? Wir haben kein Erbteil am Sohn Isais! Jeder zu seinen Zelten, Israel! Nun sieh nach deinem Haus, David! Und ganz Israel ging zu seinen Zelten. 10.17 Die Soehne Israel aber, die in den Staedten Judas wohnten, ueber sie wurde Rehabeam Koenig. 10.18 Und der Koenig Rehabeam schickte Hadoram, den [Aufseher] ueber die Zwangsarbeit, aus. Aber die Soehne Israel steinigten ihn, so dass er starb. Der Koenig Rehabeam aber bestieg eilends den Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen. 10.19 So brach Israel mit dem Haus Davids bis auf den heutigen Tag. Rehabeam von Juda. V. 1-4: 1Koe 12,21-24. \11\ 11.1 Und Rehabeam kam nach Jerusalem und versammelte das Haus Juda und Benjamin, 180 000 auserlesene Krieger, um mit Israel zu kaempfen, damit er das Koenigreich an Rehabeam zurueckbraechte. 11.2 Da geschah das Wort des HERRN zu Schemaja, dem Mann Gottes: 11.3 Sage zu Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Koenig von Juda, und zu ganz Israel in Juda und Benjamin: 11.4 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und sollt nicht mit euren Bruedern kaempfen! Kehrt um, jeder in sein Haus, denn von mir ist diese Sache ausgegangen! Da hoerten sie auf die Worte des HERRN und kehrten um und zogen nicht gegen Jerobeam. 11.5 Und Rehabeam wohnte in Jerusalem. Und er baute Staedte zu Festungen [aus] in Juda. 11.6 Und er baute Bethlehem und Etam und Tekoa 11.7 und Bet-Zur und Socho und Adullam 11.8 und Gat und Marescha und Sif 11.9 und Adorajim und Lachisch und Aseka 11.10 und Zora und Ajalon und Hebron, befestigte Staedte, die in Juda und Benjamin [sind]. 11.11 Und er machte die Festungen stark und legte Befehlshaber hinein und Vorraete von Speise, Oel und Wein, 11.12 und in jede Stadt Schilde und Spiesse; und er machte sie ueberaus stark. Und Juda und Benjamin gehoerten ihm. 11.13 Und die Priester und die Leviten, die in ganz Israel waren, stellten sich bei ihm ein aus allen ihren Gebieten. 11.14 Denn die Leviten verliessen ihre Weideplaetze und ihr Besitztum und zogen nach Juda und nach Jerusalem. Denn Jerobeam und seine Soehne hatten sie aus dem Priesterdienst des HERRN verstossen, 11.15 und er hatte sich Priester angestellt fuer die Hoehen und fuer die Bocksdaemonen und fuer die Kaelber, die er gemacht hatte. 11.16 Und ihnen folgten aus allen Staemmen Israels die, die ihr Herz darauf richteten, den HERRN, den Gott Israels, zu suchen. Sie kamen nach Jerusalem, um dem HERRN, dem Gott ihrer Vaeter, zu opfern. 11.17 Und sie unterstuetzten das Koenigreich Juda und staerkten Rehabeam, den Sohn Salomos, drei Jahre lang. Denn drei Jahre lang gingen sie auf dem Weg Davids und Salomos. 11.18 Und Rehabeam nahm sich zur Frau Mahalat, die Tochter Jerimots, des Sohnes Davids, [und] der Abihajil, der Tochter Eliabs, des Sohnes Isais. 11.19 Und sie gebar ihm Soehne: Jeusch und Schemarja und Saham. 11.20 Und nach ihr nahm er Maacha, die Tochter Absaloms. Und sie gebar ihm Abija und Attai und Sisa und Schelomit. 11.21 Und Rehabeam liebte Maacha, die Tochter Absaloms, mehr als alle seine Frauen und seine Nebenfrauen. Denn er hatte achtzehn Frauen genommen und sechzig Nebenfrauen; und er zeugte achtundzwanzig Soehne und sechzig Toechter. 11.22 Und Rehabeam setzte Abija, den Sohn der Maacha, als Oberhaupt, als Fuersten unter seinen Bruedern ein; denn er [dachte daran,] ihn zum Koenig zu machen. 11.23 Und er handelte verstaendig und verteilte alle seine Soehne in alle Landschaften Judas und Benjamins, in alle befestigten Staedte und gab ihnen Nahrung in Fuelle und suchte eine Menge Frauen [fuer sie aus]. Einfall der Aegypter - Rehabeams Tod. 1Koe 14,21-31. \12\ 12.1 Und es geschah, als die Koenigsherrschaft Rehabeams gefestigt und er stark geworden war, verliess er das Gesetz des HERRN und ganz Israel mit ihm. 12.2 Und es geschah im fuenften Jahr des Koenigs Rehabeam, da zog Schischak, der Koenig von Aegypten, gegen Jerusalem herauf - denn sie hatten treulos gegen den HERRN gehandelt - 12.3 mit 1 200 Streitwagen und mit 6 000 Pferden, und das Volk, das mit ihm aus Aegypten kam, war nicht zu zaehlen: Libyer, Sukkijiter und Kuschiter. 12.4 Und er nahm die befestigten Staedte ein, die Juda gehoerten, und kam bis vor Jerusalem. 12.5 Da kam der Prophet Schemaja zu Rehabeam und zu den Obersten von Juda, die sich vor Schischak nach Jerusalem zurueckgezogen hatten, und sagte zu ihnen: So spricht der HERR: Ihr habt mich verlassen, darum habe auch ich euch verlassen [und euch] in die Hand Schischaks [gegeben]. 12.6 Und die Obersten von Israel und der Koenig demuetigten sich und sagten: Der HERR ist gerecht! 12.7 Als aber der HERR sah, dass sie sich gedemuetigt hatten, geschah das Wort des HERRN zu Schemaja: Sie haben sich gedemuetigt. Ich will sie nicht vernichten und will ihnen bald Rettung geben, und mein Zorn soll sich nicht durch Schischak ueber Jerusalem ergiessen. 12.8 Doch sollen sie ihm zu Knechten sein, damit sie meinen Dienst und den Dienst der Koenigreiche der Laender unterscheiden lernen. 12.9 Und Schischak, der Koenig von Aegypten, zog gegen Jerusalem herauf. Und er nahm die Schaetze des Hauses des HERRN weg und die Schaetze des Hauses des Koenigs, alles nahm er weg. Und er nahm die goldenen Schilde weg, die Salomo gemacht hatte. 12.10 Und der Koenig Rehabeam machte an ihrer Stelle bronzene Schilde, und er vertraute [sie] der Hand der Obersten der Leibwaechter an, die den Eingang des Hauses des Koenigs bewachten. 12.11 Und es geschah, sooft der Koenig in das Haus des HERRN hineinging, kamen die Leibwaechter und trugen die Schilde und brachten sie dann wieder in das Wachtzimmer der Leibwaechter zurueck. 12.12 Weil er sich also gedemuetigt hatte, wandte sich der Zorn des HERRN von ihm ab, so dass er ihn nicht voellig vernichtete. Es war ja auch in Juda [noch] etwas Gutes. 12.13 Und der Koenig Rehabeam erstarkte in Jerusalem und regierte [weiter]. Denn Rehabeam war 41 Jahre alt, als er Koenig wurde, und regierte siebzehn Jahre in Jerusalem, der Stadt, die der HERR aus allen Staemmen Israels erwaehlt hatte, um seinen Namen dort niederzulegen. Und der Name seiner Mutter war Naama, die Ammoniterin. 12.14 Aber er tat, was boese war; denn er richtete sein Herz nicht darauf, den HERRN zu suchen. 12.15 Und die Geschichte Rehabeams, die fruehere und die spaetere, ist sie nicht geschrieben in der Geschichte des Propheten Schemaja und des Sehers Iddo? [Dies gilt auch] fuer das Geschlechtsregister. Und die Kriege [zwischen] Rehabeam und Jerobeam [dauerten] die ganze Zeit [an]. 12.16 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vaetern, und er wurde begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Abija wurde an seiner Stelle Koenig. Abija von Juda - Sieg ueber Israel. 1Koe 15,1-8. \13\ 13.1 Im achtzehnten Jahr des Koenigs Jerobeam wurde Abija Koenig ueber Juda. 13.2 Er regierte drei Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Michaja, die Tochter Uriels von Gibea. Und es war Krieg zwischen Abija und Jerobeam. 13.3 Und Abija begann den Krieg mit einem Heer von tapferen Kriegern, 400 000 auserlesenen Maennern. Und Jerobeam stellte sich gegen ihn in Schlachtordnung auf mit 800 000 auserlesenen Maennern, tapferen Helden. 13.4 Da stellte sich Abija oben auf den Berg Zemarajim, der im Gebirge Ephraim [liegt], und sprach: Hoert mich an, Jerobeam und ganz Israel! 13.5 Solltet ihr nicht erkannt haben, dass der HERR, der Gott Israels, das Koenigtum ueber Israel fuer ewig dem David gegeben hat, ihm und seinen Soehnen, durch einen Salzbund? 13.6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes Davids, erhob sich und empoerte sich gegen seinen Herrn. 13.7 Und es versammelten sich zu ihm ehrlose Maenner, Soehne der Bosheit, und machten sich stark gegen Rehabeam, den Sohn Salomos. Rehabeam aber war [noch] jung und zaghaft und konnte ihnen nicht standhalten. 13.8 Und nun denkt ihr, standhalten zu koennen dem Koenigtum des HERRN in der Hand der Soehne Davids, weil ihr eine grosse Menge seid und die goldenen Kaelber bei euch sind, die Jerobeam euch zu Goettern gemacht hat! 13.9 Habt ihr nicht die Priester des HERRN, die Soehne Aarons, und die Leviten verstossen und euch Priester gemacht wie die Voelker der [andern] Laender? Wer immer mit einem Jungstier und sieben Widdern kam, um sich zum Priester weihen zu lassen, der wurde Priester der Nicht-Goetter. 13.10 Wir aber [sind gewiss]: Der HERR ist unser Gott, und wir haben ihn nicht verlassen. Und als Priester dienen dem HERRN Soehne Aarons und die Leviten im Dienst [des HERRN]. 13.11 Und sie bringen dem HERRN jeden Morgen und jeden Abend Brandopfer und wohlriechendes Raeucherwerk dar. Und [wir haben] das Schichtbrot auf dem reinen Tisch und den goldenen Leuchter und seine Lampen, um [sie] Abend fuer Abend anzuzuenden. Denn wir versehen den Dienst des HERRN, unseres Gottes; ihr aber habt ihn verlassen. 13.12 Siehe, Gott ist mit uns, an unserer Spitze. [Bei uns sind] seine Priester und die Laermtrompeten, um Laerm zu blasen gegen euch. Soehne Israel, kaempft nicht gegen den HERRN, den Gott eurer Vaeter! Denn es wird euch nicht gelingen. 13.13 Aber Jerobeam liess [Leute im] Hinterhalt eine Umgehung machen, um ihnen in den Ruecken zu kommen, so dass sie vor Juda waren und der Hinterhalt hinter Juda. 13.14 Und als Juda sich umwandte, siehe, da hatten sie den Kampf vorn und hinten. Da schrieen sie zu dem HERRN, und die Priester bliesen mit den Trompeten, 13.15 und die Maenner von Juda erhoben ein Kriegsgeschrei. Und es geschah, als die Maenner von Juda das Kriegsgeschrei erhoben, da schlug Gott Jerobeam und ganz Israel vor Abija und Juda. 13.16 Und die Soehne Israel flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hand. 13.17 Und Abija und sein Volk brachten ihnen eine grosse Niederlage bei, und es blieben von Israel 500 000 auserlesene Maenner erschlagen liegen. 13.18 So wurden die Soehne Israel zu dieser Zeit gedemuetigt. Aber die Soehne Juda wurden stark, weil sie sich auf den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, gestuetzt hatten. 13.19 Und Abija jagte Jerobeam nach, und er nahm ihm Staedte ab: Bethel und seine Tochterstaedte und Jeschana und seine Tochterstaedte und Efron und seine Tochterstaedte. 13.20 Und Jerobeam behielt keine Macht mehr in den Tagen Abijas. Und der HERR schlug ihn, und er starb. 13.21 Abija aber erstarkte. Und er nahm vierzehn Frauen und zeugte zweiundzwanzig Soehne und sechzehn Toechter. 13.22 Und die uebrige Geschichte Abijas und seine Wege und seine Reden sind geschrieben in der Schrift des Propheten Iddo. 13.23 Und Abija legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde an seiner Stelle Koenig. In seinen Tagen hatte das Land zehn Jahre Ruhe. Asa von Juda - Abschaffung des Goetzendienstes - Sieg ueber die Kuschiter. V. 1-5: 1Koe 15,11.12. \14\ 14.1 Und Asa tat, was gut und recht war in den Augen des HERRN, seines Gottes. 14.2 Und er beseitigte die fremden Altaere und die Hoehen und zerschlug die Gedenksteine und hieb die Ascherim um. 14.3 Und er sagte zu Juda, dass sie den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, suchen und das Gesetz und das Gebot tun sollten. 14.4 Und er beseitigte aus allen Staedten Judas die Hoehen und die Raeucheraltaere. Und das Koenigreich hatte Ruhe unter ihm. 14.5 Und er baute befestigte Staedte in Juda. Denn das Land hatte Ruhe, und es war kein Krieg gegen ihn in jenen Jahren, denn der HERR hatte ihm Ruhe verschafft. 14.6 Und er sagte zu Juda: Lasst uns diese Staedte [aus]bauen und mit Mauern umgeben und Tuermen, Toren und Riegeln. Noch [liegt] das Land [frei] vor uns, denn wir haben den HERRN, unseren Gott, gesucht. Wir haben ihn gesucht, und er hat uns Ruhe verschafft ringsumher. Und so bauten sie, und es gelang ihnen. 14.7 Und Asa hatte ein Heer, das Langschild und Spiess trug: Aus Juda 300 000 und aus Benjamin 280 000 [Mann], die Kleinschilde trugen und den Bogen spannten. Alle waren tapfere Helden. V. 8-14: vgl. Kap. 20,1-30. 14.8 Und der Kuschite Serach zog gegen sie aus mit einem Heer von tausend mal tausend [Mann] und dreihundert Wagen; und er kam bis Marescha. 14.9 Und Asa zog ihm entgegen; und sie stellten sich in Schlachtordnung auf im Tal Zefata bei Marescha. 14.10 Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an und sagte: HERR, ausser dir ist keiner, der helfen koennte [im Kampf] zwischen einem Maechtigen und einem Kraftlosen. Hilf uns, HERR, unser Gott! Denn wir stuetzen uns auf dich, und in deinem Namen sind wir gegen diese Menge gezogen. Du bist der HERR, unser Gott! Kein Mensch kann etwas gegen dich [ausrichten]. 14.11 Und der HERR schlug die Kuschiter vor Asa und vor Juda, so dass die Kuschiter flohen. 14.12 Und Asa und das Volk, das bei ihm war, jagten ihnen nach bis Gerar. Und es fielen von den Kuschitern [so viele], dass sie sich nicht wieder erholen konnten; denn sie wurden zerschmettert vor dem HERRN und vor seinem Heer. Und sie trugen sehr viel Beute davon. 14.13 Auch schlugen sie alle Staedte rings um Gerar, denn der Schrecken des HERRN war auf sie [gekommen]. Und sie pluenderten alle Staedte, denn es gab viel Pluendergut darin. 14.14 Und auch die Zeltlager bei den Herden schlugen sie und fuehrten Schafe in Menge weg und Kamele. Und sie kehrten nach Jerusalem zurueck. Erneuerung des Bundes mit Gott. \15\ 15.1 Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes. 15.2 Und er ging hinaus, Asa entgegen, und sagte zu ihm: Hoert mich an, Asa und ganz Juda und Benjamin! Der HERR ist mit euch, wenn ihr mit ihm seid. Und wenn ihr ihn sucht, wird er sich von euch finden lassen. Wenn ihr ihn aber verlasst, wird er euch [auch] verlassen. 15.3 Und Israel war lange Zeit ohne den wahren Gott und ohne belehrenden Priester und ohne Gesetz. 15.4 Aber in ihrer Bedraengnis kehrten sie um zu dem HERRN, dem Gott Israels; und sie suchten ihn, und er liess sich von ihnen finden. 15.5 In jenen Zeiten gab es keine Sicherheit fuer den, der hinaus-, und fuer den, der hineinging; sondern viele Beunruhigungen [kamen] ueber alle Bewohner der Laender. 15.6 Und es stiess sich Nation an Nation und Stadt an Stadt; denn Gott beunruhigte sie durch allerlei Bedraengnis. 15.7 Ihr aber, seid stark und lasst eure Haende nicht schlaff werden! Denn es gibt einen Lohn fuer euer Tun! V. 8-19: 1Koe 15,9-15. 15.8 Als aber Asa diese Worte und die Weissagung des Propheten Oded hoerte, fasste er Mut. Und er schaffte die Scheusale weg aus dem ganzen Land Juda und Benjamin und aus den Staedten, die er auf dem Gebirge Ephraim eingenommen hatte, und er erneuerte den Altar des HERRN, der vor der Vorhalle des HERRN [stand]. 15.9 Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und die Fremden, [die] aus Ephraim und Manasse und aus Simeon bei ihnen [wohnten]. Denn in Menge waren sie aus Israel zu ihm uebergelaufen, als sie sahen, dass der HERR, sein Gott, mit ihm war. 15.10 Und sie versammelten sich in Jerusalem im dritten Monat, im fuenfzehnten Jahr der Regierung Asas. 15.11 Und sie opferten dem HERRN an jenem Tag von der Beute, die sie heimgebracht hatten, 700 Rinder und 7 000 Schafe. 15.12 Und sie traten in den Bund, den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, zu suchen mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen Seele. 15.13 Jeder aber, der den HERRN, den Gott Israels, nicht suchen wuerde, sollte getoetet werden, vom Kleinsten bis zum Groessten, vom Mann bis zur Frau. 15.14 Und sie schworen dem HERRN mit lauter Stimme und mit Jauchzen und unter Trompeten- und Hoerner[schall]. 15.15 Und ganz Juda freute sich ueber den Schwur. Denn sie schworen mit ihrem ganzen Herzen und suchten den HERRN mit ihrem ganzen Willen; und er liess sich von ihnen finden. Und der HERR schaffte ihnen Ruhe ringsumher. 15.16 Und auch Maacha, die Mutter des Koenigs Asa, entfernte er aus [ihrer Stellung als] Gebieterin, weil sie der Aschera ein Schandbild gemacht hatte. Und Asa rottete ihr Schandbild aus und zermalmte und verbrannte es im Tal Kidron. 15.17 Die Hoehen aber wichen nicht aus Israel; doch war das Herz Asas ungeteilt all seine Tage. 15.18 Und er brachte die heiligen Gaben seines Vaters und seine heiligen Gaben in das Haus Gottes: Silber und Gold und Geraete. 15.19 Und es war kein Krieg bis zum 35. Jahr der Regierung Asas. Asas Bund mit Aram gegen Israel - Seine Krankheit und sein Tod. 1Koe 15,16-24. \16\ 16.1 Im 36. Jahr der Regierung Asas zog Bascha, der Koenig von Israel, gegen Juda herauf und baute Rama aus, um bei Asa, dem Koenig von Juda, niemanden hinaus- und hineingehen zu lassen. 16.2 Da nahm Asa Silber und Gold aus den Schaetzen des Hauses des HERRN und des Hauses des Koenigs. Und er sandte zu Ben-Hadad, dem Koenig von Aram, der in Damaskus wohnte, und liess [ihm] sagen: 16.3 Ein Bund [sei] zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und deinem Vater! Siehe, ich sende dir Silber und Gold. Auf, mach deinen Bund mit Bascha, dem Koenig von Israel, ungueltig, dass er von mir abzieht! 16.4 Und Ben-Hadad hoerte auf den Koenig Asa, und er sandte seine Heerobersten gegen die Staedte Israels. Und sie schlugen Ijon und Dan und Abel-Majim und alle Vorratsplaetze der Staedte Naftalis. 16.5 Und es geschah, als Bascha das hoerte, da liess er davon ab, Rama auszubauen, und stellte seine Arbeit ein. 16.6 Der Koenig Asa aber holte ganz Juda, und sie trugen die Steine und das Bauholz Ramas weg, mit denen Bascha gebaut hatte; und er baute damit Geba und Mizpa aus. 16.7 Zu jener Zeit kam der Seher Hanani zu Asa, dem Koenig von Juda, und sagte zu ihm: Weil du dich auf den Koenig von Aram gestuetzt hast und dich nicht auf den HERRN, deinen Gott, gestuetzt hast, darum ist das Heer des Koenigs von Aram deiner Hand entronnen. 16.8 Waren nicht die Kuschiter und die Libyer eine gewaltige Heeresmacht mit Wagen und Reitern in grosser Menge? Doch weil du dich auf den HERRN stuetztest, gab er sie in deine Hand. 16.9 Denn des HERRN Augen durchlaufen die ganze Erde, um denen treu beizustehen, deren Herz ungeteilt auf ihn gerichtet ist. Hierin hast du toericht gehandelt. Darum wirst du von nun an Kriege haben. 16.10 Und Asa wurde aergerlich ueber den Seher und legte ihn ins Gefaengnis in den Block; denn er war deshalb wuetend auf ihn. Auch tat Asa zu dieser Zeit einigen von dem Volk Gewalt an. 16.11 Und siehe, die Geschichte Asas, die fruehere und die spaetere, siehe, sie ist geschrieben in dem Buch der Koenige von Juda und Israel. 16.12 Und im 39. Jahr seiner Regierung erkrankte Asa an seinen Fuessen. Seine Krankheit war ueberaus schwer; aber auch in seiner Krankheit suchte er nicht den HERRN, sondern die Aerzte. 16.13 Und Asa legte sich zu seinen Vaetern; und er starb im 41. Jahr seiner Regierung. 16.14 Und man begrub ihn in seinem Grab, das er sich in der Stadt Davids hatte aushauen lassen. Und man legte ihn auf ein Lager, das man angefuellt hatte mit Balsamoel und [verschiedenen] Arten [von Salben], gemischt nach der Kunst der Salbenmischung; und man veranstaltete fuer ihn einen sehr grossen Brand. Joschafat von Juda - Fuersorge fuer sein Volk - Seine erfolgreiche Regierung. \17\ 17.1 Und sein Sohn Joschafat wurde an seiner Stelle Koenig. Und er erwies sich stark gegenueber Israel. 17.2 Er legte Streitkraefte in alle befestigten Staedte Judas und legte Besatzungen in das Land Juda und in die Staedte Ephraims, die sein Vater Asa eingenommen hatte. 17.3 Und der HERR war mit Joschafat. Denn er ging auf den frueheren Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baalim, 17.4 sondern er suchte den Gott seines Vaters und lebte in seinen Geboten und nicht [so], wie es Israel machte. 17.5 Und der HERR befestigte das Koenigtum in seiner Hand. Und ganz Juda gab Joschafat Geschenke, und er hatte Reichtum und Ehre in Fuelle. 17.6 Und sein Herz gewann Mut auf den Wegen des HERRN, und er beseitigte wieder die Hoehen und die Ascherim aus Juda. 17.7 Und im dritten Jahr seiner Regierung sandte er seine Obersten Ben-Hajil und Obadja und Secharja und Netanel und Michaja, dass sie in den Staedten Judas lehren sollten, 17.8 und mit ihnen die Leviten Schemaja und Netanja und Sebadja und Asael und Schemiramot und Jonatan und Adonija und Tobija und Tob-Adonija, die Leviten, und mit ihnen die Priester Elischama und Joram. 17.9 Und sie lehrten in Juda, und sie hatten das Buch des Gesetzes des HERRN bei sich und zogen in allen Staedten Judas umher und lehrten das Volk. 17.10 Und der Schrecken des HERRN kam ueber alle Koenigreiche der Laender, die rings um Juda herum [waren], so dass sie nicht gegen Joschafat kaempften. 17.11 Und von den Philistern brachte man Joschafat Tribut und Silber als Abgabe. Auch die Araber brachten ihm Kleinvieh: 7 700 Widder und 7 700 Ziegenboecke. 17.12 Und Joschafat wurde immer groesser, bis er ueberaus gross war. Und er baute in Juda Burgen und Vorratsstaedte. 17.13 Und er hatte grosse Vorraete in den Staedten Judas und Kriegsleute, kriegstuechtige Maenner, in Jerusalem. 17.14 Und das war ihr Dienst nach ihren Sippen: Fuer Juda waren Oberste ueber Tausend: Adna, der Oberste, und mit ihm 300 000 kriegstuechtige Maenner, 17.15 und neben ihm Johanan, der Oberste, und mit ihm 280 000, 17.16 und neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der sich freiwillig fuer den HERRN gestellt hatte, und mit ihm 200 000 kriegstuechtige Maenner; 17.17 und von Benjamin: Eljada, ein kriegstuechtiger Mann, und mit ihm 200 000 [Maenner], mit Bogen und Schild ausgeruestet, 17.18 und neben ihm Josabad und mit ihm 180 000 zum Heer geruestete [Maenner]. 17.19 Diese waren es, die dem Koenig dienten ausser denen, die der Koenig in die befestigten Staedte von ganz Juda gelegt hatte. Joschafats Buendnis mit Ahab - Gemeinsamer Krieg gegen die Aramaeer - Joschafats Rettung und Ahabs Tod - Strafrede gegen Joschafat. 1Koe 22,1-40. \18\ 18.1 So hatte Joschafat Reichtum und Ehre in Fuelle. Und er verschwaegerte sich mit Ahab. 18.2 Und nach Verlauf von einigen Jahren zog er zu Ahab nach Samaria hinab. Und Ahab schlachtete fuer ihn und fuer das Volk, das bei ihm war, Schafe und Rinder in Menge. Und er verleitete ihn, gegen Ramot [in] Gilead hinaufzuziehen. 18.3 Und Ahab, der Koenig von Israel, sagte zu Joschafat, dem Koenig von Juda: Willst du mit mir nach Ramot [in] Gilead ziehen? Und er sprach zu ihm: Ich bin wie du, und mein Volk ist wie dein Volk. [Ich ziehe] mit dir in den Kampf. 18.4 Und Joschafat sagte zum Koenig von Israel: Befrage doch heute das Wort des HERRN! 18.5 Da versammelte der Koenig von Israel die Propheten, vierhundert Mann, und er sagte zu ihnen: Sollen wir gegen Ramot [in] Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich es lassen? Sie sagten: Zieh hinauf, und Gott wird es in die Hand des Koenigs geben! 18.6 Aber Joschafat sagte: Ist hier kein Prophet des HERRN mehr, dass wir durch ihn [den HERRN] befragen? 18.7 Da sagte der Koenig von Israel zu Joschafat: Einen Mann gibt es noch, durch den man den HERRN befragen koennte, aber ich hasse ihn, denn er weissagt nichts Gutes ueber mich, sondern immer [nur] Boeses. Es ist Micha, der Sohn des Jimla. Joschafat aber sagte: Der Koenig spreche nicht so! 18.8 Da rief der Koenig von Israel einen Hofbeamten und sagte: Hol schnell Micha, den Sohn des Jimla! 18.9 Und der Koenig von Israel und Joschafat, der Koenig von Juda, sassen jeder auf seinem Thron, bekleidet mit [koeniglichen] Gewaendern, und sie sassen auf einem freien Platz am Toreingang von Samaria. Und alle Propheten weissagten vor ihnen. 18.10 Und Zedekia, der Sohn des Kenaana, machte sich eiserne Hoerner und sagte: So spricht der HERR: Mit denen wirst du die Aramaeer niederstossen, bis du sie vernichtet hast. 18.11 Ebenso weissagten alle Propheten, indem sie sagten: Zieh hinauf nach Ramot [in] Gilead und fuehre [Israel] zum Sieg! Der HERR hat es in die Hand des Koenigs gegeben. 18.12 Der Bote aber, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete zu ihm und sagte: Siehe, die Worte der Propheten sind einstimmig gut fuer den Koenig. Lass doch dein Wort sein wie [das Wort] eines von ihnen und rede Gutes! 18.13 Micha aber sagte: So wahr der HERR lebt, nur was mein Gott [mir] sagen wird, das werde ich reden! 18.14 Und als er zum Koenig kam, sagte der Koenig zu ihm: Micha, sollen wir nach Ramot [in] Gilead in den Kampf ziehen, oder soll ich es lassen? Da sagte er: Zieht hinauf und fuehrt [Israel] zum Sieg! Und sie werden in eure Hand gegeben werden. 18.15 Der Koenig aber sagte zu ihm: Wievielmal muss ich dich beschwoeren, dass du im Namen des HERRN nichts zu mir redest als nur Wahrheit? 18.16 Da sagte er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese haben keinen Herrn. Sie sollen in Frieden zurueckkehren, jeder in sein Haus! 18.17 Da sagte der Koenig von Israel zu Joschafat: Habe ich dir nicht gesagt, er weissagt nichts Gutes ueber mich, sondern [nur] Boeses? 18.18 Und Micha sprach: Darum hoert das Wort des HERRN: Ich sah den HERRN auf seinem Thron sitzen und das ganze Heer des Himmels zu seiner Rechten und zu seiner Linken stehen. 18.19 Und der HERR sprach: Wer will Ahab, den Koenig von Israel, betoeren, dass er hinaufzieht und bei Ramot [in] Gilead faellt? Und der eine sagte dies, und der andere sagte das. 18.20 Da trat der Geist hervor und stellte sich vor den HERRN und sagte: Ich will ihn betoeren. Und der HERR sprach zu ihm: Womit? 18.21 Da sagte er: Ich will ausgehen und will ein Luegengeist sein im Mund aller seiner Propheten. Und er sprach: Du sollst ihn betoeren und wirst es auch koennen. Geh aus und mach [es] so! 18.22 Und nun, siehe, der HERR hat einen Luegengeist in den Mund dieser deiner Propheten gegeben, denn der HERR hat Unheil ueber dich geredet. 18.23 Da trat Zedekia, der Sohn des Kenaana, heran und schlug Micha auf die Backe und sagte: Auf welchem Weg ist [denn] der Geist des HERRN von mir gewichen, um mit dir zu reden? 18.24 Micha sagte: Siehe, du wirst es an jenem Tag sehen, wenn du von Zimmer zu Zimmer fluechtest, um dich zu verstecken. 18.25 Da sagte der Koenig von Israel: Nehmt Micha und fuehrt ihn zurueck zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joasch, dem Sohn des Koenigs, 18.26 und sagt: So spricht der Koenig: Setzt diesen ins Gefaengnis und speist ihn mit Brot der Bedraengnis und mit Wasser der Bedraengnis, bis ich in Frieden zurueckkomme! 18.27 Micha aber sagte: Wenn du je in Frieden zurueckkehrst, [dann] hat der HERR nicht durch mich geredet! Und er sprach: Hoert es, ihr Voelker alle! 18.28 Und der Koenig von Israel und Joschafat, der Koenig von Juda, zogen hinauf nach Ramot [in] Gilead. 18.29 Und der Koenig von Israel sagte zu Joschafat: Ich will mich verkleiden und in den Kampf ziehen. Du aber lege deine [koeniglichen] Kleider an! So verkleidete sich der Koenig von Israel, und sie zogen in den Kampf. 18.30 Der Koenig von Aram hatte aber seinen Wagenfuehrern befohlen: Ihr sollt weder gegen einen Geringen noch gegen einen Grossen kaempfen, sondern gegen den Koenig von Israel allein! 18.31 Und es geschah, als die Wagenfuehrer Joschafat sahen, da sagten sie [sich]: Das ist der Koenig von Israel! Und sie umringten ihn, um ihn anzugreifen. Da schrie Joschafat um Hilfe. Und der HERR half ihm, und Gott lenkte sie von ihm ab. 18.32 Und es geschah, als die Wagenfuehrer sahen, dass nicht er der Koenig von Israel war, da wandten sie sich von ihm ab. 18.33 Und ein Mann spannte den Bogen aufs Geratewohl und traf den Koenig von Israel zwischen die Tragbaender [des Panzers] und den Panzer. Da sagte er zu seinem Wagenlenker: Wende um und bring mich aus der Schlacht heraus, denn ich bin schwer verwundet! 18.34 Und der Kampf wurde heftig an jenem Tag, und der Koenig von Israel blieb aufrecht stehen in dem Wagen angesichts der Aramaeer bis zum Abend. Und er starb zur Zeit des Sonnenuntergangs. \19\ 19.1 Und Joschafat, der Koenig von Juda, kehrte in Frieden zurueck nach Jerusalem in sein Haus. 19.2 Da ging ihm der Seher Jehu, der Sohn Hananis, entgegen, und er sagte zu dem Koenig Joschafat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und die lieben, die den HERRN hassen? Darum [ist] auf dir Zorn von seiten des HERRN. 19.3 Jedoch ist etwas Gutes bei dir gefunden worden. Denn du hast die Ascherim aus dem Land weggeschafft und dein Herz darauf gerichtet, Gott zu suchen. Joschafats Rechtspflege. 19.4 Und Joschafat blieb in Jerusalem. Und er zog wieder unter das Volk hinaus von Beerscheba bis zum Gebirge Ephraim und brachte sie zurueck zu dem HERRN, dem Gott ihrer Vaeter. 19.5 Und er setzte Richter im Land ein, in allen befestigten Staedten Judas, Stadt fuer Stadt. 19.6 Und er sagte zu den Richtern: Seht zu, was ihr tut! Denn nicht im Auftrag von Menschen richtet ihr, sondern im Auftrag des HERRN. Und er ist mit euch, wenn ihr Recht sprecht. 19.7 So sei denn der Schrecken des HERRN ueber euch. Habt acht, wie ihr handelt! Denn bei dem HERRN, unserm Gott, ist kein Unrecht, kein Ansehen der Person und kein Annehmen von Geschenken. 19.8 Auch in Jerusalem bestellte Joschafat Leviten und Priester und Familienoberhaeupter Israels fuer das Gericht des HERRN und fuer die Rechtsstreitigkeiten der Einwohner von Jerusalem. 19.9 Und er befahl ihnen und sagte: So sollt ihr es machen in der Furcht des HERRN, in Treue und mit ungeteiltem Herzen. 19.10 Was fuer ein Rechtsstreit auch immer vor euch kommt von seiten eurer Brueder, die in ihren Staedten wohnen, zwischen Bluttat und Bluttat, zwischen Gesetz und Gebot, Ordnungen und Rechtsbestimmungen, so sollt ihr sie verwarnen, damit sie nicht an dem HERRN schuldig werden und damit nicht ein Zorn ueber euch und ueber eure Brueder kommt. So sollt ihr es machen, damit ihr nicht schuldig werdet. 19.11 Und siehe, Amarja, der Oberpriester, [steht] ueber euch in allen Sachen des HERRN und Sebadja, der Sohn Ismaels, der Fuerst des Hauses Juda, in allen Sachen des Koenigs. Und als Verwalter sind die Leviten vor euch. Seid stark und handelt, und der HERR wird mit dem Guten sein! Joschafats Sieg ueber die Uebermacht der Ammoniter. vgl. Kap. 14,8-14. \20\ 20.1 Und es geschah danach, da kamen die Soehne Moab und die Soehne Ammon und mit ihnen [einige] von den Meunitern zum Kampf gegen Joschafat. 20.2 Und man kam und berichtete Joschafat: Eine grosse Menge ist gegen dich gekommen von jenseits des Meeres, von Aram. Und siehe, sie sind [schon] in Hazezon-Tamar, das ist En-Gedi. 20.3 Da fuerchtete sich Joschafat und richtete sein Angesicht darauf, den HERRN zu suchen. Und er rief ein Fasten aus in ganz Juda. 20.4 Und Juda versammelte sich, um von dem HERRN [Hilfe] zu suchen. Sogar aus allen Staedten Judas kamen sie, um den HERRN zu suchen. 20.5 Und Joschafat stand in der Versammlung Judas und Jerusalems im Haus des HERRN vor dem neuen Vorhof. 20.6 Und er sprach: HERR, Gott unserer Vaeter, bist du es nicht, der da Gott im Himmel ist, und [bist nicht] du Herrscher ueber alle Koenigreiche der Nationen? Und in deiner Hand ist Kraft und Macht; und niemand kann gegen dich bestehen. 20.7 Hast du, unser Gott, nicht die Bewohner dieses Landes vor deinem Volk Israel vertrieben und es den Nachkommen Abrahams, deines Freundes, gegeben fuer ewig? 20.8 Und sie haben darin gewohnt und haben dir ein Heiligtum darin gebaut fuer deinen Namen und gesagt: 20.9 Wenn Unglueck ueber uns kommt, Schwert, Strafgericht oder Pest oder Hungersnot, und wir treten vor dieses Haus und vor dich - denn dein Name ist in diesem Haus - und schreien zu dir um Hilfe aus unserer Bedraengnis, dann wirst du hoeren und retten. 20.10 Und nun, siehe, [da stehen] die Soehne Ammon und Moab und die vom Gebirge Seir. Als Israel aus dem Land Aegypten kam, hast du nicht erlaubt, bei ihnen einzudringen, sondern sie mussten ihnen weichen und haben sie nicht ausgerottet. 20.11 Siehe da, sie vergelten es uns, indem sie kommen, um uns aus deinem Besitz zu vertreiben, den du uns zum Besitz gegeben hast. 20.12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine Kraft vor dieser grossen Menge, die gegen uns kommt. Wir erkennen nicht, was wir tun sollen, sondern auf dich sind unsere Augen [gerichtet]. 20.13 Und ganz Juda stand vor dem HERRN mit ihren Kindern, ihren Frauen und ihren Soehnen. 20.14 Und [auf] Jahasiel, den Sohn Secharjas, des Sohnes Benajas, des Sohnes Jehiels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten, von den Soehnen Asafs, auf ihn kam der Geist des HERRN mitten in der Versammlung. 20.15 Und er sprach: Merkt auf, ganz Juda und ihr Bewohner von Jerusalem und du, Koenig Joschafat! So spricht der HERR zu euch: Fuerchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dieser grossen Menge! Denn der Kampf ist nicht eure [Sache], sondern Gottes! 20.16 Morgen zieht gegen sie hinab. Siehe, sie kommen die Anhoehe von Ziz herauf, und ihr werdet sie am Ausgang des Tales finden vor der Wueste Jeruel. 20.17 Nicht ihr werdet dabei kaempfen muessen. Tretet hin, steht und seht die Rettung des HERRN, [die er] euch [verschafft], Juda und Jerusalem! Fuerchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen! Zieht ihnen morgen entgegen, und der HERR wird mit euch sein! 20.18 Da neigte sich Joschafat mit dem Gesicht zur Erde. Und ganz Juda und die Bewohner von Jerusalem fielen nieder vor dem HERRN, um den HERRN anzubeten. 20.19 Und die Leviten, von den Soehnen der Kehatiter und von den Soehnen der Korachiter, standen auf, um den HERRN, den Gott Israels, zu loben mit ueberaus lauter Stimme. 20.20 Und sie machten sich des Morgens frueh auf und zogen aus zur Wueste Tekoa. Und bei ihrem Auszug trat Joschafat hin und sagte: Hoert mir zu, Juda und ihr Bewohner von Jerusalem! Glaubt an den HERRN, euren Gott, dann werdet ihr bestehen! Glaubt seinen Propheten, dann wird es euch gelingen! 20.21 Und er beriet sich mit dem Volk und stellte Saenger fuer den HERRN auf, die Loblieder sangen in heiligem Schmuck, indem sie vor den [zum Kampf] Geruesteten auszogen und sprachen: Preist den HERRN, denn seine Gnade [waehrt] ewig! 20.22 Und zu der Zeit, da sie mit Jubel und Lobgesang anfingen, legte der HERR einen Hinterhalt gegen die Soehne Ammon, Moab und die vom Gebirge Seir, die gegen Juda gekommen waren; und sie wurden geschlagen. 20.23 Und die Soehne Ammon und Moab standen auf gegen die Bewohner des Gebirges Seir, um [an ihnen] den Bann zu vollstrecken und [sie] auszutilgen. Und als sie die Bewohner von Seir aufgerieben hatten, halfen sie, sich gegenseitig umzubringen. 20.24 Und Juda kam auf den Aussichtspunkt zur Wueste hin. Und sie sahen sich nach der Menge um, und siehe, da waren es Leichen, die auf der Erde lagen; niemand war entkommen. 20.25 Da kamen Joschafat und sein Volk, um ihre Beute einzusammeln. Und sie fanden unter ihnen in [reicher] Menge sowohl Besitz als auch Kleider und kostbare Geraete und pluenderten [so viel] fuer sich, dass sie es nicht mehr tragen konnten. Drei Tage brachten sie mit dem Einsammeln der Beute zu, denn sie war gross. 20.26 Und am vierten Tag sammelten sie sich im Tal Beracha. Denn dort dankten sie dem HERRN; daher gab man diesem Ort den Namen Tal Beracha bis auf den heutigen Tag. 20.27 Und alle Maenner von Juda und Jerusalem kehrten zurueck, mit Joschafat an ihrer Spitze, um nach Jerusalem zurueckzukehren mit Freuden; denn der HERR hatte ihnen Freude an ihren Feinden gegeben. 20.28 Und sie kamen nach Jerusalem, zum Haus des HERRN, mit Harfen und mit Zithern und mit Trompeten. 20.29 Und der Schrecken Gottes fiel auf alle Koenigreiche der Laender, als sie hoerten, dass der HERR mit den Feinden Israels gekaempft hatte. 20.30 Und das Koenigreich Joschafats hatte Ruhe. Und sein Gott schaffte ihm Ruhe ringsumher. Joschafats Gottesfurcht - Sein vergebliches Buendnis mit Ahasja von Israel. 1Koe 22,41-51. 20.31 Und so regierte Joschafat ueber Juda. Er war 35 Jahre alt, als er Koenig wurde, und er regierte 25 Jahre in Jerusalem. Und der Name seiner Mutter war Asuba, die Tochter des Schilhi. 20.32 Und er ging auf dem Weg seines Vaters Asa und wich nicht davon ab, indem er tat, was recht war in den Augen des HERRN. 20.33 Nur die Hoehen wichen nicht, denn das Volk hatte sein Herz noch nicht auf den Gott seiner Vaeter gerichtet. 20.34 Die uebrige Geschichte Joschafats, die fruehere und die spaetere, siehe, sie ist geschrieben in der Geschichte Jehus, des Sohnes Hananis, die in das Buch der Koenige von Israel aufgenommen ist. 20.35 Danach verband sich Joschafat, der Koenig von Juda, mit Ahasja, dem Koenig von Israel. Dieser handelte gottlos. 20.36 Und er verband sich mit ihm, Schiffe zu bauen, um nach Tarsis zu fahren; und sie bauten Schiffe zu Ezjon-Geber. 20.37 Und Elieser, der Sohn des Dodawa, von Marescha weissagte gegen Joschafat und sprach: Weil du dich mit Ahasja verbunden hast, wird der HERR dein Werk zerstoeren. Und die Schiffe wurden zertruemmert und konnten nicht nach Tarsis fahren. Joram von Juda - Sein Goetzendienst und seine Bestrafung. 2Koe 8,16-24. \21\ 21.1 Und Joschafat legte sich zu seinen Vaetern und wurde bei seinen Vaetern begraben in der Stadt Davids. Und sein Sohn Joram wurde an seiner Stelle Koenig. 21.2 Und er hatte Brueder, Soehne Joschafats: Asarja und Jehiel und Secharja und Asarja und Michael und Schefatja; diese alle waren Soehne Joschafats, des Koenigs von Israel. 21.3 Und ihr Vater gab ihnen viele Geschenke an Silber und an Gold und an Kostbarkeiten, dazu befestigte Staedte in Juda. Aber das Koenigtum gab er Joram, denn er war der Erstgeborene. 21.4 Als Joram nun [die Herrschaft] ueber das Koenigreich seines Vaters angetreten hatte und erstarkt war, brachte er alle seine Brueder mit dem Schwert um und auch einige Oberste von Israel. 21.5 Zweiunddreissig Jahre war Joram alt, als er Koenig wurde, und er regierte acht Jahre in Jerusalem. 21.6 Und er ging auf dem Weg der Koenige von Israel, wie es das Haus Ahabs getan hatte, denn er hatte eine Tochter Ahabs zur Frau. Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN. 21.7 Aber der HERR wollte das Haus Davids nicht zugrunderichten, um des Bundes willen, den er mit David geschlossen hatte, und weil er gesagt hatte, dass er ihm und seinen Soehnen eine Leuchte geben wolle alle Tage. 21.8 In seinen Tagen fiel Edom von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab und setzte einen [eigenen] Koenig ueber sich. 21.9 Da zog Joram hinueber mit seinen Obersten und alle Kriegswagen mit ihm. Und es geschah, als er sich des Nachts aufmachte, da schlug er Edom, das ihn und die Obersten der Kriegswagen eingekreist hatte. 21.10 Doch fiel Edom von [der Herrschaft] unter der Hand Judas ab bis auf den heutigen Tag. Damals, in jener Zeit, fiel [auch] Libna von [der Herrschaft] unter seiner Hand ab; denn er hatte den HERRN, den Gott seiner Vaeter, verlassen. 21.11 Auch er machte Hoehen auf den Bergen Judas und hielt die Bewohner von Jerusalem zur Hurerei an, und er verfuehrte Juda. 21.12 Da gelangte ein Schreiben von dem Propheten Elia an ihn, das lautete: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Weil du nicht auf den Wegen deines Vaters Joschafat und auf den Wegen Asas, des Koenigs von Juda, gegangen bist, 21.13 sondern auf dem Weg der Koenige von Israel gegangen bist und Juda und die Bewohner von Jerusalem zur Hurerei angehalten hast, nach den Hurereien des Hauses Ahabs, und weil du auch deine Brueder, das Haus deines Vaters, umgebracht hast, die besser waren als du: 21.14 Siehe, der HERR wird dein Volk und deine Soehne und deine Frauen und all deinen Besitz mit einer grossen Plage treffen. 21.15 Du aber wirst eine schwere Krankheit erleiden, eine Krankheit deiner Eingeweide, bis deine Eingeweide im Laufe der Zeit infolge der Krankheit heraustreten werden. 21.16 Und der HERR erweckte gegen Joram den Geist der Philister und der Araber, die neben den Kuschitern [wohnen]. 21.17 Und sie zogen gegen Juda herauf und drangen darin ein und nahmen den ganzen Besitz weg, der sich im Haus des Koenigs befand, und auch seine Soehne und seine Frauen. Und es blieb ihm kein Sohn uebrig ausser Joahas, dem juengsten von seinen Soehnen. 21.18 Und nach alldem plagte ihn der HERR mit einer unheilbaren Krankheit in seinen Eingeweiden. 21.19 Und es geschah im Laufe der Zeit, und zwar zur Zeit, als das Ende von zwei Jahren eintrat, dass seine Eingeweide bei seiner Krankheit heraustraten; und er starb unter grossen Schmerzen. Und sein Volk machte ihm keinen Brand, wie [es] fuer seine Vaeter einen Brand [gemacht hatte]. 21.20 Er war 32 Jahre alt, als er Koenig wurde, und regierte acht Jahre in Jerusalem. Er ging dahin, ohne bedauert zu werden. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht in den Graebern der Koenige. Ahasja von Juda - Sein Buendnis mit dem Haus Ahabs und sein Untergang. 2Koe 8,25-29; 9,1-29. \22\ 22.1 Und die Bewohner von Jerusalem machten Ahasja, seinen juengsten Sohn, an seiner Stelle zum Koenig. Denn alle aelteren hatte die Kriegsschar umgebracht, die mit den Arabern ins Lager gekommen war. So wurde Ahasja, der Sohn Jorams, des Koenigs von Juda, Koenig. 22.2 22 Jahre war Ahasja alt, als er Koenig wurde, und er regierte ein Jahr in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Atalja, die Tochter Omris. 22.3 Auch er ging auf den Wegen des Hauses Ahabs; denn seine Mutter war seine Beraterin zu gottlosem Handeln. 22.4 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, wie das Haus Ahabs; denn die waren nach dem Tod seines Vaters seine Berater zu seinem Verderben. 22.5 Auch ging er auf ihren Rat ein und zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, dem Koenig von Israel, in den Kampf gegen Hasael, den Koenig von Aram, nach Ramot in Gilead. Und die Aramaeer verwundeten Joram. 22.6 Da kehrte er zurueck, um sich in Jesreel von den Wunden heilen zu lassen, die sie ihm bei Rama geschlagen hatten, als er gegen Hasael, den Koenig von Aram, kaempfte. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der Koenig von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in Jesreel zu besuchen, weil er krank war. 22.7 Aber von Gott aus war es der Untergang Ahasjas, dass er zu Joram ging. Denn als er angekommen war, zog er mit Joram aus gegen Jehu, den Sohn Nimschis, den der HERR gesalbt hatte, um das Haus Ahabs auszurotten. 22.8 Und es geschah, als Jehu an dem Haus Ahabs Gericht uebte, da traf er die Obersten von Juda und die Soehne der Brueder Ahasjas, die im Dienst Ahasjas standen; und er brachte sie um. 22.9 Und er suchte Ahasja, und man nahm ihn gefangen, als er sich in Samaria versteckt hielt; und sie brachten ihn zu Jehu und toeteten ihn. Und sie begruben ihn, denn sie sagten: Er ist ein Sohn Joschafats, der den HERRN mit seinem ganzen Herzen gesucht hat. Und das Haus Ahasjas hatte niemand mehr, der zum Koenigtum faehig gewesen waere. Herrschaft der Atalja in Jerusalem. 2Koe 11,1-3. 22.10 Als aber Atalja, die Mutter Ahasjas, sah, dass ihr Sohn tot war, machte sie sich auf und brachte die ganze koenigliche Nachkommenschaft vom Haus Juda um. 22.11 Doch Joscheba, die Tochter des Koenigs, nahm Joasch, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus der Mitte der Koenigssoehne, die getoetet werden sollten, und sie brachte ihn und seine Amme in die Bettenkammer. So verbarg ihn Joscheba, die Tochter des Koenigs Joram, die Frau des Priesters Jojada - denn sie war die Schwester Ahasjas - vor Atalja, so dass sie ihn nicht toetete. 22.12 Und er hielt sich sechs Jahre [lang] bei ihnen im Haus Gottes versteckt. Atalja aber herrschte als Koenigin ueber das Land. Verschwoerung des Priesters Jojada gegen Atalja - Einsetzung des Joasch zum Koenig - Ataljas Ende - Abschaffung des Goetzendienstes. 2Koe 11,4-20. \23\ 23.1 Und im siebten Jahr fasste Jojada Mut und schloss mit den Obersten ueber Hundert, Asarja, dem Sohn Jerohams, und Ismael, dem Sohn Johanans, und Asarja, dem Sohn Obeds, und Maaseja, dem Sohn Adajas, und Elischafat, dem Sohn Sichris, einen Bund. 23.2 Und sie zogen umher in Juda und versammelten die Leviten aus allen Staedten Judas und die Familienoberhaeupter von Israel; und sie kamen nach Jerusalem. 23.3 Und die ganze Versammlung schloss im Haus Gottes einen Bund mit dem Koenig. Und [Jojada] sagte zu ihnen: Siehe, der Sohn des Koenigs soll Koenig sein, wie der HERR ueber die Soehne Davids geredet hat. 23.4 Das ist es, was ihr tun sollt: Ein Drittel von euch, von den Priestern und den Leviten, die ihr am Sabbat antretet, soll Torhueter an den Schwellen sein, 23.5 und ein Drittel soll im Haus des Koenigs sein, und ein Drittel am Grundtor; aber alles Volk soll in den Vorhoefen des Hauses des HERRN sein. 23.6 Und es soll niemand in das Haus des HERRN hineingehen. Nur die Priester und die diensttuenden Leviten, sie sollen hineingehen, denn sie sind heilig. Und alles Volk soll die Vorschriften des HERRN beachten. 23.7 Und die Leviten sollen den Koenig von allen Seiten umgeben, jeder mit seinen Waffen in seiner Hand. Und wer in das Haus hineingeht, soll getoetet werden. Und ihr sollt bei dem Koenig sein, wenn er hineingeht und wenn er herauskommt. 23.8 Und die Leviten und ganz Juda taten nach allem, was der Priester Jojada befohlen hatte. Sie nahmen jeder seine Maenner, die am Sabbat antraten, [zusammen] mit denen, die am Sabbat abtraten; denn der Priester Jojada hatte die Abteilungen nicht entlassen. 23.9 Und der Priester Jojada gab den Obersten ueber Hundert die Speere und die Kleinschilde und die Rundschilde, die dem Koenig David gehoert hatten, die im Haus Gottes waren. 23.10 Und er stellte das ganze Volk auf, und zwar jeden mit seiner Waffe in seiner Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite des Hauses, zum Altar und zum Haus hin, rings um den Koenig herum. 23.11 Und sie fuehrten den Sohn des Koenigs heraus und setzten ihm die Krone auf und gaben ihm die Ordnung, und sie machten ihn zum Koenig. Und Jojada und seine Soehne salbten ihn und riefen: Es lebe der Koenig! 23.12 Als aber Atalja das Geschrei des Volkes hoerte, das herbeilief und den Koenig ruehmte, kam sie zum Volk ins Haus des HERRN. 23.13 Und sie sah: Und siehe, da stand der Koenig auf seinem [erhoehten] Standort am Eingang und die Obersten und die Trompeter beim Koenig. Und alles Volk des Landes war froehlich und stiess in die Trompeten. Und die Saenger [standen da] mit Musikinstrumenten und leiteten den Lobgesang. Da zerriss Atalja ihre Kleider und rief: Verschwoerung, Verschwoerung! 23.14 Der Priester Jojada aber liess die Obersten ueber Hundert, die Vorgesetzten des Heeres, heraustreten und sagte zu ihnen: Fuehrt sie durch die Reihen hinaus! Und wer ihr folgt, soll mit dem Schwert getoetet werden! Denn der Priester hatte gesagt: Ihr sollt sie nicht im Haus des HERRN toeten! 23.15 Und sie legten Hand an sie, und sie ging zum Eingang des Rosstores am Haus des Koenigs; und sie toeteten sie dort. 23.16 Und Jojada schloss einen Bund zwischen sich und dem ganzen Volk und dem Koenig, dass sie das Volk des HERRN sein sollten. 23.17 Da ging das ganze Volk in das Haus des Baal und riss es nieder, und sie zerschlugen seine Altaere und seine Goetzenbilder. Und Mattan, den Priester des Baal, ermordeten sie vor den Altaeren. 23.18 Und Jojada legte die Aemter des Hauses des HERRN in die Hand der Priester, der Leviten, die David fuer das Haus des HERRN eingeteilt hatte, damit sie die Brandopfer des HERRN opferten, wie es im Gesetz des Mose geschrieben steht, mit Freuden und mit Gesang, nach der Anweisung Davids. 23.19 Und er stellte die Torhueter an die Tore des Hauses des HERRN, damit keiner hineinging, der irgendwie unrein war. 23.20 Und er nahm die Obersten ueber Hundert und die Maechtigen und die Gebieter im Volk und das ganze Volk des Landes und fuehrte den Koenig aus dem Haus des HERRN hinab, und sie kamen durch das obere Tor ins Haus des Koenigs. Und sie setzten den Koenig auf den Thron des Koenigreichs. 23.21 Und das ganze Volk des Landes freute sich, und die Stadt hatte Ruhe. Atalja aber hatten sie mit dem Schwert getoetet. Joasch von Juda unter der Leitung Jojadas - Ausbesserung des Tempels. 2Koe 12,1-17. \24\ 24.1 Sieben Jahre war Joasch alt, als er Koenig wurde, und er regierte vierzig Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Zibja, von Beerscheba. 24.2 Und Joasch tat, was recht war in den Augen des HERRN, all die Tage des Priesters Jojada. 24.3 Und Jojada nahm zwei Frauen fuer ihn; und er zeugte Soehne und Toechter. 24.4 Und es geschah danach, dass es Joasch am Herzen lag, das Haus des HERRN zu erneuern. 24.5 Und er versammelte die Priester und die Leviten und sagte zu ihnen: Zieht aus in die Staedte Judas und sammelt von ganz Israel Geld ein, um das Haus eures Gottes von Jahr zu Jahr auszubessern! Und ihr sollt [euch] mit der Sache beeilen! Aber die Leviten beeilten sich nicht. 24.6 Da rief der Koenig den Oberpriester Jojada und sagte zu ihm: Warum hast du die Leviten nicht aufgefordert, aus Juda und Jerusalem die Abgabe hereinzuholen, die Mose, der Knecht des HERRN, der Versammlung Israels fuer das Zelt des Zeugnisses auferlegt hat? 24.7 Denn Atalja, die Gottlosigkeit [in Person, und] ihre Soehne sind in das Haus Gottes eingebrochen und haben auch alle heiligen Gaben des Hauses des HERRN fuer die Baalim verwendet. 24.8 Und der Koenig befahl, und man machte einen Kasten und stellte ihn draussen im Tor des Hauses des HERRN auf. 24.9 Und man rief in Juda und in Jerusalem aus, dass man dem HERRN die Abgabe bringen solle, die Mose, der Knecht Gottes, Israel in der Wueste auferlegt hatte. 24.10 Da freuten sich alle Obersten und das ganze Volk. Und sie brachten [ihre Gaben] und warfen [sie] in den Kasten, bis er voll war. 24.11 Und es geschah jedesmal, wenn man den Kasten durch die Leviten zur Verwaltung des Koenigs brachte und wenn man sah, dass viel Geld [darin] war, dann kamen der Schreiber des Koenigs und der Beamte des Oberpriesters und leerten den Kasten aus und nahmen ihn auf und brachten ihn wieder an seinen Platz. So machten sie es Tag fuer Tag und sammelten Geld in Menge. 24.12 Und der Koenig und Jojada gaben es denen, die das Werk der Arbeit am Haus des HERRN ausfuehrten, und diese warben Steinhauer und Zimmerleute an, das Haus des HERRN zu erneuern, und auch Handwerker in Eisen und Bronze, das Haus des HERRN auszubessern. 24.13 Und die Werkmeister arbeiteten, und die Ausbesserung des Werkes ging durch ihre Hand voran. Und sie stellten das Haus Gottes in seinem frueheren Zustand wieder her und verstaerkten es. 24.14 Und als sie fertig waren, brachten sie den Rest des Geldes vor den Koenig und vor Jojada. Und er liess dafuer Geraete machen fuer das Haus des HERRN, Geraete fuer den Dienst und fuer die Brandopfer, und Schalen und goldene und silberne Geraete. Und man opferte regelmaessig Brandopfer im Haus des HERRN, alle Tage Jojadas. 24.15 Und Jojada wurde alt und der Tage satt, und er starb. Er war 130 Jahre alt, als er starb. 24.16 Und man begrub ihn in der Stadt Davids bei den Koenigen, weil er Gutes getan hatte an Israel und fuer Gott und sein Haus. Joaschs Abfall von Gott und seine Ermordung. 2Koe 12,18-22. 24.17 Und nach dem Tod Jojadas kamen die Obersten von Juda und beugten sich vor dem Koenig nieder; und der Koenig hoerte auf sie. 24.18 Und sie verliessen das Haus des HERRN, des Gottes ihrer Vaeter, und dienten den Ascherim und den Goetzenbildern. Da kam ein Zorn [vom HERRN] ueber Juda und Jerusalem wegen dieser ihrer Schuld. 24.19 Und er sandte Propheten unter sie, um sie zu dem HERRN zurueckzufuehren, und diese warnten sie; aber sie hoerten nicht darauf. - 24.20 Und der Geist Gottes kam ueber Secharja, den Sohn des Priesters Jojada. Und er trat vor das Volk und sagte zu ihnen: So spricht Gott: Warum uebertretet ihr die Gebote des HERRN? So wird es euch nicht gelingen! Weil ihr den HERRN verlassen habt, so hat [auch] er euch verlassen. 24.21 Und sie machten eine Verschwoerung gegen ihn und steinigten ihn auf Befehl des Koenigs im Vorhof des Hauses des HERRN. 24.22 Und der Koenig Joasch dachte nicht an die Gnade, die sein Vater Jojada ihm erwiesen hatte, und brachte dessen Sohn um. Und als der starb, sprach er: Der HERR moege es sehen und [Rechenschaft] fordern! 24.23 Und es geschah um die Wende des Jahres, dass ein Heer der Aramaeer gegen ihn heraufzog. Und sie kamen nach Juda und Jerusalem und brachten aus dem Volk alle Obersten des Volkes um; und alle ihre Beute sandten sie zum Koenig von Damaskus. 24.24 Obwohl das Heer der Aramaeer mit [nur] wenigen Maennern gekommen war, so gab doch der HERR ein viel groesseres Heer in ihre Hand, weil sie den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, verlassen hatten. So vollzogen sie an Joasch das [Straf]gericht. 24.25 Und als sie von ihm abgezogen waren - sie liessen ihn aber mit schweren Verwundungen zurueck -, machten seine Knechte eine Verschwoerung gegen ihn wegen des Blutes des Sohnes des Priesters Jojada. Und sie ermordeten ihn auf seinem Bett, und er starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber man begrub ihn nicht in den Graebern der Koenige. 24.26 Und diese sind es, die sich gegen ihn verschworen: Sabad, der Sohn der Schimat, der Ammoniterin, und Josabad, der Sohn der Schimrit, der Moabiterin. - 24.27 Seine Soehne aber und die Menge des ihm auferlegten Tributs und die grundlegende Instandsetzung des Hauses Gottes, siehe, das ist geschrieben in der Schrift des Buches der Koenige. Und sein Sohn Amazja wurde an seiner Stelle Koenig. Amazja von Juda - Sein Gottvertrauen und sein Sieg ueber Seir. 2Koe 14,1-7. \25\ 25.1 Amazja war 25 Jahre alt, als er Koenig wurde, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Joaddan, von Jerusalem. 25.2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, jedoch nicht mit ungeteiltem Herzen. 25.3 Und es geschah, als das Koenigtum bei ihm gefestigt war, brachte er seine Knechte um, die den Koenig, seinen Vater, erschlagen hatten. 25.4 Aber ihre Soehne toetete er nicht, sondern [handelte], wie es im Gesetz, im Buch des Mose, geschrieben steht, wo der HERR geboten hat: Nicht sollen Vaeter um der Soehne willen sterben, und Soehne sollen nicht um der Vaeter willen sterben, sondern jeder soll fuer seine [eigene] Suende sterben. 25.5 Und Amazja versammelte Juda, und er stellte sie auf nach Vaterhaeusern, nach Obersten ueber Tausend und nach Obersten ueber Hundert, von ganz Juda und Benjamin. Und er musterte sie von zwanzig Jahren an und darueber und fand, dass 300 000 Auserlesene [da] waren, die mit dem Heer auszogen, die Spiess und Langschild trugen. 25.6 Und er warb aus Israel 100 000 wehrfaehige Maenner fuer hundert Talente Silber an. 25.7 Da kam ein Mann Gottes zu ihm und sagte: O Koenig, lass das Heer von Israel nicht mit dir ziehen! Denn der HERR ist nicht mit Israel [und] mit allen Soehnen Ephraim. 25.8 Wenn du denkst, dadurch stark zu sein zum Kampf, dann wird Gott dich zum Stuerzen bringen vor dem Feind. Denn bei Gott ist Macht, zu helfen und zum Stuerzen zu bringen. 25.9 Und Amazja sagte zu dem Mann Gottes: Und was soll mit den hundert Talenten geschehen, die ich der Kriegsschar von Israel gegeben habe? Der Mann Gottes sagte: Der HERR hat [genug], um dir mehr als das zu geben. 25.10 Da sonderte Amazja sie ab, die Kriegsschar [naemlich], die aus Ephraim zu ihm gekommen war, damit sie an ihren Ort zurueckkehrten. Und ihr Zorn entbrannte sehr gegen Juda, und sie kehrten in gluehendem Zorn an ihren Ort zurueck. 25.11 Amazja aber fasste Mut und fuehrte sein Volk [in den Kampf]. Und er zog ins Salztal und schlug die Soehne Seir, 10 000 [Mann]. 25.12 Und die Soehne Juda fuehrten 10 000 lebend gefangen fort und brachten sie auf den Gipfel eines Felsens, und sie stuerzten sie hinab von dem Gipfel des Felsens, dass sie allesamt zerschmettert wurden. 25.13 Aber die Maenner der Schar, die Amazja hatte zurueckkehren lassen, dass sie nicht mit ihm in den Kampf zoegen, fielen in die Staedte Judas ein, von Samaria bis Bet-Horon, und erschlugen dreitausend [Mann] von ihnen und erbeuteten eine grosse Beute. Amazjas Goetzendienst, Selbstueberhebung, Niederlage und Ende. 2Koe 14,8-20. 25.14 Und es geschah, nachdem Amazja von der Schlacht gegen Edom [zurueck]gekommen war, brachte er die Goetter der Soehne Seir mit und stellte sie sich als Goetter auf. Und er beugte sich vor ihnen nieder und brachte ihnen Rauchopfer dar. 25.15 Da entbrannte der Zorn des HERRN gegen Amazja; und er sandte einen Propheten zu ihm. Der sagte zu ihm: Warum hast du die Goetter des Volkes gesucht, die nicht [einmal] ihr Volk aus deiner Hand errettet haben? 25.16 Und es geschah, waehrend er zu ihm redete, sagte Amazja zu ihm: Haben wir dich zum Ratgeber des Koenigs gemacht? Hoer auf! Warum soll man dich schlagen? Und der Prophet hoerte auf und sagte: Ich habe erkannt, dass Gott beschlossen hat, dich zu vernichten, weil du das getan und auf meinen Rat nicht gehoert hast! 25.17 Und Amazja, der Koenig von Juda, beriet sich und sandte zu Joasch, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem Koenig von Israel, und liess [ihm] sagen: Auf, lass uns einander ins Angesicht sehen! 25.18 Da sandte Joasch, der Koenig von Israel, zu Amazja, dem Koenig von Juda, und liess [ihm] sagen: Der Dornstrauch auf dem Libanon sandte zu der Zeder auf dem Libanon und sagte: Gib meinem Sohn deine Tochter zur Frau! Da liefen die Tiere des Feldes, die auf dem Libanon [leben], darueber und zertraten den Dornstrauch. 25.19 Du sagst: Siehe, ich habe Edom geschlagen! Und [darum] erhebt sich dein Herz, [noch mehr] Ehre zu geniessen. Bleib nun in deinem Haus! Wozu willst du dich mit dem Unglueck einlassen? Damit du faellst, du und Juda mit dir? 25.20 Aber Amazja hoerte nicht, denn das war von Gott, damit er sie in die Hand [der Feinde] gaebe, weil sie die Goetter von Edom gesucht hatten. 25.21 Da zog Joasch, der Koenig von Israel, herauf. Und sie sahen einander ins Angesicht, er und Amazja, der Koenig von Juda, bei Bet-Schemesch, das zu Juda gehoert. 25.22 Und Juda wurde vor Israel geschlagen; und sie flohen, jeder zu seinem Zelt. 25.23 Und Joasch, der Koenig von Israel, nahm Amazja, den Koenig von Juda, den Sohn des Joasch, des Sohnes des Joahas, bei Bet-Schemesch gefangen und brachte ihn nach Jerusalem. Und er riss [eine Bresche] in die Mauer Jerusalems, vom Tor Ephraim bis an das Ecktor, vierhundert Ellen. 25.24 Und [er nahm] alles Gold und Silber und alle Geraete, die sich im Haus Gottes bei Obed-Edom befanden, und die Schaetze des Hauses des Koenigs und die Geiseln und kehrte nach Samaria zurueck. 25.25 Und Amazja, der Sohn des Joasch, der Koenig von Juda, lebte nach dem Tod des Joasch, des Sohnes des Joahas, des Koenigs von Israel, [noch] fuenfzehn Jahre. 25.26 Und die uebrige Geschichte Amazjas, die fruehere und die spaetere, siehe, ist sie nicht geschrieben in dem Buch der Koenige von Juda und Israel? 25.27 Und von der Zeit an, da Amazja von der Nachfolge des HERRN abgewichen war, machten sie in Jerusalem eine Verschwoerung gegen ihn. Er aber floh nach Lachisch. Und sie sandten [Maenner] hinter ihm her bis Lachisch und toeteten ihn dort. 25.28 Und sie hoben ihn auf die Pferde und begruben ihn bei seinen Vaetern in der Stadt Judas. Usija von Juda - Seine Gottesfurcht und seine Siege ueber die Feinde Judas. 2Koe 14,21.22; 15,1-4. \26\ 26.1 Und das ganze Volk von Juda nahm Usija - der war sechzehn Jahre alt -, und sie machten ihn zum Koenig anstelle seines Vaters Amazja. 26.2 Er baute Elat [wieder auf] und brachte es an Juda zurueck, nachdem der Koenig sich zu seinen Vaetern gelegt hatte. 26.3 Usija war sechzehn Jahre alt, als er Koenig wurde, und er regierte 52 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jecholja, von Jerusalem. 26.4 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater Amazja getan hatte. 26.5 Und er suchte Gott in den Tagen Secharjas, der [ihn] in den Gesichten Gottes unterwies; und in den Tagen, da er den HERRN suchte, gab ihm Gott Gelingen. 26.6 Und er zog aus und kaempfte gegen die Philister und riss die Mauer von Gat nieder und die Mauer von Jabne und die Mauer von Aschdod. Und er baute Staedte bei Aschdod und [im Land der] Philister. 26.7 Und Gott half ihm gegen die Philister und gegen die Araber, die in Gur-Baal wohnten, und gegen die Meuniter. 26.8 Und die Ammoniter entrichteten Usija Tribut. Und sein Name drang bis nach Aegypten, denn er war ueberaus maechtig geworden. 26.9 Und Usija baute Tuerme in Jerusalem auf dem Ecktor und auf dem Taltor und auf dem Winkel und befestigte sie. 26.10 Und er baute Tuerme in der Steppe und grub viele Zisternen. Denn er hatte viel Vieh, sowohl in der Niederung als auch in der Ebene, [und] Bauern und Weingaertner im Gebirge und im Fruchtland; denn er liebte den Ackerbau. 26.11 Und Usija hatte ein kriegstuechtiges Heer, das in Abteilungen in den Kampf zog nach der Zahl ihrer Musterung durch den Schreiber Jeiel und den Verwalter Maaseja unter der Leitung Hananjas, eines der Obersten des Koenigs. 26.12 Die ganze Zahl der Familienoberhaeupter der Kriegshelden war 2 600. 26.13 Und unter ihrer Leitung stand eine Heeresmacht von 307 500 [Mann], die den Krieg mit gewaltiger Kraft fuehrte, um dem Koenig gegen den Feind zu helfen. 26.14 Und Usija beschaffte ihnen, dem ganzen Heer, Schilde und Spiesse und Helme und Panzer und Bogen und Schleudersteine. 26.15 Und er machte in Jerusalem kunstvoll erdachte Maschinen, die auf den Tuermen und auf den Mauerecken stehen sollten, um mit Pfeilen und mit grossen Steinen zu schiessen. Und sein Name ging aus bis in die Ferne. Denn wunderbar wurde ihm geholfen, bis er sehr maechtig war. Usijas Selbstueberhebung, Untreue und Krankheit. 2Koe 15,5-7. 26.16 Und als er maechtig geworden war, wurde sein Herz hochmuetig, bis er verderblich handelte. Und er handelte treulos gegen den HERRN, seinen Gott, und drang in den Tempel des HERRN ein, um auf dem Raeucheraltar zu raeuchern. 26.17 Da ging der Priester Asarja hinter ihm her und mit ihm achtzig Priester des HERRN, tuechtige Maenner. 26.18 Und sie widerstanden dem Koenig Usija und sagten zu ihm: Nicht dir, Usija, steht es zu, dem HERRN Rauchopfer darzubringen, sondern den Priestern, den Soehnen Aarons, die geheiligt sind, Rauchopfer darzubringen! Geh aus dem Heiligtum hinaus! Denn du hast treulos gehandelt, und es wird dir nicht zur Ehre gereichen vor Gott, dem HERRN. 26.19 Aber Usija wurde wuetend. Und er hatte [schon] in seiner Hand eine Raeucherpfanne, um Rauchopfer darzubringen. Und als er ueber die Priester wuetend wurde, brach der Aussatz aus an seiner Stirn, angesichts der Priester im Haus des HERRN neben dem Raeucheraltar. 26.20 Und der Oberpriester Asarja und all die Priester wandten sich ihm zu, und siehe, er war aussaetzig an seiner Stirn, und sie trieben ihn schleunigst von dort weg. Und auch er selbst beeilte sich hinauszukommen, weil der HERR ihn geschlagen hatte. 26.21 Und der Koenig Usija war aussaetzig bis zum Tag seines Todes. Und er wohnte in einem abgesonderten Haus als Aussaetziger; denn er war von dem Haus des HERRN ausgeschlossen. Und sein Sohn Jotam war ueber das Haus des Koenigs [gesetzt worden] und richtete das Volk des Landes. 26.22 Die uebrige Geschichte Usijas, die fruehere und die spaetere, hat der Prophet Jesaja geschrieben, der Sohn des Amoz. 26.23 Und Usija legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn bei seinen Vaetern auf dem Feld [bei] dem Grab fuer die Koenige; denn man sagte: Er war aussaetzig. Und sein Sohn Jotam wurde an seiner Stelle Koenig. Jotam von Juda. 2Koe 15,32-38. \27\ 27.1 Fuenfundzwanzig Jahre war Jotam alt, als er Koenig wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Jeruscha, die Tochter Zadoks. 27.2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater Usija getan hatte. Nur ging er nicht in den Tempel des HERRN. Aber das Volk handelte noch verderblich. 27.3 Er baute das obere Tor am Haus des HERRN. Auch an der Mauer des Ofel baute er viel. 27.4 Er baute auch Staedte im Gebirge Juda; in den Waldgebieten baute er Burgen und Tuerme. 27.5 Und er kaempfte mit dem Koenig der Soehne Ammon und ueberwand sie. Und die Soehne Ammon gaben ihm in jenem Jahr 100 Talente Silber und 10 000 Kor Weizen und 10 000 [Kor] Gerste. Die [gleiche Abgabe] entrichteten ihm die Soehne Ammon auch im zweiten und im dritten Jahr. 27.6 Und Jotam erstarkte; denn er richtete seine Wege vor dem Angesicht des HERRN, seines Gottes, aus. 27.7 Und die uebrige Geschichte Jotams und alle seine Kriege und seine Wege, siehe, sie sind geschrieben in dem Buch der Koenige von Israel und Juda. 27.8 25 Jahre war er alt, als er Koenig wurde, und regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. 27.9 Und Jotam legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in der Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas wurde an seiner Stelle Koenig. Ahas von Juda - Sein Goetzendienst und seine Niederlagen - Grossmuetigkeit Israels gegenueber den Gefangenen von Juda. 2Koe 16,1-20. \28\ 28.1 Zwanzig Jahre war Ahas alt, als er Koenig wurde, und er regierte sechzehn Jahre in Jerusalem. Und er tat nicht, was recht war in den Augen des HERRN, wie sein Vater David. 28.2 Sondern er ging auf den Wegen der Koenige von Israel. Auch machte er Gussbilder fuer die Baalim. 28.3 Und er war es, der im Tal Ben-Hinnom Rauchopfer darbrachte, und er verbrannte seine Soehne im Feuer nach den Greueln der Nationen, die der HERR vor den Soehnen Israel vertrieben hatte. 28.4 Und er brachte Schlachtopfer und Rauchopfer dar auf den Hoehen und auf den Huegeln und unter jedem gruenen Baum. 28.5 Da gab ihn der HERR, sein Gott, in die Hand des Koenigs von Aram. Und sie schlugen ihn und fuehrten ihm eine grosse Menge Gefangene weg und brachten sie nach Damaskus. Und auch in die Hand des Koenigs von Israel wurde er gegeben, der ihm eine schwere Niederlage beibrachte. 28.6 Und Pekach, der Sohn Remaljas, brachte in Juda an einem Tage 120 000 [Mann] um, alles tapfere Leute, weil sie den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, verlassen hatten. 28.7 Und Sichri, ein Held von Ephraim, brachte Maaseja um, den Sohn des Koenigs, und Asrikam, den Vorsteher des Hauses, und Elkana, den Zweiten nach dem Koenig. 28.8 Und die Soehne Israel fuehrten von ihren Bruedern 200 000 Frauen, Soehne und Toechter gefangen weg. Auch raubten sie grosse Beute von ihnen und brachten die Beute nach Samaria. 28.9 Und dort war ein Prophet des HERRN mit Namen Oded. Und er ging hinaus, dem Heer entgegen, das nach Samaria kam, und sagte zu ihnen: Siehe, weil der HERR, der Gott eurer Vaeter, ueber Juda wuetend war, hat er sie in eure Hand gegeben. Und ihr habt sie mit einer Wut umgebracht, die bis an den Himmel reicht. 28.10 Und nun gedenkt ihr, euch die Soehne Judas und Jerusalems zu Knechten und Maegden zu unterwerfen. Sind aber nicht bei euch selbst Verschuldungen gegen den HERRN, euren Gott? 28.11 Und nun hoert auf mich und schickt die Gefangenen zurueck, die ihr von euren Bruedern weggefuehrt habt! Denn die Zornglut des HERRN ist ueber euch. 28.12 Da traten Maenner von den Sippenhaeuptern der Soehne Ephraim, [naemlich] Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Meschillemots, und Jehiskija, der Sohn Schallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, vor die vom Heereszug Heimkehrenden 28.13 und sagten zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hierherbringen! Denn ihr habt vor, unsere Suenden und unsere Verschuldungen zu vermehren, [zusaetzlich] zu der Verschuldung, die auf uns liegt. Unsere Schuld ist doch [schon] gross, und eine Zornglut ist ueber Israel! 28.14 Da gaben die Bewaffneten die Gefangenen und die Beute vor den Obersten und der ganzen Versammlung frei. 28.15 Und die Maenner, die mit Namen angegeben wurden, standen auf und nahmen sich der Gefangenen an. Und alle von ihnen, die nackt waren, bekleideten sie aus der Beute. Sie bekleideten [sie] und gaben ihnen Schuhe und speisten und traenkten sie und salbten sie. Und alle, die ermattet waren, geleiteten sie auf Eseln und brachten sie nach Jericho, der Palmenstadt, in die Naehe ihrer Brueder. Dann kehrten sie nach Samaria zurueck. 28.16 In jener Zeit sandte der Koenig Ahas zu den Koenigen von Assur, dass sie ihm helfen moechten. 28.17 Die Edomiter [naemlich] waren abermals gekommen und schlugen Juda und fuehrten Gefangene weg. 28.18 Und die Philister fielen ein in die Staedte der Niederung und des Suedens von Juda und nahmen Bet-Schemesch ein und Ajalon und Gederot und Socho und seine Tochterstaedte und Timna und seine Tochterstaedte und Gimso und seine Tochterstaedte; und sie wohnten dort. 28.19 Denn der HERR demuetigte Juda um des Ahas, des Koenigs von Israel, willen, weil er in Juda Zuegellosigkeit zugelassen und in [seiner] Untreue treulos gegen den HERRN gehandelt hatte. 28.20 Und Tiglat-Pileser, der Koenig von Assur, zog gegen ihn und bedraengte ihn, anstatt ihn zu unterstuetzen. 28.21 Obwohl Ahas [naemlich] das Haus des HERRN und das Haus des Koenigs und [die Haeuser] der Obersten beraubt und [alles, was er geraubt hatte,] dem Koenig von Assur gegeben hatte, wurde ihm keine Hilfe [zuteil]. 28.22 Und in der Zeit seiner Bedraengnis, da handelte er noch treuloser gegen den HERRN, er, der Koenig Ahas. 28.23 Und er opferte den Goettern von Damaskus, die ihn geschlagen hatten, und sagte: Ja, die Goetter der Koenige von Aram, die helfen ihnen. Denen will ich opfern, dann werden sie [auch] mir helfen. Sie aber dienten ihm und ganz Israel zum Sturz. 28.24 Und Ahas brachte die Geraete des Hauses Gottes zusammen und zerschlug die Geraete des Hauses Gottes. Und er schloss die Tueren des Hauses des HERRN und machte sich Altaere an allen Ecken in Jerusalem. 28.25 Und in jeder einzelnen Stadt von Juda errichtete er Hoehen, um anderen Goettern Rauchopfer darzubringen. Und er reizte den HERRN, den Gott seiner Vaeter. 28.26 Und seine uebrige Geschichte und all seine Wege, die frueheren und die spaeteren, siehe, die sind geschrieben im Buch der Koenige von Juda und Israel. 28.27 Und Ahas legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in der Stadt, in Jerusalem; denn man brachte ihn nicht in die Graeber der Koenige von Israel. Und Hiskia, sein Sohn, wurde an seiner Stelle Koenig. Hiskia von Juda - Ausbesserung und Einweihung des Tempels. V. 1-19: 2Koe 18,1-6. \29\ 29.1 Hiskia wurde Koenig, als er 25 Jahre alt war, und er regierte 29 Jahre in Jerusalem; und der Name seiner Mutter war Abija, die Tochter Secharjas. 29.2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, nach allem, was sein Vater David getan hatte. 29.3 Er war es, der [gleich] im ersten Jahr seiner Regierung, im ersten Monat, die Tueren des Hauses des HERRN oeffnete und sie ausbesserte. 29.4 Und er liess die Priester und die Leviten kommen und versammelte sie auf dem Platz im Osten 29.5 und sagte zu ihnen: Hoert mich, ihr Leviten! Heiligt euch nun und heiligt das Haus des HERRN, des Gottes eurer Vaeter, und schafft den Unflat aus dem Heiligtum! 29.6 Denn unsere Vaeter haben treulos gehandelt und getan, was boese ist in den Augen des HERRN, unseres Gottes, und haben ihn verlassen. Und sie haben ihr Gesicht von der Wohnung des HERRN abgewandt und ihr den Ruecken zugekehrt. 29.7 Auch haben sie die Tueren der Vorhalle verschlossen und die Lampen ausgeloescht und dem Gott Israels kein Raeucherwerk dargebracht und kein Brandopfer im Heiligtum geopfert. 29.8 So ist der Zorn des HERRN ueber Juda und Jerusalem gekommen, und er hat sie zum Schrecken, Entsetzen und Zischen gemacht, wie ihr mit euren Augen seht. 29.9 Und siehe, deswegen sind unsere Vaeter durch das Schwert gefallen, und unsere Soehne und unsere Toechter und unsere Frauen sind in Gefangenschaft. 29.10 Nun [aber] liegt es mir am Herzen, einen Bund mit dem HERRN, dem Gott Israels, zu schliessen, damit sich die Glut seines Zornes von uns abwendet. 29.11 Nun, meine Soehne, seid nicht laessig! Denn euch hat der HERR erwaehlt, vor ihm zu stehen [und] ihm zu dienen. Ihr sollt seine Diener sein und ihm Rauchopfer darbringen. 29.12 Da machten sich die Leviten auf: Mahat, der Sohn Amasais, und Joel, der Sohn Asarjas, von den Soehnen der Kehatiter; und von den Soehnen Meraris: Kisch, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehallelels; und von den Gerschonitern: Joach, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joachs; 29.13 und von den Soehnen Elizafans: Schimri und Jeiel; und von den Soehnen Asafs: Secharja und Mattanja; 29.14 und von den Soehnen Heman: Jehiel und Schimi; und von den Soehnen Jedutun: Schemaja und Usiel. 29.15 Und sie versammelten ihre Brueder und heiligten sich. Und sie kamen nach dem Befehl des Koenigs, den Worten des HERRN gemaess, um das Haus des HERRN zu reinigen. 29.16 Und die Priester gingen in das Innere des Hauses des HERRN, um es zu reinigen. Und sie brachten alles Unreine, das sie in dem Tempel des HERRN fanden, in den Hof des Hauses des HERRN hinaus. Und die Leviten nahmen es in Empfang, um es an den Bach Kidron hinauszubringen. 29.17 Und sie fingen am Ersten des ersten Monats an, [das Haus] zu heiligen; und am achten Tag des Monats kamen sie zur Vorhalle des HERRN. Und sie heiligten das Haus des HERRN acht Tage lang; und am sechzehnten Tag des ersten Monats waren sie fertig. 29.18 Und sie gingen zum Koenig Hiskia hinein und sagten: Wir haben das ganze Haus des HERRN gereinigt und den Brandopferaltar und all seine Geraete und den Tisch der Schaubrote und all seine Geraete. 29.19 Und alle Geraete, die der Koenig Ahas waehrend seiner Regierung in seiner Untreue entweiht hat, haben wir hergerichtet und geheiligt; und siehe, sie sind vor dem Altar des HERRN. 29.20 Und der Koenig Hiskia machte sich frueh auf und versammelte die Obersten der Stadt, und er ging hinauf in das Haus des HERRN. 29.21 Und sie brachten sieben Stiere und sieben Widder und sieben Schafe und sieben Ziegenboecke als Suendopfer fuer das Koenigtum und fuer das Heiligtum und fuer Juda. Und er befahl den Soehnen Aarons, den Priestern, sie auf dem Altar des HERRN zu opfern. 29.22 Und sie schlachteten die Rinder, und die Priester nahmen das Blut in Empfang und sprengten es an den Altar; und sie schlachteten die Widder und sprengten das Blut an den Altar; und sie schlachteten die Schafe und sprengten das Blut an den Altar. 29.23 Und sie brachten die Ziegenboecke fuer das Suendopfer herbei vor den Koenig und die Versammlung, und sie legten ihre Haende auf sie. 29.24 Und die Priester schlachteten sie und brachten ihr Blut als Suendopfer an den Altar, um fuer ganz Israel Suehnung zu erwirken; denn fuer ganz Israel hatte der Koenig das Brandopfer und das Suendopfer befohlen. 29.25 Und er stellte die Leviten auf im Haus des HERRN, mit Zimbeln, mit Harfen und mit Zithern, nach dem Befehl Davids und Gads, des Sehers des Koenigs, und des Propheten Nathan; denn der Befehl war durch den HERRN, durch seine Propheten [ergangen]. 29.26 Und [so] standen die Leviten da mit den Instrumenten Davids und die Priester mit den Trompeten. 29.27 Und Hiskia befahl, das Brandopfer auf dem Altar zu opfern. Und zur Zeit, als das Brandopfer begann, begann der Gesang fuer den HERRN und [auch] die Trompeten, und zwar unter Begleitung der Instrumente Davids, des Koenigs von Israel. 29.28 Und die ganze Versammlung betete an, und der Gesang erscholl, und die Trompeten schmetterten. All das [dauerte] bis zur Vollendung des Brandopfers. 29.29 Und als man das Brandopfer vollstaendig dargebracht hatte, knieten der Koenig und alle, die sich bei ihm befanden, nieder und beteten an. 29.30 Und der Koenig Hiskia und die Obersten sagten zu den Leviten, dass sie dem HERRN lobsingen sollten mit den Worten Davids und des Sehers Asaf. Und sie lobsangen mit Freude und neigten sich und beteten an. 29.31 Und Hiskia hob an und sagte: Nun habt ihr euch dem HERRN geweiht. Tretet herzu und bringt Schlachtopfer und Dankopfer zum Haus des HERRN! Und die Versammlung brachte Schlachtopfer und Dankopfer, und jeder, der willigen Herzens war, [brachte] Brandopfer [dar]. 29.32 Und die Zahl der Brandopfer, die die Versammlung darbrachte, war siebzig Rinder, hundert Widder, zweihundert Schafe, diese alle als Brandopfer fuer den HERRN. 29.33 Und die heiligen Gaben [betrugen] sechshundert Rinder und dreitausend Schafe. 29.34 Es waren zu wenig Priester [vorhanden], so dass sie nicht allen Brandopfern die Haut abziehen konnten. Daher unterstuetzten ihre Brueder, die Leviten, sie, bis das Werk vollendet war und bis die Priester sich geheiligt hatten. Denn die Leviten waren [mit] redlichem Herzen [bemueht], sich zu heiligen, mehr als die Priester. 29.35 Auch gab es Brandopfer in Menge mit den Fettstuecken der Heilsopfer und den Trankopfern zu den Brandopfern. - Und so wurde der Dienst am Haus des HERRN geordnet. 29.36 Und Hiskia und das ganze Volk freuten sich ueber das, was Gott dem Volk bereitet hatte; denn die Sache war sehr schnell geschehen.  Hiskias Feier des Passah. \30\ 30.1 Und Hiskia sandte hin zu ganz Israel und Juda und schrieb auch Briefe an Ephraim und Manasse, dass sie zum Haus des HERRN nach Jerusalem kommen moechten, um dem HERRN, dem Gott Israels, Passah zu feiern. 30.2 Und der Koenig und seine Obersten und die ganze Versammlung in Jerusalem beschlossen, das Passah im zweiten Monat zu feiern. 30.3 Denn sie konnten es nicht zur rechten Zeit feiern, weil die Priester sich nicht in hinreichender Anzahl geheiligt hatten und das Volk [noch] nicht in Jerusalem versammelt war. 30.4 Und die Sache war recht in den Augen des Koenigs und in den Augen der ganzen Versammlung. 30.5 Und sie fassten den Beschluss, eine Einladung ergehen zu lassen durch ganz Israel, von Beerscheba bis Dan, dass sie kaemen, um dem HERRN, dem Gott Israels, Passah zu feiern in Jerusalem. Denn sie hatten es lange Zeit nicht [so] gefeiert, wie es vorgeschrieben war. 30.6 Und die Laeufer gingen mit den Briefen von der Hand des Koenigs und seiner Obersten durch ganz Israel und Juda, und [zwar] nach dem Befehl des Koenigs, um zu sagen: Soehne Israel, kehrt um zu dem HERRN, dem Gott Abrahams, Isaaks und Israels! Dann wird er umkehren zu den Entkommenen, die euch aus der Gewalt der Koenige von Assur uebriggeblieben sind. 30.7 Und seid nicht wie eure Vaeter und wie eure Brueder, die treulos gehandelt haben gegen den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, so dass er sie [zum] Entsetzen dahingegeben hat, wie ihr es seht! 30.8 Nun verhaertet euren Nacken nicht wie eure Vaeter! Gebt dem HERRN die Hand und kommt zu seinem Heiligtum, das er fuer ewig geheiligt hat, und dient dem HERRN, eurem Gott, damit die Glut seines Zornes sich von euch wendet! 30.9 Denn wenn ihr zu dem HERRN umkehrt, dann werden eure Brueder und eure Kinder Barmherzigkeit finden bei denen, die sie gefangen weggefuehrt haben; und sie werden in dieses Land zurueckkehren. Denn gnaedig und barmherzig ist der HERR, euer Gott, und er wird das Angesicht nicht von euch abwenden, wenn ihr zu ihm umkehrt. - 30.10 Und die Laeufer zogen von Stadt zu Stadt durch das Land Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon; aber man verlachte und verspottete sie. 30.11 Nur [einige] Maenner von Asser und Manasse und von Sebulon demuetigten sich und kamen nach Jerusalem. 30.12 Auch ueber Juda kam die Hand Gottes, dass er ihnen ein einmuetiges Herz gab, den Befehl des Koenigs und der Obersten auszufuehren nach dem Wort des HERRN. 30.13 So versammelte sich eine Menge Volk in Jerusalem, um das Fest der ungesaeuerten Brote im zweiten Monat zu feiern, eine sehr grosse Versammlung. 30.14 Und sie machten sich auf und schafften die Altaere weg, die in Jerusalem waren. Auch alle Raeucheraltaere schafften sie weg und warfen sie in den Bach Kidron. 30.15 Und man schlachtete das Passah am Vierzehnten des zweiten Monats. Die Priester und die Leviten aber hatten sich geschaemt und hatten sich geheiligt; und sie brachten Brandopfer in das Haus des HERRN. 30.16 Und die standen an ihrem Standort nach ihrer Vorschrift, nach dem Gesetz des Mose, des Mannes Gottes. Die Priester sprengten das Blut, [das sie] aus der Hand der Leviten [entgegennahmen]. 30.17 Denn es waren viele in der Versammlung, die sich nicht geheiligt hatten. Daher besorgten die Leviten das Schlachten der Passahopfer fuer jeden, der nicht rein war, um sie dem HERRN zu heiligen. 30.18 Denn ein grosser Teil des Volkes, viele von Ephraim und Manasse, Issaschar und Sebulon hatten sich nicht gereinigt und assen das Passah nicht so, wie es vorgeschrieben ist. Doch Hiskia bat fuer sie und sprach: Der HERR, der Guetige, moege jedem vergeben, 30.19 der sein Herz darauf gerichtet hat, Gott zu suchen, den HERRN, den Gott seiner Vaeter, auch wenn er nicht der Reinheit des Heiligtums entspricht! 30.20 Und der HERR erhoerte Hiskia und heilte das Volk. 30.21 Und die Soehne Israel, die sich in Jerusalem befanden, feierten das Fest der ungesaeuerten Brote sieben Tage lang mit grosser Freude. Und die Leviten und die Priester lobten den HERRN Tag fuer Tag mit den Instrumenten [des Lobes] der Macht des HERRN. 30.22 Und Hiskia redete zum Herzen aller Leviten, die so gute Einsicht im Blick auf den HERRN bewiesen hatten. Und sie assen das Fest[opfer] die sieben Tage hindurch, indem sie Heilsopfer opferten und den HERRN, den Gott ihrer Vaeter, priesen. 30.23 Und die ganze Versammlung beschloss, noch sieben weitere Tage zu feiern; und sie feierten die sieben Tage mit Freuden. 30.24 Denn Hiskia, der Koenig von Juda, spendete fuer die Versammlung 1 000 Stiere und 7 000 Schafe; und die Obersten spendeten fuer die Versammlung 1 000 Jungstiere und 10 000 Schafe. Und die Priester hatten sich in [grosser] Menge geheiligt. 30.25 Und so freute sich die ganze Versammlung von Juda und die Priester und die Leviten und die ganze Versammlung, die von Israel gekommen war, und die Fremden, die aus dem Land Israel gekommen waren, und die, die in Juda wohnten. 30.26 Und es war grosse Freude in Jerusalem. Denn seit den Tagen Salomos, des Sohnes Davids, des Koenigs von Israel, war derartiges in Jerusalem nicht gewesen. 30.27 Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das Volk. Und ihre Stimme wurde erhoert, und ihr Gebet kam zu seiner heiligen Wohnung in den Himmel. Abschaffung des Goetzendienstes - Versorgung der Priester und Leviten. \31\ 31.1 Und als sie das alles vollendet hatten, zogen alle Israeliten, die sich [dort] befanden, hinaus zu den Staedten Judas. Und sie zerschlugen die Gedenksteine und hieben die Ascherim um und rissen die [Opfer]hoehen nieder und die Altaere in ganz Juda und Benjamin und in Ephraim und Manasse, bis sie [damit] fertig waren. Und alle Soehne Israel kehrten in ihre Staedte zurueck, jeder zu seinem Besitz. 31.2 Und Hiskia stellte die Abteilungen der Priester und der Leviten nach ihren Abteilungen auf, jeden seinem Dienst entsprechend, sowohl die Priester als auch die Leviten, fuer die Brandopfer und fuer die Heilsopfer, zum Dienen und zum Preisen und zum Loben in den Toren der Lager des HERRN. 31.3 Und ein Anteil des Koenigs von seinem Vermoegen [wurde] fuer die Brandopfer [gegeben], fuer die Morgen- und die Abendbrandopfer und fuer die Brandopfer an den Sabbaten und an den Neumonden und an den Festzeiten, wie es im Gesetz des HERRN vorgeschrieben ist. 31.4 Und er befahl dem Volk, den Bewohnern von Jerusalem, den Anteil, der den Priestern und den Leviten [zustand], zu geben, damit sie am Gesetz des HERRN festhalten koennten. 31.5 Und als das Wort bekannt wurde, brachten die Soehne Israel reichlich Erstlingsgaben vom Getreide, Most und Oel und Honig und von allem Ertrag des Feldes; und den Zehnten von allem brachten sie in Menge. 31.6 Und die Soehne Israel und Juda, die in den Staedten Judas wohnten, brachten ebenfalls den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten von den heiligen [Gaben], die dem HERRN, ihrem Gott, geheiligt waren, und sie legten Haufen an Haufen hin. 31.7 Im dritten Monat fingen sie an, die Haufen aufzuschichten, und im siebten Monat waren sie [damit] fertig. 31.8 Und Hiskia und die Obersten kamen und besichtigten die Haufen, und sie priesen den HERRN und sein Volk Israel. 31.9 Und Hiskia befragte die Priester und die Leviten wegen der Haufen. 31.10 Da sprach Asarja, der Oberpriester, vom Haus Zadok, zu ihm und sagte: Seitdem man angefangen hat, das Hebopfer in das Haus des HERRN zu bringen, haben wir gegessen und sind satt geworden und haben viel uebrig behalten; denn der HERR hat sein Volk gesegnet. Und diese Menge haben wir uebrig. 31.11 Und Hiskia befahl, Vorratskammern im Haus des HERRN herzurichten; und sie richteten sie her. 31.12 Und sie brachten das Hebopfer und den Zehnten und die heiligen Gaben gewissenhaft hinein. Und Oberaufseher ueber sie war Konanja, der Levit, und sein Bruder Schimi, als Zweiter. 31.13 Und Jehiel und Asasja und Nahat und Asael und Jerimot und Josabad und Eliel und Jismachja und Mahat und Benaja waren Aufseher unter Konanja und seinem Bruder Schimi auf Anweisung des Koenigs Hiskia und Asarjas, des Oberaufsehers im Haus Gottes. 31.14 Und der Levit Kore, der Sohn des Jimna, der Torhueter im Osttor, war ueber die freiwilligen Gaben fuer Gott eingesetzt, damit er das Hebopfer fuer den HERRN und das Hochheilige ausgaebe. 31.15 Und unter seiner Hand waren Eden und Minjamin und Jeschua und Schemaja, Amarja und Schechanja in den Staedten der Priester, um ihren Bruedern nach [ihren] Abteilungen gewissenhaft [ihren Anteil] zu geben, dem Groessten wie dem Kleinsten. 31.16 Ausserdem hatte man von ihnen Geschlechtsregister angelegt, die die maennlichen [Personen] von drei Jahren an und darueber [erfassten], alle, die in das Haus des HERRN kamen nach der taeglichen Ordnung, um ihren Dienst in ihren Aemtern, nach ihren Abteilungen zu [verrichten]. 31.17 Was das Geschlechtsregister betrifft, so waren die Priester nach ihren Vaterhaeusern und die Leviten von zwanzig Jahren an und darueber in ihren Aemtern, nach ihren Abteilungen [darin registriert]. 31.18 Und fuer die Registrierung wurden sie mit all ihren kleinen Kindern, ihren Frauen und ihren Soehnen und ihren Toechtern [erfasst], die ganze Versammlung. Denn gewissenhaft heiligten sie sich [fuer] das Heilige. 31.19 Und fuer die Soehne Aarons, die Priester, die in den Weidegebieten ihrer Staedte [wohnten], waren in jeder einzelnen Stadt Maenner [angestellt], die mit Namen bestimmt waren, um jedem Maennlichen unter den Priestern und jedem ins Geschlechtsregister Eingetragenen unter den Leviten [ihre] Anteile zu geben. 31.20 So machte es Hiskia in ganz Juda. Und er tat, was gut und recht und treu war vor dem HERRN, seinem Gott. 31.21 Und bei jedem Werk, das er im Dienst fuer das Haus Gottes und im Gesetz und im Gebot begann, um seinen Gott zu suchen, handelte er mit ganzem Herzen; und er hatte Gelingen. Belagerung Jerusalems durch die Assyrer - Seine Befreiung. 2Koe 18,13-37; 19; Jes 36; 37. \32\ 32.1 Nach diesen Ereignissen und dieser Treue kam Sanherib, der Koenig von Assur. Und er drang in Juda ein und belagerte die befestigten Staedte, und er gedachte, sie fuer sich zu erobern. 32.2 Und als Hiskia sah, dass Sanherib gekommen und dass sein Gesicht zum Kampf gegen Jerusalem gerichtet war, 32.3 da beriet er sich mit seinen Obersten und seinen Helden, [ob sie] die Wasser der Quellen, die ausserhalb der Stadt lagen, verstopfen [sollten]. Und sie unterstuetzten ihn. 32.4 Und es versammelte sich viel Volk, und sie verstopften alle Quellen und den Bach, der im Innern der Erde fliesst. Denn sie sagten: Warum sollen die Koenige von Assur kommen und viel Wasser finden? 32.5 Und er fasste Mut und baute die ganze Mauer, wo sie eingerissen war, [wieder] auf und errichtete auf ihr Tuerme und [baute] die andere Mauer ausserhalb und befestigte den Millo der Stadt Davids; und er fertigte Waffen in Menge an und Schilde. 32.6 Auch setzte er Kriegsoberste ueber das Volk. Und er versammelte sie zu sich auf dem Platz am Stadttor und redete zu ihren Herzen und sagte: 32.7 Seid stark und mutig! Fuerchtet euch nicht und seid nicht niedergeschlagen vor dem Koenig von Assur und vor der ganzen Menge, die mit ihm ist! Denn mit uns sind mehr als mit ihm. 32.8 Mit ihm ist ein Arm aus Fleisch. Aber mit uns ist der HERR, unser Gott, um uns zu helfen und unsere Kriege zu fuehren! Und das Volk verliess sich auf die Worte Hiskias, des Koenigs von Juda. 32.9 Danach sandte Sanherib, der Koenig von Assur, seine Knechte nach Jerusalem - er war aber noch vor Lachisch und seine ganze [Streit]macht mit ihm - zu Hiskia, dem Koenig von Juda, und zu ganz Juda, das in Jerusalem war, und liess [ihnen] sagen: 32.10 So spricht Sanherib, der Koenig von Assur: Worauf vertraut ihr, dass ihr in der Belagerung in Jerusalem aushalten wollt? 32.11 Verfuehrt euch Hiskia nicht, um euch dem Tod durch Hunger und Durst preiszugeben, wenn er sagt: Der HERR, unser Gott, wird uns aus der Hand des Koenigs von Assur retten? 32.12 Ist es nicht Hiskia, der seine Hoehen und seine Altaere beseitigt hat, als er zu Juda und zu Jerusalem gesagt hat: Vor einem Altar sollt ihr euch niederwerfen, und auf ihm sollt ihr Rauchopfer darbringen? 32.13 Erkennt ihr nicht, was ich und meine Vaeter allen Voelkern der Laender getan haben? Konnten etwa die Goetter der Nationen der Laender ihr Land aus meiner Hand retten? 32.14 Wer ist unter allen Goettern dieser Nationen, an denen meine Vaeter den Bann vollstreckt haben, der sein Volk aus meiner Hand hat retten koennen, so dass euer Gott euch aus meiner Hand retten koennte? 32.15 Und nun, lasst euch von Hiskia nicht taeuschen und lasst euch nicht auf diese Weise verfuehren! Glaubt ihm nicht! Denn kein Gott irgendeiner Nation oder irgendeines Koenigreiches hat sein Volk aus meiner Hand und aus der Hand meiner Vaeter retten koennen. Wieviel weniger wird euer Gott euch aus meiner Hand retten! 32.16 Und noch mehr redeten seine Knechte gegen Gott, den HERRN, und gegen seinen Knecht Hiskia. 32.17 Auch schrieb er einen Brief, um den HERRN, den Gott Israels, zu verhoehnen und gegen ihn zu reden, indem er behauptete: Wie die Goetter der Nationen der Laender, die ihr Volk nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch der Gott Hiskias sein Volk nicht aus meiner Hand retten. 32.18 Und sie riefen dem Volk von Jerusalem, das auf der Mauer war, mit lauter Stimme auf judaeisch zu, um sie zu schrecken und bestuerzt zu machen, damit sie die Stadt einnehmen koennten. 32.19 Und sie redeten von dem Gott Jerusalems wie von den Goettern der Voelker der Erde, die doch Machwerk von Menschenhaenden sind. 32.20 Und der Koenig Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, beteten deswegen und schrieen zum Himmel um Hilfe. 32.21 Da sandte der HERR einen Engel, der jeden tapferen Helden und Fuersten und Obersten im Lager des Koenigs von Assur vertilgte. Und dieser zog, mit Schanden bedeckt, in sein Land zurueck. Und als er in das Haus seines Gottes ging, brachten ihn dort seine Soehne durch das Schwert zu Fall. 32.22 So rettete der HERR Hiskia und die Bewohner von Jerusalem aus der Hand Sanheribs, des Koenigs von Assur, und aus der Hand aller Feinde; und er gab ihnen Ruhe ringsumher. 32.23 Und viele brachten Gaben fuer den HERRN nach Jerusalem und Kostbarkeiten fuer Hiskia, den Koenig von Juda; und er war seitdem hoch [angesehen] in den Augen aller Nationen. Hiskias Krankheit und Genesung - Gesandtschaft von Babel - Seine gesegnete Regierung. 2Koe 20; Jes 38; 39. 32.24 In jenen Tagen wurde Hiskia todkrank; und er betete zu dem HERRN. Und der HERR redete zu ihm und gab ihm ein Wunderzeichen. 32.25 Aber Hiskia vergalt nicht die Wohltat, [die] an ihm [erwiesen worden war], denn sein Herz wurde hochmuetig. Und es kam ein Zorn [Gottes] ueber ihn und ueber Juda und Jerusalem. 32.26 Da demuetigte sich Hiskia wegen des Hochmutes seines Herzens, er und die Bewohner von Jerusalem; und der Zorn des HERRN kam nicht ueber sie in den Tagen Hiskias. 32.27 Und Hiskia hatte sehr viel Reichtum und Ehre. Und er machte sich Schatzkammern fuer Silber und Gold und Edelsteine und fuer Balsamoele und fuer Schilde und fuer allerlei kostbare Geraete 32.28 und Vorratshaeuser fuer den Ertrag an Getreide und Most und Oel und Staelle fuer allerlei Vieh und Staelle fuer die Herden. 32.29 Und er legte sich Staedte an und Besitz von Schafen und Rindern in Menge; denn Gott gab ihm ein sehr grosses Vermoegen. 32.30 Und er, Hiskia, verstopfte den oberen Abfluss der Wasser des Gihon und leitete sie unter[irdisch] nach Westen in die Stadt Davids. Und Hiskia hatte Gelingen in all seinem Tun. 32.31 So war es auch bei den Gesandten der Obersten von Babel, die zu ihm gesandt hatten, um nach dem Wunderzeichen zu fragen, das im Land geschehen war. Da liess Gott ihn allein, um ihn zu pruefen, damit er alles erkannte, was in seinem Herzen war. 32.32 Und die uebrige Geschichte Hiskias und seine guten Taten, siehe, sie sind geschrieben in dem Gesicht des Propheten Jesaja, des Sohnes des Amoz, in dem Buch der Koenige von Juda und Israel. 32.33 Und Hiskia legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn bei dem Aufgang zu den Graebern der Soehne Davids. Und ganz Juda und die Bewohner von Jerusalem erzeigten ihm Ehre bei seinem Tod. Und sein Sohn Manasse wurde Koenig an seiner Stelle. Manasse von Juda - Sein Goetzendienst, seine Bestrafung und Busse. 2Koe 21,1-18. \33\ 33.1 Zwoelf Jahre war Manasse alt, als er Koenig wurde, und er regierte 55 Jahre in Jerusalem. 33.2 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, nach den Greueln der Nationen, die der HERR vor den Soehnen Israel vertrieben hatte. 33.3 Und er baute die Hoehen wieder auf, die sein Vater Hiskia niedergerissen hatte, und errichtete Altaere fuer die Baalim und machte Ascherim und warf sich nieder vor dem ganzen Heer des Himmels und diente ihnen. 33.4 Und er baute Altaere im Haus des HERRN, von dem der HERR gesagt hatte: In Jerusalem soll mein Name sein fuer ewig! 33.5 Und er baute fuer das ganze Heer des Himmels Altaere in den beiden Vorhoefen des Hauses des HERRN. 33.6 Und er liess seine Soehne durchs Feuer gehen im Tal Ben-Hinnom, und er trieb Zauberei und Beschwoerung und Magie und liess sich mit Totengeistern und Wahrsagegeistern ein. Er tat viel, was boese war in den Augen des HERRN, um ihn [zum Zorn] zu reizen. 33.7 Und er stellte das Goetterbild des Goetzen, das er gemacht hatte, in das Haus Gottes, von dem Gott zu David und zu seinem Sohn Salomo gesagt hatte: In diesem Haus und in Jerusalem, das ich aus allen Staemmen Israels erwaehlt habe, will ich meinen Namen fuer ewig niederlegen! 33.8 Und ich will den Fuss Israels nicht mehr aus dem Land weichen lassen, das ich euren Vaetern bestimmt habe, wenn sie nur darauf achten, alles zu tun, was ich ihnen geboten habe, nach dem ganzen Gesetz und den Ordnungen und den Rechtsbestimmungen durch Mose. 33.9 Aber Manasse verfuehrte Juda und die Bewohner von Jerusalem, mehr Boeses zu tun als die Nationen, die der HERR vor den Soehnen Israel ausgetilgt hatte. 33.10 Und der HERR redete zu Manasse und zu seinem Volk; aber sie achteten nicht darauf. 33.11 Da liess der HERR die Heerobersten des Koenigs von Assur ueber sie kommen. Und sie nahmen Manasse gefangen und banden ihn mit ehernen Fesseln und fuehrten ihn nach Babel. 33.12 Und als er [so] bedraengt war, flehte er den HERRN, seinen Gott, an und demuetigte sich sehr vor dem Gott seiner Vaeter 33.13 und betete zu ihm. Und er liess sich von ihm erbitten und erhoerte sein Flehen und brachte ihn nach Jerusalem in seine Koenigsherrschaft zurueck. Da erkannte Manasse, dass der HERR der [wahre] Gott ist. 33.14 Danach baute er die aeussere Mauer fuer die Stadt Davids, westlich vom Gihon, im Tal und bis da, wo es zum Fischtor hineingeht, und umschloss den Ofel; und er baute sie sehr hoch. Und er legte Heeroberste in alle befestigten Staedte in Juda. 33.15 Und er tat die fremden Goetter weg und das Goetzenbild aus dem Haus des HERRN und alle Altaere, die er auf dem Berg des Hauses des HERRN und in Jerusalem gebaut hatte; und er warf sie vor die Stadt hinaus. 33.16 Und er baute den Altar des HERRN [wieder] auf und opferte auf ihm Heilsopfer und Dankopfer. Und er befahl Juda, dass sie dem HERRN, dem Gott Israels, dienen sollten. 33.17 Aber das Volk opferte noch auf den Hoehen, jedoch [nur] dem HERRN, ihrem Gott. 33.18 Und die uebrige Geschichte Manasses und sein Gebet zu seinem Gott und die Worte der Seher, die zu ihm redeten im Namen des HERRN, des Gottes Israels, siehe, das ist [geschrieben] in der Geschichte der Koenige von Israel. 33.19 Sein Gebet aber, und wie Gott sich von ihm erbitten liess, und all seine Suende und seine Untreue und die Orte, an denen er Hoehen gebaut und die Ascherim und die Goetterbilder aufgestellt hatte, bevor er sich demuetigte, siehe, das ist geschrieben in der Geschichte der Seher. 33.20 Und Manasse legte sich zu seinen Vaetern, und man begrub ihn in seinem Haus. Und sein Sohn Amon wurde Koenig an seiner Stelle. Amon von Juda. 2Koe 21,19-26. 33.21 Zweiundzwanzig Jahre war Amon alt, als er Koenig wurde, und er regierte zwei Jahre in Jerusalem. 33.22 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, wie sein Vater Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Goetterbildern, die sein Vater Manasse gemacht hatte, und diente ihnen. 33.23 Und er demuetigte sich nicht vor dem HERRN, wie sein Vater Manasse sich gedemuetigt hatte; sondern er, Amon, vermehrte die Schuld. 33.24 Und seine Knechte verschworen sich gegen ihn und toeteten ihn in seinem Haus. 33.25 Das Volk des Landes aber erschlug alle, die sich gegen den Koenig Amon verschworen hatten. Und das Volk des Landes machte seinen Sohn Josia zum Koenig an seiner Stelle. Josia von Juda - Abschaffung des Goetzendienstes - Fund des Gesetzbuches - Bundeserneuerung. 2Koe 22; 23,1-20. \34\ 34.1 Acht Jahre war Josia alt, als er Koenig wurde, und [er] regierte 31 Jahre in Jerusalem. 34.2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN. Und er ging auf den Wegen seines Vaters David und wich nicht zur Rechten noch zur Linken ab. 34.3 Und im achten Jahr seiner Regierung, als er noch ein Junge war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen. Und im zwoelften Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Hoehen und den Ascherim und den geschnitzten und den gegossenen Bildern zu reinigen. 34.4 Und man riss die Altaere der Baalim vor ihm nieder; und die Raeucheraltaere, die sich oben auf ihnen befanden, hieb er um. Und die Ascherim und die geschnitzten und die gegossenen Bilder zerschlug und zermalmte er und streute sie auf die Graeber derer, die ihnen geopfert hatten. 34.5 Und die Gebeine der Priester verbrannte er auf ihren Altaeren. So reinigte er Juda und Jerusalem. 34.6 Auch in den Staedten von Manasse und Ephraim und Simeon und bis nach Naftali hin, in ihren Truemmern ringsum, 34.7 riss er die Altaere nieder. Und die Ascherim und die Goetzenbilder schlug er in Stuecke und zermalmte sie; und alle Raeucheraltaere hieb er um im ganzen Land Israel. Dann kehrte er nach Jerusalem zurueck. 34.8 Und im achtzehnten Jahr seiner Regierung, waehrend er das Land und den Tempel reinigte, sandte er Schafan, den Sohn Azaljas, und den Stadtobersten Maaseja und den Berater Joach, den Sohn des Joahas, um das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern. 34.9 Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkija und gaben [ihm] das Geld, das in das Haus Gottes gebracht worden war, das die Leviten, die an der Schwelle wachten, eingesammelt hatten von der Hand Manasses und Ephraims und vom ganzen Ueberrest Israels und von ganz Juda und Benjamin und den Bewohnern von Jerusalem. 34.10 Sie gaben es in die Hand der Werkfuehrer, die am Haus des HERRN eingesetzt waren. Und diese gaben es denen, die als Werkmeister im Haus des HERRN arbeiteten, um das Haus instand zu setzen und auszubessern. 34.11 Sie gaben es den Handwerkern und den Bauleuten zum Ankauf von behauenen Steinen und von Holz fuer die Bindebalken und um die Haeuser, die die Koenige von Juda hatten verfallen lassen, mit [neuen] Balken zu versehen. 34.12 Und die Maenner arbeiteten gewissenhaft an dem Werk. Und ueber sie waren die Leviten Jahat und Obadja, von den Soehnen Meraris gesetzt, und Secharja und Meschullam von den Soehnen der Kehatiter, um die Aufsicht zu fuehren. Und die Leviten, alle, die sich auf die Musikinstrumente verstanden, 34.13 waren sowohl ueber die Lasttraeger [gesetzt] als auch Aufseher ueber alle Werkfuehrer in jedem Dienst. Und [andere] von den Leviten waren Schreiber und Verwalter und Torhueter. 34.14 Und als sie das Geld herausnahmen, das in das Haus des HERRN gebracht worden war, fand der Priester Hilkija das Buch des Gesetzes des HERRN, [das] durch Mose [gegeben war]. 34.15 Da hob Hilkija an und sagte zu dem Schreiber Schafan: Ich habe das Buch des Gesetzes im Haus des HERRN gefunden. Und Hilkija gab das Buch dem Schafan. 34.16 Und Schafan brachte das Buch zum Koenig; und ausserdem erstattete er dem Koenig Bericht und sagte: Alles, was der Hand deiner Knechte uebergeben worden ist, das tun sie. 34.17 Sie haben das Geld, das sich im Haus des HERRN fand, ausgeschuettet und es in die Hand derer gegeben, die [zur Aufsicht] eingesetzt sind, und in die Hand der Werkfuehrer. 34.18 Und der Schreiber Schafan berichtete dem Koenig weiter: Der Priester Hilkija hat mir ein Buch gegeben. Und Schafan las daraus dem Koenig vor. 34.19 Und es geschah, als der Koenig die Worte des Gesetzes hoerte, da zerriss er seine Kleider. 34.20 Und der Koenig befahl Hilkija und Ahikam, dem Sohn Schafans, und Abdon, dem Sohn Michas, und dem Schreiber Schafan und Asaja, dem Knecht des Koenigs, und sagte: 34.21 Geht hin, befragt den HERRN fuer mich und fuer die Uebriggebliebenen in Israel und in Juda wegen der Worte des Buches, das man gefunden hat! Denn gross ist der Zorn des HERRN, der sich ueber uns ergossen hat, weil unsere Vaeter das Wort des HERRN nicht beachtet haben, um nach allem zu tun, was in diesem Buch aufgeschrieben ist. 34.22 Da gingen Hilkija und die, die der Koenig [bestimmt] hatte, zu der Prophetin Hulda, der Frau des Schallum, des Sohnes des Tokhat, des Sohnes des Hasra, des Hueters der Kleider. Sie wohnte aber in Jerusalem im zweiten Stadtteil. Und sie redeten in diesem Sinn mit ihr. 34.23 Und sie sagte zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Sagt dem Mann, der euch zu mir gesandt hat: 34.24 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unheil ueber diesen Ort bringen und ueber seine Bewohner: all die Flueche, die in dem Buch geschrieben sind, das man dem Koenig von Juda vorgelesen hat. 34.25 Weil sie mich verlassen und anderen Goettern Rauchopfer dargebracht haben, um mich [zum Zorn] zu reizen mit all den Machwerken ihrer Haende, so wird sich mein Zorn ueber diesen Ort ergiessen, und er wird nicht erloeschen. 34.26 Zu dem Koenig von Juda aber, der euch gesandt hat, um den HERRN zu befragen, zu ihm sollt ihr so sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: [Was] die Worte [betrifft], die du gehoert hast, - 34.27 weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott gedemuetigt hast, als du seine Worte ueber diesen Ort und ueber seine Bewohner hoertest, und [weil] du dich vor mir gedemuetigt und deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, darum habe auch ich es gehoert, spricht der HERR. 34.28 Siehe, ich werde dich zu deinen Vaetern versammeln, und du wirst zu deinen Graebern versammelt werden in Frieden. Und deine Augen sollen all das Unheil nicht ansehen, das ich ueber diesen Ort und ueber seine Bewohner kommen lasse. Und sie brachten dem Koenig Antwort. 34.29 Und der Koenig sandte hin und versammelte alle Aeltesten von Juda und von Jerusalem. 34.30 Und der Koenig ging hinauf in das Haus des HERRN, und alle Maenner von Juda und die Einwohner von Jerusalem und die Priester und die Leviten und alles Volk, vom Groessten bis zum Kleinsten. Und man las vor ihren Ohren alle Worte des Bundesbuches, das im Haus des HERRN gefunden worden war. 34.31 Und der Koenig stand auf seinem [erhoehten] Standort und schloss den Bund vor dem HERRN, dem HERRN nachzufolgen und seine Gebote und seine Zeugnisse und seine Ordnungen zu bewahren mit ganzem Herzen und mit ganzer Seele, um die Worte des Bundes zu tun, die in diesem Buch aufgeschrieben sind. 34.32 Und er liess alle [in den Bund] eintreten, die sich in Jerusalem und in Benjamin befanden. Und die Bewohner von Jerusalem handelten nach dem Bund Gottes, des Gottes ihrer Vaeter. 34.33 Und Josia entfernte alle Greuel aus allen Laendern, die den Soehnen Israel gehoerten. Und er hielt alle dazu an, die sich in Israel befanden, dem HERRN, ihrem Gott, zu dienen. Alle seine Tage wichen sie nicht von der Nachfolge des HERRN, des Gottes ihrer Vaeter, ab. Josias Feier des Passah. 2Koe 23,21-25. \35\ 35.1 Und Josia feierte dem HERRN Passah in Jerusalem. Und man schlachtete das Passah am Vierzehnten des ersten Monats. 35.2 Und er stellte die Priester an ihre Aufgaben und ermutigte sie zum Dienst im Haus des HERRN. 35.3 Und er sagte zu den Leviten, die ganz Israel unterwiesen und dem HERRN geheiligt waren: Setzt die heilige Lade in das Haus, das Salomo, der Sohn Davids, der Koenig von Israel, gebaut hat! Ihr braucht sie nicht mehr auf [eurer] Schulter zu tragen. Dient jetzt dem HERRN, eurem Gott, und seinem Volk Israel! 35.4 Und haltet euch bereit nach euren Vaterhaeusern, in euren Abteilungen, nach der Vorschrift Davids, des Koenigs von Israel, und nach der schriftlichen Anordnung seines Sohnes Salomo! 35.5 Und stellt euch im Heiligtum auf entsprechend den Gruppen der Vaterhaeuser eurer Brueder, der Leute aus dem Volk, und zwar [fuer jede Gruppe] je eine Abteilung eines Vaterhauses der Leviten! 35.6 Und schlachtet das Passah und heiligt euch und bereitet es fuer eure Brueder zu, dass ihr tut nach dem Wort des HERRN durch Mose! 35.7 Und Josia spendete fuer die Leute aus dem Volk an Kleinvieh: Laemmer und junge Ziegenboecke, 30 000 an der Zahl, alles zu den Passahopfern fuer alle, die sich eingefunden hatten, und 3 000 Rinder. Das [stammte] aus dem Besitz des Koenigs. 35.8 Und seine Obersten spendeten freiwillig fuer das Volk, fuer die Priester und fuer die Leviten. Hilkija und Secharja und Jehiel, die Fuersten des Hauses Gottes, gaben den Priestern zu den Passahopfern 2 600 [Stueck Kleinvieh] und 300 Rinder. 35.9 Und Konanja und Schemaja und Netanel, seine Brueder, und Haschabja und Jeiel und Josabad, die Obersten der Leviten, spendeten fuer die Leviten zu den Passahopfern 5 000 [Stueck Kleinvieh] und 500 Rinder. 35.10 So wurde der Dienst geordnet. Und die Priester standen an ihrem Standort und die Leviten in ihren Abteilungen nach dem Befehl des Koenigs. 35.11 Und sie schlachteten das Passah. Und die Priester sprengten [das Blut, das sie] aus ihrer Hand [entgegennahmen], waehrend die Leviten [den Tieren] die Haut abzogen. 35.12 Und sie legten das [zum] Brandopfer [Bestimmte] beiseite, um es den Gruppen der Vaterhaeuser der Leute aus dem Volk zu geben, damit die es dem HERRN darbraechten, wie es im Buch des Mose geschrieben steht; und ebenso [machten sie es] mit den Rindern. 35.13 Und sie brieten das Passah am Feuer nach der Vorschrift. Und die heiligen Gaben kochten sie in Toepfen und in Kesseln und in Schuesseln und verteilten sie schnell an alle Leute aus dem Volk. 35.14 Und danach bereiteten sie [es] fuer sich und fuer die Priester zu; denn die Priester, die Soehne Aarons, waren mit der Darbringung der Brandopfer und der Fettstuecke bis in die Nacht beschaeftigt. Und so bereiteten die Leviten [es] fuer sich zu und fuer die Priester, die Soehne Aarons. 35.15 Und die Saenger, die Soehne Asafs, waren an ihrem Standort nach der Anordnung Davids und Asafs und Hemans und Jedutuns, des Sehers des Koenigs. Und [ebenso] waren die Torhueter an jedem Tor. Sie hatten es nicht noetig, sich von ihrem Dienst zu entfernen, weil ihre Brueder, die Leviten, fuer sie [das Passah] zubereiteten. 35.16 Und so wurde der ganze Dienst des HERRN an jenem Tag geordnet, um das Passah zu feiern und die Brandopfer auf dem Altar des HERRN darzubringen, nach dem Befehl des Koenigs Josia. 35.17 Und die Soehne Israel, die sich einfanden, feierten in jener Zeit das Passah und das Fest der ungesaeuerten Brote sieben Tage lang. 35.18 Ein Passah wie dieses aber war in Israel nicht gefeiert worden seit den Tagen des Propheten Samuel. Denn alle Koenige von Israel hatten kein Passah gefeiert wie das, das Josia feierte und die Priester und die Leviten und ganz Juda und Israel, das sich einfand, und die Bewohner von Jerusalem. 35.19 Im achtzehnten Jahr der Regierung Josias ist dieses Passah gefeiert worden. Josias Tod im Krieg gegen Aegypten. 2Koe 23,26-30. 35.20 Nach all diesem, als Josia das Haus [wieder] hergerichtet hatte, zog Necho, der Koenig von Aegypten, herauf, um bei Karkemisch am Euphrat zu kaempfen. Und Josia zog aus, ihm entgegen. 35.21 Da sandte er Boten zu ihm und liess [ihm] sagen: Was habe ich mit dir zu tun, Koenig von Juda? Nicht gegen dich [komme ich] heute, sondern gegen das Haus, mit dem ich Krieg fuehre. Und Gott hat [zu mir] gesagt, dass ich eilen soll. Lass ab von Gott, der mit mir ist, damit er dich nicht verderbe! 35.22 Aber Josia wandte sein Gesicht nicht von ihm ab, sondern verkleidete sich, um gegen ihn zu kaempfen. Und er hoerte nicht auf die Worte Nechos, [die] aus dem Mund Gottes [kamen]. Und er kam in die Ebene von Megiddo, um zu kaempfen. 35.23 Und die Bogenschuetzen schossen auf den Koenig Josia. Da sagte der Koenig zu seinen Knechten: Bringt mich weg, denn ich bin schwer verwundet! 35.24 Und seine Knechte schafften ihn aus dem Wagen hinueber und setzten ihn auf den zweiten Wagen, den er hatte, und brachten ihn nach Jerusalem. Und er starb und wurde in den Graebern seiner Vaeter begraben. Und ganz Juda und Jerusalem trauerten um Josia. 35.25 Und Jeremia stimmte ein Klagelied ueber Josia an. Und alle Saenger und Saengerinnen haben in ihren Klageliedern von Josia gesungen bis auf den heutigen Tag. Und man machte sie zu einem [festen] Brauch in Israel. Und siehe, sie sind geschrieben in den Klageliedern. 35.26 Und die uebrige Geschichte Josias und seine guten Taten nach dem, was im Gesetz des HERRN geschrieben steht, 35.27 und seine Geschichte, die fruehere und die spaetere, siehe, sie ist geschrieben in dem Buch der Koenige von Israel und Juda. Joahas und Jojakim von Juda - Erste Wegfuehrung nach Babel. 2Koe 23,31-37; 24,1-7. \36\ 36.1 Und das Volk des Landes nahm Joahas, den Sohn Josias, und sie machten ihn zum Koenig in Jerusalem anstelle seines Vaters. 36.2 23 Jahre war Joahas alt, als er Koenig wurde, und er regierte drei Monate in Jerusalem. 36.3 Und der Koenig von Aegypten setzte ihn ab in Jerusalem. Und er legte dem Land eine Geldbusse von hundert Talenten Silber und einem Talent Gold auf. 36.4 Und der Koenig von Aegypten machte seinen Bruder Eljakim zum Koenig ueber Juda und Jerusalem und aenderte seinen Namen in Jojakim. Seinen Bruder Joahas aber nahm Necho fest und brachte ihn nach Aegypten. 36.5 Fuenfundzwanzig Jahre war Jojakim alt, als er Koenig wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem. Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, seines Gottes. 36.6 Gegen ihn zog Nebukadnezar, der Koenig von Babel, herauf. Und er band ihn mit ehernen Fesseln, um ihn nach Babel zu bringen. 36.7 Auch von den Geraeten des Hauses des HERRN brachte Nebukadnezar [einen Teil] nach Babel und legte sie in seinen Palast in Babel. 36.8 Und die uebrige Geschichte Jojakims und seine Greueltaten, die er veruebt hat, und was [sonst] ueber ihn gefunden wurde, siehe, das ist geschrieben in dem Buch der Koenige von Israel und Juda. Und Jojachin, sein Sohn, wurde an seiner Stelle Koenig. Jojachin und Zedekia von Juda - Zerstoerung Jerusalems - Zweite Wegfuehrung nach Babel. V. 9-10: 2Koe 24,8-17; Jer 22,24-30. 36.9 Achtzehn Jahre war Jojachin alt, als er Koenig wurde, und er regierte drei Monate und zehn Tage in Jerusalem. Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN. 36.10 Bei der Wiederkehr des Jahres sandte der Koenig Nebukadnezar hin und liess ihn nach Babel bringen samt den kostbaren Geraeten des Hauses des HERRN. Und er machte seinen Bruder Zedekia zum Koenig ueber Juda und Jerusalem. V. 11-21: 2Koe 24,18-20; 25,1-21; Jer 52,1-27. 36.11 Einundzwanzig Jahre war Zedekia alt, als er Koenig wurde, und er regierte elf Jahre in Jerusalem. 36.12 Und er tat, was boese war in den Augen des HERRN, seines Gottes. Er demuetigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, [der] nach dem Befehl des HERRN [zu ihm sprach]. 36.13 Und auch empoerte er sich gegen den Koenig Nebukadnezar, der ihn bei Gott hatte schwoeren lassen. Und er verhaertete seinen Nacken und verstockte sein Herz, so dass er nicht umkehrte zu dem HERRN, dem Gott Israels. 36.14 Auch alle Obersten der Priester und das Volk haeuften Untreue auf Untreue, entsprechend allen Greueln der Nationen, und machten das Haus des HERRN unrein, das er in Jerusalem geheiligt hatte. 36.15 Und der HERR, der Gott ihrer Vaeter, sandte zu ihnen durch seine Boten, frueh sich aufmachend und sendend; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und seiner Wohnung. 36.16 Aber sie verhoehnten die Boten Gottes und verachteten seine Worte und verspotteten seine Propheten, bis der Zorn des HERRN gegen sein Volk [so] stieg, dass es keine Heilung mehr gab. V. 17-21: Jer 39,1-10. 36.17 Und er liess den Koenig der Chaldaeer gegen sie heraufkommen und brachte ihre jungen Maenner mit dem Schwert um im Haus ihres Heiligtums. Er hatte kein Mitleid mit Juengling oder Jungfrau, mit Altem oder Greis. Alle gab er in seine Hand. 36.18 Und alle Geraete des Hauses Gottes, die grossen und die kleinen, und die Schaetze des Hauses des HERRN und die Schaetze des Koenigs und seiner Obersten, alles brachte er nach Babel. 36.19 Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von Jerusalem nieder. Und all seine Palaeste verbrannten sie mit Feuer, und all seine kostbaren Geraete zerstoerten sie. 36.20 Und was vom Schwert uebriggeblieben war, fuehrte er [gefangen] nach Babel. Und sie mussten ihm und seinen Soehnen als Sklaven [dienen], bis das Koenigreich der Perser zur Herrschaft kam, 36.21 damit erfuellt wuerde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias, bis das Land seine Sabbate ersetzt bekam. All die Tage seiner Verwuestung hatte es Ruhe, bis siebzig Jahre voll waren. Ende der babylonischen Gefangenschaft. Esr 1,1-3. 36.22 Und im ersten Jahr des Kyrus, des Koenigs von Persien, damit das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias erfuellt wuerde, erweckte der HERR den Geist des Kyrus, des Koenigs von Persien. Und er liess einen Aufruf ergehen durch sein ganzes Koenigreich und auch schriftlich bekanntmachen: 36.23 So spricht Kyrus, der Koenig von Persien: Alle Koenigreiche der Erde hat der HERR, der Gott des Himmels, mir gegeben. Und er hat mich beauftragt, ihm ein Haus zu bauen in Jerusalem, das in Juda ist. Wer immer unter euch aus seinem Volk ist, mit dem sei der HERR, sein Gott! Er ziehe hinauf!  Das Buch Esra. Rueckkehr der Juden nach Jerusalem unter Serubbabel und Jeschua. V. 1-3: 2Chr 36,22.23. \1\ 1.1 Und im ersten Jahr des Kyrus, des Koenigs von Persien, erweckte der HERR, damit das Wort des HERRN aus dem Mund Jeremias erfuellt wuerde, den Geist des Kyrus, des Koenigs von Persien, dass er durch sein ganzes Reich einen Ruf ergehen liess, und zwar auch schriftlich: 1.2 So spricht Kyrus, der Koenig von Persien: Alle Koenigreiche der Erde hat der HERR, der Gott des Himmels, mir gegeben. Nun hat er selbst mir [den Auftrag] gegeben, ihm in Jerusalem, das in Juda ist, ein Haus zu bauen. 1.3 Wer immer unter euch aus seinem Volk ist, mit dem sei sein Gott, und er ziehe hinauf nach Jerusalem, das in Juda ist, und baue das Haus des HERRN, des Gottes Israels! Er ist der Gott, der in Jerusalem ist. 1.4 Und jeden, der uebriggeblieben ist, an irgendeinem Ort, wo er sich [als Fremder] aufhaelt, den sollen die Leute seines Ortes unterstuetzen mit Silber und mit Gold und mit Habe und mit Vieh neben den freiwilligen Gaben fuer das Haus Gottes in Jerusalem. 1.5 Da machten sich die Familienoberhaeupter von Juda und Benjamin auf und die Priester und die Leviten, jeder, dessen Geist Gott erweckte, hinaufzuziehen, um das Haus des HERRN in Jerusalem zu bauen. 1.6 Und alle, die um sie herum [wohnten], griffen ihnen unter die Arme mit silbernen Geraeten, mit Gold, mit Habe und mit Vieh und mit Kostbarkeiten, abgesehen von allen freiwilligen Gaben. 1.7 Und der Koenig Kyrus holte die Geraete des Hauses des HERRN [wieder] heraus, die Nebukadnezar aus Jerusalem herausgeholt hatte und die er [als Geschenke] in das Haus seines Gottes gegeben hatte. 1.8 Die brachte Kyrus, der Koenig von Persien, in die Obhut des Schatzmeisters Midredat; und der zaehlte sie Scheschbazar, dem Fuersten Judas, vor. 1.9 Und das ist ihre Anzahl: 30 goldene Becken, 1000 silberne Becken, 29 Messer, 1.10 30 goldene Becher, 410 silberne Becher von zweiter Wahl, 1000 andere Geraete. 1.11 Alle Geraete aus Gold und aus Silber waren 5 400. Das alles brachte Scheschbazar mit herauf, als die Weggefuehrten aus Babel nach Jerusalem heraufgefuehrt wurden. Verzeichnis der Rueckkehrer unter Serubbabel und Jeschua. Neh 7,6-72. \2\ 2.1 Und das sind die Einwohner der Provinz [Juda], die aus der Gefangenschaft hinaufzogen, die Weggefuehrten, die Nebukadnezar, der Koenig von Babel, nach Babel weggefuehrt hatte und die nach Jerusalem und Juda zurueckgekehrt sind, jeder in seine Stadt, 2.2 [alle], die mit Serubbabel kamen [und mit] Jeschua, Nehemia, Seraja, Reelaja, Mordochai, Bilschan, Misperet, Bigwai, Rehum [und] Baana. V. 3-15: Kap. 8,1-14; V. 3-19: Neh 10,15-20. [Das ist die ] Zahl der Maenner des Volkes Israel: 2.3 Die Soehne Parosch 2 172. 2.4 Die Soehne Schefatja 372; 2.5 die Soehne Arach 775; 2.6 die Soehne Pahat-Moab, von den Soehnen Jeschua [und] Joab 2 812; 2.7 die Soehne Elam 1 254; 2.8 die Soehne Sattu 945; 2.9 die Soehne Sakkai 760; 2.10 die Soehne Bani 642; 2.11 die Soehne Bebai 623; 2.12 die Soehne Asgad 1 222; 2.13 die Soehne Adonikam 666; 2.14 die Soehne Bigwai 2 056; 2.15 die Soehne Adin 454; 2.16 die Soehne Ater von Hiskia 98; 2.17 die Soehne Bezai 323; 2.18 die Soehne Jorah 112; 2.19 die Soehne Haschum 223; 2.20 die Soehne Gibbar 95; 2.21 die Soehne Bethlehem 123; 2.22 die Maenner von Netofa 56; 2.23 die Maenner von Anatot 128; 2.24 die Soehne Asmawet 42; 2.25 die Soehne Kirjat-Arim, Kefira und Beerot 743; 2.26 die Soehne Rama und Geba 621; 2.27 die Maenner von Michmas 122; 2.28 die Maenner von Bethel und Ai 223; 2.29 die Soehne Nebo 52; 2.30 die Soehne Magbisch 156; 2.31 die Soehne des anderen Elam 1 254; 2.32 die Soehne Harim 320; 2.33 die Soehne Lod, Hadid und Ono 725; 2.34 die Soehne Jericho 345; 2.35 die Soehne Senaa 3 630. 2.36 Die Priester: die Soehne Jedaja, vom Haus Jeschua, 973; 2.37 die Soehne Immer 1 052; 2.38 die Soehne Paschhur 1 247; 2.39 die Soehne Harim 1 017. 2.40 Die Leviten: Die Soehne Jeschua und Kadmiel, von den Soehnen Hodawja. - 2.41 Die Saenger: die Soehne Asaf 128. - 2.42 Die Soehne der Torhueter: die Soehne Schallum, die Soehne Ater, die Soehne Talmon, die Soehne Akkub, die Soehne Hatita, die Soehne Schobai, insgesamt 139. 2.43 Die Tempeldiener: die Soehne Ziha, die Soehne Hasufa, die Soehne Tabbaot, 2.44 die Soehne Keros, die Soehne Sia, die Soehne Padon, 2.45 die Soehne Lebana, die Soehne Hagaba, die Soehne Akkub, 2.46 die Soehne Hagab, die Soehne Salmai, die Soehne Hanan, 2.47 die Soehne Giddel, die Soehne Gahar, die Soehne Reaja, 2.48 die Soehne Rezin, die Soehne Nekoda, die Soehne Gasam, 2.49 die Soehne Usa, die Soehne Paseach, die Soehne Besai, 2.50 die Soehne Asna, die Soehne der Meuniter, die Soehne der Nefusiter, 2.51 die Soehne Bakbuk, die Soehne Hakufa, die Soehne Harhur, 2.52 die Soehne Bazlut, die Soehne Mehida, die Soehne Harscha, 2.53 die Soehne Barkos, die Soehne Sisera, die Soehne Temach, 2.54 die Soehne Neziach, die Soehne Hatifa. 2.55 Die Soehne der Knechte Salomos: die Soehne Sotai, die Soehne Soferet, die Soehne Peruda, 2.56 die Soehne Jaala, die Soehne Darkon, die Soehne Giddel, 2.57 die Soehne Schefatja, die Soehne Hattil, die Soehne Pocheret-Zebajim, die Soehne Ami. 2.58 Alle Tempeldiener und Soehne der Knechte Salomos waren 392. 2.59 Und die folgenden sind es, die aus Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub-Addon [und] Immer heraufzogen; aber sie konnten ihr Vaterhaus und ihre Abstammung nicht angeben, ob sie aus Israel waren: 2.60 die Soehne Delaja, die Soehne Tobija, die Soehne Nekoda 652. 2.61 Und von den Soehnen der Priester: die Soehne Habaja, die Soehne Hakkoz, die Soehne Barsillai, der von den Toechtern des Gileaditers Barsillai eine Frau genommen hatte und nach dessen Namen genannt wurde. 2.62 Diese suchten ihre Eintragung in die Geschlechtsregister, aber sie wurde nicht gefunden. So wurden sie vom Priesteramt als unrein ausgeschlossen. 2.63 Und der Tirschata befahl ihnen, nicht vom Hochheiligen zu essen, bis ein Priester fuer die Urim und die Tummim auftraete. 2.64 Die ganze Versammlung [zaehlte] insgesamt 42 360, 2.65 abgesehen von ihren Knechten und ihren Maegden; diese waren 7 337. Und sie hatten 200 Saenger und Saengerinnen. 2.66 Ihre Pferde waren 736, ihre Maultiere 245, 2.67 ihre Kamele 435, die Esel 6 720. 2.68 Und einige von den Familienoberhaeuptern gaben bei ihrer Ankunft am Haus des HERRN in Jerusalem freiwillig fuer das Haus Gottes, um es an seiner [alten] Stelle wiederherzustellen. 2.69 Nach ihrem Vermoegen gaben sie fuer den Schatz des Werkes 61 000 Golddariken und 5 000 Silberminen, und 100 Priesterleibroecke. 2.70 Und die Priester und die Leviten und die aus dem Volk und die Saenger und die Torhueter und die Tempeldiener liessen sich in ihren Staedten nieder. So [wohnte] ganz Israel in seinen Staedten. Wiederaufnahme der Opfer in Jerusalem, Laubhuettenfest und Beginn des Tempelbaues. \3\ 3.1 Und als der siebte Monat herankam, dass die Soehne Israel in den Staedten [wohnten], da versammelte sich das Volk wie ein Mann nach Jerusalem. 3.2 Und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und seine Brueder, die Priester, und Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und seine Brueder machten sich auf und bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer darauf zu opfern, wie es geschrieben steht im Gesetz des Mose, des Mannes Gottes. 3.3 Und sie errichteten den Altar auf seinen [alten] Fundamenten, obwohl [ein Teil] von der Bevoelkerung der Laender in Feindschaft mit ihnen [lebte], und sie opferten auf ihm Brandopfer dem HERRN, die Morgen- und Abendbrandopfer. 3.4 Und sie begingen das Laubhuettenfest, wie es vorgeschrieben ist, mit dem Brandopfer, Tag fuer Tag in der Zahl, wie es vorgeschrieben ist und [wie] jeder Tag es erforderte. 3.5 Danach [brachte man] das regelmaessige Brandopfer und das fuer die Neumonde und [fuer] alle geheiligten Feste des HERRN und [die Brandopfer] von jedem, der dem HERRN eine freiwillige Gabe brachte. 3.6 Am ersten Tag des siebten Monats fingen sie an, dem HERRN Brandopfer zu opfern. Aber die Grundmauern des Tempels des HERRN waren noch nicht gelegt. - 3.7 Und man gab Geld den Steinhauern und den Zimmerleuten und Speise und Trank und Oel den Sidonitern und den Tyrern, damit sie Zedernholz vom Libanon ans Meer nach Jafo braechten gemaess der Vollmacht des Kyrus, des Koenigs von Persien, [die er] ihnen [erteilt hatte]. 3.8 Und im zweiten Jahr nach ihrer Ankunft beim Haus Gottes in Jerusalem, im zweiten Monat, begannen Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, und ihre uebrigen Brueder, die Priester und die Leviten, und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen waren, und sie liessen die Leviten von zwanzig Jahren und darueber antreten, dass sie Aufsicht ueber das Werk am Haus des HERRN fuehrten. 3.9 Da traten Jeschua, seine Soehne und seine Brueder, Kadmiel und seine Soehne, die Soehne Judas, wie ein [Mann] an, um Aufsicht zu fuehren ueber die, welche die Arbeit am Haus Gottes taten; [dazu] die Soehne Henadads, ihre Soehne und ihre Brueder, die Leviten. 3.10 So legten die Bauleute die Grundmauern zum Tempel des HERRN. Dabei liess man die Priester in ihrer Amtskleidung antreten, mit Trompeten, und die Leviten, die Soehne Asafs, mit Zimbeln, den HERRN zu loben nach der Anweisung Davids, des Koenigs von Israel. 3.11 Und sie stimmten [einen Wechselgesang] an mit Lob und Preis dem HERRN: Denn er ist gut, denn seine Gnade [waehrt] ewig ueber Israel. Und das ganze Volk jauchzte mit gewaltigem Jauchzen beim Lob des HERRN wegen der Grundsteinlegung zum Haus des HERRN. 3.12 Viele aber von den Priestern und den Leviten und den Familienoberhaeuptern, den Alten, die das erste Haus gesehen hatten, weinten, waehrend man vor ihren Augen den Grundstein zu diesem Haus legte, mit lauter Stimme. Viele aber erhoben ihre Stimme mit freudigem Jauchzen, 3.13 so dass niemand vom Volk [vor] der Stimme des freudigen Jauchzens die Stimme des Weinens im Volk erkennen konnte, denn das Volk jauchzte mit gewaltigem Jauchzen, so dass die Stimme bis in die Ferne gehoert wurde. Widerstand der Samariter gegen den Tempelbau. \4\ 4.1 Als aber die Gegner Judas und Benjamins hoerten, dass die Kinder der Wegfuehrung dabei waren, dem HERRN, dem Gott Israels, einen Tempel zu bauen, 4.2 da traten sie zu Serubbabel und zu den Familienoberhaeuptern und sagten zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen! Denn wir suchen euren Gott wie ihr; und ihm opfern wir seit den Tagen Asarhaddons, des Koenigs von Assur, der uns hierher heraufgefuehrt hat. 4.3 Da sagten Serubbabel und Jeschua und die uebrigen Familienoberhaeupter Israels zu ihnen: Ihr habt nichts mit uns [zu tun bei dem Auftrag], unserm Gott ein Haus zu bauen; sondern wir allein, wir werden dem HERRN, dem Gott Israels, bauen, wie es uns der Koenig Kyrus, der Koenig von Persien, befohlen hat. 4.4 Da machte das Volk des Landes die Haende des Volkes Juda schlaff und schreckte sie vom Bauen ab. 4.5 Und sie nahmen Ratgeber gegen sie in Dienst, um ihren Plan zunichte zu machen, [und zwar] alle Tage des Kyrus, des Koenigs von Persien, und bis zur Regierung des Darius, des Koenigs von Persien. Anklage gegen die Juden bei den persischen Koenigen wegen des Wiederaufbaues Jerusalems. 4.6 Und unter der Regierung des Ahasveros, am Anfang seiner Regierung, schrieben sie eine Anklage gegen die Bewohner von Juda und Jerusalem. - 4.7 Und in den Tagen Artahsastas schrieben Bischlam, Mitredat, Tabeel und seine uebrigen Gefaehrten an Artahsasta, den Koenig von Persien. Der Text des Briefes war aber aramaeisch geschrieben und uebersetzt. Aramaeisch: 4.8 Der Befehlshaber Rehum und der Schreiber Schimschai schrieben einen Brief gegen Jerusalem an den Koenig Artahsasta mit folgendem [Wortlaut]. 4.9 Dann [stand da: Wir], der Befehlshaber Rehum und der Schreiber Schimschai und ihre uebrigen Gefaehrten, die Richter, die Gesandten, die Schreiber und die Verwalter, die Maenner aus Erech, Babel und Susa, das sind die Maenner aus Elam, 4.10 und die uebrigen Nationen, die der grosse und erlauchte Asenappar wegfuehrte und in den Staedten Samarias und im uebrigen [Gebiet] jenseits des Stromes wohnen liess -. Und nun: 4.11 Dies ist die Abschrift des Briefes, den sie an ihn sandten: An den Koenig Artahsasta, deine Knechte, die Maenner jenseits des Stromes. Und nun: 4.12 Es sei dem Koenig kund, dass die Juden, die von dir heraufgezogen sind, zu uns nach Jerusalem gekommen sind. Sie bauen die aufruehrerische und boese Stadt [wieder] auf, sie vollenden die Mauern und bessern die Fundamente aus. 4.13 Nun sei dem Koenig kund: Wenn diese Stadt [wieder] aufgebaut wird und die Mauern vollendet werden, dann werden sie Steuern, Abgaben und Zoll nicht mehr geben, und das wird schliesslich die Koenige schaedigen. 4.14 Weil wir nun das Salz des Palastes essen und es uns nicht geziemt, die Blossstellung des Koenigs mitanzusehen, deswegen senden wir hin und teilen es dem Koenig mit, 4.15 damit man in dem Buch der Denkwuerdigkeiten deiner Vaeter nachforsche. Und du wirst in dem Buch der Denkwuerdigkeiten finden und erkennen, dass diese Stadt eine aufruehrerische Stadt gewesen ist, die Koenige und Laender geschaedigt hat, und dass man von den Tagen der Vorzeit her Empoerung darin gestiftet hat. Deshalb ist diese Stadt zerstoert worden. 4.16 Wir teilen dem Koenig mit: Wenn diese Stadt [wieder] aufgebaut wird und die Mauern vollendet werden, wirst du infolge davon [im Gebiet] jenseits des Stromes keinen Anteil mehr haben. 4.17 [Folgende] Antwort sandte der Koenig: An den Befehlshaber Rehum, den Schreiber Schimschai und an ihre uebrigen Gefaehrten, die in Samaria und in dem uebrigen [Gebiet] jenseits des Stromes wohnen, den Friedensgruss. Und nun: 4.18 Der Brief, den ihr an uns gesandt habt, ist Stueck fuer Stueck vor mir gelesen worden. 4.19 Und von mir ist Befehl gegeben worden, und man hat nachgeforscht und gefunden, dass diese Stadt sich von den Tagen der Vorzeit an gegen die Koenige erhoben hat und dass Aufruhr und Empoerung in ihr gestiftet worden sind. 4.20 Und maechtige Koenige hat es zu Jerusalem gegeben; die haben ueber alles geherrscht, was jenseits des Stromes ist, und Steuern, Abgaben und Zoll wurden ihnen gegeben. 4.21 Nun gebt Befehl, diesen Maennern Einhalt zu gebieten! Diese Stadt soll nicht [wieder] aufgebaut werden, bis von mir Befehl gegeben wird. 4.22 Und huetet euch, hierin eine Nachlaessigkeit zu begehen! Warum sollte ein grosser Schaden zum Nachteil der Koenige entstehen? - 4.23 Als dann die Abschrift des Briefes des Koenigs Artahsasta vor Rehum und dem Schreiber Schimschai und ihren Gefaehrten gelesen worden war, gingen sie in Eile nach Jerusalem zu den Juden und geboten ihnen mit Waffengewalt Einhalt. 4.24 Damals wurde die Arbeit am Haus Gottes in Jerusalem eingestellt, und sie blieb eingestellt bis zum zweiten Jahr der Regierung des Koenigs Darius von Persien. Weiterbau des Tempels - Bericht des Statthalters ueber die Juden an Koenig Darius. \5\ 5.1 Und der Prophet Haggai und Sacharja, der Sohn Iddos, die Propheten, weissagten den Juden, die in Juda und in Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels, der ueber ihnen war. 5.2 Da machten sich Serubbabel, der Sohn Schealtiels, und Jeschua, der Sohn Jozadaks, auf und fingen an, das Haus Gottes in Jerusalem zu bauen. Mit ihnen waren die Propheten Gottes, die sie unterstuetzten. 5.3 Zur selben Zeit kamen Tattenai, der Verwalter jenseits des Stromes, und Schetar-Bosnai und ihre Gefaehrten zu ihnen und sprachen so zu ihnen: Wer hat euch den Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen und diese Mauer zu vollenden? 5.4 Darauf sagten sie zu ihnen: Was sind die Namen der Maenner, die diesen Bau ausfuehren? 5.5 Aber das Auge ihres Gottes war ueber den Aeltesten der Juden, dass man ihnen nicht Einhalt gebot, bis ein Bericht an Darius gelangte und man dann einen Brief darueber zurueckschickte. 5.6 Abschrift des Briefes, den Tattenai, der Verwalter jenseits des Stromes, und Schetar-Bosnai und seine Gefaehrten, die persischen [Beamten der Provinz] jenseits des Stromes, an den Koenig Darius sandten. 5.7 Sie sandten einen Bericht an ihn, und dies war darin geschrieben: Darius, dem Koenig, allen Frieden! 5.8 Es sei dem Koenig kund, dass wir in die Provinz Juda zum Haus des grossen Gottes gegangen sind; das wird gerade mit Quadersteinen gebaut, und Holz wird in die Waende eingelegt. Und diese Arbeit wird eifrig betrieben und kommt unter ihrer Hand gut voran. 5.9 Da haben wir jene Aeltesten gefragt [und] dies zu ihnen gesagt: Wer hat euch den Befehl gegeben, dieses Haus zu bauen und diese Mauer zu vollenden? 5.10 Und auch nach ihren Namen haben wir sie gefragt, um sie dich wissen zu lassen, damit wir die Namen der Maenner aufschreiben konnten, die an ihrer Spitze [stehen]. 5.11 Und so gaben sie uns folgendes zur Antwort und sagten: Wir sind die Knechte des Gottes des Himmels und der Erde, und wir bauen das Haus [wieder] auf, das frueher viele Jahre als Gebaeude bestanden hat. Ein grosser Koenig von Israel hatte es gebaut und vollendet. 5.12 Da aber unsere Vaeter den Gott des Himmels zum Zorn reizten, gab er sie in die Hand Nebukadnezars, des Koenigs von Babel, des Chaldaeers; der zerstoerte dieses Haus und fuehrte das Volk nach Babel fort. 5.13 Doch im ersten Jahr des Kyrus, des Koenigs von Babel, gab der Koenig Kyrus den Befehl, dieses Haus Gottes [wieder] aufzubauen. 5.14 Und auch die goldenen und silbernen Geraete des Hauses Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem herausgenommen und in den Tempel zu Babel gebracht hatte, die nahm der Koenig Kyrus aus dem Tempel zu Babel heraus. Sie wurden Scheschbazar - so sein Name - uebergeben, den er als Verwalter einsetzte. 5.15 Und er sagte zu ihm: Nimm diese Geraete, ziehe hin, lege sie im Tempel zu Jerusalem nieder! Und das Haus Gottes soll an seiner [frueheren] Staette [wieder] aufgebaut werden. 5.16 Darauf kam dieser Scheschbazar [und] legte die Fundamente des Hauses Gottes, das in Jerusalem ist. Von da an bis jetzt wird daran gebaut. Es ist aber noch nicht vollendet. 5.17 Und nun, wenn es dem Koenig recht ist, dann werde nachgeforscht im Schatzhaus des Koenigs, das dort in Babel ist, ob es so ist, dass vom Koenig Kyrus der Befehl gegeben worden ist, dieses Haus Gottes in Jerusalem [wieder] aufzubauen. Die Entscheidung des Koenigs darueber schicke man uns zu. Erlaubnis zum Tempelbau, Fertigstellung des Tempels, seine Einweihung und Passahfest. \6\ 6.1 Darauf erliess der Koenig Darius einen Befehl, und man forschte in Babel nach im Urkundenhaus, wo man die Schaetze niederlegte. 6.2 Und es wurde zu Achmeta, in der Festung, die in der Provinz Medien [liegt], eine Schriftrolle gefunden, und darin war folgendes geschrieben: Protokoll: 6.3 Im ersten Jahr des Koenigs Kyrus erliess der Koenig Kyrus Befehl, das Haus Gottes in Jerusalem [betreffend]: Das Haus soll [wieder] aufgebaut werden als eine Staette, wo man Schlachtopfer opfert. Und seine Fundamente sollen hergerichtet werden: seine Hoehe [soll] sechzig Ellen sein, seine Breite sechzig Ellen, 6.4 drei Lagen aus Quadersteinen und eine Lage aus neuem Holz. Und die Kosten sollen aus dem Haus des Koenigs bestritten werden. 6.5 Und auch die goldenen und silbernen Geraete des Hauses Gottes, die Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem herausgenommen und nach Babel gebracht hat, soll man zurueckgeben, dass [ein jedes wieder] in den Tempel zu Jerusalem kommt, an seinen Ort. Und du sollst sie im Haus Gottes niederlegen. - 6.6 Nun denn, Tattenai, Verwalter jenseits des Stromes, Schetar-Bosnai und eure Gefaehrten, die persischen [Beamten der Provinz] jenseits des Stromes, haltet euch fern von dort! 6.7 Lasst fuer die Arbeit an diesem Haus Gottes [dem] Verwalter der Juden und den Aeltesten der Juden [freie Hand]! Sie sollen dieses Haus Gottes an seiner Staette [wieder] aufbauen. 6.8 Und von mir wird Befehl dafuer gegeben, wie ihr mit diesen Aeltesten der Juden verfahren sollt, damit sie dieses Haus Gottes bauen koennen: So sollen von den Guetern des Koenigs, aus der Steuer [der Provinz] jenseits des Stromes, diesen Maennern die Ausgaben puenktlich bezahlt werden, um [sie] nicht aufzuhalten. 6.9 Und was noetig ist, Jungstiere, Widder und Laemmer zu Brandopfern fuer den Gott des Himmels, [dazu] Weizen, Salz, Wein und Oel, [das] soll ihnen nach dem Geheiss der Priester, die in Jerusalem sind, Tag fuer Tag ohne Nachlaessigkeit gegeben werden, 6.10 damit sie dem Gott des Himmels Raeucherwerk darbringen und fuer das Leben des Koenigs und seiner Soehne beten. 6.11 Und von mir wird Befehl gegeben: Jedem Menschen, der diesen Erlass uebertritt, aus dessen Haus soll ein Balken herausgerissen werden, und er soll als Gepfaehlter daran geschlagen werden; und sein Haus soll deswegen zu einem Misthaufen gemacht werden. 6.12 Der Gott aber, der seinen Namen dort wohnen laesst, stuerze jeden Koenig und [jedes] Volk nieder, die ihre Hand ausstrecken, [diesen Erlass] zu uebertreten, um dieses Haus Gottes zu zerstoeren, das in Jerusalem ist! Ich, Darius, habe den Befehl gegeben. Gewissenhaft soll er ausgefuehrt werden! 6.13 Darauf [verhielten sich] Tattenai, der Verwalter [der Provinz] jenseits des Stromes, Schetar-Bosnai und ihre Gefaehrten entsprechend dem [Befehl], den der Koenig Darius gesandt hatte [und] handelten gewissenhaft danach. 6.14 So bauten die Aeltesten der Juden, und sie kamen gut voran gemaess der Weissagung Haggais, des Propheten, und Sacharjas, des Sohnes Iddos. Und sie bauten und vollendeten [das Gebaeude] nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl des Kyrus und Darius und Artahsasta, des Koenigs von Persien. 6.15 Und dieses Haus wurde fertig bis zum dritten Tag des Monats Adar, das ist das sechste Jahr der Regierung des Koenigs Darius. 6.16 Und die Soehne Israel, die Priester und die Leviten und die uebrigen Soehne der Weggefuehrten feierten die Einweihung dieses Hauses Gottes mit Freuden. 6.17 Und sie brachten zur Einweihung dieses Hauses Gottes hundert Stiere dar, zweihundert Widder, vierhundert Laemmer und als Suendopfer fuer ganz Israel zwoelf Ziegenboecke, nach der Zahl der Staemme Israels. 6.18 Und sie stellten die Priester nach ihren Gruppen auf und die Leviten nach ihren Abteilungen zum Dienst Gottes in Jerusalem, nach der Vorschrift des Buches des Mose. 6.19 Und die Soehne der Weggefuehrten bereiteten das Passah am vierzehnten Tag des ersten Monats. 6.20 Denn die Priester und die Leviten hatten sich gereinigt wie ein [Mann]; sie waren alle rein. Und sie schlachteten das Passah fuer alle Soehne der Weggefuehrten und fuer ihre Brueder, die Priester, und fuer sich selbst. 6.21 So assen die Soehne Israel, die aus der Wegfuehrung zurueckgekehrt waren, [das Passah] sowie jeder, der sich von der Unreinheit der Nationen des Landes zu ihnen abgesondert hatte, um den HERRN, den Gott Israels, zu suchen. 6.22 Und sie begingen das Fest der ungesaeuerten Brote sieben Tage lang mit Freuden. Denn der HERR hatte sie frohgemacht und ihnen das Herz des Koenigs von Assur zugewandt, ihre Haende bei der Arbeit am Haus Gottes, des Gottes Israels, zu staerken. Rueckkehr Esras nach Jerusalem - Schutzbrief des Koenigs Artahsasta fuer Esra. V. 1-5: 1Chr 5,29-41. \7\ 7.1 Nach diesen Begebenheiten nun [zog] unter der Regierung des Artahsasta, des Koenigs von Persien, Esra [herauf], der Sohn Serajas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Hilkijas, 7.2 des Sohnes Schallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Ahitubs, 7.3 des Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Merajots, 7.4 des Sohnes Serachjas, des Sohnes Usis, des Sohnes Bukkis, 7.5 des Sohnes Abischuas, des Sohnes des Pinhas, des Sohnes Eleasars, des Sohnes Aarons, des Oberpriesters, - 7.6 dieser Esra zog herauf von Babel. Und er war ein kundiger Schriftgelehrter im Gesetz des Mose, das der HERR, der Gott Israels, gegeben hatte. Und der Koenig gewaehrte ihm, da die Hand des HERRN, seines Gottes, ueber ihm war, all sein Begehren. 7.7 Und von den Soehnen Israel, von den Priestern, den Leviten, den Saengern, den Torhuetern und den Tempeldienern gingen [einige mit] nach Jerusalem hinauf im siebten Jahr des Koenigs Artahsasta. 7.8 Und er kam nach Jerusalem im fuenften Monat, das war im siebten Jahr des Koenigs. 7.9 Denn am Ersten des ersten Monats hatte er den Hinaufzug aus Babel festgesetzt. Und am Ersten des fuenften Monats kam er nach Jerusalem, weil die gute Hand seines Gottes ueber ihm war. 7.10 Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des HERRN zu erforschen und zu tun und in Israel [die] Ordnung und [das] Recht [des HERRN] zu lehren. 7.11 Und dies ist die Abschrift des Briefes, den der Koenig Artahsasta dem Priester und Schriftgelehrten Esra mitgab, dem Schriftgelehrten in Angelegenheiten der Gebote des HERRN und seiner Ordnungen fuer Israel: 7.12 Artahsasta, der Koenig der Koenige, an Esra, den Priester, den Beauftragten fuer das Gesetz des Gottes des Himmels, vollkommenes [Heil]! Und nun: 7.13 Von mir wird [hiermit] Befehl gegeben, dass jeder in meinem Reich vom Volk Israel, seinen Priestern und den Leviten, der gewillt ist, nach Jerusalem zu ziehen, mit dir ziehen darf, 7.14 weil [du] von seiten des Koenigs und seiner sieben Raete gesandt bist, um eine Untersuchung ueber Juda und Jerusalem anzustellen nach dem Gesetz deines Gottes, das in deiner Hand ist, 7.15 und um das Silber und das Gold zu ueberbringen, das der Koenig und seine Raete dem Gott Israels gespendet haben, dessen Wohnung in Jerusalem ist, 7.16 sowie alles Silber und Gold, das du in der ganzen Provinz Babel bekommen wirst, samt der Spende des Volkes und der Priester, die sie spenden fuer das Haus ihres Gottes, das in Jerusalem ist. 7.17 Dementsprechend sollst du gewissenhaft fuer dieses Geld Stiere, Widder, Laemmer und die dazugehoerigen Speisopfer und Trankopfer kaufen und sie auf dem Altar des Hauses eures Gottes darbringen, das in Jerusalem ist. 7.18 Und was dir und deinen Bruedern recht erscheint, mit dem restlichen Silber und Gold zu tun, das duerft ihr nach dem Willen eures Gottes tun. 7.19 Die Geraete aber, die dir zum Dienst im Haus deines Gottes gegeben worden sind, liefere vollstaendig ab vor dem Gott in Jerusalem! 7.20 Und den uebrigen Bedarf fuer das Haus deines Gottes, den aufzubringen dir zufaellt, sollst du aus dem Schatzhaus des Koenigs ausgeben. - 7.21 Von mir persoenlich, dem Koenig Artahsasta, wird [hiermit] an alle Schatzmeister jenseits des Stromes Befehl gegeben: Alles, was Esra, der Priester, der Beauftragte fuer das Gesetz des Gottes des Himmels, von euch fordern wird, soll gewissenhaft getan werden, 7.22 [und zwar] bis zu hundert Talenten Silber und bis zu hundert Kor Weizen und bis zu hundert Bat Wein und bis zu hundert Bat Oel, und Salz unbegrenzt. 7.23 Alles, was nach dem Befehl des Gottes des Himmels [erforderlich] ist, soll fuer das Haus des Gottes des Himmels sorgfaeltig getan werden. Denn warum sollte ein Zorn[gericht] ueber das Reich des Koenigs und seiner Soehne kommen? 7.24 Und euch wird mitgeteilt, dass niemand ermaechtigt ist, irgendeinem von den Priestern und Leviten, Saengern, Torhuetern, Tempelsklaven und Dienern dieses Hauses Gottes Steuer, Abgaben und Zoll aufzuerlegen. - 7.25 Du aber, Esra, setze nach der Weisheit deines Gottes, die in deiner Hand ist, Richter und Rechtsprecher ein, die dem ganzen Volk Recht sprechen sollen, das jenseits des Stromes ist, allen, die die Gesetze deines Gottes kennen. Und wer sie nicht kennt, dem sollt ihr sie mitteilen. 7.26 Und jeder, der das Gesetz deines Gottes und das Gesetz des Koenigs nicht befolgt, an dem soll mit Eifer Gericht geuebt werden, es sei zum Tode oder zur Verbannung oder zur Geldstrafe oder zum Gefaengnis. 7.27 Gepriesen sei der HERR, der Gott unserer Vaeter, der solches in das Herz des Koenigs gegeben hat, um das Haus des HERRN herrlich zu machen, das in Jerusalem ist, 7.28 und der es gefuegt hat, dass ich Gnade [gefunden] habe vor dem Koenig und seinen Raeten und allen maechtigen Obersten des Koenigs! Ich aber, ich fasste Mut, weil die Hand des HERRN, meines Gottes, ueber mir war, und ich versammelte [einige von den Familienober]haeuptern aus Israel, dass sie mit mir hinaufzoegen. Esras Begleiter bei der Rueckkehr nach Jerusalem. V. 1-14: Kap. 2,3-15. \8\ 8.1 Und dies sind die Familienoberhaeupter mit ihren Geschlechtsregistern, die unter der Regierung des Koenigs Artahsasta mit mir aus Babel heraufzogen. 8.2 Von den Soehnen Pinhas: Gerschom; von den Soehnen Itamar: Daniel; von den Soehnen David: Hattusch, 8.3 der Sohn Schechanjas; von den Soehnen Parosch: Secharja, und mit ihm waren in die Geschlechtsregister eingetragen an Maennern 150; 8.4 von den Soehnen Pahat-Moab: Eljoenai, der Sohn Serachjas, und mit ihm 200 Maenner; 8.5 von den Soehnen Sattu: Schechanja, der Sohn Jahasiels, und mit ihm 300 Maenner; 8.6 und von den Soehnen Adin: Ebed, der Sohn Jonatans, und mit ihm 50 Maenner; 8.7 und von den Soehnen Elam: Jesaja, der Sohn Ataljas, und mit ihm 70 Maenner; 8.8 und von den Soehnen Schefatja: Sebadja, der Sohn Michaels, und mit ihm 80 Maenner; 8.9 und von den Soehnen Joab: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm 218 Maenner; 8.10 und von den Soehnen Bani: Schelomit, der Sohn Josifjas, und mit ihm 160 Maenner; 8.11 und von den Soehnen Bebai: Secharja, der Sohn Bebais, und mit ihm 28 Maenner; 8.12 und von den Soehnen Asgad: Johanan, der Sohn Katans, und mit ihm 110 Maenner; 8.13 und von den Soehnen Adonikam: die letzten, und dies sind ihre Namen: Elifelet, Jeiel und Schemaja und mit ihnen 60 Maenner; 8.14 und von den Soehnen Bigwai: Utai, der Sohn Sabbuds, und mit ihm 70 Maenner. 8.15 Und ich versammelte sie an dem Fluss, der nach Ahawa fliesst, und wir lagerten dort drei Tage. Nun bemerkte ich [zwar] Volk und Priester, aber ich fand dort keinen von den Soehnen Levis. 8.16 Da schickte ich Elieser, Ariel, Schemaja und Elnatan und Jarib und Elnatan und Nathan und Secharja und Meschullam, die [Familienober]haeupter, und Jojarib und Elnatan, die Lehrer, 8.17 und sandte sie zu Iddo, dem Vorsteher in der Ortschaft Kasifja. Und ich legte ihnen die Worte in den Mund, die sie zu Iddo [und] seinen Bruedern [und] den Tempeldienern in der Ortschaft Kasifja reden sollten, damit man Diener fuer das Haus unseres Gottes zu uns kommen liesse. 8.18 Da liessen sie, weil die gute Hand unseres Gottes ueber uns war, einen einsichtsvollen Mann zu uns kommen von den Soehnen Machlis, des Sohnes Levis, des Sohnes Israels, und [zwar] Scherebja mit seinen Soehnen und seinen Bruedern, [insgesamt] achtzehn, 8.19 und Haschabja und mit ihm Jesaja, von den Soehnen Merari, seine Brueder und ihre Soehne, [insgesamt] zwanzig, 8.20 und von den Tempeldienern, die David und die Obersten zur Bedienung der Leviten gegeben hatten: 220 Tempeldiener. Sie alle waren mit Namen aufgefuehrt. Esras Vorbereitungen fuer die Rueckkehr - Ankunft und Opfer in Jerusalem. 8.21 Und ich rief dort, am Fluss Ahawa, ein Fasten aus, damit wir uns vor unserem Gott demuetigten, um von ihm einen geebneten Weg zu erbitten fuer uns und fuer unsere Kinder und fuer alle unsere Habe. 8.22 Denn ich hatte mich geschaemt, vom Koenig Soldaten und Pferde zu unserer Unterstuetzung gegen den Feind auf dem Weg zu erbitten. Wir hatten naemlich zum Koenig gesagt: die Hand unseres Gottes ist zum Guten ueber allen, die ihn suchen, aber seine Macht und sein Zorn sind gegen alle, die ihn verlassen. 8.23 Und so fasteten wir und suchten in dieser Sache [Hilfe] von unserem Gott, und er liess sich von uns erbitten. 8.24 Und ich sonderte von den Obersten der Priester zwoelf aus: Scherebja, Haschabja und mit ihnen zehn von ihren Bruedern. 8.25 Und ich wog ihnen das Silber und das Gold und die Geraete dar, das Hebopfer fuer das Haus unseres Gottes, das der Koenig und seine Raete und seine Obersten und ganz Israel, das sich [dort] befand, abgehoben hatten. 8.26 Und ich wog in ihre Hand dar: 650 Talente Silber; und an silbernen Geraeten: hundert Talente; an Gold: hundert Talente; 8.27 und zwanzig goldene Becher zu tausend Dariken; und zwei Geraete aus goldglaenzender, feiner Bronze, kostbar wie Gold. 8.28 Und ich sagte zu ihnen: Ihr seid dem HERRN heilig, und die Geraete sind heilig. Und das Silber und das Gold sind eine freiwillige Gabe fuer den HERRN, den Gott eurer Vaeter. 8.29 Seid wachsam und bewahrt es, bis ihr es vor den Obersten der Priester und Leviten und den Obersten der Vaeter Israels in Jerusalem, in den Zellen des Hauses des HERRN darwiegen koennt! 8.30 Da nahmen die Priester und die Leviten das abgewogene Silber und Gold und die Geraete in Empfang, um sie nach Jerusalem in das Haus unseres Gottes zu bringen. 8.31 Und wir brachen vom Fluss Ahawa am Zwoelften des ersten Monats auf, um nach Jerusalem zu ziehen. Und die Hand unseres Gottes war ueber uns, und errettete uns vor der Hand des Feindes und [der Schar in] dem Hinterhalt am Weg. 8.32 So kamen wir nach Jerusalem und blieben dort drei Tage. 8.33 Und am vierten Tag wurden das Silber und das Gold und die Geraete im Haus unseres Gottes dargewogen in die Hand des Priesters Meremot, des Sohnes Urias, - und bei ihm war Eleasar, der Sohn des Pinhas, und bei ihnen die Leviten Josabad, der Sohn Jeschuas, und Noadia, der Sohn Binnuis - 8.34 nach der Zahl, nach dem Gewicht eines jeden [Teils]. Und das ganze Gewicht wurde zu jener Zeit aufgeschrieben. 8.35 Die aus der Gefangenschaft Gekommenen, die Soehne der Wegfuehrung, brachten dem Gott Israels Brandopfer dar: zwoelf Jungstiere fuer ganz Israel, 96 Widder, 77 Laemmer [und] zwoelf Boecke zum Suendopfer, das alles als Brandopfer fuer den HERRN. 8.36 Und sie uebergaben die Anordnungen des Koenigs den Satrapen des Koenigs und den Statthaltern jenseits des Stromes. Und diese unterstuetzten das Volk und das Haus Gottes. Beschwerden wegen der Mischehen - Esras Bussgebet wegen der Treulosigkeit des Volkes. \9\ 9.1 Als das nun vollbracht war, traten die Obersten zu mir und sagten: Das Volk Israel und die Priester und die Leviten haben sich nicht von den Voelkern der Laender - wegen deren Greuel - abgesondert, [naemlich von] den Kanaanitern, den Hetitern, den Perisitern, den Jebusitern, den Ammonitern, den Moabitern, den Aegyptern und den Amoritern. 9.2 Denn sie haben von deren Toechtern fuer sich und fuer ihre Soehne [Frauen] genommen, und so hat sich der heilige Same mit den Voelkern der Laender vermischt. Und die Hand der Obersten und der Vorsteher ist in dieser Untreue als erste [ausgestreckt] gewesen. 9.3 Als ich diese Sache hoerte, zerriss ich mein Kleid und mein Obergewand und raufte mir Haare meines Kopfes und meines Bartes aus und sass betaeubt da. 9.4 Und zu mir versammelten sich alle, die zitterten vor den Worten des Gottes Israels wegen der Untreue der Weggefuehrten. Ich aber blieb betaeubt sitzen bis zum Abendopfer. 9.5 Und um [die Zeit] des Abendopfers stand ich auf von meiner [Selbst]demuetigung, nachdem ich [nochmals] mein Kleid und mein Obergewand zerrissen hatte, und ich liess mich auf meine Knie nieder und breitete meine Haende zu dem HERRN, meinem Gott, aus. 9.6 Und ich sprach: Mein Gott, ich schaeme mich und scheue mich, mein Gesicht zu dir, mein Gott, zu erheben! Denn unsere Suenden sind [uns] ueber den Kopf gewachsen, und unsere Schuld ist gross geworden bis an den Himmel. 9.7 Von den Tagen unserer Vaeter an sind wir in grosser Schuld gewesen bis zum heutigen Tag, und um unserer Suenden willen sind wir, wir, unsere Koenige, unsere Priester, der Gewalt der Koenige der Laender preisgegeben worden, dem Schwert, der Gefangenschaft und der Pluenderung und der Beschaemung des Angesichts, so wie es heute ist. 9.8 Und nun ist uns fuer einen kleinen Augenblick Gnade von dem HERRN, unserem Gott, zuteil geworden. Er hat uns Gerettete uebriggelassen und uns einen [Zelt]pflock gegeben an seiner heiligen Staette. Unser Gott hat unsere Augen hell gemacht und uns ein wenig Belebung geschenkt in unserer Knechtschaft. 9.9 Denn Knechte sind wir. Aber in unserer Knechtschaft hat unser Gott uns nicht verlassen, sondern er hat es gefuegt, dass wir Gnade [gefunden] haben vor den Koenigen von Persien. Er hat uns Belebung geschenkt, das Haus unseres Gottes aufzurichten und seine Truemmer[staette] wiederherzustellen. Er hat uns eine Schutzwehr in Juda und in Jerusalem gegeben. 9.10 Und nun, unser Gott, was sollen wir nach [all]dem sagen? Denn wir haben deine Gebote verlassen, 9.11 die du durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast, indem du sprachst: Das Land, in das ihr kommt, um es in Besitz zu nehmen, ist ein beflecktes Land wegen der Befleckung der Voelker der Laender, wegen ihrer Greuel, mit denen sie es vom einen Ende bis zum andern durch ihre Unreinheit erfuellt haben. 9.12 So sollt ihr nun nicht eure Toechter ihren Soehnen geben und ihre Toechter nicht [als Frauen] fuer eure Soehne nehmen, und ihren Frieden und ihr Wohl sollt ihr bis in Ewigkeit nicht suchen, damit ihr stark werdet und das Gute des Landes esst und es auf eure Soehne vererbt bis in Ewigkeit. 9.13 Und nach allem, was wegen unserer boesen Taten und wegen unserer grossen Schuld ueber uns gekommen ist - obwohl du, unser Gott, mehr geschont hast, als unsere Suenden es verdienten, und du uns eine solche Rettung gewaehrt hast -, 9.14 sollten wir da wieder deine Gebote aufheben und uns mit den Voelkern dieser Greuel verschwaegern? Musst du [da] nicht gegen uns zuernen bis es ganz aus ist, so dass kein Ueberrest und keine Rettung mehr [bleiben]? 9.15 HERR, Gott Israels, du bist gerecht! Denn wir sind als Gerettete uebriggeblieben, wie es heute ist. Siehe, hier sind wir vor dir mit unserer Schuld. Denn bei einem solchen [Verhalten] ist es unmoeglich, vor dir zu bestehen. Aufloesung der Mischehen. \10\ 10.1 Und waehrend Esra betete und, weinend und vor dem Haus Gottes daliegend, [die Schuld] bekannte, versammelte sich um ihn eine sehr zahlreiche Versammlung aus Israel, Maenner und Frauen und Kinder; denn [auch] das Volk weinte unter vielen Traenen. 10.2 Und Schechanja, der Sohn Jehiels, von den Soehnen Elam, fing an und sagte zu Esra: Wir, ja wir haben treulos an unserm Gott gehandelt und haben auslaendische Frauen von der Bevoelkerung des Landes geheiratet. Doch jetzt [gibt es noch] Hoffnung fuer Israel in dieser [Sache]. 10.3 So lasst uns jetzt mit unserm Gott einen Bund schliessen, dass wir alle [auslaendischen] Frauen und die von ihnen geborenen [Kinder] fortschicken, nach dem Beschluss meines Herrn und jener, die vor dem Gebot unseres Gottes zittern. Nach dem Gesetz soll gehandelt werden. 10.4 Steh auf, denn dir obliegt die Sache! Wir aber werden mit dir sein. Sei stark und handle! 10.5 Da stand Esra auf. Und er liess die Obersten der Priester, der Leviten und ganz Israel schwoeren, nach diesem Wort zu handeln. Und sie schworen es. 10.6 Und Esra stand von [dem Platz] vor dem Haus Gottes auf und ging in die Zelle Johanans, des Sohnes Eljaschibs; und er uebernachtete dort. Brot ass er nicht, und Wasser trank er nicht, denn er trauerte ueber die Untreue der Weggefuehrten. 10.7 Dann liess man durch Juda und Jerusalem einen Ruf ergehen an alle Soehne der Wegfuehrung, sich in Jerusalem zu versammeln. 10.8 Und jeden, der nicht innerhalb von drei Tagen gemaess dem Beschluss der Obersten und Aeltesten kaeme, dessen ganze Habe sollte mit dem Bann belegt werden, und er selbst sollte aus der Versammlung der Weggefuehrten ausgeschlossen werden. 10.9 Da versammelten sich alle Maenner von Juda und Benjamin innerhalb von drei Tagen nach Jerusalem, [im Kislev], das war der neunte Monat, am Zwanzigsten des Monats. Und das ganze Volk sass auf dem Platz des Hauses Gottes, zitternd wegen der Sache und infolge der Regenguesse. 10.10 Da stand Esra, der Priester, auf und sagte zu ihnen: Ihr habt treulos gehandelt und habt auslaendische Frauen geheiratet, um die Schuld Israels zu vermehren. 10.11 So gebt nun dem HERRN, dem Gott eurer Vaeter, das Lob und tut seinen Willen und sondert euch ab von den Voelkern des Landes und von den auslaendischen Frauen! 10.12 Und die ganze Versammlung antwortete und sprach mit lauter Stimme: Ja, nach deinem Wort obliegt es uns zu handeln! 10.13 Jedoch ist das Volk zahlreich; und es ist die Zeit der Regenguesse, so dass man nicht im Freien stehen kann. Ausserdem ist das kein Geschaeft fuer einen Tag, auch nicht fuer zwei, denn viele von uns haben sich in dieser Sache vergangen. 10.14 Lasst doch unsere Obersten fuer die ganze Versammlung zusammentreten! Und alle in unsern Staedten, die auslaendische Frauen geheiratet haben, sollen zu bestimmten Zeiten kommen und mit ihnen die Aeltesten jeder einzelnen Stadt und ihre Richter, bis wir die Zornglut unseres Gottes in dieser Sache von uns abgewendet haben. - 10.15 Nur Jonatan, der Sohn Asaels, und Jachseja, der Sohn Tikwas, traten dagegen auf; und Meschullam und Schabbetai, der Levit, standen ihnen bei. 10.16 Und die Soehne der Wegfuehrung machten es so. Und der Priester Esra sonderte sich Maenner aus, Familienoberhaeupter nach ihren Familien, und zwar alle mit Namen. Und sie setzten sich [zusammen] am ersten Tag des zehnten Monats, um die Sache zu untersuchen. 10.17 Und sie kamen bis zum ersten Tag des ersten Monats mit allem zu Ende [in der Sache mit] den Maennern, die auslaendische Frauen geheiratet hatten. 10.18 Es fanden sich aber [auch] unter den Soehnen der Priester solche, die auslaendische Frauen geheiratet hatten: von den Soehnen Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, und seinen Bruedern: Maaseja und Elieser und Jarib und Gedalja. 10.19 Und sie gaben ihre Hand darauf, dass sie ihre Frauen fortschicken wollten, und als Schuldige [opferten sie] einen Widder von den Schafen fuer ihre Schuld. - 10.20 Und von den Soehnen Immer: Hanani und Sebadja; 10.21 und von den Soehnen Harim: Maaseja und Elia und Schemaja und Jehiel und Usija; 10.22 und von den Soehnen Paschhur: Eljoenai, Maaseja, Jismael, Netanel, Josabad und Elasa. - 10.23 Und von den Leviten: Josabad und Schimi und Kelaja [das ist Kelita], Petachja, Juda und Elieser. - 10.24 Und von den Saengern: Eljaschib. - Und von den Torhuetern: Schallum und Telem und Uri. - 10.25 Und von [dem restlichen] Israel: von den Soehnen Parosch: Ramja und Jisija und Malkija und Mijamin und Eleasar und Malkija und Benaja; 10.26 und von den Soehnen Elam: Mattanja, Secharja und Jehiel und Abdi und Jeremot und Elia; 10.27 und von den Soehnen Sattu: Eljoenai, Eljaschib, Mattanja und Jeremot und Sabad und Asisa; 10.28 und von den Soehnen Bebai: Johanan, Hananja, Sabbai, Atlai; 10.29 und von den Soehnen Bani: Meschullam, Malluch und Adaja, Jaschub und Scheal, Jeremot; 10.30 und von den Soehnen Pahat-Moab: Adna und Kelal, Benaja, Maaseja, Mattanja, Bezalel und Binnui und Manasse; 10.31 und von den Soehnen Harim: Elieser, Jischija, Malkija, Schemaja, Simeon, 10.32 Benjamin, Malluch, Schemarja; 10.33 von den Soehnen Haschum: Mattenai, Mattatta, Sabad, Elifelet, Jeremai, Manasse, Schimi; 10.34 von den Soehnen Bani: Maadai, Amram und Uel, 10.35 Benaja, Bedja, Keluhi, 10.36 Wanja, Meremot, Eljaschib, 10.37 Mattanja, Mattenai und Jaasai; 10.38 und von den Soehnen Binnui: Schimi 10.39 und Schelemja und Nathan und Adaja, 10.40 Machnadbai, Schaschai, Scharai, 10.41 Asarel und Schelemja, Schemarja, 10.42 Schallum, Amarja, Joseph; 10.43 von den Soehnen Nebo: Jeiel, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai und Joel, Benaja. 10.44 Diese alle hatten auslaendische Frauen genommen; und sie hatten mit diesen Kinder gezeugt.  Das Buch Nehemia. Trauer Nehemias ueber den Zustand Judas und Jerusalems. \1\ 1.1 Geschichte Nehemias, des Sohnes Hachaljas. Und es geschah im Monat Kislew des zwanzigsten Jahres, als ich in der Burg Susa war, 1.2 da kam Hanani, einer von meinen Bruedern, er und einige Maenner aus Juda. Und ich fragte sie nach den Juden, den Entkommenen, die von den Gefangenen uebriggeblieben waren, und nach Jerusalem. 1.3 Und sie sagten zu mir: Die Uebriggebliebenen, die von den Gefangenen dort in der Provinz uebriggeblieben sind, [leben] in grossem Unglueck und in Schmach. Und die Mauer von Jerusalem ist niedergerissen, und seine Tore sind mit Feuer verbrannt. 1.4 Und es geschah, als ich diese Worte hoerte, setzte ich mich hin, weinte und trauerte tagelang. Und ich fastete und betete vor dem Gott des Himmels. 1.5 Und ich sprach: Ach, HERR, Gott des Himmels, du grosser und furchtbarer Gott, der den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn lieben und seine Gebote bewahren! 1.6 Lass doch dein Ohr aufmerksam und deine Augen offen sein, dass du auf das Gebet deines Knechtes hoerst, das ich heute, Tag und Nacht, fuer die Soehne Israel, deine Knechte, vor dir bete und mit dem ich die Suenden der Soehne Israel bekenne, die wir gegen dich begangen haben! Auch ich und meines Vaters Haus, wir haben gesuendigt. 1.7 Sehr boese haben wir gegen dich gehandelt und haben nicht die Gebote und die Ordnungen und die Rechtsbestimmungen bewahrt, die du deinem Knecht Mose geboten hast. 1.8 Denke doch an das Wort, das du deinem Knecht Mose geboten hast, indem du sprachst: Werdet ihr treulos handeln, dann werde ich euch unter die Voelker zerstreuen! 1.9 Kehrt ihr aber zu mir um und bewahrt meine Gebote und tut sie - wenn [auch] eure Vertriebenen am Ende des Himmels sein sollten, [selbst] von dort werde ich sie sammeln und sie an den Ort bringen, den ich erwaehlt habe, um meinen Namen dort wohnen zu lassen! 1.10 Sie sind ja deine Knechte und dein Volk, das du erloest hast durch deine grosse Kraft und deine starke Hand. 1.11 Ach, Herr, lass doch dein Ohr aufmerksam sein auf das Gebet deines Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, die gewillt sind, deinen Namen zu fuerchten! Lass es doch deinem Knecht heute gelingen und gewaehre ihm Barmherzigkeit vor diesem Mann! - Ich war naemlich Mundschenk des Koenigs. Nehemias Vollmacht fuer den Bau der Mauer Jerusalems - Besichtigung der Mauer und Entschluss zum Bauen. \2\ 2.1 Und es geschah im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahr des Koenigs Artahsasta, als Wein vor ihm [stand], da nahm ich den Wein und gab ihn dem Koenig. Ich war aber nie traurig vor ihm gewesen. 2.2 Und der Koenig sagte zu mir: Warum [sieht] dein Gesicht so traurig [aus]? Du bist [doch] nicht etwa krank? [Nein,] das ist es nicht, sondern ein trauriges Herz! Da bekam ich einen furchtbaren Schrecken. 2.3 Und ich sagte zum Koenig: Der Koenig lebe ewig! Warum sollte mein Gesicht nicht traurig [aussehen], wo doch die Stadt, die Begraebnisstaette meiner Vaeter, veroedet daliegt und ihre Tore vom Feuer verzehrt sind? 2.4 Und der Koenig sagte zu mir: Um was also bittest du? Da betete ich zu dem Gott des Himmels 2.5 und sagte [dann] zum Koenig: Wenn es dem Koenig gefaellt, und wenn dein Knecht wohlgefaellig vor dir ist, so wollest du mich nach Juda senden zu der Stadt der Graeber meiner Vaeter, damit ich sie [wieder] aufbaue! 2.6 Da sagte der Koenig zu mir - und die Koenigin sass neben ihm -: Wie lange wird deine Reise dauern, und wann wirst du zurueckkehren? Und es war wohlgefaellig vor dem Koenig, so dass er mich sandte, und ich gab ihm eine Zeit an. 2.7 Und ich sagte zum Koenig: Wenn es dem Koenig gefaellt, dann gebe man mir Briefe an die Statthalter jenseits des Stromes [mit], damit sie mich durchziehen lassen, bis ich nach Juda komme, 2.8 dazu einen Brief an Asaf, den Hueter ueber den Forst des Koenigs, damit er mir Holz gibt, dass ich die Tore der Burg, die zum [Tempel]haus gehoert, aus Balken bauen kann und fuer die Mauer der Stadt und fuer das Haus, in das ich einziehen will. Und der Koenig gewaehrte es mir, weil die gute Hand meines Gottes ueber mir war. 2.9 Und ich kam zu den Statthaltern jenseits des Stromes und gab ihnen die Briefe des Koenigs. - Der Koenig aber hatte Heeroberste und Reiter mit mir gesandt. - 2.10 Und als Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, [davon] hoerten, bereitete es ihnen grossen Verdruss, dass ein Mensch gekommen war, um das Wohl der Soehne Israel zu suchen. 2.11 Und ich kam nach Jerusalem und war drei Tage dort. 2.12 Und ich machte mich bei Nacht auf, ich und einige wenige Maenner mit mir. Ich hatte aber keinem Menschen mitgeteilt, was mein Gott mir ins Herz gegeben hatte, fuer Jerusalem zu tun. Und es war kein Tier bei mir, ausser dem [Reit]tier, auf dem ich ritt. 2.13 So zog ich nachts durch das Taltor hinaus, in Richtung auf die Drachenquelle und das Aschentor. Und ich untersuchte die Mauern von Jerusalem, die niedergerissen, und ihre Tore, die vom Feuer verzehrt waren. 2.14 Und ich zog hinueber zum Quellentor und zum Koenigsteich. Als aber fuer das [Reit]tier unter mir kein Raum [mehr] da war durchzukommen, 2.15 stieg ich bei Nacht das Bachtal hinauf und untersuchte die Mauer. Und ich kam wieder herein durch das Taltor. So kehrte ich zurueck. 2.16 Die Vorsteher aber hatten nicht erkannt, wohin ich gegangen war und was ich getan hatte. Denn ich hatte den Juden und den Priestern und den Edlen und den Vorstehern und dem Rest, der an dem Werk mitarbeiten sollte, bis dahin nichts mitgeteilt. 2.17 Nun sagte ich zu ihnen: Ihr seht das Unglueck, in dem wir sind, dass Jerusalem veroedet daliegt und seine Tore mit Feuer verbrannt sind. Kommt und lasst uns die Mauer Jerusalems [wieder] aufbauen, damit wir nicht laenger geschmaeht werden koennen! 2.18 Und ich berichtete von der Hand meines Gottes, die guetig ueber mir [gewaltet hatte], und auch von den Worten des Koenigs, die er zu mir geredet hatte. Da sagten sie: Wir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie staerkten ihre Haende zum Guten. 2.19 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische Knecht, und Geschem, der Araber, [davon] hoerten, spotteten sie ueber uns und verachteten uns und sagten: Was ist das fuer eine Sache, die ihr da tun wollt? Wollt ihr euch gegen den Koenig empoeren? 2.20 Da gab ich ihnen zur Antwort und sagte zu ihnen: Der Gott des Himmels, er laesst es uns gelingen. Und wir, seine Knechte, wollen uns aufmachen und bauen. Ihr aber habt weder Anteil noch Anrecht, noch Gedenken in Jerusalem. Bau der Mauer - Namen der Bauleute. \3\ 3.1 Und der Hohepriester Eljaschib machte sich mit seinen Bruedern, den Priestern, auf, und sie bauten das Schaftor. Sie heiligten es und setzten seine Torfluegel ein. Und sie heiligten es bis an den Turm Mea, bis an den Turm Hananel. 3.2 Und ihm zur Seite bauten die Maenner von Jericho. Und daneben baute Sakkur, der Sohn Imris. 3.3 Und das Fischtor bauten die Soehne Senaas. Sie bauten es aus Balken und setzten seine Torfluegel ein, seine Riegel und seine Sperrbalken. 3.4 Und ihnen zur Seite besserte Meremot aus, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz. Und daneben besserte Meschullam aus, der Sohn Berechjas, des Sohnes Meschesabels. Und daneben besserte Zadok aus, der Sohn Baanas. 3.5 Und daneben besserten die Tekoiter aus. Aber die Vornehmen unter ihnen beugten ihren Nacken nicht zum Dienst fuer ihren Herrn. 3.6 Und das Jeschana-Tor besserten Jojada, der Sohn Paseachs, und Meschullam, der Sohn Besodjas, aus. Sie bauten es aus Balken und setzten seine Torfluegel, seine Riegel und seine Sperrbalken ein. 3.7 Und ihnen zur Seite besserte Melatja, der Gibeoniter, aus und Jadon, der Meronotiter, Maenner aus Gibeon und Mizpa, die zum Amtsbereich des Statthalters diesseits des Stromes gehoerten. 3.8 Daneben besserte Usiel, der Sohn Harhajas, aus, der Goldschmied. Und ihm zur Seite besserte Hananja, der Salbenmischer, aus. Und sie befestigten Jerusalem bis an die breite Mauer. 3.9 Und daneben besserte Refaja, der Sohn Hurs, aus, der Oberste des halben Bezirks von Jerusalem. 3.10 Und daneben besserte Jedaja, der Sohn Harumafs, aus, und zwar seinem Haus gegenueber. Und ihm zur Seite besserte Hattusch, der Sohn Haschabnejas, aus. 3.11 Einen weiteren Mauerabschnitt besserten Malkija, der Sohn Harims, und Haschub, der Sohn Pahat-Moabs, aus, dazu den Ofenturm. 3.12 Und daneben besserte Schallum, der Sohn des Lohesch, aus, der Oberste des [anderen] halben Bezirks von Jerusalem, er und seine Toechter. 3.13 Das Taltor besserten Hanun und die Bewohner von Sanoach aus. Sie bauten es und setzten seine Torfluegel, seine Riegel und seine Sperrbalken ein und [bauten weiter] tausend Ellen an der Mauer bis zum Aschentor. 3.14 Und das Aschentor besserte Malkija, der Sohn Rechabs, aus, der Oberste des Bezirks von Bet-Kerem. Er baute es und setzte seine Torfluegel, seine Riegel und seine Sperrbalken ein. 3.15 Und das Quelltor besserte Schallum, der Sohn Kolhoses, der Oberste des Bezirks von Mizpa, aus. Er baute es und ueberdachte es und setzte seine Torfluegel, seine Riegel und seine Sperrbalken ein. Und [er baute] die Mauer am Teich der Wasserleitung zum Koenigsgarten, und [zwar] bis zu den Stufen, die von der Stadt Davids hinabfuehren. 3.16 Nach ihm besserte Nehemja, der Sohn Asbuks, aus, der Oberste des halben Bezirks von Bet-Zur, bis [zu der Stelle] gegenueber den Graebern Davids und bis zu dem Teich, der angelegt worden war, und bis zu dem Haus der Helden. 3.17 Nach ihm besserten die Leviten aus [unter] Rehum, dem Sohn Banis. Ihm zur Seite besserte Haschabja aus, der Oberste des halben Bezirks von Keila, fuer seinen Bezirk. 3.18 Nach ihm besserten ihre Brueder [unter] Binnui aus, dem Sohn Henadads, dem Obersten des [anderen] halben Bezirks von Keila. 3.19 Und ihm zur Seite besserte Eser, der Sohn Jeschuas, der Oberste von Mizpa, einen weiteren Mauerabschnitt aus, gegenueber dem Aufgang zum Zeughaus am Winkel. 3.20 Nach ihm besserte Baruch, der Sohn Sabbais, eifrig einen weiteren Mauerabschnitt aus, [und zwar] vom Winkel bis zum Eingang des Hauses des Hohenpriesters Eljaschib. 3.21 Nach ihm besserte Meremot, der Sohn Urias, des Sohnes des Hakkoz, einen weiteren Mauerabschnitt aus, vom Eingang des Hauses Eljaschibs bis zum Ende des Hauses Eljaschibs. 3.22 Und nach ihm besserten die Priester aus, die Maenner [aus] der [Jordan]ebene. 3.23 Daran anschliessend besserten Benjamin und Haschub ihrem Haus gegenueber aus. Daran anschliessend besserte Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, neben seinem Haus aus. 3.24 Nach ihm besserte Binnui, der Sohn Henadads, einen weiteren Mauerabschnitt aus, vom Haus Asarjas an bis an den Winkel und [weiter] bis an die Ecke. 3.25 Palal, der Sohn Usais, [besserte] gegenueber dem Winkel und dem oberen Turm [aus], der beim Wachthof am Haus des Koenigs vorspringt. Nach ihm [besserte] Pedaja, der Sohn des Parosch, [aus] - 3.26 aber die Tempeldiener wohnten auf dem Ofel - bis [zu der Stelle] gegenueber dem Wassertor im Osten und dem vorspringenden Turm. - 3.27 Nach ihm besserten die Tekoiter einen weiteren Mauerabschnitt aus, von [der Stelle] gegenueber dem grossen vorspringenden Turm an bis zur Mauer des Ofel. 3.28 Oberhalb des Rosstores besserten die Priester aus, jeder seinem Haus gegenueber. 3.29 Nach ihnen besserte Zadok, der Sohn Immers, aus, seinem Haus gegenueber. Und nach ihm besserte Schemaja, der Sohn Schechanjas, der Hueter des Osttores, aus. 3.30 Nach ihm besserten Hananja, der Sohn Schelemjas, und Hanun, der sechste Sohn Zalafs, einen weiteren Mauerabschnitt aus. Nach ihm besserte Meschullam, der Sohn Berechjas, aus, seiner [Tempel]zelle gegenueber. 3.31 Nach ihm besserte Malkija, von den Goldschmieden, aus, bis an das Haus der Tempeldiener und der Haendler, dem Tor Mifkad gegenueber und bis an das Obergemach an der [Mauer]ecke. 3.32 Und zwischen dem Obergemach an der Ecke und dem Schaftor besserten die Goldschmiede und die Haendler aus. Bau der Mauer trotz Widerstand der feindlichen Umgebung. 3.33 Und es geschah, als Sanballat hoerte, dass wir die Mauer bauten, da wurde er zornig und aergerte sich sehr. Und er spottete ueber die Juden. 3.34 Und er sprach vor seinen Bruedern und zu der Oberschicht von Samaria und sagte: Was machen die ohnmaechtigen Juden? Wollen sie [Jerusalem] fuer sich befestigen? Wollen sie [zum Opfer] schlachten? Wollen sie es heute vollenden? Wollen sie die Steine aus den Schutthaufen wieder zum Leben bringen? Sie sind doch verbrannt! 3.35 Und Tobija, der Ammoniter, [stand] neben ihm und sagte: Was sie auch bauen moegen - wenn ein Fuchs [daran] hinaufspringt, reisst er ihre Steinmauer ein! - 3.36 Hoere, unser Gott, wie wir zum Gespoett geworden sind, und lass ihre Schmaehung auf ihren Kopf zurueckkommen und gib sie der Pluenderung preis in einem Land der Gefangenschaft! 3.37 Und decke ihre Schuld nicht zu, und ihre Suende werde vor deinem Angesicht nicht ausgeloescht! Denn sie haben in den Bauenden [dich zum Zorn] gereizt. - 3.38 Wir aber bauten die Mauer [weiter] auf, so dass die ganze Mauer bis zur Haelfte geschlossen werden konnte, und das Volk war mit [ganzem] Herzen an der Arbeit. \4\ 4.1 Und es geschah, als Sanballat und Tobija und die Araber, Ammoniter und Aschdoditer hoerten, dass [die] Ausbesserung an den Mauern Jerusalems Fortschritte machte, weil die Breschen sich zu schliessen begannen, da wurden sie sehr zornig. 4.2 Und sie schlossen sich zusammen, alle miteinander, um zu kommen und gegen Jerusalem zu kaempfen und darin Verwirrung anzurichten. 4.3 Da beteten wir zu unserem Gott und stellten eine Wache gegen sie auf, Tag und Nacht [zum Schutz] vor ihnen. 4.4 Und [das Volk von] Juda sagte: Die Kraft der Lasttraeger schwindet, und es ist [noch so] viel Schutt da. Wir allein schaffen es nicht [mehr], an der Mauer zu bauen. 4.5 Unsere Bedraenger aber sagten [sich]: Sie sollen es nicht erkennen und sollen nichts [von uns] sehen, bis wir mitten unter sie gekommen sind und sie erschlagen und das Werk zum Stillstand bringen. 4.6 Und es geschah, als die Juden, die neben ihnen wohnten, kamen und uns [wohl] zehnmal sagten: Von allen Orten, wohin ihr euch [auch] wenden moegt, [sind sie] gegen uns! - 4.7 da stellte ich an Stellen, die niedriger waren als der Platz hinter der Mauer, an den offenen Stellen - da stellte ich das Volk auf, nach Sippen [geordnet] mit ihren Schwertern, ihren Lanzen und ihren Bogen. 4.8 Und als ich [ihre Furcht] sah, da machte ich mich auf und sagte zu den Edlen und zu den Vorstehern und zum Rest des Volkes: Fuerchtet euch nicht vor ihnen! An den Herrn denkt, den grossen und furchtbaren! Und kaempft fuer eure Brueder, eure Soehne und eure Toechter, eure Frauen und eure Haeuser! 4.9 Und es geschah, als unsere Feinde hoerten, dass es uns bekanntgeworden war und dass Gott ihren Rat zunichte gemacht hatte, da konnten wir alle zur Mauer zurueckkehren, jeder an sein Werk. 4.10 Und es geschah von diesem Tag an: die [eine] Haelfte meiner jungen Maenner war an dem Werk beschaeftigt, und ihre [andere] Haelfte hielt die Speere, die Schilde und die Bogen und die Schuppenpanzer [bereit]. Und die Obersten [standen] hinter dem ganzen Haus Juda, 4.11 das an der Mauer baute. Und die Lasttraeger trugen [ihre Last folgendermassen]: Mit der einen Hand arbeiteten sie am Werk, waehrend die andere die Waffe hielt. 4.12 Und von den Bauleuten hatte jeder sein Schwert um seine Hueften geguertet, so bauten sie. Und der ins Horn zu stossen hatte, war neben mir. - 4.13 Und ich sagte zu den Edlen und zu den Vorstehern und zum Rest des Volkes: Das Werk ist gross und weitlaeufig, und wir sind auf der Mauer zerstreut, jeder weitab von seinen Bruedern. 4.14 An den Ort, woher ihr den Schall des Horns hoert, dorthin sammelt euch zu uns! Unser Gott wird fuer uns kaempfen! 4.15 So arbeiteten wir an dem Werk - die Haelfte von ihnen hielt die Lanzen bereit - vom Aufgang der Morgenroete an, bis die Sterne hervortraten. 4.16 Zu derselben Zeit sagte ich auch zum Volk: Jeder soll mit seinem Helfer die Nacht ueber innerhalb Jerusalems bleiben, so dass sie uns nachts als Wache dienen und tagsueber am Werk. 4.17 Und weder ich noch meine Brueder, noch meine Diener, noch die Maenner der Wache, die in meinem Gefolge waren - wir zogen unsere Kleider nicht aus. Jeder hatte seine Waffe zu seiner Rechten. Schuldenerlass - Nehemias Selbstlosigkeit. \5\ 5.1 Und es entstand ein grosses Geschrei [der Leute aus] dem Volk und ihrer Frauen gegen ihre juedischen Brueder. 5.2 Da gab es solche, die sagten: Unsere Soehne und unsere Toechter - wir sind viele! Wir wollen Getreide bekommen, damit wir essen und leben koennen! 5.3 Und es gab solche, die sagten: Wir mussten unsere Felder und unsere Weinberge und unsere Haeuser verpfaenden, damit wir in der Hungersnot Getreide bekamen. 5.4 Und es gab solche, die sagten: Wir haben fuer die Steuer des Koenigs Geld geliehen auf unsere Felder und unsere Weinberge. 5.5 Und nun, unser Fleisch [und Blut ist doch] wie das Fleisch [und Blut] unserer Brueder, unsere Kinder sind wie ihre Kinder. Und siehe, wir muessen unsere Soehne und unsere Toechter zu Sklaven erniedrigen. Und manche von unseren Toechtern sind [schon] erniedrigt worden, und wir sind machtlos [dagegen]. Unsere Felder und unsere Weinberge gehoeren ja den andern. 5.6 Da wurde ich sehr zornig, als ich ihr Klagegeschrei und diese Worte hoerte. 5.7 Und mein Herz in mir ging mit sich zu Rate, und ich klagte die Edlen und die Vorsteher an und sagte zu ihnen: Ihr treibt Wucher an euren Bruedern! Und ich veranstaltete eine grosse Versammlung gegen sie. 5.8 Und ich sagte zu ihnen: Wir haben unsere Brueder, die Juden, die an die Nationen verkauft waren, so weit es uns moeglich war, [frei]gekauft. Und ihr wollt eure Brueder sogar verkaufen, damit sie [dann wieder] an uns verkauft werden? Da schwiegen sie und fanden keine Antwort. 5.9 Und ich sagte: Nicht gut ist die Sache, die ihr da tut! Solltet ihr nicht in der Furcht unseres Gottes leben, um dem Hohn der Nationen, unserer Feinde, zu entgehen? 5.10 Aber auch ich [und] meine Brueder und meine Diener, wir haben ihnen Geld und Getreide geliehen. Erlassen wir [ihnen] doch diese Schuldforderung! 5.11 Gebt ihnen doch gleich heute ihre Felder, ihre Weinberge, ihre Olivengaerten und ihre Haeuser zurueck! Und [erlasst ihnen] die Schuldforderung an Geld und Getreide, an Most und Oel, das ihr ihnen geliehen habt! 5.12 Da sagten sie: Wir wollen es zurueckgeben und nichts von ihnen fordern. Wir wollen so handeln, wie du es gesagt hast. Und ich rief die Priester und liess sie schwoeren, nach diesem Wort zu handeln. 5.13 Auch schuettelte ich meinen Gewandbausch aus und sprach: Ebenso soll Gott jeden Mann aus seinem Haus und aus seinem Besitz hinausschuetteln, der dieses Wort nicht haelt! Er sei ebenso ausgeschuettelt und leer! Und die ganze Versammlung sprach: Amen! Und sie lobten den HERRN. Und das Volk handelte nach diesem Wort. 5.14 Auch habe ich von dem Tag an, an dem der Koenig mich beauftragt hatte, im Land Juda ihr Statthalter zu sein, mit meinen Bruedern nicht das Brot des Statthalters gegessen, [und zwar] vom 20. Jahr bis zum 32. Jahr des Koenigs Artahsasta, zwoelf Jahre lang. 5.15 Aber die frueheren Statthalter, die vor mir gewesen waren, hatten auf das Volk [schwere] Lasten gelegt und [Abgaben] fuer Brot und Wein von ihnen genommen, dazu [noch] vierzig Schekel Silber. Auch ihre Diener hatten willkuerlich ueber das Volk geherrscht. Ich aber, ich machte [es] nicht so, aus Furcht vor Gott. 5.16 Und auch beim Werk an dieser Mauer packte ich mit an. Ein Feld haben wir nicht gekauft. Alle meine Diener waren dort zum Werk versammelt. 5.17 Und die Juden, sowohl die Vorsteher - 150 Mann - als auch die, die von den Nationen rings um uns herum zu uns kamen, waren an meinem Tisch. 5.18 Und was fuer jeden Tag zubereitet wurde, war: ein Rind, sechs auserlesene Schafe und Gefluegel wurden mir zubereitet und alle zehn Tage von allerlei Wein die Fuelle. Und trotzdem forderte ich nicht das Brot des Statthalters, denn der Dienst lastete schwer [genug] auf diesem Volk. 5.19 Gedenke, mein Gott, mir zugute, all dessen, was ich fuer dieses Volk getan habe! Mordplaene gegen Nehemia - Vollendung der Mauer. \6\ 6.1 Und es geschah, als Sanballat und Tobija und Geschem, der Araber, und der Rest unserer Feinde vernahmen, dass ich die Mauer gebaut hatte und dass kein Riss mehr darin war - doch hatte ich bis zu dieser Zeit die Torfluegel noch nicht in die Tore eingesetzt -, 6.2 da sandten Sanballat und Geschem zu mir [und liessen mir] sagen: Komm, wir wollen uns in Kefirim, im Tal von Ono, treffen! Sie beabsichtigten aber, mir Boeses anzutun. 6.3 Und ich sandte Boten zu ihnen [und liess ihnen] sagen: Ich fuehre gerade ein grosses Werk aus und kann nicht hinabkommen. Warum sollte das Werk ruhen, wenn ich es zurueckliesse und zu euch hinabkaeme? 6.4 Und sie sandten auf diese Weise viermal zu mir, ich aber erwiderte ihnen [viermal] auf dieselbe Weise. 6.5 Da sandte Sanballat zum fuenften Mal auf diese Weise seinen Diener zu mir; der hatte einen offenen Brief in seiner Hand, 6.6 in dem stand geschrieben: Unter den Nationen verlautet, und Geschem sagt es [auch]: Du und die Juden, ihr beabsichtigt, euch zu empoeren. Darum baust du die Mauer auf. Und du willst nach diesem Geruecht ihr Koenig werden. 6.7 Sogar Propheten sollst du eingesetzt haben, damit sie in Jerusalem ueber dich ausrufen: [Er ist] Koenig in Juda! Nun, solche Geruechte werden dem Koenig zu Ohren kommen. So mach dich nun auf, dass wir miteinander beraten! 6.8 Da sandte ich zu ihm [und liess ihm] sagen: Es ist nichts geschehen von diesen Dingen, die du behauptest, sondern aus deinem Herzen hast du sie [frei] erfunden. 6.9 Denn sie alle wollten uns in Furcht versetzen, indem sie [sich] sagten: Ihre Haende werden von dem Werk ablassen, und es wird nicht ausgefuehrt werden. - Und nun, staerke meine Haende! 6.10 Und ich kam in das Haus Schemajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes Mehetabels, der sich eingeschlossen hatte. Der sagte: Wir wollen uns im Haus Gottes treffen, im Innern des Tempelraums und die Tueren des Tempelraums verschliessen. Denn sie wollen kommen, um dich umzubringen; und zwar kommen sie in der Nacht, um dich umzubringen. 6.11 Ich aber sagte: Ein Mann wie ich sollte davonlaufen? Und wer von meinesgleichen koennte in den Tempel hineingehen und am Leben bleiben? Ich gehe nicht mit hinein! 6.12 Und ich merkte: Nein, nicht Gott hatte ihn gesandt, sondern er redete die Prophezeiung ueber mich, weil Tobija und Sanballat ihn gedungen hatten. 6.13 Dazu war er gedungen worden, dass ich aus Furcht so handeln und mich versuendigen sollte. So haetten sie [einen Anlass] zur ueblen Nachrede gehabt, damit man mich schmaehen koennte. - 6.14 Gedenke es, mein Gott, dem Tobija und dem Sanballat nach diesen ihren Taten und auch der Prophetin Noadja und dem Rest der Propheten, die mich in Furcht versetzen wollten! 6.15 Und die Mauer wurde am 25. des [Monats] Elul, in 52 Tagen fertiggestellt. 6.16 Und es geschah, als alle unsere Feinde es hoerten, da fuerchteten sich alle Nationen, die rings um uns her waren, und unsere Feinde sanken sehr in ihren Augen. Und sie erkannten, dass dieses Werk von unserem Gott aus geschehen war. 6.17 In denselben Tagen liessen auch [einige der] Edlen von Juda viele Briefe an Tobija abgehen, und solche von Tobija kamen an sie. 6.18 Denn es gab viele in Juda, die sich ihm mit einem Eid verbunden hatten, denn er war ein Schwiegersohn Schechanjas, des Sohnes Arachs. Und sein Sohn Johanan hatte die Tochter Meschullams, des Sohnes Berechjas, [zur Frau] genommen. 6.19 Auch sprachen sie vor mir von seinen guten Taten und hinterbrachten ihm meine Worte. [Und] Tobija sandte Briefe, um mich in Furcht zu versetzen. Bestellung der Torhueter - Verzeichnis der Rueckkehrer. \7\ 7.1 Und es geschah, als die Mauer [fertig]gebaut war und ich die Torfluegel eingesetzt hatte, wurden die Torhueter und die Saenger und die Leviten bestimmt. 7.2 Dann uebertrug ich den Oberbefehl ueber Jerusalem meinem Bruder Hanani und dem Burgobersten Hananja; denn der [galt] als ein treuer Mann und als gottesfuerchtig vor vielen [anderen]. 7.3 Und ich sagte zu ihnen: Die Tore Jerusalems sollen nicht eher geoeffnet werden, als bis die Sonne heiss scheint. Und waehrend sie [noch am Himmel] steht, soll man die Torfluegel schliessen. Und [dann] verriegelt sie. Und man soll Wachen aus den Bewohnern Jerusalems aufstellen, den einen auf seiner Wache und den anderen vor seinem Haus. 7.4 Die Stadt aber war nach allen Seiten hin weit ausgedehnt und gross, doch das Volk in ihr war spaerlich, und keine Haeuser waren gebaut. 7.5 Und mein Gott gab mir es ins Herz, und ich versammelte die Edlen und die Vorsteher und das Volk, damit sie sich registrieren liessen. Und ich fand das Buch mit dem Geschlechtsregister derer, die zuerst heraufgezogen waren, und fand darin geschrieben: V. 6-72: Esr 2,1-70. 7.6 Das sind die Einwohner der Provinz [Juda], die aus der Gefangenschaft hinaufzogen, die Weggefuehrten, die Nebukadnezar, der Koenig von Babel, weggefuehrt hatte und die nach Jerusalem und Juda zurueckgekehrt sind, jeder in seine Stadt, 7.7 [alle], die mit Serubbabel kamen [und mit] Jeschua, Nehemja, Asarja, Raamja, Nahamani, Mordochai, Bilschan, Misperet, Bigwai, Rehum [und] Baana. [Das ist die] Zahl der Maenner des Volkes Israel: 7.8 Die Soehne Parosch 2 172; 7.9 die Soehne Schefatja 372; 7.10 die Soehne Arach 652; 7.11 die Soehne Pahat-Moab, von den Soehnen Jeschuas und Joabs 2 818; 7.12 die Soehne Elam 1 254; 7.13 die Soehne Sattu 845; 7.14 die Soehne Sakkai 760; 7.15 die Soehne Binnui 648; 7.16 die Soehne Bebai 628; 7.17 die Soehne Asgad 2 322; 7.18 die Soehne Adonikam 667; 7.19 die Soehne Bigwai 2 067; 7.20 die Soehne Adin 655; 7.21 die Soehne Ater, von Hiskia, 98; 7.22 die Soehne Haschum 328; 7.23 die Soehne Bezai 324; 7.24 die Soehne Harif 112; 7.25 die Soehne Gibeon 95; 7.26 die Maenner von Bethlehem und Netofa 188; 7.27 die Maenner von Anatot 128; 7.28 die Maenner von Bet-Asmawet 42; 7.29 die Maenner von Kirjat-Jearim, Kefira und Beerot 743; 7.30 die Maenner von Rama und Geba 621; 7.31 die Maenner von Michmas 122; 7.32 die Maenner von Bethel und Ai 123; 7.33 die Maenner vom anderen Nebo 52; 7.34 die Soehne des anderen Elam 1 254; 7.35 die Soehne Harim 320; 7.36 die Soehne Jerichos 345; 7.37 die Soehne Lod, Hadid und Ono 721; 7.38 die Soehne Senaa 3 930. 7.39 Die Priester: die Soehne Jedaja, vom Haus Jeschua 973; 7.40 die Soehne Immer 1 052; 7.41 die Soehne Paschhur 1 247; 7.42 die Soehne Harim 1 017. 7.43 Die Leviten: die Soehne Jeschua von Kadmiel, von den Soehnen Hodewa 74. - 7.44 Die Saenger: die Soehne Asaf 148. - 7.45 Die Torhueter: die Soehne Schallum, die Soehne Ater, die Soehne Talmon, die Soehne Akkub, die Soehne Hatita, die Soehne Schobai, [insgesamt] 138. 7.46 Die Tempeldiener: die Soehne Ziha, die Soehne Hasufa, die Soehne Tabbaot, 7.47 die Soehne Keros, die Soehne Sia, die Soehne Padon, 7.48 die Soehne Lebana, die Soehne Hagaba, die Soehne Salmai, 7.49 die Soehne Hanan, die Soehne Giddel, die Soehne Gahar, 7.50 die Soehne Reaja, die Soehne Rezin, die Soehne Nekoda, 7.51 die Soehne Gasam, die Soehne Usa, die Soehne Paseach, 7.52 die Soehne Besai, die Soehne der Meuniter, die Soehne der Nefusiter, 7.53 die Soehne Bakbuk, die Soehne Hakufa, die Soehne Harhur, 7.54 die Soehne Bazlit, die Soehne Mehida, die Soehne Harscha, 7.55 die Soehne Barkos, die Soehne Sisera, die Soehne Temach, 7.56 die Soehne Neziach, die Soehne Hatifa. 7.57 Die Soehne der Knechte Salomos: die Soehne Sotai, die Soehne Soferet, die Soehne Perida, 7.58 die Soehne Jaala, die Soehne Darkon, die Soehne Giddel, 7.59 die Soehne Schefatja, die Soehne Hattil, die Soehne Pocheret-Zebajim, die Soehne Amon. 7.60 Alle Tempeldiener und Soehne der Knechte Salomos waren 392. 7.61 Und die folgenden sind [die], die aus Tel-Melach, Tel-Harscha, Kerub-Addon und Immer heraufzogen - aber sie konnten ihr Vaterhaus und ihre Abstammung nicht angeben, ob sie aus Israel waeren -: 7.62 die Soehne Delaja, die Soehne Tobija, die Soehne Nekoda 642. 7.63 Und von den Priestern: die Soehne Habaja, die Soehne Hakkoz, die Soehne Barsillai, der von den Toechtern des Gileaditers Barsillai eine Frau genommen hatte und nach dessen Namen genannt wurde. 7.64 Diese suchten ihre Eintragung ins Geschlechtsregister, aber sie wurde nicht gefunden. So wurden sie vom Priesteramt als unrein ausgeschlossen. 7.65 Und der Tirschata befahl ihnen, nicht vom Hochheiligen zu essen, bis der Priester fuer die Urim und die Tummim auftrete. 7.66 Die ganze Versammlung [zaehlte] insgesamt 42 360, 7.67 abgesehen von ihren Knechten und ihren Maegden; diese waren 7 337. Und sie hatten 245 Saenger und Saengerinnen, 7.68 435 Kamele und 6 720 Esel. 7.69 Und ein Teil der Familienoberhaeupter spendete fuer das Werk. Der Tirschata gab fuer den Schatz 1 000 Golddariken, 50 Sprengschalen, 530 Priesterleibroecke. 7.70 Und einige von den Familienoberhaeuptern gaben fuer den Schatz des Werkes 20 000 Golddariken und 2 200 Silberminen. 7.71 Und was das uebrige Volk gab, war 20 000 Golddariken und 2 000 Silberminen und 67 Priesterleibroecke. 7.72 Und die Priester und die Leviten, die Torhueter und die Saenger, [einige] aus dem Volk und die Tempeldiener und ganz Israel liessen sich in ihren Staedten nieder. Gesetzeslesung und Laubhuettenfest. \8\ Und als der siebte Monat herankam und die Soehne Israel in ihren Staedten [wohnten], 8.1 da versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz, der vor dem Wassertor war. Und sie sagten zu Esra, dem Schriftgelehrten, er solle das Buch mit dem Gesetz des Mose herbeibringen, das der HERR [dem Volk] Israel geboten hatte. 8.2 So brachte am ersten Tag des siebten Monats der Priester Esra das Gesetz vor die Versammlung, vor Maenner und Frauen, und vor jeden, der zu hoeren verstand. 8.3 Und er las daraus vor auf dem Platz, der vor dem Wassertor war, vom [ersten Tages]licht bis zum Mittag in Gegenwart der Maenner und Frauen und [aller], die es verstehen konnten. Und die Ohren des ganzen Volkes waren auf das Buch des Gesetzes [gerichtet]. 8.4 Und Esra, der Schriftgelehrte, stand auf einem Holzgeruest, das man zu diesem Zweck hergestellt hatte. Und neben ihm standen Mattitja, Schema, Anaja, Uria, Hilkija und Maaseja, zu seiner Rechten; und zu seiner Linken Pedaja, Mischael, Malkija, Haschum und Haschbaddana, Secharja [und] Meschullam. 8.5 Und Esra oeffnete das Buch vor den Augen des ganzen Volkes, denn er ueberragte das ganze Volk. Und als er es oeffnete, stand das ganze Volk auf. 8.6 Und Esra pries den HERRN, den grossen Gott, und das ganze Volk antwortete: Amen, Amen! - wobei sie ihre Haende emporhoben. Und sie verneigten sich und warfen sich vor dem HERRN nieder mit dem Gesicht zur Erde. 8.7 Und Jeschua und Bani und Scherebja, Jamin, Akkub, Schabbetai, Hodija, Maaseja, Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja, die Leviten, belehrten das Volk ueber das Gesetz. Dabei [stand] das Volk an seiner Stelle. 8.8 Und sie lasen aus dem Buch, aus dem Gesetz Gottes, abschnittsweise vor, und gaben den Sinn an, so dass man das Vorgelesene verstehen konnte. 8.9 Und Nehemia, das ist der Tirschata r, und der Priester Esra, der Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk belehrten, sagten zum ganzen Volk: Dieser Tag ist dem HERRN, eurem Gott, heilig! Seid nicht traurig und weint nicht! Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des Gesetzes hoerte. 8.10 Und er sagte [weiter] zu ihnen: Geht hin, esst fette Speisen und trinkt suesse Getraenke und sendet dem Anteile, fuer den nichts zubereitet ist! Denn der Tag ist unserm Herrn heilig. Und seid nicht bekuemmert, denn die Freude am HERRN, sie ist euer Schutz! 8.11 Und die Leviten beruhigten das ganze Volk, indem sie sagten: Seid still, denn der Tag ist heilig! Seid nicht bekuemmert! 8.12 Da ging das ganze Volk hin, um zu essen und zu trinken und Anteile zu versenden und ein grosses Freudenfest zu begehen. Denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen mitgeteilt hatte. 8.13 Und am zweiten Tag versammelten sich die Familienoberhaeupter des ganzen Volkes, die Priester und die Leviten, zu Esra, dem Schriftgelehrten, und zwar um Einsicht in die Worte des Gesetzes zu gewinnen. 8.14 Da fanden sie im Gesetz, das der HERR durch Mose geboten hatte, geschrieben, dass die Soehne Israel an dem Fest im siebten Monat in Laubhuetten wohnen sollten, 8.15 so dass sie verkuendigten und durch all ihre Staedte und durch Jerusalem den Ruf ergehen liessen: Geht hinaus auf das Gebirge und holt Zweige vom Olivenbaum und Zweige vom wilden Oelbaum und Myrtenzweige und Palmzweige und Zweige von dichtbelaubten Baeumen, um Laubhuetten zu machen, wie es geschrieben steht! 8.16 Da zog das Volk hinaus und brachte [die Zweige] herbei. Und sie machten sich Laubhuetten, jeder auf seinem Dach oder in ihren Hoefen, in den Hoefen des Hauses Gottes, auf dem Platz am Wassertor und auf dem Platz am Tor Ephraim. 8.17 Und die ganze Versammlung, [alle], die aus der Gefangenschaft zurueckgekehrt waren, machten Laubhuetten und wohnten in den Huetten. Denn die Soehne Israel hatten es nicht [mehr] so gehalten seit den Tagen Josuas, des Sohnes Nuns, bis auf jenen Tag. Und es war eine sehr grosse Freude. 8.18 Und man las aus dem Buch des Gesetzes Gottes Tag fuer Tag vor, vom ersten Tag bis zum letzten Tag. Und sie feierten das Fest sieben Tage lang. Und am achten Tag [war] die Festversammlung nach der Vorschrift. Bussgebet der Leviten. \9\ 9.1 Und am 24. Tag dieses Monats versammelten sich die Soehne Israel unter Fasten und in Sacktuch, und mit Erde auf ihrem Haupt. 9.2 Und [alle], die israelitischer Abstammung waren, sonderten sich ab von allen Soehnen der Fremde. Und sie traten hin und bekannten ihre Suenden und die Verfehlungen ihrer Vaeter. 9.3 Und sie standen auf an ihrer Stelle, und man las aus dem Buch des Gesetzes des HERRN, ihres Gottes, vor, ein Viertel des Tages. Und ein [anderes] Viertel [des Tages] bekannten sie [ihre Verfehlungen] und warfen sich nieder vor dem HERRN, ihrem Gott. 9.4 Und Jeschua und Bani, Kadmiel, Schebanja, Bunni, Scherebja, Bani, Kenani traten auf das Podium der Leviten, und sie schrieen mit lauter Stimme um Hilfe zu dem HERRN, ihrem Gott. 9.5 Und die Leviten Jeschua und Kadmiel, Bani, Haschabneja, Scherebja, Hodija, Schebanja, Petachja sagten: Steht auf, preist den HERRN, euren Gott, von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man preise deinen herrlichen Namen, der erhaben ist ueber allen Preis und Ruhm! 9.6 Du, HERR, bist es, du allein. Du, du hast die Himmel gemacht, die Himmel der Himmel und all ihr Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was in ihnen ist. Und du machst dies alles lebendig, und das Heer des Himmels wirft sich vor dir nieder. 9.7 Du bist es, HERR, Gott, der du Abram erwaehlt hast und ihn aus Ur in Chaldaea herausgefuehrt und ihm den Namen Abraham verliehen hast. 9.8 Und du hast sein Herz treu vor dir erfunden und hast mit ihm den Bund geschlossen, das Land der Kanaaniter, der Hetiter, der Amoriter und der Perisiter und der Jebusiter und der Girgasiter zu geben - es seinen Nachkommen zu geben. Und du hast deine Worte aufrechterhalten, denn du bist gerecht. 9.9 Und du hast das Elend unserer Vaeter in Aegypten angesehen und hast ihr Geschrei am Schilfmeer gehoert. 9.10 Und du hast Zeichen und Wunder getan an dem Pharao und an all seinen Knechten und am ganzen Volk seines Landes. Denn du hattest erkannt, dass sie vermessen an ihnen gehandelt hatten. Und du hast dir einen Namen gemacht, wie es am heutigen Tag ist. 9.11 Und das Meer hast du vor ihnen gespalten, so dass sie mitten durch das Meer auf dem Trockenen zogen. Aber ihre Verfolger hast du in die Tiefen geworfen wie einen Stein in maechtige Wasser. 9.12 Und in einer Wolkensaeule hast du sie bei Tag geleitet und in einer Feuersaeule bei Nacht, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie ziehen sollten. 9.13 Und auf den Berg Sinai bist du herabgestiegen und hast vom Himmel her mit ihnen geredet. Und du hast ihnen klare Rechtsbestimmungen und zuverlaessige Gesetze, gute Ordnungen und Gebote gegeben. 9.14 Und deinen heiligen Sabbat hast du ihnen verkuendet und hast ihnen Gebote und Ordnungen und ein Gesetz geboten durch deinen Knecht Mose. 9.15 Und Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben fuer ihren Hunger und hast ihnen Wasser aus dem Felsen hervorkommen lassen fuer ihren Durst. Und du hast ihnen befohlen hineinzugehen, um das Land in Besitz zu nehmen, das ihnen zu geben du deine Hand zum Schwur erhoben hattest. 9.16 Sie aber, unsere Vaeter naemlich, handelten vermessen, und sie verhaerteten ihren Nacken und hoerten nicht auf deine Gebote. 9.17 Und sie weigerten sich zu gehorchen und dachten nicht [mehr] an deine Wundertaten, die du an ihnen getan hattest. Sie verhaerteten ihren Nacken und setzten ein Haupt [ueber sich], um zu ihrer Knechtschaft in Aegypten zurueckzukehren. Du aber bist ein Gott der Vergebung, gnaedig und barmherzig, langsam zum Zorn und gross an Gnade, und du hast sie nicht verlassen. 9.18 Sogar als sie sich ein gegossenes Kalb machten und sagten: Das ist dein Gott, der dich aus Aegypten heraufgefuehrt hat - und grosse Laesterungen veruebten, 9.19 hast du in deinen grossen Erbarmungen sie doch nicht in der Wueste verlassen. Die Wolkensaeule wich nicht von ihnen bei Tag, um sie auf dem Weg zu leiten, noch die Feuersaeule bei Nacht, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie ziehen sollten. 9.20 Und deinen guten Geist hast du gegeben, um sie zu unterweisen. Und dein Manna hast du ihrem Mund nicht vorenthalten, und du gabst ihnen Wasser fuer ihren Durst. 9.21 Und vierzig Jahre lang hast du sie in der Wueste versorgt, sie entbehrten nichts. Ihre Kleider zerschlissen nicht, und ihre Fuesse schwollen nicht [an]. 9.22 Und du hast ihnen Koenigreiche und Voelker gegeben und sie [ihnen Stueck] fuer Stueck zugeteilt. So nahmen sie das Land Sihons, das Land des Koenigs von Heschbon, in Besitz und das Land des Og, des Koenigs von Basan. 9.23 Und ihre Soehne hast du zahlreich werden lassen wie die Sterne des Himmels. Und du hast sie in das Land gebracht, von dem du ihren Vaetern gesagt hattest, dass sie hineingehen sollten, um es in Besitz zu nehmen. 9.24 Und die Soehne kamen hinein und nahmen das Land in Besitz. Und du hast vor ihnen die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, gedemuetigt und hast sie in ihre Hand gegeben, sowohl ihre Koenige als auch die Voelker des Landes, mit ihnen zu tun nach ihrem Belieben. 9.25 Und sie nahmen befestigte Staedte ein und fettes Ackerland und nahmen Haeuser in Besitz, die mit allerlei Gut gefuellt waren, ausgehauene Zisternen, Weinberge und Olivengaerten und Obstbaeume in Menge. Und sie assen und wurden satt und fett und liessen [es] sich wohl sein durch deine grosse Guete. 9.26 Aber sie wurden widerspenstig und empoerten sich gegen dich und warfen dein Gesetz hinter ihren Ruecken. Und sie brachten deine Propheten um, die als Zeugen gegen sie auftraten, um sie zu dir zurueckzufuehren; und sie veruebten grosse Laesterungen. 9.27 Da gabst du sie in die Hand ihrer Bedraenger, die bedraengten sie. Und zur Zeit ihrer Bedraengnis schrieen sie zu dir, und du hoertest vom Himmel her, und nach deinen grossen Erbarmungen gabst du ihnen Retter; die retteten sie aus der Hand ihrer Bedraenger. 9.28 Aber sobald sie Ruhe hatten, taten sie wieder Boeses vor dir. Da ueberliessest du sie der Hand ihrer Feinde, dass diese ueber sie herrschten, und sie schrieen wieder zu dir um Hilfe, und du hoertest vom Himmel her und errettetest sie nach deinen Erbarmungen viele Male. 9.29 Und du tratest als Zeuge gegen sie auf, um sie zu deinem Gesetz zurueckzufuehren. Sie aber handelten vermessen und gehorchten deinen Geboten nicht, sondern suendigten gegen deine Rechtsbestimmungen, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut. Und sie zeigten eine stoerrische Schulter und verhaerteten ihren Nacken und gehorchten nicht. 9.30 Und du hattest Geduld mit ihnen viele Jahre und tratest als Zeuge gegen sie auf durch deinen Geist, durch das Wort deiner Propheten, aber sie hoerten nicht hin. Da gabst du sie in die Hand der Voelker der Laender. 9.31 Doch in deinen grossen Erbarmungen hast du nicht ein Ende mit ihnen gemacht und sie nicht verlassen. Denn ein gnaediger und barmherziger Gott bist du! 9.32 Und nun, unser Gott, du grosser, starker und furchtbarer Gott, der den Bund und die Gnade bewahrt, lass nicht gering vor dir sein all die Muehsal, die uns getroffen hat, unsere Koenige, unsere Obersten und unsere Priester und unsere Propheten und unsere Vaeter und dein ganzes Volk, seit den Tagen der Koenige von Assur bis auf diesen Tag! 9.33 Doch du bist gerecht bei allem, was ueber uns gekommen ist, denn du hast Treue bewiesen; wir aber, wir haben gottlos gehandelt. 9.34 Und unsere Koenige, unsere Obersten, unsere Priester und unsere Vaeter haben nicht nach deinem Gesetz gehandelt und haben auf deine Gebote und auf deine Zeugnisse nicht geachtet, mit denen du gegen sie als Zeuge aufgetreten bist. 9.35 Sie aber - trotz ihres Koenigreiches und trotz der Fuelle deiner Gueter, die du ihnen gegeben, und trotz des weiten und fetten Landes, das du vor sie gelegt hattest - sie haben dir nicht gedient und sind nicht umgekehrt von ihren boesen Taten. 9.36 Siehe, wir sind heute Knechte. Und das Land, das du unseren Vaetern gegeben hast, seine Fruechte und seine Gueter zu geniessen, - siehe, wir sind Knechte in ihm! 9.37 Und seinen Ertrag vermehrt es fuer die Koenige, die du um unserer Suenden willen ueber uns gesetzt hast. Und sie haben Gewalt ueber unsere Leiber und ueber unser Vieh nach ihrem Belieben; wir aber sind in grosser Bedraengnis. Verpflichtung auf das Gesetz und zu Abgaben an das Haus Gottes. \10\ 10.1 Und wegen all dessen schliessen wir [nun] eine [feste] Vereinbarung und schreiben [sie] auf. Und auf der gesiegelten [Schrift] [stehen die Namen] unserer Obersten, unserer Leviten [und] unserer Priester. 10.2 Und [die Namen] auf den gesiegelten [Schriftstuecken]: Nehemia, der Tirschata, der Sohn Hachaljas, und Zedekia. V. 3-9: Kap. 12,2-7. 10.3 Seraja, Asarja, Jirmeja, 10.4 Paschhur, Amarja, Malkija, 10.5 Hattusch, Schebanja, Malluch, 10.6 Harim, Meremot, Obadja, 10.7 Daniel, Ginneton, Baruch, 10.8 Meschullam, Abija, Mijamin, 10.9 Maasja, Bilga, Schemaja; das sind die Priester. - 10.10 Und die Leviten: Jeschua, der Sohn Asanjas, Binnui, von den Soehnen Henadads, Kadmiel; 10.11 und ihre Brueder: Schechanja, Hodija, Kelita, Pelaja, Hanan, 10.12 Micha, Rehob, Haschabja, 10.13 Sakkur, Scherebja, Schebanja, 10.14 Hodija, Bani, Beninu. V. 15-20: Esr 2,3-19. 10.15 Die Haeupter des Volkes: Parosch, Pahat-Moab, Elam, Sattu, Bani, 10.16 Bunni, Asgad, Bebai, 10.17 Hadonija, Bigwai, Adin, 10.18 Ater, Hiskia, Asur, 10.19 Hodija, Haschum, Bezai, 10.20 Harif, Anatot, Nebai, 10.21 Magpiasch, Meschullam, Hesir, 10.22 Meschesabel, Zadok, Jaddua, 10.23 Pelatja, Hanan, Anaja, 10.24 Hoschea, Hananja, Haschub, 10.25 Lohesch, Pilha, Schobek, 10.26 Rehum, Haschabna, Maaseja, 10.27 und Ahija, Hanan, Anan, 10.28 Malluch, Harim, Baana. 10.29 Und das uebrige Volk, die Priester, die Leviten, die Torhueter, die Saenger, die Tempeldiener und alle, die sich aus den Voelkern der Laender zum Gesetz Gottes hin abgesondert haben, [sowie] ihre Frauen, ihre Soehne und ihre Toechter, alle, die Erkenntnis [und] Einsicht haben, 10.30 schliessen sich ihren Bruedern, den Maechtigen unter ihnen, an und treten in Eid und Schwur, im Gesetz Gottes zu leben, das durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben worden ist, und alle Gebote des HERRN, unseres Herrn, und seine Rechtsbestimmungen und seine Ordnungen zu bewahren und zu tun. 10.31 [Und sie schwoeren]: Wir wollen unsere Toechter nicht den Voelkern des Landes geben, und ihre Toechter nicht fuer unsere Soehne nehmen. 10.32 Wenn die Voelker des Landes am Sabbattag ihre Waren und allerlei Getreide zum Verkauf bringen, wollen wir es ihnen am Sabbat oder an einem [andern] heiligen Tag nicht abnehmen. Wir wollen im siebten Jahr auf den Ernteertrag und auf die Schuldforderung einer jeden Hand verzichten. 10.33 Wir wollen uns als Gebot auferlegen, ein Drittel Schekel im Jahr fuer den Dienst im Haus unseres Gottes zu geben: 10.34 fuer die Schaubrote und das regelmaessige Speisopfer und fuer das staendige Brandopfer [und fuer die Opfer an] den Sabbaten [und] Neumonden, fuer die Festzeiten und fuer die heiligen Dinge und fuer die Suendopfer, um Suehnung zu erwirken fuer Israel und fuer alles Werk im Haus unseres Gottes. 10.35 Wir, die Priester, die Leviten und das Volk, wollen die Lose werfen ueber die Lieferung des Brennholzes, um es nach unseren Familien zu bestimmten Zeiten zum Haus unseres Gottes zu bringen, Jahr fuer Jahr, damit man es auf dem Altar des HERRN, unseres Gottes, verbrennt, wie es im Gesetz geschrieben steht. 10.36 [Wir verpflichten uns], die Erstlinge unseres Ackerlandes und die Erstlinge aller Fruechte von allen Baeumen Jahr fuer Jahr zum Haus des HERRN zu bringen. 10.37 [Wir verpflichten uns], die Erstgeborenen unserer Soehne und unseres Viehbestandes, wie es im Gesetz vorgeschrieben ist, und zwar die Erstgeborenen unserer Rinder und unserer Schafe zum Haus unseres Gottes zu bringen, fuer die Priester, die im Haus unseres Gottes Dienst verrichten. 10.38 Wir wollen das Erste von unserm Schrotmehl und unseren Hebopfern und den Fruechten von allerlei Baeumen, [von] Most und Oel fuer die Priester bringen, in die Zellen des Hauses unseres Gottes, und den Zehnten unseres Ackerlandes fuer die Leviten. Denn sie, die Leviten, sind es, die den Zehnten erheben sollen in allen Staedten unseres Ackerbaus. 10.39 Und der Priester, der Sohn Aarons, soll bei den Leviten sein, wenn die Leviten den Zehnten erheben. Und die Leviten sollen den Zehnten vom Zehnten zum Haus unseres Gottes hinaufbringen, in die Zellen des Schatzhauses. 10.40 Denn in die Zellen sollen die Soehne Israel und die Soehne Levi das Hebopfer vom Getreide, vom Most und Oel bringen. Denn dort sind die heiligen Geraete und die Priester, die den Dienst verrichten, und die Torhueter und die Saenger. So wollen wir das Haus unseres Gottes nicht [im Stich] lassen. Verzeichnis der Bewohner Jerusalems und Judas. V. 1-9: 1Chr 9,2-9. \11\ 11.1 Und die Obersten des Volkes wohnten in Jerusalem. Und das uebrige Volk warf Lose, um je einen von zehn kommen zu lassen, damit er in Jerusalem, der heiligen Stadt, wohne, die neun [anderen] Teile aber in den Staedten blieben. 11.2 Und das Volk segnete alle Maenner, die sich bereit zeigten, in Jerusalem zu wohnen. 11.3 Und dies sind die Oberhaeupter der Provinz [Juda], die in Jerusalem wohnten - in den Staedten Judas aber wohnten, jeder auf seinem Besitz in ihren Staedten: Israel, die Priester, die Leviten, die Tempeldiener und die Soehne der Knechte Salomos -; 11.4 und zwar wohnten in Jerusalem einige von den Soehnen Judas und von den Soehnen Benjamins: Von den Soehnen Judas: Ataja, der Sohn Usijas, des Sohnes Secharjas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Schefatjas, des Sohnes Mahalalels, von den Soehnen Perez; 11.5 und Maaseja, der Sohn Baruchs, des Sohnes Kolhoses, des Sohnes Hasajas, des Sohnes Adajas, des Sohnes Jojaribs, des Sohnes Secharjas, von den Schilonitern. 11.6 Alle Soehne des Perez, die in Jerusalem wohnten, waren 468 tapfere Maenner. 11.7 Und dies sind die Soehne Benjamins: Sallu, der Sohn Meschullams, des Sohnes Joeds, des Sohnes Pedajas, des Sohnes Kolajas, des Sohnes Maasejas, des Sohnes Itiels, des Sohnes Jesajas, 11.8 und seine Brueder Gabbai, Sallai, 928. 11.9 Und Joel, der Sohn Sichris, war Aufseher ueber sie; und Juda, der Sohn Senuas, war als Zweiter ueber die Stadt [gesetzt]. V. 10-14: 1Chr 9,10-13. 11.10 Von den Priestern: Jedaja, Jojarib, Jachin [und] 11.11 Seraja, der Sohn Hilkijas, des Sohnes Meschullams, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Merajots, des Sohnes Ahitubs, Fuerst des Gotteshauses, 11.12 und ihre Brueder, die den [Opfer]dienst im Haus verrichteten: 822; und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pedaljas, des Sohnes Amzis, des Sohnes Secharjas, des Sohnes Paschhurs, des Sohnes Malkijas, 11.13 und seine Brueder, [alles] Familienoberhaeupter: 242; und Amaschsai, der Sohn Asarels, des Sohnes Achsais, des Sohnes Meschillemots, des Sohnes Immers, 11.14 und ihre Brueder, angesehene Maenner: 128. Und Aufseher ueber sie war Sabdiel, der Sohn Haggadolims. V. 15-23: 1Chr 9,14-34 11.15 Und von den Leviten: Schemaja, der Sohn Haschubs, des Sohnes Asrikams, des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Bunnis; 11.16 und Schabbetai und Josabad, von den Haeuptern der Leviten, [die] ueber den aeusseren Dienst am Haus Gottes [zu wachen hatten]; 11.17 und Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Asafs, der Leiter des Lobsingens, er stimmte beim Gebet den Lobpreis an, und Bakbukja, sein Stellvertreter unter seinen Bruedern; und Abda, der Sohn Schammuas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedutuns. 11.18 Alle Leviten in der heiligen Stadt waren 284. 11.19 Und die Torhueter: Akkub, Talmon und ihre Brueder, die in den Toren Wache hielten, 172. - 11.20 Und das uebrige Israel, die Priester, die Leviten, [blieben] in allen Staedten Judas, jeder in seinem Erbteil. 11.21 Und die Tempeldiener wohnten auf dem Ofel; und Ziha und Gischpa waren ueber die Tempeldiener [gesetzt]. - 11.22 Und Aufseher der Leviten in Jerusalem war Usi, der Sohn Banis, des Sohnes Haschabjas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes Michas, von den Soehnen Asafs, die beim [Gottes]dienst im Haus Gottes sangen. 11.23 Denn [es gab] ein Gebot des Koenigs ueber sie und eine Vorschrift fuer die Saenger, wer taeglich zu singen hatte. 11.24 Und Petachja, der Sohn Meschesabels, von den Soehnen Serachs, des Sohnes Judas, [stand] dem Koenig zur Seite fuer alle Angelegenheiten des Volkes. V. 25-30: Jos 15,21-62. 11.25 Und in den Gehoeften auf ihren Feldern wohnten von den Soehnen Juda [einige] in Kirjat-Arba und seinen Tochterstaedten und in Dimona und seinen Tochterstaedten und in Kabzeel und seinen Gehoeften 11.26 und in Jeschua und in Molada und in Bet-Pelet 11.27 und in Hazar-Schual und in Beerscheba und seinen Tochterstaedten 11.28 und in Ziklag und in Mechona und in seinen Tochterstaedten 11.29 und in En-Rimmon und in Zora und in Jarmut, 11.30 Sanoach, Adullam und seinen Gehoeften, Lachisch und seinen Feldern, Aseka und seinen Tochterstaedten. So liessen sie sich nieder von Beerscheba bis zum Tal Hinnom. 11.31 Und die Soehne Benjamin [wohnten] von Geba an in Michmas und Ajja und Bethel und seinen Tochterstaedten, 11.23 in Anatot, Nob, Ananja, 11.33 Hazor, Rama, Gittajim, 11.34 Hadid, Zeboim, Neballat, 11.35 Lod und Ono [und] im Tal der Handwerker. 11.36 Und von den Leviten [wohnten] Abteilungen in Juda und in Benjamin. Verzeichnis der Priester und Leviten. V. 2-7: Kap. 10,3-9. \12\ 12.1 Und dies sind die Priester und die Leviten, die mit Serubbabel, dem Sohn Schealtiels, und Jeschua hinaufgezogen waren: Seraja, Jirmeja, Esra, 12.2 Amarja, Malluch, Hattusch, 12.3 Schechanja, Rehum, Meremot, 12.4 Iddo, Ginneton, Abija, 12.5 Mijamin, Maadja, Bilga, 12.6 Schemaja, und Jo-jarib, Jedaja, 12.7 Sallu, Amok, Hilkija, Jedaja. Das waren die Haeupter der Priester und ihrer Brueder in den Tagen Jeschuas. - 12.8 Und die Leviten: Jeschua, Binnui, Kadmiel, Scherebja, Juda, Mattanja. Er und seine Brueder waren ueber die Lobpreisungen [als Leiter gesetzt], 12.9 waehrend Bakbukja und Unni und ihre Brueder ihnen nach Dienstabteilungen gegenueberstanden. 12.10 Und Jeschua zeugte Jojakim, und Jojakim zeugte Eljaschib, und Eljaschib zeugte Jojada, 12.11 und Jojada zeugte Johanan, und Johanan zeugte Jaddua. V. 12-21: vgl. 1Chr 24,4-19. 12.12 Und in den Tagen Jojakims waren [folgende] Priester Familienoberhaeupter: von [der Familie] Seraja: Meraja; von Jirmeja: Hananja; 12.13 von Esra: Meschullam; von Amarja: Johanan; 12.14 von Malluch: Jonatan; von Schebanja: Joseph; 12.15 von Harim: Adna; von Merajot: Helkai; 12.16 von Iddo: Secharja; von Ginneton: Meschullam; 12.17 von Abija: Sichri; von Mijamin . . .; von Maadja: Piltai; 12.18 von Bilga: Schammua; von Schemaja: Jonatan; 12.19 und von Jojarib: Mattenai; von Jedaja: Usi; 12.20 von Sallai: Kallai; von Amok: Eber; 12.21 von Hilkija: Haschabja; von Jedaja: Netanel. - 12.22 In den Tagen Eljaschibs, Jojadas und Johanans und Jadduas wurden die Leviten nach [ihren] Familienoberhaeuptern sowie die Priester [in dem Buch der Geschichte] bis zu der Regierung des Persers Darius aufgeschrieben. 12.23 Die Soehne Levis, die Familienoberhaeupter, sind im Buch der Geschichte aufgeschrieben, und zwar bis zu den Tagen Johanans, des Sohnes Eljaschibs. - 12.24 Und die Haeupter der Leviten waren Haschabja, Scherebja und Jeschua, Binnui, Kadmiel und ihre Brueder, [die] ihnen gegenueber[standen], um zu loben [und] zu preisen nach dem Gebot Davids, des Mannes Gottes, Dienstabteilung neben Dienstabteilung, 12.25 [naemlich] Mattanja und Bakbukja, Obadja. Meschullam [aber], Talmon [und] Akkub hielten als Torhueter Wache bei den Vorratskammern der Tore. - 12.26 Diese [lebten] in den Tagen Jojakims, des Sohnes Jeschuas, des Sohnes Jozadaks, und in den Tagen des Statthalters Nehemia und des Priesters Esra, des Schriftgelehrten. Einweihung der Mauer - Tempelabgaben - Aussonderung der Fremden. 12.27 Und bei der Einweihung der Mauer von Jerusalem holte man die Leviten aus allen ihren Orten, um sie nach Jerusalem zu bringen, damit man die Einweihung mit Freuden feiern koennte und mit Lobliedern und mit Gesang, [mit] Zimbeln, Harfen und Zithern. 12.28 Da versammelten sich die Soehne der Saenger sowohl aus dem Kreis [und] der Umgebung von Jerusalem als auch aus den Gehoeften der Netofatiter 12.29 sowie aus Bet-Gilgal und aus dem Gebiet von Geba und Asmawet; denn die Saenger hatten sich in der Umgebung von Jerusalem Gehoefte gebaut. 12.30 Und die Priester und die Leviten reinigten sich; und sie reinigten das Volk und die Tore und die Mauer. 12.31 Und ich liess die Obersten von Juda oben auf die Mauer steigen. Und ich stellte zwei grosse Dankchoere und Festzuege auf. [Der eine zog] nach rechts, oben auf der Mauer zum Aschentor hin. 12.32 Und hinter ihnen her gingen Hoschaja und die Haelfte der Obersten von Juda 12.33 und Asarja, Esra und Meschullam, 12.34 Juda und Benjamin und Schemaja und Jirmeja, 12.35 sodann [einige] von den Soehnen der Priester mit Trompeten: Secharja, der Sohn Jonatans, des Sohnes Schemajas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes Michajas, des Sohnes Sakkurs, des Sohnes Asafs, 12.36 und seine Brueder, Schemaja und Asarel, Milalai, Gilalai, Maai, Netanel und Juda, Hanani mit den Musikinstrumenten Davids, des Mannes Gottes. Esra aber, der Schriftgelehrte, [ging] vor ihnen her. 12.37 Und [sie zogen] zum Quelltor hin und stiegen geradeaus auf den Stufen zur Stadt Davids [und] auf dem Aufgang zur [inneren] Mauer hinauf [und] oberhalb vom Haus Davids entlang und bis an das Wassertor im Osten. 12.38 Und der zweite Dankchor zog zur entgegengesetzten Seite und ich hinter ihm her mit der [anderen] Haelfte [der Oberen] des Volkes oben auf der Mauer ueber den Ofenturm und bis an die breite Mauer, 12.39 ueber das Ephraim-Tor und ueber das Jeschana-Tor, ueber das Fischtor und den Turm Hananel und den Turm Mea bis an das Schaftor; und sie blieben beim Wachttor stehen. 12.40 Und die beiden Dankchoere stellten sich am Haus Gottes auf, ebenso ich und die Haelfte der Vorsteher mit mir 12.41 und die Priester Eljakim, Maaseja, Mijamin, Michaja, Eljoenai, Secharja, Hananja mit Trompeten 12.42 und Maaseja und Schemaja und Eleasar und Usi und Johanan und Malkija und Elam und Eser. Dann liessen sich die Saenger unter der Leitung von Jisrachja hoeren. 12.43 Und sie schlachteten an diesem Tag grosse Schlachtopfer und freuten sich, denn Gott hatte sie mit grosser Freude erfuellt; und auch die Frauen und die Kinder freuten sich. Und die Freude Jerusalems war weithin zu hoeren. 12.44 Und es wurden an diesem Tag Maenner eingesetzt [zur Aufsicht] ueber die Kammern fuer die Vorraete, die Hebopfer, die Erstlinge und die Zehnten, um in ihnen die gesetzlichen Anteile fuer die Priester und fuer die Leviten von den Feldern zu sammeln. Denn Juda hatte seine Freude an den Priestern und an den Leviten, die [im heiligen Dienst] standen. 12.45 Und sie versahen den Dienst ihres Gottes und den Dienst der Reinigung. Auch die Saenger und die Torhueter [taten Dienst] nach dem Gebot Davids [und] seines Sohnes Salomo. 12.46 Denn seit den Tagen Davids und Asafs, seit alter Zeit, gab es Haeupter der Saenger und Preis- und Lobgesang fuer Gott. 12.47 Und ganz Israel gab in den Tagen Serubbabels und in den Tagen Nehemias die Anteile fuer die Saenger und die Torhueter, was ihnen Tag fuer Tag zukam; die Weihgaben aber gaben sie den Leviten, und die Leviten gaben die Weihgaben den Soehnen Aarons. \13\ 13.1 An jenem Tag wurde aus dem Buch des Mose vor den Ohren des Volkes vorgelesen, und man fand darin geschrieben, dass kein Ammoniter und Moabiter in die Versammlung Gottes kommen sollte fuer ewig. 13.2 Denn sie waren den Soehnen Israel nicht mit Brot und mit Wasser entgegengekommen und hatten Bileam gegen sie gedungen, sie zu verfluchen, aber unser Gott hatte den Fluch in Segen verwandelt. 13.3 Und es geschah, als sie das Gesetz hoerten, da sonderten sie alles Mischvolk von Israel ab. Zweiter Aufenthalt Nehemias in Jerusalem - Tempelreinigung - Versorgung der Leviten - Sabbatheiligung - Strafrede wegen der Mischehen. 13.4 Vordem aber hatte der Priester Eljaschib, der ueber die Zellen des Hauses unseres Gottes gesetzt war, ein Verwandter des Tobija, 13.5 diesem eine grosse Zelle hergerichtet. Vordem hatte man dort die Speisopfer gelagert, den Weihrauch und die Geraete und den Zehnten vom Getreide, Most und Oel, [also] die Anteile fuer die Leviten und die Saenger und die Torhueter, und die Hebopfer der Priester. 13.6 Bei alldem war ich aber nicht in Jerusalem gewesen, denn im 32. Jahr Artahsastas, des Koenigs von Babel, war ich zum Koenig gekommen und hatte mir [erst] nach Verlauf einer [laengeren] Zeit vom Koenig [Urlaub] erbeten. 13.7 Als ich nun nach Jerusalem kam, bemerkte ich das Unrecht, das Eljaschib zugunsten von Tobija getan hatte, als er ihm eine Zelle in den Hoefen des Hauses Gottes hergerichtet hatte. 13.8 Das missfiel mir sehr, und ich warf alle Hausgeraete Tobijas aus der Zelle hinaus. 13.9 Dann befahl ich, dass man die Zellen reinigen sollte, und brachte die Geraete des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch wieder hinein. 13.10 Und ich erkannte, dass die Anteile fuer die Leviten nicht gegeben worden waren, so dass die Leviten und die Saenger, die den Dienst taten, davongelaufen waren, jeder auf sein Feld. 13.11 Da zog ich die Vorsteher zur Rechenschaft und sagte: Warum ist das Haus Gottes verlassen worden? Und ich versammelte sie und wies ihnen [wieder] ihren Platz an. 13.12 Und ganz Juda brachte den Zehnten vom Getreide und Most und Oel zu den Vorratskammern. 13.13 Und ich bestimmte als Schatzmeister ueber die Vorraete den Priester Schelemja und den Schreiber Zadok und Pedaja von den Leviten, und ihnen zur Seite Hanan, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas. Denn sie galten als zuverlaessig, und ihnen oblag es, ihren Bruedern auszuteilen. 13.14 Gedenke dafuer meiner, mein Gott, und loesche meine guten Taten nicht aus, die ich am Haus meines Gottes und an dessen Aufgaben erwiesen habe! 13.15 In jenen Tagen sah ich [einige] in Juda, die am Sabbat die Keltern traten und [Getreide]haufen einbrachten und auf Esel luden und auch Wein, Trauben und Feigen und allerlei Last und es am Sabbattag nach Jerusalem hereinbrachten. Und ich warnte [sie] an dem [selben] Tag, an dem sie die Lebensmittel verkauften. 13.16 Auch Tyrer wohnten darin; sie brachten Fisch und allerlei Ware herein und verkauften sie am Sabbat den Soehnen Juda, und [zwar] in Jerusalem. 13.17 Da zog ich die Edlen von Juda zur Rechenschaft und sagte zu ihnen: Was ist das fuer eine schlimme Sache, die ihr da tut, dass ihr den Sabbattag entheiligt? 13.18 Haben eure Vaeter nicht ebenso gehandelt, so dass unser Gott all dies Unheil ueber uns und ueber diese Stadt brachte? Und ihr steigert die Zornglut ueber Israel, indem ihr den Sabbat entheiligt! 13.19 Und es geschah, sobald die Tore Jerusalems vor dem Sabbat dunkel wurden, befahl ich, dass die Torfluegel geschlossen wuerden. Und ich befahl [weiter], dass man sie bis nach dem Sabbat nicht oeffnen solle. Und [einige] von meinen Dienern stellte ich an den Toren auf, [damit] keine Last am Sabbattag hereinkaeme. 13.20 Da uebernachteten die Haendler und die Verkaeufer von allerlei Ware draussen vor Jerusalem, einmal und zweimal. 13.21 Und ich warnte sie und sagte zu ihnen: Warum uebernachtet ihr gegenueber der Mauer? Wenn ihr das noch einmal tut, werde ich Hand an euch legen! Von dieser Zeit an kamen sie nicht mehr am Sabbat. 13.22 Und ich befahl den Leviten, dass sie sich reinigen und als Waechter an die Tore kommen sollten, damit man den Sabbattag heilig halten koenne. Auch das gedenke mir, mein Gott, und blicke mitleidig auf mich nach der Groesse deiner Guete! 13.23 Auch sah ich in jenen Tagen die Juden, die aschdodische, ammonitische [und] moabitische Frauen geheiratet hatten. 13.24 Und die Haelfte ihrer Kinder redete aschdodisch, keines von ihnen konnte juedisch reden, sondern [nur] in der Sprache des einen oder des anderen Volkes. 13.25 Da ging ich mit ihnen ins Gericht und verfluchte sie und schlug einige Maenner von ihnen und raufte ihnen [die Haare] aus. Und ich beschwor sie bei Gott: Wenn ihr eure Toechter ihren Soehnen gebt und wenn ihr von ihren Toechtern fuer eure Soehne und fuer euch [Frauen] nehmt! 13.26 Hat sich ihretwegen nicht [schon] Salomo, der Koenig von Israel, versuendigt? Und einen Koenig wie ihn hat es unter den vielen Nationen nicht gegeben. Und er war geliebt von seinem Gott, und [so] hatte Gott ihn zum Koenig ueber ganz Israel gesetzt; doch auch ihn haben die auslaendischen Frauen zur Suende verleitet. 13.27 Muss man [nun] auch von euch hoeren, dass ihr ganz das gleiche grosse Unrecht begeht, treulos gegen unseren Gott zu handeln dadurch, dass ihr auslaendische Frauen heiratet! 13.28 Und einer von den Soehnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des Hohenpriesters, war der Schwiegersohn des Horoniters Sanballat; den jagte ich von mir weg. 13.29 Gedenke es ihnen, mein Gott, wegen der Verunreinigungen des Priesteramtes und des Bundes der Priester und der Leviten! 13.30 So reinigte ich sie von allem Auslaendischen, und ich stellte die Dienstordnungen fuer die Priester und Leviten auf, fuer jeden in seinem Arbeitsbereich 13.31 und fuer die Lieferung des Brennholzes zu bestimmten Zeiten und fuer die [Abgabe der] Erstlinge. Gedenke meiner, mein Gott, zum Guten!  Das Buch Ester. Das Fest in Susa - Verstossung der Koenigin Wasti. \1\ 1.1 Und es geschah in den Tagen des Ahasveros - das ist der Ahasveros, der von Indien bis nach Kusch ueber 127 Provinzen regierte -, 1.2 in jenen Tagen also, als der Koenig Ahasveros auf seinem Koenigsthron sass, der in der Burg Susa war, 1.3 im dritten Jahr seiner Regierung, da veranstaltete er ein Gastmahl fuer all seine Fuersten und Knechte, wobei das Heer von Persien und Medien, die Vornehmen und Fuersten der Provinzen vor ihm waren 1.4 [und] wobei er den Reichtum [und] die Herrlichkeit seines Koenigreiches und die glaenzende Pracht seiner Groesse viele Tage lang, 180 Tage, zur Schau stellte. 1.5 Und als diese Tage zu Ende waren, veranstaltete der Koenig fuer alles Volk, das sich in der Burg Susa befand, vom Groessten bis zum Kleinsten, ein Gastmahl von sieben Tagen im Hof des koeniglichen Palastgartens. 1.6 Weisses Leinen, Baumwollstoffe und violetter Purpur waren mit Schnueren aus Byssus und rotem Purpur in silbernen Ringen und an Marmorsaeulen aufgehaengt. Goldene und silberne Ruhelager [standen] auf einem Mosaikboden aus Bahat und Marmor und Darsteinen und Socheretfliesen. 1.7 Und die Getraenke reichte man in goldenen Gefaessen, und die Gefaesse waren [alle] voneinander verschieden; und koeniglichen Wein gab es in Menge, nach der Freigebigkeit des Koenigs. 1.8 Und als Trinkordnung galt: Keiner soll noetigen! Denn so hatte es der Koenig fuer alle Vorsteher seines Hauses angeordnet, dass sie nach dem Belieben eines jeden tun sollten. 1.9 Auch die Koenigin Wasti veranstaltete ein Gastmahl fuer die Frauen im koeniglichen Haus, das dem Koenig Ahasveros gehoerte. 1.10 Am siebten Tag, als das Herz des Koenigs vom Wein froehlich war, befahl er Mehuman, Biseta, Harbona, Bigta und Abagta, Setar und Karkas, den sieben Eunuchen, die den Koenig Ahasveros persoenlich bedienten, 1.11 die Koenigin Wasti mit dem koeniglichen Diadem vor den Koenig kommen zu lassen, um den Voelkern und Fuersten ihre Schoenheit zu zeigen; denn sie war von schoenem Aussehen. 1.12 Aber die Koenigin Wasti weigerte sich, auf das Wort des Koenigs hin zu kommen, das [ihr] durch die Eunuchen [ueberbracht worden war]. Da wurde der Koenig sehr zornig, und sein Zorn entbrannte in ihm. 1.13 Und der Koenig sprach zu den Weisen, die die Zeiten kannten - denn so [kam gewoehnlich] eine Angelegenheit des Koenigs vor alle Gesetzes- und Rechtskundigen, 1.14 und die ihm am naechsten Stehenden waren Karschena, Schetar, Admata, Tarsis, Meres, Marsena, [und] Memuchan, die sieben Fuersten der Perser und Meder, die das Gesicht des Koenigs sahen, die den ersten Sitz im Koenigreich inne hatten -: 1.15 Was ist nach dem Gesetz mit der Koenigin Wasti zu tun, dafuer dass sie den Befehl des Koenigs Ahasveros, [der] durch die Eunuchen [ueberbracht worden ist], nicht befolgt hat? 1.16 Da sprach Memuchan vor dem Koenig und den Fuersten: Nicht allein am Koenig hat sich die Koenigin Wasti vergangen, sondern auch an allen Fuersten und an allen Voelkern, die in allen Provinzen des Koenigs Ahasveros [wohnen]. 1.17 Denn das Verhalten der Koenigin wird zu allen Frauen hinausdringen, und ihre [Ehe]herren in ihren Augen veraechtlich machen, wenn man sagt: Der Koenig Ahasveros befahl, die Koenigin Wasti vor ihn kommen zu lassen, aber sie kam nicht! 1.18 Noch heute werden die Fuerstinnen von Persien un